WhatsApp ändert Nutzungsbedingungen
Hallo,
WhatsApp ändert die Nutzungsbedingungen:
Auf seiner Internetseite hat Whatsapp konkretisiert, welche Informationen geteilt werden sollen. Darunter sind Daten zur Kontoregistrierung wie Telefonnummern, Transaktionsdaten, IP-Adressen oder „Informationen darüber, wie du mit anderen (einschließlich anderen Unternehmen) interagierst“. Das Teilen von Daten ist eine von mehreren Neuerungen in den geänderten Richtlinien.
Werdet ihr WhatsApp trotzdem verwenden, oder auf Alternativen, wie z. B. "Signal", umsteigen?
Nachtrag vom 07.01.2021 1417
Nach einer Aktualisierung der Nutzungsbedingungen und Datenschutzrichtlinien müssen Nutzer von Whatsapp ab sofort zustimmen, dass alle Informationen in der App vom ganzen Unternehmen genutzt werden dürfen. Dazu gehören vom Nutzer gespeicherte Daten wie Telefonnummern, Adressbuch, Profilnamen, Profilbilder, Statusmeldungen und mehr.
Veröffentlicht von: @kurtkWerdet ihr WhatsApp trotzdem verwenden, oder auf Alternativen, wie z. B. "Signal", umsteigen?
Ich verwende schon seit einigen Jahren parallel Telegram, und habe festgestellt, dass immer mehr Menschen auch dorthin wechseln.
Allerdings längst nicht so viele, dass ich mein komplettes WA-Kontaktebuch dort wiederfände....
Die Frage, die sich mir im Moment gerade auch noch stellt:
Was erreiche ich dadurch, wenn ich WA hinter mir lasse?
Ich bin ja in ganz vielen anderen Adressbüchern drin, teilweise mit ich-will-gar-nichht-wissen-welchen-Daten-allen (Adresse, Geburi, E-Mail etc. ist ja sicher nicht so, dass die Leute nur Name und Nummer abspeichern so wie ich).
Wenn ich also WA den Rücken kehre, diese Personen aber alle nicht, dann habe ich gar nichts gewonnen.
Oder?
Die Frage habe ich mir auch schon gestellt.
Und im Grunde ist es ein Unding, dass Freunde unauthorisiert, meine/Deine Daten an WA oder wen auch immer weitergeben. Wir würden jedem auf die Finger klopfen, der mit 'Ach, übrigens habe ich neulich meiner Versicherung Deine Kontaktdaten gegeben. Ich wäre sonst rausgeflogen. Das bisschen Datensammelei von Dir macht ja nix.'
Veröffentlicht von: @belannaWenn ich also WA den Rücken kehre, diese Personen aber alle nicht, dann habe ich gar nichts gewonnen.
Oder?
Doch, du hast Facebook ein Stück seine Marktmacht genommen.
Sofern du weder bei Facebook, noch bei Instagram, noch bei WhatsApp bist, kann Facebook dir auch keine Werbung anzeigen.
Es geht Facebook ja nicht nur darum, möglichst viele Daten zu haben, sondern diese in Geld umzuwandeln. Sie wollen dir Werbung zeigen, um damit Geld zu verdienen. Nun werden die Daten höchsten dafür genutzt, um deinen Kontakten (also jene, die dich in ihren Adressbuch haben) Werbung anzuzeigen.
Veröffentlicht von: @lhoovpeeDoch, du hast Facebook ein Stück seine Marktmacht genommen.
Genau darum geht es. Durch Verweigerung oder "Abstimmung mit den Füßen" dem übermächtigen, datengierigen Giganten den Hahn abzudrehen, oder doch zumindest seinen Einflussbereich und damit seine Macht zu verkleinern.
Veröffentlicht von: @lhoovpeeEs geht Facebook ja nicht nur darum, möglichst viele Daten zu haben, sondern diese in Geld umzuwandeln. Sie wollen dir Werbung zeigen, um damit Geld zu verdienen.
