Verkappter Antisemi...
 
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Verkappter Antisemitismus?

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Remo25
 Remo25
Themenstarter
Beiträge : 8

Ich bin überzeugt, dass Jesus voll Mensch und voll Gott war und dass er die Schuld der Menschen mit seinem Tod am Kreuz bezahlte. Die Texte der Bibel sagen das ja. Man lese die Evangelien, die Briefe des Paulus und so weiter. 

Nur eben ist mir der Gedanken gekommen, dass es sich bei dieser Überzeugung um einen verkappten Antisemitismus oder Antijudaismus handelt könnte, und zwar so:

Wenn man behauptet, Jesus sei voll Mensch und voll Gott widerspricht man ja vielem, was Juden glauben - die Pharisäer etwa stritten ab, dass er Gottes Sohn, mit Gott eins sei. In Kapitel 6 des Johannesevangeliums lesen wir, wie viele Menschen sich von Jesus abwandten, als sie ihn reden hörten ("esst mein Fleisch, trinkt mein Blut"). Das waren wohl auch Juden. Und für unsere jüdischen Zeitgenossen ist Jesus auch nicht der Messias - womit ich gut leben kann, ich habe viel übrig für die Juden und achte sie.

Also ist doch die Frage, ob die Überzeugung, Jesus sei voll Mensch und voll Gott (verkappt, verdeckt) antisemitisch oder antijudaistisch ist?

Wie denkt Ihr darüber?

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GoodFruit
Beiträge : 4219

@remo25 Die Juden sind Gottes geliebtes Volk. Sie zu ehren, ihnen Gutes zu wünschen - darauf ist Segen.

Aber Juden sind auch Menschen - Menschen, wie andere auch. Es gibt total nette Juden und es gibt, sagen wir mal vorsichtig: eher das Gegenteil davon. Genau wie in anderen Völkern auch.

Wenn Du es mit einer nicht so netten Persönlichkeit zu tun hast, dann darf man die selbstverständlich in Schranken verweisen, sie auf Probleme, die sie verursachen, aufmerksam zu machen und sie bitten, achtsamer zu sein.

Hitler hat versucht (und er hat es nicht nur versucht, sondern getan) ein jüdisches Feindbild aufzubauen. Das war grober Unfug. Klar gibt es Juden, die nicht so nett sind - aber an denen kann man nicht das ganze Volk festmachen und so ist ein "über den Kamm scheren" immer ein ganz schlechter Ansatz.

Das gilt andersherum genauso, wenn man eine Bevölkerungsgruppe nur aufgrund von herausragenden Merkmalen bei Einzelnen lobt.

Idealerweise haben wir Liebe für alle Menschen, die netten wie die bösen, die hübschen wie die hässlichen, die starken wie die schwachen, unsere Freunde wie auch unsere Feinde.

goodfruit antworten
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MrOrleander
(@mrorleander)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

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@goodfruit 

Hitler hat versucht (und er hat es nicht nur versucht, sondern getan) ein jüdisches Feindbild aufzubauen.

Ist nur ne Kleinigkeit, aber: Nein. Das hat Hitler weder versucht noch getan. Das Feindbild war nämlich schon da. Auch - aber nicht nur - aufgrund des Antijudaismus' der christlichen Kirchen. 

Klar gibt es Juden, die nicht so nett sind

Mit mangelnder 'Nettigkeit' wird sich der eliminatorische Haß auf die Juden nicht erklären lassen. Nicht 'nett' fand man  die Franzosen nach dem 1. Weltkrieg: Erbfeind, Versailler Vertrag, Besetzung des Ruhrgebiets usw. Trotzdem wurden Franzosen nicht ins Gas geschickt. 

mrorleander antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

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@mrorleander 

Ist nur ne Kleinigkeit, aber: Nein. Das hat Hitler weder versucht noch getan. Das Feindbild war nämlich schon da. Auch - aber nicht nur - aufgrund des Antijudaismus' der christlichen Kirchen. 

Misstrauen, Ablehnung und Vorurteile waren bereits da.

Das Feindbild, wie es die Nazis dann aber aufgebaut haben, hatte dann doch noch einmal eine ganz andere Dimension. Auch wenn sie das nutzten, was bereits in der Gesellschaft vorhanden war.

lucan-7 antworten
MrOrleander
(@mrorleander)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

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@lucan-7 

Das Feindbild, wie es die Nazis dann aber aufgebaut haben, hatte dann doch noch einmal eine ganz andere Dimension.

Was haben sie denn Deiner Meinung nach Neues hinzugefügt? 

Im Ergebnis sind die Pogrome, wie sie im Zarenreich volkstümlicher Brauch waren, eine 'Endlösung' in klein: Der Vernichtungswille war da, häufig auch die selbe Motivlage (Besitzgier; das enteignete jüdische Vermögen hat der Nazikriegskasse gerade so gut getan, wie den russischen Bauern das geraubte Gut des jüdischen Nachbarn), am Ende war die jüdische Bevölkerung des Dorfs tot oder vertrieben. Das es nicht für 'mehr' gerreicht hat, liegt am fehlenden Willen der Zentralmacht, tabula rasa zu machen, zudem an fehlenden logistischen und administrativen Strukturen.

Sicher war der theoretische Unterbau der Judenverfolgung im Zarenreich primär religiöser Natur, während bei den Nazis eine Mixtur aus rassistischen und nationalistischen Elementen vorherrschte. Letztere haben Hitler und Co aber auch nicht selbst entwickelt, sondern auf bereits Vorhandenes zurückgegriffen (das Rasseargument, welches dem Juden unveränderliche charakterliche Eigenschaften unterstellt, auch wenn er konventiert, reicht bis in die Zeit der spanischen Judenvertreibung zurück, da sind wir schon im Jahre 1492).

mrorleander antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@mrorleander 

Was haben sie denn Deiner Meinung nach Neues hinzugefügt? 

In erster Linie natürlich die Dimension des Ganzen, aber auch den ideologischen Unterbau, der sich mit einer Vertreibung allein nicht mehr zufriedengab, sondern eine weltweite Vernichtung anstrebte. 

Es wurde auch gar nicht mehr abgewartet, ob Juden sich irgendwo irgendwas zuschulden kommen ließen, sei es nun tatsächlich oder als Vorwand - sie wurden augenblicklich verfolgt und ermordet, wo immer die Deutschen sie auch antrafen.

Wie gesagt, die Grundzüge dafür waren in den Gesellschaften natürlich bereits angelegt. Aber zu sagen, das hätte es alles auch schon vor Hitler gegeben wird der Verfolgung, wie sie dann tatsächlich stattfand, nicht mehr gerecht.

 

das Rasseargument, welches dem Juden unveränderliche charakterliche Eigenschaften unterstellt, auch wenn er konventiert, reicht bis in die Zeit der spanischen Judenvertreibung zurück, da sind wir schon im Jahre 1492

Zu diesem Zeitpunkt wurden sie noch zur Konvertierung gezwungen. Die teilweise Vertreibung auch dieser konvertierten Juden erfolgte erst später.

Tatsächlich folgten aber auf die erzwungene Konvertierung in Spanien teilweise Gesetze zur "Reinhaltung des Blutes", um die (offiziell katholischen) Juden weiter ausschließen zu können - auch das also kaum eine Erfindung der Nazis, aber eben nicht mit deren Konsequenzen.

 

lucan-7 antworten
MrOrleander
(@mrorleander)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 2444

@lucan-7 

Wie gesagt, die Grundzüge dafür waren in den Gesellschaften natürlich bereits angelegt. Aber zu sagen, das hätte es alles auch schon vor Hitler gegeben wird der Verfolgung, wie sie dann tatsächlich stattfand, nicht mehr gerecht.

