Benachrichtigungen
Alles löschen

Spritpreis erhöhen zielfführend im Klimawandel?

Seite 4 / 4

Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

Was meint Ihr?
Wäre eine Spritpreiserhöhung in dieser Preisklasse wirklich zielführend?"
"70 Cent mehr" steht in den Schlagzeilen.

Mein erster Gedanke dazu:
1.Müssten dann bei uns die Busse öfter und zuverlässiger fahren (genügend Platz zum Sitzen, pünktlichere Fahrten, häufigere und längere Fahrzeiten), mit Anschnallgurten auch für "nicht so lange" Fahrten!
2. Dürfte der ohnehin schon recht teure Preis einer Busfahrt dann nicht noch mehr erhöht werden mit der (gerechtfertigten?) Begründung, dass ja nun auch für die Busunternehmer der Preis gestiegen ist pro Fahrt!

Das beißt sich in den Schwanz, wie man bei uns so sagt?

Und wer täglich fahren MUSS, weil sein Arbeitsplatz anders nicht gut erreichbar sein wird, geschweige denn in einer annehmbaren Zeit (!), oder seine Kinder zeitnah und schnell zu verschiedenen Arztterminen müssen in der eigenen und anderen Stadt, der wird da nur draufzahlen ohne wirklich umsteigen zu können.

https://www.tagesschau.de/inland/umweltbundesamt-studie-101.html

Antwort
195 Antworten
Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

Statt eigener Worte...
... verlinke ich, um mir Schreibarbeit zu sparen, hier mal einen aktuellen Kommentar vom SPON.

Wir sind Hauptschuldige.

Darin wird dargelegt, dass die diskutierten höheren Sprit-Preise nur die logische Konsequenz dessen sind, was eine deutsche Behörte, das Umweltbundesamt, seit Jahren kontinuierlich dokumentiert.
Darüber hinaus wird erwähnt, dass wir hier in Deutschland zu den mit am stärksten Betroffenen durch den Klimawandel gehören, also der Schaden, der von Deutschn durch ihre CO2-Emissionen angerichtet wird, auch von Deutschen bezahlt werden muß. In dem Zusammenhang darf dann vielleicht auch mal gefragt werden, ob es nicht auch mit Blick allein auf Deutschland sozial ungerecht ist, dass Sprit Heizöl derart viel zu billig verkauft werden...

Anonymous antworten
44 Antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8520

Verbrennungsmotoren und 1,5-Tonner mit je einem Passagier sind aber schlicht gestriger, unvernünftiger Unsinn

Seh ich auch so.

Wir werden bald chinesische Elektroautos importieren.

Können mir die Elektorauto-Fans eigentlich mal erklären, wo der ganze Strom herkommen soll, wenn jetzt alle ihre Verbrennermotor-Autos verschrotten?
Kohlekraftwerke sind böse. Klar. Sollen deswegen abgeschaltet werden.
Atomkraftwerke sind böse. Auch klar. Sollen deswegen abgeschaltet werden.
Gegen Windkraftanlagen protestieren Umweltschützer.
Wasserkraftwerke haben bestimmt auch irgendwelche negativen Nebenwirkungen.
Sonnenkraft wird auch nicht reichen.

Natürlich kann man das Problem lösen, indem man den Strom aus dem Ausland kauft. Und die produzieren den Strom wie?

alescha antworten
mrb-II
 mrb-II
(@mrb-ii)
Beigetreten : Vor 23 Jahren

Beiträge : 954

Können mir die Elektorauto-Fans eigentlich mal erklären, wo der ganze Strom herkommen soll, wenn jetzt alle ihre Verbrennermotor-Autos verschrotten?

Seltsamerweise wird diese Frage immer nur bei Elektromobilität aufgeworfen, nie bei anderen "alternativen" Antriebskonzepten.

Die benötigte Strommenge ist viel geringer als man sich so vorstellt und nur ein Bruchteil des bereits jetzt erzeugten Stroms. Im Moment verkaufen wir überschüssigen Strom für ein Appel und ein Ei ins Ausland und eine Menge Strom verpufft einfach irgendwo, weil die Netzinfrastruktur mangelhaft ist.

mrb-ii antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8520
Veröffentlicht von: @mrb-ii

Seltsamerweise wird diese Frage immer nur bei Elektromobilität aufgeworfen, nie bei anderen "alternativen" Antriebskonzepten.

Vielleicht, weil das E-Auto gerade als allein seligmachende Lösung präsentiert wird? Auf Kosten möglicher Alternativen?

Veröffentlicht von: @mrb-ii

Im Moment verkaufen wir überschüssigen Strom für ein Appel und ein Ei ins Ausland

Naja, manchmal importieren wir auch: https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/deutschland-strom-importe-steigen-trotz-weniger-energieverbrauch-16309658.html

Und:

Insgesamt ist die deutsche Energieversorgung zu rund 78 Prozent von den fossilen Energieträgern Öl, Gas und Kohle abhängig.

Zwar legen erneuerbare Energien zu, aber ob die die Energieversorgung übernehmen können, wenn alle Kohle- und Nuklearkraftwerke stillgelegt sind?

alescha antworten
Ungehorsam
(@ungehorsam)
Beigetreten : Vor 8 Jahren

Beiträge : 3336

Vielleicht, weil das E-Auto gerade als allein seligmachende Lösung präsentiert wird? Auf Kosten möglicher Alternativen?

Genau das kritisiere ich schon jahrelang.
Ich bin schon vor zehn Jahren auf die Alternative Erdgas/Biogas umgestiegen und bin maßlos enttäuscht, daß sich auf diesem Gebiet nichts bewegt.
Ich bin der Meinung, alternative Antriebe sollten je nach Aufgabenbereich des Fahrzeugs verwendet werden, und auch Benzin/Diesel haben weiterhin ihre Berechtigung.
Für Post, Paketdienste und Taxis macht E-Antrieb Sinn. Langstreckenfahrzeuge sollten weiterhin mit Diesel bzw CNG/LPG fahren können, denn alles Andere ist derzeit nicht praktikabel.

ungehorsam antworten
mrb-II
 mrb-II
(@mrb-ii)
Beigetreten : Vor 23 Jahren

Beiträge : 954
Veröffentlicht von: @ungehorsam

Ich bin schon vor zehn Jahren auf die Alternative Erdgas/Biogas umgestiegen und bin maßlos enttäuscht, daß sich auf diesem Gebiet nichts bewegt.

was soll sich da auch bewegen? die technologie ist seit min. 30 jahren für endkunden verfügbar. die steuersubvension für den treibstoff auch und die wird noch mindestens 5 weitere jahre verfügbar sein. es ist wirtschaftlich, es fährt sich wie ein benziner, es erzeugt weniger co2 ... die kunden kaufen trotzdem keine cng-fahrzeuge.

Veröffentlicht von: @ungehorsam

Langstreckenfahrzeuge sollten weiterhin mit Diesel bzw CNG/LPG fahren können, denn alles Andere ist derzeit nicht praktikabel.

bin grad zweimal quer durch deutschland gefahren. wär problemlos mit aktuell verfügbaren elektroautos und den 2x 45min pause möglich gewesen. an jeder raststätte und autohof stehen ladesäulen, im moment muss man sich nichtmal drum prügeln. kann mir keiner erzählen, dass er 900 km nur mit einem 10minütigen tankstop durchfahren muss.

mrb-ii antworten
Ungehorsam
(@ungehorsam)
Beigetreten : Vor 8 Jahren

Beiträge : 3336

was soll sich da auch bewegen?

Zum Beispiel dichteres Tankstellennetz und mehr verfügbare Modelle.

ungehorsam antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @alescha

Können mir die Elektorauto-Fans eigentlich mal erklären, wo der ganze Strom herkommen soll, wenn jetzt alle ihre Verbrennermotor-Autos verschrotten?

Der erste Denkfehler, der hinter solchen Fragen steht, ist derjenige, dass lediglich die Wagen mit Verbrennungsmotor durch Wagen mit Elektromotoren ersetzt werden.

