Waldorfpädagogik & Rudolf Steiner
Wie steht ihr zur Waldorfpädagogik und den anthroposophischen Lehren Rudolf Steiners? Seht ihr darin Konflikte mit dem Glauben, oder könnt ihr positive Aspekte erkennen? Liebe Grüße🫶🏼
Vielleicht kann dir das ja weiterhelfen?
"Rudolf Steiner, Waldorf-Pädagogik und Anthroposophie" - ein Beitrag vom DLF und Helmut Zander. "Er ist Professor für Religionsgeschichte an der Theologischen Fakultät der Universität Fribourg in der Schweiz. (...) Es gibt wohl kaum jemanden, der so viele Bücher und Aufsätze über Rudolf Steiner und seine Anthroposophie geschrieben hat – ohne selbst Anthroposoph zu sein."
Auszüge/Zitate Zanders:
„Steiner hat eine Idee davon, wie die Welt begonnen hat, wie sie am Anfang war, und wie sie enden wird. Er hat Aussagen gemacht über das Schicksal des Menschen vor dem Tod und nach dem Tod, mit Reinkarnation. Er hat den Christus – davon spricht er – in die Theosophie eingeführt und zu einem zentralen Element der Anthroposophie gemacht.“
"Die Grundlage der Christengemeinschaft ist also nicht nur die christliche Bibel, sondern auch ein anthroposophischer Offenbarungskorpus – konkret: die Vorstellungen Rudolf Steiners."
"Zu den unüberbrückbaren Unterschieden gehört der Glaube an die Reinkarnation. Auf der Internetseite der Christengemeinschaft heißt es dazu:
„Beide Ereignisse, Geburt und Tod, sind Tore, durch die das Menschenwesen in das Leben herein- und aus ihm hinausgeführt wird. Deshalb muss heute neben eine neue Lehre von der ‚Unsterblichkeit‘ des Menschen eine von seiner ‚Ungeborenheit‘ (Präexistenz) treten. Durch die Eltern entsteht der Leib des Menschen; Seele und Geist jedoch entstammen höheren Daseinsbereichen. In seinem Schicksal offenbart sich, was früher bereits vorbereitet wurde und später durch ihn weitergebildet werden soll.“"
„Das Christentum macht etwas, was heute massiv verstaubt klingt, nämlich Vergebung. Reinkarnation funktioniert exakt andersherum: Du bist verantwortlich für das, was Du getan hast. Steiner war der Meinung, für das, was man persönlich getan hat, muss man sich selbst erlösen. Selbsterlösung ist ein wichtiges Stichwort bei Steiner."
Der Beitrag steigt u.a. übrigens ein mit der Feststellung, dass kaum jemand weiß, was Anthroposophie ist. Könntest du es ohne Google oder KI erklären? 😉
Hatte vor vielen Jahren, als ich junge Mutter und noch relativ jung im Glauben war, ein paar Jahre sehr viel persönlich mit einer sehr engagierten Waldorf Dame zu tun.
Sie war nett, freundlich und offen. Homöopathie und gesunde Bioernährung, hatte ich alles kein Problem mit damals.
Selber hatte ich nicht wirklich viel geistlichen Input und man wollte ja auch nicht intolerant sein.
Aber in fast alles floss die Lehre mit rein. Vieles bekam man irgendwie untergejubelt.
Vor einiger Zeit hab ich mich gefragt, woher ich eine bestimmte Überzeugung habe, weil sie nicht passt und dann gemerkt, das war O-Ton sie. Mich dann von dieser Überzeugung getrennt.
Es ist echt schon Jahrzehnte her …
Übrigens geht die Anthroposophie auch davon aus, dass der Mensch sich im Geistzustand bis zur nächsten Wiedergeburt, die Familie aussucht, in die er hineingeboren wird. Auch die gewalttätige…
hallo kristinchristin,
auch von den Anthroposophen kannst du etwas lernen, meiner persönlichen Meinung nach. Weil die
achtsamer und wertvoller mit dem menschlichen Leben und Tieren umgehen. Einen natürlichen
Weg gehen. ..........In eine christliche Kirche, zum Beispiel, darfst du keinen Hund mit nehmen,
außer bei den Jesusfreaks.
