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Die Stoa, die Philosophie nach Alexander 1. Teil

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Westerwald
Themenstarter
Beiträge : 105

Weil mein Text sehr umfangreich ist, werde ich ihn in zwei Teilen senden, also hier in zwei Threads veröffentlichen.
Damit der Überblick gewahrt bleiben kann, setze ich jedes neue Unterthema in trennende Striche.
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Nachdem Alexander der Große weite Teile der damaligen Welt um 330 v. Chr. erobert hatte, breiteten sich nach den anfänglichen Wirren und Kriegen um seine Nachfolge die griechische Kultur und Philosophie über diese Gebiete aus.

Um 330 v. Chr. begann somit das Zeitalter des Hellenismus.

Es wird im Christentum oft behauptet, dass das biblische "aion" auch die platonische Bedeutung von Ewigkeit hätte, da die damalige griechische Philosophie (besonders auch durch die Juden in der Diaspora) Einfluss auf die Juden in Israel ausgeübt habe.

Das habe ich auch hier im Forum häufig erlebt, wenn man eine ewige Strafe mit biblischen Argumenten nicht beweisen konnte und auch sowas wie: "Ja, aber die Pseudigraphien und...".

Auch in der Philosophie und der Textforschung war der Stand der Forschung in den 60ger Jahren und teilweise noch in späteren Jahren (bis zu welchem genau weiß ich nicht) des 20. Jahrhunderts, dass der Platonismus die vorherrschende Philosophie im hellenistischen Zeitalter war.

Man weiß heute, dass

- der Platonismus als philosophische Strömung im 4. Jahrhundert v. Chr nach Platons Tod keine einheitliche Lehre mehr war (nur noch Teilbereiche, deshalb keine starke Strömung mehr) und früh im 3. Jahrhundert v. Chr Platons Philosophie zunächst untergegangen ist

- Aristoteles in der damaligen Zeit nach seinem Tod wenig Bedeutung hatte

- zur Zeit Alexanders des Großen die ethisch-materialistische Philosophie des Kynismus großen Einfluss hatte

- danach, ab Anfang 3. Jahrhundert v. Chr, die ethisch-naturalistische Philosophie der Stoa die beherrschende Philosophie im Zeitalter des Hellenismus war.

- für den unendlichen Ablauf von Zerstörung und Wiederentstehung des Alls, Bestandteil der Lehre der Stoa, ein anderes griechisches Wort als "aion" für die Unendlichkeit dieses Vorgangs benutzt wurde, nämlich "apeiron".

- in den Schriften der Philosophie der Stoa bis ca 150 n. Chr. das Wort "aion" nicht vorzufinden ist, dafür aber "apeiron".

- die Überlieferung der stoischen Schriften wenig stattgefunden hat, weil man aus christlichem Interesse seit Augustinus in Klöstern nach dem 4. Jahrhundert n. Chr. nur platonische Schriften übersetzt hat.

- im 1. Jahrhundert n. Chr. der Mittelplatonismus (und etwa zeitgleich mit ihm der mit ihm verwandte Neupythagorismus) als Strömung entstand.

- im 3. Jahrhundert n. Chr. der Neuplatonismus aus dem Mittelplatonismus hervorging.

- Augustinus in einem Brief geschrieben hat, dass sehr viele seiner Zeitgenossen nicht an eine ewige Hölle geglaubt haben (aus einem seriösen und sehr anerkannten katholischen Online-Portal, das neben der Online-Übertragung der katholischen Enzyklopädie u.a. Briefe der Kirchenväter ins Englische übersetzt und öffentlich zugänglich gemacht hat).

- eine richtige Textüberlieferung der Pseudigraphien nicht mehr angenommen wird und dass, besonders im Buch Henoch, viele Übersetzungsteile nachgewiesenermaßen nicht authentisch sind.

- das Buch Henoch bei den Sadduzäern und den Pharisäern keinen Einfluss hatte
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zu: Platonismus als philosophische Strömung im 4. Jahrhundert v. Chr nach Platons Tod keine einheitliche Lehre mehr (nur noch Teilbereiche, deshalb keine starke Strömung mehr) und früh im 3. Jahrhundert v. Chr zunächst untergegangen

https://de.wikipedia.org/wiki/Platon

Zitat:
Platon (altgriechisch Πλάτων Plátōn, latinisiert Plato; * 428/427 v. Chr. in Athen oder Aigina; † 348/347 v. Chr. in Athen) war ein antiker griechischer Philosoph.

https://de.wikipedia.org/wiki/Ewigkeit_der_Welt#Platon
unter: Platon die drei letzten Abschnitte

https://de.wikipedia.org/wiki/Platonismus#Antike
unter: Antike, 3. Abschnitt

Zitat:
Die Platoniker legten Wert darauf, die ursprüngliche Lehre Platons zu vertreten, und behaupteten, dabei nur jeweils eigene Akzente zu setzen. Allerdings war das Spektrum der Meinungen innerhalb des Platonismus breit, und manche Platoniker scheuten sich nicht, sogar zentrale Bestandteile der Lehre Platons zu modifizieren oder gar aufzugeben. So wandte sich schon Platons Neffe und Nachfolger als Leiter der Akademie, Speusippos, von Platons Ideenlehre ab.

https://de.wikipedia.org/wiki/Ideenlehre
1. Abschnitt

https://de.wikipedia.org/wiki/Platonismus#Antike
unter: Antike, 2. Absatz

Zitat:
Die moderne Forschung unterteilt diesen antiken Platonismus in Entwicklungsstadien: Ältere Akademie (von Platon bis Krates von Athen) und Jüngere Akademie (von Arkesilaos bis Philon von Larisa), Mittelplatonismus und Neuplatonismus.

Arkesialos war der erste Schulleiter der jüngeren Akademie.

https://de.wikipedia.org/wiki/Arkesilaos
1. u. 2. Abschnitt

https://de.wikipedia.org/wiki/Skeptizismus#Akademische_Skepsis

Zitat:
Der Begründer der akademischen Skepsis war der Scholarch (Schulleiter) Arkesilaos, der von ca. 266 bis 241/240 v. Chr. Oberhaupt der Akademie war. Von der Zeit des Arkesilaos an herrschte für rund 180 Jahre die Auffassung vor, dass endgültige Urteile nicht möglich seien und man praktizierte Urteilsenthaltung, Epoché.
...
Nichts ist sicher und nicht einmal das ist sicher
Zitat Ende
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zu: Aristoteles in der damaligen Zeit nach seinem Tod wenig Bedeutung

https://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles

Zitat:
Aristoteles (griechisch Ἀριστοτέλης Aristotélēs, Betonung lateinisch und deutsch: Aristóteles; * 384 v. Chr. in Stageira; † 322 v. Chr. in Chalkis auf Euböa) war ein griechischer Universalgelehrter. Er gehört zu den bekanntesten und einflussreichsten Philosophen und Naturforschern der Geschichte. Sein Lehrer war Platon.

https://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles#Rezeption
1. Abschnitt

Zitat
Die Lehre des Aristoteles hat auf seine Schule, den Peripatos, nach seinem Tode weit weniger Einfluss ausgeübt als Platons Lehre auf dessen Akademie. Aristoteles wurde keine Verehrung zuteil, die mit derjenigen Platons bei den Platonikern vergleichbar wäre.

3. Abschnitt

Zitat:
Obwohl Aristoteles großen Wert auf die Widerlegung von Kernbestandteilen des Platonismus gelegt hatte, waren es gerade die Neuplatoniker, die in der Spätantike einen maßgeblichen Beitrag zur Erhaltung und Verbreitung seiner Hinterlassenschaft leisteten, indem sie seine Logik übernahmen, kommentierten und in ihr System integrierten.

https://en.wikipedia.org/wiki/Ancient_Greek_philosophy#Aristotle

Zitat:
Aristotle's fame was not great during the Hellenistic period, when Stoic logic was in vogue, but later peripatetic commentators popularized his work, which eventually contributed heavily to Islamic, Jewish, and medieval Christian philosophy

Inhalt:
Der Ruhm des Aristoteles war nicht groß in der hellenistischen Periode, als die stoische Philosophie populär war.
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zu: zur Zeit Alexanders des Großen hatte die ethisch-materialistische Philosophie des Kynismus großen Einfluss

https://de.wikipedia.org/wiki/Kynismus
erste 4 Abschnitte

https://en.wikipedia.org/wiki/Cynicism_(philosophy)#Philosophy
unter: philosopy, letzter Abschnitt

Zitat:
Cynic philosophy had a major impact on the Hellenistic world, ultimately becoming an important influence for Stoicism.

Übersetzung:
Die Kynische Philosophie hatte eine große Auswirkung in der hellenistischen Welt und wurde schließlich zu einem wichtigen Einfluss auf die Philosophie der Stoa.

https://en.wikipedia.org/wiki/Cynicism_(philosophy)#Other_Cynics
unter: Other Cynics

Zitat:
There were many other Cynics in the 4th and 3rd centuries BC, including Onesicritus (who sailed with Alexander the Great to India), the skeptic Monimus, the moral satirist Bion of Borysthenes, the diatribist Teles and Menippus of Gadara. However, with the rise of Stoicism in the 3rd century BC, Cynicism as a serious philosophical activity underwent a decline,[3][58] and it is not until the Roman era that Cynicism underwent a revival.