Tatsächlich wird, so nicht irgendwer einen umweltfreundlichen Fusionsmotor erfindet, nichts daran vorbeigehen, dass am Ende auch längst nicht so viele E-Mobile auf den Straßen sein werden wie heute die "normalen" Autos. Das heißt: der Individualverkehr wird entweder zurückgehen oder - was ich vermute - durch integrierte Sharing-Modelle ersetzt werden. Wenn man bedenkt, dass ein Auto am Tag durchschnittlich 23 Stunden nur rumsteht, besteht ein theoretisches Auto-Einsparungspotential von über 90%*. Wenn aber irgendwann wir - wie es nötig ist - eine emissionsfreie Wirtschaft erreichen wollen, müssen halt die dann noch durch die Gegend fahrenden Autos emissionsfrei sein, also strombetrieben.
Was das Importieren chinesischer Elektroautos angeht, so ist das ein Hinweis auf den Umstand, dass auch auf dem Weg zur emissionsfreiehn Wirtschaft schon Grenzpfosten eingeschlagen, d.h. langfristig wirkende Strukturwandel ergeben werden. Wer Marktführer bei der Herstellung von Elektromobilen ist, wird später, wenn es an die Integration der Sharing-Modelle geht, vermutlich auch eher ein Wörtchen mitzureden haben als Anbieter, die das technologische Rennen an dieser Stelle verloren haben.

Da muß langfristig gedacht werden: in der Solarenergie hat Deutschland das Rennen schon verloren, vom Marktführer haben wir uns zu einem Land entwickelt, dass vermutlich zukünftig seine Solarpanels in China ordern wird. Bei der Windkraft läuft's gerade in eine ähnliche Richtung, das schildbürgerartige Verhindern des Ausbaus unserer Kapazitäten wird über kurz oder lang dafür sorgen, dass auch dieser Markt von anderen übernommen wird und dann dort halt die technologischen Innovationen stattfinden. Und bei den Autos ist's halt genauso. China, der Massenmarkt schlechthin, kann allein schon aufgrund seiner totalitären politischen Verhältnisse sehr schnell dafür sorgen, dass neue Mobilität nur noch elektrische Antriebe verwendet. Dazu eine Anekdoten aus meiner letzten (in beiderlei Sinn des Wortes) Auslandsreise: Wenn wir abends durch Pekings Straßen spazierten, geschah es immer wieder, dass wir von heftigem Geklingel zur Seite gescheucht wurden: es waren die Einheimischen auf ihren Elektro-Mopeds, die in der Regel ohne Licht fuhren. Auf meine Frage nach dem Grund dafür erfuhr ich vom Leiter unserer Reisegruppe, dass Zweiräder mit Benzinmotoren in Peking gänzlich verboten seien. Daher würden die Leute halt mit Elektromopeds fahren (häufig waren das so Transport-Dreiräder...), aber um Geld zu sparen, würden die meisten nur die kleinsten Akkus verwenden (wegen des Anschaffungspreises und auch wegen der Ladekosten) und entsprechend, um möglichst weit mit einer Akkuladung zu kommen, halt ohne Licht fahren. Zu Unfällen mit Personenschaden komme es dabei kaum - die Leute wüßten ja, dass Mopeds überall zu erwarten sind (auch in anscheinend rein auf Fußgängern angelegten kleinen Gässchen).

Das beantwortete auch nebenbei eine Frage, die sich mir vorher gestellt hatte. Denn in Peking und noch mehr in Shanghai sahen wir wahnsinnig viele neue, fette Limousinen durch die Gegend fahren, weil das eigene Auto nun mal DAS Statussymbol schlechthin sei, weil beispielsweise ein junger Chinese, der kein eigenes Auto besitze, auch praktisch keine Chance auf dem Heiratsmarkt habe... Und unser Gruppenleiter erzählte und lang und breit, wie die Stadtregierung der Wagenflut auf Shanghais Straßen Herr zu werden versuche (Nummernschilder unterschiedlicher Berechtigungsklassen, Nummernschilder, die nur an einem Tag pro Woche gelten, das Versteigern von Nummernschilder zu absurden Beträgen...). Ich wunderte mich, dass beim statusbedingten Wetteifern um das teuerste Auto nicht mal ein paar Chinesen auf die Idee gekommen waren, sich einfach ein sündhaft teures Motorrad zu organisieren, um so Erfolg und Reichtum protzhaft zu demonstrieren. Jetzt wußte ich's: Weil Benzinmotoren in Zweirädern halt verboten waren und somit etwaige Harley-Davidson-Importe bloß als Staubfänger zu verwenden wären.

Worauf ich hinaus will: Wenn China - was momentan ganz den Anschein hat - allein schon aus Eigeninteressen bestimmte technologische Entwicklungen wie eine CO2-emissionsfreie Mobilität durchsetzen will, dann werden sie das tun. Weil sie's können. Und wenn man das nicht antizipiert, dann ist das wirtschaftlicher Selbstmord durch Unterlassen.

Dein rant von wegen

Veröffentlicht von: @alescha

Kohlekraftwerke sind böse (...) usw.

ist meiner Ansicht nach etwas arg platt. "Böse" - das ist entweder religiös konnotiert oder ein Kinderwort, unterstellt also (im Regelfall den anderen) ein unterkomplexes Denken.

Richtig ist, dass, wenn der Individualverkehr von fossilen Brennstoffen auf Strom umsteigen soll, der Strom irgendwoher kommen muß. Sinnigerweise also schon mal nicht aus Kohlekraftwerken. Was die Atomkraftwerke angeht, so bin ich skeptisch, ob die nicht für eine Zwischenphase tatsächlich noch gebraucht werden. Dass gegen Windkraftanlagen von Umweltschützern protestiert werde, ist zur Hälfte Etikettenschwindel (wenn man auf die einzelnen Initiativen schaut, zeigt sich, dass einige von denen wenig mit der Umwelt am Hut haben und eigentlich nur nicht ihre schöne Aussicht "verschandelt" haben möchten - die Umweltschutz-Gründe, die von denen dann angeführt werden, sind häufig Zweckrationalierungen des eigenen egoistischen Impulses und halten genaueren Hinterfragungen nicht stand: wer behauptet, die Vögel schützen zu wollen, darf z.B. nicht in einem Haus wohnen, dessen Fenster sämtlich do präpariert sind, dass da garantiert keine Vögel dagegenknallen...)
Zur anderen Hälfte sind aber auch echte Argumente vorhanden, beispielsweise jenes, dass Windkraft, die erst von Norddeutschland bis nach Bayern gebracht werden muß, unter'm Strich einen nicht so dollen Wirkungsgrad hat, insbesondere, wenn die entsprechenden Stromtrassen (wiederum an örtlichen Bürgerinitiativen scheiternd...) nicht gebaut werden können. Da muß dann halt der Gesetzgeber - was ja gerade ein Anliegen z.B. der fff-Bewegung ist - Vorschriften erlassen, die auch mal den einen oder anderen so richtig doll ärgern.

Veröffentlicht von: @alescha

Sonnenkraft wird auch nicht reichen.

Wie kommst Du darauf? 🤨 Sowohl Wind- als auch Wasserkraft (von Gezeitenkraftwerken mal abgesehen) ist letzten Endes nur umgewandelte Sonnenenergie. Von den fossilen Brennstoffen mal ganz zu schweigen...
Sonnenenergie ist bis zum Abwinken vorhanden - es geht nur darum, sie auch effektiv zu nutzen, d.h. innovative Technologien dafür zu entwickeln und zur Marktreife zu führen. Und woran erinnert mich das jetzt gerade? Ach ja: siehe oben...

*Der Individualverkehr der Zukunft wird, falle es ihn überhaupt noch geben sollte, so aussehen, dass niemand mehr ein Fahrzeug sein eigen nennt, sondern die Leute, wenn sie eine längere Strecke motorisiert zurücklegen wollen, ein (selbstfahrendes) Auto bestellen, wie man heute vielleicht ein Taxi bestellt. Bei der Entwicklung von Softwarelösungen, die sowas ermöglichen, sind freilich wir Deutschen auch nicht gerade weit vorne, während in den großen chinesischen Städten z.B. das Rad-Sharing schon längst ganz normaler Alltag ist: Handy an eins der Räder, die alle zwei Blocks weit zu finden sind, halten, dann wird die Arretierung gelöst, und man kann mit dem Ding hinfahren, wo man will. Sowas braucht Infrastruktur (die Räder müssen irgendwo angeschlossen werden können), aber vor allem digitales Know-How. Während hier in Euroap irgendwelche Versuchsprojekte ablaufen, um zu sehen, wie sowas "von den Bürgern angenommen" wird, oder endlose Bedenkenträgerei (wer ist schuld, wenn ein selbstfahrendes Auto Oma Frida anfährt?) jede Aufbruchstimmung verläßlich verhindert, macht man anderswo Nägel mit Köpfen und zementiert schon mal den Boden, auf dem künftig der Wirtschaftsmacht-Thron verschraubt werden kann...

Anonymous antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8520
Veröffentlicht von: @blackjack

ist meiner Ansicht nach etwas arg platt. "Böse" - das ist entweder religiös konnotiert oder ein Kinderwort, unterstellt also (im Regelfall den anderen) ein unterkomplexes Denken.

