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Wie versteht ihr das Wort vom Geist des Menschen in Bezug auf den Menschen Jesus?

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Themenstarter
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In einem anderen Thread wurde behauptet, dass es den Begriff "Menschengeist" in der Bibel nicht geben würde. Ich habe nun mal bibleserver bemüht und folgendes gefunden:

Spr 20,27 Eine Leuchte des HERRN ist des Menschen Geist; er durchforscht alle Kammern des Innern.

1Kor 2,11 Denn welcher Mensch weiß, was im Menschen ist, als allein der Geist des Menschen, der in ihm ist? So weiß auch niemand, was in Gott ist, als allein der Geist Gottes.

Nach diesen Worten muss doch Jesus auch einen Geist des Menschen haben. Aber da Jesus Gott ist, ist dieser Menschengeist eben der Gottesgeist, der Geist des Christus.

In dem anderen Thread wurde mir heftig widersprochen, als ich diese Behauptung äusserte. Werdet ihr diesen Einspruch aufrechterhalten?

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neubaugoere
Beiträge : 15759

@enar *hüstel*

Nun ja, "des Menschen Geist" und "Geist des Menschen" ist inhaltlich eine andere Aussage als "Menschengeist". - Bezüglich biblischer Dinge tät ich einfach die gleichen Worte wie die Bibel benutzen, das gibt weniger Missverständnisse und ich kann nichts falsch machen damit. 🙂 Ich denke, weil es in der Schrift und im Leben auch noch andere Geister gibt, ist das schon hilfreicher, das Vokabular der Bibel zu übernehmen. Beim Begriff "Menschengeist" schwingt eben genau das andere mit, dass es um etwas anderes geht als eben den "menschlichen Geist".

Der Mensch besteht aus (von außen nach innen) Körper, Seele und Geist. Bekommen wir Gottes Geist als Erbanteil geschenkt, wohnt dieser ebenso in uns und inspiriert unseren menschlichen Geist.

Ich hab mal gelernt, dass unser menschliches Denken nur "entweder/oder" kennt. Bei Gott ist vieles gleichzeitig oder gemeinsam. Das übersteigt oft unseren Verstand. Das aber nur am Rande.

neubaugoere antworten
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(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

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@neubaugoere 

Was die genaue Bezeichnung betrifft, so habe ich wohl deutlich gemacht, dass ich genau das meinte, was in den Sprüchen zum Ausdruck gebracht wird.

Was du über Gottes Geist im Menschen schreibst, entspricht meiner Erfahrung und dem kann ich zustimmen.

Das Enweder/Oder bezieht sich auf die Gleichzeitigkeit von Gedanken in unserem Bewusstsein. Es können uns gleichzeitig mehrere Gedanken bewusst sein, aber wir können immer nur zeitlich nacheinander sie in Worte fassen. Das ist eine Beschränkung, die sich durch unsere Körperlichkeit ergibt.

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neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 13 Jahren

Beiträge : 15759

@enar 

Ich wollte nur helfen mit dem Hinweis, Missverständnissen aus dem Weg zu gehen, indem wir einfach das Vokabular der Bibel nützen.

Mit dem Entweder/Oder möchte ich hier nicht vertiefen, gebe aber gern bei passender Gelegenheit mal einen Hinweis dann.

LG

neubaugoere antworten
Queequeg
(@queequeg)
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@neubaugoere 

"Der Mensch besteht aus (von außen nach innen) Körper, Seele und Geist."

Das ist eine beliebte Beschreibung, nicht nur religiösen Kreisen. Nichtsdestotrotz ist sie so formuliert "besteht aus" schlicht falsch. Der Mensch "besteht" nicht aus diesen im Prinzip voneinander unabhängigen Komponenten. Sie sind lediglich ein Erklärungsmuster mit dem man einiges besser verstehen kann, ohne.

Wir wissen heute sehr zuverlässig, dass alles, was wir erleben - Körperliches, Geistiges, Seelisches - immer im Hirn stattfindet und dort interpretiert wird.

queequeg antworten
Deborah71
(@deborah71)
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@queequeg 

Zum Beitrag

Wir wissen heute sehr zuverlässig, dass alles, was wir erleben - Körperliches, Geistiges, Seelisches - immer im Hirn stattfindet und dort interpretiert wird.

Bei "interpretiert wird" stimme ich dir sofort zu über den Ort.

Aber wenn du einen Beinbruch erleidest, dann ist das Bein kaputt und nicht das Hirn. Nur die Interpretation Schmerz, kaputt, Sichtbefund, das ist im Hirn. 😉

Die Hardware und die Software des Menschen ist vernetzt, das ist gar keine Frage. Der Bereich in dem das Geistliche stattfindet und erlebt wird hat zusätzlich noch eine Dimension, die von aussen dazu kommt. Die 5 natürlichen Sinne gibt es auch in der geistlichen Ebene.  Erwachsenen fällt es oft schwer, das zu akzeptieren, Kinder haben kein Problem damit, Engel zu sehen.

 

deborah71 antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 23519

Ergänzung: der erste Absatz ist ein Zitat von Queequeg.

deborah71 antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 6286

@deborah71 

"wenn du einen Beinbruch erleidest, dann ist das Bein kaputt und nicht das Hirn"

ja, und wenn Du Im Hirn die Projektionsfelder für Dein Bein kaputt machst, hast Du den Eindruck, dass sich da etwas ungemein Schmerzhaftes abspielt oder je nach Situation auch gar nichts mehr.

queequeg antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 23519

@queequeg 

jep...und auch psychosomatisch vs somatopsychisch  ... und Phantomschmerz ist noch eine Variante.

deborah71 antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 6286

@deborah71 

Ein empfehlenswertes Buch zum Thema: Oliver Sacks, "Der Mann, der seine Frau mit seinem Hut verwechselte".

queequeg antworten
Kappa
 Kappa
(@kappa)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 440

@queequeg Das wissen wir eher nicht , oder kann man ein Bewusstsein künstlich bauen und Objektiv nachmessen:) Das Qualia Phänomen und an sich Totes Material sind doch komplett andere Dinge.

 

Eine rein auf den materiellen Anteil bezogene Wissenschaft die in Ihren Vorgehensweisen Explizit das eigentliche Wesens des Bewusstsein oder einfach die Fähigkeit "Sachen subjektiv zu Erleben" nicht akzeptiert und sich abschirmt, wie soll diese dann eben diese von der Art und vom Wesen her Immaterielle Sache erklären oder auch nur beleuchten?

Die Wissenschaft behauptet ja von sich aus nur, materielle Dinge beobachten und messen zu können. Das "erleben von Dingen" dagegen, dieses nur mit rein materiellen Wissenschaften erklären zu wollen, dazu reicht die Beschreibung Äpfel und Birnen nicht mehr aus.

Sicher laufen im Hirn Vorgänge dazu ab. Das steht nicht im Wiederspruch zur Christlichen Interpretation, da die Seele ja an den Leib verhaftet bzw. "Eins" ist.

 

 

 

 

kappa antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 6286

@kappa 

Du kannst verschieden Hirnbereiche zerstören und damit ziemlich genau damit korrespondierende Wahrnehmungen, Bewusstseinsinhalte oder Handlungsintentionen ausschalten.

Andererseits kannst Du durch Stimulation bestimmter Zentren oder Areale Empfindungen oder Bewusstseinsinhalte und Intentionen hervorrufen.

queequeg antworten
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@queequeg 

Du kannst aber mit materiellen Mitteln nicht das Wirken geistiger Kräfte verhindern. Ich möchte da mal nur eine Kraft erwähnen, weil hier schon ab und zu die Rede davon war: die Kundalini.

Da wird die Wissenschaft dann wieder sagen: die Kraft gibt es gar nicht.

