Wäre es nicht besser ganz ohne Männer?
Wir sind hier zwar im Smalltalk, aber ein ernster Hintergrund ist trotzdem da:
Noch nie in der Geschichte war es einfacher gewesen, ein Geschlecht, nämlich das Männliche, komplett auszuschalten.
Wenigstens langfristig gesehen.
Die Vorgehensweise wäre doch ganz einfach, die Frauen entscheiden eh in der Mehrheit, ob ein Kind zur Welt kommt oder abgetrieben wird.
Wenn nun immer alles männliche abgetrieben wird, werden eines Tages nur noch Mädchen übrig bleiben und die Fortpflanzung wäre trotzdem gesichert, weil die Sperma-Samenbanken ja gestopft voll sind mit Sperma aller Art.
Jetzt könnte man auch bewußt Sperma von Elite-Leuten a la Albert Einstein (Geist) oder Arnold Schwarzenegger (Muckis) verwenden und es gäbe nur noch Elite-Frauen mit Intelligenz und Muskeln.
Die Begründung liegt doch auf der Hand: ich habe schon Frauen auf dem Dach als Dachdeckerin, ölverschmiert als KFZ-Mechanikerin, mit dem Presslufthammer beim Straßenbau, als Busfahrerin etc, usw. gesehen.
Lange Rede kurzer Sinn: der Beweis ist jetzt doch längst hinreichend geführt, dass Frauen alles können, was Männer auch können und da nicht hintendran stehen müssen.
Für "das Eine" gibt es inzwischen längst Vibratoren und mechanische Hilfsmittel, die viel ausdauernder sind als der stärkste Mann.
In Japan gibt es längst Silikon-Ersatzliebhabermänner, vollgestopft mit intelligenter Elektronik, die meckern nicht und kommen nicht besoffen nach Hause, sondern tun genau das, was Frau möchte.
Die Frage ist also naheliegend: Wozu braucht man die Männer eigentlich überhaupt noch?
Die Vorteile lägen auf der Hand: nie wieder ein brüllender Hitler oder ein arroganter Erdogan oder ein dummdreister Trump oder Boris Johnson oder verbrecherischer Kim Jong Un.
Nie wieder Vergewaltigung und Männer, die ihre Frauen schlagen oder misshandeln, keine Prostitution und Pornographie mehr.
Nur noch bezaubernde Mädchen und Frauen, welche diese Welt schmücken und erhalten und nicht plündern und verschmutzen und klimaschädigen würden.
Wäre das nicht paradiesisch?
Frauenfeindlichkeit
Wie sehr erfreust Du dich an der Empörung, die Du durch solche Texte erzeugst?
Veröffentlicht von: @draeggsaggIn letzter Zeit fällt mir auf, dass viele Frauen neuerdings alles tun, was in ihrer Macht steht, um die ihnen von Gott gegebene Schönheit möglichst schnell zu ruinieren
Es gibt Typen, da mache tatsächlich alle, was in meiner Macht steht, um sie mir vom Hals zu halten.
Jeder bemüht sich, so gut er kann................
...................seinem Nick alle Ehre zu machen.
Sei versichert, es gelingt dir immer wieder bestens!
Ich als Mann finde deine Aussagen mehr als peinlich. Das geht schon in Richtung Fremdschämen.
Was deine sexistischen Ausfälle noch mit dem Thema zu tun haben ist mir überdies nicht ersichtlich.
Veröffentlicht von: @draeggsaggZum Beispiel diesen Sommer, wo wir die Tage über 40°C hatten, da geh ich auch gern mal in ein ganz normales öffentliches Schwimmbad.
Du solltest womöglich viel öfter mal unter Leute gehen. Da lernt man dann ganz zwanglos per Üben, welche Äußerungen so ankommen und welche man besser runterschlucken sollte.
Letzten Endes ist es freilich eine Geschmacksfrage. Die einen finden übergewichtige Menschen eklig, die anderen finden unkontrolliert rausgekotzte misogyne Ausfälle eklig. Insbesondere, da ja bei letzteren immer etwas Braunes in den Mundwinkeln kleben bleibt.
Nein, denn.........
1. hat Gott sich etwas dabei gedacht, als er sowohl Männer als auch Frauen erschaffen hat.
2. habe ich einen ganz wunderbaren Mann, auf den ich nicht verzichten wollt
3. habe ich 4 Enkelsöhne, die sind sowas von wunderbar, dass ich jetzt gleich 3 von ihnen besuchen werde.