Wenn "das" die Art und Weise sowie die schiere Größe der Judenverfolgung meint, dann hat es das natürlich vorher nicht gegeben. Da haben wir keinen Dissenz. 

Wohl aber bei der Frage nach dem, was Du den "ideologischen Unterbau" nennst: Da kann ich nichts erkennen, was es nicht auch schon vorher gab. Der Jude als 'Feind' war schon längst konstruiert, was seinen vermeintlichen Charakter, sein Verhalten, ja sogar sein Äußeres angeht; er konnte während eines Pogroms auch durchaus schon in größerer Zahl ermordet werden. 

Auch in Nazi-Deutschland war ursprünglich die Vertreibung, nicht die Vernichtung geplant. Hat sich zwischen 1933 und 1941 etwas am "ideologischen Unterbau" geändert? Ich wüßte nicht, was. 

mrorleander antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@mrorleander 

Auch in Nazi-Deutschland war ursprünglich die Vertreibung, nicht die Vernichtung geplant. Hat sich zwischen 1933 und 1941 etwas am "ideologischen Unterbau" geändert? Ich wüßte nicht, was. 

Da kann man jetzt ewig über Details streiten.

Hitler schrieb in "Mein Kampf", dass er davon ausgeht dass die Welt irgendwann zu klein für alle Menschen sein würde. Die Frage wäre dann, welche "Rasse" jene sein würde, die alle anderen verdrängen würde, weil ein Kampf unausweichlich sei.

Diesen Kampf um die Welt sah er aber nicht mehr zu seinen Lebzeiten gegeben, er wollte lediglich die Voraussetzungen schaffen, dass die "arische" Rasse erfolgreich sein würde. Letztlich würde aber die Vernichtung der Juden unabdingbar sein.

Das heißt, mit dem Völkermord an den Juden nahmen die Nazis nach ihrer Ideologie lediglich das vorweg, was ohnehin unausweichlich schien. Auch wenn sie die Sache zunächst aufgeschoben hätten.

Ob man das jetzt als etwas Neues oder lediglich die konsequente Fortsetzung von etwas ohnehin schon dagewesenen betrachtet mag eine Frage der Perspektive sein.

Mir erscheint die Ansicht, dass die Voraussetzungen aber ohnehin schon da waren, ein wenig als würde man sagen, dass der Holocaust letztlich unausweichlich war, dass also der Judenhass sich über die Jahrhunderte derartig gesteigert hat, dass es quasi zum Holocaust kommen musste.

Kann man sich drüber streiten. So gesehen würde "Wehret den Anfängen" auch eine Generationenfrage sein...

lucan-7 antworten
MrOrleander
(@mrorleander)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 2444

@lucan-7 

Da kann man jetzt ewig über Details streiten.

Klar. 😀 

Mir geht's aber weniger um Details, als vielmehr ums Grundsätzliche. Wenn es nämlich keiner besonderen Nazi-Ideologie (die ich ohnehin bezweifele) bedurfte, um die Juden zu vernichten, sondern hier eher der altbekannte Antisemitismus und besondere Umstände (ein radikales Regime, das sich zunehmend weiter radikalisierte, der 2. Weltkrieg, Geld- und Nahrungsmittelknappheit usw.) ursächlich waren, dann bedeutet das für mich, daß diese Vernichtung auch in anderen Kontexten möglich ist, wo Antisemitismus erwünscht und gefördert wird: Gib den palästinensischen Gotteskriegern doch mal eine richtige Waffe in die Hand, also nicht nur zu Raketen zusammengelötete Abwasserrohre, sondern was Thermonukleares. Wetten, daß dann der Genozid in Israel zu besichtigen sein wird, der bislang in Gaza nur behauptet wurde?

mrorleander antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@mrorleander 

Wenn es nämlich keiner besonderen Nazi-Ideologie (die ich ohnehin bezweifele) bedurfte, um die Juden zu vernichten, sondern hier eher der altbekannte Antisemitismus und besondere Umstände (ein radikales Regime, das sich zunehmend weiter radikalisierte, der 2. Weltkrieg, Geld- und Nahrungsmittelknappheit usw.) ursächlich waren, dann bedeutet das für mich, daß diese Vernichtung auch in anderen Kontexten möglich ist

Natürlich ist das auch in anderem Kontext möglich. Auch außerhalb des Antisemitismus - die gleichen Mechanismen ließen sich auch in den USA etwa gegenüber Schwarzen etablieren, die entsprechenden sozialen und politischen Umstände vorausgesetzt.

Ich denke nur nicht, dass hier eine Gleichsetzung zwischen dem historischen Antisemitismus und der Ideologie des Nationalsozialismus wirklich zielführend ist, wenn es darum geht Ursachen zu erkennen und dergleichen in Zukunft zu verhindern.

Denn dann müsste man jetzt angesichts Fremdenfeindlichkeit und angezündeter Asylantenheime sagen: Hier beginnt eine neue Massenvernichtung. Denn nach dieser Logik muss diese Ideologie zwangsläufig zu neuen Vernichtungslagern und Gaskammern führen.

Das kann man nicht grundsätzlich ausschließen - aber es ist keine Notwendigkeit.

Deshalb sollte man den Nationalsozialismus zwar im geschichtlichen Zusammenhang, aber dennoch auch für sich als extreme Form betrachten, die es so zuvor nicht gab.

lucan-7 antworten
GoodFruit
(@goodfruit)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 4219

@mrorleander Mit mangelnder 'Nettigkeit' wird sich der eliminatorische Haß auf die Juden nicht erklären lassen. Nicht 'nett' fand man die Franzosen nach dem 1. Weltkrieg: Erbfeind, Versailler Vertrag, Besetzung des Ruhrgebiets usw. Trotzdem wurden Franzosen nicht ins Gas geschickt. 

Das ging dann aber über den Antisemitismus hinaus, der latent schon lange da war. Der Holocaust war ein religiöses Ding - komplett satanisch durchdrungen. Ich habe da mal eine Predigt von Tobias Teichen gehört. Danach werden Begrifflichkeiten missbraucht wie z.B. Namen von Städten. Diese werden inhaltlich (von der Namensbedeutung her) missbraucht und in den Kontext von Bibelversen gestellt, die massiv verdreht wurden. Die Züge wurden mit live gespielter Musik zu den Hinrichtungsstätten verabschiedet. Das hatte viel von einem Opferritus - natürlich wurde da Satan geopfert.

Das alles war so massiv krank und verdorben, dass es einem gesunden Menschenverstand kaum möglich ist, solchem Wahn zu folgen.

Das ist ganz etwas anderes als Jesus als ganz Gott und ganz Mensch zu sehen. Denn das war Jesus und das ist auch so von den Propheten her zu verstehen. Nur weil etwas jüdischer Theologie widerspricht, muss es nicht falsch sein. Für mich klingt das nach vorauseilenden Gehorsam - also jener Haltung, die jedem Narrativ gleich folgt und seine Meinung so anpasst, dass sie immer schön stromlinienförmig und flutschig ist.

Wenn Juden sich massiv dagegen wehren, dann ist das ihr Problem und nicht das christlicher Überlieferung und Wahrheit.

goodfruit antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@goodfruit 

Der Holocaust war ein religiöses Ding - komplett satanisch durchdrungen. Ich habe da mal eine Predigt von Tobias Teichen gehört. Danach werden Begrifflichkeiten missbraucht wie z.B. Namen von Städten. Diese werden inhaltlich (von der Namensbedeutung her) missbraucht und in den Kontext von Bibelversen gestellt, die massiv verdreht wurden. Die Züge wurden mit live gespielter Musik zu den Hinrichtungsstätten verabschiedet. Das hatte viel von einem Opferritus - natürlich wurde da Satan geopfert.

