Rosenkranzbeten
Im Rahmen eines anderen Threads kamen wir auf das Thema Rosenkranzbeten zu sprechen. Längst nicht alle Katholiken tun das und viele, gerade evangelikale Christen nehmen Anstoß daran. Der regelmäßige Einwand ist, das Rosenkranzbeten stelle die Gottesmutter Maria in den Vordergrund und lasse ihren Sohn gleichsam „blass“ aussehen, nicht „zur Sprache kommen“, verdränge ihn.
Somit würden Katholiken den Fokus von Jesus Christus Weg auf seine Mutter hin verschieben. Wäre dem so, könnte ich die evangelikalen Vorbehalte und geistlichen Warnungen verstehen. Nur, ist das wirklich so?
Da ich denke, dass das ein eigenständiges Thema sein könnte, hier meine an anderer Stelle erstellte Replik zu diesem Thema:
Nehmen wir an, jemand betete einmal am Tag den Rosenkranz (so wie ich es tue und nur empfehlen kann), dann hat er
# 53 mal die Gottesmutter gegrüßt
# 50 mal Jesus hinsichtlich eines bestimmten „Geheimnisses“ angesprochen
# 3 mal Jesus gebeten, in ihm den Glauben zu vermehren, die Hoffnung zu stärken und die Liebe zu entzünden
# 5 mal das Vaterunser gesprochen
# 5 mal Jesus im dreieinigen Gott angebetet (Ehre sei dem Vater…)
# 5 mal ausdrücklich Jesus um die „Verzeihung der Sünden“ gebeten
# 12 wichtige Punkte des christlichen Jesus-Bekenntnisses bekräftigt (im Apostolicum)
# 2 mal durch Kreuzzeichen Jesus im dreieinigen Gott „körperlich“ unterstrichen.
Nimmt man dann noch hinzu, dass ein sich lediglich wiederholender, „formelhafter“ Mariengruß (Lk 1, 28 + 42)
a) anders zu gewichten ist als die Anbetung Gottes im Vaterunser,
b) deutlich weniger stark ins Gewicht fällt als die innige Bitte um Vergebung der Sünden durch Jesus
c) und anders zu bewerten ist als das variierende Erinnern und Bekräftigen der Christusgeheimnisse
dann komme ich zu dem Schluss, dass das Rosenkranzgebet objektiv ein Jesusgebet ist, das lediglich „durch die Brille“ seiner Mutter hindurch gesprochen wird.
Hinzu kommt, dass durch die regelmäßig gebeteten, im deutschsprachigen Bereich verbreiteten fünf (nicht nur vier) Rosenkränze zweimal die Woche das vollständige Evangelium „durchgebetet“ wird und zwar wie folgt inhaltlich fokussiert:
1 Menschwerdung Gottes in Jesus (5 freudenreiche Jesus-Geheimnisse)
2 Öffentliches Wirken Jesu (5 lichtreiche Jesus-Geheimnisse)
3 Leiden und Sterben Jesu (5 schmerzreiche Jesus-Geheimnisse)
4 Auferstehung und Verherrlichung Jesu (5 glorreiche Jesus-Geheimnisse)
5 Vollendung der Welt in Jesus Christus (5 trostreiche Geheimnisse)
Mir ist in 40 Jahren keine protestantische Gebetsform begegnet, die all das „leistet“, was das Rosenkranzbeten zu leisten in der Lage ist. Deshalb bete ich ihn gern.
Ob und in welcher Weise bestimmte Gebetsformen und Frömmigkeitssübungen einer Gotteserfahrung dienlich oder eher abträglich sind, hängt von so vielen Faktoren ab, dass ich noch nie Gebetsformen anderer Konfessionen negativ beurteilt habe, sondern immer noch interessiert zur Kenntnis nehme und schaue, ob sie mir selbst guttun und weiterhelfen.
Lustigerweise waren es gerade die vehementen evangelikalen Vorbehalte gegen das Rosenkranzbeten, die vor ca. fünf Jahren mein Interesse für diese Gebetsart geweckt haben.
Ebenso bemerkenswert finde ich es im Nachhinein, dass es gerade meine muslimischen Schüler und Bekannten waren, von denen ich an den Wert eines regelmäigen Gebetslebens erinnert wurde…
Veröffentlicht von: @kerygmameinst Du "und gebenedeit ist die Frucht Deines Leibes, Jesu, ..." ? Da wird Maria angesprochen. Dass Du jetzt die Ansprache Jesu einfügst, die so nicht vorhanden ist.... dass Du das jetzt so darstellst, hinterlässt bei mir den Eindruck, dass Du Dir des Ungleichgewichtes im Rosenkranz irgendwie bewusst bist
Na, da geheimnist du - subjektiv - etwas hinein, was objektiv nicht stimmt: Gegrüßet seist du… ,Jesus, der…
Ansonsten würde ich dich fragen wollen, wie du angesichts des von mir Dargelegten ernsthaft die These der „Ungleichgewichtigkeit“ im Rosenkranzgebet aufrechterhalten willst.
Der Fokus ist also klar auf Jesus gerichtet.
Lustigerweise ist es so, dass der Fokus vieler Evangelikaler ausschließlich auf Maria gerichtet zu sein scheint, und zwar dergestalt, dass sie, sobald sie den Namen der Gottesmutter „Maria“ hören, zusammenzucken als wäre vom Beelzebub die Rede und gebetsmühlenartig (🙃🙃🙃) ihre Argumente gegen ihre Verehrung bei Orthodoxen und Katholiken abspulen.
Ich weiß, das war jetzt deutlich überspitzt, aber das kennst du ja… 🤗🫢😉
Veröffentlicht von: @holger-fNa, da geheimnist du - subjektiv - etwas hinein, was objektiv nicht stimmt: Gegrüßet seist du… ,Jesus, der…
„Gegrüßet seiest Du Maria, der Herr ist mit Dir, Du bist gebenedeit unter den Frauen und gebenedeit ist die Frucht Deines Leibes Jesus, der das schwere Kreuz getragen hat“
z.B.
