"Wahrheitsanspruch"
 
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"Wahrheitsanspruch"

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tf8
 tf8
Themenstarter
Beiträge : 1276

Aus einem anderen Thema:

Veröffentlicht von: @lucan-7

Da jede Religion einen Wahrheitsanspruch erhebt

Ich habe solches nie vom Christentum gehört.
Auch nicht gelesen.
Nur dass Jesus sagt, er sei die Wahrheit.
Nicht aber dass er sagt, die Religion Christentum sei die Wahrheit.

Vielleicht mag mir jemand anderes hier auf die Sprünge helfen. [gestrichen - unnötig, Gruß, Tineli-mod]

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319 Antworten
Arcangel
Beiträge : 3549

wahrheitsanspruch in so fern, das jede religion behauptet sie sei wahr, und die anderen demzufolge eben nicht.

arcangel antworten
4 Antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Religionen bauen idR auf Aussagen, die über den Verstand hinaus gehen. Das bedeutet, dass es Menschen gibt, die das, was jemand über seine eigene Erfahrung sagt, nachvollziehen können - sowie solche, die das für Unfug halten ... und zwischendrin gibt es hunderte, die ein bisschen davon nachvollziehen können, anderem aber widersprechen.

Darum braucht Religion immer auch ein gewisses Fundament, auf dem man seinen Glauben aufbauen und am Besten auch andere davon überzeugen kann. Das wird allgemein "Wahrheit" genannt. Je mehr Mitstreiter auf das gleiche Fundament bauen, desto sicherer scheint das Fundament zu sein.

Und darum bastelt halt jeder am Liebsten an seinem eigenen Fundament und verteidigt dieses. Niemand lässt es gerne in Wanken bringen.

"Wahrheit", von der Jesus spricht, ist etwas ganz anderes. Sie ist sicher, obwohl sie beweglich ist und den Blick erweitern kann. Wahrheit im Sinne Jesu bewirkt Wachstum, das heißt "Veränderung". Sie gründet nicht auf steinerne Fundamente, sondern auf Gott, der selbst seine Wahrheit in Herzen von Menschen hinein wirkt und Menschen verändert.

Nachtrag vom 05.08.2019 1301
Sorry, falsch angehängt. Sollte eigentlich am Eröffnungsposting angehängt werden.

Anonymous antworten
Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 3549

Und dennoch machen wir Aussagen, die nicht von Jesus stammen, aber dennoch als absolut Wahr postulieren.

Zum Beispiel Trinität.

Aber ich denke, was Lucan meint ist, dass jede Religion postuliert das ihr Glaubensinhalt wahr ist. Niemand bezweifelt das der Glauben an und für sich echt ist. Jeder der Glaubt hat einen echten glauben. Es geht viel mehr um den Glaubensinhalt.

Wir glauben, dass Jesus Gottes Sohn ist der für uns gestorben und wieder auferstanden ist und durch dessen Blut wir gerettet sind.

Dieser Aussage messen wir universellen Wahrheitsanspruch bei und behaupten weiter, dass jeder der dies nicht glaubt, die Wahrheit nicht hat.

arcangel antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @arcangel

Und dennoch machen wir Aussagen, die nicht von Jesus stammen, aber dennoch als absolut Wahr postulieren.

Zum Beispiel Trinität.

Damit stellst Du den Wahrheitsgehalt der gesamten Bibel in Frage: laut Matthäus 28, 19 redet Jesus deutlich vom Vater, Sohn und Heiligem Geist. An anderer Stelle sagt Jesus, dass jede Sünde vergeben werden kann, auser die gegen den Heiligen Geist.

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Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 3549

ja die drei werden in der Bibel erwähnt aber das Konzept der Trinität vorallem das in der Evangelikalen welt weit verbreitete katholische Konzept der Trinität findet sich nirgends in der Bibel.

arcangel antworten


OpaStefan
Beiträge : 968

Hallo tf8,
Jesus spricht nie von einer Religion. Er und dadurch auch seine Worte sind die Wahrheit. Wir glauben nicht an eine Religion, sondern an eine Person - Jesus Christus.

LG OpaStefan

opastefan antworten
2 Antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Amen!

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Anonymous
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(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Sag ich doch die ganze Zeit!

M.

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Tatokala
Beiträge : 2523
Veröffentlicht von: @tf8

die Religion Christentum

so wirklich entstanden ist die auch erst danach.

tatokala antworten


Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

Selbst wer einen Wahrheitsanspruch bestreitet, erhebt damit einen Wahrheitsanspruch. Ohne Wahrheitsanspruch kann man gar nicht kommunizieren, den schon der Gebrauch von Sprache beinhaltet einen Wahrheitsanspruch.

