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5 Irrlehren, die Christen gerne übersehen

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sttn
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Hallo liebe Mitchristen,

ich nehme mal ein Thema aus dem Newsletter hierher, was mich angesprochen hat und worauf ich die Reaktionen nicht verstehen kann:

 

Link: https://www.jesus.de/nachrichten-themen/5-irrlehren-die-christen-gerne-uebersehen/?utm_source=mailpoet&utm_medium=email&utm_campaign=5+Irrlehren%2C+die+Christen+gerne+%C3%BCbersehen

Manche Irrlehren lassen Christinnen und Christen bereitwillig stehen. Woran liegt das und um welche Lehren handelt es sich?

Journalist Jonty Langley schreibt in einem Artikel für das britische Magazin Premier Christianity: Wenn Irrlehren unser Wunschdenken bestätigen, dann schlägt unser Warnsystem weniger schnell an. Er mahnt mehr Demut im Umgang mit biblischen Lehren an. Unser Wissen sei nur Stückwerk. Langley nennt fünf mögliche Irrlehren:

1. Die Tendenz, Schriften von Theologen aus dem 16. Jahrhundert auf ein Level mit der Bibel zu heben. Das schmälere die Autorität der Bibel.

2. Echte Nachfolge darüber zu definieren, wie jemand zu Themen wie Abtreibung und LGBT-Rechten steht. Jesus dagegen definiert laut Langley Nachfolge über Liebe, Glauben und unser Bekenntnis zu ihm. (und/oder Matthäus 25,31-46)

3.Die Gewissheit, dass Gott nicht in Kirchen wirkt, nur weil deren Lobpreisstil, Ästhetik und politische Ansichten anders sind. (Markus 3,20-29)

4. Die unbegründete Arroganz, anzunehmen, dass Gott auf „unserer“ Seite ist. (Josua 5,13-14)

5. Härte über Liebe zu erheben. Das widerspreche der Gnade Gottes und ignoriere 1. Korinther 13 (Das Hohelied der Liebe). Zynisch werde die Härte dann oft „Liebe“ genannt, schreibt Langley. Dabei würden diese Christinnen und Christen unter dem Vorwand der gutgemeinten Korrektur Anklage erheben. Das sei eigentlich der Job Satans. (Offenbarung 12,10)

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Ich kann dem Journalisten nur zustimmen. Natürlich gibt es noch viel mehr Irrlehren und man sollte sich über die einzelnen Punkte weiter austauschen, aber falsch ist das nicht.

Wie sieht ihr das?

Für mich: ich bin hier auf jesus.de Katholik geworden, nachdem ich gerade hier gemerkt und erlebt habe, das die Liebe Jesu über allem steht und ich zuallererst in Demut an mir zu arbeiten habe und nicht an anderen. Ja, ich habe hier auf dieser Plattform meinen Balken im Auge entdeckt. Dafür danke ich jesus.de!

Natürlich ist das mein Weg, jeder Christ der sich in der evangelischen Kirche, in einer Freikirche oder in einer orthodoxen Kirche wohl fühlt und Jesus auf seine Art tief in sein Herz lässt, ist auf seinen richtigen Weg.

Denn letztendlich sind wir Christen Mitglied einer Kirche und nicht von einer von 20.000 Kirchen. Um einen Lutheraner zu zitieren dem ich sehr schätze: Eigentlich sind wir alle Mitglied der allumfassenden Kirche Jesus Christus. Ich finde das ist ein interessanter Gedanke. Wie sieht ihr das?

Herzliche Grüße und Gottes Segen

   Stefan

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Veröffentlicht von: @sttn

2. Echte Nachfolge darüber zu definieren, wie jemand zu Themen wie Abtreibung und LGBT-Rechten steht. Jesus dagegen definiert laut Langley Nachfolge über Liebe, Glauben und unser Bekenntnis zu ihm. (und/oder Matthäus 25,31-46)

3.Die Gewissheit, dass Gott nicht in Kirchen wirkt, nur weil deren Lobpreisstil, Ästhetik und politische Ansichten anders sind. (Markus 3,20-29)

4. Die unbegründete Arroganz, anzunehmen, dass Gott auf „unserer“ Seite ist. (Josua 5,13-14)

5. Härte über Liebe zu erheben. Das widerspreche der Gnade Gottes und ignoriere 1. Korinther 13 (Das Hohelied der Liebe). Zynisch werde die Härte dann oft „Liebe“ genannt, schreibt Langley. Dabei würden diese Christinnen und Christen unter dem Vorwand der gutgemeinten Korrektur Anklage erheben. Das sei eigentlich der Job Satans. (Offenbarung 12,10)

Die sind mir die Woche alle begegnet in den Tiefen von Instagram (im Reallife gehe ich allen aus dem Weg, die mich ungefragt auf Religion ansprechen, aber bis auf die eins war das in meinem Umfeld früher alles üblich und musste so sein)

Besonders erfrischend sind jene Exemplare, die Frauen nach Schwangerschaftsabbrüchen an den Kopf knallen, sie seien Mörder und das dann damit rechtfertigen, dass sie sie ja nur lieben und deswegen die Wahrheit sagen müssten. - und dann noch in der Diskussion bekennenden Christen, die sagen, sie glauben und seien trotzdem prochoice das christsein absprechen.

