SPF #396 - Was Du h...
 
Benachrichtigungen
Alles löschen

SPF #396 - Was Du heute kannst besorgen, ...

Seite 2 / 4

Hopsing
Themenstarter
Beiträge : 923

...das verschieb´ getrost auf morgen.

❤-lich willkommen zur 396. Ausgabe des SinglePlauderFadens!

Dies ist ein Ort für Singles oder ehemalige Singles oder andere nette Leute um sich einfach über das auszutauschen, was gerade so geht, was eine/n beschäftigt oder was unbedingt jemandem mitteilen möchte.
Hier ist jeder und jede willkommen, der /die sich an die Spielregeln hält. Und diese sind eigentlich ganz einfach. Neben den allgemein bei jesus.de geltenden Regeln, wie Respekt, Höflichkeit, etc.pp. ist uns hier sehr wichtig, dass die Beiträge "singlekonform" sind und / oder nicht die Singles, die unter ihrem Alleinsein leiden, womöglich triggern.
(ganz unkreativ aus #395 kopiert 😊 )

Heute habe ich endlich meinen neuen PC und Monitor in Betrieb genommen, um die alte Windows-XP-Kiste, für die es schon lange keine Updates mehr gibt, und den Röhrenmonitor abzulösen. Allerdings muss ich meine ganzen Daten noch vom alten auf den neuen übertragen. Auch deswegen habe ich diese Aufgabe nun schon seit 2 1/2 Monaten vor mir her geschoben, denn so lange hatte ich die neue Hardware bei mir rumstehen.
Habt Ihr auch solche Aufgaben, die Ihr immer wieder verschiebt, so lange es keinen Termindruck dafür gibt, oder erledigt Ihr immer alles möglichst sofort? Meine Liste, was ich bei nächster Gelegenheit mal tun wollte, wird leider immer länger. Allerdings existiert die Liste nicht in schriftlicher Form - manchmal verdränge ich einige Punkte darauf für einige Zeit, bis sie mir irgendwann mal wieder einfallen.
Habt Ihr eine Methode, Euch für solche unliebsamen Aufgaben zu motivieren?

Liebe Grüße,
Hopsing

Antwort
596 Antworten
Tinkerbell
Beiträge : 1552

Meistens...
...schiebe ich die schlimmsten Sachen ewig vor mir her, bis es irgendeinen äußeren Druck gibt 😀 Ganz vorne dabei ist der elende Papierkram, Steuererklärungen und so weiter, gefolgt von lahmen Sachen wie "Dateien auf dem PC sortieren und sichern". Der PC wird vermutlich auch nächstes Jahr noch so aussehen 😌

Veröffentlicht von: @hopsing

Habt Ihr eine Methode, Euch für solche unliebsamen Aufgaben zu motivieren?

Nicht wirklich. Im Sommer habe ich meist so viel Urlaub, dass ein Hauch Langeweile entsteht und dann besteht die realistische Chance, irgendwas anzufangen. Aber ich hatte z.B. auch vor, in der Zeit den Flur zu streichen, Laminat zu verlegen und so weiter...das scheitert dann wieder an tausenden Überlegungen, wie man was haben will und schon ist der Urlaub vorbei 😌

tinkerbell antworten
20 Antworten
TylerD
 TylerD
(@tylerd)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 124

Ganz vorne dabei ist der elende Papierkram, Steuererklärungen und so weiter, gefolgt von lahmen Sachen wie "Dateien auf dem PC sortieren und sichern". Der PC wird vermutlich auch nächstes Jahr noch so aussehen

Dzdz. Dabei ist es völlig sicher, dass die Festplatte irgendwann kaputt gehen wird. Backup ist schon sinnvoll.

tylerd antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 19306

Hey! *strahl*

Schön, Dich wiederzusehen 😀
Jedenfalls in diesem Rahmen ^^

tristesse antworten
TylerD
 TylerD
(@tylerd)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 124

Hi! 😊
Ist vermutlich nur ein kurzer Besuch. Viel zu tun und das Leben ist so kurz...

tylerd antworten
Tinkerbell
(@tinkerbell)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 1552

Aber die Zeit reicht offenbar noch, um mich zu dissen, du olle Nudel :-p

tinkerbell antworten
TylerD
 TylerD
(@tylerd)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 124

Ich bin nur besorgt um Dein zukünftiges Ich. 😉
Sieh es so, Du bist die erste Person, der ich hier nach 10(?, zumindest gefühlt) Jahren geantwortet habe.

tylerd antworten
Tinkerbell
(@tinkerbell)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 1552

Ja, das wiederum ist sehr cool 😎

tinkerbell antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 19306

Zum Glück sehe ich Dich ja nicht nur hier.

Aber ich erinnere mich gern an die Threads mit Dir, wo wir Nächte mit Usern, die schon lange nicht mehr da sind, durchgesuchtet haben.
War ne coole Zeit.

tristesse antworten
TylerD
 TylerD
(@tylerd)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 124

Ja. 😀
Aber einige sind ja noch hier. Amouum habe ich zum Beispiel gesehen.

Und ich vermute, in den "seriösen" Foren geht es immer noch um kSvdE, Schöpfung vs. Evolution,... 🙈
Darauf habe ich kein Lust mehr. 😉

tylerd antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 19306
Veröffentlicht von: @tylerd

Und ich vermute, in den "seriösen" Foren geht es immer noch um kSvdE, Schöpfung vs. Evolution,... 🙈
Darauf habe ich kein Lust mehr. 😉

Ja, es gibt so Themen die immer wieder auftauchen. Die sind wie Wasserbälle, die man versucht mit beiden Händen in die Regentonne zu drücken, einer fluppt immer wieder hoch 😀 Ich hab bei diesen Themen zugegebenermaßen nicht mehr viel Geduld. Ich tu mir dann drei, vier Stränge an und wenn bestimmte User reinkommen, kann ich mich eigentlich nur noch verabschieden 😊

Wegen der Themen bin ich nicht mehr hier. Eher SPF, kochen, Filme, Tatort... da hab ich Freude dran. Und manchmal auch im Jesus nachfolgen, weil ich da unter meinesgleichen bin.

tristesse antworten
BeLu
 BeLu
(@belu)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 5148
Veröffentlicht von: @tylerd

Und ich vermute, in den "seriösen" Foren geht es immer noch um kSvdE, Schöpfung vs. Evolution,... 🙈
Darauf habe ich kein Lust mehr. 😉

Threads zu kSvdE sind selten geworden, das Thema ist wohl ausdiskutiert. Wobei ich nicht glaube, dass eine Seite die andere irgendwie hat überzeugen können....

Schöpfung vs. Evolution ist dagegen nach wie vor ein Thema, insbesondere im Wissenschaftsforum.

belu antworten
Hopsing
(@hopsing)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 923
Veröffentlicht von: @tinkerbell

"Dateien auf dem PC sortieren und sichern"

Stimmt, das sollte ich jetzt im Rahmen des Hardwarewechsels unbedingt mit erledigen, sonst wird das für die nächsten 10 Jahre wieder nichts. 🙁

Veröffentlicht von: @tinkerbell

Im Sommer habe ich meist so viel Urlaub, dass ein Hauch Langeweile entsteht

Das gibt es bei mir nicht. Wenn ich Urlaub habe, und das ist abgesehen von einzelnen Tagen i.a. nicht in den Sommerferien, bin ich fast immer unterwegs. Gleich geht es los in den durch einen freien Tag morgen verlängerten Wochenend-Kurzurlaub zum Bergwandern 😎 .

Liebe Grüße,
Hopsing

hopsing antworten
Tinkerbell
(@tinkerbell)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 1552

Naja, wie viel Urlaub hast du am Stück? Ich habe dank endlosen Überstunden jetzt fast sechs Wochen frei gehabt - und es verliert seinen Reiz, wenn es so lang ist, finde ich.

tinkerbell antworten
TylerD
 TylerD
(@tylerd)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 124

Du hättest auch ein paar Wochen lang eine 4-Tage-Woche haben können. 🤔

tylerd antworten
Tinkerbell
(@tinkerbell)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 1552
Veröffentlicht von: @tylerd

Du hättest auch ein paar Wochen lang eine 4-Tage-Woche haben können. 🤔

Ne, das ging nicht. Ich habe schon monatelang täglich eine Stunde weniger gemacht, aber es zieht sich, wenn man so viel angehäuft hat 😉

tinkerbell antworten
TylerD
 TylerD
(@tylerd)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 124

Das ist schade. Mein Bruder hat gerade eine 24-Stunden-Woche. Das scheint angenehm zu sein.

tylerd antworten
Hopsing
(@hopsing)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 923
Veröffentlicht von: @tinkerbell

wie viel Urlaub hast du am Stück?

Ich habe 32 Tage Urlaub im Jahr. Wie viel davon ich am Stück nehme, bleibt mir überlassen. Ich habe auch noch einigen Resturlaub aus früheren Jahren angespart, der nicht verfällt.

Veröffentlicht von: @tinkerbell

dank endlosen Überstunden

Überstunden werden bei uns nicht erfasst, denn wir haben Vertrauensarbeitszeit. Neu ist, dass wir da ganz offiziell auch ganze Tage frei nehmen können, ohne das Urlaubskonto zu belasten. Das habe ich letzte Woche erstmals genutzt.

Liebe Grüße,
Hopsing

hopsing antworten
BeLu
 BeLu
(@belu)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 5148
Veröffentlicht von: @hopsing

Ich habe 32 Tage Urlaub im Jahr. Wie viel davon ich am Stück nehme, bleibt mir überlassen. Ich habe auch noch einigen Resturlaub aus früheren Jahren angespart, der nicht verfällt.

Das klingt nach einer sehr komfortablen Regelung. 32 Tage sind schon nicht wenig (die habe ich aber auch), aber dass angesparter Resturlaub nicht verfällt, ist doch mittlerweile sehr selten, oder?

belu antworten
Hopsing
(@hopsing)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 923
Veröffentlicht von: @belu

dass angesparter Resturlaub nicht verfällt, ist doch mittlerweile sehr selten, oder?

Stimmt. Wahrscheinlich wird es das auch bei uns für neue Mitarbeiter(innen) bald nicht mehr geben. Für alle anderen soll es aber so bleiben - nur den gesetzlichen Mindesturlaub von 20 Tagen müssen wir nehmen.

hopsing antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 19306
Veröffentlicht von: @hopsing

Das gibt es bei mir nicht. Wenn ich Urlaub habe, und das ist abgesehen von einzelnen Tagen i.a. nicht in den Sommerferien, bin ich fast immer unterwegs. Gleich geht es los in den durch einen freien Tag morgen verlängerten Wochenend-Kurzurlaub zum Bergwandern 😎 .

Ich wünsche Dir viel Vergnügen.

Was ist eigentlich aus der Tour geworden, die Du im Herbst mit einer bestimmten Damen antreten willst? Bleibt es dabei?

tristesse antworten
Hopsing
(@hopsing)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 923
Veröffentlicht von: @tristesse

Ich wünsche Dir viel Vergnügen.

Danke, hatte ich, obwohl zumindest bei einem meiner Freunde nicht alles glatt lief, weshalb wir eine geplante Klettertour kurzfristig durch eine Wandertour ersetzt haben.

Veröffentlicht von: @tristesse

Was ist eigentlich aus der Tour geworden, die Du im Herbst mit einer bestimmten Damen antreten willst? Bleibt es dabei?

Ich hoffe doch, dass es dabei bleibt. 😎

Mein übernächster Urlaub steht auch schon wieder fest: Ich habe heute die Zusage für einen Nachrückerplatz bei einer schon lange ausgebuchten Silvesterfreizeit bekommen, bei der ich auf der Warteliste stand. 😊

Liebe Grüße,
Hopsing

hopsing antworten


tristesse
Beiträge : 19306

Hallo Hopsing,
danke für den neuen Thread ❤

Das mit dem Aufschieben kenne ich. Ich hab auch so ein paar Lieblingsaufgaben, die ich ewig vor mir herschiebe. Das sind aber keine dringlichen Sachen, sondern können wirklich warten. Manchmal erledigt es sich irgendwie von selbst oder ich fasse mir dann auch ein Herz und mache es. Das ist dann eher Resignation als Motivation ^^ Aber ich kenne das auch.

Ich hab zum Glück nicht viel auf der langen Bank und jetzt geh ich mal drüber nachdenken, warum das so ist. Mach ich zu wenig oder hab ich zu wenig Pläne oder bin ich mit wenig zufrieden *kopfkratz*
🤨

Tris

tristesse antworten
144 Antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 7672
Veröffentlicht von: @tristesse

Manchmal erledigt es sich irgendwie von selbst

Bei einem sehr großen dicken deutschen Ex-Kanzler hieß das "Aussitzen".

suzanne62 antworten
BeLu
 BeLu
(@belu)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 5148
Veröffentlicht von: @suzanne62

Bei einem sehr großen dicken deutschen Ex-Kanzler hieß das "Aussitzen".

Und seine politische Ziehtochter hat das auch von ihm gelernt.

belu antworten
Channuschka
(@channuschka)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 4422
Veröffentlicht von: @belu
Veröffentlicht von: @belu

Bei einem sehr großen dicken deutschen Ex-Kanzler hieß das "Aussitzen".

Und seine politische Ziehtochter hat das auch von ihm gelernt.

Und weißt du was - das sind nur bekannte Beispiele. ich kenne privat Menschen, die das "Aussitzen" perfekt beherrschen und das kann im direkten Umgang viel anstrengender sein als wenn man das bei Politikern beobachtet. Vorallem wenn das "Aussitzen" darauf hinausläuft, dass andere handeln - und du oft der andere bist.

channuschka antworten
Tinkerbell
(@tinkerbell)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 1552

Wir haben jemanden in der Gemeinde, der dafür berühmt ist. Im wahrsten Sinne des Wortes sitzt derjenige beispielsweise beim gemeinsamen Aufräumen oder Abwaschen alles aus - bleibt einfach endlos lange sitzen, unterhält sich gezielt schnell mit jemandem oder vergräbt sich hinter irgendwelchen Zeitschriften, bis der Rest der Anwesenden alles erledigt hat. Und dann wird eine Alibi-Mini-Tätigkeit durchgeführt, soll einem ja keiner Faulheit unterstellen 😀 Aber erfahrungsgemäß kommst du solchen Leuten nicht bei.

tinkerbell antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 19306

Ich kenne in der Gemeinde oder Bekanntenkreis auch solche Leute. Man kommt denen schon bei, wenn man frech genug ist, sie anzusprechen und gezielt Aufgaben zu verteilen. Am besten dann mit jemandem zusammen 😊

Nach dem Motto "Mensch Nico, geh mal mit der Silvy los und stell die Tische zusammen." Wenn derjenige sich nicht komplett zum Idioten machen will, geht er dann auch mit. Aber das ist schon mühsam und man hat auch nicht immer Bock, jemanden quasi zu erziehen.

tristesse antworten
Tinkerbell
(@tinkerbell)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 1552
Veröffentlicht von: @tristesse

Aber das ist schon mühsam und man hat auch nicht immer Bock, jemanden quasi zu erziehen.

Richtig, man hat irgendwann keinen Bock mehr. Und wenn die Person 25 Jahre älter ist als du (aber sicher nicht Marke "schwacher, gebrechlicher Rentner"), wird es nochmal schwieriger. Bei arbeitsunwilligen Jugendlichen ist das alles kein Thema, bei mir schafft dummstellen garantiert keine Freizeit 😀 Aber bei Leuten im Alter meiner Eltern funktioniert es halt schlecht, weil das auch eine Rolle ist, die ich nicht haben will.

tinkerbell antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 19306
Veröffentlicht von: @tinkerbell

Aber bei Leuten im Alter meiner Eltern funktioniert es halt schlecht, weil das auch eine Rolle ist, die ich nicht haben will.

Ja gut, das kann ich sehr gut verstehen, da hätte ich auch keinen Bock drauf. Aber ich beobachte so ein Verhalten bei Älteren eigentlich weniger... ich spreche dann wirklich nur die jungen Leute an.

Dass ich mal in das Alter komme, wo ich von den "Jungen Leuten" rede *soifz*

tristesse antworten
Tinkerbell
(@tinkerbell)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 1552
Veröffentlicht von: @tristesse

Aber ich beobachte so ein Verhalten bei Älteren eigentlich weniger...

Ist auch tatsächlich die einzige Person in diesem Alter, bei der man das so extrem beobachten kann. Und die dir dann noch was von Maria und Martha erzählt und dass jeder darauf achten soll, dass er nicht im Burnout endet...hmm...genau...

tinkerbell antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 19306

Bei Deinem Posting hab ich tatsächlich dreimal innegehalten 😊

Beim ersten Mal wollte ich belustigt die Augenbrauen hochziehen und sagen "Ja klar. Burn Out beim Tische stellen...."

Beim zweiten Mal dachte ich "Naja, was weiß ich schon über diesen Mann, vielleicht ist er schon mal Burn Out gefährdet gewesen und muss tatsächlich auf sich aufpassen.

Und beim dritten Mal: "Von einmal in der Gemeinde nach einer Veranstaltung mithelfen, was vermutlich zeitlich sehr begrenzt ist, ist die Gefahr, im Burn Out zu landen, wohl ziemlich gering..."

Man kann es nicht wissen. Aber wenn sich jemand ständig aus der Mitarbeit bewußt raushält, dann ist ne Rückfrage schon mal angebracht.

tristesse antworten
Tinkerbell
(@tinkerbell)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 1552
Veröffentlicht von: @tristesse

Man kann es nicht wissen. Aber wenn sich jemand ständig aus der Mitarbeit bewußt raushält, dann ist ne Rückfrage schon mal angebracht.

Es ist schwierig, wenn jemand seinen Anteil an der Arbeit so völlig anders einschätzt, als es der Realität entspricht. Wer beim Tischdecken hilft, wird vermutlich keinen Burn Out bekommen, besonders wenn er schon bei allen Vorbereitungen nichts getan hat und prinzipiell erst kommt, wenn alles fertig ist. Das muss man auch in diesem Ausmaß erstmal schaffen 😀 Du kannst eigentlich nur verlieren - sagst du nichts, ärgerst du dich jedes Mal, sprichst du es an, hast du Drama.

tinkerbell antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 19306

Ich versteh das Dilemma.

Ich glaub, ich würde dann einfach den "bequemen" Weg gehen und versuchen, es hinzunehmen.

tristesse antworten
Tinkerbell
(@tinkerbell)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 1552

Das ist schwierig, wenn du siehst, dass sich andere (teilweise ältere, die z.B. den Rest der Woche Vollzeit arbeiten gehen) dafür abrackern. Ich suche deswegen nach wie vor kreative Möglichkeiten 😀 Vielleicht verleihen wir einfach mal wochenweise "Maria-Karten" - wer die hat, darf faul sein 😌

tinkerbell antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 19306

In Prinzip ist es ja so, dass 50% der Gemeinde 100% der Arbeit machen und der Rest schaut zu.

Vielleicht sind es sogar weniger.

Meine Beobachtung aus 30 Jahren Gemeindearbeit, egal wie groß die war, dass die motivieren Mitarbeiter und Leiter teilweise doppelte und dreifache Dienste bewältigen, während ein nicht unerheblicher Teil zuschaut, alles mitnimmt und dann meckert wenn es nicht passt.

Ich reg mich darüber nicht mehr auf, ich tu mich einfach mit den Leuten zusammen, die wie ich Bock haben, Gemeinde zu gestalten.

Aber die Idee mit den Maria Karten find ich ziemlich gut

tristesse antworten
Tinkerbell
(@tinkerbell)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 1552
Veröffentlicht von: @tristesse

In Prinzip ist es ja so, dass 50% der Gemeinde 100% der Arbeit machen und der Rest schaut zu.

Wir überarbeiten gerade unser System, damit die Arbeit gerechter verteilt wird. Meiner Erfahrung nach hast du bei den 50% auch immer Leute dabei, die einen Großteil der Arbeit gar nicht sehen, weil die anderen 50% sie immer machen. Ich glaube z.B. nicht, dass gewisse Leute sich bei uns Gedanken machen, woher die geputzten Toiletten kommen - die sind zufällig immer sauber 😨

Veröffentlicht von: @tristesse

Ich reg mich darüber nicht mehr auf, ich tu mich einfach mit den Leuten zusammen, die wie ich Bock haben, Gemeinde zu gestalten.