Wurde es nicht. Und ich halte es für bedenklich, solche Dinge im Nachhinein verdrehen zu wollen, nur damit es zur eigenen Perspektive passt. 

 

lucan-7 antworten
GoodFruit
(@goodfruit)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 4219

@lucan-7 Lucan, ich würde Dich bitten solche Behauptungen zu unterlassen, wenn Du keine Ahnung davon hast.

Schau mal:

https://youtu.be/fgTTc3WiRwQ?si=oN6UQTNtpQhZyV3k

Ab 12:00 wird der große Rahmen erklärt, der Einfluss Satans.

Dann ab 14:00 wir es dann langsam konkret. Bei 16:10 kommen wir zu den konkreteren geistliche Hintergrund des Nationalsozialismus - es geht um den Altar des Zeus, den Pergamonaltar.

Dieser wurde nach Deutschland verbracht und dort wieder aufgebaut worden. In dem Jahr, als dieser Altar in Deutschland fertig war, starb der deutsche Kaiser und der nächste gleich hinterher (Drei-Kaiser-Jahr). 1878 beginnt eine große Welle von Antisemitismus. 1878 ist auch Adolf Hitler geboren.

1930 hat Hitler das ganze Volk in seinen Bann gezogen und verführt, sich das Ausrotten des ganzen jüdischen Volkes zum Ziel zu machen. Als es mit der deutschen militärischen Macht dann später langsam zu Ende ging, hat man nicht länger versucht, militärische Erfolge zu erzielen, sondern so viele Juden zu töten wie möglich.

Der Thron des Satans wurde in Nürnberg in groß nachgebaut (Zeppelinfeld) und dort das deutsche Volk dem Satan geopfert.

Gegen 22:00 kommt die Beschreibung, wie der Holocaust als verdrehtes Wort Gottes inszeniert wird. Das ist absolut krass.

Im Griechischen heißt Brandopfer "Holocaust".

Der Nationalsozialismus ist von Satan geschriebene Geschichte und das deutsche Volk hat er missbraucht. Insbesondere das jüdische Volk war sein Opfer.

Platonische Staatsprinzipien wurden im Nationalsozialismus benutzt (Platon empfiehlt Terrorherrschaft mit lügenden Philosophenfürsten, Umerziehungsmaßnahmen und Konzentrationslager für die, die sich der Terrorherrschaft nicht unterwerfen. Das war das organisatorische Prinzip.

Der geistige Background war Satanismus in seiner reinsten Form. Das war das Mindset, das das Handeln getrieben hat.

Revisionismus ist eine problematische Geschichtsbeurteilung. Aber manchmal werden die Zusammenhänge erst im Nachhinein deutlich. Und diese sind so massiv krass, dass man es nicht übersehen kann. Und in so einem Fall wäre es ein großes Versäumnis, die Vorgänge um den Nationalsozialismus zu verstehen und dieses Verständnis Prinzipien zu opfern, die sicher berücksichtigt werden wollen, aber nie absolut sein dürfen.

Dieses Verständnis ist enorm wichtig, um Satan bei erneuten Versuchen (und er wird es versuchen) zu erkennen und ihn geistlich niederzuringen (bzw. Jesus in den Fokus zu rücken, denn der Teufel ist auf Golgatha endgültig besiegt - all seine Macht ist nur Show!). Wir müssen fest sein in Jesus, damit er uns nicht überrascht. Das Unschöne ist, dass es den Pergamonaltar immer noch in Berlin gibt - unweit der Wohnung von Angela Merkel ...

 

goodfruit antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@goodfruit

Lucan, ich würde Dich bitten solche Behauptungen zu unterlassen, wenn Du keine Ahnung davon hast.

Angesichts der Tatsache, dass manchen Christen der Glaube an Satan enorm wichtig ist halte ich mich hier mit Kommentaren zu deinen Ausführungen mal zurück, das könnte gemäß der Charta etwas grenzwertig werden - aber was ich davon halte mag sich eh jeder denken, das muss ich hier nicht ausführen.

 

Dieses Verständnis ist enorm wichtig, um Satan bei erneuten Versuchen (und er wird es versuchen) zu erkennen und ihn geistlich niederzuringen

Und genau deshalb halte ich es für unsinnig... wenn du die Verantwortung für politische Verbrechen bei irgendwelchen fremden Altären oder ähnlichen Dingen suchst, die irgendwo hin verbracht wurden, dann besteht die Gefahr dass die wahren Verbrecher ungestört arbeiten können. 

Vor allem dann, wenn sie sich auch noch auf Jesus berufen und sich als gläubige Christen ausgeben wie Trump und Putin es ja auch gerne tun.

Wer hier nicht nüchtern und umfassend auf die Geschichte schaut, sondern zusätzliche Dinge ins Spiel bringt, die nur auf persönlichen Glaubensvorstellungen beruhen - der gerät auf eine völlig falsche Spur. Das ist ein nettes Szenario für den nächsten Indiana-Jones Film, aber nicht für die Realität.

Und wer irgendwo anders erst noch den Teufel sucht, der gibt den wahren Schurken damit womöglich freie Hand.

lucan-7 antworten
Jigal
 Jigal
(@jigal)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 5779

@goodfruit  Hitler ist nicht 1878  geboren sonder 1889 und das in Österreich-Ungarn, nicht im Deutschen Reich.

Das mit dem Pergamonaltar ist so eine Theorie die man im Netzt findet wie Hugo Boss hätte die schwarzen Uniformen designed.  Er hat sie nur produziert.

jigal antworten
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

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@goodfruit 

Wir müssen fest sein in Jesus, damit er uns nicht überrascht.

Genau. Mehr ist nicht notwendig.

Die unsichtbare Welt ist für manche vielleicht sichtbar- aber was dieser Herr da erzählt, sind seine Interpretationen…er meint eine Erklärung für das Treiben des NS gefunden zu haben und untermauert das. Es ist und bleibt aber eine Interpretation.

Ich will nicht sagen, dass die geistige Welt nicht real ist…aber ich sehe auch keine Notwendigkeit als Wahrheit zu sehen, was andere meinen erkannt zu haben. Das ist ihre Wahrheit… vielleicht ist diese Interpretation hilfreich dem einen oder anderen- aber verwechsle es nicht mit einer Wahrheit, die für alle gültig und universell ist….Jesus geht es um etwas anderes, wenn er sagt, dass wir wachsam sein sollen und wachen sollen.

Ich will auch gar nicht dem Teufel seine Existenz absprechen…oder Dämonen…dazu berichten zu viele Menschen über sie, abgesehen von der Bibel. Aber man muss sich auch nicht auf das dämonische Treiben konzentrieren und es in den Mittelpunkt stellen, davon spricht Jesus nicht, darum geht es in der Nachfolge nicht. 

Selbst wenn es so wäre und die Geschichte nur so stattgefunden hat, weil Satan alle Menschen dazu benutzt hat und die Möglichkeit dazu heute wieder besteht- denn darauf zielt deine Warnung ab, damit wir vorbereitet sind, oder? - kannst du irgendeinen Einfluss behindern ausser vielleicht deinen eigenen? Ist es dir gegeben, einen Dämon auszutreiben oder hilft dieses Wissen des Videos dir dazu? Ich glaube nicht…es schürt eher nur noch mehr Ängste.

