Wieso soll ich glau...
 
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Wieso soll ich glauben?

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Geo
 Geo
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Also was mir aufgefallen ist, ist das mit der "Rettung". Von oder vor was gerettet? Wenn ich glauben soll, so brauche ich doch einen adäquaten Grund dazu. Gerettet von der Sünde, vom Tod. Ich werde dann ein sog. "ewiges Leben" bekommen. Ist das nicht etwas zu geschwollen? Ein ewiges Leben? Wie soll das ausschauen? Weis überhaupt irgendwer, was "Ewigkeit" bedeuted?

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Veröffentlicht von: @geo

Also was mir aufgefallen ist, ist das mit der "Rettung". Von oder vor was gerettet? Wenn ich glauben soll, so brauche ich doch einen adäquaten Grund dazu. Gerettet von der Sünde, vom Tod. Ich werde dann ein sog. "ewiges Leben" bekommen. Ist das nicht etwas zu geschwollen? Ein ewiges Leben? Wie soll das ausschauen? Weis überhaupt irgendwer, was "Ewigkeit" bedeuted?

@geo

Ich habe ja nun schon einiges gepostet in deinem Thread. Vieles davon orientierte sich sprachlich an christlichem "mainstream" Ausdruck. Das macht es in meinen Augen nicht falsch, aber es ist halt wie alles andere, das zu deinem Thema gesagt werden kann, nur sprachlicher Ausdruck von "Glauben über Glauben", sonst nichts. Wir haben kein wissenschaftliches Wissen darüber, was "Glauben" ist. Und der "mainstream" Ausdruck ist - was mich persönlich betrifft - auch nicht ganz authentisch, weil es eben nicht Ausdruck meines ureigensten Glaubens ist, sondern eine Momentaufnahme auf meiner Suche nach einem geeigneten sprachlichen Ausdruck meines Glaubens und in gewisser Weise ist es auch ein Kompromiss, den ich eingehen muss, um überhaupt in einem christlichen Forum posten zu können.

Ich bin nun noch nicht so lange in diesem Forum, dem ich quasi als "Selbstversuch" beigetreten bin, und mir erscheint dein Thread als der inspirierendste Thread von allen, die mir bisher untergekommen sind. Jedes Mal, wenn ich reinsehe, erscheint mir dein Thema aus einer anderen Perspektive. Das Thema "Glauben" erscheint mir so unscharf, weil - wie mir immer deutlicher wird - es so viele individuelle Varianten von "Glauben" gibt. Da ist der Glaube an die Wahrheit von Begriffen, die man sich aus Worten der Bibel bildet, wie du sie aufführst. Da ist der Glaube an die Wahrheit von Gefühlen, die diese Begriffe auslösen. Da ist der Glaube an die inhaltliche wörtliche Wahrheit der Bibel im Allgemeinen oder nur an die wörtliche Wahrheit des NT oder nur an die wörtliche Wahrheit der Jesu-Worte des NT. Da ist der Glaube an die Richtigkeit der eigenen Interpretation von Bibelworten/-texten. Da ist der Glaube an die Wahrheit von Gott oder Jesus wie man diese sich mit der eigenen beschränkten Vorstellungskraft ausmalt. Da ist der Glaube an eine bestimmte Lebensführung, die man als Christ zu realisieren hat. etc etc etc.

Wenn wir eine allgemeine Kapazität "Glauben" annehmen, dann unterscheiden sich die genannten und nicht-genannten Varianten von "Glauben" nur durch das Objekt, dem Wahrheit bzw "Richtigkeit", zugeschrieben wird.

Bei all diesen zahllosen Varianten von Glauben, welche sind tatsächlich die Richtigen und nach was bemisst sich "Richtigkeit" überhaupt? Und: Gibt es einen einzigen Glauben, der alle vermeintlich "richtigen" zusammenfasst?

 

Wie auch immer, ich denke mit deinem Abwarten liegst du gar nicht so falsch.

