Was ist Euer Kreuz?
 
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Was ist Euer Kreuz?

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Excalibur1985
Themenstarter
Beiträge : 13

Ich trage das Kreuz einer schweren Psychose. Ich habe für den Christlichen Glauben schweres Leid zu tragen. Was ich noch nicht weiss, welches Kreuz andere Christen zu tragen haben. 

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17 Antworten
Kappa
 Kappa
Beiträge : 1626

@excalibur1985 

Eine Mischung verschiedener Dinge, welche eine Lösung nahezu unmöglich machen.

kappa antworten


Lightfire89
Beiträge : 82

Vor ein paar Jahren war ich ausgebrannt. Diagnose: Schwerste Depressionen. Ich war nicht so auf die Welt gekommen. War ein mutiges fröhliches und anstrengendes Kind gewesen. Aber das Leben läuft nicht immer gerade... Tja und ich hab viel funktioniert - bin mit Gottes Hilfe auch aus Problemen rausgekommen. Aber meine Verwundungen, Trauma - tja, die hab ich gut beiseite geschoben. Ich dachte mir, warum kann ich nicht mehr aufhören zu weinen, es ist doch alles gut. Hat Zeit gebraucht, wieder hoch zu kommen. Die Krankenkasse legte es mir ans Herz, machen sie doch bitte eine Psychotherapie. Der Arbeitgeber sagte: egal wie lange es dauert, Hauptsache, du wirst wieder ganz gesund. 

Ich strengte mich an. Eine ganze Kirche betete 1 Jahr lang. Es wurde nicht besser, ich war nur verzweifelter - besonders über mich selber. Ich war nie apathisch. Aber mein Körper schmerzte, mein Kreislauf war schwach, mein Kopf machte nicht mehr mit (Wortfindungsstörungen), meine Seele - hatte Angst und ich konnte nicht mehr schlafen - außer ich hörte eine Predigt. 

Aber ich hatte Hoffnung. Denn ich kenne meinen himmlischen Gott. Ich weiß, er hat eine Lösung. Ich wusste nichts mehr. Nicht mal die alten Liedtexte. Aber in neuen Sprachen singen, das ging. Er hatte mich durchgebracht, durch alle Krisen - und es war tatsächlich gut geworden - aber ich hatte mir den Frieden rauben lassen und konnte Traumas nicht aufarbeiten, steckte in einer Zwickmühle - mein Herz wollte nicht, aber ich wusste, ich sollte. Bin diszipliniert, bis zur Selbstaufgabe. 

Da half mir das Buch, das mir die christliche Ärztin von D*Ignis auf der Reha empfohlen hatte: Was die Seele essen will von Julia Ross. Ich wusste, dass ich Mangel im Körper hatte. Die einfachen Testfragen, mit ja/nein zu beantworten gaben in 10 Minuten die Antworten. Ich holte mir die Nahrungsergänzungen/Vitamine. Und es ging aufwärts. Unglaublich! Ich startete nochmals im Altenheim, merkte aber gleich, dass ich eben nicht 100 prozentig heil war, ich konnte es nicht mehr. Konnte keinen mehr hochziehen. Schrie zu Gott und meinte: ich mach das nur noch bis zum Monatsende - wenn ich bis dahin nichts habe, schmeiß ich hin - ich will nicht mehr am Boden liegen!

Machte über udemy Kurse um wieder für meinen früheren Beruf fit zu werden - bis mein Kopf nicht mehr mitmachte. Schrieb Bewerbungen (den Glauben ohne Bewerbung eine Stelle zu bekommen hatte ich nicht - hab aber solche Wunder später gehört). Meine Kinder halfen mir noch mit der Bewerbung - schätze mal ohne sie hätte ich keine Einladung bekommen. Ja - und mir wurde der rote Teppich ausgerollt. Ich sah Menschen in dieser Firma lachen, traute dem Frieden nicht. Schlug vor Probezuarbeiten - ich wollte die Atmosphäre schnuppern und wissen, ob ich es wirklich schaffen kann - Ich bekam die Stelle und wurde dort gesund. Durch die Wertschätzung und das gute Klima. Hatte so Angst vor dem Telefon (habe die Telfonzentrale..., machte Buchhaltung - Gott wusste, was geht, ich hätte mich dort nie eingestellt.). Bin dort heute noch - und bin dankbar. Viel leichtere Arbeitszeiten, liebe Kollegen und Chefs. Natürlich geht nie alles glatt. Aber ich bin nicht allein (mein Gott ist da und größer) - und er ist auch für euch da - und hat das Beste für euch! 