Und dann sage ich: Es gibt genug Menschen, die ihre Wirkungen erfahren haben. Nils hatte dazu mal angemerkt, dass ein indischer Gelehrter vorgeschlagen hat, diese Kraft zu erforschen. Aber weil die Wissenschaft ja geistige Kräfte per se verneint, wird daraus wohl nichts werden.

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Lucan-7
(@lucan-7)
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@enar 

Du kannst aber mit materiellen Mitteln nicht das Wirken geistiger Kräfte verhindern. Ich möchte da mal nur eine Kraft erwähnen, weil hier schon ab und zu die Rede davon war: die Kundalini.

Da wird die Wissenschaft dann wieder sagen: die Kraft gibt es gar nicht.

Und dann sage ich: Es gibt genug Menschen, die ihre Wirkungen erfahren haben. Nils hatte dazu mal angemerkt, dass ein indischer Gelehrter vorgeschlagen hat, diese Kraft zu erforschen. Aber weil die Wissenschaft ja geistige Kräfte per se verneint, wird daraus wohl nichts werden.

Was genau bewirkt diese Kraft denn? Um sie zu erforschen muss da ja irgendetwas messbar sein.

 

 

 

lucan-7 antworten
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@lucan-7 

Diese Kraft ist diejenige Kraft, die den Gedanken Stärke verleiht. Gedanken können so stark werden, dass sie auf Materie sichtbar einwirken. Und ja, diese Wirkungen werden irgendwann bemerkt werden und gemessen werden können. Aus der hinduistischen Überlieferung sind Menschen bekannt, die die Kundalini in dieser Weise einsetzen konnten (oder können). Aber diese Kraft ist ein Attribut des allmächtigen Schöpfers. Sie steht jedem Geschöpf zur Verfügung. Es kann aber gefährlich sein, sie einzusetzen, wenn sie nicht in Verbindung mit dem Geist Gottes verwendet wird, d.h. in der geistigen Gemeinschaft und unter Anleitung des Sohnes, der das Leben ist.

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Lucan-7
(@lucan-7)
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@enar 

Diese Kraft ist diejenige Kraft, die den Gedanken Stärke verleiht. Gedanken können so stark werden, dass sie auf Materie sichtbar einwirken. Und ja, diese Wirkungen werden irgendwann bemerkt werden und gemessen werden können.

Spätestens dann würde sich die Wissenschaft dem auch nicht mehr verweigern... bislang haben sich aber alle derartige Behauptungen als unsinnig herausgestellt, wenn man sie unter echten wissenschaftlichen Bedingungen erforschen wollte.

 

lucan-7 antworten
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Beiträge : 20857

@lucan-7 

Spätestens dann würde sich die Wissenschaft dem auch nicht mehr verweigern... bislang haben sich aber alle derartige Behauptungen als unsinnig herausgestellt, wenn man sie unter echten wissenschaftlichen Bedingungen erforschen wollte.

Das kann und wird sich in der Zukunft ändern. Wir Menschen sind Geistwesen und lernen nach und nach (wieder!) mit der geistigen Kraft des heiligen Geistes zu arbeiten. Die Wirkungen werden sich zeigen. Es kann aber sein, dass dann die Wissenschaft gar nichts mehr erforschen muss, weil es jeder Mensch selbst tun kann, weil er Zugang zum Heiligen Geist hat.

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Queequeg
(@queequeg)
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Beiträge : 6286

@enar 

Gut, gut, gut. Dir bleibts unbenommen zu glauben, was Du willst.

queequeg antworten
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@queequeg 

Ja, natürlich. Und dir steht es frei, das zu glauben, was Du willst.

Du glaubst also zum Beispiel, dass Gedanken aus elektrochemischen Reaktionen im Gehirn entstehen. Super. Dann kann man ja denkende Materie erschaffen. Welche Aussichten für die KI, 😆 .

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Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

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@enar 

Ich glaube hier vor allem, dass wir der Menschheit nicht Böses zufügen, wenn wir den Gesprächsfaden jetzt durchschneiden und friedlich baumeln lassen.

queequeg antworten
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@queequeg 

Gerne.

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Jack-Black
(@jack-black)
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@enar die Kundalini.

Da wird die Wissenschaft dann wieder sagen: die Kraft gibt es gar nicht.

Die Wissenschaft sagt sowas nicht. Die, wenn sie schon persönlich adressiert wird, fragt höflich: "Oh, hört sich im Prinzip spannend an. Könntet ihr bitte die Phänomene zeigen, von denen ihr redet?"

Wenn dann allerdings jemand ausschlichlich mit anekdotischer Evidenz fragwürdiger Provinienz aufwarten kann, wird sie, die Wissenschaft, einer ihrer wichtigsten Tugenden, der Skepsis, sich befleissigen.

jack-black antworten
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@kappa 

Dem kann ich nur zustimmen.

Und die Wissenschaft weiss auch nicht, was Gedanken sind. Die werden lapidar als Bewusstseinsinhalte deklariert. Aber was Bewusstsein ist, ist ebenfalls ungeklärt....

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Deborah71
Beiträge : 23519

@enar 

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😀 Menschengeist zusammengeschrieben gibt es ja auch nicht, auch wenn du eine Stelle herausgesucht hast, die den Anschein erwecken könnte, wenn man das Leerzeichen nicht beachtet.

Und vergiß nicht zu erwähnen, dass sich die Diskussion im Zusammenhang mit deiner Wortschöpfung Christ-Geist entwickelt hat.

Such mal im Bibelserver mit den Stichworten : Geist im Menschen  Da wird dann einiges klarer.

Ergänzend: der erste Adam und der zweite Adam (Jesus Christus) sind vergleichbar, weil sie aus irdischer Materie und durch Einhauchung des Lebensatems Gottes (nishmat chayyim) entstanden sind.

Alle anderen Menschen sind durch die Vereinigung von zwei Menschen entstanden, durch die dann Lebendigkeit weitergegeben wurde. Das ist zu berücksichtigen.

deborah71 antworten
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Deborah71
(@deborah71)
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Ergänzung: und trotzdem gibt es auch zwischen 1. Adam und 2. Adam noch einen Unterschied:

1)  der erste Adam  und der zweite Adam (Jesus Christus) sind vergleichbar, weil sie aus irdischer Materie und durch Einhauchung des Lebensatems Gottes (nishmat chayyim) entstanden sind.

2) im zweiten Adam (Jesus Christus)  wurde nicht nur eine Lebendigkeit eingehaucht, sondern Gott-Sohn wurde Mensch. Sonst wäre die Aussage in  Joh 1,14 hinfällig.

Wie Gott das im Einzelnen gedacht hat, ist ein Mysterion. Da ist die menschliche Gestalt und die Lebendigkeit von Maria und gleichzeitig die Wirkung des Heiligen Geistes, von dem der Engel sagte, dass dieser Maria überschatten würde (ein Ausdruck für eine göttliche Kraftwirkung).

deborah71 antworten
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@deborah71 

Such mal im Bibelserver mit den Stichworten : Geist im Menschen  Da wird dann einiges klarer.

Da kommt nichts bei rum.

Aber Geist im Menschen: da gibt es viel, was im Menschen ist. Es ist ja nicht nur Gott, der uns Menschen inspiriert, sondern das tun auch die Dunkelmächte. Das hat alles nichts mit dem Geist des Menschen zu tun. Der Geist des Menschen ist die Identität, die Gott uns bei unserer Erschaffung gegeben hat. Das kommt in 1. Kor 2,11 deutlich zum Ausdruck.

Im Übrigen sehe ich die Schöpfungsgeschichte als einen großen Mischmasch an zwischen der Entstehung des Geistes des Menschen und seines irdischen Körpers.