Zynisch ist schon das richtige Wort dafür.

Echt krass.

Und echt krass, dass ich auch Mal so war 😬 

Wie peinlich das ist, sieht man leider nur von der anderen Seite.

 

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Arcangel
(@arcangel)
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@streptococcus 

Interessanter Nick, wenn du genau schaust, findest du dich in meinem Profilbild wieder 🙂 (unter Firmicutes Mitte Oben)

Abtreibung ist halt so ein Thema, da gibt es Ziel und Interessenskonflikte und beide Seiten haben berechtigte Argumente. Herzlos und gewalttätig wird es, wenn man die Existenz dieser berechtigten Argumente der Gegenseite abspricht.

Ob dies nun in der von dir beschrieben Situation verbal geschieht, oder ob Linksradikale, Abtreibungsgegner bei einer Demo verprügeln, mit Farbe bewerfen und sogar Kinder mit ihren verbalen Ergüssen zu Tode ängstigen.

Dies ist halt ein Thema, mit dem man sich vorher beschäftigen sollte. Wenn es erst einmal geschehen ist, ist es nicht die Aufgabe einen Christen anzuklagen und zu verurteilen.

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@arcangel Bakterien sind ja auch echt cool 😎 Dein Profilbild kann ich nicht vergrößern und damit leider nicht lesen.

Abtreibung ist halt so ein Thema, da gibt es Ziel und Interessenskonflikte und beide Seiten haben berechtigte Argumente. Herzlos und gewalttätig wird es, wenn man die Existenz dieser berechtigten Argumente der Gegenseite abspricht.

War an der Stelle nur von fundamentalistischen Christen der Fall. Die Frauenseite wurde zu 100 % geleugnet und als purer Egoismus und Mord verurteilt.

 

Ob dies nun in der von dir beschrieben Situation verbal geschieht, oder ob Linksradikale, Abtreibungsgegner bei einer Demo verprügeln, mit Farbe bewerfen und sogar Kinder mit ihren verbalen Ergüssen zu Tode ängstigen.

Das ist mir niemals begegnet. Aber offen gesprochen: wenn ich Kinder auf eine Demo zum Thema Schwangerschaftsabbrüche mitnehme und denen vermittel, dass das Mord sei, dann muss ich damit leben, dass die mit Dingen konfrontiert werden, die ihnen nicht gut tun. Gerade jene religiösen Strömungen haben es ja auch weniger mit Aufklärung sondern mehr mit Manipulation und Halbwahrheiten.

Dies ist halt ein Thema, mit dem man sich vorher beschäftigen sollte. Wenn es erst einmal geschehen ist, ist es nicht die Aufgabe einen Christen anzuklagen und zu verurteilen.

Bevor ich jetzt nicht nett werde, frag ich lieber nach: Möchtest du damit sagen, eine Frau, die einen Schwangerschaftsabbruch hatte, sei ein Mörder (obgleich Christen hinterher nicht anklagen sollten?)? Klingt so.

 

 

 

 

 

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Arcangel
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@streptococcus 

Ich fange mal hinten an.

Bevor ich jetzt nicht nett werde, frag ich lieber nach: Möchtest du damit sagen, eine Frau, die einen Schwangerschaftsabbruch hatte, sei ein Mörder (obgleich Christen hinterher nicht anklagen sollten?)? Klingt so.

Bei einer Abtreibung wird ein Lebewesen getötet. Ob es allerdings auch Mord ist? 🤔 Generell betrachtet würde ich sagen nein.

Aber offen gesprochen: wenn ich Kinder auf eine Demo zum Thema Schwangerschaftsabbrüche mitnehme und denen vermittel, dass das Mord sei, dann muss ich damit leben, dass die mit Dingen konfrontiert werden, die ihnen nicht gut tun

O, das ist ein gefährlicher Gedanke, du betreibst hier ein Opfer Täter Umkehr.

Sorry nein, wenn vermummte aus dem Schwarzen Block, mit Petarden und Rohren bewaffnet brüllend auf Familien mit kleinen Kindern zurennen und nur von der Polizei gestoppt werden, und das ganze nur, weil diese Familien eine andere politische Meinung vertreten. Dann ist dies mit nichts zu rechtfertigen. Und deine Rechtfertigung eines solchen Vorgehens ist weit unter der Gürtellinie.

