Kann Gottes Wirken ...
 
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Kann Gottes Wirken durch die Einnahme von Antidepressiva blockiert werden?

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Steffikr1982
Themenstarter
Beiträge : 1

Hat jmd. Erfahrungen gemacht mit der Einnahme von Neuroleptika und ob es Gottes Wirken blockiert. Habe dies jetzt schon öfter gelesen oder gehört. Ist da etwas dran?

Antwort
79 Antworten
Meriadoc
Beiträge : 968

@steffikr1982 

 

Niemals! Mach dir da bitte Gedanken darüber. Ich kannte einige, die nahmen Medikamente und doch waren sie in ihren Glauben sehr freimütig. 

Schau mal da rein.

 

https://forum.jesus.de/community/miteinander-fuereinander/belastet-beschenkt/

M.

 

 

meriadoc antworten


Deborah71
Beiträge : 29111

@steffikr1982 

Nein. Normalerweise wird die Empfangsbereitschaft für Gottes Liebe und Zuversicht unter Medikamenten besser, weil sie gleichsinnig wirken. So jedenfalls kenne ich es durch Äußerungen von Seelsorgern. 

deborah71 antworten
13 Antworten
Meriadoc
(@meriadoc)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 968

@deborah71 

 

Natürlich muss auch das Medikament gut eingestellt sein. 

meriadoc antworten
BePe0905
(@bepe0905)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 613

@meriadoc 

Natürlich muss auch das Medikament gut eingestellt sein.

das stimmt! Mehr als 5 Gläser schottischer oder irischer Antidepressiva können schon zu viel sein! 😱 
Das gilt auch für einheimische Gersten- und Traubensäfte 🥂 🍻 🍹 🍾 🍷 

Ob sie allerdings Gottes Wirken blockieren oder es (gefühlt) verstärken ist wohl noch nicht erforscht. 😇 😇 😇 

 

bepe0905 antworten
Meriadoc
(@meriadoc)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 968

@bepe0905 

 

ähemmmmm,

 

ich war oft besoffen und habe  mein "christliches" Leben nie besudelt. 

Bei mir war kein Hiob nötig 🤣 😆 , der mal schnell 80 Rinder opfern muss, weil man denkt, ich hätte gesündigt. 

 

Aber bitte mich nicht als Vorbild nehmen ... 😉 

 

meriadoc antworten
Channuschka
(@channuschka)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 5405

@bepe0905 

Don't feed the troll - und gerade trollst du hier 100% ...

Aber ich kann dir sagen, Alkohol blockiert Gottes Wirken bei Antidepressiva bin ich mir nicht sicher.

Und falls jemand auf mehr als 2 Gläser "schottischer oder irischer Antidpressiva" "gut eingestellt" ist, dann braucht er Gottes Wirken  - und ne Entzugsklinik.

channuschka antworten
BePe0905
(@bepe0905)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 613

@channuschka 

Don't feed the troll - und gerade trollst du hier 100% ...

Hallo Chanuschka, 
ich sehe mich hier überhaupt nicht als "Troll"...

Aber ich muss zugeben, dass ich mit manchen der hier gestellten Fragen gewisse Probleme habe (und das geht scheinbar nicht nur mir so). Einerseits sehe ich, dass es den Usern schon wichtig ist, sachlich-vernünftige Antworten zu bekommen und denke daher, dass grundsätzlich jede Frage zulässig ist. 

Andererseits bin ich bei manchen Fragen der Ansicht, dass man mit etwas Überlegung die Antwort durchaus selbst finden kann (und das bezieht sich nicht nur auf diesen Thread). Und manchmal sollte man damit rechnen, dass eine Antwort anders ausfällt als man es erwartet - vielleicht sogar etwas ironisch-lächelnd. So sehe ich zumindest meine Antwort...

Denn wenn - wie in diesem Fall - die Frage nach der Wirkung von Psychopharmaka plötzlich auf Blutdrucksenker, Ibuprofen und "Geh-Hilfen" erweitert wird, dann erlaube ich mir gern den Hinweis, dass andere "bewusstseins-erweiternde" oder das "bewusstseins-reduzierende Mittel" als die angefragten durchaus ähnliche Wirkung haben können - und zwar sehr unterschiedliche. 

Man könnte dazu auch noch gut und gern verschiedene Düfte, illegale und teils-legale Rauch- und Rauschmittel nennen, die (wie wir wissen) heutzutage gern konsumiert werden.
Denn egal ob pharmazeutische Produkte, Düfte, Alkoholika oder einfach nur Stimmungsbeeinflusser wie Licht oder Musik, dies alles beeinflusst unser Bewusstsein, unser ganzes "Gefühlsleben" - und damit auch unsere Offenheit für Gottes Ansprache und sein Wirken - sowohl im positiven als auch im negativen Sinne.

Wäre das nicht so, dann könnten wir auf Kerzen am Altar, auf Wandschmuck, Bilder, Musik und besondere Gottesdienstformen (Taizé-Gottesdienste, Abendgottesdienste, Feuerrunden, Singe-Gottesdienste, Tanzgottesdienste) gern verzichten. 

Und noch etwas: ich denke, dass z.B. bei schwer kranken Menschen, die von Dauerschmerzen geplagt sind, die Offenheit bzw. Empfänglichkeit gegenüber Gottes Wirken durch Verzicht auf Medizin (starke Schmerzmittel, Opiate) stärker beeinflusst wird als durch Einnahme schmerzsenkender und stimmungsaufhellender Mittel. 

 

bepe0905 antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 28955

@bepe0905 

Man könnte dazu auch noch gut und gern verschiedene Düfte, illegale und teils-legale Rauch- und Rauschmittel nennen, die (wie wir wissen) heutzutage gern konsumiert werden.
Denn egal ob pharmazeutische Produkte, Düfte, Alkoholika oder einfach nur Stimmungsbeeinflusser wie Licht oder Musik, dies alles beeinflusst unser Bewusstsein, unser ganzes "Gefühlsleben" - und damit auch unsere Offenheit für Gottes Ansprache und sein Wirken - sowohl im positiven als auch im negativen Sinne.