 

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Queequeg
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@stero 

Es  gibt eine schöne jüdische Geschichte, für deren Wortlaut ich mich nicht verbürgen kann, für deren Sinn aber schon:

Der fromme Zwi Grienstein kommt nach seinem Ableben vor das Himmelstor, wird aber nicht eingelassen. "Aber ich habe doch immer so geglaubt, wie Abraham", sagt er, um doch noch ins Himmelreich zu kommen. "Ja, Du hast geglaubt wie Abraham, das stimmt. Aber um in den Himmel zu kommen, hättest Du glauben müssen wie Zwi Grienstein und das hast Du nicht gemacht. Deshalb ist Dir der Himmel verschlossen", wird ihm erwidert.

queequeg antworten
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Veröffentlicht von: @queequeg

@stero 

Es  gibt eine schöne jüdische Geschichte, für deren Wortlaut ich mich nicht verbürgen kann, für deren Sinn aber schon:

Der fromme Zwi Grienstein kommt nach seinem Ableben vor das Himmelstor, wird aber nicht eingelassen. "Aber ich habe doch immer so geglaubt, wie Abraham", sagt er, um doch noch ins Himmelreich zu kommen. "Ja, Du hast geglaubt wie Abraham, das stimmt. Aber um in den Himmel zu kommen, hättest Du glauben müssen wie Zwi Grienstein und das hast Du nicht gemacht. Deshalb ist Dir der Himmel verschlossen", wird ihm erwidert.

@queequeg

Eine nette Geschichte, die man jedoch im Verständnis korrekt einordnen muss, weil es eben einen Unterschied geben kann zwischen Glauben und dem sprachlichen Ausdruck von Glauben. Wie Sprache allgemein erlernt werden muss, so muss auch Sprache erlernt werden, mit der über Glaubensangelegenheiten gesprochen wird. Der sprachliche Ausdruck von Glauben ist also niemals von einem selbst, sondern immer von anderen. Wie man es bemessen will, ob der eigene Glaube - also nicht der sprachliche Ausdruck davon - von einem selbst ist wie es deine Geschichte vorgibt ("hättest Du glauben müssen wie Zwi Grienstein"), ist mir nicht klar. Vielleicht bedeutet die Geschichte also nur, dass der Glaube unmittelbar auf Gott gerichtet sein sollte.

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neubaugoere
(@neubaugoere)
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@stero 

Für mich sagt die Geschichte z.B. klar aus, dass er selbst hätte glauben sollen, nicht den Glauben anderer nachmachen.

neubaugoere antworten
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Veröffentlicht von: @neubaugoere

@stero 

Für mich sagt die Geschichte z.B. klar aus, dass er selbst hätte glauben sollen, nicht den Glauben anderer nachmachen.

@neubaugoere

Ist ok. Ich dagegen kann mir nicht vorstellen wie man den Glauben anderer "nachmachen" können sollte, weil ich den Glauben von anderen gar nicht kennen kann. Ich kann zwar den sprachlichen Ausdruck ihres Glaubens hören oder lesen, aber was das konkret für sie bedeutet, kann ich nicht wissen.

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neubaugoere
(@neubaugoere)
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@stero 

Also ich weiß, wie das geht. 🙂

neubaugoere antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

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@stero 

"bedeutet die Geschichte also nur, dass der Glaube unmittelbar auf Gott gerichtet sein sollte."

Was wohl sonst?

queequeg antworten
Geo
 Geo
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Veröffentlicht von: @deborah71

willst du zurück zum Affen mutieren?

Wieso zurück? Ich bin doch noch einer.

geo antworten
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Deborah71
(@deborah71)
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@geo 

Dabei hatte ich dich für einen Menschen gehalten.

deborah71 antworten
Geo
 Geo
(@geo)
Beigetreten : Vor 7 Monaten

Beiträge : 150

@deborah71 Und ich werde auch immer einer sein, schon wegen der Ähnlichkeit her. Denn um ein Mensch zu werden, muß mich Gott davon überzeugen.

geo antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 18250

@geo 

Vielleicht möchtest du ein erneuerter Mensch durch seine Gnade werden?

deborah71 antworten
Geo
 Geo
(@geo)
Beigetreten : Vor 7 Monaten

Beiträge : 150

@deborah71 Ja, dringend, sodass ich auch im neuen Leben noch kraftvoll zubeissen kann.

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Beiträge : 8723

@geo 

Du fragst "Wieso soll ich glauben?" und du greifst dann Worte auf, die dir - verursacht durch früheren Kontakt mit der Lehre - erscheinen, und zu jedem Wort fallen dir weitere Frage ein. Das lässt sich fortführen bis ins Unendliche: Jedes Wort, welches auf einen Schlüsselbegriff der Offenbarung verweist, kann hinterfragt werden (was ist das? wozu dient das? etc) und auf jede Antwort kann wiederum mit der Frage "Warum?" reagiert werden. ad infinitum.

