Bin ich Dinosaurier...
 
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Bin ich Dinosaurier:in?

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Goldapfel
Themenstarter
Beiträge : 1170

Hinter manchem komme ich nicht mehr her.

Vor gut einem Jahr (vor der Winnetou Diskussion) schenkte ich meinem 30jährigen Kind das Buch Mittagsstunde von Dörte Hansen, da doppelt. Auf Nachfrage, wie es gefiele, wurde mir erklärt, da kämen mindestens einmal jeweils das N-Wort, das Z-Wort und das I-Wort vor. Ich musste echt erst überlegen, was das I-Wort ist... Wobei das Buch auch Szenen aus Zeiten enthält, in denen Kinder sich noch als Indianer oder Indianerin verkleideten, ebenso wie als Zigeunerin oder Holländerin.

Zu Beginn diesen Jahres witzelte ich gegenüber meines Freundes, bald wären Wörter wie Frau und Mann verboten...dann hörte ich von dem Ausdruck 'Mensch mit Gebärmutter'.

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74 Antworten
Suzanne62
Beiträge : 7631
Veröffentlicht von: @goldapfel

Zu Beginn diesen Jahres witzelte ich gegenüber meines Freundes, bald wären Wörter wie Frau und Mann verboten...dann hörte ich von dem Ausdruck 'Mensch mit Gebärmutter'.

Es gibt Leute, die finden, einfach "Frau" statt "Mensch mit Gebärmutter" zu sagen, würde ja die Transfrauen diskriminieren....

Ob man statt "Mann" jetzt "Mensch mit Eiern" sagen muss, entzieht sich meiner Kenntnis. Wundern würde es mich nicht.

suzanne62 antworten
1 Antwort
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 16988

@suzanne62 

Es gibt Leute, die finden, einfach "Frau" statt "Mensch mit Gebärmutter" zu sagen, würde ja die Transfrauen diskriminieren....

Umgekehrt. Transfrauen haben keine Gebärmutter. "Frau" bleibt demnach die richtige Wahl.

Der Punkt war, dass "Menstruierende" Transfrauen ausschliesst.

 

 

lucan-7 antworten


Suzanne62
Beiträge : 7631
Veröffentlicht von: @lucan-7

Transfrauen haben keine Gebärmutter. "Frau" bleibt demnach die richtige Wahl.

Eben - und weil Transfrauen keine Gebärmutter haben, soll man nicht einfach "Frauen" statt "Menschen mit Gebärmutter" sagen - wobei ich die Bezeichnungen "Menstruierende Menschen" und "Menschen mit Gebärmutter" anstelle von "Frauen" gleichermaßen bescheuert finde.....sage ich mal so als politisch unkorrekte Dinosaurierin.

suzanne62 antworten
38 Antworten
Goldapfel
(@goldapfel)
Beigetreten : Vor 12 Monaten

Beiträge : 1170

@suzanne62 vielleicht landen wir ja eines Tages im Museum. Und die Deutung unserer Haltung liegt dann in den Händen der Wissenschaft der jeweiligen Zeit. 😆 

Da gab es mal so ein nettes Comic Bild, oben zwei Dinosaurier die irgendwas nettes machten. Unten die Skelette ohne Kontext und man dachte, die würden sich bekämpfen. Weil eben der Kontext nicht sichtbar war. 😊 

goldapfel antworten
AntonioA
(@antonioa)
Beigetreten : Vor 6 Monaten

Beiträge : 331

@goldapfel 
Kenn ich 😀
Habe das Bild zwar nicht gefunden aber dafür eines von meinem Lieblingssaurier

😀

antonioa antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17983

@antonioa 😆

tristesse antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 16988

@suzanne62 

wobei ich die Bezeichnungen "Menstruierende Menschen" und "Menschen mit Gebärmutter" anstelle von "Frauen" gleichermaßen bescheuert finde.....sage ich mal so als politisch unkorrekte Dinosaurierin.

Diese Bezeichnungen sollten ja nicht-operierte Transmänner mit einschliessen.

Die Bezeichnung "Frauen" schliesst hingegen sowohl cis- wie Transfrauen ein. Also auch solche ohne Gebärmutter.

 

 

 

lucan-7 antworten
staffan
(@staffan)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 365

@lucan-7

Diese Bezeichnungen sollten ja nicht-operierte Transmänner mit einschliessen.

Die Bezeichnung "Frauen" schliesst hingegen sowohl cis- wie Transfrauen ein. Also auch solche ohne Gebärmutter.

Hochinteressant und spannend.

Aber, wohin gehören denn da die Diversen? Die kann man doch nicht einfach unter den Tisch fallen lassen. Das wäre ja diskriminierend.

Klär uns doch bitte auf, Lucan-7. 🙂 

staffan antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 16988

@staffan 

Klär uns doch bitte auf, Lucan-7.

Ich sage nur wie es gedacht war.