Ja, der Ansatz ist sicher richtig, bevor man darüber verbittert. Auf der anderen Seite muss man aber auch sagen: Es kann nicht sein, dass einige Leute immer nur nehmen, nehmen, nehmen. Das geht eine Weile lang gut, aber irgendwann, wenn die arbeitenden 50% müde werden, einige ausfallen, vielleicht Leute wegziehen usw. bricht das System ja zusammen.

Veröffentlicht von: @tristesse

Aber die Idee mit den Maria Karten find ich ziemlich gut

Man müsste nur noch überlegen, wie man das gut umgesetzt bekommt 😀

tinkerbell antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 7672
Veröffentlicht von: @tinkerbell

Ich glaube z.B. nicht, dass gewisse Leute sich bei uns Gedanken machen, woher die geputzten Toiletten kommen - die sind zufällig immer sauber 😨

Das machen bei uns Reinigungskräfte, die dafür bezahlt werden, so wie ein Großteil der Arbeit von Hauptamtlichen, deren Job das ist, gemacht wird.
Das ist halt (im Moment noch) der Unterschied zwischen Volkskirche und Freikirche: ohne freiwillige Mitarbeit würde auch bei uns vieles nicht laufen, aber es würde nicht alles zusammenbrechen.
Niemand käme auf die Idee, ein schlechtes Gewissen zu haben, wenn sich seine Teilnahme am Gemeindeleben auf den Besuch der Sonntagsmesse beschränkt - das ist eher der Normal - als der Ausnahmefall.
Nun ist es völlig legitim, Mitarbeit einzufordern, vor allem dann, wenn es womöglich gar keine hauptamtlichen Mitarbeiter gibt.
Aber meine (möglicherweise blöde) Frage ist: Ist den Mitgliedern klar, dass von ihnen ein gewisses Maß an Mitarbeit verlangt wird?
Wird Interessierten vor einem Eintritt mitgeteilt, wie viele Stunden pro Monat/Woche Mitarbeit erwartet wird?
Ich meine, einfordern kann man eigentlich nur, was auch klar vereinbart wurde.
Wenn es keine klar formulierte, allen bekannte Regel gibt, würde ich wohl auch keinen Grund zu schlechtem Gewissen sehen.
Man kann doch von niemandem erwarten, dass er Gedanken lesen kann und "von selbst" sieht, was andere von ihm möchten.
Ich könnte mir vorstellen, dass es auch unter freikirchlichen Christen nicht nur solche gibt, für die die Gemeinde oberste Priorität hat.

suzanne62 antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 13 Jahren

Beiträge : 15656
Veröffentlicht von: @suzanne62
Veröffentlicht von: @suzanne62

Ich glaube z.B. nicht, dass gewisse Leute sich bei uns Gedanken machen, woher die geputzten Toiletten kommen - die sind zufällig immer sauber 😨

Das machen bei uns Reinigungskräfte, die dafür bezahlt werden, so wie ein Großteil der Arbeit von Hauptamtlichen, deren Job das ist, gemacht wird.
Das ist halt (im Moment noch) der Unterschied zwischen Volkskirche und Freikirche: ohne freiwillige Mitarbeit würde auch bei uns vieles nicht laufen, aber es würde nicht alles zusammenbrechen.
Niemand käme auf die Idee, ein schlechtes Gewissen zu haben, wenn sich seine Teilnahme am Gemeindeleben auf den Besuch der Sonntagsmesse beschränkt - das ist eher der Normal - als der Ausnahmefall.

In der Tat ... 😀

Ja, manchmal hab ich auch bei uns den Eindruck, als wäre das für viele alles so selbstverständlich.

Wir haben bei uns einen "Putzplan" mit Teams, jedes Team ist einen Monat verantwortlich für Ordnung und Sauberkeit, also Toiletten, Küche, Kinderräume, Büro, Saal inkl. Altar. Eine Hilfestellung zum Putzen gibt es auch (verschriftlicht, was alles wie zu erledigen ist). Dieser Plan ist quasi "beschränkt" auf die Mitglieder der Gemeinde, also Gäste nicht, die helfen dann eher, wenn sie denn wollen, bei den Vor- und Nachbereitungen der Veranstaltungen oder des monatlichen gemeinsamen Essens in Küche oder anderswo. Das klappt ganz gut.

neubaugoere antworten
Channuschka
(@channuschka)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 4422

Ich kann jetzt nicht für alle Gemeinden sprechen, aber ich bin ja viel rum gekommen, sowohl in den großen Kirchen als auch in unterschiedlichen Volkskirchen und den Mitgliedern ist meistens klar, was gefordert wird.

Manches ergibt sich auch aus normalen Gesellschaftlichen Regeln - wenn ich zu einer Gruppe gehöre und alle räumen auf, dann helfe ich.
Als Gast ist das was anderes. Wenn jeder Hauskreis zwei Mal im Jahr zum Gemeindeputzen dran ist, dann zieh ich mich nicht jedes Mal raus, etc.

Und manches ist ja auch in den beiden großen Kirchen in Gemeinden normal. Z.B. dass beim Kirchkaffee danach aufgeräumt werden muss oder beim Gemeindefest Tische gestellt. Und dann gibt es dafür zwar immer ein Team und Listen - aber es gibt auch so menschen, die sich melden und dann nur reden.

Was ich übrigens in den beiden großen Kirchen feststellen durfte, ist dass gerade geweihte/ordinierte Personen oft die Neigung haben sich aus körperlicher Arbeit (Tische stellen, Tische abwischen, Aufkehren, Müll rausbringen) rauszuziehen, weil sie ja schon so viel machen. Bei denen kurz vor der Rente oder eher sonst wie angeschlagen kann ich es verstehen. Aber das die Ehrenamtlichen das vielleicht gesundheitlich auch nicht so können - die machen das ja freiwillig. Nur wenn die es nicht machen würden, dann würde es nicht laufen.

Ich hab mir irgendwann das Selbstbewusstsein angeeignet, wenn mir mein Knie weh tut mich auch eher rauszuhalten. Auch als Ehrenamtliche im jungenerwachsenen Alter. Und manchem HAuptamtlichen kam dann, dass man mit 40 und etwas Rücken durchaus selbst bei den Stühlen mit anpacken kann und es eben nicht normal ist, dass humpelnde Ehrenamtliche machen zu lassen.
Manchem Pfarrer (und ehrenamtlichen) werfe ich aber durchaus den Charakterzug vor sich gut vor anstrengender Arbeit zu drücken. Und nur unterhaltend daneben zu stehen ohne es zu merken oder ein schlechtes Gewissen zu haben. Gehört eben nicht zu seinen Aufgaben....

channuschka antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 7672
Veröffentlicht von: @channuschka

Manches ergibt sich auch aus normalen Gesellschaftlichen Regeln - wenn ich zu einer Gruppe gehöre und alle räumen auf, dann helfe ich.
Als Gast ist das was anderes. Wenn jeder Hauskreis zwei Mal im Jahr zum Gemeindeputzen dran ist, dann zieh ich mich nicht jedes Mal raus, etc.

Ich habe mir abgewöhnt, das, was ich für selbstverständlich halte, auch bei anderen als selbstverständlich vorauszusetzen oder zu erwarten, dass "die da schon draufkommen", weil man mit normaler Sozialkompetenz schon drauf kommen muss .
Und dann schlechte Laune zu kriegen, wenn sie halt doch nicht drauf kommen.
Meine Erfahrung ist: wenn ich etwas will, muss ich das sagen. Das ist zwar noch keine Garantie für irgendetwas. Aber zu erwarten, dass andere meine Gedanken lesen und die dann auch noch wunschgemäß umsetzen - nee, das funktioniert nicht auf dem Planeten, auf dem ich lebe. Auch bei Kirchens nicht.

Veröffentlicht von: @channuschka

Was ich übrigens in den beiden großen Kirchen feststellen durfte, ist dass gerade geweihte/ordinierte Personen oft die Neigung haben sich aus körperlicher Arbeit (Tische stellen, Tische abwischen, Aufkehren, Müll rausbringen) rauszuziehen,

Kann ich so nicht bestätigen.

Veröffentlicht von: @channuschka

Ich hab mir irgendwann das Selbstbewusstsein angeeignet, wenn mir mein Knie weh tut mich auch eher rauszuhalten.

Wenn ich Zeit und Interesse habe, bei einer Veranstaltung mitzuhelfen, mache ich das. Wenn nicht, dann nicht.

Veröffentlicht von: @channuschka

Manchem Pfarrer (und ehrenamtlichen) werfe ich aber durchaus den Charakterzug vor sich gut vor anstrengender Arbeit zu drücken. Und nur unterhaltend daneben zu stehen ohne es zu merken oder ein schlechtes Gewissen zu haben.

Eben: ohne es zu merken und ohne schlechtes Gewissen.
Wissen diese Leute überhaupt, dass du ihnen etwas vorwirfst? Und was ändert das? Wenn du von ihnen Mithilfe willst, musst du das sagen. Still vor sich hin grollen, weil sie nicht von selbst merken, was du willst, bringt nichts.

suzanne62 antworten
Channuschka
(@channuschka)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 4422
Veröffentlicht von: @suzanne62

Wenn ich Zeit und Interesse habe, bei einer Veranstaltung mitzuhelfen, mache ich das. Wenn nicht, dann nicht.

Mir ging es weniger um die generelle Mithilfe, als darum, dass zu fast jeder Veranstaltung auch körperlich für mich echt anstrengende Arbeiten gehören wie Tische hin und wegräumen (oder wegräumen und wieder hinräumen), Stühle stellen, Sachen schleppen. Ich hab da generell wenig Probleme mit auch wenn ich mit 1,64m nicht gerade groß bin und sehr zart gebaut. Allerdings hab ich ein sehr kaputtes Knie - schon immer. Da ich auch schon immer immer wieder starke Schmerzen habe und es früher oft nicht bewegen konnte, weiß das in Gruppen in denen ich bisher mitgearbeitet hab auch fast jeder - und man sieht es dann auch am Gangbild. Schwer tragen sollte ich schon mit 12 nicht mehr (nicht über 6kg - als Schülerin unmöglich,der Ranzen wog meistens um die 9kg).
Ich zieh mich nicht konsequent aus diesen Arbeiten raus - wobei ich seit diesem Jahr echt nicht mehr kann, weil ich einfach schon 2kg tragen sehr schmerzhaft spüre.
Da ich jung bin, werde ich bis heute immer wieder dazu aufgefordert auch bei körperlichen oder laufintensiven Arbeiten zu helfen.
Da hab ich echt gebraucht bis ich das Selbstbewusst sein hatte mich durchzusetzen und nicht zu helfen. Denn leider sind auch Aufgaben wie die Industriespülmaschiene bedienen oder Geschirr aufräumen für mich anstrengend - weil man entweder in die Knie muss um unten was hinzustellen oder weil ich auf die Zehenspitzen muss um oben was hinzustellen.
Es hat echt Jahre gebraucht bis ich mit den dummen Sprüchen umgehen konnte. Gerade auch in meiner Heimatgemeinde, wo ich immer zu den ganz jungen gezählt hab und die Jugend dort eh einen schlechten Stand hatte.

Veröffentlicht von: @suzanne62

Eben: ohne es zu merken und ohne schlechtes Gewissen.
Wissen diese Leute überhaupt, dass du ihnen etwas vorwirfst? Und was ändert das? Wenn du von ihnen Mithilfe willst, musst du das sagen. Still vor sich hin grollen, weil sie nicht von selbst merken, was du willst, bringt nichts.

Inzwischen bin erwachsen genug um es ansprechen zu können - bzw. drauf hinweisen zu "dürfen", ob man mal mithelfen könnte.
Aber als Jugendliche und Twentysomthing war das gegenüber den Erwachsenen in manchen Gruppen ein No-Go und wurde als sehr unverschämt empfunden.

Ich rechne tatsächlich nicht damit, dass man meine Gedanken lesen kann und spreche Dinge ziemlich direkt an. Für viele zu direkt.
Allerdings hab ich auch früh gelernt, dass manchmal schweigen und stille Vorwürfe machen und mich ärgern, der einzige Weg ist, wenn man keinen Ärger machen will.

channuschka antworten
BeLu
 BeLu
(@belu)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 5148
Veröffentlicht von: @channuschka

Manchem Pfarrer (und ehrenamtlichen) werfe ich aber durchaus den Charakterzug vor sich gut vor anstrengender Arbeit zu drücken. Und nur unterhaltend daneben zu stehen ohne es zu merken oder ein schlechtes Gewissen zu haben. Gehört eben nicht zu seinen Aufgaben....

Ein Pastor/Pfarrer hat auch meistens keine Probleme, jemanden zu finden, mit dem er sich unterhalten kann. Irgendjemand will doch immer mit dem Pastor reden...

belu antworten
Tinkerbell
(@tinkerbell)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 1552
Veröffentlicht von: @suzanne62

Niemand käme auf die Idee, ein schlechtes Gewissen zu haben, wenn sich seine Teilnahme am Gemeindeleben auf den Besuch der Sonntagsmesse beschränkt - das ist eher der Normal - als der Ausnahmefall.

Richtig, weil aber auch die Mentalität eine völlig andere ist und gerade die EKD inzwischen einen gewissen Dienstleistungscharakter hat. Das ist in Freikirchen naturgemäß völlig anders.

Veröffentlicht von: @suzanne62

Aber meine (möglicherweise blöde) Frage ist: Ist den Mitgliedern klar, dass von ihnen ein gewisses Maß an Mitarbeit verlangt wird?

Natürlich ist das klar, denn die meisten waren ja ihr Leben lang in Freikirchen - oder haben lange genug gesehen, wie es läuft, bevor sie sich für die Gemeinde entschieden haben. Es bleibt ja niemand, dem das Konzept nicht zusagt. Wir hatten vor längerer Zeit auch mal eine Familie die gegangen ist, weil die Frau nicht damit klar kam, dass von jedem etwas Mithilfe erwartet wurde. Ist völlig legitim. Aber wenn ich die Gemeinschaft, die Gottesdienste, das Kaffeetrinken, Freizeiten und sonstiges genieße und in Anspruch nehme, ist irgendwann der Punkt ja da, wo man mithilft. Speziell in Gemeinden, wo es ausschließlich ehrenamtliche Mitarbeiter gibt, die ja meistens auch selber noch Vollzeit arbeiten.

Veröffentlicht von: @suzanne62

Man kann doch von niemandem erwarten, dass er Gedanken lesen kann und "von selbst" sieht, was andere von ihm möchten.

Er kann von selbst sehen, welche Aufgaben anfallen. Mit der Argumentation haben wir uns als Teenager auch dumm gestellt, wenn unsere Mutter meckerte, weil wir freiwillig keinen Finger gekrümmt haben - aber natürlich wussten wir alle sehr wohl, was erledigt werden muss, damit der Laden läuft...Essen auf dem Tisch steht, das Bad geputzt ist, man saubere Klamotten im Schrank hat. Bis einem jemand sagt, dass man was machen soll, kann man sich aber bequem hinter "Woher soll ich das wissen?" verstecken. Als Erwachsener sollte man das aber in jedem Bereich seines Lebens überwunden haben, auch in der Gemeinde. Wenn ich in einer Gemeinde bin, wo fast alle Arbeiten durch die Gemeindemitglieder und nicht durch Hauptamtliche erledigt werden, weiß ich in der Regel schon recht gut, was dazugehört und dass es eben irgendjemand machen muss.

Veröffentlicht von: @suzanne62

Ich könnte mir vorstellen, dass es auch unter freikirchlichen Christen nicht nur solche gibt, für die die Gemeinde oberste Priorität hat.

Darum geht es doch gar nicht...? Nach dem gemeinsamen Mittagessen ein paar Stühle zu tragen oder das Geschirr zu spülen ist sicher kein Zeichen von "Gemeinde hat oberste Priorität bei mir".

tinkerbell antworten
Channuschka
(@channuschka)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 4422

Hohe Anforderungen an allg soziale Kompetenz

Veröffentlicht von: @tinkerbell

Er kann von selbst sehen, welche Aufgaben anfallen. Mit der Argumentation haben wir uns als Teenager auch dumm gestellt, wenn unsere Mutter meckerte, weil wir freiwillig keinen Finger gekrümmt haben - aber natürlich wussten wir alle sehr wohl, was erledigt werden muss, damit der Laden läuft...Essen auf dem Tisch steht, das Bad geputzt ist, man saubere Klamotten im Schrank hat. Bis einem jemand sagt, dass man was machen soll, kann man sich aber bequem hinter "Woher soll ich das wissen?" verstecken. Als Erwachsener sollte man das aber in jedem Bereich seines Lebens überwunden haben, auch in der Gemeinde. Wenn ich in einer Gemeinde bin, wo fast alle Arbeiten durch die Gemeindemitglieder und nicht durch Hauptamtliche erledigt werden, weiß ich in der Regel schon recht gut, was dazugehört und dass es eben irgendjemand machen muss.

Da stellst du aber eine hohe Anforderung an ALLE Menschen.
Nicht von jedem wurde daheim erwartet mitzuhelfen und nicht jeder hat das gleiche Gespür und Empfinden dafür. Das hat nicht mal nur mit Erziehung zu tun - würde ich aus meiner Erfahrung sagen - manchen Menschen scheint es auch einfach nicht gegeben Arbeit zu sehen.
Von anderen zu erwarten, dass sie es sehen, macht es mir allerdings einfacher, weil es mich aus der Verantwortung nimmt um Hilfe zu bitten.

Wer Arbeit nicht sieht und wer nicht helfen möchte, lässt sich dann übrigens an der Art feststellen, wie auf eine Aufforderung reagiert wird. Hilft jemand dann die Stühle zusammen zustellen bis alle Stühle zusammengestellt sind und fragt dann im besten Fall sogar noch nach was es noch zu tun gibt, oder muss man ihn auch dann noch mehrfach bitten sich zu bewegen, wenn er schon am Helfen ist, bzw. ist er nach drei Stühlen der Meinung schon genug geholfen zu haben.

channuschka antworten
Tinkerbell
(@tinkerbell)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 1552
Veröffentlicht von: @channuschka

Da stellst du aber eine hohe Anforderung an ALLE Menschen.

Meinst du? Also bei erwachsenen Menschen, die eine eigene Familie, einen eigenen Haushalt usw. haben und am Laufen halten, erwarte ich tatsächlich, dass sie das sehen - sonst würden sie ja zuhause auch versiffen, oder? Das man nicht jedes winzige Detail wissen kann, ist ja klar. Es gibt genug unsichtbare Arbeiten, die halt schon seit 50 Jahren immer Hans-Hubert macht, das kann gar nicht jeder wissen (wenn er nicht nachfragt). Aber offensichtliche Dinge nimmt jeder wahr, der nicht wegguckt.

Veröffentlicht von: @channuschka

Wer Arbeit nicht sieht und wer nicht helfen möchte, lässt sich dann übrigens an der Art feststellen, wie auf eine Aufforderung reagiert wird. Hilft jemand dann die Stühle zusammen zustellen bis alle Stühle zusammengestellt sind und fragt dann im besten Fall sogar noch nach was es noch zu tun gibt, oder muss man ihn auch dann noch mehrfach bitten sich zu bewegen, wenn er schon am Helfen ist, bzw. ist er nach drei Stühlen der Meinung schon genug geholfen zu haben.