Viele Anthroposophen sind Vegetarier, essen kein Fleisch.
Eine Tochter von mir wurde in einem anthroposophischen Krankenhaus geboren, weil es da
viel natürlicher war, als in einem "normalen" Krankenhaus. Die Menschen nehmen sich noch Zeit,
können mehr auf Menschen individuell eingehen. Es gibt da auch viele kreative, musikalische,
künstlerische Menschen. Gerade für eher sensible Menschen scheint das eine Alternative zu unserer
"Leistungsgesellschaft" sein..........
Aber es wird die Selbsterlösung gelehrt, das du durch Meditation, Bewusstsein, dich immer weiter
entwickelst. Dich irgendwann selbst erlöst....
Das passt aber nicht zu Christus. Christus ist der, der uns erlösen kann........
Und Christus hat auch Fleisch gegessen, ist gut mit Menschen und Tieren umgegangen. Er war sanftmütig
und demütig, es ging ihm nicht um die Macht, das Geld, um besser zu sein, erfolgreicher wie
die anderen.....
Um die Macht geht es bei den Anthroposophen auch, wer ist geistlich weiter, usw...............
Eine Tochter von mir ist studierte Erzieherin in einem städtischen Kindergarten.
Da kann sie den Kindern auch Liebe, Geduld, Kreativität bei bringen........
Vermute, das du eher ein sensibler Mensch bist, und eine laufende Auseinandersetzung
im Kindergarten, mit den anderen Mitarbeitern, Eltern, würde dich zu sehr belasten.
Aber wenn du die Gaben der Musik hast, einen guten einfühlsamen Umgang mit Kindern,
dann darfst du da immer mehr lernen.....
in guten Gedanken und im Gebet für dich,
und das du in Beziehung mit Christus,
eine gute Entscheidung für dich findest.
Wie steht ihr zur Waldorfpädagogik und den anthroposophischen Lehren Rudolf Steiners? Seht ihr darin Konflikte mit dem Glauben, oder könnt ihr positive Aspekte erkennen? Liebe Grüße🫶🏼
Mir kommen dazu noch 2 Gedanken:
Vor einigen Jahren hatten auf der Buchmesse Waldorfpädagogen ein Zelt aufgebaut, in dem sie ihre Lehrbücher vorstellten und einen Vortrag mit anschließender Gesprächsrunde anboten.
Da habe ich mich einfach mal hinzugesellt. Was haften blieb: Der pädagogische Ansatz geht davon aus, dass jeder Mensch seinen individuellen Wert, Auftrag (Berufung) von Beginn an in sich trägt. Pädagogen sollen dabei helfen, den (die) zu finden.
Mir kam da die Metapher eines Bildhauers, der ein Kunstwerk aus einem Stein freilegt. Er hält sich an die Beschaffenheit des Steins, während er eine Vorstellung von dem entwickelt oder hat, was er aus ihm herausarbeiten möchte.
Allein diese Haltung kann sehr hilfreich für Menschenkinder sein, die sich nicht von Beginn ihres Lebens in die Arena der Leistungsdruckgesellschaft begeben wollen. Die es langsamer und pfleglicher angehen lassen müssen, um nicht unter die Räder zu kommen.
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Der Bruder einer Bekannten hatte sich in einem evangelischen Schulzentrum beworben. Dort durfte er kein Schulleiter werden, weil er Katholik ist. Er unterrichtet jetzt in einer Waldorfschule.
Resümee: aus pragmatischen Gründen kann eine solche Schule ein Segen sein.