Genau das.

Und man ist sicher etwa der katholischen Kirche gegenüber viel aufgeschlossener, wenn man diese mit Kinheitserinnerungen nach Weihrauch und netten Menschen verbindet... und nicht mit Verlogenheit und Missbrauch.

Glaube wird durch eine Menge Faktoren beeinflusst - und die wenigsten davon beeinflussen wir bewusst. 

Die Erweiterung der Eingangsfrage ist also nur konsequent... bis hin zur Frage, wie etwa Alkoholismus oder anderer Drogenkonsum den eigenen Glauben beeinflussen kann. Und wie man das theologisch beurteilt...

 

lucan-7 antworten
Channuschka
(@channuschka)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 5405

@bepe0905 

Naja, du hast auf einen der wenigen wirklich das Thema aufgreifenden Antworten geantwortet mit deinem ST und eben nicht auf einen der an dieser Stelle Psyche mit Körper vergleicht. Denn da hakt es schon etwas wenn es um Wahrnehmung von Gefühlen etc geht.

Und wenn Gefühle der Weg sind auf dem Gott kommuniziert, dann kann daraus jemand ja durchaus folgern, dass Antidepressiva/Psychopharmaka, diesen Kanal beeinflussen. Wobei genauso gut die veränderte Hirnchemie der Krankheit diesen Kanal beeinflussen kann. 

Meine Angst steht der Empfänglichkeit gegenüber Gott sicher mehr im Weg, als die Antidepressiva, die die Gefühle dämpfen und es möglich machen nicht komplett von einem Gefühl eingenommen zu sein. Eben ähnlich wie Schmerz, der die Empfänglichkeit sicher auch einschränken kann. 

Aber a) machen wir damit nicht Gott klein, wenn wir denken, dass er sich dadurch aufhalten lassen würde und keine Wege finden und b) ist da vermutlich jeder fall ein Einzelfall

channuschka antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 4509

@channuschka Du bist auch immer bierernst, oder?

tatokala antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4570

@tatokala Eher Whisky-ernst, würde ich sagen 

Und falls jemand auf mehr als 2 Gläser "schottischer oder irischer Antidpressiva" "gut eingestellt" ist,
dann braucht er Gottes Wirken  - und ne Entzugsklinik.

chai antworten
Channuschka
(@channuschka)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 5405

@chai ot.

Ich trinke keinen Whisky. Schon eher Bier oder Wein. Gerne auch mal nen Likör, Mischgetränke (Cocktail, Longtrink...) und auch mal Schnaps.

channuschka antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4570

@channuschka Da könnten wir uns mal zusammensetzen  🍷 🍺

chai antworten
Samira-Jessica
(@samira-jessica)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 633

@deborah71 gleichsinnig?

samira-jessica antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29111

@samira-jessica 

in die gleiche Richtung unterstützend 

deborah71 antworten
Jack-Black
Beiträge : 6093

@steffikr1982

Habe dies jetzt schon öfter gelesen oder gehört. Ist da etwas dran?

 
 
Da Du schon öfter dies gelesen oder gehört hast (was denn nun  - gelesen oder gehört oder beides?) wird schon was dran sein. Also daran, dass Du dies schon öfter gelesen oder gehört hast. Hättest Du dies nicht öfter gelesen oder gehört, wäre da auch nix dran. Ergibt Sinn, oder? 🙂
Wäre da nix dran, würden es die Leute doch nicht schreiben oder behaupten. Die werden schon recht genau wissen, wie da der allmächtige Gott sich von Kohlenstoffverbindungen in seinen Weltenplan reinpfuschen lässt, vermutlich hat er's ihnen verraten, als sie gerade mal eine Medikamentendiät einlegten.
jack-black antworten


Stern
 Stern
Beiträge : 2905

@steffikr1982 

hallo,

nein, ich habe keinerlei Erfahrungen.

Was ich beobachtet habe, ist dass die falschen Tabletten Menschen „abschiessen“ oder so sehr dämpfen, dass die Wahrnehmung an sich sehr runtergeregelt ist. Also ganz allgemein.

Und eine gute Freundin sagt, dass sie seit den Tabletten (Lithium) wieder das Lebensgefühl hat, wie sie es früher mit siebzehn hatte.

Die Wirkungen von Psychopharmaka sind sehr vielfältig, ebenso die Nebenwirkungen. Man muss schon Glück haben, die Tabletten zu erwischen, die hilfreich sind. Das ist aber möglich und verbessert die Lebensqualität - und das ist sicher im Sinne Gottes.

 

stern antworten
6 Antworten
Meriadoc
(@meriadoc)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 968

@stern 

 

Wobei es am Anfang nicht unbedingt die falschen Medis sein müssen. Da kann es einem schon mal die Beine wegbrechen.

 

Ich hatte einen Bekannten dem das so ging. Aber dann besserte sich das.

 

Ich muss Blutdrucktabletten nehmen. Auch da kann eine Dosis zu hoch oder zu niedrig sein oder zu Nebenwirkungen kommen. Bei mir passt das alles.

meriadoc antworten
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 2905

@meriadoc 

Wobei es am Anfang nicht unbedingt die falschen Medis sein müssen. Da kann es einem schon mal die Beine wegbrechen.

 

Ich hatte einen Bekannten dem das so ging. Aber dann besserte sich das.

Ja, es ist nicht einfach. 