Jesus wird gedacht, aber die Ansprache geht an Maria, nicht an Jesus. Bei einem Teil der Geheimnisse wird noch eine weitere Ansprache an Maria eingefügt („den Du, o Jungfrau…“).
Daraus ergibt sich der Vorwurf des Ungleichgewichts.
Hier für Menschen, die den Rosenkranz nicht kennen, die Erklärung:
https://www.vatican.va/special/rosary/documents/misteri_ge.html
Die Lauretanische Litanei sieht der Vatican sogar standardhaft, darum verlinke ich hier die Quelle:
https://www.vatican.va/special/rosary/documents/litanie-lauretane_ge.html
Natürlich soll jeder die Frömmigkeitsform praktizieren, die ihm das Herz öffnet, aber hier schon wieder zu sagen, dass das, was ich kritisiere, nicht stimmt, finde ich schade.
Scheint aber ein Muster zu sein, siehe anderer Thread.
Jesus wird gedacht, aber die Ansprache geht an Maria, nicht an Jesus. Bei einem Teil der Geheimnisse wird noch eine weitere Ansprache an Maria eingefügt („den Du, o Jungfrau…“).
Daraus ergibt sich der Vorwurf des Ungleichgewichts.
Maria ist die Christusgebärerin. In ihr und durch sie wurde Christus ins Fleisch geboren. Damit ist sie uns allen vorangegangen, denn Christus will auch in unseren Herzen geboren werden, und dabei dient sie dem Herrn und uns als Geburtshelferin.
Schon der Apostel Petrus hat die Christen daran erinnert, dass sie wiedergeborene sind.
"Denn ihr seid wiedergeboren nicht aus vergänglichem Samen, sondern aus unvergänglichem, durch das lebendige und bleibende Wort Gottes." (1. Petr 1,23)
Wir sind in Christus bereits eine neue Schöpfung, wir brauchen keine Geburtshelfer.
Wir sind in Christus bereits eine neue Schöpfung, wir brauchen keine Geburtshelfer.
Nun ja, das habe ich ja auch lange geglaubt, bis Jesus mich auf Maria hingewiesen hat 😊
Es steht halt nicht jeder für sich alleine vor Gott. Im Leib Christi sollen wir eine Gemeinschaft sein und Christus dienen, indem wir einander dienen. Wie sollen wir einander dienen, wenn jeder ablehnt, sich von jemand anderem dienen zu lassen?
@maria Wenn Privatoffenbarungen das biblische Zeugnis ersetzen, wird es natürlich schwierig mit der Gemeinschaft, die sich auf das biblische Zeugnis beruft 🙂
@kerygma Wir hatten uns ja schon mal darüber unterhalten 😊 Das biblische Zeugnis ist der Anfang, der heilige Geist führt weiter und gibt tiefere Erkenntnisse.
Damit es keine Missverständnisse gibt: ich will hier niemanden zur Marienverehrung bekehren.
Ich plädiere aber dafür, dass wir alle, auch ich, offen für die persönlichen Zeugnisse anderer Christen bleiben, ohne sofort alles in Frage zu stellen. Mir begegnen auch öfter Zeugnisse anderer Christen, die mir fremd sind und die ich dann einfach so stehen lasse. Mir ist es aber schon öfter geschehen, dass ich etwas mit Jesus erlebt habe, wonach ich anderen recht gab.
@maria Im Leib Christi sollen wir eine Gemeinschaft sein und Christus dienen, indem wir einander dienen. Wie sollen wir einander dienen, wenn jeder ablehnt, sich von jemand anderem dienen zu lassen?
Dieser Dienst ist aber in der Bibel sehr klar beschrieben - und da kommt nirgends zum Ausdruck, dass wir uns von den Heimgegangen dienen lassen können. Und selbst wenn das so wäre, warum dann eigentlich nur von Maria? Da Maria nicht die Gabe der Allgegenwart besitzt, wie soll sie dann Ansprechpartnerin und Helferin für Millionen von Menschen sein. Da hätte sie ja ganz schön viel zu tun.
@turmfalke1 Meinst du, dass die Heimgegangenen nicht mehr zum Leib Christi gehören?
Doch. Aber ich finde nirgends in der Bibel einen Hinweis, dass dieser "Teil" des Leibes Christi uns dient. Paulus schreibt oft von seinen Helfern, die ihn unterstützt haben, aber erwähnt nie Heimgegangene wie Stephanus, oder andere, die damals bereits einen Märtyrertod gestorben waren.
Und von Fürbitten durch Maria schreibt er ebenfalls kein Wort. Selbst wenn man davon ausgeht, dass sie damals noch lebte, müsste doch ihre Fürbitte nach der Stellung, die ihr hier zugeschrieben wird, trotzdem große Auswirkung gehabt haben, oder?
@turmfalke1 Das gehört auch zu den Erkenntnissen, die später vom heiligen Geist übermittelt werden.
Joh 16,12 Noch vieles habe ich euch zu sagen, aber ihr könnt es jetzt nicht tragen. 13 Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch in der ganzen Wahrheit leiten.
Der Heilige Geist entfaltet Lehre nicht (allein) durch das Lehramt. Marienverehrung bzw. das Bewusstsein für die hohe Bedeutung der Mutter des Herrn ist von Beginn an langsam aber stetig gewachsen. Verhältnismäßig frühe Dokumente belegen das.
Das Lehramt würde sich also grundsätzlich - wenn es denn eine theologische Durchdringung für nötig hält und ebenso eine dogmatische Präzisierung - auch auf den Glaubenssinn ihrer Gläubigen beziehen („Tradition“).