Die Interessen von Zuckerberg gehen noch sehr viel weiter! Damit Geld zu machen ist längst inzwischen eher ein gern gesehener Nebeneffekt. Geld hat er inzwischen eigentlich genug gescheffelt. Inzwischen geht es im Grunde nur noch um Macht. Und das reicht von der Beeinflussung und Steuerung von Individuen (Einkaufsverhalten, Freizeitgestaltung, politische Meinungsbildung, auf welchen Internetcontent wird die Aufmerksamkeit von Usern gelenkt .....) bis zu ganzen Staaten und dem Weltgeschehen.
Und nein, ich gehöre NICHT zum Kreis der Verschwörungstheorie-Schwurbler. Das sind Fakten. Die lassen sich mit wenig Aufwand von jedem selbst recherchieren.
Ich bleib bei WhatsApp und habe nebenher ysignal.
Datenschutz hin und her. Glaub mir, jedes System kann geknackt werden. Dann ist dieses Datenschutz für die Katz. Glaubste, der Russe interessiert sich für deine Freunde? Oder der Chinese? Wenn Merkels Handy geknackt wurde, ist deiner für Profis ein Klacks. Der Chinese wird dich aufspüren und packen wenn was negatives über China schreibst. Beim nächsten Asienurlaub holen sie dich wenn die es wollen.
M.
Veröffentlicht von: @meriadocGlaub mir, jedes System kann geknackt werden.
Darum geht es auch, aber nicht nur. Ein weiterer Aspekt ist, wer Zugriff auf deine Daten (Adressen, Metadaten etc.) hat.
Wenn du die neuen Nutzungsbedingungen von WhatsApp akzeptierst, dann hat Facebook den vollen Zugriff auf deine WhatsApp-Daten.
Wenn du die neuen Nutzungsbedingungen von WhatsApp akzeptierst, dann hat Facebook den vollen Zugriff auf deine WhatsApp-Daten.
Den haben die doch schon seit der Übernahme.
Ich wiederhole es gern nochmal: du bist verantwortlich für das, was du preisgibst. Wenn dir WA zu heiß ist, dann nutze es nicht. Es gibt noch andere Kommunikationswege wie z.B. handgeschriebene Briefe.
Veröffentlicht von: @herbstrosedu bist verantwortlich für das, was du preisgibst.
Das ist nur bedingt richtig.
Die User geben nicht nur ihre eigenen Daten weiter, sondern auch die ihrer Kontakte. Und darauf, welche Daten von mir dort weitergegeben werden, habe ich keinen Einfluss.
was ist eigentlich, wenn man nur Whats App hat, aber nicht bei Facebook ist, so wie ich? Muss ich mich jetzt bei Facebook anmelden, wenn ich Whats App behalten will?
Nein.
so ein Glück
Nein. WA funktioniert eigenständig.
Veröffentlicht von: @meriadocGlaub mir, jedes System kann geknackt werden.
Darum geht es gar nicht.
Es geht um die Verwendung von Metadaten. Sprich mit wem hast du wie oft Kontakt hast. Daraus werden soziale Graphen erstellt. Diese wiederum werden u.a. genutzt, um Werbung anzupassen und zielgenau Werbeanzeigen zu verkaufen. Je genauer ein Werbender die Zielgruppe eingrenzen will, desto mehr muss er zahlen.
Telefonbucheinträge sind da sehr interessant, da dort statistisch relevante Daten drin stehen, wie Geburtsdaten, E-Mail-Adresse, Wohnort, ...
Da wird nichts gehackt.
Veröffentlicht von: @meriadocGlaubste, der Russe interessiert sich für deine Freunde? Oder der Chinese?
Ja, Staaten und deren Geheimdienste sind sehr stark daran interessiert soziale Graphen zu kennen. Damit lassen sich die "bösen" gut identifizieren bevor diese überhaupt etwas von sich hören lassen.
Gefahr von Metadaten
Veröffentlicht von: @meriadocDatenschutz hin und her. Glaub mir, jedes System kann geknackt werden.
