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Wahlen 2021

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Ratsdaed
Themenstarter
Beiträge : 674

Hallöchen zusammen,

ich möchte hier gar nicht lang diskutieren welche Parteien und Vorlieben oder irgendwelche Hasstiraden.
Mir fiel heut nur eine Frage, eine Idee ein. Und zwar:

Habt ihr euch schon mal mit Gott unterhalten welche Partei ihr als nächstes wählen sollt? Ist es manipulativ zu versuchen auf diese Weise die Geschicke des Landes lenken zu wollen?

Mir kam die Idee heute einfach weil Gott auch durch uns in anderen Menschen wirkt. Macht er es dann auch auf diese Weise oder übernimmt er vollständig die Geschicke der Obrigkeiten?

LG Ratsdaed

Antwort
87 Antworten
PS103V1-2
Beiträge : 5

Mein persönlicher Erkenntnisstand zum Thema ist der Folgende:

Ich finde das Fürbittegebet für die amtierende bzw. zu wählende Obrigkeit wesentlich leistungsfähiger als die persönliche Wahl. Mit der Wahl einer Partei und ihres Programms wähle ich menschliche Kompromisse mit dem Gebet wähle ich Gottes Willen das er geschehe.
Mit einer politischen Wahl wird doch nur ein kleiner Teil der Obrigkeit erfasst, gewechselt oder bestätigt. Der größte Teil der Obrigkeit bleibt doch oftmals über viele Jahre und Jahrzehnte erhalten. Ich erinnere hier nur an das Berufsbeamtentum. Gerade diese Menschen haben enormen Einfluss auf unser tgl. Leben und sie stehen oft sehr unter verschiedensten manchmal sogar diametralen Einflüssen. Dort gute Entscheidungen zu treffen ist sehr sehr schwer. Deshalb ist die regelmäßige Fürbitte wesentlich effektiver als die Nachfrage aller 4 Jahre.
Aus meiner Sicht kann der Herr mit 100 christlichen Betern für die Obrigkeit die regelmäßig beten mehr anfangen als mit 100 christlichen politischen Wählern.
Es steht geschrieben, das unser Bürgerrecht im Himmel angesiedelt ist und wir hier in dieser Welt Gäste, Fremdlinge sind.

Für das persönliche Bibelstudium schicke ich Dir als Einstieg hier das Ergebnis der Schlachter 2000 Suchanfrage zum Thema „Obrigkeit“ (CleVer-Software vom CLV-Verlag):

Schlachter 2000
Jesaja
Jes 60,17 Statt Erz will ich Gold herbeibringen und statt Eisen Silber; statt Holz aber Erz
und statt der Steine Eisen. Ich will den Frieden zu deiner Obrigkeit machen und die
Gerechtigkeit zu deiner Verwaltung.
Statt: Jes 55,13
Gold: 1. Kö 10,21
Gerechtigk.: Ps 72,3; Ps 72,7; Jer 23,5-6; 2. Petr 3,13

Lukas
Lu 12,11 Wenn sie euch aber vor die Synagogen und vor die Fürsten und Obrigkeiten
führen, so sorgt nicht, wie oder womit ihr euch verteidigen oder was ihr sagen sollt;
Lu 21,12-15; Mk 13,11; Apg 4,8
Lu 12,58 Denn wenn du mit deinem Widersacher zur Obrigkeit gehst, so gib dir auf dem
Weg Mühe, von ihm loszukommen, damit er dich nicht vor den Richter schleppt und der
Richter dich dem Gerichtsdiener übergibt und der Gerichtsdiener dich ins Gefängnis wirft.
Mt 5,25
Die Frage nach der Steuer
Mt 22,15-22; Mk 12,13-17
Lu 20,20 Und sie lauerten ihm auf und sandten Aufpasser ab, die sich stellen sollten, als
wären sie redlich, um ihn bei einem Wort zu fassen, damit sie ihn der Obrigkeit und der
Gewalt des Statthalters ausliefern könnten.
Ps 37,32