Dein Licht, das du von Jesus hast, vertreibt die Dunkelheit, sie kann gar nicht bestehen vor dem Licht. Ein Kampf findet manchmal im inneren statt, auf welche Seite man sich schlägt…und sicherlich mussten die Menschen während der NS -Zeit sich dieser Entscheidung auch irgendwie stellen . Zu sagen , sie haben unter dämonischem Einfluss gestanden und deshalb so gehandelt, nimmt ihnen diese Entscheidung ab und macht sie unmündig…das kannst du nicht so meinen, oder? 

Wozu haben wir dann Jesus als Herrn, wenn wir dermassen ausgeliefert und machtlos sind?

 

stern antworten
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

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Ich möchte was ich gesagt habe, noch mit einer Geschichte aus der Bibel unterstreichen.

Mth 12, 43-45
Von der Rückkehr unreiner Geister

Wenn ein unreiner Geist aus einem Menschen ausfährt, durchwandert er wasserlose Gegenden, um eine Ruhestätte zu suchen, findet aber keine. Dann sagt er: Ich will in mein Haus zurückkehren, das ich verlassen habe. Und er kommt und findet es leer, sauber und geschmückt. Dann geht er und nimmt sieben andere Geister mit sich, die noch schlimmer sind als er selbst. Sie ziehen dort ein und lassen sich nieder. Und die letzten Dinge jenes Menschen werden schlimmer sein als die ersten. Dieser bösen Generation wird es genauso gehen.

…wenn der Geist zurückkommt und das Haus leer findet…

Du füllst dein Haus…mit dir selbst…du musst im Haus sein, wenn da keine neuen bösen Geister rein sollen…da ist die Wachsamkeit geboten, dass dein Haus sauber, gefegt und bewohnt ist…dann kommt auch kein böser Geist mehr zurück. 

Damit ist man schon quasi gefühlt bis ans Ende seiner Tage beschäftigt …🙄😉

stern antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
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@stern

Du füllst das Haus mit Christus, wenn da etwas weg ist und sozusagen wieder Platz oder Raum. Der wird mit Christus gefüllt. Füllst du ihn mit dir selbst, hat das auch Auswirkungen, andere, als würdest du das Haus mit Christus füllen.

 

neubaugoere antworten
Stern
 Stern
(@stern)
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@neubaugoere 

Du füllst das Haus mit Christus, wenn da etwas weg ist und sozusagen wieder Platz oder Raum. Der wird mit Christus gefüllt. Füllst du ihn mit dir selbst, hat das auch Auswirkungen, andere, als würdest du das Haus mit Christus füllen.

Hm..also…ich bin ganz gerne ich…dieses „Ich“ hält sich an Jesus, weil es sich sonst recht verloren fühlen würde….aber ich würde immer noch „ich“ dazu sagen…ich 🙂 kann mit dem Begriff des Christus in diesem Zusammenhang nicht viel anfangen…weil wer wohnt denn in meinem Haus? Wenn ich jetzt sage: Christus wohnt in meinem Haus…dann frage ich mich tatsächlich, wo ich dann bin. 

Wer wohnt denn in deiner Wohnung/Haus? 
Neubaugoere oder Christus? 

stern antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
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@stern 

Christus in mir. Er wohnt MIT mir in meinem Haus.

neubaugoere antworten
Stern
 Stern
(@stern)
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@neubaugoere 

Christus in mir. Er wohnt MIT mir in meinem Haus.

Diese Antwort habe ich erwartet 🙂.

Ganz ehrlich: ich weiss nicht, was das bedeutet in echt. Theoretisch ist mir das Bild klar. Weinstock-Rebe. 

Ich nehme halt nur die Rebe wahr…auch wenn ich es auf einer verstandesmässigen Ebene begreife.

stern antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
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@stern 

Verstehe. Dieses "Auseinanderhalten" meiner eigenen Stimme, meine eigenen Gedanken von denen Gottes, der ja in mir wohnt und mit seinem Geist (mit dem er ja in mir wohnt) den meinen inspiriert, also mit ihm kommuniziert, ist nicht so einfach. Das braucht Übung. Deshalb ist es so wichtig, im Wort zu sein und zu bleiben, das Wort zu kauen, weil es Nahrung ist ...

neubaugoere antworten
Stern
 Stern
(@stern)
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@neubaugoere 

Deshalb ist es so wichtig, im Wort zu sein und zu bleiben, das Wort zu kauen, weil es Nahrung ist ...

Das ist es mir. Ohne dass ich es will, fallen meinem Gehirn passende Bibelstellen ein, passend zu meiner Situation…oder anders ausgedrückt: erinnert mich der Heilige Geist daran, was Jesus dazu sagt.

Trotzdem ist das ja mein Leben. Ich kann nicht sagen, dass da jemand anderes lebt…also geistig ja…aber biologisch bin ich anwesend…hm, ja, ich kann das schlecht in Worte fassen. Und ich nehme Gottes Stimme eben nur so wahr, also darüber, dass mir klar wird, was in der Bibel steht und was er meint….das ist natürlich ein „Kauen“…aber trotzdem setze ich mich ja damit auseinander…Ich bin der Organismus, der das verarbeitet…zusammen mit der Inspirationen von Geschwistern oder Heiliger Geist….

stern antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
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Beiträge : 19188

@stern 

Nun ja, Gottes Reich ist Geist und er wohnt mit seinem Geist in uns biologischem Menschen, der auch einen Geist hat. Biologisch "fühlst" du es auch nicht, weil sein Reich Geist ist. Das kann ich wieder nicht anders ausdrücken. 

Ich erinnere mich an eine Situation - vielleicht erzählte ich schon mal davon -, wo Gott, der Vater direkt in meinen Geist sprach. Und da kann ich sagen, das fühlte sich für mich definitiv fremd an, will sagen, ich wusste, dass das nicht "meine" Gedanken sind, sondern dass die irgendwie von außen und doch in mir waren. Ich hörte im Geist seine Stimme. Und was er sagte, machte mich 1000prozentig sicher, dass es Gott, der Vater war.

Eine ähnliche Situation erlebte ich, als die Therapeutin damals anrief, um den Beginn der Therapie bekanntzugeben. Ich legte den Hörer auf und hatte plötzlich in mir diese Stimme, vielleicht war es auch nur ein Gedanke, aber der ging - und vielleicht ist das eine gute Beschreibung - nicht durch meine Hirnwindungen. Ich weiß doch, wie (auf welche Art) ich denke. Und ich wusste, dass ist nicht von mir. Dieser Gedanke war: Das geht jetzt nicht mehr ohne Gott. - Und so hob ich 3 Sekunden später den Hörer wieder ab und kontaktierte diesen (der ist schon) Christen 😉 der mich dann mit in seine Gemeinde nahm. Dort erhielt ich neben meiner Therapei (weltlich) begleitend Seelsorge. So waren alle "Bereiche" abgedeckt.

Eine andere Situation, wo ich tatsächlich eher überlege, woher der Gedanke kam (aus mir oder ob es Gottes Geist war): Ich fuhr mit der S-Bahn in Richtung Gemeinde. Dazu fahre ich ein Stück weit die gleiche Strecke wie wenn ich zu meinen Eltern fahre. Stehe auf dem Bahnsteig und warte auf die Bahn. Und ich stehe eben da, wo ich immer stehe. - Dann der Gedanke: "nicht wie immer" - dann erkannte ich dadurch, ich stand auf der falschen Seite.

Ein Stück weit eben immer Geheimnis ... ich kann damit leben. Du sicher auch, oder?

neubaugoere antworten
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

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@neubaugoere 

Und ich stehe eben da, wo ich immer stehe. - Dann der Gedanke: "nicht wie immer" - dann erkannte ich dadurch, ich stand auf der falschen Seite.

