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Ist eine "jenseitige Welt" messbar?

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Lucan-7
Themenstarter
Beiträge : 15978

Dieser Thread hat sich aus einer Diskussion ergeben, die etwas offtopic wurde, daher hier die Auslagerung.

Mir geht es hier um die (meiner Ansicht nach) sehr widersprüchliche Aussage, dass es zwar eine "jenseitige" (oder auch "geistige") Welt geben soll, die zwar real, aber nicht messbar ist. Das kann man glauben oder nicht, aber mehr als Spekulation ist da zunächst nicht möglich.

Dann heisst es aber, dass diese "jenseitige Welt" sehr reale Auswirkungen auch in unserer, der materiellen Wirklichkeit hat. Und falls das so ist, dann wäre diese Welt auch prinzipiell messbar.

In der Regel  betreffen diese Auswirkungen Menschen, die dann entsprechende Gaben haben können - wie etwa die Gabe der "Geistunterscheidung" oder Anderes. Nun sind die "Geister", die da wahrgenommen werden, selbst nicht messbar. Aber die Leute, die diese Gabe haben, können ja Aussagen machen. Und wenn man mehrere solche Leute versammelt, die diese Gabe besitzen, dann sollten sie unabhängig voneinander zu den gleichen Aussagen kommen.

Eine Versuchsanordnung könnte so aussehen, dass sich in einem Raum zehn Personen befinden, von denen eine besonders "belastet" ist. Und die Leute, die die "Gabe der Geistunterscheidung" haben, sollen unabhängig voneinander herausfinden, um welche Person es sich handelt. Zusätzlich führen Leute, die keine solche Begabung haben, ebenfalls eine Befragung durch, um sicher zu stellen, dass hier nicht äussere Merkmale ausschlaggebend waren.

Solche Versuche sollten doch im Grunde nur Vorteile bringen. Die Begabung der Menschen könnte bestätigt werden, womit auch die belasteten Menschen Gewissheit hätten, dass ihnen wirklich geholfen werden kann. Umgekehrt könnte der Versuch natürlich auch zeigen, dass an einer solchen Begabung nichts dran ist bzw. man als Aussenstehender nicht beurteilen kann, ob eine solche Begabung echt ist oder nicht. Auch das wäre wertvoll zu wissen.

Dass Menschen, die solche Behauptungen aufstellen, sich ungern einer solchen Prüfung unterziehen wollen erscheint mir jedenfalls nicht sonderlich vertrauenswürdig.

Was spricht dagegen, solche Prüfungen von unabhängiger Seite durchzuführen, wenn es doch möglich wäre?

 

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145 Antworten
mmieks
 mmieks
Beiträge : 1007

@lucan-7 Wie willst du diese jenseitige Welt "messen"? Physikalisch in Größe und Gewicht? Metaphysisch? Als greifbare Erfahrung im Diesseits? Sind Jenseits und Diesseits Gegensätze, Grenzübergänge. Gehört das Jenseits in den Bereich der Mystik, oder in den Bereich der Hoffnung, die zuletzt stirbt?

Im klaren Deutsch lese ich irgendwie "zwei Seiten" einer Lebenserfahrung. Es gibt im Diesseits, im realen Alltag eine Sehnsucht nach dem "Darüber hinaus", es gibt Dinge zwischen Himmel und Erde, die nicht erklärbar, und darum auch nicht messbar sind. Ist z.B. Staunen messbar? Ist die Sehnsucht messbar? Ist Liebe messbar? Warum wurde diese Fähigkeit in uns hinein gelegt, über unsere (natürlichen) Grenzen hinaus zu wachsen

Macht es Sinn, NUR im Diesseits zu bleiben? Immer nur stur nach messbare Realität zu fragen?

 

Die Bibel kennt auch eine poetische Sprache. Was kein Auge je gesehen und kein Ohr gehärt ..."; "Im Himmel gibt es viele Wohnungen ....", "Es wird einen neuen Himmel  und eine neue Erde geben ....ER wird alles neu machen". Sind das nur belanglose Träume, die nie erfüllt werden?  Oder sind das Gottes Verheißungen, die schon im iesseits aufleuchten?