Römer
Unterordnung unter die Obrigkeit
1Pt 2,13-17; Spr 24,21-22
Röm 13,1 Jedermann ordne sich den Obrigkeiten unter, die über ihn gesetzt sind; denn
es gibt keine Obrigkeit, die nicht von Gott wäre; die bestehenden Obrigkeiten aber sind
von Gott eingesetzt.
ordne: Tit 3,1; 1. Petr 2,13-14
Obrigkeit: 1. Mo 9,5-6; Spr 8,15; Da 4,29; Mt 8,9
Röm 13,2 Wer sich also gegen die Obrigkeit auflehnt, der widersetzt sich der Ordnung
Gottes; die sich aber widersetzen, ziehen sich selbst die Verurteilung zu.
1Spr 24,21; Jer 27,8
Röm 13,3 Denn die Herrscher sind nicht wegen guter Werke zu fürchten, sondern wegen
böser. Wenn du dich also vor der Obrigkeit nicht fürchten willst, so tue das Gute, dann
wirst du Lob von ihr empfangen!
1. Petr 2,14

Titus
Tit 3,1 Erinnere sie, dass sie sich den Regierenden und Obrigkeiten unterordnen und
gehorsam sind, zu jedem guten Werk bereit;
unterord.: Röm 13,1; 1. Petr 2,13
bereit: Kol 1,10; 2. Sam 15,15; 2. Chr 35,3-4

ps103v1-2 antworten


Orangsaya
Beiträge : 2932
Veröffentlicht von: @ratsdaed

Habt ihr euch schon mal mit Gott unterhalten welche Partei ihr als nächstes wählen sollt? Ist es manipulativ zu versuchen auf diese Weise die Geschicke des Landes lenken zu wollen?

Ich halte es für äußert gefährlich, wenn man Religion/Glaube und Politik vermengt. Der Grund ist, dass Glaube einen Abolutheitsanspruch erhebt. Wenn man vorschiebt, es ist Gottes Wille, dann schalten man im Kopf ein korrektiv aus. Glaube funktioniert effizienter nur als eine Ideologie. Deswegen würde ich um jeden Politiker einen Bogen machen, wenn er von mir ein politisches Handeln fordern würde, weil er meint, dass das Gottes Wille sein soll.

orangsaya antworten
Suzanne62
Beiträge : 7662
Veröffentlicht von: @ratsdaed

Habt ihr euch schon mal mit Gott unterhalten welche Partei ihr als nächstes wählen sollt?

Nein. Das käme mir auch nie in den Sinn. Meine politische Ausrichtung kenne ich, ich weiß, was mir wichtig ist und ich schaue mir die Parteiprogramme darauf hin an, ob und wie weit das, was mir wichtig ist, darin vorkommt.
Ich denke, jede Partei innerhalb des demokratischen Spektrums ist für Christen grundsätzlich wählbar - dass es gottgefälliger sein soll, etwa die Grünen zu wählen als die CDU oder dass es bei Gott Bonuspunkte gibt, wenn man SPD wählt, das glaube ich nicht.
Erst recht kann ich mir nicht vorstellen, dass, wenn ich frage "Gott, welche Partei soll ich wählen?" von oben eine Stimme kommt, die sagt "Wähl die SPD!" oder Wähl die CDU!"....oder so ähnlich.

Veröffentlicht von: @ratsdaed

Macht er es dann auch auf diese Weise oder übernimmt er vollständig die Geschicke der Obrigkeiten?

Ich bete jeden Tag auch für diejenigen, die auf den verschiedenen politischen Ebenen Verantwortung tragen - grundsätzlich bin ich allen dankbar, die bereit sind, sich diese Arbeit zu machen und Verantwortung zu übernehmen und bete dafür, dass sie Entscheidungen möglichst zum Wohl aller treffen.
Aber sie sind und bleiben Menschen mit einem eigenen freien Willen - und als solche hat uns Gott geschaffen und nicht als Marionetten.

suzanne62 antworten


neubaugoere
Beiträge : 12876

Gute Frage(n).
Es ist IMMER gut, Gott zu fragen, was seine vorbereiteten Werke sind, damit wir sie tun können, Seinen Sieg verkündigen und in dieser Welt voranzubringen, den Himmel auf die Erde zu holen.

Veröffentlicht von: @ratsdaed

Mir kam die Idee heute einfach weil Gott auch durch uns in anderen Menschen wirkt. Macht er es dann auch auf diese Weise oder übernimmt er vollständig die Geschicke der Obrigkeiten?