Mir scheint, die Frage ist, was das "soll" in "Wieso soll ich ..." bedeutet. Fühlst du dich von außen genötigt zu glauben? Woher sollte solch eine Nötigung kommen? Von Gott sicher nicht, wenn eine wirklich da ist und nicht nur empfunden wird, dann kommt sie von Mitmenschen.

Vielleicht bedeutet das "soll" das aber gar nicht, sondern du verwendest es nur, um von anderen Lesern deines Posts ihre persönlichen Gründe zu erfahren, die diesen so überzeugend erscheinen, dass sie diese dir nennen, vielleicht sogar mit der Absicht, dich zu überreden?

Mir scheint es sich so zu verhalten, dass Glaube ein Ereignis ist, welches einen entweder überkommt oder nicht. Da spielen viele Dinge rein: die Kultur, in der man aufwächst, das Elternhaus, die Ideen mit denen man im Laufe seines Lebens in Kontakt kam, freudige und leidvolle Erfahrungen. Aber der Glaube, den ich damit meine, ist kein "Kinderglaube" an die Wahrheit von Worten, der immer wankelmütig bleiben muss und natürlich immer wieder von Zweifeln bedrängt wird, weil Worte allein keine Sicherheit geben können und die Zahl widersprechender Ideen und entkräftender Argumente unbegrenzt ist.

Ich kann also nur antworten, dass der Grund, für den Glauben, den ich meine und der kein "Kinderglaube" ist, Gott selbst ist. Glaube wird einem gegeben. Wer den Glauben sucht, kann sich durch eine tugendhafte Lebensführung und Offenheit/Interesse empfänglich machen. Aber Glaube kann man sich nicht selbst erarbeiten. Was man jedoch selbst machen kann ist, Vorkehrungen zu treffen, dass einem der Glaube nicht gegeben wird.

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Geo
 Geo
Themenstarter
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Veröffentlicht von: @stero

Was man jedoch selbst machen kann ist, Vorkehrungen zu treffen, dass einem der Glaube nicht gegeben wird.

Na ja, ich treffe garnichts. Ich warte seit ca. 30 Jahren auf einen Fingerzeig Gottes. Wenn ich aber dann 40 oder auch 50 oder 60 Jahre warten muß, dann ist das halt so. Und wenn ich dann endlich ausgewartet habe, kann ich wegen mir auch sterben...

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Veröffentlicht von: @geo
Veröffentlicht von: @stero

Was man jedoch selbst machen kann ist, Vorkehrungen zu treffen, dass einem der Glaube nicht gegeben wird.

Na ja, ich treffe garnichts. Ich warte seit ca. 30 Jahren auf einen Fingerzeig Gottes. Wenn ich aber dann 40 oder auch 50 oder 60 Jahre warten muß, dann ist das halt so. Und wenn ich dann endlich ausgewartet habe, kann ich wegen mir auch sterben...

@geo

Sterben werden wir so oder so. Ob mit oder ohne Glauben, wir werden sterben.

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Was man jedoch selbst machen kann ist, Vorkehrungen zu treffen, dass einem der Glaube nicht gegeben wird.

Na ja, ich treffe garnichts. Ich warte seit ca. 30 Jahren auf einen Fingerzeig Gottes. Wenn ich aber dann 40 oder auch 50 oder 60 Jahre warten muß, dann ist das halt so. Und wenn ich dann endlich ausgewartet habe, kann ich wegen mir auch sterben...

@geo

Sterben werden wir so oder so. Ob mit oder ohne Glauben, wir werden sterben.

@geo

Dennoch, du schreibst vom Warten auf einen Fingerzeig Gottes. Und ich schreibe vom Sterben, was einen so oder so ereilen wird. Ich denke, dass die Fingerzeige Gottes, die man erhält, zahllos sind - aber man ist idR mit anderem beschäftigt, so dass man die Fingerzeige gar nicht wahrnimmt. Es ist nicht einfach für die Gnade Gottes offen zu sein. Ich will dich aber nun nicht bekehren zu einem Glauben an ein ewiges Leben nach dem Tod, denn der Glaube, der einem gegeben wird als Fingerzeig, den man wahrnimmt, der ist das ewige Leben im Hier und Jetzt.

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neubaugoere
(@neubaugoere)
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@stero 

Ich möchte ergänzen: ... und ist noch dazu ein Geschenk.

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Was man jedoch selbst machen kann ist, Vorkehrungen zu treffen, dass einem der Glaube nicht gegeben wird.