Ja, aber was machst du mit Menschen, wo du genau merkst, dass sie die Arbeit sehen, sich aber absichtlich anderweitig beschäftigen - besagtes Beispiel beginnt dann ein Gespräch mit einer Omi, sucht sich schnell eine Zeitschrift oder lässt sich ermattet in den Stuhl fallen mit einem theatralischen "Hach, heute mache ich mal nicht mit". Wäre schon zum Totlachen, wenn es nicht so panne wäre 😀

Zumal ich glaube, dass sich auf so eine Aufforderung hin vermutlich jeder (außer besonders dreiste Menschen) bewegt. Nur bringen sie eben andere immer erst in Zugzwang, denn die müssen sich permanent die Blöße geben, auf Arbeit hinzuweisen und um Mithilfe zu bitten.

tinkerbell antworten
Channuschka
(@channuschka)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 4422
Veröffentlicht von: @tinkerbell

Meinst du? Also bei erwachsenen Menschen, die eine eigene Familie, einen eigenen Haushalt usw. haben und am Laufen halten, erwarte ich tatsächlich, dass sie das sehen - sonst würden sie ja zuhause auch versiffen, oder? Das man nicht jedes winzige Detail wissen kann, ist ja klar. Es gibt genug unsichtbare Arbeiten, die halt schon seit 50 Jahren immer Hans-Hubert macht, das kann gar nicht jeder wissen (wenn er nicht nachfragt). Aber offensichtliche Dinge nimmt jeder wahr, der nicht wegguckt.

Zuhause ist vieles Gewohnheit und man sieht manches, dass man anderstwo übersieht. Und manche übersehen tatsächlich, dass mithelfen gefordert ist.

Veröffentlicht von: @tinkerbell

Ja, aber was machst du mit Menschen, wo du genau merkst, dass sie die Arbeit sehen, sich aber absichtlich anderweitig beschäftigen - besagtes Beispiel beginnt dann ein Gespräch mit einer Omi, sucht sich schnell eine Zeitschrift oder lässt sich ermattet in den Stuhl fallen mit einem theatralischen "Hach, heute mache ich mal nicht mit". Wäre schon zum Totlachen, wenn es nicht so panne wäre 😀

Ansprechen und um Mithilfe bitten. Nur redenden Menschen kann geholfen werden. Bei Gesprächen zu unterbrechen ist immer ein Balanceakt, weil es oft als unverschämt empfunden wird - allerdings kann da inzwischen so unverschämt sein. Die Omi ist es ja meistens nicht, die böse ist, wenn man den Gesprächspartner bittet, ob er nicht helfen könnte.
Und hin und wieder sollte man jedem erlauben mal nicht mitzuhelfen. Erhöht die bei manchen die Motivation, weil sie es tatsächlich freiwillig tun können - also helfen.
Der Punkt ist da eher, dass auch das sich viele nicht trauen für sich mal zu sagen "heute nicht" und deshalb angepisst sind, wenn sich das jemand rausnimmt. Solange es nicht zu häufig ist, sollte das aber doch auch möglich sein.

Veröffentlicht von: @tinkerbell

Zumal ich glaube, dass sich auf so eine Aufforderung hin vermutlich jeder (außer besonders dreiste Menschen) bewegt. Nur bringen sie eben andere immer erst in Zugzwang, denn die müssen sich permanent die Blöße geben, auf Arbeit hinzuweisen und um Mithilfe zu bitten.

Wenn du dich schlecht fühlst, weil du um Mithilfe bittest, dann ist das alleine dein Problem, dass du nicht auf denjenigen übertragen solltest den du bitten musst.
Es ist doch nichts schlimmes dabei, wenn man in einer Gruppe wie einer Gemeinde jemanden bittet zu helfen. Da gibt man sich doch keine Blöße bei.

Man kann aber nicht von anderen verlangen, dass sie sich genauso verhalten wie man selbst es tut. Und man kann die anderen nicht verändern. Wer Arbeit nicht sieht, tut das ja meistens nicht bösartig.
Ich kann aber mein Verhalten ändern. Ich kann aufhören mich über andere zu ärgern und sie nehmen wie sie sind - und dann eben schauen dass ich dabei nicht untergehe und zu kurz komme, z.B. indem ich um Mithilfe bitte. Wenn ich das nicht tue, dann kann ich das niemandem außer mir vorwerfen.

channuschka antworten
TylerD
 TylerD
(@tylerd)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 124

Ja, aber was machst du mit Menschen, wo du genau merkst, dass sie die Arbeit sehen, sich aber absichtlich anderweitig beschäftigen - besagtes Beispiel beginnt dann ein Gespräch mit einer Omi, sucht sich schnell eine Zeitschrift oder lässt sich ermattet in den Stuhl fallen mit einem theatralischen "Hach, heute mache ich mal nicht mit".

"Muahaha! Du weißt schon, wenn Du hier nicht mitarbeitest, musst Du mir später im Himmel dienen! 😈"

Nachtrag vom 16.08.2019 0955
An die halbautomatische Zitatfunktion muss ich mich erst wieder gewöhnen. 🤦‍♂️

tylerd antworten
stundenglas
(@stundenglas)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 4769
Veröffentlicht von: @channuschka

und nicht jeder hat das gleiche Gespür und Empfinden dafür

Die allermeisten "Drückeberger" haben da ein sehr gutes Gespür für.

stundenglas antworten
Channuschka
(@channuschka)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 4422
Veröffentlicht von: @stundenglas
Veröffentlicht von: @stundenglas

und nicht jeder hat das gleiche Gespür und Empfinden dafür

Die allermeisten "Drückeberger" haben da ein sehr gutes Gespür für.

Ich gehe immer von aus, dass keiner bei seinem tun bewusst eine böse Absicht hat. Hab gemerkt, dass es mir das Leben leichter macht.

Die Frage ist ja immer sind sie sich ihres Verhalten auch bewusst?
Das merkt man am Verhalten, wenn man um Hilfe bittet.

Am schlimmsten sind die, die gehen, wenn es ans aufräumen geht oder immer erst nach dem Aufbau erscheinen, denn die kann man nicht in der Situation um Hilfe bitte. Da braucht es dann tatsächlich eher die Leitung um das anzusprechen - oder eine gute Vertrauensebene.

O.T. : Jetzt hab ich echt zehnmal geschaut ob das Wort "Ebene" stimmt. Irgendwie ist das komisch so geschrieben 🤨

channuschka antworten
stundenglas
(@stundenglas)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 4769
Veröffentlicht von: @channuschka

Ich gehe immer von aus, dass keiner bei seinem tun bewusst eine böse Absicht hat. Hab gemerkt, dass es mir das Leben leichter macht.

Warum macht das dein Leben leichter?

Veröffentlicht von: @channuschka

Die Frage ist ja immer sind sie sich ihres Verhalten auch bewusst?

Meiner Ansicht nach ja.

stundenglas antworten
Channuschka
(@channuschka)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 4422
Veröffentlicht von: @stundenglas
Veröffentlicht von: @stundenglas

Ich gehe immer von aus, dass keiner bei seinem tun bewusst eine böse Absicht hat. Hab gemerkt, dass es mir das Leben leichter macht.

Warum macht das dein Leben leichter?

Weil ich mich weniger ärgern muss und es mir auch viel leichter fällt dann nicht nachtragend zu sein.

Mit meinem Ärger schade ich nur mir selbst und wenn ich schon in der Gemeinde bei sochen Dingen wie Faulheit davon ausgehe, dass sie Menschen es bewusst machen, dann muss ich entweder gleiches zurück geben, aber solch ein Mensch möchte ich nicht werden, oder mich zurückziehen oder zumindest immer misstrauisch sein und das alles belastet Beziehungen ungemein und damit mein Leben - weniger das der anderen.

channuschka antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 7672
Veröffentlicht von: @tinkerbell

Er kann von selbst sehen, welche Aufgaben anfallen.

Dass irgendwer irgendetwas "von selbst" sieht, kommt sicherlich vor. Aber erwarten würde ich das von niemand.
In keinem Bereich meines Lebens. Wenn ich will, dass etwas anders läuft als es aktuell gerade läuft, muss ich etwas sagen.
Ich bin zu alt um darauf zu warten, dass andere "von selbst" auf das kommen, was ich möglicherweise für selbstverständlich halte und sich danach richten.
Und erst recht mag ich keine Zeit damit verschwenden, zu schmollen, wenn sie meine Erwartungen nicht erraten und nicht erfüllen.

Veröffentlicht von: @tinkerbell

"Woher soll ich das wissen?" verstecken. Als Erwachsener sollte man das aber in jedem Bereich seines Lebens überwunden haben, auch in der Gemeinde.

Die Welt ist voll von Leuten, die das nie überwinden.

Veröffentlicht von: @tinkerbell

dass es eben irgendjemand machen muss.

Ja, eben: irgendjemand. Wenn ich aber will, dass eine konkrete Person das macht und diese Person mir nicht den Gefallen tut, von selbst darauf zu kommen, dann muss ich eben den Mund aufmachen.

suzanne62 antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 19306
Veröffentlicht von: @suzanne62

Das machen bei uns Reinigungskräfte, die dafür bezahlt werden

😀
Davon können wir nur träumen. Die Kohle haben wir nicht.
Aber wir haben 25 Kleingruppen, die putzen abwechselnd jede Woche und man ist dann dreimal im Jahr dran. Finde ich auch okay, man kann ja auch was dafür tun, dass man sich auf saubere Toiletten setzt.

Veröffentlicht von: @suzanne62

Niemand käme auf die Idee, ein schlechtes Gewissen zu haben, wenn sich seine Teilnahme am Gemeindeleben auf den Besuch der Sonntagsmesse beschränkt - das ist eher der Normal - als der Ausnahmefall.

Man sollte aber ein schlechtes Gewissen haben.
Wenn ich die Vorzüge einer Kirche und ihre Angebote nutze, dann wäre es natürlich, auch was dafür zu tun. Aber sich mit seinem Hintern auf einen Stuhl ins warme Gebäude zu setzen, das geputzt Klo zu benutzen und danach noch nen Kaffee zu trinken und dann rauszugehen und sich nicht zu fragen, ob man was dazu beitragen kann, damit das so bleibt, ist erbärmlich. Natürlich sollte derjenige ein schlechtes Gewissen haben.

Veröffentlicht von: @suzanne62

Aber meine (möglicherweise blöde) Frage ist: Ist den Mitgliedern klar, dass von ihnen ein gewisses Maß an Mitarbeit verlangt wird?

Es gibt keine blöden Fragen 😊
Ja, es ist den Leuten, die bei uns eintreten klar, dass wir Mitarbeit erwarten. Wir machen keinen Druck, wir verteilen nicht nach der Aufnahme die Aufgaben, aber wir kommunizieren, wie es bei uns läuft. Das ist bei uns nicht anders als in jedem anderen Verein, wo man beitritt.

Veröffentlicht von: @suzanne62

Wenn es keine klar formulierte, allen bekannte Regel gibt, würde ich wohl auch keinen Grund zu schlechtem Gewissen sehen.
Man kann doch von niemandem erwarten, dass er Gedanken lesen kann und "von selbst" sieht, was andere von ihm möchten.

Ich bitte Dich 😉
Es ist doch völlig klar, dass wenn ich mich in eine Gemeinschaft begebe, ich mich erkundige, wie der Laden läuft. Es sei denn, ich will einach nur die Vorzüge ausnutzen und bin ein faules Stück 😊 Solche gibt es, die ziehen wir sogar mit. Aber die meisten sind Gott sei Dank anders. Die haben meist schon einen Kleingruppe, die schauen sich und bringen sich ein. Völlig unkompliziert und zwanglos.

Veröffentlicht von: @suzanne62

Ich könnte mir vorstellen, dass es auch unter freikirchlichen Christen nicht nur solche gibt, für die die Gemeinde oberste Priorität hat.

Wer sprach denn hier von "oberste Priorität"?!
Es ging doch hier um freiwillige Gemeindemitarbeit. Wie kommst Du auf sowas.

tristesse antworten
TylerD
 TylerD
(@tylerd)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 124

Ja, es ist den Leuten, die bei uns eintreten klar, dass wir Mitarbeit erwarten. Wir machen keinen Druck, wir verteilen nicht nach der Aufnahme die Aufgaben, aber wir kommunizieren, wie es bei uns läuft. Das ist bei uns nicht anders als in jedem anderen Verein, wo man beitritt.

Wobei das Aufgabenverteilen es vielleicht einfacher machen würde.

Ich war ein paar Mal auf dem Benediktushof. Da ist es völlig normal, dass man bei der Ankunft Formulare ausfüllt. Ob man irgendwelche Allergien hat, was man zum Frühstück als Getränk haben will (als Hilfe für die, den Tisch decken und für die Logistik) und was man in der täglichen Stunde, die für die Arbeit reserviert ist, macht.

Jeder bekommt irgendeine Aufgabe, auch wenn sie nicht so wahnsinnig sinnvoll ist.

tylerd antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 19306
Veröffentlicht von: @tylerd

Ich war ein paar Mal auf dem Benediktushof. Da ist es völlig normal, dass man bei der Ankunft Formulare ausfüllt. Ob man irgendwelche Allergien hat, was man zum Frühstück als Getränk haben will (als Hilfe für die, den Tisch decken und für die Logistik) und was man in der täglichen Stunde, die für die Arbeit reserviert ist, macht.

Wir haben in der Gemeinde extra ein Team, dass sich nur um Berufung / Vision / Aufgaben kümmert. Es werden immer wieder Schulungstage- und Abende angeboten, wo Gemeindeleute, die nicht wissen, was sie machen können, herausfinden können, wo ihre Gaben liegen und wie man sie einsetzen kann. Das Team ist auch immer ansprechbar wenn einzelne Leute kommen. Wir versuchen das auf der freiwilligen Ebene, denn zwingen tun wir keinen. Aber bei den Infoabenden vor den Aufnahmen sagen die Ältesten schon deutlich, dass wir Mitarbeit erwarten.

Veröffentlicht von: @tylerd

Jeder bekommt irgendeine Aufgabe, auch wenn sie nicht so wahnsinnig sinnvoll ist.

Das Problem sind auch die vielen Gäste und Nicht-Mitglieder, die Verbindlichkeit scheuen. Aber die hoppen ja eher durch die Gemeindelandschaft und sind nicht länger als 2 Jahre da.

tristesse antworten
TylerD
 TylerD
(@tylerd)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 124
Veröffentlicht von: @tristesse

Wir haben in der Gemeinde extra ein Team, dass sich nur um Berufung / Vision / Aufgaben kümmert. Es werden immer wieder Schulungstage- und Abende angeboten, wo Gemeindeleute, die nicht wissen, was sie machen können, herausfinden können, wo ihre Gaben liegen und wie man sie einsetzen kann. Das Team ist auch immer ansprechbar wenn einzelne Leute kommen. Wir versuchen das auf der freiwilligen Ebene, denn zwingen tun wir keinen. Aber bei den Infoabenden vor den Aufnahmen sagen die Ältesten schon deutlich, dass wir Mitarbeit erwarten.

Ich würde nicht jeden zum Kassenwart machen, aber die Gaben des Kloputzens, Geschirrspülens und Bodenkehrens haben die meisten Menschen in ausreichendem Maß. 😀

Veröffentlicht von: @tristesse

Das Problem sind auch die vielen Gäste und Nicht-Mitglieder, die Verbindlichkeit scheuen. Aber die hoppen ja eher durch die Gemeindelandschaft und sind nicht länger als 2 Jahre da.

Was schade ist. Wenn sogar Frank und Fefe darauf hinweisen*, dass es sinnvoll ist, in eine Community zu investieren, sollten das Gemeindemitglieder noch viel eher verstehen.

* https://alternativlos.org/43/ Da geht es unter anderem darum, wieso der chinesische Staat sowas wie social scoring macht.

tylerd antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 7672
Veröffentlicht von: @tylerd

Da geht es unter anderem darum, wieso der chinesische Staat sowas wie social scoring macht.

Wenn meine Kirche (in der ich mich zeit meines Lebens immer gerne freiwillig engagiert habe) so etwas einführen würde, würde ich morgen austreten.
Hältst du so etwas im kirchlichen Bereich ernsthaft für erstrebenswert?

suzanne62 antworten
TylerD
 TylerD
(@tylerd)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 124
Veröffentlicht von: @suzanne62
Veröffentlicht von: @suzanne62

Da geht es unter anderem darum, wieso der chinesische Staat sowas wie social scoring macht.

Wenn meine Kirche (in der ich mich zeit meines Lebens immer gerne freiwillig engagiert habe) so etwas einführen würde, würde ich morgen austreten.
Hältst du so etwas im kirchlichen Bereich ernsthaft für erstrebenswert?

Huh? Ich habe kurz den Inhalt des Themas im Podcasts wiedergegeben. Das heißt nicht, dass ich (oder Frank und Fefe) das für ein sinnvolles Instrument halte.

In China ist die Akzeptanz dafür wohl relativ hoch. Die sagen "Wenn sich jemand asozial und kriminell verhält, ist es doch gerecht, wenn er nicht mehr fliegen darf." Aber man kann relativ schlecht Staaten mit Kirchengemeinden vergleichen.

tylerd antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 19306
Veröffentlicht von: @tylerd

Ich würde nicht jeden zum Kassenwart machen, aber die Gaben des Kloputzens, Geschirrspülens und Bodenkehrens haben die meisten Menschen in ausreichendem Maß. 😀

Gut, das machen die Kleingruppen sowieso und dass jeder zum Putzen eingeteilt wird, ist selbstverständlich. Da werden nur Kranke und Rentner von befreit, die nicht mehr können.

Veröffentlicht von: @tylerd

Was schade ist. Wenn sogar Frank und Fefe darauf hinweisen*, dass es sinnvoll ist, in eine Community zu investieren, sollten das Gemeindemitglieder noch viel eher verstehen.

Es sind halt auch nur Menschen. Schade finde ich es, aber so ist es eben.

tristesse antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 7672
Veröffentlicht von: @tristesse

Wir versuchen das auf der freiwilligen Ebene, denn zwingen tun wir keinen.

Da hättet ihr wohl auch keine rechtliche Handhabe.

Veröffentlicht von: @tristesse

Aber bei den Infoabenden vor den Aufnahmen sagen die Ältesten schon deutlich, dass wir Mitarbeit erwarten.

Das habe ich ja gefragt - wenn das von vornherein klar ist, dass ihr das verlangt, kann sich ja jeder Interessent überlegen, ob er sich darauf einlassen möchte - und kann sich dann natürlich nicht beschweren, wenn er bei fehlender oder nicht ausreichender Mitarbeit "ermutigt" (so heißt schlechtes Gewissen machen/Druck aufbauen doch im Frommsprech, oder?) wird.
Das ist doch völlig in Ordnung so, und für eine Gemeinde, die keine oder nur wenige hauptamtliche Mitarbeiter hat, auch gar nicht anders zu wuppen.

Veröffentlicht von: @tristesse

Das Problem sind auch die vielen Gäste und Nicht-Mitglieder, die Verbindlichkeit scheuen. Aber die hoppen ja eher durch die Gemeindelandschaft und sind nicht länger als 2 Jahre da.

Warum sind die dann ein Problem?

suzanne62 antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 19306
Veröffentlicht von: @suzanne62

Da hättet ihr wohl auch keine rechtliche Handhabe.

Wir hätten schon Möglichkeiten. Wer nichts tut, fliegt raus 😊 Das kann man vereinsrechtlich regeln. Machen wir aber nicht, wie ich bereits sagte.

Veröffentlicht von: @suzanne62

nicht ausreichender Mitarbeit "ermutigt" (so heißt schlechtes Gewissen machen/Druck aufbauen doch im Frommsprech, oder?) wird.

Ich weiß nicht, wo Du "Frommsprech" gelernt hast, aber auch bei uns heißt ermutigen NICHT Druck aufbauen. Und ich persönlich kenne solche Gemeinden auch nicht. Ich muss doch sehr bitten 😕

Veröffentlicht von: @suzanne62

Warum sind die dann ein Problem?

Weil sie mit ihrem Hintern Stühlen besetzen, zumeist die ersten sind, die meckern, gern alle Angebote mitnehmen und andere schuften lassen. Solche Leute sind mir persönlich zuwider, auch wenn ich sie natürlich nicht abhalten kann / möchte / werde, sich bei uns einzufinden.

tristesse antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 7672
Veröffentlicht von: @tristesse

ch weiß nicht, wo Du "Frommsprech" gelernt hast, aber auch bei uns heißt ermutigen NICHT Druck aufbauen.

Dort, wo ich "Frommsprech" gelernt habe, hieß es genau das.
Wenn es bei euch nicht so ist, umso besser.