Ein Stück weit eben immer Geheimnis ... ich kann damit leben. Du sicher auch, oder?

Genau…so meine ich das und so erlebe ich es auch. Es bin ja immer noch ich…mein Leben…aber eben nicht mehr alleine, sondern ich bin connected…verbunden…angebunden…mit Hilfe…
 
Ich bin mir nicht sicher, ob wir das nicht alle sind…aber manche es eben komplett aus ihrem Bewusstsein ausblenden…und sich damit natürlich dann auch anders verhalten…
stern antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
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@stern 

Veröffentlicht von: @stern

Wozu haben wir dann Jesus als Herrn, wenn wir dermassen ausgeliefert und machtlos sind?

👍

neubaugoere antworten
GoodFruit
(@goodfruit)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 4219

@stern Wozu haben wir dann Jesus als Herrn, wenn wir dermassen ausgeliefert und machtlos sind?

Vielleicht, weil die Christen Gott als handelnde Größe und den Christen mit Macht ausrüstender Vater abserviert. Die Theologie wurde entmystifiziert. Wo man Gott hinausschmeißt, da zieht der Teufel ein. Und ein Mensch, der so einen Glauben hat, der ist ausgeliefert und machtlos.

Macht bekommt der Christ durch den Glauben und der Entschlossenheit, im Glauben zu handeln.

Mt 21: 21 Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr Glauben habt und nicht zweifelt, so werdet ihr nicht allein das mit dem Feigenbaum Geschehene tun, sondern wenn ihr auch zu diesem Berg sagen werdet: Hebe dich empor und wirf dich ins Meer!, so wird es geschehen.
22 Und alles, was immer ihr im Gebet glaubend begehrt, werdet ihr empfangen. 

Mk 11: 23 Wahrlich, ich sage euch: Wer zu diesem Berg sagen wird: Hebe dich empor und wirf dich ins Meer!, und nicht zweifeln wird in seinem Herzen, sondern glauben, dass geschieht, was er sagt, dem wird es werden.
24 Darum sage ich euch: Alles, um was ihr auch betet und bittet, glaubt, dass ihr es empfangen habt, und es wird euch werden.
25-26 Und wenn ihr steht und betet, so vergebt, wenn ihr etwas gegen jemand habt, damit auch euer Vater, der in den Himmeln ist, euch eure Übertretungen vergibt.

Jh14: 12 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt, der wird auch die Werke tun, die ich tue, und wird größere als diese tun, weil ich zum Vater gehe.
13 Und was ihr bitten werdet in meinem Namen, das werde ich tun, damit der Vater verherrlicht wird im Sohn.
14 Wenn ihr mich[5] etwas bitten werdet in meinem Namen, so werde ich es tun. 

Alle Bibelverse aus der Elberfelder Übersetzung.

Wer entsprechend glaubt, der ist ausgestattet, in göttlicher Dimension zu handeln. Wer die Bibel entmystifiziert liest, der ist dieser Macht beraubt. Christen sind herausgerufene, beauftragt geistlich zu regieren. Wo diese Regentschaft per theologischer Abrissbirne ruiniert ist, kann Satan durchregieren. Die Ergebnisse zeigen sich in der Zeit des Nationalsozialismus.

Wer die Bibel entmystifziert liest, der wird auch unfähig, die metaphysische Dimension nationalsozialistischen Handelns zu verstehen und wird es ablehnen. Ich stehe zu den Ansätzen der Interpretation des Holocaust im Sinne von Tobias Teichen. Es passt einfach zu viel zu gut - und es darf nicht vergessen werden, dass in Deutschland der Thron Satans errichtet wurde - und gleich noch eine Maxi-Version davon, um gleich das ganze Volk dem Satan opfern zu können.

Das waren Schandtaten, die ihre schlimmen Früchte getrieben haben.

Christen im Glauben und mit der Entschlossenheit zum Guten, hätten da viel abwenden können. Vielleicht hätten 5% Christen, die sich der Macht, die Jesus ihnen gegeben hat, bewusst gewesen wäre und sie praktiziert hätten, ausgereicht, um das Volk vor dem Betrug an seinen Werten bewahren können. So aber hatte Satan ne Autobahn, auf der ohne zu bremsen übernehmen konnte.

goodfruit antworten
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

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@goodfruit 

Macht bekommt der Christ durch den Glauben und der Entschlossenheit, im Glauben zu handeln.

Das hast du gut ausgedrückt. 
Ich bin da auch bei dir…

Aber 

Das waren Schandtaten, die ihre schlimmen Früchte getrieben haben.

auch Nicht-Christen würden das als Schandtaten sehen, was da in der NS -Zeit geschah, oder? Dazu muss man ja eigentlich nur empathischer Mensch sein…egal welcher Religion.

Ich mag und schätze Deine Herangehensweise an die Bibel und den Glauben. Bei solchen Leuten wie dem Tobias Teichel stellen sich mir aber die Nackenhaare…das mag vielleicht nur daran liegen, dass ich auf dogmatische Menschen mit äusserster Skepsis reagiere…und die Schotten schon dicht mache, bevor da wirklich ein Input kommen kann. 

Ich sehe allerdings den Benefit nicht, was es bringt mich damit auseinanderzusetzen. In Jesus Botschaft geht es nicht darum und ich mag meine Kapazität nicht damit auslasten, was Satan anstellt oder angestellt hat. Vor allem weil es Mutmassungen sind…du merkst es vielleicht, eigentlich will ich dich da weglocken, von diesen Mutmaßungen…

Nichts für ungut…ich halte jetzt meine Klappe🙊

 

 

 

stern antworten
GoodFruit
(@goodfruit)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 4219

@stern auch Nicht-Christen würden das als Schandtaten sehen, was da in der NS -Zeit geschah, oder? Dazu muss man ja eigentlich nur empathischer Mensch sein…egal welcher Religion.

Wir haben die Menschenrechte als fundamentale und globale Rechte und alle sind aufgefordert, sich daranzuhalten und Täter möglichst schnell und umfassend zu verurteilen, wenn Verletzungen der Menschenrechte geschehen. Hier denke ich aktuell besonders an tyrannische Herrscher, die wissen müssen, dass sie nicht beliebig morden, quälen oder rauben dürfen, weil sie dafür ins Gefängnis landen werden.

Rechte, denen die angedrohten Sanktionen nicht mehr folgen, haben ihre Bedeutung verloren.

Das ist das eine.

Was aber die Christen angeht, so haben diese Möglichkeiten über die anderer Menschen hinaus. Sie können Berge bewegen. Diese Verheißung gab Jesus uns, nachdem er den Feigenbaum hatte verdorren lassen.

Christen haben die Macht, bösen Menschen oder Gruppierungen zu stoppen - außer ihnen wurde der Glaube daran durch Entmystifzierung gestohlen.

Dies ist eine Aufgabe der Christen, die diese dringend zu erfüllen haben. Es macht keinen Sinn, zu lamentieren, wie schlecht doch die Welt ist, wenn ich die Möglichkeiten, die mir gegeben sind, um das zu ändern, nicht zu nutzen.

 

goodfruit antworten
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3214

@goodfruit 

Christen haben die Macht, bösen Menschen oder Gruppierungen zu stoppen - außer ihnen wurde der Glaube daran durch Entmystifzierung gestohlen.

Das lese ich aus der Bibel nicht raus…Gott möge uns von dem Bösen erlösen als Bitte im Vaterunser ist für mich kein Aufruf um umwälzende politische Ereignisse herzubeten. 