In den Krisen hilft es mir - möglichst wenig auf das Problem zu schauen - statt dessen zum gedeckten Tisch kommen - und Gottes Wort der Hoffnung /Lösung aussprechen, im Namen Jesus danken. Die Hoffnung behalten - spazieren gehen, in der Natur sein, Schönes zu sehen und auch zu genießen, mit Buch und Picknick auf einer Bank, gute soziale Kontakte leben, kreativ sein, Sport, Hund/Katze/Pferd streicheln,.... mit anderen zu singen, essen, beten, für andere da zu sein.

ich habe gemerkt, je mehr ich mich mit meinen Problemen beschäftige, umso mehr drücken sie mich runter

ich trage kein Kreuz - ich komm zum Kreuz um meine Lasten abzulegen. Und manchmal wenn ich mir denke: ich krieg das und das und das nicht auf die Reihe - dann höre ich: freu dich am Leben. Heute. Komm zur Ruhe. Es gibt Zeit und Zeiten. Manchmal hab ich versucht etwas aufzuräumen und nach Stunden sah ich nur kleine Besserungen. Ein anderes Mal geht es gut von der Hand, ich weiß, was weg soll, was ich an wen verschenken darf, was ich bei EbayKleinanzeigen reinstelle, was einfach noch bleiben soll. 

Und lustig, je weniger Druck ich mir mache, umso leichter werden Sachen. Es gibt für alles eine Zeit. Und ich danke, dass ich lockerer geworden bin, und auch mal alles stehen und liegen lassen kann. Wirklich wichtig ist das Leben. Und was hilft es (mir) wenn alles gut aussieht, aber ich bin innen drin kaputt? 

Und letztlich ist unser Herz, unser Charakter wichtig. Viele haben einen picobello sauberen Wagen - wenn ich dann aber die Härte im Herzen sehe, finde ich es schade, dass mehr Kraft und Zeit auf ein Auto verwendet wird, als aufs eigene Herz. 

lightfire89 antworten
Lightfire89
Beiträge : 82

Vor ein paar Jahren war ich ausgebrannt. Diagnose: Schwerste Depressionen. Ich war nicht so auf die Welt gekommen. War ein mutiges fröhliches und anstrengendes Kind gewesen. Aber das Leben läuft nicht immer gerade... Tja und ich hab viel funktioniert - bin mit Gottes Hilfe auch aus Problemen rausgekommen. Aber meine Verwundungen, Trauma - tja, die hab ich gut beiseite geschoben. Ich dachte mir, warum kann ich nicht mehr aufhören zu weinen, es ist doch alles gut. Hat Zeit gebraucht, wieder hoch zu kommen. Die Krankenkasse legte es mir ans Herz, machen sie doch bitte eine Psychotherapie. Der Arbeitgeber sagte: egal wie lange es dauert, Hauptsache, du wirst wieder ganz gesund. 

Ich strengte mich an. Eine ganze Kirche betete 1 Jahr lang. Es wurde nicht besser, ich war nur verzweifelter - besonders über mich selber. Ich war nie apathisch. Aber mein Körper schmerzte, mein Kreislauf war schwach, mein Kopf machte nicht mehr mit (Wortfindungsstörungen), meine Seele - hatte Angst und ich konnte nicht mehr schlafen - außer ich hörte eine Predigt. 

