100%ige Heilssicherheit Calvin
An anderer Stelle wurde das Calvinistische „Einmal gerettet, immer gerettet“ (100%ige Heilssicherheit) diskutiert und mit dem Katholizismus verglichen. Da mir eine 100%ige Heilssicherheit nicht so recht einleuchten wollte, habe ich mit jemandem gesprochen, der das als „Calvins Hütchenspieler-Trick“ bezeichnet und mir das am Beispiel eines Mörders erklärt hat. Daraufhin habe ich noch etwas weiter recherchiert…
Beide daraus entstandenen Texte „Calvins Hütchenspieler-Trick“ und „Harmonisierung von calv. und kath. Heilsvorstellung“ würde ich gerne zur Diskussion stellen und zwar hinsichtlich der Frage, ob diese Sichtweisen - vereinfacht zwar - im Grunde richtig wiedergegeben sind und was ggf. grundsätzlich anders gesehen werden könnte/ müsste/ sollte.
Es geht also darum zu verdeutlichen, dass einerseits die vermeintliche Überlegenheit einer als 100%ig gedachten Heilszusage zu relativieren ist und andererseits sich beide Heils-Ansichten viel näher sind als im ersten Moment sichtbar.
(I) Calvins „Hütchenspieler-Trick“
Das Calvinistische „Einmal gerettet, immer gerettet“ ist ein theologischer Hütchenspieler-Trick! Das lässt sich leicht zeigen.
Nehmen wir an, ein bekehrter Calvinst begeht einen Mord. Kommt dieser Mörder in den Himmel? Nein, auch nach Calvinistischem Denken kommt der Mörder nicht in den Himmel, sondern in die Hölle. Trotzdem gilt „Einmal gerettet, immer gerettet“. Wie kann das sein?
Ganz einfach. Calvinisten sagen, der Mörder war gar nicht bekehrt, er hat sich seine Bekehrung nur „eingebildet“ (Scheinbekehrung). Um „Einmal gerettet, immer gerettet“ als theologische Prämisse zu retten, wird die vorherige Bekehrung des Mörders einfach als „Scheinbekehrung“ uminterpretiert!
Das ist der klassische Hütchenspieler-Trick. Vor den Augen der Zuschauer verwandelt sich die unverlierbare Errettung (die 100%ige Heilssicherheit) des Mörder - simsalabim - in eine Scheinbekehrung.
Man sagt ihm also einfach: Errettet? Pustekuchen! Du warst nie errettet! Dasselbe gilt für alle Ehebrecher, Diebe, Räuber, Betrüger, Meineidige, Verleumder, Denunzianten, Unterdrücker, Gotteslästerer, Götzenanbeter, Totenschänder, Hochmütige, Neidische, Geizige, Habsüchtige, Maßlose, Verräter…
Aus ihrem unverlierbaren Heil, der 100%ig sicheren Errettung, wird durch ihre Tat der absolute Heilsverlust, eine 0%sichere Errettung.
(II) Harmonisierung von calv. und kath. Heilsvorstellung
Der Calvinist stellt niemals das theologische Konstrukt einer unfehlbare Errettung nach eindeutiger Bekehrung in Frage, sondern - im Falle von sündhaftem Verhalten - die Realität seiner Bekehrung (war es vielleicht eine Scheinbekehrung?). Heilstheoretisch läuft es im Ergebnis auf dasselbe hinaus…
Der Katholik erfreut sich an seiner begründeten Hoffnung auf das ewige Heil, weiß aber um die Möglichkeit, durch schwere Sünde aus diesem Stand der Gnade zu fallen und er kennt den Weg der Reue und Buße, diesen notwendigen Stand der Gnade wiederzuerlangen.
Unsicherheit hinsichtlich des ewigen Heils gibt es bei beiden.
Der Katholik wird sich vielleicht fragen, ob eine begangene Sünde „schon“ eine schwere Sünde ist, die dazu führt aus dem Stand der Gnade zu fallen. Der Calvinist verlagert das Problem, indem er bei jedem möglichen sündigen Verhalten seine Bekehrung in Frage stellt.
