Freiheit im Christentum
Dieses Thema kam kürzlich hier in einem anderen Thread auf, und wenn man über "Freiheit im Christentum" redet, dann muss man natürlich fragen, was "Freiheit" eigentlich überhaupt bedeutet. Und das kann sehr verschieden sein.
Für die meisten bedeutet "Freiheit" wohl so viel: "Ich kann tun, was ich will". Für den einen ist das Reisefreiheit, für den anderen die Freiheit der Rede. Viele meinen damit vor allem die eigene Freiheit... Faschisten wünschen sich allerdings die Freiheit, andere unterdrücken zu dürfen, wieder andere wünschen sich ein Land, das "frei" von Menschen ist, die nicht den eigenen Vorstellungen entsprechen, andere verstehen darunter Reichtum, etliche auch sexuelle Freiheiten... der Möglichkeiten sind da viele.
Ich möchte mich hier mal auf einen bestimmten Gegensatz konzentrieren, der wohl für das Christentum prängend ist. Denn das Christentum wird von vielen Menschen - häufig durchaus zu recht - als einengend und unfrei wahrgenommen. "Christentum" bedeutet für viele Menschen Beschränkungen und Verbote... dies ist schlecht, das ist "Sünde", alles ist verboten. Und etliche Threads hier im Forum in der Form: "Darf man als Christ dieses oder jenes tun...?" scheinen das auch zu bestätigen.
Häufig steht dabei eine generelle Lustfeindlichkeit des Christentums im Zentrum, wobei die Sexualität natürlich eine sehr große Rolle spielt. Kein Sex vor der Ehe, keine Selbstbefriedigung, kein Fremdgehen, keine lüsternen Blicke oder Fantasien... alles ist verboten und eingeschränkt. Manchmal sogar bis hin zu bestimmten Praktiken in der Ehe. Hinzu kommen auch andere Dinge wie Völlerei, Gier und anderes... manche mögen sagen: Alles was Spaß macht ist nicht erlaubt.
Folglich gibt es Tendenzen, die "Freiheit" als etwas betrachten, das dem christlichen Glauben entgegensteht. Warum soll man erwachsene Menschen nicht tun lassen, was sie wollen? Wenn sie sich sexuell austoben wollen... bitte sehr, ist doch nichts dabei, solange alle einverstanden sind! Sollen die Leute doch machen was sie wollen, wer will sich da von irgendwelchen Vorschriften irgendwas verbieten lassen...? Wer Spaß an Orgien hat, welcher Art auch immer... bitte sehr, Freiheit ist angesagt!
Interessanterweise hat Paulus den Begriff der "Freiheit" ganz anders aufgefasst, und das finde ich tatsächlich spannend. Denn Paulus betrachtete jene Leute, die sich ganz ihren Trieben hingaben, als "unfrei". Denn sie waren ja Sklaven des Fleisches, also ihrer Triebe, hatten ihr Leben nicht unter Kontrolle, gaben sich Dingen hin, die ihnen letztlich schadeten.
"Freiheit" bedeutete für Paulus, sich nicht von seinen Trieben beherrschen zu lassen, sondern die Kontrolle dem "Geist" zu übergeben - und nicht dem "Fleisch".
Paulus hat den Begriff der "Freiheit" also quasi ins Gegenteil verkehrt: "Freiheit" bedeutete nicht, seinen Trieben jederzeit folgen zu können - sondern genau das eben nicht zu tun... bzw. nicht tun zu müssen!
Allerdings besteht der Verdacht, dass Paulus hier möglicherweise zu weit ging. Denn er hat ja auch die Ehelosigkeit propagiert, und das mit der Bemerkung, dass jene, die es halt sonst nicht aushalten, durchaus heiraten mögen... es aber besser sei, es nicht zu tun.
Hier zeigt sich wohl auch die Lustfeindlichkeit, die man dem Christentum oft vorwirft, in dem es nicht nur darum geht, die fleischlichen Gelüste zu kontrollieren - sondern sie vollkommen zu unterdrücken oder sogar zu negieren.
Damit geht der Glaube aber meiner Ansicht nach zu weit, weil das letztlich eine Selbstverleugnung bedeutet. Den Ansatz, die eigenen Triebe zu kontrollieren kann ich noch mitgehen... alles zu leugnen und zu unterdrücken hat aber nichts mehr mit "Freiheit" zu tun, meiner Ansicht nach.
