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Was habe ich von eurem Glauben...?

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Lucan-7
Themenstarter
Beiträge : 15608

Ich möchte an dieser Stelle einmal den gesellschaftlichen Wert des christlichen Glaubens diskutieren... und zwar aus der Position eines Nicht-Gläubigen.
Aus dieser Position heraus frage ich mich: Habe ich eigentlich einen konkreten Wert aus der Tatsache, dass es in diesem Land christliche Gläubige gibt?

Das mag natürlich auf den ersten Blick egoistisch und materialistisch erscheinen... aber es ist eine Frage, die ich mir zur Zeit tatsächlich sehr konkret stelle.
Und ich habe dabei selber keine abschliessende Antwort... ich stehe dem christlichen Glauben zwar ausgesprochen kritisch, aber keineswegs völlig ablehnend gegenüber... aus dem einfachen Grund, dass mir keine geeignete Alternative einfallen will.

Ich eröffne diesen Thread also, ohne mir selbst eine abschliessende Antwort überlegt zu haben... einfach, weil ich neugierig auf die Antworten bin.

Also in dem Sinne: Was haben gläubige Christen der Gesellschaft zu bieten, auch wenn ein großer Teil selbst nicht gläubig sein mag?
Ist der christliche Glaube gar unverzichtbar... oder ist das eher eine Sache allein für Christen, während der ungläubige Rest gerne auf Dinge wie "Humanismus", "Menschenrechte" oder gegebenfalls auch "Wissenschaft" ausweichen kann, je nach Fragestellung?

Wie seht ihr das? Welche Stellung und welche Bedeutung sollte der christliche Glaube auch für Nicht-Christen haben...?

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282 Antworten
zelot05
Beiträge : 29
Veröffentlicht von: @lucan-7

Also in dem Sinne: Was haben gläubige Christen der Gesellschaft zu bieten, auch wenn ein großer Teil selbst nicht gläubig sein mag?
Ist der christliche Glaube gar unverzichtbar... oder ist das eher eine Sache allein für Christen, während der ungläubige Rest gerne auf Dinge wie "Humanismus", "Menschenrechte" oder gegebenfalls auch "Wissenschaft" ausweichen kann, je nach Fragestellung?

Wieso sind dann so viele WISSENSCHAFTLER Christen! Der eigentliche Unterschied besteht in der Tatsache das wir wiedergeborenen Christen nicht in die Hölle kommen. Allerdings ist Glaube ohne Werke
tot. Die Fragestellung muss demnach heißen, wie attraktiv muss das Leben eines Christen sein, damit man als "Heide" solche Fragen nicht mehr stellt.

zelot05 antworten
2 Antworten
Ungehorsam
(@ungehorsam)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 3336

Der eigentliche Unterschied besteht in der Tatsache das wir wiedergeborenen Christen nicht in die Hölle kommen.

Was unterscheidet einen wiedergeborenen Christen von anderen Christen?

Ich bin kein wiedergeborener Christ (was soll das eigentlich sein?) und bin gewiß, daß ich auch nicht in die Hölle komme, weil es sie im Jenseits nicht gibt.

ungehorsam antworten
zelot05
(@zelot05)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 29
Veröffentlicht von: @ungehorsam

Ich bin kein wiedergeborener Christ (was soll das eigentlich sein?) und bin gewiß, daß ich auch nicht in die Hölle komme, weil es sie im Jenseits nicht gibt.

Wenn also Jesus sagt: „Wenn jemand nicht von neuem geboren wird, kann er das Reich Gottes nicht sehen.“ (Jesus zu dem Gelehrten Nikodemus in Johannes Kapitel 3, Vers 3) Bei dem Begriff ‚Wiedergeburt‘ oder ‚Neugeburt‘ geht es also nur um unseren Geist. Der wird in dem Moment, in welchem wir Jesus als unseren Retter und Herrn annehmen, buchstäblich neu geboren. Wir sind in dem Moment buchstäblich ein neuer Mensch. Der alte Mensch ist weg; ersetzt durch unseren neuen, wiedergeborenen Mensch.
Wir sind in dem Moment Bürger von Gottes Königreich. Leben zwar noch auf der Erde, aber uns steht alles aus Gottes Königreich zur Verfügung.

zelot05 antworten


Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

Was habe ich von eurem Glauben...?

Veröffentlicht von: @lucan-7

Das mag natürlich auf den ersten Blick egoistisch und materialistisch erscheinen... aber es ist eine Frage, die ich mir zur Zeit tatsächlich sehr konkret stelle

In der Tat eine Frage, die voll im Zeitgeist steht..... was habe ich davon? ....Bringt mir das etwas?... Das steht mir doch zu....da habe ich doch ein Recht darauf....
So sieht unser heutiger Zeitgeist leider aus. Aber die Bibel und Jesus Christus gehen darauf auch ein.
Matthäus 10, 42: ...(sagt Jesus Christus): und wer dieser Geringsten einen nur mit einem Becher kalten Wassers tränkt in eines Jüngers Namen, wahrlich ich sage euch: es wird ihm nicht unbelohnt bleiben....

Wer sagt denn, dass unter Christen alles unbelohnt bleiben wird und dass man vom Glauben eh nichts habe?

Anonymous antworten
1 Antwort
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15608
Veröffentlicht von: @draeggsagg

In der Tat eine Frage, die voll im Zeitgeist steht..... was habe ich davon? ....Bringt mir das etwas?... Das steht mir doch zu....da habe ich doch ein Recht darauf....

Das hat mit dem Zeitgeist nichts zu tun... Das haben Menschen schon immer gefragt, was sie vom Glauben haben.

Gottes Segen, eine gute Ernte, Wohlstand, Vergebung, das Himmelreich bis in alle Ewigkeit... darum ging es immer schon.

Veröffentlicht von: @draeggsagg

Wer sagt denn, dass unter Christen alles unbelohnt bleiben wird und dass man vom Glauben eh nichts habe?

Keine Ahnung. Wie kommst du darauf?

lucan-7 antworten
Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

Was habe ich von eurem Glauben...?

Von unserem Glauben hast Du garantiert nichts, das Evangelium ist so gestrickt, dass man nur von seinem eigenen Glauben etwas hat, nicht vom Glauben anderer.
Wenn auch manche Religionen (Mormonen, katholische Kirche u.a.m.) davon ausgehen, dass man für Tote noch nachträglich beten könne.
Die Bibel bestätigt das nicht.

Anonymous antworten
7 Antworten
tf8
 tf8
(@tf8)
Beigetreten : Vor 8 Jahren

Beiträge : 1255
Veröffentlicht von: @draeggsagg

Von unserem Glauben hast Du garantiert nichts, das Evangelium ist so gestrickt, dass man nur von seinem eigenen Glauben etwas hat, nicht vom Glauben anderer.
Wenn auch manche Religionen (Mormonen, katholische Kirche u.a.m.) davon ausgehen, dass man für Tote noch nachträglich beten könne.
Die Bibel bestätigt das nicht.

Vermutlich ist das alles schon in dem thread abgehandelt.

Vom Glauben selbst hat er vermutlich wirklich nichts.

Aber vom aus dem Glauben sich ergebenden Verhalten.

