Warum dreht sich die Erde um die Sonne und nicht die Sonne um die Erde?
Ein Gedanke beschäftigt mich in letzter Zeit, warum hat Gott es eigentlich nicht so gemacht, dass die Erde im Weltall-Mittelpunkt steht und sich alle Sterne und auch die Sonne um die Erde drehen?
Das wäre doch besser für das Gottesverständnis und die Gottesfurcht, auch die Kirche war ja entsetzt und ihr Welt- und Gottesbild brach zusammen, als vor hunderten von Jahren jemand auf die Idee kam bzw. es durch eigene Beobachtung erhärten konnte, dass die Erde sich um die Sonne dreht und nicht still im Welt-Mittelpunkt steht.
Daraufhin trat eine tiefe Enttäuschung ein und die Menschen fühlten sich irgendwie einsam und verlassen, Philosophen -allen voran vielleicht Friedrich Nietzsche - jammerten darüber, dass wir nur kosmische Eckensteher seien und verloren und unbeachtet im Welt all vor uns hin treiben würden.
Nun fing auch der Atheismus an, der zuvor keine Chance gehabt hätte.
Nietzsche bereitete in seiner Verzweiflung den Boden für den Nationalsozalismus vor, nur der mitleidloseste und stärkste hätte überhaupt ein Lebensrecht, es gibt keinen Gott, der da irgendwie richten könnte, wir müssen das Heft halt selber in die Hand nehmen, so wurde es zur Devise der Zeit.
Hätte Gott das alles nicht verhindern können, wenn Er dafür gesorgt hätte, dass bei der Schöpfung die Erde im Mittelpunkt bleibt?
Bist du sicher, dass das Thema nicht besser im Small-Talk aufgehoben ist?
Eine Antwort wirst du ja ohnehin nicht erwarten.
Veröffentlicht von: @buecherwandBist du sicher, dass das Thema nicht besser im Small-Talk aufgehoben ist?
Das Thema gehört durchaus zu den theologischen Problemen, auch wenn der TE es nicht sauber durchdacht und formuliert hier eingestellt hat.
Zu den drei großen Kränkungen der Menschheit, gerade hinsichtlich der religiösen Menschheit, gehört neben der Entdeckung des Unbewußten (Siegmund Freud) und der Mechanismen der Evolution (Charles Darwin) eben auch die kopernikanische Wende. Sie ist ja übrigens sogar die erste dieser drei großen Kränkungen, welche wiederum als die drei großen empirischen Argumente gegen den Theismus betrachtet werden können.
Kopernikus: Unser Wohnort ist nicht das Zentrum der Welt.
Darwin: Unsere Art ist nicht die Krone und Endbestimmung der "Schöpfung".
Freud: Wir sind nicht der Herr im eigenen Kopf.
Wenn wir nun einmal den Gedanken zulassen, dass der Glaube an Gott keine "Leistung" der Menschen ist, sondern - und das dürfte in christlichen Kreisen weit verbreitete Sicht sein - ein Geschenk Gottes. Dann stellt sich die Frage, warum Gott jene "Kränkungen" des religiösen Menschen zuläßt und den Leuten so den Glauben erschwert. Dass sich das kopernikanische Weltbild nicht so leicht mit dem religiösen Glauben vereinbaren läßt wie die Vorstellung, dass die Erde der Mittelpunkt der Welt sei, dürfte historisch als belegt gelten: Die Kirchen hätten doch gar keinen Anlaß gehabt, entsprechende Aussagen anfangs als Ketzertum zu verurteilen, wenn sie - als Sachwalter des Glaubens - darin keine Gefahr für eben diesen Glauben gesehen hätten.
Theologiepsychologisch betrachtet läuft die Frage des TE darauf hinaus: Warum richtet Gott die Welt so ein, dass es erschwert wird, an ihn zu glauben und riskiert (bzw. genauer: bewirkt) dadurch, dass viele Menschen nicht an ihn glauben und sich gemäß ihrem Unglauben verhalten? Wenn (was ich nicht tue, aber andere vertreten ja diese Ansicht) man die Verbrechen wie beispielsweise die Shoa als Folgen des Unglaubens versteht - dann ist die Frage, warum Gott den Leuten das Glauben so schwer macht, plötzlich überhaupt nicht mehr Smalltalk, sondern ein gravierendes theologisches Problem.
