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Das Ende der freien Demokratie in den USA... und jetzt?

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Lucan-7
Themenstarter
Beiträge : 29398

Zu negativer Titel? Ich denke nicht. Ich bin wohl nicht der Einzige, der zu dem Schluss gekommen ist, dass die Demokratie in den USA, so wie wir sie kannten, an ihr Ende gekommen ist. Ob das nur ein vorläufiges Ende ist oder endgültig - das wird sich wohl erst noch zeigen. Aber im Moment ist das eine Tatsache.

In den USA wurde ein Mann gewählt, der das Gegenteil einer Demokratie verkörpert. Die Mehrheit der Wähler - und diesmal ist es tatsächlich eine Mehrheit der Bevölkerung, nicht nur die Mehrheit der "Wahlmänner" - sehnt sich nach einer autoritären Führerfigur, nach einem "starkem Mann". Nach jemandem, der allen Widerständen, allen Anfeindungen zum Trotz standhaft bleibt. Nach jemandem, der sich gegen das System und seine Repräsentanten stellt. Nach jemandem, der hart durchgreift. Auch gegen Minderheiten.

Der sich nicht um Moral schert, der tut, was er will, der sich durchsetzt um jeden Preis, der keine Kompromisse eingeht... nach einem Diktator!

Ich fürchte, das muss man jetzt zur Kenntnis nehmen. Die Sehnsucht nach einer Diktatur, auch wenn es kaum jemand so benennen mag, ist in den USA real...und nicht nur dort.

Das kommt für uns zur Unzeit. Auch hier gibt es entsprechende Tendenzen... noch nicht so stark, aber wachsend. Und die Demokratie zeigt Schwäche - und das nicht zu knapp.

Was können wir nun tun?

Wie geht es weiter?

Hoffen, dass in vier Jahren wieder alles beim Alten ist...?

Ich fürchte, das ist eine naive Hoffnung... wir werden uns auf eine neue Zeit einstellen müssen.

Aber wie...?

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Gelöschtes Profil
(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 30188
Veröffentlicht von: @lucan-7

 

In den USA wurde ein Mann gewählt, der das Gegenteil einer Demokratie verkörpert. Die Mehrheit der Wähler - und diesmal ist es tatsächlich eine Mehrheit der Bevölkerung, nicht nur die Mehrheit der "Wahlmänner" - sehnt sich nach einer autoritären Führerfigur, nach einem "starkem Mann". 

Aber so einiges, was Trump sagt, gefällt mir auch sehr gut. Einmal das er die Bibel verehrt  -auch wenn er nicht immer danach  lebt aber wer von uns tut das schon immer?-  zum anderen habe ich ihn im Fernseher sagen  hören.....

Ich werde Kriege beenden und nicht beginnen......

Was wäre so falsch daran, nachdem die USA seit Jahrzehnten (Vietnam,  Korea, Afghanistan,  Irak usw.) Weltmeister waren entweder Kriege zu beginnen oder sich in einen bestehenden einzumischen und ihn eskalieren zu lassen?

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Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8520

@fizzibitz 

Einmal das er die Bibel verehrt

Jaja, und dann kann er nicht mal einen Lieblingsvers zitieren. Klick.

auch wenn er nicht immer danach  lebt aber wer von uns tut das schon immer?

Niemand tut das immer. Aber es besteht ein Unterschied zwischen "nicht immer" und "so gut wie gar nicht". Jemand, der zumindest versucht, danach zu leben, verstößt nicht wie Trump ständig gegen Gottes Wort, und wenn er es tut, zeigt er entsprechend Demut. 

alescha antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@fizzibitz 

Aber so einiges, was Trump sagt, gefällt mir auch sehr gut. Einmal das er die Bibel verehrt  -auch wenn er nicht immer danach  lebt aber wer von uns tut das schon immer?

Würde Trump die Bibel auch nur das Geringste bedeuten, dann würde er sich ganz anders verhalten. Und ich meine nicht fehlerlos und ohne Sünde oder so etwas. Aber WENN er sich an der Bibel orientiert, dann sucht er sich ganz gezielt nur die passenden Stellen für sich selbst heraus - und Jesus lässt er links liegen.

Denn der meinte dazu schlicht: "An ihren Taten sollt ihr sie erkennen!"

 

Ich werde Kriege beenden und nicht beginnen......

Das wird man sehen. Trump ist jedenfalls bereit, Menschen vom Militär töten zu lassen. Der iranische Kommandeur Qasem Soleimani wurde auf Trumps direkten Befehl liquidiert.

 

Was wäre so falsch daran, nachdem die USA seit Jahrzehnten (Vietnam, Korea, Afghanistan, Irak usw.) Weltmeister waren entweder Kriege zu beginnen oder sich in einen bestehenden einzumischen und ihn eskalieren zu lassen?

Dass Trump keine Kriege begonnen hat muss man ihm sicher zugutehalten. Ob er aber tatsächlich einen Beitrag zum Frieden in der Welt leisten wird - das muss sich erst noch herausstellen.

 

lucan-7 antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 7591

@lucan-7 

"Dass Trump keine Kriege begonnen hat muss man ihm sicher zugutehalten."

Erinnert mich sehr an die Antworten bei Frauen, die in ihrer Ehe unglücklich waren: "Aber hat mich ja nicht geschlagen". Glükliche Ehe, wenn es reich, dass der Mann nicht schlägt.

Unf glückliches Land, dass einen Trump hat, der - bis jetzt - noch keinen Krieg losgetreten hat, aber bereit ist, einen Bürgerkrieg zu tolerieren oder zu entfachen.

queequeg antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@queequeg 

"Dass Trump keine Kriege begonnen hat muss man ihm sicher zugutehalten."

Erinnert mich sehr an die Antworten bei Frauen, die in ihrer Ehe unglücklich waren: "Aber hat mich ja nicht geschlagen". Glükliche Ehe, wenn es reich, dass der Mann nicht schlägt.

Wer sich eine sachliche Debatte wünscht, der sollte eine Debatte auch selbst sachlich führen. Wenn wir jetzt alles verteufeln, nur weil es von Trump kommt, dann sind wir nicht viel besser als er selbst.

Es gibt Dinge, die man Trump zugute halten kann. Es gab Entscheidungen von ihm, die gut und richtig waren. Das waren allerdings nicht viele, und sie wiegen bei weitem nicht seine Fehler auf. Aber man sollte sie auch nicht verschweigen.

Trump hatte seinerzeit Berater, die ihm zu einem Krieg mit dem Iran rieten. Trump hat das abgelehnt - hat sich aber für die Tötung eines hochrangigen Kommandeurs entschieden. In einem Krieg hätte es jedoch wesentlich mehr Tote gegeben.

Persönlich denke ich nicht, dass das etwas mit seiner Großherzigkeit zu tun hat, sondern dass er fürchtete, dass ihn so ein Krieg überfordern und deshalb in einem schlechten Licht dastehen lassen könnte.

Aber das spielt in diesem Fall keine Rolle, er hat auf den Krieg verzichtet. Auch manche wirtschaftlichen Entscheidungen, wie die Zölle gegen China, waren grundsätzlich richtig (Was nicht auf alle Zölle zutrifft, aber manches war eben trotzdem gut).

Auch in seiner zukünftigen Amtszeit wird sicher nicht alles schlecht sein, was er tut. Tatsächlich hat er sogar große Chancen, vieles richtig zu machen... ob er das auch tun wird, das weiß er zum jetzigen Zeitpunkt vermutlich noch nicht mal selbst.

Dass unterm Strich trotz allem ein fürchterlicher Präsident herauskommt, der sowohl den USA als auch dem Rest der Welt großen Schaden zufügen wird... das zeigt dann allerdings, wie es wirklich um ihn bestellt ist.

 

lucan-7 antworten
Jack-Black
Beiträge : 6191

Kapitalismus und freiheitliche Demokratie funktioniert halt nicht zusammen, solange man auf einem Planeten mit begrenzten Ressourcen wohnt. Die Zusammenhänge, die zu referieren ich nach wie vor zu faul bin, lassen sich hier nachlesen, aber selbstverständlich wird niemand dem Link folgen und den Text aufmerksam studieren. 🙂

Ich hab das Wort freiheitliche nicht ohne Grund gefettet, denn dass Trump, also die rechten Rassisten demokratisch gewählt wurden, ist ja dieses Mal gar nicht zu bestreiten. Das Volk herrscht nun also in den USA: Demokratie (Volksherrschaft).

Nun könnte man sagen, Demokratie heiße ja nicht nur, dass durch das Volk regiert werde, sondern auch, dass für das Volk regiert werde, also im Volksinteresse.

Aber auch in dieser Hinsicht passt es ja jetzt in den USA, solange man unter Volksinteresse das versteht, was die Mehrheit des Volkes selbst darunter versteht. Das Argument, die Trump-Clique werde mit ihrer Politik die Interessen ihrer Wähler verraten, mag eine noch so präzise Prognose sein - Stand heute glauben die Wähler, dass es anders kommen werde.

Und es könnte ja sogar sein, dass sie erstmal richtig liegen, denn das Programm Trumps läßt sich ja in einem Punkt zusammenfassen: Rücksichtslosigkeit gegenüber dem Rest der Welt im Interesse Amerikas (der USA). Rücksichtsloser Machteinsatz gegenüber Schwächeren zahlt sich für den Stärkeren aus. Nehmen wir mal als Beispiel den Austritt der USA aus den Klimaverträgen und die Aufhebung der Restriktionen hinsichtlich der fossilen Rohstoffe. Wenn die USA sich nicht mehr um Emissionsquoten scheren, also zukünftig mehr Dreck in die Athmosphäre des Planeten pusten und darüber hinaus auch den Betroffenen andernorts nicht unter die Arme greifen bei der Bewältigung der Klimawandelfolgen, dann profitieren davon natürlich zuerst die us-amerikanischen Ölbarone und sonstigen Superreichen. Aber ein bisschen was "trickelt" dann schon bis in die unteren US-Bürger-Schichten runter, was in Relation dazu, wie es anderen geht, halt besser ist. Ja klar, auch in den USA gibt's ständig mehr Hurricane und Waldbrände und Dürren und Fluten und... Aber man verdient ja in diesen zunehmend rauheren Zeiten mehr als die anderen und so können dann halt US-Amerikaner eher vor der nächsten Sturmflut gerettet werden, als meinetwegen Phillipinos, Venezulaner oder Sudanesen vor ihren Klimawandel-Katastrophen. Das, was ja eigentlich allen Bürgern der Welt in gleichen Teilen zustünde: Partizipation an den globalen Ressourcen (wie z.B. saubere Luft und verlässliche Klimabedingungen) - das wird sich rücksichtslos mit dem Recht des Stärkeren angeeignet. Man kann es tun, also tut man es.

Das us-amerikanische Volk will "Amerika first". Und das bekommt es jetzt. Ohne irgendwelche Rücksichten auf die anderen. Und wiewohl damit der Planet deutlich schneller runtergewirtschaftet und zu einem des Lebens kaum mehr werten Platz gemacht wird - die Starken und Rücksichtslosen werden es da immer noch ein klein wenig besser haben als die Schwachen und Machtlosen, die keine Mittel haben, ihre Interessen auf saubere Luft und funktionierende Ökosysteme, in denen man leben kann, durchzusetzen.

Auf einem untergehenden Schiff ist sich jeder der Nächste und die USA gleichen da dem starken Mann, der halt die Frauen und Kinder aus dem übervollen Rettungsboot wirft, um zumindest sich selbst in Sicherheit zu bringen.

Rücksichtslosigkeit hat Konjunktur in Zeiten bedrohlicher Krisen. Das liegt in den menschlichen Genen. Da interessiert die Frage: "Verhalten wir uns eigentlich fair gegenüber den anderen?" niemanden mehr. Wie jeder, der hierzulande mitverfolgt hat, nach welchem Schema die Klimapolitik der Grünen grundsätzlich infrage gestellt wurde, zugeben muss: Da argumentative Grundfigur lautete ja schließlich immer: "Wir können mit unseren 2Prozent an den Gesamtemissionen eh nix bewirken, also sollten wir zusehen, dass lieber unsere deutsche Industrie weiter wachsen und Gewinne einfahren kann, damit wir uns dies und jenes leisten können. Sollen doch erstmal die Chinesen was ändern und die Neger nicht mehr so viele Kinder in die Welt schnackseln! Warum sollen also Wohnungsbesitzer so viel zahlen, nur um auf nachhaltige Energien umzusteigen? Dafür haben wir kein Geld!"

Diese rücksichtslose Grundeinstellung, dieses Beharren auf egoistischen Positionen, auf dem "Recht" egoistische zu handeln - die hat nun Konjunktur, und man wird sie im demokratischen und insbesondere kapitalistischen System nicht ändern können.

Die Menschheit hatte nach dem 2. Weltkrieg ein paar Jahrzehnte Zeit, in denen sie womöglich sowas wie ein Welt-Bewußtsein hätte entwickeln können. Ein System globaler Fairness und Gerechtigkeit mit einer Welt-Regierung (dem Schreckgespenst, das gerade die rechtsnationalistischen Kräfte in den USA stets an die Wand malten), welche die Interessen der gesamten Menschheit hätte verfolgen können.

Aber diese Zeit wurde zuerst mit dem Ost-West-Konflikt verplempert und als der vorbei war, zeigte sich im Rahmen der Globalisierung, dass die Menschheit auch sonst nicht dazu taugte, wirklich global zu denken. Insbesondere deswegen nicht, weil ja das kapitalistische System den Ost-West-Konflikt "gewonnen" hatte, also das System, das in allererster Linie auf Konkurrenz statt auf Cooperation basiert. Im kapitalistischen System wird Rücksichtslosigkeit belohnt, während Fairness und Rücksichtnahme bestraft werden. Je näher die Krise rückt, desto ehrlicher werden da dann die Leute: als es uns gut ging, in den Sechzigern bis Neunzigern des letzten Jahrhunderts, konnten wir all die schönen Ideale vertreten, die wir mit "freiheitlicher Demokratie" so Assoziieren. Umweltschutz. Entwicklungshilfe. Gleichberechtigung. Inklusion Kranker und Schwacher. Geschlechtergleichberechtigung, Rassengleichberechtigung, Antidiskriminierungsgesetze, 35-Stundenwoche, Lohnfortzahlung im Kranheitsfall, Geschwerkschaften und Betriebsräte... All diese Nice-to-haves also, um die wir uns kümmern konnten, weil wir auf der Butterseite der Welt lebten, ohne echte Existenzängste.

Wir konnten uns einreden, dass unsere komfortable Lebensweise gar nicht vor allem auf Rücksichtslosigkeit basierte: auf der Ausbeutung der dritten Welt und insbesondere auch der (begrenzten) Naturressourcen. Wir kämpften also lieber für Frauenquoten in Betriebesvorständen und Kita-Plätze in der Provinz als gegen den Klimawandel, wir stritten für Lohnerhöhungen in der Autoindustrie, und kamen der "Gegenseite" entgegen, indem die Erbschaftssteuer weiterhin ein Witz blieb und die "Arbeitgeber" weiterhin ihre obszönen Profite einstreichen konnten, statt für akzeptable Lebens-Bedingungen in Afrika oder Asien zu sorgen und die externen Kosten unseres Konsumrauschs zu begleichen. Es war leicht für uns, unsere faktische Rücksichtslosigkeit zu beschönigen, zu verdrängen, zu bemänteln. Immerhin kauften wir mal Nicaragua-Kaffee auf den 3.Welt-Weihnachtsmärkten. Zu denen wir in unseren BMWs, Audis und Benzen fuhren. Welch soziales Engagement!