Persönlich halte ich die ausdrückliche Erwähnung jeder nur erdenklichen Form einschließlich aller denkbaren Minderheiten für unsinnig. Das dient in erster Linie der Abgrenzung und Selbstbeweihräucherung und macht die Welt nicht besser, sondern lediglich komplizierter.

 

 

lucan-7 antworten
staffan
(@staffan)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 365

@lucan-7 

Persönlich halte ich die ausdrückliche Erwähnung jeder nur erdenklichen Form einschließlich aller denkbaren Minderheiten für unsinnig. Das dient in erster Linie der Abgrenzung und Selbstbeweihräucherung und macht die Welt nicht besser, sondern lediglich komplizierter.

Ja, so ist es wohl, dem kann ich mich anschließen.

staffan antworten
Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 3564

@lucan-7 

Aber damit beraubst du diese Menschen doch ihrer Identität als Opfer und Minderheit.

Das dient in erster Linie der Abgrenzung und Selbstbeweihräucherung und macht die Welt nicht besser, sondern lediglich komplizierter.

Dieses Phänomen hatte man bereits im Barock. Da wurde alles und jedes in Kategorien gesteckt, Kreolen, Mulatte usw.

arcangel antworten
Goldapfel
(@goldapfel)
Beigetreten : Vor 12 Monaten

Beiträge : 1170

@arcangel

sowie bipoc lbgtq+ ...? 😉 

goldapfel antworten
Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 3564

@lucan-7 

 

Dann ist Frau für dich nur ein Oberbegriff, der mehrere Formen von *frau umfassen kann?

 

Ich würde dem widersprechen, Frauen und Transfrauen gehören für mich in zwei unterschiedliche Kategorien. Trans* Menschen sollten als solche ihre eigene Kategorie sein, da es zu viele Problem-Felder gibt.

arcangel antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 16988

@arcangel 

Ich würde dem widersprechen, Frauen und Transfrauen gehören für mich in zwei unterschiedliche Kategorien. Trans* Menschen sollten als solche ihre eigene Kategorie sein, da es zu viele Problem-Felder gibt.

Genau, es gibt da viele Problemfelder. Sie in eine eigene Kategorie zu stecken ist eines davon.

 

 

lucan-7 antworten
Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 3564

@lucan-7 

Sozio kulturell kann und soll man Trans Menschen gleich behandeln wie ihr bevorzugtes Geschlecht. Im Strafvollzug, Sport, Medizin, Recht (z.b. Rentenalter, Militärdienst) ergeben sich allerdings einige Probleme bei denen eine Gleichbehandlung, ungerecht, oder sogar gefährlich wäre.

arcangel antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 16988

@arcangel 

Im Strafvollzug, Sport, Medizin, Recht (z.b. Rentenalter, Militärdienst) ergeben sich allerdings einige Probleme bei denen eine Gleichbehandlung, ungerecht, oder sogar gefährlich wäre.

Dann genügt es völlig, eine eigene Kategorie dann einzusetzen, wenn sie benötigt wird - und sonst nicht.

 

 

lucan-7 antworten
Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 3564

@lucan-7 

In meiner Nachbarschaft lebt ein Non-binärer (ich weiss nicht, ob er sich so bezeichnet) an manchen tagen ist sie klar feminin gekleidet und an manchen tagen sieht man ihn als Mann durch die gegen stapfen. Offensichtlich hat dieser biologische Mann eine Hormontherapie hinter sich, da er Brüste hat. Dieser Mensch darf offensichtlich die Freiheit haben so zu leben wie es ihm/ihr passt. Ich weiss nicht, ob sie unten herum auch operiert ist, aber wenn nicht, soll er in einem Schwimmbad die Frauenkabinen benutzen, oder muss sie bei den Männern duschen trotz brüste.

 

Das ist eine gesellschaftliche Frage.

arcangel antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 16988

@arcangel 

Das ist eine gesellschaftliche Frage.

Nicht, so lange diese Person nicht ins Schwimmbad geht.

Und wenn doch, dann muss man das halt im Einzelfall klären. Zumal das ja ein Ausnahmefall ist, wenn sich jemand einer eindeutigen Kategorie verweigert.

Vielleicht kann man so etwas bei Neubauten berücksichtigen, indem man eine seperate Umkleide vorsieht. Das wird aber auch davon abhängen, wieviele Menschen überhaupt so empfinden und auftreten wollen.

 

 

lucan-7 antworten
Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 3564

@lucan-7 

Nicht, so lange diese Person nicht ins Schwimmbad geht.

Klar, solange so jemand nicht am gesellschaftlichen Leben teilnimmt, ist es kein gesellschaftliches Problem.

Vielleicht kann man so etwas bei Neubauten berücksichtigen, indem man eine seperate Umkleide vorsieht. Das wird aber auch davon abhängen, wieviele Menschen überhaupt so empfinden und auftreten wollen.

Also doch vielleicht eine dritte kategorie

arcangel antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 16988

@arcangel 

Klar, solange so jemand nicht am gesellschaftlichen Leben teilnimmt, ist es kein gesellschaftliches Problem.