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Gelöschtes Profil
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Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 20857

@enar
Hallo enar, meiner Meinung nach neigst du dazu, in manche Begriffe sehr viel hinein zu interpretieren
und Verbindungen zu anderen Begriffen zu suchen, wo keine sind. 
Ja - ich freue mich, wenn ich mich mit geistvollen Menschen unterhalten kann. 
Ich hoffe, dass der menschliche Geist sich trotz IT und KI behauptet und weiterhin federführend bleibt. 
Ich weiß auch, dass der Geist des Menschen diesen nicht immer positiv lenkt, sondern oftmals Unheil und Verderben bringt. 
In vielen Fällen können wir das Wort "Geist" auch durch "Verstand" ersetzen. 
Und wenn wir davon ausgehen, dass es der Geist ist, der uns antreibt, dann können wir den Begriff des "menschlichen Geistes" auch durch "menschliche Triebe" ersetzen. 

Nach diesen Worten muss doch Jesus auch einen Geist des Menschen haben. Aber da Jesus Gott ist, ist dieser Menschengeist eben der Gottesgeist, der Geist des Christus.

Was soll das nun alles, was soll diese Wortklauberei? Ich sehe ganz schlicht und einfach, dass Jesus anders war als du und ich und alle anderen. Ich gehe davon aus, dass Jesus vom Heiligen Geist erfüllt war (siehe die Beschreibung seiner Taufe) und daher in der Lage war, sowohl göttlich als auch menschlich zu denken und zu verstehen. Warum soll ich dann noch so verbissen (und m.M.n. sinnbefreit) nach Unterschieden und Gemeinsamkeiten zwischen "Menschengeist" und "Gottesgeist" suchen?

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Deborah71
(@deborah71)
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@enar 

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1Mo 6,3 Da sprach der HERR: Mein Geist soll nicht immerdar im Menschen walten, denn er ist Fleisch. Ich will ihm als Lebenszeit geben hundertzwanzig Jahre.

Hi 12,10 dass in seiner Hand ist die Seele von allem, was lebt, in seiner Hand auch der Geist im Leib eines jeden Menschen?

Hi 32,8 Wahrlich, es ist der Geist im Menschen und der Odem des Allmächtigen, der sie verständig macht.

Die ersten 3 Bibelverse beim Bibelserver geben Gott als die Quelle des menschlichen Geistes an, so dass er eine lebendige und verständige! Seele wurde. Gott ist der HERR über die Lebenszeit und der Erhalter des Lebens. Dazu gehört>

1. Mose 2, 7 Da machte Gott der HERR den Menschen aus Staub von der Erde und blies ihm den Odem des Lebens (= nishmat chayyim) in seine Nase. Und so ward der Mensch ein lebendiges Wesen.

Von Tieren ist dieser Vorgang so nicht beschrieben.

 

Dein Einschub mit den Dunkelmächten... die haben Zutrittsverbot. Sie versuchen schonmal Einflüsterungen und Versuchungen, aber Gott und ich in mir: geschlossene Gesellschaft unter dem Schutz des Blutbundes Jesu.

Aber Geist im Menschen: da gibt es viel, was im Menschen ist.

Das sehe ich nicht so. Das beste Beispiel ist der von dämonen belästigte Gerasener, der sogar in seiner Seele noch so viel Willen hatte, um zu Jesus zu gehen. Die Hauptmanifestationen des Geraseners waren emotional und selbstverletzend.

Es ist ja nicht nur Gott, der uns Menschen inspiriert, sondern das tun auch die Dunkelmächte.

Deswegen gab Gott die Gabe der Unterscheidungen der Geister und die Schrift, um die Gedankenwelt sauber zu halten und zu prüfen, was denk ich da eigentlich so herum.

 

Aber Geist im Menschen: da gibt es viel, was im Menschen ist. Es ist ja nicht nur Gott, der uns Menschen inspiriert, sondern das tun auch die Dunkelmächte. Das hat alles nichts mit dem Geist des Menschen zu tun.

Den Sprung von den ersten beiden Sätzen zum dritten Satz, wie machst du den? Der Gedankengang ist mir nicht klar... sollen da Dunkelmächte im Menschen sein oder nicht?

Der Geist des Menschen ist die Identität, die Gott uns bei unserer Erschaffung gegeben hat. Das kommt in 1. Kor 2,11 deutlich zum Ausdruck.

Könnte ich auch so ausdrücken.  Es gibt zwei Strömungen: a) sagt: Ich bin Geist, habe eine Seele und wohne in einem Körper b) Ich bin Geist, ich bin Seele, ich bin Körper.
Beides beschreibt dann unterschiedliche Belange, z.B. wo sitzen medizinische oder seelische Störungen; wie ist mein Shalom, mein Ganzheitsgefühl als Ich. (Es gibt da sicher auch noch andere Verständnisse)

Im Übrigen sehe ich die Schöpfungsgeschichte als einen großen Mischmasch an zwischen der Entstehung des Geistes des Menschen und seines irdischen Körpers.

Ich hoffe, ich konnte mit dem Anfang meiner Antwort etwas Ordnung vermitteln, die in der Schöpfungspoesie angelegt ist 🙂

 

deborah71 antworten
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Beiträge : 20857

@deborah71 

Langer Beitrag, mal sehen, was ich aufgreifen kann. 

Wie ich schon mal schrieb, ist es von Vorteil, wenn man versteht, dass Gedanken Geist sind und Kraftwirkung ausüben.

Inspiration bedeutet, dass ein Geistwesen einen Gedanken in ein anderes Geistwesen überträgt.

Ich schrieb, dass nicht nur Gott uns inspiriert, sondern dass dies auch die Dunkelmächte tun. Du brauchst nicht so selbstsicher zu sein, dass sie das bei dir nicht tun würden. Auch du bist Versuchungen ausgesetzt.

Wir haben also Gedanken von allen möglichen Wesen in uns und damit sehr viel unterschiedlichen Geist. 

Davon zu unterscheiden ist eine Besetzung eines Menschen durch ein dunkles Wesen. Davon habe ich nicht gesprochen und das kommt auch nur selten vor.

Wenn ich also Geist im Menschen lese, dann ist das für mich etwas ganz anderes als der Geist des Menschen. 

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Deborah71
(@deborah71)
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@enar 

deborah71: Dein Einschub mit den Dunkelmächten... die haben Zutrittsverbot. Sie versuchen schonmal Einflüsterungen und Versuchungen, aber Gott und ich in mir: geschlossene Gesellschaft unter dem Schutz des Blutbundes Jesu.

enar: Ich schrieb, dass nicht nur Gott uns inspiriert, sondern dass dies auch die Dunkelmächte tun. Du brauchst nicht so selbstsicher zu sein, dass sie das bei dir nicht tun würden. Auch du bist Versuchungen ausgesetzt.

Lies bitte nochmal nach: Es ist eine andere Aussage, ob Dunkelmächte einen inspirieren oder ob sie versuchen einen zu inspirieren/belabern. Ich hatte von Versuchungsversuchen geschrieben und dem Schutz des Blutbundes Jesu.  Ich könnte noch von der geistlichen Waffenrüstung schreiben, die einen Schutz darstellt. Dein Einwand ist also gegenstandslos.

Wir haben also Gedanken von allen möglichen Wesen in uns und damit sehr viel unterschiedlichen Geist.

Wir ganz sicher nicht. Ich bin kein Durchgangsbahnhof. 

Abgesehen davon wirst du ungenau mit dem Wort Geist. Hier wechselst du von Identität zu Intellekt und Gedanken.

 

deborah71 antworten
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@deborah71 

Das Wort Geist hat schlicht und ergreifend verschiedene Bedeutungen. Eine davon ist: Gedanken sind Geist. Sie sind auch wirkende Kraft. Das ist eine ganz wesentliche Bedeutung von Geist.

Die Versuchungen von Dunkelmächten sind ja nichts weiter als Gedanken, die auf uns eine Kraft ausüben. Als Jesus Nachfolger sollen wir lernen, diesen Kräften zu widerstehen. Und Gott sorgt dafür, dass wir nicht über unsere Kraft versucht werden.