Inhalt:
Der Kyniker Onesikritus segelte mit Alexander dem Großen nach Indien.
...
Mit dem Aufkommen der Stoa ging der Kynismus zunächst unter.
Inhalt Ende
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zu: danach, ab Anfang 3. Jahrhundert v. Chr, die ethisch-naturalistische Philosophie der Stoa die beherrschende Philosophie im Zeitalter des Hellenismus

https://en.wikipedia.org/wiki/Stoicism#History
unter: History, letzter Abschnitt

Zitat:
Stoicism became the foremost popular philosophy among the educated elite in the Hellenistic world and the Roman Empire,[17] to the point where, in the words of Gilbert Murray "nearly all the successors of Alexander [...] professed themselves Stoics."

Übersetzung:
Die Stoa wurde die am meisten populäre Philosophie in der gebildeten Elite in der hellenistischen Welt und dem römischen Reich zu dem Punkt wo, in den Worten von Gilbert Murray " nahezu alle Nachfolger Alexanders sich selbst als Stoicer bekannten".

https://www.researchgate.net/publication/334280686_Hellenistic_Philosophy_in_Greek_and_Roman_Times kann man runterscrollen, ganzer Text vorhanden
unter: . Introduction, 2. Abschnitt unten

Zitat:
The new philosophies that developed in Hellenistic Athens, especially Stoicism and Epicureanism, were not only non-original, second-class and minor, but they became the dominant philosophies of the next five centuries, and were extended from Greece to Rome and the distant provinces of the Roman Empire.

Inhalt:
Stoizismus und Epikureanismus wurden nach ihrer Entwicklung im hellenistischen Athen die dominanten Philosophien der nächsten 5 Jahrhunderte.
Inhalt Ende

Skeptizismus und Kynismus habe ich weiter oben bereits vorgestellt. Sie werden unter "Abstract" im Link auch als sehr einflussreich aufgeführt:

https://www.researchgate.net/publication/334280686_Hellenistic_Philosophy_in_Greek_and_Roman_Times
Ende 1. Abschnitt:

Zitat:
From the 4th century BC up to the first Christian centuries, Cynics, Stoics, Epicists and skeptical philosophers give a new role to philosophy.

Und der Kynismus ging zunächst mit in den Stoizismus ein, wie weiter oben bereits aufgezeigt.

Der Epikureanismus:

https://de.wikipedia.org/wiki/Epikur
1. Abschnitt

Zitat:
Epikur (altgriechisch Ἐπίκουρος Epíkouros; * um 341 v. Chr. auf Samos; † 271 oder 270 v. Chr. in Athen) war ein griechischer Philosoph, Begründer des Epikureismus und der epikureischen Schule.

https://de.wikipedia.org/wiki/Epikur#Natur-_und_Erkenntnislehre
Unter Natur - und Erkenntnislehre, 1. Absatz

Zitat:
Epikur übernahm Demokrits atomistische Lehre und entwickelte sie weiter. Mit ihrer Hilfe erklärte er die gesamte Wirklichkeit auf rein materialistische Weise, also mit konsequentem Verzicht auf alle transzendenten und metaphysischen Annahmen.

Die Stoa:
https://de.wikipedia.org/wiki/Stoa

Zitat:
Als Stoa (στοά) wird eines der wirkungsmächtigsten philosophischen Lehrgebäude in der abendländischen Geschichte bezeichnet. Es wurde von Zenon von Kition um 300 v. Chr. begründet.

https://de.wikipedia.org/wiki/Stoa#Kernaspekte_der_Lehre
unter: Kernaspekte der Lehre, 2. Abschnitt

Zitat:
Andererseits gibt es konstante Merkmale, die ihr einen unverwechselbaren Charakter geben. Sie finden sich in allen drei Bereichen des stoischen Lehrgebäudes, der Physik, die sich mit dem Kosmos und den Dingen im Kosmos befasst, der Logik, die auf Erkenntnis, Erklärung und Beweisführung gerichtet ist, sowie der Ethik, die sich mit dem menschlichen Leben beschäftigt und das Zentrum der stoischen Philosophie bildet.

https://de.wikipedia.org/wiki/Stoa#Physik_und_Kosmologie
unter: Physik und Kosmologie, 3. Abschnitt

Zitat:
Aus einem Urfeuer, dem Aither, entsteht in stoischer Sicht alles Seiende. Aller Stoff (Hyle) ist durch göttliche Vernunft (Logos) beseelt. So ist die stoische Lehre gleichermaßen materialistisch wie pantheistisch: Das göttliche Prinzip durchwirkt den Kosmos in allen seinen Bestandteilen und ist (nur) in ihnen anzutreffen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Pantheismus
1. Abschnitt, ab 4. Zeile:

Zitat:
„Als All-Einheitslehre behauptet der Pantheismus gegenüber den dualistischen Denkweisen und insbesondere der jüdisch-christlichen Schöpfungstheologie die Immanenz Gottes und die Ununterscheidbarkeit von göttlichem und naturgesetzlichem Wirken.“[3] Somit ist hier kein persönlicher bzw. personifizierter Gott vorhanden.
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zu: für den unendlichen Ablauf von Zerstörung und Wiederentstehung des Alls, Bestandteil der Lehre der Stoa, ein anderes griechisches Wort für die Unendlichkeit dieses Vorgangs benutzt wurde, nämlich "apeiron"

https://en.wikipedia.org/wiki/Stoicism#Physics
unter: Physics, 6. Abschnitt, letzte 4 Zeilen

Zitat:
The current Universe is a phase in the present cycle, preceded by an infinite number of Universes, doomed to be destroyed ("ekpyrōsis", conflagration) and re-created again,[27] and to be followed by another infinite number of Universes. Stoicism considers all existence as cyclical, the cosmos as eternally self-creating and self-destroying (see also Eternal return).

Übersetzung:
Das jetzige Universum ist eine Phase im gegenwärtigen Zyklus, vorangegangen von einer unendlichen Anzahl von Universen, dem Untergang verfallen (oder: dazu bestimmt), zerstört zu werden und wieder neugeschaffen zu werden und gefolgt zu werden von einer anderen unendlichen Anzahl von Universen, der Kosmos ist ewig sich selbst schaffend und sich selbst zerstörend (siehe auch unendliche Wiederkehr).
Übersetzung Ende

Die griechische Bezeichnung für infinite - unendlich, Unendlichkeit in der damaligen Stoa war nicht "aionos" sondern "apeiron":

https://www.academia.edu/9816442/Ai%C3%B4n_and_Chronos_Deleuze_and_the_Stoic_Theory_of_Time kann man runterscrollen, ganzer Text vorhanden

Informationen über John Sellars:

https://en.wikipedia.org/wiki/John_Sellars
und
http://www.johnsellars.org.uk/

In dieser philosophischen Abhandlung argumentiert John Sellars gegen Thesen des Philosophen Deleuze, der seine Meinungen wiederum auf eine philosophische Arbeit von Victor Goldschmidt gründete.

https://de.wikipedia.org/wiki/Victor_Goldschmidt_(Philosoph)

Zitat:
Victor Goldschmidt (* 28. September 1914 in Berlin; † 25. September 1981)[1] war ein französischer Philosoph deutscher Herkunft.

https://de.wikipedia.org/wiki/Victor_Goldschmidt_(Philosoph)#Wirken

Zitat:
Goldschmidts Forschungsschwerpunkte lagen vor allem auf Platon und dem Platonismus, wozu er zahlreiche Veröffentlichungen vorgelegt hat, daneben auch auf Rousseau, Montesquieu und anderen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Gilles_Deleuze

Zitat:
Gilles Deleuze [ʒil dəˈløːz] (* 18. Januar 1925 in Paris; † 4. November 1995 ebenda) war ein französischer Philosoph
Zitat Ende

Hierbei geht es um den frühen Stoiker Chrysippus und andere aus der Epoche und um den letzten Frühstoiker Marcus Aurelius.

https://de.wikipedia.org/wiki/Chrysippos_von_Soloi

Zitat:
Chrysippos von Soloi (* 281/276 v. Chr. in Soloi in Kilikien; † 208/204 v. Chr.

https://de.wikipedia.org/wiki/Mark_Aurel

Zitat:
Mark Aurel[1] (* 26. April 121 in Rom; † 17. März 180 in Vindobona oder Sirmium), auch Marc Aurel oder Marcus Aurelius, war von 161 bis 180 römischer Kaiser und als Philosoph der letzte bedeutende Vertreter der jüngeren Stoa.

nochmal Link zum Text von John Sellars:

https://www.academia.edu/9816442/Ai%C3%B4n_and_Chronos_Deleuze_and_the_Stoic_Theory_of_Time

Im Text Seite 17:

Zitat:
Goldschmidt argues that there are indeed two conceptions of time in Chrysippus, the extended present that belongs and the infinite past-future separated by the durationless instant, but Goldschmidt suggests that Chrysippus was negligent when it came to terminology. However, that failure was rectified much later by Marcus, who used the term aiôn to refer to the infinite time of past-future. In support of this claim Goldschmidt cites Meditations 4.3, in which aiôn is conjoined with apeiros.

