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"Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen" - Bedeutung von Arbeit

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Samira-Jessica
Themenstarter
Beiträge : 854

Im Zuge der - gefühlt schon ewigen - Bürgergelddepatte, die ja Empfänger von EM-Rente und Grundsicherung einschließt, die ja nicht nur auf bestimmte Zeit arbeitslos sind, wird dann und wann der Bibelvers "Wer nicht arbeitet, der soll auch nicht essen." genannt.

Denn schon als wir bei euch waren, geboten wir euch: Wer nicht arbeiten will, der soll auch nicht essen.Denn wir hören, dass einige unter euch unordentlich leben und nichts arbeiten, sondern unnütze Dinge treiben. - 2. Thessalonicher 3:8 - 9

Mir fällt es gerade bei jmd auf, der EM-Rente und Grundsicherung bezieht, also aus gesundheitlichen Gründen nicht arbeiten an und das ja auch von der DRV bestätigt ist. Dennoch ist er viel im Aktivismus aktiv, fährt Zug, gibt Interviews, ist in Talkshows zu sehen, etc.

Und auch in der Diskussion rund um ein BGE kommt immer die Frage nach der Bedeutung von Arbeit auf, denn u. a. o. g. Aktivist, arbeitet nicht auf dem Arbeitsmarkt, aber dennoch ... ehrenamtlich, wenn man das so sehen kann, für die Gesellschaft, was für diese imho sogar mehr Wert sein könnte, als wenn er in einem Büro für den Profit eines einzelnen Unternehmens arbeiten würde.

Ich frage mich nun, ist denn Arbeit im biblischen Sinne auch "nur etwas wert", wenn man damit Geld verdient oder sie ausschließlich der Gesellschaft dient? Wenn ich, ebenfalls seit diesem Monat berentet, zu Hause zwar keiner Erwerbsarbeit nachgehe, jedoch hier Beiträge verfasse (ok, da kann man jetzt streiten drüber vielleicht) oder an einem Buch arbeite, oder mich für mich weiterbilde, und den Haushalt schmeiße ... mache ich ja nicht Nichts, sondern trotzdem etwas was mir und auch evtl. der Gesellschaft dient (wenn ich nicht im Dreck lebe und das Haus Schimmel ansetzt, z. B., blöd gesagt).

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Gelöschtes Profil
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Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 30188
Veröffentlicht von: @samira-jessica  

 

Denn schon als wir bei euch waren, geboten wir euch: Wer nicht arbeiten will, der soll auch nicht essen.Denn wir hören, dass einige unter euch unordentlich leben und nichts arbeiten, sondern unnütze Dinge treiben. - 2. Thessalonicher 3:8 - 9

 

Das muss man vor allem auch mal unseren Bürgergeld Empfängern sagen,  ich kenne da etliche die sich prinzipiell vor jeglicher Arbeit vorher drücken und lieber den ganzen Tag lang vor dem Fernseher hocken und RTL2 gucken.

Muss man sich mal vor Augen halten.....der soll auch nicht essen.....sagt die Bibel........noch nicht einmal essen....und bei uns muss die arbeitende Bevölkerung auch noch deren Alkohol- und Zigarettenkonsum mit finanzieren......

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Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29397

@fizzibitz 

Das muss man vor allem auch mal unseren Bürgergeld Empfängern sagen,  ich kenne da etliche die sich prinzipiell vor jeglicher Arbeit vorher drücken und lieber den ganzen Tag lang vor dem Fernseher hocken und RTL2 gucken.

Muss man sich mal vor Augen halten.....der soll auch nicht essen.....sagt die Bibel........noch nicht einmal essen....und bei uns muss die arbeitende Bevölkerung auch noch deren Alkohol- und Zigarettenkonsum mit finanzieren......

Hättest du die Diskussion verfolgt, dann wüsstest du, dass es nicht um Hetze gegen Bedürftige geht... und auch nicht um Hetze gegen Faule, die sind nämlich keineswegs ein so großes Problem wie du suggerierst.

 

lucan-7 antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8520

@fizzibitz 

 

ich kenne da etliche die sich prinzipiell vor jeglicher Arbeit vorher drücken und lieber den ganzen Tag lang vor dem Fernseher hocken und RTL2 gucken.

Aha, etliche.

Tatsächlich machen die, "die sich prinzipiell vor jeglicher Arbeit drücken", a.k.a. Totalverweigerer, gerade mal 0,4% der Bürgergeldempfänger aus.

Die Fakten: In Deutschland erhalten etwa 5,5 Millionen Menschen Bürgergeld. 1,8 Millionen davon sind Kinder und Jugendliche. Über 2 Millionen sind aus anderen Gründen nicht für Arbeit verfügbar – wie gesundheitlichen Problemen oder fehlender Betreuung für Kinder. Etwa 800.000 Menschen davon arbeiten allerdins durchaus, brauchen aber zusätzliches Geld vom Staat, um ihren Lebensunterhalt zu sichern (Aufstocker).
Rund 1,7 Millionen sind arbeitslos und könnten prinzipiell arbeiten. Die meisten von ihnen haben jedoch keine ausreichende Ausbildung oder gesundheitliche Probleme, die eine Arbeitsaufnahme erschweren. Arbeitgeber scheuen oft das Risiko, diese Menschen einzustellen, und wenn doch, endet die Beschäftigung häufig schnell wieder.
Nur ein kleiner Teil missbraucht das System und verweigert die Arbeit: 16.000 Menschen, das sind gerade einmal 0,4 Prozent aller Bürgergeldbeziehenden.

https://www.deutschlandfunk.de/buergergeld-vorurteile-fakten-richtig-falsch-100.html

 

 

 

alescha antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29397

@alescha 

Tatsächlich machen die, "die sich prinzipiell vor jeglicher Arbeit drücken", a.k.a. Totalverweigerer, gerade mal 0,4% der Bürgergeldempfänger aus.