Das ist mir niemals begegnet.

Wünsche ich dir auch nicht.

War an der Stelle nur von fundamentalistischen Christen der Fall. Die Frauenseite wurde zu 100 % geleugnet und als purer Egoismus und Mord verurteilt.

Klar kannst du auf das Fehlverhalten der anderen Seite zeigen, und zu Recht. Ich verurteile dies genauso. Nur sollte dir eben die Gewalltbereitschaft der Abtreibungsbefürworter nicht minder quer in der Magengrube liegen. Oder findest du den Einsatz von gewallt gerechtfertigt.

Und das ist das was meine, wer dem anderen eine Existenzberechtigung abspricht, weil dieser eine andere Meinung hat, der schlicht und einfach gewalttätig und menschenverachtend. Dies gilt für dein Beispiel als auch für den radikalen Linken.

Bakterien sind ja auch echt cool 😎 Dein Profilbild kann ich nicht vergrößern und damit leider nicht lesen.

Rechtsklick, Grafik in einem neuen Tab öffnen.

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@arcangel

Sorry nein, wenn vermummte aus dem Schwarzen Block, mit Petarden und Rohren bewaffnet brüllend auf Familien mit kleinen Kindern zurennen und nur von der Polizei gestoppt werden, und das ganze nur, weil diese Familien eine andere politische Meinung vertreten. Dann ist dies mit nichts zu rechtfertigen. Und deine Rechtfertigung eines solchen Vorgehens ist weit unter der Gürtellinie.

Ich hatte jetzt eher verbale Tiefschläge á la "hätt' Maria abge..." vor Augen. Das ist sicher nicht nett, aber solche Sprüche waren schon auf diesen Demos anzutreffen, als ich noch auf der ProLife-Steite stand (und alleine schon für die Reaktion in der Gemeinde kann ich darüber nur schwer böse sein - die Empörung ist einfach köstlich 😉 ). Und zwar auf beiden Seiten. Es ist ja auch nicht sehr nett, wenn man auf Demos mit Bildern von menschlichen Föten jenseits der 14. SSW das Bild des grausamen Mordes und zum Himmel schreiender Ungerechtigkeit nähren will. Mit sowas würde ich wahrscheinlich kleine Kinder nicht konfrontieren wollen und sie dann einfach Zuhause lassen.

Gewalt bei Demonstrationen geht gar nicht und ist kein Diskussionsgegenstand für mich. Keine der ProChoice-Orgnaisationen in meinem Umfeld und meiner Reichweite würden derartiges auch nur in Betracht ziehen, das hör ich tatsächlich von dir zum ersten mal. Das sind erwachsene, gebildete und mitfühlende Menschen. Ich strecke mal meine Fühler aus....

Ich wünsch mir seit Jahren einmal in Berlin bei der Gegendemo zum Marsch für das Leben dabei zu sein. Bisher hats leider nicht geklappt, aber die Kinder werden größer.

 

Klar kannst du auf das Fehlverhalten der anderen Seite zeigen, und zu Recht. Ich verurteile dies genauso. Nur sollte dir eben die Gewalltbereitschaft der Abtreibungsbefürworter nicht minder quer in der Magengrube liegen. Oder findest du den Einsatz von gewallt gerechtfertigt.

Ganz ganz fieser Unterstellung. Es gibt nicht DIE Gewaltbereitschaft von ProChoice-Vertretern. (Und übrigens keine Abtreibungsbefürworter, NIEMAND befürwortet Abtreibung, wir fordern, dass die alleine Entscheidungsgewalt über ein Austragen oder nicht-Austragen einer Schwangerschaft AUSSCHLIESSLICH bei der schwangeren Person selbst liegt. Das ist ein sehr sehr großer Unterschied! Es geht uns einfach nichts an, es steht mir nicht zu, über den Schwangerschaftsabbruch einer Person zu urteilen und fertig. Es steht mir nur zu, Hilfe anzubieten, soweit sie in meiner Macht liegt.)

Und das ist das was meine, wer dem anderen eine Existenzberechtigung abspricht, weil dieser eine andere Meinung hat, der schlicht und einfach gewalttätig und menschenverachtend. Dies gilt für dein Beispiel als auch für den radikalen Linken.

Wer spricht wem die Existenzberechtigung ab? Hab ich das getan?

 

 

 

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naja, korrigier ich mal lieber: wahrscheinlich gibt es Leute, die Abtreibung befürworten.