Wir führten Kriege für "die Freiheit" (d.h. freien Zugang unseres Kapitals auf die Märkte) im Iran, im Irak, in Afghanistan. Und wenn unsere "amerikanischen Freunde" diese Art Kriege vor ihrer Haustür in Südamerika fochten, dann hielten wir die Klappe oder demonstrierten auch mal ein bissi. Wir leisteten es uns, Reagan doof zu finden und Bush doof zu finden und meldeten Bedenken an. Und fuhren weiter jeden Tag mit dem Auto zur Arbeit und machten jetzt zwei- statt nur einmal pro Jahr Auslandsurlaub, denn man muss die Welt ja kennenlernen, um sie überhaupt erst schätzen zu können und ein Bewußtsein dafür, dass sie erhalten werden muss, zu entwickeln. Und entdeckten Mangos und Kokosmilch, wie lecker und gesund die doch waren.

Das war unser goldenes Zeitalter, in welchem wir kollektiv schöne Ideale pflegten - weil wir's uns leisten konnten, indem wir das Kapital künftiger Generationen verprassten.

Dieses goldene Zeitalter scheint nun seinem Ende zuzusteuern. Globalisierung wird vom feuchten Traum kapitalistischer Freihändler zur ökologischen Tatsache: unser Konsumrausch, unser systemischer Unwille, ja unsere systemische Unfähigkeit auf Bescheidung - die hat tatsächlich Folgen, unsere Taten haben Konsequenzen.

Das stetig mit immer mehr und immer mehr Passagieren befrachtete Schiff der kapitalistisch organisierten Menschheit, welches wir sehenden Auges in die Treibeis-Zone steuerten, ist, oh Wunder!, doch tatsächlich an einen Eisberg geraten und beginnt zu sinken.

Ladies first! - gilt nicht mehr. Oder höchstens für die drei Millinärsgattinnen vom Oberdeck. Ansonsten: Rette sich auf die Rettungsboote, wer kann. Und Rollstuhlfahrer können's nicht, Barrierefreiheit war gestern.

 

jack-black antworten
32 Antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4814

@jack-black Ein bissel viel 'wir' in Deiner sicher nicht komplett falschen Analyse 
Allerdings gab's und gibt's bei 'uns' schon immer welche, die Renault und Dacia fahren statt Audi, Benz und BMW und froh um eine Woche Odenwald im Jahr sind. 
Dass das immer noch mehr ist als sich Menschen in anderen Teilen der Welt leisten können, ist schon klar.

chai antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 6191

@chai Allerdings gab's und gibt's bei 'uns' schon immer welche, die Renault und Dacia fahren

Ah, na gut, da werden dann freilich nicht 1000, sondern nur 750 Kilogramm Metall und Plastik mittelst Benzinverbrennung durch die Gegend gewuchtet, das macht einen gewichtigen Unterschied. 🙂

froh um eine Woche Odenwald im Jahr

Ja. Und nu? Das belegt doch nur die Richtigkeit des Gedankens: wenn solche Leute dann ihre Trumps, Orbans und Höckes wählen, dann tun sie es, weil die Trumps, Orbans und Höckes Rücksichtslosigkeit gegenüber den Menschen "in anderen Teilen der Welt" versprechen (und sogar dann auch liefern). Weil sie halt glauben, als diejenigen, die schon in der Hiearchieleiter des eigenen Clans (Volks) recht weit unten stehen, wenigstens ein kleines bißchen dadurch profitieren zu können, dass dieser Clan sich auf Kosten der anderen bereichert, bzw. rücksichtslos egoistisch verfährt. Ich sage ja gar nicht, dass dies falsch ist. Im globalkapitalistischen und territorialdemokratischen System stimmt es.

 

jack-black antworten
Seidenlaubenvogel
(@seidenlaubenvogel)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 2325

@jack-black

Was willste denn im Rettungsboot?

Wenn - dann Raumkapsel und rauf auf den Mond. Solange es da Internet gibt, läuft doch alles (also, fast) … 😉😅

 

seidenlaubenvogel antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 6191

@seidenlaubenvogel Was willste denn im Rettungsboot?

Ein paar Tage länger leben. Klar: nicht sehr viele Tage. Dann wäre es ja eine Art nachhaltigen Verhaltens, alle Frauen, Kinder und Rollstuhlfahrer aus dem Weg zu drängeln, um in die Rettungsboote zu gelangen: so hätte man eine zwar kinderlose und auch ansonsten nicht sonderlich heimelige Zukunft vor sich - aber doch eine, die noch diverse Jährchen währen könnte. Aber ich hoffe, die Leser ergänzen mein Bild hinreichend: es gibt kein Land, an das man per Rettungsboot noch gelangen könnte.

Rücksichtslosigkeit, die uns als Verhaltensmuster genetisch als Option eingeschrieben ist, ist ja kein in die längere Zukunft hin ausgelegtes Ding. Sie funktionierte, evolutionsbiologisch betrachtet, in existentiell bedrohlichen akuten Krisensituationen: diejenigen, die sich in Hungerzeiten auch die paar Bissen ihrer schwächeren Clan-Kollegen griffen, überlebten. Diejenigen, die dem Säbelzahntiger den Teenagersohn einer anderen Familie in die Krallen schubsten, überlebten. Deren Gene setzten sich im Genpool durch.

Langfristig durchgezogen dagegen funktioniert Rücksichtslosigkeit nicht, unter langfristiger Perspektive funktioniert nur Kooperation*.

Und entsprechend funktioniert es auch jetzt, auf politischer Ebene, selbstverständlich nicht langfristig. Mir ging es darum, darzulegen, dass unsere faktische Rücksichtslosigkeit sich für ein paar Jahrzehnte kaschieren ließ, indem man die Folgen ignorierte oder sich schön zurechtinterpretierte. Das funktioniert nicht mehr, die Welt ist inzwischen zu klein, den Konsequenzen des eigenen Handelns noch geschickt ausweichen zu können - und jetzt machen sich unsere Gesellschaften insofern ehrlich, als sie offen rücksichtslos agieren, also die Schamgrenze beseite rücken.

Das Volk, der Souverän in der Demokratie verliert in als akut existentiell bedrohlich erlebten Krisenzeiten alle Scham; Trump, diese fleischgewordene Schamlosigkeit, wird insofern folgerichtig demokratisch - als passender Repräsentant -gewählt: Wir, die USA, zügeln uns nicht mehr, eure Probleme kümmern uns nicht mehr, Amerika first!

Und so wird ja nun auch in Europa gewählt: Armutsflüchtlinge raus, Grenzen dicht, Monaco den Monaccanern! 😀

 

 

 

 

 

*Die aber, ich wiederhole mich, in kapitalistischen Zusammenhängen stets hinter der Konkurrenz die zweite Geige spielt.

jack-black antworten
Seidenlaubenvogel
(@seidenlaubenvogel)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 2325

@jack-black

ergänzen mein Bild hinreichend

Dann wiederum empfehle ich den Sprung von der Klippe - und zwar sofort.

Ich verstehe schon, was du skizzierst. Und dennoch zwingst du mich zu absurdem Humor. Warum? Weil ich daran festhalten will nach anderen (christlichen?) Maßstäben zu leben - im Kleinen, so weit ich es kann und - ich gebe zu - mit Abstrichen, da ich Kind meiner Zeit bleibe.

 

seidenlaubenvogel antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 6191

@seidenlaubenvogel Und dennoch zwingst du mich zu absurdem Humor.

Ich möchte Dich zu nix zwingen. Aber ich sage an dieser Stelle einfach mal Danke dafür, dass Du Dir überhaupt die Zeit genommen hast, mein Geschreibsel zu lesen. Das ist in TikTok-Zeiten, die jedem Gedanken, der sich über mehr als anderthalb Zeilen erstreckt, mit Verdacht begegnen, alles andere als selbstverständlich. Also: Danke! Und lass Dich zu nix zwingen, nicht mal von mir! 🙂

jack-black antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2028 Jahren

Beiträge : 20559

@jack-black 

Das ist in TikTok-Zeiten, die jedem Gedanken, der sich über mehr als anderthalb Zeilen erstreckt, mit Verdacht begegnen, alles andere als selbstverständlich. 

Es gibt ja noch was zwischen Tik Tok und Beiträgen, die vom Umfang her eines Paulus-Briefes würdig wären 🤣 

tristesse antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 6191

@tristesse Es gibt ja noch was zwischen Tik Tok und Beiträgen, die vom Umfang her eines Paulus-Briefes würdig wären 🤣 

Nicht mal volle anderthalb Zeilen. 🙃 

jack-black antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2028 Jahren

Beiträge : 20559

@jack-black 

Nicht mal volle anderthalb Zeilen

Mit Deutschleistungskurs, Abinote 2+ und ansonsten des Lesens durchaus willig, hab ich kein Problem mit dem Lesen und Erfassen längerer und durchaus komplizierter Inhalte.

Aber wenn ich Deine langen Beiträge sehe, dann will ich einfach nicht 😀

Pauschal ungenannten Usern, die sich nicht bemühen, Deine Beiträge zu lesen und zu kommentieren zu unterstellen, sie hätten TikTok Niveau finde ich dann doch etwas übertrieben.  😉 

Aber das Thema hatten wir ja schon öfters. ^^

tristesse antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 4579

@tristesse Ich gehe da immer selektiv vor. Manches lese ich, manches nicht. 😀

tatokala antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2028 Jahren

Beiträge : 20559

@tatokala 

Ich gehe da immer selektiv vor. Manches lese ich, manches nicht

Off topic: heute hatte Jack eine sehr intensive Kritik im Filmforum geschrieben. Bevor ich gestartet hab, hab ich unten geguckt, ob er ihn empfiehlt und dann entschieden, wie ich weiter vorgehe 😆 Aber richtig themenbezogenen Beiträgen kann ich nicht so richtig rausfiltern, was wichtig ist und was nicht. 

tristesse antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 4579

@tristesse Ich würde es nicht hinkriegen, soviel zu schreiben, ohne daß meine gesamte Zeit überhaupt dafür drauf gehen würde. Von daher bewundere ich das.

tatokala antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 6191

@tatokala Soviel schreiben zu können, habe ich in gewisser Weise einer Ex zu verdanken. Damals, als Kunststudent, der realistisch genug war zu erkennen, dass er nie sonderlich viel Geld mit seiner Kunst würde verdienen können, eröffnete sie mir eines Tages, sie sei schwanger von mir. Meine erste Reaktion, so in mich rein: "Ach du Kacke, dann kann ich den Plan mit dem Künstlerdasein ja gleich mal knicken, sondern muss  demnächst ein Kind versorgen, also irgendwie Geld ranschaffen! Aber ich kann doch nix, wo find ich denn da jetzt auf die Schnelle 'nen Job?" In Gedanken ging ich dran zu überlegen, was ich so von dem, was ich besaß - und das war nicht sonderlich viel - verkaufen könne. Da landete ich dann bei dem einzigen, das ich mir mal richtig was hatte kosten lassen: meinem PC. Einem brandneuen 468erDX2/66 von Vobis, für den ich extra bei der Bank mein Konto hatte plündern müssen. (Meine Bankberaterin so: "Wofür brauchen Sie denn das Geld, wenn ich fragen darf?" - ich so: "Für einen Computer" - sie so: "Aha, Sie sind also auch so einer, der gern Videospiele zockt?!" - ich so: "Nein, den brauch ich, um meine Seminararbeiten zu schreiben. Auf Tipp-Ex hab ich einfach keine Lust mehr!" - "Aha!", beließ sie's dabei, statt meine Lüge zu hinterfragen...)

Sollte ich jetzt echt meinen schönen PC verticken, um meinem Nachwuchs die ersten Kartons Pampers und 'nen Kinderwagen zu besorgen? Das würde doch keine nachhaltige Sache sein, oder? Aber hey - vielleicht würde ich ja mit dem PC Geld verdienen können! Ich erinnerte mich an meine Lüge gegenüber der Bankberaterin. Wie nun, wenn ich für andere Studenten deren Seminararbeiten abtippte und dadurch mir ein Einkommen besorgte? Dann würde sich der Tintenstrahldrucker, den ich mir ja auch gleich noch mit erstanden hatte, und der seit den ersten begeisterten Briefen an meinen Opa, die ich auf ihm ausgedruckt hatte, eine ruhige Kugel als Staubfänger schob, vielleicht doch noch zu was nütze erweisen!

Allerdings ließe sich so nur genügend Milupa Babybrei finanzieren, wenn das Tippen einer Seminararbeit an einem oder maximal zwei Nachmittagen erledigt werden konnte - und dazu reichte mein Zwei-Finger-Such-System nicht.

Aaalso kaufte ich meine erste "seriöse" Software für Fünf Mark Neunundneunzig: ein Programm (samt Handbuch - zu jedem dämlichen DOS-Programm gab's damals noch Handbücher obendrauf.. ) zum Erlernen des Zehnfinger-Systems.

Ein paar Wochen später hatte sich die Schwangerschaft in falschen Alarm aufgelöst (Puh!....), aber ich beherrschte das blinde Maschinenschreiben. Vermutlich die einzige verwertbare Qualifikation, die ich während meines Studiums erwarb. 🙂

Kurz: das Schreiben ist nicht so zeitaufwändig. Das Korrekturlesen des Geschriebenen schon eher. Aber hier verzichte ich da einfach mal drauf. 😉

jack-black antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 4579

@jack-black Hübsche Geschichte. 😆 Wirklich wahr? Dann ist ja noch nicht ganz Hopfen und Malz verloren, ich habe auch mal das Pensum eines Lernprogrammes so zu schätzungsweise nem Drittel absolviert. 😀 Nur eben nicht zum Ende durchgezogen, brauchte das nicht so wirklich.

tatokala antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 6191

@tatokala Hübsche Geschichte. 😆 Wirklich wahr?

Na, sagen wir mal: nach wahren Begebnissen... 😉

jack-black antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 4579

@jack-black Wieviel schneller bist du mit der Tastatur als mit Handschrift?

tatokala antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 6191

@tatokala Keine Ahnung, ich hab das noch nie gestoppt und verglichen. Auf jeden Fall deutlich schneller - aber ehrlich gesagt schreibe ich schon seit zwanzig Jahren oder so kaum mehr handschriftlich längere Texte (früher, in den Zeiten, als Briefe noch mit dem von Opa geerbten  MontBlanc verfasst wurden, hab ich wöchentlich allein 50 bis 100 Seiten an BrieffreundInnen* verschickt - aber da war ich noch jung und der Zeigefinger wurde noch nicht sooo schnell taub 😉 ).

Heute schreibe ich ganz sicher langsamer als früher per Hand; und dann ist auch noch aus der einstigen Sauklaue eine Doppelsauklaue geworden. 😀

 

 

*Insbesondere Liebesbriefe gerieten mir häufig viiiiiel zu lang, vermutlich endete die eine oder andere Beziehung auch deswegen, weil die Damen befürchteten, von meinen Schreiben zu Tode gelangweilt zu werden. War halt doch kein Kafka...

jack-black antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 4579

@jack-black ich habe vor einiger Zeit ein neues hobby entdeckt: ich sammle alte Füller. Kannst mir gerne die von opa geerbten zuschicken. Du brauchst sie ja nicht mehr. Ist doch schade, wenn sie in der Schublade vergammeln. (Können auch kaputt sein.) Sag Bescheid, dann gebe ich dir meine Adresse über PN.

Lg 😀 

tatokala antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 6191

@tatokala Nice try! 😀 😆 😎

jack-black antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 4579

@jack-black Ernst!

NEiN! Es geht nicht um opas montblanc im dreistelligen Bereich! Ich nehme alles aus den Sechzigern.

Wirklich! 

tatokala antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 6191

@tatokala Ich nehme alles aus den Sechzigern.

Ausser Opas montblanc (und auf den gemünzt paraphrasiere ich mal Charlton Heston: "Nur aus meinen kalten, toten Händen...!")  hab ich da nix, tut mir leid! ^^

jack-black antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 4579

@jack-black  "Nur aus meinen kalten, toten Händen...!")