Nachtrag vom 04.08.2019 2350
denn

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6 Antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Wer nicht durch den Mund Jesu Christi einen Wahrheitsanspruch erhebt der erhebt einen Anspruch der nicht der Wahrheit entspricht

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tf8
 tf8
(@tf8)
Beigetreten : Vor 8 Jahren

Beiträge : 1276
Veröffentlicht von: @moorwackler

Selbst wer einen Wahrheitsanspruch bestreitet, erhebt damit einen Wahrheitsanspruch. Ohne Wahrheitsanspruch kann man gar nicht kommunizieren, den schon der Gebrauch von Sprache beinhaltet einen Wahrheitsanspruch.

Wie das? Das kann ich nicht nachvollziehen.

38 Pilatus spricht zu ihm: Was ist Wahrheit? Und als er dies gesagt hatte, ging er wieder zu den Juden hinaus und spricht zu ihnen: Ich finde keinerlei Schuld an ihm;

Meinst Du Pilatus kann nicht kommunizieren?
Meinst Du Pilatus erhebt einen Wahrheitsanspruch?

Ich kann diesen Bibelvers nicht mit Deiner Aussage zusammenbringen.

Bitte erkläre mir dies für mich verständlich.

tf8 antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @tf8

Wie das? Das kann ich nicht nachvollziehen.

Ganz einfach: Wer sagt, dass es keine Wahrheit gibt, der beansprucht entweder, dass diese Aussage (dh, dass es keine Wahrheit gibt), wahr ist, womit er sich dann selbst widerspricht, oder er glaubt, dass diese Aussage auch nicht wahr ist, womit sie dann aber hinfällig ist.

Veröffentlicht von: @tf8

Meinst Du Pilatus kann nicht kommunizieren?
Meinst Du Pilatus erhebt einen Wahrheitsanspruch?

Klar. Wenn Pilatus sagt, dass er keine Schuld an Jesus findet, dann setzt er voraus, dass es möglich ist, wahre Aussagen über die Schuld oder Unschuld eines Menschen zu machen.

Anonymous antworten
tf8
 tf8
(@tf8)
Beigetreten : Vor 8 Jahren

Beiträge : 1276
Veröffentlicht von: @moorwackler

Ganz einfach: Wer sagt, dass es keine Wahrheit gibt, der beansprucht entweder, dass diese Aussage (dh, dass es keine Wahrheit gibt), wahr ist, womit er sich dann selbst widerspricht, oder er glaubt, dass diese Aussage auch nicht wahr ist, womit sie dann aber hinfällig ist.

Ah' in Ordnung, das ist meine Schuld, habe ich zu schludrig gelesen.

Also erst einmal zurück zu der obigen Aussagen, hoffentlich lese ich jetzt gründlicher:

Veröffentlicht von: @moorwackler

Selbst wer einen Wahrheitsanspruch bestreitet, erhebt damit einen Wahrheitsanspruch. Ohne Wahrheitsanspruch kann man gar nicht kommunizieren, den schon der Gebrauch von Sprache beinhaltet einen Wahrheitsanspruch.

Wer bestreitet einen Wahrheitsanspruch?
Du meinst mich?

Ich stelle primär die Frage.

Und wenn ich etwas sage erhebe ich damit überhaupt keinen Wahrheitsanspruch, sondern es kann verschiedene Gründe haben.

Ich soll eine Frage beantworten, weiß aber die Antwort nicht, merke aber das nicht erwartet wird, das ich sage: "ich kenne die Antwort nicht", sondern zum Beispiel eine Zahl als Antwort erwartet wird.

Wie mir letztens passierte: "Wie viel dürfen sie heben?"
- ich habe keine Ahnung davon, nenne eine Zahl:
"20 Kilogramm", die Antwort - die ich erhielt war eine Gegenfrage:
"Sind sie eine Frau?"

Wo ist in dieser kurzen Sprachfolge eine Wahrheitsanspruch?

Der Gebrauch von Sprache?

Wie erhebt das Erzählen einer ausgedachten also einer Lügengeschichte einen Wahrheitsanspruch?

Also ein Beispiel

[quote= https://de.wikipedia.org/wiki/Dunkel_war%E2%80%99s,_der_Mond_schien_helle ] Dunkel war’s, der Mond schien helle,

Hier nur der eine Vers, ich habe das nie verstanden, wo das Problem hierbei sein soll.
Wenn es dunkel ist, bezieht sich das auf die Nacht, und wenn der Mond helle scheint, ist es trotzdem noch dunkel, denn es ist viel viel dunkler als am Tag.

Aber wo erhebt das einen Wahrheitsanspruch?