Wichtig finde ich jedenfalls, die unterschiedlichen Vorstellungen von "Freiheit" zu berücksichtigen... und die Frage zu bedenken, wie viel "Freiheit" (in deren Vorstellung) man anderen Menschen zugestehen kann.
Wie sehr ihr das?
Ist Christentum mit "Freiheit" vereinbar... oder ist es eher eine Einschränkung...?
Veröffentlicht von: @katechonDie Antwort war, dass er den richtigen Weg immer gesehen habe ihn aber meistens nicht gegangen sei… weil er ihm als zu schwierig, zu steinig, zu kraftraubend … kurzum … zu schwer erschien.
Sein eigener freier Wille hat ihn in diesen Situationen vom richtigen Weg abgehalten
Das ist mir nicht einsichtig ... Abgehalten haben ihn Bedenken, Befürchtungen, Ängste, Feigheit oder Bequemlichkeit, bestimmte Wege tatsächlich zu gehen - und die haben ihn "regiert", gelenkt und zum Nicht-Gehen veranlasst,
L'Chaim
Veröffentlicht von: @lucan-7Jesus sagt aber, dass nur der zum Vater kommen kann, dem es ihm vom Sohn gegeben wurde und umgekehrt... er sagt ausdrücklich nicht: "Es ist allen Menschen gegeben, aber viele werden es ablehnen".
Es heißt aber auch, dass Gott will, dass alle Menschen gerettet werden.
Und gleichzeitig wird auch häufig von den Erwählten Gottes gesprochen.
Die Frage ist: widerspricht sich die Schrift oder können wir es harmonisch zusammenbringen?
Zumal auch kaum ein Mensch wissentlich etwas ablehnen würde, das ihm zum Guten gereicht.
Da würde ich widersprechen. Einmal würde ich das aus meiner Erfahrung mit Menschen verneinen, die therapeutische Hilfe benötigen, aber auch ein Blick in die allgemeine Weltgeschichte scheint mir eher ein Hinweis zu sein, dass Menschen nicht so leben, dass es ihnen langfristig zum Guten gereicht.
Nicht zu vergessen, dass viele Menschen auch im Zusammenhang mit Kirche und Glauben sehr schlechte Erfahrungen gemacht haben. Zu sagen, dass jeder eingeladen wurde, und man es dann eben selbst schuld sei, wenn man ablehnt, ist etwas zu einfach.
Stimme zu, dass es viele Gründe gibt, die eine Entscheidung beeinflussen. Gleichzeitig wird in diesem Thread diskutiert, dass Menschen doch die volle Willensfreiheit hätten. Dann hätten sie doch wirklich keine Entschuldigung.
Und sind schlechte Erfahrungen wirklich ein Grund? Das ist eine interessante Frage. Wenn ich feststelle, dass ich Erlebnisse als moralisch negativ einstufe, müsste ich mich doch fragen, woher es kommt, dass ich ein moralisches Urteil treffen kann. Und spricht es gegen die Wahrheit der Bibel, wenn wir feststellen, dass Menschen sich so verhalten als sind sie Sünder? Oder bestätigt es?
Also ich versteh schon dein Argument und würde ihm nicht grundlegend widersprechen, möchte aber dennoch an dieser Stelle Fragen in den Raum werfen, die es vielleicht nicht mehr so klar machen.
Ansonsten könnte es ja passieren, dass man nach seinem Tod vor einem völlig unbekannten Gott steht, völlig blau und mit einem Löwenkopf, und der wirft einem dann vor, dass man seine Einladung rüde "abgelehnt" hat. Und dann überlegt man und fragt: "Was denn für eine Einladung? Ich erinnere mich an keine Einladung!"
"Dann werden auch sie antworten und sagen: Herr, wann haben wir dich hungrig oder durstig gesehen oder als Fremden oder nackt oder krank oder im Gefängnis und haben dir nicht gedient? 45 Dann wird er ihnen antworten und sagen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr nicht getan habt einem von diesen Geringsten, das habt ihr mir auch nicht getan. 46 Und sie werden hingehen: diese zur ewigen Strafe, aber die Gerechten in das ewige Leben." (Mt 25,44-46)
Grundsätzlich unabhängig davon scheint sich die Frage des Gerichts nicht direkt um das Glaubensbekenntnis zu drehen, sondern vor dem Gericht wird jeder nach seinen Werken beurteilt werden und die Einstufung, dass wir ohne die Gnade Gottes in die Verdammnis gehen, hängt nicht an einem Glaubensbekenntnis, sondern an unserem Tun. Was sagt denn der Blick auf die Welt? Ist der biblische Befund richtig oder handeln wir Menschen in allem total großartig?