In beiden Fällen gibt es deshalb im Prinzip denselben Effekt: man achtet genau darauf, was man tut, möglicherweise sehr akribisch, um daraus ein möglichst präzises Werkzeug zu entwickeln, mit dem man ermitteln kann, ob man das ewige Leben wirklich hat oder…
A) durch schwere Sünde aus dem Stand der Gnade gefallen ist (Katholik)
B) durch Sünde deutlich wird, dass die Bekehrung nicht echt war.
Der psychologische Effekt ist allerdings unterschiedlich und durch Max Weber beschrieben (protestantische Arbeitsethik)
A) der Katholik ist per se entlastet, da er ja weiß, dass bei sündhaftem Verhalten sakramentale Werkzeuge zur Verfügung stehen, dies vor Gott wieder in Ordnung zu bringen.
B) der Protestant dagegen müsste sich, wenn er aufgrund seines sündhaften Verhaltens sich seiner Bekehrung nicht sicher ist, selbst immer wieder neu bekehren.
Wenn wir also fragen, wo - psychologisch betrachtet - die größere „Sicherheit des Glaubens“ vorhanden ist, würde ich sagen beim Katholiken, nach dem Sakrament der Beichte sagt ihm die Kirche, dass die Dinge vor Gott zu 100% wieder in Ordnung gebracht sind.
Da es diese Zusicherung im Calvinismuss nicht geben kann, muss er sich im Zweifelsfall selbst zerfleischen und immer wieder neu bekehren, im Grunde sich immer wieder das Heil ein-reden.
Das „Ein-Reden des Heils“ übernimmt im Katholizismus die Kirche, bzw. geschieht durch den verbindlichen Gnaden-Zuspruch eines bevollmächtigen Priesters. Im Calvinismus kann dies nur durch Selbst-Einredung erfolgen… Erstaunlicherweise bestätigt die Psychologie, dass der katholische Weg der effektivere ist.
Sehr gut zusammen gefasst 👍
Letztlich ist es beim Calvinismus so, das man auch als wiedergeborener Christ sich subjektiv nie sicher sein kann, das sein Glaube echt ist. Auch wenn man nicht Hart sündigt.
Das schafft ja wirklich Unsicherheit.
Ich war früher mal damit konfrontiert. Ich hatte mich vom Charismatischen Glauben etwas distanziert. Dann wurde ein anderer Freund Calvinist. Ich fand das damals auch sogar grundsätzlich schlüssig, aber ich dachte mir dann, eigentlich ist mir das to much und letztlich kommt's ja auf Gott an und nicht auf mich, deshalb habe ich mir gar keine Mühe mehr im Glauben gegeben und Ultima Ratio hab ich dann erst Recht Gottlos gelebt.
Warum sich Anstrengen, wenn es eh nichts bringt. Als junger Kerl ging's mir eben so.
Veröffentlicht von: @claudiusDa dies offenbar inhärent heilsnotwendig verbleibt kann jeder, selbst der Neugeborene schwerster Sünde verfallen, denn freier Wille rechter Unterscheidung und Entscheidung bleibt mit unserer Existenz immer erhalten
Stimme ich zu. Ist jemand, der schwerster Sünde verfällt, noch im Leib Christi ? Ich behaupte: Die schwere Sünde trennt vom Leib Christi und von der Gnade. Wer nicht mehr in der Gnade ist, kommt ins Gericht. Wer ins Gericht kommt und nach seinen Taten beurteilt wird, darf die Verdammnis erwarten.
Die Kirche oder die Gemeinde wird als die Arche beschrieben. Du kannst aussteigen. Aber wenn Du nicht bewusst, durch schwere Sünde, durch Abkehr von Gott, aussteigst, gibt es keine Falltür, durch die heraus fällst.
Was ist Bekehrung? Heißt Bekehrung nicht, dass in Deinem Leben etwas anders läuft, dass Dich tiefgreifend etwas bewegt hat? Jemand, der regelmäßig im Evangelium liest - was eine Gewissensschulung ist - wird sein Gewissen nicht anschlagen und ihn bewahren? Ist das, was er unabsichtlich tut und nicht in voller Kenntnis und voller Zustimmung, wirklich eine schwere Sünde, die ihn aus dem Leib Christi herauswirft?