Eben.

Mir sind auch schon solche Leute begegnet. Aber wie viele Leute sind mir denn insgesamt schon im Leben begegnet... und welchen Anteil machen solche "faulen" Leute aus (die es im übrigen auch in bezahlten Arbeitsverhältnissen gibt, da kenne ich auch etliche...)?

 

 

 

 

lucan-7 antworten
Gelöschtes Profil
(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 30188
Veröffentlicht von:  lucan-7

@alescha 

 

Mir sind auch schon solche Leute begegnet. Aber wie viele Leute sind mir denn insgesamt schon im Leben begegnet... und welchen Anteil machen solche "faulen" Leute aus (die es im übrigen auch in bezahlten Arbeitsverhältnissen gibt, da kenne ich auch etliche...)?

 

 

 

 

In bezahlten Arbeitsverhältnissen sind diese Leute schnell entlassen und arbeitslos.
Die Frage ist doch, wo soll das Geld für die Faulenzer denn her kommen, wenn das alle so tun würden?
Genau das besagt doch die besagte  Bibelstelle auch.

Das gilt auch für die kommende Bundestagswahl, man sollte die Partei wählen, die am wenigsten Versprechen zur Verteilung der Gelder macht, das ist von allen Parteien die ehrlichste Partei.

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Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29397

@fizzibitz 

In bezahlten Arbeitsverhältnissen sind diese Leute schnell entlassen und arbeitslos.

Das hängt vom Umfeld ab... nicht überall wird alles so genau kontrolliert.

 

Das gilt auch für die kommende Bundestagswahl, man sollte die Partei wählen, die am wenigsten Versprechen zur Verteilung der Gelder macht, das ist von allen Parteien die ehrlichste Partei.

Schön wäre es ja...

 

lucan-7 antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8520

@fizzibitz 

Die Frage ist doch, wo soll das Geld für die Faulenzer denn her kommen, wenn das alle so tun würden?
Genau das besagt doch die besagte  Bibelstelle auch.

Du hast aber schon gelesen, dass die Zahl der Faulenzer nicht so hoch ist, wie manche Schreihälse behaupten?

Und wie definierst Du "Faulenzer"?

Ist jeder, der keiner bezahlten Berufstätigkeit nachgeht, für Dich ein Faulenzer?

Was ist mit denen, die arbeiten wollen, aber nicht eingestellt werden?

Was ist mit jenen, die zugunsten von Familie und zu pflegenden Angehörigen nicht oder nicht in ausreichendem Maße dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen?

Was ist mit jenen, die aus welchen Gründen auch immer nicht arbeiten können?

Alles Faulenzer?

Das gilt auch für die kommende Bundestagswahl, man sollte die Partei wählen, die am wenigsten Versprechen zur Verteilung der Gelder macht, das ist von allen Parteien die ehrlichste Partei.

Also ich möchte schon wissen, wie eine Partei ihre vollmundigen Versprechen denn zu finanzieren gedenkt. 

Und als Christ sollte man sich schon fragen, wie eine Politik, in der hohe Einkommen geringer besteuert werden als mittlere oder niedrige Einkommen, mit der christlichen Lehre zu vereinbaren ist. Die Bibel nimmt nämlich nicht nur die "Faulenzer" in die Pflicht, sondern auch jene, die Geld wie Sch... haben. 

alescha antworten
Nela
 Nela
(@leserin)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 160
Veröffentlicht von: @fizzibitz

In bezahlten Arbeitsverhältnissen sind diese Leute schnell entlassen und arbeitslos.

 

Ach ja? Das gilt doch höchstens in den schwer arbeitenden Berufen und betrifft auch da meist eher die Alten und Schwachen. Was ist denn mit den ganzen Verbeamteten, mit den ganzen die hochbezahlt werden aber nur klug daher schwadronieren? Können die sich und kannst du dich  in 58 jährige Dachdecker oder Bauhelfer einfühlen?

In welchem Beruf arbeitest du so schwer? 

leserin antworten
der_alte
(@der_alte)
Beigetreten : Vor 23 Jahren

Beiträge : 1854

@alescha diese Zahl von 0,4% könnte um den Faktor *vier* zu *hoch* sein, siehe Tagesschau, das fand ich via Web:

 

========================================

Die genaue Anzahl der sogenannten "Totalverweigerer" im Bürgergeldsystem lässt sich nicht präzise bestimmen, da die Statistiken der Bundesagentur für Arbeit keine spezifische Kategorie für Personen führen, die jegliche Mitwirkung verweigern. Allerdings bieten die verfügbaren Daten Anhaltspunkte:

  • Sanktionen wegen Pflichtverletzungen: Im Zeitraum von Februar bis Juni 2023 wurden in rund 16.000 Fällen Kürzungen des Regelsatzes vorgenommen, weil Arbeitsangebote abgelehnt oder eine Arbeit nicht fortgeführt wurde.

  • Einschätzung der Bundesagentur für Arbeit: Die Behörde schätzt, dass etwa 0,1 % der Leistungsbezieher als "Totalverweigerer" eingestuft werden könnten. Bei rund 5,5 Millionen erwerbsfähigen Leistungsberechtigten entspräche dies etwa 5.500 Personen.

Es ist wichtig zu betonen, dass diese Zahlen Schätzungen darstellen und die tatsächliche Anzahl variieren kann. Zudem sind die Begriffe "Totalverweigerer" und die Kriterien für Sanktionen nicht einheitlich definiert, was die Ermittlung einer genauen Zahl erschwert.