Vielleicht eine andere Stelle aus dem gleichen Gedicht.

schneebedeckt die grüne Flur,

Ganz einfach, der Schnee bedeckt die grüne Flur, das heißt, man sieht noch grünes durch den Schnee, aber doch liegt genug Schnee um von "bedeckt" zu sprechen, also nicht so ein paar Krümel. Sondern eher eine geschlossene Schneedecke, aber die grünen Halme schauen noch durch den Schnee durch.

als ein Wagen blitzesschnelle,
langsam um die Ecke fuhr.

Auch hier, "blitzesschnelle" ist klar nur ein sprachlicher Ausdruck, kein Wagen ist tatsächlich so schnell wie ein Blitz.

Und dass er abbremst, wenn er um die Ecke fuhr zeigt, das es sich um einen tatsächlichen physischen Wagen, und nicht um einen (elektrischen) Blitz handelt.

Veröffentlicht von: @moorwackler

Klar. Wenn Pilatus sagt, dass er keine Schuld an Jesus findet, dann setzt er voraus, dass es möglich ist, wahre Aussagen über die Schuld oder Unschuld eines Menschen zu machen.

Nein, er fragte nach der Wahrheit.
Er kann allerdings ein absichtlicher Lügner sein, und Wahrheit kennen, und diese Frage ("Was ist Wahrheit?") stellen, aber er kann auch einfach nicht wissen, was Wahrheit ist, und ehrlich aus einer Unwissenheit heraus diese Frage stellen.

Der Teil, das er keine Schuld an Jesus finden kann sagt rein gar nichts über Wahrheit aus.
Klar mit Deiner Vorrausetzung, das es keine Sprache ohne Wahrheit gibt, dann, nun dann gibt es eben keine Sprache ohne Wahrheit, und dann ... nun, ich kann dies nicht völlig nachvollziehen sondern nur ansatzweise.

Zurück zu Pilatus findet keine Schuld an Jesus.

Wahrheit ist hier völlig irrelevant.

Pilatus sucht nach Schuld und findet keine.

Es sagt nichts aus, ob dort in Wahrheit Schuld ist oder nicht, es fragt auch nicht danach.

Vielleicht ein anderes Beispiel, mit einem Gegenstand.

Ich gehe also auf die Straße, und suche, ob ich ein 1-Cent Stück auf der Straße liegen sehe.

Nachdem ich 20 Minuten gegangen bin, und keines gefunden habe, was sagt das über den wahren Aufenthalt eines 1-Cent Stückes auf dem von mir abgegangen Stück Straße aus?

Entschuldigung für den langen und späten Text.

tf8 antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @moorwackler

Selbst wer einen Wahrheitsanspruch bestreitet,

der bestreitet nichts. Weil er gar nicht die Wahrheit bestreitet, sondern seine Vorstellung.
Nur der Teufel bestreitet die Wahrheit, weil er sie kennt,
deswegen gibt es für ihn auch keine Umkehr.

Alles andere, was hier Wahrheitsanspruch genannt wird, ist menschl Fürwahrhalten, aber nicht Wahrheit!

Veröffentlicht von: @moorwackler

den schon der Gebrauch von Sprache beinhaltet einen Wahrheitsanspruch.

den schon der Gebrauch von Sprache ]ist menschl Fürwahrhalten, aber nicht Wahrheit!

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SaraSameah
(@sarasameah)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 32
Veröffentlicht von: @moorwackler

Selbst wer einen Wahrheitsanspruch bestreitet, erhebt damit einen Wahrheitsanspruch.

Nein ! Er bestreitet nur den Anspruch eines Wahrheitsanspruchen.

Das kann jeder ohne Wahrheitsanspruch!
Sara

sarasameah antworten
Suzanne62
Beiträge : 7628
Veröffentlicht von: @tf8

Da jede Religion einen Wahrheitsanspruch erhebt

Das finde ich nun alles andere als eine gewagte Behauptung. So etwas habe ich nicht nur vom Christentum gehört, sondern von jeder anderen Religion auch. Es macht doch gar keinen Sinn, Christ zu sein, wenn man die Glaubensinhalte des Christentums - Menschwerdung Gottes in Jesus Christus, Auferstehung und Himmelfahrt Christi, Sündenvergebung durch Tod und Auferstehung Christi - nicht wahr hält.
Genauso wenig, wie es Sinn machen würde, Muslim zu sein, wenn man die Lehren des Propheten Mohammed nicht für wahr hält.

Veröffentlicht von: @tf8

Nicht aber dass er sagt, die Religion Christentum sei die Wahrheit.

Die ist ja auch erst nach seinem Tod und seiner Auferstehung entstanden.

suzanne62 antworten


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