Wer Sarkasmus findet, darf ihn behalten. 🙄

Ich unterstelle niemandem unterkomplexes Denken, aber momentan geht das einfach nicht, sämtliche Kohle- und Atomkraftwerke abschalten zu wollen und sämtliche Energie kommt aus erneuerbaren Energien.

Veröffentlicht von: @blackjack

Dass gegen Windkraftanlagen von Umweltschützern protestiert werde, ist zur Hälfte Etikettenschwindel

Yupp.

Veröffentlicht von: @blackjack

Zur anderen Hälfte sind aber auch echte Argumente vorhanden, beispielsweise jenes, dass Windkraft, die erst von Norddeutschland bis nach Bayern gebracht werden muß, unter'm Strich einen nicht so dollen Wirkungsgrad hat, insbesondere, wenn die entsprechenden Stromtrassen (wiederum an örtlichen Bürgerinitiativen scheiternd...) nicht gebaut werden können. Da muß dann halt der Gesetzgeber - was ja gerade ein Anliegen z.B. der fff-Bewegung ist - Vorschriften erlassen, die auch mal den einen oder anderen so richtig doll ärgern.

Richtig.

Veröffentlicht von: @blackjack

Wie kommst Du darauf? 🤨 Sowohl Wind- als auch Wasserkraft (von Gezeitenkraftwerken mal abgesehen) ist letzten Endes nur umgewandelte Sonnenenergie.

Ich dachte jetzt an die Solarzellen, die man so auf die Dächer nagelt. Was ich auch gut finde. Aber wir können halt nicht überall quadratkilometergroße Parks damit vorstellen - wie es z.B. manche Länder können, die größtenteils aus Wüste bestehen, wo etwas mehr Sonnenstunden im Jahr zusammenkommen.

Veröffentlicht von: @blackjack

d.h. innovative Technologien dafür zu entwickeln und zur Marktreife zu führen

Dafür bin ich durchaus zu haben.
Aber da ist eben das E-Auto nicht die einzige Technologie.

alescha antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @alescha

Ich unterstelle niemandem unterkomplexes Denken, aber momentan geht das einfach nicht, sämtliche Kohle- und Atomkraftwerke abschalten zu wollen und sämtliche Energie kommt aus erneuerbaren Energien.

Behauptet allerdings auch niemand in diesem unterkomplexen Sinn. Sondern es wird gefordert, die Kohlekraftwerke wesentlich schneller vom Netz zu nehmen als momentan geplant. Der Anteil der erneuerbaren Energien ist in der Strombranche übrigens in kurzer Zeit auf inzwischen über 40% gestiegen. Statt überall Steine in den Weg zu legen, könnte dieser Anteil per intensivem Ausbau der Windstromerzeugung weiter gesteigert werden - während auf der anderen Seite halt auch große Einsparpotentiale vorhanden sind. Man flaniere jetzt in der Vorweihnachtszeit durch die Innenstädte mit ihrem Licht-Dekorations-Overkill - und dann weiß man, dass der Strom (so wie auch der Sprit) halt noch viel, viel, viel zu billig ist, sodaß die Stromverbrauchs-Einsparpotentiale überhaupt nicht ausgeschöpft werden können, rein ökonomisch betrachtet: selbstverständlich knall ich als Geschäftsinhaber tüchtig Leuchtreklame hin, wenn ich merke, dass das den Umsatz erhöht, wenn es mehr Leuchtreklame ist als sie mein Konkurrent einsetzt. Selbstverständlich mache ich den Einkauf möglichst barrierefrei, indem ich bei winterlichen Temperaturen die Türen meines Ladens einfach offen stehen lasse, damit die Geschenkeshopper auch mit vollen Händen noch problemlos reinkommen können - solange es sich betriebswirtschaftlich lohnt, d.h. meine dadurch entstehenden Heizkosten über den Zusatzgewinnmargen liegen. Und selbstverständlich kann ich als Anbieter einer Cryptowährung weiterhin extrem viel Strom für die Verschlüsselungsvorgänge raushauen, solange es sich betriebswirtschaftlich lohnt...
Würde der Strom teurer, würden Einsparpotentiale ausgeschöpft, könnten CO2-Emissionsschleudern wie Kohlekraftwerke schneller abgeschaltet werden können.
Nicht morgen. Aber eben auch nicht erst im Jahre 2038...

Veröffentlicht von: @alescha

Ich dachte jetzt an die Solarzellen, die man so auf die Dächer nagelt. Was ich auch gut finde. Aber wir können halt nicht überall quadratkilometergroße Parks damit vorstellen - wie es z.B. manche Länder können, die größtenteils aus Wüste bestehen, wo etwas mehr Sonnenstunden im Jahr zusammenkommen.

Ja nun... Selbstverständlich haben die Länder mit mehr Sonne da schon Vorteile. Allerdings ist der Wirkungsgrad der Solarpanels inzwischen auch um einiges höher als noch vor zwanzig Jahren (wobei die Technologie meines Wissens da jetzt an Grenzen zu stoßen scheint, was die Siliziumbasierten Modelle in der Photovoltaik angeht). Sodaß sich z.B. entsprechende Parks in den sonnigen Regionen Deutschlands (Bayern, Baden-Württemberg) vermutlich nicht schlecht schlagen würden. Ich hab da jüngst ein Video-Interview mit einem Fachmann gesehen, der noch vor ein paar Jahren dafür plädierte, Sonnenenergie-Farmen in Afrika zu sponsorn, der aber inzwischen eingesehen hat, dass durch die Stromtransportproblematik (wo sollten die Kabel langlaufen? Und Batterie-Technologie, die entsprechende Kapazitäten ökologisch sinnvoll zu liefern erlauben würde, ist auch noch auf längere Sicht nicht vorhanden) der afrikanische Strom am Ende doch wieder teurer und uneffektiver würde als hierzulande klug eingesetzte Solar- und Windkraft. Dezentralisierung wäre besser und noch ist nur ein sehr kleiner Anteil deutscher Dächer mit Solarpanels bedeckt - was daran liegt, dass nach Auslaufen des einen Förderprogrammes keine weitere Stimulierung dieses Zukunftsmarktes seitens unserer Regierung erfolgte.

Veröffentlicht von: @alescha

Aber da ist eben das E-Auto nicht die einzige Technologie.

Die einzige potentiell emissionsfreie Mobilitäts-Technologie. Es sei denn, wir warten auf den risikofreien Mini-Atomantrieb, aber auf den warten wir - ausserhalb lustiger Filme und Games - seit den Fünfzigerjahren erfolglos.

Naja gut, Bahn oder andere Verkehrssysteme sind da auch noch zu nennen, aber auch die würden ja dann strombetrieben sein, es läuft also auf das Gleiche hinaus.

Anonymous antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8520
Veröffentlicht von: @blackjack

Der Anteil der erneuerbaren Energien ist in der Strombranche übrigens in kurzer Zeit auf inzwischen über 40% gestiegen.

In Deutschland? Da habe ich aber eine andere Zahl.

Veröffentlicht von: @blackjack

Man flaniere jetzt in der Vorweihnachtszeit durch die Innenstädte mit ihrem Licht-Dekorations-Overkill - und dann weiß man, dass der Strom (so wie auch der Sprit) halt noch viel, viel, viel zu billig ist, sodaß die Stromverbrauchs-Einsparpotentiale überhaupt nicht ausgeschöpft werden können

Ja, wir haben auch so Spezialisten im Ort. Während ich öfter mal durch die Wohnung patrouillieren muß, weil meine Kinder das mit dem Stomsparen noch nicht so ganz verinnerlicht haben. Dabei sind unsere Energiesparlampen vermutlich noch das kleinere Problem. Und das Schließen der Wohnungstür muß auch noch geübt werden.

Veröffentlicht von: @blackjack

Sodaß sich z.B. entsprechende Parks in den sonnigen Regionen Deutschlands (Bayern, Baden-Württemberg) vermutlich nicht schlecht schlagen würden.

Nun, ich wohne in Baden-Württemberg. Naja, das ist halt auch dicht besiedelt und hat viel Nutzfläche. Wo wir da so Parks im größeren Umfang aufstellen sollen, keine Ahnung.

Veröffentlicht von: @blackjack

Ich hab da jüngst ein Video-Interview mit einem Fachmann gesehen, der noch vor ein paar Jahren dafür plädierte, Sonnenenergie-Farmen in Afrika zu sponsorn, der aber inzwischen eingesehen hat, dass durch die Stromtransportproblematik (wo sollten die Kabel langlaufen?