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Deborah71
(@deborah71)
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@enar 

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Bring lieber mal Ordnung in dein Chaos zwischen Dunkelmächten, Gedanken und Kraft.  😉

Wenn du im Licht Gottes wandelst, dann dunkelt da nichts.

 

deborah71 antworten
Queequeg
(@queequeg)
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@deborah71

Ich würde Dir ja gerne zustimmen, aber an anderer Stelle sagst Du ja das gerade Gegenteil aus, dass man sich vor Dunkelmächten hüten muss. Wie oft habe ich das gehört und wie viele Menschen haben darunter gelitten.

Klar, schränkst ein, "Wenn du im Licht Gottes wandelst". Aber hast Du schon mal einen Menschen erlebt, der das ernsthaft für sich bestreitet, wenn er sich zu Jesus bekennt?

Für mich ist sonnenklar - wenn Gott gibt, gibt es keine Dunkelmächte. Das überlassen wir getrost den Parsisten, die solche Vorstellungen ja zur Perfektion gebracht haben.

queequeg antworten
Deborah71
(@deborah71)
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@queequeg 

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Du formulierst 'sich hüten müssen', das transportiert Ängstlichkeit. Meine Aussage ist eine andere...vertrauen in den  Schutz Gottes, mit Gott übereinstimmen, in seinem Licht leben. 

Der Parsismus ist eine ganz andere Nummer, als das wovon Jesus spricht und wie er damit umgeht.

Das ist aber nicht das Hauptthema des Threads. Es geht um enars Vorstellung von Jesus und ich denke auch, wie man gedanklich Jesus als Mensch und Gott gleichzeitig unter einen Hut bringt für sich. Dazu noch die Zeit des AT in der Jesus ohne den menschlichen Körper im Spiel war.

Leider versteift sich enar darauf, den Titel Christus zu einer Entität zu machen, um mit diesem Spagat, Jesus im AT ohne, dass er öffentlich Jesus genannt wird, und Jesus im NT mit dem Namen Jesus zu verstehen und dann noch den wiederkommenden Jesus, der erwartete Messias/Christus..wieder der Titel und keine andere Entität.

deborah71 antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

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@deborah71 

"Du formulierst 'sich hüten müssen', das transportiert Ängstlichkeit."

Natürlich tut es das. Und es ist das bei weitem häufigste Einzelphänomen, dem ich bei Menschen christlichen Glaubens begegnet bin. Da wird dann im Brustton der Überzeugung von der Sicherheit gesprochen, in der man sich mit Gott zusammen wähnen darf, aber gleichzeitig eine Schweineangst davor formuliert, dass eben "dunkle Mächte" einen versuchen ständig versuchen, einen da herauszureißen. Eines der absurdesten Beispiele hatte ja vorzeiten schon genannt: Die Frau, die nach Jahren in einer Gemeinde, in der fast nur von der Vorsicht vor dem Leibhaftigen die Rede war, in eine Gemeinde wechselte, von der bekannt war, dass sie sehr christozentrisch orientiert war. Sie wurde sehr wohltuend aufgenommen, aber am zweiten Tag eindringlich davor gewarnt, dass Satan hinter jeder Ecke lauert, um jeden Menschen auf seine Seite zu ziehen.

Damit war sie dann schneller wieder aus dieser Gemeinde als sie hineingekommen ist und wollte von Stund an nichts mehr von religiösem Denken wissen.

queequeg antworten
Deborah71
(@deborah71)
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@queequeg 

Zum Beitrag

Sie wurde sehr wohltuend aufgenommen, aber am zweiten Tag eindringlich davor gewarnt, dass Satan hinter jeder Ecke lauert, um jeden Menschen auf seine Seite zu ziehen.

Das ist ja nun totaler Unfug. Satan ist weder allgegenwärtig noch allmächtig, wie Jesus ihn beschreibt.

Das meist Beeinflussende ist das Kopfkino der Menschen, die eine Angsterziehung genossen haben. Sie sabotieren sich so selbst am Meisten.

Dagegen hält die Schrift die Geborgenheit in der Liebe Gottes. Ein gutes Schriftfundament stützt den Glauben und gibt Stabilität.

deborah71 antworten
Queequeg
(@queequeg)
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@deborah71 

Sicher ist das Unfug, aber ein ungemein weit verbreitetes Phänomen.

Ich hatte vergleichsweise wenige Menschen wegen religiöser Probleme in Behandlung, aber jede Menge Menschen, die irgendwelche Schwierigkeiten hatten, die bei näherem Hinsehen dann sehr enge Verpflechtungen mit ihrem Glauben zeigten - übrigens bei Gläubigen und Nicht-Gläubigen gleichermaßen.

Viele Gläubige hatten leichte Zweifel, ob es denn auch wirklich alles richtig ist, was sie glaubten. Die hatten damit aber auch die wenigsten Probleme. Eine andere ziemlich große Gruppe nahm zwar für sich in Anspruch, mitten im Zentrum christlichen Glaubens zu stehen, hatte dabei aber Angst davor, nicht alles "richtig zu machen" und deshalb am Ende vor der Tür ins Paradies zu stehen, aber nicht eingelassen zu werden. Und die dritte Gruppe eben die, die eine Wahnsinnsangst hatte, dass Satan sie, ohne, dass sie es merkten, hopp nehmen würde.

Bei dieser Frau, von der ich sprach, war fast tragisch, dass sie aus einer Gemeinschaft kam, die bekanntermaßen sich nur um die Angst vor Satan dreht, und in eine Gemeinde ging, in der fast nur von Jesus die Rede ist. 

queequeg antworten
Deborah71
(@deborah71)
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@queequeg 

Zum Beitrag

Was mir immer wieder auffällt ist, dass so wenige sich in der Schrift informieren und auch nicht auf die Idee kommen, den Heiligen Geist zu fragen, wie das denn nun zu verstehen sei. Sie vertrauen darauf, dass der Leiter schon das Richtige erzählt und prüfen nicht nach.

Ich weiß nicht mehr, um welche Bibelstelle es ging, aber in dem Moment, als der Heilige Geist mich erkennen liess, was da wirklich steht, war ich baff... es war genau das Gegenteil dessen, was irgendjemand mir mal im KiGo oder zu Hause beigebracht hatte und es war so befreiend.

In diese Richtung hatte ich mal einen Traum.
Im Traum stand neben meinem Bett ein großer zugebundener Sack. Klar schaute ich rein. Er war voller Getreidekörner. Ich schüttete den Sack dann aus und der Inhalt machte einen kleinen Berg. Oben auf dem Berg lag das Unterste.... (jetzt wirds unangenehm)..  mehrere Stücke trockener Hundekot.

Die Auflösung kam für mich über diese Stelle: Knechtschaft durch Regeln statt Freiheit im Glauben.

Phil 3,2 Hütet euch aber vor allen, die versuchen, eure Gemeinde zu zerstören! Sie sind wie bösartige Hunde, diese falschen Lehrer, die euch einreden wollen, dass ihr euch beschneiden lassen müsst, um zu Gottes Volk zu gehören. Dann können sie euch auch gleich verstümmeln! HfA

Also irgendwann in der Kindheit war mir Regelion# vermittelt worden.

#Regelion ist ein Kofferwort aus Regeln und Religion. Quelle: Tobias Teichen, ICF München

Die Aufgabe war dann Regelion von geistlichen Prinzipien der Gnade aus Glauben unterscheiden zu können.

Das Getreide steht für mich für Gottes Wort, das Freiheit vermittelt und es waren unzählige Körner.

Ps 119,160 Die Summe deines Wortes ist Wahrheit, und jedes Urteil deiner Gerechtigkeit ⟨währt⟩ ewig. (Elb) 

deborah71 antworten
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@deborah71 

Oh, ich habe da Ordnung. Jesus macht mir die verschiedenen Dinge bewusst.