Inhalt:
Goldschmidt behauptete, Chrysippus sei nachlässig in seiner Terminologie bezüglich Zeit gewesen, denn eigentlich seien 2 Konzepte von Zeit in seinen Schriften erkennbar.
Diesen Fehler habe Marcus (Aurelius) viel später wieder gut gemacht, indem er "aion" für die unendliche Zeit von Vergangenheit-Futur benutzte.
Inhalt Ende

unter: 2. The Early Stoics on Time, Seite 7

Seite 7-10 stehen Zitate früher Stoiker aus der Zeit vor Marcus Aurelius.
Ich stelle nur das erste in meinen Text, weil es sonst zu lang würde.

In allen Zitaten wird "unendlich" (infinite) mit "apeiron" wiedergegeben und "aionios" kommt nicht vor.

S. 7 unten u. S. 8 oben:

Zitat:
(a) Diogenes Laertius 7.141: Time (chronos) too is incorporeal (asomatos), being the measure (diastema) of the world’s motion (kinesis). And time past and time future are infinite (apeiron), but time present is finite.

S. 16 unten u. s.17 oben

Zitat:
In short, there is no explicit early Stoic discussion of aion in the surviving evidence. If we want to find this term in Stoic texts we must move forward some five hundred years from Chrysippus to Marcus Aurelius.

Inhalt:
Es gibt keine frühstoischen Diskussionen über "aion", erst Jahrhunderte später taucht der Begriff in stoischen Schriften auf, nämlich bei Marcus Aurelius.
Inhalt Ende

S. 17, ab oben:

Hier erklärt Sellar, dass Deleuze seine These auf eine Passage in den Texten von Marcus Aurelius (Meditations, Meditationen) stützte (mit apeiron aionos), die Sellar aber durch eine andere Passage in Meditationen (mit apeiron chronos) widerlegt.

S. 17 und 18 führt er beide Textstellen auf.

Mir ist es nun hier im Zusammenhang nicht wichtig, ob Marcus Aurelius unter "aionos" "ewig" verstand oder nicht, da er um 130 n. Chr. lebte.

Ryan j. Johnson bestätigt John Sellars Ausführungen:

https://www.jstor.org/stable/10.3366/j.ctt1g050w8.20?seq=10#metadata_info_tab_contents

Seite 279 (Pfeile rechts und links vom Text ermöglichen Umblättern),
3. und 4. Abschnitt

Information zu Ryan J. Johnson:

https://edinburghuniversitypress.com/ryan-j-johnson.html

Andere Philosophen sind möglicherweise anderer Meinung, aber nur, was die Schriften des Marcus Aurelius und sein "aionos apeiron" anbetrifft:

https://books.google.de/books?id=UXP5AQAAQBAJ&pg=PA25&lpg=PA25&dq=marc+aurel+on+chronos+and+aion&source=bl&ots=yN_4J-uNkN&sig=ACfU3U0xiPdHTMMZHNx30eubn1fca97npw&hl=de&sa=X&ved=2ahUKEwjkyrezqYPyAhVC0uAKHeayB4oQ6AEwEHoECBEQAw#v=onepage&q=marc%20aurel%20on%20chronos%20and%20aion&f=false

Linke Spalte, s. 25 (man kommt durch den Link aber direkt auf die Seite) 10. Zeile von unten: aion (apeiron aionos).
Ganz unten sind Goldschmidt und Deleuze als Quellen aufgeführt.
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Ende erster Teil
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Antwort
136 Antworten
Jan.S
 Jan.S
Beiträge : 163

Hallo liebe Westerwald,

danke für deinen Text über die Stoa. Wenn ich dich richtig verstanden habe, wolltest du die Lüge Satans, das NT hat bei den Stoa abgekupfert, entkräften.

Soweit ich das verstanden habe, ist aber die Zwei-Äonen-Lehre (Unterteilung in das irdische und "jenseitiges" Leben) schon immer (auch) eine jüdische gewesen. Beide Zeiten werden in der Bibel auch als "ewig" bezeichnet.

Liebe Grüße und Gottes reichen Segen

jan-s antworten
18 Antworten
Westerwald
(@westerwald)
Beigetreten : Vor 13 Jahren

Beiträge : 105

Hallo Jan.S

Veröffentlicht von: @jan-s

danke für deinen Text über die Stoa. Wenn ich dich richtig verstanden habe, wolltest du die Lüge Satans, das NT hat bei den Stoa abgekupfert, entkräften.

War das jetzt ein bisschen ironisch von Dir gemeint oder hast Du meine Einleitung zu meinem Text irgendwie überlesen?

Zitat daraus:

Es wird im Christentum oft behauptet, dass das biblische "aion" auch die platonische Bedeutung von Ewigkeit hätte, da die damalige griechische Philosophie (besonders auch durch die Juden in der Diaspora) Einfluss auf die Juden in Israel ausgeübt habe.

Das habe ich auch hier im Forum häufig erlebt, wenn man eine ewige Strafe mit biblischen Argumenten nicht beweisen konnte und auch sowas wie: "Ja, aber die Pseudigraphien und...".

Auch in der Philosophie und der Textforschung war der Stand der Forschung in den 60ger Jahren und teilweise noch in späteren Jahren (bis zu welchem genau weiß ich nicht) des 20. Jahrhunderts, dass der Platonismus die vorherrschende Philosophie im hellenistischen Zeitalter war.
Zitat Ende

Veröffentlicht von: @jan-s

Soweit ich das verstanden habe, ist aber die Zwei-Äonen-Lehre (Unterteilung in das irdische und "jenseitiges" Leben) schon immer (auch) eine jüdische gewesen. Beide Zeiten werden in der Bibel auch als "ewig" bezeichnet.

Dadurch, dass seit Augustinus die platonische Lehre von "aion" (überzeitliche Ewigkeit) und später das aristotelische Verständnis von "aion" (unendliche, also unbegrenzte Zeit) des Begriffes offizieller Bestandteil der kirchlichen Lehre wurden, hat man die Worte "olam", AT, und "aion", NT, der biblischen Urtexte dementsprechend, also auch was das AT anbetrifft, übersetzt.

Bezüglich Augustinus siehe bitte auch die Fortsetzung meines ersten Threads:

https://community.jesus.de/forum/ansicht/thread/thema/die-stoa-die-philosophie-nach-alexander-2.-teil.html

Im Judentum kam die Lehre von "olam haba", dem ewigen Leben in der zukünftigen neuen Welt (zwei-Äonen-Lehre), erst im Rabbinertum nach der Zerstörung Jerusalems (70 n. Chr) auf:

https://de.wikipedia.org/wiki/Olam_Haba
2. u. 3. Abschnitt

Zitat:
In dem Mischna-Traktat Awod 4,16 wurde die jetzige Welt (hebräisch עולם הזה Olam HaSzeh „diese Welt“) nur wie eine Vorhalle der knftigen Welt beschrieben. Die Mischna bildet die Basis des Talmud, sie entstammte den Umkreis des Rabbi Jehuda ha-Nasi Anfang des 3. Jahrhunderts aus Galilהa.

Schon im antiken jüdischen Glauben gab es große Differenzen zwischen den Peruschim (Pharisäer), den Zadokim (Sadduzäer) und den Jachad (Essenern). So dass der Glaube an das Jenseits des Olam HaBah erst spät in der jüdischen Geschichte entwickelt worden war.
Zitat Ende

Das AT berichtet sehr wenig über das jenseitige Leben.

Jesus sagte:

Johannes 5
39 Ihr sucht in den Schriften, denn ihr meint, ihr habt das ewige Leben darin; und sie sind's, die von mir zeugen; 40 aber ihr wollt nicht zu mir kommen, dass ihr das Leben hättet.

Sie suchten und forschten immer noch danach.

Trotz Aufnahme bei Gott nach dem Tod (Psalmen) und Auferstehung nach dem Tod (mehrere Stellen im AT) wussten sie nicht, wie lange sie nach der Auferstehung leben würden, denn Jesaja 65, 17-25, neuer Himmel, neue Erde und direkt danach die Schilderungen vom (neuer Himmel, neue Erde vorbereitenden) Leben im tausendjährigen Reich (mit Tod) kann man nur vom NT her, Offb. 20 u. 21, richtig einordnen.

https://www.bibleserver.com/LUT/Jesaja65%2C17-25
https://www.bibleserver.com/LUT/Offenbarung20%2C1-4
https://www.bibleserver.com/LUT/Offenbarung20%2C11
https://www.bibleserver.com/LUT/Offenbarung21

Du kannst mir ja mal eine Stelle aus dem AT aufzeigen, in der "olam" eindeutig "Ewigkeit" oder "ewig" bedeutet.

Ich denke, dass im AT keine eindeutige Lehre vom ewigen Leben gegeben ist, weil der alte Bund ohne Jesus noch nicht ganz der Weg ins ewige Leben war, siehe dazu Hebr 11, 39 u. 40.

https://www.bibleserver.com/LUT/Hebr%C3%A4er11%2C39-40

Im NT gibt es natürlich eine Lehre von dieser Welt mit einem Ende, dem Leben aus Christus in dieser Welt und (nach dem tausendjährigen Reich) der Herrschaft von Jesus auch auf der neuen Erde und danach dem Zustand, wenn der Vater in Ewigkeit alles in allem ist.