Die Körperwahrnehmung macht dann doch einen grossen Teil unseres Wohlbefinden aus. Dass man gezielt in ihn eingreifen kann und etwas regeln kann, was davor aus dem Ruder gelaufen ist, ist ja erstmal ein Segen. Und manchmal brauch es Geduld und Durchhaltevermögen, bis es gut eingestellt ist.

stern antworten
Meriadoc
(@meriadoc)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 968

@stern 

 

Und diese Geduld und Durchhaltevermögen hat leider nicht jeder. Oft ist man selbst der bessere Arzt als der eigentliche... 😣 😫 😪 

meriadoc antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4570

@meriadoc Und manchmal passt's halt wirklich nicht. 
Das ist ja das Vertrackte - manchmal muss man durch eine Verschlimmerung hindurch und manchmal wird's nicht besser. 
Ich hab schon blöde Veränderungen bei einem - an und für sich - bewährten Medikament beobachtet, die erst nach Absetzen dieses Mittels wieder verschwanden.

chai antworten
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 2905

@meriadoc 

Oft ist man selbst der bessere Arzt als der eigentliche... 😣😫😪

Ja, man sollte seinen Verstand und seine eigene Selbsteinschätzung nicht an der Praxistür abgeben, sondern man muss oft auch leider beim Arzt beharrlich bleiben.

stern antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4570
Veröffentlicht von: @stern

@meriadoc 

Oft ist man selbst der bessere Arzt als der eigentliche... 😣😫😪

Ja, man sollte seinen Verstand und seine eigene Selbsteinschätzung nicht an der Praxistür abgeben, sondern man muss oft auch leider beim Arzt beharrlich bleiben.

Wobei das schon sehr schwierig sein kann, wenn man aufgrund von Krankheit eh schon angeschlagen ist. 
Und möglicherweise vom Arzt nicht so ganz ernstgenommen wird. 

chai antworten
Arcangel
Beiträge : 6323

@steffikr1982 

Eine Gegenfrage wird Gottes Wirken durch die Einnahme von Ibuprofen verringert oder durch das Verwenden von Gehhilfen?

arcangel antworten
48 Antworten
Meriadoc
(@meriadoc)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 968

@arcangel 

 

Ähem, es geht hier um die Psyche. Ich finde das schon abwertend was da jetzt schreibst.

meriadoc antworten
Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 25 Jahren

Beiträge : 6323

@meriadoc 

Was ist dein Problem? 

Ich stelle psychische Probleme auf dieselbe Stufe wie jede andere Erkrankung. Oder bist du der Meinung das Psychische Probleme in irgendeiner Form gesondert betrachtet werden müssen, wenn es um die Gottesbeziehung geht. 

Wenn mein Kommentar abwerten ist, dann in dem Sinne das ich eine psychische Erkrankung in dieser Frage auf dieselbe Ebene abwerte wie jeder andere Erkrankung. Es sind Haltungen wie die deine welche psychischen Erkrankungen einen Sonderstatus zuschreiben, welches sehr viel Druck und Leid bei betroffenen aufbaut. 

arcangel antworten
Meriadoc
(@meriadoc)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 968

@arcangel 

 

Ich finde da Deborahs Antwort darauf Einleuchtender. Eine kranke unbehandelte Psyche kann durch eine Medikation und weitere Therapie besser werden. Ibuprofen nimmt nur den Schmerz weg.

meriadoc antworten
Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 25 Jahren

Beiträge : 6323

@meriadoc 

Ibuprofen verringert auch eine Entzündung und kann dadurch zum Heilungsprozess beitragen. [klugscheissermodus aus]

Aber ich weiss immer noch nicht was dein Problem ist und war um du hier rummeckerst.

Alles, was ich gesagt habe, ist das eine Behandlung durch Ibuprofen oder das Verwenden einer Gehhilfe genauso wenig und genauso viel einen Einfluss eine Gottesbeziehung hat wie die Behandlung mit Psychopharmaka. 

Jemand der plötzlich nicht mehr gehen kann, kann genauso mit Gott hadern oder nicht wie jemand der an Depressionen leidet. 

Dass die Krankheitsbilder und Behandlungen dabei vollkommen unterschiedlich ist, ist für diese Frage absolut irrelevant. 

 

Also nochmals. Was ist dein Problem? 

arcangel antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 6093

@arcangel Alles, was ich gesagt habe, ist das eine Behandlung durch Ibuprofen oder das Verwenden einer Gehhilfe genauso wenig und genauso viel einen Einfluss eine Gottesbeziehung hat wie die Behandlung mit Psychopharmaka. 

Nun ja... Dass trifft nur dann zu, wenn eine "Gottesbeziehung" unabhängig von dem ist, was in der Psyche jenes Menschen vor sich geht, der diese Beziehung zu haben meint. Nehmen wir mal, for the sake of the argument, an, dass manche religiös Gläubigen tatsächlich eine persönliche Beziehung zu einem existierenden Gott haben - dann besteht diese Beziehung doch wohl auch in ihren Ansichten und Gefühlen Gott gegenüber. Welche sich in ihrem Gehirn als Prozesse abspielen (wie alle Ansichten und Gefühle, die wir so haben).

Analogie: ich habe eine Beziehung zu Herrn Müller. Wir mögen einander, er lacht über meine Witze, das macht ihn mir schon mal grundsympathisch, ich lache nicht über seine großen Ohren, dass macht mich ihm sympathisch. Erstaunlich oft sind wir einer Meinung. Ob Senf besser schmeckt als Ketchup, ob Fünftonmusik, im Stall gespielt, den Kühen die Milch sauer werden lässt, ob ein anständiger Mensch sich lieber die Augen rausreißt, als eine ganze vollverblödende Lanz-Sendung am Stück anzuschauen... Ab und an rufen wir einander spontan an, weil wir gerade etwas im TV oder der Zeitung gesehen haben, vermutend, der andere habe das auch gesehen... Da wollen wir dann unsere Meinungen abgleichen, bzw. gegenseitig voneinander bestätigt haben, dass der andere diesen Typen im TV genauso dämlich salbadernd oder diese Typin in der Zeitung genauso sympathisch brünett gefunden habe... Solche Beziehungen gibt's ja, nicht wahr, wo eine Art "Seelenverwandtschaft" empfunden wird, ein unsichtbares Band zwischen Menschen, die voll auf einer Welle schwingen...

