Gotteswort und Menschenwort
Liebe Nachsinner,
wie passen die folgenden beiden Verse inhaltlich zusammen?
1. Eine Aussage ist von einem Propheten des AT.
2. Eine Aussage ist vom Sohn Gottes.
Prophet Jeremia:
Jer 13,14 und will einen am andern, die Väter samt den Söhnen, zerschmettern, spricht der HERR, und will weder schonen noch barmherzig sein und sie ohne Mitleid verderben.
Jesus Christus:
Lk 6,36 Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist!
Wenn man diese beiden biblischen Aussagen untersucht, stellt man fest, dass sie sich inhaltlich komplett widersprechen. Denn Jesus sagt über Gott, dass ER barmherzig ist und der Prophet sagt, dass Gott nicht barmherzig sein will. Das steht so in der Schrift.
Was stimmt nun?
Ich bitte um eine stimmige, schlüssige Antwort von euch. Danke.
Veröffentlicht von: @mt-24-14Liebe Nachsinner,
wie passen die folgenden beiden Verse inhaltlich zusammen?
1. Eine Aussage ist von einem Propheten des AT.
2. Eine Aussage ist vom Sohn Gottes.
Prophet Jeremia:
Jer 13,14 und will einen am andern, die Väter samt den Söhnen, zerschmettern, spricht der HERR, und will weder schonen noch barmherzig sein und sie ohne Mitleid verderben.
Jesus Christus:
Lk 6,36 Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist!
Wenn man diese beiden biblischen Aussagen untersucht, stellt man fest, dass sie sich inhaltlich komplett widersprechen. Denn Jesus sagt über Gott, dass ER barmherzig ist und der Prophet sagt, dass Gott nicht barmherzig sein will. Das steht so in der Schrift.
Was stimmt nun?
Ich bitte um eine stimmige, schlüssige Antwort von euch. Danke.
Man kann die beiden Verse nicht gegeneinander ausspielen, denke ich. Jesus selbst hat keine Barmherzigkeit erfahren, als er in Gethsemane blutschwitzend darum bat. Er musste den Kelch trinken bis zur Neige.
Ist kein Rankommen, an die Souveränität JHWHs, der von sich aus dem Dornbusch zu Moses sagt: Ich bin der ich bin (2. Mose 3,14). Und von dem im Johannesbrief steht: Keiner hat Gott je gesehen (1. Johannes 4,12).
Meines Erachtens tangiert deine zugespitzte Frage die Theodizee.
Veröffentlicht von: @lucan-7Wenn Gottes Logik für uns Menschen nicht nachzuvollziehen ist, dann kann die Bibel für uns nur missverständlich sein - und wäre damit sinnlos.
Nicht, wenn man den "Dolmetscher" besitzt, den Heiligen Geist.
Veröffentlicht von: @turmfalke1Es ist besser, das eigene Denken dem Wort Gottes - und zwar in seiner Gesamtheit - zu unterordnen, denn Gottes Gedanken sind nun mal viel höher als unsere Gedanken, wie Rr selbst sagt.
Ja selbstverständlich macht es Sinn sich Gottes Worten unterzuordnen. Ich weiss nicht warum du mir das sagst? Ich beziehe mich stets auf die Worte Gottes in der Bibel - der Logik. Daher sind es ja auch nicht meine Worte und demnach auch nicht meine Gedanken.
Beziehst du dich bei deiner obigen These auf Jes.55,9?
Falls "Ja", dann solltest du Jes.55,7+8 nicht unter den Tisch fallen lassen, denn aus diesen Versen geht eindeutig hervor, dass Gottes Gedanken eben nur für Gottlose zu hoch sind. Das ist ja auch logisch.
Hast du dir über folgenden Sachverhalt einmal Gedanken gemacht?:
Wie willst du als gläubiger, wiedergeborener Christ deinem gottgebenen Auftrag nachkommen - d.h. die Lehre Jesu verbreiten und über das Evangelium vom Reich Gottes predigen - wenn du die hohen Gedanken Gottes in der Gesamtheit nicht in den rechten Zusammenhang bringen könntest? Das würde doch keinen Sinn machen.
Glaubst du, dass Gott nicht in der Lage ist seinen Kindern sich selbst und sein Reich (die göttliche Ordnung) zu offenbaren?
Glaubst du, dass Gott etwas von Menschen verlangt, was sie deinen Gedanken nach so gar nicht leisten können?
