Inwiefern ist Gott allmächtig?
Das ist eine Frage, die sich hier eigentlich ständig aus fast allen Diskussionen ergibt... einerseits heisst es, dass Gott "allmächtig" sei, und das bedeutet: Nichts geschieht ohne seinen Willen, und alles was geschieht, entspricht seinem Willen - sonst würde es ja nicht geschehen.
Andererseits heisst es immer wieder: Gott will dies nicht, Gott will das nicht. Gott will, dass wir frei sind, und dann eben auch die Konsequenzen tragen. Auch dann, wenn er diese Konsequenzen gar nicht wünscht - obwohl er sie doch selber festgelegt hat.
Es ist auch erstaunlich, was in Diskussionen immer wieder an Aussagen kommen... Gott "kann dies nicht, weil...", Gott "wünscht nicht, dass...", Gott "will, dass es anders ist..." - alles Dinge, die im Grunde aussagen: Gott ist gar nicht allmächtig.
Oder aber, als Konsequenz: Gott ist allmächtig - und deshalb ist alles ganz genau so, wie er es will.
Das erlebe ich in der christlichen Lehre aber praktisch gar nicht (Bei den Juden ist das wohl wieder ein wenig anders). Denn da heisst es immer wieder:
"Gott ist allmächtig, und er will nicht, dass dieses oder jenes geschieht oder dass die Welt so ist, wie sie ist!"
Das erscheint mir allerdings absurd. Wie seht ihr das? Ist Gottes Allmacht überhaupt begründbar bzw. mit der christlichen Lehre zu vereinen?
Veröffentlicht von: @queequegIch habe sie natürlich nicht dahin zurückgeführt,
“Natürlich” nicht. Weh o weh…
Gott ist allmächtig, weil ihm immer mehr als dem Menschen möglich ist. Allmacht benennt, was die menschlichen Möglichkeiten übersteigt. Wo Gott seine Macht wirken lässt, offenbart sie die Ohnmacht des Menschen, der nur noch staunen kann.
Gott ist allmächtig, weil ihm immer mehr als dem Menschen möglich ist. Allmacht benennt, was die menschlichen Möglichkeiten übersteigt. Wo Gott seine Macht wirken lässt, offenbart sie die Ohnmacht des Menschen, der nur noch staunen kann.
Was du beschreibst bedeutet lediglich: "Gott ist mächtiger als der Mensch."
"Allmacht" ist aber nochmal etwas völlig anderes.
Deine Fragen kreisen um Allkausalität. Daher passen sie nicht zur Begründung einer Nicht-Allmacht oder Allmacht.
Allmacht ist nicht gleich Allkausalität. 😉
Der Schlüssel zum Verständnis von Allmacht liegt in der Aussage Gottes "IchBin" auch übersetzt mit "Ich werde sein, der ich sein werde". Deshalb sind die Fragen nach Dingen oder Handlungen, die absurd sind, weil es diese Dinge oder Handlungen nicht gibt, neben der Spur ( quadratischer Kreis; unhebbarer Stein) und führen vom Verstehen der Allmacht weg.
Der Schlüssel zum Verständnis von Allmacht liegt in der Aussage Gottes "IchBin" auch übersetzt mit "Ich werde sein, der ich sein werde". Deshalb sind die Fragen nach Dingen oder Handlungen, die absurd sind, weil es diese Dinge oder Handlungen nicht gibt, neben der Spur ( quadratischer Kreis; unhebbarer Stein) und führen vom Verstehen der Allmacht weg.
Deswegen habe ich ja auch nicht danach gefragt, sondern inwiefern Gott denn nun "allmächtig" ist. Denn so wird er ja von Christen bezeichnet.
Deshalb geht es mir auch nicht um irgendwelche logischen Gedankenspiele, sondern um die konkrete Frage: "Kann irgendwas passieren, ohne dass Gott es zulässt?". Oder auch: "Kann es sein, dass Dinge geschehen, die Gott nicht verhindern kann?".
Denn das würde einerseits erklären, weshalb Gott unbedingt ein Opfer braucht, weil er anders die Sache mit der Vergebung nicht hinbekommen hätte, und weshalb er mühsam herumtricksen muss, um den Teufel zu besiegen.
Andererseits wäre Gott dann nicht die höchste Instanz und er wäre den Regeln seiner eigenen Schöpfung unterworfen... deshalb die Frage, was denn nun zutrifft. Denn für mich ist diese Frage nicht ganz unwesentlich, vor allem wenn ich an die Zeit meiner Suche zurück denke - denn genau an diesen Problemen bin ich ja seinerzeit gescheitert.
Denn daraus ergibt sich für mich ja auch die Frage, was von Gott zu erwarten ist und inwieweit man ihm vertrauen kann.
ER muss nicht mühsam herumtricksen, um den Teufel zu besiegen.
Der Teufel ist ein Verkläger, der herumtricksen muss. Gott hält sich an die Gesetze des Lebens und der Liebe.
Versuche mal die verklagenden Gedanken, die der Teufel streut und die viele für ihre eigenen und auch noch logischen Gedanken halten, herauszufiltern. Einen hast du ja schon in deinem Post: Gott müsste mühsam herumtricksen.
Das Muster des Teufels hat sich seit der Versuchung im Garten Eden nicht geändert: Diskreditierung Gottes. Vertrauen zerstören. Dem Teufel glauben und sich damit mit seinen Gedanken eins machen.
Der Teufel ist ein Verkläger, der herumtricksen muss. Gott hält sich an die Gesetze des Lebens und der Liebe.
Versuche mal die verklagenden Gedanken, die der Teufel streut und die viele für ihre eigenen und auch noch logischen Gedanken halten, herauszufiltern. Einen hast du ja schon in deinem Post: Gott müsste mühsam herumtricksen.
Es ist schon merkwürdig, wie du hier versuchst, meine Frage wie eine unzulässige Manipulation nach Art des Teufels darzustellen, um mit diesem Trick der Antwort ausweichen zu können.
Das Muster des Teufels hat sich seit der Versuchung im Garten Eden nicht geändert: Diskreditierung Gottes. Vertrauen zerstören. Dem Teufel glauben und sich damit mit seinen Gedanken eins machen.
Das Muster der Drohung mit dem Teufel ist seinerseits ja nun auch schon Jahrhunderte alt: "Stelle nicht zu viele Fragen, sonst machst du dich verdächtig!"
Gottseidank leben wir heute in anderen Zeiten, wo Fragen ohne Angst und Androhung gestellt werden können.
Auch wenn du dich nicht darauf einlassen magst. Was völlig legitim ist.
Deine Ausrede dafür hingegen ist es nicht - das ist üble Manipulation.