So - und nun gibt sich einer von uns (ich nicht, ich weiß mich fein im Zaum zu halten! 😉 😎 ) voll die Dröhnung mit irgendwelchen psychoaktiven Substanzen. Da möchte ich behaupten, dass diese Seelenverwandtschaft  Gefahr laufen dürfte, entfremdet zu werden - wesentlich wahrscheinlicher, als wenn nur Herr Müller mal 'ne Schmerztablette einwirft, weil ihm der Ischias zwickt. Denn die Welle, auf welcher Erwin und ich gemeinsam schwingen - das ist eine psychologische, die findet in unseren Köpfen, nicht in unseren Bandscheiben statt.

 

Kurz: Um also die vollständige Gleichheit der Effekte von Psychopharmaka und Schmerztabletten hinsichtlich der Beziehung eines Menschen zu Gott behaupten zu können, müsstest Du erstmal nachvollziehbar darlegen, inwiefern die sich grundsätzlich von derjenigen zwischen zwei menschlichen Personen unterscheidet.

 

 

jack-black antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 28955

@jack-black 

Kurz: Um also die vollständige Gleichheit der Effekte von Psychopharmaka und Schmerztabletten hinsichtlich der Beziehung eines Menschen zu Gott behaupten zu können, müsstest Du erstmal nachvollziehbar darlegen, inwiefern die sich grundsätzlich von derjenigen zwischen zwei menschlichen Personen unterscheidet.

Gott erkennt genau, was echt ist und was lediglich der Wirkung des Medikamentes geschuldet. Und er hält das auseinander.

 

Könnte man so stehenlassen... wenn Hormone und die ganze Köperchemie nicht ebenfalls Wirkungen auf die Psyche hätten, und von Gott dann ebenfalls berücksichtigt werden müssten.

Genau so wie Traumata, böse Kindheitserfahrungen, genetische Defekte etc... und am Ende muss man sich fragen, was Gott denn nun eigentlich genau als jenen Menschen betrachtet, der da vor einem steht... und was lediglich als Störfaktor, der eigentlich gar nicht zu diesem Menschen gehört.

Heisst, wenn man es konsequent betrachtet: Die Frage ist sehr berechtigt - und kaum zu beantworten.

lucan-7 antworten
Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 25 Jahren

Beiträge : 6323

@lucan-7 

Also die Ausgangsfrage war, ob die einnahm von Neuroaktiven Substanzen Gottes Wirken behindern kann. Und diese Frage ist ganz klar und unmissverständlich mit 'Nein' zu beantworten. 

Und zur Frage, ob es die Beziehung beeinflusst ist komplizierter. Mit welchen Worten wird denn die Beziehung Gottes zu uns Menschen in der Bibel beschrieben?

Vater, Erlöser, Bruder und Herr

Der Vater bleibt Vater, auch wenn die Chemie einseitiger Weise nicht mehr stimmt. Und gleiches gilt für Erlöser, Bruder und Herr. 

Also subjektiv und emotional ändert sich wohl einseitig etwas in der Beziehung. Aber der Beziehungsstatus selbst bleibt unverändert. 

arcangel antworten
Meriadoc
(@meriadoc)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 968

@arcangel 

 

Aber das war ja ihre Frage. Sie war besorgt und das zurecht. Basta!

meriadoc antworten
Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 25 Jahren

Beiträge : 6323

@meriadoc 

Also jetzt mal stecken Meriadoc und komm etwas runter.  'Steffikr1982' hat genau einen Beitrag verfasst und "Habe dies jetzt schon öfter gelesen oder gehört. Ist da etwas dran?"

Tönt für mich nicht im Geringsten besorgt, sondern neugierig. Und da es auch nicht einen weiteren Beitrag von ihr gab, frage ich mich, woher du deine Einschätzung über ihren Gemütszustand und Motivation nimmst.

 

Ich vermute eher, du fühlst dich durch dieses Thema getriggert, da ich aber Steffik geantwortet habe und nicht dir, mach mal halblang. 

 

 

arcangel antworten
Meriadoc
(@meriadoc)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 968

@arcangel 

 

Schönes Wochenende 🙂

meriadoc antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4570
Veröffentlicht von: @arcangel

@meriadoc 

Also jetzt mal stecken Meriadoc und komm etwas runter. 
'Steffikr1982' hat genau einen Beitrag verfasst und "Habe dies jetzt schon öfter gelesen oder gehört. Ist da etwas dran?" 

Das ist halt der 'Vorteil' von so in den Raum geworfenen Ein-Satz-Fragen ohne jede Erklärung der Hintergründe. 
Man weiß nicht, was dahintersteckt und wenn das dann einen persönlichen Punkt trifft, interpretiert man da evtl. was rein, was gar nicht gemeint ist. 

chai antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 28955

@arcangel 

Also die Ausgangsfrage war, ob die einnahm von Neuroaktiven Substanzen Gottes Wirken behindern kann. Und diese Frage ist ganz klar und unmissverständlich mit 'Nein' zu beantworten. 

Und zur Frage, ob es die Beziehung beeinflusst ist komplizierter. Mit welchen Worten wird denn die Beziehung Gottes zu uns Menschen in der Bibel beschrieben?

Demnach hätte die Art der Beziehung zu Gott keinerlei Einfluss auf sein Wirken?

Wäre doch auch irgendwie seltsam, oder?

lucan-7 antworten
Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 25 Jahren

Beiträge : 6323

@lucan-7

Demnach hätte die Art der Beziehung zu Gott keinerlei Einfluss auf sein Wirken? 

Habe ich nicht behauptet. Ich behaupte, die Art der Beziehung ändert sich nicht egal wie ich diese von mir aus bewerte. 

Genauso wie ich immer der Sohn meiner Mutter bleibe, egal wie ich mich anstelle oder verhalte. So bleibt Gott immer mein Vater egal wie ich mich anstelle oder verhalte, und in jedem Fall handelt Gott mit dem Ziel, ihm immer ähnlicher zu werden.  

arcangel antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 28955

@arcangel 

Genauso wie ich immer der Sohn meiner Mutter bleibe, egal wie ich mich anstelle oder verhalte. So bleibt Gott immer mein Vater egal wie ich mich anstelle oder verhalte, und in jedem Fall handelt Gott mit dem Ziel, ihm immer ähnlicher zu werden.