Wahrscheinlich gibt es sogar menschen, die Pro life sind, aber Abtreibung unter bestimmten Bevölkerungsgruppen  gar nicht so verkehrt fänden.

Das Gros ist es aber nicht.

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Arcangel
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@streptococcus 

Ich hatte jetzt eher verbale Tiefschläge á la "hätt' Maria abge..." vor Augen. Das ist sicher nicht nett, aber solche Sprüche waren schon auf diesen Demos anzutreffen, als ich noch auf der ProLife-Steite stand (und alleine schon für die Reaktion in der Gemeinde kann ich darüber nur schwer böse sein - die Empörung ist einfach köstlich 😉 )

Klar, da hast du recht, mit sowas muss man rechnen. Was ich beschreibe, geschah 2019 in Zürich beim Marsch fürs Leben. Und der schwarze Block in Zürich ist sicher nicht repräsentativ für irgendeine linke Position.

Ich hab das Beispiel angeführt, weil du ein Beispiel deiner Erfahrung angeführt hast. Und genauso wie der schwarze Block nicht repräsentativ ist, genauso gilt dies für die Frau, die du getroffen hast.

Entscheidungsgewalt über ein Austragen oder nicht-Austragen einer Schwangerschaft AUSSCHLIESSLICH bei der schwangeren Person selbst liegt.

Da bin ich eben fundamental anderer Meinung, eine Aufgabe der Gesellschaft ist es die zu schützen, die sich nicht selber schützen können.

Es geht uns einfach nichts an, es steht mir nicht zu, über den Schwangerschaftsabbruch einer Person zu urteilen und fertig.

Auch da bin ich anderer Meinung, ich bin durchaus für eine Fristenlösung, denn ich bin nicht grundsätzlich und in jedem Fall gegen einen Abort. Aber die Beurteilung über einen Abbruch darf nicht alleine bei der Mutter liegen.

arcangel antworten
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@arcangel 

Da bin ich eben fundamental anderer Meinung, eine Aufgabe der Gesellschaft ist es die zu schützen, die sich nicht selber schützen können.

Das Problem: Es ist niemand geschützt, wenn man Frauen am Schwangerschaftsabbruch hindert.

Die Person, die mit dem Ergebnis leben muss und die das gesamte Risiko(!) tragen muss, ist die potentielle Mutter, die im Zweifelsfall keine Hilfe findet und die sehr häufig bereits die Verantwortung für weitere Kinder trägt, deren Interessen ebenso gewahrt werden müssen aber in der Realität vernachlässigt werden.

 

Nirgends wird das Recht auf körperliche Unversehrtheit zugunsten Dritter derart überstrapaziert wie es ProLife Frauen aufbürdet (und auch durchaus die aktuelle Gesetzeslage in Deutschland, in der Schweiz kenn ich mich nicht aus). Ich darf niemandem gegen seinen Willen auch nur eine Blutspende abverlangen, weil diese einem Dritten das Leben retten könnte, ich darf niemandem ein Stück Leber abzwacken, keine Niere rausnehmen, weil man ja eh nur eine braucht und andere gar keine haben, aber ich soll einer Schwangeren sagen (natürlich überspitzt): Sieh zu, wie du damit klar kommst, ist mir egal, dass die Schwangerschaft bleibende Schäden an dir hinterlassen wird und dich im schlimmsten fall sogar umbringt, haste Pech gehabt.

Das ist die Forderung von ProLife.

Ich leb hier in einem Land, indem man sich bei Organspende nicht auf eine Widerspruchslösung einlassen konnte (warum eigentlich? hab ich nicht gecheckt) aber in dem gefordert wird, dass Menschen ihren Uterus zur Verfügung zu stellen haben, weil sie halt dummer Weise schwanger geworden sind, und sich weiterhin unzählige Väter den geringsten Väterpflichten entziehen während Mütter und Kinder selbst nach Gewalt direkt nach der Trennung zum Umgang genötigt werden können.

Und das schlimme ist: Das Einschränken des Zugang zu legalen Schwangerschaftsabbrüchen gefährdet auch die Sicherheit gewollt Schwangerer, die Gefahr laufen, im Zuge von Notfällen oder Fehlgeburten, dafür veranwortlich gemacht zu werden, dass sie die Treppe runter gestürzt sind, sich vaginale Infektionen zugezogen zu haben, etc und dann im Knast landen. Das ist Realität in manchen US-Bundesstaaten und Südamerika und vom Rest der Welt mit Verboten weiß ich wahrscheinlich einfach nur nichts. Ich will nicht die Schwangere sein, die mit einer Uterusruptur aufm Tisch verblutet, weil der Arzt erstmal einen Anwalt anrufen müssen, um mit dem zu besprechen, ob er sich jetzt strafbar macht, weil er durch medizinische Hilfe Spuren verwischen könnte.