=================================

der_alte antworten
Nela
 Nela
(@leserin)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 160

@alescha Ich danke dir für deinen sachlichen und durch Statistik unterstützten Bericht. Wer solche Sendungen sieht, wie Hartz und Co könnte darauf kommen. Aber er vergisst dann dass die allermeisten davon auf dem Arbeitsmarkt keinerlei Chance haben und dass man in solch strukturschwachen Gegenden wie MV kaum Arbeit bekommt. 

Und nicht alle Arbeitslosen bekommen Bürgergeld. Wir z.B. nicht, weil wir ein altes Haus haben, dass wir bewohnen. Aber meinem 58 jährigen Mann wird vorgeworfen, dass er doch arbeiten solle, obwohl die Firmen wo er sich sogar für Helfertätigkeiten bewirbt, ihm nicht mal antworten oder ihn gar in die nähere Auswahl ziehen. 

leserin antworten
lhoovpee
(@lhoovpee)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 3547

@fizzibitz 

Das muss man vor allem auch mal unseren Bürgergeld Empfängern sagen

Du meinst den Kindern/Jungedlichen, Kranken/Pflegebedrüftigen und Aufstocker? Das sind die größten Gruppen der Bürgergeldempfänger. 

Und wie passen solche gehässigen Kommentare wie deiner eigentlich zur Nächstenliebe? 

lhoovpee antworten
Gelöschtes Profil
(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 30188
  1. Momentemal,
    …Nächstenliebe ist ein gutes Stichwort……
    hier geht es nicht um meine Privatmeinung sondern wir diskutieren über einen Bibelvers.
    Und zwar (Schlachter 2000-Bibel:) 2.Thess. 3,10......Denn als wir bei euch waren, geboten wir euch dies: Wenn jemand nicht arbeiten will, so soll er auch nicht essen!....
    Wohlgemerkt…..nicht arbeiten w i l l ….
    Wenn jetzt jemand nicht arbeiten will und er will aber trotzdem überleben, so geht das nur, wenn jemand andere oder anderer dafür doppelt so hart arbeitet.
    Ist das etwa gerecht und wäre das „Nächstenliebe“?
    Bürgergeld gibt es auf der ganzen Welt überhaupt nicht außer in ein paar europäischen Staaten. Ich glaube kaum dass es zur Zeit  „zweite Thessalonicher drei“ …..schon Bürgergeld gab und diese Erringung der Neuzeit  kann nur dann aufrecht erhalten werden wenn es nicht ausgenutzt wird von Leuten, denen es eigentlich gar nicht zusteht oder die das ausnutzen wollen für ihre egoistischen Zwecke. Genau das will der Bibelvers auch aussagen,  nicht mehr und nicht weniger.

Andernfalls wirf das System „Bürgergeld“ früher oder später kollabieren und dann  hat niemand mehr was davon. Ist es nicht erstaunlich dass es diese Erkenntnis in der Bibel schon vor rund zweitausend Jahren genauso gegeben hat?

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Samira-Jessica
(@samira-jessica)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 854

@fizzibitz kannst nicht bitte einfach gehen?

Ich wollte kein "aber es steht einigen nicht zu und sie nutzen es nur für egoistische Zwecke (die da wären)"-Fass aufmachen. Meine Absicht war eine andere, ein anderes Thema in dem Zusammenhang zu beleuchten.

samira-jessica antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4814
Veröffentlicht von: @samira-jessica

Meine Absicht war eine andere, ein anderes Thema in dem Zusammenhang zu beleuchten.

Und die wäre?

chai antworten
Channuschka
(@channuschka)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 5439

@chai 

Veröffentlicht von: @samira-jessica

Meine Absicht war eine andere, ein anderes Thema in dem Zusammenhang zu beleuchten.

Und die wäre?

Steht doch im EP:

Ich frage mich nun, ist denn Arbeit im biblischen Sinne auch "nur etwas wert", wenn man damit Geld verdient oder sie ausschließlich der Gesellschaft dient? Wenn ich, ebenfalls seit diesem Monat berentet, zu Hause zwar keiner Erwerbsarbeit nachgehe, jedoch hier Beiträge verfasse (ok, da kann man jetzt streiten drüber vielleicht) oder an einem Buch arbeite, oder mich für mich weiterbilde, und den Haushalt schmeiße ... mache ich ja nicht Nichts, sondern trotzdem etwas was mir und auch evtl. der Gesellschaft dient (wenn ich nicht im Dreck lebe und das Haus Schimmel ansetzt, z. B., blöd gesagt).

 

channuschka antworten
lhoovpee
(@lhoovpee)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 3547

@fizzibitz 

Andernfalls wirf das System „Bürgergeld“ früher oder später kollabieren

Reine Panikmache. Nichts anders ist dein Beitrag. Der Prozentsatz der Totalverweigerer ist mehr oder weniger vernachlässigbar. Statt auf diese herzlos und voll vorurteilen einzutreten, wie du es hier machst, sollten wir lieber Sinnvolle Dinge tun.

Bürgergeld gibt es auf der ganzen Welt überhaupt nicht außer in ein paar europäischen Staaten.

Jo, und bin sehr froh darüber, dass wir in Europa eine gutes funktionierendes Sozialsystem haben. So kann man sich auch in der Arbeitslosigkeit sicher sein, dass man ein stabiles Leben hat, bis man wieder Arbeiten kann.

lhoovpee antworten
Samira-Jessica
(@samira-jessica)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 854

@lhoovpee Seh ich genauso; froh sein, statt ... wie sagt man dazu ... sich beklagen ist's ja auch nicht..

samira-jessica antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8520

@fizzibitz 

Zur Erinnerung, Du hast anfangs geschrieben:

Das muss man vor allem auch mal unseren Bürgergeld Empfängern sagen,  ich kenne da etliche die sich prinzipiell vor jeglicher Arbeit vorher drücken und lieber den ganzen Tag lang vor dem Fernseher hocken und RTL2 gucken.