Einen Verweis auf eine punktuelle „Eingebung des Heiligen Geistes“ wird es deshalb vermutlich nicht geben. Wer könnte denn auch das singuläre Subjekt einer solchen lehrbildenden „Eingebung“ sein?
Also: Eingebung des Heiligen Geistes ja, ich würde aber formulieren „Wirken des Geistes“, um zu verdeutlichen, dass der Geist nicht nur durch eine bestimmte Person spricht. Geisteswirken ist halt hochkomplex…
@kerygma Marienkult ist ein diffamierendes Wort. Sag besser Marienverehrung.
Ja, die sogenannte Tradition beruht auf solchen Erkenntnissen durch Eingebung des heiligen Geistes, die sorgfältig geprüft werden und wenn sie die Prüfung bestehen, in die Lehre der Kirche aufgenommen werden.
@maria Marienkult ist ein diffamierendes Wort. Sag besser Marienverehrung.
Da es auch für den Protestantismus eine durchaus legitime Art der Marienverehrung gibt, zieht man natürlich in diesen Reihen die Trennlinien zum Kult anders als die katholische Kirche. Aus evangelischer Sicht überschreitet die katholische Lehre genau diese Linie:
- Das Sprechen zu Maria in Gebeten gilt als Kult, weil das Gebet nach biblischer Aussage allein Kommunikation mit Gott ist.
- Die katholischen Dogmen der Sündlosigkeit (Unbefleckte Empfängnis) und der leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel werden als Kult empfunden, der aus einer realen Person eine mythische Himmelskönigin macht.
- Maria als Gnadenvermittlerin wirkt für uns wie Kult, da sie damit aus unserer Sicht zwischen Jesus und den Menschen steht.
legitime Marienverehrung aus protestantischer Sicht:
- Maria als Vorbild des Glaubens
- Maria als Erfüllung der Prophetie
- Gleichstellung mit anderen Glaubenshelden
@turmfalke1 Nur damit ich einordnen kann, wie Kult da gemeint ist: Gilt denn in evangelischen Kreisen auch die Verehrung von Jesus als Kult oder der Gottesdienst als Kulthandlung?
Habe ich noch gar nicht so drüber nachgedacht, aber ich würde mal sagen, im positivsten Sinne des Wortes Kult - Ja! Wir beten Jesus an, wir feiern Jesus, wir singen Loblieder Ihm zur Ehre. Wir tun dies, weil Jesus Gott Selbst ist, und weil uns das NT dazu auffordert, Ihm diesen "göttlichen Kult" darzubringen. (Philipper 2, 10-11)
Vielleicht noch ein Unterschied: Für Protestanten ist der Gottesdienst kein magischer Kult, wo der Mensch Gott etwas darbringt, sondern ein Dienst Gottes an uns (Gottesdienst = Gottes Dienst an den Menschen). Gott spricht zu uns durch sein Wort, und wir antworten mit Gebet und Liedern. Es ist ein Beziehungsgeschehen, kein rituelles Werk.
@maria Hi 🙂
*hm*, weil ich das gerade lese ... "wir stellen ... eine Beziehung zu Ihm her"? Ich bin verwirrt. Nach dem, was ich erlebt habe mit Ihm, hat Er die Beziehung zu seinen Menschen, also auch zu mir, wiederhergestellt, weshalb wir in Beziehung treten mit Ihm. Für ich ist das was anderes als ein "wir stellen eine Beziehung her". Vielleicht meinst du das und es sind nur Feinheiten der Deutschen Sprache, ich lege da viel Wert drauf.
Dein "Wobei wir Gott anbeten." wird mir hier nicht ganz klar. Was meint dieses "wobei"?
Steckt im "verehren" nicht auch das "ehren"? Ich ehre Gott, weil Ihm Ehre gebührt. Einzig Ihm, nach meinem Dafürhalten.
Verehren und anbeten sind aktive Handlungen, die aus einer Beziehung heraus entstehen bzw. die Folge einer Beziehung sind.
Ich kann und darf Gott ehren und anbeten, weil Er mir den Weg dafür freigemacht hat. Die Bibel sagt, dass Er mich/uns zuerst geliebt hat, was es mir erst ermöglicht, mit Ihm in Beziehung zu leben. Jesus hat es vollbracht, dieses Werk: am Kreuz. Ich wiederhole es nur mal, falls es nicht jedem Leser bekannt ist. Der Mensch kann sich nicht selbst Gott nahen. Gott hat es (wieder) möglich gemacht. Dadurch ... mir geht es hier allgemein um die Reihenfolge. Gott zuerst. Wir beten an, WEIL er es uns ermöglicht. Wir beten nicht an, DAMIT er uns sieht und liebt und hört und und und ...
Mein alter Pastor sagte damals immer: Wir müssen uns nicht verändern, DAMIT Gott uns liebt. Reihenfolge ändern: Gott liebt uns, und das WIRD uns verändern. (uns als Menschen)
Gott dient uns, INDEM er zu uns spricht ... und im Grunde ergibt sich daraus schon, dass es hier nicht um den Sonntag geht, der eingedeutscht der Tag der Gottesdienste ist. Gottesdienst - das wissen wir doch alle hoffentlich - ist die Zeit zwischen den Sonntagen ...
@neubaugoere Ja, danke, dass du das noch einmal ausdrücklich sagst. Gott ist derjenige, der uns sucht und in Beziehung tritt. Unsere Antwort ist aber nun auch nicht bedeutungslos, oder siehst du das anders? Ich erlebe ich es immer wieder, dass Sein heiliger Geist mich intensiver erreicht, indem ich bete. Ist das bei dir auch so? Nur das wollte ich damit ausdrücken.