Es mag dich überraschen.. aber es gibt ein gesellschaftliches Leben ausserhalb von Schwimmbädern.

 

 

lucan-7 antworten
Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 3564

@lucan-7 

Zum Beispiel Schönheitswettbewerbe, https://youtube.com/shorts/vCpW5X8hgyM?feature=share

arcangel antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17983

@lucan-7 

Es mag dich überraschen.. aber es gibt ein gesellschaftliches Leben ausserhalb von Schwimmbädern.

Sag das mal dem Trans-Mensch, der / die vor der Duschekabine im Schwimmbad steht 😉 Genau da fängt es doch an.

tristesse antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 16988

@tristesse 

Sag das mal dem Trans-Mensch, der / die vor der Duschekabine im Schwimmbad steht 😉 Genau da fängt es doch an.

Ich bestreite ja nicht, dass es in manchen Fällen Probleme gibt. Aber das bedeutet ja noch keinen gesellschaftlichen Ausschluss. Und man braucht auch keine eigene Kategorie nur deswegen.

Wenn jemand aufgrund eines steifen Knies nicht in der Lage ist, bestimmte Wege im Gebirge zu benutzen oder alte Burgen mit vielen Treppen zu besichtigen, dann sind das spezielle Fälle, wo man vielleicht über Lösungen nachdenken kann... aber kein Ausschluss aus dem gesellschaftlichen Leben.

 

 

 

lucan-7 antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17983

@lucan-7 

Ich bestreite ja nicht, dass es in manchen Fällen Probleme gibt. Aber das bedeutet ja noch keinen gesellschaftlichen Ausschluss. Und man braucht auch keine eigene Kategorie nur deswegen.

Hast Du eine Vorstellung davon, wie diskriminierend z.T. Transmenschen behandelt werden? 

Wenn jemand aufgrund eines steifen Knies nicht in der Lage ist, bestimmte Wege im Gebirge zu benutzen oder alte Burgen mit vielen Treppen zu besichtigen, 

Es geht hier aber darum, dass manche Menschen nicht mehr wissen, welche Toilette sie noch betreten dürfen. Das ist was völlig anderes.

tristesse antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 16988

@tristesse 

Hast Du eine Vorstellung davon, wie diskriminierend z.T. Transmenschen behandelt werden?

Ja, habe ich. Es ging hier aber um eine spezielle Situation.

Es geht hier aber darum, dass manche Menschen nicht mehr wissen, welche Toilette sie noch betreten dürfen. Das ist was völlig anderes.

Mir ist bewusst, dass manche Menschen auf diese Weise gegängelt werden. Das war aber nicht die Ausgangslage hier. Ausgangslage war die Forderung nach einer eigenen "Kategorie".

Und ich bin der Ansicht, dass eine transsexuelle Frau keine eigenen "Kategorie" benötigt, sondern einfach als Frau behandelt werden sollte.

 

lucan-7 antworten
Goldapfel
(@goldapfel)
Beigetreten : Vor 12 Monaten

Beiträge : 1170

@lucan-7

Und ich bin der Ansicht, dass eine transsexuelle Frau keine eigenen "Kategorie" benötigt, sondern einfach als Frau behandelt werden sollte.

Ab wann denn? Wenn sie sich via Sprechakt als Frau definiert hat und keinerlei Geschlechtsanpassungen hat machen lassen? 

Aufgrund dieser ganzen Debatten wurde sich schon dafür ausgesprochen, dass Toiletten in Neubauten nur noch unisex Toiletten bekommen sollen. 

Wenn sie nach Anpassung an sportlichen Wettkämpfen für Frauen teilnimmt aber ganz andere körperliche Voraussetzungen mitbringt? 

goldapfel antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 16988

@goldapfel 

Ab wann denn? Wenn sie sich via Sprechakt als Frau definiert hat und keinerlei Geschlechtsanpassungen hat machen lassen?

Was genau sollte mich dafür qualifizierten so etwas zu entscheiden?

Extreme Ausnahmeerscheinungen von selbsternannten "Frauen", die weiterhin als Mann leben und sich auch so fühlen und zeigen sollten hier jedenfalls kein Maßstab sein.

Aufgrund dieser ganzen Debatten wurde sich schon dafür ausgesprochen, dass Toiletten in Neubauten nur noch unisex Toiletten bekommen sollen.

Warum auch nicht? So lange es Einzelkabinen gibt...

Wenn sie nach Anpassung an sportlichen Wettkämpfen für Frauen teilnimmt aber ganz andere körperliche Voraussetzungen mitbringt?

Darüber gibt es schon lange Debatten.

Der Witz an der Sache ist: Sport war schon immer unfair, weil manche Menschen durch ihre Genetik besser sind als Andere.

Das ändert also nichts. Totale Fairnis hat es da noch nie gegeben.