Muss man sich mal vor Augen halten.....der soll auch nicht essen.....sagt die Bibel........noch nicht einmal essen....und bei uns muss die arbeitende Bevölkerung auch noch deren Alkohol- und Zigarettenkonsum mit finanzieren......

Dir wurde nun schon mehrfach gesagt, dass diejenigen, die nicht arbeiten wollen, nur einen kleinen Bruchteil (laut einer Quelle gerade mal 0,4%) der Bürgergeldempfänger ausmacht. 

Aus Deiner Aussage

  1. Ich glaube kaum dass es zur Zeit  „zweite Thessalonicher drei“ …..schon Bürgergeld gab und diese Erringung der Neuzeit  kann nur dann aufrecht erhalten werden wenn es nicht ausgenutzt wird von Leuten, denen es eigentlich gar nicht zusteht oder die das ausnutzen wollen für ihre egoistischen Zwecke. Genau das will der Bibelvers auch aussagen,  nicht mehr und nicht weniger.

Andernfalls wirf das System „Bürgergeld“ früher oder später kollabieren und dann  hat niemand mehr was davon. Ist es nicht erstaunlich dass es diese Erkenntnis in der Bibel schon vor rund zweitausend Jahren genauso gegeben hat?

schließe ich, dass Du diesen Umstand geflissentlich ignorierst. Sonst würdest Du hier nicht schon wieder behaupten, dass das System Bürgergeld wegen derjenigen kollabiert, die nicht arbeiten wollen. 

Und warum das Bürgergeldempfänger-Bashing? Es gibt ja schließlich auch Bibelstellen, die die Reichen in die Pflicht nehmen. Oder Ehrlichkeit anmahnen. Ich habe gelesen, dass Steuerhinterzieher dem Gemeinschaft mehr Schaden zufügen als die Faulenzer.

 

 

alescha antworten
Samira-Jessica
(@samira-jessica)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 854

@alescha 

Ich habe gelesen, dass Steuerhinterzieher dem Gemeinschaft mehr Schaden zufügen als die Faulenzer.

Das steht sogar in der Bibel?! 😆 

samira-jessica antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8520

@samira-jessica 

Es steht zwar nicht in der Bibel, dass Steuerhinterzieher der Gemeinschaft mehr Schaden zufügen als die Faulenzer - ich habe aber auch nicht behauptet, dass ich das in der Bibel gelesen habe - sehr wohl aber, dass man sich an staatliche Gesetze zu halten und Steuern zu zahlen hat. Siehe u.a. Matthäus 22, 17-22 und Römer 13, 1-7

 

alescha antworten
Nela
 Nela
(@leserin)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 160

@alescha Davon bin ich auch überzeugt" Ich habe gelesen, dass Steuerhinterzieher dem Gemeinschaft mehr Schaden zufügen als die Faulenzer."

leserin antworten
Nela
 Nela
(@leserin)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 160

Ach ich geb's auf, es ist müßig.:( Wir werden dich hier nicht überzeugen können und ich will es auch gar nicht. 

Man kann die Bibel immer auslegen, wie man es will. Wenn du wirklich nach Wahrheit strebst, dann bring es vor Gott. 

Wir wollen uns hier friedlich und sachlich  über den Bibeltext unterhalten und darüber was Arbeit in Gottes Sinne bedeutet.  Mit dieser Meinungsmache bist du hier falsch, vielleicht findest du bei der AFD mehr Zuhörer. 

                                                                                  Nelagrüße:)

                                              

leserin antworten
Nela
 Nela
(@leserin)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 160

Nachtrag : Ich bezog mich eben auf das obige Posting von Fizzibizz

leserin antworten
Nela
 Nela
(@leserin)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 160
Veröffentlicht von: @lhoovpee

@fizzibitz 

Das muss man vor allem auch mal unseren Bürgergeld Empfängern sagen

Du meinst den Kindern/Jungedlichen, Kranken/Pflegebedrüftigen und Aufstocker? Das sind die größten Gruppen der Bürgergeldempfänger. 

Und wie passen solche gehässigen Kommentare wie deiner eigentlich zur Nächstenliebe? 

Das wundert mich auch. Mit den Lehren Jesu hat das wohl nichts zu tun und m. A. nach missbrauchst du damit Gottes Wort.

Klar es gibt Kinder die schon in der Schule sagen, sie würden gern Bürgergeldempfänger werden wie ihre Eltern. Aber ist das ein Wunder, wenn dein ganzes Umfeld so ist und du schon in der Schule zu den Verlierern gehört hast, sofern du sie überhaupt bis zum Hauptschulabschluss geschafft hättest.  Denkst du selbständig und prüfst das mit Bibellesen und Gebet oder plapperst du nur rechte Parolen nach?         Ich bete für dich und alle Menschen, die so eine Auffassung haben. Möge Gott euch auf gute Wege führen und euch Verständnis für die Armen und Schwachen schenken.                                              

leserin antworten
Samira-Jessica
(@samira-jessica)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 854

@fizzibitz Darum geht es mir nicht!

Weißt du, was sie tun, wenn sie gerade nicht vorm Fernseher sitzen? Bist du den ganzen Tag mit denen zusammen (wobei man sich ja dann wieder fragen müsste, was du denn den ganzen Tag sinnvolles tust) oder bekommst du nur nicht mit, was sie für ihren Haushalt (kann auch eine Person sein) oder - ohne Erwerb - für die Gesellschaft o. Ä. tun?

Das ist nämlich im biblischen Sinne Arbeit! Darum gehts hier.

Außerdem, ob du das hören willst oder nicht, hat jeder Bezieher seine Berechtigung und wir hier in D ein Recht auf ein Existenzminimum!