Was meinst du damit? Was hast du da vor Augen, wenn du sowas fragst?

neubaugoere antworten
2 Antworten
Ratsdaed
(@ratsdaed)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 674

Hallo Neubaugoere,

danke für deine Anteilnahme und deinen Zuspruch.
Du hast Recht. Um gleich zum Punkt zu kommen:

Seit ich mit Gott aktiv unterwegs bin, passiert es mir häufig(er), dass hin und wieder das eine Wort anderer Menschen etwas in mir auslöst. Vollkommen egal, ob es ein gläubiger, nichtgläubiger, christlicher oder nichtchristlicher Mensch ist.
Es spielt auch keine Rolle ob es sich um ein gesprochenes Wort oder um ein nichtgesprochenes Wort handelt.
Ich kann keinen Menschen zum Glauben bringen, ich kann ihn nur begleiten, aber Gottes Geist kann ihn durch mich berühren.

Krassestes Erlebnis hatte ich eben letztes Jahr mit einem Arbeitskollegen, der innerlich voller geeiterter Verletzungen ist, er klagt auch Gott an.
Im Laufe eines Gesprächs sprach er einen Satz aus, der im Zusammenhang mit Greta Thunberg stand, durch den ich sofort einen Gebetsimpuls bekam.
Es hatte ihn etwas irritiert, dass ich mich für diese Aussage bei ihm bedankte.

LG Ratsdaed

ratsdaed antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 12876
Veröffentlicht von: @ratsdaed

Ich kann keinen Menschen zum Glauben bringen, ich kann ihn nur begleiten, aber Gottes Geist kann ihn durch mich berühren.

Amen. - Es ist Gottes Reich, es ist Sein Zeitplan, es ist insgesamt Sein Plan ... ich kann erfragen, was dran ist, wo ich stehe, wo hin tätig werden soll, wo ich stillhalten soll, was ich sagen soll etc.

WIE Gott am Ende in jeder Situation wirkt ... wer weiß das schon (so genau) ... 😌

neubaugoere antworten
Ratsdaed
Themenstarter
Beiträge : 674

Dankeschön
Ich bedanke mich recht herzlich an alle Beteiligten und an alle Teilnehmer, die da noch kommen mögen, die selbstverständlich auch gern eingeladen sind.
Meine Frage wurde von mehreren Blickwinkeln aus umfangreich beantwortet.

LG Ratsdaed

ratsdaed antworten


Irrwisch
Beiträge : 3406

Wer nicht zur Wahl geh, nicht wählt, der..............
.......wählt auch!

Mir ist das Wahlrecht in unserer Demokratie ein viel zu hohes Gut, um es achtlos zu ignorieren.

irrwisch antworten
16 Antworten
mmieks
 mmieks
(@mmieks)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 1113

Ich denk' mir manchmal, ob auch ein weiß gebliebener Zettel ohne sichtbares Kreuzerl einen Wählerwillen darstellen könnte? Nämlich, dass kein Kandidat meine Stimme bekommt. Wenn das einen Prozentsatz erreicht, der deutlich ist, warum muss das als ungültig erklärt werden? Es könnte ja auch deutlich ausgedrückt sein: Nicht mit diesen Kandidaten.

Eine Frage, die in meinem Umfeld immer wieder auftaucht.

mmieks antworten
lubov
 lubov
(@lubov)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 2618

Weil bei Wahlen eben gefragt wird: "Wer soll regieren?", nicht: "Wer soll nicht regieren?"

Was würde denn deiner Meinung nach passieren sollen, wenn z.B. über 50% der Wähler nicht wählen gehen, wenn also eine Mehrheit der Bürger sagt:

Veröffentlicht von: @mmieks

Nicht mit diesen Kandidaten.

-?

Bleibt dann das Bürgermeisteramt unbesetzt? Bleibt der Stadtrat leer, ist dann niemand mehr weisungsbefugt gegenüber der Müllabfuhr, den öffentlichen Verkehrsbetrieben, kümmert sich keiner mehr drum, wie das Geld im nächsten Jahr verteilt wird auf Kindergärten, Schulen, Seniorenheime, Schwimmbäder, Straßenverkehr etc.?

Was soll also rauskommen, was soll konkret geschehen, wenn die Mehrheit sagt:

Veröffentlicht von: @mmieks

Nicht mit diesen Kandidaten.

- und deswegen die zur Wahl ausgeschriebenen Ämter nicht besetzt werden?

