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Gottes Gerechtigkeit - gleich oder doch ganz eine andere als die Menschliche?

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Samira-Jessica
Themenstarter
Beiträge : 854

In der Diskussion ob Nicht-Christen für immer in die Hölle kommen (und wie diese denn definiert wird), hat Lucan das Thema Gottes Gerechtigkeit aufgegriffen und ich finde es eignet sich wunderbar für einen ganz eigenen Thread.

Ich finde, dass Lucan das Thema auch ausreichend "eröffnet hat", weshalb ich nichts weiter dazu schreibe, und nur meine Zustimmung zu seinen Gedanken ausdrücke, weil ich dieselben immer wieder habe, wenn ich an die Sündenfälle etc. denke.

Veröffentlicht von: @lucan-7

[...] Es ging nicht um unsere Vorstellungen von Gott, sondern was es für Konsequenzen hätte, wenn Gottes Vorstellung von "Gerechtigkeit" fundamental anders wäre als unsere, sei es nun in wesentlichen Teilen oder sogar im Ganzen.

Denn ich höre von Christen immer wieder, dass ja Gott darüber bestimmen können, was "gut" ist oder "gerecht".

Nun, sicher, das kann er wohl. Aber für uns ergibt das nur dann einen Sinn, wenn wir hier zu einer Übereinstimmung mit Gott kommen. Und das bedeutet auch, falls wir selbst zu beschränkt dafür sind: Wir würden mit Gott übereinstimmen, wenn wir die Sache in ihrer Gesamtheit überschauen könnten.

Sollte Gott hier aber wirklich fundamental anders urteilen als wir selbst - dann wäre es auch nicht mehr sinnvoll, ihm zu folgen. Denn je nachdem wie weit diese Abweichung geht wäre er für uns ein ungerechter, möglicherweise sogar bösartiger Gott.

Es ergibt also nur dann Sinn, wenn wirklich zutrifft, was gleich zu beginn in der Bibel steht: Dass Gott uns nach seinem Bilde schuf, wir also ähnliche Vorstellungen von Moral und Gerechtigkeit haben (Auch wenn es da kulturell bedingt Abweichungen unter den Menschen gibt).

Wenn das aber so ist - dann finde ich diese Gerechtigkeit in der Bibel nicht wieder. Denn mir erscheint Gottes Handeln höchst ungerecht.

Das war, zumindest von meiner Seite aus, das Problem hier.

 

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Samira-Jessica
Themenstarter
Beiträge : 854

Mir ist bewusst, ich hab den Thread vernachlässigt.

Gerade habe ich mich sehr ausführlich mit KI (ja ...) darüber unterhalten und möchte die Erkenntnisse sehr gerne hier teilen, weil sie wunderbar sind:

  1. Gottes Maßstäbe (Logik): Die Bibel beschreibt Gottes Logik oft als Gegensatz zu menschlichen Vorstellungen von Macht und Erfolg. Er priorisiert Gnade vor Leistung und sieht Stärke dort, wo Menschen Schwachheit vermuten (z. B. im Dienen oder in der Vergebung). Entscheidend ist nicht die äußere Perfektion, sondern die innere Haltung. - Korinther 1:27, Samuel 16:7
    1. (Sprüche 21,2: „Einem jeden dünken seine Wege recht; aber der HERR prüft die Herzen.“ (Wir rechtfertigen unsere Taten oft selbst, aber Gott sieht, warum wir sie wirklich tun).)
  2. Warnsignale und Bedürfnisse: Geistige Warnsignale (wie plötzliche Angst oder Unbehagen) fungieren als eine Art inneres Frühwarnsystem. Wenn Menschen diese Signale ignorieren, geschieht dies oft aufgrund eines starken emotionalen Mangels oder „Bedarfs“. In der biblischen Sicht versteht Gott diesen Hunger, warnt aber dennoch vor Situationen („Fallen“), die langfristig schaden.
    1. (Psalm 139,1-2: „HERR, du erforschst mich und kennst mich. Ich sitze oder stehe auf, so weißt du es; du verstehst meine Gedanken von ferne.“ (Nichts ist vor ihm verborgen, auch nicht der gute Kern hinter einer falschen Tat).)
  3. Offenbarung nach dem Tod: Das biblische „Gericht“ nach dem Tod wird als ein Moment der totalen Klarheit (Offenbarung) verstanden. Dabei wird die Trennung zwischen Schein und Sein aufgehoben. Gott respektiert dabei den freien Willen: Wer die Gemeinschaft mit ihm sucht, findet sie; wer sich jedoch dauerhaft und bewusst für die Distanz entscheidet, dem gewährt Gott diesen Wunsch („Dein Wille geschehe“). - Korinther 13:12
    1. Lukas 8,17: „Denn alles Geheimnisvolle wird irgendwann ans Licht kommen, und alles Verborgene wird enthüllt und allen bekannt gemacht werden.“
    2. Markus 4,22: „Denn nichts ist verborgen, was nicht offenbar werden soll, und nichts ist geheim geworden, was nicht ans Licht kommen soll.“
    3. Lukas 12,2: „Es ist aber nichts verdeckt, was nicht aufgedeckt werden wird, und nichts geheim, was nicht gewusst werden wird.“
 
 
 
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