Veröffentlicht von: @tristesse

Weil sie mit ihrem Hintern Stühlen besetzen, zumeist die ersten sind, die meckern, gern alle Angebote mitnehmen und andere schuften lassen. Solche Leute sind mir persönlich zuwider,

Kann ich nachvollziehen.

Veröffentlicht von: @tristesse

auch wenn ich sie natürlich nicht abhalten kann / möchte / werde, sich bei uns einzufinden.

Wenn man an sich selbst den Anspruch hat, einladende Gemeinde zu sein (wir haben den, und ich denke, da sind wir nicht die einzigen...) und nicht nur für sich selbst und die "eigenen Leute" da zu sein, muss man das halt in Kauf nehmen.
Aber da ich das, was ich in der Gemeinde mache, freiwillig und gerne mache, gibt es für mich auch keinen Grund, sauer auf irgendjemanden zu sein.

suzanne62 antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 19306
Veröffentlicht von: @suzanne62

Dort, wo ich "Frommsprech" gelernt habe, hieß es genau das. Wenn es bei euch nicht so ist, umso besser.

Scheint aber dann wohl ein Einzelfall zu sein 😊
Umso besser.

Veröffentlicht von: @suzanne62

Wenn man an sich selbst den Anspruch hat, einladende Gemeinde zu sein (wir haben den, und ich denke, da sind wir nicht die einzigen...) und nicht nur für sich selbst und die "eigenen Leute" da zu sein, muss man das halt in Kauf nehmen.

Oh, wir sind durchaus eine einladende Gemeinde, sonst würden wir nicht so wachsen. Als ich in die Gemeinde kam, waren wir 300 Leute, inzwischen bauen wie für 700. So ein Wachstum verzeichnet keine katholische Kirche 😊 Scheinen also alle mit unserem Stil klarzukommen, so falsch können wir es nicht machen 😎

Veröffentlicht von: @suzanne62

Aber da ich das, was ich in der Gemeinde mache, freiwillig und gerne mache, gibt es für mich auch keinen Grund, sauer auf irgendjemanden zu sein.

Umso besser.

tristesse antworten
BeLu
 BeLu
(@belu)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 5148
Veröffentlicht von: @tristesse

Das Problem sind auch die vielen Gäste und Nicht-Mitglieder, die Verbindlichkeit scheuen.

*Mal eine kleine Nebenbaustelle aufmacht*
Ist das denn so, dass die Nicht-Mitglieder die Verbindlichkeit scheuen, oder ist das nur deine Annahme? Vielleicht haben sie ja jenseits der Unverbindlichkeit Gründe, nicht Mitglied zu werden?

Ich bin zum Beispiel in der Gemeinde, in die ich seit 7 Jahren gehe, nicht Mitglied. Warum nicht? Weil die Gemeinde meine Taufe als Kleinkind nicht anerkennt. Wenn ich Mitglied werden wollte, müsste ich mich also "neu" taufen lassen. Das wiederum kommt für mich nach meinem Taufverständnis nicht in Frage. Diese Differenz in der Tauffrage hindert mich aber natürlich nicht daran, auch als Nicht-Mitglied mitzuarbeiten.

belu antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 19306

Hallo,

Veröffentlicht von: @belu

Ist das denn so, dass die Nicht-Mitglieder die Verbindlichkeit scheuen, oder ist das nur deine Annahme? Vielleicht haben sie ja jenseits der Unverbindlichkeit Gründe, nicht Mitglied zu werden?

Beides.
Ich meine mit Verbindlichkeit ja nicht unbedingt eine feste Mitgliedschaft. Wir haben auch Möglichkeiten, sich einzubringen, ohne Mitglied zu sein. Unsere Gemeinde drängt auch nicht, da kommt höchstens der Hauskreis mal auf das Thema oder die Freunde.
Ich würde mir halt wünschen, dass jeder, der länger die Gemeinde besucht, sich auch soweit zugehörig fühlt, dass er mal für ein Gemeindefest einen Kuchen bäckt oder fragt, wie er sich einbringen kann.

Mir ist völlig klar, dass wir Zulauf von Leuten haben, die Gründe wie Du haben, nicht Mitglied zu werden und das wird auch respektiert. Sie können dann halt nicht leiten, aber jeder darf mitarbeiten. Wir haben auch Leute, die verletzt und unverstanden aus ihren Gemeinden kommen und bei uns unterschlüpfen, sich ausruhen, Seelsorge in Anspruch nehmen und entweder dann woanders hingehen oder bleiben. Ich würde sagen, bei uns kommen schon relativ viele Leute dazu, die sich bekehren, aber nicht wenige kommen aus anderen Gemeinden.

Was meinen Unmut erregt sind Leute, die sich unzufrieden aus ihren Gemeinden verabschiedet haben, meist im Streit und dann hier bei uns nach einer kurzen Orientierungsphase so weiter machen. Die hat man auf diversen überkonfessionellen Veranstaltungen schon woanders dann gesehen. Die setzen sich rein, meckern hintenrum und lassen sich nichts sagen. Die sind alle zwei Jahre woanders und keine Gemeinde ist ihnen gut genug.

Die haben nichts Positives an sich, die bringen nur Negativität und Frust in die Gemeinde, solche Leute brauchen wir nicht.

Wir hatten hier auch mal so einen User, der dasselbe Muster fuhr, der erzählte, er hätte in 20 Jahren über 40 Gemeinden besucht und jede war nichts für ihn. Da kann ich nur sagen, es kann einfach nicht nur an der Gemeinde liegen, da hat dieser Mensch ein Problem.

Solche Leute bringen mitunter auch Gesetzlichkeit oder Irrlehren in die Gemeinde, zum Glück aber passen da die Leiter auf und steuern gegen an. Das lassen wir uns nicht gefallen.

Vielleicht hab ich da zu wenig differenziert, ich hoffe, das ist jetzt klarer geworden.

tristesse antworten
BeLu
 BeLu
(@belu)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 5148
Veröffentlicht von: @tristesse

Vielleicht hab ich da zu wenig differenziert, ich hoffe, das ist jetzt klarer geworden.

Ja, ist es, danke 😊

Veröffentlicht von: @tristesse

Was meinen Unmut erregt sind Leute, die sich unzufrieden aus ihren Gemeinden verabschiedet haben, meist im Streit und dann hier bei uns nach einer kurzen Orientierungsphase so weiter machen. Die hat man auf diversen überkonfessionellen Veranstaltungen schon woanders dann gesehen. Die setzen sich rein, meckern hintenrum und lassen sich nichts sagen. Die sind alle zwei Jahre woanders und keine Gemeinde ist ihnen gut genug.

Die haben nichts Positives an sich, die bringen nur Negativität und Frust in die Gemeinde, solche Leute brauchen wir nicht.

Das kann ich verstehen.

belu antworten
TylerD
 TylerD
(@tylerd)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 124
Veröffentlicht von: @belu

Ich bin zum Beispiel in der Gemeinde, in die ich seit 7 Jahren gehe, nicht Mitglied. Warum nicht? Weil die Gemeinde meine Taufe als Kleinkind nicht anerkennt. Wenn ich Mitglied werden wollte, müsste ich mich also "neu" taufen lassen. Das wiederum kommt für mich nach meinem Taufverständnis nicht in Frage.

Und es gibt da nicht die Möglichkeit eines Kompromisses? Ein Ritual, das für die Gemeinde nah genug an der Taufe ist, von dem Du aber sagen kannst "für mich ist es 'nur' eine Segnung, weil für mich die Taufe als Kleinkind gültig ist"?

tylerd antworten
BeLu
 BeLu
(@belu)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 5148
Veröffentlicht von: @tylerd

Und es gibt da nicht die Möglichkeit eines Kompromisses? Ein Ritual, das für die Gemeinde nah genug an der Taufe ist, von dem Du aber sagen kannst "für mich ist es 'nur' eine Segnung, weil für mich die Taufe als Kleinkind gültig ist"?

Nein, gibt es nicht. Und eine Mitgliedschaft zweiter Klasse (also quasi Mitglied mit eingeschränkten Rechten) geht auch nicht.

belu antworten
TylerD
 TylerD
(@tylerd)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 124
Veröffentlicht von: @belu

Nein, gibt es nicht. Und eine Mitgliedschaft zweiter Klasse (also quasi Mitglied mit eingeschränkten Rechten) geht auch nicht.

Ob sich die Bürokratie so fortsetzt? Vielleicht läuft es im Himmel dann so wie in "a warm welcome". Jemand steht da und man wird je nach Kirchenzugehörigkeit, Taufpapieren, etc. in verschiedene Gruppen aufgeteilt.

"And now, the Christians? The Christians, please? Oh, I am so sorry. The Jews were right!"

tylerd antworten
BeLu
 BeLu
(@belu)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 5148
Veröffentlicht von: @tylerd

Ob sich die Bürokratie so fortsetzt?

Es ist glaube ich weniger eine bürokratische Frage als mehr eine Frage, wie strikt man das eigene Taufverständnis für das einzig wahre Taufverständnis hält. Gemischt mit einer gewissen Angst, dass, wenn man schon als Kleinkind evangelisch getaufte Mitglieder zulässt, man womöglich bald gar katholisch Getaufte rein lässt, ohne sie erst mal "richtig" zu taufen. (Gerade im katholisch geprägten Irland scheint es manchen im freikirchlichen Umfeld sehr wichtig zu sein, sich gegen die katholische Kirche abzugrenzen.)

belu antworten
TylerD
 TylerD
(@tylerd)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 124

Ich habe vorhin auch im Wikipediaartikel gelesen, dass eine erneute Taufe für die sächsische Landeskirche einem Kirchenaustritt gleichkommt, weil man damit das Glaubensverständnis ablehnt.

Das Thema hat sehr viel mit dem Machtbedürfnis von Organisationen zu tun und sehr wenig damit, dass man ein persönliches sichtbares Zeichen setzen will, dass man die Lehren Jesu glaubt.

tylerd antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 19306

So einfach ist nicht, wie es klingt. Hat auch nicht zwangsläufig was mit Macht zu tun.

Die Täuferbewegung hat ziemlich viel durch gemacht, bis sie halbwegs anerkannt wurde. Zum Teil wurden sie als Ketzer verfolgt und hingerichtet. Der Boden auf der die Täufer gewachsen sind war sehr blutig und es ist eine Grundüberzeugung und ein Fundament dieser Gemeinden, dass die Erwachsenetaufe vor Gott Gültigkeit hat.

Da kann man nicht einfach daher kommen und das mal eben ändern. Wenn es so wie bei Belu läuft ist super. Es gibt Gemeinden, die würden ihn nicht mitmachen lassen, was ich unmöglich finde.

Aber ein Täufergemeinde ist nun mal das, was sie ist und das muss man respektieren. Macht Belu ja auch.

Ich geh ja auch nicht mit nem Mettbrötchen in der Hand in die Jahreshauptversammlung eines Veganervereins 🙂

tristesse antworten
BeLu
 BeLu
(@belu)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 5148
Veröffentlicht von: @tristesse

Aber ein Täufergemeinde ist nun mal das, was sie ist und das muss man respektieren. Macht Belu ja auch.

Eben. Wenn ich in eine Baptistengemeinde gehe, weiß ich, dass mich da ein Taufverständnis erwartet, das sich von meinem unterscheidet. Das respektiere ich, und ebenso respektiert die Gemeindeleitung, dass mein Taufverständnis ein anderes ist als das ihre. Die Konsequenz ist eben, dass ich kein Mitglied werden kann, ich bin aber trotzdem willkommen und darf auch mitarbeiten.

belu antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 7672
Veröffentlicht von: @belu

Die Konsequenz ist eben, dass ich kein Mitglied werden kann, ich bin aber trotzdem willkommen und darf auch mitarbeiten.

Das finde ich super - mehr kann man in einer solchen Konstellation ja auch nicht verlangen.

suzanne62 antworten
Channuschka
(@channuschka)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 4422

Das hat mit Bürokratie rein gar nichts zu tun. Das ist eine ganz grundlegende theologische Frage, bei der es um viel mehr geht als Zugehörigkeiten. Was ist Taufe eigentlich? Was passiert in der Taufe? Wer handelt in der Taufe? Solche Fragen stehen dahinter.
Auch wenn ich selbst da durchaus auch drunter "leide" kann ich es gut verstehen, wenn da keine Kompromisse möglich sind.

channuschka antworten
TylerD
 TylerD
(@tylerd)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 124
Veröffentlicht von: @channuschka

Das hat mit Bürokratie rein gar nichts zu tun. Das ist eine ganz grundlegende theologische Frage, bei der es um viel mehr geht als Zugehörigkeiten. Was ist Taufe eigentlich? Was passiert in der Taufe? Wer handelt in der Taufe? Solche Fragen stehen dahinter.
Auch wenn ich selbst da durchaus auch drunter "leide" kann ich es gut verstehen, wenn da keine Kompromisse möglich sind.

Es ist aus meiner Sicht insoweit Bürokratie, als dass einer "technischen Formalität" mehr Bedeutung beigemessen wird, als der Substanz dessen, was ein Mensch glaubt und tut und der Intention in der er und Gott handelt.

War der Verbrecher, der neben Jesus gekreuzigt wurde und dem er zugesprochen hat, gerettet zu sein, "korrekt getauft"? Für mich sieht es nicht so aus, als ob das für Jesus auch nur die geringste Rolle spielt.

Die nicht gesteinigte Ehebrecherin, der barmherzige Samariter, Freund von Zöllnern und Prostituierten,... das sind alles Beispiele dafür, dass es manchmal gut und richtig ist, Regeln und Traditionen zu brechen, wenn sie in einer Situation mehr Schaden anrichten als zu helfen. Was nicht heißt, dass sie danach für immer aufgehoben sind.

tylerd antworten
Channuschka
(@channuschka)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 4422
Veröffentlicht von: @tylerd

Es ist aus meiner Sicht insoweit Bürokratie, als dass einer "technischen Formalität" mehr Bedeutung beigemessen wird, als der Substanz dessen, was ein Mensch glaubt und tut und der Intention in der er und Gott handelt.

Das ist keine "technische Formalität"! Da geht es um Grundlegendes. Um Glaubensaussagen und Wahrheiten.
Das mag zwar für manchen Laien echt schwer zu begreifen sein, aber es ist so. Und die Gemeinde und Kirchenleitungen können da nicht einfach drüber hinweg gehen. Dürfen es meiner Ansicht auch gar nicht.

channuschka antworten
TylerD
 TylerD
(@tylerd)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 124
Veröffentlicht von: @channuschka

Das ist keine "technische Formalität"! Da geht es um Grundlegendes. Um Glaubensaussagen und Wahrheiten.
Das mag zwar für manchen Laien echt schwer zu begreifen sein, aber es ist so. Und die Gemeinde und Kirchenleitungen können da nicht einfach drüber hinweg gehen. Dürfen es meiner Ansicht auch gar nicht.

Ok. Ist der eine Verbrecher, dem Jesus zugesagt hat, dass er noch heute mit ihm im Himmelreich sein wird, gerettet, obwohl er nicht ordentlich getauft wurde, oder hat Jesus grundlegende Wahrheiten nicht verstanden?

tylerd antworten
Channuschka
(@channuschka)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 4422

Die Frage nach der Erlösung hat weniger mit der Taufe zu tun.

Nicht jeder der getauft ist, ist erlöst (selbst im Verständnis der Verfechter der Kindertaufe gibt es diese Meinung). Zur Erlösung braucht es keine Taufe.

Die Taufe ist dazu noch ein Ding der nach österlichen Zeit - sprich dein Beispiel trifft da überhaupt nicht zu.
Die Taufe des Johannes ist wieder rum eine inhaltlich anderst gefüllte Taufe als die christliche Taufe.

channuschka antworten
TylerD
 TylerD
(@tylerd)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 124
Veröffentlicht von: @channuschka

Die Frage nach der Erlösung hat weniger mit der Taufe zu tun.

Veröffentlicht von: @channuschka

Nicht jeder der getauft ist, ist erlöst (selbst im Verständnis der Verfechter der Kindertaufe gibt es diese Meinung). Zur Erlösung braucht es keine Taufe.

Was der Taufe gefühlt schon an Wichtigkeit nimmt.

Veröffentlicht von: @channuschka

Die Taufe ist dazu noch ein Ding der nach österlichen Zeit - sprich dein Beispiel trifft da überhaupt nicht zu.
Die Taufe des Johannes ist wieder rum eine inhaltlich anderst gefüllte Taufe als die christliche Taufe.

Ja. Sowohl Jesus, Johannes der Täufer als auch Luther waren den mächtigen Institutionen, die sich in die direkte Beziehung zwischen Gott und Mensch manövriert haben, gegenüber kritisch eingestellt. Bei Johannes dem Täufer war die Taufe der symbolische Akt eines Gläubigen in der direkten Beziehung zu Gott. Inzwischen ist die Taufe in den Kirchen ein Stöckchen geworden, mit dem man die Schäfchen durch die richtigen Ringe springen lässt. Oder draußen hält.

Natürlich stehen Kirchen auf komplexe Theologie. Für ein "Bereue Deine Sünden, versprich, dass Du in Zukunft versuchst ein besserer Mensch zu sein und als Zeichen dafür lass' Dich in den Fluss tunken" braucht man keine Kirche, die einem einen mehrere hundert Seiten dicken Katechismus erklärt. Wenn der Gottesdienst nicht auf Latein stattfinden muss und die Bibel auf Deutsch ist, brauche ich die Kirche auch nicht mehr.

Johannes, Jesus, Petrus, Luther,... haben sich dafür eingesetzt, den Glauben und Gott für normale Menschen einfacher und zugänglicher zu machen. Die großen Kirchen machen auf mich aktuell nicht den Eindruck, das gleiche Ziel zu verfolgen.

Ich habe hier "Glaubenskunde für junge Christen - Eine kleine Laiendogmatik" von Helmut Ockert. 130 Seiten. Ich will nicht wissen, wie dick die Variante für mittelalte Expertenchristen ist.
Jesus hat gemeint "Liebe Gott und Deinen Nächsten wie Dich selbst" ist prinzipiell ausreichend. Luther hat behauptet, Glaube und Gnade reichen. 🤷

Aber prinzipiell hat ja jeder selbst in der Hand, wie komplex oder einfach er seinen Glauben gestaltet. 😊

tylerd antworten
Channuschka
(@channuschka)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 4422

Luther war der Kirche ansich überhaupt nicht kritisch eingestellt. Er sah nur ein paat Missstände.
Und ich finde seine Taufauslegung im Kleinen Katechismus übrigens ziemlich kompliziert, zumal für Kinder.

Was bedeutet für dich Kirche?

Brauch ich Kirche wirklich nicht mehr?
Gemeinden sind was sehr biblisches. Und Die Kirchen als Zusammenschluss vieler Gemeinden ist dazu da, über die Lehre zu wachen. Wie gut sie das machen sei dahin gestellt. Es war auf jeden Fall am Anfang sehr nötig - und ist es definitiv heute noch, das Problem mit den "falschen Propheten" haben wir trotzdem.

Veröffentlicht von: @tylerd

Johannes, Jesus, Petrus, Luther,... haben sich dafür eingesetzt, den Glauben und Gott für normale Menschen einfacher und zugänglicher zu machen. Die großen Kirchen machen auf mich aktuell nicht den Eindruck, das gleiche Ziel zu verfolgen.

Da gibt es einige Angebote - in den Ortsgemeinden ausgeführt und die erfreuen sich auch großer Beliebtheit selbst bei Mitgliedern aus Freikirchen. Führt allerdings nicht zu einem häufigeren Gottesdienstbesuch.

channuschka antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 19306

Die Taufe rettet doch nicht 😊

tristesse antworten
TylerD
 TylerD
(@tylerd)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 124
Veröffentlicht von: @tristesse

Die Taufe rettet doch nicht 😊

Darum finde ich, dass sie einen zu hohen Stellenwert in den heutigen Organisationen hat. Sie ist ein symbolischer Akt, der Wert steckt in der Intention, dem Glauben und den Taten, die daraus folgen.

Man kann gut argumentieren, dass eine (Kinds-)Taufe reicht. Man kann auch argumentieren, dass sie nicht reicht. Oder dass eine weitere Taufe irgendwie schadet, weil das die erste entwertet.