Nichts kann einen Menschen aus der Hand des dreifaltigen Gottes reißen. Und doch glauben Menschen, keine Heilsgewissheit zu haben, wenn sie in der Hand des dreifaltigen Gottes sind.
Ich finde keinen Anschluss, deshalb jetzt hier:
Es ist höchst unglaubwürdig, dass ein Mensch, der irgendwann übel sündigt (muss ja kein Mord sein, es gibt ja auch noch andere Sünden), niemals 'richtig gläubig oder bekehrt' war.
Dazu gibt's dann doch etliche Geschichten über Pastoren, Prediger und andere 'Berufschristen', die lange für Gott tätig waren und auch viele Menschen auf dem Weg zum oder im Glauben begleitet haben und dann doch irgendwann fremdgingen oder in die Kollektenkasse gegriffen haben.
Und so verwerflich das sein mag oder ist - man kann sicher nicht behaupten, dass ihr komplettes Leben für und mit Gott dadurch zum Lügengebäude wird.
Jeder Mensch ist ein Sünder. Jeder Mensch sündigt,leider 😞.
Deshalb braucht auch jeder Mensch Jesus Christus um gerettet zu werden ❤️.
Wer das einsieht das man einen Retter braucht kommt zum glauben an Jesus Christus.
Das beinhaltet ein umkehren(Buße tun)von seinem falschen Weg. Wie die Bibel sagt man muss von neuem geboren werden. Wer von neuem geboren ist WILL nicht mehr sündigen!
Was nicht bedeutet das man das dann auch perfekt umsetzen kann. Das ist ein täglicher Kampf.
Wen man von neuem geboren ist, schließe ich ein bewusstes sündigen aus. So nach dem Motto wird schon gehen (was auch immer). Z.b. Fremdgehen, das ist eine bewusste Entscheidung,das passiert nicht einfach aus Unaufmerksamkeit 🤔.
Veröffentlicht von: @emberJeder Mensch ist ein Sünder. Jeder Mensch sündigt,leider 😞.
Deshalb braucht auch jeder Mensch Jesus Christus um gerettet zu werden ❤️.
Wer das einsieht das man einen Retter braucht kommt zum glauben an Jesus Christus.
Das beinhaltet ein umkehren(Buße tun)von seinem falschen Weg. Wie die Bibel sagt man muss von neuem geboren werden. Wer von neuem geboren ist WILL nicht mehr sündigen!
Was nicht bedeutet das man das dann auch perfekt umsetzen kann. Das ist ein täglicher Kampf.
Wen man von neuem geboren ist, schließe ich ein bewusstes sündigen aus. So nach dem Motto wird schon gehen (was auch immer). Z.b. Fremdgehen, das ist eine bewusste Entscheidung,das passiert nicht einfach aus Unaufmerksamkeit 🤔.
Und doch gab und gibt es solche Geschichten.
Und das ist ja auch das, was die angeführten Personen selbst jahrelang predigten.
Dass sie dann irgendwann selbst in eine Falle tappten, macht ihr früheres Glaubensleben aber nicht zum Lügengebäude.
@ember Ganz einfach
Ein gläubiger Mensch macht einen gravierenden Fehler. Oder er fällt vom Glauben ab.
Das ist allerdings kein Grund zu behaupten, er wäre ja nie 'richtig' gläubig oder bekehrt gewesen.
Ähnlich wie man nicht sagen kann, wenn ein Paar sich trennt, da wäre nie Liebe gewesen.
Na da wäre ja die Frage?
Kann ein wirklich wiedergeborenes Kind Gottes vom Glauben abfallen ???
Jeder Mensch kann sich von jetzt auf gleich Christ nennen aber welche Bedeutung hat das für diesen Menschen dann wirklich?
Fragen über Fragen, lach 😁.
Veröffentlicht von: @emberKann ein wirklich wiedergeborenes Kind Gottes vom Glauben abfallen ???
Ja, natürlich geht das.
Ich könnte Dir ohne nachzudenken ein paar Namen nennen, was ich hier natürlich nicht tun werde.
Aber ich hab überhaupt kein Recht, deren Glauben nachträglich infrage zu stellen.
Jeder Mensch kann sich von jetzt auf gleich Christ nennen aber welche Bedeutung hat das für diesen Menschen dann wirklich?