Das fällt dem aber früh ein. 😀

Veröffentlicht von: @blackjack

Die einzige potentiell emissionsfreie Mobilitäts-Technologie.

CNG und LPG sind zwar nicht komplett emissionsfrei, aber erheblich klima- und umweltfreundlicher als Benzin und Diesel. Warum nicht die Autos mit Gas aus landwirtschaftlichen Reststoffen produzieren?
Eine vernachlässigte Alternative ist die Brennstoffzelle, da kommt nur Wasserdampf hinten raus. https://www.auto-motor-und-sport.de/tech-zukunft/alternative-antriebe/wasserstoffauto-brennstoffzelle-co2-neutral-batterie-lithium/

alescha antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @alescha

In Deutschland? Da habe ich aber eine andere Zahl.

Bitte klicken!

Veröffentlicht von: @alescha

CNG und LPG sind zwar nicht komplett emissionsfrei

Hilf mir kurz auf die Sprünge, ich kenne nicht alle Abkürzungen. 🤨

Biogas/Biodiesel war ja vor ein paar Jahren mal die große Hoffnung. Meines Wissens ist der Hype inzwischen wieder etwas abgeflaut.

Leider haben zumindest hier im meiner Gegend diverse Bauern da eine lukrative Alternative zum Kartoffel oder Brotgetreideanbau gesehen, sodaß hier gefühlt über 60% der Felder inzwischen einheitlich mit Mais zugeballert wurden, um all die Biogasanlagen, die damals überall aus dem Boden schossen, zu befüllen. Meine Vorstellung von Landwirtschaft war ja einst, dass es bei der darum geht, Nahrungsmittel und nicht Tankmittel zu produzieren, aber naja, was weiß ich schon? Na gut, vielleicht soviel: wenn man Pflanzen anbaut, um sie hernach - ein paar Verarbeitungsschritte hinzugerechnet - wieder zu verbrennen, dabei aber schon - denn die Bauern säen und ernten ja nicht zu Fuß - CO2 emittiert, dann kann die Bilanz am Ende nicht so ganz bei Null liegen. Ich will nicht bestreiten, dass die aktuelle Ökobilanz da besser sein mag als bei den fossilen Brennstoffen, aber wir haben jedenfalls keine Emissionsfreie Wirtschaftsweise dabei. Und das, was dann am Ende als Öko-Gas oder Öko-Strom herauskommt, braucht halt Anbaufläche, die sonst für Nahrungsmittel oder Futtergetreide (also indirekt auch wieder für Nahrungsmittel) verwendet werden könnte. Und dann haben wir halt am Ende den Bauern, der sein Vieh lieber mit importieren Soja mästet und statt auf dem Feld Futter anzubauen, lieber Biodiesel-Mais draufpflanzt. Was ich übrigens dem Bauern nicht verüble, der denkt, wie wir alle, wieder mal nur marktwirschaftlich und stellt seine Kosten-Nutzen-Kalkulation an...

Was den Wasserstoff angeht, so muß der auch erstmal in den entsprechenden Mengen produziert werden. Und dann gibt's die Probleme, wie man den tankt... Ich stecke da jetzt nicht drin in der Materie und womöglich gibt's inzwischen ein paar technologische Innovationen, die in der Zukunft aus dieser Richtung etwas erhoffen lassen. Aber in dem von Dir verlinkten Artikel findet sich en passant dieser Formulierung:

Und beim aktuellen Strommix ist die CO2-Bilanz des Brennstoffzellenautos über die gesamte Lebensdauer auch etwas besser als die des E-Autos.

Da liegt der Hase im Pfeffer begraben. Klar: solange der Strom noch zu großen Teilen durch Kohlekraftwerke erzeugt wird, ist der Strom von E-Autos selbstverständlich keineswegs CO2-frei in der Bilanz. Nun wird sich aber, wenn unsere Regierenden nicht komplett hirnbefreit sein sollten, der Strommix hoffentlich demnächst noch mehr in Richtung erneuerbare Energien ändern. Und dann wird eben der im Artikel pro Wasserstoffmotor gezogene Vergleich hinfällig.
Aber ich bin kein Ingenieur und will da angesichts meiner mangelhaften Kompetenz sicherlich keine Alternativen ausschließen. Möglich, dass Wasserstoff zukünftig breitere Verwendung im Verkehr finden wird - falls das nachhaltig geschieht, hab ich nichts dagegen einzuwenden.

Anonymous antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8520
Veröffentlicht von: @blackjack

Bitte klicken!

Klingt gut.

Veröffentlicht von: @blackjack

Hilf mir kurz auf die Sprünge, ich kenne nicht alle Abkürzungen. 🤨

CNG=Compressed Natural Gas
LPG=Liquefied Petroleum Gas

Das Auto, mit dem mein Mann täglich zur Arbeit fährt, fährt mit CNG.

Was Du da schreibst - Landschaft mit Mais zuballern, Tankmittelproduktion statt Nahrungsmittelproduktion - muß nicht sein, wenn CNG aus landwirtschaftlichen Reststoffen - wie z.B. Stroh - gewonnen wird. Siehe Link.
Man kann ja Biogas aus allem möglichen gewinnen, da kommen bestimmt noch ein paar Ideen dazu, sodaß keine landwirtschaftlichen Flächen mehr für die Energieproduktion draufgehen.

Veröffentlicht von: @blackjack

Ich stecke da jetzt nicht drin in der Materie und womöglich gibt's inzwischen ein paar technologische Innovationen, die in der Zukunft aus dieser Richtung etwas erhoffen lassen.

Ich stecke da auch nicht drin, aber diese Innovationen gibt es offenbar.
Und gäbe es vielleicht mehr, wenn man nicht einseitig aufs E-Auto setzen würde.

Veröffentlicht von: @blackjack

Und dann wird eben der im Artikel pro Wasserstoffmotor gezogene Vergleich hinfällig.

Warum? Kannst Du mir das erklären?

alescha antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @alescha

CNG=Compressed Natural Gas

Also Erdgas, richtig?

Und LPG wird auch als "Autogas" bezeichnet und entsteht als "Abfallprodukt" bei der Benzinherstellung.

Dass man auch Abfälle verwerten sollte, dafür bin ich immer zu haben. Aber am Ende sind das eben auch fossile Brennstoffe, deren Verbrennung CO2 in die Atmosphäre einträgt. Auf lange Frist gesehen erkenne ich nicht, was solche Technologien sollten? Bei einer Emissionsfreien Wirtschaft wird kein Benzin mehr im nennenswerten Umfang hergestellt (vielleicht noch als Lösungsmittel usw., aber nicht mehr, um es zu verbrennen), und da fallen dann ja auch die "Abfallprodukte" bei der Benzin-Produktion weg.

Weder CNG noch LPG sind also Treibstoffe, die man als nachhaltig/regenerativ bezeichnen könnte.

Veröffentlicht von: @alescha

Warum? Kannst Du mir das erklären?

Weil, wenn der Strom nicht mehr per Kohlekraftwerken gewonnen wird, die CO2-Bilanz des Elektroautos entsprechend besser wird.

Das würde sie übrigens auch, wenn der Strom weiterhin aus Kernkraftwerken käme, aber in der zitierten Passage ging es ja um den "derzeitigen Strommix". Nehmen wir mal an - ich bin jetzt zu faul, das nachzuschlagen - dass im Moment der Strom zu 40 Prozent aus regenerativen Quellen stammt, zu 20 Prozent aus Kernkraftwerken und zu 40 Prozent aus Kohlekraftwerken, dann würde der Strom, mit welchem E-Autos angetrieben werden, zu 40 Prozent letztlich immer noch CO2-Emissionen verursachen. Wobei sogar noch zu untersuchen wäre, ob das Umwandeln von Kohlekraft in Strom und von Strom dann in Bewegungsenergie nicht nochmal Effektivitätsverluste bedeutet, also womöglich für jeden "eingesparten" Liter Benzin am Ende per Kohleverstromung mehr CO2 in die Luft geblasen wird. Das können aber vermutlich wieder nur Fachleute beantworten, hat auch damit zu tun, ob die Energieeffizienz von E-Autos schon so ausgereift ist wie bei den Benzinern, welche Art des Fahrens (lange Strecken mit eher langsamen Beschleunigungskurven vs. kurze Strecken mit hohen Beschleunigungskurven) bei welcher Technologie effizienter ist - und so weiter und so fort.

Ich bin mir nicht sicher, ob - Stand des Strommixes heute - die E-Autos überhaupt schon bei ihrer Gesamt-Bilanz hinsichtlich der CO2-Emissionen besser dastehen als Benziner, oder ob momentan der größte "Vorteil" der EAutos vor allem darin gesehen wird, dass sie die Innenstädte etwas "atmungsaktiver" werden lassen, Stichwort: Smog.