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Maria
 Maria
(@maria)
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@deborah71 jetzt bin ich etwas verwirrt. Wie kommst du darauf, dass Adam und Jesus Christus in ihrer Entstehung vergleichbar sind? Von Jesus heißt es, dass in Ihm das Wort, das von Anbeginn beim Vater ist, Fleisch geworden ist (Joh 1,1-14). Das Wort ist der Sohn Gottes von Ewigkeit her, nicht erschaffen. Adam ist aber ganz eindeutig von Gott erschaffen worden.

Als Ergänzung dazu ist mir noch Joh 10,34-38 eingefallen. Jesus bezeichnet sich als Sohn Gottes und verweist auf Psalm 82, 6-7: "Wohl habe ich gesagt: Ihr seid Götter, ihr alle seid Söhne des Höchsten. Doch nun sollt ihr sterben wie Menschen, sollt stürzen wie jeder der Fürsten."

Wie bringst du denn diese Bibelstellen damit zusammen, dass Adam und Jesus vergleichbar sein sollen in ihrer Entstehung?

Ich lese daraus, wenn ich auch noch die Stellen dazu nehme, in denen Jesus von sich als Menschensohn spricht: Jeder Mensch ist gleichzeitig Gottessohn und Menschensohn. Der Gottessohn, der in Jesus Fleisch geworden ist, ist der Sohn Gottes von Ewigkeit her. Die Gottessöhne der anderen Menschen sind aber im Gegensatz dazu erschaffen.

 

 

maria antworten
Deborah71
(@deborah71)
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@maria 

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Jesus wurde Mensch in Maria... da ist der Vergleich. Von ihr hatte er den irdischen Körper, aber ohne menschlichen Vater. Auch Adam hatte keinen menschlichen Vater. Alle folgenden Menschen hatten irdische Väter.

Wenn du andere Belange vergleichst, dann passt es natürlich nicht. Was du weiterhin schreibst gehört ja auch zu Jesus und ist richtig.

 

 

deborah71 antworten
Maria
 Maria
(@maria)
Beigetreten : Vor 6 Monaten

Beiträge : 356
Veröffentlicht von: @deborah71

@maria 

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Jesus wurde Mensch in Maria... da ist der Vergleich. Von ihr hatte er den irdischen Körper, aber ohne menschlichen Vater. Auch Adam hatte keinen menschlichen Vater. Alle folgenden Menschen hatten irdische Väter.

Wenn du andere Belange vergleichst, dann passt es natürlich nicht. Was du weiterhin schreibst gehört ja auch zu Jesus und ist richtig.

 

 

Ach so, jetzt verstehe ich dich. Es ging darum, dass beide keinen leiblichen Vater haben.

Mich würde jetzt aber interessieren, wie sich das mit Christus verhält. Ich glaube und habe das immer geglaubt, dass wir das Wort, den Sohn des Vaters, Christus nennen. Anscheinend gibt es da unter Christen aber unterschiedliche Ansichten, was ich überhaupt nicht nachvollziehen kann.

 

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Deborah71
(@deborah71)
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@maria 

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Ach so, jetzt verstehe ich dich. Es ging darum, dass beide keinen leiblichen Vater haben.

Ja genau. Denn das ist wichtig.  Der erste Adam, der nur von der Erde war und Leben bekam, hat den Karren in den Sand gefahren. Der zweite Adam, der einen irdischen Leib bekam, um stellvertretend für uns Menschen zu sterben für unsere Rettung, kam vom Himmel, Gott-Sohn für den Versöhnungsauftrag: wahrer Mensch und wahrer Gott.
Ich erlebe immer wieder, dass Gott auch ein Gott des Details ist in seinen wunderbaren Planungen.