Die Nachlassverwaltung wird das ungerührt entsorgen, wahrscheinlich. 😭 

Insofern: Denk an rechtzeitige Vorsorge. Bist nicht mehr der Jüngste.

tatokala antworten
Seidenlaubenvogel
(@seidenlaubenvogel)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 2325

@jack-black Gerne und auch dir DANKE - denn letztendlich motivierst du mich im weiteren metaphorisch sogar zum Apfelbäumchen Pflanzen. 

seidenlaubenvogel antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 6191

@seidenlaubenvogel Apfelbäumchen Pflanzen

 

Möge er Dir dann einst, zum imposanten Schattenspender herangewachsen, viel Frucht bringen!

jack-black antworten
Gelöschtes Profil
(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 30188
Veröffentlicht von: @jack-black

@seidenlaubenvogel Was willste denn im Rettungsboot?

Ein paar Tage länger leben. Klar: nicht sehr viele Tage. Dann wäre es ja eine Art nachhaltigen Verhaltens, alle Frauen, Kinder und Rollstuhlfahrer aus dem Weg zu drängeln, um in die Rettungsboote zu gelangen:

Es ist halt wie bei der Arche Noah, aber jetzt wissen wir ja: das Rettungsboot heißt Jesus Christus. 😀 👍 

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Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@jack-black 

Aber auch in dieser Hinsicht passt es ja jetzt in den USA, solange man unter Volksinteresse das versteht, was die Mehrheit des Volkes selbst darunter versteht.

Das ist aber nicht das, wofür die westlichen Demokratien lange standen. Denn da ging es auch um den Schutz von Minderheiten. Eben weil eine Demokratie nicht gleichzusetzen ist mit der "Diktatur der Mehrheit".

Denn das könnte ja auch bedeuten, dass es mit dem Schutz für Juden ganz schnell wieder vorbei ist. Die sind ja keine Mehrheit. Oder Frauen, die gerne Karriere machen wollen. Oder, oder, oder...

Genau das geht jetzt aber verloren. Und damit auch eine Menge Potential.

Nun habe ich keine Ahnung, wie hoch der Anteil an erfolgreichen Erfindern oder Unternehmern unter illegalen Migranten ist... vermutlich, aufgrund der Umstände, nicht allzu hoch.

Aber das wird ja auch gar nicht erst gefragt. Es wird nicht gefragt: "Was kannst du?" oder "Wie groß ist dein Potential?"... es wird gesagt: "Du bist illegal - also raus hier!".

Rassismus und Sexismus sind wieder hoffähig. Wir werden bald sehen, was für eine schöne neue Welt da heraufzieht...

lucan-7 antworten
Kappa
 Kappa
(@kappa)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 1626

@jack-black weißt du, ein Durchschnittlicher Amerikaner hat 2 Jobs und noch nicht einmal eine gescheite KV, kommt kaum über die Runden. Das Trump hier eigentlich keine Hilfe ist, ja das wird nicht verstanden.

Ich möchte so auch nicht leben.

Das die dann grundsätzlich wenig Bock haben noch mehr abzuspecken kann man nachvollziehen.

Die Superreichen, die Konzentration des Kapitals auf wenige und die Irren Rüstungsausgaben das ist das Problem der Welt und nicht das man einmal im Jahr als Arbeiter mal ne Woche in den Süden fahren möchte um den Alltag zu vergessen .

kappa antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 6191

@kappa Leider ist die Baumstruktur hier so, dass schwer ist herauszufinden, auf welches Posting sich ein Antwortposting bezieht, und ich müsste nun nochmal weit hochscrollen und viel nachlesen, um zu wissen, auf welche meiner Aussagen Du Dich beziehst. Daher, auch als Bitte für die Zukunft: wenn Du auf etwas ältere Postings von mir antwortest, wäre es hilfreich, die Passagen, auf die Du Dich beziehst, zu zitieren. Daher möchte ich nun nur auf Deinen letzten Punkt eingehen:

Die Superreichen, die Konzentration des Kapitals auf wenige und die Irren Rüstungsausgaben das ist das Problem der Welt und nicht das man einmal im Jahr als Arbeiter mal ne Woche in den Süden fahren möchte um den Alltag zu vergessen .

Ich bin bekanntlich niemand, der etwas dagegen hätte, dass die Superreichen ihren Konsum einschränken. Die herrschende soziale Ungleichheit ist obszön, ganz klar!

Aber ich habe die Zahl gerade nochmal nachrecherchiert: die 0,1% reichsten Deutschen haben einen Ökologischen Fußabdruck von durchschnittlich 800 Tonnen CO2-Aquivalent.

Der durchschnittliche deutsche ökologische Fußabdruck pro Kopf beträgt laut Bundesumweltamt 10,5 Tonnen.

Also - die Mathematik ist ja nicht sonderlich schwierig - ließe sich pi mal Daumen sagen, dass statistisch ein deutscher Superreicher achtzig Mal soviel Umweltzerstörung verursacht wie ein Durchschnittsbürger. Es gibt aber tausend Mal soviele Durchschnittsbüger wie Superreiche. Zwar können wir also sagen, dass (Annahme: es gibt 80 Millionen Deutsche) die 8000 deutschen Superreichen pro Jahr 6,4 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent an ökologischem Fußabdruck verursachen - aber dem gegenüber stehen die restlichen 793,6  Millionen (80 Millionen Deutsche x 10 --> 800 Millionen. Davon dann 6,4 Millionen abziehen...), für die die Nicht-Superreichen verantwortlich sind.

 Das eigentliche "Problem der Welt" würde, was die Klimawandelaspekte angeht, also praktisch überhaupt nicht spürbar beeinflusst, wenn die Superreichen ihren Konsum von Heute auf Morgen halbieren oder vierteln oder auf ein Zehntel zurückschrauben würden. Wenn dagegen sämtliche Deutschen im Schnitt ihren ökologischen Fußabdruck durchschnittlich um ein Drittel reduzieren würden...

Dann die "irren Rüstungsausgaben". Die machen hierzulande derzeit 2 Prozent des BIP aus. Das sind zwar zwei Prozent zuviel, wenn man es mal for the sake of the argument rein ökonomisch betrachtet: 2 Prozent aller Leistungen werden in etwas gesteckt, dass keinen produktiven Nutzen hat. Aber es sind dann eben doch auch nur 2 Prozent.

Den geschätzten 105,4 Billionen Dollars des gesamten globalen Bruttosozialprodukts stehen 2,4 Billionen Dollars Militärausgaben gegenüber. Etwas mehr als 2 Prozent, aber nicht sehr viel mehr.

Das Problem der Welt können die Militärausgaben also auch nicht sein.

Indirekt sind die hohen Militärausgaben allerdings ein gravierendes Problem: Militär wird in Kriegen eingesetzt. In welchen viel kaputt gemacht wird. In welchen große Umweltschäden verursacht werden. Und während denen echte Probleme in den Hintergrund treten und durch blödsinnige Probleme (wer darf wo welche Sprache sprechen und wer darf wo wem welche Steuern zahlen) im Aufmerksamkeitsfokus ersetzt werden. Wenn man also argumentiert, dass hohe Militärausgaben dazu führen, dass viel Krieg geführt wird, dann hast Du da einen wichtigen Punkt. Es sei dazu aber angemerkt, dass der Anteil unserer deutschen Militärausgaben am Bruttosozialprodukt während der langen Kalter-Krieg-Jahre (in denen Deutschland nirgendwo tatsächlichen Krieg führte) deutlich über dem von heute lag, diejenigen also, die behaupten, Militärausgaben würden Krieg eher verhindern, wenigstens da ein Argument haben. Gegen welches ich zwar wieder einiges einzuwenden hätte, das aber doch erstmal den Zahlen nach überzeugt.

 

 

 

 

jack-black antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 19188

@jack-black @kappa 

(Ich nehme Bezug auf Jacks Einleitungssatz dieses Beitrages)

Ich hatte ja mal angefragt bzw. die User darauf hingewiesen, dass es einfacher wäre (nachzuvollziehen), wenn jeder den Beitrag, auf den er Bezug nimmt, einfach mal verlinkt. Helmut tut es, Deborah tut es, ich tat es, hab auf lange unnötige Diskussionen keine Lust mehr 😉 ...

Beispiel: zum vorherigen Beitrag

(einfach auch beim Schreiben auf das Kettensymbol klicken, dann geht Fenster auf, ich kopiere einen Link (von zwei angebotenen) und füge den auch mittels Kettensymbol hier ein, wo ich dann noch einen Linktext festlegen kann nach Wunsch (bei mir ist es eben "zum vorherigen Beitrag") - noch Fragen? 🙂 )

neubaugoere antworten
DerElch
(@derelch)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 2120

@jack-black 

Dann die "irren Rüstungsausgaben". Die machen hierzulande derzeit 2 Prozent des BIP aus. Das sind zwar zwei Prozent zuviel, wenn man es mal for the sake of the argument rein ökonomisch betrachtet: 2 Prozent aller Leistungen werden in etwas gesteckt, dass keinen produktiven Nutzen hat. Aber es sind dann eben doch auch nur 2 Prozent.

Es ist eigentlich relativ egal, wie hoch der Anteil am BIP ist. Das BIP kann man nicht ausgeben. Es sind 11 Prozent vom Bundeshaushalt, bei dem die Ausgaben höher sind als die Einnahmen. Das schlimme ist eigentlich, dass wir für die absurd hohen Ausgaben von 55 Milliarden Euro im Jahr nur eine desolate Armee zustande bringen.

Eine Firma wäre längst pleite, wenn man so wirtschaftet wie das Verteidigungsministerium.

derelch antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@derelch 

Das schlimme ist eigentlich, dass wir für die absurd hohen Ausgaben von 55 Milliarden Euro im Jahr nur eine desolate Armee zustande bringen.

Eine Firma wäre längst pleite, wenn man so wirtschaftet wie das Verteidigungsministerium.

die Armee existierte ja die letzten Jahrzehnte nur noch pro forma... niemand ging ernsthaft davon aus, dass man die Bundeswehr nochmal gegen Russland in Stellung bringen würde. Die Armee war etwas, wo man gefahrlos Karriere machen konnte... ein bürokratisches Monstrum, das seine Angehörigen mit Gehalt und Pensionen ausstattet, das aber nicht ernsthaft gebraucht wurde.

Und jetzt haben wir plötzlich den Salat...

lucan-7 antworten
Gelöschtes Profil
(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 30188

@jack-black 
Sag ich doch...und der Antichrist bereitet seinen Weg vor....der hat ja mit Nächstenliebe  auch nicht viel  am Hut......

deleted_profile antworten


Tatokala
Beiträge : 4579
Veröffentlicht von: @deborah71

Hamaspropaganda

Sind bei dir grundsätzlich alle Nachrichten bzw. Berichte aus der Region "Hamaspropaganda"? 

tatokala antworten
5 Antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29331

@tatokala 

Warum sollten sie das?

Was ist eigentlich los?  Im Moment habe ich den Eindruck, dass alles, was ich heute so von mir gebe, so gegenteilig wie möglich verstanden wird.

deborah71 antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 4579

@deborah71 Zur ersten Frage: deine Folgerung hört sich für mich so an. Es gibt genügend Kanäle, auf denen man sich Bilder davon machen kann, wie die Zivilbevölkerung betroffen ist.

 

tatokala antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29331

@tatokala 

Es gab genügend Mitteilungen in den Nachrichten mMn, dass auch jemand, der sich nicht täglich darüber informiert, eine gewisse Diskrepanz bemerkt haben könnte.

Es wurde ja auch regelmäßg darauf hingewiesen, dass nicht jede Zahl für bare Münze genommen werden sollte.

 

deborah71 antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 4579

Zur zweiten Frage: Manchmal würde ich Dinge gerne nicht so stehenlassen, aber wenn ich auf alles davon ausführlich eingehen würde, werde ich nicht mehr fertig, habe ich das Gefühl ... und am Ende bleiben alle Positionen, wie sie sind. 

 

tatokala antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29331

@tatokala 

Danke für deine persönliche Meinung 🙂

deborah71 antworten
Tatokala
Beiträge : 4579
Veröffentlicht von: @deborah71

mit Anrufen, sms und Flugblättern

Und ob das gut funktioniert, interessiert nicht? Wenn es z. B. keinen Handyempfang und keinen Strom zum Aufladen gibt? 

Aber das liegt ja nicht in der Verantwortung der IDF, nehme ich an.

Die IDF als einzige Informationsquelle? 

Daß keine westlichen Journalisten in den Gazastreifen reingelassen werden, müsstest du wissen. Du meinst wirklich, das ist nur, weil es gefährlich ist (wäre es ja nicht, weil die Warnsysteme ja gut funktionieren)? Kommt man da nicht auf die Idee, daß man gerade deswegen auch andere Medien als die IDF konsultieren sollte?

Nur so meine Meinung.

lg Tatokala

tatokala antworten
11 Antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29331

@tatokala 

Die IDF als einzige Informationsquelle?

In diesem Fall ja, denn es sind Infrarotaufnahmen aus den Aufklärungsaufnahmen des IDF und der Einsatzdokumentation.

deborah71 antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 4579

@deborah71 Aha. Ich meinte das aber auch allgemein.

Warum gehst du auf den Rest nicht ein? (Ist mir übrigens schon öfter aufgefallen..).

tatokala antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29331

@tatokala 

Über den Rest haben wir schonmal geschrieben. Das muss ich nicht wiederholen.

deborah71 antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 4579

@deborah71 Nein, haben wir nicht. Ich habe ganz konkret gefragt.

 
Veröffentlicht von: @tatokala

Du meinst wirklich, das ist nur, weil es gefährlich ist (wäre es ja nicht, weil die Warnsysteme ja gut funktionieren)? Kommt man da nicht auf die Idee, daß man gerade deswegen auch andere Medien als die IDF konsultieren sollte?

tatokala antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29331

@tatokala 

Der Rest von oben: Das ist schon Wochen bis Monate her.  Mein Gedächtnis ist sehr gut.

Kommt man da nicht auf die Idee, daß man gerade deswegen auch andere Medien als die IDF konsultieren sollte?

Es ging ja gerade um eine konkrete videoaufnahme aus einer konkreten Einsatzsituation, die keinem Journalisten möglich war. Wie sollte die denn ein Journalist aus dem Hut zaubern? DAS mach mir mal vor. 😆 

 

deborah71 antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 4579

Das ist schon Wochen bis Monate her. 

Ich habe wirklich keine Ahnung. Dann verlinke, was du meinst.

@deborah71 Nein, es ging mir jetzt nicht um einen einzelnen Beitrag. Es geht ums Prinzip. Ist das so schwer zu verstehen?

tatokala antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29331

@tatokala 

Ich habe wirklich keine Ahnung. Dann verlinke, was du meinst.

Dann kann ich dir auch nicht helfen, da ich den betreffenden Thread von vor Monaten nicht mehr weiß. 

Nein, es ging mir jetzt nicht um einen einzelnen Beitrag. Es geht ums Prinzip. Ist das so schwer zu verstehen?

Wir hatten einen bestimmten Punkt im Post, der sich um einen bestimmten Sachverhalt drehte. Wenn du von da aus in ein Prinzip springst, ohne dass der Themenwechsel deutlich wird, dann ist das recht unglücklich.

deborah71 antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 4579

@deborah71 Das sehe ich anders. Und außerdem ist das völliger Quatsch, vorauszusetzen, es geht um einen Sachverhalt aus einem anderen Thread, an dessen Position genau dann man sich aber nicht erinnern kann.

tatokala antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29331

@tatokala 

Jetzt haust du zwei Sachen durcheinander. Netter Versuch.

Entspannten Abend dir.

deborah71 antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 4579

@deborah71 Unabhängig davon, ob ich irgendetwas durcheinanderhaue, hättest du trotzdem meine Frage beantworten können. 😆

tatokala antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29331

@tatokala 

hätte hätte, Fahrradkette 😆 

deborah71 antworten


Tatokala
Beiträge : 4579
Veröffentlicht von: @deborah71

rechtskonservativ, sondern Christus-konservativ.  Dass es da mit allen Lagern Überschneidungen gibt, ist doch logisc

Aber ob jeder Christ mit dieser Bezeichnung einverstanden wäre, würde ich bezweifeln... und logisch finde ich das nicht. 

lg Tatokala

tatokala antworten
Kappa
 Kappa
Beiträge : 1626

@lucan-7 

Ich denke das aber die Vorbildfunktion nicht automatisch überall da sein wird. Also der Björn wird nicht automatisch beliebter dadurch:).