Eine Symbolik ist die, dass der alte, sündige Mensch sterben muss (analog zu Jesus) und der Mensch neu geboren wird.

Argument, dass die Kindstaufe reicht: "Der Christ hat immer noch die Intention, keine Sünden zu begehen, darum "gilt" die Taufe noch."

Argument, dass man nochmal taufen sollte: "Das Baby war sich dessen nicht bewusst, was passiert ist, darum sollte der Christ das nochmal bewusst entscheiden, sich bekennen und das der Gemeinde zeigen."

Argument, dass eine weitere Taufe nicht gut ist: "Dass man sich nochmal taufen lässt, macht offenbar, dass man die erste Taufe für nicht ausreichend hält, daher ist es eine Abkehr von der Kirche, die ihn zuerst getauft hat."

Man könnte auch für mehrere Taufen argumentieren: "Der Christ sündigt noch, offensichtlich ist der alte Mensch noch nicht ganz tot, darum müssen wir nachtaufen."

Aber lohnt es sich tatsächlich, darüber zu diskutieren? Ich würde mir eher wünschen, dass die verschiedenen Parteien den allmächtigen Schöpfer des Universums für geistig flexibel genug halten, dass er so etwas sagt wie "Prinzipiell reicht mir eine Taufe, egal ob als Kind oder als Erwachsener, wichtig ist mir, was Ihr daraus macht. Wenn Ihr unbedingt nochmal taufen wollt, von mir aus, damit habe ich auch kein Problem, wenn ihr das ernst meint."

Wenn Gottes Meinung zu dem Thema in der Bibel nicht klar genug umrissen ist, sodass eine Mehrheit das Gleiche versteht, war ihm das Thema offensichtlich auch nicht so wichtig. Vom Umgang mit Armen und Kranken, fremden Besitz, Wahrheit, etc. hat er sich schließlich auch deutlich ausgedrückt.

tylerd antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 19306

Dein Problem ist, dass Du nicht verstehst, dass die Taufe für Christen mehr als ist ein symbolischer Akt, den man irgendwie vollziehen kann, wenn nicht als Kind, dann eben als Erwachsener, wen schert es schon?
😊

Nun, die Christen schert es.
Es ist eben nicht egal, es ist ein Sakrament, dass Jesus und übergeben hat. Genauso wie wir uns auch nicht mit Pommes und Cola an Jesu Tod erinnern, sondern mit Brot und Traubenwein-bzw. Saft.

Veröffentlicht von: @tylerd

Wenn Gottes Meinung zu dem Thema in der Bibel nicht klar genug umrissen ist, sodass eine Mehrheit das Gleiche versteht, war ihm das Thema offensichtlich auch nicht so wichtig. Vom Umgang mit Armen und Kranken, fremden Besitz, Wahrheit, etc. hat er sich schließlich auch deutlich ausgedrückt.

Immerhin war ihm die Taufe wichtig genug, um sie in den natürlichen Heilsweg, den jeder durchläuft der Christ wird, einzubauen. Jesus fordert uns Christen auf, zu taufen. Und wie das geschieht, haben sich halt die Kirchen überlegt.

Und wie gesagt, die Täuferbewegung hat für ihre Überzeugung zu sehr gelitten, um das aufzugeben.

Es gibt genug Kirchen in Deutschland. Wenn jemand als Kind getauft ist, dann darf er bei uns nicht Mitglied werden. Wir würden ein Säule unserer Gemeinschaft verraten und das möchten mir nicht. Aber willkommen ist jeder und mitarbeiten darf er und da wird auch kein Druck ausgesetzt. Es gibt aber mehr als genug Gemeinden, die das anders sehen und wenn ihm eine Mitgliedschaft so viel Wert ist, dann kann er dahin gehen.

Ich kann ja auch nicht als Gast in die katholische Kirche kommen und Bedingungen für meinen Eintritt stellen, die gegen ihre Prinzipien gehen. Da werde ich auch nicht aufgenommen, sondern an eine andere Gemeinschaft verwiesen.

Um nochmal auf das Beispiel des Vegetarierklubs zu kommen:
man könnte ja auch sagen, die kochen so toll, das ist so eine nette Truppe, da sollte uns das fleischlose Kochen nicht treffen, ich pack da einfach mein Steak in die Pfanne, ein bisserl mehr Toleranz für mich bitte 😊 Würde keiner machen. Aber bei der Taufe müssen wir dann tolerant sein, nur weil Gott es ist?

Ich bin überzeugt, dass Gott mit allem klarkommt, ob nun Kindertaufe oder Erwachsenentaufe, weil der Glaube zählt. Aber mir als Christin ist es nicht egal.

tristesse antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 7672
Veröffentlicht von: @channuschka

Das ist keine "technische Formalität"! Da geht es um Grundlegendes. Um Glaubensaussagen und Wahrheiten.

Die Taufe ist das Sakrament der Eingliederung - sie ist nach meiner Auffassung die "Wiedergeburt aus Wasser und Geist" und durch sie bin Teil der Gemeinschaft der Kirche geworden.
Es gibt hier nun einmal unterschiedliche Auffassungen - so wie es sie auch in bezug auf das Abendmahl, die Ämter oder das Verhältnis zwischen Schrift und Tradition gibt.
So lange diese Unterschiede nicht dazu führen, einander abzuwerten oder gar den Glauben abzusprechen, kann ich aber mit ihnen leben und sie stehen lassen.

suzanne62 antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 13 Jahren

Beiträge : 15656

oh, ich bin erstaunt, das zu lesen, und erfreut 😊
Einer Freundin von mir ging es vor einiger Zeit so. Sie musste in eine andere Gemeinde wechseln wegen Umzuges. Die, die sie sich auserkoren hatte, wollte sie nur aufnehmen, wenn sie sich hineintaufen lässt. Sie war als Kind getauft. Mit den Eltern gab es einige Diskussionen. Ich war gespannt, welchen Weg Gott mit ihr geht, sie hat ihn ja mit einbezogen. Nach langer, langer Zeit hatte sie sich dazu entschlossen, sic hineintaufen zu lassen. Sie hatte ihren Frieden gemacht mit Gott und er hat ihr den Frieden darüber gegeben. Ich glaube auch, weil ihm etwas anderes wichtig war in ihrer Geschichte. Und das ist es, was zählt, was IHM wichtig ist. Es wird immer Leute geben, die das totdiskutieren oder sich die Köpfe heiß reden und es wird immer Leute geben, die es annehmen können.

Veröffentlicht von: @tylerd

War der Verbrecher, der neben Jesus gekreuzigt wurde und dem er zugesprochen hat, gerettet zu sein, "korrekt getauft"? Für mich sieht es nicht so aus, als ob das für Jesus auch nur die geringste Rolle spielt.

Den kannte ich ja schon als "Argument", aber die hier

Veröffentlicht von: @tylerd

Die nicht gesteinigte Ehebrecherin, der barmherzige Samariter, Freund von Zöllnern und Prostituierten,... das sind alles Beispiele dafür, dass es manchmal gut und richtig ist, Regeln und Traditionen zu brechen, wenn sie in einer Situation mehr Schaden anrichten als zu helfen. Was nicht heißt, dass sie danach für immer aufgehoben sind.

noch nicht. Danke. 😊

neubaugoere antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 7672
Veröffentlicht von: @channuschka

Das ist eine ganz grundlegende theologische Frage, bei der es um viel mehr geht als Zugehörigkeiten. Was ist Taufe eigentlich? Was passiert in der Taufe? Wer handelt in der Taufe? Solche Fragen stehen dahinter.

So sehe ich das auch.

Veröffentlicht von: @channuschka

Auch wenn ich selbst da durchaus auch drunter "leide" kann ich es gut verstehen, wenn da keine Kompromisse möglich sind.

Das muss man akzeptieren, dass es hier unterschiedliche Auffassungen gibt - so wie auch beim Abendmahls-, Amts- und Schriftverständnis.
Da bringt es gar nichts, die Unterschiede zuzukleistern.

suzanne62 antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 7672
Veröffentlicht von: @tristesse

Davon können wir nur träumen. Die Kohle haben wir nicht.

Na ja, das Erzbistum Köln ist nicht gerade arm.😇

Veröffentlicht von: @tristesse

Man sollte aber ein schlechtes Gewissen haben.

Nein, muss man bei uns nicht.

Veröffentlicht von: @tristesse

Wenn ich die Vorzüge einer Kirche und ihre Angebote nutze,

Dafür zahlt man Kirchensteuer.
Verpflichtet ist man als Katholik nur zur Teilnahme an der Messe sonntags und an gebotenen Feiertagen, sowie einmal im Jahr zu beichten.
Darüber hinaus kann man sein religiöses Leben so gestalten, wie man es für gut befindet.

Veröffentlicht von: @tristesse

Aber sich mit seinem Hintern auf einen Stuhl ins warme Gebäude zu setzen, das geputzt Klo zu benutzen und danach noch nen Kaffee zu trinken und dann rauszugehen und sich nicht zu fragen, ob man was dazu beitragen kann, damit das so bleibt, ist erbärmlich. Natürlich sollte derjenige ein schlechtes Gewissen haben.

Noch einmal: Nein.
Gerade weil kirchliches Engagement immer ein wichtiger Teil meines Lebens war und ist: Nein. Es soll bitte niemand, der seinen Glauben anders lebt und sich woanders engagiert, ein schlechtes Gewissen haben.
Wenn ich mich engagiert habe - sei es als Ministrantin, als Lektorin, Kantorin, in der Erstkommunions- und Firmkatechese, bei der Bahnhofsmission, bei der Telefonseelsorge oder in der Flüchtlingshilfe - dann habe ich das in genau dem Bereich und in dem Ausmaß getan, in dem ich es wollte.
Daher habe ich nie einen Grund gesehen, mich über andere, die weniger tun, zu erheben oder umgekehrt anderen gegenüber, die mehr tun, ein schlechtes Gewissen zu haben.
Allerdings ist es einer der Vorzüge einer Pfarrei mit einem so großen Einzugsgebiet, dass sich bisher immer genügend wirklich Freiwillige finden - ob du es glaubst oder nicht: manchmal melden sich auch mehr Leute als gebraucht werden, da muss man schon mal Leuten absagen oder ihnen eine Alternative vorschlagen, damit sich etwa beim Sommerfest nicht die Helfer gegenseitig auf den Füßen stehen.

Veröffentlicht von: @tristesse

Das ist bei uns nicht anders als in jedem anderen Verein, wo man beitritt.

Es gibt auch Vereine, in denen es reicht, wenn du deinen Mitgliedsbeitrag zahlst.

Veröffentlicht von: @tristesse

Wer sprach denn hier von "oberste Priorität"?!
Es ging doch hier um freiwillige Gemeindemitarbeit. Wie kommst Du auf sowas.

Wer in Vollzeit berufstätig ist und sich um eine Familie kümmern muss, hat nun mal nicht so viel Freizeit übrig. Da muss man schon Prioritäten setzen, wo und wofür man die einsetzt.
Und ich nehme es niemandem übel, wenn ihm Sport oder ein kreatives Hobby mehr am Herzen liegt als die Gemeindearbeit.
Das ist aber wohl einer der Unterschiede zwischen Volks- und Freikirche - mir leuchtet schon ein, dass ihr ein höheres Maß an Mitarbeit einfordern müsst.

suzanne62 antworten
TylerD
 TylerD
(@tylerd)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 124
Veröffentlicht von: @suzanne62

Es gibt auch Vereine, in denen es reicht, wenn du deinen Mitgliedsbeitrag zahlst.

Ein bekanntes Beispiel dürfte der ADAC sein.

Wobei es schon vorher klar sein sollte, was von Gemeindemitgliedern erwartet wird. Und oft wird man Mitglied in einer Glaubensgemeinschaft, ohne den Schritt bewusst gemacht zu haben...

tylerd antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 7672
Veröffentlicht von: @tylerd

Wobei es schon vorher klar sein sollte, was von Gemeindemitgliedern erwartet wird.

Das sagte ich ja schon: dass es völlig in Ordnung ist, wenn klar kommuniziert wird, dass die Gemeinde Mitarbeit erwartet.
Für kleinere Gemeinschaften - wie etwa altkatholische Gemeinden - geht es ja auch gar nicht anders.

Veröffentlicht von: @tylerd

Und oft wird man Mitglied in einer Glaubensgemeinschaft, ohne den Schritt bewusst gemacht zu haben...

Na ja, man wird halt getauft und wächst hinein. So kenne ich es jedenfalls.

suzanne62 antworten
TylerD
 TylerD
(@tylerd)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 124
Veröffentlicht von: @suzanne62
Veröffentlicht von: @tylerd

Und oft wird man Mitglied in einer Glaubensgemeinschaft, ohne den Schritt bewusst gemacht zu haben...

Na ja, man wird halt getauft und wächst hinein. So kenne ich es jedenfalls.

Ja, und das halte ich für schwierig. Ich verstehe den symbolischen Akt der Taufe aus Sicht der Gemeinde heraus, aber ich vermute, das ist weder gut für die Vitalität der Kirchen noch für den persönlichen Glauben der Leute, die nie bewusst eine Entscheidung getroffen haben.

tylerd antworten
Tinkerbell
(@tinkerbell)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 1552
Veröffentlicht von: @tylerd

das ist weder gut für die Vitalität der Kirchen noch für den persönlichen Glauben der Leute, die nie bewusst eine Entscheidung getroffen haben.

Richtig, aber es gibt ja keine Alternative. Nicht aus Sicht der Kirche, denn dann müsstest du die komplette Lehre umschmeißen.

tinkerbell antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 7672
Veröffentlicht von: @tinkerbell

Richtig, aber es gibt ja keine Alternative.

Gibt es durchaus, damit habe ich mich auch befasst. Mit dem Ergebnis, dass ich sie für mich nicht will und zufrieden bin mit dem, was ich habe.

suzanne62 antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 7672
Veröffentlicht von: @tylerd

Ich verstehe den symbolischen Akt der Taufe aus Sicht der Gemeinde heraus, aber ich vermute, das ist weder gut für die Vitalität der Kirchen noch für den persönlichen Glauben der Leute, die nie bewusst eine Entscheidung getroffen haben.

Ich habe mich ja entschieden, als ich gefirmt wurde, das ist ja auch der Sinn dieses Sakraments: es ist die Bestätigung und Vollendung der Taufe.
Ich habe mich durchaus auch mit anderen Religionen und spirituellen Wegen beschäftigt und dabei festgestellt, was ich am rheinischen Katholizismus habe.

suzanne62 antworten
Channuschka
(@channuschka)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 4422

Die taufe ist mehr als ein symbolischer Akt.

Je nach Verständnis geht es von einem "Exorzismus" der am Kind ausgeführt wird über einfach die "Neuwerdung" des Säuglings als Kind Gottes bis eben zur reinen Bekenntnistaufe.

Und theologisch gesehen ist in keiner der Großkirchen eine Taufe ein abgeschlossener Akt. Die Antwort des Täuflings auf seine Taufe folgt dann nur später in der Firmung oder Konfirmation. Ohne diese ist die Taufe nicht "fertig".
Dahinter steht der Gedanke, dass die einzige Antwort des menschen auf die Lehre des Evangeliums der Glaube und das Bekenntnis also die Firmung oder Konfirmation sein kann.
Wenn das nicht der Fall ist???? Dann läuft vermutlich was mit der Glaubensvermittlung schief - zumindest wenn man in der Theorie bleibt.

channuschka antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 19306
Veröffentlicht von: @suzanne62

Na ja, das Erzbistum Köln ist nicht gerade arm.😇

Jepp, ich weiß.
Es gibt aber auch andere Kirchen und wenn die Großkirchen nicht langsam mal was ändern, machen weiterhin die Kirchen nacheinander zu und haben kein Geld mehr.

Veröffentlicht von: @suzanne62

Nein, muss man bei uns nicht.

Weiß ich.

Veröffentlicht von: @suzanne62

Dafür zahlt man Kirchensteuer.

Wir erheben aber keine Kirchensteuer. Wir bauen auf Freiwilligkeit.

Veröffentlicht von: @suzanne62

Verpflichtet ist man als Katholik nur zur Teilnahme an der Messe sonntags und an gebotenen Feiertagen, sowie einmal im Jahr zu beichten.

Man sieht ja, wie voll die Kirchen sind und wie treu die Katholiken dieser Regel nachkommen 😎

Veröffentlicht von: @suzanne62

Es soll bitte niemand, der seinen Glauben anders lebt und sich woanders engagiert, ein schlechtes Gewissen haben.

Kannst Du gern so denken, ich sehe es anders.

tristesse antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 7672
Veröffentlicht von: @tristesse

Es gibt aber auch andere Kirchen und wenn die Großkirchen nicht langsam mal was ändern, machen weiterhin die Kirchen nacheinander zu und haben kein Geld mehr.

Das hat viele Gründe ist für den Smalltalk ein zu komplexes Thema.

Veröffentlicht von: @tristesse

Man sieht ja, wie voll die Kirchen sind und wie treu die Katholiken dieser Regel nachkommen 😎

Kann dir doch egal sein.

suzanne62 antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 19306
Veröffentlicht von: @suzanne62

Das hat viele Gründe ist für den Smalltalk ein zu komplexes Thema.

Soll ich dann woanders einen Thread aufmachen?

Veröffentlicht von: @suzanne62

Kann dir doch egal sein.

Ist es auch.
Aber mich nervt es, wenn jemand die katholische Kirche ständig als Beispiel für dies und jedes hernimmt und dabei auch abfällig über die Freikirchen spricht, aber die Mißstände in der eigenen Kirche vergißt. Das ist ja nicht das erste mal.

tristesse antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 7672
Veröffentlicht von: @tristesse

Aber mich nervt es, wenn jemand die katholische Kirche ständig als Beispiel für dies und jedes hernimmt und dabei auch abfällig über die Freikirchen spricht, aber die Mißstände in der eigenen Kirche vergißt. Das ist ja nicht das erste mal.

Das entspricht keineswegs meiner "Sendeabsicht". Aber wenn das bei dir so ankommt, dann ist das eben so.

Veröffentlicht von: @tristesse

Soll ich dann woanders einen Thread aufmachen?

Deine Entscheidung.

suzanne62 antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 19306
Veröffentlicht von: @suzanne62

Das entspricht keineswegs meiner "Sendeabsicht". Aber wenn das bei dir so ankommt, dann ist das eben so.

Ob das Deine "Senedeabsicht" ist oder nicht, ist nicht das Thema.

tristesse antworten
Stefantweeetys
(@stefantweeetys)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 426
Veröffentlicht von: @tristesse

Es gibt aber auch andere Kirchen und wenn die Großkirchen nicht langsam mal was ändern, machen weiterhin die Kirchen nacheinander zu und haben kein Geld mehr.

Die Einnahmen der Kirchen steigen im Moment noch von Jahr zu Jahr, da die Gehälter schneller steigen als die Wirkung der vielen Austritte. Laut dem Bistum Freiburg verringert sich die Finanzkraft der Kirchen bis >2050 jedoch um etwa 50%.
Wenn die Eltern nicht in einer der steuerpflichtigen Großkirchen sind, sind es die Kinder und Kindeskinder automatisch auch nicht.
Im Schnitt bezahlt jeder ganz grob 20.000 Euro an Kirchensteuer im Leben.

stefantweeetys antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 19306
Veröffentlicht von: @stefantweeetys

Die Einnahmen der Kirchen steigen im Moment noch von Jahr zu Jahr, da die Gehälter schneller steigen als die Wirkung der vielen Austritte. Laut dem Bistum Freiburg verringert sich die Finanzkraft der Kirchen bis >2050 jedoch um etwa 50%.

Ich seh einfach, dass aus finanziellen Gründen hier vor Ort eine Kirche nach der anderen zumacht, bzw. zusammen gelegt wird. Mag auch an den Unterhaltskosten der Kirchen liegen, das sind ja teilweise sehr große Gebäude mit hohen Nebenkostenrechnungen und Reparaturaufwand.

