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Nur _eine_ Wahrheit?

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FragenUeberFragen
Themenstarter
Beiträge : 1

Hallo zusammen,

Jesus sagt: "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater, denn durch mich". Für ist es daher offenkundig, dass es nur _eine_ Wahrheit gibt und wenn das Christentum den wahren Glauben lehrt, dann kann es eben jede andere Religion oder anderer Glaubensrichtung nicht sein. Soweit die Logik.

Aber wenn nun jemand diese Logik nicht nachvollziehen will, was würdet ihr sagen? Die Idee, die dahinter steht, ist, dass Gott mehrere Glaubensrichtungen geschaffen hat, damit jeder auf seine Art Zugang finden kann.

Antwort
489 Antworten
Kappa
 Kappa
Beiträge : 1627

@fragenueberfragen nun das ist eine Idee.

Deshalb muss Sie aber nicht wahr sein 

Der Christliche Glaube ist nun zum Beispiel aber sehr auf Wahrheit basierend - personifiziert mit Jesus. 

Das im gleichen Atemzug Lügen geschaffen werden um Gott zu finden - von Gott- ergibt meiner Meinung nach nicht viel Sinn.

Das umschließt ja dann auch das ohne das Gott andere Religionen geschaffen hätte, es nur eine oder keine Religion gäbe. 

Dann wäre doch aber alles viel einfacher und klarer. Die meisten Menschen bleiben eh in dem Kontext, wo sie hineingeboren wurden. Freie Wahl aufgrund von Logik und Philosophie treffen die wenigsten beim Auswahl der Religion. Was für einen Mehrwert haben dann die verschiedenen Kulte?

Ich weiß nicht....das passt nicht gut zusammen.

 

kappa antworten
1 Antwort
van Hagen
(@van-hagen)
Beigetreten : Vor 5 Monaten

Beiträge : 53
Veröffentlicht von: @kappa

Der Christliche Glaube ist nun zum Beispiel aber sehr auf Wahrheit basierend - personifiziert mit Jesus. 

Das im gleichen Atemzug Lügen geschaffen werden um Gott zu finden - von Gott- ergibt meiner Meinung nach nicht viel Sinn.

Das umschließt ja dann auch das ohne das Gott andere Religionen geschaffen hätte, es nur eine oder keine Religion gäbe. 

Dann wäre doch aber alles viel einfacher und klarer. Die meisten Menschen bleiben eh in dem Kontext, wo sie hineingeboren wurden. Freie Wahl aufgrund von Logik und Philosophie treffen die wenigsten beim Auswahl der Religion. Was für einen Mehrwert haben dann die verschiedenen Kulte?

Ich weiß nicht....das passt nicht gut zusammen.

 

 

van-hagen antworten


van Hagen
Beiträge : 53
Veröffentlicht von: @awhler

Die Frage nach der Deutung dieser ICH-Aussage ist ...

... im Grunde ganz leicht, so schwer sie andererseits auch ist, denn verbreitet ist die persönliche Deutung statt die, die über das persönliche Ansinnen hinausreicht.

van-hagen antworten
25 Antworten
AWHler
 AWHler
(@awhler)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 2318

@van-hagen 

? Ich verstehe nicht, was Du mit diesem SAtz sagen möchtest? 😉

Vielleicht kannst Du etwas ausführlicher und verständlicher auf mein Posting eingehen, mit dem ich mir Mühe gegeben habe, Deine Frage nach dem Verstehen von Joh 14,6 zu beantworten - Danke.

L'Chaim

awhler antworten
van Hagen
(@van-hagen)
Beigetreten : Vor 5 Monaten

Beiträge : 53
Veröffentlicht von: @awhler

@van-hagen 

? Ich verstehe nicht, was Du mit diesem SAtz sagen möchtest? 😉

Vielleicht kannst Du etwas ausführlicher und verständlicher auf mein Posting eingehen, mit dem ich mir Mühe gegeben habe, Deine Frage nach dem Verstehen von Joh 14,6 zu beantworten - Danke.