4. zählich ich auch meinen Sohn und meine beiden Schwiegersöhne zu diesen sehr feinen Männern.
5, begegne ich immer wieder sehr respektvollen, achtsamen und feinen anderen Männern.
Aber das unser Leben kein Ponyhof ist, gibt es auch Menschen beiderlei Geschlechts, auf die ich gerne verzichten könnte.
Da es sie aber gibt, sind sie mir wohl in den Weg gestellt, um an ihnen zu wachsen und zu reifen.
Veröffentlicht von: @irrwischDa es sie aber gibt, sind sie mir wohl in den Weg gestellt, um an ihnen zu wachsen und zu reifen.
Das ist ein wichtiger Satz. Ich denke da besonders an die Nächsten- und Feindesliebe.
Wie gehen wir mit unseren Mitmenschen in Konflikten um? Üben wir Macht aus, weil wir es können, wie etwa viele Männer, die immer noch mit diesem Selbstverständnis männlicher Privilegien aufwachsen, oder entscheiden wir uns für ein kooperatives, liebevolles Miteinander.
Es ist so wünschenswert, dass sich die Gesellschaft mehr und mehr in die kooperative Richtung entwickelt.
Veröffentlicht von: @lavoisineÜben wir Macht aus, weil wir es können, wie etwa viele Männer, die immer noch mit diesem Selbstverständnis männlicher Privilegien aufwachsen, oder entscheiden wir uns für ein kooperatives, liebevolles Miteinander.
Der Vollständigkeit halber sei angemerkt, daß es durchaus auch viele Frauen gibt, die Macht ausüben, weil sie es können.
Veröffentlicht von: @aleschaDer Vollständigkeit halber sei angemerkt, daß es durchaus auch viele Frauen gibt, die Macht ausüben, weil sie es können.
Damit hast Du absolut Recht. Die Frage ist auch immer warum sie das tun. In einer Welt, wo man sich nicht nur gegen Männer, sondern auch gegen Konkurrentinnen durchsetzen muss, weil das System den Konkurrenzkampf schon in der Schule fördert, ist das leider nicht verwunderlich. Trotzdem kann man da Wege heraus finden.
Jenseits der existentiellen Bereiche (Beruf = Lebensunterhalt) findet man das allerdings auch. Intrigen, Hinterhältigkeiten und Machtausübung in Bereichen, die eigentlich gar nicht bedeutsam sind.
Und das macht mich traurig.
Mir kam da spontan das Verhalten mancher geschiedenen Frauen in den Sinn, die z.B., wie im eigenen Umfeld erlebt, den Vater von der Konfirmationsfeier der gemeinsamen Tochter ausladen, weil jener mit den Vorstellungen der Mutter, wie diese Feier zu gestalten sei, nicht einverstanden war. Die beiden hatten gemeinsames Sorgerecht, ist also nicht so, daß man da als Vater nichts zu melden hat.
Im schlimmsten Fall entziehen Mütter die Kinder ihren Vätern komplett, das dürfen sie zwar nicht, sitzen im Endeffekt trotzdem am längeren Hebel. Das ist auch ein Mittel, Macht auszuüben.
(Ja, ich weiß, die Mehrheit der Väter zahlt auch den Unterhalt nicht vollständig oder sogar gar nicht, genauso schlimm.)
Ansonsten: Zustimmung.
Veröffentlicht von: @lavoisineTrotzdem kann man da Wege heraus finden.
Prinzipiell nicht, nein.
Veröffentlicht von: @lavoisineJenseits der existentiellen Bereiche (Beruf = Lebensunterhalt) findet man das allerdings auch. Intrigen, Hinterhältigkeiten und Machtausübung in Bereichen, die eigentlich gar nicht bedeutsam sind.
In nicht so bedeutsamen Bereichen kann man gefahrloser trainieren...
Veröffentlicht von: @lavoisineUnd das macht mich traurig.