Daraus folgt aber nicht, dass das neutestamentliche urtextliche "aion" im Singular "Ewigkeit" bedeutet.

Die einzige Stelle, bei der das nicht unbedingt eindeutig ist, ist Hebräer 6, 5:

https://www.bibleserver.com/ELB/Hebr%C3%A4er6%2C5

Jesus wird zusammen mit der Braut auch auf der neuen Erde regieren.

https://www.bibleserver.com/LUT/Offenbarung22%2C1-5
und:
https://www.bibleserver.com/LUT/Hebr%C3%A4er2%2C5

Die Herrschaft Jesu auf der neuen Erde wird nicht ewig sein.
Das habe ich gründlich und mehrmals hier im Thread ausgeführt und biblisch belegt, aber ich kann es nochmal wiederholen.

Er wird nur solange zur Rechten des Vaters sitzen, bis er alle Feindschaft nutzlos gemacht hat, 1. Kor 15, 24-28 (siehe auch Psalm 110, 1, dieser mehrmals im NT zitiert).

https://www.bibleserver.com/ELB/Psalm110%2C1
https://www.bibleserver.com/ELB/1.Korinther15%2C24-28

zu "nutzlos gemacht":

https://studybible.info/IGNT/1%20Corinthians%2015:24-26
https://studybible.info/strongs/G2673

Man kann es in der rechten Spalte im zweiten Link sehen, das Wort wird ansonsten immer nur mit "nutzlos - useless" übersetzt.

Und der letzte Feind, der nutzlos gemacht wird, ist der Tod (und "Tod" ist somit auch der 2. Tod).

https://www.bibleserver.com/ELB/1.Korinther15%2C26

Den kommenden Äon und seine Kräfte erfahren wir in Jesus schon in diesem Leben, Hebr, 6, 5.

Er wird auch auf der neuen Erde regieren.

Somit ist es naheliegend, dass der kommende Äon die Zeit der Herrschaft Jesu auf der neuen Erde ist. Beweisen kann man es nicht, aber auch nicht, dass der kommende Äon die ganze Ewigkeit bedeutet, zumal die Kräfte des kommenden Äons in Jesus (hier schon) erfahren werden.

Das Adjektiv "aionios" im NT kann ein Äon, mehrere Äonen oder alle Äonen, hier dann "ewig", bedeuten, das orientiert sich am direkten Kontext und am biblischen Gesamtkontext.

Das äonische Leben ist auf jeden Fall ewig.

Die äonische Strafe ist es nicht, denn viele Bibelstellen zeigen das.

Und dass "äonisch" nicht immer "ewig" heißt, zeigt z. B. eine Stelle aus der Offenbarung:

https://www.bibleserver.com/SLT/Offenbarung14%2C6-7

https://www.scripture4all.org/OnlineInterlinear/NTpdf/rev14.pdf

well message eonian
Evangelium äonisches

"Die Stunde seines Gerichts ist gekommen" ist bestimmt kein ewiges Evangelium.

Liebe Grüße
Westerwald

westerwald antworten
Westerwald
(@westerwald)
Beigetreten : Vor 13 Jahren

Beiträge : 105

Noch was ergänzend zum "kommenden Äon", Hebr. 6, 5:
Für Gläubige hat der kommende Äon bereits etwas angefangen, er entfaltet sich weiter nach dem Tod im Himmel und dann in der Auferstehung in Christus bei der Entrückung.
Das alles geschieht in und durch Jesus.
Auf der neuen Erde manifestieren sich seine Macht und seine Kraft dann ganz.

westerwald antworten
Jan.S
 Jan.S
(@jan-s)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 163

Sehe ich genauso.

Danke für diese wertvolle Ergänzung 🙂

jan-s antworten
Westerwald
(@westerwald)
Beigetreten : Vor 13 Jahren

Beiträge : 105

Ich habe geschrieben:
Ob es immer Äonen geben wird, können wir nicht wissen.
Was wir aber wissen ist, dass wer im kommenden Äon ankommt, ewig bei Gott bleiben wird.

Da fehlt noch ein Satz:
Und deshalb ist das äonische Leben das ewige Leben.

westerwald antworten
Westerwald
(@westerwald)
Beigetreten : Vor 13 Jahren

Beiträge : 105

Mein Beitrag wurde gelöscht und mein Zitat daraus verfälscht
Das Zitat wurde verfälscht, weil es aus dem Kontext von meinem Beitrag gerissen wurde, der größtenteils gelöscht wurde.

Nur ein Zitat aus einem Nachtrag meines Beitrags wurde übriggelassen und veröffentlicht, nämlich folgendes:

Veröffentlicht von: @westerwald

Ich habe geschrieben:
Ob es immer Äonen geben wird, können wir nicht wissen.
Was wir aber wissen ist, dass wer im kommenden Äon ankommt, ewig bei Gott bleiben wird.

Veröffentlicht von: @westerwald

Da fehlt noch ein Satz:
Und deshalb ist das äonische Leben das ewige Leben.

So kann man natürlich Folgendes deuten, was ich in einem Beitrag davor geschrieben habe:

Zitat von mir:

Daraus folgt aber nicht, dass das neutestamentliche urtextliche "aion" im Singular "Ewigkeit" bedeutet.

Die einzige Stelle, bei der das nicht unbedingt eindeutig ist, ist Hebräer 6, 5:

https://www.bibleserver.com/ELB/Hebr%C3%A4er6%2C5

Jesus wird zusammen mit der Braut auch auf der neuen Erde regieren.

https://www.bibleserver.com/LUT/Offenbarung22%2C1-5
und:
https://www.bibleserver.com/LUT/Hebr%C3%A4er2%2C5

Die Herrschaft Jesu auf der neuen Erde wird nicht ewig sein.
Das habe ich gründlich und mehrmals hier im Thread ausgeführt und biblisch belegt, aber ich kann es nochmal wiederholen.

Er wird nur solange zur Rechten des Vaters sitzen, bis er alle Feindschaft nutzlos gemacht hat, 1. Kor 15, 24-28 (siehe auch Psalm 110, 1, dieser mehrmals im NT zitiert).

https://www.bibleserver.com/ELB/Psalm110%2C1
https://www.bibleserver.com/ELB/1.Korinther15%2C24-28

zu "nutzlos gemacht":

https://studybible.info/IGNT/1%20Corinthians%2015:24-26
https://studybible.info/strongs/G2673

Man kann es in der rechten Spalte im zweiten Link sehen, das Wort wird ansonsten immer nur mit "nutzlos - useless" übersetzt.

Und der letzte Feind, der nutzlos gemacht wird, ist der Tod (und "Tod" ist somit auch der 2. Tod).

https://www.bibleserver.com/ELB/1.Korinther15%2C26

Den kommenden Äon und seine Kräfte erfahren wir in Jesus schon in diesem Leben, Hebr, 6, 5.

Er wird auch auf der neuen Erde regieren.

Somit ist es naheliegend, dass der kommende Äon die Zeit der Herrschaft Jesu auf der neuen Erde ist. Beweisen kann man es nicht, aber auch nicht, dass der kommende Äon die ganze Ewigkeit bedeutet,

Zitat von mir Ende

Ich schrieb, dass es naheliegend ist, dass der kommende Äon die Herrschaft Jesu auf der neuen Erde ist, auch wenn es nicht beweisbar ist.

Ich bin davon aber aufgrund der gesamtbiblischen Zusammenhänge überzeugt, denn ein Äon ist in der Bibel immer ein Zeitraum, in dem etwas ganz anderes und besonderes geschieht.

Ein Beispiel:

Matthäus 24, 3
https://www.bibleserver.com/EU/Matth%C3%A4us24%2C3

3 Als er auf dem Ölberg saß, wandten sich die Jünger, die mit ihm allein waren, an ihn und fragten: Sag uns, wann wird das geschehen und was ist das Zeichen für deine Ankunft und das Ende der Welt?

Vers 3:
https://www.scripture4all.org/OnlineInterlinear/NTpdf/mat24.pdf
... the conclusion of the eon
... der Abschluss des Äons

https://dict.leo.org/german-english/conclusion
der Schluss, der Abschluss

Mit diesem Beispiel habe ich es schon bewiesen.

Wenn Jesus das Reich dem Vater übergeben wird, so ist das etwas sehr Großes und Besonderes und es wird etwas bedeutend anders werden.
Auch wenn in dem Zustand, in dem der Vater dann alles in allem sein wird, keine Äonen mehr vorkommen sollten, dann ist die Zeit der Herrschaft Jesu davor trotzdem ein in sich abgeschlossener Äon.

Jedenfalls würde ich niemals von mir aus in diesem Zusammenhang so etwas sagen, auch nicht ohne Beweis, denn es ist, wie gesagt, ohne den Beweis schon naheliegend.