Na ja, ich treffe garnichts. Ich warte seit ca. 30 Jahren auf einen Fingerzeig Gottes. Wenn ich aber dann 40 oder auch 50 oder 60 Jahre warten muß, dann ist das halt so. Und wenn ich dann endlich ausgewartet habe, kann ich wegen mir auch sterben...

@geo

Sterben werden wir so oder so. Ob mit oder ohne Glauben, wir werden sterben.

@geo

Dennoch, du schreibst vom Warten auf einen Fingerzeig Gottes. Und ich schreibe vom Sterben, was einen so oder so ereilen wird. Ich denke, dass die Fingerzeige Gottes, die man erhält, zahllos sind - aber man ist idR mit anderem beschäftigt, so dass man die Fingerzeige gar nicht wahrnimmt. Es ist nicht einfach für die Gnade Gottes offen zu sein. Ich will dich aber nun nicht bekehren zu einem Glauben an ein ewiges Leben nach dem Tod, denn der Glaube, der einem gegeben wird als Fingerzeig, den man wahrnimmt, der ist das ewige Leben im Hier und Jetzt.

@geo

Wobei mir durchaus bewußt ist, dass mein Gedankengang zirkulär ist: Wenn ich schreibe, dass es Fingerzeige (oder Gottes Gnade) gibt, dann muss ich ja dran glauben und wenn ich an Fingerzeige glauben muss, um zum "großen" Glauben zu finden, dann sage ich im Prinzip nur: ich muss glauben, um Glauben zu haben.

Aber so ist das halt mit dem Glauben: er folgt nicht der Logik des natürlichen Verstandes. Gerade deshalb kann man ja auch mittels des natürliche Verstandes Vorkehrungen treffen, dass einem der Glaube nicht gegeben wird.

Die Frage ist, ob der natürliche Verstand - außer Hindernisse gegen den Glauben zu erzeugen - einen auch zum Glauben führen kann? Ich denke "ja", denn mir scheint, dass man auch auf philosophischem Wege zum Glauben finden kann und dann hinterher die philosophischen Gedankengänge, die einen zum Glauben geführt haben, als Führung Gottes verstehen.

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Seidenlaubenvogel
(@seidenlaubenvogel)
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@geo Lebst du währendes auch oder wartest du tatsächlich nur? … letzteres kann ich mir irgendwie so gar nicht vorstellen. Und wenn du denn lebst - wovon ist es geprägt? Sicher nicht nur vom Warten, oder?

seidenlaubenvogel antworten
Geo
 Geo
(@geo)
Beigetreten : Vor 7 Monaten

Beiträge : 150

@seidenlaubenvogel Logo, wenn ich nicht leben würde, dann könnte ich auch nicht warten. Also warten, solange ich lebe.

geo antworten
Seidenlaubenvogel
(@seidenlaubenvogel)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 1126

@geo Na dann. Guten Rat habe ich dir - pass auf, dass du nicht im Halteverbot wartest oder dass dir der Tee über wird. 😌😇

seidenlaubenvogel antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

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@geo 

Na ja, ich treffe garnichts. Ich warte seit ca. 30 Jahren auf einen Fingerzeig Gottes. Wenn ich aber dann 40 oder auch 50 oder 60 Jahre warten muß, dann ist das halt so. Und wenn ich dann endlich ausgewartet habe, kann ich wegen mir auch sterben...

Wie sähe ein "Fingerzeig Gottes" denn aus, dass du ihn auch als solchen wahrnimmst?

 

 

lucan-7 antworten
Geo
 Geo
(@geo)
Beigetreten : Vor 7 Monaten

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@lucan-7 Ja wie sowas z.B. auch überliefert ist: Eine Stimme vom Himmel, ein brennender Busch, Wunder, usw...

geo antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 17284

@geo 

Ja wie sowas z.B. auch überliefert ist: Eine Stimme vom Himmel, ein brennender Busch, Wunder, usw...

Was soll daran überzeugend sein? Auch in der Bibel wurde das nur wenigen, auserwählten Personen zuteil. Und ich habe wenig Lust, das deutsche Volk 40 Jahre durch die Wüste zu führen oder Ähnliches, nur weil mir ein brennender Dornenbusch das sagt... 😓 

Aber auch wenn man "echte Wunder" erlebt, dann sind das doch einfach nur Dinge, die man sich nicht erklären kann. Da könnten auch Ausserirdische dahinterstecken. Oder der Teufel. Oder Elon Musk, der eine aberwitzige Erfindung testet und sich königlich amüsiert.