Wenn die, die zur Wahl stehen, alle nicht genehm sind, sollten die, die so denken, sich zusammentun, formulieren, was sie erwarten, dass die tun, die zur Wahl stehen, und jemanden suchen, der bereit ist, zu tun, was sie fordern, kurz: Selbst eine Partei (oder Wählergemeinschaft oder so) gründen, mit eigenen, wählbaren Kandidaten. Oder sie sollten parteilose Kandidaten aufstellen und aktiv unterstützen.

Es lässt sich ganz einfach sagen: "Euch alle mag ich nicht. Ihr tut nicht, was ich will." "Finde ich doof!" reicht aber nicht. "So(!) fände ich es besser, und so(!) lässt sich das auch umsetzen!" bedeutet mehr Arbeit. Nur nölen - oder beleidigt schweigen - ist einfacher. Da muss man nicht Gesicht zeigen, sich nicht angreifbar machen, keine Arbeit reinstecken, kein Durchhaltevermögen haben, nicht kreativ werden, sich nicht mit der Realität auseinandersetzen...

lubov antworten
mmieks
 mmieks
(@mmieks)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 1113

Ich weiß nicht, ob es einen Unterschied im Wahlrecht zwischen Deutschland und Österreich gibt.

Mir geht's oft bei Stichwahlen so, dass die beiden übrig gebliebenen Kandidaten nicht meine erste Wahl waren. Also fände ich es ehrlicher, weiß zu wählen als gar nicht zu wählen.

Oft ist die Wahlbeteiligung bei der Stichwahl unter 50%. Ist das dann wirklich der Wählerwille?

Der Bürgermeister wird bei uns in den Gemeindewahlen direkt gewählt, kommt zwar auch oft zur Stichwahl, die Beteiligung ist hier aber höher.

mmieks antworten
lubov
 lubov
(@lubov)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 2618

Der Bürgermeister und der Stadtrat waren nur Beispiele. Das ist natürlich auch auf Landtage und Bundestage übertragbar.

Ich gebe zu, ich bin ein großer Verfechter von: "Wer nicht wählt, möge hinterher bitte auch nicht motzen." Das habe ich tatsächlich bei der einzigen Wahl, zu der ich mal nicht gegangen bin, dann auch selbst beherzigt. War hart. Wählen gehen ist leichter. 😀

"Weiß wählen" - ich verstehe nicht, was das bringen soll. Selbst bei einer Stichwahl ist es ja eine nicht hilfreiche Aussage. Im Grunde ist so eine Stimme wie ein Nichtwähler - bloß, dass die armen Wahlhelfer (bei uns in der Regel Ehrenamtler) zwei Mal Arbeit mit dem letztlich nutzlosen Zettel haben - Lebenszeit, die besser zu investieren wäre. (Man merkt, dass ich einige Wahlen als Wahlhelfer begleitet habe?)

Klar hast du vielleicht keinen der beiden Übriggebliebenen in einer Stichwahl favorisiert. Aber du kannst immer noch vesuchen, dafür zu sorgen, dass vielleicht das "kleinere Übel" hinterher den Posten bekommt, nicht der, den du noch weniger passend findest.

Veröffentlicht von: @mmieks

Oft ist die Wahlbeteiligung bei der Stichwahl unter 50%. Ist das dann wirklich der Wählerwille?

Ja. Vielleicht nicht Bürgerwille, aber natürlich Wählerwille. Denn die Frage ist halt: "Wer von denen, die auf dem Zettel stehen, soll den Job machen?" Der Nichtwählerwille zählt nicht.

lubov antworten
mmieks
 mmieks
(@mmieks)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 1113

Im Grunde genommen gibt es ja auch mit Kreuzerl ungültige Stimmen. Ich würde es interessant finden, diese ungültige Stimmen nochmals auseinander zu klauben.

Ich glaub', die meiste Arbeit macht das Zählen der Wahlkarten, die auch schon einen hohen Prozentsatz darstellen.

Irgendwie fand ich es immer schade, dass meine Wahl eher der Minderheit angehörte - bis auf die letzte Bundespräsidenten-Stichwahl. Da hat es doch "mein Kandidat" geschafft. (In Österreich wird auch der Bundespräsident vom Volk gewählt).