 

Aber ich wollte hier keine Hetzer einladen, sondern das Ganze mal sachlich diskutieren.

samira-jessica antworten
Nela
 Nela
(@leserin)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 160

@samira-jessica Recht hast du! Nimm dir so was nur nicht zu Herzen, das kann man nicht ernst nehmen, vor solcher Hetze kann man Angst kriegen. Gott sei dir nah!

leserin antworten
Kappa
 Kappa
(@kappa)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 1626

@fizzibitz 

Du man darf sich von CDU FDP AFD Speak hier nicht anstecken lassen.

Ohne Soziale Hängematte - wächst unter dem Strich der Druck auf alle Arbeitnehmer. Die wo davon dann was haben, ich glaube die sind nicht hier im Forum.

Auch sind hier eine ganze Menge Kinder und Jugendliche Mit-betroffen. Was wird wohl passieren wenn man Millionen Menschen "fallen" lässt?

Zustände wie in den USA, das man für ein sprichwörtliches ButterBrot überfallen wird.

Gott sei Dank war das Nachkriegszeitsdeutschland sehr sozial geprägt. Meine Angst ist es, dass dies fällt.

 

kappa antworten
Channuschka
(@channuschka)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 5439

@fizzibitz 

Muss man sich mal vor Augen halten.....der soll auch nicht essen.....sagt die Bibel........noch nicht einmal essen....und bei uns muss die arbeitende Bevölkerung auch noch deren Alkohol- und Zigarettenkonsum mit finanzieren......

Naja - eigentlich finanziert die arbeitende Bevölkerung ihnen die Möglichkeit der Rücklagen, falls was kaputt geht - und die rauchen sie halt auf (oder das Geld fürs Essen, immerhin mindert rauchen das Hungergefühl). Zumindest hab ich das bei der Umstellung damals so verstanden, dass es jetzt mehr Geld gibt, aber dafür keine /weniger Zuschüsse, wenn die z.B. die Waschmaschiene kaputt geht.

channuschka antworten
Nela
 Nela
(@leserin)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 160

@fizzibitz    "Du weißt nicht wie schwer die Last ist, die du nicht trägst". Man darf sich kein Urteil darüber anmaßen, sieht nicht in die Menschen hinein. Denkst du dass es ihnen besser geht als dir, nur weil sie Bürgergeld bekommen und ihr Geld für Alkohol Zigaretten &Co ausgeben. Möchtest du ganz nah an der Armutsgrenze leben und deine Kinder unter solchen Bedingungen groß werden lassen.

leserin antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 6191

@fizzibitz ich kenne da etliche die sich prinzipiell vor jeglicher Arbeit vorher drücken und lieber den ganzen Tag lang vor dem Fernseher hocken und RTL2 gucken.

Wäre es was anderes, wenn sie statt RTL2 eher Arte gucken würden oder in Bayreuth bei der jeweils neuesten Ring-Inszenierungs-Eröffnung ihre geerbten Klunker präsentieren würden?

 

 (...) und bei uns muss die arbeitende Bevölkerung auch noch deren Alkohol- und Zigarettenkonsum mit finanzieren...

Bei 50 bis 100 Milliarden Steuerhinterziehung pro Jahr *könnte man schon den Zigaretten- und Alkoholkonsum der sozial Schwachen locker finanzieren, wenn wir als Gesellschaft uns mal den tatsächlichen Sozialschmarotzern zuwenden würden. Aber nein, die könnten ja in's Ausland abwandern... Einfacher und im Sinne der herrschenden Klasse ist es, den Sozialneid der Leute in den unteren Schichten tüchtig anzuheizen: divide et impera.

Mein inzwischen leider längst verstorbener Opa spendete früher - es muss 30, 40 Jahre oder sogar länger her gewesen sein - regelmäßig an SOS-Kinderdorf. Bis er mal beim Spaziergang durch den Park zwei Frauen bemerkte, die, ihre Kinderwägen vor sich geparkt, auf einer Bank sitzend Zigaretten rauchten, und von denen er annahm, dass sie von SOS-Kinderdorf in seiner Stadt Unterstützung unterhalten könnten. Das erboste ihn so sehr, dass er fortan nicht weiter an diese Einrichtung spendete. Diese "heilige Empörung", mit der er da entschied, eine gute Einrichtung fürderhin nicht mehr mit zu finanzieren, verwunderte mich damals schon. Klar: er rauchte und trank nicht und war ohnehin ein in allen Dingen vorbildlicher, nahezu makelloser Bürger (das meine ich ernst!). Aber er reiste auch alle zwei Jahre zwecks einer Fastenkur in den Schwarzwald, weil ihm halt das Essen so gut schmeckte und das seinen BMI und Blutzucker in gefährliche Höhen pushte. Wie kam es, dass er da so wenig Verständnis für die Schwächen jener vermutlich alleingelassenen Mütter hatte?

Heute würde ich ihn darauf hinweisen, dass Rauchen und Alkoholkonsum bei sozial Schwachen häufig vorkommen: sie sind  (neben Fettleibigkeit) als Suchtformen oft gerade Symptome ihrer prekären Situation: wenn die Welt so scheiße ist, dann trinkt man sie sich halt etwas besser, wenn der Streß so hoch ist, dann "hilft" der Nikotin-Kick eben kurzfristig. Arme Menschen sind nicht besser andere, sie vermögen auch nicht besser als andere, Verlockungen "des Fleisches" zu widerstehen, ganz im Gegenteil: Wer aus prekären Verhältnissen stammt, hat seltener eine gute Erziehung bekommen, die auch hilft, sich selbst zu disziplinieren. Zigaretten werden heutzutage hoch besteuert, falls also ein Sozialhilfe/Bürgergeld-Bezieher seine Bezüge für Zigaretten ausgibt, geht ein guter Anteil davon gleich wieder in's Steuersäckel. Beim Alkohol isses nicht unähnlich, wer sich mit Schnaps besäuft, zahlt 50% direkt an den Staat, der Bierrausch lässt wenigstens 36% an den Staat fließen (aber hey - um sich mit Bier vollzudröhnen, muss ja auch ordentlich mehr gesoffen werden) und bei Alcopops verdient der Staat sogar über 50% daran, dass Jugendliche früh den Einstieg in eine Suchtkarriere finden.

