Allein und verlasse...
 
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Allein und verlassen sein?

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Themenstarter
Beiträge : 30188

Also, ich bin ja das schwarze Schaf der Familie. Meine Mutter hat mit mit 18 rausgeworfen, ich habe dann auf der Strasse gelebt und später bei meiner Freundin. Durch mein Leben (in dem es auf und ab ging) habe ich immer wieder "neu" angefangen. Hatte Freunde, Bekannte, Leute mit denen ich Sport machte, Leute mit denen ich den Glauben teilte. 

Dann bin ich vor 30 Jahren aus Deutschland weggegangen. Und habe seitdem immer für 2 bis 4 Jahre in anderen Ländern gearbeitet. Das ist natürlich auf Dauer nicht gut. Man kann keine Beziehungen aufbauen, die wirklich fest sind und andauern. Es bleibt immer auf dem "Level Buddy" (und in der Weit als ich weit weg von Jesus war) halt "Freundinnen". 

Jetzt habe ich seit Jahren zurückgefunden. Und bin allein. Und wenn ich sage allein - dann meine ich das auch so. Ich habe noch einen einzigen Freund (in München) den ich alle paar Jahre mal sehe (wir sind wie Brüder). Hier gibt es keine Gemeinde (Spanien ist tief Katholisch, vor allem in kleinen Pueblos wie dem meinem), es geht mir auch auf die Nerven, dass immer alles in anderen Sprachen läuft. 

Letzte Woche habe ich ein email an meine Schwester geschickt - keine Antwort. Ich weiss noch nicht mal, ob sie noch am Leben ist. Meine Mutter ist gestorben, mein Vater hat sich erschossen. Meine "Familie" hat sich vor 4 jahren aufgelöst - klar, wie soll das auch gehen: ich bin ständig im Ausland, verdiene Geld und kann nur zwei oder dreimal im Jahr kommen. Das kann nicht gut gehen und endete in Scheidung. Mein Sohn - ok ich höre alle 2 oder 3 Monate mal was von ihm - er ist Pilot und hat sein eigenes Leben.

So, und jetzt sitze ich hier und ziehe Bilanz: Ich bin allein. Ich bin Minimalist. Ich habe die Welt gesehen. Leider stelle ich zu viele Fragen (ein Folge meiner Zeit bei den ZJ) und oft kann ich nicht abschalten. Allein bin ich auch dadurch geworden, weil ich krank wurde. Und es gibt hier keine solche medizinische Hilfe wie in Deutschland -  glaubt mir das. Und im Ausland wo ich gearbeitet habe schon gar nicht. Oder glaubt hier jemand, man kann in Kabul einfach zum Zahnarzt gehen? Träum weiter. Und ich habe fast 6 Jahre dort gelebt. 

Nun sitze ich hier in Spanien, habe ein kleines Apartment, Sonne - und alles was ich machen kann ist versuchen gesund zu werden, versuchen ein besserer Christ zu werden, Sport zu machen, zu gehen, zu fasten - und ansonsten mit mir selber auszukommen. Mehr ist da nicht. Einsamkeit ist nicht gut. Gott hatt schon Recht - es ist nicht gut fûr den Menschen, dass er weiterhin alleine sei... auch wenn Eva dann Mist gebaut hat.

Tja, ich weiss eigentlich gar nicht ob man hier antworten kann ausser vielleicht - "sorry, tut mir leid". Ja, mir auch. Aber Gott ist da - das weiss ich.

Antwort
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Irrwisch
Beiträge : 3657

@exjw Hallodu Einsamer

 

Ich weiß nicht, wo du in Spanien lebst.

Aber ich weiß, dass es in Spanien Deusch sprechende Gemeinden gibt.

Vielleicht kannst du deinen Wohnort verlegen und dort ansässg werden, um neue Kontakte zu bekommen.

Viel Erfolg

Inge

irrwisch antworten


Irrwisch
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(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 30188

@irrwisch Danke fuer das. Bilbao (auf der Liste waere das Beste) - aber auch das sind gute 120 KM. Ich lebe in "La Rioja", direct auf dem Pilgerweg nach Santiago de Compostela. Aber keine Sorge, mein ES ist zwar nicht die Sprache der Bibel (das wird immer Deutsch bleiben), aber mein ES ist ganz gut. Es gibt das eine (oder sogar mehrere Gemeinden in Logroño udn auch Najera). Problem ist der Transport - mit dem Scooter sind das nur 20 Minuten oder so, aber hier ist eben nicht die "Costa del Sol" und es regnet oft. Ich wuerde auch niemals dahin gehen, wo viele Deutsche sind. Ich folge zwei Kirchen - manchmal online - "EE de Lille" oder den "ICF München".