Persönlich wird die Aussage genommen, meint man, der Aussagende meine sich persönlich und man müsste sich irgendwie an ihn möglichst fest binden, um auf diese Weise an den Wirkungen seiner Aussage möglichst Teilnehmer sein zu können. Schaut man aber mit einem Auge hin, das über das Persönliche hinaussieht, das somit nach Fortschritt des eigenen Selbst schaut, womit nicht der Egoismus gemeint ist, durch aufbauende Kräfte der geistigen Welt, erkennt es, dass mit der Aussage eine Mitteilung gemacht wird, die als geistige Kraft des eigenen Bewusstseins eines jeden Menschen, also seiner selbst betrachtet werden will, das kurz formuliert, das Ich oder Ich bin eines jeden individuellen Menschen ist, das den Weg zur Wahrheit und zum Leben führt. 

van-hagen antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4863

@van-hagen Das geht doch bestimmt auch in noch verständlicher.

chai antworten
van Hagen
(@van-hagen)
Beigetreten : Vor 5 Monaten

Beiträge : 53
Veröffentlicht von: @chai

@van-hagen Das geht doch bestimmt auch in noch verständlicher.

Vielleicht, wenn du deine Frage verständlicher und präziser formulieren kannst.

van-hagen antworten
Adjutante
(@adjutante)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 3444

@van-hagen 

ich auch nix versteh, ich Deutsch sein

Könne du in kleine Satz schreiben?

adjutante antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4863

@van-hagen Meine Frage ist, wie Dein vor meinem Posting stehender Text zu verstehen ist.

chai antworten
van Hagen
(@van-hagen)
Beigetreten : Vor 5 Monaten

Beiträge : 53
Veröffentlicht von: @chai

@van-hagen Meine Frage ist, wie Dein vor meinem Posting stehender Text zu verstehen ist.

Geistig, spirituell, überpersönlich und übersinnlich!

Der Text bezog sich auf die biblische Ich-Aussage, um sie richtig zu verstehen: "Ich bin der Weg, ..."  (Joh. 14, 6) Der Christus meint nicht sich persönlich, sondern kündigt an, dass das Ich bin der Weg, ... ist. Du kannst zu dir selbst sagen: "Ich bin!", oder etwa nicht? Es besagt, dass Dein Ich der Weg ist, die Wahrheit und das Leben und das eines jeden anderen Menschen für sich!

Wenn du das nach und nach verstehen kannst, wirst du auch allmählich verstehen können, dass der Christus mit den einleitenden Worten "Ich bin" eine Kraft bezeichnet, die als geistiger Impuls in jedem Menschen vorhanden ist.

van-hagen antworten
Adjutante
(@adjutante)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 3444

@van-hagen 

Es besagt, dass Dein Ich der Weg ist, die Wahrheit und das Leben und das eines jeden anderen Menschen für sich!

Nein. Niemals.

adjutante antworten
AWHler
 AWHler
(@awhler)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 2318

@adjutante 

Auch hier hilft wohl wieder Differenzierung und Einfühlung 😉

Zu Joh 14.6 hatte ich bereits geschrieben, dass das "Ich bin" als Jesus-Wort in der Tat auf ihn soteriologisch verweist.

Aber es gibt auch den spirituellen, mystischen, kontemplativen  Blick, der das göttliche "ICH BIN" IN UNS glaubt, sucht und kennt - das nicht gleichzusetzen ist (!) mit unserem kleinen Ego, unserem kleinen gottfernen ich - sondern das "ICH BIN" versteht als SELBST-Findung (wo Gott>das Selbst zueinander gehen/finden.)

Wenn man christliche Mystik grundsätzlich ablehnt, ist dieser Gedanke inakzeptabel. Aber es gibt sie - diese christlich-spirituelle & mystischer Tradition von den Wüstenvätern über Meister Eckart u.a. bis hin zu christlich-kontemplaiven Vertretern wir Richard Rohr, Willigis Jäger, Bede Griffiths.