Kann Du vergleichen, Leben unter Ureinwohnern, christlich dominiert, atheistisch dominiert, Islamich dominiert, hinduistisch ....

tf8 antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15608
Veröffentlicht von: @tf8

Vom Glauben selbst hat er vermutlich wirklich nichts.

Aber vom aus dem Glauben sich ergebenden Verhalten.

Ja, darum ging es mir hier eigentlich mehr oder weniger.

lucan-7 antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 2523
Veröffentlicht von: @tf8

Kann Du vergleichen, Leben unter Ureinwohnern, christlich dominiert, atheistisch dominiert, Islamich dominiert, hinduistisch ....

Das wird man eben nicht miteinander vergleichen können. Du kannst die Beispiele herauspicken , die deine Sichtweise untermauern. Aber es wird stets sowohl gute als auch schlechte Beispiele geben.

Es gibt so manche christliche Glaubensgemeinschaft auf der Welt, der ich nicht angehören möchte.

tatokala antworten
tf8
 tf8
(@tf8)
Beigetreten : Vor 8 Jahren

Beiträge : 1255
Veröffentlicht von: @tatokala

Es gibt so manche christliche Glaubensgemeinschaft auf der Welt, der ich nicht angehören möchte.

Natürlich kann man das vergleichen.

Dann schreibst Du eben:
von den 41.000 christlichen Richtungen möchte ich 250 nicht angehören.

Von den x muslimischen Staaten möchte ich in y leben.
Von den x kommunistischen Staaten möchten ich in y leben.

usw. usf.

Wieso sollte das nicht vergleichbar sein?

Klar kann ich vergleichen, ob ich in Saudi-Arabien leben will, oder in Deutschland.

Ob ich in Afrika leben will oder in Deutschland.

Was meinst Du warum Flüchtlinge hierher kommen?

Weil sie das nicht vergleichen können?

Nachtrag vom 16.09.2019 2057
Oh noch was vergessen:
Die ca. 1 Million Bundesbürger welche jedes der letzten 4 Jahre Deutschland verließen konnten auch nicht vergleichen.

Ich habe auch eine Erklärung, warum, es müssen alles Muslime gewesen sein, im Islam gibt es keine Wahl sondern nur Vorherbestimmung.

Ich bezweifel aber das das so war.

tf8 antworten
Ungehorsam
(@ungehorsam)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 3336

Es gibt so manche christliche Glaubensgemeinschaft auf der Welt, der ich nicht angehören möchte.

Das unterstreiche ich.

ungehorsam antworten
tf8
 tf8
(@tf8)
Beigetreten : Vor 8 Jahren

Beiträge : 1255
Veröffentlicht von: @ungehorsam

Es gibt so manche christliche Glaubensgemeinschaft auf der Welt, der ich nicht angehören möchte.

Das unterstreiche ich.

Was sehr gut zeigt, dass Du sehr wohl vergleichen und sogar Schlüsse (Handlungsentscheidungen) aus dem Vergleichen ziehen kannst.

tf8 antworten
zelot05
(@zelot05)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 29
Veröffentlicht von: @ungehorsam

Es gibt so manche christliche Glaubensgemeinschaft auf der Welt, der ich nicht angehören möchte.

Solange man Ideologie nicht vor den Glauben an den Herrn Jesus Christus stellt, der König ist im Himmel und auf Erden, ist die Glaubensgemeinschaft nicht das große Problem.

zelot05 antworten


Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

Spannende Frage, die eine Antwort wert ist. Falls sich etwas wiederholt: Ich habe bewußt darauf verzichtet, zuerst die anderen Antworten zu lesen.

Veröffentlicht von: @lucan-7

gesellschaftlichen Wert des christlichen Glaubens

Wenn Du nach den Wirkungen des Glaubens auf die Gesellschaft fragst, dann ist sie vielfach. Krankenhäuser, Schulen, Universitäten, Wissenschaft, der Geist von Gesetzeswerken und Rechtsprechung und was noch alles gehen ursprünglich auf biblische/christliche/kirchliche Aussagen/Initiativen/Impulse/Werte/Traditionen zurück. Freilich hat sich vieles davon im Lauf der Geistesgeschichte manchmal bis zur Unkenntlichkeit mit weltlichem Denken und weltlichen Werten vermischt. So gilt wissenschaftliche Forschung heutzutage für viele geradezu als Gegenstück zum biblischen Glauben, das Gott zu einem Lückenbüßergott degradiert, was es aber bei genauerem Hinsehen nicht ist.

Dem allen zugrunde liegt die Aufforderung Gottes an die Juden in der babylonischen Verbannung: Suchet der Stadt Bestes. Das sollte auch heute noch gelten, doch leider sind wir Christen an diesem Punkt nicht allzu wirksam. Dafür gibt es viele Gründe, die zu diskutieren hier zu viel bringen würde. Sie können ohnehin keine Entschuldigung dafür sein, daß wir Christen unserem Auftrag in dieser aus den Fugen geratenden Welt nicht wirklich nachkommen.

Bis auf die alten und längst selbstverständlich gewordenen Spuren in unserer Kultur wirst Du persönlich wahrscheinlich wenig Vorteile davon verspüren, daß es in unserem Land christliche Gläubige gibt. Möglicherweile lernen wir solche Vorteile aber wieder sehen im Vergleich mit anderen Kulturen, wie sie durch Flüchtlinge in unser Land getragen werden. Weiterhin sehe ich auch die Bedrohung durch islamischen Terror als eine Anfrage an unseren Lebensstil. Der Islam kennt so etwas wie Atheismus nicht. Also hält man uns alle für Christen. Aus dem, was sie in unserer westlichen, weitgehend entchristlichten Welt sehen, schließen sie, daß das Christentum die schlimmste aller Religionen sei, und manche Leute meinen, sie deshalb bekämpfen zu müssen.

Wenn allerdings selbst ein erklärter Atheist wie Gregor Gysi sagt, eine Welt ohne Christen wäre für ihn eine grausame Vorstellung, muß er wohl doch manche Spuren sehen, die den meisten von uns gewöhnlich entgehen.

Veröffentlicht von: @lucan-7

ich stehe dem christlichen Glauben zwar ausgesprochen kritisch, aber keineswegs völlig ablehnend gegenüber... aus dem einfachen Grund, dass mir keine geeignete Alternative einfallen will.

Daraus lese ich, daß kein Glaube für Dich keine Alternative ist. Daß Du also auf der Suche nach etwas bist. Was suchst Du denn? Was erhoffst Du Dir vom Glauben?

Da der Glaube immer persönlich und nie stellvertretend ist, kann ich allerdings sagen, was mein Glaube mir persönlich bringt: Beispielsweise ein festes Fundament in den Wirren dieser Welt. Wenn ich an die Wende und die Zeit danach denke, als sich für uns Ossis alles, aber auch alles veränderte, bis hin zur puren Existenzangst, weil man nach der Währungsunion plötzlich nur noch halb so viel verdiente, aber im Laden das Doppelte oder Dreifache zahlen mußte, und sich die Miete auf das Sechsfache erhöhte: Ich weiß nicht, wie ich diese Zeit ohne den Glauben durchgestanden hätte.