Mir gefällt es hier - und einstweilen bleibe ich. Es gibt ein neues System in Spanien: Man kann sich Autos jetzt "langzeit" mieten: 1. 2 oder 3 Jahre. Das kostet pro Monat 280 EUR und alles wird bezahlt - ausser dem Sprit. Ich bin am überlegen. Ausserdem überlege ich mir schon lange wo man sonst noch leben koennte. Ich bin mir nicht sicher das Spanien die "Endstation" ist. Es kann auch Panama werden, Burundi, Indonesien... Was ich brauche ist einfach: Natur und nur ein oder zwei Menschen, mit denen ich über die Bibel sprechen kann. Als absoluter Minimalist passt mein ganzer Besitz in drei Koffer - und davon ist einer mein Paraglider. 

Das geht auch bald hier - ich komme langsam aber sicher hier in die Gesellschaft. In Spanien dauert das immer ein wenig - aber wenn man's mal geschafft hat, bekommt man auch die Freunde der Freunde. Spanisch sprechen ist relativ einfach - aber verstehen ist was anderes. Spanisch ist die am schnellsten gesprochen Sprache der Welt (neben Japanisch) und ich muss halt oft "langsam bitte" sagen (oder zwei Kaffee mehr trinken).  Eine Versicherungskarte habe ich nicht - ich bin ueber meinen Arbeitgeber versichert (weltweit) muss aber kleine Beträge vorlegen und werde dann erstattet. Der Arzt der mich hier versorgt ist ein "Buddy" geworden und ich bezahle nur 20 EUR, und bekomme die Medikamente die ich brauche. Kein Problem. 

Was schwer ist - ist mir selber zu vergeben. Ich habe so viele Fehler. Das ist das eigentliche Problem. Ich habe schon viel geschafft und es sind wirklich Berge vor mir verschwunden. Leider bin ich aber spirituell in den Alpen. 

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(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 30188

@exjw 

Lieber Bruder 😊,

dein Satz

Was schwer ist - ist mir selber zu vergeben. Ich habe so viele Fehler. Das ist das eigentliche Problem.

hat mich irgendwie traurig gemacht. Das klingt nach Leistungsdruck und Mangel...

Darum möchte ich dir zum einen ein Lied von Martin Pepper "schenken" um dich daran zu erinnern, wer du in Gottes Augen bist. 😉 

Für Veränderung könnte man auch Jesus selbst fragen, was gerade so dran ist, welcher Schritt...mir kommt es vor, du könntest etwas 'zu den Füßen Jesu sitzen' wie Maria gebrauchen. Mehr auf Ihn sehen als auf deine Fehler...

Und wenn etwas zu tun dran ist,wird er es dir schon deutlich sagen - ohne dich zu überfordern. 

Ich wünsche dir, dass du ganz mit seiner Liebe erfüllt wirst, dass das Bild des "schwarzen Schafes" mit all den negativen Zuschreibungen durch das Bild eines geliebten Kindes Gottes ersetzt wird und Gottes tiefer Friede dich erfüllt und umgibt, damit du mit dir selbst versöhnt leben kannst. Übrigens finde ich, dass Martin Pepper zu dem Thema einige gut tuende Lieder gemacht hat. Seelsorgerlich. 

Ich wünsche dir, dass du ein geistliches Zuhause findest. Vielleicht geht da ja auch online was?

Liebe Grüße und alles alles Gute dir!

 

 

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Irrwisch
(@irrwisch)
Beigetreten : Vor 25 Jahren

Beiträge : 3657

@exjw Lieber Einsamer

 

Hier gibt es immer gute Gottesdienste zum nachhören.

Lange Jahre war ich dort selbst vor Ort.

Schau vielleicht einmal 

https://www.hohemark.de/leistungen-angebote/seelsorge-gottesdienst-freundesbrief/gottesdienste/ rein.

 

Das ist auch eine gute christliche Klinik, schön gelegen inmitten von ganz viel Natur.