Wie Ihoovpee schon schrieb: Es geht nicht um persönliche Informationen, sondern um Metadaten. In erster Linie geht es dabei um personalisierte Werbung... die Möglichkeiten, die sich daraus ergeben, gehen aber sehr viel weiter. Mithilfe dieser Metadaten und entsprechender Auswertungsssysteme lässt sich die ganze Welt in Echtzeit überwachen, was von den Geheimdiensten bereits fleissig ausgenutzt wird.
Wie aussagekräftig diese Daten sein können lässt sich daran ablesen, dass anhand dieser Daten entschieden wird, wer ein Terroristenführer ist und von einer Drohne bombadiert wird - wohlgemerkt: Nicht der inhalt von Telefongesprächen entscheidet, sondern allein die Verbindungen!
Die Daten, die von Facebook gesammelt und ausgewertet werden stellen schon jetzt alles in den Schatten, was je von Geheimdiensten weltweit an Informationen abgegriffen wurde. Mit der entsprechenden Auswertungssoftware (Stichwort: KI) sind hier auch die Möglichkeiten politischer Einflussnahme und Manipulation so groß wie nie zuvor... und das geht weit über die Frage hinaus, ob irgendwelche Berichte von Facebook zensiert werden sollen oder nicht, wir reden hier von weltweiter Totalüberwachung in Echtzeit, das ist eine ganz andere Dimension!
Leider bleibt diese Sache weit unter dem Radar der öffentlichen Aufmerksamkeit... selbst Snowden hat daran nichts ändern können.
Genau so ist es. Vollste Zustimmung! Kann dem eigentlich kaum noch etwas hinzufügen.
Eins vielleicht noch: Wenn wir von Sicherheit und Datenschutz reden, denken die meisten daran, ob da vielleicht jemand ihre Chatbeiträge mitlesen könnte. Und die meisten bestreiten, dass da jemand daran interessiert sein könnte. Das wird in der Tat kaum passieren, außer "in begründeten Ausnahmefällen" zur "Gefahrenabwehr". Wenn ihr z.B. in einem Gruppenchat seid, in dem auch jemand drin ist, der zum Kreis der beobachteten "Gefährder" gehört (und viele von denen leben ein nach Außen hin unauffälliges Leben), dann seid ihr als Kontaktpersonen schon mal mit auf dem Radar. Dann wird schon mal mitgelesen. Und wenn da eine spontane, unbedachte Bemerkung von Dir fiel, die vielleicht ironisch war, einfach als Scherz, dann wird man sich schnell etwas genauer für Dich, Deine Kontakte und Dein Leben interessieren.
Aber auch das ist nicht das wirklich Schlimme, denn die Wenigsten von uns haben wohl tatsächlich die berühmte Leiche im Keller. Sprich, kaum einer von uns wird wirklich was zu Verstecken und zu Befürchten haben, wenn Geheimdienste rumschnüffeln sollten in unserer privaten Kommunikation mit anderen. In geschäftlichen Besprechungen sieht das in manchen Fällen vielleicht schon anders aus. Oder wenn Du eine Versicherung abschließen willst und einen Ablehnungsbescheid bekommst, den Du Dir nicht erklären kannst, dann kann es langsam doch ungemütlich werden. Oder wenn Deine Bank Dir keinen Kredit mehr gibt. Oder wenn Parteien bei der nächsten Wahl überraschenden Zulauf bekommen und Du Dich fragst "Hä? Um Himmels Willen, wie kam das denn jetzt?"
Leute, aufwachen! Es geht, wie gesagt, nicht darum, ob es Euch wurst ist, ob jemand vielleicht private Gespräche mitlesen könnte. Sondern um die Nutzung von Metadaten und Algorithmen, zum Zweck der Beeinflussung, sprich und Macht. Und das in äußerst besorgniserregendem Ausmaß!
Veröffentlicht von: @amicaLeute, aufwachen! Es geht, wie gesagt, nicht darum, ob es Euch wurst ist, ob jemand vielleicht private Gespräche mitlesen könnte. Sondern um die Nutzung von Metadaten und Algorithmen, zum Zweck der Beeinflussung, sprich und Macht. Und das in äußerst besorgniserregendem Ausmaß!