Gemäß der Jahreslosung, alles zu prüfen und das Gute zu behalten, muss jeder bei sich selbst schauen, ob das Gute ggü steinerschen Gedanken, die man nicht teilen möchte oder kann, überwiegt im Blick auf andere Alternativen im Schulwesen.
Er unterrichtet jetzt in einer Waldorfschule.
Dazu hätte ich zunächst die Frage, wie lange er dort schon unterrichtet.
Unterrichtet er Oberstufe oder als Klassenlehrer von der 1. bis zur 8.?
Dann, ob er an der neuen Schule die Option hat Rektor zu werden, ohne sich zu Steiners Lehren zu verpflichten?
Weißt du dazu etwas genaueres?
Dazu hätte ich zunächst die Frage, wie lange er dort schon unterrichtet.
Unterrichtet er Oberstufe oder als Klassenlehrer von der 1. bis zur 8.?
Er hat Lehramt Mathe / Oberstufe studiert.
Ob er noch in der Waldorfschule ist, kann ich dir leider nicht sagen, weil ich den Mädchenname seiner Schwester nicht kenne und ein Kontakt z.Zt. nicht besteht.
Dann, ob er an der neuen Schule die Option hat Rektor zu werden, ohne sich zu Steiners Lehren zu verpflichten?
Dazu habe ich was Interessantes gefunden: in Waldorfschulen gibt es keinen Rektor. Vermutlich hat gerade das ihn gereizt:
"Schule ohne Direktor" ist ein pädagogisches Prinzip. Es gewährleistet, daß die Schüler den Lehrer als einen Forschenden erleben, als einen Menschen, der seine Fehler hat, der dadurch in Konflikte gerät und der sich nicht hinter Richtlinien oder dem Direktor verstecken kann, der sein Handeln selbst verantwortet. Hieran kann sich Selbstverantwortung bei den Schülern entwickeln.
Persönlich kann ich mir vorstellen - ohne es genau zu wissen - , dass ein in sich gefestigter Mensch mit einem naturwissenschaftlichen Studium, welches immer hoch im Kurs bei den Lehrenden steht, durchaus seinen respektierten Platz in einem Team einnehmen kann, ohne sich von Steiners Lehren verwirren zu lassen.
Veröffentlicht von: @ga2Übrigens geht die Anthroposophie auch davon aus, dass der Mensch sich im Geistzustand bis zur nächsten Wiedergeburt, die Familie aussucht, in die er hineingeboren wird. Auch die gewalttätige…
Solches schreiben auch andere, ob jetzt mit genau diesen Details, kann ich so nicht sagen. Aber die Aussage, dass das irdische Ego dafür keine Rolle spielt, las ich auch bei Irina Nola. https://www.quora.com/profile/Irina-Nola
Und dass es Reinkarnation gibt, gibt es bekannterweise auch in anderen Religionen. Auch im Judentum, sie haben ein ganzes Buch darüber "Shaar HaGilgulim". Es ist dort meiner Kenntnis nach nicht solch ein zentrales Thema, wozu auch, in jeder Inkarnation geht es darum Torah zu studieren, zu beten/Gott zu dienen und Mitzwot zu tun.
Es gibt mehr als eine Stelle in der Torah, dass Gott die Sünden der Väter an den Kindern verfolgt, derer die ihn hassen.
Zum Beispiel 2.Mose 20,5-6 5.Mose 5,9-10.
Jedoch 5.Mose 24,16 sagt: jeder soll für seine eigene Sünde getötet werden.
Für mich wird das plausibel, wenn mit Väter die vorige Inkarnation gemeint ist, an der einen Stelle, und die andere Stelle nicht von verschiedenen Inkarnationen spricht sondern von irdischen Vätern. Aber das mag jeder halten wie er will.
Der Teil der irdischen Väter, dass die Kinder unter ihren Sünden leiden, scheint mir Stand der Wissenschaft zu sein, dass die Psyche der Kinder sich anders entwickelt, je nachdem wie sie als kleine Kinder behandelt werden. Und dass dies dann das ganze Leben prägt. Aber es auch überwunden werden kann.
