Wuppertal "Autonomes Zentrum" vs. Moschee
Es ist schon spannend. Als in Köln Ehrenfeld vor Jahren die DITIB Großmoschee geplant wurde, haben Linke und Autonome jeden Kritiker, jeden Gegner des Moscheebau als Rääächts, Nadsi, Faschist, Rassist uvm. beleidigt und diffamiert.
Jetzt, da in Wuppertal
das "Autonome Zentrum" einer solchen Großmoschee weichen soll, ist das Geschrei wieder groß. Bei unseren linken Gut- und Bessermenschen allerdings.
Ja wat denn nu... Glaubwürdig geht anders woll?
Veröffentlicht von: @antonioaWäre jetzt der einzige Punkt wo ich Dir widersprechen würde. Ich habe den Eindruck, das Wuppertal ein 2. Köln ist, werden könnte.
Da hast du mich wohl missverstanden. Vergleichen kann man Köln einmal nicht, weil die Menschen ein ganz anderer Schlag Menschen sind. Da wäre ein Moscheebau, vielleicht nicht so übertrieben groß, weniger ein Problem als in Wuppertal. Die Menschen im Raum Hagen hinein ins Bergische sind bodenständiger.
Der wesentliche Unterschied liegt in deinem Vergleich. Pro Köln, gibt es die eigentlich noch, war eine Partei und nicht nur das. Es war eine Partei, die damals bei den Kommunalwahlen für eine Randgruppe erfolgreich war. Das bedeutete für die eingesessenen Parteien Macht- und Geldverlust. Wenn man die politische Richtung mal weglässt. So ist es fast immer so, dass politische Randgruppen, die plötzlich erfolgreich sind politisch bekämpft werden. Wäre das Autonome Zentrum eine Partei, die spontan auf sechs, sieben Prozent kommt, dann wäre die Auseinandersetzung auch in Wuppertal eine andere. Da geht es nicht nur um Themen und politische Richtung, sondern auch um Machterhalt.
Dass das Autonome Zentrum von schlimmen Fingern ausgeht, glaube ich auch. Der Grund hierfür liegt auf der Hand. Einmal unterhält, oder unterhielt das AZ ein Büro, welches sich für politische Kriminelle solidarisch einsetzt. Bei einer Hausdurchsuchung fand die Polizei ein Lager mit Instrumenten, die gegen das Waffengesetz verstießen. Man braucht nur auf Google zu suchen und die Liste wird lang.
Das es da eine Reihe Leute gibt die, obwohl es zu ihrem realen bürgerlichen Alltag nicht passt, auf dem linken Auge blind sind, ist kein Geheimnis, sondern liegt meines Erachtens auf der Hand. Insbesondere in Kreisen, die sich für links progressiv halten. Da ist es Schick mit Worten Dinge zu vertreten, die im Anbetracht ihres biederen Alltag nicht authentisch wirken.
"Pro Köln, gibt es die eigentlich noch, "
Soweit ich weiß, hat sich pro Köln 2018 aufgelöst.
"Wäre das Autonome Zentrum eine Partei, die spontan auf sechs, sieben Prozent kommt, dann wäre die Auseinandersetzung auch in Wuppertal eine andere."
Damit hast Du sicherlich auch recht
@antonioa (der Startbeitrag)
Jetzt, da in Wuppertal
das "Autonome Zentrum" einer solchen Großmoschee weichen soll, ist das Geschrei wieder groß.
In erster Linie wegen dem AZ, das deswegen weichen soll. Wenn die Moschee auf nem unbebauten Grundstück errichtet werden würde, wäre das Geschrei sicherlich kleiner. Und wenn statt ner Moschee da ein Einkaufszentrum hinkäme, wär es wohl kaum kleiner.
Natürlich haben Linke auch was gegen Erdoğan, Orban und ähnliche Gestalten, und dass die DİTİB was mit der Moschee, aber auch mit Erdoğan zu tun hat, ist auch ihnen bekannt. Islamfeindliche Töne habe ich in dem Aufruf nicht gefunden. Stattdessen geht es eher um Kurdistan (in der Türkei und Syrien) und vergleichbare (?) »demokratischen Kräfte« (was ein Linksautonomer o.ä. halt so nennt, aber dazu zählt wohl auch die Partei, für die ein kurdisches Mitglied meiner Gemeinde stimmt).
In Köln war das anders. Ich hab zwar nicht mehr da gewohnt, als die Diskussion um die Moschee stattfand, aber das »pro Köln« rechtsextrem war hab ich noch in Erinnerung. Ich war im Prinzip auch gegen diesen Moscheebau (als nicht-mehr-Kölner habe ich zur Moschee so gut wie nix gesagt), aber auch bis Berlin waren da Töne zu hören, von denen ich mich nicht vereinnahmen lassen will.
Sämtliche Kritiker in Köln als rechtsextrem zu bezeichnen war natürlich dumm (einseitig, …). Hat aber auch nicht jeder gemacht, der die rechten Töne verurteilt hat. Aber bevor ich was Falsches sage, gehe ich lieber nicht ins Detail. Leute, die damals in Köln lebten, kennen sicher mehr Fakten darüber als ich …
Ja wat denn nu... Glaubwürdig geht anders woll?
Die wollen ihr AZ behalten. Da ich das nicht kenne, weiß ich nicht, ob das das kleinere Übel (oder gar kein Übel?) ist, aber mit der Forderung sind sie jedenfalls glaubwürdig. Und dass sie PKK und andere unterstützen, find ich zwar nicht gut, aber ist auch nicht unglaubwürdig.
Jetzt müsste ich noch wissen, wie sich die Gründer des im Link erwähnten Bündnisses seinerzeit zur Kölner Moschee geäußert haben - dann könnte ich ihre Glaubwürdigkeit sicher besser beurteilen.
@antonioa
Ja wat denn nu... Glaubwürdig geht anders woll?
Wahrscheinlich ist es einem Durchschnittslinken egal, ob du ihn für glaubwürdig hältst. Freu dich doch, wenn du in der Sache jetzt auch linke Gesinnungsgenossen hast. Ob die Leute was gegen den Ditib haben oder dagegen sind, dass sie weggentrifiziert werden sollen, spielt für das Ergebnis eine recht kleine Rolle.
@antonioa
Bei so ein Eingangsposting hat man ja schon gar keine Lust mehr in die Diskussion einzusteigen. Undifferenziert, Verallgemeinernd und Vorurteilgeflutet, Feindbild getrieben. Muss man echt so Tief in Niveau sinken?