Um es auf den Punkt zu bringen. Du musst kein Superhirn sein um dem Auftrag Gottes nachkommen zu können, weil Jesus dies so sagt (Wenn ich Jesus zitiere, dann sind es nicht meine Worte, sondern Jesu Worte!!!):
Siehe Lk 10,21 In dieser Stunde jubelte Jesus im Geist und sprach: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, dass du dies vor Weisen und Verständigen verborgen hast und hast es Unmündigen offenbart. Ja, Vater, denn so war es wohlgefällig vor dir.
Veröffentlicht von: @mt-24-14Ich beziehe mich stets auf die Worte Gottes in der Bibel - der Logik. Daher sind es ja auch nicht meine Worte und demnach auch nicht meine Gedanken.
Es sind aber Deine Gedanken, die aussortieren, was Gottes Wort ist und was nicht. Und da gehe ich nicht mit.
Du sprichst immer von Gottes Worten in der Bibel. Für mich ist die Bibel Gottes Wort. Das ist der Unterschied. Ich wage mal zu sagen, wenn 100 Menschen nach Gottes Worten in der Bibel suchen, dann werden 100 verschiedene Ergebnisse herauskommen, weil jeder das etwas anders sieht.
Veröffentlicht von: @mt-24-14Beziehst du dich bei deiner obigen These auf Jes.55,9?
Genau diesen Vers meine ich.
Veröffentlicht von: @mt-24-14Falls "Ja", dann solltest du Jes.55,7+8 nicht unter den Tisch fallen lassen, denn aus diesen Versen geht eindeutig hervor, dass Gottes Gedanken eben nur für Gottlose zu hoch sind.
Das sehe ich nicht so. Nur weil im Vers 7 dazu aufgefordert wird, dass sich der Gottlose bekehrt, bedeutet das nicht, dass auch Gottes Rede in Vers 8 nur für den Gottlosen gilt. Nicht umsonst wird der Vers 8 zu dem vorhergehenden abgesetzt durch den Zusatz "... spricht der Herr". In 1. Korinther 13, 9 spricht Paulus, dass unser Wissen nur Stückwerk ist. Gottes Wissen hingegen ist nicht Stückwerk.
Veröffentlicht von: @mt-24-14Wie willst du als gläubiger, wiedergeborener Christ deinem gottgebenen Auftrag nachkommen - d.h. die Lehre Jesu verbreiten und über das Evangelium vom Reich Gottes predigen - wenn du die hohen Gedanken Gottes in der Gesamtheit nicht in den rechten Zusammenhang bringen könntest? Das würde doch keinen Sinn machen.
Das kann ich, weil ich die Bibel habe und den Heiligen Geist dazu.
Und anhand des Prüfsteins Bibel können wir auch sämtliche Lehre prüfen. Aber ich prüfe die Lehren eben nicht nur anhand von herausgepickten Bibelstellen, die mir gefallen, sondern anhand der gesamten Bibel.
Sicher gibt es auch Bibelverse, die ich noch nicht verstehe. Aber da halte ich es wie die Missionarin Corrie ten Boom, die einmal sinngemäß sagte: "Wenn ich etwas nicht verstehe, mache ich es wie mit einem Kleidungsstück, das ich gerade nicht anhabe. Ich hänge den Vers für mich erst einmal so lange an einen Haken, bis der Herr mir durch einen Gedanken oder ein anderes Bibelwort die Bedeutung des Verses erschließt."
Niemals würde ich jedoch auf die Idee kommen, dass der Vers, bloß weil er in meinen Augen erstmal unlogisch erscheint, nicht Gottes Wort sei. Das ist in meinen Augen sehr anmaßend dem allwissenden Gott gegenüber.
Veröffentlicht von: @mt-24-14Glaubst du, dass Gott nicht in der Lage ist seinen Kindern sich selbst und sein Reich (die göttliche Ordnung) zu offenbaren?
Sicher ist Gott in der Lage - und Er hat sich uns offenbart, in der Bibel.
Veröffentlicht von: @turmfalke1Das kann ich, weil ich die Bibel habe und den Heiligen Geist dazu.
Und anhand des Prüfsteins Bibel können wir auch sämtliche Lehre prüfen. Aber ich prüfe die Lehren eben nicht nur anhand von herausgepickten Bibelstellen, die mir gefallen, sondern anhand der gesamten Bibel.
So mache ich das auch.
Nur prüfe ich das prophetische Wort der Schrift, so wie es die Bibel verlangt.
Und das Gute behalte ich, so wie es die Bibel verlangt.
Das Gute ist nicht das was mir gefällt, sondern alles was von Gott kommt, so wie es Jesus in der Bibel bezeugt.
Denn nur Gott ist gut, wie Jesus bezeugt.
Und Jesus ist die Wahrheit. Er muss es ja schliesslich wissen.