Und der seltsame Gott sagt dann: "Doch, das war vor 25 Jahren, damals in Hamburg in der Innenstadt... da kam dieser barfüßige Mann mit den Postkarten und den langen Haaren auf dich zu und wollte dir etwas von "Washi dem Weisen" erzählen... das war meine Einladung an dich, aber du hast sie willentlich und rüde zurückgewiesen! Dafür werde ich dich jetzt strafen!"
Ok, Du spielst jetzt auch auf Matthäus an? Stimme Dir da zu.
Klar, man hat es deshalb zurückgewiesen, weil man es für Unsinn hielt, logisch. Aber so ist es ja bei vielen anderen Menschen gegenüber dem Christentum ja auch: Es wird nicht aus Bosheit oder Überheblichkeit zurückgewiesen, sondern weil man es für unglaubwürdig hält.
Ich denke da an Lukas 16,27-31 "27 Da sprach er: So bitte ich dich, Vater, dass du ihn sendest in meines Vaters Haus; 28 denn ich habe noch fünf Brüder, die soll er warnen, damit sie nicht auch kommen an diesen Ort der Qual. 29 Abraham aber sprach: Sie haben Mose und die Propheten; die sollen sie hören. 30 Er aber sprach: Nein, Vater Abraham, sondern wenn einer von den Toten zu ihnen ginge, so würden sie Buße tun. 31 Er sprach zu ihm: Hören sie Mose und die Propheten nicht, so werden sie sich auch nicht überzeugen lassen, wenn jemand von den Toten auferstünde."
Es heißt aber auch, dass Gott will, dass alle Menschen gerettet werden.
Das kann nicht sein. Gott ist allmächtig. Würde er alle Menschen erretten wollen, dann wären sie auch errettet.
Und gleichzeitig wird auch häufig von den Erwählten Gottes gesprochen.
Eben.
Die Frage ist: widerspricht sich die Schrift oder können wir es harmonisch zusammenbringen?
Nach 25 Jahren intensiver Beschäftigung würde ich klar sagen: Man bekommt es nicht harmonisch zusammen. Man muss einen Teil der Bibel ignorieren.
Da würde ich widersprechen. Einmal würde ich das aus meiner Erfahrung mit Menschen verneinen, die therapeutische Hilfe benötigen, aber auch ein Blick in die allgemeine Weltgeschichte scheint mir eher ein Hinweis zu sein, dass Menschen nicht so leben, dass es ihnen langfristig zum Guten gereicht.
Es ist sicher richtig, dass Menschen häufig wissentlich Dinge tun, die ihnen nicht zum Guten gereichen. Aber die Betonung liegt dabei auf "wissentlich". Raucher kennen die Schädlichkeit des Tabaks und wissen um das Risiko.
Aber welche Ungläubige "weiss" denn darum, dass Gott tatsächlich existiert und Jesus zur Erlösung führt? Würde ein "Ungläubiger" das für real halten, dann wäre er ja bereits gläubig.
Man kann aber nicht an etwas glauben, das man selbst für nicht existent oder unsinnig hält.
Stimme zu, dass es viele Gründe gibt, die eine Entscheidung beeinflussen. Gleichzeitig wird in diesem Thread diskutiert, dass Menschen doch die volle Willensfreiheit hätten. Dann hätten sie doch wirklich keine Entschuldigung.
Kein Mensch hat so etwas wie eine "volle Willensfreiheit". Wir wurden alle geprägt, durch Vernlagung, unsere Umgebung, Erfahrungen. Und wir glauben das, was uns einleuchtend erscheint - nicht das, was wir glauben wollen.
Grundsätzlich unabhängig davon scheint sich die Frage des Gerichts nicht direkt um das Glaubensbekenntnis zu drehen, sondern vor dem Gericht wird jeder nach seinen Werken beurteilt werden und die Einstufung, dass wir ohne die Gnade Gottes in die Verdammnis gehen, hängt nicht an einem Glaubensbekenntnis, sondern an unserem Tun.