Sie werden aber dann besser da stehen, wenn der Strom zu hundert Prozent aus regenerativen Quellen stammt. Laut Planungen sollte das spätestens im Jahre 2050 der Fall sein (viel zu spät meiner Ansicht nach).

Anonymous antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8520
Veröffentlicht von: @blackjack

Also Erdgas, richtig?

Und Biogas. Also aus Abfällen.

Veröffentlicht von: @blackjack

Weder CNG noch LPG sind also Treibstoffe, die man als nachhaltig/regenerativ bezeichnen könnte.

Wenn man CNG auch aus landwirtschaftlichen Abfällen gewinnen kann, warum nicht?

Veröffentlicht von: @blackjack

Weil, wenn der Strom nicht mehr per Kohlekraftwerken gewonnen wird, die CO2-Bilanz des Elektroautos entsprechend besser wird.

Und warum nicht auch die CO2-Bilanz des Wasserstoffautos?

Veröffentlicht von: @blackjack

Ich bin mir nicht sicher, ob - Stand des Strommixes heute - die E-Autos überhaupt schon bei ihrer Gesamt-Bilanz hinsichtlich der CO2-Emissionen besser dastehen als Benziner

M.W. müssen sie ziemlich lange fahren, um besser als der Benziner dazustehen.

alescha antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @alescha

Wenn man CNG auch aus landwirtschaftlichen Abfällen gewinnen kann, warum nicht?

Weil diese "Abfälle" üblicherweise als Humus dabei helfen, die Ackerkrume fruchtbar zu halten. Dass wir hier in Deutschland momentan unter einer Überdüngung der Äcker leiden, hat nicht damit zu tun, dass zuviel "Abfall" nach der Ernte auf den Äckern liegen bleibt, sondern dass die ganze intensive Tierhaltung die entsprechend zu hohen Güllemengen produziert. Ein Faktor, der über kurz oder lang ebenfalls ein Ende nehmen muß (Fleischverzehr ist nun mal ein Luxus, den wir uns ökologisch nicht im bisherigen Ausmaß werden leisten können). Kurz: diese "Abfälle" pflügt der vorausschauende Bauer in den meisten Fällen besser wieder unter, um so die Humus-Schicht auf seinem Acker zu verdicken.

Anonymous antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @alescha

Und warum nicht auch die CO2-Bilanz des Wasserstoffautos?

Du hast recht, ich hatte nich bedacht, dass die Möglichkeit besteht, dass der Wasserstoff allein per Elektrolyse gewonnen werden könnte, sondern im Hinterkopf, dass er hauptsächlich aus Erdgas gewonnen wird.

Anonymous antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @blackjack

Biogas/Biodiesel war ja vor ein paar Jahren mal die große Hoffnung. Meines Wissens ist der Hype inzwischen wieder etwas abgeflaut.

Abgeflaut worden meinst du wohl. Das war politisch nicht erwünscht. Offensichtlich hatte man Angst vor sinkenden Mineralölsteuereinnahmen. Also wurde Pflanzenöl und Biodiesel schrittweise so lange besteuert, bis die Verwendung dieser Kraftstoffe unrentabel wurde.

Veröffentlicht von: @blackjack

Na gut, vielleicht soviel: wenn man Pflanzen anbaut, um sie hernach - ein paar Verarbeitungsschritte hinzugerechnet - wieder zu verbrennen, dabei aber schon - denn die Bauern säen und ernten ja nicht zu Fuß - CO2 emittiert, dann kann die Bilanz am Ende nicht so ganz bei Null liegen.

Nun, dabei sollte man nicht vergessen, dass zum einen Pflanzen nicht vollständig geerntet werden, sondern jede Menge Material (In dem CO2 gebunden ist), teilweise über 50 %, auf dem Feld verbleibt. Und außerdem auch nach der energetischen Nutzung ein Rest verbleibt, der noch jede Menge gebundenes CO2 enthält.

Anonymous antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @qdspieler

Abgeflaut worden meinst du wohl. Das war politisch nicht erwünscht. Offensichtlich hatte man Angst vor sinkenden Mineralölsteuereinnahmen. Also wurde Pflanzenöl und Biodiesel schrittweise so lange besteuert, bis die Verwendung dieser Kraftstoffe unrentabel wurde.

Da kamen diverse Faktoren zusammen, von denen ich jetzt nicht genau sagen kann, wie sie zu gewichten wären. Angeblich sollte z.B. die Biodiesel-Zumischung in den geplanten Anteilen zu technischen Problemen bei den Motoren führen (keine Ahnung, ob das so auch zutraf, als führerscheinloser Radfahrer aus Überzeugung habe ich mich nie so in die Auto-Technik vertieft..). Aber aus den genannten Gründen (Landwirschaft sollte m.M.n. Lebensmittel und nicht Treibmittel produzieren) hat es mich auch nicht sonderlich gewundert, dass man diese Schnapsidee (die von den Grünen gehyped wurde und dazu führte, dass ich heute deren umweltschützerische Kompetenz nicht mehr so hoch einschätze wie noch vor zwanzig Jahren) mehr oder minder wieder begraben hat. Wobei die Biogasanlagen, die hier auf dem Lande da ja ein Weilchen aufsprossen wie Pilze nach dem Regen, auch erstmal stehen bleiben und befüllt werden wollen.

Veröffentlicht von: @qdspieler

Nun, dabei sollte man nicht vergessen, dass zum einen Pflanzen nicht vollständig geerntet werden, sondern jede Menge Material (In dem CO2 gebunden ist), teilweise über 50 %, auf dem Feld verbleibt.

Das geschieht bei jeder Ernte. Wobei das mit dem CO2-Binden so'n Ding ist. Natürlich geht das - langfristig - nur bei der Vertorfung. Aber die Äcker, auf denen der Diesel-Mais angebaut werden, werden hernach ja nicht in Moore umgewandelt, sondern im nächsten Jahr geht's von vorn los.
Aber im Prinzip hast Du insofern recht, dass zukünftig, in einer Wirtschaft mit ausgeglichener Emissionsbilanz, in der auch die Traktoren wenn, dann ausschließlich mit Biodiesel angetrieben werden, ein CO2-Nullsummenspiel bei der Herstellung von Biodiesel herauskommen könnte. Da bliebe dann auszurechnen, was energietechnisch mehr Sinn macht: der Anbau von Diesel-Mais, um die Verbrennungsmotortechnologie zu erhalten, oder die Wind- und Sonnenlicht-Verstromung auf den entsprechenden Flächen. Ich wage die Prognose, dass es volkswirtschaftlich sinnvoller, d.h. energietechnologisch effizienter sein dürfte, die Ackerflächen zur Nahrungsmittelproduktion zu nutzen, oder sie gegebenenfalls zu renaturieren in natürliche CO2-Speicher und lieber die anderen alternativen Energiegewinnungsmethoden auszubauen.

Anonymous antworten
Helle
 Helle
(@helle)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 806

Das alles halte ich für vorgeschobene Gründe. Die Spritpreiserhöhung ist u.a. auch ein indirektes Werk von Greta T.

Veröffentlicht von: @blackjack

Darüber hinaus wird erwähnt, dass wir hier in Deutschland zu den mit am stärksten Betroffenen durch den Klimawandel gehören, also der Schaden, der von Deutschn durch ihre CO2-Emissionen angerichtet wird, auch von Deutschen bezahlt werden muß.

Was gerne verschwiegen wird ist die Tatsache, dass Deutschland einen weltweiten Anteil an CO2-Produktion von nur ca. 2% hat. Deutschland hat Wälder, die einen Großteil des CO2 wieder umwandeln. Glaub aber bloß nicht, dass China oder die USA, die Hauptproduzenten des CO2, viel Geld für Klimaschutz ausgeben!
Sprit ist in den USA viel billiger als bei uns in Deutschland. Und die Regierung hat bereits beschlossen, dass die CO2-Steuer (bis zu 35 Ct/Liter) auf den Sprit draufgeschlagen wird, hinzu dann noch die MwSt in Höhe von knapp 7ct/l.

helle antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @helle

Was gerne verschwiegen wird ist die Tatsache, dass Deutschland einen weltweiten Anteil an CO2-Produktion von nur ca. 2% hat. Deutschland hat Wälder, die einen Großteil des CO2 wieder umwandeln. Glaub aber bloß nicht, dass China oder die USA, die Hauptproduzenten des CO2, viel Geld für Klimaschutz ausgeben!
Sprit ist in den USA viel billiger als bei uns in Deutschland. Und die Regierung hat bereits beschlossen, dass die CO2-Steuer (bis zu 35 Ct/Liter) auf den Sprit draufgeschlagen wird, hinzu dann noch die MwSt in Höhe von knapp 7ct/l.

