Wie ist heute die Hölle?
Die Vorstellung der Hölle ist meist Folter über Feuer, mit brodelnden Kesseln und.ä.
Mal ganz davon abgesehen, daß so etwas bei saunaerprobten Finnen nur unzureichend funktionieren wird
sind das natürlich die Vorstellungen der damaligen Zeit. Die Technik und Entwicklung gingen weiter und es ist davon auszugehen, dass die Hölle sich hier bestimmt Anregungen geholt hat.
Wie also wird die heute aussehen?
Fährt man dort heute die ganze Zeit mit der deutschen Bahn?
Gibt es ein ewiges Modern talking Konzert insbesondere für Metal-Fans?
Muss man sich ein Zimmer mit Trump teilen?
Was würdet Ihr als Teufel für Innovationen einführen?
VG
Chey
Veröffentlicht von: @deborah71Das lässt sich aber nicht theologisch untermauern. Es geht also nicht darum, ob mir eine Aussage der Schrift passt oder nicht, sondern ob sie so geschrieben steht.
Wir haben ja beide mittlerweile gemerkt, dass unser Koordinatensystem des Verstehens hier und da unterschiedlich ist.
Und was Theo-logie, Glaube, Spiritualität & Mystik angeht, bewegen wir uns (auch im Schriftverständnis) auf einem weiten Feld, dass Du in bestimmter Weise abstecken und notfalls "rechtgläubig" korrigieren willst. Kannste machen und für normativ erklären (weil "die Schrift" es tut, wie Du anführst) ... Aber es ist eben ein bestimmtes Schriftverständnis, das Du wie einen Zaun betrachtest.
Lass doch, wie ich öfter schon erbeten habe, andere Sicht- und Erfahrungswege einfach mal stehen, auch wenn sie nicht Deine sind.
L'Chaim
Veröffentlicht von: @awhlerLass doch, wie ich öfter schon erbeten habe, andere Sicht- und Erfahrungswege einfach mal stehen, auch wenn sie nicht Deine sind.
Eine Rückmeldung dazu wäre jetzt mal schön und angebracht - Danke.
L'Chaim
Ich lasse sehr viele Meinungen von dir stehen, ohne sie zu kommentieren, auch wenn sie von dir nicht als Meinung dargebracht sind, sondern den Tonfall von ex cathedra haben. Da ich nichts dazu schreibe, ist das unauffällig.
Zu einigen Dingen will ich aber nicht schweigen, weil sie dem biblischen Zeugnis nicht entsprechen. Klar bekomme ich dann Widerspruch von dir. Ich habe aber nicht vor, das Thema dann auszuwalzen und mir eine persönlichen Befindlichkeit (passt 'mir' nicht) in den Mund legen zu lassen, wenn es um eine Aussage in der Bibel geht von derartiger Wichtigkeit wie diese, wer am Kreuz für uns gestorben ist.
Paulus forderte seine Hörer sogar auf, seine Worte zu prüfen und stellte sich unter die Prüfung anhand der Schrift. (Beröa) Meiner Meinung nach schützte ihn diese Vorgehensweise auch vor eigenem Irrtum und davor, sich theologisch zu verlaufen und diente nicht nur der Bestätigung seiner Botschaft.
soweit meine Rückmeldung vor der Rückkehr in den Smalltalkmodus hier:
Wie ist heute die Hölle hier?
Immer noch heiß. Nur die Technik der Hitzeerzeugung hat sich wohl gewandelt. 🤣
Ich finde ja eure beiden Sichtweisen interessant und beide haben ihre Berechtigung.
Liest man die Bibel zu weit, wird sie beliebig. Man hat ein Ergebnis und sucht sich dann die Bibelstellen dazu und manchmal nicht mal das. Kann man machen, ist aber irgendwann nicht mehr christlich.
Liest man die Bibel zu eng, geht die eigentliche Botschaft verloren. Man hängt sich an Wörter und nicht am Sinn. Kann man machen, hat aber irgendwann nichts mehr mit Jesus zu tun.
Letztlich gibt es kein allgemeines richtig oder falsch. Obwohl einiges ganz sicher immer falsch ist (morden, etc) und manches ganz sicher immer richtig (Nächstenliebe u.ä.)
Ich finde, man sollte immer der jeweils anderen Richtung zuhören. Denn sie hinterfragt die eigene Position oft an der richtigen Stelle.
Insofern freue ich mich weiter über eure posts.
VG
Chey
Veröffentlicht von: @deborah71Ich lasse sehr viele Meinungen von dir stehen, ohne sie zu kommentieren, auch wenn sie von dir nicht als Meinung dargebracht sind, sondern den Tonfall von ex cathedra haben. Da ich nichts dazu schreibe, ist das unauffällig.