Sport ist Unterhaltung. Es geht darum, das Publikum zufrieden zu stellen. Das ist der einzige Maßstab, der hier zählt. Also macht man die Regeln so, dass maximale Einnahmen garantiert werden.

 

lucan-7 antworten
Goldapfel
(@goldapfel)
Beigetreten : Vor 12 Monaten

Beiträge : 1170

@lucan-7 

Interessant...

 

Der Witz an der Sache ist: Sport war schon immer unfair, weil manche Menschen durch ihre Genetik besser sind als Andere.

 

Das ändert also nichts. Totale Fairnis hat es da noch nie gegeben.

Ich schlussfolgere daraus mal, dass es nur noch unisex Wettkämpfe geben braucht, Doping soweit man sich eines medizinischen Risikos bewusst ist, zugelassen wird und die paralympischen Spiele inkludiert werden können? 

Aber vielleicht stimmt ja das Publikum anders ab, als diejenigen, die am lautesten sind...

goldapfel antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 16988

@goldapfel 

Ich schlussfolgere daraus mal, dass es nur noch unisex Wettkämpfe geben braucht, Doping soweit man sich eines medizinischen Risikos bewusst ist, zugelassen wird und die paralympischen Spiele inkludiert werden können?

Was genau sollte das jetzt ändern?

Sport wird immer "ungerecht" sein, weil die Genetik darüber entscheidet, wie gut ein Training anschlägt. Die meisten Männer werden beim Hochleistungssport der Frauen auch nicht mithalten können.

Doping ändert daran auch nicht viel, weil auch das unterschiedlich anschlägt... und unisex Veranstaltungen bevorzugt die Männer im statistischen Mittel.

Transsexuelle Frauen verlieren ihren hormonellen Vorteil nach und nach, könnten also bei den Männern nicht lange mithalten. Daraus folgt: Will man sie zum Sport zulassen, dann nur bei den Frauen.

Aber vielleicht stimmt ja das Publikum anders ab, als diejenigen, die am lautesten sind...

Wer soll denn "lauter" sein als das Publikum? Am Ende geht es doch nur um Einnahmen und Unterhaltung. So lange die Kasse stimmt ist alles Andere egal.

 

lucan-7 antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17983

@lucan-7

Das ist ja super, dass Du so tolerant bist, aber was ist mit dem Rest, der den Transmann dann aus der Herrentoilette wirft? 

Und es gibt ja noch was anderes als Trans. Wo dürfen denn deiner Meinung nach Nicht - Binäre aufs Klo gehen? 

tristesse antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

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@tristesse 

Das ist ja super, dass Du so tolerant bist, aber was ist mit dem Rest, der den Transmann dann aus der Herrentoilette wirft?

Was soll mit denen sein? Das ist das gleiche als wenn man Juden oder Schwarze nicht ins Restaurant lässt. Ein Transmann ist ein Mann und sollte die Männertoilette benutzen.

Eine seperate "Trans-" toilette einzuführen halte ich für diskriminierend. Denn damit sagt man ja aus: "Ihr seid keine echten Männer!".

Und es gibt ja noch was anderes als Trans. Wo dürfen denn deiner Meinung nach Nicht - Binäre aufs Klo gehen?

Wo immer es ihnen beliebt. Da ist halt die Frage, wie groß der Bedarf ist, um separate Toiletten zu rechtfertigen.

 

lucan-7 antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17983

@lucan-7

Mann, du machst es dir aber auch grad einfach. 

 

tristesse antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 16988

@tristesse 

Mann, du machst es dir aber auch grad einfach.

Inwiefern?

Sollten wir Probleme nicht dort angehen wo sie sind... und nicht dort, wo sie nicht sind?

 

 

lucan-7 antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17983

@lucan-7

Du gehst ja keine Probleme an. Du bügelst die mit einem "Stellt euch mal nicht so an." weg. 

tristesse antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 16988

@tristesse 

Du gehst ja keine Probleme an. Du bügelst die mit einem "Stellt euch mal nicht so an." weg.

Wo habe ich das denn geschrieben?

Es ging hier um die Frage der Toilettennutzung. Und darauf brachtest du den Einwand, was denn passieren soll, wenn andere Leute das nicht akzeptieren.

Was soll ich denn da antworten? Es geht doch zunächst mal um die grundsätzliche Frage, welche Toilette denn nun benutzt werden soll.

Die fehlende Akzeptanz für Transsexualität in der Gesellschaft ist dann nochmal ein ganz anderes Problem. Natürlich muss da viel mehr Aufklärungsarbeit geleistet werden. Und natürlich gibt es viel zu viele Menschen, die allem, was ihnen "fremd" oder "Anders" erscheint mit Feindseligkeit begegnen. Das ist dann nochmal eine grundsätzliche gesellschaftliche Frage.