Es ist ok, wenn man diese Sichtweise fremd findet und im eigenen Verstehen kein Raum dafür ist - aber es ist nicht ok, sie ins Abseits zu stellen mit einem "Nein.Niemals"

L'Chaim

awhler antworten
Adjutante
(@adjutante)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 3444

@awhler 

Auch hier hilft wohl wieder Differenzierung und Einfühlung

Genau das hab ich, deswegen mein klares Nein dazu.

Jesus ist der Weg zu Gott. Da gibt es keine Verwechslung mit dem, was nicht Gott ist.

adjutante antworten
AWHler
 AWHler
(@awhler)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 2318

@adjutante 

Wie ich es geschrieben habe:"Es ist ok, wenn man diese Sichtweise fremd findet und im eigenen Verstehen kein Raum dafür ist ..."

L'Chaim

 

awhler antworten
Adjutante
(@adjutante)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 3444

@awhler 

Wie ich es geschrieben habe:"Es ist ok, wenn man diese Sichtweise fremd findet und im eigenen Verstehen kein Raum dafür ist ..."

Ach Thomas, darum geht es hier doch gar nicht.

adjutante antworten
AWHler
 AWHler
(@awhler)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 2318

@adjutante 

Ach, ??? ... Dann kläre mich mal auf, worum es hier geht ...

L'Chaim

awhler antworten
Adjutante
(@adjutante)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 3444

@awhler 

Ach, ??? ... Dann kläre mich mal auf, worum es hier geht ...

Der Hinweis von van-hagen hat nichts mit dem Ich-bin-Wort von Jesus zu tun und ist deshalb eine Irrlehre. Da hilft auch kein Tillich und sonstige Erklärungsversuche, um das anders hinzubiegen ...

adjutante antworten
AWHler
 AWHler
(@awhler)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 2318

@adjutante 

Wir kommen nicht zueinander, weil Du die Frage nach Christus, dem Sein und dem ICH BIN anders einordnest, be/ver-urteilst und wahrnimmst ...

Wir beide wissen, dass P. Tillich oder R. Rohr (nur als Beispiele)  für ein anderes christlich-theologisches Koordinatensystem stehen, als Du es hast ... und das ist doch ok, solange es nicht ständig in dieser Art von rechtgläubiger Zurückweisung und Deutungshoheit als Antwort und mit dem Anspruch der "richtigen Glaubens-Sicht" geschieht.

L'Chaim

awhler antworten
Adjutante
(@adjutante)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 3444

@awhler 

Wir beide wissen, dass P. Tillich oder R. Rohr (nur als Beispiele) für ein anderes christlich-theologisches Koordinatensystem stehen, als Du es hast ... und das ist doch ok, solange es nicht ständig in dieser Art von rechtgläubiger Zurückweisung und Deutungshoheit als Antwort und mit dem Anspruch der "richtigen Glaubens-Sicht" geschieht.

Sosooo ...

Manchmal braucht es für jeden von uns eine Kurskorrektur. Gelle?

adjutante antworten
AWHler
 AWHler
(@awhler)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 2318

@adjutante 

Sehr gerne ... auch retour. 😉

L'Chaim

awhler antworten
Maria
 Maria
(@maria)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 1277

@awhler Zum Beitrag

Aber es gibt auch den spirituellen, mystischen, kontemplativen  Blick, der das göttliche "ICH BIN" IN UNS glaubt, sucht und kennt - das nicht gleichzusetzen ist (!) mit unserem kleinen Ego, unserem kleinen gottfernen ich - sondern das "ICH BIN" versteht als SELBST-Findung (wo Gott>das Selbst zueinander gehen/finden.)

Danke für diese Erklärung 😊

Jesus spricht vom Einssein in und mit Ihm und dem Vater. Dann erlebt man sich selbst nicht mehr als getrennt von Christus und das kleine Ich bin wird zum großen ICH BIN von Christus. Paulus sagt: Nun lebe nicht mehr ich sondern Christus lebt in mir.

Allerdings wird man das mMn nur erreichen, indem man Christus anerkennt und sich von Seinem Licht erfüllen lässt.

Dieses Ziel und Wissen darüber gibt es auch in anderen Religionen und es gibt genügend Berichte darüber, dass die Suchenden letztendlich zu Christus finden und in Ihm das Einssein erleben.