Welches man freilich ausblenden kann, falls man keinen Bock hat, sich damit zu beschäftigen ^^.
Veröffentlicht von: @buecherwandBist du sicher, dass das Thema nicht besser im Small-Talk aufgehoben ist?
Eine Antwort wirst du ja ohnehin nicht erwarten.
Das letzte Mal, wo ich ähnliches im Smalltalk eingestellt hatte, wurde es von dort verschoben in den Theologie Thread, deshalb habe ich es jetzt mal anders herum probiert. 😊
Es ist nicht feststellbar, ob die Erde sich um die Sonne dreht oder umgekehrt. Um diese Frage zu klären benötigt man ein absolutes Koordinatensystem, und das haben wir nicht.
Deswegen legen wir das Koordinatensystem fest, mit dem wir das Universum beschreiben. Und ein Koordinatensystem, dass die Sonne im Mittelpunkt hat macht es leichter, die Planetenbahnen des Sonnensystems anschaulich zu beschreiben, als ein Koordinatensystem mit der Erde im Mittelpunkt.
Hat man die Plantenbahnen mit dem Koordinatensystem mit der Sonne als Mittelpunkt erst einmal beschrieben, so kann man danach eine Koordinatentransformation durchführen zu dem Koordinatensystem, das die Erde im Mittelpunkt hat. Das ist eine rein mathematische Operation, die an dne physikalischen Zusammenhängen rein gar nichts ändert.
Fazit: Es ist also durchaus möglich, dass die Erde im Mittelpunkt des Universums liegt. Nur beweisen lässt sich das nicht.
Es gibt aber durchaus ein wissenschaftliches Argument dafür, dass die Erde, oder zumindest das Sonnensystem sich in der Nähe des Mittelpunktes des Universums befinden: die Quanitsierung der Rotverschiebung.
Hope this helps.
Veröffentlicht von: @groesste-liebeDeswegen legen wir das Koordinatensystem fest, mit dem wir das Universum beschreiben. Und ein Koordinatensystem, dass die Sonne im Mittelpunkt hat macht es leichter, die Planetenbahnen des Sonnensystems anschaulich zu beschreiben, als ein Koordinatensystem mit der Erde im Mittelpunkt.
Genau das ist aber der Punkt: Mit der Sonne im Mittelpunkt haben wir die einfachste Lösung.
Man kann natürlich auch das Koordinatensystem so wählen, dass die Nasenspitze Donald Trumps das Zentrum des Universums ist und sich alles andere darum dreht... aber die Flugbahnen aller übrigen Objekte im Universum wären dann so komplex, dass das keinen Sinn mehr ergibt...
Veröffentlicht von: @lucan-7Genau das ist aber der Punkt: Mit der Sonne im Mittelpunkt haben wir die einfachste Lösung.
Das wird aber im Allgemeinen nicht so wahrgenommen, sondern in dem Sinne, dass sich die Erde tatsächlich im die Sonne dreht. Das lässt sich aber aus einer willkürlichen Wahl des Koordinatensystems nicht folgern.
Veröffentlicht von: @groesste-liebeDas wird aber im Allgemeinen nicht so wahrgenommen, sondern in dem Sinne, dass sich die Erde tatsächlich im die Sonne dreht. Das lässt sich aber aus einer willkürlichen Wahl des Koordinatensystems nicht folgern.
Natürlich hängt das von der Wahl des Koordinatensystems ab... nur ist das ja keineswegs "willkürlich".
Veröffentlicht von: @groesste-liebeDas lässt sich aber aus einer willkürlichen Wahl des Koordinatensystems nicht folgern.
