Errettung nur durch Glaube (Sola Fide)?
Hallo allerseits, ich überprüfe gerade oben angegebene Kernlehre der Reformation. Mein Problem ist jedoch, das ich in der Kirchengeschichte sowohl des Ostens als auch Westens bisher hierzu keine Bestätigung gefunden habe - eher das Gegenteil, nämlich die Lehre Glaube und Werk gehören notwendig zusammen und Glaube allein reiche eben nicht zur Rettung aus. Deshalb wollte ich fragen, ob ihr entsprechende Werke einzelner Kirchenväter kennt, die dieses Dogma bestätigen? Liebe Grüße.
Sola fide musst du im Kontext verstehen. Sola Fide, ist der Gegenentwurf zu der katholischen Lehre, dass Gnade von der Kirche ausgeteilt und wird und der Mensch nur durch die Kirche Zugang zur Gnade Gottes und somit zur Rettung hat. Und in diesem Zusammenhang kann man SOLA FIDE gar nicht gross genug schreiben.
Denn die Katholische Kirche war zur Zeit Luthers eine korrupte Institution die mit der Furcht und dem Elend der Menschen Geld gemacht hat. (böse Zungen behaupten ja, das habe sich bis heute nicht geändert)
Wir werden nicht durch Werke oder der Konsumation von Sakramenten gerettet, keine Kirche kann das Heil austeilen und keiner ist Mittler zwischen Gott und dem Menschen ausser dem Menschen Jesus Christus.
Ist, Glaube alleine genug? Ja. Ist nur Glaube alleine genug? Nein.
Veröffentlicht von: @claudiusHallo allerseits, ich überprüfe gerade oben angegebene Kernlehre der Reformation. Mein Problem ist jedoch, das ich in der Kirchengeschichte sowohl des Ostens als auch Westens bisher hierzu keine Bestätigung gefunden habe - eher das Gegenteil, nämlich die Lehre Glaube und Werk gehören notwendig zusammen und Glaube allein reiche eben nicht zur Rettung aus. Deshalb wollte ich fragen, ob ihr entsprechende Werke einzelner Kirchenväter kennt, die dieses Dogma bestätigen? Liebe Grüße.
Kannst Du denn durch Deine Werke irgendwie Rechtfertigung erlangen oder sind die Werke nicht vielmehr das Ergebnis des Glaubens?
Die Rabbinen waren durchaus der Meinung, dass man einen Menschen an seinen Werken erkennen kann: Wer die Regeln des zwischenmenschlichen Miteinanders bricht, ignoriere die Gegenwart Gottes, der die Taten seiner Geschöpfe kennt (vgl. Götterbilder, Gottesbilder, Weltbilder (Band II), herausgegeben von Kratz/Spieckermann, S. 164). Beim Weltgericht wird jeder nach seinen Werken beurteilt. Die Werke sind aber vielmehr die Konsequenz dessen, woran ein Mensch glaubt und kein Weg, sich die Rechtfertigung zu verdienen, wie z.b. durch Kauf von Ablässen.