Ich habe gelesen, dass du nicht in jedem Fall gegen einen Abort bist und mit der Fristenlösung leben kannst. Das habe ich zur Kenntnis genommen.

Das oben ist ungefiltert das, was mir da durch den Kopf geht, wenn ich an den Marsch für das Leben oder ähnliches denke. Deren Forderung ist, so sie politisch wirksam wird, eine Gefahr für mich und meine Tochter sowie meine berufliche Existenz in diesem Land.

Naja, werden wir nicht lösen.

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Arcangel
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@streptococcus 

Ich kann die Argumente alle verstehen. Es gab einen Grund, warum historisch gesehen Frauen darauf, erpicht wahren, erst sozial abgesichert zu sein, bevor sie Kinder bekamen. Und im Grund ist es ja immer noch so. Kinderkriegen gefährdet die soziale Sicherheit der Mutter.

Dies muss adressiert werden, wenn ProLife gefordert wird.

arcangel antworten
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@arcangel ein Mann ist keine soziale Sicherheit, möchte ich anmerken.

Und Schwangerschaften sind und bleiben ein physiologischer Ausnahmezustand mit beträchtlichem Risiko und Tendenz zur schlechter werden Versorgung. Find mal ne Hebamme und hoffe auf kurze Wege zum Kreißsaal und angemessener Betreuung....

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Arcangel
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@sttn 

Ich hab mal den Originalartikel gelesen, nicht die gekürzte Version auf J.de

1. Die bibelverachtende Tendenz, die Schriften von Theologen des 16. Jahrhunderts auf das Niveau der Heiligen Schrift zu heben.
Ketzer sagen vielleicht nicht mit so vielen Worten, dass Johannes Calvin mit Paulus gleichzusetzen ist
oder dass Martin Luther Jakobus übertrumpft, aber sie kritisieren ihre alternativen
Apostel und sehen, wer anfängt zu schreien. Häresien sind im Kern oft
Abgötterei, und Abgötterei ist immer noch Sünde, auch wenn das Idol ein Mann oder eine Frau Gottes ist.
oder Frau Gottes ist, sei es Calvin, Grudem, Rohr oder McLaren.

Ich weiss nicht, ob dies eine Bibel verachtende ist, aber es sicher eine Bibel ignorierende Tendenz ist. Das Gleiche gilt aber für Dogmen, die von Kirchenvätern im 2-4 Jhr aufgestellt wurden. Viele dieser Kirchenväter waren äusserst antisemitisch, hatten keine Ahnung, was der hebräische Text sagt, verachteten dieses sogar, und auch solche Quellen wie die LXX. Wir haben heute mehr Quellen und ein besseres Wissen über die kulturelle Landschaft zur Zeit Jesus als dies Augustin oder Thomas v.A hatte. Warum werden die Materialien, die sie produziert haben, fast schon kanonisch behandelt, denn vieler unseres Dogmas beruhen auf ihren Aussagen.

Dies ist das eine, das Andere ist unsere Indifferenz in dem produzierten Material. Luther zum Beispiel hat das eine oder andere äusserst intelligente, wertvolle und richtige gesagt. Aber er hat auch viel Blödsinn und Mist verzapft. Dasselbe gilt für jegliche Persönlichkeit und auch Kirchen. Und gerade in Kirchen finden sich neben vielen guten und wertvollen auch viel kriminell falsches und missbräuchliches, und je älter einer Tradition einer Kirche ist, um so mehr von beiden findet sich.

2. Die Jesus widersprechende Definition von Jüngerschaft als eine bestimmte Position zu einem brisanten Thema.
Wenn Jesus sagt, dass man uns an unserer Liebe zueinander und an unserem Glauben und Bekenntnis als seine Jünger erkennt
Liebe zueinander und daran, dass wir an ihn glauben und ihn bekennen (und/oder den Inhalt von
Matthäus 25:31-46), sollten wir vorsichtig sein mit Lehren, die
konkurrierende Dinge. Subtile (oder auch nicht so subtile) Andeutungen, dass unsere
Position zu Abtreibung, LGBT-Rechten oder Frauen in Führungspositionen das wahre
Zeichen der Nachfolge ist? Das könnte Ketzerei sein.