Und das halte ich für wesentlich relevanter als die Frage, ob man jetzt noch zusätzlich Toiletten für "Diverse" braucht. Denn das ist eine Frage, die schlicht davon abhängt, welcher Bedarf denn nun eigentlich dafür vorhanden ist. In einem Berliner Szene-Club mag das sinnvoll sein, auf einer Bergalm, wo alle paar Tage mal ein Besucher kommt, sicher weniger.

 

 

lucan-7 antworten
Tagesschimmer
(@tagesschimmer)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 1067

@arcangel Ich schreibe als Schwimmerin, nicht als Leserin des ganzen Threads, deshalb sorry, falls mein Beitrag nicht ganz passt.

Ich besuche verschiedene Schwimmhallen und würde sagen, dass es da keine größeren Probleme gibt, als draußen - die Leute gucken eben, genauso wie bei anderen ungewöhnlichen Körperlichkeiten oder Bewegungsmustern. Im übrigen wird in Schwimmhallen (offen) gar nicht so viel geschaut.

Einem non-binären Menschen würde ich empfehlen, den Duschen-Eingang zu benutzen, der ihm gerade richtig erscheint, im Zweifelsfall ist es wahrscheinlich bei den Damen angenehmer, da dort ja sowieso Rücksicht auf die muslimischen Frauen genommen wird. Wenn es aber darum geht, aufzufallen, um Menschen zu konfrontieren, wäre es nett, wenn die Menschen, die dort Ruhe und Entspannung suchen, nicht bedrängt werden.

In allen Bädern, die ich kenne, gibt es im Umkleidebereich und bei den Duschen Einzelkabinen, die mit wenigen Schritten von der Tür aus erreichbar sind. In dem moderneren Bad ist nur der Dusch- und Toilettenbereich getrennt. Dort würde man, wenn man sich nicht auffällig präsentiert, kaum bemerkt werden. 

Ich empfinde es übrigens als Benachteiligung, dass im Zuge dieser immer größeren Diversität von Geschlechtern, den Menschen, die noch dieser altmodischen Schamhaftigkeit anhängen, immer weniger Raum gelassen wird. Das zeigt sich z.B. darin, dass manche Saunen gar nicht mehr getrennte Zeiten anbieten und Freizeitbäder, die früher mal FKK-Zeiten hatten, nun immer FKK erlauben, während Bekleidete nicht immer schwimmen dürfen. Betroffen sind davon überwiegend junge, nicht-weiße Frauen. Nanu

tagesschimmer antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 16988

@tagesschimmer 

Ich empfinde es übrigens als Benachteiligung, dass im Zuge dieser immer größeren Diversität von Geschlechtern, den Menschen, die noch dieser altmodischen Schamhaftigkeit anhängen, immer weniger Raum gelassen wird. Das zeigt sich z.B. darin, dass manche Saunen gar nicht mehr getrennte Zeiten anbieten und Freizeitbäder, die früher mal FKK-Zeiten hatten, nun immer FKK erlauben, während Bekleidete nicht immer schwimmen dürfen. Betroffen sind davon überwiegend junge, nicht-weiße Frauen.

Ich glaube gar nicht mal, dass das jetzt wirklich so viel mit "Diversität" zu tun hat, sondern eher mit Angebot und Nachfrage. Wenn zu den "getrennten Zeiten" kaum jemand in die Sauna kommt und bei den gemischten die Bude voll ist, dann wird das Angebot eben angepasst.

Ähnlich ist es dann wohl auch mit "oben ohne". Das geisterte ja diverse Male durch die Medien, wurde aber wohl auch etwas aufgebauscht.

Dass ein Bad immer und überall FKK erlaubt dürfte allerdings doch die große Ausnahme sein...

 

Wenn es aber darum geht, aufzufallen, um Menschen zu konfrontieren, wäre es nett, wenn die Menschen, die dort Ruhe und Entspannung suchen, nicht bedrängt werden.

Na ja... das ist ein weites Feld. Wer entscheidet das denn? Manche fühlen sich ja schon "konfrontiert" und "bedrängt", nur weil da ein Mensch anwesend ist, der nicht der Norm entspricht. Mit der Unterstellung, jemand wolle sich da "zur Schau stellen", nur weil die Person öffentlich sichtbar ist ist man ja schnell dabei...

lucan-7 antworten
Tagesschimmer
(@tagesschimmer)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 1067
Veröffentlicht von: @lucan-7

Ich glaube gar nicht mal, dass das jetzt wirklich so viel mit "Diversität" zu tun hat, sondern eher mit Angebot und Nachfrage. Wenn zu den "getrennten Zeiten" kaum jemand in die Sauna kommt und bei den gemischten die Bude voll ist, dann wird das Angebot eben angepasst.