Ich habe mal - leider kann ich mich nicht mehr an die Quelle erinnern - eine ausführliche Argumentation dazu gelesen, dass der Konkurrenzkampf oder noch genauer: Machtkampf, insbesondere auch der zwischen den Geschlechtern, womöglich die Grundlage der Entwicklung einer hohen sozialen Intelligenz bei uns Menschen gewesen sein könne. Es ging darum, dass ja Männer und Frauen hinsichtlich der Verbreitung ihres jeweiligen Genoms zwei grundsätzlich unterschiedliche Strategien verfolgen: im Sinne des Mannes ist es, möglichst viele Frauen zu befruchten und denen dann die Arbeit mit der "Brutaufzucht" zu überlassen. Im Sinne der Frau ist es, sich von den genetisch "wertvollsten" Männern befruchten zu lassen und sich dann bei der Aufzucht der Brut von einem möglichst (ressource-) reichen Versorger assistieren zu lassen. Eine Frau kann nur rund einmal pro Jahr ein Kind in die Welt setzen: entsprechend ist es in ihrem genetischen Interesse, dass dieses eine Kind dann auch bestmöglich bis zur Geschlechtsreife überlebt. Was in der Zeit, in welcher der Mensch evolvierte, ohnehin schon nicht so ganz wahrscheinlich war.
Während der Mann ja praktisch zweimal am Tag ein Kind zeugen kann. Selbst wenn von den von ihm gezeugten Kindern nur ein Bruchteil, beispielsweise 5% aller Nachfahren bis in's reproduktionsfähige Alter überlebt, so würde es für ihn ja schon ausreichen, im Jahr dann 20 Frauen zu befruchten, um so auf ein Kind pro Jahr zu kommen. Da Männer üblicherweise sogar noch ein paar Jahre länger fruchtbar sind als Frauen, könnten womöglich schon 10 Befruchtungsvorgänge pro Jahr für ihn evolutionsbiologisch gesehen locker ausreichen, um seine Gene nicht nur in der nächsten Generation zu erhalten, sondern sogar auszubreiten.
Kurz: Es war im ureigensten Interesse der Frauen, Versorger an sich zu binden, um bei der Brutaufzucht mit vielen Ressourcen viele ihrer Kinder groß zu bekommen. Während es im ureigensten Interesse der Männer war, möglichst viele Frauen zu befruchten, und die Aufzucht der Brut dann ihnen zu überlassen, wo doch die Ressourcen, die in das Großziehen der Kinder investiert werden müssen, statistisch gesehen besser in die "Eroberung" neuer Sexualpartnerinnen investiert werden sollten.
Somit war die Ausgangslage die, dass Sex die von den Männern begehrte Ware war, während wirtschaftliche Ressourcen die von Frauen begehrte Ware war.
Wollte eine Frau also einen Versorger an sich binden, so konnte sie ihm im Gegenzug Sex anbieten. Aber nur, wenn dieser Sex entsprechend etwas wert war: also bestand weiblicherseits ein sozialökonomisch logisches Interesse daran, Sex rar zu machen, ihn, den Sex, also nicht einfach so "zu verschenken", sondern seine Gewährung an Bedingungen zu knüpfen: eine verläßliche Bindung seitens des Versorgers. Nach dem Motto: "Ich lass dich ran, wenn du mir im Gegenzug garantierst, die dir zur Verfügung stehenden Ressourcen für die Kinder aufzuwenden, die ich gebäre."
Aus Sicht der Männer war es sinnvoll, auf solche Deals zum Schein einzugehen, um den Sex zu bekommen, gleich danach aber den Deal zu kündigen, also die eingegangene Pflicht nicht zu erfüllen, um so mehr Ressourcen zu haben, weitere Frauen zu schwängern. Zumindest so lange, bis eine Art Sex-Kartell der Frauen etabliert war, das dafür sorgte, dass sich Frauen einfach nicht mehr von "Betrügern" schwängern ließen. Die Betrüger unter den Männern von den ehrlichen Handelspartnern zu unterscheiden - dafür bedurfte es seitens der Frauen allerdings einer erhöhten sozialen Intelligenz. Diejenigen unter den Frauen, deren höhere soziale Intelligenz sie davor bewahrte, sich von treulosen Hallodris schwängern zu lassen, reproduzierten sich erfolgreicher als die Frauen, die weiter mit jedem in die Kiste sprangen, der ihnen was vom Pferd erzählte.
Am erfolgreichsten freilich reproduzierten sich die Frauen, die sich von jungen, genetisch optimal ausgestatteten Kerlen schwängern ließen, dann aber sich als Versorger einen älteren, weiter auf der "Karriereleiter" oben stehenden Versorger suchten, der dann für das Kuckuks-Kind das Fleisch heranschaffte. Wenn die Frauen schlau genug waren, konnten sie womöglich sogar einem Braunhaarigen weißmachen, das hellblonde Kind entspringe sehr wohl seinen Lenden.