Allerdings sollte das nicht zur Annahme verleiten, daß man den Glauben aus Nützlichkeitserwägungen ergreift. Es geht vielmehr um eine Problemlösung, die mit dem alten, schwerverständlichen Wort Sünde zu tun hat. Und an dieser Stelle höre ich auf zu schreiben, denn ob Sünde wirklich ein Problem für Dich ist, weiß ich nicht. Diskutieren kann man das jedenfalls nicht. Dieser Punkt ist allein Gottes Sache.

Anonymous antworten
8 Antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15608
Veröffentlicht von: @joseph

Wenn Du nach den Wirkungen des Glaubens auf die Gesellschaft fragst, dann ist sie vielfach. Krankenhäuser, Schulen, Universitäten, Wissenschaft, der Geist von Gesetzeswerken und Rechtsprechung und was noch alles gehen ursprünglich auf biblische/christliche/kirchliche Aussagen/Initiativen/Impulse/Werte/Traditionen zurück.

Nicht nur und nicht ausschliesslich... da hat auch die griechische Kultur einen wesentlichen Anteil, und die fand das Christentum damals ja eher unverständlich. Später hat die christliche Kirche allerdings vieles davon wieder aufgegriffen. Es dürfte wohl schwer sein, hier eine klare Trennlinie zu ziehen.

Veröffentlicht von: @joseph

Suchet der Stadt Bestes. Das sollte auch heute noch gelten, doch leider sind wir Christen an diesem Punkt nicht allzu wirksam. Dafür gibt es viele Gründe, die zu diskutieren hier zu viel bringen würde. Sie können ohnehin keine Entschuldigung dafür sein, daß wir Christen unserem Auftrag in dieser aus den Fugen geratenden Welt nicht wirklich nachkommen.

Leider gehen die Auffassungen dessen, was das "Beste" ist ziemlich auseinander... selbst bei den Christen untereinander.

Veröffentlicht von: @joseph

Möglicherweile lernen wir solche Vorteile aber wieder sehen im Vergleich mit anderen Kulturen, wie sie durch Flüchtlinge in unser Land getragen werden.

Ja und nein. Was wir feststellen ist, dass nicht alle Menschen unseren Lebensstil mögen und übernehmen wollen. Viele Ideale sind mit unseren Werten unvereinbar. Das hat aber auch nur bedingt mit dem Christentum zu tun... der christliche Glaube muss hier eher als Symbol herhalten. Tatsächlich hat das Christentum politisch wenig mit Demokratie und Freiheit zu tun... das funktioniert zwar gut zusammen, ist aber keine notwendige Voraussetzung. Eine Diktatur ist kein notwendiger Widerspruch zum christlichen Glauben.

Veröffentlicht von: @joseph

Weiterhin sehe ich auch die Bedrohung durch islamischen Terror als eine Anfrage an unseren Lebensstil. Der Islam kennt so etwas wie Atheismus nicht. Also hält man uns alle für Christen.

Das ist grob betrachtet nicht ganz falsch... das bedeutet aber nicht, dass wir uns jetzt alle hinter christlichen Bannern versammeln müssen.

Veröffentlicht von: @joseph

Wenn allerdings selbst ein erklärter Atheist wie Gregor Gysi sagt, eine Welt ohne Christen wäre für ihn eine grausame Vorstellung, muß er wohl doch manche Spuren sehen, die den meisten von uns gewöhnlich entgehen.

Ich stimme ihm da zu... allerdings, ähnlich wie er selbst, nicht aus Überzeugung, sondern aus Mangel an Alternativen.

Veröffentlicht von: @joseph

Daraus lese ich, daß kein Glaube für Dich keine Alternative ist. Daß Du also auf der Suche nach etwas bist. Was suchst Du denn? Was erhoffst Du Dir vom Glauben?

Für mich persönlich suche ich Sinn und Orientierung. Für die Gesellschaft wünsche ich mir gemeinsame Werte, auf die man bauen kann... die ich im Christentum allerdings nur zu einem geringen Teil finde.

Veröffentlicht von: @joseph

Allerdings sollte das nicht zur Annahme verleiten, daß man den Glauben aus Nützlichkeitserwägungen ergreift. Es geht vielmehr um eine Problemlösung, die mit dem alten, schwerverständlichen Wort Sünde zu tun hat.

Auch das ist letztlich "nützlich"...

Veröffentlicht von: @joseph

Und an dieser Stelle höre ich auf zu schreiben, denn ob Sünde wirklich ein Problem für Dich ist, weiß ich nicht.

Sünde ist für mich ein ziemlich offensichtlich vorhandenes Problem. Allerdings finde ich die mystisch-geistliche Herangehensweise der christlichen Religion etwas befremdlich.

lucan-7 antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @lucan-7
Veröffentlicht von: @joseph

Suchet der Stadt Bestes.

Leider gehen die Auffassungen dessen, was das "Beste" ist ziemlich auseinander... selbst bei den Christen untereinander.

Generell kommt der Auftrag aus der Bibel. Das ist wie in der Kybernetik: Das Regelsystem braucht einen Sollwert, und der kann nur von außerhalb des Systems kommen. Konkret sind die Aufträge individuell verschieden. Ein Bild dafür ist das Salz: "Ihr seid das Salz der Erde" - es würzt alle Bereiche des Lebens. Daraus ergibt sich eine große Vielfalt individueller Berufungen.

Veröffentlicht von: @lucan-7

Tatsächlich hat das Christentum politisch wenig mit Demokratie und Freiheit zu tun... das funktioniert zwar gut zusammen, ist aber keine notwendige Voraussetzung. Eine Diktatur ist kein notwendiger Widerspruch zum christlichen Glauben.

Jesus Christus war kein Politiker, er hat weder das politische System seiner Zeit reformiert, noch etwa die Sklaverei abgeschafft. Er ist der König eines Reiches, das "nicht von dieser Welt" ist, aber in sie korrigierend hineinwirkt - auch in eine Diktatur hinein, wenn nötig. Herrscher aller Art haben das immer wieder als eine Bedrohung empunden und deshalb Christen verfolgt. Oder, wie die alten Römer oder die Nazis, versucht, das Christentum für ihre politischen Zwecke zu instrumentalisieren.

Die Demokratie ist kein Selbstläufer. Ob sie gelingt, hängt von den Menschen ab, insbesondere davon, daß sie ein Mindestmaß an gemeinsamen Werten haben. Nachdem wir die christlichen Werte seit Jahrzehnten systematisch über Bord geworfen haben, fehlt es uns nun an Gemeinsamkeiten. Die Gesellschaft ist zerrissen, es finden sich kaum noch belastbare Mehrheiten. Da wir - kybernetisch gesprochen - den Sollwert von außerhalb des Systems verworfen haben, ist es schwierig, uns auf einen Sollwert innerhalb des Systems zu einigen. Uns fehlen Orientierung und Richtung: "Die Menschen sind wie Schafe, die keinen Hirten haben."

Einigen könnte uns ein gemeinsamer Feind - der Klimawandel. Dumm nur, daß nicht alle mitmachen wollen, und daß der Einigungsversuch die Gesellschaft nur noch tiefer spaltet. Eigentlich wäre es die Aufgabe der Christen, in diese verfahrene Situation hinein Werte-Input von außerhalb des Systems - von der Bibel her - zu geben. Aber wer will das schon hören?