Deutschland verursacht 2% des Kohlendioxidausstoßes und in Deutschland leben gerade einmal 1% der gesamten Weltbevölkerung? Kann es also sein, dass wir Deutschen gewaltig über allen Verhältnissen leben? Müssten nicht gerade wir uns um eine Verringerung unserer CO2-Emissionen bemühen? Vor allem sind wir auch noch vergleichsweise wohlhabend und können uns einen CO2-sparenden Lebensstil noch am ehesten leisten.

Ja, Deutschland hat Wälder. Das meiste Holz, welches dort "geerntet" wird, wird zu Pellets verarbeitet und verbrannt. Jetzt rate mal, was mit dem gebundenen CO2 passiert, wenn das Holz verbrannt wird?
Im Übrigen hat China zur Zeit mit den höchsten Waldzuwachs überhaupt (Quelle: https://www.geo.de/natur/oekologie/4067-rtkl-weltspiel-wie-die-welt-bewaldet-ist ). Bis 2050 will China seinen Waldanteil verdoppeln...

Der Durchschnitts-CO2-Ausstoß eines Chinesen beträgt etwa die Hälfte von einem Durchschnittsdeutschen. Warum sollen jetzt ausgerechnet die Chinesen weniger CO2 ausstoßen, wenn doch der pro-Kopf-Ausstoß von uns wohlhabenden Deutschen doppelt so hoch ist?

Ich denke, es ist nicht an der Zeit, dass wir mit dem Finger auf andere zeigen. Wir sind ein wohlhabendes Land und sollten mit einem guten Beispiel vorangehen. Es wäre falsch, anderen Nationen eine Verbesserung ihres Wohlstandes zu verbieten und dabei selbst eines der verschwenderischsten Länder zu sein...

Schönen Abend
Bubu

Anonymous antworten
Helle
 Helle
(@helle)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 806

Wenn man es in der Relation betrachtet, hast Du natürlich Recht, mit Ausnahme der USA. Dort liegt der CO2-Ausstoß pro-Kopf gerechnet am höchsten. In Deutschland wird ja bereits gehandelt und Maßnahmen ergriffen, um den CO2-Ausstoß einzudämmen, in den USA spielen diese kaum eine Rolle, auch weil Trump den Klimawandel ignoriert.

Für das Holz, das in Deutschland geerntet wird, werden Wälder auch wieder aufgeforstet. In einigen Ländern geschieht das eben nicht (Brasilien, Indonesien usw).

Angesichts dieser Tatsache muss ein Umdenken geschehen. Die Deutschen müssen bereit sein, viel mehr dafür zu bezahlen (CO2-Steuer kommt ja bereits zeitnah). Mit diesen Geldern könnte man dann Alternativen zum Verbrennungsmotor forschen und entwickeln (falls das Geld dann nicht für die Rentenkassen genutzt wird).

helle antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @helle

Alternativen zum Verbrennungsmotor forschen und entwickeln (falls das Geld dann nicht für die Rentenkassen genutzt wird).

Für ungefähr 42 % aller Autofahrten gibts die Alternative doch schon: Fahrradfahren - wegen mir für die Älteren ein Pedelec...

Anonymous antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8520

Ist das Deine Schätzung oder hast Du da Studien oder Statistiken dazu?

Mein Mann wäre zur Arbeit ca. 2 Stunden unterwegs (einfache Strecke), und ich weiß nicht, ob Google Maps da die Topographie hier berücksichtigt hat. Und mein Mann gehört zu den Leuten mit recht guter Kondition.

Ich hätte sogar 3 Stunden zu fahren gehabt. (Ebenfalls einfache Strecke)

Das mag ja zutreffen, wenn der Arbeitsplatz ein paar Kilometer weg ist, das ist aber halt nicht bei jedem der Fall.

alescha antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Das hab ich aus der Statistik "Mobil in Deutschland" von 2017. Das ist eine sehr, sehr umfangreiche Statistik die alle x-Jahre erstellt wird:
http://www.mobilitaet-in-deutschland.de/publikationen2017.html

Nach der Statistik sind:
28,5 % aller PKW-Fahrten kürzer als 5 km
42,1 % aller PKW-Fahrten kürzer als 10 km
57,6 % aller PKW-Fahrten kürzer als 20 km

Wenn ich nicht gerade meine 3 Kinder oder großes Gepäck (Waschmaschine) transportieren muss, fahre ich im Alltag größtenteils alle Strecken (einfacher Weg) bis 25 km mit dem Fahrrad.
Allerdings nehme ich bei schlechtem Wetter (Hinweg, auf dem Heimweg ist mir das Wetter egal) auch ab und an das Auto, aber erst ab 10 km. Bei kürzeren Strecken hält ein Regenumhang relativ gut dicht...

Anonymous antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8520
Veröffentlicht von: @bububaer

Nach der Statistik sind:
28,5 % aller PKW-Fahrten kürzer als 5 km
42,1 % aller PKW-Fahrten kürzer als 10 km
57,6 % aller PKW-Fahrten kürzer als 20 km

Dankeschön 😊

In unserer Familie machen die meisten PKW-Fahrten über 30 km aus - nämlich die täglichen Fahrten von meinem Mann ins Büro. Immerhin mit einem vergleichsweise umweltfreundlichen CNG-Auto.

Einmal im Jahr fahren wir dann noch rund 200 km und einmal im Jahr 680 km (einfache Strecke).

Mit Wohnwagen und einer 20-jährigen V-Klasse - ein Fahrzeugtyp, den man im Schwäbischen liebevoll "Busle" nennt. Den Spritverbrauch kann man sich denken.
Das schaffst auch Du nicht mit dem Rad. 😉
Und wer uns ein Elektroauto spendieren kann, das einen Wohnwagen über diese Strecke zieht und Platz für 5-7 Personen bietet, möge sich bei uns melden.

Veröffentlicht von: @bububaer

Bei kürzeren Strecken hält ein Regenumhang relativ gut dicht...

Wir haben gute Erfahrungen mit einer zweiteiligen Radfahrer-Regenkombi, die wir vor ca. 16 Jahren mal bei Tschibo gekauft haben. Haben wir zwar zum Motorradfahren zweckentfremdet, hält aber auch bei längeren Distanzen im Regen die Lederkombi schön trocken. Daraus schließe ich, daß man auch als Radfahrer locker mehr als 10 km fahren kann, ohne nass zu werden. 😛

alescha antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @alescha

Daraus schließe ich, daß man auch als Radfahrer locker mehr als 10 km fahren kann, ohne nass zu werden. 😛

Meistens sind die dann aber auch entsprechend dämpfig, dass man recht viel schwitzt...
Wenn Aussehen am Ankunftsort egal ist, fahr ich auch weiter wie die 10 km. Dann aber meistens ganz ohne Regenkleidung und nur in den warmen Monaten. T-Shirt, barfuß und kurze Hose reichen dann. Und das sind total coole Ausflüge, man hat die Welt ganz für sich alleine, alle Radwege, alle Wanderwege - einfach alles 😊

Schönen Abend
Bubu

Anonymous antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8520
Veröffentlicht von: @bububaer

Meistens sind die dann aber auch entsprechend dämpfig, dass man recht viel schwitzt...

Auch wieder wahr. Ich habe die Kombi auch mal als Radfahrer getragen.

Veröffentlicht von: @bububaer

Schönen Abend

Gleichfalls. 😊

alescha antworten
Helle
 Helle
(@helle)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 806

Dass bei Deiner Statistik nicht enthalten ist, dass Leute ja auch einkaufen und Sprudelkästen schlecht transportieren können und selbst im Fahrradanhänger ein großer Kraftaufwand erforderlich ist, finde ich schade. Ich kann den wöchentlichen Einkauf auch nicht ohne Auto bewältigen. Wer auf dem Land lebt, muss flexibel sein, weil der ÖPNV sein Angebot schlecht an Schichtarbeiter anpasst. Und mit dem Rad zur Arbeit zu fahren, ist oft gar nicht möglich, außer man hat nur wenige Km zu fahren.

Auch Busse verbrauchen Sprit, sofern es keine E-Busse sind, und stoßen CO2 aus. Schienenverkehr gibts auch nicht überall. Ein Teil der Bevölkerung ist also nach wie vor aufs Auto angewiesen.

helle antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8520
Veröffentlicht von: @helle

dass Leute ja auch einkaufen und Sprudelkästen schlecht transportieren können und selbst im Fahrradanhänger ein großer Kraftaufwand erforderlich ist

Äh, nö.