Und wenn ich dann mal in eine Landeskirche reinspaziere sehe ich gähnend leere Kirchenbänke, also scheinbar entwickelt sich da ein Trend zurück, bzw ist schon im vollen Gange. Ich freu mich da nicht drüber, ich finde das schade. Aber scheinbar gibt es Gründe, warum viele Großkirchen nicht mehr attraktiv sind.

Das gilt übrigens auch für Freikirchen, da machen ja auch nicht wenige zu. Aber wir sprachen ja gerade von der katholischen Kirche.

tristesse antworten
Stefantweeetys
(@stefantweeetys)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 426
Veröffentlicht von: @tristesse

Ich seh einfach, dass aus finanziellen Gründen hier vor Ort eine Kirche nach der anderen zumacht, bzw. zusammen gelegt wird.

In meiner Heimat werden auch viele Gemeinden zusammengelegt. Geld ist aber nicht der Hauptgrund, sondern es gibt zu wenige Priester und immer weniger Menschen die mit der Kirche aktiv verbunden sind. Wie du schon sagst, die klassischen Kirchengebäude sind leer.

Freikirchen betrifft es bestimmt auch, aber viele Finanzprobleme sind hausgemacht. FeG Priester / Pfarrer die nach "Tarif" angestellt sind, verdienen enorm viel Geld.

Unabhängige Freikirchen haben es besser, sie halten sich sehr nah an das NT und haben nur deswegen eine Struktur, weil es der Gesetzgeber fordert. Predigten durfte dort im Prinzip jeder, was es sehr interessant gemacht hat. Eine Predigt von einer Person zu hören, die im Grunde auf der Straße lebt ist doch was anderes als von einem gesättigten Pastor der sein Gehalt regelmäßig bezieht.
Meine erste Freikirche vor 20 Jahren mit durchschnittlich 160 Besuchern hatte ein Monatsbudget von weit weniger als 1000 DM und wird jetzt auch nicht viel höher sein.

stefantweeetys antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 7672
Veröffentlicht von: @stefantweeetys

In meiner Heimat werden auch viele Gemeinden zusammengelegt. Geld ist aber nicht der Hauptgrund, sondern es gibt zu wenige Priester und immer weniger Menschen die mit der Kirche aktiv verbunden sind.

Der demografische Wandel macht auch vor der Kirchentür nicht Halt.
Wir sind aber dennoch in den letzten jahren enorm gewachsen, was vor allem am Zuzug von Migranten aus Süd- und Osteuropa sowie aus Afrka liegt.
Von daher macht bei uns auch der Einsatz von polnischen, afrkanischen und indischen Priestern Sinn. Wer aus eigener Erfahrung die Herausforderung, in einer fremden Kultur und mit einer neuen Sprache zurechtkommen zu müssen kennt, kann eben die Probleme von Migranten auch viel besser verstehen.

suzanne62 antworten
Stefantweeetys
(@stefantweeetys)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 426
Veröffentlicht von: @suzanne62

Wir sind aber dennoch in den letzten jahren enorm gewachsen, was vor allem am Zuzug von Migranten aus Süd- und Osteuropa sowie aus Afrka liegt.

Ja, Gemeinden die sich neuen Aufgaben stellen, die werden auch weiterhin wachsen.

Im Moment bin ich in den Staaten, dort sozusagen als Immigrant in einer ähnlichen Situation wie die Flüchtlinge in Deutschland. Die Kirchen und Gemeinden hier sind viel stärker auf Einwanderer fokusiert als in Deutschland. Zum Beispiel, mein Englisch braucht ein paar Verbesserungen... wohin gehe ich zuerst? Klar entweder in die "Volkshochschule (aka Community Collage)" oder besuche Gemeinden, weil beide Orte schon seit Jahrzehnten günstige Englischkurse anbieten.

In Köln war ich auch als Gast gelegentlich in einer relativ kleinen Gemeinde die einen extrem hohen iranischen Anteil hatte und enorm gewachsen ist. Auch diese Gemeinde hat sich speziell um Einwanderer gekümmert (Anträge/ Formulare ausfüllen, Deutschkurse, bezahlbare Wohnungen organisiert, Hilfe und Begleitung im Umgang mit der Ausländerbehörde und vieles mehr).

Die zwei großen Kirchen hätten das problemlos auch machen können, denn Räumlichkeiten, freiwillige Helfer und so sind vorhanden, aber mir sind keine größeren Projekte bekannt. Man hört von Großkirchen zu wenig, auch wenn Caritas und so auch da ist.

stefantweeetys antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 7672
Veröffentlicht von: @stefantweeetys

Ja, Gemeinden die sich neuen Aufgaben stellen, die werden auch weiterhin wachsen.

Um ehrlich zu sein: das ist keine Aufgabe, die wir uns gestellt haben, sondern sie ist uns vor die Füße gefallen.
Allerdings gehen wir heute anders damit um als noch vor 20 Jahren.
Da gab es die iltalienische, spanische, polnische und kroatische katholische Mission und die haben alle ihre eigenen Messen in den jeweiligen Landessprachen gefeiert - mit der deutschen Gemeinde hatten die nicht viel zu tun.
Das ist heute deutlich anders, die Migranten werden von Anfang an in die deutschen Pfarrgemeinde, in deren Einzugsgebiet sie wohnen, einbezogen. Und da leisten Priester, die selbst aus dem Ausland kommen, wertvolle Hilfe als Brückenbauer im wahrsten Sinne des Wortes.

Veröffentlicht von: @stefantweeetys

Die zwei großen Kirchen hätten das problemlos auch machen können, denn Räumlichkeiten, freiwillige Helfer und so sind vorhanden, aber mir sind keine größeren Projekte bekannt. Man hört von Großkirchen zu wenig, auch wenn Caritas und so auch da ist.

Dann scheint die "Aktion Neue Nachbarn" im Erzbistum Köln an dir vorbeigerauscht zu sein.
Und viele andere Projekte der Flüchtlingshilfe, an denen Christen aller Kirchen und Freikirchen sowie natürlich viele freiwillige Helfer ohne kirchlichen Hintergrund beteiligt waren und sind.
Richtig ist, dass ein großer Teil der ehrenamtlichen Arbeit inzwischen nicht mehr nötig ist, weil dies in professionelle Hände z.B. bei Diakonie und Caritas übergegangen ist.

suzanne62 antworten
Stefantweeetys
(@stefantweeetys)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 426
Veröffentlicht von: @suzanne62

Um ehrlich zu sein: das ist keine Aufgabe, die wir uns gestellt haben, sondern sie ist uns vor die Füße gefallen.

😀 oh ja... Das war auch bei der Gemeinde so.

Veröffentlicht von: @suzanne62

Allerdings gehen wir heute anders damit um als noch vor 20 Jahren.

Wer "wir" ist, weiß ich nicht, kenne deinen Hintergrund nicht. In München zumindest gab es zumindest in einer der größeren Freikirchen schon vor über 20 Jahren multinationale, mehrsprachige Gottesdienste die bewusst Einwanderer angesprochen und einbezogen haben.

Veröffentlicht von: @suzanne62

Dann scheint die "Aktion Neue Nachbarn" im Erzbistum Köln an dir vorbeigerauscht zu sein.

Zwar hab ich in Köln gewohnt und war sogar in der Flüchtlingshilfe tätig, aber davon höre ich zum ersten Mal. Aber man kann nicht alles wissen 😉

stefantweeetys antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 7672
Veröffentlicht von: @stefantweeetys

Wer "wir" ist, weiß ich nicht, kenne deinen Hintergrund nicht.

Sorry - das hätte ich dazuschreiben sollen: "Wir" sind eine Innenstadtpfarrei (ich bin römisch-katholisch) mit einem großen Einzugsgebiet.

Veröffentlicht von: @stefantweeetys

In München zumindest gab es zumindest in einer der größeren Freikirchen schon vor über 20 Jahren multinationale, mehrsprachige Gottesdienste die bewusst Einwanderer angesprochen und einbezogen haben.

Finde ich gut. Bei uns ist das noch relativ neu.
Es gibt seit 5 Jahren internationale Familienmessen, in denen eine der Lesungen in einer der Muttersprachen der Migranten - also auf Französisch, Polnisch, Lingala oder Swahili o.ä. vorgetragen und es gibt Lieder in anderen Sprachen.

suzanne62 antworten
Stefantweeetys
(@stefantweeetys)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 426
Veröffentlicht von: @suzanne62

Sorry - das hätte ich dazuschreiben sollen: "Wir" sind eine Innenstadtpfarrei (ich bin römisch-katholisch) mit einem großen Einzugsgebiet.

Kein Problem, ich kenne halt nur "alte" Nutzer und deren Hintergrund, also die mindestens seit 3 oder vielleicht auch 5 Jahren den selben Nutzernamen haben. Normal habe ich für j.de keine Zeit, aber ich darf noch nicht arbeiten... also ist mir langweilig. 😀

stefantweeetys antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 7672
Veröffentlicht von: @stefantweeetys

Kein Problem, ich kenne halt nur "alte" Nutzer und deren Hintergrund, also die mindestens seit 3 oder vielleicht auch 5 Jahren den selben Nutzernamen haben.

Ich bin seit etwas über einem Jahr dabei, da falle ich noch nicht unter "alte" Nutzer.

Veröffentlicht von: @stefantweeetys

Normal habe ich für j.de keine Zeit, aber ich darf noch nicht arbeiten...

Warum nicht? Bist du krank geschrieben oder bist du Nicht-EU-Bürger und hast noch keine Arbeitserlaubnis?
Du siehst, auch ich kenne deinen Hintergrund nicht...

suzanne62 antworten
Stefantweeetys
(@stefantweeetys)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 426
Veröffentlicht von: @suzanne62

Warum nicht? Bist du krank geschrieben oder bist du Nicht-EU-Bürger und hast noch keine Arbeitserlaubnis?

Ich bin in die USA ausgewandert und mir fehlt noch die Sozialversicherungsnummer und die Steuernummer. Ohne die geht hier gar nichts. Muss mich noch 1 bis 2 Wochen gedulden, dann liegt der Kram hoffentlich im Briefkasten. Arbeitserlaubnis hab ich, aber trotzdem ist der Papierkram ein Hinderniss.

stefantweeetys antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 7672
Veröffentlicht von: @stefantweeetys

Arbeitserlaubnis hab ich, aber trotzdem ist der Papierkram ein Hinderniss.

Welche Staatsbürgerschaft hast du denn?
Ich drücke dir die Daumen, dass du die nötigen Papiere wirklich bald bekommst....um was für einen Job möchtest du dich denn bewerben, ich meine, was hast du denn studiert oder gelernt?

suzanne62 antworten
Stefantweeetys
(@stefantweeetys)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 426
Veröffentlicht von: @suzanne62

Welche Staatsbürgerschaft hast du denn?

Eine deutsche Staatsbürgerschaft und eine Greencard, darf also in Europa und in den USA arbeiten.

Papiere kommen schon... ist nur lästig 😊

Arbeiten möchte ich wieder im alten Gebiet, wenn es geht als Elektroingenieur oder IT Admin in der Luftfahrt. Bei den Amis muss ich noch 3 Jahre warten, weil die meisten Jobs kann man nur mit einer amerikanischen Staatsbürgerschaft machen. Zum Glück kann man nun beide haben, ist wieder nur Papierkram.

Was machst Du denn? In Deutschland müsste es jetzt in der Nacht sein.

stefantweeetys antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 7672
Veröffentlicht von: @stefantweeetys

Was machst Du denn? In Deutschland müsste es jetzt in der Nacht sein.

Ja, als ich meinen letzten Beitrag an dich geschrieben hatte, war es kurz vor drei. Ich bin von Natur aus eine ziemliche Nachteule und am Wochenende lebe ich das hemmungslos aus.
Ich arbeite als Lehrerin für Deutsch als Zweit- und Fremdsprache bei einem privaten Bildungsträger, bin derzeit vor allem in berufsorientierten Sprachkursen für Zugewanderte und Geflüchtete eingesetzt.

Veröffentlicht von: @stefantweeetys

Arbeiten möchte ich wieder im alten Gebiet, wenn es geht als Elektroingenieur oder IT Admin in der Luftfahrt.

Klingt nach einem interessanten, anspruchsvollen und gut bezahlten Bereich - wie sind da denn derzeit die Chancen?

Veröffentlicht von: @stefantweeetys

Bei den Amis muss ich noch 3 Jahre warten, weil die meisten Jobs kann man nur mit einer amerikanischen Staatsbürgerschaft machen.

Echt jetzt? Warum ist das denn so?

Veröffentlicht von: @stefantweeetys

Zum Glück kann man nun beide haben, ist wieder nur Papierkram.

Und möchtest du das? Hast du vor, die amerikanische Staatsbürgerschaft zu beantragen? Und möchtest du wieder in die USA zurückkehren?

suzanne62 antworten
BeLu
 BeLu
(@belu)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 5148
Veröffentlicht von: @suzanne62

Und möchtest du wieder in die USA zurückkehren?

🤨 Er ist doch in den USA, und wartet dort auf seinen Papierkram, um dort auch arbeiten zu können.

belu antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 7672
Veröffentlicht von: @belu

Er ist doch in den USA, und wartet dort auf seinen Papierkram,

Ja, du hast recht - irgendwie hab ich völlig auf der Leitung gestanden. Danke!
Muss der Koffeinmangel gewesen sein....dem werde ich jetzt mal ganz schnell abhelfen.

suzanne62 antworten
BeLu
 BeLu
(@belu)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 5148
Veröffentlicht von: @suzanne62

Muss der Koffeinmangel gewesen sein....dem werde ich jetzt mal ganz schnell abhelfen.

😀 Ich führe mir gerade auch etwas Koffein zu... Prost!
(Ich hoffe, es gibt keine Regel, die besagt, dass man mit Kaffee nicht anstoßen darf... 😀)

belu antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 7672
Veröffentlicht von: @belu

(Ich hoffe, es gibt keine Regel, die besagt, dass man mit Kaffee nicht anstoßen darf... 😀)

Prösterken auch aus Wuppertal. Seit ich wegen meiner Medis keinen Alk mehr trinken darf, stoße ich mit allem Möglichem und Unmöglichem an.

suzanne62 antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 19306

Ich stoße auch mit an.

Bin gestern erst um halb 2 von einer Party zurück gekommen und muss jetzt langsam mit Kochen anfangen, weil ich heute die Hütte voller Gäste habe.

Slante!

tristesse antworten
Stefantweeetys
(@stefantweeetys)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 426
Veröffentlicht von: @tristesse

weil ich heute die Hütte voller Gäste habe.

das klingt gut!.... frohes Fest... Weihnachten?? 😀

stefantweeetys antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 19306

Danke 😊
Ich hab einfach mal meinen Stammtisch zum Essen eingeladen.

tristesse antworten
Stefantweeetys
(@stefantweeetys)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 426
Veröffentlicht von: @suzanne62

Klingt nach einem interessanten, anspruchsvollen und gut bezahlten Bereich - wie sind da denn derzeit die Chancen?

eigentlich extrem gut, aber mein Englisch braucht noch Verbesserungen.

Veröffentlicht von: @suzanne62

Echt jetzt? Warum ist das denn so?

Hängt auch mit ITAR zusammen, ist ein Gesetzwerk zum Schutz von amerikanischen Interessen. Wenn man z.B. für Boing arbeitet, dann verlangen die fast immer US Staatsbürgerschaft.

stefantweeetys antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 19306

Hallo,

Veröffentlicht von: @stefantweeetys

In meiner Heimat werden auch viele Gemeinden zusammengelegt. Geld ist aber nicht der Hauptgrund, sondern es gibt zu wenige Priester und immer weniger Menschen die mit der Kirche aktiv verbunden sind. Wie du schon sagst, die klassischen Kirchengebäude sind leer.

Das kann ich natürlich für Deine Region jetzt nicht so beurteilen, ich weiß dass es hier in der landeskirchlichen Region schon Gemeinden gibt, die arg mit finanziellen Problemen zu kämpfen haben. Mag natürlich sein, dass es nicht nur am Geld liegt, da spielen bestimmt viele Faktoren rein, die ich nicht so berücksichtigt habe.

Veröffentlicht von: @stefantweeetys

Freikirchen betrifft es bestimmt auch, aber viele Finanzprobleme sind hausgemacht. FeG Priester / Pfarrer die nach "Tarif" angestellt sind, verdienen enorm viel Geld.

Ich weiß nicht, für welche FeG Du sprichst, aber generell ist es wie ich es in 45 Jahren Freikirchenbesuch erlebt habe nicht so, dass Pastoren "enorm" viel Geld verdienen. Jedenfalls nicht die Freikirchen, die ich kenne. Aber es gibt ja auch sehr viele. Mein Vater war freikirchlicher Pastor, es hat gerade so gereicht, dennoch ist meine Ma dann als wir aus dem Haus waren noch 25 Jahre arbeiten gegangen, um halbwegs was für Rente und Unterhalt zu tun.

Veröffentlicht von: @stefantweeetys

Unabhängige Freikirchen haben es besser, sie halten sich sehr nah an das NT und haben nur deswegen eine Struktur, weil es der Gesetzgeber fordert. Predigten durfte dort im Prinzip jeder, was es sehr interessant gemacht hat. Eine Predigt von einer Person zu hören, die im Grunde auf der Straße lebt ist doch was anderes als von einem gesättigten Pastor der sein Gehalt regelmäßig bezieht.
Meine erste Freikirche vor 20 Jahren mit durchschnittlich 160 Besuchern hatte ein Monatsbudget von weit weniger als 1000 DM und wird jetzt auch nicht viel höher sein.

Ehrlich gesagt ist mir das jetzt irgendwie alles zu pauschal 😊
Ich kenne Gemeinden mit hauptamtlichen Predigern, die hervorragend predigen, kein bisschen gesättigt sind und richtig Feuer unterm Hintern haben. Sowohl Landes-, als auch Freikirchen. Und in Freikirchen darf nicht einfach "Jeder von der Straße" predigen, da gibt es auch ein System und Kontrolle, wer gefragt wird und zu welchem Thema. Und selbst da kannst Du Dich langweilen, weil Dich das Thema des Predigers nicht anspricht. Das hängt überhaupt nicht mit dem Gehalt zusammen, sondern mit der Beziehung, die dieser Mensch zu Gott hat.

Was das Budget anbelangt: Du würdest Dich wundern, was wir als freie Gemeinde für ein Budget haben 😀 Das kannst Du keinem erzählen ^^ Freiwillige Spenden können enorm viel Geld einbringen, wenn die Gemeinde zufrieden ist.

tristesse antworten
Tinkerbell
(@tinkerbell)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 1552
Veröffentlicht von: @tristesse

Ich weiß nicht, für welche FeG Du sprichst, aber generell ist es wie ich es in 45 Jahren Freikirchenbesuch erlebt habe nicht so, dass Pastoren "enorm" viel Geld verdienen.

Ja nach Gegend verdienen sie deutlich mehr als ihre Schäfchen, was wirklich problematisch ist (in einigen Bünden bekommen Pastoren z.B. nicht nur das staatliche Kindergeld, sondern nochmal zusätzlich pro Kind etwas vom Arbeitgeber). Kleine oder arme Freikirchen können sich größtenteils gar keinen voll angestellten Pastor mehr leisten. Und wer will schon eine halbe Stelle? Vor allem, wenn man dem "alten Bild" anhängt, dass die Ehefrau nicht arbeiten geht, sondern wie selbstverständlich ein Gehalt für beide plus Kinder reichen soll - ohne dabei größere Einschränkungen zu haben.