Das waren Beispiele aus meiner Umgebung, allerdings nicht meine, da ich weder in die Sauna noch in Spaßbäder gehe. Laut einer Freundin ist die Damensauna immer sehr gut besucht, die Zeiten werden aber immer knapper. Es bleiben eben Fraunen weg, denen es zu eng ist. In dem neuen Bad wurden nie getrennte Zeiten angeboten. Dort gibt es einiges nicht mehr, das früher selbstverständlich war, damit möglichst viele Menschen schwimmen können, z.B. eine Treppe ins Schwimmbecken für Gehbehinderte oder Schränke, die auch Größe XXXL aufnehmen. Durch die gemischten Umkleiden ist der geschlechtergemischte Kontakt auch größer als im herkömmlichen Bad. Natürlich sind die Wege auch eheblich länger, da jeder eine Kabine braucht, wo vorher eine Bank vorm Spind reichte. Ich sehe da schon einen Trend. Bestimmte Kundschaft bleibt durch neue Konzepte einfach weg.

Na ja... das ist ein weites Feld. Wer entscheidet das denn? Manche fühlen sich ja schon "konfrontiert" und "bedrängt", nur weil da ein Mensch anwesend ist, der nicht der Norm entspricht. Mit der Unterstellung, jemand wolle sich da "zur Schau stellen", nur weil die Person öffentlich sichtbar ist ist man ja schnell dabei...

Es gibt sicher einen Graubereich. Was ich erlebe ist, dass meistens zwei Kampfhähne aufeinandertreffen müssen, damit es explodiert. Ich weiß jedenfalls, wann ich mich bedrängt fühle und gehe der Konfrontation so lange wie möglich aus dem Weg. Wenn es um möglicherweise körperliche Auseinandersetzungen geht, ist es für ältere Cis-Frauen nämlich doch plötzlich interessant, wie das Gegenüber geboren ist. 

tagesschimmer antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 16988

@tagesschimmer 

Durch die gemischten Umkleiden ist der geschlechtergemischte Kontakt auch größer als im herkömmlichen Bad. Natürlich sind die Wege auch eheblich länger, da jeder eine Kabine braucht, wo vorher eine Bank vorm Spind reichte. Ich sehe da schon einen Trend. Bestimmte Kundschaft bleibt durch neue Konzepte einfach weg.

Nun, aber dieser "Trend" wird ja auch marktwirtschaftlich begründet sein. Würden alle Kunden weg bleiben, weil sich keiner mehr wohl fühlt, dann würden sie es nicht machen. Ein entscheidender Teil will es offenbar genau so haben.

Es gibt sicher einen Graubereich. Was ich erlebe ist, dass meistens zwei Kampfhähne aufeinandertreffen müssen, damit es explodiert.

Gewaltausbrüche irgendwelcher Art sind natürlich nicht tolerierbar, und ein Hausverbot ist dann mehr als angemessen.

Und es sind keineswegs immer die "Anderen", die da aggressiv reagieren... mir sind auch einige Fälle bekannt, in denen Transidente selbst aggressiv auftraten.

Da wird sicher jeder seine Geschichte haben, und vermutlich wird es dafür Gründe geben... Lösungen wird man auf diese Weise dann aber kaum finden.

 

lucan-7 antworten
Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 3564

@tagesschimmer 

Betroffen sind davon überwiegend junge, nicht-weiße Frauen. Nanu

Wenn eine biologische Frau, die sich als Mann fühlt, im Männerbereich Duschen geht, wird es den anwesenden Männern weniger düpieren als umgekehrt.

Die Frage ist, wessen Gefühle warum welchen Vorrang geniessen.

arcangel antworten
Tagesschimmer
(@tagesschimmer)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 1067

@arcangel

Die Frage ist, wessen Gefühle warum welchen Vorrang geniessen.

Genau, es wird keine absolute Regelung geben können. Wenn Unfriede zwischen den Gruppen geschürt wird, und damit Großzügigkeit unterbunden wird, kann man letztlich nur Gruppen ausschließen bzw. An den Rand drängen. Also für jeden seine Zeit, wie ja jetzt schon Männer von manchen Zeiten ausgeschlossen sind.

Ich würde es ja am einfachsten finden, wenn es wie in Freibädern auch öffentliche Duschen gäbe, die man mit Schwimmsachen nutzen kann. Das würde ich beim reingehen selbst gerne nutzen, ich bin ja sauber, da ich fast jeden Tag schwimmen gehe. Sich nach dem Schwimmen ausführlich zu duschen, fiele für männlich gelesene Personen weg, die nicht in die Männerdusche wollen. Das wäre ihr Beitrag, damit sich die entsprechenden muslimischen Frauen trauen, das Schwimmbad zu benutzen.

tagesschimmer antworten
Arcangel
Beiträge : 3564

Bei all diesen Diskussionen, sollte jedem bewusst bleiben, dass Gender aktivsten gar keine definitive Sprachregelung wollen. Was sie wollen, ist im Gespräch bleiben, alles hinterfragen, Normen aufbrechen und Stereotypen zerstören.

So jedenfalls würde ich die Schulung der Prof. Dr. Bettina Dennerlein, zusammenfassen.