Es war nicht die Frage, ob Gott der Vater bleibt, sondern ob Psychopharmaka Einfluss auf sein Wirken haben können.

Wenn Psychopharmaka die Beziehung beeinflussen können und die Beziehung Einfluss auf Gottes Wirken hat - dann wäre so ein Einfluss indirekt gegeben.

 

 

 

 

lucan-7 antworten
Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 25 Jahren

Beiträge : 6323

@lucan-7 
Ich wiederhole mich gerne noch ein drittes Mal. Die Beziehung zwischen Mensch Gott ist keine reziproke Beziehung. Diese Beziehung ist in jedem Fall eine, in der der Mensch der Empfangende ist. Diese Art der Beziehung ändert sich in keinem Fall, weshalb es auch keinen Einfluss auf Gottes Wirken hat. 

arcangel antworten
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 2905

@arcangel 

Diese Beziehung ist in jedem Fall eine, in der der Mensch der Empfangende ist

Das gefällt mir an deiner Antwort.

Diese Art der Beziehung ändert sich in keinem Fall, weshalb es auch keinen Einfluss auf Gottes Wirken hat.

 

Da bin ich mir nicht so sicher. Auch ohne Medis kannst du dich verschließen und damit die Beziehung beeinträchtigen.

 

stern antworten
Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 25 Jahren

Beiträge : 6323

@stern 

Klar kann man sich dem Willen Gottes verschliessen, und dadurch in der Wüste enden. Aber auch das ist das Wirken Gottes. 

Ob Gottes Willen in meinem Leben zum Tragen kommt, das kann ich selbstverständlich beeinflussen und das hängt offensichtlich davon ab, wie ich Gott und die Beziehung zu ihm wahrnehme. 

Aber ich habe erlebt und es ist meine tiefste Überzeugung, dass selbst im grössten Ungehorsam und in Momenten wo einem Gott am A**** vorbeigeht, Gott immer noch treu ist und immer noch wirkt. 

2Tim 2,13sind wir untreu, so bleibt er treu; denn er kann sich selbst nicht verleugnen.

Die Situation, in der Gott aufgibt und weggeht, gibt es nicht. 

arcangel antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 28955

@arcangel 

Die Beziehung zwischen Mensch Gott ist keine reziproke Beziehung. Diese Beziehung ist in jedem Fall eine, in der der Mensch der Empfangende ist. Diese Art der Beziehung ändert sich in keinem Fall, weshalb es auch keinen Einfluss auf Gottes Wirken hat. 

Es spielt also keine Rolle, ob man an Jesus und der Vergebung der Sünden zweifelt?

Was, wenn Psychopharmaka eine Glaubenskrise auslösen? Sagt sich Gott dann: "Ach, das nehme ich jetzt nicht ernst, das ist eine Nebenwirkung!"?

Und wenn er das tut... verfährt er dann genau so mit anderen Drogen?

Mit Hormonen?

Traumatischen Erfahrungen?

 

lucan-7 antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 7583

@lucan-7 

Nein... Psychopharmaka haben keinen Einfluss auf den Glauben.

 

queequeg antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 28955

@queequeg 

Nein... Psychopharmaka haben keinen Einfluss auf den Glauben.

Das dürfte wohl von der Art des Glaubens abhängen. Es gibt auch einen sehr unsicheren Glauben, der der Kompensation dient und der in erster Linie auf Angst basiert.

Ich denke, dass Psychopharmaka da schon einen Unterschied bewirken können.

 

lucan-7 antworten
Chey
 Chey
(@chey)
Beigetreten : Vor 2 Monaten

Beiträge : 864

@lucan-7 

Wir reden hier über Neuroleptika. Diese werden u.a. zur Behandlung von Wahnvorstellungen, Halluzinationen und Schizophrenie eingesetzt.

Sicherlich alles schwere Krankheiten, die von ihrer Art nicht grade gesunden Glauben fördern.

Soll.man hier im Forum dann wirklich die Skepsis gegen sinnvolle Behandlungsmethoden auch noch schüren, evtl. nur um der Diskussion selbst willen?

Oder sollte man nicht lieber mal schauen  welche Postings man verantwortungsvoll schreiben könnte?

VG

Chey

chey antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 28955

@chey 

Sicherlich alles schwere Krankheiten, die von ihrer Art nicht grade gesunden Glauben fördern.

Soll.man hier im Forum dann wirklich die Skepsis gegen sinnvolle Behandlungsmethoden auch noch schüren, evtl. nur um der Diskussion selbst willen?

Oder sollte man nicht lieber mal schauen  welche Postings man verantwortungsvoll schreiben könnte?

Schwierig.

Soll man wirklich verschweigen, dass man einen ungesunden Glauben (Also einen Glauben, der auf den entsprechenden Wahnvorstellungen oder ähnlichem basiert) verlieren könnte, wenn man Psychopharmaka nimmt? 

Immerhin ist das Forum ein Ort der Diskussion, keine Beratungsstelle für psychisch labile Menschen... da ist der Gang zu Fachleuten so oder so das Einzige, zu dem man wirklich raten kann.

Das größte Problem ist hier, dass es für Betroffene oft keine vernünftige Argumentation gibt. Jemand der unter Wahnvorstellungen leidet und aufgrund dessen einen Glauben pflegt, der ihm ein wenig Trost verschafft, der wird sich natürlich sträuben, diesen Glauben zu verlieren... auch wenn das eigentliche Problem ganz woanders liegt und auch woanders gelöst werden muss.

Aber letztlich geht es ja um einen echten Glauben. Also einen Glauben, den man nüchtern und, wie es so schön heisst, im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte pflegt. Es geht also nicht um Verlust, sondern um Veränderung.

lucan-7 antworten
Chey
 Chey
(@chey)
Beigetreten : Vor 2 Monaten

Beiträge : 864

@lucan-7 

Ja, auch in einem Forum wie diesen sollte man nicht offensichtlich angezeigte schulmedizinische Behandlungen mit Zweifeln behaften.

Das kann nämlich im realen Leben heftige Folgen haben.

Und wofür? Das man hier was postet?