Grundsätzliche bin ich mit dieser Aussage einverstanden, ich würde diese Aussage sogar noch ein wenig ausweiten. Auch Themen wie Kreationismus, Bibelverständnis, Alkoholkonsum, Rauchen, Kleidungsstil, Musikgeschmack, oder Parteizugehörigkeit lassen sich dazu nutzen, Menschen zu kategorisieren. Im Prinzip geht es hier aber nur um Tribalismus. Und der hat mMn nichts in einer Gemeinde zu suchen. Das Problem liegt hier, dass unsere Gesellschaft extrem tribalistisch gestrickt ist und dieser Trend auch in den Gemeinden sehr stark ist. Die meisten dieser Themen haben in keinster Weise einen Einfluss darauf, ob wir in Liebe und Gehorsam nachfolgen oder nicht. Ein Theme oder besser vier Themen möchte ich aber dennoch herausheben. LG (dies ist für mich eine Gewissensfrage, die jeder für sich vor dem Herrn prüfen muss) B (da frage ich mich wie man in einer monogamen Ehebeziehung B sein kann) T (für mich ist klar, dass Menschen welche unter Genderdisorder leiden, geholfen werden muss, und da kann eine Geschlechtsangeleichende Therapie durchaus der richtige Weg sein.) Q (dies ist in meinen Augen eine menschenverachtende Ideologie denen leider viele junge Menschen zum Opfer fallen.) Dies ist allerdings meine aktuelle Meinung, die hat sich in der Vergangenheit schon geändert und wird sich vielleicht in Zukunft nochmals ändern. Festzuhalten dabei ist, dass diese Haltung keinen Einfluss auf meine Beziehung zu Jesus hatte.

3. Die den Heiligen Geist verleugnende Gewissheit, dass Gott nicht gegenwärtig ist
und in Kirchen am Werk ist, deren Anbetungsstil, Produktionswerte,
Ästhetik, charismatische Zeichen oder Politik uns nicht gefallen, ist,
nach Markus 3,20-29 eine potenziell sehr schwere Sünde. Wenn eine
Lehre versucht, eine Gemeinschaftsidentität um diese Haltung der Überlegenheit herum aufzubauen
Überlegenheit aufzubauen, kann das eine Häresie sein.

Wir sind heiliger als die, weil wir es verständen haben und diese nicht. O ja, diese arrogante Haltung ist mehr als eine Häresie. Es ist Zeichen von, Stolz und falscher Demut gegenüber Gott. Von Wegen Splitter im Auge deines Nächsten.

4. Die willkürliche Arroganz der Annahme, Gott sei auf "unserer" Seite, ist
oft eine Häresie, die Christen dazu bringen kann, ihre Prinzipien aufzugeben
Grundsätze aufzugeben. Unser/wir/uns könnte eine Nation in einer Zeit des Krieges sein. Es könnte eine
politische Partei oder Regierung sein, die wir bevorzugen. Es könnte unsere Kirche sein. Wenn eine
Lehre mit voller Überzeugung behauptet, dass Gott auf der Seite unserer
Nation oder des Königs steht, wenn wir hören, dass "Gott segne Amerika/Britannien/Russland" als
als eine vollendete Tatsache und nicht als ein Gebet, sollten wir uns an Josua 5:13-14 erinnern und uns vor Irrlehren hüten.

Ich glaube, es ist ein Zitat von jemanden, es ist mir allerdings entfallen von wem. "Anstatt damit zu rechnen, dass Gott auf unserer Seite steht, sollten wir bemüht sein, auf der Seite Gottes zu stehen." 

Wir haben die Tendenz, Gott für unsere Zwecke zu instrumentalisieren, sowohl auf individueller, aber noch viel mehr auf institutioneller Ebene. Auch das ist wieder ein Zeichen von Arroganz, Stolz und Rebellion. Demut bedeutet, dass wir uns von Gott instrumentalisieren lassen.

5. Die gnadenfeindliche Überhöhung von Härte gegenüber der Liebe. A
Angst vor Nachgiebigkeit und davor, "die Leute ungeschoren davonkommen zu lassen", motiviert
diese Irrlehre, die 1. Korinther 13 ignoriert und "harte" Ämter
der "Unterscheidung" und "Korrektur" hervorbringt. Oft zynisch als 'Liebe' bezeichnet, steht diese
Ketzerei in Aktion stellt sich auf die Seite des Verklägers (Offenbarung 12:10), des
des verlorenen Bruders (Lukas 15,28-30) und der Pharisäer (Johannes 8,3-5).

Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)

Da klingt halt die Berufung von Hesekiel in den Ohren so mancher.

Heskiel 3, 17 Menschensohn, ich habe dich dem Haus Israel als Wächter gegeben. Wenn du ein Wort aus meinem Mund hörst, musst du sie vor mir warnen. 18 Wenn ich zu einem Schuldigen sage: Du musst sterben! und wenn du ihn nicht warnst und nicht redest, um den Schuldigen von seinem schuldhaften Weg abzubringen, damit er am Leben bleibt, dann wird dieser Schuldige seiner Sünde wegen sterben; sein Blut aber fordere ich aus deiner Hand zurück. 19 Du aber, wenn du einen Schuldigen warnst und er sich nicht abwendet von seiner Schuld und seinem schuldhaften Weg, dann wird dieser seiner Sünde wegen sterben; du aber hast dein Leben gerettet.