Insgesamt ging es mir aber um die Unterscheidung zwischen dem Gebet zu Gott und dem Gebet an Maria. Gott wird von Katholiken angebetet, Maria wird verehrt. Das ist ein großer Unterschied, der von Kritikern der Marienverehrung nicht beachtet wird.
Das finde ich wieder interessant, dass du das Wort "bedeutungslos" wählst. Steckt da der Wunsch dahinter, mehr Bedeutung haben zu wollen oder bedeutsam sein zu wollen oder von Bedeutung sein zu wollen, weil du dich unbedeutend fühlst? Wieso wähltest du "bedeutungslos"?
Und nein, ich erlebe das nicht so. Gott ist auch hier für mich in meinem Erleben immer derselbe, ob gestern, heute oder morgen sozusagen. Ich weiß mich immer gleich in Gott geborgen, ob ich bete oder grad alleine laufe, ob ich ihn lobe und anbete oder ob mein Sturkopf die Oberhand hat oder ich ängstlich bin oder oder oder. Ich bin ihm wichtig und ich weiß, ich habe für ihn Bedeutung. Große sogar. Er gab sein Leben für mich.
Ja, worum es dir insgesamt ging, ist mir klar, denke ich. Über dieses "die Ehre geben" (nichts anderes ist Verehrung) habe ich genug gesagt. Ehre, wem Ehre gebührt. Das ist einzig Gott.
Wieso wähltest du "bedeutungslos"?
Ich bin nicht so gut darin, treffende Worte zu finden 🤣 Mit deinen Vermutungen liegst du jedenfalls ganz daneben. Da sehe ich wieder, wie leicht ich missverstanden werde 🤣
Ich wollte nur sagen, dass die Beziehung von Gott ausgeht, ja. Wie intensiv diese Beziehung sich gestaltet, liegt aber an uns.
😉 Hinter jedem Spaß steck ein wenig Ernst. Und in unseren Worten schwingt unser Unterbewusstsein mit ... "es" wählt quasi die Worte ... 😉
@neubaugoere Synonyme aus dem Duden für bedeutungslos
Andere Wörter für bedeutungslos
- belanglos
- nebensächlich
- nicht der Rede wert
- nicht erwähnenswert/nennenswert/wichtig
- ohne Bedeutung/Belang
- unbedeutend
- unerheblich
- unmaßgeblich
- unwesentlich
- unwichtig
gehoben
bildungssprachlich
- irrelevant
- ohne Relevanz
- trivial
@maria Joh 16,12 Noch vieles habe ich euch zu sagen, aber ihr könnt es jetzt nicht tragen. 13 Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch in der ganzen Wahrheit leiten.
Hat er das nicht durch die Apostel dann getan, als der Heilige Geist ausgegossen wurde?
@turmfalke1 Standen die Apostel nach der Ausgießung in der vollkommenen Erkenntnis Gottes?Haben sie nach der Ausgießung des heiligen Geistes nie mehr um die Wahrheit gerungen? Sagt nicht auch Paulus, dass unsere Erkenntnis hier nur Stückwerk ist?
Sicher haben auch sie um die Wahrheit gerungen. Aber was sie letztlich aufschrieben und der Heiligen Schrift zugeordnet wurde, schrieben sie in göttlicher Inspiration.
@turmfalke1 Sicherlich schrieben sie das in göttlicher Inspiration.
Die Frage ist ja, ob sie auch aufschrieben, was sie selbst nicht verstanden, was ihr eigenes Verständnis noch überstieg bzw. über was sie sich noch keine Gedanken gemacht hatten.
@maria Maria ist die Christusgebärerin. In ihr und durch sie wurde Christus ins Fleisch geboren.
Soweit, so gut. Aber trotzdem war Maria Mensch und bedurfte genauso wie jeder andere Mensch der Erlösung durch ihren Sohn Jesus Christus. Auch sie war Sünderin. Und als Maria und ihre weiteren Söhne zu Jesus wollten und man ihm sagte: "Deine Mutter und deine Brüder suchen nach dir", antwortete er: "Wer ist meine Mutter, und wer sind meine Brüder. - wer den Willen tut meines Vaters im Himmel, der ist mein Bruder, Schwester und Mutter." Ist damit nicht der Begriff "Gottesmutter" für Maria eigentlich völlig falsch?
Außerdem gab es schon zu Jesu Erdenzeiten Ansätze zu einer Marienverehrung, als eine Frau sagte: "Selig ist der Leib, der dich getragen hat, und die Brüste, an denen du gesogen hast." (Lukas 11, 27) Und Jesus stellte die Sache sofort richtig, indem er antwortete: "Selig sind die, die das Wort Gottes hören und bewahren."
Damit ist sie uns allen vorangegangen, denn Christus will auch in unseren Herzen geboren werden, und dabei dient sie dem Herrn und uns als Geburtshelferin.
Sie hat Jesus als Baby "unter" ihrem Herzen getragen, und wir sollen Ihn im Geist "in" unseren Herzen tragen. Das sind zwei verschiedene Sachen. Und nachdem Maria Jesus geboren hatte, trug sie ihn nicht mehr unter ihrem Herzen; aber als sie sich zu Ihm als ihren Herrn und Heiland bekehrt hatte, trug sie ihn in ihrem Herzen. Wer war da eigentlich bei ihr der Geburtshelfer zu dieser neuen Geburt? Kein anderer als bei uns - der Heilige Geist. Maria dient weder Jesus noch uns als Geburtshelferin.
Aber trotzdem war Maria Mensch und bedurfte genauso wie jeder andere Mensch der Erlösung durch ihren Sohn Jesus Christus. Auch sie war Sünderin.
Die einen sagen so, die anderen so ...
Und als Maria und ihre weiteren Söhne zu Jesus wollten und man ihm sagte: "Deine Mutter und deine Brüder suchen nach dir", antwortete er: "Wer ist meine Mutter, und wer sind meine Brüder. - wer den Willen tut meines Vaters im Himmel, der ist mein Bruder, Schwester und Mutter."