Schön, dass es noch andere Leute verstehen was da auf uns zukommt. In diesem Zusammenhang macht mir übrigens auch die Aussicht auf leistungsfähige Quantencomputer Angst... zwar sind die Möglichkeiten faszinierend, aber das hat halt auch wieder zwei Seiten.
Was die Erkenntnisse betrifft, die wir durch Snowden bekommen haben, bin ich auch etwas schockiert wie das jetzt alles wieder im Sande verläuft. Man hat sich anscheinend damit abgefunden. Und das war ja auch nur ein Teil des Ganzen...
Und ich komme mir selber schon vor wie ein Verschwörungsgläubiger, wenn ich daran denke was inzwischen hinter den Kulissen alles möglich ist und wie wenig das die Leute, die es betrifft, tatsächlich interessiert...
Ich habe Whats App, da ich manche Informationen nur darüber bekomme. Beruflich habe ich Threema aus der Schweiz das die EU Datenschutzrichtlinien einhält.
Private Threema Nutzer sind oft auf Whats App umgestiegen, da kaum jemand Threema hat, da es nicht kostenlos ist.
Die Installation kostet wenige Euro. Man ist praktisch gezwungen das Mehrheitsprogramm zu nutzen.
Signal habe ich noch nie gehört.
Nachtrag vom 08.01.2021 0721
Die hier erwähnte SMS geht ja wohl nur an einen Nutzer, sie kostet Geld.
Der Vorteil von Whats App sind eben auch die Gruppen.
Einmal reingeschrieben erreicht man alle in der Gruppe.
Veröffentlicht von: @jigalPrivate Threema Nutzer sind oft auf Whats App umgestiegen, da kaum jemand Threema hat, da es nicht kostenlos ist.
So auch ich, so halb. Ich hatte Threema aus Neugierde installiert. Anfangs gab es meine IT-Affinen Freunde, die alle Threema hatten. Nach und nach haben es aber immer weniger Leute genutzt bis alle nur noch ein roten Punkt hatten. Andere hatten dann doppelte Accounts, etc. Die App wurde für mich Nutzlos, da keine Kontakte.
Gleiches gilt mehr oder weniger für Signal.
Ich hatte es auch Freunde empfohlen. Einige waren aber schon damit überfordert, dass die App gleichzeitig auch SMS versenden kann, wenn der Kontakt kein Signal hat. Das ist eigentlich ein Vorteil. Aber für manche wohl verwirrend (wobei man das auch ausschalten kann). Der Funktionsumfang ist leider auch nicht so groß, wie bei WhatsApp, wobei das immer besser wird.
Ich habe beides noch installiert, aber nutze es quasi nicht.
Als nächstes werde ich mir wohl einen Matrix-Client installieren. Da das aber noch komplizierter ist, wird sich das wohl auch niemals durchsetzen.
Threema kostet einmalig eine winzig kleine Gebühr. Gruppen gibt es da auch.
Veröffentlicht von: @jigalMan ist praktisch gezwungen das Mehrheitsprogramm zu nutzen.
Nein, ist man nicht. Die Entscheidung, was einem wichtig ist im Leben, die trifft jeder selbst - und ist dann auch für die Folgen verantwortlich.
Beruflich ist Whatsapp übrigens verboten
da nutzen wir jetzt im Lehrerkollegium den Messenger von iserv. Und hier wird das ganze Elend schon klar, die Schüler*innen konnte man mit viel viel Mühe natürlich auf Iserv umstellen (das App ist auch intuitiv einfach zu benutzen), aber zur Kommunikation mit den Eltern taugt es schon nicht mehr (die müssten ja auch alle einen Account anlegen und die App installieren)
Daran werden ALLE Konkurrenten scheitern: Whatsapp hat halt jeder.
Whats App ist grundsätzlich für viele beruflich verboten, aufgrund des Datenschutzes. Threema ist zwar auch nicht in der EU hält sich aber an EU-Recht. Das Datenschutzrecht der EKD und der römisch-katholischen Kirche untersagt die Verarbeitung der Daten außerhalb der EU bzw. mit der EU zusammen arbeitenden Staaten. Da passt Threema in der Schweiz.