In unserem Nachbarort ist ein freikirchlicher Pastor, dessen Gemeinde aufgrund unglücklicher Umstände ziemlich geschrumpft ist (Osten eben, die Jungen ziehen alle weg, die Alten sterben aus, der Rest wird von ICF und Co. abgeworben 😀 ). Es sah düster aus, aber er wollte die Gemeinde nicht sich selbst überlassen und wusste, dass diese Stelle garantiert keiner haben wollen würde - also hat er sich so weit eingeschränkt, dass er nun nur noch eine halbe Stelle hat und nebenbei in anderen Gemeinden Predigtdienste gegen Honorar versieht. Kein Vergleich zu vorher, finanziell. Sowas finde ich bewundernswert. Generell habe ich größte Hochachtung vor Pastoren und Pfarrern, die in kleine, schwache oder alte Gemeinden gehen, obwohl sie auch in München, Hamburg oder Düsseldorf vor 300 Leuten predigen könnten und es sehr viel bequemer hätten. Das ist echte Hingabe.

tinkerbell antworten
Channuschka
(@channuschka)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 4422
Veröffentlicht von: @tristesse

Das kann ich natürlich für Deine Region jetzt nicht so beurteilen, ich weiß dass es hier in der landeskirchlichen Region schon Gemeinden gibt, die arg mit finanziellen Problemen zu kämpfen haben. Mag natürlich sein, dass es nicht nur am Geld liegt, da spielen bestimmt viele Faktoren rein, die ich nicht so berücksichtigt habe.

Nach allem was ich über die Landeskirche bei dir weiß - und das ist vieles aus meinen Erfahrungen mit dieser Kirche als Vertreterin der damaligen kirchlichen Hochschule in deren Bereich - haben die auch einfach mal ganz mieß gewirtschaftet ohne daran zu denken, dass es so nicht immer weiter gehen wird, wie damals in den 80ern und so.
Also, trifft definitv nicht auf alle Landeskirchen in dem Maße zu.

Veröffentlicht von: @tristesse

Ich weiß nicht, für welche FeG Du sprichst, aber generell ist es wie ich es in 45 Jahren Freikirchenbesuch erlebt habe nicht so, dass Pastoren "enorm" viel Geld verdienen. Jedenfalls nicht die Freikirchen, die ich kenne. Aber es gibt ja auch sehr viele. Mein Vater war freikirchlicher Pastor, es hat gerade so gereicht, dennoch ist meine Ma dann als wir aus dem Haus waren noch 25 Jahre arbeiten gegangen, um halbwegs was für Rente und Unterhalt zu tun.

Bestimmte Gemeindebünde bezahlen ihre Pastoren nach Tarifen, die sich z.t. zumindest am öffentlichen Dienst orientieren. Sprich wenn sich eine Gemeinde einen vollen Pastor leisten kann und er 100% verdient dann wird er gut bezahlt. Probleme haben dann die Gemeinden, die das so nicht leisten können.
Hier haben viele Gemeinden aber zwei volle Pastorenstellen - also ich rede nicht von den Landeskirchen, sondern von FeG, EFG und Co.

channuschka antworten
Stefantweeetys
(@stefantweeetys)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 426
Veröffentlicht von: @tristesse

Ich weiß nicht, für welche FeG Du sprichst, aber generell ist es wie ich es in 45 Jahren Freikirchenbesuch erlebt habe nicht so, dass Pastoren "enorm" viel Geld verdienen. Jedenfalls nicht die Freikirchen, die ich kenne. Aber es gibt ja auch sehr viele.

Ja, die Situation ist immer unterschiedlich. Eine Gemeinde wo ich war, wurde von einem alten amerikanischen Pastor gegründet. Er ist aber dann wieder nach Hause gegangen und die Gemeinde hatte etwa 10 bis 15 Mitglieder und wollten einen "echten" Pastor haben. Die Gemeinde war bei den Bewerbungsgesprächen ziemlich geschockt, denn welche so kleine Gemeinde hat jeden Monat weit über 5000 Euro... nur für das eine Gehalt nach Tariftabelle der FeG. Deswegen haben sie dann einen Halbtagspastor gefunden, das andere wäre nie bezahlbar gewesen.

Veröffentlicht von: @tristesse

Und in Freikirchen darf nicht einfach "Jeder von der Straße" predigen,

Das ist schon klar. Ich meine aber damit, dass man keine Gehälter für etwas bezahlen muss, wenn es auch so geht. Sowas wie einen bezahlten Pastor findet sich im NT ja nicht.

Veröffentlicht von: @tristesse

Das kannst Du keinem erzählen ^^

Viele Gemeinden haben ein sehr großes Budget, das sieht man auch den großen Gebäuden, den vielen bezahlten Angestellten und der teuren Technik. Diese Gemeindeform ist denke ich eher normal, wobei im NT gab es diese Strukturen so nicht. Man hat sich meistens zu Hause getroffen.
Daher gibt es auch andere Gemeindeformen.

Meine erste Gemeinde hatte keine "Klingelbeutel", keine bezahlten Angestellten und mit Geld so wenig zu tun wie irgendwie möglich. Ein Hintergrund waren Aussagen von Jesus mit dem Nadelöhr und dem Kamel oder auch die Sache mit Hananias und Saphira. Man wollte als Gemeinde auf keinen Fall "reich" vor Gott sein. Wenn man 100 DM zu viel hatte, wurde das schon gespendet oder in Projekte außerhalb der Gemeinde gesteckt. Also sehr ähnlich wie man das in der Apg gehandhabt hat.

Später bin ich nie wieder auf eine solche Gemeinde gestoßen, nur wenige Gemeinden haben ein solches Bewusstsein. Für mich war es aber gut, denn in der Zeit war ich extrem arm, nur selten hatte ich an 7 Tagen in der Woche was zu essen. Ich wäre nie in eine "reiche" Gemeinde gegangen, denn wenn man Hunger hat und steht neben goldverzierten Sachen.... das Gefühl und die Wirkung muss ich glaub ich nicht beschreiben.

stefantweeetys antworten
Channuschka
(@channuschka)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 4422

Also, ich kann ja nur von der Evangelischen Landeskirche sprechen - aber da lebst du auch in einer Region, wo in der Vergangeheit viel schief lief und daher die finanziell ganz schlecht aufgestellt sind.
Während andere Landeskirchen finanziell noch sehr gut aufgestellt sind und auch die nächsten Jahrzehnte bleiben werden (jammern tun sie trotzdem).

Bei der katholischen Kirche ist es vorallem der Priestermangel, der zu Schließungen und Zusammenlegungen führt - und darunter leiden dann alle, denn 10.000 Gläubige pro Priester ist ne Aufgabe, die ist nicht machbar - und vermutlich jeder Priester froh, wenn nicht alle regelmäßig beichten wollen 😛

Die evangelische Kirche schließt wohl oft Gebäude, weil keine Mitgleider mehr da sind. Liegt daran, dass es wohl in den 50er-70er Jahre einen derartigen Zuwachs gab, dass man neu bauen musste und der ist jetzt nicht mehr da. Dazu kommt eben, dass der Unterhalt der Gebäude echt immens ist - und wenn dann noch der Denkmalschutz dazu kommt wird es nicht besser. Dazu die Auflagen für öffentliche Gebäude.... Und für den Unterhalt der Gebäude sind die Gemeinden zuständig und bekommen (zumindest hier) eigentlich nie Hilfe von der Landeskirche.
Viele Ortsgemeinden haben aber lieber jeden Sonntag nur ihre 15 Besucher bevor sie mit den Nachbarn zusammen gelegt werden. So bleiben die Kirchen dann auch leer - aber immerhin hat jeder nen Platz.

channuschka antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 19306
Veröffentlicht von: @channuschka

Also, ich kann ja nur von der Evangelischen Landeskirche sprechen - aber da lebst du auch in einer Region, wo in der Vergangeheit viel schief lief und daher die finanziell ganz schlecht aufgestellt sind.
Während andere Landeskirchen finanziell noch sehr gut aufgestellt sind und auch die nächsten Jahrzehnte bleiben werden (jammern tun sie trotzdem).

Da gebe ich Dir Recht, ich hab halt von meiner Region auf andere geschlossen, das mag natürlich woanders viel besser laufen 😊

Veröffentlicht von: @channuschka

Die evangelische Kirche schließt wohl oft Gebäude, weil keine Mitgleider mehr da sind. Liegt daran, dass es wohl in den 50er-70er Jahre einen derartigen Zuwachs gab, dass man neu bauen musste und der ist jetzt nicht mehr da. Dazu kommt eben, dass der Unterhalt der Gebäude echt immens ist - und wenn dann noch der Denkmalschutz dazu kommt wird es nicht besser.

Ja, das meinte ich damit, dass "kein Geld" da ist. So einen alten Kasten musst Du ja auch unterhalten. Das ändert aber auch nichts daran, dass sich die Landeskirchen langsam darüber Gedanken machen müssen, warum die Mitgliederzahlen so runtergehen. So wie Freikirchen, die schrumpfen, sich darüber auch sorgen sollten.

tristesse antworten
Channuschka
(@channuschka)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 4422
Veröffentlicht von: @tristesse

Ja, das meinte ich damit, dass "kein Geld" da ist. So einen alten Kasten musst Du ja auch unterhalten. Das ändert aber auch nichts daran, dass sich die Landeskirchen langsam darüber Gedanken machen müssen, warum die Mitgliederzahlen so runtergehen. So wie Freikirchen, die schrumpfen, sich darüber auch sorgen sollten.

Also, manches ist einfach der Demographische Wandel. Die vielen Gemeindemitglieder der 50er bis 70er Jahre sind inzwischen zum Teil doch schon verstorben.
Dazu kommt, dass eben die Selbstverständlichkeit in der kirche zu sein verschwunden ist. Es ist auch auf dem Dorf nicht mehr das große Drama, wenn einer aus der Kirche austritt.
Dazu kommt der Trend, dass wohl viele nicht mehr ihr Leben lang in einer Gemeinde sind, sondern wechseln. Wobei ich finde, dass man das in Deutschland noch abwarten sollte wie es sich entwickelt.

Und große Institutionen und Organisationen bewegen sich eben auch sehr langsam und verändern sich langsam. tun sich oft auch schwer mit dem liebgewonnen Abschied zu nehmen. Das trifft vermutlich nicht nur auf die beiden großen Kirchen zu, sondern auch auf FeGs und so. Wer seinen 100sten Geburtstag feiert, ist eben doch nicht mehr ganz so jung und ohne Tradition.

Gedanken werden sich gemacht.

Meine Vermutung ist ja oft auch, dass Kirche zu eingestaubt klingt und es daher schon schwerer hat als die neu gegründete Gemeinde die sich im Kino oder ner Kneipe trifft.

channuschka antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 7672
Veröffentlicht von: @channuschka

Meine Vermutung ist ja oft auch, dass Kirche zu eingestaubt klingt und es daher schon schwerer hat als die neu gegründete Gemeinde die sich im Kino oder ner Kneipe trifft.

Das erlebe ich gerade bei den Jugendlichen und jungen Erwachsenen unserer Gemeinde ganz anders.
Die kennen natürlich auch die neuen coolen und hippen Gemeinden wie ICF und Hillsong - und haben sich, wenn sie sich firmen lassen, doch ganz bewusst für die RKK entschieden.
Es ist für sie völlig in Ordnung und richtig so, dass es in der Kirche anders zugeht als am Samstagabend auf einer Party oder im Club.
Es gibt bei uns einmal pro Woche eine Messe im Tridentinischen Ritus in lateinischer Sprache, da sind mehr als die Hälfte der Besucher unter 30.

suzanne62 antworten
Tinkerbell
(@tinkerbell)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 1552
Veröffentlicht von: @channuschka

Viele Ortsgemeinden haben aber lieber jeden Sonntag nur ihre 15 Besucher bevor sie mit den Nachbarn zusammen gelegt werden. So bleiben die Kirchen dann auch leer - aber immerhin hat jeder nen Platz.

Das kann man nur nicht allzu lange machen, denn auf Dauer kann sich keine Ortsgemeinde mit 15 Leuten alles leisten - Unterhalt des Gebäudes, Pfarrer, Organist und so weiter. Der Unwille ist auch verständlich, denn in den fünf Reihen sitzen zu 90% Leute über 70. Die Einzugsgebiete werden immer riesiger und welche Oma, die vielleicht gar kein Auto hat, möchte jeden Sonntag in einer anderen Kirche sitzen?

Ich sehe es hier vor Ort ja auch - vier Kirchen zusammengelegt, nur noch ein angestellter Pfarrer, ansonsten alles Laien, Aushilfen und Pfarrer im Ruhestand. Der Reihe nach gehen alle Orgeln kaputt, weil sie nur noch so selten gespielt werden. Die Ehrenamtlichen bekommen immer mehr zu tun. Diverse Zweige der Gemeindearbeit sind tot, weil es keiner mehr schafft. Gleichzeitig aber immer noch diese gewisse Arroganz, dass man mit "diesen Freikirchen" nichts machen will - könnten einem ja die Leute abwerben. Wir versuchen zum Beispiel seit Jahren, die Jugendarbeit etwas überkonfessionell zu gestalten, ist ja hier alles Diaspora und in einer größeren Gruppe ist es schon cooler 😉 Die evangelische Kirche verweigert sich konsequent und schaut lieber zu, wir ihnen die drei, vier Konfirmanden pro Jahr dann danach wegrennen - aber Hauptsache, man ist unter sich.

tinkerbell antworten
TylerD
 TylerD
(@tylerd)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 124
Veröffentlicht von: @tinkerbell

Diverse Zweige der Gemeindearbeit sind tot, weil es keiner mehr schafft. Gleichzeitig aber immer noch diese gewisse Arroganz, dass man mit "diesen Freikirchen" nichts machen will - könnten einem ja die Leute abwerben. Wir versuchen zum Beispiel seit Jahren, die Jugendarbeit etwas überkonfessionell zu gestalten, ist ja hier alles Diaspora und in einer größeren Gruppe ist es schon cooler 😉 Die evangelische Kirche verweigert sich konsequent und schaut lieber zu, wir ihnen die drei, vier Konfirmanden pro Jahr dann danach wegrennen - aber Hauptsache, man ist unter sich.

Das ist "normal", so böse es klingt.

Es gibt die Apex Predator Theory. Die besagt, dass es unter bestimmten Voraussetzungen ein dominantes (Raub)tier gibt. Wie Dinosaurier, IBM, Landeskirchen, Volksparteien. Solange die Voraussetzungen gleich bleiben, kann man sie auch nicht vom Thron stoßen, weil sie sehr effizient, groß und mächtig sind. Wenn sich die Voraussetzungen aber ändern, gewinnen dann energieeffizientere, kleinere, nicht so träge, anpassungsfähigere Organismen: Kleine Säuger, Microsoft das nicht am Verkauf von Großrechnern hängt, Freikirchen und alternative Glaubensrichtungen, Ein-Themen-Parteien,...

tylerd antworten
Channuschka
(@channuschka)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 4422

Och - und wenn Pfarrer was ändern wollen, dann ist der Kirchengemeinderat/Ältestenkreis/Presbyterium dagegen....

Ich kenn da Geschichten .... immerhin hab ich noch gute Kontakte zur Pfarrerschaft auch wenn ich selbst nicht den Weg gegangen bin nach dem Studium 😊

channuschka antworten
Tinkerbell
(@tinkerbell)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 1552

Es liegt auch definitiv nicht am Pfarrer. Der will gerne, aber die Gemeinde und die Mitarbeiter blockieren so vieles...echt schade. Gerade in Gegenden, wo alle Kirchen (auch Freikirchen) eher klein sind, wäre es doch sinnvoll, die Kräfte für gewisse Dinge zu bündeln.

tinkerbell antworten
Channuschka
(@channuschka)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 4422

Wäre es - ich kenne übrigens auch Beispiele, wo es funktioniert. Allerdings sind hier eher alle groß als alle klein...

channuschka antworten
Stefantweeetys
(@stefantweeetys)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 426
Veröffentlicht von: @tinkerbell

Gleichzeitig aber immer noch diese gewisse Arroganz, dass man mit "diesen Freikirchen" nichts machen will - könnten einem ja die Leute abwerben.

Hm ja.... das ist auch so, aber im Grunde traurig. Ich glaube nicht, dass es "im Himmel" einen Unterschied macht zu welcher Gemeinde man gehört, es bleibt eine Familie ganz egal wie groß die Unterschiede auch sein mögen. Es kommt auf die Einstellung an und nicht um das drum rum.

stefantweeetys antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 19306
Veröffentlicht von: @tinkerbell

Wir überarbeiten gerade unser System, damit die Arbeit gerechter verteilt wird.

Habt Ihr da gute Ideen?
Ich lerne immer gern dazu.

Wir haben ein Team in der Gemeinde, dass nur dafür da ist, Leute zusammen zu bringen, ihre Gaben und Potential zu entdecken und sie zu ermutigen, sich einzubringen. Es geht da um gabenorientierte Dienste und nicht darum, fehlende Posten zu besetzen. Das ist etwas lanfristig und mühsam, funktioniert aber 😊

Veröffentlicht von: @tinkerbell

Ich glaube z.B. nicht, dass gewisse Leute sich bei uns Gedanken machen, woher die geputzten Toiletten kommen - die sind zufällig immer sauber 😨

Ja gut, diese Leute haben wir auch. Da kann man nur drüber stehen und seine Arbeit machen.

Veröffentlicht von: @tinkerbell

Das geht eine Weile lang gut, aber irgendwann, wenn die arbeitenden 50% müde werden, einige ausfallen, vielleicht Leute wegziehen usw. bricht das System ja zusammen.

Bin ich Deiner Meinung, allerdings ist es nicht meine Aufgabe, die Mitarbeiter zu rekrutieren, da müssen sich die Leiter mit befassen. Ich mache, was ich kann, motiviere wo ich kann und hoffe, dass die Leitung Wege findet, die Arbeit gerecht zu verteilen.

Veröffentlicht von: @tinkerbell

Man müsste nur noch überlegen, wie man das gut umgesetzt bekommt 😀

Da hast Du jetzt was bei mir angestoßen 😀

tristesse antworten
BeLu
 BeLu
(@belu)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 5148
Veröffentlicht von: @channuschka

Und weißt du was - das sind nur bekannte Beispiele. ich kenne privat Menschen, die das "Aussitzen" perfekt beherrschen und das kann im direkten Umgang viel anstrengender sein als wenn man das bei Politikern beobachtet. Vorallem wenn das "Aussitzen" darauf hinausläuft, dass andere handeln - und du oft der andere bist.

Oh ja. Wenn man mit solchen Leuten beruflich zusammenarbeiten muss, kann das auch sehr anstrengend sein.

belu antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 19306

Oh ja, im Job sind die ein Albtraum.

tristesse antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 7672
Veröffentlicht von: @belu

Wenn man mit solchen Leuten beruflich zusammenarbeiten muss, kann das auch sehr anstrengend sein.

Ja, dann - aber eigentlich nur dann - nervt es wirklich ungemein.
Denn privat kann man ihnen ja aus dem Weg gehen.

Nachtrag vom 13.08.2019 0058
Jedenfalls wenn man Single ist.

suzanne62 antworten
Channuschka
(@channuschka)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 4422
Veröffentlicht von: @suzanne62

Ja, dann - aber eigentlich nur dann - nervt es wirklich ungemein.
Denn privat kann man ihnen ja aus dem Weg gehen.

Bedingt - wenn man nicht unbedingt einsam enden will.

channuschka antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 7672
Veröffentlicht von: @channuschka

Bedingt - wenn man nicht unbedingt einsam enden will.

Ich finde Einsamkeit kein gar so großes Übel. Jedenfalls ein weitaus geringeres als Zeit zu verbringen mit Leuten, die ich nicht mag.

suzanne62 antworten
Tinkerbell
(@tinkerbell)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 1552
Veröffentlicht von: @suzanne62

Ich finde Einsamkeit kein gar so großes Übel.

Dann verwechselst du vermutlich Alleinsein mit Einsamkeit. Ich glaube, es gibt sehr wenige Menschen, die Einsamkeit nicht schlimm oder gut erträglich finden. Denn darauf ist der Mensch einfach nicht programmiert, er braucht Gesellschaft.

tinkerbell antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 7672
Veröffentlicht von: @tinkerbell

Dann verwechselst du vermutlich Alleinsein mit Einsamkeit. Ich glaube, es gibt sehr wenige Menschen, die Einsamkeit nicht schlimm oder gut erträglich finden.

Dann bin ich einer davon.

Veröffentlicht von: @tinkerbell

er braucht Gesellschaft.

Nicht von Menschen, die mir nicht gut tun.

suzanne62 antworten
Tinkerbell
(@tinkerbell)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 1552
Veröffentlicht von: @suzanne62

Nicht von Menschen, die mir nicht gut tun.