Seine Mutter und Seine Brüder suchten Ihn auf, um Ihn an Seine Pflichten vor Gott zu erinnern, so wie sie das aus der jüdischen Tradition heraus verstanden. Als Juden glaubten sie, das Gebot Gottes, Vater und Mutter zu ehren, verpflichtete den Erstgeborenen, und das war Jesus ja, für den Lebensunterhalt der Mutter zu sorgen sowie zu heiraten und Kinder zu zeugen. Sie glaubten, dass Er nicht den Willen Gottes erfüllte. Jesus stellte darauf richtig, was der Wille Gottes für Ihn war.
Ist damit nicht der Begriff "Gottesmutter" für Maria eigentlich völlig falsch?
Ich glaube nicht, dass Gott eine Mutter hat. Ich glaube aber, dass Maria die Mutter ist, die uns von Gott gegeben wurde, und deswegen ist der Name Gottesmutter richtig. Joh 19,26 Als Jesus die Mutter sah und bei ihr den Jünger, den er liebte, sagte er zur Mutter: Frau, siehe, dein Sohn! 27 Dann sagte er zu dem Jünger: Siehe, deine Mutter! Und von jener Stunde an nahm sie der Jünger zu sich. Genau das hat Jesus zu mir gesagt, natürlich nicht Sohn sondern Tochter.
Außerdem gab es schon zu Jesu Erdenzeiten Ansätze zu einer Marienverehrung, als eine Frau sagte: "Selig ist der Leib, der dich getragen hat, und die Brüste, an denen du gesogen hast." (Lukas 11, 27) Und Jesus stellte die Sache sofort richtig, indem er antwortete: "Selig sind die, die das Wort Gottes hören und bewahren."
Ja, damit sagt Jesus, dass Maria nicht selig ist, weil ihr Leib Jesus getragen und ihre Brüste ihn genährt haben. Sie ist selig, weil sie das Wort Gottes gehört und bewahrt hat.
Wer war da eigentlich bei ihr der Geburtshelfer zu dieser neuen Geburt? Kein anderer als bei uns - der Heilige Geist.
Richtig. Hier ein bisschen was zum Nachdenken, wann diese neue Geburt bei Maria stattfand:
Lk 1,34 Maria sagte zu dem Engel: Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne?[2] 35 Der Engel antwortete ihr: Heiliger Geist wird über dich kommen und Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden.
Lk 1,41 Und es geschah, als Elisabet den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leib. Da wurde Elisabet vom Heiligen Geist erfüllt 42 und rief mit lauter Stimme: Gesegnet bist du unter den Frauen und gesegnet ist die Frucht deines Leibes. 43 Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt? 44 Denn siehe, in dem Augenblick, als ich deinen Gruß hörte, hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leib. 45 Und selig, die geglaubt hat, dass sich erfüllt, was der Herr ihr sagen ließ.
@maria Die einen sagen so, die anderen so ...
Das sagt Paulus in der Bibel, dass alle Menschen Sünder sind - und da gehört Maria auch mit dazu.
Sie glaubten, dass Er nicht den Willen Gottes erfüllte. Jesus stellte darauf richtig, was der Wille Gottes für Ihn war.
... und damit ein Beweis, dass auch Maria unvollkommen war, denn auch sie glaubte das.
Ich glaube aber, dass Maria die Mutter ist, die uns von Gott gegeben wurde,
... was aber nirgends in der Bibel steht. Jesus hat vom Kreuz Johannes zu ihrem Sohn erklärt und ihm damit die Aufgabe übertragen, für den Lebensunterhalt von Maria zu sorgen, nicht mehr und nicht weniger. Wäre Maria unser aller Mutter, würde das sicher in der Bibel stehen.
Ja, damit sagt Jesus, dass Maria nicht selig ist, weil ihr Leib Jesus getragen und ihre Brüste ihn genährt haben. Sie ist selig, weil sie das Wort Gottes gehört und bewahrt hat.
Nein, Er sagt ja nicht, sie ist selig, sondern selig sind ..., er meint damit also nicht ausschließlich Maria, sondern lenkt den Blick eher weg von seiner Mutter auf das, worauf es ankommt.
Genauso wie er nach seiner Frage: "Wer ist meine Mutter, ...?" die Hand ausstreckt über seine Jünger und sprach: "Das ist meine Mutter und meine Brüder."
Hier ein bisschen was zum Nachdenken, wann diese neue Geburt bei Maria stattfand:
Und wo findest Du in den zwei Bibelstellen die neue Geburt der Maria?
Die eine Stelle spricht von der "Zeugung" Jesu durch den Heiligen Geist und die andere davon, wie Elisabeth durch den Heiligen Geist weissagt.
... und damit ein Beweis, dass auch Maria unvollkommen war, denn auch sie glaubte das.
Ja und? Spricht das dagegen, dass sie vollkommen wurde?
... was aber nirgends in der Bibel steht. Jesus hat vom Kreuz Johannes zu ihrem Sohn erklärt und ihm damit die Aufgabe übertragen, für den Lebensunterhalt von Maria zu sorgen, nicht mehr und nicht weniger. Wäre Maria unser aller Mutter, würde das sicher in der Bibel stehen.
Wie es bei dir oder anderen steht, weiß ich natürlich nicht. Zu mir hat Jesus gesagt, dass sie meine Mutter ist, genau durch dieses Zitat.
Nein, Er sagt ja nicht, sie ist selig, sondern selig sind ..., er meint damit also nicht ausschließlich Maria, sondern lenkt den Blick eher weg von seiner Mutter auf das, worauf es ankommt.