Man könnte sich mit Sekt und Champus zudichten - an diesen Gesöffen verdient der Staat nur 25%. Man merkt also: die Reichen und Schönen werden selbst noch beim Beschwipsen steuerlich gegenüber dem Plebs bevorteilt.

 

*Bei angenommenen 75 Milliarden bedeutet dies: pro Tag gute 200 Millionen Euro, die dem Staat an Steuereinnahmen entgehen. Pro Tag. Also jeden Tag. Auch Sonntags. Auch zu Weihnachten. Und Ostermontag. Und da ist die ingesamt ungerechte steuerliche Bevorteilung der reichen Klasse noch nicht mal tangiert...

jack-black antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29397

@jack-black 

Wäre es was anderes, wenn sie statt RTL2 eher Arte gucken würden oder in Bayreuth bei der jeweils neuesten Ring-Inszenierungs-Eröffnung ihre geerbten Klunker präsentieren würden?

Das frage ich mich auch immer wieder... mir sind Leute bekannt, die so reich sind, dass sie arbeiten nicht nötig haben und es auch nicht tun. Die Frauen rennen mehrmals im Monat zum sündhaft teuren Starfriseur, die Männer fahren im Ferrari zum Golfspielen und keiner von denen tut irgendwas Sinnvolles oder Produktives.

Ich wüsste allerdings nicht, dass man diesen Leuten in der Gesellschaft ihr Faulenzerleben zum Vorwurf macht. Sie sind ja reich... irgendwie werden sie es ja halt verdient haben, auf der faulen Haut zu liegen.

Dass es sich bei diesen Leuten keineswegs um "Leistungsträger" handelt, sondern im Grunde um Schmarotzer, die das Geld verprassen, das andere Leute erarbeitet haben... das kommt kaum jemandem ins Bewusstsein.

lucan-7 antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 6191

@lucan-7 Ich wüsste allerdings nicht, dass man diesen Leuten in der Gesellschaft ihr Faulenzerleben zum Vorwurf macht. Sie sind ja reich... irgendwie werden sie es ja halt verdient haben, auf der faulen Haut zu liegen.

Das hat ja System. Das Unterschichts-Fernsehen (a la RTL) dient beispielsweise mit Formaten wie "Shopping Queen", "Zwischen Tüll und Tränen", "Die Geissens" und ähnlichem die Hirnganglien verstopfenden Schrott dazu, Gier, unverschämten Protz und Konsumismus als angesagten und also erstrebenswerten "Lifestyle" zu verkaufen.

Sozialpornografie wie "Hartz und Herzlich" kommt besonders perfide daher, indem das Bedürfnis der (selbst schon mehrheitlich der Unterschicht angehörenden) TV-Konsumenten, sich nach unten hin zu distanzieren, bedient wird: Man glaubt, man empfinde Mitleid, wenn die armen Würstchen da ausgestellt werden, dabei empfindet man eigentlich eher Genugtuung darüber, nicht so weit unten auf der sozialen Leiter hocken zu müssen - und diese Genugtuung hat dann einen positiven Effekt für die geschalteten Werbespots, die unterbewußt mit einer emotional positiven Stimmung verknüpft werden.

Dieses Abgrenzungsbedürfnis nach unten und Solidarisierungs/Identifikationsbedürfnis nach oben und die darauf beruhende Herrschaftsmechanik sind in ihrer Bedeutung kaum überschätzen. Sie sorgen dafür, dass obszöne Reichtümer nahezu steuerfrei vererbt werden können, dass Veräußerungsgewinne, wenn man's geschickt genug macht, gar nicht besteuert werden, dass es keine Vermögenssteuer gibt und so weiter und so fort: Man braucht nur in die relevanten Talkshows ein paar Leute zu schicken, die so tun, als ginge es bei Vorstößen, die Steuergesetzgebung fairer zu gestalten, eigentlich darum, der hilflosen Oma ihr kleines Häuschen unter'm faltigen Hintern wegzusteuern, "ehrlich wirtschaftende" Familienbetriebe in den Konkurs zu treiben oder die kleine private Altersvorsorge (inform von Aktiendepots) des hart schuftenden Freiberuflers zu gefährden - um die Gefahr eines Aufbegehrens der unteren Schichten gründlich einzudämmen.

Naja gut, flankiert werden muss das dann noch durch das stete Bombardement mit Berichten über "Abzocker" aus den Reihen der Asylbewerber und Bürgergeld-Empfänger.

jack-black antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29397

@jack-black 

Dieses Abgrenzungsbedürfnis nach unten und Solidarisierungs/Identifikationsbedürfnis nach oben und die darauf beruhende Herrschaftsmechanik sind in ihrer Bedeutung kaum überschätzen. Sie sorgen dafür, dass obszöne Reichtümer nahezu steuerfrei vererbt werden können, dass Veräußerungsgewinne, wenn man's geschickt genug macht, gar nicht besteuert werden, dass es keine Vermögenssteuer gibt und so weiter und so fort:

Das funktioniert wohl auch vor allem deshalb, weil die Menschen nicht rechnen können. In den letzten 6 Monaten ist Elon Musk um 200 Milliarden reicher geworden. Das heisst, er hat jede Stunde (!) etwa 80 Millionen Dollar verdient. Und zwar jede Stunde des Tages, also 24 Stunden pro Tag.