Das wäre dann wieder die Werksgerechtigkeit - und damit die Selbsterlösung durch den Menschen.
Er aber sprach: Nein, Vater Abraham, sondern wenn einer von den Toten zu ihnen ginge, so würden sie Buße tun. 31 Er sprach zu ihm: Hören sie Mose und die Propheten nicht, so werden sie sich auch nicht überzeugen lassen, wenn jemand von den Toten auferstünde."
Und die Menschen wehren sich dann willentlich gegen die Wahrheit... also, in dem Wissen, dass sie da die Wahrheit hören, sie diese aber dennoch ablehnen...?
Veröffentlicht von: @lucan-7Stimme zu, dass es viele Gründe gibt, die eine Entscheidung beeinflussen. Gleichzeitig wird in diesem Thread diskutiert, dass Menschen doch die volle Willensfreiheit hätten. Dann hätten sie doch wirklich keine Entschuldigung.
Kein Mensch hat so etwas wie eine "volle Willensfreiheit". Wir wurden alle geprägt, durch Vernlagung, unsere Umgebung, Erfahrungen.
Nein, wir sind nicht gezwungen danach zu handeln, sondern können - unserem freien Willen nach - dagegen handeln.
Wenn ich die Erfahrung gemacht habe, die Herdplatte ist heiß, kann ich trotzdem nochmal drauffassen, wenn ich will.
Und wir glauben das, was uns einleuchtend erscheint - nicht das, was wir glauben wollen.
Damit uns etwas einleuchtet, müssen es wissen und verstehen wollen, und ob wir es dann glauben oder nicht können wir auch frei entscheiden, wollen.
Dass an Weihnachten kein Christkind kommt, kann ich verstehen und wissen und trotzdem kann ich weiter dran glauben.
Veröffentlicht von: @kerygmaVeröffentlicht von: @lucan-7Jesus sagt aber, dass nur der zum Vater kommen kann, dem es ihm vom Sohn gegeben wurde und umgekehrt... er sagt ausdrücklich nicht: "Es ist allen Menschen gegeben, aber viele werden es ablehnen".
Zumal auch kaum ein Mensch wissentlich etwas ablehnen würde, das ihm zum Guten gereicht.
Da würde ich widersprechen. Einmal würde ich das aus meiner Erfahrung mit Menschen verneinen, die therapeutische Hilfe benötigen, aber auch ein Blick in die allgemeine Weltgeschichte scheint mir eher ein Hinweis zu sein, dass Menschen nicht so leben, dass es ihnen langfristig zum Guten gereicht.
Das kann ich leider bezeugen: Meinem Bruder wurde kurz vor seinem Tod von Freunden angeboten einen RTW zu rufen, aber er hat abgelehnt.
Das kann ich leider bezeugen: Meinem Bruder wurde kurz vor seinem Tod von Freunden angeboten einen RTW zu rufen, aber er hat abgelehnt.
Das tut mir leid, und das ist natürlich eine sehr persönliche Sache.
Ich verstehe das aber doch richtig, dass er aus Unwissenheit abgelehnt hat, weil er die Situation falsch einschätzte... und nicht aus einer bewussten Entscheidung heraus?
Das macht es nicht weniger tragisch (Eher noch schlimmer), aber das ist ja der Punkt, um den es hier geht - dass man nur dann gute Entscheidungen treffen kann, wenn man eine Situation richtig einschätzt.
@lucan-7 man kann darüber reden inwieweit der Alkohol und der eintretenden Tod die Entscheidungskraft beeinflusst, das weiß ich nicht.
Aber die letzten Worte waren "Nein, ich brauche keinen RTW. Wenn es nicht besser wird, geh ich morgen ins KH.". Und eigentlich waren sie beleidigend dem Freund gegenüber. Er muss Schmerzen gehabt haben, an die ich nicht denken möchte ...
Veröffentlicht von: @kerygmaWenn Du nun beanspruchst, alles frei wählen und entscheiden zu können, verleugnest Du jeden Lernprozess, denn der ergibt sich aus Erkenntnissen, die sich zwangsläufig aus neuen Fakten oder Daten ergeben.