Zu einigen Dingen will ich aber nicht schweigen, weil sie dem biblischen Zeugnis nicht entsprechen. Klar bekomme ich dann Widerspruch von dir. Ich habe aber nicht vor, das Thema dann auszuwalzen und mir eine persönlichen Befindlichkeit (passt 'mir' nicht) in den Mund legen zu lassen
Tja, so unterschiedlich sind unsere Wahrnehmungen ...
Und eben auch unsere Kategorien ("dem biblischen Zeugnis nicht entsprechen") und Wertungen ("mir eine persönliche Befindlichkeit in den Mund legen lassen")
Es ist, wie es ist - und in diesem Fahrwasser werden wir einander wohl immer wieder nicht gerecht.
L'Chaim
Ok ... durch die Tür mitgehend, im Fahrwasser das Fließgleichgewicht suchend und mit Dank an Chey für die freundlichen Stubser 😉
L'Chaim
Die Divergenz in Sachen "Der Gekreuzigte Gott" ist mir in der Sache doch noch mal wert, es aufzugreifen.
Ich denke, es gibt sowas wie eine Außen- und eine Innen-Sicht auf das Kreuz - um Dein Stichwort des "Blickwinkels" aufzugreifen.
Die Außensicht (und das ist jetzt nicht wertend gemeint, sondern eben perspektivisch, so wie sie im NT ja auch zur Sprache kommt und Ausdruck findet) gibt Zeugnis von Jesus, dem Christus, als dem "Sohn Gottes", und im Gegenüber zu ihm (vom "Vater Unser" bis zum "Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen?" und dem "In Deine Hände befehle ich meinen Geist" und "Gott hat ihn dahingegeben, um unserer Sünde willen." etc.) Diese Perspektive sehe ich mit der Rede vom "gekreuzigten Gott" in keinster Weise in Frage gestellt oder außer Kraft gesetzt.
Aber mMn verweist uns Moltmanns Blick auf den "gekreuzigten Gott" auf eine mögliche Innen-Sicht, die etwas damit zu tun hat, dass Christus eben "wahrer Gott und wahrer Mensch" gewesen ist, dass wir in der christlichen Tradition von der "Inkarnation/Menschwerdung" Gottes in Christus Jesus sprechen (ohne dass Gott sein "Gott-Sein" damit aufgibt) und dass wir an ein "trinitarisches Geheimnis" glauben dürfen, indem der EINE Gott (über unser Verstehen und Begreifen hinaus) in einem geheimnisvollen "In-Ein-ander" gesehen werden darf.
Mit dieser Innen-Ansicht vollzieht sich im Mysterium des Kreuzes ein Geschehen IN GOTT SELBST, eine Zerrissenheit, eine geheimnisvolle göttliche Diastase, in dem sich Gott selbst zum leidvollen Gegenüber wird ... wie Parzany es ausdrückt: Gott SELBST lässt sich "auf seine Liebe festnageln", Gott SELBST leidet (nicht nur "mit") ... Das ist, ja, ein PARADOX, ein von außen betrachtet vermeintlich unsinniges, dialektisches, widersprüchliches, mystisches Geschehen ...
Ich finde es aber in zweierlei Hinsicht richtig und hilfreich, diese "Innen-Perspektive" nicht zu verwerfen, sondern gelten zu lassen:
Zum einen bleibt Gott selbst dabei das Subjekt im Kreuzesgeschehen und wird nicht zum Objekt, d.h. es führt nicht zu der (viele sagen entsetzt: sadistischen) Vorstellung eines durch das blutige Menschenopfer seines Sohnes (das Subjekt) zu besänftigenden Gottes (Objekt des Geschehens), sondern diese Innen-Ansicht sieht Gott selbst im Kreuz als den Leidenden, Verlassenen, Ohnmächtigen, Verworfenen .... ja, absurd (für unsere Vorstellung und unser Fassungsvermögen!) erlebt Gott selbst in Jesus (dies ist das Paradox) die Gott-Verlassenheit in und an sich selbst - so wie Menschen mit Psalm 22 eine solche Verlassenheit immer und immer wieder durchleiden müssen. Gott macht es nicht "darunter" ...
Und zum anderen ändert sich damit das Gottesbild vom leidlosen, a-pathischen Höheren Wesen grundlegend und sogar mehr noch, als ginge es "nur" darum, dass Gott im Schicksal Jesu mit-leidet, nein, er leidet selbst und in sich ... nicht weniger als das, und lässt sich tatsächlich "kreuzigen".