VG

Chey

chey antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 28955

@chey 

Ja, auch in einem Forum wie diesen sollte man nicht offensichtlich angezeigte schulmedizinische Behandlungen mit Zweifeln behaften.

Das kann nämlich im realen Leben heftige Folgen haben.

Und wofür? Das man hier was postet?

Ja nun... natürlich muss man hier acht geben, dass man Menschen nicht in negativen Gedanken bestärkt.

Aber das ist immer noch ein Forum für mündige Erwachsene (Und interessierte Minderjährige, wie ich vermute, zumindest theoretisch), die das, was sie hier lesen, auch einschätzen und verarbeiten können.

Und wenn ich hier schreibe, dass ich die Bibel nicht für historisch halte, und irgendjemand liest das hier und springt deshalb von der Brücke... dann täte mir das zwar unendlich leid, weil so etwas nicht passieren sollte - aber die Ursache dürfte wohl kaum darin zu suchen sein, dass ich hier ehrlich meine Meinung geschrieben habe.

lucan-7 antworten
Chey
 Chey
(@chey)
Beigetreten : Vor 2 Monaten

Beiträge : 864

@lucan-7 

Für mich ist das sehr persönlich. Ich leide seit über 30 Jahren unter einer schweren chronischen Darmerkrankung, die natürlich über so einen Zeitraum auch Auswirkungen auf die Psyche hat.

Ich halte mich durchaus für einen mündigen Erwachsenen. Und ich kenne viele, die gleiche Erkrankungen haben. 

Da kannst Du oft die seelische Verfassung auch in solchen Foren bei diesem Thema nicht mit anderen Usern vergleichen. Vielleicht kannst du dich da auch nicht hinein versetzen.

Was ich in den Jahren in normalen Foren, wo solche Themen wie hier auch, ja immer mal kommen, weil Kranke oft nicht den Weg in geschützte Betroffenenforen finden, lesen musste, macht betroffen und einfach nur sauer.

Da geben Menschen Rat, die Null Ahnung haben, aber da sie ja auch schon mal Durchfall hatten, halten sie sich für Experten.  Oder weil bei Kopfschmerz mal bependeln geholfen hat,  hilft dadurch doch bestimmt überall.

Oder einfach auf Gott vertrauen und nur beten, Arztbesuch heißt doch mangelndes Gottvertrauen (bei meiner Erkrankungen ein lebensgefährlichen Rat)

Psychische Erkrankungen haben oft ein Suizidrisiko. Sollte man da nicht vorsichtig sein mit Bemerkungen? Oder ist das bei Foren wie hier egal? Denn wenn doch mal jemand von der Brücke springt, war doch bestimmt nicht das eigene Posting der Grund. Nur woher weißt Du das?

 

Es gibt einem ganz einfachen Grundsatz bei Erkrankungrn in Foren, in jeden Foren: Nicht Rumlabern, wenn man keine Ahnung hat und immer zum schulmedizinischen Arzt raten.

 

Sorry, will Dich hier nicht angreifen,  aber das Thema macht mich betroffen und es ist für mich eben keine akademische Spassdiskussion.

VG

Chey

chey antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 7583

@lucan-7 

Ja, nur würde ich da nicht von einem religiösen Glauben reden nur wie Du sagst, auf Angst basiert und diese hemmen soll.

queequeg antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 28955

@queequeg 

Ja, nur würde ich da nicht von einem religiösen Glauben reden nur wie Du sagst, auf Angst basiert und diese hemmen soll.

Das ist allerdings eine recht willkürliche Festlegung.

Ich beispielsweise würde behaupten, dass JEDER Glaube letztlich auf Angst beruht und irrational ist.

Wie willst du da eine Grenze festlegen, was "venünftiger" und was "krankhafter" Glaube ist?

lucan-7 antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 7583

@lucan-7 

"Wie willst du da eine Grenze festlegen, was "venünftiger" und was "krankhafter" Glaube ist?"

Gar nicht, dass doch jeder für sich selbst wissen.

 
 
queequeg antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 28955

@queequeg 

Gar nicht, dass doch jeder für sich selbst wissen.

Ja gut... aber wenn es ein "krankhafter" Glaube ist, der den Menschen schadet... sollte man da nicht helfen...?

lucan-7 antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 7583

@lucan-7 

"...wenn es ein krankhafter Glaube ist, sollte man da nicht helfen?"

Das ist jetzt eine ganz schwierige Frage, weil Schutzbedürfnisse Einzelner gegen die anderer oder einer Gemeinschaft stehen. 

Grundsätzlich kann und muss man einen Menschen, der für sich selbst oder andere eine Gefahr ist, per PsychKG auch gegen seinen Willen einweisen. Es müssen aber gleichzeitig beide Kriterien Krankheit und Gefährlichkeit.vorhanden sein

 

queequeg antworten
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 2905

@lucan-7 

Ich beispielsweise würde behaupten, dass JEDER Glaube letztlich auf Angst beruht und irrational ist.

Du meinst, weil man Angst vor der Welt hat? Oder weil man Angst vor Gott hat?

stern antworten
Seidenlaubenvogel
(@seidenlaubenvogel)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 2318

@lucan-7 

 

Ich beispielsweise würde behaupten, dass JEDER Glaube letztlich auf Angst beruht und irrational ist.

Wie so oft überhöhst du (deinen) Verstand.

Und nein, mein Glaube beruht nicht auf Angst. Mein Glaube beruht darauf, dass ich anerkenne, dass ich mein Leben nicht in der Hand habe und alles, was ich bin und habe von Gott gegeben ist.

seidenlaubenvogel antworten
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 2905

@seidenlaubenvogel 

Mein Glaube beruht darauf, dass ich anerkenne, dass ich mein Leben nicht in der Hand habe und alles, was ich bin und habe von Gott gegeben ist.

Ich gehe da mit…aber ich glaube zB nicht, dass ich Krankheiten von Gott habe. Also nicht alles was ich habe, ist von Gott.