Wie das Verständnis von van Hagen ist, weiß ich nicht, vielleicht äußert er sich noch einmal. In der Esoterik und im New Age gibt es ja die Vorstellung, das ICH BIN sei dem Menschen aus eigener Kraft zugänglich, ohne Christus. Das bezweifle ich aber stark. Mir kommt diese Vorstellung so vor, als ob man sich wie Münchhausen am eigenen Zopf aus dem Sumpf ziehen will.

 

 

maria antworten
AWHler
 AWHler
(@awhler)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 2318

@maria 

Wie van Hagen es versteht / verstehen will, das weiß ich auch nicht - vielleicht klinkt er sich hier ja auch nochmal erklärend ein, I don't know 😉

Die Christozentrik habe ich ja selbst auch in allen Postings beibehalten und nicht preisgegeben  - ich halte den trinitarischen Radius (Gott - Christus - der Geist Gottes/Christi) in der Welt und auch in anderen (den uns fremden) Weltanschauungen, Kulturen, Religionen & Spiritualitän nur WEITER und OFFENER als Andere, die mMn häufig zu schnell und abwehrend und belehrend auf etwas reagieren.

L'Chaim

awhler antworten
Maria
 Maria
(@maria)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 1277

@awhler Wenn jemand vom ICH BIN des Menschen spricht, weiß ich, dass er eigentlich Christus meint, auch wenn er selbst das gar nicht weiß 😉 Ich glaube, letztendlich führen alle Wege zu Christus und über Christus zum Vater, dafür sorgt unser Gott. Ich denke da z.B. an Saulus/Paulus oder auch Sadhu Sundar Singh.

Mir tut es halt auch leid, wenn jemand den alten umständlichen Weg über zig (hunderte? tausende? unendlich viele?) Inkarnationen wählen will, wobei es doch auch eine Abkürzung gibt.

maria antworten
Leibesglieder
(@leibesglieder)
Beigetreten : Vor 5 Monaten

Beiträge : 123

@van-hagen das klingt für mich nach einer esoterischen Umdeutung. Kann man machen. Entspricht aber meiner Meinung nach nicht der ursprünglichen Aussage!

leibesglieder antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4863
Veröffentlicht von: @leibesglieder

Kann man machen. 

Sicher kann man das machen. Es ist mir aber einfach zu viel 'Geschwurbel'. 
(In dem Sinn, dass da viele Worte gemacht werden, die dann doch ins Nichts führen)

Vielleicht ist es aber auch einfach nur schwer, Worte für solche Dinge zu finden.

chai antworten
Leibesglieder
(@leibesglieder)
Beigetreten : Vor 5 Monaten

Beiträge : 123

@chai Das man war nicht ich 🙂 Ich möchte nur niemandem hier seine Meinung schlecht machen, jeder muss das für sich prüfen. Ich kann nur für mich sagen: So ist es in der Bibel nicht gemeint gewesen. Und als Christ teile ich es deshalb nicht

leibesglieder antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4863
Veröffentlicht von: @leibesglieder

@chai Das man war nicht ich 🙂 Ich möchte nur niemandem hier seine Meinung schlecht machen, jeder muss das für sich prüfen.
Ich kann nur für mich sagen: So ist es in der Bibel nicht gemeint gewesen. Und als Christ teile ich es deshalb nicht

Da hab ich Dich schon richtig verstanden.

chai antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29337

@van-hagen 

Zum Beitrag

Das klingt nach Antroposophie nach Rudolf Steiner, oder? 

deborah71 antworten
Schatzsucher
Beiträge : 5

@fragenueberfragen 

"Die Idee, die dahinter steht, ist, dass Gott mehrere Glaubensrichtungen geschaffen hat, damit jeder auf seine Art Zugang finden kann."

 

Eben. Das ist ja die falsche Idee.