Ich glaube dass Gebete eine Wirkung haben. Ich glaube auch, dass wir für das Wohl einer Stadt oder Politiker/Bürgermeister/Amtsträger beten können und sollen…aber nicht in unserem Sinne, damit geschieht was wir gut finden…sondern dass Gottes Wille im Himmel wie auch auf Erden werde. Ob dann was gestoppt wird oder was überhaupt genau passieren soll…das können wir doch gar nicht überblicken. 

Es macht keinen Sinn, zu lamentieren, wie schlecht doch die Welt ist, wenn ich die Möglichkeiten, die mir gegeben sind, um das zu ändern, nicht zu nutzen.

Ich weiss nicht, ob es Sinn macht zu sagen, hätten mal mehr Christen mal mehr gebetet unter Hitler, dann wäre das alles nicht passiert.

Keiner kann diese Aussage verifizieren. Das bleibt eine Behauptung. Und sie impliziert, dass wir die Macht haben alles Böse aus der Welt wegzuschaffen, wenn wir nur genug wollen, beten und glauben.

Das ist eine steile These. Und ich bin mir noch nicht im Klaren ob das eine Autobahn in den geistigen Burnout ist oder die Lösung all unserer Probleme…

?

stern antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@goodfruit 

Christen haben die Macht, bösen Menschen oder Gruppierungen zu stoppen - außer ihnen wurde der Glaube daran durch Entmystifzierung gestohlen.

Sie haben also die Macht dazu... es sei denn, sie haben sie nicht. Klingt logisch...

Hast du denn mal ein historisches Beispiel, in dem Christen auf diese Weise böse Menschen nachweislich gestoppt haben...?

lucan-7 antworten
Martha
 Martha
(@martha)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 1518

@goodfruit 

Zum Beitrag

Ich habe mir den Beitrag angeschaut. 

Es besteht kein Zweifel, dass Hitler an Vorsehung glaubte und die Nazis viel mit Symbolik der german. Mythologie arbeiteten.

Nach wie vor ist für mich erschreckend, welcher Geist der Hybris  unter ihnen ausbrach und zu welchen Greueltaten er sie befähigte.

Worum es dem Prediger in dem Video geht, erklärt er u.a. mit diesen beiden Bibelstellen:

Hesekiel 34,5:

"Sie wurden zerstreut, weil sie ohne Hirten waren; und sie wurden allen Tieren des Feldes zur Speise, und wurden zerstreut."

Joh.10,12:

"Der Mietling aber, der nicht Hirte ist, dem die Schafe nicht eigen sind, sieht den Wolf kommen und verläßt die Schafe und flieht; und der Wolf raubt sie und zerstreut die Schafe."

Er wirbt anschliessend dafür, für Israel zu beten und sich gegen Antisemitismus einzusetzen. 

 

 

 

 

martha antworten
Gelöschtes Profil
(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 30188

@goodfruit Und ich würde dich ebenfalls bitten solche kruden Behauptungen hier zu posten. Lucan hat recht, es ist nicht nur historisch falsch sondern bedenklich!

deleted_profile antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4814

@seramis1 Der Grat zwischen Glaube und seltsamen Erzählungen ist manchmal sehr schmal. 

Ich für mich bin immer noch am Sortieren, um hier nichts Falsches zu schreiben. 

Tatsache ist aber, dass (sicher stattgefundene) Gebete und starker Glaube diverse Unglücke in der Welt nicht aufgehalten haben. 
Und das mit der Entmystifizierung kapier ich auch nicht - ich bin froh, dass ich (relativ) sachlich glauben darf. 

chai antworten
Martha
 Martha
(@martha)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 1518

@chai 

das mit der Entmystifizierung

Vllt ist gemeint,  dass es im christl Glauben auch das Rätselhafte, Geheimnisvolle und Unerklärliche geben muss? 🤔

martha antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4814
Veröffentlicht von: @martha

@chai 

das mit der Entmystifizierung

Vllt ist gemeint,  dass es im christl Glauben auch das Rätselhafte, Geheimnisvolle und Unerklärliche geben muss? 🤔

Ich weiß nicht, was GoodFruit damit meint. Und ich hab auch keine Lust, mich da komplett hineinzudenken, wenn sich mir beim ersten Lesen schon die Zehennägel aufrollen. 
Mit Rätselhaftem und Unerklärlichem hab ich grundsätzlich kein Problem, aber da wird halt vieles vermixt.

chai antworten
Martha
 Martha
(@martha)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 1518

@chai 

Ich weiß nicht, was GoodFruit damit meint. Und ich hab auch keine Lust, mich da komplett hineinzudenken

Achso. 

 

martha antworten
AWHler
 AWHler
(@awhler)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 2297
Veröffentlicht von: @goodfruit

Der Holocaust war ein religiöses Ding - komplett satanisch durchdrungen. Nur weil etwas jüdischer Theologie widerspricht, muss es nicht falsch sein. Für mich klingt das nach vorauseilenden Gehorsam - also jener Haltung, die jedem Narrativ gleich folgt und seine Meinung so anpasst, dass sie immer schön stromlinienförmig und flutschig ist.

Wenn Juden sich massiv dagegen wehren, dann ist das ihr Problem und nicht das christlicher Überlieferung und Wahrheit.

Was meinst Du mit "ein religiöses Ding - komplett satanisch durchdrungen"?

Bei dieser Sichtweise sehe ich die Gefahr, geschichtliche Geschehenisse (damals, heute, morgen) ins Metaphysische zu verlagern und "das Böse/den Bösen" dafür verantwortlich zu machen - wo schnell verlorengeht, nach menschlicher Verantwortung zu fragen, nach gesellschaftlichen und politischen Ursachen und Entwicklungen (Geschichte, Faschismus ...) und für die Gegenwart und Zukunft zu verfallen in Spekulationen über vorherbestimmte, gottgefügte, endzeitliche Realitäten ...

Zumal für den jüdischen Glauben die Shoah die Frage aufwirft: "Wenn es Gott gibt, den Gerechten, warum???!" - Hat der Gott Israels und unser Vater im Himmel  "Satan" die Erlaubnis gegeben, 6 Millionen Juden in die Gaskammern zu schicken?

.....

Was das Verhältnis Christen und Juden angeht, im Ringen um das Verstehen Gottes, seines Heils und seiner Geschichte mit der Welt und die Schwierigkeit, Jesus als den schon gekommenen Messias zu erkennen, finde ich die Formulierung "dann ist das ihr Problem"!" sehr salopp, zynisch und lieblos - sorry.

Segensreicher, spannender und angemesener erscheint mir im Dialog von christlicher Seite das demütige und ehrlich Hören auf das, was jüdischer Glaube auch zu Jesus, dem Juden,  zu sagen hat - und da gibt es in unserer Zeit ganz beeindruckende Dinge zu lernen und zu erfahren.

Drei Literaturhinwseise und Empfehlungen, was dieses Lernen und den Dialog betrifft:

Schalom Ben-Chorin: Bruder Jesus. Der Nazarener in jüdischer Sicht, Münschen 1. Aufl. 1967

Guido Baltes: Jesus, der Jude und die Missverständnisse der Christen, Marburg a.d.L, , 2013

Walter Homolka/Magnus Striet: Christologie auf dem Prüfstand. Jesus der Jude - Christus der Erlöser, Freiburg i,B. 2019

 

L'Chaim

awhler antworten
Jigal
 Jigal
(@jigal)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 5779

@awhler Nun der Nationalsozialismus war  pseudoreligiös. Es gibt Katholiken die sehen in den Reichsparteitagen Ähnlichkeiten zur römisch-katholischen Messe. Die Verehrung der Blutfahne und die Weihe der Standarten mit der Blutfahne ähnelt der von Berühungsreliquien.  Das schwarze Korps war da stark mit einer Ersatzreligion. Im Buch "Josef Filsers Erben" schreibt jemand als wäre er Ludwig Thoma. Er nennt die schlicht Neuheiden.