 

mmieks antworten
3 Antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15978

@mmieks 

Wie willst du diese jenseitige Welt "messen"? Physikalisch in Größe und Gewicht? Metaphysisch? Als greifbare Erfahrung im Diesseits? Sind Jenseits und Diesseits Gegensätze, Grenzübergänge. Gehört das Jenseits in den Bereich der Mystik, oder in den Bereich der Hoffnung, die zuletzt stirbt?

Glaubst du denn, dass es eine "jenseitige Welt" gibt, die für uns relevant ist?

Falls nein, dann erübrigt sich alles weitere.

Falls ja: Was macht sie denn für uns relevant, wenn sie sich doch überhaupt nicht bemerkbar macht? Etwas, mit dem wir keine Verbindung haben ist für uns irrelevant.

Wenn es aber eine solche Verbindung gibt - dann ist es auch erforschbar, zumindest teilweise. Und sei es über die Aussagen der Gläubigen, die behaupten, eine solche Verbindung zu haben...

 

 

lucan-7 antworten
Iridium
(@iridium)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 4

@lucan-7 

Hab jetzt ein bisschen durchgelesen und den Eindruck, dass es da vielleicht ein Missverständnis gibt. Ja, die jenseitige Welt ist nicht direkt messbar und ja, deren (indirekte) Auswirkungen sollten sich prinzipiell feststellen lassen.

Aber ich denke eine Untersuchung im Sinne eines reproduzierbaren Experiments würde dennoch fehlschlagen. Warum? Weil, so wie ich solche Gaben wie Geisterunterscheidung etc. verstehe, die jeweiligen Leute nicht im Sinne einer natürlichen Fähigkeit (z.B. eine fremde Sprache übersetzen) frei über sie verfügen, sondern es immer Gott ist, der durch die Person wirkt. Zwar bei diesen "begabten" Personen wohl in einer größeren Regelmäßigkeit, aber eben nicht absolut (ich denke da u.a. an die Szene mit den Jüngern, die einen Dämon nicht austreiben konnten, obwohl sie prinzipiell die Macht dazu bekommen hatten; Mk 9,17f). Und ich könnte mir gut vorstellen, dass Gott, wenn so eine Messung durchgeführt würde, absichtlich nicht handelt (möglicherweise auch doch - aber das lässt sich m.E. nicht vorhersagen).

Für die Personen, die das Ereignis wiederum erlebt haben, ist die Situation natürlich eine andere. Wenn man mal eine Heilung direkt mitbekommen hat (wie z.B. bei mir bekannten Leuten der Fall) oder irgendeine Auswirkung des Geistes Gottes (habe ich selbst mal beobachtet) hat das eine große Aussagekraft. Aber das sind meines Wissens zumeist einzelne Ereignisse und damit schwer messbar und auch schwer vorhersagbar.

Wunder sind eben, wie der Name schon sagt, besondere Ereignisse und kein Regelfall. Die kann man zwar noch im Nachhinein untersuchen, wenn sie geschehen sind (d.h. ihre Auswirkungen untersuchen) - was gibt es an Berichten darüber, wie glaubwürdig sind die, ... Aber eben nicht mit naturwissenschaftlicher Methodik.

Wenn natürlich jemand von sich sagt, er kann allezeit über die Gabe verfügen und sie jederzeit ausüben, dann würde so ein Versuchsaufbau Sinn ergeben. Aber ich weiß nicht, ob das mehrheitlich so verstanden wird...?

iridium antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15978

@iridium 

Aber ich denke eine Untersuchung im Sinne eines reproduzierbaren Experiments würde dennoch fehlschlagen. Warum? Weil, so wie ich solche Gaben wie Geisterunterscheidung etc. verstehe, die jeweiligen Leute nicht im Sinne einer natürlichen Fähigkeit (z.B. eine fremde Sprache übersetzen) frei über sie verfügen, sondern es immer Gott ist, der durch die Person wirkt

Ja, allerdings nicht im Rahmen eines einmaligen Ereignisses, sondern mit Verlässlichkeit immer wiederkehrend. Andernfalls könnte hier ja nicht von einer "Gabe" die Rede sein.

