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Warum der Lucke nicht mehr Prof sein sollte

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Blackhole
Themenstarter
Beiträge : 951

Lucke will jetzt wieder als Wirtschaftsprofessor arbeiten. Es gab durchaus Proteste gegen ihn, aber meiner Ansicht nach trafen Sie nicht den entscheidenden Punkt.

Nein, auch wenn sich die AfD zu einer ganz klar faschistischen Partei entwickelt hat, ist Lucke selbst noch lange kein Faschist. Von dem Verdacht kann man ihn, guten Gewissens freisprechen und so fair sollte man auch sein.

Aber wenn er eines wirklich ist, dann ein Marktradikaler. Genau dafür hat er seine Partei gegründet: Den Sozialstaat abschaffen!
Der Staat soll niemanden mehr versorgen, egal wie derjenige in Not geraten ist, es soll sich jeder nurnoch holen was er kann oder sterben.
Lucke ist ein Vertreter des Märchens vom ewigen Wachstum (welches physikalisch unmöglich ist) und der Trickle-Down-Economy, die durch alltägliche Erfahrungen -zigmal widerlegt ist. Niemand profitiert davon, wenn ein winziger Personenkreis immer reicher und reicher wird! Und es ist auch keine "Neiddebatte" wenn ich sehe daß vieles in die falsche Richtung läuft, denn nicht ich tu mir leid, ich gehe am Montag wieder arbeiten für ein Gehalt von dem ich durchaus leben kann (endlich!! Das war jetzt auch wieder (krankheitsbedingt) Hausarrest genug!), sondern die Obdachlosen von denen ich immer mehr am Hbf sehe, Kinder die kein warmes Mittagessen mehr bekommen und nicht mit auf Klassenfahrt können, Rentner die Pfandflaschen sammeln usw. tun mir leid!

In einer Zeit wo man aber immer mehr an die physikalischen Grenzen des Kapitalismusses stößt, wo wir alle so langsam zu spüren bekommen, daß wir das komplette Wirtschaftssystem umbauen müssen, auch weil wir diesen Planeten nicht endlos ausbeuten können ohne unsere Spezies selbst zu gefährden, sollte man nicht auch noch Studentenhirne mit den Märchen von vorgestern vernebeln.

Ich bin gegen einen Wirtschaftsprofessor Lucke, weil er fachlich ungeeignet ist.

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Tojak
 Tojak
Beiträge : 402

Warum Lucke meiner Meinung nach Prof. bleiben kann
Hallo Blackhole,

die Angelegenheit Lucke sehe ich anders als Du (und viele andere).

Veröffentlicht von: @blackhole

Nein, auch wenn sich die AfD zu einer ganz klar faschistischen Partei entwickelt hat, ist Lucke selbst noch lange kein Faschist. Von dem Verdacht kann man ihn, guten Gewissens freisprechen und so fair sollte man auch sein.

Darin stimme ich mit Dir überein. Die AfD ist im Vergleich zum Zustand zu Luckes Zeit stark nach rechts gerückt bzw. die schon immer vorhandenen rechtsradikalen Kräfte (Nazis, Faschisten, wie immer man sie nennen will) haben seitdem wesentlich an Einfluss gewonnen. Das war auch der Grund, warum zuerst Lucke und dann Petry, die schon weiter rechts war, gegangen bzw. verdrängt worden ist. Insofern laste ich das nicht Lucke an.

Seine damalige politische Position, insbesondere Austritt aus dem Euro, fand ich ebenfalls falsch, aber das ist nichts, was im demokratischen Spektrum keinen Platz hätte.

Veröffentlicht von: @blackhole

Ich bin gegen einen Wirtschaftsprofessor Lucke, weil er fachlich ungeeignet ist.

Das sehe ich anders als Du. Wenn ich mir den Wikipedia-Eintrag über ihn durchlese,
https://de.wikipedia.org/wiki/Bernd_Lucke
sehe ich eine ganz normale akademische Karriere in diesem Bereich, die ihn für die Position ausreichend qualifiziert.

Da steht unter anderem, dass er als Neoliberaler gilt. Anders als in der politischen Alltagspolemik ist das unter Volkswirten kein Schimpfwort, sondern Sachbezeichnung für eine gut etablierte Denkschule unter mehreren anderen. In Deutschland und Frankreich ist die allerdings weniger populär als z. B. in den USA.