Wenn ein Mensch in der Gemeinde aktiv ist und seinen Glauben bezeugt, darf man schon davon ausgehen, dass er 'wirklich' gläubig ist.
Da bin ich mir nicht sicher das man als wiedergeborenes Kind Gottes vom Glauben abfallen kann 🤔?
Würde es nicht bedeuten das man selbst für seine Rettung sorgt ?
1 Johannes 2,19
Sie sind von uns ausgegangen, aber sie waren nicht von uns; denn wenn sie von uns gewesen wären, so wären sie bei uns geblieben. Aber es sollte offenbar werden, dass sie alle nicht von uns sind.
Das ist das Problem dabei niemand kann einem Menschen Glauben absprechen. Aber genauso wenig kann man jemanden Glauben zusprechen.
Niemand kann in das Herz hineinschauen außer Gott allein 🙂.
Deshalb sollen wir sie an den Früchten erkennen.....
Veröffentlicht von: @emberDas ist das Problem dabei niemand kann einem Menschen Glauben absprechen. Aber genauso wenig kann man jemanden Glauben zusprechen.
Niemand kann in das Herz hineinschauen außer Gott allein 🙂.
Deshalb sollen wir sie an den Früchten erkennen.....
Wo ist Dein Problem?
Es gibt Menschen, die waren gläubig und engagiert und ich bin überzeugt, dass ihr Glaube zu diesem Zeitpunkt echt war.
Johannes 10,27-30
27 Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir nach; 28 und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie werden in Ewigkeit nicht verlorengehen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen. 29 Mein Vater, der sie mir gegeben hat, ist größer als alle, und niemand kann sie aus der Hand meines Vaters reißen. 30 Ich und der Vater sind eins.
Veröffentlicht von: @emberJohannes 10,27-30
27 Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir nach; 28 und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie werden in Ewigkeit nicht verlorengehen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen. 29 Mein Vater, der sie mir gegeben hat, ist größer als alle, und niemand kann sie aus der Hand meines Vaters reißen. 30 Ich und der Vater sind eins.
Aber was sagt uns das?
Veröffentlicht von: @emberIst man wirklich wahrhaftig in Jesu Hand, sorgt Jesus dafür das wir auch ewig dort bleiben 😊.
Das führt allerdings zu 2 Problemen:
Es gibt keine Willensfreiheit mehr. Wenn es aber keine Willensfreiheit gibt, kann der Mensch nicht zur Rechenschaft gezogen werden.
Aber selbstverständlich gibt es die Willensfreiheit.
Ohne freien Willen kann man sich ja nicht für oder gegen Jesus Christus entscheiden.
Jeder der sich aus freien Stücken für Jesus entscheidet, will ja die Ewigkeit mit Jesus verbringen.
Und wer nicht will...
Ich sehe da keinen Widerspruch 🤔 .
Entweder man möchte zu Gott gehören oder nicht.
Es sei ,du bist der Meinung das man sich dauernd umentscheiden möchte?
Ich glaube nicht das der Mensch,der sich einmal von Jesus Christus hat retten lassen, wieder in die Verdammnis zurück will 😶 .
@ember Von ständig redet ja niemand, nur von der Möglichkeit, dass der Mensch eine Entscheidung gegen Christus trifft, dann entfernt er sich von der Gnade und ohne Gnade kommt er ins Gericht und wenn er ins Gericht kommt wartet die Verdammnis.
Ich bin jetzt irgendwie davon ausgegangen es ginge darum das man sein Heil in Christus gegen seinen Willen verlieren kann. Z.b. bei Fehlverhalten.Ich bin davon überzeugt das Jesus uns davor bewahrt.
Aber natürlich darf jeder Mensch auch Christus wieder verlassen. Das dann für immer.
Hebräer 6,4-6
4 Denn es ist unmöglich, die, welche einmal erleuchtet worden sind und die himmlische Gabe geschmeckt haben und Heiligen Geistes teilhaftig geworden sind 5 und das gute Wort Gottes geschmeckt haben, dazu die Kräfte der zukünftigen Weltzeit, 6 und die dann abgefallen sind, wieder zur Buße zu erneuern, da sie für sich selbst den Sohn Gottes wiederum kreuzigen und zum Gespött machen!