So, das ist viel Text - aber es ist nochmal ein Versuch, zu erklären, worum es in der Sache geht. Es anders zu sehen oder nicht nachzuvollziehen, ist ok - aber es dann als Glaubensdeutung, Trost und Einsicht stehen zu lassen, wäre auch gut - und im Sinne des "Aneinander Wachsens" ne gute Sache.
L'Chaim
Deine längere Ausführung hilft sicher den Mitlesern, den Gedankengang von Moltmann besser zu verstehen. Da ich Moltmann nicht gelesen habe, kann ich nichts weiter dazu sagen.
Es gibt etliche philosophische Ansätze, die dem einen liegen, dem anderen nicht. Ich sehe mich nicht als philosophischen Typ, sondern eher faktisch-praktisch in den Himmeln unterwegs im Auftrag des HERRN. Würde ich davon erzählen, wären mindestens 95% von diesen Dimensionen überfordert. Also gehe ich damit sehr vorsichtig um.
Ich weiß es aber zu schätzen, dass du dich um Verständigung bemühst und uns eine Art gedanklichen Reisebericht durch Moltmanns Gedankenwelt eröffnest.
🙂
Was heißt "faktisch-praktisch in den Himmeln unterwegs"?
Nun meinerseits nachgefragt
L'Chaim
Dieses Beispiel kann ich wohl geben:
Ich war heute Nacht in einer Vision im Allerheiligsten vor der Bundeslade, um meine Bitte vorzubringen. Das Lied im Dankethread war in dem Moment für mich real.
Ergänzung: Die Prophetie aus Joel 3, auf die sich Petrus in der Pfingstpredigt bezieht, ist durch den Heiligen Geist erlebbar.
Diese Prophetie kommt wieder zunehmend hervor, denn der Heilige Geist ist noch nicht auf alles Fleisch gefallen.
Paulus betet in Eph 3, 14-21 dass die Christen mehr von der Dimension Gottes erleben mögen.
Im Verhältnis meine ich, mehr Blindenheilungen durch Jesus gelesen zu haben, als andere Heilungen. Er nimmt auch Bezug auf geistliches Sehen.
Mmmh ... Jetzt ist es an mir, rückzumelden, dass mir das, was Du schreibst, fremd ist und auf einer Ebene von Dir erlebt, gedacht, in Worte gefasst und empfunden, die wohl nicht die meine ist.
😉 ... Aber ich lasse es stehen und vielleicht für Andere hier wirken in einer Dimension und Bedeutung, die ich nicht teilen kann.
L'Chaim
Diese Ebene gehört zu meinem so gestrickt sein als spirituell hochsensibel und meinem mittleren prophetischen Bereich.
Wir sind ja gewohnt, dass das bekannteste Amt der Kirche der Pastor/Hirte ist. Dann ist da noch etwas an Evangelist und Missionar. Zum fünffältigen Dienst gehören aber noch der Apostel und der Prophet. An deren Wiederherstellung der Dienste gibt es Anzeichen, dass Gott daran arbeitet.
Im AT gab es zwei prophetische Abteilungen: der Seher (Chozeh) und der Wisser (Nabi). Die unterste Stufe benennt Paulus mit Ermutigung: Ihr könnt alle prophetisch reden.
Es gab auch NT-Propheten ausser Jesus: Agabus, Judas und Silas, von denen berichtet wird.
Als prophetisch Redende (untere oder mittlere Begabingsstufe) werden die vier Töchter des Philippus, des Evangelisten genannt. Apg 21,9
In den Hebräisch Semestern kam auch die Betrachtung verschieden gelagerter Propheten des AT zur Sprache, Tröster, Zukunfstweisende, politische Berater, Kraftgaben Ausübende....
Die Begabung ist gegeben, den Umgang damit muss man lernen. Auch die Unterscheidung zu falschen Propheten, über die im NT geschrieben ist.
Soweit erstmal, dass ich dich nicht überfrachte mit dem Thema. Einfach nur ein Appetizer und etwas Transparenz.
gesegneten Sonntag
"Dank KI kann der ja noch viel schlimmere Dinge produzieren als es Modern Talking je geschafft hat."
Ja, sicher.
Aber doch bestimmt nicht schlimmer als "Herzilein", oder?
Möchte ich jetzt mal nicht unterschreiben...
Kennst Du den Song schon?
"Kennst Du den Song schon?"
Nein. Maximal 10% habe ich mir eben angehört, und es ist absolut eindeutig klar, dass ich nicht bereit bin, auf diesem Niveau Vergleiche anzustellen. Beide Ergüsse sind eindeutig höllentauglich, das ist keine Frage.