Das Wort Jesu gilt für alle, die das Wort Gottes hören und es bewahren. Ist Maria da nicht ein leuchtendes Vorbild? Für mich ist klar, dass Er damit sagt, warum Maria selig ist.
Genauso wie er nach seiner Frage: "Wer ist meine Mutter, ...?" die Hand ausstreckt über seine Jünger und sprach: "Das ist meine Mutter und meine Brüder."
Übersetzt: Es ist Gottes Wille, dass ich für diese hier sorge.
Und wo findest Du in den zwei Bibelstellen die neue Geburt der Maria?
Die eine Stelle spricht von der "Zeugung" Jesu durch den Heiligen Geist und die andere davon, wie Elisabeth durch den Heiligen Geist weissagt.
Ich hatte es dir markiert. Glaubst du, wenn der heilige Geist über Maria kommt, sind davon nur ihre Eierstöcke betroffen?
Lk 1,34 Maria sagte zu dem Engel: Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne?[2] 35 Der Engel antwortete ihr: Heiliger Geist wird über dich kommen und Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden.
@maria Wie es bei dir oder anderen steht, weiß ich natürlich nicht.
Es kommt darauf an, wie es in der Bibel steht.
Zu mir hat Jesus gesagt,
Das ist eine Privatoffenbarung, wozu es keine gemeinsame Diskussionsgrundlage gibt und die m.E. nicht durch die Bibel gedeckt ist.
Ist Maria da nicht ein leuchtendes Vorbild?
Sicher, aber eins von vielen. Da gibt es zig leuchtende Vorbilder - bis heute.
Und auch bei Maria war das nicht einheitlich. Vorbildlich ist ihre Hingabe bei der Verkündigung sowie ihr Satz: "Was er euch sagt, das tut." Aber doch hatte sie ihren Sohn nicht von Anfang an als den erkannt, der er wirklich war - siehe 12jähriger Jesus im Tempel, oder als sie ihn suchten. Auch Maria musste Jesus erst als ihren Herrn und Heiland erkennen lernen.
Ich hatte es dir markiert. Glaubst du, wenn der heilige Geist über Maria kommt, sind davon nur ihre Eierstöcke betroffen?
Ich glaube nicht, dass dort schon die Neugeburt der Maria geschehen ist. Auch Maria musste dazu erst noch ihren Sohn als ihren Herrn und Heiland anerkennen und annehmen.
Das ist eine Privatoffenbarung, wozu es keine gemeinsame Diskussionsgrundlage gibt und die m.E. nicht durch die Bibel gedeckt ist.
Das ist zunächst eine Privatoffenbarung, die aber offensichtlich so viele gläubige Menschen bereits vor mir hatten, dass sie in die Lehre der katholischen Kirche eingegangen ist. Ich habe halt erfahren, dass die RKK im Punkt der Marienverehrung Recht hat, was ich vorher auch nicht gedacht hätte.
Wie wäre es denn für dich, wenn der heilige Geist dir nahelegen würde, Maria zu grüßen? Würdest du das strikt von dir weisen?
Wie ist es für dich, wenn du Lk 1,26-55 liest? Denn darin ist Wort für Wort der Gruß an Maria enthalten. Im Grunde könnte man auch anstatt eines Avemaria Lk 26-55 lesen. Ich kenne tatsächlich auch Protestanten, die es vermeiden, diesen Bibeltext zu lesen, weil er ihnen wegen Maria anstößig ist.
@maria Wie wäre es denn für dich, wenn der heilige Geist dir nahelegen würde, Maria zu grüßen? Würdest du das strikt von dir weisen?
Ich prüfe jede "Eingebung" zuerst an der Heiligen Schrift, da nicht jede Eingebung von Gott ist. Und das, was der Bibel widerspricht, lehne ich ab.
Wie ist es für dich, wenn du Lk 1,26-55 liest?
Die Verse lese ich auch als Protestant sehr gern, weil ich darin Maria als großes Vorbild im Glauben kennenlernen darf, an welcher Gott Großes getan hat. Aber ich erkenne sie darin keinesfalls als anbetungswürdig, weil das allein Gott zusteht. Und ich bewundere Marias große Demut, wie sie ihre eigene Unwürdigkeit und Nichtigkeit sieht und sich Gott als ihrem Retter und Erlöser anvertraut. Nirgends wird ihr dort eine Rolle als Mittlerin oder Miterlöserin zugeschrieben.
Ich prüfe jede "Eingebung" zuerst an der Heiligen Schrift, da nicht jede Eingebung von Gott ist. Und das, was der Bibel widerspricht, lehne ich ab.
Wobei du selbstverständlich davon ausgehst, die Bibel vollkommen richtig zu verstehen? Ist es dir schon mal wie Schuppen von den Augen gefallen beim Lesen der Bibel und dir ist eine ganz neue tiefergehende Bedeutung einer Schriftstelle aufgegangen?
Mit ist das ja u.a. beim Jesus-Wort "Sieh da deine Mutter" geschehen. Da bekam dieses Wort für mich eine ewig geltende Bedeutung.
Die Verse lese ich auch als Protestant sehr gern, weil ich darin Maria als großes Vorbild im Glauben kennenlernen darf, an welcher Gott Großes getan hat. Aber ich erkenne sie darin keinesfalls als anbetungswürdig, weil das allein Gott zusteht.
Das freut mich. Wenn ich das Avemaria bete, ist das ja eigentlich diese Textstelle in Kurzform. Von Anbetung kann da überhaupt keine Rede sein. Wir sprechen von Verehrung Marias. Wir reden Maria genauso an wie es der Engel und Elisabeth getan haben.
@maria Wobei du selbstverständlich davon ausgehst, die Bibel vollkommen richtig zu verstehen?
Natürlich nicht. Unser Wissen ist Stückwerk.