Das kann man zwar so sehen und letztlich sind wir alle mehr oder weniger am spekulieren, raten, mutmaßen und glauben. Und vielleicht ist auch der Gedanke hilfreich, dass Gott auch Krankheiten einplant in seinen Heilsplan, um zum Ziel zu kommen. 
Aber biblisch sehe ich das im NT nicht.

stern antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 28955

@seidenlaubenvogel 

Wie so oft überhöhst du (deinen) Verstand.

Verstand ist das Einzige, mit dem sich das nüchtern beurteilen lässt.

Denn auch wenn Glaube auf Angst und Unsicherheit beruhen sollte und irrational ist, so bedeutet das ja nicht automatisch, dass er negativ ist. Glaube kann nützlich und hilfreich sein.

Ob er aber auch rational ist - das lässt sich nur mit dem Verstand beurteilen.

Und nein, mein Glaube beruht nicht auf Angst. Mein Glaube beruht darauf, dass ich anerkenne, dass ich mein Leben nicht in der Hand habe und alles, was ich bin und habe von Gott gegeben ist.

Man kann es auch Unsicherheit nennen. Mit Glauben an Gott ist das Leben einfacher zu ertragen und zu meistern als ohne.

Angst ist immer ein fester Teil des Glaubens. Angst vor der Hölle, vor dem Tod, vor Einsamkeit oder einem sinnlosen Leben - irgendetwas davon spielt immer mit hinein.

lucan-7 antworten
Seidenlaubenvogel
(@seidenlaubenvogel)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 2318

@lucan-7

Gespür, Eindrücke, Intuition, Reflexe, Liebe, Verbundenheit, dein Herz, ... - was dein Innerstes zusammenhält.

Ist das bei dir auch alles dem Verstand untergeordnet? 

Angst ist immer ein fester Teil des Glaubens. Angst vor der Hölle, vor dem Tod, vor Einsamkeit oder einem sinnlosen Leben - irgendetwas davon spielt immer mit hinein.

Und woran machst du bei mir fest, dass darauf mein Glaube beruht? Natürlich sind mir diese Aspekte bewusst - sie sind aber nicht Grundlage meines Glaubens. Die tatsächliche Basis ist Unterwerfung - da ich im Gegensatz zu dir nicht meinen Verstand absolut setze, sondern Gott. 

Einig sind wir uns immerhin, dass es zwischen Himmel und Erde mehr gibt als nur den Verstand.

 

seidenlaubenvogel antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 28955

@seidenlaubenvogel 

Gespür, Eindrücke, Intuition, Reflexe, Liebe, Verbundenheit, dein Herz, ... - was dein Innerstes zusammenhält.

Ist das bei dir auch alles dem Verstand untergeordnet?

Ja, sicher... sofern es dem Verstand zugänglich ist, natürlich. Das heisst nicht, dass alles, was ich tue, verstandesgemäß passiert. Aber wenn ich etwas bewusst überlege, dann sollte das auch entscheidend sein.

Es gibt ja viele Leute, die mit dem falschen Partner zusammen sind, weil sie nicht auf ihren Verstand hören, sondern nur auf ihr Gefühl. Gefühle können täuschen. 

Das heisst nicht, dass man nicht auch mal auf die Intuition hören sollte, das kann oft auch gut und richtig sein. Aber wenn sich die Situation auch mit dem Verstand beurteilen lässt, dann sollte dieser auch entscheidend sein.

 

Und woran machst du bei mir fest, dass darauf mein Glaube beruht? Natürlich sind mir diese Aspekte bewusst - sie sind aber nicht Grundlage meines Glaubens.

Das ist jetzt natürlich ein ziemlich weites Feld. Lass es mich mal so sagen: Ich halte Angst grundsätzlich für eine starke Triebfeder, nicht nur im Glauben, sondern grundsätzlich im Leben. Wobei es da meist um Angstvermeidung geht. Wenn ich also vor dem Wochenende einkaufen gehe bevor die Läden zumachen, dann bin ich dabei nicht von Angst getrieben... aber letztlich steht eben doch die Befürchtung dahinter, nichts mehr zu essen im Haus zu haben.

Und so ähnlich halte ich auch den Glauben für etwas, das der Angstvermeidung dienen soll... und ich denke, dass die Ängste hier bei vielen Leuten auch sehr viel direkter zum Vorschein kommen. Davon zeigen ja auch viele "Soll ich dies machen?" oder "Darf ein Christ das tun?" Threads.

 

Die tatsächliche Basis ist Unterwerfung - da ich im Gegensatz zu dir nicht meinen Verstand absolut setze, sondern Gott.

"Unterwerfung" halte ich für etwas extrem Negatives. Aber ich denke, dass wir auch hier eine sehr unterschiedliche Perspektive haben.

Für dich steht hier vermutlich das Vertrauen im Vordergrund. Für mich ist die eigene Verantwortung - was bedeutet, dass ich immer alles hinterfrage, was von mir verlangt wird.

 

 

 

lucan-7 antworten
Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 25 Jahren

Beiträge : 6323

@jack-black 

Deine Beziehung zu Herrn Müller wird sich ändern, und auch die Sicht Herrn Müllers auf sich selbst und auf dich wird sich ändern. 

Hosea 11,9 

"Denn Gott bin ich und nicht ein Mensch" Du solltest genug christliche Theologie intus haben, um die Antwort auf die Frage zu kennen, ob sich Gottes Sicht auf Herrn Müller ändert. Und die Da die Eingangsfrage wie folgt lautete. 

Erfahrungen gemacht mit der Einnahme von Neuroleptika und ob es Gottes Wirken blockiert.

Ist diese damit auch beantwortet. 

Wird sich die Sicht Herr Müllers auf sein Leben und seine Beziehung zu Gott ändern? Ja offensichtlich. 

Wird sich die Beziehung selbst ändern? Nein denn die Beziehung davor war auch schon eine eines Bedürftigen der in keinster Weise Gott gerecht werden kann. Es war schon davor eine Beziehung der Abhängigkeit, und der unverdienten Gnade. Daran ändern sich nichts, auch durch die Wahrnehmungsveränderung die Herr Müller durchmacht. 

arcangel antworten
Meriadoc
(@meriadoc)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 968

@arcangel 

Jetzt mal was ganz banalblödes.