Vielleicht wäre eine stationäre Behandlung dort eine gute Sache für dich.

Überlege selbst

Dir ein schönes Wochenende

Inge

 

 

irrwisch antworten
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(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 30188

@irrwisch Werde ich mir sofort anschauen. Danke!

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Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 7698

@irrwisch 

Die "Hohe Mark" ist sicher kein Ort, an dem ich mich wohlfühlen würde, aber nach allem, was mir von ihr berichtet wurde, kann ich sie auch empfehlen.

queequeg antworten
Irrwisch
(@irrwisch)
Beigetreten : Vor 25 Jahren

Beiträge : 3657

@queequeg Warst du schon einmal dort?

irrwisch antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 7698

@irrwisch 

Nein.

queequeg antworten
Irrwisch
(@irrwisch)
Beigetreten : Vor 25 Jahren

Beiträge : 3657

@queequeg OK.

Also ein Vorurteil

Schade

irrwisch antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2028 Jahren

Beiträge : 20559

@irrwisch 

Also ein Vorurteil

Schade

Ich glaub nicht, dass Queequeq hier Vorurteile pflegt 

1. ist er kein Patient und braucht daher keine Therapie 

2. wer hier seine Beiträge ne Weile aufmerksam mitgelesen hat dürfte wissen, dass so eine Art Klinik tatsächlich nicht dem entspricht, was er glaubt 

3. sagt er selbst dass er die Klinik für gut hält. Ich halte auch manche Dinge für andere sehr gut, aber für mich ist es halt nichts

Und das sollte man Queequeq auch zugestehen , anstatt jetzt hier "Bedauern" auszusprechen.  

tristesse antworten
frosch80
(@frosch80)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 923

@tristesse 

Hej tristesse,

fast völlige Zustimmung!

Wobei ich ja schon denke, dass es jede Menschen gibt, die keine Patienten sind, aber sehr wohl eine Therapie brauchen. Von daher halte ich deinen Punkt 1 für etwas unscharf formuliert, auch wenn du, wenn es um Queequeg geht, vermutlich recht hast.

Liebe Grüße

fr 🙂 sch

frosch80 antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2028 Jahren

Beiträge : 20559

@frosch80 

Wobei ich ja schon denke, dass es jede Menschen gibt, die keine Patienten sind, aber sehr wohl eine Therapie brauchen

Wir reden hier aber nicht über "jede Menge", sondern  einen, nämlich Queequeq.

Ich hab hier überhaupt keine allgemeine Aussage getroffen. 

tristesse antworten
frosch80
(@frosch80)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 923

@tristesse 

 

"Ich hab hier überhaupt keine allgemeine Aussage getroffen."

 

Äh, doch... jedenfalls nach meinem Verständnis lässt sich aus...

"1. ist er kein Patient und braucht daher keine Therapie"

... die allgemein gültige Aussage ableiten, dass, wer kein Patient ist, keine Therapie braucht. 

Und wenn ich dir für dein Posting ein Smiley klicke, weil ich es insgesamt total gut finde, und *räusper* ich mich subtil von Irrwischs Äußerungen gegenüber Queequeg distanzieren wollte, könnte, wenn ich nicht darauf hinweise, dass ich deinen Punkt 1 für leicht unscharf formuliert halte, daraus gefolgert werden: Der frosch meint, dass ein Mensch, der kein Patient ist, keine Therapie braucht. Und DAS wollte ich nicht. (Wenn du das "daher" weggelassen hättest, hätte ich auch meinen Hinweis "unscharf" weglassen können).

Offenbar sind wir uns völlig einig in der Annahme, dass Queequeg weder Patient ist noch einer Therapie bedarf, wobei jedenfalls ich beides nicht sicher weiß; woher auch?

Aber vielleicht sollte ich lieber auf Smileys bei dir verzichten, wenn ich nur zu 98% deiner Ansicht bin und die 2% dann zu Komplikationen führen...

 

frosch80 antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2028 Jahren

Beiträge : 20559

@frosch80 

Aber vielleicht sollte ich lieber auf Smileys bei dir verzichten, wenn ich nur zu 98% deiner Ansicht bin und die 2% dann zu Komplikationen führen...

Besonders kompliziert finde ich das alles grad nicht. Jedenfalls von meiner Seite aus nicht. 