Womit dann diejenigen unter den Männern, die für Sex-Gewährung inkauf nahmen, Kinder zu versorgen, die womöglich gar nicht genetisch von ihnen abstammten, die evolutionstechnisch gesehen dumm aussahen. Es war aus männlicher Perspektive äußerst wichtig, sich sicher sein zu können, dass das Kind, das man da versorgte, auch tatsächlich das eigene war und nicht vom knackärschigen Gartenpfleger stammte. Also mußten sie Strategien finden, ihre Frauen zu überwachen, den Schwindel hinsichtlich der Kukukskinde rzu durchschauen usw. Sie mußten also sozial intelligenter werden, um nicht von der Frau, an die sie sich gebunden hatten, Hörner aufgesetzt zu werden. Eine Art Wettrüsten der sozialen Intelligenz begann, weil sich eben Frauen und Männer hinsichtlich der existentiellen Frage, wer wieviel Ressourcen in die Aufzucht des Nachwuchses investiere, ein grundsätzlicher Interessenskonflikt bestand (und bis heute besteht!). Frauen lernten, Männer zu belügen, Männer lernten, Frauen zu belügen. Und in einer Welt, in der Ressourcen immer knapp waren, war das Lügen (als Manifestation hoher sozialer Intelligenz) freilich auch zwischen Frauen und Männern ein willkommenes Instrument und wurde auch in nicht-sexuellen Kontexten eintesetzt.
Kurz: Wenn Dich Intrigen, Hinterhältigkeiten und Machtausübung zwischen Menschen prinzipiell traurig machen, solltest Du bedenken, dass die ihnen zugrundliegenden Fähigkeiten es sind, die uns Menschen so stark von anderen Spezies unterscheiden. Und die freilich auch die unabdingbare Kehrseite dessen sind, was man als Empathiefähigkeit versteht: Um die anderen gut belügen zu können, muß man sich gut in sie hineinversetzen können.
Und wenn die Mutter beispielsweise im Interesse ihres Kindes lügt (z.B. um es an einer guten Schule anzumelden o.ä.) - ist das dann auch traurig, oder ist es nicht nur allzu verständlich und wird von den meisten sogar als "irgendwie richtig" empfunden? Denn Intrigen, Hinterhältigkeiten und Machtausübung werden von uns nur dann als traurig und falsch empfunden, wenn sie wider unsere eigenen Interessen stattfinden, beispielsweise innerhalt des Clans oder der Familie. Wenn sie entsprechend unseren Interessen und wider ausserhalb unserer Bezugsgruppe Stehende eingesetzt werden, so findet das instinktiv erstmal niemand weiter schlimm.
Dass dank der Globalisierung heute inzwischen praktisch keine ausserhalb unserer Bezugsgruppe Stehenden mehr existieren - das ist uns instinktiv nicht einsichtig. Auch unsere Psyche entwickelte sich hinsichtlich evolutionsbiologischer Faktoren. Sie ist für eine globalisierte Welt recht untauglich.
Was die Evolution angeht, so lasteten auf dem Mann zwei Selektionsdrücke. Einmal die der natürlichen Umwelt und die sexuelle Selektion durch die Frau. Denn während Männer nahezu unbegrenzt Nachkommen zeugen können, ist die Möglichkeit bei Frauen begrenzt.
Frauen wählen also aus.
Frauen brauchen aber in der Schwangerschaft auch keinen Schutz durch einen einzigen Mann. Es könnte durchaus eine Gemeinschaft gemeinsam für den Nachwuchs sorgen. Und da auch Frauen Freude an Sex haben, glaube ich nicht, dass ein Tausch von Sex gegen Unfreiheit der Deal sein kann.
Meiner Meinung nach sind Patriarchiat und Evolution inkompatibel. Den Frauen sollte die freie Wahl genommen werden. Es ist Zucht im Käfig. Ein soziales Konstrukt. Eines unter dem ja übrigens auch viele Männer leiden.
Veröffentlicht von: @lavoisineFrauen wählen also aus.
Ja, bis dahin überhaupt kein Dissens.
Veröffentlicht von: @lavoisineFrauen brauchen aber in der Schwangerschaft auch keinen Schutz durch einen einzigen Mann.