Es gibt da meines Erachtens auch nicht das eine beste Rezept für alle Volkswirtschaften, Zeiten und Situationen, und deswegen muss Platz sein für verschiedene Denkschulen, die miteinander im Wettbewerb stehen, gerade auch in der Lehre.

Thomas

(der auch gegenüber volkswirtschaftlichen Heilslehren immer kritisch bleibt)

tojak antworten
3 Antworten
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 2894

Die AfD ist im Vergleich zum Zustand zu Luckes Zeit stark nach rechts gerückt bzw. die schon immer vorhandenen rechtsradikalen Kräfte (Nazis, Faschisten, wie immer man sie nennen will)

Genau da liegt der Fehler, man will sie nennen. Genau das ist falsch. Der Faschismus ist antidemokratisch und antikommunistisch. Man kann noch nicht mal sagen er ist nationalistisch, denn zu den faschistischen Überlegungen gehört auch ein Europastaat der faschistisch ist.
Nationalsozialistisch kann man auch nicht sagen, weil diese Ideologie viele linke Ausrichtungen hat. Vor allen unterscheidet sich der Nationalsozialismus darin, weil er einen anderen Typ Menschen biologisch schaffen will.
Eigentlich finde ich es nicht so schlimm, wenn Faschismus als Sammelbegriff benutzt wird. Das Problem fängt nur da an, wenn man den Sammelbegriff anderen politisch überstült. Es ist dann eine Stigmatisierung und Beleigung. Das gehört ja ein Stückchen zur Politik. Aber, hier sehe ich das Problem besonders beim Nationalsozialismus, es ist eine Verharmlosung des Nationalsozialismus, wenn man das macht. Der Nationalsozialismus und seine Einmaligkeit der Abscheulichkeit sollte erhalten bleiben.
Ansonsten gebe ich dir Recht. Die AfD ist nach Lucke abgetrifftet und ihre Entwicklung ist gefährlich. Sie haben da, was man rechten Rand nennt gefischt und Grenzüberschreitungen hingenommen. Das hat ihnen Stimmen gebracht. Doch die Geister, die sie riefen, Werde sie nicht los. Zumindest was die Unverträglichkeitsliste betrifft. Es ist richtig, was in der Liste steht. So wäre auch die AfD eine Partei, die man auch bei anderen Überzeugung hinnehmen muss. Nur haben sie zu viele falsche Leute ins Boot geholt, um glaubwürdig zu sein und diese Liste umzusetzen.
Vielleicht wird es ähnlich wie bei den Grünen zu einer Trennung kommen. Fundis haben die Partei verlassen, denn sonst wäre die Partei gefährlich extremistische geblieben. Würde der Flügel die AfD verlassen, dann wäre sie auch erheblich ungefährlicher.

orangsaya antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Antidemokratisch & Antikommunistisch

Veröffentlicht von: @orangsaya

Der Faschismus ist antidemokratisch und antikommunistisch.

Dazu ein interessanter Artikel. Geschrieben von einer Autorin, deren Partei immer wieder Ziel anti-kommunistischer Hetze der Rechtsextremen wird.

Wenn es Dich zu sehr ekelt etwas von einer Grünen zu lesen, kannst Du Dir auch Bernd Lucke antun: "Putin entspricht der Wunschvorstellung eines autoritären Führers in der AfD"

Veröffentlicht von: @orangsaya

Würde der Flügel die AfD verlassen, dann wäre sie auch erheblich ungefährlicher.

Der Flügel ist nicht einfach so in der AfD entstanden. Lucke hat es darauf angelegt mit einer konservativ/patriotischen Partei nicht nur eine Alternative zur CDU/CSU, sondern auch zur NPD zu schaffen.

Wenn er heute seine ehemaligen Parteifreunde daran erinnert, dass die AfD "sich einst „Mut zur Wahrheit“ auf die Fahnen geschrieben" hatte und er sie nun auffordert mit den Rechtsextremisten zu brechen, fehlt mir einfach die Entschuldigung dafür, dass er es war, der aus "Mut zur Wahrheit" das "Mut zu Deutschland" machte.