Es hat nicht mit "Willkür" zu tun, sondern mit der Hierarchie der Massen. Die Planeten werden deswegen als die Sonne umkreisend (nicht notwendigerweise: umdrehend) beschrieben, weil die Faktoren, die zu den empirisch beschreibbaren Ereignissen führen, gewichtet werden können. Die Gravitationskraft, die von der Sonne auf die Planeten wirkt, ist für die Berechnung der Strecken (welche die Planeten um die Sonne herum zurücklegen) von größerer Bedeutung als die Gravitationskraft, die von den Planeten auf die Sonne wirkt. Oder als die Gravitationskraft, welche eine Ameise auf die Erde ausübt und die ja, wollte man absolut präzise rechnen, auch noch als Unwucht-Faktor mit in die Berechnung einzubeziehen wäre.
Entsprechend ist die Sonne nicht "willkürlich" als Zentrum gewählt, sondern nur, weil dies hinsichtlich der zu beobachtenden Ereignisse (Sonnenauf- und Untergang, Jahreszeiten usw.) am sinnvollsten ist. Entsprechend wird auch nicht behauptet, die Erde kreise um den Mond. Und auch das Zentrum unserer Milchstraße wird nicht in unserer Sonne verortet.
So haftet auch sinnvollerweise nicht der Hund an der Zecke, sondern die Zecke haftet am Hund. Sätze - auch inform mathematischer Modellierungen - sind idealerweise mit soetwas wie einem Sinn gefüllt, sollen also Informationen veständlich transportieren. Und Kommunikation braucht entsprechend einen gewissen Effektivitätswert. Die Planetenbahnen als Kreisen der Sonne um einen der Planeten zu modellieren, wäre mathematisch kaum möglich (siehe das Dreikörperproblem), sobald man mehr als nur einen Planeten und die Sonne in's Kalkül mit einbeziehen will.
Die Wahl des Koordinatensystems ist willkürlich, weil es keinen äußeren Zwang gibt, ein bestimmtes zu wählen.
Sie ist aber nicht beliebig, da es Gründe gibt, das eine dem anderen vorzuziehen.
Gäbe es einen Zwang, den Ursprung des Koordinatensystems in die Sonne zu legen, dann hätte man einen absoluten Raum und könne für andere Fälle kein anderes Koordinatensystem festlegen, sondern müsste beispielsweise folgern, dass die Milchstraße sich um die Sonne dreht.
Die Wahl des Koordinatensystems beeinflusst in keiner Weise die physikalischen Zusammenhänge, die man mit ihm beschreibt. Sie beeinflusst lediglich die Beschreibung dieser Zusammenhänge, und die fällt eben unterschiedlich anschaulich aus.
Hope this helps.
Veröffentlicht von: @groesste-liebeEs ist nicht feststellbar, ob die Erde sich um die Sonne dreht oder umgekehrt. Um diese Frage zu klären benötigt man ein absolutes Koordinatensystem, und das haben wir nicht.
Veröffentlicht von: @groesste-liebeDas ist eine rein mathematische Operation, die an dne physikalischen Zusammenhängen rein gar nichts ändert.
Einen Drehimpuls kann man nicht so einfach wegzaubern, da wäre ich vorsichtig - müsste mich nochmals damit näher beschäftigen...
Betrachtet man lokal das Sonnensystem, so ist geht die Drehachse des Drehimpulses der Massen der Planeten und der Sonne durch die Sonne.
Mathematisch kann man natürlich auf die Erde transformieren.
Aber ich glaube, dann müsste man Scheinkräfte einführen: D.h. welche Kraft hält die Sonne auf Umlaufbahn zur Erde?
Dreht sich das Universum um die Erde: Welche Geschwindigkeit hätten dann wohl die uns umgebenden Sterne und Galaxien und welche Zentripedalkraft hält sie auf Bahn?
Drehimpuls ist nicht so einfach handhabbar wie Impuls.
Aber wie gesagt, ich müsste mich erst (wieder) damit beschäftigen.