In der Moderne nicht und in den Zeiten, in denen der Mensch evolvierte, womöglich während der ersten paar Schwangerschaftsmonate auch nicht. Darum ging es aber auch nicht in meiner (übernommenen) Argumentation. Sondern es ging um die Ressourcen, die die Kinderaufzucht benötigt und die immer (!) begrenzt und somit rar sind.
Veröffentlicht von: @lavoisineUnd da auch Frauen Freude an Sex haben, glaube ich nicht, dass ein Tausch von Sex gegen Unfreiheit der Deal sein kann.
Es war aber der Deal. Und mir ging es darum aufzuzeigen, dass beide Seiten (Männer wie Frauen) Interesse an den jeweiligen Vorzügen des Deals hatten, ebenso wie daran, die Verpflichtungen durch den Deal zu umgehen - was sozial intelligenten Individuen (Gewinnern) leichter fiel als weniger sozial intelligenten Loosern. Darin bestand der Selektionsdruck, der zur Entwicklung immer sozial intelligenterer Menschen führte.
Veröffentlicht von: @lavoisineMeiner Meinung nach sind Patriarchiat und Evolution inkompatibel.
Ich habe dem Patriarchat nirgendwo das Wort geredet. Sondern mir ging es darum aufzuzeigen, warum Machtgebrauch, Intrigenspinnen etc. zur conditio humana dazugehören wie das Wasser zum Regen.
Veröffentlicht von: @blackjackIn der Moderne nicht und in den Zeiten, in denen der Mensch evolvierte, womöglich während der ersten paar Schwangerschaftsmonate auch nicht. Darum ging es aber auch nicht in meiner (übernommenen) Argumentation. Sondern es ging um die Ressourcen, die die Kinderaufzucht benötigt und die immer (!) begrenzt und somit rar sind.
Du scheinst mir hier sehr von der modernen Kleinfamilie auszugehen. Da mag das zutreffen, was Du beschreibst.
Nun hat man in der von Dir beschriebenen Zeit eher im Familienverband gelebt. Heißt, die schwangere und stillende Frau war nicht darauf angewiesen, daß es einen Versorger gab, dem sie als Gegenleistung zur Versorgung Sex gewährte.
Die schwangere und stillende Frau wurde von der Sippe versorgt und geschützt, nicht von einem einzelnen Versorger.
Veröffentlicht von: @aleschaHeißt, die schwangere und stillende Frau war nicht darauf angewiesen, daß es einen Versorger gab, dem sie als Gegenleistung zur Versorgung Sex gewährte.
Die schwangere und stillende Frau wurde von der Sippe versorgt und geschützt, nicht von einem einzelnen Versorger.
Das mag lange Zeit so gewesen sein, weil es vorteilhaft war. Aber dabei ist es nicht geblieben, früher oder später setzte die von Jack angedeutete Entwicklung ein. Ansonsten wären wir heute nicht da, wo wir halt nun mal sind.
Das heißt ja nicht, dass man das nicht noch weiter verbessern könnte...
Stimmt wohl leider im Groben, was du beschreibst. Ohne Probleme keine Lösungsstrategien, ohne Lösungsstrategien keine Intelligenz.
Manchmal beneide ich meinen Hund...
Veröffentlicht von: @blackjackWenn die Frauen schlau genug waren, konnten sie womöglich sogar einem Braunhaarigen weißmachen, das hellblonde Kind entspringe sehr wohl seinen Lenden.
Och, wenn man in Bio beim Thema Vererbungslehre nicht geschlafen hat ist das auch kein Problem. Weil es das nämlich durchaus gibt. Unser Ältester ist z.B. blond, obwohl mein Mann und ich braunhaarig sind (und ja, mein Mann ist nicht nur der Versorger, sondern auch der Erzeuger. Dieses Modell hat sich durchaus auch als erfolgreich erwiesen.)
Veröffentlicht von: @blackjackknackärschigen Gartenpfleger
Da fällt mir spontan ein garstiger Witz ein. Das wohlhabende Industriellen-Ehepaar sitzt im Wohnzimmer ihrer Villa. Sagt er: "Die Zahlen sind gar nicht gut. Wir werden uns einschränken müssen. Ich würde vorschlagen, daß du kochen lernst, damit wir uns die Köchin sparen können."
Sagt sie: "Und wenn du f***n lernst, können wir auch auf den Gärtner verzichten".