Das "kleinere Übel" ist für mich nicht wählbar 😊

mmieks antworten
lubov
 lubov
(@lubov)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 2618
Veröffentlicht von: @mmieks

Im Grunde genommen gibt es ja auch mit Kreuzerl ungültige Stimmen. Ich würde es interessant finden, diese ungültige Stimmen nochmals auseinander zu klauben.

Da gibt es die, von denen man einfach nicht rausbekommt, was der Wähler sagen durfte. Das ist die Mehrheit. Drei Kreuze, wo doch nur zwei vergeben werden durften, z.B. Oder drei Fragezeichen, wo um zwei Kreuze gebeten wurde.
Daraus kann man letztlich keine "Aussage" machen, denn was der Wähler tatsächlich sagen wollte, bleibt eben unklar. Stoff, um Fantasy draus zu machen. Es sind wenige solche Zettel.

Dann gibt es die Stimmzettel, wo z.B. kein Kreuz drauf steht, sondern z.B. alles mit einem einzigen großen Kreuz durchgestrichen ist. Manchmal ergänzt duch Satzfetzen oder Sätze: "Alle Scheiße!", "Alles Verbrecher!", "Die sind doch alle nicht wählbar!", "Die Wahl ist doch eh manipuliert!" oder so. Das sind sehr, sehr wenige, aber von denen weiß man dann wenigstens, was sie gedacht haben.

Ein Stimmzettel ist mir mal begegnet, da stand zu fast jedem Direktkandidaten was drauf. "Der lügt nur", "die säuft", "scheißlinker Anarcho", "rechter Naziarsch" u.s.w. Unterhaltsam - aber letztlich war nirgends ein Kreuz und der Wahlzettel nicht gültig.

Ich glaube, mehr als insgesamt 1% ungültige Wahlzettel hab ich noch nicht erlebt in den Wahllokalen, in denen ich mitgeholfen habe.

Veröffentlicht von: @mmieks

Das "kleinere Übel" ist für mich nicht wählbar 😊

Warum das so ist, hast du zwar nicht erklärt, aber das kannst du ja so für dich beschließen, dass du dann eben lieber nichts sagst. Dann lebst du halt damit, keinen Einfluss auf die Wahl genommen zu haben. Es zwingt dich ja keiner.

lubov antworten
mmieks
 mmieks
(@mmieks)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 1113

Die Wahlergebnisse werden pro Wahlsprengel sichtbar ausgehängt. Da liest man die gültigen und ungültigen Stimmen auch in Prozentsätzen. Die ungültigen sind bei mir in einer kleinen Landgemeinde überschaubar

Das "kleinere Übel" tritt bei mir bei Nationalratswahlen auf, wenn man ohnedies eine Ahnung hat, wie es ausgehen wird und man nicht will, dass genau diese Parteien gewinnen.

mmieks antworten
lhoovpee
(@lhoovpee)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 2382
Veröffentlicht von: @mmieks

Oft ist die Wahlbeteiligung bei der Stichwahl unter 50%. Ist das dann wirklich der Wählerwille?

Das würde auch bei "weißen Stimmabgaben" nicht besser beantwortet werden können, da jeder Wähler ja andere Beweggründe haben könnte, weiß zu wählen.
Einzig die Prozentzahlen der Kandidaten würde relativ geringer sein, was aber am relativen Ergebnis nichts ändert.

Für die 5% Hürde hätte es eine Auswirkung, da diese auf die gültigen Stimmen bezogen wird. Wäre also "weiß" auch eine gültige Stimme, wird es schwerer in Bundestag einzuziehen.

Die Sitzverteilung kann aber nur anhand der einer Partei zugewiesenen Stimmen ausgewertet werden. Plätze frei zu lassen macht ja kein Sinn.

lhoovpee antworten
lhoovpee
(@lhoovpee)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 2382
Veröffentlicht von: @lubov

Was würde denn deiner Meinung nach passieren sollen, wenn z.B. über 50% der Wähler nicht wählen gehen

Anarchie 😀😀😀😀

lhoovpee antworten
lubov
 lubov
(@lubov)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 2618
Veröffentlicht von: @lhoovpee
Veröffentlicht von: @lhoovpee

Was würde denn deiner Meinung nach passieren sollen, wenn z.B. über 50% der Wähler nicht wählen gehen und...