 

jigal antworten
AWHler
 AWHler
(@awhler)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 2297

@jigal 

Das "Pseudoreligiöse" ist nicht der Punkt, den ich meine ... d.h. Rituale, Symbole, Sprache, ideologische Identifikationen mit dem 'Höheren', dem 'Sinn der Geschichte' etc - darum geht es mir nicht.

Mir geht es darum, dass der Nationalsozialismus, die politischen und gesellschaftlichen Gründe hin zum Faschismus und Judenfeindschaft etwas sind, was nicht primär als etwas gesehen werden darf, das irgendwie "über die Deutschen" hereingebrochen ist, weil Satan, der Teufel, die böse Macht es verfügt und verursacht haben - sondern menschliches Denken, Handeln, Planen, Tun und die Teilhabe daran von Menschen in der Bejahung, dem Mitmachen, dem Schweigen ...

Mit dem Teufel oder mit Gottes Willen kann man Vieles erklären, um sich aus der Verantwortung zu stehlen.

L'Chaim

awhler antworten
Jigal
 Jigal
(@jigal)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 5779

@awhler Sicher, dem Verführer gefolgt zu sein, kann man nicht auf den Teufel schieben.

Wie sagte man in Yad Vashem: Yad Vashem ist nicht dazu da ein schlechtes Gewissen zu machen, als deutsche Gruppe. Yad Vashem dokumentiert was geschah, damit es nicht wieder geschieht.

Also habe ich keine Schuld geerbt, aber eine Verantwortung, damit es nicht mehr geschieht.

 

jigal antworten
GoodFruit
(@goodfruit)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 4219

@awhler Mit dem Teufel oder mit Gottes Willen kann man Vieles erklären, um sich aus der Verantwortung zu stehlen.

Wer dem Teufel dient, der kann sich nicht aus der Verantwortung stehlen. Er hat Verantwortung für sein Tun und auch das Wirken Satans durch ihn selbst. Es entspricht der preußischen Beamtenseele, alle Verantwortung auf vorgesetzte Stellen abzuwenden. Es gibt Kadavergehorsam und ein Kadaver ist tot und kann keine Verantwortung tragen. So die Theorie. Aber die trügt. Jeder ist immer für sein Tun verantwortlich und wer sein Hirn abgibt, der ist auch verantwortlich für das, was die neuen Herren in seinem Körper damit anstellen.

Adolf Eichmann dachte auch, er sei für sein Tun nicht verantwortlich. Vor Gericht musste er sich belehren lassen, dass das ein Trugschluss war.

Hannah Arendt konnte ihn verstehen, seine Argumentation nachvollziehen, weil sie das deutsche System kannte. Dieses System funktioniert halt nur nicht - insbesondere, wenn es um die Frage nach der Verantwortung für das Tun geht.

goodfruit antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@goodfruit 

Wer dem Teufel dient, der kann sich nicht aus der Verantwortung stehlen. Er hat Verantwortung für sein Tun und auch das Wirken Satans durch ihn selbst.

Wenn Satan "wirkt", dann ist Satan zumindest für einen Teil verantwortlich. Und das heisst, dass die Nazis für eben diesen Teil nicht verantwortlich waren.

Wenn die Nazis aber voll und ganz für ihr Handeln verantwortlich waren - dann braucht es auch keinen Satan mehr, das schaffen die dann auch ganz allein.

 

Und wenn du meinst, dass Christen auf irgendeine Weise eine "geistige Macht" oder dergleichen hätten, um gegen dieses "Böse" vorzugehen... dann nimmst du diese gleich noch mit in die Verantwortung.

Und irgendwann wird es dann halt ganz abstrus, sorry.

 

lucan-7 antworten
GoodFruit
(@goodfruit)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 4219

@lucan-7 Wenn Satan "wirkt", dann ist Satan zumindest für einen Teil verantwortlich. Und das heisst, dass die Nazis für eben diesen Teil nicht verantwortlich waren.

Die satanische Schuld ist ein geistliches Ding. Anders als bei materiellen Dingen, müssen geistliche Verfehlungen nicht hier oder dort sein - sie können den Anführer wie den Folgenden gleichermaßen betreffen - also Satan und die Nazis zugleich - ohne, dass dadurch die Schuld auf einer Seite irgendwie kleiner werden würde.

goodfruit antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@goodfruit 

Anders als bei materiellen Dingen, müssen geistliche Verfehlungen nicht hier oder dort sein - sie können den Anführer wie den Folgenden gleichermaßen betreffen - also Satan und die Nazis zugleich - ohne, dass dadurch die Schuld auf einer Seite irgendwie kleiner werden würde.

 
Ja, gut... da bin ich jetzt raus.
 
lucan-7 antworten
GoodFruit
(@goodfruit)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 4219

@awhler Was meinst Du mit "ein religiöses Ding - komplett satanisch durchdrungen"?

Bei dieser Sichtweise sehe ich die Gefahr, geschichtliche Geschehenisse (damals, heute, morgen) ins Metaphysische zu verlagern und "das Böse/den Bösen" dafür verantwortlich zu machen - wo schnell verlorengeht, nach menschlicher Verantwortung zu fragen, nach gesellschaftlichen und politischen Ursachen und Entwicklungen (Geschichte, Faschismus ...) und für die Gegenwart und Zukunft zu verfallen in Spekulationen über vorherbestimmte, gottgefügte, endzeitliche Realitäten ...

Bitte schau Dir mal das Video von Tobias Teichen an, dass ich auch schon in der Antwort auf Lucan zitiert habe:

https://youtu.be/fgTTc3WiRwQ?si=oN6UQTNtpQhZyV3k

Dort habe ich auch etwas dazu geschrieben.

Menschliche Veranlagung kommt sicher dazu. Aber ohne den satanischen Geist wäre es kaum möglich gewesen, die Deutschen derart zu verführen. Für so bescheuert halte ich denn mein Volk nun auch wieder nicht. Das muss eine Zutat hinzu, die ins Verderben führt und diese zu übersehen, wäre ein großer Fehler und war ein großer Fehler - damals, wie heute.

Das Metaphysische ist keine Entschuldigung. Es ist das eine Sicht auf die wahren Treiber, die die Notwendigkeit, auf dieser Ebene den Kampf zu führen, deutlich macht. Als Christ kannst Du das und als Christ trägst Du genau auch Verantwortung! Und wenn das in Deiner Kirche nicht passiert, dann versäumt sie Entscheidendes!

goodfruit antworten
AWHler
 AWHler
(@awhler)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 2297
Veröffentlicht von: @goodfruit

Und wenn das in Deiner Kirche nicht passiert, dann versäumt sie Entscheidendes!

Was möchtest Du mir und "meiner Kirche" (?) damit sagen?

L'Chaim

awhler antworten
GoodFruit
(@goodfruit)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 4219

@awhler Ich möchte der Kirche oder generell den Gläubigen sagen, dass Gott uns unsere Gaben nicht zur Belustigung gegeben hat, sondern damit wir sie als Handwerkzeug in dieser Welt einsetzen, dass wir die Macht, die uns gegeben ist, auch nutzen und so den Willen Gottes tun können, die Brüder und Schwestern zurüsten können mit praktischer Hilfe (Heilung, Prophetie, "Berge bewegen") oder auch Zurüstung zum Glauben. Wer Wunder Gottes erlebt, der wächst im Glauben.