Ist es dir schon mal wie Schuppen von den Augen gefallen beim Lesen der Bibel und dir ist eine ganz neue tiefergehende Bedeutung einer Schriftstelle aufgegangen?
Aber selbstverständlich. Das passiert öfters mal. Aber ich prüfe dann immer, ob es wirklich eine "tiefergehende Bedeutung" einer Schriftstelle ist, oder ob ich da eher irgendetwas hinein interpretiere. Und da ziehe ich wieder die Schrift in der Gesamtheit zu Rate.
Wir reden Maria genauso an wie es der Engel und Elisabeth getan haben.
Aber dort sprach ein Engel bzw. eine Person mit ihr. Wenn man davon ausgeht, dass Maria gleichzeitig auf Bitten von Millionen von Gläubigen hören und denen auch noch helfen kann, sind das m.E. schon göttliche Attribute, die man ihr zuschreibt.
Aber dort sprach ein Engel bzw. eine Person mit ihr. Wenn man davon ausgeht, dass Maria gleichzeitig auf Bitten von Millionen von Gläubigen hören und denen auch noch helfen kann, sind das m.E. schon göttliche Attribute, die man ihr zuschreibt.
Ich frage mich gerade, wie denn die Vollkommenheit aussieht. Jesus hat ja gesagt, wir sollen vollkommen werden, wie unser Vater im Himmel vollkommen ist. Weißt du darüber mehr? Hat schon jemand diese Vollkommenheit erreicht? Wie wirkt sie sich dann aus? Die katholische Kirche geht ja davon aus, dass Maria die Vollkommenheit in Gott erreicht hat.
Wenn Jesus in der Bergpredigt sagt: „Darum sollt ihr vollkommen sein, wie euer Vater im Himmel vollkommen ist“ (Mt. 5, 48) wird im griechischen Urtext das Wort teleios verwendet. Das bedeutet in diesem Kontext nicht "allwissend", "allmächtig", sondern eher "zielgerichtet", "vollständig". In den Versen davor spricht Jesus über die Feindesliebe. So wie Gott über Gute und Böse die Sonne scheinen lässt, so sollen auch wir handeln. Vollkommen zu sein wie der Vater heißt also hier, dass wir wie er Liebe ohne Ausnahme üben sollten. Es bedeutet niemals, dass Menschen im Himmel zu kleinen allwissenden Göttern werden, die die Gedanken von Millionen Menschen lesen können. Gott allein kennt das Herz aller Menschenkinder (1. Könige 8, 39). Zu meinen, Maria könne die Gedanken von Millionen Betenden gleichzeitig hören, verwechselt die Vollkommenheit eines erlösten Menschen mit den exklusiven Eigenschaften Gottes.
@turmfalke1 Zum Beitrag von Turmfalke
Ich glaube nicht, dass dafür Allwissenheit notwendig ist. Oft werden Fähigkeiten durch den heiligen Geist vermittelt, die man als Mensch normalerweise nicht hat. Das haben bestimmt viele hier schon erlebt.
Wenn ich z.B. intensiv in der Fürbitte für einen anderen Menschen bin, spüre sogar ich manchmal genau, wie es diesem Menschen geht und woran es ihm mangelt. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass das bei Maria noch viel ausgeprägter ist. In der Bitte um Fürbitte wird eine Verbindung über den heiligen Geist hergestellt.
... dass sie auf Millionen von Menschen gleichzeitig hören und darauf reagieren kann???
Veröffentlicht von: @turmfalke1... dass sie auf Millionen von Menschen gleichzeitig hören und darauf reagieren kann???
Wobei dieses Argument den Himmel und Gott zeitlich und räumlich denkt. Dabei sind Zeit und Raum Dimensionen des geschaffenen Universums.
@kerygma Wobei dieses Argument den Himmel und Gott zeitlich und räumlich denkt. Dabei sind Zeit und Raum Dimensionen des geschaffenen Universums.
Um Millionen von Herzensgebeten gleichzeitig zu empfangen, zu verstehen, zu sortieren und zu bewerten braucht es nicht nur das Freisein von Raum und Zeit, sondern eine unendliche Kapazität des Geistes. Und diese (Allwissenheit) teilt Gott mit niemandem. Die Bibel sagt unmissverständlich über Gott: "... denn du allein kennst das Herz aller Menschenkinder." (1. Könige 8, 39) Das Wort "allein" lässt keinen Raum für Maria.
Außerdem: Wenn das Aufheben von Zeit und Raum im Himmel automatisch dazu führen würde, dass man alles weiß und überall gleichzeitig zuhören kann, müsste das auch für die Engel gelten. Die Bibel zeigt aber das Gegenteil:
In Daniel 10, 13 muss der Engel tagelang gegen geistliche Mächte kämpfen und kommt deshalb verspätet an. In Lukas 15, 10 steht, dass Freude bei den Engeln ist über einen Sünder, der Buße tut. sie erfahren also erst nachträglich von der Bekehrung eines Menschen und freuen sich dann.
Wenn selbst die mächtigen zeitlosen Himmelswesen begrenzte Kapazitäten und begrenztes Wissen haben, warum sollte die menschliche Seele Marias darüber stehen
@turmfalke1 Natürlich kennt nur Gott die Herzen aller Menschenkinder, aber wenn die Leute über Dinge reden, werden sie auch anderen bekannt. Interessant ist, dass bei der Diskussion über Dogmen tatsächlich Grundwahrheiten des Glaubens infragegestellt werden. Ist es denn nicht so, dass in der Gemeinschaft mit Gott Menschen Anteil an der göttlichen Wirklichkeit bekommen, die sie aus sich heraus nicht haben?
... dass sie auf Millionen von Menschen gleichzeitig hören und darauf reagieren kann???
Ja.
Veröffentlicht von: @turmfalke1Wir reden Maria genauso an wie es der Engel und Elisabeth getan haben.