Veröffentlicht von: @lucan-7

Sünde ist für mich ein ziemlich offensichtlich vorhandenes Problem. Allerdings finde ich die mystisch-geistliche Herangehensweise der christlichen Religion etwas befremdlich.

Es ist die einzig mögliche Herangehensweise. Sünde ist ein geistliches Problem, dem man nicht den diesseits-wissenschaftlichen Methoden gerecht wird. Die diesseitige Psychologie ist weitgehend hilflos im Umgang mit Schuldgefühlen, und sie öffnet sich deshalb inzwischen erstaunlicherweise dem biblischen Konzept von Vergebung. Ob es funktioniert, wenn man Jesus und die geistliche Dimension außen vor läßt, weiß ich nicht. Wie außerordentlich erleichternd Sündenbekenntnis und der Zuspruch von Vergebung im Namen Jesu auf die Seele wirken, habe ich hingegen schon vielfach erlebt.

Anonymous antworten
Ungehorsam
(@ungehorsam)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 3336

Die diesseitige Psychologie ist weitgehend hilflos im Umgang mit Schuldgefühlen, und sie öffnet sich deshalb inzwischen erstaunlicherweise dem biblischen Konzept von Vergebung.

Sogar die GEO (08/2019) schreibt darüber.

ungehorsam antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15608

Christentum und Demokratie

Veröffentlicht von: @joseph

Die Demokratie ist kein Selbstläufer. Ob sie gelingt, hängt von den Menschen ab, insbesondere davon, daß sie ein Mindestmaß an gemeinsamen Werten haben. Nachdem wir die christlichen Werte seit Jahrzehnten systematisch über Bord geworfen haben, fehlt es uns nun an Gemeinsamkeiten.

Du übersiehst, dass die Demokratie erst dann möglich wurde, als die Kirchen keine Macht mehr hatten. So lange die Christen an der Macht waren hat es keinerlei Ansätze zu einer demokratischen Ordnung gegeben, im Gegenteil sah man im Königstum die rechtmäßige, biblisch gewollte Ordnung. Dass die christlichen Werte im Sinne einer Demokratie gedeutet werden ist dem Einfluss der Demokratie auf die Christen zu verdanken - nicht umgekehrt.

Veröffentlicht von: @joseph

Einigen könnte uns ein gemeinsamer Feind - der Klimawandel.

Der Klimawandel hat nichts mit Religion zu tun und betrifft Gläubige aller Glaubensrichtungen genau so wie Ungläubige. Eine Einigung ist hier sicher wünschenswert... aber eine Einigung im Sinne einer vernünftigen Politik, nicht im Sinne einer Religion, die hier die Führung übernehmen will.

Veröffentlicht von: @joseph

Sünde ist ein geistliches Problem, dem man nicht den diesseits-wissenschaftlichen Methoden gerecht wird. Die diesseitige Psychologie ist weitgehend hilflos im Umgang mit Schuldgefühlen, und sie öffnet sich deshalb inzwischen erstaunlicherweise dem biblischen Konzept von Vergebung.

Wenn sich die Psychologie dem biblischen Konzept der Vergebung öffnet, dann deshalb, weil es hier wissenschaftlich messbare Auswirkungen gibt.

Ich selber sehe mich ja als Atheist, bin aber auch ein großer Anhänger von Jesu Lehre der Vergebung.

Denn viele sehen immer nur den "Schuldigen" im Mittelpunkt der Vergebung, der "entlastet" werden soll. Dabei ist es auch und gerade derjenige, der vergibt, der sich dadurch selbst von einer Belastung befreit: Vom Hass, von der Angst, vom nachtragenden Zorn, der an einem nagt, möglicherweise auch von eigenen Schuldgefühlen.

Genau so wie uns auch die eigene Schuld belastet, auch wenn wir es gerne verdrängen. Sowohl die Vergebung durch eine höhere Macht (Welche ich eher als höheres Prinzip sehe) als auch die Vergebung, die wir selbst aussprechen, sind befreiend.

Dass sich das psychologisch positiv auswirkt ist nur logisch... dafür braucht man keinen mystischen Geist oder ähnliches.

lucan-7 antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @lucan-7

dafür braucht man keinen mystischen Geist oder ähnliches.

Die Diskussion zur Frage, was Dir der Glaube bringt, hat dieses und jenes Thema gestreift, und am Ende steht dieser Satz. Ist er die Antwort auf Deine Frage?

Anonymous antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15608
Veröffentlicht von: @joseph

Die Diskussion zur Frage, was Dir der Glaube bringt, hat dieses und jenes Thema gestreift, und am Ende steht dieser Satz. Ist er die Antwort auf Deine Frage?

Bisher ja.

lucan-7 antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @joseph

oder die Nazis, versucht, das Christentum für ihre politischen Zwecke zu instrumentalisieren

Was aber erstaunlich gut funktioniert hat.

Veröffentlicht von: @joseph

Eigentlich wäre es die Aufgabe der Christen, in diese verfahrene Situation hinein Werte-Input von außerhalb des Systems - von der Bibel her - zu geben. Aber wer will das schon hören?

Eine christliche Mehrheitsgesellschaft hat Auschwitz nicht verhindern können und Du glaubst immer noch an einen "Werte-Input" von "außerhalb" - von der Bibel her?

Anonymous antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @joseph

So gilt wissenschaftliche Forschung heutzutage für viele geradezu als Gegenstück zum biblischen Glauben, das Gott zu einem Lückenbüßergott degradiert, was es aber bei genauerem Hinsehen nicht ist.

Diese Entwicklung hat sich ja ausgerechnet durch das genauere Hinsehen ergeben.

Dadurch, dass christliche Gelehrte nicht mehr nur geglaubt haben, sondern mehr und mehr den griechischen Wissenschaften Raum gaben. Siehe Neuplatonismus. Es waren die religiösen Gelehrten, die diese neuen Erkenntnisse immer so lange lächerlich machten oder verbaten, bis sie nicht mehr anders konnten als einzusehen, dass ihre bisherige Bibelauslegung nicht mit der Welt übereinstimmen kann.

Und so setzt sich das Stück für Stück fort.

Das Christentum hat Wissen verdeckt und die Entwicklung von Wissen verhindert. Dasselbe gilt für Kunst und Kultur. All die Wissenschaftler damals haben teilweise wegen ihres Glaubens geforscht, aber mussten sich dabei gegen ein Dickicht aus Glaubensvorstellungen und Glaubensvorschriften wühlen, dass ohne den christlichen Glauben der Kirche gar nicht existiert hätte. Man hätte auch bei den Griechen weiter machen können ohne so viel Zeit zu verschwenden.

Anonymous antworten
Erz
 Erz
Beiträge : 50

Habe ich eigentlich einen konkreten Wert aus der Tatsache, dass es in diesem Land christliche Gläubige gibt?

"Habe ich ..." : Warum dient das Vermächtnis eines Geschundenen zu Ihrem Wert(!)? War das sein Ansinnen?

"Was haben gläubige Christen der Gesellschaft zu bieten": auch wenn die Gläubigen (Hinweis: erst mal klar machen, wer gemeint ist) das Salz der Erde sind: die Gläubigen sind nicht der Clown der Nicht-Kinder. Sorry, ist eine persönliche Sache, die sich nicht abwälzen lässt.