Dank deiner Nachfrage hat das meine Gedanken nochmal angekurbelt und ich habe weitere Bibelstellen gefunden und nun verstehe ich diesen Sachverhalt, wahrer Mensch und wahrer Gott besser, statt nur einen Glaubenssatz zu akzeptieren.

~~~~

Christus ist ein Titel in Latein, kein Name. Hebräisch Maschiach. Ein Maschiach (Messias, Christos, Christus) ist jemand der durch eine Einsetzungssalbung ( meist mit Öl) in sein Amt eingesetzt wurde.

מָשִׁיחַ mashiyach anointed, a consecrated person, the Messiah
  Notes Strongs #4899: Noun Masculine;
from מָשַׁח [mashach ];
  Meaning: 1) anointed, anointed one
1a) of the Messiah, Messianic prince
1b) of the king of Israel
1c) of the high priest of Israel
1d) of Cyrus
1e) of the patriarchs as anointed kings

mashiyach Gesalbter, eine geweihte Person, der Messias
Anmerkungen Strongs #4899: Substantiv Maskulinum;
von מָשַׁח [mashach ];
Bedeutung: 1) Gesalbter, Gesalbter
1a) des Messias, messianischer Fürst
1b) des Königs von Israel
1c) des Hohenpriesters von Israel
1d) des Kyrus
1e) von den Patriarchen als gesalbte Könige

Der Name Jesu ist Hebräisch Jeshuah, der Retter, als der er eingesetzt/gekrönt worden ist bei seiner Taufe: Dies ist mein geliebter Sohn, an dem Ich (Gott Vater) Wohlgefallen habe.
Sohn bedeutet hier nicht leiblicher Sohn, sondern das ist im Hebräischen eine Krönungsformel für Könige.

Auch ist aus Joh 1  Das Wort(griech. logos, hebr. dabar)  ein Titel für Jesus. Gott-Sohn in Existenz gekommen. Das Griechische hat keine genaue Entsprechung für dabar, logos kommt dem am Nächsten.

deborah71 antworten
Maria
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(@maria)
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Veröffentlicht von: @deborah71

 

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Vielen Dank für die ausführliche Erklärung der Worte!

Mashiach/Christos/Christus sind also Titel, die lediglich aussagen, dass jemand durch Salbung in sein Amt gelangte. Habe ich das richtig verstanden? Das wäre sicherlich für Nichtchristen ein Beweis, die Einzigartigkeit von Jesus zu bestreiten, denn Mashiache (? weiß nicht, wie der Plural gebildet wird) gab es ja viele.

Soweit ich mich erinnere, geht dieser Titel bei Jesus Christus aber weiter. Es wird damit die Herkunft von Gott her bezeichnet, jedenfalls habe ich es immer so verstanden. Mal schauen, ob ich irgendwo fündig werde. Vielleicht finde ich bei Paulus was? Wenn er sagt: Nun lebe nicht mehr ich sondern Christus lebt in mir, dann vermute ich damit doch sehr stark, dass er damit nicht das Amt meint.

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Deborah71
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@maria 

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Wenn er sagt: Nun lebe nicht mehr ich sondern Christus lebt in mir, dann vermute ich damit doch sehr stark, dass er damit nicht das Amt meint.

Ein Amt kann nicht wohnen 😉

Jesus Christus wohnt durch  seinen Stellvertreter, den Heiligen Geist in uns und wirkt an und durch uns. Gibt Leitung, Orientierung, Weisheit, Ermahnung im Inneren. Hinweise darauf gibt Johannes 16

 

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Maria
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@deborah71 

Jesus Christus wohnt durch seinen Stellvertreter, den Heiligen Geist in uns und wirkt an und durch uns. Gibt Leitung, Orientierung, Weisheit, Ermahnung im Inneren. Hinweise darauf gibt Johannes 16

Ja, so fängt es an und geht dann immer weiter, bis der Mensch sagen kann: Christus ist in mir und ich bin in Ihm. Paulus meint da nicht den Stellvertreter sondern Christus Himself.

 

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Deborah71
(@deborah71)
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@maria 

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Hältst du Jesus Christus für nur Geist? Er ist mit seinem Auferstehungskörper in den Himmel aufgefahren. Wie sollte Er mit seinem Körper in einem Christen wohnen?

An einer Stelle berichtet Paulus, dass er für die Gläubigen betet, dass Christus mehr und mehr Gestalt in ihnen gewinne. Das bezieht sich auf Charakter und Handeln wie Jesus Christus, wie er predigen, heilen, befreien, mit Gottes Liebe lieben.

 

 

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@deborah71 Ich glaube, Paulus spricht hier ganz bewusst von "Christus" und nicht von "Jesus Christus".

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Deborah71
(@deborah71)
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@maria 

Nun, Christus ist Jesus...  Christus ist die Einsetzungsbestätigung (Salbung durch den Heiligen Geist) und wer zu Jesus gehört und die Person und Kraftausrüstung des Heiligen Geistes und die Bestätigung als Christ (Salbung) bekommen hat, da ist dieses Veränderung bleibend auf einem Christen, so wie sie bleibend auf Jesus war. Derjenige verliert aber seinen eigenen Namen nicht dadurch.

https://www.bibleserver.com/search/ELB/Jesus%20Christus

https://www.bibleserver.com/search/ELB/Christus

Es gibt auch noch Stellen, wo Christus Jesus steht, das lässt sich aber nicht in der Suchmaschine rausfiltern.

 

deborah71 antworten
Maria
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@deborah71 Beim ersten Überfliegen scheint es tatsächlich so zu sein, dass Paulus Christus oder Jesus Christus ohne Bedeutungsunterschiede benutzt, aber ohne genaue Untersuchung der einzelnen Stellen kann man das nicht ohne weiteres sagen. D.h. aber auch, ich habe vielleicht mehr in "Christus lebt in mir" hineingelegt, als es eigentlich bedeutet. Leider heißt das aber auch, dass ich nicht verstanden werde, wenn ich die Begriffe aus der Bibel verwende, da jeder damit andere Vorstellungen verbindet. Schon beim Namen Christus fängt es ja an. Gut, dass wir darüber gesprochen haben.

Ich versuche mal, mit meinen eigenen Worten meine Gedankengänge und mein eigenes Erleben wiederzugeben und bete darum, dass ich mich verständlich ausdrücken kann.

Der Sohn Gottes ist Mensch geworden und damit unser Bruder. Indem Er am Kreuz die Sünden der Menschen auf sich genommen hat, ist Er sogar auch den sündigen Menschen gleich geworden und ihr Bruder, obwohl Er selbst nie gesündigt hat. Er ist auferstanden mit einem Auferstehungsleib, mit dem Er in den Himmel zurückgekehrt ist. Sein Name ist Jesus Christus.

Die Menschen konnten vorher nicht in Gemeinschaft mit der Heiligkeit des Vaters und des Sohnes leben. Jesus Christus macht das jetzt möglich. Er selbst  ist der Weg zum Vater in Seiner Person als Gott und Mensch zugleich. Der Sohn Gottes begegnet dem sündigen Menschen seitdem nicht mehr sofort in Seiner ganzen Herrlichkeit, was kein Sünder verkraften würde. Er begegnet dem Menschen zuerst als Bruder, auf Augenhöhe quasi. Aber als ein Bruder, auf dessen Liebe jeder Mensch vertrauen kann, bei dem er sich geborgen fühlen kann. Den er lieben kann. So kann der heilige Geist anfangen zu wirken und den Menschen nach und nach heilen und umwandeln, bis er schließlich in Jesus Christus auch die direkte Gemeinschaft mit Sohn und Vater erleben kann, das Einssein mit Sohn und Vater.

Als Mensch macht man auf die Weise eine Entwicklung durch, die sich normalwerweise auch in der Wortwahl widerspiegelt. Man trifft zunächst eher den Menschen in Jesus Christus und nach und nach auch den Sohn Gottes in Ihm. Der menschliche Anteil in Ihm wird für mich in dem Namen Jesus ausgedrückt und der Gottessohn in dem Namen Christus. Ich hatte angenommen, das ist bei Paulus und allen anderen Christen genauso, aber das scheint ja nicht der Fall zu sein 🙂

 

 

 

 

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Deborah71
(@deborah71)
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@maria 

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Das Bruderbild hast du fein ausgedrückt. Kannst du das auch so für HERR und Retter formulieren? Jesus ist ja nicht nur Bruder.

Man trifft zunächst eher den Menschen in Jesus Christus und nach und nach auch den Sohn Gottes in Ihm.

Das kann so sein... viele erleben das so. Bei mir war es anders...

Ich las damals gerade:
Joh 19, 16 Da überantwortete er ihnen Jesus, dass er gekreuzigt würde. Sie nahmen ihn aber, 17 und er trug selber das Kreuz und ging hinaus zur Stätte, die da heißt Schädelstätte, auf Hebräisch Golgatha. 18 Dort kreuzigten sie ihn und mit ihm zwei andere zu beiden Seiten, Jesus aber in der Mitte. 19 Pilatus aber schrieb eine Aufschrift und setzte sie auf das Kreuz; und es war geschrieben: Jesus von Nazareth, der Juden König. 