Jetzt stellt sich halt die Frage, ist jeder Christ zu diesem Wächterdienst berufen, ist es also eine allgemeine Aufgabe eines jeden Christen, diese Wächterfunktion wahrzunehmen. Oder war das eine spezielle Berufung an Hesekiel und somit nicht zur allgemeinen Aufgabe eines Christen gehört.

Dies ist eine theologische Frage, für die wir eigentlich viel zu wenige Anhaltspunkte haben, um sie zu beantworten. Weshalb jeder, so scheint es zumindest, nach dem Bauchgefühl entscheidet.

arcangel antworten
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Lucan-7
(@lucan-7)
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@arcangel 

Q (dies ist in meinen Augen eine menschenverachtende Ideologie denen leider viele junge Menschen zum Opfer fallen.)

Was genau verstehst du darunter? Ich kann da keine Ideologie erkennen, Queer ist für mich einfach nur ein Sammelbegriff. Was meinst du damit? Und was ist da menschenverachtend?

 

lucan-7 antworten
Arcangel
(@arcangel)
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@lucan-7 

Ja Queer hat einmal als Sammelbegriff angefangen. Aber es in den letzten Jahren mutiert.

Ich lege dir einmal Interviews mit Debbie Hayton, India Willoughby oder Rose of Dawn ans Herz, alles Transfrauen. Sie haben diese Veränderung selbst miterlebt, und können besser beschreiben, warum sie immer kritischer zu dieser ganzen Queer Bewegung stehen.

Menschenverachtend deshalb, weil sie jungen Menschen einredet, dass sie nur durch teure Medikamente und Operationen die Person sein können, die sie wirklich sind. Dabei aber oftmals nicht das eigentliche Problem angehen, welches diese jungen Menschen haben.

Da empfehle ich dir einmal die Doku Transtrain.

 

 

arcangel antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
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Beiträge : 20972

@arcangel 

Menschenverachtend deshalb, weil sie jungen Menschen einredet, dass sie nur durch teure Medikamente und Operationen die Person sein können, die sie wirklich sind. Dabei aber oftmals nicht das eigentliche Problem angehen, welches diese jungen Menschen haben.

Es ist sicher richtig, dass man da jetzt aufpassen muss nicht über das Ziel hinaus zu schiessen. Es ist gut und richtig, dass transidente Menschen jetzt auch schon als Jugendliche ernst genommen werden und die Möglichkeit haben, ihren Weg zu wählen. Das sollte aber nie leichtsinnig erfolgen, und wer da nur seine eigene Agenda vorantreibt, der bestätigt am Ende nur die Rechtspopulisten.

Ich kenne diese Vorbehalte auch vor allem aus dieser Richtung, entsprechend vorsichtig und sensibel sollte auch mit dem Thema umgegangen werden.

"Queer" wird aber, ähnlich wie "woke" und vorher "Politisch korrekt" von Populisten zum Kampfbegriff zweckentfremdet, mit Schwerpunkt auf transidenten Menschen. Das ganze als "menschenverachtend" zu bezeichnen halte ich deshalb für bedenklich, weil es so halt nie gemeint war. Vor allem sollte man sich ja auch nicht an den radikalen Aktivisten orientieren, wenn es um solche drastischen Entscheidungen geht, sondern verschiedene Seiten hinzuziehen, um abwägen zu können was jetzt Sache ist.

lucan-7 antworten
Gelöschtes Profil
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@arcangel Ich weiß ja nicht, wo du lebst, aber hier ist es so, dass niemand, auch kein minderjähriger einfach so an medikamente kommt und eingeredet bekommt, das sei der einzige weg, mit seinem körper klar zu kommen.

Es ist selbst als erwachsener sehr schwer, hormonbehandlung bewilligt zu bekommen, weil dafür Gutachten und Therapien nötig sind, die man nicht bekommt, weil es kein Personal dafür gibt. Wenn es schon schwierig ist, einen normalen Therapieplatz für Kinder oder Erwachsene zu bekommen, es ist viel schwieriger, jemanden zu finden, der das nötige Knowhow hat, um da irgendwas therapieren oder begutachten zu können. "Einfach so" gibt's in aller Regel eben nicht.

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Arcangel
(@arcangel)
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@streptococcus 

Was gut ist und was hoffentlich auch so bleibt.