"oder ist das eher eine Sache allein für Christen" Nope - es ist eine Entscheidung für Sie alleine - ohne Ausflüchte.

"... ausweichen kann": Ausflüchte gibt es wie Sand am Meer. Das sind aber keine Antworten. Punkt.

"Welche Stellung und welche Bedeutung sollte der christliche Glaube auch für Nicht-Christen haben...?" Die Schrift gibt die Antwort, das Hören des Schöpfers gibt die Antwort. Keine Ausrede: jeder entscheidet persönlich/selbst. Ob wir es wollen oder nicht: ist eine ja oder nein Entscheidung. Einfach und schwer zugleich.

erz antworten


StarTracker7
Beiträge : 441

Welcher Glaube meinst du denn?
Es gibt nicht ein christlicher Glaube sondern jeder Mensch glaubt anders. Es gibt deswegen -wie in der Politik - viele verschieden Strömungen. Und damit meine ich nicht die Konfessionen sondern eher die theologischen Ausrichtungen, die es in allen Kirchen gibt...
- konservative
- Orthodoxe
- Fundamentalisten
- liberale
- progressive
- soziale
- Pazifisten

Diese Strömungen dürften alle völlig unterschiedliche gesellschaftliche Auswirkungen haben.
Gerade christlich-soziales Engagement (und darum geht es wohl vor allem in dieser Frage) hat durchaus viele positive Früchte in der Gesellschaft hervorgebracht und tut diese noch heute. Der ganze Sozialstaat beruht meiner Meinung nach - historisch betrachtet - zumindest teilweise darauf.

startracker7 antworten
30 Antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15608
Veröffentlicht von: @startracker7

Es gibt nicht ein christlicher Glaube sondern jeder Mensch glaubt anders. Es gibt deswegen -wie in der Politik - viele verschieden Strömungen.

Natürlich. Aber gerade deshalb bin ich ja an persönlichen Antworten interessiert.

lucan-7 antworten
StarTracker7
(@startracker7)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 441

Das Evangelium ist (auch) eine politische Botschaft
Das Evangelium kann aus meiner Sicht nicht anders als auch politisch verstanden werden. Deswegen gehört es zur Kernaufgabe des Christentums gegen Ungerechtigkeiten zu kämpfen und deswegen müssen Christen aktiv für Menschenrechte, Humanismus und Demokratie einstehen.
Es sollte eine Selbstverständlichkeit sein, wenn man sich von Gottes Liebe berührt fühlt.

startracker7 antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15608
Veröffentlicht von: @startracker7

Das Evangelium kann aus meiner Sicht nicht anders als auch politisch verstanden werden. Deswegen gehört es zur Kernaufgabe des Christentums gegen Ungerechtigkeiten zu kämpfen und deswegen müssen Christen aktiv für Menschenrechte, Humanismus und Demokratie einstehen.

Dann haben die Menschen wohl die letzten 2000 Jahre das Evangelium gar nicht gelesen?

Ich denke nicht, dass Humanismus, Menschenrechte und Demokratie zwangsläufig aus dem Evangelium hervorgehen. Das Christentum ist ohne weiteres mit Diktatur und Ungleichheit kompatibel - denn die Gleichheit der Christen gilt nur untereinander und nicht auf das weltliche Leben bezogen. Da bleiben die Leute Herr und Sklave, wenn die Umstände halt so sind. Platt gesagt: So lange man halt allgemein gütig und gnädig ist braucht man auch keine Demokratie.

Man kann es durchaus in deinem Sinne interpretieren... das ist dann allerdings eine recht moderne Auslegung, die Leuten wie Paulus seinerzeit fremd war.

lucan-7 antworten
StarTracker7
(@startracker7)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 441

Dabei verweise ich wieder auf meine erste Antwort. Aber du wolltest ja dann eine persönliche Antwort. 😊
Es gibt eben unzählige unterschiedliche Strömungen in der Religion wie in der Politik. Pauschal zu fragen, "ist Christentum nun gut oder schlecht" ist etwa so sinnvoll wie zu fragen, ob Politik nun gut oder schlecht ist ohne zu präzisieren ob man damit nun Kommunisten, Sozialdemokraten, Grüne, Christdemokraten, Nationalisten, Faschisten, Zionisten, Demonstranten einer Klima-Kundgebung, Vertreter eines unregulierten Finanzkapitalismus oder Befürworter einer sozialen Marktwirtschaft meint.

In einer so heterogenen "Gruppe" (Christentum) zu der sich im Laufe der Geschichte Milliarden von Menschen im zweistelligen Bereich gezählt haben mit dermassen unterschiedlichen Hintergründen (zeitlich, politisch, sozial, theologisch) muss es zwangsläufig auch viele unrühmliche Geschichten gegeben haben.

startracker7 antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15608
Veröffentlicht von: @startracker7

In einer so heterogenen "Gruppe" (Christentum) zu der sich im Laufe der Geschichte Milliarden von Menschen im zweistelligen Bereich gezählt haben mit dermassen unterschiedlichen Hintergründen (zeitlich, politisch, sozial, theologisch) muss es zwangsläufig auch viele unrühmliche Geschichten gegeben haben.

Natürlich. Bei einigen Ereignissen empfinde ich es jedoch auch als relativ eindeutig, dass sie mit der Bibel nicht in Einklang zu bringen sind.

So gibt es etwa die Bibelstelle, dass man dort, wo man als Missionar nicht gehört werden will, den Staub von den Füssen schütteln und weitergehen soll. Andersgläubige und Ketzer mit Gewalt zu verfolgen, so wie es viele Jahrhunderte üblich war, ist mit der Bibel absolut nicht kompatibel. Genau so wenig wie die Ehelosigkeit der Priester eine Notwendigkeit wäre.

Gilt aber natürlich nur, so lange man die Bibel als Verpflichtung betrachtet... was ja auch über einige Jahrhunderte keine Selbstverständlichkeit war... und da wird es wieder kompliziert...

lucan-7 antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

brilliant!!

Veröffentlicht von: @lucan-7

Ich denke nicht, dass Humanismus, Menschenrechte und Demokratie zwangsläufig aus dem Evangelium hervorgehen. Das Christentum ist ohne weiteres mit Diktatur und Ungleichheit kompatibel - denn die Gleichheit der Christen gilt nur untereinander und nicht auf das weltliche Leben bezogen. Da bleiben die Leute Herr und Sklave, wenn die Umstände halt so sind. Platt gesagt: So lange man halt allgemein gütig und gnädig ist braucht man auch keine Demokratie.

... und am meisten freut mich an diesem Statement, daß es von Dir kommt, denn das zeigt mir, daß Du sehr viel mehr verstanden hast, als Du oft den Anschein erweckst.

Nur bei dn Menschenrechten möchte ich eine Ergänzung einfügen: In der Schrift wird das Ideal der Wahrung der Menschenrechte definiert - nämlich "liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst." Ich halte das für die perfekte Ausformulierung dessen, was die lückenlose Umsetzung Menschenrechte garantiert.