Da war urplötzlich Seine Gegenwart da und Er 'sprach' in meine Gedanken: "Das bin ich!" Und seine Gegenwart war mit einer unglaublich starken reinen Liebe verbunden.

So kann es also auch gehen. Er begegnet jedem, dann wenn es dran ist, gerade so, wie derjenige es braucht. Das ist so wunderbar an Ihm, dass er keine unflexible Regel aufgestellt hat für den Moment der Rettung und Wiedergeburt von oben, sondern echt  begegnet. ❤️ 

Der menschliche Anteil in Ihm wird für mich in dem Namen Jesus ausgedrückt und der Gottessohn in dem Namen Christus. Ich hatte angenommen, das ist bei Paulus und allen anderen Christen genauso, aber das scheint ja nicht der Fall zu sein

Das ist auch nicht der Fall. Warum das so ist, das ist hier niedergelegt:

Matthäus 1, 20 Als er noch so dachte, siehe, da erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum und sprach: Josef, du Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria, deine Frau, zu dir zu nehmen; denn was sie empfangen hat, das ist von dem Heiligen Geist.
21 Und sie wird einen Sohn gebären, dem sollst du den Namen Jesus geben, denn er wird sein Volk retten von ihren Sünden.
22 Das ist aber alles geschehen, auf dass erfüllt würde, was der Herr durch den Propheten gesagt hat, der da spricht:
23 »Siehe, eine Jungfrau wird schwanger sein und einen Sohn gebären, und sie werden ihm den Namen Immanuel geben«, das heißt übersetzt: Gott mit uns.

Sein vollständiger Name ist Immanuel Jesus. Der Rufname ist Jesus und der Name steht gleichzeitig für die Berufung: Retter.

Die Autoren haben beim Schreiben meist Jesus Christus verwendet, weil sie ja hinterher aufgeschrieben haben. Offiziell zur Identität des verheißenen Messias/Gott Sohn hat sich Jesus vor dem Hohenpriester beim Verhör bekannt:

Mt 26, 63 Aber Jesus schwieg still. Und der Hohepriester sprach zu ihm: Ich beschwöre dich bei dem lebendigen Gott, dass du uns sagst, ob du der Christus bist, der Sohn Gottes.
64 Jesus sprach zu ihm: Du sagst es. Doch sage ich euch: Von nun an werdet ihr sehen den Menschensohn sitzen zur Rechten der Kraft und kommen auf den Wolken des Himmels.

"Du sagst es"  ist ein hebräisches Ja, ein Hebraismus, der im Griechischen durchschimmert. . Es gibt im Hebräisch zu Jesu Zeit kein buchstäbliches Ja, wie in unserer Sprache.

Bei der Samariterin am Brunnen, steht auch kein buchstäbliches Ja, sondern "Ich bin, der mit dir redet." Für die deutschen grammatikalischen Regeln steht da noch ein es, ich bin es.  Joh 4,26.

Im Hebräischen NT ( HaB'rit HaChadashah ) steht es so:
Ich, der mit dir Redende, ich bin derjenige.  (Ani haMedaber elajikh, Ani Hu)

deborah71 antworten
Maria
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(@maria)
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@deborah71 Jetzt musste ich doch etwas schmunzeln, als ich deine Antwort gelesen habe. Zuerst erklärst du mir, dass ich falsch liege damit, dass Jesus der Name des Menschensohnes ist und Christus der Name des Gottessohnes. Als Beweis dafür bringst du ausgerechnet die beiden Stellen, die genau das belegen. Das ist das Wirken des heiligen Geistes:-)

21 Und sie wird einen Sohn gebären, dem sollst du den Namen Jesus geben, denn er wird sein Volk retten von ihren Sünden.

Und der Hohepriester sprach zu ihm: Ich beschwöre dich bei dem lebendigen Gott, dass du uns sagst, ob du der Christus bist, der Sohn Gottes.
64 Jesus sprach zu ihm: Du sagst es.

Der von Maria geborene Sohn soll Jesus heißen und der Sohn Gottes ist der Christus 🙂

Danke für deine Schilderung, wie Jesus Christus sich dir zu erkennen gegeben hat. Ja, genau so ist Er. Ich war damals 22 Jahre alt und stand vor der Entscheidung zwischen zwei Männern. Um Klarheit zu bekommen, ging ich ins Gebet (ich hatte kurz vorher eine ähnliche Gebetsform wie das Jesus-Gebet angefangen). Da sah ich vor mir einen Weg, der sich in zwei gabelte und mir wurde klar, dass je nach dem wie ich mich entscheiden würde, mein Leben einen ganz anderen Verlauf nehmen würde. Bei dem einen Mann wusste ich, dass er für Jesus brannte, und ich entschied mich für ihn. Da wurde es ganz hell in mir und um mich herum und eine überwältigende Liebe durchströmte mich. Das dauerte ein paar Stunden an. Ich sah, dass die Blätter der Pflanzen, denen ich meine Aufmerksamkeit zuwendete, aufleuchteten und ihnen mehr Leben zuströmte.  Die ganze Welt sah verändert aus, licht und hell. Das war dann der Anfang meines Lebens mit Jesus Christus. Etwa 20 Jahre später kam dann ein anderes Erlebnis, das meine Beziehung zu Jesus Christus noch einmal viel inniger machte. Mir wurde klar, dass Jesus meinetwegen gekreuzigt wurde, was mich zutiefst erschütterte. Ich wusste jetzt, dass ich Ihm in allem vertrauen kann. Vorher war Er für mich unser Herr und Meister, dem wir Christen nachfolgen. Seitdem ist Er mein Herr und Meister, der mich innerlich leitet und dem ich voll vertraue.

maria antworten
Deborah71
(@deborah71)
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@maria 

Nein, das hatte ich nicht erklärt. Der Hohepriester fragt danach, ob Jesus der Maschiach ist.  Jeschua ist Sohn Gottes und der Maschiach, Das Wort und Das Licht der Welt, Der Retter und der Richter.

Jeschua ist wahrer Mensch und wahrer Gott.

Der Hohepriester fragte danach, ob er der ist, der Israel mit militärischer Macht befreien würde, das war die Vorstellung des Maschiach  bis heute bei den Juden. Und das macht sie so empfänglich für den Antichrist, bevor der echte Maschiach wiederkommt.

Wenn Jesus von sich als dem Menschensohn spricht, dann bedeutet das nicht, wie vielfach angenommen wird, den Menschen Jesus, sondern ist die Frage nach dem Transzendenten Maschiach.

Sie warten auf das für sie erste Kommen des Maschiach und wir warten auf das zweite Kommen des Maschiach zusammen mit den messianischen Juden.

 

Danke für den Zeugnis 🙂

deborah71 antworten
Maria
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@deborah71 Lassen wir das jetzt einfach so stehen. Für mich wichtig ist einzig und allein, dass sich der, den ich meine, angesprochen fühlt, wenn ich Ihn mit Seinem Namen rufe.

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lhoovpee
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@enar 

Und nun? Zwei Bibelstellen wo der Geist des Menschen genannt wird. Was heißt das für dich? Keine Ahnung auf welchen anderen Thread du dich beziehst. Warum eröffnest du hier einen neuen? 

Etwas Kontext wäre Hilfreich. 

lhoovpee antworten
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@lhoovpee 

Es geht um die Frage, ob in Jesus der Geist des Christus Fleisch geworden ist. Ich hatte dazu bemerkt, dass im Menschen ein Menschengeist wirkt und dass in Jesus der Geist des Sohnes Gottes wirkt, hatte dazu den Begriff Christusgeist benutzt.

Daraufhin wurde mir eröffnet, dass der Begriff Menschengeist in der Bibel nicht vorkommt. Daher habe ich die zwei Stellen im Eingangsposting zitiert. Dort wird der Begriff Geist des Menschen genau in dem Sinne verwendet, wie ich den Begriff Menschengeist verwendet habe. 

Letztlich dreht sich die Diskussion um die Wortwahl, wie du in dem Beitrag von neubaugöre nachlesen kannst.

Mich interessiert dennoch die Frage, ob in Jesus ein normaler Geist des Menschen wirkt oder ob ausschließlich das Wort, der Geist des Christus, in ihm wirkt.

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neubaugoere
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@enar 

Veröffentlicht von: @enar

Mich interessiert dennoch die Frage, ob in Jesus ein normaler Geist des Menschen wirkt oder ob ausschließlich das Wort, der Geist des Christus, in ihm wirkt.

*hm* ... Frage: und die Aussage, <Jesus war ganz Mensch und ganz Gott> "sagt" dir dabei so gar nichts?

neubaugoere antworten
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@neubaugoere 

Wenn ich das wörtlich nehme, dann hat Jesus einen Menschengeist und den Geist Gottes. 

Geistig gesehen ist Jesus aber den Menschen nicht gleich. Du argumentierst doch die ganze Zeit gegen Nils (im Einklang mit anderen hier), dass Jesus eben kein erleuchteter Meister ist, wie Buddha, Krishna und so weiter.

Das glaube ich übrigens auch nicht. Und zwar aus dem Grunde, dass in Jesus ausschliesslich der Gottes-Geist (an anderer Stelle sagte ich auch Christus-Geist) wirkt.

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neubaugoere
(@neubaugoere)
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Beiträge : 15759

@enar 

Die Frage war, ob in Jesus ein normaler Geist des Menschen wirkt ... sprachlich weicht das schon von dem ab, was ich in Kopf und Herz habe. Deshalb ist eine Verständigung erst einmal notwendig. Aber auch damit tun wir uns wohl alle schwer hier. 