Schmeißt die Konzepte der Entmythologisierung weg - weit weg. Sie lähmt und beraubt Christen zur Übernahme ihres wichtigen Dienstes in der Welt!

goodfruit antworten
AWHler
 AWHler
(@awhler)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 2297

@goodfruit 

"DER Kirche", "DEN Gläubigen"?

"Belustigung"?

"Entmythologisierung" wegschmeißen?

Sie "lähmt und beraubt Christen zur Übernahme ihres WICHTIGSTEN Dienstes"?

Gerne noch eine Erklärung dazu, das wäre schön - Danke.

 

L'Chaim...

awhler antworten
GoodFruit
(@goodfruit)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 4219

@awhler Was meinst Du mit "ein religiöses Ding - komplett satanisch durchdrungen"?

Bei dieser Sichtweise sehe ich die Gefahr, geschichtliche Geschehenisse (damals, heute, morgen) ins Metaphysische zu verlagern und "das Böse/den Bösen" dafür verantwortlich zu machen - wo schnell verlorengeht, nach menschlicher Verantwortung zu fragen, nach gesellschaftlichen und politischen Ursachen und Entwicklungen (Geschichte, Faschismus ...) und für die Gegenwart und Zukunft zu verfallen in Spekulationen über vorherbestimmte, gottgefügte, endzeitliche Realitäten ...

Materiellen Veränderungen gehen immer geistliche Veränderungen voraus. Der Geist treibt das Handeln - nicht umgekehrt.

Wir können viele geschichtliche Zusammenhänge ohne die geistliche Grundlage nicht verstehen. Ideologien treiben Ideen, treiben Handlungen.

Der französische Wirtschaftswissenschaftler Thomas Piketty hat sich mit dem Entstehen von Ungleichheit der Vermögensverhältnisse beschäftigt. Er hat erkannt, dass für den Aufbau von Vermögen vor allem Erträge aus Vermögen verantwortlich sind, während durch Einnahmen durch Lohn sich kaum Besitzstände aufbauen lassen.

Sein Ansatz wurde kritisiert und er ist der Sache genauer nachgegangen. ER konnte nachweisen, dass seine Überlegungen generell richtig sind (und andere Wissenschaftler konnten das bestätigen - Piketty hatte die Mechanismen danach noch unterschätzt). Aber Piketty fand in seinen Analysen etwas anderes: Wenn es Abweichungen von der Regel gab, dann waren in erster Linie ideologische (also geistliche) Einflüsse dafür verantwortlich. Eine christliche Gemeinschaft kann einen Wohlfahrtsstaat betreiben und so den Gini Index als Maß für die Ungleichheit im Rahmen halten. Von Sozialdarwinismus und Gier bestimmte Gemeinschaften können verhindern, dass die arbeitende Bevölkerung überhaupt Vermögen und Vermögensgewinne generieren kann und so die Schere weit über das zu Erwartende hinaus auseinanderbringen. Das passiert grad überall auf der Welt - besonders aber in den USA.

Für mich ist ein Ideal von Gesellschaft und politischer Führung die, der es gelingt, den Wohlstand möglichst breit zu verteilen, jedem die Chance gibt, ein gutes Leben zu führen. So etwas geht nur, wenn geistlich gegen den Drang der Akkumulation von Vermögen angearbeitet wird. Nicht, dass es nicht Vermögen und Vermögensgewinne geben darf - aber bitte in einem Rahmen, der dem Vermögenden es erlaubt, noch in realistischem Maße sein Vermögen verleben zu können und dabei demjenigen, der weniger Einkommen hat, auch noch die Chance gibt, für kleiner oder größere Träume oder auch nur die Altersversorgung zu sparen.

Diese Besitzverhältnisse sind auch entscheidend, ob sich extreme und satanische Ideologien ausbreiten können. Die Bereitschaft der Bevölkerung für extreme Parteien und Konzepte offen zu sein, wächst mit der wirtschaftlichen Not.

goodfruit antworten
MrOrleander
(@mrorleander)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 2444

@goodfruit 

Der Holocaust war ein religiöses Ding - komplett satanisch durchdrungen.

Da er auch nicht ansatzweise religiös begründet wurde, tue ich mich schwer mit Deiner Aussage. Natürlich könnte man sich auf den Standpunkt stellen, alles menschliche Handeln, das so schrecklich ist, das es kaum mehr zu verstehen ist, als 'satanisch' zu bezeichnen, aber was wäre damit an Erkenntnis gewonnen? Hitler sah sich bestimmt nicht als Satan.

mrorleander antworten
GoodFruit
(@goodfruit)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 4219

@mrorleander Hitlers bester Freund war Begründer einer satanischen Kirche und sah sich selber als Antichrist. Hitler hat sich vielleicht nicht selber als Satan selbst gesehen - aber es war klar, in welcher Mannschaft er seinen Dienst angetreten hat.

goodfruit antworten
MrOrleander
(@mrorleander)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 2444

@goodfruit 

Hitlers bester Freund war Begründer einer satanischen Kirche und sah sich selber als Antichrist.

Wer ist's gewesen?

Hitler hat sich vielleicht nicht selber als Satan selbst gesehen

NIcht "vielleicht", sondern ganz sicher nicht. Hitler war durchaus redselig; es gibt keinen Hinweis darauf, daß er 'religiös', gar satanisch unterwegs gewesen wäre. 

aber es war klar, in welcher Mannschaft er seinen Dienst angetreten hat.

Dein Wissen hätten den Adolf sicher sehr überrascht. 

 
 
 
mrorleander antworten
Jigal
 Jigal
(@jigal)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 5779

@mrorleander  Das Feindbild war alt, aber anders war es auf das Blut zu beziehen. Viktor Klemperer war ja evangelisch, wurde aber wegen seiner jüdischen Eltern oder Großeltern als Jude eingestuft.

 

jigal antworten
MrOrleander
(@mrorleander)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 2444

@jigal 

Das Feindbild war alt, aber anders war es auf das Blut zu beziehen. Viktor Klemperer war ja evangelisch, wurde aber wegen seiner jüdischen Eltern oder Großeltern als Jude eingestuft.

Konversion hat auch die spanischen Juden im 15. Jahrhundert nicht vor der Vertreibung gerettet. Und auch da spielte das 'Blut' die entscheidende Rolle (zumindest in der offiziellen Begründung: Tatsächlich ging es, wie doch fast immer, um's liebe Geld).

mrorleander antworten


Kappa
 Kappa
Beiträge : 1626

@remo25 

Nun wenn du das denkst, dann ist unser Glaube auch

-Antimuslimisch, -Antibuddistisch, -Antihinduistisch, Antigermanisch und vieles mehr.

 

Alles zusammen kann halt nicht war sein.

kappa antworten
1 Antwort
GoodFruit
(@goodfruit)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 4219

@kappa Wenn Du Christ wirst, dann mag die eine oder andere Gruppe gegen Deine Überzeung stehen. Ein "Anti" im Sinne einer Haltung im Hass darf es dennoch nicht geben. Wenn wir den Befehl haben, selbst die Feinde zu lieben, dann ist klar, dass wir auch jede dieser von Dir genannten Gruppen (bzw. ihrer Vertreter) lieben müssen. Das Anti bedeutet dann nur, dass wir nicht mit ihnen ihre Götter anbeten - aber einander zu Kaffee und Kuchen einladen geht natürlich schon.

goodfruit antworten
Remo25
 Remo25
Themenstarter
Beiträge : 8

Hallo miteinander. Ich danke Euch für die zahlreichen Antworten. Sie haben mir gut geholfen, und ich wünsche Euch weiterhin Segen auf Eurem Glaubensweg.

remo25 antworten


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