Das heisst, jede Stunde (!) hat Elon Musk den Gegenwert von 320 Einfamlienhäusern erhalten, für die normale Menschen ein ganzes Leben arbeiten müssen. Und das über 6 Monate lang.

Und es ist nicht so, dass ich Musk seinen Reichtum nicht gönne, der Mensch albert ja nicht nur herum, sondern arbeitet sehr hart. Da soll er auch gerne reich sein... aber diese Menge Reichtum ist einfach nur absurd.

Wenn Musk wollte, dann könnte er alleine den Ukraine Krieg gewinnen. Als einzelne Privatperson.

Und das Geld, das er für sich eingesackt hat, ist ja Geld, das Menschen anderswo erwirtschaftet haben, aber nie bekommen werden.

Man könnte sagen: Musk hat innerhalb eines halben Jahres 1.500.000 Menschen ihr eigenes Haus vorenthalten, weil er das Geld selbst eingesackt hat. Natürlich ist das Thema in der Realität komplexer, im Schnitt stimmt es aber.

Und dafür wird er noch bewundert und bejubelt... weil diese Summen für die meisten Menschen einfach nicht mehr vorstellbar sind. Dass eine Milliarde tausend Millionen darstellen, wieviel Geld das wirklich ist, und was es heisst, dass einzelne Menschen darüber verfügen... das geht den Leuten einfach nicht in den Kopf.

lucan-7 antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 6191

@lucan-7 Das heisst, er hat jede Stunde (!) etwa 80 Millionen Dollar verdient.

Nicht verdient. 😉

Erbeutet. (Per Ausbeutung der Arbeitsleistung anderer).

Aber der Kapitalismus hat längst unsere Sprache, und somit unser Denken gekapert. Wozu kommt mir da gerade eine Assoziation? Ach ja: hierzu. Eine "Umweltaktivistin" darf nicht mit ihrem kommunistischen Vokabular (Profitmaximierung) an unsere sensible Jugend herangelassen werden...

jack-black antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29397

Das heisst, er hat jede Stunde (!) etwa 80 Millionen Dollar verdient. Und zwar jede Stunde des Tages, also 24 Stunden pro Tag.

Das heisst, jede Stunde (!) hat Elon Musk den Gegenwert von 320 Einfamlienhäusern erhalten, für die normale Menschen ein ganzes Leben arbeiten müssen. Und das über 6 Monate lang.

Hatte mich übrigens hier vertan: Die Rechnung bezieht sich auf seinen "realen" Stundenlohn, also nur auf die Arbeitszeit... die "1,5 Millionen Einfamilienhäuser" beziehen sich demnach auf sein Gesamtvermögen.

Was an der Perversität des Ganzen nichts Wesentliches ändert.

 

lucan-7 antworten
Mariposa22
(@mariposa22)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 1330

@lucan-7 

Man könnte sagen: Musk hat innerhalb eines halben Jahres 1.500.000 Menschen ihr eigenes Haus vorenthalten, weil er das Geld selbst eingesackt hat.

Ach, der gute Elon hat auch hierfür eine tolle Idee parat:

https://youtu.be/aKJ8qKUn_Ko?is=pfIJc_eYvhFQa-P9

 

mariposa22 antworten
Su0811
 Su0811
Beiträge : 52

Hi @all: 🙂 

 

Zum Thema ganz spezifisch: 

 

In Bezug auf die Gesellschaft:

möchte ich den Gedanken hinzusteuern, dass die Lebenserwartung solcher Menschen rapide sinkt.

Somit auch die "Auszahlung der Gelder," ich sag mal, die Jahre sind gezählt, falls jemand die Finanzbuchhaltung im Kopf hat.

https://www.aerzteblatt.de/archiv/psychisch-kranke-kuerzere-lebenserwartung-als-raucher-4bd7f819-1c80-43ec-a5bb-e4e21ae58c6e

 

Dies zum Thema, ob der Kranke evtl. mehr Geld bekommt als ein tätiger Arbeitnehmer.

Dies bitte wertfrei zu verstehen.

Ich beziehe mich auf keine*n User*in hier bzw.irgendeinen Beitrag. 🙂 

 

In Bezug auf die Bibel in den Anfängen:

Hier werf ich mal in die Runde, was aus diesen Menschen wohl geworden ist, die Krankheiten hatten - z.B. Lepra u.ä.

Langes Leben war damals mMn nicht sehr hoch, selbst wenn die Familie unterstützend mitwirkte.

 

In Bezug auf das Christsein:

Wenn jemand Jesus als Seinen Herrn angenommen und Buße getan hat,

dann findet im Nachgang oft ein Wunsch des Arbeitens bzw. der Dienstes für den Herrn statt.

Das ist mE eine wunderbare Arbeit, die sogar vom Herrn geführt wird.

(ich spreche nicht Werksgerechtigkeit, sondern aus vollem Herzen).

Aber tun muss es nach wie vor der Gläubige selbst, d.h.?

Was ist unsere Aufgabe als Nachfolger Jesu aus ganzem Herzen - nicht aus Pflicht?

 

Grüße Su

🖐️

su0811 antworten


Herbert52
Beiträge : 244

Ich finde das Thema Arbeit ist wirklich eine zentrales Thema. Allein weil sie uns viel Lebenszeit kostet. Wie ja auch aus einigen Posts herauszulesen war, eine Zeit die man gerne für andere Angelegenheiten, die einem sinnvoller und gottgefälliger vorkommen, einsetzen würde.