Veröffentlicht von: @emberIch bin jetzt irgendwie davon ausgegangen es ginge darum das man sein Heil in Christus gegen seinen Willen verlieren kann. Z.b. bei Fehlverhalten.Ich bin davon überzeugt das Jesus uns davor bewahrt.
Aber natürlich darf jeder Mensch auch Christus wieder verlassen. Das dann für immer.
Hebräer 6,4-6
4 Denn es ist unmöglich, die, welche einmal erleuchtet worden sind und die himmlische Gabe geschmeckt haben und Heiligen Geistes teilhaftig geworden sind 5 und das gute Wort Gottes geschmeckt haben, dazu die Kräfte der zukünftigen Weltzeit, 6 und die dann abgefallen sind, wieder zur Buße zu erneuern, da sie für sich selbst den Sohn Gottes wiederum kreuzigen und zum Gespött machen!
Nehmen wir den Fall vom Pastor, der sich fremdverliebt. Der weiß, was er nicht tun sollte, biegt aber trotzdem falsch ab.
Irgendwann merkt er dann, dass er auf dem Holzweg ist und will umkehren.
Aus meiner Sicht dürfte es eher das Bodenpersonal sein, das ihm den Rückweg versperrt als Gott.
"Aber selbstverständlich gibt es die Willensfreiheit."
Diese Selbstverständlichkeit möchte ich doch dann sehr bezweifeln. Was wir jetzt, in diesem Moment denken oder entscheiden - also was uns bewusst ist - ist der Endpunkt einer ziemlich langen Entwicklung, die von einer ganzen Reihe unbewusster Elemente beeinflusst wird.
Nach einer Untersuchung in Amerika z.B. haben Richter, die vor einer Verhandlung ein heißes Getränk zu sich genommen haben, deutlich milderer Urteile gefällt, als die, die vorher ein kaltes Getränk getrunken haben.
@queequeg Also sind wir doch nur fleischgewordene Wirkungen beliebiger Ursachen ? Das ist ein bisschen ein vergeistigtes naturalistisches Weltbild, das uns durch unsere Gene konditioniert sieht.
Nur: Wenn wir Wirkungen von Ursachen sind, können wir auch gleichzeitig Ursachen von Wirkungen sein. Und wenn wir Ursachen von Wirkungen sind, die wir als andere Menschen wahrnehmen, können wir selbst Ursachen unserer eigenen Wirkungen werden.
Selbst ein kausaler Blick auf die Welt schließt die Freiheit nicht aus.
Veröffentlicht von: @emberJohannes 10,27-30
27 Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir nach; 28 und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie werden in Ewigkeit nicht verlorengehen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen. 29 Mein Vater, der sie mir gegeben hat, ist größer als alle, und niemand kann sie aus der Hand meines Vaters reißen. 30 Ich und der Vater sind eins.
Und wenn sich ein Schaf von der Herde entfernt, war's nie ein Schaf?
Gerettet wird man immer durch „andere“ (dreieinigen Gott), aber man muss sich nicht retten lassen. Und wer den Rettungsring einmal ergriffen hat, sollte ihn klugerweise nicht loslassen. Es ist aber nicht ausgeschlossen, dass man das dennoch tut.
Katholiken würden - um im Bilde zu bleiben - sagen, dass das Loslassen möglich ist, ohne dass das erneute Zugreifen ausgeschlossen wäre. Sie würden erklären, dass, wer nicht wieder loslässt, errettet ist.
Evangelikale (oder besser solche, die „einmal gerettet, immer gerettet“ vertreten) würden demjenigen, der den Rettungsring loslässt, bescheinigen, dass er gar nicht zur Rettung vorgesehen war. Wenn er dann erneut den Rettungsring ergreift, würden sie sagen, dass erst jetzt Rettung da ist, vorher war es „Scheinerrettung“ (Scheinbekehrung).
Ich sehe in beiden Sichtweisen keinen Widerspruch.
In jedem Fall ist immer Gott derjenige, der rettet, nie der Mensch. Es ist also nicht der Mensch, der für seine Rettung sorgt (nur weil er zugreift). Allein derjenige, der den Rettungsring hinhält - also Gott - ist der Retter.