Aber im Ernst: Es steht zu befürchten, daß das von Dir gezeichnete Bild unserer Altvorderen eine recht moderne Erklärung für die sich erst recht spät herauskristallisierende Rollenverteilung Mann = Ernährer, Frau = Hüterin des Hauses war. Tatsächlich haben die Frauen jahrtausendelang zum Familieneinkommen beigetragen, und archäologische Funde deuten darauf hin, daß sie auch auf die Jagd gingen.
Wenn Du Dich mal auf neuesten Stand bringen willst:
https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/geschlechterrollen-frauen-die-grosswild-jagen-13527693.html
Denn ein Grab mit Waffen ist nicht zweifelsfrei ein Männergrab. Und in einem Grab mit Schmuckbeigaben liegt nicht immer eine Frau. Neuartige Analysemethoden verhelfen zu solchen Einsichten. Es braucht aber auch einen unvoreingenommenen Blick auf die Funde. Vielen Amateur-Archäologen des 18. und 19. Jahrhunderts fehlte dieser Blick meist noch.
Veröffentlicht von: @aleschaDa fällt mir spontan ein garstiger Witz ein.
Der ist nicht garstig, sondern gut! 😀 Aber noch besser wäre er, wenn er mit weniger Sternchen auskäme. Die auf ziemlich lächerlichen us-amerikanischen juristischen Vorgaben beruhende Piepseritis nervt ja schon im Film, sie auch noch auf das geschriebene Wort auszudehnen, ist stilistische Totalkapitulation. Insbesondere, wenn, wie hier in einem christlichen Forum, manche Gott oder Jehova aus Respekt nicht voll ausschreiben, wirkt es doppelt fragwürdig, wenn man also dem Ficken und Gott die gleiche Behandlung angedeihen läßt...
Veröffentlicht von: @aleschaEs steht zu befürchten, daß das von Dir gezeichnete Bild unserer Altvorderen eine recht moderne Erklärung für die sich erst recht spät herauskristallisierende Rollenverteilung Mann = Ernährer, Frau = Hüterin des Hauses war.
Solange es kein Haus gab, gab's auch keine Hüterin. Und später lebte man ja auch im Großfamilienverbund im Haus...
Das ändert aber am Prinzip dessen, was ich ausführte, nicht viel. So wenig, wie es daran ändert, dass einige Frauen auch bei der Jagd mitmachten. Schon die anatomischen Unterschiede, die sich auch heute noch finden, deuten darauf hin, dass es auch in der Steinzeit unter ökonomischen Aspekten (Arbeitsteilung) sinnvoller, d.h. effektiver gewesen sein dürfte, wenn Männer auf die Jagd gingen und in den Krieg gegen andere Gruppen oder gegen Raubtiere. Weil sie nun mal im statistischen Mittel stärker sind und auf die Ferne besser räumlich sehen können, weil Testosteron nun mal für Aggressivität prädestiniert usw. Falls "Not am Mann" war, haben sicherlich auch in der Vergangenheit Frauen solche Tätigkeiten verrichtet. Ich bin niemand, der irgendwie die "klassische Rollenverteilung" evolutionsbiologisch rechtfertigen will, weil ich mit der ganzen naturrecht-Position so meine Probleme habe und gern Ontologisches von Normativem trenne.
Es ging mir allein darum zu erläutern, warum ich das Verschwinden von Hinterhältigkeit, Intrigen usw. zugunsten einer prinzipiell kooperativ-altruistischen Handlungsweise für unwahrscheinlich bis unmöglich erachte.
Und wenn - was ich nun mal als gegeben erachte - die soziale Intelligenz genetisch in den Menschen verwurzelt ist - dann muß sie sich entsprechend evolutionsbiologisch entwickelt haben. Und da stehe ich dann aufseiten derer, die die Gruppenselektion für den eher unwesentlichen Faktor halten und davon ausgehen, dass der Selektionsdruck auf individueller Ebene wirkt. Damit aus den wenig sozial intelligenten Ur-Ur-Urmenschen sozial intelligentere Ur-Menschen werden konnten, muß es innerhalb der Ur-Ur-Urmenschengruppen Selektionsdruck gegeben haben - aufgrund dessen die intelligenteren Individuen sich erfolgreicher reproduzierten als die weniger intelligenten.