Ich weiß, man soll im Forum nicht mit einem einzigen Wort eine Aussage kommentieren, mir fällt mir nur eines ein. »Falsch«.
Jeder Lernprozess setzt den Willen voraus Wissen aufzunehmen, zu durchdenken und zu entscheiden ob man es dem eigenen Wissensschatz hinzufügen oder Verwerfen will.
Du arbeitest gerne mit theoretischen Beispielen und Modellen. Was sagst Du hierzu?
»Epimenides der Kreter sagte: Alle Kreter sind Lügner.«
Hilfsweise:
»Es hat einer aus ihnen, ihr eigener Prophet, gesagt: ›Kreter sind immer Lügner, böse, wilde Tiere, faule Bäuche‹. Dieses Zeugnis ist wahr; um dieser Ursache willen weise sie streng zurecht, auf daß sie gesund seien im Glauben und nicht achten auf jüdische Fabeln und Gebote von Menschen, die sich von der Wahrheit abwenden. Den Reinen ist alles rein; den Befleckten aber und Ungläubigen ist nichts rein, sondern befleckt ist sowohl ihre Gesinnung, als auch ihr Gewissen. Sie geben vor, Gott zu kennen, aber in den Werken verleugnen sie ihn und sind greulich und ungehorsam und zu jedem guten Werke unbewährt.« — Titus 1:12-16
@katechon Jeder Lernprozess setzt den Willen voraus Wissen aufzunehmen, zu durchdenken und zu entscheiden ob man es dem eigenen Wissensschatz hinzufügen oder Verwerfen will.
Nö. Wer einmal auf die heisse Herdplatte gefasst hat, der hat da was gelernt - auch ohne irgendwelchen vorausgesetzten Willen. Verwerfen lässt sich das so Gelernte nicht. Auch wer lernt, Rad zu fahren, kann nicht nachher entscheiden, ob er das Gelernte wieder verwerfen will. Um es mit einem Weisen auszudrücken::
Ich weiß, man soll im Forum nicht mit einem einzigen Wort eine Aussage kommentieren, mir fällt mir nur eines ein. »Falsch«.
😀 😎
@jack-black Du kannst meine Worte in dem von Dir zitierten Beitrag meiner Person nachzählen … das ›Falsch‹ war eines von vielen … .
Veröffentlicht von: @awhlerDas ist mir nicht einsichtig
Willkommen zurück … (nachdem Du plakativ meintest aus der Diskussion mit mir ›raus zu sein‹ … weil ich unbelehrbar (?) sei … ).
Warum bin ich nicht überrascht, dass meine Ausführungen Dir nicht einsichtig sind? 😉
Den "performativen Mic-Drop" hast Du mir attestiert 😉 ... Er war situativ gewollt, aber mit "eschatologischem Vorbehalt" 🤣
Der letzte Satz von Dir ist in der Sache (Was hat den Menschen, von dem Du berichtet hast, davon abgehalten, bestimmte Wege zu gehen?) keine Erwiderung.
L'Chaim
Veröffentlicht von: @awhlerEr war situativ gewollt, aber mit "eschatologischem Vorbehalt"
Meine Antwort auf Deine Frage erhältst Du am Ende der Zeiten (Eschaton), wenn die endgültige Ordnung, Vollendung oder Rechtfertigung mir notwendig ersrscheint. 😉
Es ist schon ein bisschen schräg, wie Du dich hier dialogisch "durchschlängelst" und Dich mit einer Mischung aus steilen Ansagen & Behauptungen, dann wieder (demütiger) Zurückhaltung und Umgehung ernsthafter Infragestellung, kryptischem Verbleib und nichtssagender "Antwort" wie dieser ("Meine Antwort auf Deine Frage erhältst Du am Ende der Zeiten") hier einbringst ...
Für mich war das "Der Glaube kann Berge versetzen - was sind da schon 'Tatsachen?" eine ganz furchtbare Antwort auf den Hinweis, wieviel Leiden, Kämpfe und Tragödien mit der Frage nach der eigenen, sexuellen Identität verbunden sind - und wie sehr ich daran, in der Begleitung von Menschen und Familien, Anteil genommen und aus Erfahrung gesprochen habe.
L'Chaim
Ich schrieb davon, "...wieviel Leiden, Kämpfe und Tragödien mit der Frage der eigenen, sexuellen Identität verbunden sind, und wie sehr ich daran, in der Begleitung von Menschen und Familien, Anteil genommen und aus Erfahrung gesprochen habe ..."