Veröffentlicht von: @groesste-liebeEs gibt aber durchaus ein wissenschaftliches Argument dafür, dass die Erde, oder zumindest das Sonnensystem sich in der Nähe des Mittelpunktes des Universums befinden: die Quanitsierung der Rotverschiebung.
Das würde bestimmt einen Nobelpreis nach sich ziehen.
Veröffentlicht von: @lombard2welche Kraft hält die Sonne auf Umlaufbahn zur Erde?
Unobtainische Strahlung?
Veröffentlicht von: @lombard2welche Zentripedalkraft hält sie auf Bahn?
Zentriunobtainische Kraft natürlich
Genau.
Und deshalb dreht sich alles, lokal betrachtet, um eine Achse, die durch den gemeinsamen Schwerpunkt geht.
Würde sich nämlich die Sonne um die Erde drehen, wäre der Drehimpuls dieses Systems wesentlich größer und würde nur durch Zwangskräfte aufrechterhalten können.
Ist das erst? Oder sollte ich mich an "don't feed the troll" halten?
Veröffentlicht von: @groesste-liebeEs ist nicht feststellbar, ob die Erde sich um die Sonne dreht oder umgekehrt. Um diese Frage zu klären benötigt man ein absolutes Koordinatensystem, und das haben wir nicht.
Ich weiß nicht, ob ich da noch antworten soll.
Aber immerhin lerne ich so wie, die Flacherdetheorie sich wieder verbreitet.
Fragen:
Wie kommt die Rückläufigkeit der Planeten (von der Erde aus beobachtet) zustande, wenn sich die Sonne um die Erde dreht?
Wenn sich die Sonne um die Erde dreht, dann dreht sich die Erde nicht?
Oder hast Du ein völlig anderes Weltsystem?
Wenn sich die Erde nicht dreht, dann interessiert mich Deine Erklärung für Foucaultsche Pendel.
Veröffentlicht von: @tf8Wenn sich die Erde nicht dreht, dann interessiert mich Deine Erklärung für Foucaultsche Pendel.
Damit nähern wir uns dem, worum es mir geht:
Rotation können wir durch Messung nachweisen. Den absoluten Raum nicht.
Deswegen wählen wir das Koordinatensystem willkürlich, und zwar so, dass die Beschreibung der Planetenbahnen anschaulich wird.
Daraus folgt aber nicht, dass die Sonne der unverrückbare Mittelpunkt des Universums ist. Das ist, was absoluter Raum bedeutet. Sobald wir beispielsweise die Bewegung der Sterne in unserer Galaxie beschreiben wollen, werden wir ein Koordinatensystem wählen, dessen Ursprung im Mittelpunkt der Milchstraße liegt.
Wir können die Koordinatensysteme willkürlich wählen, weil die Messungen sich dadurch nicht ändern. Es gibt keine Messung, mit der wir das absolute Koordinatensystem des Universums bestimmen können.
Hope this helps.
Veröffentlicht von: @groesste-liebeEs gibt keine Messung, mit der wir das absolute Koordinatensystem des Universums bestimmen können.
Sicherlich gibt es keinen ausgezeichneten Ort, aber die Kosmische Hintergrundstrahlung können wir (ein bisschen), als Bezug heranziehen.
Und zwar so, dass wir annehmen, dass wir uns "in Ruhe" zu diesem System befinden, wenn die Rotverschiebung zu allen Richtungen gleich ist.
Auf diese Weise lässt sich glaube ich auch feststellen, dass unsere Galaxie (oder der Galaxienhaufen, in dem wir uns befinden) ein wenig in eine Richtung driftet.
Davon unbenommen ist natürlich, dass es nach der Relativitätstheorie kein ausgezeichnetes Inertialsystem gibt.
Wenn was falsch, bitte korrigieren, ich bin nicht vom Fach.
Sonne unverrückbarer Mittelpunkt des Universums?
Veröffentlicht von: @groesste-liebeDaraus folgt aber nicht, dass die Sonne der unverrückbare Mittelpunkt des Universums ist.
Wer behauptet das?