Und wer heute noch Vorträge in Netzwerken hält, wo die ganzen Neuen Rechten versammelt sind, dem nehme ich diesen Appell auch nicht über das politische Geschacher hinaus ab.

Anonymous antworten
Tojak
 Tojak
(@tojak)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 402

Einordnung der AfD

Veröffentlicht von: @orangsaya

Genau da liegt der Fehler, man will sie nennen.

Klar, man kann diskutieren, inwieweit die Bezeichnungen faschistisch oder nationalsozialistisch wirklich treffend sind.

Veröffentlicht von: @orangsaya

Aber, hier sehe ich das Problem besonders beim Nationalsozialismus, es ist eine Verharmlosung des Nationalsozialismus, wenn man das macht. Der Nationalsozialismus und seine Einmaligkeit der Abscheulichkeit sollte erhalten bleiben.

Ich muss sagen, als Jugendlicher habe ich alles über Nationalsozialismus gelesen, was ich in die Finger bekommen konnte, unsere Lehrer in der Schule haben auch dazu beigetragen, in Geschichte und Deutsch, dass wir Bescheid wussten. Als Student bin ich nochmal mit einer Gruppe nach Auschwitz gefahren, um mir da vor Ort ein Bild zu machen und mit Zeitzeugen zu sprechen.

Wenn Du mich vor 20 oder 30 Jahren gefragt hättest, hätte ich gesagt: Ja, wir haben es verstanden, wir haben unsere Lektion gelernt, so etwas kommt bei uns nie wieder hoch.

Inzwischen bin ich mir da nicht mehr so sicher. (!). Das, was sich Vertreter des sog. "Flügels" der AfD da herausnehmen, wie weit sie die Grenzen da verschieben, ist erschreckend.

Robert Habeck (Grüne) hat eine Sammlung von Stellen aus Höckes neuem Buch zusammengestellt, aus der die Nazi-Nähe Höckes deutlich mMn wird.

https://www.robert-habeck.de/texte/blog/halle-und-hoecke-rechtsterrorismus/

Das ist kein Versehen Höckes oder eine vereinzelte Entgleisung, das ist Absicht. Und ebensowenig ist es ein Versehen, dass Höcke noch in der AfD ist.

Veröffentlicht von: @orangsaya

Würde der Flügel die AfD verlassen, dann wäre sie auch erheblich ungefährlicher.

Vor zwei Jahren habe ich gedacht und gesagt: Die AfD muss dringend Höcke & Co. rauswerfen, sonst ist diese Partei indiskutabel. Heute sehe ich, dass das insofern eine Fehleinschätzung war, als die AfD überhaupt nicht daran denkt, sich von dem sog. "Flügel" zu trennen, sondern ihn bewusst hält, um bestimmte Wählergruppen zu bedienen. Aber mein Schlussfolgerung sehe ich noch genau so. Diese Partei ist indiskutabel, und wenn sie Leute wie Höcke und Kalbitz hält, behält sie auch die Nazi-Etiketten, die an denen kleben.

tojak antworten


Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

Ja endlich mal wieder ein Verbot.
Es gibt wirklich genug Kritikpunkte am Kapitalismus und ich sehe es auch so, dass diese Art des Kapitalismus am Ende ist... dennoch spreche ich mich dagegen aus, dass man Lehrverbote aufgrund zweifelhafter Meinungen durchsetzen sollte.
Immerhin hat man das auch mit Kopernikus gemacht. Nein. Eine aufgeklärte Gesellschaft muss das aushalten können. Ansonsten bleibt nichts anderes über als den Quantencomputern die Herrschaft zu überlassen ^^.
Ich kenne mich nicht so gut mit dem Thema aus. Aber der Mensch wird immer in seiner Biologie gefangen bleiben. Reichtum bzw. Macht sollte wenn, dann nur in die Hände gelangen, die darauf bedacht sind das Wohl des Ganzen zu fördern. Aber auch da muss man doch immer einschränkend sagen, es kann niemand in Zukunft schauen.
Reiche auf der anderen Seite sehe ich mittlerweile einem Stigma ausgesetzt, das auch schon wieder problematisch ist. Geld verdient zu haben, erfolgreich gewesen zu sein bedeutet mehrheitlich eben nicht gewissen- und verantwortungslos zu sein.
Eine gerechte und angemessene Gestaltung einer globalen Gesellschaft ist für mich DIE Frage unserer Zeit. China ist NICHT der Weg. Utopien gesucht. Aber vermutlich siegt die Dummheit und unsere Spezies fegt sich selbst vom Angesicht dieses Planeten.
https://www.youtube.com/watch?v=gMRnowgpGig

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Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 2894

Ja endlich mal wieder ein Verbot.
Es gibt wirklich genug Kritikpunkte am Kapitalismus und ich sehe es auch so, dass diese Art des Kapitalismus am Ende ist...