Ich hab den Smiley im Namen nicht als ironischen Smiley wahr genommen, mea culpa. 

tristesse antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 7698

@irrwisch 

Tja, da wäre ich ja leicht überfordert, wenn ich in jeder Klinik erst einmal gewesen sein müsste, in die ich jemanden einweisen sollte.

queequeg antworten
Irrwisch
(@irrwisch)
Beigetreten : Vor 25 Jahren

Beiträge : 3657

@queequeg Da gebe ich dir recht!

irrwisch antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 7698

@irrwisch 

Schön, dann haben wir das jetzt richtig eingetütet.

queequeg antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2028 Jahren

Beiträge : 20559

@queequeg 

Die "Hohe Mark" ist sicher kein Ort, an dem ich mich wohlfühlen würde, 

Das kann ich bei dir auch nachvollziehen  😊 

tristesse antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 7698

@tristesse 

Ja, aber es muss mich ja nicht daran hindern sie für Menschen zu empfehlen, wo es passt.

queequeg antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2028 Jahren

Beiträge : 20559

@queequeg 

Find ich gut von dir 👍 

tristesse antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 7698

@tristesse 

Na ja, das versteht sich aber eigentlich von selbst.

Ich werde dabei zwar eher selten verstanden, aber ich versuche bei entsprechenden Fragen ja immer zu betonen, dass es nicht darum geht, dass ein Klient oder Patient die Lebensanschauung des Therapeuten übernimmt, sondern mit dessen Hilfe seinen eigenen Weg findet. Und das schließt aus, dass der Therapeut dem Klienten sagt, was der zu tun habe, oder was der Therapeut an Stelle des Patienten täte. Sowas geht gar nicht.

Und das gilt natürlich auch für Klinikeinweisungen. Wenn die Klinik eine fachlich ordentliche Arbeit macht, gibt es keinen Grund einem Patienten die Einweisung dahin zu verweigern. So habe ich das immer bei der Hohen Mark erfahren.

Aber das ganze Theater mit dem Demonstrations-Pfarrer fing ja damit an, dass ich mich seinem Wunsch einer Einweisung in eine bestimmte christliche Klinik verweigert habe. Nicht weil sie christlich war, das ist Hohe Mark ja auch, sondern weil ich mehrfach berichtet bekommen habe, dass die Arbeit dort sehr fragwürdig war. Das sage dann eben auch.

queequeg antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 7698

@tristesse 

Vielleicht noch ein Wort zu Unterschied und Gemeinsamkeit von Forum und therapeutischer Situation.

Natürlich sind die Gespräche hier nicht mit einer Therapie vergleichbar. Hier besteht durchaus eine breitere Möglichkeit der Reaktionen auf Fragen, Bemerkungen, Problemen usw. Hier kann man durchaus sagen, dass man sich selbst in einer bestimmten Frage so oder so entscheiden würde – wenn damit nicht offen gefordert wird, dass ein anderer sich genauso verhalten müsste.

Und natürlich kann man auch sagen, dass man auf Grundlage der Bibel oder irgendwelcher anderer Grundlagen eine bestimmte moralische Vorstellung und dementsprechend auch nur bestimmte Handlungsoptionen hat. Aber auch das gilt natürlich nur für einen selbst und kann nicht für einen anderen verpflichtend sein.*

All das hätte in einer Therapie nichts verloren. Insofern kann man sich hier sehr viel freier bewegen. Als gleich sehe ich aber hier, jemandem, der eine Frage stellt, eine Hilfe sein zu wollen. Und das erfordert dann doch öfter eine ziemlich weitgehende Zurückhaltung bei Ratschlägen oder anderen Antworten, als ich es manchmal hier erlebe.

*Es gibt natürlich Sondersituationen, in denen man auf etwas, was vom anderen kommt reagieren muss, auch ablehnend. Ich hatte vor Jahren einen Bekannten, bei dem sich dann irgendwann herausgestellt hatte, dass er im kinderpornografischen Milieu aktiv war. Das war für mich das Ende der Beziehung, weil ich nicht tagsüber Menschen mit solchen Traumatisierungen behandeln kann und abends mit einem Täter ein Bier trinken. Aber das war dann auch eine rein private Situation.

Wäre so etwas während einer Therapie aufgefallen, hätte ich sie aus gleichem Grund abgebrochen.