Was in einer ideal gezeichneten Urmenschen-Gruppe, wo alle sich um die Kinder gemeinsam kümmern und es - Freie Liebe für alle! - egal ist, wer mit wem fickt, da ja keine Frau mit ihrem Kind im Regen stehengelassen wird, nicht der Fall wäre. Soziale Intelligenz muß einen evolutiven Vorteil gehabt haben, und es muß einen entsprechenden Konkurrenzdruck gegeben haben.
Und selbst, wenn die Urzeithorde gemeinsam um das Feuer saß, so wird es da dennoch Hierarchien gegeben haben und die mächtigeren Männer werden sich die attraktiveren Frauen "genommen" haben, weil sie es qua physischer Überlegenheit konnten. (In uns Menschen steckt weniger Bonobo als Gorilla) Und sie werden dafür gesorgt haben, dass die weniger mächtigen Männer nicht zum Zug kamen. Sodaß die weniger mächtigen Männer eben nur per Hinterlist (soziale Intelligenz!) mal "zum Schuß" kamen.
Umgekehrt gilt Entsprechendes für die Frauen. Eine Frau mit Kind am Hals kann nicht jagen gehen, bzw. wird auf der Jagd um Welten weniger erfolgreich sein als ein Mann. Sie ist also darauf angewiesen, dass jemand ihr Kind versorgt. Wenn das niemand tut, wird ihr Kind mit hoher Wahrscheinlichkeit sterben. Warum indes sollten die anderen Hordenmitglieder sie und ihr Kind versorgen? Aus reiner Nächstenliebe? Wir sprechen von vorchristlichen Zeiten... 😉
Nein, auch wenn die frühen Menschen in Hordenverbänden lebten, so gab es innerhalb dieser Hordenverbände dennoch Hierarchien und abgestufte Verbundenheitsgrade. Selbstverständlich ist der Mutter das eigene Kind auch in der Horde wichtiger als das Kind der entfernten Cousine. Für das eigene Kind wird sie gegebenenfalls sehenden Auges das eigene Leben opfern, für das Kind der anderen vielleicht nichteinmal riskieren, wenn die Chancen auf einen guten Ausgang 5:1 stehen.
Und für das Kind der von ihm favorisierten Frau wird der mächtige Mann eben auch mehr von den Ressourcen - über deren Verteilung er qua physischer Überlegenheit zu bestimmen hat - geben, als für das Kind einer ihn nicht weiter interessierenden Frau. Warum wohl? Weil er von ihr guten Sex will. Und weil er vermutet, dass ihr Kind von ihm abstammt. Und er ist umso mehr bereit, dieses Kind besser als die anderen Kinder in der Horde zu behandeln, desto mehr ihm an seiner Mutter liegt und desto sicherer er sich sein kann, dass er dieses Kind gezeugt hat.
Es ist also im Sinne der Frau, sich mit demjenigen gut zu stellen, der über die Ressourcenverteilung herrscht. Weil es um's Überleben ihrer Kinder und das heißt: ihrer Gene geht.
Und es ist im Sinne des Mannes, dass er entweder soviele Frauen schwängert, dass am Ende genug der Kinder schon irgendwie über die Runden kommen werden, oder dass er nur wenige Frauen schwängert und dann dafür sorgt, dass deren Nachwuchs auch mit höherer Wahrscheinlichkeit über die Runden kommt. Wenn er ständig neue Frauen befruchten kann, ist es für ihn sinnvoller, keinerlei Energie in die Aufzucht der Kinder zu stecken, sondern es allein den Frauen zu überlassen, ihre Kinder mehr schlecht als recht großzuziehen. Sollen doch die meisten der Kinder verrecken, solange unter'm Strich vier oder fünfe am Leben bleiben und seine Gene in der nächsten Generation verbreiten...
Ach so, noch eine Bemerkung zu dem Artikel und den aus Grabbeigaben gezogenen Rückschlüssen auf die damaligen sozialen Verhältnisse: Grabbeigaben zeugen schon eindeutig von fortgeschrittener Kultur inklusiven abstrakter Vorstellungen (Leben nach dem Tod usw.), sie stammen also aus einer Zeit, in welcher sich die menschentypische soziale Intelligenz längst - mehr oder weniger fertig - entwickelt hatte.
Insofern haben sie mit dem, worauf ich hinauswollte, wenig bis gar nichts zu tun.