Sollte sich Trumps Politik aber positiv Auswirken dann wäre das was anderes, dann würde die Parteien die ähnlich den Reps sind natürlich zumindest mehr Zulauf haben.

kappa antworten
3 Antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@kappa 

Ich denke das aber die Vorbildfunktion nicht automatisch überall da sein wird. Also der Björn wird nicht automatisch beliebter dadurch:).

Nicht automatisch, aber es verschiebt sich etwas in der Wahrnehmung. Wenn jemand wie Trump wiedergewählt wird... dann ist die AfD ja möglicherweise gar nicht so extrem...?

Dann ist "rechts" das neue normal... auch wenn es rechtsextrem ist?

Ich denke schon, dass das Auswirkungen haben wird.

lucan-7 antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2028 Jahren

Beiträge : 20559

@lucan-7 

Nicht automatisch, aber es verschiebt sich etwas in der Wahrnehmung. Wenn jemand wie Trump wiedergewählt wird... dann ist die AfD ja möglicherweise gar nicht so extrem...?

Nach dem Motto "Wenn die USA Trump wählt, dann kann die AfD nicht so schlimm sein!"?. Glaub nicht, dass viele so denken. Ich glaub, der typische AfD Wähler konsumiert einfach die alternativen Medien und meint, wenn die AfD "Zucht und Ordnung" ins Land brächte, den Zustrom der Migranten verhindern und das "gute, alte Wertesystem" aus goldenen Zeiten zurück brächte, ginge es ihm besser. Für so clever, allumfassende globale Bezüge herzustellen halte ich den AfD Wähler nun doch nicht. 

Ich hoffe, ich hab grad keinen anwesenden AfD Wähler beleidigt 😉 

tristesse antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@tristesse 

Für so clever, allumfassende globale Bezüge herzustellen halte ich den AfD Wähler nun doch nicht. 

Wenn sie das täten würden sie kaum AfD wählen... die meisten kapieren ja noch nicht einmal, was Grenzschliessungen für die deutsche Wirtschaft bedeuten würden.

Allerdings wird Trump jetzt wieder für vier Jahre das politische Klima bestimmen. Vier Jahre lang werden Medien weltweit brav alles zitieren, weitergeben und kommentieren, was dieser Mann so von sich gibt.

Allein bei dem Gedanken wird mir schon schlecht und ich frage mich immer mehr, ob ich wirklich noch so viele Nachrichten lese sollte, wie ich es momentan tue. Leider kursieren auch in meinem Bekanntenkreis mittlerweile so viele "Fake News", dass ich da schon eine gewisse Verpflichtung sehe... aber es schlägt halt schon aufs Gemüt.

Und natürlich wird diese ständige Bombardement mit Trumps Aussagen die Themen bestimmen. Und davon wird auch die AfD profitieren, die ja ähnliche Themen bedient.

 

 

 

 

lucan-7 antworten


Tamaro
 Tamaro
Beiträge : 2055

@lucan-7 

 

Was können wir nun tun?

In unserem eigenen kleinen Wirkungskreis es besser machen als die Grossen und Mächtigen der Welt. Das können wir.

Stellen wir uns vor: all jene, die Kamala Harris gewählt haben oder sie gewählt hätten, würden Menschlichkeit walten lassen, umweltfreundlich leben, Benachteiligte unterstützen, Minderheiten respektieren usw. Das bliebe nicht ohne Wirkung und ist mMn das Einzige, was man tun kann und auch sollte.

 

tamaro antworten
108 Antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@tamaro 

Stellen wir uns vor: all jene, die Kamala Harris gewählt haben oder sie gewählt hätten, würden Menschlichkeit walten lassen, umweltfreundlich leben, Benachteiligte unterstützen, Minderheiten respektieren usw. Das bliebe nicht ohne Wirkung und ist mMn das Einzige, was man tun kann und auch sollte.

Das ist sicher richtig, und daran orientiere ich mich auch.

Ob es allerdings eine entscheidende Wirkung hat... da habe ich wirklich Zweifel. Anscheinend muss die Welt erst wieder in den Abgrund schauen - einen realen Abgrund, der für alle sichtbar ist - bevor sich wieder etwas zum Besseren ändert.

 

 

lucan-7 antworten
Kappa
 Kappa
(@kappa)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 1626

@tamaro naja, Abtreibungen fröhlich als Errungenschaft zu feiern und Menschlichkeit war für viele Evangelikale Amerikaner vielleicht doch (auch) ein bissel ein Wiederspruch. 

kappa antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8520

@kappa 

Woran liegt das eigentlich, dass das Thema Abtreibung so viele Evangelikale Vorrang hat vor christlichen Werten wie Nächstenliebe, Fürsorge, Aufrichtigkeit?

Da wählt man lieber einen verurteilten Sexualstraftäter und Ehebrecher, der permanent lügt und gegen das Gebot, kein Zeugnis wider seinen Nächsten zu reden, verstößt. Und Waffenbesitz, der jedes Jahr wasweißichwieviele Tote fordert, ist für die ein gottgegebenes Recht.

Aber Hauptsache gegen Abtreibung. Obwohl dazu gar nicht mal was direkt in der Bibel steht.

 

alescha antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4814

@alescha Mich nervt das Thema Abtreibung.
Nicht, dass ich Abtreibung befürworten würde, aber es ist ja nicht so, dass die Mehrheit Abtreibung gut findet.
Und nur, weil sich der Herr Trump gegen Abtreibung ausspricht, werden die Probleme der Frauen, die vor dieser Entscheidung stehen, ja auch nicht weniger.

chai antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29331

@alescha 

kann triggern

Gegen Abtreibung bis kurz vor der Geburt...

Es geht nicht um schwarz-weiß: Abtreibung ja oder nein, sondern um die Fristen.  Trump setzt engere Entscheidungsfristen.

Wer sich erst kurz vor der errechneten Niederkunft für eine Abtreibung entscheidet, das finde ich z.B. mehr als daneben. Da wird ein lebensfähiges Kind getötet. Und wenn der Austrittskanal nicht weit genug geöffnet ist, dass es im Ganzen herausgezogen werden kann, dann wird eben Stückweise vorgegangen und nachher die Einzelteile gezählt, ob alles beseitigt wurde.

 

deborah71 antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8520

@deborah71 

Von solchen Extremen war doch jetzt überhaupt keine Rede. Ich weiß nicht, warum bei dem Thema garantiert irgendwann jemand den Eindruck zu erwecken versucht, als ginge es bei dem Thema darum, dass Abtreibung bis zu den Eröffnungswehen erlaubt sein soll. 

Es geht nicht um schwarz-weiß: Abtreibung ja oder nein, sondern um die Fristen.

Falsch, es geht durchaus schon um Abtreibung ja oder nein.

Wohin die Reise gehen soll, zeigte ja das Urteil des Urteil des dank Trump mehrheitlich mit konservativen Richtern besetzten Supreme Court, das Roe v. Wade kippte. Und prompt gibt es diverse Abtreibungsverbote in einzelnen Staaten. Da ist Abtreibung entweder so ziemlich komplett verboten oder es gibt Fristen, die eine Abtreibung ab der 6. SSW verbieten - in der 6. Schwangerschaftswoche wissen viele Frauen noch nicht mal, dass sie überhaupt schwanger sind. 

Und das Problem wird nicht nur die USA betreffen, sondern auch die Gesundheitsvorsorge für Frauen in Afrika: "Die Folge wäre im schlimmsten Fall ein unkontrolliertes Bevölkerungswachstum, ungewollte Schwangerschaften, illegale Abtreibungen, die das Leben von Frauen gefährden." Klick

Ich bin kein Befürworter von Abtreibungen, im Gegenteil, aber es gibt auch für Abtreibungsgegner gute Gründe dafür, gegen Abtreibungsverbote zu sein.

Wer derart rigide gegen Abtreibungen vorgeht, gefährdet die Gesundheit und sogar das Leben von Frauen. 

 

 

 

 

 

alescha antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29331

@alescha 

Das Leben der Ungeborenen ist dabei immer gefährdet.

Und für die Frauen ist es auch nicht gesund, sich Abtreibungspillen wie Smarties einzuwerfen.

Eine praktikable Fristenregelung zwischen 6 und 24 (Roe v Wade) Wochen wäre schon nötig.

deborah71 antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8520

@deborah71 

Und für die Frauen ist es auch nicht gesund, sich Abtreibungspillen wie Smarties einzuwerfen.

Wer befürwortet denn sowas?

Eine praktikable Fristenregelung zwischen 6 und 24 (Roe v Wade) Wochen wäre schon nötig.

Dagegen sage ich ja auch nichts. Im Gegenteil.

Nur, wie gesagt, ist in vielen Staaten Abtreibung schlicht verboten, und eine Fristenregelung bis zur 6. Woche kommt einem Abtreibungsverbot gleich. 

Mein Punkt war aber eigentlich ein anderer.

 

alescha antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29331

@alescha 

Deborah71:Und für die Frauen ist es auch nicht gesund, sich Abtreibungspillen wie Smarties einzuwerfen.

Alescha: Wer befürwortet denn sowas?

Hast du den LKW von Abortion on Wheels (Abtreibung auf Rädern) nicht mitbekommen bei dem Democratic National Convention 2024?

Abortion on wheels

NGO offers free Abortions, Vasectomies at Chicago Democratic National Convention.

NGO bietet kostenlose Abtreibungen und Vasektomien auf der Chicagoer Democratic National Convention an.

Ich habs ein wenig hemdsärmelig ausgedrückt, fand das aber schon recht krass.

deborah71 antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8520

@deborah71 

Ich habs ein wenig hemdsärmelig ausgedrückt, fand das aber schon recht krass.

Ja, hast Du. Ich sehe nämlich durchaus einen Unterschied darin, ob man kostenlose Abtreibungen und Vasektomien anbietet oder Abtreibungspillen wie Smarties eingeworfen werden. 

Übrigens: Wo Abtreibungen verboten sind, beschaffen sich die Frauen die Abtreibungspillen auf dem Postweg: https://www.zdf.de/nachrichten/politik/ausland/usa-abtreibung-per-post-100.html

Das ist dann schon eher "wie Smarties einwerfen".

alescha antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29331

@alescha 

An der National Convention wurden auch die Pillen freizügig verteilt. Das war aber in einem anderen Video deutlich, das ich nicht wieder gefunden habe.

Die Post-Geschichte ist mir auch bekannt.

Es wäre gut, wenn es eine einheitliche Regelung für alle Bundesstaaten geben würde, dann würde der Abtreibungstourismus wegfallen und auch das Geschäft der Engelmacher*innen hoffentlich zurückgehen, weil die ärmeren Frauen sich eine Reise nicht leisten können.

 

deborah71 antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8520

@deborah71 

An der National Convention wurden auch die Pillen freizügig verteilt.

Nach dem, was ich jetzt ergoogelt habe, wurden in zwei Tagen ganze acht Abtreibungen dieser Art und neun Vasektomien vorgenommen. Also, unter "freizügig verteilt" stelle ich mir was anderes vor. Bei dieser Wortwahl entstehen vor meinem inneren Auge Bilder von einer massenhaften Ausgabe. Acht medikamentöse Abtreibungen in 2 Tagen ist doch sehr überschaubar, findest Du nicht?

Und die Pillen wurden auch nicht an der National Convention angeboten. Die National Convention der Demokraten hat mit dem Abtreibungs- und Vasektomie-Angebot nichts zu tun. 

Es wäre gut, wenn es eine einheitliche Regelung für alle Bundesstaaten geben würde, dann würde der Abtreibungstourismus wegfallen und auch das Geschäft der Engelmacher*innen hoffentlich zurückgehen, weil die ärmeren Frauen sich eine Reise nicht leisten können.

Sehe ich auch so.

alescha antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4814
Veröffentlicht von: @alescha

@deborah71

Es wäre gut, wenn es eine einheitliche Regelung für alle Bundesstaaten geben würde, dann würde der Abtreibungstourismus wegfallen und auch das Geschäft der Engelmacher*innen hoffentlich zurückgehen, weil die ärmeren Frauen sich eine Reise nicht leisten können.

Sehe ich auch so.

Das würde dann aber auch bedeuten, dass die Frauen, die sich ein Kind oder eine 'medizinisch saubere' Abtreibung nicht leisten können, halt wieder auf irgendwelche Hinterhof-Eingriffe zurückgreifen würden. Wer Geld hat und sich ein Kind nicht leisten kann oder will, wird immer noch Möglichkeiten finden. 
Und zu den großzügig verteilten Pillen - werden die tatsächlich 'einfach so' verteilt? 
So, dass man bei Bedarf welche zuhause hat?

chai antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8520

@chai 

Das würde dann aber auch bedeuten, dass die Frauen, die sich ein Kind oder eine 'medizinisch saubere' Abtreibung nicht leisten können, halt wieder auf irgendwelche Hinterhof-Eingriffe zurückgreifen würden. Wer Geld hat und sich ein Kind nicht leisten kann oder will, wird immer noch Möglichkeiten finden. 

Nein, es geht ja gerade darum, dass einheitliche Regelungen wünschenswert wären, damit derartige Eingriffe eben nicht nur Frauen vorbehalten sind, die es sich leisten können, in einen Staat zu reisen, wo Abtreibungen erlaubt sind. Deborah schreibt ja, dass dann hoffentlich auch das Geschäft der Engelmacher*innen zurückgeht.

Und zu den großzügig verteilten Pillen - werden die tatsächlich 'einfach so' verteilt? 
So, dass man bei Bedarf welche zuhause hat?

Nein, eben nicht. 

alescha antworten
Kappa
 Kappa
(@kappa)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 1626

@alescha 

In Deutschland, dem Land mit der kaputtesten Demografie wo es dazu an allen Ecken und Enden fehlt, will man nun Abtreibungen auf Staatskosten etablieren. Rot-,Grün mal wieder. Anstatt Familien zu entlasten wird mein Steuergeld dazu genommen, Kinder im Mutterleib abzutöten.

Völlig Irre. Emotional kann ich - gerade im Moment - verstehen das Trump in den USA gewählt wurde. 

kappa antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8520

@kappa 

will man nun Abtreibungen auf Staatskosten etablieren. Rot-,Grün mal wieder.

Dafür hätte ich jetzt gerne mal eine Quelle. 

Bis jetzt ist es so, dass Frauen selbst für Abtreibungen aufkommen müssen, mit Ausnahme von Frauen, die schlicht kein Geld für einen Abbruch haben. Ich habe nichts darüber gelesen oder gehört, dass sich daran was ändern soll. 

Anstatt Familien zu entlasten wird mein Steuergeld dazu genommen, Kinder im Mutterleib abzutöten.

Nochmal: Wo hast Du das her?

Völlig Irre. Emotional kann ich - gerade im Moment - verstehen das Trump in den USA gewählt wurde. 

Da die meisten US-Amerikaner dafür sind, das Abtreibungen legal sind, war das Thema wohl weniger entscheidend dafür, dass Trump gewählt wurde. Siehe meine andere Antwort an Dich. 

In Deutschland, dem Land mit der kaputtesten Demografie wo es dazu an allen Ecken und Enden fehlt

Deutschland ist bei weitem nicht das einzige Land mit einer kaputten Demographie. Informiere Dich mal. 

alescha antworten
DerElch
(@derelch)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 2120

@chai 

Und zu den großzügig verteilten Pillen - werden die tatsächlich 'einfach so' verteilt? 
So, dass man bei Bedarf welche zuhause hat?

Ja. Hab auch welche. Liegen neben dem Märchenbuch im Regal.

derelch antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 4579

@derelch Meinst du diese blauen? Die sind aber eher fürs Gegenteil...

tatokala antworten
DerElch
(@derelch)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 2120

@tatokala 

Meinst du diese blauen? Die sind aber eher fürs Gegenteil...