Das Zitat, das hier als einziger Text aus meinem Beitrag veröffentlicht wurde, Habe ich als Nachtrag zu folgender Aussage gebracht:

Zitat von mir aus dem gelöschten Teil des Beitrags:

Und dass das ewige (äonische) Leben alle Äonen beinhaltet, wird Jesus seinen Jüngern sicherlich erklärt haben, so wie es ja auch uns im biblischen Gesamtkontext gezeigt wird.

https://www.bibleserver.com/ELB/Judas25
Vers 25
https://www.scripture4all.org/OnlineInterlinear/NTpdf/jud1.pdf
... into all the eons
... in alle die Äonen hinein

Ob es immer Äonen geben wird, können wir nicht wissen.
Was wir aber wissen ist, dass wer im kommenden Äon ankommt, ewig bei Gott bleiben wird.
Zitat Ende

Im biblischen Gesamtkontext geht es nicht selten um kommende Äonen, allein schon im Lobpreis, s.o. , aber auch z.B. in Epheser 2, 6-7

https://www.bibleserver.com/ELB/Epheser2%2C6-7

Oder auch in Offenbarung 22, 5
https://www.bibleserver.com/ELB/Offenbarung22%2C5 hinter "Ewigkeit" auf die Nr. (4) klicken

Wir wissen auch, dass an Jesus Gläubige auferstehen werden und einen ewigen Körper haben werden:

https://www.bibleserver.com/EU/1.Korinther15%2C42

Und ich schrieb, Zitat:
Und dass das ewige (äonische) Leben alle Äonen beinhaltet ...
Zitat Ende

b e i n h a l t e t

Das bedeutet, dass es zusätzlich auch Zeit ohne Ende oder Ewigkeit beinhalten kann.
Und zum ersten der Äonen gehören das vollkommene Leben aus Jesus und die Auferstehung, und somit ist das äonische Leben hauptsächlich in diesem Sinn das ewige Leben.

Und wenn der Beitrag zu lang war oder sonstige Kritik besteht, so hätte man mir das wenigstens mitteilen können.

Nachtrag vom 21.01.2022 0034
Zu Matthäus 24, 3:

Vers 3
https://www.scripture4all.org/OnlineInterlinear/NTpdf/mat24.pdf
... the conclusion of the eon
... der Abschluss des Äons

Und nach Jesu Wiederkunft wird nicht das Ende der Welt sein, sondern Jesus wird auf der Erde lange Zeit regieren, Offb. 20 und viele Stellen im AT, danach kommt erst das Ende der Welt.

westerwald antworten
Westerwald
(@westerwald)
Beigetreten : Vor 13 Jahren

Beiträge : 105

Ich möchte eine Korrektur anbringen. Es wird interessant, zu sehen, ob der Text dann auch wieder gelöscht wird.
Man ist schon empört und aufgeregt, wenn ein Beitrag ohne Begründung größtenteils gelöscht und ein Zitat daraus in einen anderen Zusammenhang gestellt wird.

Da ist dann die Konzentration nicht immer optimal.

Ich habe geschrieben:

Das bedeutet, dass es (jetziger Zusatz von mir: das äonische Leben) zusätzlich auch Zeit ohne Ende oder Ewigkeit beinhalten kann.
Und zum ersten der Äonen gehören das vollkommene Leben aus Jesus und die Auferstehung, und somit ist das äonische Leben hauptsächlich in diesem Sinn das ewige Leben.

Korrektur:

Das bedeutet, dass es (jetziger Zusatz von mir: das äonische Leben) zusätzlich auch Ewigkeit beinhalten kann.
Denn zum ersten der Äonen gehören das vollkommene Leben aus Jesus und die Auferstehung, und somit ist das äonische Leben in diesem Sinn auch das ewige Leben.

Noch was zu Matthäus 24:
https://www.bibleserver.com/ELB/Matth%C3%A4us24%2C3

Siehe dazu auch Vers 6:
https://www.bibleserver.com/ELB/Matth%C3%A4us24%2C6

westerwald antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 8 Jahren

Beiträge : 14194

Ich sehe keinen gelöschten Beitrag
Ich kann alle Beiträge hier im Thread sehen. Wäre ein Beitrag seitens der Moderation gelöscht worden, wäre das kenntlich gemacht worden.

herbstrose antworten
Westerwald
(@westerwald)
Beigetreten : Vor 13 Jahren

Beiträge : 105
Veröffentlicht von: @herbstrose

Ich kann alle Beiträge hier im Thread sehen. Wäre ein Beitrag seitens der Moderation gelöscht worden, wäre das kenntlich gemacht worden.

Mein Mann hat meinen Originalbeitrag, der lang war, auf Jesus. de gesehen und gelesen.

Er wurde dann ohne Kenntnis - Machung größtenteils gelöscht, außer dem Nachtrag darin.

Du kannst es auch daran sehen, dass in dem Zitat, das übriggelassen wurde samt Ergänzung, sich die Ergänzung auf keinen Text in vorherigen Beiträgen bezieht. Denn der Text, auf den sich die Ergänzung bezieht, stand in meinem größtenteils gelöschten Beitrag.

westerwald antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 8 Jahren

Beiträge : 14194

Wie ich bereits schrieb: Wenn ein Moderator hier etwas, auch teilweise, löscht, dann schreibt er eine Anmerkung dazu.

herbstrose antworten
Westerwald
(@westerwald)
Beigetreten : Vor 13 Jahren

Beiträge : 105
Veröffentlicht von: @herbstrose

Wie ich bereits schrieb: Wenn ein Moderator hier etwas, auch teilweise, löscht, dann schreibt er eine Anmerkung dazu.

Ich habe den vollständigen Text auf Jesus.de einige Tage lesen können (weil ich dabei war, einen ergänzenden Beitrag dazu zu schreiben), bevor er dann plötzlich größtenteils gelöscht war.
Ich hatte auch ein Textoriginal abgespeichert, aber ich habe nach der Übertragung des Textes auf Jesus.de vor dem Absenden noch einige Änderungen vorgenommen.
Deshalb habe ich lieber hier in den Text reingeschaut.

Und, hallo Moderation, warum wird nicht auf meine Beschwerde reagiert?

westerwald antworten
frosch80-mod
Moderator
(@frosch80-mod)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 373

Hallo Westerwald,

Veröffentlicht von: @westerwald

Und, hallo Moderation, warum wird nicht auf meine Beschwerde reagiert?

es mag ja sein, dass du Quasi-MOD-Ogeniti per Mail kontaktiert hast. Für mich ist ansonsten keine Beschwerde erkennbar; ein Modalarm von dir liegt jedenfalls nicht vor. Vielleicht solltest du dich, bevor du dich beschwerst, dass auf deine Beschwerde nicht reagiert wird, erstmal beschweren... 😊 ?

Zu deiner Anfrage: es ist nicht erkennbar dass irgendein Moderator oder eine Moderatorin etwas an deinem Beitrag verändert hat; ich gehe davon aus, dass das auch nicht geschehen ist. Für mich erkennbar ist, dass du selbst einen oder mehrere Nachträge erstellt hast. Ich vermute, dass in dem Zusammenhang irgendwelche Texte verschwunden sind. Das kann ich technisch nicht nachvollziehen, werde es aber, sofern dieses Problem nicht auf einmal häufig auftaucht, auch nicht weiter ergründen.

Mit freundlichen Grüßen
fr😊sch

frosch80-mod antworten
Westerwald
(@westerwald)
Beigetreten : Vor 13 Jahren

Beiträge : 105

Hallo frosch80-mod,

danke für Deine Nachricht.

Okay, ich werde mich zukünftig bei Beschwerden, wenn sie denn vorkommen, als Erstes direkt an den zuständigen Moderator wenden.

Liebe Grüße
Westerwald

westerwald antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 8 Jahren

Beiträge : 14194

Dazu musst da

a) den Mod-Knopf drücken
b) daran denken, dass die Moderatoren das hier ehrenamtlich machen, also neben Familie, Beruf und Gemeinde
c) bedenken, dass Wochenende ist

herbstrose antworten
Westerwald
(@westerwald)
Beigetreten : Vor 13 Jahren

Beiträge : 105
Veröffentlicht von: @herbstrose

Dazu musst da

Veröffentlicht von: @herbstrose

a) den Mod-Knopf drücken

Danke für die Info.

Veröffentlicht von: @herbstrose

b) daran denken, dass die Moderatoren das hier ehrenamtlich machen, also neben Familie, Beruf und Gemeinde
c) bedenken, dass Wochenende ist

Da hast Du Recht.

Liebe Grüße
Westerwald

westerwald antworten
Westerwald
(@westerwald)
Beigetreten : Vor 13 Jahren

Beiträge : 105

Hier nun ein neuer Versuch nach der ganzen Aufregung um den irgendwie verschwundenen Beitrag 😊
So konnte ich ihn aber auch nochmal überarbeiten.

Veröffentlicht von: @westerwald

Für Gläubige hat der kommende Äon bereits etwas angefangen, er entfaltet sich weiter nach dem Tod im Himmel und dann in der Auferstehung in Christus bei der Entrückung.
Das alles geschieht in und durch Jesus.
Auf der neuen Erde manifestieren sich seine Macht und seine Kraft dann ganz.