Das ist ein falscher Ansatz. Im DDR KYinderprogramm sah ich, was der Kapitalismus ist. Das wurde da mit der Steinzeit, bis heute erklärt.
Kapitalismus, wenn man es so nennen will, ist etwas, was tatsächlich im Wandel ist und sich korrigiert. Beispiel der Kapitalismus zur Kaiserzeit war ganz anders und da zentrallosierte sich das Vermögen anders und schneller. Die Börse und ähnliche Geschäfte waren instabil. Die soziale Marktwirtschaft gab es, wenn überhaupt, nur marginal. Bis heute hat sich vieles geändert. Und es hat dazu geführt, dass wir im Ganzen einen breiten Wohlstand haben, wie es nie der Fall war. Es wird sich weiter ändern und Rückschläge geben, sich erholen usw. Und die Diskussionen bezüglich der Gerechtigkeit wird weiter gehen. Zumindest in Ländern die demokratisch sind. Kann sein, dass noch Krisen auf uns zu kommen, aber es ist im "Kapitalismus" immer ein Licht am Horizont.

orangsaya antworten
Anonymous
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(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

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Der Kapitalismus ist insofern angemessen und richtig, als er die Leistungsbereitschaft der Menschen fördert. Etwas für mich zu tun, meinen Vorteil zu suchen ist ein Teil von uns, der uns zu Höchtsleistungen anstachelt. Das sollte genau so auch beibehalten werden.
Aber er ist ohne Korrektiv nicht dazu in der Lage spürbare Verbesserungen für jeden zu produzieren. Es lässt sich mathematisch belegen, dass dieses System darauf angelegt ist, letztlich die Macht in einer Person zu konzentrieren. Und diese Systemschwäche wird man nicht los. Es sei denn, man versucht andere Wege zu gehen.

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Anonymous
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Veröffentlicht von: @solokzidenz

Und diese Systemschwäche wird man nicht los. Es sei denn, man versucht andere Wege zu gehen.

Und welche Wege könnten das sein?

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Anonymous
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(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

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Keine Ahnung. Sry. Aber irgendwie muss Liebe mit dabei sein. Und die Akzeptanz und zugleich Eindämmung von Aggression und Gewalt. Sowohl physisch als auch psychisch.
Wir haben soviel Bereitschaft zur Gewalt in uns... man darf das nicht verdammen, man muss es annehmen, es kanalisieren und in etwas Gutes schmieden... aber ich weiss nicht wie... sry.

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Anonymous
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Die spd hat en Sozialstaat abgeschafft. Meine Güte wie verblendet kann man sein. 10 Millionen Menschen haben prekäre Arbwitsverhältnisse es gibt altersarmut, wir importieren sozialhilfeempfänger und manche fragen ernsthaft, wieso die afd so grossen zu Lauf hat.

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Tertullian
(@tertullian)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 412

Steht denn die AfD für mehr Sozialstaat, bessere Arbeitsverträge, weniger Altersarmut oder Mindestlohn? Wäre mir jedenfalls neu.

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Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @tertullian

Steht denn die AfD für mehr Sozialstaat, bessere Arbeitsverträge, weniger Altersarmut oder Mindestlohn? Wäre mir jedenfalls neu.

Genauso ist das.
Hitlers Konzepte haben schon damals nicht funktioniert - und wer meint, Deutschland habe damals "nur Pech" gehabt - der möge sich einmal damit beschäftigen, wie denn die ganze Sache aufgebaut war. "Kraft durch Freude" an dem sich noch so mancher Hitlerjunge oder BDM Mächen gerne erinnert und die oder der heute stramm zur AfD steht, war nur auf Pump möglich und konnte volkswirtschaftlich nur getragen werden, weil man das Ausrauben anderer Völker schon von Anfang an mit auf der Agenda hatte. Ein solides Konzept war das nicht.