Wir haben einen Fahhradanhänger, der eigentlich zum Kindertransport angeschafft wurde. Zwei Kinder passen rein, und obendrein noch Einkäufe.
Man muß kein Muskelprotz sein, um sich damit fortzubewegen.

Ansonsten gebe ich Dir recht, wir leben auf dem Land, mit Öffis wird ein simpler Arztbesuch zu einer halben Tagesreise. Ohne Auto ist man aufgeschmissen - oder braucht viel Zeit.

alescha antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

In meinen Hänger passen 4 Bierkisten plus Einkäufe 😊
Ich muss aber zugeben, dass ich größere Mengen Getränke auch lieber mit dem Auto kaufe. So 1-2 Kisten sind schon mal drin im Hänger, aber mehr wird dann bergauf schon zäh... Immerhin ist meine Einkaufsroute 11 km, einfache Strecke, weit.

Selbst wenn die Statistik Getränkekisten berücksichtigt, wird das nicht sonderlich schwer ins Gewicht fallen. Und so ein kleines Tragerl Flaschen zählt für mich nicht, das kann man nämlich locker am Fahrrad transportieren, wenn man will.

Oft sehe ich Leute, die eine Schuhschachtel voll Einkäufe in ihren Kofferraum legen, während ich fast einen halben Einkaufswagen in mein Fahrrad reinschlichte...

Schönen Abend
Bubu

Anonymous antworten
Helle
 Helle
(@helle)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 806

Sprudelkisten kaufen, wenn man in einem Dorf wohnt, in dem es nichts gibt? Und dann evtl. noch eine Steigung bewältigen? Für mich klingt das auch nach einer Zeitfrage. Mehr als eine halbe Stunde sollte man mit dem Rad nicht brauchen müssen, das schafft kräftemäßig nicht jeder! Und man ist dann auch jedem Wetter direkt ausgesetzt.

Leider brauchen die meisten Beschäftigten das Auto, weil immer höhere zeitliche Flexibilität gefragt ist.

helle antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8520

Ich habe nur der Ansicht widersprochen, daß für einen Transport der Einkäufe mit dem Fahrradanhänger ein großer Kraftaufwand vonnöten sei.

Ich gebe zu, daß wir - wir leben auf dem Dorf, mit recht hübschen Steigungen - unsere Einkäufe mit dem Auto tätigen, wobei die betreffenden Läden für meinen Mann auf dem Weg zur Arbeit liegen, sodaß kaum Extrafahrten anfallen.

Und ja, wir benutzen auch das Auto zum Pendeln, denn, da bin ich ja ganz Deiner Meinung, nicht jeder hat seinen Arbeitsplatz in "Fahrraddistanz".

Aber wenn man grad mal Zeit hat - warum nicht mal mit dem Fahrrad einkaufen fahren? Ist machbar.

alescha antworten
Helle
 Helle
(@helle)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 806

Verbundfahrt
Klar, Verbundfahrten sind sinnvoll. Nur wegen einem Brot zehn Kilometer in der Gegend umherfahren macht für mich auch keinen Sinn. Warum nicht mein Kind zum Sport bringen, derweil einkaufen, es abholen und nach Hause fahren? So plane ich sinnvoller und spare Sprit.

Gruß Helle

helle antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8520

Da bin ich ganz bei Dir.

alescha antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Ich habe nur gerade gedacht:
Mein Kind in ein entferntes Dorf oder Stadt fahren lassen alleine mit dem Fahrrad, im Winter im Dunkeln, anstatt es sicher hin zu fahren (fiktiv gedacht, nicht meine Situation), während die Rennautos - und Kreuzfahrtschiffe - und und (Crossrennen?) ständig sinn- und ziellos Sprit verbrennen und Umwelt belasten ohne Ende ?

Wie soll man das denn vermitteln bitte schön?

Wieso so unsere Gesellschaft aufgebaut ist und bleiben sollte?
Daher finde ich Spritpreiserhöhung nach wie vor den falschen Weg, den sogar absolut falschen Weg.

Eben, weil - wie schon jemand anmerkte richtungsweise - die Falschen "mitbestraft" werden, nämlich die, die halt weiterhin fahren müssen oder es ihrem Kind an Sicherheit so schenken möchten.
Und das ist das "Pferd falsch aufzäumen", das lässt die Minderverdienenden unnütz bluten und die Reichen juckt es dann eh wieder nicht, Kreuzfahrtschiffe und Rennautos und sinnlose Fahrten wird es weiterhin geben, und der Geringverdiener muss dann auch noch zusätzlich die teureren anderen Dinge mit bezahlen, da wie schon mal erwähnt Händler, Zusteller und andere Fahrdienst und Leistungen dann für ihn auch mit teurer werden.

Das finde ich daher unfair und nicht umsetzbar in letzter Konsequenz, da weder zielführend noch gerecht.

Wobei es eh gerade wieder alles quer läuft finde ich.
Spritpreiserhöhung debattieren, Maßnahmen für das Klima besprechen, To Go Becher und Strohhalme demnächst wohl mal verbieten wollen, aber nun mit mal "Bonpflicht" für jedes Brötchen einführen, die nicht nur mehr Zettelaufwand bedeutet, nein ich habe die Tage erfahren, dass es leider sogar nicht nur zusätzlicher, sondern Sondermüll sein wird, was da an Ware für diese Bons angeschafft werden muss, das ist irgendwie Spezial"papier".

Schade, oder nicht?

Wir machen uns kaputt mit solchen Vorschriften, aber diese ist nicht (mehr) in der Debatte, die ist gerade beschlossene jeden Bäcker und andere Verkäufer verpflichtende Sache.

Liebe Grüße
Karibu

Anonymous antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Man könnte aber mit dem Auto 15 Kisten Sprudel kaufen, dann kann man wieder mehrere Monate mit dem Fahrrad überbrücken. So mach ich das 😊

Anonymous antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8520
Veröffentlicht von: @bububaer

Man könnte aber mit dem Auto 15 Kisten Sprudel kaufen

Kommt aufs Auto an.

alescha antworten
Ungehorsam
(@ungehorsam)
Beigetreten : Vor 8 Jahren

Beiträge : 3336

Alternativen zum Verbrennungsmotor forschen und entwickeln

Ich habe gerade gestern im Radio gehört, daß es Tüftlern in Roßlau gelungen ist, einen Verbrennungsmotor zu entwickeln, der nur Wasserdampf emittiert. Die haben einen Preis dafür bekommen.
Ich befürchte aber, das Patent wird von einem großen Konzern gekauft und verschwindet dann auf Nimmerwiedersehen in der Schublade...

ungehorsam antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Vermutlich eine Art Benzinmotor auf Wasserstoffbetrieb umgebaut, oder??

Anonymous antworten
Ungehorsam
(@ungehorsam)
Beigetreten : Vor 8 Jahren

Beiträge : 3336

Ich weiß es nicht. Ich habe auch nur mit einem halben Ohr zugehört.

ungehorsam antworten
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 9 Jahren

Beiträge : 3018

In einigen Ländern geschieht das eben nicht (Brasilien, Indonesien usw).

Da gibt es schon einen Unterschied. In den Ländern handelt es sich um Urwald. Bei uns ist der Urwald fast völlig vernichtet. Wir haben fast nur Forst. Das ist nichts6anderes als ein Maisfeld. Nur das vom Setzen der Pflanzen und der Ernte ein größerer Spielraum ist. Mit Natur hat unser Wald wenig zu tun, sondern mit rationalisierter Forstwirtschaft.
Unser Wald hat herzlich wenig mit der Natur zu tun. Wir empfinden es nur anders, weil wir keinen Vergleich zum ursprünglichen Land haben. Der deutsche Wald wurde quasi brandgerodet. Die Köhler waren es, die den Wald so restlos vernichtet haben. Wir benutzten den Wald zur Herstellung von Kohle, weil es für die frühe Industrie nötig war. Die Steinkohle hat unseren Wald deswegen gerettet.
Mit dem Wald in Indonesien und Brasilien passiert nichts anderes, als das, was wir bereits mit dem deutschen Wald gemacht haben. Danach wird geforstet. Wir nennen es nur nicht Forst, sondern Plantage. Von diesen Plantagen beziehen wir Holz und nennen es Plantagrnholz. Das ist in Deutschland ein wichtiger Werkstoff. Nicht nur das, wir bauen unserer Biohäuser und - möbel mit Materialien wie Tungölen, Harze und Wachse die an diesen Flächen angebaut werden. Ein Vorteil ist das Schädlinge und Schimmel vom Holz geschützt wird. Das ist in der Qualität nur mit Produkten aus Erdöl und weitere Chemie möglich. So umweltfreundlich wie getan wird, sind unsere Biomöbel gar nicht.
Ein anderer Punkt ist, dass die Menschen dort durch den unseren Bedarf in Arbeit und Brot stehen. Würde der Regenwald nicht gerodet und kultiviert hätten sie keine Arbeit und das Elend wäre größer. Natürlich verschwinden auch Tierarten. Wie bei uns Tierarten verschwunden sind. Das ist richtig und dagegen muß auch was getan werden. Es geht nicht darum, alles ist normal, zu sagen. Doch die Problematik ist komplexer und Umweltschützer die bewußt Biomaterialien kaufen, haben ihren Anteil am System. Es ist ihnen nur nicht bewusst sie einen Anteil an der Abholzung haben. Oder, sie tun nur so,als hätten sie mit der Abholzung nichts zu tun.

orangsaya antworten
Ungehorsam
(@ungehorsam)
Beigetreten : Vor 8 Jahren

Beiträge : 3336

Die Köhler waren es, die den Wald so restlos vernichtet haben.