Das geht ja jedem so. Aber vermutlich ist keiner von uns zu 100% von Menschen umgeben, die ihm nicht guttun, insofern ist die Diskussion müßig - wer zwei, drei nervige Menschen aus seinem Leben streicht, ist mit Sicherheit nicht umgehend einsam. Und ich schätze sehr, dass auch du soziale Kontakte hast und nicht in Einsamkeit lebst. Wie gesagt: Alleinsein ist nicht Einsamkeit.

tinkerbell antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 7672
Veröffentlicht von: @tinkerbell

Alleinsein ist nicht Einsamkeit.

Ich weiß das sehr wohl zu unterscheiden.

Klar ist Einsamkeit nichts Schönes. Dem Zusammensein mit manchen Zeitgenossen ziehe ich sie dennoch vor.

suzanne62 antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 19306

Wie Tinkerbell sagte, es macht einen Unterschied, ob man einsam oder allein ist.

tristesse antworten
TylerD
 TylerD
(@tylerd)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 124
Veröffentlicht von: @belu

Oh ja. Wenn man mit solchen Leuten beruflich zusammenarbeiten muss, kann das auch sehr anstrengend sein.

Ich finde das manchmal sogar angenehm, weil man dann den Freiraum gestalten kann, den sie nicht blockieren.

tylerd antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 19306

Manchmal muss man gewisse Dinge auch abwarten, anstatt loszustürmen und evtl. noch mehr kaputt zu machen.

tristesse antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 19306

Pfui
Man reduziert Menschen nicht auf ihr Äußeres.
Vor allem nicht, wenn es große, deutsche Staatsmänner sind, denen wir viel zu verdanken haben.

tristesse antworten
Channuschka
(@channuschka)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 4422
Veröffentlicht von: @tristesse

Man reduziert Menschen nicht auf ihr Äußeres.
Vor allem nicht, wenn es große, deutsche Staatsmänner sind, denen wir viel zu verdanken haben.

Nicht? 😨 Sein Nachfolger war doch der mit den gefärbten Haaren, oder? 😛

Icht euch schon mal aufgefallen, dass Aussitzen in der Politik zu langen Regierungszeiten führt?
Scheint also nicht die schlechteste Art zu sein Politik zu machen. Friedrich der Weise - Luthers Landesherr - hat das auch hin und wieder als Mittel der Politik genommen.

Allerdings ist das Privatleben und Politik nicht immer das selbe...

channuschka antworten
BeLu
 BeLu
(@belu)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 5148
Veröffentlicht von: @channuschka

Nicht? 😨 Sein Nachfolger war doch der mit den gefärbten Haaren, oder? 😛

Ist der nicht juristisch gegen die Behauptung vorgegangen, seine Haare seien gefärbt? Sei bloß vorsichtig...

belu antworten
Channuschka
(@channuschka)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 4422
Veröffentlicht von: @belu
Veröffentlicht von: @belu

Nicht? 😨 Sein Nachfolger war doch der mit den gefärbten Haaren, oder? 😛

Ist der nicht juristisch gegen die Behauptung vorgegangen, seine Haare seien gefärbt? Sei bloß vorsichtig...

Ok - sein Nachfolger war der lustige Typ der seine Frau ne Flasche Bier holen schickt.

channuschka antworten
TylerD
 TylerD
(@tylerd)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 124
Veröffentlicht von: @channuschka

Ok - sein Nachfolger war der lustige Typ der seine Frau ne Flasche Bier holen schickt.

Er hat uns immerhin Lieder hinterlassen:
https://youtu.be/J9s2n9BP4aU
https://youtu.be/ti8Czrh0eb0

tylerd antworten
Channuschka
(@channuschka)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 4422

Das scheint ein Phänomen der Zeit gewesen zu sein über alles Lieder zu machen - hab ich mir schon bei Big Brother gedacht.... warum eigentlich?

channuschka antworten
TylerD
 TylerD
(@tylerd)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 124
Veröffentlicht von: @channuschka

Das scheint ein Phänomen der Zeit gewesen zu sein über alles Lieder zu machen - hab ich mir schon bei Big Brother gedacht.... warum eigentlich?

Ich weiß nicht.
Weil es damals noch kein YouTube auf Handys gab und das Radio das Massenmedium war, das jeder nebenher konsumieren konnte?

tylerd antworten
Channuschka
(@channuschka)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 4422

Dann bin ich YT wenigstens dafür sehr dankbar!!! 😀
Wobei.... im Radio kommt immer noch vieles... was eher nicht meinem Geschmack und dem Wohlbefinden meiner Ohren entspricht 😊

channuschka antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 13 Jahren

Beiträge : 15656
Veröffentlicht von: @channuschka

Das scheint ein Phänomen der Zeit gewesen zu sein über alles Lieder zu machen

In vielen Ländern wird über ganz normale Alltagssituationen gesungen, z.B. übers Kochen oder über die Nachbarin, die geraucht hat und jetzt steht die Feuerwehr vor der Tür. - Oder meinst Du mit "über alles Lieder machen" eher etwas anderes?

neubaugoere antworten
Channuschka
(@channuschka)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 4422

Ich meinte eher etwas anderes - Kanzlershow, singende BB-Bewohner und solche Phänomene. Vielleicht weil man in den 90ern die Fußballnationalmannschaften nicht mehr hat singen lassen 🤨

channuschka antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 13 Jahren

Beiträge : 15656

ah, okay 😊

neubaugoere antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 7672

😀😀😀😀😀

suzanne62 antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 19306

Was war lustig an meiner Bemerkung?

tristesse antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 7672
Veröffentlicht von: @tristesse

Was war lustig an meiner Bemerkung?

Dass sie von einer Person kam, die kürzlich noch eine amtierende Ministerin als "Flinten-Uschi" tituliert hat.

suzanne62 antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 19306

Mir war nicht bewusst, dass du nicht in der Lage bist zu differenzieren.

Nehm ich in Zukunft Rücksicht drauf.

tristesse antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 19306

Ich vergass...
Mir ist eben eingefallen, dass wir im Smalltalk sind.
Nichts für ungut 😊

tristesse antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 7672
Veröffentlicht von: @tristesse

Nichts für ungut 😊

Alles gut.

suzanne62 antworten
tristesse
Beiträge : 19306

Wie lange wartet Ihr...
... nach einem "Date" (sofern es eins ist) bis Ihr Euch dann wieder meldet?

tristesse antworten
160 Antworten
Channuschka
(@channuschka)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 4422

Ich bilde mir ein, dass wir diese Frage hier schon öfter erörtet haben 😀

Irgendwo hab ich mal was von zwei bis drei Tagen gelesen. In Zeiten von WhatsApp und Co. verschieben sich aber die Regeln..... und in den Gruppen sowieso, weil jede Gruppe eigene Regeln hat was lange und was kurz ist.

gibt es nicht irgendeinen Vorwandt, den du zur Kontaktaufnahme nehmen kannst? Schönen Urlaub, viel Spaß beim Packen, hoffe du bist gut angekommen???

Ich bin allerdings alles andere als eine Date-Expertin, weil ich es meistens gar nicht soweit kommen lasse .... !-S

Nachtrag vom 13.08.2019 1156
😕

channuschka antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 19306

Moin,

Veröffentlicht von: @channuschka

gibt es nicht irgendeinen Vorwandt, den du zur Kontaktaufnahme nehmen kannst? Schönen Urlaub, viel Spaß beim Packen, hoffe du bist gut angekommen???

Er fährt erst Samstag 😊
Wir sehen uns Donnerstag noch mal kurz.
Ich hab ihm jetzt den Link von einem Museum geschickt, über das wir gesprochen haben und mir der Name nicht einfiel 😎

tristesse antworten
Channuschka
(@channuschka)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 4422
Veröffentlicht von: @tristesse

Ich hab ihm jetzt den Link von einem Museum geschickt, über das wir gesprochen haben und mir der Name nicht einfiel 😎

Gut gemacht 😎

Dann seht ihr euch übermorgen und zwei Tage später kannst du ihm einen schönen Urlaub wünschen. Läuft doch. Und wenn er sich zurückmeldet läuft vielleicht noch mehr 😉

channuschka antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 19306

Er kommt Donnerstag vorbei 😊 Wir malen ja zusammen und er bringt mir einen Teil eines gemeinsamen Projekts, was ich in seinem Urlaub fertig stellen kann.

Leider können wir uns nicht zu zweit bei dem anderen allein treffen, das macht er aus Prinzip nicht, aber vielleicht lässt er sich ja auf einen Spaziergang ein.

tristesse antworten
Tinkerbell
(@tinkerbell)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 1552
Veröffentlicht von: @tristesse

Leider können wir uns nicht zu zweit bei dem anderen allein treffen, das macht er aus Prinzip nicht, aber vielleicht lässt er sich ja auf einen Spaziergang ein.

Warum das...? Klingt ein bisschen nach Joshua-Harris-Jünger der ersten Stunde 😀 Pass nur auf, dass du nicht irgendwann auch am Kühlschrank Regeln des gemeinsamen Zusammenseins hängen hast, die ebenfalls dem Pastor zwecks Kontrolle ausgehändigt werden 😌

tinkerbell antworten
stundenglas
(@stundenglas)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 4769
Veröffentlicht von: @tinkerbell

Joshua-Harris

Lässt der sich nicht gerade scheiden?

stundenglas antworten
Tinkerbell
(@tinkerbell)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 1552

Richtig. Und Christ ist er jetzt auch nicht mehr. Aber seine damalige "Anleitung" hat er ja schon vor einiger Zeit als falsch eingestuft und widerrufen.

tinkerbell antworten
stundenglas
(@stundenglas)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 4769

Ah, ok, ich hatte das nicht weiter verfolgt. *quak*

stundenglas antworten
Stefantweeetys
(@stefantweeetys)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 426
Veröffentlicht von: @stundenglas

Ah, ok, ich hatte das nicht weiter verfolgt. *quak*

Oh... interessant. Kann mich erinnern, vor 20 Jahren waren seine Bücher überall top aktuell, überall in den christlichen Bücherläden und er hat bestimmt gut daran verdient.

In der englischen Wiki steht nun, dass es keine Neuauflagen von einigen seiner Bücher mehr geben wird. Immerhin konsequent.

stefantweeetys antworten
BeLu
 BeLu
(@belu)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 5148

Dann kann er ja jetzt ein Buch über die Wandlung seiner Ansichten in den letzten 20 Jahren schreiben. Das verkauft sich bestimmt auch wieder gut.

belu antworten
Stefantweeetys
(@stefantweeetys)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 426

Ungeküsst und kein Frosch Autor lässt sich scheiden

Veröffentlicht von: @belu

Dann kann er ja jetzt ein Buch über die Wandlung seiner Ansichten in den letzten 20 Jahren schreiben.

Vielleicht, aber ich habe mir sein Statement angeschaut. Er bereut seine Bücher und das verstehe ich.

Auf der einen Seite waren die Bücher schon immer recht radikal, besonders für die europäische Seite. Viele Menschen, sowohl Pastoren, Eltern und junge Erwachsene haben seine gelesen und fanden sie gut.

Die daraus resultierenden Folgen waren aber oft weniger gut. Sexualität und so war schon immer ein heikles Thema, aber oft wurden Menschen die einen "Fehler" gemacht haben gerade wegen des Buches "verdammt", gemieden oder als "gefallen" angesehen. Eine Leute kenne ich persönlich die gerade wegen dem Buch in unnötige Probleme geraten sind.

Josh ist sich dem durchaus bewusst. Seine Entschuldigung und Reue klingt zumindest sehr glaubhaft und sein Handeln bestätigt das. Er möchte damit kein Geld mehr verdienen.

stefantweeetys antworten
Tinkerbell
(@tinkerbell)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 1552
Veröffentlicht von: @stefantweeetys

Auf der einen Seite waren die Bücher schon immer recht radikal, besonders für die europäische Seite. Viele Menschen, sowohl Pastoren, Eltern und junge Erwachsene haben seine gelesen und fanden sie gut.

In Deutschland? Das glaube ich nicht. Ja, die Grundaussage "kein Sex vor der Ehe" mit Sicherheit. Das ist aber nicht das Radikale an seinen Büchern, sondern Tipps wie "Gib deinem Pastor eine Liste der Regeln, die du mit deinem Partner aufgestellt hast, damit jemand die Einhaltung prüfen kann". In die Richtung ging das ja alles - und da kenne ich wirklich niemanden, der das gut fand oder gar gemacht hat. Auch nicht in konservativen evangelikalen Kreisen. Sein Buch war einfach zu amerikanisch, die ganze Dating-Kultur unterscheidet sich so sehr von unserer, dass man wenig übertragen kann.

tinkerbell antworten
Stefantweeetys
(@stefantweeetys)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 426
Veröffentlicht von: @tinkerbell

In Deutschland? Das glaube ich nicht. Ja, die Grundaussage "kein Sex vor der Ehe" mit Sicherheit. Das ist aber nicht das Radikale an seinen Büchern, sondern Tipps wie "Gib deinem Pastor eine Liste der Regeln,....

Hm, ich habe 2 Jahre in einer christlichen Bücherstube gearbeitet, wo die Bücher raus gekommen sind. Das Buch hat sich schon gut verkauft, auch wenn etliche Dinge zu sehr amerikanisch und hier nicht anwendbar waren. Die Sache mit: "Gib dem Pastor eine Liste und so" hat wahrscheinlich niemand umgesetzt, aber das Buch hatte zumindest in meinem Bekanntenkreis durchaus einen Einfluss, oft auch negativ.

Ein paar hat das auch hier bei j.de erwischt... die Person muss aber selbst davon erzählen.

stefantweeetys antworten
Stefantweeetys
(@stefantweeetys)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 426

Film ...

Veröffentlicht von: @belu

Dann kann er ja jetzt ein Buch über die Wandlung seiner Ansichten in den letzten 20 Jahren schreiben.

Es gibt einen Film dazu, der einige negative Aspekte seines Buches herausstellt.
I SURVIVED
I KISSED DATING GOODBYE.

Der Film ist von ihm, er verdient daran nichts, auch wenn es eine kostenpflichtige "editors version" gibt. Das Geld geht aber zu 100% an die Produktionsfirma.

stefantweeetys antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 19306

Hallo,
das hat für mich gute und nachvollziehbare Gründe, die ich hier aber nicht öffentlich ausbreiten möchte.
Für mich ist das kein Problem, bei anderen Männern hätte ich es lächerlich gefunden, aber bei ihm ergibt es tatsächlich Sinn 😊

tristesse antworten
Channuschka
(@channuschka)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 4422
Veröffentlicht von: @tristesse

Leider können wir uns nicht zu zweit bei dem anderen allein treffen, das macht er aus Prinzip nicht, aber vielleicht lässt er sich ja auf einen Spaziergang ein.

Fragen kostet nichts - außer Überwindung.
Und nicht jedes "Nein" ist gleich ein entgültiges für eine Beziehung 😉

channuschka antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 19306

Wie ich eben schrieb, hat es ja für dies Mal geklappt 😊

Er kam rein, nahm Platz und es war völlig okay.

tristesse antworten
Tinkerbell
(@tinkerbell)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 1552

Hast du keine Fotos bei dem Zoo-Ausflug gemacht? Das ist doch ideal - einfach am nächsten Tag paar rüberschicken mit einem witzigen Kommentar. Ansonsten würde ich, wenn es kein richtiges Date war (mit Freundin und Kind klingt es jetzt eher nicht so) nicht krampfhaft nach einem Aufhänger suchen, sondern warten, bis sich irgendwas Relevantes ergibt, was man dem anderen schreiben/sagen/mailen kann.

tinkerbell antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 19306

Die Fotos hat er schon am Samstag bekommen, Sonntag haben wir uns gesehen.

Ich hab ihm jetzt noch was geschickt, worüber wir gesprochen haben. Mal schauen ob er anbeisst 😎

tristesse antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 5 Sekunden

Beiträge : 0

Kommt drauf an
Mal 5 Minuten oder der einem.Tag
Oder .. mal 5 Tage. So nach dem Motto
" Willst Du gelten, mach dich selten"
Kommt drauf an... aufs Bauchgefühl

Anonymous antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 19306
Veröffentlicht von: @scylla

Willst Du gelten, mach dich selten"

Das ist so ein Spruch 😀

tristesse antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 7672

Als Männer/Beziehungen für mich noch ein Thema waren, habe ich mich nach Dates gar nicht gemeldet. Das war Sache des Mannes.
Ich weiß, dass das total nach "Old School" klingt, und das ist es auch.
Gut möglich, dass jüngere Männer da heute anders ticken.
Aber bei Männern meines Alters - auch bei linken, friedens -und ökobewegten war es nun mal so, dass sie diejenigen sein wollten, von denen die Initiative ausging.
Sich als Frau nach einem Date von sich aus zu melden war ein ziemlich sicheres Mittel, einen Mann in die Flucht zu schlagen.
Habe ich dementsprechend auch immer nur gemacht, wenn ich den Typen wieder loswerden wollte.
Ebenso habe ich, wenn mir an einem Mann etwas lag und ich wollte, dass "etwas daraus wurde", darauf geachtet, nicht nach dem ersten Date im Bett zu landen, möglichst auch noch nicht nach dem zweiten...
Klingt vorgestrig, ich weiß, und auch das mag sich geändert haben.
Aber bei Typen in meinem Alter war auch das ein ziemlich sicheres Mittel dafür zu sorgen, dass sie sich garantiert nie wieder meldeten. Keine Ahnung, warum das so war, aber wenn man bzw. frau mitspielen wollte, war es ratsam, die Regeln zu kennen und sich dran zu halten.
Es hat ganz entschieden seine Vorteile, mit diesem ganzen Zirkus nichts mehr zu tun zu haben....

suzanne62 antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 19306
Veröffentlicht von: @suzanne62

Klingt vorgestrig, ich weiß, und auch das mag sich geändert haben

Das hat sich mit Sicherheit geändert 😊

tristesse antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 7672

Umso besser.

suzanne62 antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 5 Sekunden

Beiträge : 0

Das klingt weder vorgestrig noch hat sich daran tatsächlich etwas geändert.

Wenn man sich selbst als Frau und einem der zukünftige Partner etwas wert ist, dann geht man nicht sofort miteinander ins Bett. Denn so gut kann man sich ja nach ein paar Mal sehen noch gar nicht kennen.
Und Männer, die eine Frau sofort ins Bett kriegen wollen, sollte man sowieso abhaken.
Diese Haltung hat, finde ich, nichts mit dem Alter der Männer zu tun, sondern mit gegenseitiger Wertschätzung.

Ebenso ist es keine gute Idee, Männern hinterherzulaufen. Wenn sie wirklich Interesse haben, melden die sich schon.

Einige Dinge werden nie "old School", das ist auch gut so.

Anonymous antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 19306

Hallo.

Veröffentlicht von: @amsiri

Wenn man sich selbst als Frau und einem der zukünftige Partner etwas wert ist, dann geht man nicht sofort miteinander ins Bett. Denn so gut kann man sich ja nach ein paar Mal sehen noch gar nicht kennen.
Und Männer, die eine Frau sofort ins Bett kriegen wollen, sollte man sowieso abhaken.
Diese Haltung hat, finde ich, nichts mit dem Alter der Männer zu tun, sondern mit gegenseitiger Wertschätzung.

Ich suche gerade in meinem Beitrag die Aussage, die sich mit der Frage auseinander setzt, mit meiner Verabredung ins Bett zu gehen. Davon war nie die Rede?

Veröffentlicht von: @amsiri

Ebenso ist es keine gute Idee, Männern hinterherzulaufen. Wenn sie wirklich Interesse haben, melden die sich schon.

Ebenso kann von "Hinterherlaufen" auch nicht die Rede sein.
Hab ich nie gemacht und fange ich auch nicht mit an.

Veröffentlicht von: @amsiri

Einige Dinge werden nie "old School", das ist auch gut so.

Vielleicht ist das bei Dir so.
Da hab ich aber andere Erfahrungen gemacht und würde schon differenzieren.

tristesse antworten