Anarchie 😀😀😀😀

Fände ich eine der schlechteren, aber auch die wahrscheinlichste Möglichkeit. Nichts, was ich haben wollen würde. Weder Anarchie noch Diktatur halte ich für erstrebenswerte Staatsformen.

lubov antworten
Irrwisch
(@irrwisch)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 3406
Veröffentlicht von: @mmieks

Ich denk' mir manchmal, ob auch ein weiß gebliebener Zettel ohne sichtbares Kreuzerl einen Wählerwillen darstellen könnte? Nämlich, dass kein Kandidat meine Stimme bekommt. Wenn das einen Prozentsatz erreicht, der deutlich ist, warum muss das als ungültig erklärt werden? Es könnte ja auch deutlich ausgedrückt sein: Nicht mit diesen Kandidaten.

Eher wohl einen Unwillen des Wählers.

Was trotzdem bleibt ist:

Die wiligen Wähler bestimmen, wie es weitergeht.

irrwisch antworten
mmieks
 mmieks
(@mmieks)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 1113

Es heißt ja: Jedes Volk verdient die Regierung, die sie gewählt hat. Oder vielleicht doch nicht?

Hier in Österreich ist man immer noch beim Aufräumen jener Skandale, welche dir letzte Regierung (türkis/blau) angerichtet haben.

mmieks antworten
Gelöschtes Profil
(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 10 Monaten

Beiträge : 8723

Es gibt von links nach rechts und quer durch die Mitte eine Masse Parteien, die man entspannt wählen kann. 100%ige Übereinstimmung mit einem Parteiprogramm wird man nie erreichen, da nimmt man halt das kleinste Übel.

Veröffentlicht von: @irrwisch

Mir ist das Wahlrecht in unserer Demokratie ein viel zu hohes Gut, um es achtlos zu ignorieren.

Wer als DDRler über Jahrzehnte den Wahldruck erlebt hat (die Wahlschlepper kamen oft in der letzten halben Stunde mit der Wahlurne nach Hause und lärmten) , diskrimiert und gedemütigt wurde in Betrieben etc. wenn man nicht zur Wahl ging, wird es genießen auch mal zu sagen: Ich muss nicht gehen.
Wir sollten daher aus dem offenen Wahlrecht kein moralisierendes Wahlrecht machen.

deleted_profile antworten
Irrwisch
(@irrwisch)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 3406

Lieber Banji.

das mache ich auch nicht.

Für mich ist wichtig, die Wahlreiheit als solche anzunehmen und ihr nachzukommen.
Sonst nix.

Was du machst, das ist den Ding!

Sei lieb gegrüßt
Inge

irrwisch antworten
Ungehorsam
(@ungehorsam)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 3336

Es gibt von links nach rechts und quer durch die Mitte eine Masse Parteien, die man entspannt wählen kann.

Durchaus. Ich hatte mal mit einem Kollegen eine Diskussion. Er war mit den regierenden Parteien unzufrieden und wollte aus Protest die AfD wählen. Letztendlich kam er darauf, daß es ja noch die Piraten gibt. Geht doch!

Wer als DDRler über Jahrzehnte den Wahldruck erlebt hat (die Wahlschlepper kamen oft in der letzten halben Stunde mit der Wahlurne nach Hause und lärmten) , diskrimiert und gedemütigt wurde in Betrieben etc. wenn man nicht zur Wahl ging, wird es genießen auch mal zu sagen: Ich muss nicht gehen.

Habe ich im Mai 1989 bei der einzigen Wahl in der DDR, an der ich teilnehmen mußte, so ähnlich erlebt. Ich war den ganzen Tag nicht zu Hause und erschien auch nicht im Wahllokal. Am nächsten Tag sprach mich mein Chef darauf an. Ich sagte ihm meine Meinung, vielleicht konnte er sie sogar nachvollziehen. Das wars dann auch. Es gab keine weiteren Konsequenzen. Aber zu dem Zeitpunkt bröckelte es schon überall. War eh schon egal.

ungehorsam antworten
DerNeinsager
(@derneinsager)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 1449

Ja stimmt. Das was ich wahrscheinlich wählen werde...

Familienpartei
Freie Wähler

... Wird leider trotzdem keine Berücksichtigung finden bzw. Auswirkungen haben

Das Parteien - Zeug für mit über 5% kann ich derzeit nicht akzeptieren.

derneinsager antworten
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