Ne die blauen waren schon aus. Meine sind rot. Bin ich Amateurin?

derelch antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 4579

@derelch wie, du bist kein Mann? ?

Liegt wohl am Nick.

 

tatokala antworten
DerElch
(@derelch)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 2120

@tatokala 

Bist du eine Kaffeekanne? Vermutlich nicht.

 

 

derelch antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 4579

@derelch Ein Selbstporträt sollte das nicht sein, ist aber als Zeichnung in gewisser Weise ein Teil von mir.

Vielleicht sollte ich mal Matrix schauen, was meinst du?

tatokala antworten
DerElch
(@derelch)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 2120

@tatokala 

Vielleicht sollte ich mal Matrix schauen, was meinst du?

Das wäre sicher besser investierte Zeit.

derelch antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 4579

@derelch ... als hier im Forum zu sitzen, meinst du wahrscheinlich?

tatokala antworten
DerElch
(@derelch)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 2120

@tatokala 

... als hier im Forum zu sitzen, meinst du wahrscheinlich?

Ja. Zumindest diese Metadiskussion zu Abtreibung ist völlig für die Katze. 

derelch antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4814
Veröffentlicht von: @derelch
Ja. Zumindest diese Metadiskussion zu Abtreibung ist völlig für die Katze. 

Nicht für die Katz, aber am falschen Ort. 
Vermutlich wurde sie auch hier bei jesus.de schon öfters als einmal geführt. 

(Aber ich brauch ja nix sagen, ich diskutier ja fröhlich mit)

chai antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 4579

@chai Das ist ja auch das fesselnde an j.de: zu verfolgen, welchen Verlauf die Diskussionen nehmen. Und welche Reaktion welche Gegenreaktion erzeugt. Diese Dynamik ist dann mitunter spannender als das Thema selbst.

tatokala antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@derelch 

Ja. Zumindest diese Metadiskussion zu Abtreibung ist völlig für die Katze. 

Zumindest für manche Leute erscheint die Wahl Donald Trumps aufgrund dieses Themas völlig vernünftig, ja geradezu alternativlos zu sein...

Klar, das werden wir hier auch nicht lösen können. Aber grundsätzlich ist es wohl noch Thema.

 

 

 

 

lucan-7 antworten
DerElch
(@derelch)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 2120

@lucan-7 

Zumindest für manche Leute erscheint die Wahl Donald Trumps aufgrund dieses Themas völlig vernünftig

Irgend eine komische Ausrede hat halt jeder.

derelch antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29331

@alescha 

Nach dem, was ich jetzt ergoogelt habe, wurden in zwei Tagen ganze acht Abtreibungen dieser Art und neun Vasektomien vorgenommen. Also, unter "freizügig verteilt" stelle ich mir was anderes vor. Bei dieser Wortwahl entstehen vor meinem inneren Auge Bilder von einer massenhaften Ausgabe. Acht medikamentöse Abtreibungen in 2 Tagen ist doch sehr überschaubar, findest Du nicht?

Das ist nicht der Punkt. Der Unterschied liegt zwischen freizügig verteilt und gerne oder zögerlich angenommen.

Man kann etwas freizügig verteilen wollen und eine reichliche Menge bevorratet haben. Das ist die eine Seite.

Die andere Seite ist, wer sich traut, das Angebot anzunehmen.

Und der dritte Punkt ist die Umkehr des Begriffes reproduktion rights : erstmal heißt es, das Recht mich zu vermehren.  Was aber angeboten wird, ist das Recht sich nicht zu vermehren und das müsste: non-reproduction rights heißen.

Als Viertes mißfällt mir, dass mit dem Tod der Ungeborenen gehandelt wird, um gewählt zu werden. Das sehe ich als eine Kultur des Todes.

Und die Pillen wurden auch nicht an der National Convention angeboten. Die National Convention der Demokraten hat mit dem Abtreibungs- und Vasektomie-Angebot nichts zu tun.

Planned parenthood war nicht zufällig da und wurde zumindest geduldet. Dazu war der Punkt Reproduction rights einer der Hauptwahlkampfpunkte von Kamals Harris. google zeigt mir sehr viele Berichte, dass Kamala auch von planned Parenthood in mindestens eine Klinik eingeladen worden war, um sich dort zu informieren.

deborah71 antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8520

@deborah71 

Dazu war der Punkt Reproduction rights einer der Hauptwahlkampfpunkte von Kamals Harris. google zeigt mir sehr viele Berichte, dass Kamala auch von planned Parenthood in mindestens eine Klinik eingeladen worden war, um sich dort zu informieren.

Du weißt aber schon, dass Abtreibungen nur ein Angebot von vielen anderen von Planned Parenthood ist?

Planned Parenthood macht auch Angebote, dass es gar nicht erst zu unerwünschten Schwangerschaften kommt, und bietet Vorsorge an. Guck mal hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Planned_Parenthood#Dienstleistungen

Als Viertes mißfällt mir, dass mit dem Tod der Ungeborenen gehandelt wird, um gewählt zu werden. Das sehe ich als eine Kultur des Todes.

Abtreibungen zu verbieten ist auf eine andere Art auch eine Kultur des Todes, weil das die Gesundheit oder sogar das Leben von Frauen aufs Spiel setzt. 

Dann streicht mal Planned Parenthood halt die Förderungen. Folge: Verhütung, medizinische Versorgung rund um Schwangerschaft und sexuell übertragbare Krankheiten etc. bleibt wieder den Wohlhabenden vorbehalten. 

alescha antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29331

@alescha 

Du weißt aber schon, dass Abtreibungen nur ein Angebot von vielen anderen von Planned Parenthood ist?

Die sind ja schon länger im Gespräch. Das ist aber hier auch nicht das Thema...  Es geht um eine  Kultur des Todes,  die für mich von Frau Harris unterstützt wird.Für mich geht sie weit über medizinische Notwendigkeiten oder Hilfe bei an den Frauen verübten Straftaten hinaus, wie gesagt... Stichwort "wie Smarties".

deborah71 antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@deborah71 

Es geht um eine  Kultur des Todes,  die für mich von Frau Harris unterstützt wird.

Solche Begrifflichkeiten sollten Leuten wie etwa islamistischen Selbstmordattentätern vorbehalten bleiben.

 

lucan-7 antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29331

@lucan-7 

Es gibt verschiedene Ebenen, wo viel Tod verursacht wird.

Hast du gerade mal die Zahlen zur Hand, wieviele Ungeborene pro Jahr in USA abgetrieben wurden z.B. in 2023?  google übersetzung

Abortion Data US 2023

Genauer gesagt gehen die Forscher davon aus, dass es im Jahr 2023 1.026.700 Abtreibungen gab. „Das ist die höchste Zahl seit über einem Jahrzehnt [und] das erste Mal seit 2012, dass im formellen US-Gesundheitssystem über eine Million Abtreibungen durchgeführt wurden“, erklärt Isaac Maddow-Zimet, ein Datenwissenschaftler bei Guttmacher.

deborah71 antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8520

@deborah71 

Und die Abtreibungen werden vorgenommen, weil es so viel Spaß macht?

alescha antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29331

@alescha 

Hältst du diese Haltung für möglich? oder wie soll ich deine Frage verstehen?

 

deborah71 antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8520

@deborah71 

Für mich geht sie weit über medizinische Notwendigkeiten oder Hilfe bei an den Frauen verübten Straftaten hinaus, wie gesagt... Stichwort "wie Smarties".

Nein, diese Haltung halte ich für kaum möglich.

Deine Aussage

Für mich geht sie weit über medizinische Notwendigkeiten oder Hilfe bei an den Frauen verübten Straftaten hinaus, wie gesagt... Stichwort "wie Smarties".

legt allerdings nahe, dass Frauen aus nichtigen Gründen abtreiben und dass eine Abtreibung etwas ist, was man mal eben so nebenher macht. 

Mag schon sein, dass es Frauen gibt, die abtreiben, weil eine Schwangerschaft ihre Urlaubspläne durchkreuzt oder sie fürchten, dass das ihre Figur ruiniert. 

Aber es gibt auch außer der medizinischen und kriminologischen Indikation handfeste Gründe für eine Abtreibung. Natürlich wäre es auch mir lieber, dass sich die Frauen - und die Männer, die für die Schwangerschaft mit verantwortlich sind, sich für das Kind entscheiden. Ich finde Abtreibungen auch schlimm. Ich denke aber auch: Wer will, dass Frauen Kinder austragen, soll auch dazu beitragen, dass das Umfeld ihnen das ermöglicht. Und dazu beiträgt, dass die Frauen gar nicht erst ungewollt schwanger werden. 

alescha antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29331

@alescha 

legt allerdings nahe, dass Frauen aus nichtigen Gründen abtreiben und dass eine Abtreibung etwas ist, was man mal eben so nebenher macht.

In der Haltung hatte ich eine Kollegin. Es gibt nichts, was es nicht gibt.

Und diese Nebenher-Haltung sollte nicht gefördert werden.