Nachtrag vom 08.01.2021 1310
Verboten ist laut Gesetz eigentlich nur die Übertragung personenbezogener Daten.
Ansturm auf Signal
Veröffentlicht von: @johannes22Daran werden ALLE Konkurrenten scheitern: Whatsapp hat halt jeder.
Das kann sich ändern:
https://www.heise.de/news/Signal-Messenger-Ansturm-neuer-Nutzer-ueberlastet-Signals-Anmeldesystem-5018215.html
Unsere Schule nutzt sdui, und wenn du manches nicht mehr mitkriegst ohne sdui, dann installierst du dir das schon....
Die Schulleitung hat an einem festgelegten Tag um 12:00 alle Lehrerwhatsappgruppen gelöscht. Die lehrer waren auch gar nicht das Problem, aber die Schüler*innen. Ungefähr die Hälfte kauft mit einem neuem Handy auch immer eine neue SIM Karte und schreibt sich Passwörter nie auf.
Veröffentlicht von: @johannes22Ungefähr die Hälfte kauft mit einem neuem Handy auch immer eine neue SIM Karte und schreibt sich Passwörter nie auf.
Das Problem kenne ich. Aber es schadet nicht, wenn die Schüler lernen auf solche Dinge genauer zu achten... und sei es dadurch, dass sie wichtige Dinge verpassen.
Das hängt ganz vom Arbeitgeber ab. Ich krieg (als Selbständiger) weiterhin 95% meiner Aufträge per WhatsApp.
Bei meiner Tochter lief die schulische Kommunikation über Wire. Das funktioniert auch am PC. Und kann Videokonferenzen.
Für den Fernunterricht ab Montag wird Teams eingerichtet
Nein, hat NICHT jeder. Ich nicht. Und werde ich auch nie haben.
Informationen bekommen oder nicht bekommen
Ich habe eine Gruppe da sind rund 80 Leute drin,
da war man praktisch gezwungen auch Whats App zu haben um Informationen zu bekommen. Diese 80 Leute werden keine 3 Euro bezahlen, wegen einer Nutzungsbedingung die vermutlich keine Auswirkung hat.
Der Thread hier ist ja sowieso nur gegen Langeweile.
Ich sah Whats App auch kritisch, bekam aber manche Info eben nicht.
Wir senden da keine personenbezogenen Daten, wenn eine Erinnerung an ein Treffen kommt wird Herr Zuckerberg niemand bei mir vorbeischicken. Den NSA interssiert das auch nicht.
Der Mossad hat sowieso meine Adresse und ein bissle mehr.
... und zwar, weil man Whatsapp (in aller Regel) Zugriff auf das Adressbuch gibt und diese Adressen zum Abgleich an Whatapp gehen. Adressen fremder Leute (also der Freunde und Bekannten im Adressbuch) dürfen aber nur mit deren Zustimmung weitergegeben werden; genau genommen müsste man also jede Person, die man im Adressbuch hat, zuvor um Erlaubnis bitten, auch seinen Eintrag an Whatsapp zu schicken.
Klingt etwas skurril, weil das ja nun Gang und Gäbe ist, aber eigentlich logisch: Ein Bekannter speichert deine Kontaktdaten (=personenbezogene Daten) auf seinem Handy. Mit der Nutzung von Whatapp teilt er aber deine Daten mit Whatsapp, die sie wiederum mit Facebook abgleichen und zur Erstellung von Profilen und Werbung nutzen - klar, dass das ein Verstoß gegen grundlegende Datenschutzgesetze ist.