Genau dasselbe im Krankenhaus. Nur, weil der Patient einer Therapie zustimmt, sie wieder ablehnen kann und ggf. dann doch wieder fortsetzt, kann man nicht sagen, der Patient hat seine Heilung selbst bewirkt. Er hat sie lediglich zugelassen…
Stimmt, niemand muss sich retten lassen.
Niemand muss der Wahrheit glauben schenken.
Bedauerlicherweise werden es viele sein 😢 .
Matthäus 7,13-14
13 Geht ein durch die enge Pforte! Denn die Pforte ist weit und der Weg ist breit, der ins Verderben führt; und viele sind es, die da hineingehen. 14 Denn die Pforte ist eng und der Weg ist schmal, der zum Leben führt; und wenige sind es, die ihn finden.
Veröffentlicht von: @holger-fEvangelikale (oder besser solche, die „einmal gerettet, immer gerettet“ vertreten) würden demjenigen, der den Rettungsring loslässt, bescheinigen, dass er gar nicht zur Rettung vorgesehen war. Wenn er dann erneut den Rettungsring ergreift, würden sie sagen, dass erst jetzt Rettung da ist, vorher war es „Scheinerrettung“ (Scheinbekehrung).
Ich finde das mit der 'Scheinbekehrung' eine seltsame Aussage.
Vielleicht hat der 'Gerettete' einfach nicht mehr die Kraft, sich festzuhalten.
In jedem Fall ist immer Gott derjenige, der rettet, nie der Mensch.
Manchmal braucht er vielleicht ein Netz zur Rettung.
Also beides ist wichtig - eine Taufe ist ja kein Freifahrtschein :). Man kann nicht ein Leben ohne Glauben führen da geb ich Dir Recht. Historisch wurden die beiden Aspekte aber durchaus getrennt betrachtet.
Die Taufe- der neue Bund ist ein Geschenk 🎁, wo man nicht verdienen kann , auch nicht durch Glauben oder Willen. Das haben die Christen sehr früh als solches Begriffen. Es ist der "Anfang" der "nicht aus dem Willen des Fleisches" (Ein Menschlicher Wille wäre ja genau das) Geschenkt wird durch Jesus.
Der Bund Abrahams war darauf ein gutes Bild; Gott vollzog diesen, als er schlief. Im alten Bund unter Mose wurde es an Kindern vollzogen.
Das ganze Leben ist dann sozusagen die Entscheidung, das Vertrauen auf Gott benötigt.
Ich hoffe ich hab's korrekt formuliert. Ich weiß schon das die Taufe in andern Teilen der Christenheit etwas anders ausgelegt wird.
Taufe ohne Glauben hat keinen Wert 😶 .
Apg 2.38 und Titus 3,5 weisen auf das Verständnis zum Beispiel hin
Eine Taufe bei der nichts passiert - keine Wiedergeburt - welchen Sinn soll die bitte haben?!
Ich weiß , manche sagen es sei ja nur "ein Zeichen"
Für wen bitte? Gott? Der wüsste ja sowieso wer zu ihm gehört. Die geistliche Welt? Warum sollte dieser kurze Moment eine Bedeutung haben? Der "Welt" - die ist in der Regel bei der Taufe nicht dabei und die interessiert es nicht mal.
Jesus redet von der Wiedergeburt aus Wasser und Geist - das wurde jeher von den Christen als die Taufe verstanden. Die Taufe ist ein Geschenk, sie ist das von dem alle reden was man sich nicht verdienen kann.
Bei den älteren Bünden mit Gott war es ähnlich, das Gott handelte am Menschen ohne das jener eine "Entscheidung" traf.
Das Leben danach ist die Entscheidung.
Apostelgeschichte 2,38
38 Da sprach Petrus zu ihnen: Tut Buße, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung der Sünden; so werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen.
Können Babys Busse tun?