Aber ich hatte Hoffnung. Denn ich kenne meinen himmlischen Gott. Ich weiß, er hat eine Lösung. Ich wusste nichts mehr. Nicht mal die alten Liedtexte. Aber in neuen Sprachen singen, das ging. Er hatte mich durchgebracht, durch alle Krisen - und es war tatsächlich gut geworden - aber ich hatte mir den Frieden rauben lassen und konnte Traumas nicht aufarbeiten, steckte in einer Zwickmühle - mein Herz wollte nicht, aber ich wusste, ich sollte. Bin diszipliniert, bis zur Selbstaufgabe. 

Da half mir das Buch, das mir die christliche Ärztin von D*Ignis auf der Reha empfohlen hatte: Was die Seele essen will von Julia Ross. Ich wusste, dass ich Mangel im Körper hatte. Die einfachen Testfragen, mit ja/nein zu beantworten gaben in 10 Minuten die Antworten. Ich holte mir die Nahrungsergänzungen/Vitamine. Und es ging aufwärts. Unglaublich! Ich startete nochmals im Altenheim, merkte aber gleich, dass ich eben nicht 100 prozentig heil war, ich konnte es nicht mehr. Konnte keinen mehr hochziehen. Schrie zu Gott und meinte: ich mach das nur noch bis zum Monatsende - wenn ich bis dahin nichts habe, schmeiß ich hin - ich will nicht mehr am Boden liegen!

Machte über udemy Kurse um wieder für meinen früheren Beruf fit zu werden - bis mein Kopf nicht mehr mitmachte. Schrieb Bewerbungen (den Glauben ohne Bewerbung eine Stelle zu bekommen hatte ich nicht - hab aber solche Wunder später gehört). Meine Kinder halfen mir noch mit der Bewerbung - schätze mal ohne sie hätte ich keine Einladung bekommen. Ja - und mir wurde der rote Teppich ausgerollt. Ich sah Menschen in dieser Firma lachen, traute dem Frieden nicht. Schlug vor Probezuarbeiten - ich wollte die Atmosphäre schnuppern und wissen, ob ich es wirklich schaffen kann - Ich bekam die Stelle und wurde dort gesund. Durch die Wertschätzung und das gute Klima. Hatte so Angst vor dem Telefon (habe die Telfonzentrale..., machte Buchhaltung - Gott wusste, was geht, ich hätte mich dort nie eingestellt.). Bin dort heute noch - und bin dankbar. Viel leichtere Arbeitszeiten, liebe Kollegen und Chefs. Natürlich geht nie alles glatt. Aber ich bin nicht allein (mein Gott ist da und größer) - und er ist auch für euch da - und hat das Beste für euch! 

In den Krisen hilft es mir - möglichst wenig auf das Problem zu schauen - statt dessen zum gedeckten Tisch kommen - und Gottes Wort der Hoffnung /Lösung aussprechen, im Namen Jesus danken. Die Hoffnung behalten - spazieren gehen, in der Natur sein, Schönes zu sehen und auch zu genießen, mit Buch und Picknick auf einer Bank, gute soziale Kontakte leben, kreativ sein, Sport, Hund/Katze/Pferd streicheln,.... mit anderen zu singen, essen, beten, für andere da zu sein.

ich habe gemerkt, je mehr ich mich mit meinen Problemen beschäftige, umso mehr drücken sie mich runter

ich trage kein Kreuz - ich komm zum Kreuz um meine Lasten abzulegen. Und manchmal wenn ich mir denke: ich krieg das und das und das nicht auf die Reihe - dann höre ich: freu dich am Leben. Heute. Komm zur Ruhe. Es gibt Zeit und Zeiten. Manchmal hab ich versucht etwas aufzuräumen und nach Stunden sah ich nur kleine Besserungen. Ein anderes Mal geht es gut von der Hand, ich weiß, was weg soll, was ich an wen verschenken darf, was ich bei EbayKleinanzeigen reinstelle, was einfach noch bleiben soll. 