 

~~~~~~~~~~

 

 Der Titel des folgenden link's  spricht allein schon für sich, dass in USA bei dem Thema  Unruhe herrscht. Ich sage jetzt nicht, dass diese Frauen so nebenher abtreiben. Bei diesen Vorratskäufen können Panikkäufe genausogut dabei sein wie sonstige Absicherungskäufe. Das Thema ist einfach hochemotional.

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/155690/Nach-Trump-Sieg-Mehr-Bestellungen-der-Pille-danach

 

Das Ärzteblatt hat auch einen ausführlichen Artikel zu:

Schwangerschaftsabbruch: Ein moralphilosophischer und rechtlicher Kompromiss

wie er in 2018 erarbeitet wurde.

deborah71 antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@deborah71 

In der Haltung hatte ich eine Kollegin. Es gibt nichts, was es nicht gibt.

Und diese Nebenher-Haltung sollte nicht gefördert werden.

Ich hatte ja mal das Beispiel einer entfernten Bekannten gebracht, die schon mehrere Töchter hatte und sich unbedingt einen Sohn wünschte. Als sie erfuhr, dass sie wieder mit einer Tochter schwanger war, hat sie sie abgetrieben. Dann wurde sie direkt wieder schwanger, bekam einen Sohn und war glücklich.

Mich hat die Geschichte fassungslos gemacht... ich hätte die Tochter adoptiert, wenn das möglich gewesen wäre.

Andererseits ist da jetzt jemand auf der Welt, den es ohne diese Abtreibung nicht gegeben hätte... nicht alles ist immer so einfach und eindeutig, gerade nicht in diesem Bereich...

lucan-7 antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29331

@lucan-7 

Danke für deinen Erfahrungsbericht.

Es gibt da so viele verschiedene Schicksale....  

In der Seelsorgeausbildung hatten wir mehrere Stunden über vorgeburtliche Traumata, Beispiele, was es da geben kann und wie man erkennen kann, dass etwas in diese Zeit zurückreicht. Das war nicht einfach auszuhalten.

Das tiefste Trauma ist die Botschaft: Sei nicht!  Und das kann ein Ungeborenes schon über seinen Geist wahrnehmen, wenn sich die Eltern darüber unterhalten, welche Entscheidung sie über das Ungeborene treffen wollen.

deborah71 antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 7591

@deborah71 

Dass Kinder auch vorgeburtlich Wahrnehmungen der Realität haben, in die sie hineingeboren werden, ist inzwischen weitläufig bekennt. Aber ich denke, das läuft weniger über irgendeinen Geist als über das Wechselspiel der mütterlichen und kindlichen Hormone. In jedem Fall werden sich hochgradige Stressereignisse bei der Mutter per Hormone direkt beim Kind auswirken, dass diese Überschüttung mit Hormonen überhaupt nicht verkraften kann und sich mit ziemlicher Sicherheit als stressintolerant erweisen.

queequeg antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29331

@queequeg 

Nicht über irgendeinen Geist, sondern den Teil des Menschen, den die Bibel im Vers zu Geist-Seele-Körper als menschlichen Geist erkennen lässt.

1Thess 5,23 Er aber, der Gott des Friedens, heilige euch durch und durch und bewahre euren Geist samt Seele und Leib unversehrt, untadelig für das Kommen unseres Herrn Jesus Christus.

Das, was du beschreibst, kommt noch dazu.

deborah71 antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8520

@deborah71 

Die "Pille danach" ist keine Abtreibungspille. Schlimmstenfalls verhindert sie eine Einnistung, aber selbst dieser Effekt ist umstritten. 

https://de.wikipedia.org/wiki/Pille_danach

Der Titel des folgenden link's  spricht allein schon für sich, dass in USA bei dem Thema  Unruhe herrscht.

Klar: 

So seien die Terminanfragen für das Einsetzen einer Spirale um 760 Prozent, Anfragen für Vasektomien um 1.200 Prozent gestiegen. Eine Vertreterin der Organisation sagte zu CBS zu den möglichen Gründen dafür: „Die Amerika­ner sind vielleicht zu Recht ängstlich und besorgt über die Aussicht auf weitere Einschrän­kungen unserer Freiheit, über unseren Körper zu bestimmen.“

 

alescha antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29331

@alescha 

Im Prinzip ist es eine Abtreibung. Denn die befruchtete Eizelle hat schon eine eigene DNA, ist ein eigenständiges Wesen, auch wenn noch nicht überlebensfähig ohne die Mutter.

deborah71 antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8520

@deborah71 

Da die nidationshemmende Wirkung umstritten ist, frage ich mich, wie Du so selbstverständlich von einer Abtreibung ausgehst.

Übrigens ist auch bei der normalen Pille eine nidationshemmende Wirkung nicht auszuschließen (einer der Gründe übrigens, warum ich nicht mit der Pille verhüte), und bei der Spirale basiert die Verhütung weitgehend auf der Nidationshemmung, aber ich habe noch selten gehört, dass jemand die Pille oder die Spirale als "Abtreibung" bezeichnet hätte.

alescha antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29331

@alescha 

a) deswegen, wie ich schon schrieb: Denn die befruchtete Eizelle hat schon eine eigene DNA, ist ein eigenständiges Wesen, auch wenn noch nicht überlebensfähig ohne die Mutter.

b)weil man das neue menschliche Wesen  am Leben hindert

Ob man es Abtreibung oder nicht nennt, hängt bei den meisten von der Vorstellung ab, dass eine Abtreibung ein ärztlicher Eingriff ist. Damit wird das Erkennen, dass andere Formen der Lebenshinderung ebenso dem neuen menschlichen Wesen keine Erlaubnis zum Bleiben und Entwickeln geben verschleiert.

Nicht die Methode der Lebensverhinderung nach der Befruchtung ist das entscheidende Kriterium, sondern die Lebensverhinderung an sich.

Ich weiß nicht, ob dich der kommende wissenschaftliche Gastbeitrag von Dr. Dina Aweida, Dr. der Biologie von der Technion in Israel interessiert.

Hier ist die Einladung dazu:  The Anchor Podcast - Choose Life . Geplant ist es für den 20. November, so der Krieg nicht dazwischen kommt. Die Vortragssprache ist englisch.
Ich kenne Dr. Dina Aweida auch noch nicht. Bin gespannt, was sie zu sagen hat.

deborah71 antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8520

@deborah71 

b)weil man das neue menschliche Wesen  am Leben hindert

Du hast aber schon gelesen, was ich schrieb, nämlich dass die nidationshemmende Wirkung umstritten ist?

In der Packungsbeilage von PiDaNa steht, dass man die Pille innerhalb von 72 nach dem ungeschützten Sex einnehmen soll, je früher, desto besser, denn: "Wenn Sie bereits vor mehr als 72 Stunden weiteren Geschlechtsverkehr hatten, könnte es bereits zu einer Befruchtung gekommen sein. Es ist daher möglich, dass eine Behandlung mit PiDaNa 1,5 mg nach einem weiteren Geschlechtsverkehr eine Schwangerschaft nicht verhindert." Klick.

Ob man es Abtreibung oder nicht nennt, hängt bei den meisten von der Vorstellung ab, dass eine Abtreibung ein ärztlicher Eingriff ist. Damit wird das Erkennen, dass andere Formen der Lebenshinderung ebenso dem neuen menschlichen Wesen keine Erlaubnis zum Bleiben und Entwickeln geben verschleiert.

Also sprich: Jeder, der nicht mit Kondom oder Enthaltsamkeit (ggf. in Kombination mit der sympto-thermalen Methode) verhütet, treibt möglicherweise ab?

Ich weiß nicht, ob dich der kommende wissenschaftliche Gastbeitrag von Dr. Dina Aweida, Dr. der Biologie von der Technion in Israel interessiert.

Mich musst Du nicht überzeugen. Wie ich schon schrieb verhüte ich nicht mit der Pille. Ich verhüte mit NFP a.k.a. sympto-thermale Methode, nachdem ich mich mit den verschiedenen Verhütungsmitteln- und Methoden vertraut gemacht habe. 

Allerdings weiß ich auch, dass das nicht für jede Frau geeignet ist. Willst Du jetzt allen, die hormonell oder mit Spirale verhüten, ein schlechtes Gewissen machen, weil sie Deiner Meinung nach abtreiben?

alescha antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29331

@alescha 

Also sprich: Jeder, der nicht mit Kondom oder Enthaltsamkeit (ggf. in Kombination mit der sympto-thermalen Methode) verhütet, treibt möglicherweise ab?

Pille danach oder Spirale enthalten dieses Risiko rein sachlich gesehen.

Willst Du jetzt allen, die hormonell oder mit Spirale verhüten, ein schlechtes Gewissen machen, weil sie Deiner Meinung nach abtreiben?

Nein. Es ist ihre Entscheidung, wie sie verhüten. Es ist auch ihre Entscheidung inwieweit sie sich informieren, wie die einzelnen Methoden wirken. Ich rede hier nur von der möglichen Wirkung verschiedener Methoden.

Ich habe mich informiert und danach habe ich meine Wahl getroffen.

Es steht mir nicht zu, die getroffene Wahl einer anderen zu verurteilen.

deborah71 antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8520

@deborah71 

Pille danach oder Spirale enthalten dieses Risiko rein sachlich gesehen.

Die Pille oder Spirale. Bei der Pille danach ist es "rein sachlich" nicht erwiesen. Jetzt zum dritten Mal.

Ich finde es daher falsch, den Eindruck zu erwecken, als handele es sich bei Hamsterkäufen der Pille danach quasi um eine Abtreibungswelle.

Aus dem von Dir verlinkten Artikel geht lediglich hervor, dass die Leute panikartig Verhütungsmittel besorgen oder sich sterilisieren lassen, vermutlich weil man ja nicht wissen kann, ob nicht demnächst auch noch der Verkauf von Verhütungsmitteln oder Sterilisationen verboten oder erschwert werden. Immerhin hat ja einer der Richter am Supreme Court (Clarence Thomas, um genau zu sein) schon laut darüber nachgedacht, jetzt auch das Recht auf Verhütung auf den Prüfstand zu stellen. Immerhin hat das Repräsentantenhaus reagiert und das Recht auf Verhütung gesetzlich festgeschrieben. Alle Gegenstimmen kamen von den Republikanern (einige haben aber auch dafür gestimmt). Klick.

Ich habe mich informiert und danach habe ich meine Wahl getroffen.

Ich auch. Schrieb ich ja. Und auch, wofür ich mich entschieden habe.

 

alescha antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4814
Veröffentlicht von: @alescha

@deborah71 

Pille danach oder Spirale enthalten dieses Risiko rein sachlich gesehen.

Die Pille oder Spirale. Bei der Pille danach ist es "rein sachlich" nicht erwiesen. Jetzt zum dritten Mal.

Und rein sachlich ist es eben auch ein Unterschied, ob man eine -eventuelle- Schwangerschaft durch Pille oder Spirale verhindert oder eine -bereits vorhandene- Schwangerschaft durch einen gezielten medizinischen Eingriff beendet. 
So ehrlich sollte man schon sein. 

Ich finde es daher falsch, den Eindruck zu erwecken, als handele es sich bei Hamsterkäufen der Pille danach quasi um eine Abtreibungswelle.

Ich auch.

chai antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4814
Veröffentlicht von: @alescha

Übrigens ist auch bei der normalen Pille eine nidationshemmende Wirkung nicht auszuschließen (einer der Gründe übrigens, warum ich nicht mit der Pille verhüte), und bei der Spirale basiert die Verhütung weitgehend auf der Nidationshemmung, aber ich habe noch selten gehört, dass jemand die Pille oder die Spirale als "Abtreibung" bezeichnet hätte.

Es gibt genügend Christinnen, die deswegen beide Methoden ablehnen.

chai antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8520

@chai 

Ja, ich weiß, ich selbst lehne diese Methoden deswegen für mich auch ab.

Ich würde trotzdem nicht von Abtreibung reden.

alescha antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@deborah71 

Denn die befruchtete Eizelle hat schon eine eigene DNA, ist ein eigenständiges Wesen, auch wenn noch nicht überlebensfähig ohne die Mutter.

Dann müsstest du Stammzellen generell auch als "eigenständige Wesen" betrachten. Denn aus denen können prinzipiell auch Menschen werden.

Die Biologie liefert uns keine so eindeutigen Grenzen, wie wir uns das an der Stelle wohl wünschen würden.

lucan-7 antworten
Deborah71
(@deborah71)
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Beiträge : 29331

@lucan-7 

Würden sich Stammzellen aus der Nabelschnur im Körper der Mutter zu einem Kind entwickeln?

Eher doch nicht?  Bislang ist mir bekannt, dass Stammzellen für Organreparaturen oder -Ersatz verwendet werden. Diese Stammzellen tragen aber die DNA der Person, aus der sie entnommen sind.

Hier spielt der menschliche Geist, der Lebensatem Gottes noch eine Rolle, dass ein komplettes neues menschliches Wesen entsteht.

deborah71 antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@deborah71 

Würden sich Stammzellen aus der Nabelschnur im Körper der Mutter zu einem Kind entwickeln?

Technisch ist das möglich, die Zellen dazu anzuregen.

Man kann auch eine befruchtete Eizelle im Labor praktisch beliebig oft zur Teilung bringen und dann trennen - aus jeder der entstandenen Zellen könnte wieder ein kompletter Mensch entstehen.

So wie das bei Zwillingen ja auch natürlich geschieht... nur dass man auf diese Weise halt auch Hundertlinge herstellen könnte, die dann von Leihmüttern ausgetragen würden.

(So etwas könnte man mit einem fortgeschrittenen Embryo oder Baby nicht mehr machen...)

 

Hier spielt der menschliche Geist, der Lebensatem Gottes noch eine Rolle, dass ein komplettes neues menschliches Wesen entsteht.

Gilt das auch für die im Labor erzeugten Embryonen aus anderen Stammzellen oder den erwähnten Hundertlingen?

Man macht so etwas aus ethischen Gründen nicht - aber nicht, weil es nicht machbar wäre.

lucan-7 antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29331

@lucan-7 

Zu deiner Frage unten...  Klone wären immer dieselbe Person, kein neu entstandenes menschliches Wesen meinem bescheidenen Wissenstand nach.

Allerdings bei einer sogenannten künstlichen Befruchtung hast du wieder Ei und Samenzellen, die ein neues Wesen hervorbringen und keinen Klon.

deborah71 antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@deborah71 

Zu deiner Frage unten...  Klone wären immer dieselbe Person, kein neu entstandenes menschliches Wesen meinem bescheidenen Wissenstand nach.

Die Trennung der befruchteten Eizelle ist ja das, was bei Zwillingen passiert... und die sind zwei Wesen, nicht eins. Und eben diesen Vorgang könnte man quasi beliebig oft wiederholen. Das wären dann im Prinzip "Klone", aber genau so wie Zwillinge eben sind - und damit verschiedene Wesen.

 

Allerdings bei einer sogenannten künstlichen Befruchtung hast du wieder Ei und Samenzellen, die ein neues Wesen hervorbringen und keinen Klon.

Deine Frage war ja, ob auch andere Zellen in der Lage wären, sich zu einem Menschen zu entwickeln... und das ist der Fall. Zwar nicht auf natürliche Weise, aber prinzipiell ist das möglich.

Und einen solcherart erzeugten Menschen müsste man dann natürlich auch als vollwertig betrachten... obwohl er weder Vater noch Mutter hätte.

Das ist ja auch das Komplizierte an dieser Stelle. Die Biologie liefert keine Antworten, sie macht alles noch komplizierter. So leben ja auch viele Zellen Verstorbener noch lange weiter... teils wohl über Wochen und länger.

In der Biologie ist selbst Tod und Leben nicht so klar wie man denkt...

lucan-7 antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29331

@lucan-7

Die Trennung der befruchteten Eizelle ist ja das, was bei Zwillingen passiert... und die sind zwei Wesen, nicht eins. Und eben diesen Vorgang könnte man quasi beliebig oft wiederholen. Das wären dann im Prinzip "Klone", aber genau so wie Zwillinge eben sind - und damit verschiedene Wesen.

Weiß nicht...klingt seltsam, also nicht der Bereich Zwillinge, Drillinge, Fünflinge.....  sondern die Gleichsetzung mit Klonen. Mangels Fachwissen in diesem Bereich kann ich aber nicht den Finger drauflegen und das begründen, was mich da intuitiv und  gedanklich auf Abstand hält.

Zweieiige Zwillinge sind ja dann auch noch mal ein extra Fall. Aber da wird es mir jetzt zu kompliziert.

 

deborah71 antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4814
Veröffentlicht von: @deborah71

Zweieiige Zwillinge sind ja dann auch noch mal ein extra Fall. Aber da wird es mir jetzt zu kompliziert. 

Zweieiige Zwillinge sind ganz einfach zwei Kinder, die zur selben Zeit in der Gebärmutter heranwachsen. 
Und bei der Sache mit den Klonen hab ich instinktiv ein Problem.

chai antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29331

@chai 

Und bei der Sache mit den Klonen hab ich instinktiv ein Problem.

Geht mir genau so .

deborah71 antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@deborah71 

Weiß nicht...klingt seltsam, also nicht der Bereich Zwillinge, Drillinge, Fünflinge.....  sondern die Gleichsetzung mit Klonen. Mangels Fachwissen in diesem Bereich kann ich aber nicht den Finger drauflegen und das begründen, was mich da intuitiv und  gedanklich auf Abstand hält.

Ja, das mutet seltsam an, weil wir es ja gewohnt sind, von einem Menschen als Individuum und einem eindeutigen Lebewesen zu sprechen.

Wenn in einem sehr frühen Stadium - also bevor ein Embryo entsteht und nur ein Zellhaufen existiert - aus diesem Zellhaufen technisch gesehen beliebig viele Menschen erzeugt werden können, dann würde ich da theologisch (!) den Schluss daraus ziehen, dass dieser Zellhaufen noch keine Seele hat. Denn in diesem Zustand können ja auch auf natürliche Weise noch Zwillinge entstehen, es ist also nicht klar, wieviele Seelen am Ende "gebraucht" werden, sozusagen.

Eindeutig als Individuum wäre ein Mensch dann definiert, wenn der Embryo so weit herangereift ist, dass so eine Teilung auf natürliche Weise nicht mehr möglich ist. In diesem Stadium wäre der Mensch dann als solcher festlegt.

 