Für mich bist Du der/die erste, von dem ich lese, welcher sich dagegen ausspricht.
Jedoch habe ich noch nicht gelesen, dass die Sonne der "unverrückbare Mittelpunkt des Universums sei."
Oder ziehst Du das aus dem Eröffnungspost, oder sonstigen Beiträgen hier im thread?
Veröffentlicht von: @draeggsaggEin Gedanke beschäftigt mich in letzter Zeit, warum hat Gott es eigentlich nicht so gemacht, dass die Erde im Weltall-Mittelpunkt steht und sich alle Sterne und auch die Sonne um die Erde drehen?
Wahrscheinlich ist mir das alles zu absurd.
Und ich sollte mich mal wieder generell von hier verabschieden, bevor ich noch mehr solche Absurditäten lese.
Da gab es doch schon mal etwas. Da schrieb einer, dass die Erde flach sei, und dass die Satelliten trotzdem funktionieren - halt völlig anders, völlig absurd.
Veröffentlicht von: @groesste-liebeEs gibt keine Messung, mit der wir das absolute Koordinatensystem des Universums bestimmen können.
Vermutlich nicht... es sei denn, wir könnten die Koordinaten von Körpern in der Zeit bestimmen. Also, wenn wir z.B. genau wüssten, an welcher Stelle sich ein bestimmter Punkt der Erde vor fünf Minuten befand. Zusammen mit einem anderen Punkt gleicher Art würde sich dann ein absolutes Koordinatensystem ergeben.
Das ist ja die Sache, die in Science-Fiction Geschichten mit Zeitmaschinen nie beachtet wird... da reisen Leute 10 Jahre in die Vergangenheit, ohne dabei zu bedenken, dass sich die Erde vor 10 Jahren ja an einer ganz anderen Stelle befand... wüsste man, wo genau das war, dann hätte man auch das Koordinatensystem (nicht den Nullpunkt, aber das Gitter).
Veröffentlicht von: @groesste-liebeFazit: Es ist also durchaus möglich, dass die Erde im Mittelpunkt des Universums liegt. Nur beweisen lässt sich das nicht.
Genau an das hatte ich auch schon gedacht, vielleicht befindet die Erde sich tatsächlich im Mittelpunkt des Weltalls und wir können es nur (noch) nicht wissenschaftlich nachweisen 😊
Dann wäre auch die Fixsternparallaxe ein Mythos...
...aber man beobachtet sie nun einmal, und zwar von hier aus, von der Erde. Stünde die Erde still und würde von der Sonne umkreist, dann befände sich, der Parallaxe zufolge, auch der gesamte Fixsternhimmel in einer mit der Sonne streng synchronen Taumelbewegung um die Erde herum. Mathematisch beschreibbar, unbestritten. Physikalisch die Negation aller mechanischen Naturgesetze. Psychologisch setzt es vielleicht so etwas wie einen Meskalintrip voraus, aber da kann ich nicht mitreden. Ich sah mich Ockhams Rasiermesser noch nie zu dogmatischer Befolgung verpflichtet, aber hier scheint es mir eine vernünftige Wegweisung zu geben, falls jemand ihrer benötigt.
Ich denke, Sie haben mich verstanden. Occams Klinge rät uns zu einem heliozentrischen Weltbild, weil es sich leichter beschreiben lässt.
Daraus folgt aber eben nicht, dass die Sonne im Ursprung des absoluten Raumes liegt. Es gibt keine Messung, durch die sich der absolute Raum bestimmen lässt.
Hope this helps.
Veröffentlicht von: @groesste-liebeOccams Klinge rät uns zu einem heliozentrischen Weltbild, weil es sich leichter beschreiben lässt.
Nein.
Mit "leicht zu beschreiben" hat Ockham's razor nichts zu tun.
In einem Thread über die Sonne darf natürlich nicht Josua 10, 12 fehlen.
