Warum mußß der hl. Josef ein Armer Schlucker sein?
Mir stößt immer wieder mal auf das hl. Familie als ganzzz arme Leut kolportiert (dargestellt) wird. Auf mich wirkt es zwanghaft. Gibt es einen Grund dafür?
Josef der Zimmermann der später als Jochmann gearbeitet hat, war meiner Meinung kein Armer Schlucker. Er war sicherlich nicht ein reicher Krösus, aber echt Arm wahr er nicht.
Warum wird auf dieses Armsein gepocht?
chubzi
Nachtrag vom 29.03.2021 2222
"Gibt es einen Grund dafür?" für die Darstellung als Arme Familie.
Gott (oder sonst wer) pochte auf arm sein. Allerdings hat, laut Aussage Jesu, Arme und Reiche zugelassen oder es gibt eben Arme und reiche und beides ist weder so noch so gut....oder schlecht oder was weiß ich.
Veröffentlicht von: @meriadocGott (oder sonst wer) pochte auf arm sein.
Das ist Unsinn. Gott als der Reichste, will, dass jeder reich ist. Und zu dem Gott ist egal wie reich oder arm Du bist. Von daher liegt an jedem Einzelnen, wie reich er sein will und möchte. Und von welche Art sein Reichtum sein soll. Geistig, Seelisch oder materiell.
Sorry, da hat sich ein Fehler eingeschlichen. Natürlich pochte Gott nicht auf arm sein.
Josef war τέκτων (Tekton), eine Art Baumeister: Zimmermann und besserer Maurer/Steinmetz zugleich. Sie hatten einen Esel, also ein Mofa. Er war nicht arm, aber auch nicht besonders reich.
Veröffentlicht von: @chubziWarum wird auf dieses Armsein gepocht?
Wahrscheinlich um zu unterstreichen, dass er Einer von uns war, also der Mehrheit der Bevölkerung. Also kein Bettler oder ALG-2 Empfänger - so arm war er nicht, sondern ein einfacher Handwerker mit bescheidenem Einkommen, mit dem man keine großen Sprünge machen konnte.
Veröffentlicht von: @murphylinedass er Einer von uns war
Das paßt zu meiner Sicht der Josefsfamilie.
Veröffentlicht von: @murphylinesondern ein einfacher Handwerker mit bescheidenem Einkommen
Ich denke er war ein quakifizierter Handwerke der als er sich in Nazareht niederließ sein Tätigkeitsfeld wechselte. Er hat dann wohl als Jochmann gearbeitet.
Er konnte auch jedes Jahr nach Jerusalem, zum Passah, reisen.
chubzi
ja natürlich. Ich vergleiche das mal mit nem angestellten Klempner: Mietwohnung, Kleinwagen, einmal jährlich billige Pauschalreise.
Veröffentlicht von: @murphylineja natürlich. Ich vergleiche das mal mit nem angestellten Klempner: Mietwohnung, Kleinwagen, einmal jährlich billige Pauschalreise.
Er ist Klempner von Beruf, ein dreifach Hoch dem der dies glodene Handwerk schuf.😉
Ich sehe darin einen falsch verstandenen Frömmigkeitsstil. Es passt besser dazu, dass Josef und seine Familie arm gewesen seien, wenn man diese Welt als eine Wüstenzeit sieht und alle Segnungen im Himmel erwartet.
Wir setzen Armsein mit Mangel haben gleich, aber hatte die Familie Jesu Mangel? Davon lesen wir nichts. Jesus zumindest hatte keinen Mangel, sein Leibrock war z.B. so wertvoll, dass die Soldaten ihn nicht zerrissen, sondern unter sich ausgelost haben. Er hatte keinen Besitz (Haus, Esel, usw.), aber war Er deshalb arm?
Wir sehen ja auch heute, was für einen Aufschrei: 'Wohlstandsevangelium'!! es gibt, wenn man nur erwähnt, welche Zusagen Gott uns in seinem Wort gegeben hat bzgl. Heilung, Versorgung, usw., zumal wenn man die Aussage Jesu zitiert, dass Er gekommen ist, 'damit wir Leben und es im Überfluss (vollen Genüge) haben'. Wir sind Erben Gottes seit der Erblasser vor rund 2.000 Jahren gestorben ist; Gott ist unvorstellbar reich, sind wir, seine Kinder, dann arm?
LG.
Clay
Veröffentlicht von: @clayWir setzen Armsein mit Mangel haben gleich, aber hatte die Familie Jesu Mangel? Davon lesen wir nichts. Jesus zumindest hatte keinen Mangel,
Und trotzdem wird unter manchen Christenmenschen kolportiert das diese Familie Arm gewesen ist.
Veröffentlicht von: @clayEr hatte keinen Besitz (Haus, Esel, usw.),
Der Josef hatte zumindest einen Esel.
chubzi
Veröffentlicht von: @chubziUnd trotzdem wird unter manchen Christenmenschen kolportiert das diese Familie Arm gewesen ist.