Veröffentlicht von: @jan-s

Sehe ich genauso.

Veröffentlicht von: @jan-s

Danke für diese wertvolle Ergänzung 🙂

1. Der kommende Äon:

Ja, und der kommende Äon fängt bei den Gläubigen bereits ganz an, während dieser Äon noch besteht.
Sie kommen nach dem Tod in den Himmel.

https://www.bibleserver.com/ELB/Epheser2%2C6-7
https://www.bibleserver.com/ELB/Philipper3%2C20
https://www.bibleserver.com/ELB/Offenbarung7%2C14-15
,
Sie erleben die Auferstehung bei der Entrückung.

https://www.bibleserver.com/ELB/1.Korinther15%2C51-52

Und sie feiern dann mit Jesus die Hochzeit des Lammes im Himmel, die vor seiner Wiederkunft auf die Erde stattfinden wird.

https://www.bibleserver.com/ELB/Offenbarung19%2C7-9

So ist der "kommende Äon" dann auch in folgenden 3 Bibelstellen zu verstehen:

a) https://www.bibleserver.com/ELB/Lukas20%2C33-35
Vers 35:
https://www.scripture4all.org/OnlineInterlinear/NTpdf/luk20.pdf

... the eon that to be happening
... des Äons, der kommend ist

Im Kontext geht es um verstorbene Juden aus dem alten Bund.
Hier mit "Welt" zu übersetzen ist unsinnig.

Die Auferstehung wird vor dem Leben auf der neuen Erde geschehen.
Und davor kommt die Zeit im Himmel, die für Gläubige, auch die aus dem AT, der Anfang des kommenden Äons ist.

Die Gläubigen Israeliten von Abraham an und die Gläubigen aus dem alten Bund sind im Himmel, wo sonst sollen sie gemeinsam mit den Gläubigen an Jesus in ihm vollendet werden und dann in der Auferstehung, Hebr. 11, 39 - 40 ?

b) https://www.bibleserver.com/LUT/Markus10%2C30
https://www.bibleserver.com/ELB/Markus10%2C30

Und hier suggeriert die Übersetzung mit "Welt", dass Gläubige das ewige Leben erst auf der neuen Erde empfangen werden.

"Äon" wird in solchen Zusammenhängen oft mit "Welt" übersetzt, weil die zukünftige Welt natürlich ewig ist, sich aber auch die gesamte Ewigkeit von Anfang an darauf abspielen soll.

Und die Gläubigen werden zu Beginn der Zeit auf der neuen Erde das ewige Leben längst schon empfangen haben. Sie werden sogar vorher im tausendjährigen Reich in ihrem neuen geistlichen Leib mit Jesus regiert haben, Offb. 3, 21; Offb. 2, 26, wenn die Zeit auf der neuen Erde anfängt.

Und ob sich danach die gesamte Ewigkeit auf der neuen Erde abspielen wird, das können wir nicht wissen.

c) https://www.bibleserver.com/LUT/Hebr%C3%A4er6%2C5
https://www.bibleserver.com/ELB/Hebr%C3%A4er6%2C5

Auch hier gilt:
Der kommende Äon fängt für Christen im Himmel an, wo Jesus jetzt schon regiert, und dann kommt die Auferstehung. Von diesen Kräften erfahren Gläubige bereits in diesem Leben in Jesus etwas.

https://www.bibleserver.com/LUT/R%C3%B6mer8%2C11
https://www.bibleserver.com/ELB/Epheser1%2C19-20

Da war ich durcheinandergekommen in meinem vorletzten Beitrag, ich war gleichzeitig mit Epheser 1, 21 beschäftigt, s.u.

Und auch mit dem Nachtrag war ich noch nicht ganz zufrieden. Ich musste mich aber zunächst noch genauer mit dem Thema auseinandersetzen bzw. alles sortieren.

Buchstäblich spricht nur Hebräer 2, 5 in einem solchen Zusammenhang von der kommenden bewohnten Erde, nämlich darüber, dass Jesus auch dort alles untertan sein wird.

https://www.bibleserver.com/LUT/Hebr%C3%A4er2%2C5
https://studybible.info/IGNT/Hebrews%202:5
https://studybible.info/strongs/G3625
... the inhabited world
... die bewohnte Erde

Und seine Macht wird dort in die Äonen der Äonen sein.

https://www.bibleserver.com/ELB/Offenbarung1%2C5-6 auf Nummer bei "Ewigkeit" klicken

Und die Braut wird dort in die Äonen der Äonen mit ihm regieren.

https://www.bibleserver.com/ELB/Offenbarung22%2C5 auch hier auf Nummer klicken

Im Zusammenhang mit der Regierung oder Herrschaft der Braut möchte ich noch erwähnen, dass, wer zur Braut gehört, auch in Liebe demütig ist.

Über Jesu Regierung auf der neuen Erde lesen wir auch in Epheser 1, 21:

https://www.bibleserver.com/ELB/Epheser1%2C21

Jesu Herrschaft währt in diesem und dem kommenden Äon, wobei der kommende Äon die Regierung Christi auf der neuen Erde ist, denn sie wird hier sicherlich nicht zugunsten der Herrschaft Jesu im tausendjährigen Reich ausgelassen.

2. Redewendungen "Äon" oder "Äonen" betreffend

Oder sollte man solche Redewendungen wie "in den Äons des Äons hinein" nicht wörtlich verstehen?
Sind solche Formulierungen nicht alle sogenannte Doxologien, die Ewigkeit ausdrücken sollen?

https://de.wikipedia.org/wiki/Doxologie

Die katholische Kirche hat damals damit angefangen, das so zu deuten.

Über Entwicklungen, die damit zusammenhängen (Veränderung der Bedeutung von Äon, Augustinus, kath. Kirche), habe ich im Thread: "Die Stoa, die Philosophie nach Alexander 2.Teil" geschrieben.

https://community.jesus.de/forum/ansicht/thread/thema/die-stoa-die-philosophie-nach-alexander-2.-teil.html

Es ist nun aber so, dass die Äonenangaben erstaunlich genau mit den in der Bibel vorgestellten Zeitabläufen übereinstimmen.

a) Bereits im AT, z.B. in Daniel, ist das zu sehen:

https://www.bibleserver.com/ELB/Daniel7%2C18
Vers 18:
https://www.scripture4all.org/OnlineInterlinear/OTpdf/dan7.pdf

... unto eon the and unto eon of eons the
... in den Äon und in die Äonen der Äonen

https://dict.leo.org/german-english/unto

Christus wird mit der Braut im Millenium regieren.

https://www.bibleserver.com/ELB/Offenbarung3%2C21

Und er und die Braut werden das auch im nächsten Äon (neue Erde) in die Äonen der Äonen hinein tun.

https://www.bibleserver.com/ELB/Offenbarung22%2C5

Im Neuen Testament:

b) Sein (alleiniger) Thron währt in den Äon des Äons hinein, also in einen Äon des (Haupt-) Äons hinein.

https://www.bibleserver.com/ELB/Hebr%C3%A4er1%2C8
Vers 8:
https://www.scripture4all.org/OnlineInterlinear/NTpdf/heb1.pdf
... into the eon of the eon
... in den Äon des Äons hinein

Er hat jetzt schon einen alleinigen Thron im Himmel, auf dem er über die Gemeinde, also die davon, die bereits im Himmel sind und die, die auf der Erde sind, regiert.
Er ist das Haupt der Gemeinde.

https://www.bibleserver.com/ELB/Offenbarung7%2C17
https://www.bibleserver.com/ELB/Epheser1%2C22
https://www.bibleserver.com/ELB/Offenbarung1%2C9 auf Nummer bei "Jesus" klicken
https://www.bibleserver.com/ELB/Kolosser1%2C13

Er regiert jetzt schon auf seinem eigenen Thron über die Gemeinde und er regiert auch in dem Äon des Äons (tausendjähriges Reich).

Vergleich:

Wetterbericht im Februar: Es schneit in den März hinein. Obwohl der Februar nicht erwähnt wird, gehört er dazu.
Es kann aber auch Anfang Februar gesagt werden: Es schneit (weit) in den Februar hinein (kann auch bis Ende des Monats sein).
Beide Bedeutungen sind möglich, der biblische Kontext ist hier entscheidend.

Die Zeit der Herrschaft Jesu über die Gemeinde ist jetzt (vergleichbar dem Februar) und war es auch zur Zeit, als der Brief an die Hebräer geschrieben wurde.

Und die Jetzt - Zeit wird wie beim Februar nicht erwähnt.

Es kann sich hier zusätzlich um den hebräischen Superlativ wie bei "Buch der Bücher" handeln. Hier wäre dann das tausendjährige Reich der besondere Äon dieses Äons.

c) Wird Jesus in Ewigkeit Hohepriester sein? Wird er in Ewigkeit wegen unserer Verfehlungen beim Vater bitten müssen?

Hebräer 4, 15-16
https://www.bibleserver.com/LUT/Hebr%C3%A4er4%2C15-16
Hebräer 7, 25
https://www.bibleserver.com/ELB/Hebr%C3%A4er7%2C25
Römer 8, 34
https://www.bibleserver.com/LUT/R%C3%B6mer8%2C34

Jesus vertritt uns als Hohepriester bezüglich unserer Schwachheiten und Sünden beim Vater im Gebet.
Wenn Christen im Himmel sind und danach, wird er das nicht mehr tun müssen.