Ja, das stimmt. Aber ich möchte noch ergänzend hinzufügen, daß der Bergbau auch seinen Anteil daran hat, denn für das benötigte Grubenholz wurden einst der Harz und das Erzgebirge gänzlich entwaldet.

ungehorsam antworten
Gelöschtes Profil
(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 30188
Veröffentlicht von: @helle

Die Spritpreiserhöhung ist u.a. auch ein indirektes Werk von Greta T.

Angst vor kleinen Mädchen?

deleted_profile antworten
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 9 Jahren

Beiträge : 3018

Angst vor kleinen Mädchen?

Nö, wenn man sich Sorgen machen muss, dann wohl er um und nicht vor Greta. Wenn ein junger Mensch für eine Sache benutzt wird, dann wird er, wenn er verbraucht wird, weggeworfen. In der Politik ist es da nicht viel anders als im Showgeschäft.

orangsaya antworten


Orangsaya
Beiträge : 3018

Ich denke es geht bei dieser Entscheidung nur sekundär um ein Einsparung von CO2. Viel geht es vermutlich darum, den Staatshaushalt zu sichern. Schließlich gibt es Vorboten einer Rezension. Das heißt, weniger Einnahmen bei steigenden Sozialisten. Das Loch muß gestopft werden. Grund für die Annahme ist, das, wenn alle mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren würden nicht nur ein paar Busse, oder Bahnen in Einsatz gebracht werden müsste, sondern ein gewaltiger Umbau in unserer Infrastruktur stattfinden müsste. Ein Umbau b99ei dem Windkraft und neue Leistungen bei der Energieversorgung im Vergleich ein Klacks wäre und selbst hier ist der Umbau nur mangelhaft gelungen. Das würde eine lange Planung voraussetzen, eine noch längere Bauzeit und keinen Widerstand in der Bevölkerung voraussetzen. Da kann man nur wenig sehen, dass soetwas in Angriff genommen wird. So ist die Steuer nur ein Mittel für das schlechte Gewissen und der Kassenzettel für das tanken ein Ablaßbrief. Gefahren wird nicht weniger, denn das Auto dient weniger dem Spaß, sondern der Arbeit und Existenzsicherung, sowie die Versorgung der Familie. Vielleicht wird Oma sonntags weniger besucht, denn es ist zu teuer. Ansonsten wird es eine neue Klasse geben. Die die ihr Auto noch halten können und die, die auf der Strecke bleiben. Eine neue Armut wird bei solchen Planen kommen, die man treffend Ökoarmut nennen kann.

orangsaya antworten
8 Antworten
Ungehorsam
(@ungehorsam)
Beigetreten : Vor 8 Jahren

Beiträge : 3336

Eine neue Armut wird bei solchen Planen kommen, die man treffend Ökoarmut nennen kann.

Warum so pessimistisch?

ungehorsam antworten
Vigil
 Vigil
(@vigil)
Beigetreten : Vor 9 Jahren

Beiträge : 386
Veröffentlicht von: @orangsaya

bei steigenden Sozialisten

Schöner Freud'scher Verschreiber... 😎

So lange noch
bei "Meckes" per Auto Essen gekauft und dann (im Winter) bei laufendem Motor am Straßenrand verzehrt wird,
Mütter und Väter ihre Kinder zwischen 500 - 800 m zur und von der Schule kutschieren,
überwiegend PKWs als 1-PersonenTransportmittel von und zur Arbeit benutzt werden, auch innerhalb von ÖPN-Verkehrsverbänden und Städten,
...,
so lange scheint "Sprit" deutlich zu preiswert zu sein.
Oder?

vigil antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @vigil

...,
so lange scheint "Sprit" deutlich zu preiswert zu sein.
Oder?

Für die, die sich den beschriebenen "Luxus" leisten können, durchaus. Für die unterbezahlte Pflegekraft, die mit dem Auto zur Schicht pendeln muß, weil sie sich keine Wohnung in der Stadt leisten kann, sieht das schon anders aus. Sie für das zu bestrafen, was andere tun, wäre unfair.

Um möglichen Mißverständnissen vorzubeugen: Mich ärgern die Leute, die unnötig große Autos fahren und dann noch im Stand unnötig den Motor laufen lassen, auch. Aber es ärgert mich noch mehr, wenn man beim Thema Klimaschutz die einfachen Leute schlicht vergißt.

Anonymous antworten
Vigil
 Vigil
(@vigil)
Beigetreten : Vor 9 Jahren

Beiträge : 386
Veröffentlicht von: @joseph

Aber es ärgert mich noch mehr, wenn man beim Thema Klimaschutz die einfachen Leute schlicht vergißt.

Du hast ganz sicher recht.

Ich musste 1 1/2 Jahre jeden Tag 60 km hin und zurück fahren.
Das brachte jährlich an km-Geld (bei 220 Tagen) 7920 €, anzurechnen auf das Einkommen.
So kam ich zu einer Steuerminderung von ca. 3500 € bei aufzuwendenden Spritkosten von 2640 €.
Die Steuerminderung ließ ich mir vorab in die "Steuerkarte" eintragen und hatte so mtl. einen Steuervorteil von 290 € bei Spritkosten (9l/100 km) für den Arbeitsweg von mtl. 220 €.
Da das Auto sowieso da war, rechnete sich das schon...

Ich hielt mich da für klug.

vigil antworten
Ungehorsam
(@ungehorsam)
Beigetreten : Vor 8 Jahren

Beiträge : 3336

Aber die Zeit, die du im Auto verbringst, ist verloren. Bezahlt wird sie dir nicht.

ungehorsam antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8520

Die Zeit in den Öffis, zu Fuß oder auf dem Fahrrad zahlt einem aber auch keiner.

alescha antworten
Ungehorsam
(@ungehorsam)
Beigetreten : Vor 8 Jahren

Beiträge : 3336

In den Öffis kannst du lesen oder chatten oder flirten oder ...
Wenn man die Wege zu Fuß oder per Fahrrad zurücklegt, bewegt man sich. Da tust du was für deine Gesundheit und sparst dir das Fitnessstudio. Mir ist es lieber, ich radele zur Arbeit, als wenn ich nach der Arbeit noch eine Runde radeln müßte oder ins Studio.

ungehorsam antworten
Vigil
 Vigil
(@vigil)
Beigetreten : Vor 9 Jahren

Beiträge : 386

Ja, das ist richtig.
Schon mein Schulweg dauerte zu Fuß fast eine halbe Stunde, der Weg in die Universität mit öffentlichen Verkehrmitteln fast 40 Minuten. Die Zeiten brachte ich gerne auf.
Meine Fahrzeiten zur und von der Arbeit, zuletzt nur je 20 Minuten, in der ursprünglichen Antwort je 50 Minuten, "genoss" ich durchaus mit Radio Hören oder dem Anhören von Hörbüchern.
Das brachte mir immer etwas, manchmal viel.

Ursprünglich Großstadtkind, zog ich gerne "aufs Land", weil ich dort wesentlich freizeitorientierter leben konnte. Das Leben besteht aus Kompromissen. Ich ging die meinigen ein.

vigil antworten
Seite 4 / 4
Teilen:

Hey du!

Dieses Forum ist für dich kostenlos.
Das funktioniert nur, weil uns treue Menschen regelmäßig mit ihrer Spende unterstützen.
Bist du dabei?