"Klonen" bedeutet im allgemeinen Verständnis, Lebewesen aus anderen Körperzellen zu erzeugen. Auch das ist beim Menschen möglich. Man könnte DNA aus einer menschlichen Körperzelle holen, diese in eine entkernte (also von DNA befreite) befruchtete Eizelle transferieren und diese dann zu einem Menschen heranwachsen lassen.

Dieser Mensch wäre dann eine Kopie desjenigen, von dem die Körperzelle stammt... und er hätte weder Vater noch Mutter, wäre aber ein eigener Mensch mit eigener Persönlichkeit.

Technisch ist das machbar, ethisch aber natürlich verboten. Ob das so bleibt wird man sehen...

 

lucan-7 antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4814

@alescha Stimmt - per Definition ist die 'Pille danach' keine 'Abreibungspille'.

chai antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@deborah71 

Es gibt verschiedene Ebenen, wo viel Tod verursacht wird.

Hast du gerade mal die Zahlen zur Hand, wieviele Ungeborene pro Jahr in USA abgetrieben

Gerade weil es da verschiedene Ebenen gibt halte ich es für unsinnig, eine Abtreibung mit einem Mord gleichzusetzen.

Grundsätzlich bin ich auch gegen Abtreibung, weil ich denke, dass Frauen dazu ermutigt werden sollten, ihr Kind auszutragen. Dazu gehört natürlich auch, dass ein entsprechendes Umfeld geschaffen wird, in dem das auch möglich ist... und selbstverständlich auch Zugang zu Verhütungsmethoden, um eine unerwünschte Schwangerschaft im Vorfeld zu verhindern.

Falls sich eine Frau dann aber doch zu einer Abtreibung entscheidet, dann weigere ich mich, das als Verbrechen zu betrachten - vorausgesetzt, diese erfolgt in einem sehr frühen Stadium, was in jedem Fall auch ein Punkt ist.

Dass man bereit ist, notfalls auch Faschisten an die Macht zu bringen, nur weil sie behaupten, gegen Abtreibung zu sein - das ist für mich nicht akzeptabel.

Dafür bedeutet mir das Leben der geborenen Menschen dann doch etwas mehr.

 

lucan-7 antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29331

@lucan-7 

Gerade weil es da verschiedene Ebenen gibt halte ich es für unsinnig, eine Abtreibung mit einem Mord gleichzusetzen.

Darüber sind sich die meisten einig. Das wäre jetzt aber ein neues Thema.

Mich entsetzt diese zahlenmäßige Menge an verhinderten Menschen.

Grundsätzlich bin ich auch gegen Abtreibung, weil ich denke, dass Frauen dazu ermutigt werden sollten, ihr Kind auszutragen. Dazu gehört natürlich auch, dass ein entsprechendes Umfeld geschaffen wird, in dem das auch möglich ist... und selbstverständlich auch Zugang zu Verhütungsmethoden, um eine unerwünschte Schwangerschaft im Vorfeld zu verhindern.

Ganz genau so...  

deborah71 antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8520

@deborah71 

Es geht um eine  Kultur des Todes,  die für mich von Frau Harris unterstützt wird.

Und das, wofür Trump und die Republikaner stehen, ist besser?

 Stichwort "wie Smarties".

Ich vermute mal, dass auch in den USA die Abtreibungspillen nicht wie Smarties im Supermarkt um die Ecke angeboten werden. 

Ebenso gehe ich auch nicht davon aus, dass Frauen die Abtreibungspillen "wie Smarties" konsumieren.

Wer die Kultur des Todes bekämpfen will, soll auch erstmal dafür sorgen, dass Frauen aufgeklärt werden, Zugang zu Verhütungsmitteln und Gesundheitsvorsorge haben und dass Familien die Möglichkeiten haben, ein weiteres Kind zu versorgen. 

Und daran hapert es oft. Gerade bei den Republikanern und den Evangelikalen.

 

alescha antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29331

@alescha 

Wer die Kultur des Todes bekämpfen will, soll auch erstmal dafür sorgen, dass Frauen aufgeklärt werden, Zugang zu Verhütungsmitteln und Gesundheitsvorsorge haben und dass Familien die Möglichkeiten haben, ein weiteres Kind zu versorgen.

Und daran hapert es oft. Gerade bei den Republikanern und den Evangelikalen.

Da bin ich ganz deiner Meinung.

deborah71 antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2028 Jahren

Beiträge : 20559

@deborah71 

Es geht um eine  Kultur des Todes,  die für mich von Frau Harris unterstützt wird.Für mich geht sie weit über medizinische Notwendigkeiten oder Hilfe bei an den Frauen verübten Straftaten hinaus, wie gesagt... Stichwort "wie Smarties".

Ich frag mich bei so einer Argumentation wo Du bei Donald Trump dann eine "Kultur des Lebens" siehst? 

Dieser Mann ist kriminell, er ist ein Ehebrecher, er fällt Entscheidungen zum Nachteil anderer, er stachelt einen republikanischen Mob auf, das Capitol zu stürmen (da gab es übrigens auch Todesopfer), er wendet sich gegen Migranten... das ist doch keine Alternative zu Frau Harris? Klar bin ich gegen Abtreibungen und sehe Frau Harris da sehr sehr kritisch.

Aber das wiegt doch nicht das auf, was Trump anrichtet?

tristesse antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29331

@tristesse 

Zum Beitrag

Ich frag mich bei so einer Argumentation wo Du bei Donald Trump dann eine "Kultur des Lebens" siehst?

Wer sagt denn, dass ich bei ihm eine Kultur des Lebens in Reinform sehe? Er zeigt Ansätze dazu, indem er das Abtreiben/Töten eindämmen will. Aber gut gemeint, ist noch nicht gut gemacht. Und deswegen muss für ihn gebetet werden nach der Vorgabe aus 1. Tim 2, 1-4 ...dass er zur Erkenntnis der Wahrheit kommt  d.h. welches Gesetz wirklich hilfreich für die Frauen und die Ungeborenen ist. Und aus Jakobus: das Gebet um Weisheit.

Und nein, ich bin immer noch nicht pro Trump. Ich bin pro Leben und pro Israel auf der Grundlage von Joh 10,10.

Dieser Mann ist kriminell, er ist ein Ehebrecher, er fällt Entscheidungen zum Nachteil anderer, er stachelte einen republikanischen Mob auf, das Capitol zu stürmen (da gab es übrigens auch Todesopfer), er wendet sich gegen Migranten... das ist doch keine Alternative zu Frau Harris? Klar bin ich gegen Abtreibungen und sehe Frau Harris da sehr sehr kritisch.

Aber das wiegt doch nicht das auf, was Trump anrichtet?

Natürlich wiegt es das nicht auf. Deswegen muss ja für ihn gebetet werden. Das hatte ich schon vor ein paar Tagen formuliert. Wenn du und andere daraus schließen, dass ich in der pro Trump Linie unterwegs wäre, dann habt ihr nicht genau gelesen.  Die Kunst der Fürbitte ist das sich frei halten von parteiisch werden. 

deborah71 antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2028 Jahren

Beiträge : 20559

@deborah71 

Wer sagt denn, dass ich bei ihm eine Kultur des Lebens in Reinform sehe?

Von "Reinform" hab ich nichts gesagt. 

Und nein, ich bin immer noch nicht pro Trump. Ich bin pro Leben und pro Israel auf der Grundlage von Joh 10,10.

Zu Deinen "Pro Israel" Beiträgen wurde hier schon genügend gesagt, da muss ich nicht weiter drauf eingehen. 

Für mich bedeutet Trump nicht "Pro Leben", es hat keinen Sinn, das ungeborene Leben zu schützen und das geborene zu verachten. 

 Deswegen muss ja für ihn gebetet werden. 

Dann hoffe ich mal, dass Du auch für Frau Harris betest?

Wenn du und andere daraus schließen, dass ich in der pro Trump Linie unterwegs wäre, dann habt ihr nicht genau gelesen.  Die Kunst der Fürbitte ist das sich frei halten von parteiisch werden. 

Du positionierst Dich schon ziemlich eindeutig, für Frau Harris wird ja nicht von Dir zum Gebet aufgerufen.
 
Auch einer Fürbitterin kann es passieren, dass sie parteiisch wird, weiß ich aus eigener Erfahrung.
 
Ich will da auch nicht weiter was zu sagen, aber unkommentiert wollte ich als Christin Deine Äußerungen zu Trump und Israel einfach nicht stehen lassen. 
 
Schönes Wochenende Dir 😉 
 
 
tristesse antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4814

@tristesse Genau so - in allen Belangen hätte man auch für Frau Harris beten können. 
Weisheit schadet ja keinem Politiker - und auch sonst nicht.

chai antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29331

@tristesse 

Von "Reinform" hab ich nichts gesagt.

Aber ich  habe diese Erwartung aufgrund des Schlagwortes angesprochen. Auch bei Frau Harris gibt es Ansätze zu Kultur des Lebens..  

Bei keinem ist alles absolut schwarz oder weiß.

Dann hoffe ich mal, dass Du auch für Frau Harris betest?

Keine Sorge. Sie fällt auch unter 1. Tim 4, 1-4

Sie ist aber gerade nicht Fokus der Presse und keiner regt sich über sie auf, also kein Schreibbedarf. Wäre sie gewählt worden, das wäre spannend, was dann so in den Medien aufgetaucht wäre. Ist aber nicht.

Es steht dir frei, alles zu kommentieren. Bevor es aber zu schnellem Verurteilen kommt, wäre es gut, nachzufragen, wie jemand etwas meint und ob man ihn/sie richtig verstanden hat, statt gleich mit Kokosnüssen zu werfen.

pro Israel: hmmm....Gott ist pro Israel....  machst du ihm das zum Vorwurf, dass er was dagegen hat, dass sein Volk vernichtet wird  um das Kommen des Messias zu verhindern?
Daran will ich gerade mal erinnern.

Dir auch ein schönes Wochenende 🙂

deborah71 antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2028 Jahren

Beiträge : 20559

@deborah71 

Es steht dir frei, alles zu kommentieren. Bevor es aber zu schnellem Verurteilen kommt, wäre es gut, nachzufragen, wie jemand etwas meint und ob man ihn/sie richtig verstanden hat, statt gleich mit Kokosnüssen zu werfen.

1. werfe ich nicht mit Kokosnüssen

2. glaub ich nicht, dass ich Dich falsch verstanden habe, darum auch keine Rückfrage.

machst du ihm das zum Vorwurf, dass er was dagegen hat, dass sein Volk vernichtet wird  um das Kommen des Messias zu verhindern?
Daran will ich gerade mal erinnern.

Ich mach ihm überhaupt nichts zum Vorwurf und muss auch daran nicht erinnert werden.

 

tristesse antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 7591

@deborah71 

"Gott ist pro Israel.... machst du ihm das zum Vorwurf, dass er was dagegen hat, dass sein Volk vernichtet wird um das Kommen des Messias zu verhindern?
Daran will ich gerade mal erinnern."

Wen willst Du denn per Gebet erinnern?

queequeg antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

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@queequeg 

Im vorigen Post ging es nicht um Gebet. Die Zeilen waren an Tristesse gerichtet.

deborah71 antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 6191

@deborah71 (...) dann würde der Abtreibungstourismus wegfallen und auch das Geschäft der Engelmacher*innen hoffentlich zurückgehen, weil die ärmeren Frauen sich eine Reise nicht leisten können.

In so einem Fall würden dann vermutlich diese ärmeren Frauen die nächstmögliche Option wahrnehmen, d.h. billige Engelmacherinnen in der Nachbarschaft konsultieren. Die würden dann von dem wenigen Geld, das so ärmere Frauen auszugeben in der Lage sind für die Leistung, noch mehr als Risiko-Anteil (für das Verstoßen gegen die Gesetze) abzweigen, d.h. das medizinisch-technologische Niveau der Abtreibungen würde entsprechend sinken.

Was für eine mitfühlende Moral!

jack-black antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4814

@jack-black Das meinte ich. 

Und nein - man muss Abtreibung deshalb noch lange nicht gut finden. 

chai antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29331

@jack-black 

Hast du verstanden, was ich schrieb? > bessere Gesetze, weniger Bedarf an Engelmacherinnen, weil den Frauen im eigenen Bundesstaat besser und qualitativer geholfen würde.

 

deborah71 antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8520

@deborah71 

So habe ich Dich auch verstanden.

alescha antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 6191

@deborah71 Hast du verstanden, was ich schrieb?

Ja, Ich kann es auch noch mal vollständig zitieren:

Es wäre gut, wenn es eine einheitliche Regelung für alle Bundesstaaten geben würde, dann würde der Abtreibungstourismus wegfallen und auch das Geschäft der Engelmacher*innen hoffentlich zurückgehen, weil die ärmeren Frauen sich eine Reise nicht leisten können.

Einheitliche Regelung schriebst Du in dem von mir zitierten Posting, nicht bessere Gesetze*.

Der "Abtreibungstourismus" (übrigens eine Bezeichnung, die für sich schon einen Zynismus darstellt), aus dem irgendwelche "Engelmacherinnen" (noch ein Zynismus) ein Geschäft machen, wäre überhaupt kein Ding, wenn Frauen dort, wo sie wohnen, ausreichend Möglichkeiten hätten, gemäß ihren Entscheidungen über ihre Bäuche medizinische Hilfe bei einer Abtreibung in Anspruch zu nehmen.

Der Gipfel des Zynismus ist aber das Kalkül hinsichtlich der Armut mancher Frauen. Wenn es so gemeint ist, dass solche arme Frauen heute in die Arme von Kurpfuscherinnen getrieben werden, weil sie sich heute schon eine Reise in Bundesstaaten, wo sie eine gute, auf dem aktuellsten medizinischen Stand ausgeführte Abtreibungsbehandlung bekommen können, nicht leisten können, dann würde sich da nur etwas ändern, falls die "einheitliche Regelung" den liberalen Regelungen entspricht, die heute schon dort herrschen, wohin die Frauen aus anderen Regionen in ihrer Not reisen. Dann würde keine Frau einen Grund haben, weit zu reisen, um abtreiben zu können. Aber ist unter dem Republikaner-Regime eine solch liberale einheitliche Regelung zu erwarten? Selbstverständlich nicht. Also kann hier "einheitliche Regelung" eigentlich nur bedeuten, dass die Regeln überall in den USA deutlich rigider werden - so rigide, dass dann nur noch reiche Frauen medizinisch halbwegs sicher abtreiben können.  Frauen, die sich Reisen in's Ausland oder in abgelegene Privatkliniken leisten können oder die nötigen Dollars haben, um gute Mediziner vor Ort zu schmieren, die dann illegalen Eingriffe vorzunehmen. Die einheitliche Regelung würde in der Praxis nur für jene gelten, die es sich nicht finanziell leisten können, sie zu umgehen: diese Frauen wären dann komplett dazu gezwungen, zu Kurpfuschern zu gehen. Waren sie es vor der Einführung der "einheitlichen Regelung" schon, weil sie sich nicht mal die Reise in einen liberaleren Bundesstaat leisten konnten, so werden sie es weiterhin sein. Waren sie es vorher nur bedingt, weil sie es vielleicht doch schafften, das Geld für die Busfahrkarte aufzutreiben, so werden sie nun definitiv schlechter gestellt.

Das Geschäft der illegal ihre Dienste anbietenden Kurpfuscher wird dadurch nicht beeinträchtigt, sogar eher im Gegenteil: Wenn für ärmere Frauen nicht mal die Option besteht, im übernächsten Bundesstaat einen legalen Abtreibungsmediziner zu finden, sind sie noch stärker auf die illegalen Angebote angewiesen. Was die Macht der Kurpfuscher erhöht: sie können höhere Preise fordern oder es sich leisten, das Niveau ihrer Arbeit noch weiter zu senken: ihre Kundinnen müssen auch diesen schlechteren Vertragsbedingungen zustimmen.

Kurz: es liefe in der Praxis auf Armutsdiskriminierung hinaus.

 

 

 

 

*wer sollte denn auch gegen bessere Gesetze sein?! Das ist die trivialst-mögliche Formulierung. Jeder ist stets für bessere Gesetze. Eine "einheitliche Regelung", nämlich das Bundesstaaten übergreifende Recht auf Abtreibung, wurde auf Betreiben der Reps gerade gekippt.

 

jack-black antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29331

@jack-black 

Danke für deine Meinung. 🙂

deborah71 antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 7591

@deborah71 

"weil die ärmeren Frauen sich eine Reise nicht leisten können"

Das ist echt zynisch.

queequeg antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29331

@queequeg 

So sind die Gegebenheiten in USA.  Das ist echt übel. Daher plädiere ich ja für bessere Gesetze.

deborah71 antworten
Gelöschtes Profil
(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 30188

..........jede Abtreibung hat ihre eigene Geschichte.......

Und es gibt eine Geschichte vor der Abtreibung. Da müsste man eher

ansetzen. Mit jungen Menschen in Beziehung kommen, miteinander 

reden............

Das man nicht zu schnell eine sexuelle Beziehung eingeht............

Auch wenn das jetzt zu fromm klingt....es gibt da leider so viel Leid..

Da hilft auch auf cool machen nicht mehr viel............"gib mehr Gas,

ich will Spaß," und wenn der Spaß vorbei ist...........................................

deleted_profile antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 6191

@hundemann (...) Da hilft auch auf cool machen nicht mehr viel............"gib mehr Gas,ich will Spaß," und wenn der Spaß vorbei ist...........................................

Achtung, Achtung, eine Durchsage an unsere werten Besucher: Die Mutter der kleinen Pünktchen und Trivalitätchen kann ihre Sprößlinge am Informationsstand abholen!

scnr

jack-black antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4814
Veröffentlicht von: @hundemann

..........jede Abtreibung hat ihre eigene Geschichte.......

So ist es. Ich denke nach wie vor nicht, dass das immer leichtfertig geschieht. 

chai antworten
Gelöschtes Profil
(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 30188

hallo Chai,

nein, nicht immer  leichtfertig aber das Opfer ist immer das schwächste Glied

in der Kette, das Kind............

deleted_profile antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4814

@hundemann Schon klar. Aber manchmal gibt es Situationen, da denkt man, es wäre besser fürs Kind gewesen, wenn es nicht auf die Welt gekommen wäre. 