Die politischen Bestrebungen laufen aber auch in Deutschland in eine andere Richtung. Wir sind in Europa zum Glück einige Jahre hinter den USA, und wir haben den Luxus aus deren Fehler zu lernen.

arcangel antworten
Gelöschtes Profil
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Beiträge : 17053

@arcangel Es scheint mir schwierig im Angesicht des gesellschaftlichen Klimas und der Festgefahrenen Psotionen einen Weg zu beschreiten, der die Interessen der direkt betroffenen wahrt und ihnen tatsächlich Hilfe zuteil werden lässt.

Es ist NICHT gut, wenn Menschen keine professionelle Hilfe bekommen, weil es diese nicht ausreichend gibt. In keinem Bereich. Ziel ist ja nicht eine Hormonbehandlung sondern zu schauen, wie man der Person dazu verhelfen kann, mit akzeptabler Lebensqualität ihr Leben zu leben. Manchmal bedarf es dafür vielleicht Hormone, manchmal nicht.

Das braucht Offenheit - und zwar in beide Richtungen.

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Jimmy
 Jimmy
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Veröffentlicht von: @arcangel

als selektive Blindheit.

Solche selektive Blindheit hat teilweise jeder, insofern wir alle unbewußt von unseren gesamten Lebens- und Gotteserfahrungen herkommen und zunächst entsprechend denken und urteilen. Das gehört zur begrenzten Erkenntnis des Menschen. Das an sich ist freilich keine Irrlehre, es sei denn, man ist bei einer Sekte aufgewachsen und vertritt entsprechende Meinungen ... .

 

Gute Wissenschaft zeichnet sich dadurch aus, dass man sich bewußt macht, woher man kommt, wer seine Lehrer sind und wo man durch andere (hoffentlich) im Laufe des Lebens auch dazugelernt hat. Idealerweise macht man das dann in Anmerkungen und im Literaturverzeichnis auch deutlich, aus welchen Quellen man geschöpft hat.

Veröffentlicht von: @arcangel

Wird die Ethik nicht aus der Dogmatik abgeleitet?

Ich finde es schwierig, die Ethik aus der Dogmatik abzuleiten. Was sagt mir denn die Christologie konkret für meinen Umgang mit der Schöpfung oder mein Sexualverhalten? Muss ich aus der Ehelosigkeit Jesu folgern, dass alle Christen ehelos bleiben müssen? Wohl kaum!

Ja, Karl Barth und auch etwa Thomas Schirrmacher vermischen Dogmatik und Ethik.

Aber für einen Lutheraner ist das schwierig,weil dann leicht auch die Dogmatik und letztlich das Heil und die Heilsgewißheit an der Erfüllung der ethischen Gebote hängt.

Ich wollte auf die lutherische Unterscheidung von Dogmatik und Ethik hinweisen. Denn daran kann man lernen, dass das Heil gerade nicht von einzelnen ethischen Entscheidungen abhängt. Dass man in dogmatischen Fragen einig sein kann und Heilsgewißheit haben kann, während man in ethischen Fragen unterschiedliche Meinungen haben kann. Dazu hatte ich ja auf CA 7 hingewiesen.

Langley sprach Themen wie Abtreibung und LGBT an, die auch unter Christen heiß diskutiert wurden und werden. Nun ist "Gott ein Freund des Lebens", wie eine Denkschrift der EKD hieß, eine Abtreibung mag daher nicht das Ideal Gottes sein. Trotzdem wird man den Einzelfall prüfen müssen, denn einer betroffenen Frau wird kaum damit geholfen, dass man von oben herab dogmatisch urteilt, Abtreibung ginge gar nicht.

Oder was bietet die Dogmatik für den Umgang mit Homosexuellen? Möglicherweise die Aussage, dass Gott diese Menschen so geschaffen hat, wie sie sind. Der konkrete Umgang mit ihnen  - auch in den frommen Gemeinden - sollte daher von Gottes Liebe und Barmherzigkeit geprägt sein, oder? Oder hängt der gesamte Glaube und das ganze Bibelverständnis und damit die ganze Dogmatik daran, dass die gläubigen Homosexuellen zu Enthaltsamkeit gezwungen werden und die übrigen sich möglichst homophob verhalten sollten?

Nach meinem Verständnis wäre Letztere eine armselige Dogmatik, weil sie sich von einzelnen ethischen Entscheidungen abhängig macht und eben nicht Dogmatik und Ethik unterscheiden kann.

Dass man als Christ bei beiden genannten ethischen Themen auch unterschiedlicher Meinung sein kann, bestreite ich gerade nicht! Aber dann sollte das auf der Ebene der Ethik diskutiert werden und nicht dogmatisch.

Einzelne ethische Überzeugungen würd ich ggf. als nach meiner Meinung falsch bezeichnen, aber nie als Irrlehre.

Gruß, Jimmy

jimmy antworten


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