Ich würde vorschlagen, dass man klar das Biologische vom Sozio-psychologischen Geschlecht unterscheidet. Denn die Biologie ändert sich nicht, egal wie viel Hormone gespritzt und wie viel rumgeschnitten wird. Deshalb ist der Begriff Trans eigentlich gar nicht so schlecht.

arcangel antworten


Mr.K
 Mr.K
Beiträge : 69
Veröffentlicht von: @goldapfel

N-Wort

Nugat? Nuggets? Negativtest? Nichtauthentizität? Neueinstellung? Nagasaki? Nusspli? Nussbaumfurnier?

Veröffentlicht von: @goldapfel

Z-Wort

Zeppelin? Zensur? Zehennagel? Zahnzusatzversicherung? Zauberhut? Zucker? Zuckerersatzmittel? Zimt? Zahnradbahn? Ziehharmonika?

Veröffentlicht von: @goldapfel

I-Wort

Instrumentalmusik? Individualismus? Ingwermarmelade? Industrie? Irene? Impulsphasenkanone? Influencer? Influenza? Insolvenz? Improvisation? Inkarnation? Inklusion? Inserat?

Ich weiß gar nicht, welche Worte beginnend mit den Buchstaben N, Z und I tatsächlich gemeint sind... 😛

 

Spaß beiseite. Ich verstehe Deinen Punkt. Es scheint, dass die Menschen heutzutage zu sehr damit beschäftigt sind, niemandem auf die Füße zu treten, dass keiner mehr sich Gedanken darüber macht, was tatsächlich gesagt oder getan werden muss. Man macht sich Gedanken um Kleinigkeiten - fast Nichtigkeiten, nur damit man sich nicht mit den richtigen Themen auseinandersetzen muss. Es scheint auch so, dass manche Menschen alles daran legen, sogar den wohlmeinendsten Mitmenschen als den übelsten Schwerverbrecher dastehen zu lassen. Ich würde sogar soweit gehen, dass sie sogar Jesus Christus als schlechten Menschen dastehen lassen würden, weil es bei der Speisung der 5000 keine vegane und glutenfreie Option angeboten wurde.

Woher kommt diese Okkupation mit Oberflächlichkeiten? 

 

mr-k antworten
1 Antwort
Goldapfel
(@goldapfel)
Beigetreten : Vor 12 Monaten

Beiträge : 1170

@mr-k ich musste selbst echt erstmal überlegen, was sie denn mit I-Wort meinte 🤣 

Dass in der öffentlichen Debatte die Begriffe "Neger" und "Zigeuner" so umschrieben werden, hab ich hingegen schon mitbekommen.

goldapfel antworten
Suzanne62
Beiträge : 7631
Veröffentlicht von: @lucan-7

Dass "Indianer" ein Schimpfwort sein soll ist allerdings nun wirklich Unsinn...

Das sehe ich ja auch so. Aber es gibt Leute, die haben ernsthaft ein Problem damit.

Wenn es nach denen geht, dann darf man erstens das Wort "Indianer" nicht mehr sagen, sondern es heißt "amerikanischer Ureinwohner" und zweitens geht es auch nicht, sich an Karneval als Indianer zu verkleiden, weil das "kulturelle Aneignung" ist. Aus eben diesem Grund darf man bei den kleinen Spießern von "Fridays for Future" auch als weiße Person keine Rastalocken tragen.

suzanne62 antworten
9 Antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17983

@suzanne62 

 bei den kleinen Spießern von "Fridays for Future"

Wow.

tristesse antworten
Goldapfel
(@goldapfel)
Beigetreten : Vor 12 Monaten

Beiträge : 1170

@tristesse 

Hast du nicht mitbekommen, dass sie eine Künstlerin wieder ausgeladen haben, weil die Rastas trägt, ihr aber vorgeschlagen hatte, sie könne die ja abrasieren/abschneiden, dann dürfe sie auftreten. Ihr Argument war kulturelle Aneignung. Das hat schon etwas von Spießigkeit, find ich.

Andererseits trägt Carola Rackete selber Dreadlocks, soweit ich weiß...

Das scheint also evtl. Bigotterie zu sein?

 

goldapfel antworten
Tamaro
 Tamaro
(@tamaro)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 1258

@goldapfel 

Na ja, Carola Rackete ist meines Wissens weder Fridays for Future-Aktivistin noch Sängerin sondern eine Flüchtlings-Aktivistin. Somit ist es vielleicht gerade noch so knapp tolerierbar, wenn sie Dreadlocks trägt. 🙂 

tamaro antworten
Goldapfel
(@goldapfel)
Beigetreten : Vor 12 Monaten

Beiträge : 1170

@tamaro Achso, dann darf man also für fff auftreten und dann wiegt die kulturelle Aneignung nicht so schwer? Interessant. 🙂

goldapfel antworten
Tamaro
 Tamaro
(@tamaro)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 1258

@goldapfel 

Ehrlich gesagt, ich weiss es nicht wie da die Regeln genau funktionieren. Ich bin kein Experte für kulturelle Aneignung. Das sind andere. 🙂

 

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tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17983

@goldapfel 

Doch, hab ich. Ich störe mich nur daran, eine ganze Bewegung, zu der Tausende von verschiedenen Menschen gehören, lapidar als "kleine Spießer" zu beleidigen, vor allem weil Suzanne ja sehr darauf bedacht ist, dass man in einem angemessenen Ton übereinander spricht.