Ich picke mir nichts raus - ich prüfe.
Du prüfst nichts inhaltlich, sonst würdest du beispielsweise 1.Kor. 6,3 (Wisst ihr nicht, dass wir Engel richten werden, wie viel mehr ⟨über⟩ Alltägliches?) nicht mit Gottes Wort gleichsetzen, da diese Aussage sinnlos/unlogisch ist.
Die Aussage in der Bibel 1.Kor.6,3 so wie sie dort steht, kann demnach auch nicht von Gott eingegeben sein, da die Engel bereits gerichtet sind (siehe Offb.12,7-9) und ausserdem richtet nur Gott und nicht wir Menschen
Siehe Ps 9,8 Doch der HERR regiert für alle Zeiten, sein Richterstuhl ist aufgestellt.)
Siehe auch Hebr 12,23 und zu der Gemeinde der Erstgeborenen, die in den Himmeln angeschrieben sind; und zu Gott, dem Richter aller; und zu den Geistern der vollendeten Gerechten;
Ich weiss nicht warum sich gefühlt 99, ... % der Christenheit sich nicht der Tatsache stellen wollen, dass die Bibel selbst die inhaltliche Prüfung der prophetischen Texte verlangt. Dafür haben wir doch das Wort Gottes -Jesus- und auch den Heiligen Geist.
Veröffentlicht von: @mt-24-14sonst würdest du beispielsweise 1.Kor. 6,3 (Wisst ihr nicht, dass wir Engel richten werden, wie viel mehr ⟨über⟩ Alltägliches?) nicht mit Gottes Wort gleichsetzen, da diese Aussage sinnlos/unlogisch ist.
Die Aussage in der Bibel 1.Kor.6,3 so wie sie dort steht, kann demnach auch nicht von Gott eingegeben sein, da die Engel bereits gerichtet sind (siehe Offb.12,7-9) und ausserdem richtet nur Gott und nicht wir Menschen
Das Thema hatten wir schon mal. Und damals hatte ich einen Bibelkommentar von W.Mc.Donald reingestellt, wie er diesen Vers versteht. Da Du dies jedoch vergessen zu haben scheinst, hier noch einmal:
"Aus Judas 6 und 2. Petrus 2,4-9 wissen wir, dass Engel gerichtet werden. Wir wissen auch, dass Christus der Richter sein wird (Joh. 5, 22). Weil wir mit ihm eins sind, ist es mögloich, davon zu sprechen, dass wir am letzten Tag die Engel richten werden. Wenn wir aus der Sicht des Herrn die Voraussetzung dazu haben, Engel zu richten, dann sollten wir imstande sein, mit den kleinen Problemen, dies ich im Alltäglichen ergeben, fertig zu werden."
Ich bin überzeugt, dass 1. Kor. 6, 3 von Gott eingegeben ist.
Veröffentlicht von: @mt-24-14Ich weiss nicht warum sich gefühlt 99, ... % der Christenheit sich nicht der Tatsache stellen wollen, dass die Bibel selbst die inhaltliche Prüfung der prophetischen Texte verlangt.
Und ich weiß nicht, warum Du Dich für klüger hältst als gefühlt 99,...% der Christenheit und dich nicht der Tatsache stellen willst, dass die Bibel nicht eine inhaltliche Prüfung ihrer selbst sondern aller Lehren, die Menschen verkünden, fordert. Die Bibel ist der Prüfstein und den Prüfstein kann man nicht prüfen.
Veröffentlicht von: @mt-24-14Dafür haben wir doch das Wort Gottes -Jesus- und auch den Heiligen Geist.
Wir haben das Wort Gottes, die Bibel - und auch den Heiligen Geist, durch den Jesus zu uns redet.
Veröffentlicht von: @turmfalke1"Aus Judas 6 und 2. Petrus 2,4-9 wissen wir, dass Engel gerichtet werden.
Die obigen Verse weisen darauf hin, dass Engel gerichtet werden.
Gott zeigt uns jedoch durch den Seher Johannes in der Offenbarung zusätzlich auf, dass die Engel schon gerichtet sind, und zwar schon lange bevor die Menschheit überhaupt die Erde bevölkerte, also schon bevor Adam und Eva auf der Erde lebten.
Wir lesen dazu in:
Offb.12,7-9 Und es entbrannte ein Kampf im Himmel: Michael und seine Engel kämpften gegen den Drachen. Und der Drache kämpfte und seine Engel, 8 und er siegte nicht, und ihre Stätte wurde nicht mehr gefunden im Himmel. 9 Und es wurde hinausgeworfen der große Drache, die alte Schlange, die da heißt: Teufel und Satan, der die ganze Welt verführt. Er wurde auf die Erde geworfen, und seine Engel wurden mit ihm dahin geworfen.