Das wurde übrigens richterlich bereits bestätigt. Jeder, der Whatapp (und vergleichbare) nutzt und Zugriff auf das Adressbuch gewährt, verstößt gegen Datenschutzgesetze, wenn er nicht zuvor alle Kontakte um Erlaubnis gebeten hat. Damit ist Whatsapp de facto nicht legal nutzbar. Jeder, der im Adressbuch steht, hätte das Recht Unterlassung und Schadenersatz einzuklagen. - nur, in der Realität passiert es nicht, denn wie soll der Betroffene es erfahren, außer dadurch, dass er den Kontakt in seinem eigenen Whatapp sieht, weil er selbst nämlich auch sein Adressbuch freigegeben hat.
Und Whatsapp hält sich fein raus, indem es sich von euch in den AGB bestätigen lässt, dass ihr die Erlaubnis habt, die Daten eures Adressbuchs weiterzugeben.
Was wenn man keinen Facebook Account hat?
Was ist eigentlich wenn man keinen Facebook Account hat?
Nachtrag vom 08.01.2021 1827
PS: Um die Frage zu präzisieren:
Was geschieht mit den Nutzerdaten, wenn man keine Facebook Account hat?
PS2: Ich vermute, sie werden dennoch auf einem Facebook Server gespeichert.
Dann lebt man ein Stückchen Freiheit.
Die Frage wurde gestern schon beantwortet
In welchem Beitrag?
Hier findest du die Frage, in den folgenden Posts die Antworten.
https://community.jesus.de/forum/ansicht/thread.html?ctrl [post_uid]=12826775
Vielen Dank!
Du benötigst aber kein Facebook Account.
Facebook wird allerdings das Erstellen von Schattenprofilen vorgeworfen. Also Profilen von Personen, die nicht bei Facebook angemeldet sind. Deine Vermutung könnte also stimmen.
Die EU klopft Zuckerberg auf die Finger?
Allerdings: Europa stellt hierbei eine Ausnahme dar. Wie Niamh Sweeney, ihres Zeichens Director of Policy von WhatsApp im Nachgang auf Twitter klarstellt, werden durch dieses Update keinerlei Änderungen an den WhatsApp-Praktiken für den Datenaustausch mit Facebook für europäische Nutzer vorgenommen.
Quelle: https://www.chip.de/news/Neue-WhatsApp-AGB-verwirrt-Nutzer-Diese-Gratis-Alternativen-sind-ohnehin-besser_135258856.html
Und heise schreibt:
Wer den Links in dem aufploppenden Fenster folgt, landet bei den Nutzungsbedingungen und muss zunächst schauen, ob es sich um jene handelt, die für die EU gelten oder außerhalb der EU. Das lässt sich auswählen. Die hierzulande gültige Datenschutzerklärung ist mit EWR-Feb. 2021 betitelt.
Quelle: https://www.heise.de/news/Welche-Daten-fuer-Facebook-Verwirrung-bei-WhatsApps-neuer-Datenschutzerklaerung-5018361.html
Also doch alles nicht so schlimm in der EU?
Oder immer noch schlimm genug, weil faktisch alles trotzdem weitergegeben wird?
Ergänzung:
Ich habe heute mal in meinen WhatsApp-Kontakten ein bisschen verlauten lassen, dass ich evtl. ab 1.2. nicht mehr bei WhatsApp sein würde.
Ich erntete nicht nur Lob und Dank, ums mal vorsichtig zu formulieren.....
Veröffentlicht von: @belannaAlso doch alles nicht so schlimm in der EU?
Oder immer noch schlimm genug, weil faktisch alles trotzdem weitergegeben wird?
Ich habe das auch schon gelesen; im Moment tendiere ich trotzdem dazu, die neuen Nutzungsbedingungen nicht zu akzeptieren. Unter dem Strich gesehen gibt es einfach Alternativen, die besser sind. Mal sehn, ob ich WA am 8. 2. noch verwenden kann.
Signal verwende ich schon länger und in den letzten Tagen haben sich einiger meiner Kontakte entschlossen, Signal auch zu installieren.
Veröffentlicht von: @belannaIch erntete nicht nur Lob und Dank, ums mal vorsichtig zu formulieren.....
Das war zu erwarten - es wird wohl einige geben, die sich mit dem Hintergrund nicht beschäftigen oder denen es schlicht und ergreifend egal ist, was mit ihren Daten passiert.