So wenig ein Therapeut oder anderer Helfer einem Hilfesuchenden seine eigene Lebensauffassung überstülpen kann, so wenig kann das aber auch der Hilfesuchende beim Helfer.

queequeg antworten
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Themenstarter
Beiträge : 30188

Also, wovon reden wir überhaupt? Von einer geringen Menge Tramadol. Das ist in der Höhe von Behandlung von Migräne - und man muss trotzdem arbeiten. Letzthin habe ich mal ein Krankenhaus in DE angerufen, - die haben da nur gelacht und gesagt, ich kann das bitte selber machen (haben mir aber auch Tips gegeben). Was die nicht wissen ist, wenn man solche Medikamente über Jahre oder länger nimmt ist aussteigen sehr, sehr schwer und erfordert Zeit. Ich habe es also gelernt mich aus allem auszuschleichen. Das hat auch immer gut geklappt. Ich bin nicht aus Zucker - sonst hätte ich die ganzen Jahre im Ausland sowieso nicht überlebt. Andere sind nach einigen Monaten wirklich zerbrochen. Einer hat bei einem Bombenanschlag (das Hostel lag hinter dem Angriffsziel) einen abgerissenen Arm auf seinen Tisch auf der Terasse bekommen (als er Kaffee trank) - den mussten wir noch am gleichen Tag ins Flugzeug setzen. Und einer hat sich nackt auf den Baum gesetzt und die vorbeigehenden Schwarzen mit Mangoes beworfen. Nur um hier mal ein paar Beispiele zu geben. Ich hatte immer Stress - aber auch die Möglichkeit Druck abzulassen (Judo, Paragliding, Bier mit meinem Chef..).

Krankenhäuser (obwohl ich dort heute mal unrufe) sind mir ein Gräuel - ich war so oft in psychiatrischen Krankenhäusern als ich noch Jugendlicher war. Es hilft mir ausserdem nicht weiter. Das einzige was wirklich hilft, ist der WILLE und GLAUBE - damit schafft man alles. Allerdings braucht man manchmal auch Zeit, hat Rückschläge. Ich rede da von zwei, drei Monaten, inklusive Sport, schwitzen was das Zeug hält, und viel, viel Wasser trinken (am besten Wasser mit Zitrone). Am besten so viel Sport, dass Du abends einfach so kaputt bist wie es nur geht - dann kann man eventuell einige Stunden schlafen, was sonst nicht geht.

Wie gesagt - Therapien bewirken bei mir gar nichts mehr. Da habe ich schon zu viel gemacht. Auch da hilft nur der Glaube und die Kraft die man dadurch bekommt - und dann das gute Gefühl es geschafft zu haben. Am 21 August bekomme ich ja auch Unterstützung - wenn endlich meine Frau wieder kommt. Wir wurden durch die Umstände (Visum) für eine gewisse Zeit getrennt (11 Monate).

Also, ich bekomme das schon hin. Und alleine sein - ok. Damit komme ich zurecht. Ich bin nicht so einsam, dass ich hier, wenn ich sterben würde, wochenlang unentdeckt bliebe. Keine Sorge.

Aber vielen Dank. Ich konnte hier mal meine Lage beschreiben und finde es toll, verstanden zu werden. Es ist nicht einfach diese Krankheiten und Christ sein zusammen zu bringen. Ich meine ich war nahe am Selbstmord, hatte super Depressionen und MSD und PTSS. Keine Hilfe durch Freunde oder Leute. Welches Forum soll ich denn besuchen? ber jetzt geht es mir wesentlich besser, Gott hat mir wirklich geholfen - und es sind viele kleine Wunder passiert. Das gibt auch wirklich Kraft, versteht ihr das?

So, und jetzt auf in dem Kampf. Wohnung putzen, duschen - und raus: gehen, den ganzen Tag.

Tip: Legt euch eine kleine Reserve an, die politische Situation macht sogar mir jetzt Angst. 

Schönes WE.

 

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Kappa
 Kappa
Beiträge : 1657

@exjw Guten Morgen,

Da hast du aber ganz schön was erlebt. Wobei es eigentlich ein Traum vieler ist sich im Süden zur Ruhe zu setzen, aber natürlich ist es nicht schön wenn man dort wenig Kontakte hat.  Und die Sachen mit der Krankenkasse 🙁

Kannst du spanisch, vermutlich schon wenn Du im Ausland warst? Sind die Menschen da sonst weniger offen außerhalb der Touristenzentren?