Die Bibel macht zum Thema Glaube folgendes deutlich:

4 Da ist e i n Leib und e i n Geist, so wie ihr in der e i n e n Hoffnung berufen worden seid, zu der ihr berufen wurdet; 5 e i n Herr, e i n Glaube, e i n e Taufe; 6 e i n Gott und Vater aller, der über allen und durch alle und in allen ist. (Epheser 4:4-6)

 

Es führen eben nicht alle Wege zu Gott. 

schatzsucher antworten


van Hagen
Beiträge : 53
Veröffentlicht von: @van-hagen

Ich bin der Weg, ..."  (Joh. 14, 6) Der Christus meint nicht sich persönlich, sondern kündigt an, dass das Ich bin der Weg, ... ist.

Das konjugierte Verb "bin" heißt in seiner Grundform "sein". Mit dem "bin" ist daher das "Sein" gemeint. Das Sein eines jeden Menschen kommt von Gott, es ist der Weg, die Wahrheit und das Leben.
 
Verwechselt werden darf es nicht mit dem Egoismus, den wir im Zuge der Inkarnationen ins Edle umwandeln lernen. 
 
 
 
 
 
van-hagen antworten
15 Antworten
Adjutante
(@adjutante)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 3444

@van-hagen 

Das Sein eines jeden Menschen kommt von Gott, es ist der Weg, die Wahrheit und das Leben.

Das stimmt so nicht.

adjutante antworten
AWHler
 AWHler
(@awhler)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 2318
Veröffentlicht von: @adjutante

@van-hagen 

Das Sein eines jeden Menschen kommt von Gott, es ist der Weg, die Wahrheit und das Leben.

Das stimmt so nicht.

Auch hier hilft wieder Differenzierung und Einfühlung (wenn man sie denn geben will) und kein apodiktisches "Das stimmt so nicht.".

Ein Versuch:

  • Paul Tillich spricht ontologisch von Gott(es Wirklichkeit) als dem "Sein-Selbst" & "Ur-Grund des Seins"
  • Dementsprechend gibt es SEINS-Verfehlung und SEINS-Findung (=Gottes-Verfehlung und Gottes-Findung)
  • Wenn Jesus (christlich geglaubt und bekannt) die Selbstoffenbarung Gottes (=des Seins-Grundes) ist, ist auch Joh 4,16 stimmig, das in ihm DER Weg, DIE Wahrheit & DAS Leben inkarniert und zu finden ist.

Damit möchte ich nur andeuten, dass es eine Verstehensmöglichkeit gibt ...

L' Chaim

awhler antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29337

@awhler 

Zum Beitrag

Das ist aber nicht das, was van Hagen durch seine Worte einzuführen  versucht. So wie ich seine Ausführungen verstehe transferiert er die IchBin-Worte Jesu, die Worte der Gottesexistenz als Urgrund des Lebens in den Menschen. Da ist der Gedanke nicht weit, dass der Mensch göttlich ist auf der Ebene Gottes und nicht auf der Ebene des geschaffenen Wesens. Die Logik des Plurals "Inkarnationen" vermittelt dann, dass man sich zu einem Gottwesen hochentwickeln könnte, ein Erleuchteter, ein Buddha mit göttlichem Status, zu sein. 

deborah71 antworten
Adjutante
(@adjutante)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 3444

@awhler 

Dieser Versuch ist ungeistlich. Denn in diesem ich bin (ego eimi) stellt sich Jesus selbst vor. Auch im AT ist dieses "ich bin" (ani jhwh, ani hu oder auch ego eimi ho onj) bei den Vorstellungen Gottes zu finden. Jesus sagt: ich bin's, der mit dir redet. Ich bin, der zu euch steht. Ihr könnt euch auf mich verlassen. Ich bin der Treue, der seine Verheißungen hält. Diese ich-bin-Worte sind deshalb in diesem Sinne zu unterscheiden, weil er sich darin zu erkennen gibt. Der Weg, die Wahrheit und das Leben sind nur im Ihm.

Auch in der engsten Verbindung mit Ihm bleibt der Mensch abhängig von Seiner Wegweisung. Der Mensch kann nur durch Ihn wahr werden. Nur durch Ihn kann echtes Leben gelingen. Der Mensch kann sich von Jesus gebrauchen lassen, aber der Mensch ist niemals selbst der Weg, die Wahrheit und das Leben.  Vielleicht gaukeln dir das indische Denkweisen oder was auch immer vor. Aber hier geht es um Jesus selbst, von dem dieses Bild inhaltlich gefüllt wird.