 

Hiob opferte, weil er befürchtete, seine Kinder könnten gesündigt haben. Also, das ist schon ziemlich krankhaft.

Er dachte, dass.....

 

 

meriadoc antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 4509

@meriadoc Heute sieht man das so. Zu seiner Zeit war sein Handeln richtig. 😀

tatokala antworten
Meriadoc
(@meriadoc)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 968

@tatokala 

 

Denk mal nach. 

 

Die Kinder *könnten* gesündigt haben. 

 

meriadoc antworten
Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 25 Jahren

Beiträge : 6323

@meriadoc 

Woher kommt der Gedanke jetzt? 

Für seine Liebsten ein Opfer bringen, weil man sich um sie sorgt, ist für dich Krankhaft? 

arcangel antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29111

@arcangel 

Zum Beitrag

Es geht nicht um Sonderstatus, sondern um genaue Diagnose, Verschreibung und Dosis, weil es in die Persönlichkeit des Patienten eingreift. 

Beispiel: Ritalin normalisiert bei ADHS und erhöht die Ausdauer, Leistung und Frische. Bei HSPlern dämpft Ritalin bis zum sich Selbstverlieren in Nebel. Und da ist die Frage nach der Empfänglichkeit für die Gottesbeziehung sehr berechtigt. 

 

deborah71 antworten
Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 25 Jahren

Beiträge : 6323

@deborah71 

Es geht nicht um Sonderstatus, sondern um genaue Diagnose, Verschreibung und Dosis, weil es in die Persönlichkeit des Patienten eingreift.

Absolut irrelevant. 

Ich habe miterlebt wie ein junger Christ, wegen eines Meniskus riss, der ihn zwang seinen Sport aufzugeben in eine Tiefe Sinn und Glaubenskrise gefallen ist. Für den ist eine Welt zusammengebrochen, wie konnte Gott sowas zu lassen. "Wenn Gott mich wirklich lieben würde wäre mir dies nie passiert." Solche und ähnliche Sätze kamen von diesem jungen Mann. Er ist dann auch tatsächlich in eine Depression abgeglitten. 

Gleichzeitig habe ich bei einer guten Freundin von mir ihre Pränatale Depression erlebt die sie über Jahre, in ein Loch gezogen hat, aber nie an Gott gezweifelt hat. 

arcangel antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29111

@arcangel 

Die Frage war nach den Auswirkungen der Medikamente, nicht nach der persönlichen Verarbeitung eines Ereignisses. Du klingst unglaublich hart.... mit allem Respekt angemerkt. 

deborah71 antworten
Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 25 Jahren

Beiträge : 6323

@meriadoc 

Und nochmals zum Nachhacken, weil ich nicht verstehe, wo du hier eine Abwertung empfindest.

Das ist die Ausgangsfrage:

Hat jmd. Erfahrungen gemacht mit der Einnahme von Neuroleptika und ob es Gottes Wirken blockiert. Habe dies jetzt schon öfter gelesen oder gehört. Ist da etwas dran?

Dies macht für mich nicht den Eindruck eines Unmittelbar betroffenen. Und da ich mich auf das Wirken Gottes bezogen habe bleibe ich bei meiner Aussage, nichts was wir tun oder nicht tun, einnehmen oder nicht einnehmen kann Gottes Wirken blockieren. 

arcangel antworten
Meriadoc
(@meriadoc)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 968

@arcangel 

 

Kennst du 

 

Nach Grau kommt Himmelblau / Dr. Thomas Reinbacher

Der fiel von einem Tag auf die andere in eine tiefe Depression und Suizidgedanken. Sein Heilungsprozess dauerte mehrer Monate mit vielen Medikamenten und anderes. Was das mit ihm gemacht hat und wie es am Ende sehr gut war, das beschreibt er in seinem Buch.

Ich kann die Eingangsfrage sehr gut verstehen. Ich hatte mal einen Freund, der war mal  schwer Drogensüchtig und kam (aus seiner Sicht) mit Gottes Hilfe da raus. Aber die Psychosen und anderes haben ihn ziemlich heruntergezogen. Und er glaubte hin und wieder, kein Kind Gottes zu sein. Auch das er Angst vor den medikamenten hat und so. Er wollte in die DeIgnuis Klinik. Die haben ihn aber klargemacht, er müsse  Medikamentös gut eingestellt sein. Das klappte auch und nach der Klinik machte er sehr gute Fortschritte. Leider starb er, aber nicht wegen dem, sondern weil er durch die Drogen massive körperliche Schäden hatte.

Ein Blinmddarm ist auch was Angst macht, kann aber operiert werden und ist schnell verheilt. Ein psychische Erkrankung kann oft gefühlt isolierend sein. Wenn dann auch noch chrionische Besserwisser und Skeptiker hast, macht das auch mürbe und wenn das Umfeld schwer ist, kann auch die Beziehung nach oben schwer sein. Bei einer Blinddarmentzündung betet man für gutes gelingen vom Arzt....schnippschnapp...fertig.

Eine psychische Erkrankung kan u.U. sehr komplex sein und lange dauern.

 

meriadoc antworten
Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 25 Jahren

Beiträge : 6323

@meriadoc 

All das, was du hier schreibst, ist vollkommen berechtigt. Aber das war und ist nicht der Inhalt der Eingangsfrage. 

Ich habe die Eingangsfrage so verstanden das jemand nicht direkt betroffener ist fragt, ob man durch das Einnehmen von Antidepressiva und co. Gott daran hindert zu heilen oder sonst wie zu wirken. Und diese Frage muss ich kategorisch mit Nein Beantworten. 

Die Frage, die du hier bewegst, ist eine andere Geschichte. 

arcangel antworten
Meriadoc
(@meriadoc)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 968

@arcangel 

 

Ne, ist eine gleiche, aber das sollte die Fragestellerin besser erläutern.

 

Schönes Wochenende!

meriadoc antworten


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