Aber dort sprach ein Engel bzw. eine Person mit ihr.
Wenn man davon ausgeht, dass Maria gleichzeitig auf Bitten von Millionen von Gläubigen hören und denen auch noch helfen kann, sind das m.E. schon göttliche Attribute, die man ihr zuschreibt.
Ja, das kann wohl nur Gott.
Dem ist zuzustimmen!
Deshalb wird ja wirklich alles, was Heilige, Engel usw. tun, immer als aus Gott kommend und zu ihm führend gesehen. Alle dogmatischen Begründungen der Kirche betonen das. Gott ist alles in allem.
Wer also daran glaubt, dass Heilige und Engel Gebete hören und zum Thron Gottes tragen können, glaubt nicht, dass sie das aus eigenem Vermögen könnten, sondern, weil Gott sie teilhaben lässt an seinen Eigenschaften.
So wie auch wir dermaleinst nicht aus eigenem Verdienst ewiges Leben haben werden, sondern weil Gott uns an seiner Unendlichkeit teilhaben lässt…
Ich denke, ein gewichtiger Grund, aus dem gerade evangelikale Christen das Rosenkranzbeten ablehnen ist die Tatsache, dass aus dem Gebet, dem Reden mit Gott, ein Ritual gemacht wird. Das Gebet dient in erster Linie der Beziehungspflege zwischen Gott und Mensch.
@holger-f Gottesmutter Maria
Sicher hat Maria Jesus zur Welt gebracht, aber Jesus sagt auch, als Maria und ihre anderen Söhne ihn suchten: "Wer ist meine Mutter, wer sind meine Brüder." und stellt dann klar, dass die, die seine Worte hören und glauben, seine Mutter, Brüder und Schwestern sind. Ist nicht damit der Begriff "Gottesmutter" Maria schon eine unzulässige Erhöhung, gegen die sich Jesus selbst ausspricht?
53 mal die Gottesmutter gegrüßt
Wie soll Maria, die nicht die Gabe der Allgegenwart besitzt, diese Grüße entgegennehmen?
Und wenn man schon Maria grüßt, warum dann nicht auch Paulus, der uns das Evangelium so klar gemacht hat, Petrus, der als der Fels bezeichnet wurde, Johannes, der Lieblingsjünger, ...?
Und warum muss man sie immer wieder grüßen, ebenso auch Jesus? Ich stell mir grad vor, wenn jemand bei mir zu Besuch ist - er begrüßt mich, dann reden wir eine Weile, dann grüßt er mich wieder, dann wieder reden, wieder ein Gruß ... Ich glaube mal, das käme mir schon etwas seltsam vor.
5 mal das Vaterunser gesprochen
Und warum 5x das Vaterunser "sprechen"? Ist Gott vergesslich? Muss ich Ihm das Gleiche immer wieder "vorbeten"? Ein wirkliches Gespräch sieht für mich anders aus.
5 mal ausdrücklich Jesus um die „Verzeihung der Sünden“ gebeten
Auch hier - warum 5x? Wenn wir merken, dass wir gesündigt haben, dürfen wir Jesus um Vergebung bitten, dann ist uns vergeben. Zumindest sagt es so die Bibel. Wenn wir das immer wiederholen, steckt darin nicht ein Zweifel an der geschehenen Vergebung?
Die Missionarin Corrie ten Boom brachte das mal schön auf den Punkt. Sie verglich das mit einem Gast, der bei einer Hausfrau zu Besuch ist, und sagt: "Ich habe aber einen Durst, könnte ich bitte einen Tee bekommen?" Die Hausfrau stellt den Tee vor ihm hin, aber anstelle zu trinken, sagt der Gast wieder: "Ich habe aber einen Durst, könnte ich bitte einen Tee bekommen?" Wäre das nicht eine Beleidigung der Hausfrau. Und so wie der Gast einfach Danke sagen und den Tee trinken kann, dürfen wir Danke sagen und die geschehene Vergebung für uns in Anspruch nehmen.
objektiv ein Jesusgebet ist, das lediglich „durch die Brille“ seiner Mutter hindurch gesprochen wird.
... und warum "durch die Brille seiner Mutter" beten? Zumal sich die Bibel über den weiteren Werdegang seiner Mutter sehr zurückhält, geschweige denn ihr eine solch hohe Rolle zuweist. Jesus ist der Mittler. Wir brauchen keinen Mittler zum Mittler.
Mir ist in 40 Jahren keine protestantische Gebetsform begegnet, die all das „leistet“, was das Rosenkranzbeten zu leisten in der Lage ist.
Mir ist am wertvollsten, mit Jesus gemeinsam durch den Alltag zu gehen. Sicher ist es auch hilfreich, Psalmen, Liedverse, etc. zu beten, aber in erster Linie ist das Gebet eine innere Herzenshaltung - Beziehung eben.
Veröffentlicht von: @kerygmaAnsprache geht an Maria
Wenn das dein Problem ist, dann musst du die Gebetsform nicht nutzen. Ich hatte oben ausführlich dargelegt und begründet, dass der Rosenkranz ein Jesusgebet ist. Ein Jesusgebet durch die Augen seiner Mutter. Katholiken mögen diese Perspektive, weil sie die Mutter Jesu sehr schätzen.
Veröffentlicht von: @holger-f# 5 mal Jesus im dreieinigen Gott angebetet (Ehre sei dem Vater…)
6 bis 7 mal: nach dem Apostolicum optional (aber sinnvoll), nach den drei eröffnenden Ave Maria und nach jedem Gesätz.
Veröffentlicht von: @holger-f# 5 mal ausdrücklich Jesus um die „Verzeihung der Sünden“ gebeten
Das Fatima-Gebet ist optional (aber sinnvoll).
Danke für‘s genaue Lesen und die Präzisierungen. 👍🙏