"Wunder" sagen nichts darüber aus, ob jemand recht hat oder nicht... sie sagen nur etwas darüber aus, ob etwas oder jemand ein Phänomen erzeugen kann, das wir nicht erklären können. Und das war's.

Gott ist kein spektakulärer Jahrmarktszauberer, der die Leute unterhält... nach meinem Verständnis ist Gott zum einen "Geist", das ist jenes wunderbare Phänomen, das sich nicht rein materiell erklären lässt (Auch wenn Materialisten glauben, sie könnten es, aber sie können es eben nicht...).

Und zum anderen geht es um eine Herzenshaltung. Also die Frage wo stehe ich, wo verorte ich mich, wie stehe ich zu meinen Mitmenschen und anderen Geschöpfen?

Darin liegt - meiner Ansicht nach - der Weg zum Glauben... nicht in spektakulären Wunderereignissen.

Ob das dann der "reguläre" christliche Glaube ist - nun ja, das muss dann jeder für sich selbst herausfinden.

 

lucan-7 antworten
Geo
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(@geo)
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@lucan-7 Am Ende steht die Frage: Wer hat mich verkümmern lassen, ich mich selbst oder Gott?

geo antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
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@geo 

Am Ende steht die Frage: Wer hat mich verkümmern lassen, ich mich selbst oder Gott?

Ich weiss jetzt nicht, was da "verkümmert" ist... aber inwiefern würde dir hier eine Antwort helfen?

 

lucan-7 antworten
Seidenlaubenvogel
(@seidenlaubenvogel)
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@geo Gott lässt dich nicht verkümmern. Er lässt niemanden verkümmern. Du wartest. Das ist deine Entscheidung. Geschenkt ist dir das Leben, also lebe!

Wie machst du das in anderen Bereichen des Lebens? Ein Mensch braucht ein Dach über dem Kopf, was zu essen, was zum Anziehen, liebe Leute um einen herum, was zu tun, … Hast du da auch nur gewartet oder trägst du in irgendeiner Weise dazu bei? Oder fehlt das alles in deinem Leben?

Gott schenkt - Leben, Glauben. Leben und glauben geschieht dann durch dich. Einfach nur warten. Selbst ein Baum, eine Blume ist da aktiver. 😉

Im Eingangspost fragst du nach der Ewigkeit. Ja, ich kenne sie. Sie ist mir ins Herz gelegt. Es ist ein Wissen, eine Sehnsucht und ein Angekommen-Sein zugleich, was ich wahrnehme. Wir stecken bereits JETZT schon mittendrin(!). Wie das konkret aussieht? Es ist für mich so konkret wie die Liebe. Ich sehe sie nicht, ich erlebe sie in Momentaufnahmen. Ich weiß von ihr und ich spüre sie. Sie erweist sich mir im Erleben der Vergänglichkeit und in dem, was dennoch bleibt.

Wie das Leben nach dem Tod ausschaut? So ganz konkret. Kein Plan. Aber: Es wird HERRLICH sein. Ich schaue auf die Schöpfung, wie wir sie kennen und gehe davon aus, alles wird ANDERS sein. Auch wir werden anders sein. Und es wird WUNDERBAR. So wie ich auch bereits JETZT Momente erleben, die für mich einen „Geschmack“ von Ewigkeit haben - der Blick in einen klaren Sternenhimmel zum Beispiel.

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Queequeg
(@queequeg)
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@lucan-7 

Hast Du wirklich gut geschrieben.

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Geo
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Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Oder fehlt das alles in deinem Leben?

Also viel kann nicht fehlen. Als Mensch muß ich essen, trinken, leben. Es ist nur die Frage, wie man lebt. Der eine so, der andere so oder auch anders. Aber egal. Leben tut jeder, der noch am Leben ist. Lange Rede kurzer Sinn. Was bedeuted Gott ein Leben?

geo antworten
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Seidenlaubenvogel
(@seidenlaubenvogel)
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@geo Ich meinte das in dem Sinne, dass uns nichts nur in den Schoß fällt - im Materiellen wie in allem andren auch.

Lange Rede kurzer Sinn. Was bedeuted Gott ein Leben?

Alles. Er gab dafür Sein Leben.

Zurück zu deinem Eingangspost: Ich glaube nicht um zu … Ich glaube und vertraue, weil ich Gott für wahr halte. Ich glaube, weil ich mich von Ihm gerufen und angenommen weiß. Gewonnen habe ich damit auch Alles. Das war aber nicht mein Ziel, das ist ein Geschenk.

seidenlaubenvogel antworten
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Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Oder fehlt das alles in deinem Leben?