 

Vg Edd 

kappa antworten
11 Antworten
Gelöschtes Profil
(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 30188

@kappa Ja, ich spreche ES, mit der Familie nur FR, auf der Arbeit FR und EN. Mein Deutsch hat gelitten. Die Menschen hier sind SEHR freundlich (da kannste Bayern, wo ich herkomme, vergessen). Ja, insgesamt habe ich in 15 Ländern gearbeitet - am längsten war ich in Afghanistan (wunderschönes Land, wenn es halt nur nicht bewohnt wäre...). Der Sudan hat mich aber dann kaputt gemacht - es war ein Fehler des Arztes und es gab auch echte Probleme auf der Arbeit - und ich konnte nicht mehr. Diese Art zu leben, nimmt einen auf Dauer mit. Hier gefällt es mir - ich halte mir aber alle Optionen offen. Panama? Burundi? Einstweilen bleibt es aber erst mal Spanien.

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Gelöschtes Profil
(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 30188

Vergessen - ES sprechen ist eine Sache. Problem ist manchmal verstehen. Fernsehen ist ok. Aber ES ist die am schnellsten gesprochen Sprache der Welt (neben Japanisch). Das macht es manchmal ein wenig schwer. 

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neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 19207

@exjw 😀 😀

Du hast ne Schwester von mir noch nicht reden gehört (Deutsch halt), die kann schnell sabbeln, dit goobste ja nich. 😀 😉 Da komm selbst ich, die ich sehr schnell rede (aber wohl weniger schnell höre), nich hinterher. 😀

neubaugoere antworten
Gelöschtes Profil
(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 30188

@neubaugoere You made my day. Ich musste so lachen. Danke. 🤣 😀 😊

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neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 19207

@exjw 

Ich hab mal ne Zeit mit einigen Kubanern verbracht - selbst wenn ich einige Worte kannte, aber verstanden hab ich nie was, wenn die sich unterhielten. 😀 Deren Zunge ist einfach geübter. 😀

neubaugoere antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 4697

@neubaugoere So nen Spezialisten kenne ich auch. Das geht schon in Richtung Sprachfehler. 

Aber inhaltlich ist es immer nett.

tatokala antworten
Irrwisch
(@irrwisch)
Beigetreten : Vor 25 Jahren

Beiträge : 3657

@tatokala Nee, nicht Sprachfehler......das nennt sich Logorrhoe :-))

irrwisch antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 4697

@irrwisch Wie Diarrhoe, verstehe. 😆

tatokala antworten
Irrwisch
(@irrwisch)
Beigetreten : Vor 25 Jahren

Beiträge : 3657

@tatokala Jepp

irrwisch antworten
Kappa
 Kappa
(@kappa)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 1657

@exjw Hi, sehr interessant. 

Wohnst du dann am Jakobsweg direkt, also im Norden von Spanien?

 

 

 

kappa antworten
Gelöschtes Profil
(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 30188

@kappa Ja, nicht weit von Logroño, was ich echt liebe. War auch mal drei Jahre in Bilbao.

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Gelöschtes Profil
Themenstarter
Beiträge : 30188

Genau das ist das Problem - man beginnt zu sprechen und die Leute meinen man ist total fit in ES... Dann verstehe ich nur noch Bahnhof. Witzig ist - hier in Spanien wird viel Werbung via Telephon gemacht. Du bekommst einfach einen Anruf (meistens Versicherung, Strom, Auto etc.) - wenn also eine Nummer erscheint, die ich nicht kenne (und ich habe nur wenige), dann antworte ich nur auf English. Und sofort wird aufgelegt.... Aber man kann sich auch anders verständigen. Es gibt auch viele traurige Sachen hier. leute die Vor dem Supermarkt betteln - Mensch, was soll man da machen? Oft kaufe ich dann halt ein Brot mit Schinken oder so... Ich weiss nicht was mit dieser Welt jetzt los ist - oft denke ich, es geht wirklich alles den Bach runter, genau so wie es in der Bibel steht. Ansonsten - ich gehe jetzt "walking" machen. Schönes WE. Und Leute die den Jakobsweg nehmen können sich immer bei mir melden. Es ist immer ein Bett frei. 

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1 Antwort
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 4697

@deleted_profile Warum bist du weg?

tatokala antworten


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