Und möglicherweise kommt man als Frau auch in eine Situation, wo man sich überlegt, was man unter den gegebenen Umständen im Fall der Fälle wirklich tun würde.

chai antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8520

@hundemann 

Das man nicht zu schnell eine sexuelle Beziehung eingeht............

Es gab Zeiten, da stellten verheiratete Frauen die Mehrheit der Abtreibenden. 

Es sind also nicht nur vorschnelle sexuelle Beziehungen, die zu ungewollten Schwangerschaften führen. 

 

alescha antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4814

@alescha Ja, vielleicht sogar Frauen, die schon Kinder haben und sich im Klaren darüber sind, dass ein weiteres Kind einfach über ihre Kräfte geht. 
Ich hab da mal einen Bericht gelesen - ich hatte für jeder der Frauen tiefstes Verständnis.

chai antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8520

@chai 

Tatsächlich hat die Mehrheit der abtreibenden Frauen schon ein Kind/Kinder. Klick.

alescha antworten
Kappa
 Kappa
(@kappa)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 1626

@alescha ja das hörte ich auch.

Warum geht es denn über die Kräfte? Deshalb -

-beide müssen Vollzeit arbeiten 

-Angst Nicht mehr in den Beruf zu kommen 

-Kohle

-Kitas taugen nichts

-Keine Möglichkeit eine größere Wohnung zu finden 

In den meisten anderen Ländern bekommen die Frauen zumindest auch mehr Kinder. Sind nun alle Frauen in Deutschland "Schwach" - oder liegt es an den Faktoren welche der Staat gestalten könnte/ müsste?

Auffällig ist in Deutschland das der Zeitgeist aber auch Politik sehr modern die Frauen zur Karriere drängt, aber die Strukturen dann doch eher Rückständig sind.

Wasser predigen, Wein Saufen....so in etwa.

Im Augenblick sind wir dabei das die Geburtenraten der länger hier Lebenden deutlich fallen. 

Leider ist genau das für das Geschäft meiner Frau ein Risiko - sie verkauft im Schwerpunkt hochwertige natürliche Kinderkleidung. Das leisten sich aber nur Leute Mittelschicht aufwärts, also die, wo immer weniger Kinder haben.

Das kann man nicht durch Millionen an neuen Migranten ersetzen- Barfußschuhe werden eben nicht von syrischen Familien gekauft, das ist einfach so.  Das machen "Ethno"Deutsche oder Migranten Dritter Generation.

Die gegenwärtige Situation ist für unsere Familie zu einem greifbaren Risiko geworden und da sind wir sicher auch nicht die Einzigen. Wenn man ein Geschäft gründet vertraut man vorher ja auch immer irgendwie den Staatlichen Rahmenbedingungen. Aber dem Staat ist der eigene Nachwuchs völlig Wurst. Der will lieber noch Geld in Abtreibungen investieren....

 

 

 

kappa antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8520

@kappa 

In den meisten anderen Ländern bekommen die Frauen zumindest auch mehr Kinder. Sind nun alle Frauen in Deutschland "Schwach" - oder liegt es an den Faktoren welche der Staat gestalten könnte/ müsste?

Bei Abtreibungen jedenfalls liegt Deutschland in Europa auf den hinteren Plätzen. Klick.

Und bei der Geburtenrate liegt Deutschland im Mittelfeld. Klick.

Der will lieber noch Geld in Abtreibungen investieren....

Kommt für diesen Unsinn eigentlich auch noch ein Beleg?

Auffällig ist in Deutschland das der Zeitgeist aber auch Politik sehr modern die Frauen zur Karriere drängt, aber die Strukturen dann doch eher Rückständig sind.

Was ist denn Dein "Zeitgeist"? Frauen zurück an den Herd? 

Zu Deiner Info: Der Zeitraum, in der es sich ein relativ großer Bevölkerungsteil die sog. Hausfrauenehe leisten könnte, ist historisch gesehen eine Randerscheinung. Seit jeher waren Familien darauf angewiesen, dass auch die Frauen zum Familieneinkommen beitrugen. 

alescha antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 4579

@alescha Ist mir auch so geläufig. daß statistisch die verheirateten Frauen, die bereits Kinder haben, den größten Anteil ausmach(t)?en. Das ist natürlich ein Tabuthema und fällt in jeglichen Debatten unter den Tisch. (Naja, zumindest vor ein paar Jahren war das noch so.) Deswegen stehe ich dem kritisch gegenüber, wenn sich Leute echauffieren, die selbst überhaupt nicht in diesem Thema stecken.

 

 

tatokala antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8520

@tatokala 

 Ist mir auch so geläufig. daß statistisch die verheirateten Frauen, die bereits Kinder haben, den größten Anteil ausmach(t)?en

Inzwischen sind die unverheirateten Frauen in der Mehrheit, was ganz einfach daran liegen dürfte, dass viele Paare auf den Gang zum Standesamt verzichten. D.h. also, auch die Unverheirateten sind nicht alle durch schnelle oder flüchtige Sexualkontakte schwanger geworden.

Sprich: Die meisten Frauen, die abtreiben, sind in einer festen Beziehung - und haben übrigens auch ein Kind/Kinder.

 

alescha antworten
Kappa
 Kappa
(@kappa)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 1626

@alescha 

Das ist einfach.

Das eine bedeutet das der Staat es selbst Absegnet und quasi will, hilflose ungeborene Babys aktiv zu töten.

Das andere ist ein Mensch, eine Privatperson die vermeintlich Dreck am Stecken hat, oder zumindest Vorwürfe davon. Aber dieser Mensch -,Trump- ist NICHT die USA. Er ist streng genommen - nur ein Angestellter mit einem Job.

Der Waffenbesitz- das Problem ist in den Augen der Wähler nur der Missbrauch von Waffen und nicht selbige zu besitzen. Die Morde durch diese Waffen sind definitiv nicht staatlich legitimiert.

Das sind systematisch betrachtet, zwei diverse Dinge.

PS- Ich persönlich bin auch gegen derartige Waffengesetze. Ich wäre aber auch in Trumps Augen ein Sozialist.

Da könnt ihr aber aus Deutscher Sicht die Sache mit den Abtreibungen ( Hunderttausende im Jahr in der Summe) relativieren- Die Amerikaner sehen es halt anders und haben entsprechend ihr Kreuzchen gemacht.

 

 

 

 

kappa antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 6191

@kappa Das eine bedeutet das der Staat es selbst Absegnet und quasi will, hilflose ungeborene Babys aktiv zu töten.

Was ist dieses "Eine", das sowas bedeutet? Von welchem Staat ist hier die Rede? China während der Phase seiner Ein-Kind-Politik? Indien in den Zeiten konzertierter Zwangssterilisationen? Wobei Zwangssterilisationen ja noch nicht mal das "aktive Töten von Babys" bedeutet. Hhmm. Also nochmal gefragt: von welchem Staat ist hier die Rede?

 

jack-black antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8520

@kappa 

Da könnt ihr aber aus Deutscher Sicht die Sache mit den Abtreibungen ( Hunderttausende im Jahr in der Summe) relativieren- Die Amerikaner sehen es halt anders und haben entsprechend ihr Kreuzchen gemacht.

Sehen sie das anders?

Eine Mehrheit der US-Amerikaner ist dafür, dass Abtreibungen legal sind: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1321261/umfrage/umfrage-zu-abtreibungen-in-den-usa/

Aber offensichtlich war das Thema nicht wahlentscheidend.

Es geht auch nicht nur darum, wie sich Trump als Privatperson verhält, sondern was für eine Politik er insgesamt vertritt. Und da sehe ich wenig christliches. 

alescha antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 6191

@alescha Aber offensichtlich war das Thema nicht wahlentscheidend.

Richtig. Ebenso, wie die Frage hinsichtlich des Waffenbesitzes nicht wahlentscheidend war. Das sind nur zwei Gebiete im politischen Bereich, wo die Reps sozusagen die Lufthoheit haben. Leute, für welche es politische Priorität ist, dass man frei Waffen kaufen darf und Leute, die grundsätzlich das Selbstbestimmungsrecht von schwangeren Frauen über ihren Körper ablehnen, sind garantierte Rep-Wähler. Die sind aber nicht die us-amerikanische Mehrheit.

 

Hinsichtlich der "Pro-life"-Bewegung, die heute insbesondere im evangelikalen Milieu verbreitet ist, empfehle ich hier zum wiederholten Male die Lektüre von Annika Brockschmidts vorletztes Buch "Amerikas Gotteskrieger: wie die religiöse Rechte die Demokratie gefährdet". Darin zeichnet sie nach, dass die religiös motivierte Gegnerschaft zu Abtreibungsrechten anfangs gar kein evangelikales Ding war, sondern traditionell aus dem katholischen Bereich stammte. Dieses Thema ins zentrum des Kulturkampfes zu stellen war letzten Endes bloßes Machtkalkül: mit offenem Rassismus ließen sich die Wähler, auch die weißen Wähler, nicht mehr ausreichend locken, also brauchte man ein anderes Thema, das gewissermaßen ebenso einfach in schwarz-weiß-Lager-Denken mündete. Und da passte das Abtreibungsthema wie extra dafür gemacht. Bis in die Achtziger Jahre hinein gab es prominente Evangelikale Führungsfiguren, die in der Abtreibungsfrage liberale Positionen vertraten oder unentschieden waren (weil es nun mal pro- und contra-Argumente gibt... ^^). Aber nach und nach wurde die Abtreibungsfrage zur Gretchenfrage, wurden die gepredigten Positionen, die Formulierungen (hier im Forum zu lesen: "Kultur des Todes"...)  immer radikaler und die Thematik so sehr emotional aufgeladen, dass es leicht wurde, jeden, der die Sache anders betrachtet, zum Feind zu erklären. Nicht nur zum politischen Feind, sondern eben zum Feind Gottes.

Darüber sollten sich evangelikale Christen hier in Deutschland vielleicht mal klar werden: dass die Abtreibungsthematik einfach nur deswegen so von den konservativen Reps hochgejazzt wurde, weil offener Rassismus unter demokratischen Verhältnissen nicht mehr mehrheitsfähig war.

Es ist übrigens witzig, wie das, was kollektiv im Rep-Lager hinsichtlich der Abtreibungsfrage zu sehen war: eine anfängliche Indifferenz wandelte sich zur pathetischen Grundsatzangelegenheit, weil es ins politische Kalkül passte - auch individuell bei Donald Trump zu beobachten ist: Der war einst auch kein Abtreibungsrechte-Gegner und auch überhaupt nicht religiös. Aber es passte ihm in's Machtkalkül, sich so zu stilisieren:

Scheinheiligkeit und Bigotterie funktionieren.

jack-black antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@jack-black 

Dieses Thema ins zentrum des Kulturkampfes zu stellen war letzten Endes bloßes Machtkalkül: mit offenem Rassismus ließen sich die Wähler, auch die weißen Wähler, nicht mehr ausreichend locken, also brauchte man ein anderes Thema, das gewissermaßen ebenso einfach in schwarz-weiß-Lager-Denken mündete.

Inzwischen haben sie auch für Rassismus und Sexismus wieder ein Hintertürchen gefunden: "anti-woke".

Nicht "woke" zu sein gehört neuerdings zur rechtskonservativen Identität. Dabei kann der Begriff alles bedeuten: Anti-Feministisch, Anti-anti-rassistisch (=rassistisch), anti-anti-antisemitisch (="antisemitisch")... es dient als code für all das, was öffentlich nicht laut gesagt werden sollte, aber dennoch breite Zustimmung in bestimmten Kreisen findet.

Dass manche Leute glauben, "woke" zu sein sei tatsächlich etwas schlechtes, weil verlogen, lässt diese Vorgehensweise um so erfolgreicher werden.

 

lucan-7 antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29331

@lucan-7 

Zum Beitrag

Kleine Zwischenfrage:

wie nennst du denn jemanden, der Nicht-woke und Nicht-rechtsextrem und Nicht-links und Nicht-antisemitisch ist? Gibt es dafür eine Bezeichnung oder muss die noch erfunden werden, weil diese Personen gibt es doch auch?

deborah71 antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 6191

@lucan-7 Inzwischen haben sie auch für Rassismus und Sexismus wieder ein Hintertürchen gefunden: "anti-woke".

Wie ich in einem anderen Beitrag hier unter Bezugnahme auf das Reaction-Video von Asmondgold andeutete: hier liegen meiner Ansicht nach auch (!) echte Fehler der linken Lagers zugrunde. Dass "Woke" zum Kampfbegriff wurde, mittelst dessen sich leich simplifizieren läßt, haben hysterische Übertreibungen der Politial Correctness und das Vermischen der politischen Themen auch von links befeuert.

Insbesondere ist es m.A.n. nicht hilfreich, Rassismus und Sexismus in eine Schublade zu stecken und dann auch noch das ausgedrückte Unbehagen mancher an feministischen Positionen (der 2. oder 3. Welle) gleich mal als Sexismus zu stigmatisieren, sodass dann die denkerische Kettenreaktion so aussieht: "Der hält eine feministische Aussage für blöd? Der ist ein Sexist. Und dann ist er auch ein Rassist."

Dass da strukturelle Zusammenhänge zwischen den einzelnen Themen bestehen, will ich überhaupt nicht bestreiten. Aber alles durcheinander zu quirlen bis ein "Ist eh alles das gleiche!" rauskommt, kommt nur dem Kalkül der Rechten entgegen.

Also: das von Dir genannte Hintertürchen mit der Aufschrift "Anti-Woke" hat das linke Lager selbst weit offen stehen lassen.

 

jack-black antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4814
Veröffentlicht von: @jack-black
.... Bis in die Achtziger Jahre hinein gab es prominente Evangelikale Führungsfiguren, die in der Abtreibungsfrage liberale Positionen vertraten oder unentschieden waren (weil es nun mal pro- und contra-Argumente gibt... ^^).
Könntest Du mir sagen, von wem Du da schreibst? Einfach nur, weil es mich interessiert, ich mich aber nicht unbedingt ins Thema eingoogeln möchte.

... weil es ins politische Kalkül passte - auch individuell bei Donald Trump zu beobachten ist: Der war einst auch kein Abtreibungsrechte-Gegner und auch überhaupt nicht religiös. Aber es passte ihm in's Machtkalkül, sich so zu stilisieren:

Scheinheiligkeit und Bigotterie funktionieren.

Dieser Verdacht hat mich auch schon beschlichen. Immerhin tat D.T. bisher nicht mal so, als wäre er gläubig. 
(Und klar - möglicherweise hat er seine Gesinnung tatsächlich geändert ...)

chai antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4814

Ich hab übrigens mal irgendwo gelesen, dass es im jüdischen Glauben die Annahme gibt, dass ein Embryo erst ab dem 42. Tag nach Befruchtung eine Seele hat. 
Und natürlich weiß ich jetzt nicht mehr, wo ich das gelesen hab, aber vielleicht kann da ja jemand anderes mehr dazu sagen. 

chai antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8520

@chai 

Ich hab übrigens mal irgendwo gelesen, dass es im jüdischen Glauben die Annahme gibt, dass ein Embryo erst ab dem 42. Tag nach Befruchtung eine Seele hat. 

Ab dem 40.

https://www.jesus.de/nachrichten-themen/nachrichten/wann-beginnt-leben-ein-blick-in-die-weltreligionen/

alescha antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4814
Veröffentlicht von: @alescha

@chai 

Ich hab übrigens mal irgendwo gelesen, dass es im jüdischen Glauben die Annahme gibt, dass ein Embryo erst ab dem 42. Tag nach Befruchtung eine Seele hat. 

Ab dem 40.

https://www.jesus.de/nachrichten-themen/nachrichten/wann-beginnt-leben-ein-blick-in-die-weltreligionen/

Da hab ich's zwar definitiv nicht gelesen, aber danke fürs Raussuchen.

chai antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8520

@chai

Gerne. 

Was der Artikel allerdings unterschlägt, ist, dass manche christliche Theologen noch einen Unterschied zwischen männlichen und weiblichen Föten machten:

Mittelalterliche Theologen wie Thomas von Aquin beriefen sich auf den griechischen Philosophen Aristoteles, wenn sie auf bestimmte Fragen in den heiligen Schriften keine Antworten fanden:

„Er geht davon aus: Es dauert bei einem männlichem Embryo 40 Tage und bei einem weiblichen Embryo 80 Tage, das hängt zusammen mit der aristotelischen Vorstellung, dass die ganze Formkraft des neuen Lebewesen allein im männlichen Samen besteht und die Frau nur das Menstruationsblut als materielle Voraussetzung bietet, und dass wenn es zur Geburt eines Mädchens kommt, es schon Ausdruck eine Versagens der Natur ist, weil der männliche Same ein ihm Ähnliches hervorbringen möchte und da nahm Aristoteles an, dass das 40 Tage beim Mann und 80 Tage beim Mädchen benötigt.“

https://www.deutschlandfunkkultur.de/wann-beginnt-menschliches-leben-100.html

 

alescha antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 6191

@chai Könntest Du mir sagen, von wem Du da schreibst?

Ich habe mich in der Zeit vertan, (bzw. jetzt auf die Schnelle nicht im Buch die entsprechenden Passagen finden können). Das war wohl früher. Ich zitiere aus A. Brockschmidts Buch (Kapitel 4 -  Die Suche nach der Agenda):

Noch 1968 sagte Billy Graham: "Ich glaube an Planned Parenthood" - die Kliniken, die in den USA medizinische Versorgung von Frauen anbieten, darunter Abtreibungen.

 

1976 bekundete die SBC (Southern Baptist Convention) ihre "Überzeugung bezüglich der begrenzten Rolle der Regierung, wenn es um Dinge wie Abtreibung geht, und die Unterstützung für das Recht der werdenden Mutter auf die volle Bandbreite der medizinischen Leitungen und persönliche Beratung zur Bewahrung von Leben und Gesundheit"

1983 erschien Schaeffers Bestseller "A Christian Manifesto", das einen sehr hohen Einfluß in der religiösen Rechten hatte. Vermutlich hatte ich diese Jahreszahl im Hinterkopf als "Zeitenwende", nach welcher die Abtreibungsgegnerschaft bei den Reps und Evangelikalen zum obligatorischen Credo gehörte. Aber das ging doch schon früher los.

 

jack-black antworten
Chai
 Chai
(@chai)
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@jack-black Danke. Mir ging's mehr um Namen als um Daten.

chai antworten
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