Es gibt unter Christen viele nicht nachvollziehbare Ansichten. So verteidigen manche regelrecht ihren Mangel, sogar Krankheit, o.ä., als wenn sie das als besonders fromm auszeichnen würde.
Das fing m.E. schon bei den Wüstenvätern an und findet sich bis heute z.T. im Mönchtum. Verzicht und Reduzierung auf das Wesentliche kann ja Sinn machen, wenn man Gott dadurch gemäß der Berufung besser dienen kann. Doch dass wir in Armut leben sollten, kann ich aus der Bibel nicht ableiten. Wir sollen unser Herz nicht daran hängen, aber das ist etwas anderes.
LG.
Clay
Gute Frage.
Die Zeit war anstrengend, denn die Volkszählung wurde relativ kurzfristig angesetzt und es waren viele Menschen unterwegs, vermutlich viel mehr als normal.
Ein Platz im Stall ist jetzt nicht tragisch, denn dort is es warm. Wer schon mal in Israel in der Region war, weiss das es Nachts kalt werden kann.
Waren sie arm? Wohl nicht, denn es gab in der Zeit viele große Baustellen und Arbeit war nicht schwer zu finden.
Angenommen die Geschichte mit den "drei Weisen aus dem Morgenland" ist korrekt, dann hat die Familie viele Geschenke bekommen. Das waren hochpreisige Güter, aber die Frage ist was ist damit passiert?
Konnte die Familie das behalten und Steuerfrei verkaufen? Wenn ja, dann waren sie ab dem Zeitpunkt ziemlich vermögend, mussten aber trotzdem wegen der Anordnung durchs Land reisen.
Vielleicht haben sie arm ausgesehen um keine Diebe anzulocken? Die Zeiten waren unruhig. Im Grunde ist es Wahnsinn einer Familie Gold zu geben und das so offensichtlich.
Anderer Gedanke: Was passiert wenn ein "Bettler" zur Bank geht und 1kg Gold eintauschen will?
Der Bankangestellte wird misstrauisch sein und nach der Herkunft fragen...
Antwort: dann erzählt man das drei Zauberer gekommen sind und das Geld geschenkt haben...
Frage: Warum sollten Zauberer Gold geben?...
Antwort: na logisch weil meine Frau hatte eine Jungfrauengeburt und die Sterne waren guenstig... ...
-> man kann sich die Reaktion der Bankbeamten denken... ein paar Nächte im Knast sind gebucht und das Gold ist auch weg.
Es gab damals keine Banken.
Das Geld wurde auch für die Flucht nach Ägypten benötigt.
Nachtrag vom 31.03.2021 1619
Ausserdem steht da nirgends dass es ein Goldklumpen war.
Es können genausogut Goldmünzen gewesen sein.
Veröffentlicht von: @jigalEs gab damals keine Banken.
Das Geld wurde auch für die Flucht nach Ägypten benötigt.
Ja das is klar, aber die Menschen waren damals auch misstrauisch.
Gold is Gold und wertvoll in egal welcher Form. Die Weisen waren nicht arm oder unbedeutend, denn sie durften zu Herodes. Man kann also davon ausgehen, dass das Geschenk bedeutend war, denn sie wussten ja nicht wem sie das Geschenk geben sollten.
Man kann natuerlich argumentieren das sie im Anbetracht der Situation die Geschenkmenge reduziert haben, aber das macht wenig Sinn. So eine Reise ist gefaehrlich, von daher muss der Glaube daran sehr hoch gewesen sein, zumal der Startpunkt vermutlich ausserhalb der Grenze gewesen ist.
Mir stößt immer wieder mal auf das hl. Familie als ganzzz arme Leut kolportiert (dargestellt) wird. Auf mich wirkt es zwanghaft. Gibt es einen Grund dafür?
An heutigen (und hiesigen) Maßstäben gemessen waren sie offenbar sehr arm. Soziale Absicherung und Gesundheitsversorgung waren (wie heute noch für die meisten Nichteuropäer) existenzielle Themen.
Und wohlhabende Familien hätten vermutlich im Voraus für eine angemessenere Unterbringung in Betlehem sorgen können.
Aber klar, das ist eine nachträgliche Sicht auf eine andere Zeit. Dass Josefs Familie besonders arm war, dafür gibt es keine Hinweise. Bettler und arme Witwen kommen ja vor im Neuen Testament, aber das bezieht sich auf Andere.
Maria konnte sich während ihrer Schwangerschaft leisten, die Reise zu Elisabeth und zurück anzutreten. Die Hochzeit in Kana, wo Jesus und Maria ja irgendwie zur erweiterten Verwandtschaft gehörten, wird auch als relativ ausschweifend beschrieben, und dass der Wein ausging soll ja nicht an Armut sondern eher an schlechter Planung gelegen haben.