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Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 16988

@suzanne62 

Das sehe ich ja auch so. Aber es gibt Leute, die haben ernsthaft ein Problem damit.

Wenn diese Leute die amerikanischen Ureinwohner selbst sein sollten, dann könnte ich es ja noch nachvollziehen. Aber mir ist da jetzt keine größere Bewegung bekannt, die diese Bezeichnung ablehnt.

Wobei "amerikanische Ureinwohner" natürlich immer noch treffender ist.

Wenn es nach denen geht, dann darf man erstens das Wort "Indianer" nicht mehr sagen, sondern es heißt "amerikanischer Ureinwohner" und zweitens geht es auch nicht, sich an Karneval als Indianer zu verkleiden, weil das "kulturelle Aneignung" ist.

Das Schlagwort der "kulturellen Aneignung" halte ich grundsätzlich für Quatsch. Die Menschen haben schon immer voneinander abgeschaut und Elemente anderer Kulturen übernommen.

Natürlich sollte man ein Auge darauf haben, wie genau das geschieht. So haben viele weisse Rock'n Roll Musiker Stücke von schwarzen Musikern übernommen, welche dadurch in den Hintergrund gedrängt wurden. Da spielte Rassismus eindeutig eine große Rolle.

Was auch nicht geht, ist sich über andere Kulturen in verächtlicher Weise lustig zu machen. Die Verkleidung als "schwarze Wilde aus dem Urwald" an Karneval finde ich schon sehr daneben, aus heutiger Perspektive. Früher war da mehr Distanz, aber die Zeiten ändern sich halt.

Aus eben diesem Grund darf man bei den kleinen Spießern von "Fridays for Future" auch als weiße Person keine Rastalocken tragen.

Das fand ich nun auch wirklich daneben... es ist ja nicht so, dass die Rastabewegung plötzlich als "weisse Kultur" wahrgenommen würde. Da weiß doch jeder, wo das herkommt...

 

 

lucan-7 antworten
Kaffeepott
(@kaffeepott)
Beigetreten : Vor 4 Wochen

Beiträge : 40

@suzanne62 Was ich an der sogenannten kulturellen Aneignung so verwirrend finde, ist dass die nur einseitig gedacht ist. Afrikaner oder Menschen afrikanischer Herkunft, die nicht in Stammestracht sondern Jeans rumlaufen oder sich die Haare glätten, würden sich dann ja auch eigentlich der kulturellen Aneigung schuldig machen. Sie haben das ja aus der westlichen Kultur. Trotzdem bemängelt das niemand und wenn wir das täten, würden wir als Rassisten beschimpft. 

Ich habe manchmal das Gefühl die Leute haben zu viel Zeit und zu wenige echte Probleme. Und diese Abgrenzungen, die da jetzt passieren sind für mich das Gegenteil einer erstrebenswerten Welt. Da wird doch mehr in Schubladen gedacht als zu den netten Zeiten vor der kulturellen Aneignung, als mann einfach tragen konnte, was einem gefällt.

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Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 16988

@kaffeepott 

Ich habe manchmal das Gefühl die Leute haben zu viel Zeit und zu wenige echte Probleme. Und diese Abgrenzungen, die da jetzt passieren sind für mich das Gegenteil einer erstrebenswerten Welt. Da wird doch mehr in Schubladen gedacht als zu den netten Zeiten vor der kulturellen Aneignung, als mann einfach tragen konnte, was einem gefällt.

Ich habe schon Verständnis dafür, dass man hier mehr Sensibilität braucht. Manche Leute übernehmen etwa irgendwelche Tribal-Tattoos aus anderen Traditionen ohne zu wissen, dass diese eine religöse Bedeutung haben. Man sollte also nicht einfach alles übernehmen, was einem hübsch erscheint, sondern sich schon damit befassen.

Aber es wird auch ziemlich übertrieben mit der Kritik. Alle Kulturen haben schon immer voneinander abgeschaut - und vieles ist gar nicht so exclusiv wie manche Leute meinen, "Rastazöpfe" gibt es auch in Indien.

 

 

lucan-7 antworten


Suzanne62
Beiträge : 7631
Veröffentlicht von: @goldapfel

Das hat schon etwas von Spießigkeit, find ich.

Genau das finde ich auch. Jemandem vorschreiben zu wollen, welche Frisur er tragen darf und welche nicht und ihn von einer Veranstaltung auszuladen, weil er sich an meine Vorgaben nicht hält - ja, das habe ich schon als Jugendliche als Gipfel von Spießigkeit empfunden und daran hat sich auch nichts geändert.

suzanne62 antworten
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