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Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @ecclesiaja

Hitlers Konzepte haben schon damals nicht funktioniert - und wer meint, Deutschland habe damals "nur Pech" gehabt - der möge sich einmal damit beschäftigen, wie denn die ganze Sache aufgebaut war. "Kraft durch Freude" an dem sich noch so mancher Hitlerjunge oder BDM Mächen gerne erinnert und die oder der heute stramm zur AfD steht, war nur auf Pump möglich und konnte volkswirtschaftlich nur getragen werden, weil man das Ausrauben anderer Völker schon von Anfang an mit auf der Agenda hatte. Ein solides Konzept war das nicht.

Hitlers Wirtschaftspolitik war weder nachhaltig noch erfolgreicher im Vergleich zu anderen Ländern. Das liegt aber nicht am "Kraft durch Freude" Programm.

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(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @jadwin

Hitlers Wirtschaftspolitik war weder nachhaltig noch erfolgreicher im Vergleich zu anderen Ländern. Das liegt aber nicht am "Kraft durch Freude" Programm.

Nun, aber viele, die heute vielleicht noch denken, dass da doch etwas Gutes am Hitler war, die denken an genau diese Maßnahmen und diese Zeit.
Auf dem Lande war es das erste Mal, dass es da Angebote für junge Menschen gab und überhaupt war das für viele ja ein klein wenig wie Paradies.

Ich kann verstehen, dass man das will - aber man sollte bedenken, dass so etwas jeder kann: einfach alles, was man hat (oder auch nicht hat, denn da wurde Grund und Boden von Privatleuten beliehen) nehmen und damit so richtig Party machen und nicht an morgen zu denken - das kann wirklich jeder solange er komplett verantwortlungslos ist.

Das dass alles Teil eines perfiden Plans war, dürften die meisten nicht gecheckt haben - wie auch, denn so ein Maß an Verdorbenheit hatte es bis dahin nicht auf der Welt gegeben und wir konnte man das da hier in Deutschland erwarten?

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Helle
 Helle
(@helle)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 772
Veröffentlicht von: @ecclesiaja

und wer meint, Deutschland habe damals "nur Pech" gehabt

Meinst Du damit, dass das Wählervolk damals einfach dumm war? Oder verblendet?
Deutschland hatte Pech, dass einer wie Hitler an die Macht kam. Wählten sie ihn damals einfach nur, weil er Arbeit und Brot versprach (und sein Versprechen auch hielt)? Oder wusste damals niemand davon, dass Hitler eine Rassenlehre vertrat?

Veröffentlicht von: @ecclesiaja

war nur auf Pump möglich und konnte volkswirtschaftlich nur getragen werden, weil man das Ausrauben anderer Völker schon von Anfang an mit auf der Agenda hatte.

Die Regierungsparteien tun ähnliches. Sie planen auch, billig an Waren zu kommen würden zwar nie Völker überfallen oder Kriege durchführen, aber "ausbeuten"! Kinder arbeiten, damit wir billig Schokolade bekommen, oder mit hochgiftigen Materialien für unsere Batterien usw. Dies finde ich nicht in Ordnung.

Zur Erinnerung: Jahrzehntelang haben - die schwarzen Parteien allen voran - Wohlstand auf immer neue Schulden gebaut. Daran ist aber nicht nur die Wiedervereinigung mit der "DDR" schuld. Glücklicherweise kommt hier eine Null-Zins-Politik entgegen.

Die Regierungsarbeit gehört nur in Hände von verantwortungsbewussten Politikern bzw. Parteien, und da sehe ich eine abnehmende Zahl derer.

Gruß Helle

helle antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @helle

Meinst Du damit, dass das Wählervolk damals einfach dumm war? Oder verblendet?

Zum einen waren die Wähler Hitlers in wirtschaftlicher Not. Oft waren das Menschen, die einen sozialen Abstieg erlebt hatten und in Hitler eine Chance sahen, dass sich das Blatt noch wendet.

Man hätte das alles wissen können - aber ich glaube, dass es wirklcih viele nicht gewußt haben und es war ja zumindest in der Anfangszeit so, dass sogar gebildete Leute in Hitler eine Chance sahen.