Also viel kann nicht fehlen. Als Mensch muß ich essen, trinken, leben. Es ist nur die Frage, wie man lebt. Der eine so, der andere so oder auch anders. Aber egal. Leben tut jeder, der noch am Leben ist. Lange Rede kurzer Sinn. Was bedeuted Gott ein Leben?

@geo

"Was bedeuted Gott ein Leben?"

Wenn ich denke, dass ich weiß, was einem anderen Menschen irgendwas bedeutet, dann doch nur, weil ich glaube, diesen Menschen zu kennen und die Frage ignoriere, ob mein Glaube, diesen Menschen zu kennen, den Tatsachen entspricht. Eine allzumenschliche Illusion ist es, zu glauben einen anderen Menschen zu kennen auch wenn es manchmal scheint, als ob man im Glauben, einen Menschen zu kennen, gar nicht so verkehrt liegen würde.

Aber ist es einer Kreatur Gottes angemessen, Gott mit der gleichen Haltung zu begegenen mit der sie anderen Kreaturen Gottes begegnet?

Die Vorsehung Gottes sieht es offensichtlich vor, dass Menschen (und auch Tiere) aus dem Leben scheiden, wenn die Umstände (Alter, Krankheit, Naturkatastrophen, Kriege etc) entsprechend sind. Und: Die Vorsehung Gottes sieht es offensichtlich auch vor, dass Menschen ein glückliches Leben führen können, wenn die Umstände (welche immer das sein mögen) entsprechend sind. Nicht mehr und nicht weniger.

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Solido
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@geo 

Du sollst zum Glauben kommen, um der Welt vorzeitig zu sterben und zum "EWIG LEBENDIGEN" in sich selbst zu werden!

Johannes 1,11 -: Er kam in sein Eigentum, und die Seinen nahmen ihn nicht auf.
12 Allen aber, die ihn aufnahmen, denen gab er das Anrecht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben;
13 die nicht aus dem Blut, noch aus dem Willen des Fleisches, noch aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind.

Wenn es um dich geschehen ist, wirst du kein "Selbstbewusstsein-Besitzer" mehr sein, du hast dann keine selbstbewusste Kontrolle mehr über dich, die göttliche "In-Sich-Selbstbeherrschung" übernimmt dann deine Lebensführung, oder anders ausgedrückt, du wirst allumfassend erfasst und direktiv durch die allumfassende Wahrnehmung geführt und getragen...

Die realistische Beurteilung in Bezug zu dir, denn über dich wird kein selbstbewusster Mensch richtig urteilen können, weil ihm die richtige Auffassungsgabe dazu fehlt, die ist: "Unzurechnungsfähig, Ungebunden und Vogelfrei", genau so, wie sich Jesus selbst in dieser Welt beurteilt hat, weil man ihn eben, ohne richtige Auffassungsgabe, auch nicht richtig beurteilen kann, so machte er das von sich aus deutlich - 

Joh 18,36 Jesus antwortete: Mein Reich ist nicht von dieser Welt; wäre mein Reich von dieser Welt, so hätten meine Diener gekämpft, damit ich den Juden nicht ausgeliefert würde; nun aber ist mein Reich nicht von hier.

Mt 8,20 Jesus sagt zu ihm: Die Füchse haben Gruben und die Vögel unter dem Himmel haben Nester; aber der Menschensohn hat nichts, wo er sein Haupt hinlege.

Hab heute einen schönen Flug in deiner Außer- und Übersinnlichen Lebensführung,

oder willst du auf ewig erdverbunden bleiben, die führen auf Erden Kriege und vermiesen sich auf unterschiedliche Art und Weise "gegenseitig" und jeden Tag aufs Neue ihr Leben, nicht alle und auch nicht alle auf einmal, aber immer mehr kommen hinzu, die sich indem heillosen Durcheinander, welches sich die Menschen so zusammenreimen, die "einzig wahre Schönheit des Lebens" nicht mehr erkennen, und somit auch nicht mehr auf sich selbst beziehen können, darin kann man dann auch vor bloßer Frustration umkommen...   

Da lohnt es sich "wieder oder erstmalig" als "unzurechnungsfähig" in dieser Welt zu gelten und "über allem erhaben" in Raum und Zeit hineinzustrahlen... 😊 

 

solido antworten


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