Dementsprechend ist die Formulierung seine Hohepriesterschaft betreffend im Urtext immer: ... into the eon - ... in den Äon hinein:

https://www.bibleserver.com/ELB/Hebr%C3%A4er5%2C6
Vers 6:
https://www.scripture4all.org/OnlineInterlinear/NTpdf/heb5.pdf

https://www.bibleserver.com/ELB/Hebr%C3%A4er6%2C20
Vers 20:
https://www.scripture4all.org/OnlineInterlinear/NTpdf/heb6.pdf

https://www.bibleserver.com/ELB/Hebr%C3%A4er7%2C17
Vers 17:
https://www.scripture4all.org/OnlineInterlinear/NTpdf/heb7.pdf

https://www.bibleserver.com/ELB/Hebr%C3%A4er7%2C21
Vers 21:
https://www.scripture4all.org/OnlineInterlinear/NTpdf/heb7.pdf

Er bittet für die Gläubigen in diesen Äon hinein.

d) Formulierung im Lobpreis:

https://www.bibleserver.com/ELB/Epheser3%2C21
Vers 21:
https://www.scripture4all.org/OnlineInterlinear/NTpdf/eph3.pdf
... into all the generations of the eon of the eons
... in alle die Generationen des Äons der Äonen hinein

21 ihm sei die Ehre in der Gemeinde in Christus Jesus, auf alle Geschlechter der Ewigkeit der Ewigkeiten! Amen.

Zunächst einmal zu: ... auf alle Geschlechter des Äons:

Im Urtext steht "Generationen" anstatt Geschlechter.

Der Lobpreis soll in der Gemeinde in Christus Jesus sein.
Da die Gemeinde bis zur Entrückung auf der Erde existiert, grenzt das die Zeit ein.

Der Lobpreis soll durch alle Generationen (der Gemeinde) des Äons (der Gemeinde) sein.

Er wird als "der Äon der Äonen" bezeichnet.

Hier muss man im Kapitel in den Kontext gucken.

https://www.bibleserver.com/SLT/Epheser3%2C4-6
https://www.bibleserver.com/ELB/Epheser3%2C9-10

Die Zeit (der Äon) der Gemeinde ist der besondere Äon im Vergleich zu den vergangenen Äonen (hebr. Superlativ wie bei Buch der Bücher).

Wir sehen also, dass die Äonen - Formulierungen die Zeitabläufe sehr treffend angeben können.
Kann das noch Zufall sein?

3. Nicht immer bedeutet "äonisch" "ewig" - der "ewige" Bund

Auch der "ewige" Bund wird nicht ewig sein.

https://www.bibleserver.com/ELB/Hebr%C3%A4er13%2C20
Vers 20:
https://www.scripture4all.org/OnlineInterlinear/NTpdf/heb13.pdf
... of covenant eonian
... des äonischen Bundes

Er wird, wie auch der Tod Jesu und seine Auferstehung, ewige Auswirkungen haben, aber in sich nicht ewig gelten.

Gläubige werden bereits im Himmel nicht mehr in Jesu Namen mit dem Vater reden. Sie müssen auch nicht mehr das Blut Jesu (das Blut des Bundes) für Vergebung der Sünden und Reinigung davon in Anspruch nehmen.

https://www.bibleserver.com/LUT/1.Korinther11%2C25

Da wird keine Sünde und nichts Unreines mehr sein.

Auf der neuen Erde wird Jesus als das Lamm regieren, was ein Zeichen des neuen Bundes sein kann.

https://www.bibleserver.com/LUT/Offenbarung22%2C1

Auch dort wird kein Sündigen mehr stattfinden.

Trotzdem ist da die hohe und große Mauer um das neue Jerusalem mit Engeln auf den Toren, und nichts Unreines darf in die Stadt hineinkommen.

https://www.bibleserver.com/LUT/Offenbarung21%2C12
https://www.bibleserver.com/LUT/Offenbarung21%2C27

Die Erklärung bleibt hier, in der Offenbarung, offen.
Sie ist im biblischen Gesamtkontext zu finden.

Jedenfalls haben wir neben Offenbarung 14, 6 u. 7 eine weitere Bibelstelle im NT, nämlich der "ewige" Bund, in der "äonisch" eindeutig nicht "ewig" bedeutet.

https://www.bibleserver.com/LUT/Offenbarung14%2C6-7

Wenn der Vater alles in allem sein wird, wird der neue Bund nicht mehr gelten.

4. Gegenüberstellung ... äonische Strafe - äonisches Leben

Hier möchte ich zu meinem letzten Beitrag noch was ergänzen.

Zitat daraus:
Zur Stelle in Daniel 12, 2 u. 3:
https://www.bibleserver.com/ELB/Daniel12%2C2-3

Vers 2 erinnert an Joh. 5, 29:
https://www.bibleserver.com/LUT/Johannes5%2C29

Hier werden sie auferstehen zum Leben oder zum Gericht.
Das Gericht (Weltgericht, Offb. 20) ist das erste, was eine der beiden Gruppen nach der Auferstehung erleben wird.
Zitat Ende

Zu Johannes 5, 29, s.o. im Zitat, möchte ich noch was bezüglich ..."auferstehen zu"... ergänzen:

Denen, die von Herzen an Jesus glauben, werden ihre Sünden vergeben und es bleiben nur die guten Werke übrig (und Glaube ohne Werke ist toter Glaube).
Sie kommen nicht in das Weltgericht, Joh. 5, 24.

Von denen, die zum Weltgericht auferstehen, werden welche Vergebung in Jesus erfahren. Ihre Namen sind im Buch des Lebens verzeichnet.

https://www.bibleserver.com/LUT/Offenbarung20%2C12
https://www.bibleserver.com/LUT/Offenbarung20%2C15

Und nicht zu vergessen ist: Jeder von ihnen wird nach seinen Werken gerichtet werden.

https://www.bibleserver.com/LUT/Offenbarung20%2C12-13

Und niemand wird allein durch Werke gerecht, Rö. 3, 20 und jeder tut Böses, Rö. 3, 9 u. 10.

Aber von ihnen wird welchen in Christus vergeben werden.

Die Menschen, die Böses getan haben, erstehen also als Gesamtgruppe nicht zum äonischen Gericht (zur äonischen Strafe) auf, sondern zum Weltgericht.

Und zur Stelle in Daniel 12, 2, s.o. im Zitat:

https://www.bibleserver.com/ELB/Daniel12%2C2

Die äonische Strafe wird nicht nur aus Schmach und Schande bestehen, das wäre etwas untertreibend.

Aber das Weltgericht besteht für diese Gruppe aus Schmach und Schande.

Und ein Äon kann auch mal kurz sein, siehe Offb. 14, 6-7.

5. Die Übersetzung von "Äon" mit "Ewigkeit" kann auch mal, besonders in den Evangelien, Inhalte undeutlich machen.

Jesus war es sowohl wichtig, zu sagen, dass, wer an ihn glaubt, ewiges Leben hat, als auch, dass die Gläubigen bereits in diesem Leben das Leben aus ihm haben und dass dieses Leben in den kommenden Äon (den Himmel) hinein bleibt, auch wenn man stirbt.

Beispiel:
https://www.bibleserver.com/ELB/Johannes11%2C24-26
Vers 26:
https://www.scripture4all.org/OnlineInterlinear/NTpdf/joh11.pdf
... into the eon
... in den Äon hinein

24 Marta spricht zu ihm: Ich weiß, dass er auferstehen wird in der Auferstehung am letzten Tag. 25 Jesus sprach zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er gestorben ist;

Jesus ist die Auferstehung, deshalb werden Gläubige an ihn auferstehen.
Jesus ist das Leben, deshalb werden Gläubige an ihn ewig Leben, auch wenn sie gestorben sind.

26 und jeder, der da lebt und an mich glaubt, wird nicht sterben in Ewigkeit[6].

Gläubige, die das Leben aus ihm haben und weiter glauben, werden nicht sterben in den Äon hinein.

So, das war jetzt ein langer Beitrag, aber ich wollte gründlich sein.

https://www.bibleserver.com/ELB/Judas25
Vers 25
https://www.scripture4all.org/OnlineInterlinear/NTpdf/jud1.pdf
... into all the eons
... in alle die Äonen hinein

Ob es immer Äonen geben wird, können wir nicht wissen.

Was wir aber wissen ist, dass, wer im kommenden Äon ankommt, ewig bei Gott bleiben wird.
Denn schon im ersten der Äonen des kommenden (Gesamt) - Äons empfangen Gläubige das Leben aus Jesus vollkommen (denn sie sind dann im Himmel ohne den sündigen Leib) und danach den ewigen Auferstehungleib, und somit ist das äonische Leben in diesem Sinn auch das ewige Leben.
Und man hat bereits, wie auch hier, aber dort noch viel mehr, die Ewigkeit aus Gott in sich.