Wobei die Bibel hier aber nicht behauptet- wie die katholische Kirche fälschlicherweise ursprünglich angenommen hatte- dass die Sonne sich um die Erde dreht- sondern nur, dass Gott machen kann, dass die Sonne still stehen kann, nicht mehr und nicht weniger.
Eine still stehende Sonne kann es auch geben, wenn die Erde sich zu drehen aufhört, wenigstens mal für ein paar Stunden.
Gott bekommt das natürlich hin, weil er Herr über die Naturgesetze ist.
Die Kirche hätte daher keinen Grund gehabt, die Leute der Ketzerei zu bezichtigen, die annehmen, dass die Erde sich um die Sonne dreht.
Da sieht man mal, was die Kirche für ein Unheil anrichten kann, wenn sie sich in die Wissenschaft einmischt.
Auf diese Weise bekamen die Zweifler und Freidenker Oberwasser und haben seit dem schon viele vom Glauben weggeführt.
Glaube gutes Mittel, der Wahrheit näher zu kommen?
Veröffentlicht von: @draeggsaggAuf diese Weise bekamen die Zweifler und Freidenker Oberwasser und haben seit dem schon viele vom Glauben weggeführt.
Ist denn Glaube ein gues Mittel, um der Wahrheit näher zu kommen?
Wie überprüfst du denn, ob dein Glaube der Richtige ist unter den vielen, die es auf der Welt gibt?
Nachtrag vom 29.01.2019 0250
PS: Und ich meine und kritisieren nicht den persönlichen Glauben.
Sondern dein Glaube scheint dich ja dazu zu veranlassen, die Sonne um die Erde kreisen zu lassen.
Welche Gefahr
laufe ich eigentlich, wenn ich Christ werden würde, in eine solche Gruppe zu geraten, in der verlangt wird, so etwas zu glauben, wie dass die Sonne sich um die Erde kreist?
🙁
Keine Ahnung, ob es so eine christliche Gruppe gibt. Ich hab schon einige Denominationen kennengelernt und bin dieser Theorie noch nicht begegnet.
Meine Vermutung daher: wenn das unter christlichem Deckmantel so gelehrt wird, dann handelt es sich um eine Sekte, die ich schnellstmöglich verlassen würde.
Ich fände es super, wenn du Christ werden würdest 😊
Und mach dir keine Sorgen, denn wenn man Christ wird, schaltet man nicht automatisch das Gehirn aus, man darf sein Denkvermögen behalten.
Ausserdem gibt es mehr als genug Nichtchristen, die den größten Mist glauben, das kann dir in anderen Gruppen auch passieren.
Veröffentlicht von: @tristesseIch fände es super, wenn du Christ werden würdest 😊
Ja, das fände auch ich nicht schlecht!
Veröffentlicht von: @tristesseUnd mach dir keine Sorgen, denn wenn man Christ wird, schaltet man nicht automatisch das Gehirn aus, man darf sein Denkvermögen behalten.
Genau so ist es. Mancher nutzt es sogar noch mehr als zuvor, weil ihn dann Dinge interessieren und er nach Wahrheiten sucht, die ihm vorher ziemlich egal waren.
Veröffentlicht von: @tristesseAusserdem gibt es mehr als genug Nichtchristen, die den größten Mist glauben, das kann dir in anderen Gruppen auch passieren.
Es gibt sowohl "bunte" als auch "schräge christliche Vögel" in Gottes Tiergarten und somit auch bunte und manchmal etwas "schräge" christliche Gruppen. Da ist zwar für jeden etwas dabei, aber es passt auch nicht für jeden.
Aber das ist doch gar nichts gegen all die nichtchristlichen selbsternannten Weltverbesserer, Verschwörungstheoretiker und sonstigen Heilsbringer, über die man täglich - nicht nur - im Internet stolpert, sondern leider auch im "Real Life". Und man wundert sich, wie viele Menschen denen glauben und nachlaufen - Menschen, bei denen man eigentlich annimmt, dass sie ein ausgeprägtes Denkvermögen mit Urteils- und Kritikfähigkeit haben.