Aber ansonsten gibt es Deinem Statement nichts mehr hinzuzufügen. Es ist sauber ausformuliert und unterschlägt auch nicht die unbedingt nötige Abgrenzung zu allem Weltlichen. Das Evangelium kann schon deshalb auch in keiner Weise eine politische Botschaft sein.

Meinen Respekt 😊

Anonymous antworten
StarTracker7
(@startracker7)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 441

Dir ist schon klar, dass er das als Kritik gemeint hat, oder?

Wie Menschen, die sich angeblich von Gottes Liebe berührt fühlen so denken können wird mir immer ein Mysterium bleiben.

startracker7 antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @startracker7

Dir ist schon klar, dass er das als Kritik gemeint hat, oder?

er hat es trotzdem verstanden. Das er das nicht mitträgt, ist mir absolut klar.

Veröffentlicht von: @startracker7

Wie Menschen, die sich angeblich von Gottes Liebe berührt fühlen so denken können wird mir immer ein Mysterium bleiben.

Nichts wird heftiger mißverstanden und phasenweise auch mißbraucht, als die Liebe Gottes. Einer der Punkte ist, daß Gottes Liebe immer gleichbedeutend mit dem perfekten Humanismus definiert wird. Aber das ist ein gewaltiger Irrtum.

Anonymous antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

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Veröffentlicht von: @katy3

Aber ansonsten gibt es Deinem Statement nichts mehr hinzuzufügen. Es ist sauber ausformuliert und unterschlägt auch nicht die unbedingt nötige Abgrenzung zu allem Weltlichen. Das Evangelium kann schon deshalb auch in keiner Weise eine politische Botschaft sein.

Der Vollständigkeit halber sollte man allerdings ergänzen, dass es nur um die Staatsform geht... Ausbeutung, Unterdrückung und Misshandlungen, wie sie in vielen Diktaturen gang und gäbe sind, sind selbstverständlich nicht mit dem christlichen Glauben vereinbar.

Auch Jesus bezieht sich ja auf weltliche Herrscher:

“Ihr wisst, dass die Herrscher ihre Völker unterdrücken und die Mächtigen ihre Macht über die Menschen missbrauchen. Bei euch soll es nicht so sein, sondern wer bei euch groß sein will, der soll euer Diener sein, und wer bei euch der Erste sein will, soll euer Sklave sein” (Matth. 20:25-27).

Ein Bekenntnis zur Demokratie geht daraus nicht hervor... allerdings auch kein Widerspruch. Das muss man natürlich auch klar sagen.

lucan-7 antworten
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Und es wird nicht erklärt, wie eigentlich eine Diktatur ohne diese ganzen schrecklichen Dinge existieren kann.

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Lucan-7
(@lucan-7)
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Veröffentlicht von: @lavoisine

Und es wird nicht erklärt, wie eigentlich eine Diktatur ohne diese ganzen schrecklichen Dinge existieren kann.

Eine Diktatur muss ja nicht notwendigerweise bösartig sein, wenn der Diktator ein guter Mensch ist.

Nur hat es so etwas bislang wohl kaum gegeben... anscheinend ist es tatsächlich nicht möglich, einen größeren Staat alleine ohne Grausamkeit und Unterdrückung zu führen. Auch wenn dafür theoretisch keine Notwendigkeit besteht scheint es doch sehr im Wesen der Menschen zu liegen.

lucan-7 antworten
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Veröffentlicht von: @lucan-7

Eine Diktatur muss ja nicht notwendigerweise bösartig sein, wenn der Diktator ein guter Mensch ist.

Was ist denn ein "guter Mensch". Eine Diktatur zeichnet sich dadurch aus, dass der Diktator vorgibt, was gut und böse ist und dann werden die Menschen mit anderer Meinung unterdrückt.

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Lucan-7
(@lucan-7)
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Veröffentlicht von: @lavoisine

Eine Diktatur zeichnet sich dadurch aus, dass der Diktator vorgibt, was gut und böse ist und dann werden die Menschen mit anderer Meinung unterdrückt.

So sieht es meist aus. Natürlich könnte sich der Diktator auch Gedanken darüber machen, wie er denn auch die Leute mit anderer Meinung zufriedenstellen könnte. Denn irgendwie muss man ja miteinader auskommen. Entweder scheitert es am Willen des Diktators... oder an der Einsicht der Gegner.

Aber tatsächlich führt dieses Prinzip bislang immer zur Unterdrückung eines Teils der Bevölkerung. Ob es jetzt am Prinzip liegt oder daran, dass es keine "guten Diktatoren" gibt wäre natürlich noch zu klären...

lucan-7 antworten
StarTracker7
(@startracker7)
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Wenn ein Herrscher sich derartige Gedanken machen würde, dann würde man ihn kaum als Diktator bezeichnen. Und er würde selber demokratische Strukturen einrichten müssen, weil er nur mit diesen die Interessen und Bedürfnisse seiner Untergebenen nachkommen könnte. Dann wären wir auch wieder in einer Demokratie. 😊 Das geschieht manchmal, aktuell möglicherweise in Äthiopien. Ist aber doch eher selten.

startracker7 antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
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Veröffentlicht von: @startracker7

Wenn ein Herrscher sich derartige Gedanken machen würde, dann würde man ihn kaum als Diktator bezeichnen.

Eine Diktatur bedeutet nicht automatisch, dass es allen Leuten schlecht geht - zumindest ist das keine notwendige Voraussetzung.

Allerdings hat es eine solch idyllische Diktatur, in denen es allen Menschen gut geht, bislang noch nie irgendwo gegeben... Unterdrückung scheint daher in einer Diktatur notwendig zu sein, wenn der Diktator an der Macht bleiben will.

lucan-7 antworten
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Veröffentlicht von: @lucan-7

Eine Diktatur bedeutet nicht automatisch, dass es allen Leuten schlecht geht - zumindest ist das keine notwendige Voraussetzung.

Nur den Oppositionellen geht es nicht so gut.

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StarTracker7
(@startracker7)
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Eine Diktatur bedeutet nicht automatisch, dass es allen Leuten schlecht geht - zumindest ist das keine notwendige Voraussetzung.

In der Tat, das habe ich auch nirgendwo behauptet.

Allerdings hat es eine solch idyllische Diktatur, in denen es allen Menschen gut geht, bislang noch nie irgendwo gegeben... Unterdrückung scheint daher in einer Diktatur notwendig zu sein, wenn der Diktator an der Macht bleiben will.

Genau, denn würde er den Willen des Volkes konsequent erfahren und umsetzen wollen müsste er ja Wahlen und Abstimmungen zulassen und dann wäre es eben eine Demokratie und keine Diktatur mehr. Got it? 😊

startracker7 antworten
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Veröffentlicht von: @lucan-7

Eine Diktatur muss ja nicht notwendigerweise bösartig sein, wenn der Diktator ein guter Mensch ist.

Das Gegenbild einer Diktatur wäre ein Königreich mit einem guten König, der sich für seine Untertanen verantwortlich fühlt, sie schützt, für sie sorgt und ihnen Freiraum zur Entfaltung gibt. So etwas wäre auf der Erde wohl wirklich nicht vorstellbar. Die Bibel nutzt dieses Bild, um Gottes Reich zu beschreiben, das "nicht von dieser Welt" ist. Und dessen König, Jesus Christus, beschreibt sie wiederum mit dem Bild des Guten Hirten.