Aber dann ist es ja auch so, dass Hitler ja anfangs überhaupt keine Mehrheiten hatte - da haben es die jungen demokratischen Kräfte versäumt, sich gegen den Ruin unseres Volkes zusammenzuschließen und zumindest zu versuchen, den Durchmarsch der NSDAP zu verhindern.

Veröffentlicht von: @helle

Die Regierungsparteien tun ähnliches. Sie planen auch, billig an Waren zu kommen würden zwar nie Völker überfallen oder Kriege durchführen, aber "ausbeuten"!

Nun, da sehe ich aber ehrbebliche Unterschiede.
Zum einen: wo lässt unsere Regierung Kinder arbeiten oder MEnschen für Hungerlöhne arbeiten. Da möchte ich einfach mal ein Beispeil, wenn Du das hier so behauptest.

Meines Wissens sind das alles Kinzerne - und häufig multinationale Konzeren - die diese Dinge als Bestandteil eines Welthandels, dem es um Gewinnmaximierung und möglichst billige Ware geht.

Ich finde es grade in Fragen schwerer Schuld, den Schuldigen konkret zu bennen und da keinen Fehler zu machen.

Es ist sicher richtig, dass Deutschland, als Exporteur hochwertiger Waren, ein Profiteur des Welthandels ist und damit über Steuern natürlich auch an diesem System seinen Gewinn hat. Aber das ist eine Frage des Wirtschaftssystems und ein Unternehmer, der erfolgreich wirtschaftet, der ist nicht zwangsläufig ein Verbrecher. So etwas kann man sicher nicht pauschal so sagen und ich vermute, dass es eher schwarze Schafe oder bestimmte Branchen sind, in denen da viel Ungutes passiert.

Veröffentlicht von: @helle

Zur Erinnerung: Jahrzehntelang haben - die schwarzen Parteien allen voran - Wohlstand auf immer neue Schulden gebaut. Daran ist aber nicht nur die Wiedervereinigung mit der "DDR" schuld. Glücklicherweise kommt hier eine Null-Zins-Politik entgegen.

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/154798/umfrage/deutsche-staatsverschuldung-seit-2003/

Dann schau mal: Sicher wurde bis 1990 auch viele Schulden gemacht - aber so richtig ging die Post erst nach der Wiedervereinigung ab. Es galt schließlich ein komplett bankrottes und marodes Land zu sarnieren!

Was nun das Schuldenmachen von Staaten angeht (aber auch generell) bin ich gegen Schuldenmachen. Es ist jedoch so, dass grade in Zeiten wirtschaftlicher Not Schuldenmachen sein muss, um dne Laden im Laufen zu halten. Das, was mir sonst wegbricht, wenn eine wirtschaftliche Not über das Land kommt, ist am Ende viel schwerwiegender als die Schulden, die ich gemacht habe, und das Unglück abzuwenden.

Veröffentlicht von: @helle

Die Regierungsarbeit gehört nur in Hände von verantwortungsbewussten Politikern bzw. Parteien, und da sehe ich eine abnehmende Zahl derer.

Ich bin da gar nicht mal so unzufrieden. Ich hätte es schier nicht für möglich gehalten, dass es uns gelingen würde, Staatshaushalte ohne Neuverschuldung zu verabschieden. Da mag es nun auch wieder Menschen geben, die meinen, dass wir uns zu Tode sparen - aber unsolide ist das nicht, was unsere Regierung da treibt. Es könnte deutlich schlimmer kommen ...

Anonymous antworten
Helle
 Helle
(@helle)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 772

Den Kernpunkt sehe ich darin, dass Hitler Arbeit und Brot versprach. Damit hat er sicher einen großen Teil des Wahlvolkes auf seine Seite gezogen. Ich frage mich trotzdem, ob denn niemand darum wusste, dass er seine Rassenlehre vertrat ("Juden sind die unterste Schicht, die müssen ausgerottet werden!").

Veröffentlicht von: @ecclesiaja

Zum einen: wo lässt unsere Regierung Kinder arbeiten oder MEnschen für Hungerlöhne arbeiten. Da möchte ich einfach mal ein Beispeil, wenn Du das hier so behauptest.