Veröffentlicht von: @lombard2laufe ich eigentlich, wenn ich Christ werden würde, in eine solche Gruppe zu geraten, in der verlangt wird, so etwas zu glauben, wie dass die Sonne sich um die Erde kreist?
Die Gefahr besteht natürlich, wenn auch ganz gering. Außerdem wäre ja die eigentliche Gefahr, dabei auf eine Gruppe zu treffen, aus der du kaum noch rauskommst. Die ist noch geringer. Ein bisschen abschätzen kannst du das Risiko, wenn du dich fragst:
- Wie sehr bin ich jetzt schon in der Gefahr, extremen Ideologien oder Verschwörungstheorien aufzusitzen?
- Habe ich Defizite, die mich anfällig für Süchte und Abhängigkeiten machen?
- Bin ich zu faul, mir selbst eine Meinung zu bilden?
- Habe ich den Drang, zu einer exklusiven Gruppe zu gehören?
😊
Veröffentlicht von: @lombard2wenn ich Christ werden würde, in eine solche Gruppe zu geraten, in der verlangt wird, so etwas zu glauben, wie dass die Sonne sich um die Erde kreist?
Das hält sich in Grenzen. In der Tauf- und Firmvorbereitung erfährst du natürlich etwas über die grundlegenden Lehren der Kirche und kannst dann entscheiden, ob sich das mit deinen eigenen Ideen und Vorstellungen deckt.
Wenn es im Lauf des Glaubenslebens dazu kommt, dass die eigene Meinung von der offiziellen kirchlichen Lehre abweicht (bei mir hat sich das so entwickelt), kann man immer noch entscheiden, ob das einen "Schnitt" erfordert oder ob die Übereinstimmungen noch groß genug sind, um dabei zu bleiben.
Wie ich dich kenne, lässt du dir deine Fragen nicht verbieten - solltest du also an so eine Gruppe geraten, wirst du wahrscheinlich früh genug die Reißleine ziehen, bevor du ernsthaft Schaden nehmen kannst.
Veröffentlicht von: @lombard2in der verlangt wird, so etwas zu glauben
Na ja meist läuft der Hase anders rum.
Du glaubst was und dann schliesst du dich einer Gruppe an die in den meisten deiner Glaubenspunkte übereinstimmt.
Und ich schreibe meisten, da selten alle alles teilen.
Veröffentlicht von: @draeggsaggHätte Gott das alles nicht verhindern können, wenn Er dafür gesorgt hätte, dass bei der Schöpfung die Erde im Mittelpunkt bleibt?
Ich weiß nicht, ob ich dich richtig verstehe. Aber ich finde in 5. Mose 10, 14; Jesaja 45, 18; Hebräer 2, 5ff und einige Hinweise in den Psalmen:
Der Himmel gehört Gott, die Erde hat er den Menschen gegeben.
Veröffentlicht von: @draeggsaggEin Gedanke beschäftigt mich in letzter Zeit, warum hat Gott es eigentlich nicht so gemacht, dass die Erde im Weltall-Mittelpunkt steht und sich alle Sterne und auch die Sonne um die Erde drehen? Das wäre doch besser für das Gottesverständnis und die Gottesfurcht
Also, ein riesiges Universum stelle ich mir schon als "Plus" auf der Seite der Gottesfurcht (Schöpfer) vor, nicht als "Minus". Die Frage der Positionierung: durch die Bibel zieht sich auch der Gedanke, dass unsere Wertkategorien nicht die sind, die für Gott zählen. Das Kleine, das in den Augen der Welt wenig Wertvolle scheint Ihm besonders am Herzen zu liegen. Vielleicht ist unsere Existenz auf einem unbedeutenden kleinen Planeten in den Randbezirken der Milchstrasse auch unter diesen Gesichtspunkten zu sehen?
Btw.: wir wissen gar nicht, ob und was Gott irgendwo anders im Universum ggf. auch für Leben geschaffen hat. C.S. Lewis hat da schöne Bücher drüber geschrieben, was denkbar wäre 😊 (die Perelandra-Trilogie).