Titus 3,5-8
5 da hat er uns — nicht um der Werke der Gerechtigkeit willen, die wir getan hätten, sondern aufgrund seiner Barmherzigkeit — errettet durch das Bad der Wiedergeburt und durch die Erneuerung des Heiligen Geistes, 6 den er reichlich über uns ausgegossen hat durch Jesus Christus, unseren Retter, 7 damit wir, durch seine Gnade gerechtfertigt, der Hoffnung gemäß Erben des ewigen Lebens würden.8Glaubwürdig ist das Wort, und ich will, dass du dies mit allem Nachdruck bekräftigst, damit die, welche an Gott gläubig wurden, darauf bedacht sind, eifrig gute Werke zu tun. Dies ist gut und nützlich für die Menschen.
5....nicht um der Werke der Gerechtigkeit willen, die wir getan hätten...
8...die,welche an Gott gläubig wurden...
Sind da Babys angesprochen?
@ember Man sollte meiner Meinung nach die Bibel im Ganzen sehen, wenn Du zu eng an einzelnen Versen bleibst, erschließt sich meiner Meinung das Bild nicht.
Beispiel:
„Ganz Judäa und alle Einwohner Jerusalems zogen zu ihm hinaus; sie bekannten ihre Sünden und ließen sich im Jordan von ihm taufen.“ (Mk 1,5)
Aus diesem Vers könntest Du jetzt schließen, dass keine Babys getauft wurden, weil sie nicht ihre Sünden bekennen können. Wenn Du aber Deinem Auslegungsansatz treu bleibst, müsstest Du daraus schließen, dass es in ganz Judäa und unter allen Einwohnern Jerusalems überhaupt gar keinen Nachwuchs gab. Eine Stadt ohne Kinder und Säuglinge.
Ich glaube nicht wenn dort steht ganz Judäa,das wirklich jeder einzelne Mensch der dort lebte zum Jordan ging seine Sünden bekannte und sich taufen ließ.
Sondern die Ganzheit der gottesfürchtigen Menschen in Judäa gemeint ist.
Es lebten dort auch eine ganze Reihe von nicht Juden zu dieser Zeit dort.
2Mo 23,9
Und bedrücke den Fremdling nicht; denn ihr wisst, wie es den Fremdlingen zumute ist; denn ihr seid Fremdlinge gewesen im Land Ägypten.
Und ich glaube auch nicht das Babys dazu gehörten.
Du siehst an dem Bibelvers schon ganz deutlich, dass Taufe und Glaube unterschiedliche Dinge sind. Für die Errettung müssen beide vorhanden sein.
Schon. Aber ohne Glauben bringt die Taufe einem Menschen nichts . Nur durch Glauben wird ein Mensch gerettet und daraus resultiert das der zum Glauben gekommene Mensch sich dann taufen lässt.
Die Bibel kennt nur die Glaubenstaufe.
Erst Glauben und dann die Taufe.
Ich weiß auch das die Kirchen es heute anders tun. Aber biblisch ist es halt nicht...
😶
@ember Biblisch ist in der Apostelgeschichte belegt, dass ganze Häuser getauft wurden. Irenäus von Lyon berichtet von der Praxis der Kindertaufe. Irenäus war ein Schüler von Polykarp von Smyrna, der direkt vom Apostel Johannes unterrichtet wurde. In den Evangelien finden wir klare Aufforderungen "Tauft alle Völker!" - nirgendwo wird erwähnt, dass man die Kinder ausschließen soll.
Biblisch ist in der Apostelgeschichte belegt, dass ganze Häuser getauft wurden.
Niemand weiß ob in dem Haus auch Babys waren das ist eine Unterstellung die mit dem Rest der Bibel nicht übereinstimmen .
Apostelgeschichte 18,8
Krispus aber, der Synagogenvorsteher, wurde an den Herrn gläubig samt seinem ganzen Haus; auch viele Korinther, die zuhörten, wurden gläubig und ließen sich taufen.
Alle wurden gläubig und ließen sich dann taufen...
Veröffentlicht von: @kappaLetztlich ist es beim Calvinismus so, das man auch als wiedergeborener Christ sich subjektiv nie sicher sein kann, das sein Glaube echt ist. Auch wenn man nicht Hart sündigt.
Historisch gesehen, hatte Luther die Heilsungewissheit als Calvinist oder als Katholik ?
Johannes 11,25-26
25 Jesus spricht zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt; 26 und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird in Ewigkeit nicht sterben. Glaubst du das?
Die Frage gilt heute für uns noch immer.
Glaubst du das ???
@kappa Vor dem Fegefeuer?
