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KANN die Kirche Anlässe "vergeben"?

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SEIende
Themenstarter
Beiträge : 25

Moin,

der Papst ruft erneut ein heiliges Jahr aus und Menschen werden ermutigt zu beichten, Rom zu besuchen oder durch heilige Türen zu treten, um in Summe dann einen vollkommenen Ablass zu gewinnen. Wow.

Wenn ich den Katalog erfülle, gewährt mir die Kirche (Menschen) den vollkommenen Ablass und meine zeitlichen Sündenstrafen sind getilgt.  Fertig. Wie praktisch. 

Wie viel Raum lasse ich bei so einem Vorgehen noch Gott selbst? Für mich grenzt das an eine gewisse "Selbsterlösung". Aber vielleicht habe ich das auch schlicht nicht verstanden.🤷‍♀️

Mit welcher Macht sollte eine Institution, die Jesus  selbst nicht eingesetzt hat, diese Art der Vergebung (Ablass) vergeben können?

Oder noch anders: wenn Gott mir verziehen hat und ich Wiedergutmachung geleistet habe, wem schulde ich dann noch etwas (Sündenstrafen). Mein erster Richter  ist Gott ALLEIN.

Wofür braucht  man dann überhaupt noch Ablässe?

Ich verstehe es einfach nicht. Vielleicht kannst mit wer erklären. Danke.

Antwort
109 Antworten
SEIende
Themenstarter
Beiträge : 25
Veröffentlicht von: @monifere

Klerus in Nachfolge Christi vergeben kann

Schuld vergeben im Versöhnungssakrament. Ja, das verstehe ich und auch die Sinnhaftigkeit des Sakramentea. Doch den Ablass als solchen,  sozusagen on top, den verstehe ich  nicht. 

dream2 antworten


neubaugoere
Beiträge : 19188
Veröffentlicht von: @lucan-7

ich denke also durchaus, dass es "mehr" gibt in dieser Welt als wir wahrnehmen.

Hast du diesem "mehr" schon mal einen Namen gegeben? 😉

neubaugoere antworten
lhoovpee
Beiträge : 3547

@dream2 

Mit welcher Macht sollte eine Institution, die Jesus  selbst nicht eingesetzt hat, diese Art der Vergebung (Ablass) vergeben können?

Nun eigentlich müsstest du das die römisch-katholische Kirche Fragen 😀 

Vielleicht antwortet aber auch der ein oder andere Katholik hier. Er wird dieser Aussage wahrscheinlich widersprechen. Die RKK beruft sich auf Petrus und dieser wurde von Jesus beauftragt. Ob das historisch korrekt ist, sei mal dahin gestellt.

Ich als evangelisch (und früher evangelikal) geprägt Christ sehe es natürlich ähnlich wie du. Nur Gott kann Sünden im religiösen Sinne vergeben.

Dennoch finde ich das Pilgern oder auch der Besuch von Kirchen (oder was man auch immer für den Ablass machen muss) eine gut und bereichernde Reise sein kann. Die RKK ist mir dabei aber recht egal.

lhoovpee antworten


Gelöschtes Profil
Beiträge : 30188

Johannes 20/23:

Wem immer ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben, und wem ihr sie behaltet, dem sind sie behalten.

 

Da die katholische Kirche sich in direkter Nachfolge der Apostel sieht, tut sie dies.

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Kappa
 Kappa
Beiträge : 1626

@dream2 hi,

Ganz oberflächlich;

Die Erlaubnis Sünden zu vergeben resultiert aus dem, was Jesus dem Petrus übergeben hat. Bzw. was Sündenvergeben angeht, den Aposteln an sich. 

"was ihr binden werdet" 'wehm ihr die Sünden vergeben werdet"

 

Die Ablässe zu gewissen Anlässen kommen letztlich daher. Damit sind aber nicht direkt die Sünden gemeint, diese können schon vergeben sein. Bzw. Dazu, zum Sünden vergeben braucht man nicht speziell diesen "Anlass".

Ablass bezieht sich auf die Folgen von Sünden die einem nach traditioneller Lehre auch nach dem Tod noch eine gewisse Reinigung abverlangen könnten. 

Ein Beispiel, der Schächer am Kreuz, er hatte ja bei der Bekehrung Jesus Zuwendung. Trotzdem hing er für das was er Tat, noch am Kreuz. Die Sünden wurden ihm durch Christus vergeben, die Folgen für seine Sünden badete er noch voll aus. Auf das in etwa geht das hinaus. Mir ist klar das im Protestantismus diese Art der Vorstellung wohl nicht existiert.

Grundsätzlich kann ich dich aber beruhigen, (auch) aus Katholischer Sicht ist es nicht "easy gooing" den schmalen Weg mit Christus zu gehen. Also nicht einmal erlöst immer fein raus egal was ich mache.

Falls das der "Ablass" zu dem "Anlass" dir suggerieren sollte. Eigentlich suggeriert er es auch nicht, nur gibt es eben viel Gerüchte.

 

 

kappa antworten
1 Antwort
SEIende
(@dream2)
Beigetreten : Vor 25 Jahren

Beiträge : 25

@kappa 

Danke für Deine Antwort.

Die "Reinigung" nach dem Tod, das Progatorium, erscheint mir logisch und sinnig: im Lichte Jesu, völliger Klarheit, vor Gott  zustehen und zu erkennen, wo ich an ihm vorbei lebte und ihn ausgrenzte,  "Geschenke" nicht annahm, ... Ja das stelle ich mir schmerzlich vor. Doch es ist keine Strafe Gottes, sondern eine Selbsterkenntnis in seinem Licht.

Ich denke, dass dies jedem bevorsteht. Warum sollte die kath. Kirche mir dies erlassen, davon ab, dass ich dies nicht als hilfreich oder sinnvoll erachten würde.

Es wirde "bittersüss" sein: In der Erkenntnis meiner Fehlungen werde ich, in meiner Hoffnung, zugleich Gottes wahre Natur erkennen, die mir als Mensch auf Erden immer nur eine Ahnung und Hoffnung bleiben kann. Ich stelle mir so vor, dass das Eine nicht ohne das Anderw funktioniert. Klingt das irgendwie logisch?

LG

 

P.S. Ich habe den Einsruck du gehst davon aus, dass ich ev. sei. Nur interessehalber: was lässt dich dies annehmen?

dream2 antworten


Kappa
 Kappa
Beiträge : 1626

@dream2 ich verstehe aber schon, das dies Recht verschachtelt ist. 

Ich selbst bin erst vor 2 Jahren Katholisch geworden, vielleicht gibt es bezüglich dem Anlass noch weitere Grundlagen. Da gab es hier Mal den Pankratius, der würde es wahrscheinlich besser erläutern können.

Die Ablässe waren an sich auch nicht der Grund, warum ich katholisch wurde.

Grüße, Eddy

kappa antworten
1 Antwort
SEIende
(@dream2)
Beigetreten : Vor 25 Jahren

Beiträge : 25

@kappa was waren deine Gründe?

dream2 antworten
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