Bei Überlegungen zur bibl. Definition von Arbeit würde ich zunächst unterschieden die Situation vor und nach dem Sündenfall. Vorher gab es einen Auftrag Gottes (Gen.1,28 ff): „ „"Seid fruchtbar und mehret euch und erfüllt die Erde. Macht sie euch untertan und herrscht über die Fische des Meeres, über die Vögel des Himmels und über jedes Lebewesen, das sich auf Erden regt! …. "Seht, ich übergebe euch alle samentragenden Pflanzen auf der ganzen Erde und alle Bäume mit samenhaltenden Früchten; sie sollen euch zur Nahrung dienen.

Bezogen auf Arbeit wird hier offenbart, dass im paradiesischen Zustand Arbeit noch keineswegs im Sinne ´sich seine Unterhalt verdienen` gedacht war. Fruchtbar sein, sich mehren, die Erde erfüllen, über die Natur herrschen und sich diese Untertan machen etc. beschreibt Aspekt der geistigen und geistlichen Entwicklung des Menschen, d.h. sich entsprechend der Schöpferidee Gott ebenbildlich zu machen.  

Diese Idee wird im zweiten Schöpfungsbericht fortgeführt (Gen.2, 15 ff). Hier wird der Mensch quasi zu Koproduzenten des Schöpfergottes erhoben. Arbeit gab es nicht, sondern nur die Mitwirkung an der Schöpfung: „Gott der Herr nahm also den Menschen und brachte ihn in den Garten Eden, damit er ihn bebaue und pflege“. (15). Auch hier ist Arbeit nicht mit dem Zwang zur Sicherung des physischen Überlebens verbunden. Die Arbeit orientiert sich an den Erfordernissen der Schöpfung, nicht am bloßen Überleben der Menschen.

Voraussetzung um die Koproduzentenrolle ausfüllen zu können, ist die Fähigkeit zu eigenständigen Handeln entsprechend den Kenntnissen. Ein Grenze findet dieses hinsichtlich der Erkenntnis von Gut und Böse. (was damit gemeint ist vielleicht an andere Stelle). Jedenfalls ändert sich die Situation mit dem Sündenfall grundsätzlich: Nunmehr Gen.3, 16 f) „soll um deinetwillen der Ackerboden verflucht sein. Mit Mühsal sollst du dich von ihm nähren alle Tage deines Lebens!  Dornen und Disteln wird er dir tragen, und doch mußt du das Gewächs des Feldes essen. Im Schweiße deines Angesichts wirst du dein Brot essen, …“

Nunmehr wird Arbeit zur mühseligen Pflicht. Warum. Sicher nicht damit Adam (und wir) bei der Arbeit an Schwitzen kommen, sprich dass wir uns dabei physisch und psychisch Verausgaben wollen. Aus meiner Sicht steht die Verheißung oder Vorhersage Gottes dafür, dass Gott durch die Vertreibung aus dem Paradies Adam und Eva den Wunsch oder das Begehren, selbst über Recht und Gerechtigkeit, über Gut und Böse urteilen zu wollen, erfüllt. Alles was Gott in diesem Zusammenhang sagt, sind die theo-logischen Konsequenzen aus dem Wunsch nach Erkenntnis. Ich ziehe daraus den Schluss, dass das Arbeiten für Geld nicht der Schöpfungsidee entspricht, sondern lediglich eine Rahmenbedingung und zusätzliche Herausforderung darstellt. Womit auch gesagt ist, dass bei Gott die Unterscheidung von Produktions- und Reproduktionsarbeit (Sorgearbeit etc.) nicht zählt. Was zählt ist, mit welcher Intention man überhaupt es was tut, vor allem ob man es mit Absicht der Nächstenliebe tut. Vor daher kann jede Berufsarbeit im Geiste der Nächstenliebe ausgeführt werden  - oder eben nicht.

Bezüglich des Pauluszitat 2Thes.3,8 ff) muss zunächst der Kontext beachtet werden: Es geht Paulus um seine eigenes Vorbild, nämlich dass er trotz seiner besonderen Berufung und seiner Missionsarbeit keinerlei Privilegien („ … wir haben uns von niemandem unser Brot schenken lassen. Vielmehr haben wir Tag und Nacht hart und schwer gearbeitet, um keinem von euch zur Last zu fallen). Konkret bezieht sich der Satz auf diejenigen Gemeindemitglieder, die „ein unordentliches Leben führen, nicht arbeiten, sondern unnütze Dinge treiben“  womit nach meinem Verständnis in erster Linie diejenigen gemeint sind, die sich in der Gemeinde eine Sonderstellung als ´Professionelle` Lehrer Gemeindemanager etc. herausnehmen wollen.

Interessant ist, die sich in der späteren Kirchengeschichte herauskristallisierende Dynamik hauptamtlicher Gemeindevorsteher (Bischöfe etc. und später Papst). Denn um ihren Sonderstatus, von der Verkündung und Nachfolge anstatt in ihr zu leben, rechtfertigen zu können, müssen sich sie sich als ´Hüter der reinen Lehre` profilieren und so quasi für unersetzbar erklären, was u.a. mit dem Zwang einhergeht sich in der Auslegung immer mal wieder was besonders einfallen zu lassen oder anderen falsche Lehre vorzuwerfen.  

Zuletzt möchte ich noch den Blick auf das Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg lenken. Dort haben alle den gleichen Lohn bekommen, obwohl sie unterschiedlich lang gearbeitet haben. Ich denke, dass diese deutlich erklärt, wie Jesus der Herr Arbeit sieht. Jedenfalls nicht nach dem herkömmlichen Leistungsprinzip. Konkret: bei Gott ist ehrenamtliche Arbeit genauso ihren (Geld)Lohn wert, wie Produktionsarbeit. Dass das heute so nicht ist, ist genau die Herausforderung die Gott mit Dornen und Disteln vorausgesagt hat.

herbert antworten
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