Und Du gibst mir als Antwort:"Ich hielt Deine Predigt betreffend (sic!) nur etwas Sarkasmus für angebracht."
Ohne weiteren Kommentar ...
L'Chaim
Veröffentlicht von: @awhlerIch schrieb davon, "...wieviel Leiden, Kämpfe und Tragödien mit der Frage der eigenen, sexuellen Identität verbunden sind, und wie sehr ich daran, in der Begleitung von Menschen und Familien, Anteil genommen und aus Erfahrung gesprochen habe ..."
Und Du gibst mir als Antwort:"Ich hielt Deine Predigt betreffend (sic!) nur etwas Sarkasmus für angebracht."
Ohne weiteren Kommentar ...
L'Chaim
Ich rede nicht über und denke nicht nach über die Vorlieben anderer sexueller Orientierungen. Ich muss meine Einstellung nicht begründen, mir genügt die Schrift. Ohne weiteren Kommentar? Danke, ich nehme das als Versprechen. Danke.
"Ohne weiteren Kommentar" bezog sich auf dein "Sarkasmus"-Posting als Antwort ... Ansonsten reagiere ich weiter und jederzeit auf Postings von Dir, wann und wo ich das will 😉
z.B. jetzt bezgl Deiner Formulierung "Vorlieben anderer sexueller Orientierungen" - das reizt zu der Rückfrage, ob Du Deine (vermutete) Hetero-Sexualität auch als "Vorliebe" betrachtest. Ich denke nicht, sondern als von Gott geschenkte, "natürliche" Gegebenheit, die Dich "naturgegeben" zum weiblichen Geschlecht hinzieht.
Meinst Du, homosexuelle Menschen haben es ihrerseits mit "Vorlieben" zu tun? Also mit etwas, was sie auch "sein lassen" könn(t)en? Ist es für Dich eine Krankheit, die "heilbar" ist? Könnten sie willentlich "auch anders"?
"Ich muss meine Einstellung nicht begründen", ist schon für das Zusammenleben, für das soziale und kommunikative Denken & Handeln nicht unproblematisch - und wenn Du dich im Forum beteiligst, dann darf man mMn schon etwas mehr erwarten.
Und die Kombination mit "mir genügt die Schrift" ist natürlich auch hinterfragbar, denn es ist nicht einfach "die Schrift" (Bibel), sondern Dein Verständnis der Schrift, Deine Art mit ihr umzugehen, Deine Interpretation, die (im hermeneutischen Zirkel) keine Haltung ist, die "über" allen Subjektivitäten steht.
Also antworte ich auf Dein zweifaches, voreiliges "Danke" mit einem "Bitte sehr" 🙂
L'Chaim
@awhler Ich rede nicht über sexuelle Orientierungen. Warum ich dies nicht tue, muss ich nicht begründen … und werde es auch nicht tun. Du bist frei zu hinterfragen was immer Du möchtest. Ich lese Die Schrift, das ist meine Kommunikation mit Gott, ich bin mein eigener Priester und brauche sonst niemanden um meinen Glauben zu leben. Mein Verständnis der Schrift ist meine, Sie hat Dich nicht zu sorgen … ich kümmere mich auch nicht um Deine Interpretation.
"Sexuelle Orientierung(en)?" ... oder Veranlagung, Gegebenheit, natur-gegebene, identitäts-relevante Vorfindlichkeit ?
Egal, wenn Du unseren Disput recht im Blick hast, war das Thema "Homosexualität" ja nur EIN Beispiel in der Frage nach dem, was unser Wille vermag oder wo er an Grenzen stößt - ob wir Herr/Frau (Du schriebst "Käpt`n") über die eigene Seele (unser durchaus immer wieder auch unbewusstes, rätselhaftes, verwirrendes Seelen-Leben) und unsere Psyche sind - und was das menschliche "ICH" ist ...
Lassen wir also das, worüber Du NICHT reden willst ... und bleiben bei den drei Fragen ...
Im Übrigen kreist Dein ganzes Posting aufallend um "ich/mein" und um solitäre Abgrenzungen ("mein eigener Priester .. brauche sonst niemanden um meinen Glauben zu leben")
L'Chaim