Vor Jahren war ich mal mit dem Reisebus in Kastelruth. Wenn mich meine Erinnerung nicht trügt (was aber schon auch sein kann), schleppten da meine Fahrgäste auf der Rückfahrt von Kastelruth eine Kassette (oder war es doch eher schon eine CD?) dieser zweifelhaften Spatzen an, die ich dann im Bus abspielte, was die Wahrscheinlichkeit, dass der Bus in einem Abgrund landet (da gibt es in der Gegend einige), erheblich erhöhte. Mit Schaudern erinnere ich mich (ohne jede Gewähr, dass der Text korrekt ist) an diese Textfragmente:
"... ja, so richtig gut, so richtig wirklich gut, ist es ja nur daheim bei uns in Kastelruth ..."
Warum merke ich mir über Jahrzehnte so einen Schrott, muss aber jedes Mal auf Google Maps nachgucken, wenn ich die Hausnummer meines Bruders brauche???
Hölle halt....
@frosch80-mod Hey, nix gegen die Spatzen! Mit den Kastelruther Spatzen habe ich auf einer mehrstündigeb Autofahrt 3 Metalheads an den Rand der Verzweiflung getrieben... (Lag aber daran, dass der CD-Wechsler in Opa's Mazda hing und keinen Wechsel mehr zulies...)
Na, ich sag doch: Hölle halt...
Hmmm... und ich hatte da mal ein Auto, wo die Kassette (für die Jüngeren: das sind so... ach, googelt einfach...) nicht mehr rausging. Immerhin hatte der Recorder schon Autoreverse, die Kassette ließ sich also endlos abspielen. Creedence Clearwater Revival. Die Musik gefällt mir eigentlich schon einigermaßen, aber seit der Zeit habe ich ein etwas ambivalentes Verhältnis zu CCR.
@frosch80-mod Das war bei uns 'Rumors' von Fleetwood Mac.
Und im Arbeitsauto von meinem Mann lief bezeichnenderweise 'Money for nothing'
Aber doch bestimmt nicht schlimmer als "Herzilein", oder?
Ich muss gestehen... seit die Leningrad Cowboys "Herzilein" gecovert haben ist für mich dieser Song allenfalls noch Fegefeuer, aber nicht mehr die Hölle selbst.
Mein Ergebnis nach 45 Sekunden zu ...
"allenfalls noch Fegefeuer, aber nicht mehr die Hölle selbst."
... nix Fegefeuer. Es ist und bleibt die Hölle.
Und das war jetzt das letzte Mal, dass ich in Sachen Herzilein irgendwas recherchiere... brrrrr....
Ich ergänze mal Eure herzerfrischenden Höllen-Erinnerungen ... nämlich mit dem, was Musik auch covermäßig für die Augen zu bieten hat, "im Auftrag des Herrn" ... die Musik lässt sich nur erahnen ...
https://www.ultimate-guitar.com/news/wtf/25_weirdest_christian_music_album_covers.html
😎 🤣 Le Chaim
Wenn Jemand hier die Möglichkeit hat, die akustische Tür zur Hölle - durch irgendne Internet-Qelle - HÖRMÄSSIG zu öffnen - ich würde ein Öhrchen dafür geben 😉
Vom Cover her: Was würde Euch am meisten interessieren? Das höllische Angebot macht die Entscheidung schwer, oder?
L'Chaim
Wenn Jemand hier die Möglichkeit hat, die akustische Tür zur Hölle - durch irgendne Internet-Qelle - HÖRMÄSSIG zu öffnen - ich würde ein Öhrchen dafür geben
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Kannst du haben...
https://www.youtube.com/watch?v=RciSEvedXvs
Das Seltsame ist - und hier wird es wirklich unheimlich - meine Frau hat gestern erst dasselbe Cover in einem Satiremagazin gesehen und war völlig entgeistert, als ich ihr die Seite gezeigt habe...
" ... they say to cut my hair/ they're driving me insane/ i grew it out long to make room for my brain ..." 😉
Ich stell mir gerade vor, wie der gute Larry die drei Grazien auf die Tanzfläche holt und sie einlädt, mit ihnen mal "locker" zu werden und teuflisch die Hüften zu schwingen ... "Hölle Hölle, Hölle?"
https://www.youtube.com/watch?v=iVyNnKsmdok&list=RDiVyNnKsmdok&start_radio=1
L'Chaim
Die Hölle von heute ist mein Leben.
Was meinst du mit schlimm?
@chey Ehrlich gesagt glaube ich, dass wir Christen uns nicht mit der Hölle befassen müssen, da sie uns nicht betrifft.
Philosophisch würde ich sagen, ist die Hölle die notwendige Konsequenz aus der Möglichkeit, sich gegen Gott stellen zu können.
Biblisch würde ich sagen, sind alle Menschen zur Hölle verdammt, da alle Menschen sündigen und von Gott getrennt sind.