Das Römische Reich war eine Diktatur, von harter Hand regiert, aber mit einem ausgeprägten Rechtsverständnis. Das läßt mich immer wieder staunen, wenn ich in der Bibel lese, welche Rechte und welchen Respakt man römischen Bürgern (z.B. Paulus) zumaß. Die Römer sorgten für Schutz, Ordnung und Infrastruktur, gaben aber den vielen Völkern (eben auch dem jüdischen) viel Freiheit, ihre Religionen und Gesetze zu leben. Wer allerdings gegen die zentrale Ordnung verstieß, wurde hart bestraft.

Ob man das als eine "gute Diktatur" bezeichnen kann, weiß ich nicht. Wenn ich mir aber das Rechtsverständnis und die Rechtspraxis der EU-Demokratie anschaue (Vertragsbrüche von Anfang an, Mißachtung des Völkerwillens, "Wenn es ernst wird, muß man lügen", ...), habe ich den Eindruck, daß wir uns nicht wirklich mit dem Römischen Reich messen können.

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Lucan-7
(@lucan-7)
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Veröffentlicht von: @joseph

Das Gegenbild einer Diktatur wäre ein Königreich mit einem guten König, der sich für seine Untertanen verantwortlich fühlt, sie schützt, für sie sorgt und ihnen Freiraum zur Entfaltung gibt. So etwas wäre auf der Erde wohl wirklich nicht vorstellbar.

Grundsätzlich gibt es keinen Unterschied zwischen einer Diktatur und einem Königreich, sofern der König diktatorische Vollmachten hat.

Veröffentlicht von: @joseph

Das Römische Reich war eine Diktatur, von harter Hand regiert, aber mit einem ausgeprägten Rechtsverständnis.

Das römische Reich war im Vergleich der damaligen Zeit sicherlich bemerkenswert fortschrittlich und in vielerlei Hinsicht vorbildlich.
Aus heutiger Sicht war es allerdings lediglich eine Militärdiktatur.

Veröffentlicht von: @joseph

Ob man das als eine "gute Diktatur" bezeichnen kann, weiß ich nicht. Wenn ich mir aber das Rechtsverständnis und die Rechtspraxis der EU-Demokratie anschaue (Vertragsbrüche von Anfang an, Mißachtung des Völkerwillens, "Wenn es ernst wird, muß man lügen", ...), habe ich den Eindruck, daß wir uns nicht wirklich mit dem Römischen Reich messen können.

Da muss man schon das Ganze sehen, also alle Rechte und Vorzüge.
Ich sehe ja auch, dass die EU gerade an allen Ecken und Enden massiv versagt, weil den Beteiligten die kurzfristige Innenpolitik zur nächsten Wahl wichtiger ist als das langfristige Wohl der Gemeinschaft.

Das ist aber in erster Linie ein menschliches Versagen, kein Versagen der Institution selbst.

lucan-7 antworten
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Veröffentlicht von: @lucan-7

Der Vollständigkeit halber sollte man allerdings ergänzen, dass es nur um die Staatsform geht... Ausbeutung, Unterdrückung und Misshandlungen, wie sie in vielen Diktaturen gang und gäbe sind, sind selbstverständlich nicht mit dem christlichen Glauben vereinbar.

Richtig - aber genau genommen sind auch nicht die Staatsformen mit dem Christentum vereinbar, die sowas nicht dulden. Denn keine weltliche Staatsform gibt dem Gott Israels die Ehre und richtet sich auch nicht nach Ihm aus. Sie sind einfach nur in ihrem Humanismus vorbildlicher als andere.

Veröffentlicht von: @lucan-7

Ein Bekenntnis zur Demokratie geht daraus nicht hervor... allerdings auch kein Widerspruch. Das muss man natürlich auch klar sagen.

In der Regierung Gottes gibt es keine Demokratie - da gibt es keine Mehrheitsmeinung, sondern nur der Wille und das Recht Gottes, über das nicht "demokratisch abgestimmt" werden kann. Dort gilt das Wort Gottes und kein anderes. Das Du das anerkannt hast, hat mir gefallen.

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Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

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Veröffentlicht von: @katy3

Dort gilt das Wort Gottes und kein anderes. Das Du das anerkannt hast, hat mir gefallen.

Aber wo hat er das denn? 🤨

lg
Tatokala

tatokala antworten
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Veröffentlicht von: @tatokala

Aber wo hat er das denn? 🤨

na in seinem Post, auf das ich zuerst geantwortet habe. Er hat das vielleicht etwas weicher formuliert, aber in der Aussage ist es genau das.

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Lucan-7
(@lucan-7)
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Beiträge : 15608
Veröffentlicht von: @tatokala

Aber wo hat er das denn?

Ich versuche das auch noch gerade nachzuvollziehen... 😉

Grundsätzlich denke ich, dass ich Katys Sicht schon mehr oder weniger verstanden habe. Der christliche Glaube ist halt unabhängig von der Staatsform, weil die Christen nicht dem Staat verpflichtet sind... und auch nicht verpflichtet sind, diesen Staat zu gestalten.

Wobei ich mir bei Katy generell etwas schwer tue zwischen dem, was sie über den Glauben schreibt... und dem, was sie sonst noch so postet.
Das bekomme ich oft nicht recht zusammen...

lucan-7 antworten
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sorry, ich antworte mal, obwohl es nicht an mich ging:

Veröffentlicht von: @lucan-7

weil die Christen nicht dem Staat verpflichtet sind

doch, das sind sie - sie sollen dem Kaiser geben, was des Kaisers ist und Gott, was Gottes ist. Will sagen - Christen müssen sich der staatlichen Ordnung genauso unterordnen, wie jeder andere Bürger auch.

Veröffentlicht von: @lucan-7

und auch nicht verpflichtet sind, diesen Staat zu gestalten.

das ist richtig. Aber ich denke, daß sie sich sehr wohl auch dafür einsetzen dürfen, daß christliche Werte in der Regierung Beachtung finden.

Veröffentlicht von: @lucan-7

Wobei ich mir bei Katy generell etwas schwer tue zwischen dem, was sie über den Glauben schreibt... und dem, was sie sonst noch so postet.
Das bekomme ich oft nicht recht zusammen...

Hast Du dafür ein Beispiel?

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Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

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Veröffentlicht von: @katy3

doch, das sind sie - sie sollen dem Kaiser geben, was des Kaisers ist und Gott, was Gottes ist. Will sagen - Christen müssen sich der staatlichen Ordnung genauso unterordnen, wie jeder andere Bürger auch.

Das ist zunächst mal richtig... aber ich denke, da steckt mehr dahinter als es zunächst scheint.

Denn was ist denn, wenn der Kaiser dem widerspricht "was Gottes ist"?
Wenn der Kaiser also etwa verhindern will, dass Christen ihren Nächsten lieben?
Wem sollte dann die Treue der Christen gelten - dem Kaiser oder Gott?

Die Frage wurde Jesus ja gestellt, um ihn hereinzulegen.
Ich denke, er hat sie klar beantwortet... aber ohne dass seine Versucher gemerkt haben, was er wirklich meinte. Dass nämlich letztlich Gott über allem steht.