Mir geht es eher darum, hier in einer Gegenüberstellung von Katholizismus und Calvinismus festhalten zu wollen, dass der Calvinist seines Heils viel unsicherer wäre.
Könnte die Tatsache, dass Luther davor Angst hatte, mit der Ideen der Heilsunsicherheit und dem Mitwirken an der Heiligung durch fromme Werke zu tun haben?
Spannendes Thema. Ich vergleiche das mit der Heilssicherheit gerne mit einem Ertrinkenden, der gerettet wurde und sich nun an Bord des Rettungsschiffs befindet. Er ist und bleibt gerettet, egal was er tut oder wie schlimm er sich verhält. Schlimmstenfalls kommt er in Gewahrsam und hat später an Land die Folgen seines Fehlverhaltens zu tragen, aber niemand wird ihn wieder über Brod werfen, und selbst wenn er versuchen würde, selbst wieder über Bord zu springen, würde das die Rettungsmannschaft nicht zulassen oder ihn wieder rausfischen. Wenn schon Menschen so handeln, dann doch Gott erst recht, oder?
Ich glaube, wer gerettet ist, der bleibt gerettet und wird die Ewigkeit bei Gott verbringen; allerdings glaube ich auch, dass der "Himmel" nicht für alle gleich sein wird. Paulus spricht ja auch in Bezug auf die Gläubigen vom Richterstuhl des Christus und von Belohnungen oder dem Verlust von Belohnungen. Wobei ich es offen lassen muss, ob dieser Zustand dann ein für alle Mal festgelegt ist oder ob es da noch Entwicklungsmöglichkeiten geben wird (die Bibel sagt dazu m.W. nichts).
Ich will daraus aber keine Theologie machen; für mich ist es aber ein großer Trost zu wissen, dass es nicht mehr von mir abhängt, dass ich gerettet bleibe, egal was passiert. Andernfalls wäre ja die logische Schlussfolgerung, zu wünschen, möglichst bald nach der Errettung zu "entschlafen", um nur ja nicht - aus welchen Gründen auch immer - irgendwas Dummes zu tun und die Errettung wieder zu verlieren - aber das ist ganz sicher nicht das, was Gott für unser Leben will; vielmehr sollen wir als Gerettete in Freude und Freiheit für Gott leben und dabei auch Wagnisse eingehen, die jedoch durchaus das Risiko beinhalten können, am Ende zu scheitern oder uns sogar von Gott abzuwenden. Das menschliche Leben als solches beinhaltet viel zu viele Unwägbarkeiten, als dass wir mit Sicherheit sagen könnten, dass wir glaubensmäßig immer bei der Stange bleiben werden. - Oder wie es in einem (doch nicht so) alten Kirchenlied heißt: "Nichts hab ich zu bringen; alles, Herr, bist du!"
Hmm... Ich glaube nicht das es egal ist wie schlimm man sich verhält.
Wenn ein Mensch sagt er ist errettet und sündigt weiter so wie bisher zeigt er ja damit das er nicht verstanden hat was Rettung bedeutet 🙄 .
Matthäus 7,18-21
18 Ein guter Baum kann keine schlechten Früchte bringen, und ein schlechter Baum kann keine guten Früchte bringen. 19 Jeder Baum, der keine gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. 20 Darum werdet ihr sie an ihren Früchten erkennen. 21 Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr! wird in das Reich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut.
Veröffentlicht von: @adjutanteAber es gibt Heilsgewissheit, von der die Bibel spricht und von der ich weiß. Sie gilt, solange ich mit Jesus lebe. Das ist mein "Jetztzustand". Diese Gewissheit hängt für mich aufs engste mit Christus zusammen. Ich gehöre zu Christus, weil er alles dafür getan hat, um mich zu erlösen.
Das würde ich als Katholik genauso sehen. Und das war der Grund für meinen Thread. Evangelikale und katholische Christen sind sich ihres Heils gewiss, „solange sie mit Jesus leben“.
Wenden sie sich von ihm bewusst und dauerhaft ab, z.B. durch unbereute schwere Sünde, sind sie gewiss nicht gerettet.
Wer aber bereut, dem steht die „Tür des Vaters“ jederzeit wieder offen…