-- noch ein Gedanke zu "Geist des (oder im) Menschen" und "Menschengeist". "Menschengeist" impliziert meines Erachtens, dass es einen quasi fremden Geist gibt, der vom Menschen - also nicht zu ihm gehörend - Besitz ergriffen hat. Vielleicht ist das deshalb so schwierig mit der Verständigung und Kommunikation. Wir sind geschaffen worden nach dem Muster des Tempels: Körper - Seele - Geist (Vorhof - Tempelinneres - Allerheiligstes, wenn ich mich recht erinnere). Es ist nicht von irgendwoher ein fremder Geist gekommen, der dann in den Menschen geschlüpft ist, was aber eben diese Wortwahl (Menschengeist) impliziert. Die Bibel spricht in solchem Fall von z.B. einem "bösen Geist" (vgl. z.B. Markus 1). Dort - so denke ich - trifft genau das zu. --

Jesus war ganz Mensch - deshalb mit ebenso einem Geist wie jeder andere Mensch, also auch wir - und er war (und ist) ganz Gott mit dem göttlichen, dem Heiligen Geist. Da sehe ich durchaus Parallelen zu uns heute, denn wenn Gott seinen Heiligen Geist schenkt, inspiriert dieser eben unseren menschlichen Geist.

Im Hinterkopf habe ich immer: Gottes Reich ist Geist. <-- und hier sagen wir auch nicht, dass Gottes Reich EIN Geist ist, sondern das Reich IST Geist. Ja, ich weiß, schwer zu verstehen. Möge der Herr uns dabei helfen.

Wo es keine Parallele gibt, ist, dass er sündlos blieb, was wir nicht schaffen, selbst mit der Hilfe des Heiligen Geistes nicht bzw. nicht in aller Gänze und aller Forderung des Gesetzes. Deshalb ging Jesus den schweren Weg ans Kreuz, um uns aus dieser Misere wieder herauszuholen. Er hat es als Einziger geschafft, sündlos zu sein und zu bleiben, obwohl er hier als Mensch genauso lebte wie wir. | Haben wir zwei beide uns unterhalten mit dem "bei Gott ist immer beides" (an anderer Stelle)? Das ist so ein Beispiel. Beides - wahrer Gott UND wahrer Mensch zur gleichen Zeit. Das kann unseren Verstand nicht nur reizen, sondern auch übersteigen. Wir Menschen sind so nicht "angelegt", wir "funktionieren" so nicht. Es ist ein "Wunder", wenn wir glauben können und wenn wir im Glauben (!!!) "verstehen", dass dies wahr ist.

Jesus IST Gott. Das ist etwas anderes als "ein erleuchteter Meister wie Buddha, Krishna ...". Jesus ist König der Könige, Herr der Heerscharen, Herrscher aller Herrscher und sitzt zur Rechten (!) Gottes, des allmächtigen Vaters. (Die Rechte des Vaters ist nicht einfach eine links-/rechts-Bezeichnung, sondern hat etwas mit Gerechtigkeit zu tun.)

Ich hoffe, ich hab einiges erklären können.

Friede mit dir.

neubaugoere antworten
Adjutante
(@adjutante)
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Beiträge : 2680

@enar 

Mich interessiert dennoch die Frage, ob in Jesus ein normaler Geist des Menschen wirkt oder ob ausschließlich das Wort, der Geist des Christus, in ihm wirkt.

Jesus wurde ja selbst durch den Heiligen Geist gezeugt, also wirkt er auch in ihm.

adjutante antworten
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Beiträge : 20857

@adjutante 

Das ist eine Selbstverständlichkeit.

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Wasilis
Beiträge : 521

@enar

Man muss unterscheiden zwischen dem Geist des Menschen und diesen Gottes. Weil Jesus ein Mensch und ein Gott war hat auch den Geist Gottes.

Ich erläutere dir die Texte auf die du dich bezogen hast, damit das ganze verständlicher wird. Bei diesen Texten geht es um den Geist Gottes und den Geist des Menschen. Jesus ist nicht direkt erwähnt worden.

 Spr. 20, 27                                                                                                                                                                                                      Das Licht des Herrn, das das Leben des Menschen leitet, ist der lebensspendende Atem, den der Schöpfer inspiriert hat. Gott erforscht und sieht klar alles, was im Herzen und im Inneren des Menschen verborgen und gespeichert ist.

 1 Kor. 2, 9                                                                                                                                                                                                        Dies geschah jedoch gemäß dem, was im Alten Testament geschrieben steht: „Die Dinge, die Gott von der Erschaffung der Welt vorbereitet hat, an denen die ihn lieben, sind etwas, was noch nie ein Auge gesehen hat und kein Ohr gehört hat und noch nie ein menschlicher Verstand sich vorgestellt hat.“ .
 1 Kor. 2, 10                                                                                                                                                                                                    Aber uns Gläubigen offenbarte Gott diese Dinge durch die Erleuchtung des Heiligen Geistes. Weil der Heilige Geist alles weiß, erforscht er auch diese unendlichen Tiefen Gottes (und dies ist in der Lage, die Größe Gottes so weit zu vermitteln, wie es der menschliche Geist zulässt).                                 
1 Kor. 2, 11                                                                                                                                                                                                  Etwas ähnliches geschieht mit dem Gottes Geist, aber in unendlichem Ausmaß, wie mit dem Geist des Menschen geschieht. Das heißt, wer von den Menschen die Besonderheiten des Menschen kennt, außer nur der Geist, der in ihm existiert? Ebenso die Dinge Gottes niemand anderer vollkommen kennt, außer nur der Geist Gottes.

wasilis antworten
Kappa
 Kappa
Beiträge : 440

@enar Eine Interessante Frage. Die unsichtbare Geist-Seele ist ja der Kern des Menschen. Wenn sich darin nicht die ewige Person Christi verborgen hat, wo denn sonst würde ich fragen.

Auf jeden Fall war Christi ganz Gott und ganz Mensch.

kappa antworten
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@kappa 

Sehr gut, danke. Würdest du denn sagen, dass Jesus einen Geist des Menschen UND den heiligen Geist (also der Geist, der das Wort ist) in sich hatte, wie es bei einem normalen Menschen, der Jesus nachfolgt, der Fall ist?

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Deborah71
(@deborah71)
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@enar 

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Joh 1... Jesus ist Das Wort. Das ist ein weiterer Titel von Ihm.

Also weiter im Text mit Jesus: 

Er ist Gott, er wurde Mensch... und weiter oben hatte ich einen Vergleich zwischen Adam und Jesus gezogen wegen der fehlenden natürlichen Vaterschaft.

Der Mensch Jesus (Geist-Seele-Körper) wurde über Maria in Existenz gebracht, gleichzeitig kam durch die Wirkung des Heiligen Geistes der Gott-Sohn Jesus dazu. So wurde Jesus Mensch und Gott für sein irdisches Wirken.

In seiner Taufe kam dann der Heilige Geist dazu und der Titel Maschiach, Messias, Christus in den verschiedenen Sprachen.

Der Name Jesus ist lateinisch, original heißt er Jeschuah = Gott rettet.  Dass er dieser Retter würde ist schon in 1. Mose 3,15  vermerkt in dem Begriff "Der Same der Frau".

Nach der Auferstehung ist Jeschuah mit/in seinem Auferstehungsleib in den Himmel aufgefahren. Sein Name ist Jeschuah (Jesus), Christus ist einer seiner Titel.

Phil 2, 6 Er war in Gottes Gestalt, / nutzte es aber nicht aus,[1] Gott gleich zu sein,
7 sondern beraubte sich selbst / und wurde einem Sklaven gleich. / Er wurde Mensch / und alle sahen ihn auch so.
8 Er erniedrigte sich selbst / und gehorchte Gott bis zum Tod – zum Verbrechertod am Kreuz.
9 Darum hat Gott ihn über alles erhöht / und ihm den Namen geschenkt, / der über allen Namen steht:
10 Denn vor dem Namen Jesus wird einmal jedes Knie gebeugt; / von allen, ob sie im Himmel sind, auf der Erde oder unter ihr.
11 Und jeder Mund wird anerkennen: / "Jesus Christus ist der Herr!" / So wird Gott, der Vater, geehrt.

deborah71 antworten
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Beiträge : 20857

@deborah71 

Ich hatte Kappa gefragt.

Du bringst hier noch einmal eine Zusammenfassung von dem, was wir schon besprochen hatten und was deine Meinung zu dem Thema darstellt. 

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Deborah71
(@deborah71)
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@enar 

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Ich hatte Kappa gefragt.

Ich weiß.  Da dies ein offenes Diskussionsforum ist, kann ich meine Sichtweise anhand der Schrift auch posten.

Mich interessiert die Antwort von Kappa auch. 🙂

deborah71 antworten


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