Liebe Grüße
Westerwald

westerwald antworten
Westerwald
(@westerwald)
Beigetreten : Vor 13 Jahren

Beiträge : 105

Schon wieder ein Nachtrag 😊
Im Zusammenhang mit Jesu Thron über der Gemeinde bin ich mit dem von mir angegebenen Bibelvers hinsichtlich der Übersetzung nicht ganz zufrieden, hatte zu oberflächlich reingeguckt:

https://www.bibleserver.com/ELB/Offenbarung1%2C9 auf Nummer bei "Jesus" klicken

Besser sind diese:

https://www.bibleserver.com/SLT/Offenbarung1%2C9
Vers 9
https://www.scripture4all.org/OnlineInterlinear/NTpdf/rev1.pdf
... the kingdom and endurance of Jesus
... dem (König)-Reich und Ausharren von Jesus

Die Gemeinde hat während ihres Bestehens auf der Erde nicht Teilnahme an Jesu Königtum sondern an Jesu Reich.

westerwald antworten
Jan.S
 Jan.S
(@jan-s)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 163

Das war eigentlich nicht direkt ironisch gemeint, denn du hast dir schon sehr viel Mühe gegeben den Satan mit dem Satan zu widerlegen.

Was ich damit meine ist, du zitierst recht viel aus menschlichen Quellen, sogar aus dem antichristlichen Wikipedia. Das kann man natürlich schon machen, wenn man Wahrheit von Lüge unterscheiden kann z.B. aus dem Artikel über die Arche Noah nur rausnimmt, dass die versteinerte Arche auf dem Ararat steht und genau die biblischen Maße hat, wenn man die alte ägyptische Elle zu Moses Zeiten nimmt. Das ist leider ziemlich alles was an Wahrheit im ganzen Artikel steht und selbst der Satan zwischen den Zeilen zugeben musste. Oder man lese nur die Artikel zu Jesus...

Zur Entstehungsgeschichte von Olam Haba hat Wikipedia auch nur höchstens teilweise Recht (siehe z.B. Dan 12:2f, Psalmen), denn ja, die Sadduzäer haben nicht daran geglaubt (Mt 22:23) und ja, die Pharisäer haben es nicht wirklich verstanden (z.B. Mt 23:13), aber im einfachen Volk war durchaus Glauben da (Joh 11:23) und Jesus legte es genauer aus (z.B. Lk 20:35, Lk 14:14, Mt 12:32, ...).

Es gab also zur Zeit Jesu Wissen und Verständnis um Olam Haba, besonders auch im Kreise seiner Jünger, die dann später "äon" dafür in den Texten schrieben.

Da stimme ich dir auch zu, "ewig" ist besonders für das Diesseits keine gute Übersetzung, "äonisch" oder "bis zum Ende dieses Äons" wäre da, meiner Meinung nach, passender.

Liebe Grüße und Gnade, zunehmenden Frieden und Erkenntnis für dich
Jan

jan-s antworten
Westerwald
(@westerwald)
Beigetreten : Vor 13 Jahren

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Veröffentlicht von: @jan-s

Zur Entstehungsgeschichte von Olam Haba hat Wikipedia auch nur höchstens teilweise Recht (siehe z.B. Dan 12:2f, Psalmen),

Gerade im Buch Daniel kann man sehen, was das damalige Verständnis von "olam" war.

Beispiele:
Daniel 4, 31
https://www.bibleserver.com/ELB/Daniel4%2C31

... seine (des Höchsten) Herrschaft währt von Generation zu Generation.

Generationen gibt es nur in diesem Äon. Somit ist hier im Vers der gesamte Zeitrahmen dieser Äon.

Daniel 6, 27
https://www.bibleserver.com/ELB/Daniel6%2C27

... seine (Gottes) Herrschaft währt bis ans Ende.
Auch hier ist der gesamte Zeitrahmen dieser Äon.

Die Stelle im Urtext, hier andere Vers-Zählweise, wie auch in der King James Übersetzung, also Vers 26:
https://www.scripture4all.org/OnlineInterlinear/OTpdf/dan6.pdf

Interlinear Übersetzung:
https://studybible.info/IHOT/Daniel%206:26

Vielleicht lässt Du das Verständnis von "olam" bei messianischen Juden und Dr. Fruchtenbaum gelten:

https://jewishroots.net/library/anti_missionary_objections/how_long_is_forever.html

Der ganze Text ist wichtig. Bei nicht so guten Englischkenntnissen bitte Google-Übersetzer benutzen.
Grundsätzlich geht es hier um Einwände von Juden gegen das Evangelium. Sie meinen nämlich, dass das mosaische Gesetz ewig gilt, und so wird "olam" leider auch in diesbezüglichen Bibelversen übersetzt, z. B:

https://www.bibelkommentare.de/bibel/elb_bk/suche?suchbegriff=ewig&pno=2

Über Fruchtenbaum:

https://de.wikipedia.org/wiki/Arnold_Fruchtenbaum

Zur Stelle in Daniel 12, 2 u. 3:
https://www.bibleserver.com/ELB/Daniel12%2C2-3

Vers 2 erinnert an Joh. 5, 29:
https://www.bibleserver.com/LUT/Johannes5%2C29

Hier werden sie auferstehen zum Leben oder zum Gericht.
Das Gericht (Weltgericht, Offb. 20) ist das erste, was eine der beiden Gruppen nach der Auferstehung erleben wird.

In Daniel 12 erstehen sie zunächst einmal auf zum ersten der Äonen.
Das beinhaltet nicht unbedingt alle Äonen oder Ewigkeit.
Die Aussage ist also unklar, und sie war es sicherlich auch für die damaligen Juden, besonders angesichts Jesaja 45, 17-22:

https://www.bibleserver.com/LUT/Jesaja65%2C17-22

Die einzige entsprechende Formulierung im NT steht in Matth 25, 46:

https://www.bibleserver.com/LUT/Matth%C3%A4us25%2C46

Der Text handelt vom Gericht bei Jesu Wiederkunft. Diese Menschen gehen zunächst in das tausendjährige Reich ein, das die Vollendung dieses Äons ist. Das ist deshalb die einzige Stelle im NT, in der "äonisches Leben" nicht unbedingt "ewiges Leben" bedeutet. Im tausendjährigen Reich kann man noch sündigen und auch in Sünde sterben, siehe Jesaja 65, 20:

https://www.bibleserver.com/ELB/Jesaja65%2C20

Es ist auch fraglich, ob außer den Auserwählten, die vor dem Gericht bei Jesu Wiederkunft gesammelt werden, Matth 24, 31, und außer den Israeliten, die Jesus ja dann erkennen werden, Menschen aus den Nationen schon direkt zu Beginn des tausendjährigen Reiches wiedergeboren werden, also das ewige Leben in sich haben werden.

Zurück zu Daniel 12, 2 u.3:

Daniel 12 Vers 3 enthält im Urtext eine Formulierung, die häufig im AT, speziell auch in den Psalmen vorkommt.

https://www.scripture4all.org/OnlineInterlinear/OTpdf/dan12.pdf

... olam u od (oder hebr. ad, das Buch Daniel ist teilweise im dem Hebräischen ähnlichen Aramäisch geschrieben)
... for eon and futurity
... für den Äon und Zukunft

Wann diese Zukunft endet, ist unklar.
Die Formulierung zeigt eindeutig, dass der Äon (olam) ein Ende hat, danach bricht ja die Zukunft an.
Oft wird mit "immer und ewig" übersetzt, was den Inhalt aber nicht wirklich trifft.

Nun zu "Olam Haba":

Im Alten Testament kommt dieser Ausdruck nicht vor.

Im NT gibt es im Urtext nur den kommenden Äon, nicht die kommende Welt (unter "Olam Haba" verstehen die Juden seit dem 2. oder 3. Jahrh. n. Chr ja "die kommende Welt") .
Über den kommenden Äon möchte ich Dir auf Deine andere Antwort noch etwas schreiben (und auch über die anderen Vorkommen von "Äon" im Singular im NT).

Eine Ausnahme bildet Hebr. 2,5, und hier geht es um Jesu Herrschaft auf der buchstäblichen neuen Erde, und da steht nicht "aion" im Urtext, sondern "bewohnte Erde" oder "bewohnbare Erde", King James Übersetzung.

https://studybible.info/IGNT/Hebrews%202:5
https://studybible.info/strongs/G3625

Wir wissen, darüber habe ich hier oft geschrieben, dass Jesus seine Herrschaft einmal freiwillig beenden und sie dem Vater ganz übergeben wird, 1. Kor 15, 24-28.

https://www.bibleserver.com/LUT/1.Korinther15%2C24-28

In Offenbarung 1, 5 u. 6 heißt es:

https://www.bibleserver.com/ELB/Offenbarung1%2C5-6

Hier handelt es sich um Jesu alleinige Macht, sie sei "in die Äonen der Äonen hinein" laut Vers 6. "In die Äonen der Äonen hinein" kann also hier nicht "Ewigkeit" bedeuten.

Ebenso muss also auch in Offenbarung 14, 11 die Strafe nicht ewig sein.

https://www.bibleserver.com/ELB/Offenbarung14%2C11

Liebe Grüße
Westerwald

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