 

adjutante antworten
AWHler
 AWHler
(@awhler)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 2318

@adjutante @Deborah71

Und wieder gibt es "rechtgläubige" Korrektiva ("Dieser Versuch ist ungeistlich") und stellvertretende Interpretationen ("Das ist aber nicht das, was van Hagen durch seine Worte einzuführen versucht.") ... zumal "indische Denkweisen" mir möglicherweise was "vorgauklen."

Ausdrücklich habe ich die Christozentrik bedacht, mit Tillich einen protestantisch-theologischen Bezug hergestellt und von christlicher Mystik geredet (von Eckart bis zur Gegenwart) ... also zeigt Eure Antwort nur wieder, dass Eure Sichtweisen mit den aufgesetzten Bekenntnis-Brillen all das nicht würdigend in den Blick nehmen können. Und immer wieder diese offensichtliche Berufung dazu da  ist, hier - über das eigene Glaubensverständnis hinaus - für "Richtigkeiten" einzutreten.

Van Hagen mag sich selbst - im Forum oder mit einer PN - mir gegenüber in der Verständigung äußern, wenn er es will und mag.

L'Chaim

awhler antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29337

@awhler 

Prüfe anhand der Schrift... dazu sind wir aufgefordert. Das setze ich um. 🙂

deborah71 antworten
AWHler
 AWHler
(@awhler)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 2318

@deborah71 

Du weißt, dass das "Prüfen anhand der Schrift" zurückweist auf die Frage, was für ein Schriftverständnis wir haben - d.h. wie wir mit dem uns heute vorliegenden Buch theologisch, historisch, exegetisch und hermeneutisch um- gehen.

Und da gibt es eben eine gemeinsame Grundlage - aber nicht einfach DAS Schriftverstehen, sondern unterschiedliche Zugangs- und Wahrnehmungsweisen

L'Chaim

awhler antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29337

@awhler 

Und ich weiß ganz genau, dass es keine buddhistische Mehrfachinkarnation gibt, wer auch immer sich das hinbiegen mag mit historisch, exegetisch, hermeutischen Labeln, ist seine Sache. Meine ist es nicht und ich halte das mit der Schrift nicht für vereinbar. 

Ja, ich bin theologischer Laie....aber ich kann lesen und bin nicht doof. 

deborah71 antworten
AWHler
 AWHler
(@awhler)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 2318

@deborah71 

Ich habe auch nirgendwo behauptet, dass Du "doof" bist 😉 ... sondern nur gesagt, dass die Berufung auf die Schrift/die Bibel eben nicht so eindeutig ist bzw. unsere Verständniszugänge unterschiedlich sind und sein können.

L'Chaim

awhler antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29337

@van-hagen 

Zum Beitrag

Wo steht das in der Bibel, dass der Mensch sich durch mehrere Inkarnationen verbessern würde? 

Charakterentwicklung ist die Frucht des Heiligen Geistes im Hier und Jetzt, so man zu Jesus gehört. 

deborah71 antworten
van Hagen
(@van-hagen)
Beigetreten : Vor 5 Monaten

Beiträge : 53
Veröffentlicht von: @deborah71

@van-hagen 

Zum Beitrag

Wo steht das in der Bibel, dass der Mensch sich durch mehrere Inkarnationen verbessern würde? 

Charakterentwicklung ist die Frucht des Heiligen Geistes im Hier und Jetzt, so man zu Jesus gehört. 

Ich lese sie überall!

Wie macht das der Heilige Geist?

Was bedeutet es, zu Jesus zu gehören? Wie geht das? Was ist daran bereichernd? Was geschieht, gehört man nicht zu Jesus?

van-hagen antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29337

@van-hagen 

Zum Beitrag

Dass ein Mensch mehrfach inkarniert zur Verbesserung, wie es in einer östlichen Religion gelehrt wird, habe ich in über 40 Jahren nicht in der Bibel gefunden. Stattdessen steht da: 

Hebr 9, 27 Und wie den Menschen bestimmt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht: 28 so ist auch Christus einmal geopfert worden, die Sünden vieler wegzunehmen; zum zweiten Mal erscheint er nicht der Sünde wegen, sondern zur Rettung derer, die ihn erwarten. 