Und lustig, je weniger Druck ich mir mache, umso leichter werden Sachen. Es gibt für alles eine Zeit. Und ich danke, dass ich lockerer geworden bin, und auch mal alles stehen und liegen lassen kann. Wirklich wichtig ist das Leben. Und was hilft es (mir) wenn alles gut aussieht, aber ich bin innen drin kaputt? 

Und letztlich ist unser Herz, unser Charakter wichtig. Viele haben einen picobello sauberen Wagen - wenn ich dann aber die Härte im Herzen sehe, finde ich es schade, dass mehr Kraft und Zeit auf ein Auto verwendet wird, als aufs eigene Herz. 

lightfire89 antworten


Lightfire89
Beiträge : 82

bitte 1 x löschen! Mir ist noch eingefallen, dass das Buch: Was die Seele essen will heute mein ärztliches Nachschlagewerk ist. Ich hab auch verstanden, warum bei mir dann alles gekippt ist und gesehen und Gottes Gnade gesehen, es hätte viel schlimmer kommen können. 

Im Buch wird auch über Ernährung aufgeklärt - sehr hilfreich - manche Nahrungsmittel nehme ich nicht mehr weil sie nur Schaden anrichten. Es gibt auch gute Rezepte drin. 

Gott segne euch und schenke euch Hoffnung, Mut und Weisheit - die richtigen Schritte zu gehen und nicht aufzugeben. Denen, die Gott lieben, lässt er alles zum Besten dienen. Gott ist treu. Er steht zu seinem Wort, auf seinen Verheißungen könnt ihr durch die Krisen laufen - egal was andere sagen! Gott ist größer

lightfire89 antworten
Dorisa
 Dorisa
Beiträge : 86

Ich habe etwas studiert bei dem es keine guten Berufsaussichten gibt. Gut das ist eigentlich meine Schuld. Aber jetzt kann ich's nicht mehr rückgängig machen. Ich habe dann über Zeitarbeit als Quereinsteigerin was bekommen und dadurch eine Festeinstellung, wo ich jetzt arbeite. Zwischenzeitlich habe ich mich für Ausbildungen beworben und hatte auch eine Zulassung aber ich habe mich nicht getraut sie anzunehmen, weil ich dann eine ärztliche Eignungsuntersuchung gehabt hätte und da ich die Diagnose Schizophrenie habe, hatte ich Angst, dass ich sie nicht bestehe und dann gar nichts mehr habe auch nicht mehr meinen jetzigen Job, den ich ja erstmal hätte kündigen müssen. Jetzt frage ich mich ob das ein Fehler war, weil mir der Ausbildungsberuf viel mehr Spaß machen würde als meine jetzige Arbeit und ich frage mich auch ob ich durch das Ablehnen der Ausbildungsstelle nicht wie der dritte Knecht in dem Gleichnis von den Talenten gehandelt habe und habe Angst deswegen nach meinen Tod in die äußerste Finsternis zu kommen. Ich habe jetzt große Angst dass das passiert wenn ich mich nicht nochmal für einen Ausbildungsplatz bewerbe und die Entscheidung, ob ich mich nochmal bewerben soll oder nicht fällt mir echt schwer.

Meine Kreuz ist meine große Angst und meine großen Schwierigkeiten Entscheidungen zu treffen (Auch in anderen Situationen habe ich Probleme mit Entscheidungen). Ich habe auch einen Job, der mir nicht sehr viel Spaß macht, aber das ist aushaltbar. Und ich habe mit 37 keinen Mann und Kinder, obwohl ich das eigentlich immer wollte, aber damit finde ich mich langsam ab.

elfentanz antworten


Caffita
Beiträge : 48

@excalibur1985 Hallo, ich finde es sehr mutig von Dir, von Deiner Psychose zu "sprechen" und wie sie Dir zusetzt! Ich bin selbst psychisch krank und mag nicht so gerne darüber sprechen; sagen wir, ich bin depressiv. Alle Gute für Dich!

caffita antworten
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