Veröffentlicht von: @aleschaEs steht zu befürchten, daß das von Dir gezeichnete Bild unserer Altvorderen eine recht moderne Erklärung für die sich erst recht spät herauskristallisierende Rollenverteilung Mann = Ernährer, Frau = Hüterin des Hauses war. Tatsächlich haben die Frauen jahrtausendelang zum Familieneinkommen beigetragen, und archäologische Funde deuten darauf hin, daß sie auch auf die Jagd gingen.
Das ist auch grundsätzlich logisch. Wenn zwei etwa gleichgroße Stammesverbände gegeneinander kämpfen, und auf der einen Seite kämpfen nur die Männer, auf der anderen aber sowohl Männer wie Frauen - dann wird der Stamm mit den kämpfenden Frauen gewinnen. Ähnlich ist es auch beim Jagderfolg.
Kriegerinnen und Jägerinnen wird es also immer wieder gegeben haben. Aber eben auch nur so lange, wie es Vorteile mit sich brachte und die Sicherheit des Nachwuchses gewährleistet werden konnte (Etwa, indem die Alten und Schwachen auf die Kinder aufpassten).
Über kurz oder lang haben sich dann aber doch wieder bestimmte Rollenverteilungen entwickelt, sie sich auf Dauer einfach als effektiver erwiesen.
Erklärung
Ab und zu habe ich hier schon mal durchblicken lassen, dass mein Mann und ich Schmuckwerkstatt in Kliniken anbieten.
In einer dieser Kliniken kam eine Frau auf mich zu und fragte nach " Arschengeln".
Ich muß sie ziemlich verdutzt und irritiert angeschaut haben, denn diesen Begriff und auch diese Engel kannte ich bis dahin nicht.
https://www.pinterest.de/pin/711779916081329569/?nic=1a
Hier der Text dazu.
https://www.pinterest.de/pin/322148179588574373/?nic=1a
und hier ein solcher Engel
Und hast Du dann den schönsten Arschengel hergestellt, den es gibt? Oder lag die Herausdorderung für das Wachsen woanders?
Nachtrag vom 22.10.2019 1455
Die Pinterest-Links gingen vorhin bei mir nicht. Jetzt da ich es gesehen habe, vermute ich, dass Du ebenso entsetzt warst über "Arschengel", wie ich es bin. So etwas respektloses gegenüber der Engel ist mir selten begegnet.
Nein, weder Engel noch Text noch Begriff sind von mir.
Aber die Aussage des Textes, dass wir an für uns schwierigen Menschen wachsen können, die hat mir viel zu sagen.
Das können wir bestimmt. Aber "Arschengel" sind grauenvoll.
Wachsen
Wie gelingt es Dir an "schwierigen Menschen" zu wachsen?
Das möchte ich in diesem nicht schönen Thread nicht besprechen.
Ist aber durchaus eine Frage für einen neuen Thread, finde ich.
Du hast vollkommen recht. Ich mache mal einen neuen Thread dazu auf wenn Dir das recht ist 😊
Sehr gerne!
Sehr gerne. Habe ihn abgeschickt. Leider dauert es bei mir immer etwas obwohl ich Plus Mitglied bin 😊
Sehr ihr den Schimmer der Ideologie? Wunderschön!
Wenn Du doch nur mal Argumente formulieren würdest. Versuch das doch mal. Das würde die Welt bestimmt ein bisschen besser machen 😉
Darf man nicht verlangen, denn...
Veröffentlicht von: @lavoisineVersuch das doch mal.
Selten dämlich 😀
Die Welt ist wie sie ist. Sie besser machen zu wollen kostet doch nur die Leben der Bösen. Siehe Nationalsozialmus und Kommunissmus.
Welcher?
🤨🤨🤨🤨🤨🤨🤨🤨🤨🤨
Keine Sorge die Ideologie fällt sicherlich der Evolution zum Opfer.
Die Menschheit hätte nicht überlebt, hätte es keine Kooperation gegeben. Wir tun gerne so als wäre die Menschheit an der Klippe zum Untergang. Aber es gibt so viele wissenschafftliche Indikatoren, dass wir derzeit so menschenfreundlich sind wie noch nie in der Geschichte der Menschheit. Warum sollte man dieses Faktum nicht würdigen oder überhaupt nur annehmen?
Im Gegenteil. Menschen, die schrecklichste Verbrechen zum angeblich besten der Menschen verübt oder verursacht haben werden immer noch als Wegweiser für die Zukunft der Menschheit herangenommen. Das darf so nicht sein!