Es gibt auch andere Stellen, welche erst mit Reinkarnation plausibel werden. Aber ihr werdet glauben, was ihr glauben werdet.
Für mich ist die Reinkarnation ein sicherer Fakt, so sicher, wie ich es nur wissen kann. Details weiß ich dazu jetzt und hier aber eher weniger, und die Details, die ich weiß, möchte ich nicht nennen, das ist Vergangenheit. Aber dass ich schon vorher auf der Erde war, dass wurde mir so sicher wie ich es nicht wüßte wie es klarer zu machen gezeigt.
Veröffentlicht von: @ga2dass der Mensch sich im Geistzustand bis zur nächsten Wiedergeburt, die Familie aussucht,
Im Geistzustand, dass heißt, ohne das irdische Ego.
Mit dem irdischen Ego würde ich mir ein bequemes und leichtes Leben suchen.
Und für die andere Seite gibt es Stellen wie Sacharja 13,9
9Und ich werde den dritten Teil ins Feuer bringen, und ich werde sie läutern, wie man das Silber läutert, und sie prüfen, wie man das Gold prüft. Es wird meinen Namen anrufen, und ich werde ihm antworten; ich werde sagen: Es ist mein Volk; und es wird sagen: Der HERR ist mein Gott.
Diese Stelle spricht nun nicht allgemein, sondern über eine bestimmte Gruppe von Menschen.
Aber Feuer ist öfter ein Thema, beim brennenden Dornbusch, beim Opfer, welches vom Feuer verzehrt wurde, wobei das Feuer vom Himmel fiel. Bei den 2 Söhnen des Aaron, welche durch das Feuer starben.
Veröffentlicht von: @ga2dass der Mensch sich im Geistzustand bis zur nächsten Wiedergeburt, die Familie aussucht
Auch wenn es nicht direkt hierzu passt. Jesus sprach davon, dass er die Wahrheit sei. Und sein Vater ist auch wahr, und kein Lügner.
Und es gibt einen Midrash, von dem ich jetzt keinen LInk fand, aber vorher darüber las. Dass Wahrheit, Gerechtigkeit, Frieden und Güte darüber "stritten", ob Gott den Menschen machen soll. Und Wahrheit sagte: "Nein, denn alles was er tun wird ist lügen", und Gerechtigkeit sagte: "Ja, denn er wird gerechte Werke tun", und Frieden sagte "Nein, denn er wird nur kämpfen", und Güte sagte: "Ja, denn er wird gute Werke tun". Auf hebräisch war das emet, zedek, Schalom und chesed.
Und die Stelle in den Psalmen auf welche dies sich bezieht ist Psalm 85,11-12
10 Güte und Wahrheit sind sich begegnet, Gerechtigkeit und Friede haben sich geküßt. 11 Wahrheit wird sprossen aus der Erde, und Gerechtigkeit herniederschauen vom Himmel.
Und der Midrash setzte fort damit, dass die Wahrheit auf die Erde geworfen wurde, und der Mensch geschaffen wurde.
Und in den Evangelien ist zu finden, dass Jesus von sich sagt, er sei die Wahrheit, er habe überwunden, er tue nur den Willen des Vaters, er sei der erstgeborene Sohn des Vaters, und er rief dazu auf, ihm nachzufolgen.
Mit Wahrheit kann man nicht diskutieren. Sie sagt Wahrheit und wird davon nicht abgehen. Der Schlüssel hierin ist, dass sie überwand, und nicht sagte, was wahr ist, sondern Gottes (des Vaters) Willen tat.
Es ist / war wohl anscheinend wahr, dass der Mensch nur/hauptsächlich lügen wird. Doch Gottes Wille war/ist ihn zu schaffen, und was sich daraus entwickelt/entwickeln wird.