Dieses Szenario spielte sich einst (also in der Vergangenheit) im Himmelreich ab. Gott beförderte sie nach der Auseinandersetzung im Himmelreich auf die von IHM geschaffene sichtbare Erde. Das erklärt u.a. auch die Entwicklung auf unserem Planeten Erde.
Der Rauswurf aus dem Himmelreich ist bereits das Endgericht der Engel. Es ist vollzogen. Da gibt es auch kein zurück mehr für gefallene Engel. Es ist das Gericht Gottes über die Engel, da braucht es keine zukünftige Nachbesserung oder zusätzlichen Beurteilungen von anderen fehlbaren (geretteten) Menschen. Daher ist die Aussage in 1.Kor.6,3 unlogisch und zeigt ein menschliches Ansinnen (menschliches Denken) bzw. Mangel an Wissen über die Geschehnisse in der unsichtbaren Welt. Die Aussage in 1.Kor.6,3 ist unlogisch, da Gott die Engel bereits gerichtet hat. Die gerichteten Engel kommen nicht mehr zurück ins Himmelreich. Daher ist es ein bereits vollzogenes Endgericht über alle Engel. Ein Teil der Engel lebte und lebt nach wie vor bei Gott und der andere Teil der Engel existiert zur Zeit noch hier auf der Erde und im Weltraum.
Siehe auch Eph.2,1+2 Auch ihr wart tot durch eure Übertretungen und Sünden, 2 in denen ihr früher gewandelt seid nach der Art dieser Welt, unter dem Mächtigen, der in der Luft herrscht, nämlich dem Geist, der zu dieser Zeit am Werk ist in den Kindern des Ungehorsams.
@mt-24-14
Daher ist die Aussage in 1.Kor.6,3 unlogisch und zeigt ein menschliches Ansinnen (menschliches Denken) bzw. Mangel an Wissen über die Geschehnisse in der unsichtbaren Welt. Die Aussage in 1.Kor.6,3 ist unlogisch, da Gott die Engel bereits gerichtet hat. Die gerichteten Engel kommen nicht mehr zurück ins Himmelreich. Daher ist es ein bereits vollzogenes Endgericht über alle Engel. Ein Teil der Engel lebte und lebt nach wie vor bei Gott und der andere Teil der Engel existiert zur Zeit noch hier auf der Erde und im Weltraum.
1. Kor 6,3 bezieht sich nicht auf das Endgericht. Durch deinen Bezug dahin, hast du dich selbst in die Irre geführt und eine Bibelstelle falsch gerichtet.
Das griechische Wort krino richten, entscheiden, unterscheiden wird im Kontext mit Unterscheiden und Entscheidungen treffen im irdischen Leben verbunden.
https://biblehub.com/greek/2919.htm
2919 (krinō) originally meant "separate." So Homer, of Ceres separating the grain from the chaff (Iliad, v, 501). Thence, 'to distinguish, to pick out, to be of opinion, to judge' " (WS, 418).]
2919 (krinō) bedeutete ursprünglich "trennen". So Homer, von Ceres, die das Korn von der Spreu trennt (Ilias, v, 501). Von da aus 'unterscheiden, aussuchen, Meinung sein, urteilen'" (WS, 418).
Übersetzt mit www.deepl.com
Um uns herum ist der unsichbare 2. Himmel von dem aus gefallene Engel und der Widersacher versuchen uns zu täuschen. Ebenso kommen dort auch die unsichtbaren Engel Gottes als Diener der Heiligen uns zu Hilfe.
Um zu erkennen, mit wem wir es zu tun haben, hat Gott durch den Heiligen Geist die Gabe der Unterscheidungen der Geister gegeben.
Dein Einwand bezüglich der Bibelstelle 1.Kor.6,3 kann ich annehmen, sofern das griechische Wort "krino" an gegebener Stelle im Sinne "Beurteilung der Geister" zu verstehen ist. Dieser Hinweis ist nützlich. Danke.
Die letzten beiden Abschnitte bestätige ich selbstverständlich. Diese Aussagen habe ich bereits in ähnlicher Weise an anderer Stelle vorgenommen. Aber es schadet ja auch nichts, wenn du dies hier nochmals anführst.
Fazit:
Handelt es sich in 1.Kor.6,3 u.a. um die "Beurteilung" und nicht um die "Verurteilung" der Geister (Engel), erkenne ich selbstverständlich diese Stelle als Gottes Wort an. Also nochmals danke für diesen Hinweis 🙂.