Auf vielen Plantagen arbeiten Kinder, damit wir günstig an Waren kommen, das wird auch bei den "Zutaten" der Autobatterien sein. Macht sich Deutschland nicht mitschuldig, wenn sie darum wissen? Deutschland macht Verträge mit ausländische Firmen, die Kinder beschäftigen. Mir wäre am liebsten, dass Waren aus Kinderarbeit komplett boykottiert werden würde! Was würde Jesus dazu sagen? Und die verdienen sicher nur einen Hungerlohn!

Die Staatsverschuldung Deutschlands stieg von 1982 bis 1989, also vor der Wiedervereinigung um 50%, in sieben Jahren! Gut, dass es unter Schäuble eine Schuldenbremse gab. Rote und Grüne wollen ja wieder neue Schulden machen, genau der falsche Weg! Und von unserem Finanzminister halte ich gar nichts, der ist ja nicht mal dazu in der Lage, Gerichtsurteile abzuwarten, bevor er Verträge abschließt. Schäuble war, man mag schelten über ihn, wie man will, immer darauf bedacht, statt Neuverschuldung sogar Schulden abzutragen.

Veröffentlicht von: @ecclesiaja

Es könnte deutlich schlimmer kommen ...

Da hast Du recht!

Gruß Helle

helle antworten
mrb-II
 mrb-II
(@mrb-ii)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 954
Veröffentlicht von: @helle

Ich frage mich trotzdem, ob denn niemand darum wusste, dass er seine Rassenlehre vertrat ("Juden sind die unterste Schicht, die müssen ausgerottet werden!").

natürlich war das bekannt. wie kommst du denn darauf, dass das ein hinderungsgrund gewesen wäre, hitler zu wählen.

Veröffentlicht von: @helle

Und von unserem Finanzminister halte ich gar nichts, der ist ja nicht mal dazu in der Lage, Gerichtsurteile abzuwarten, bevor er Verträge abschließt.

du verwechselst den nicht zufällig mit dem verkehrsminister.

mrb-ii antworten
Helle
 Helle
(@helle)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 772
Veröffentlicht von: @mrb-ii

natürlich war das bekannt. wie kommst du denn darauf, dass das ein hinderungsgrund gewesen wäre, hitler zu wählen.

Dann schlussfolgere ich mal, dass es schon damals eine Judenfeindlichkeit in Deutschland gab. Anders kann ich mir nicht erklären, warum man Hitler gewählt hat, wenn bekannt gewesen sein soll, was sein Plan war...

Ja, stimmt, das war der Verkehrsminister, nicht der Finanzminister.

helle antworten


Helle
 Helle
Beiträge : 772
Veröffentlicht von: @blackhole

Niemand profitiert davon, wenn ein winziger Personenkreis immer reicher und reicher wird!

Veröffentlicht von: @blackhole

sondern die Obdachlosen von denen ich immer mehr am Hbf sehe, Kinder die kein warmes Mittagessen mehr bekommen und nicht mit auf Klassenfahrt können, Rentner die Pfandflaschen sammeln usw. tun mir leid!

Du weißt aber, welche Partei(en) diese Zustände zu verantworten hat/haben? Das war nicht die AfD, auch wenn sie es nicht besser machen würde!

helle antworten
Stogumber
Beiträge : 17

Hallo Blackhole,
"Niemand profitiert davon, wenn ein winziger Personenkreis immer reicher und reicher wird! "
Das sehe ich anders. Ein großer Teil des Geldes landet in Stiftungen, die wiederum vielen Akademikern ein auskömmliches Leben bieten. In den USA sind das die großen Think Tanks, in Europa z.B. die verschiedenen Soros-Stiftungen, in der BRD "Correctiv" usw.
Ob das nun gut oder schlecht ist, jedenfalls dieses Geld "trickles down".
Eine andere Frage ist die, ob genug Geld in produktive Unternehmen oder zuviel in bloße Finanzspekulationen investiert wird (das ist die alte Debatte über schaffendes und raffendes Kapital, nur vermeidet man die alten Bezeichnungen).
Zur Idee, dass "wir" kein Wachstum brauchen: Das sieht man in der Zweiten und Dritten Welt aber ganz anders, und die Zweite Welt fängt schon in Thüringen an. Wer nach der Wende zum ersten Mal ein eigenes Auto fahren konnte, wird darauf nicht so leicht wieder verzichten!

stogumber antworten


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