Veröffentlicht von: @katy3

Aber ich denke, daß sie sich sehr wohl auch dafür einsetzen dürfen, daß christliche Werte in der Regierung Beachtung finden.

Eben.

Veröffentlicht von: @katy3

Hast Du dafür ein Beispiel?

Nun... das, was ich dir auch schon geschrieben habe.

Du ärgerst dich beispielsweise über die vielen Fremden in deiner Heimat, weil sie dort alles verändert haben und du dich inzwischen selber fremd fühlst.

Gleichzeitig glaubst du aber, dass Gott alles bestimmt, bis ins kleinste Detail. Das bedeutet, dass Gott die Fremden dorthin geschickt hat, denn er hat es so gewollt. Und du bist jetzt mit dieser Situation konfrontiert, weil Gott es so gewollt hat.

Das bedeutet nicht, dass das jetzt toll sein muss oder dass du dich darüber freuen sollst. Aber die Situation ist nun einmal so, weil Gott es so wollte... aus unerfindlichen Gründen.
Aber du redest so, als wäre es anders. Als hätte das irgendwer anderes so gewollt, und Gott steht aussen vor. Und als sei es jetzt deine Aufgabe, dagegen anzuwettern, weil Gott das so nicht haben wollte.

Und das ergibt für mich keinen Sinn. Gott hat zugelassen, dass die Fremden da sind, du bist mit dieser Situation konfrontiert... es gefällt dir nicht, aber Gott hat das nun mal so arrangiert... und deshalb denke ich, dass du es eigentlich etwas gelassener sehen müstest. Denn du gehst ja davon aus, dass Gott letztlich alles zum Guten wendet.
Es gibt ein Gericht, vor dem sich jeder verantworten muss... warum willst du das also unbedingt vorweg nehmen?

Klar, das geht mich alles nichts an und ist allein deine Sache.
Aber wundern tue ich mich dennoch...

lucan-7 antworten
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Veröffentlicht von: @lucan-7

Denn was ist denn, wenn der Kaiser dem widerspricht "was Gottes ist"?

Dann gilt: "Man muß Gott mehr gehorchen als den Menschen."

Diese beiden Bibelworte umreißen Auftrag und Handlungsspielraum der Christen. Muß ich der Obrigkeit den Gehorsam verweigern, weil deren Forderung den Werten Gottes widerspricht, dann habe ich die Zusicherung Gottes, daß er mich auch in den Folgen begleitet. Ich habe so eine Situation mal in der DDR erlebt, und staune bis heute darüber, was Gott daraus gemacht hat.

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Lucan-7
(@lucan-7)
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Veröffentlicht von: @joseph

Muß ich der Obrigkeit den Gehorsam verweigern, weil deren Forderung den Werten Gottes widerspricht, dann habe ich die Zusicherung Gottes, daß er mich auch in den Folgen begleitet. Ich habe so eine Situation mal in der DDR erlebt, und staune bis heute darüber, was Gott daraus gemacht hat.

Leider ist die Geschichte voll von Beispielen, in denen die Sache für die Christen, die zu ihrem Glauben standen, sehr schlecht ausgegangen ist. Und das ist beschämenderweise oft auch heute noch so.

lucan-7 antworten
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Das Evangelium ruft den Einzelnen zur Liebe

Veröffentlicht von: @startracker7

Das Evangelium kann aus meiner Sicht nicht anders als auch politisch verstanden werden

Da bin ich entschieden anderer Meinung. Seine Botschaft hat eine soziale Komponente, aber keine politische. Nirgends hat Jesus aufgerufen den Staat oder die Gesellschaft zu verändern. Seine Aufrufe waren immer an Personen gerichtet. Seid liebevoll, seid barmherzig, seid freigiebig. Er hat gezeigt, wie tief die Unbarmherzigkeit in uns verankert ist, und dass bereits der zornige Gedanke an den Mitmenschen eine Sünde ist. Die Liebe ist das zentrale Motiv. Das hat nicht, aber auch gar nichts mit staatlichem Handeln zu tun. Nicht der Staat, nicht die Gesellschaft, nicht mein Kollege, nicht mein Partner, ich habe mich zu ändern. Jesus ruft den einzelnen zur Umkehr und damit zu liebevollem Handeln auf.

Veröffentlicht von: @startracker7

Deswegen gehört es zur Kernaufgabe des Christentums gegen Ungerechtigkeiten zu kämpfen und deswegen müssen Christen aktiv für Menschenrechte, Humanismus und Demokratie einstehen.
Es sollte eine Selbstverständlichkeit sein, wenn man sich von Gottes Liebe berührt fühlt.

Nein, das sehe ich nicht als primäre Aufgabe eines Christen an. Ich soll meinen Nächsten im Auge haben. Ihn soll ich lieben und ihm soll ich im positiven zu dienen trachten.

Gott rettet Menschen. Nicht Staaten, nicht politische Systeme. Im Himmel gibt es keine Demokratie und auch kein Sozialsystem mehr. Nur sich gegenseitig und vor allem Gott liebende Menschen.

Anonymous antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
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Veröffentlicht von: @jadwin

Jesus ruft den einzelnen zur Umkehr und damit zu liebevollem Handeln auf.

Und das kann durchaus beinhalten, extreme soziale Missstände als solche zu erkennen und - so weit das auf gewaltfreie Art möglich ist - an ihrer Beseitigung mitzuwirken.
Wenn Martin Luther King und Rosa Parks so gedacht hätten ("wir haben uns zu ändern, die Weißen können wetermachen wie bisher...und der Staat muss am System der Rassentrennung nichts ändern"), dann gäbe es heute noch in den amerikanischen Südstaaten die Rassentrennung und einen Präsidenten Obama hätte es auch nicht gegeben.
Ich lese Römer 13 als eine Aufforderung, die Gesetze des Staates, in dem man lebt, zu respektieren und als Christen eben keinen eigenen Gottesstaat zu gründen.
Aber eine Aufforderung, sich mit Ungerechtigkeiten, die zum Himmel schreien, abzufinden und lediglich an der eigenen charakterlichen und spirituellen Entwicklung zu arbeiten, lese ich daraus nicht.

suzanne62 antworten
StarTracker7
(@startracker7)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 441

Ich soll meinen Nächsten im Auge haben. Ihn soll ich lieben und ihm soll ich im positiven zu dienen trachten.

Damit bin ich einverstanden. Aber diese Einstellung - wenn man sie denn wirklich ernst nimmt - hat zwangsläufig politische Auswirkungen. Wenn man sich um seine unmittelbaren Nächsten kümmert und dabei den syrischen Flüchtling, den Obdachlosen oder den Dorfalkoholiker aus diesem Kreis nicht ausschliesst dann formt man bereits Gesellschaft, verändert sie im kleinen Massstab zum Guten und handelt damit meinem Verständnis nach definitionsgemäss politisch.
Wenn man jeden Sonntag brav in die Kirche geht aber nebenher AfD wählt, Obdachlose beleidigt und am Stammtisch gegen Asylanten wettert handelt man damit freilich ebenso polititisch.

Ich habe ja nicht behauptet, jeder Christ müsse Politiker werden oder ein politisches System stürzen.

http://politischebildung.ch/fuer-lehrpersonen/grundlagen/politik-begriff

startracker7 antworten
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