 

Charakterentwicklung: Gal 5, 22 Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, 23 Sanftmut, Keuschheit; gegen all dies steht kein Gesetz.

Der Heilige Geist wirkt in seiner Kraft all diese Haltungen und Verhaltensweisen, wenn man selbst da keine Kapazität zu hat. Er macht einen im Inneren auch durch einen Impuls drauf aufmerksam, in welchen Situationen mehr davon nötig ist und er es einem geben will. 

Was bedeutet es, zu Jesus zu gehören? Wie geht das? Was ist daran bereichernd? Was geschieht, gehört man nicht zu Jesus?

Jesus hat uns von der Herrschaft der Sünde freigekauft durch sein Blutvergiessen und Sterben am Kreuz. Denn die Sünde lässt sich durch die Forderung des Todes bezahlen (Der Sünde Sold ist der Tod). So ist nun Jesus für z.B. meine Sünde gestorben und ich bin frei von der Forderung der Sünde. Das wird wirksam durch den Glauben daran. Dass das tatsächlich Freiheit bringt hat Jesus bewiesen durch seine Auferstehung. Der Tod konnte ihn nicht im Tod halten. 

deborah71 antworten
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3299

@van-hagen 

Das Sein eines jeden Menschen kommt von Gott, es ist der Weg, die Wahrheit und das Leben.

Das denke ich auch.

Aber wie erklärst du dir dann die Aussage von Jesus:

“ohne mich könnt ihr gar nichts tun“? oder

“Ich bin der Weinstock, ihr die Reben“?

Ich finde, da geht es um Jesus…und nicht um unser eigenes Sein….sondern dass unser Sein von Jesus Sein durchdrungen  ist.

stern antworten
van Hagen
(@van-hagen)
Beigetreten : Vor 5 Monaten

Beiträge : 53
Veröffentlicht von: @stern

@van-hagen 

Das Sein eines jeden Menschen kommt von Gott, es ist der Weg, die Wahrheit und das Leben.

Das denke ich auch.

Aber wie erklärst du dir dann die Aussage von Jesus:

“ohne mich könnt ihr gar nichts tun“? oder

“Ich bin der Weinstock, ihr die Reben“?

Ich finde, da geht es um Jesus…und nicht um unser eigenes Sein….sondern dass unser Sein von Jesus Sein durchdrungen  ist.

Nicht persönlich, sondern überpersönlich! Der Christus ist zwar der Aussagende, aber persönlich hieße es, ihm ähnlich wie einem irdischen Star jubelnd hinterherzulaufen u.s.w., während überpersönlich der Christus eine Kraft ist, die von ihm wirkend an die Jünger ausgeht. Deshalb steht er für den Kraft spendenden Weinstock und die Jünger empfangen sie als Reben. Christus steht als Weinrebe für den Ich-Impuls, ihn als Kraft und Fähigkeit in die Reben einfließen zu lassen. Der Ich-Impuls ist gleichbedeutend mit der Kraft des Selbstseins, dem Bewusstsein seiner selbst und nicht blind und gehorsam hinterherlaufende Marionetten. - So war das noch zur Zeit des Alten Testaments in Beziehung zu den Jüngern!

van-hagen antworten
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3299

@van-hagen 

Ich steige jetzt hier aus der Diskussion aus, das ist nicht persönlich gemeint. Wir benutzen unterschiedliche Terminologien und ich verstehe tatsächlich überhaupt nicht was du mir sagen willst. Ich vermute durch das unterschiedliche Vokabular wird es da auch keine vernünftige Verständigung geben, da ich erstmal verstehen müsste, was du mit diesen Begriffen meinst…Ich-Impuls und Kraft des Selbstseins sind für mich unbelegte Wörter ohne Bedeutung.

stern antworten
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