Außerdem muss den Personen bewusst sein, ob Gott gerade wirkt oder nicht. Andernfalls könnte man sich ja in keinem Fall auf die Aussage verlassen und die Gabe wäre wertlos.

Für die Personen, die das Ereignis wiederum erlebt haben, ist die Situation natürlich eine andere. Wenn man mal eine Heilung direkt mitbekommen hat (wie z.B. bei mir bekannten Leuten der Fall) oder irgendeine Auswirkung des Geistes Gottes (habe ich selbst mal beobachtet) hat das eine große Aussagekraft.

Es ist natürlich gut, wenn Leuten auf diese Weise geholfen werden kann. Ob das Ganze aber auf rein psychologischer Ebene stattfand oder durch eine "jenseitige Macht" dürfte kaum feststellbar sein.

Deshalb ja der Versuchsaufbau, der zumindest belegen könnte ob in den Aussagen der "Begabten" überhaupt eine gewisse Verlässlichkeit steckt.

Wunder sind eben, wie der Name schon sagt, besondere Ereignisse und kein Regelfall. Die kann man zwar noch im Nachhinein untersuchen, wenn sie geschehen sind (d.h. ihre Auswirkungen untersuchen) - was gibt es an Berichten darüber, wie glaubwürdig sind die, ... Aber eben nicht mit naturwissenschaftlicher Methodik.

Selbstverständlich lassen die sich mit naturwissenschaftlicher Methodik messen. Man kann doch feststellen, ob jemand krank ist oder gesund. Und eine Heilung lässt sich auch beobachten, je nachdem. Praktisch alle in der Bibel beschriebenen Wunder wären wissenschaftlich beobachtbar und könnten gemessen werden. Vorausgesetzt, entsprechende Geräte stünden zur Verfügung - aber das ändert ja nichts am Prinzip.

Berechenbar und physikalisch beschreibbar sind die biblischen Wunder übrigens auch heute noch. Der Energiebedarf, Wasser in Wein umzuwandeln oder eine Person übers Wasser schweben zu lassen lässt sich natürlich ausrechnen...

 

 

 

lucan-7 antworten


Queequeg
Beiträge : 3368
Veröffentlicht von: @lucan-7

beide sind zusammen Teil unserer Realität und können mit entsprechender Methodik erfasst und beschrieben werden

Ja, genau das habe ich ja beschrieben: Man muss eine entsprechende Methodik haben, sonst funktioniert die Untersuchung nicht.

Veröffentlicht von: @lucan-7

Das Problem entsteht erst durch die Behauptung, dass diese "jenseitige Welt" für unsere Welt relevant ist und mit dieser interagiert. Und zwar durchaus auf eine bestimmte Weise, denn genau davon handelt ja der religiöse Glaube.

Das ist ja das, was ich meine. So, wie Du partout diesseitige Erklärungsmuster ins Jenseits transponieren willst, holen umgekehrt viele religiös Argumentierenden Jenseitiges in Diesseitige. Das eine ist so wenig vertrauenswürdig wie das andere.

queequeg antworten
1 Antwort
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15978

@queequeg 

Ja, genau das habe ich ja beschrieben: Man muss eine entsprechende Methodik haben, sonst funktioniert die Untersuchung nicht.

Wenn es keine geeignete Methodik gibt, dann sind wir wieder bei der Irrelevanz. Denn das würde ja bedeuten, dass es uns entweder gar nicht oder nach völlig willkürlichen und chaotischen Mustern betrifft, die sich durch nichts von reinen Zufällen unterscheiden.

Seelische Belastungen durch "jenseitige Kräfte", Gebetserhörungen oder anderweitige Wahrnehmungen durch Menschen fielen damit weg. Denn diese wären ja prinzipiell messbar, weil die betroffenen Menschen können ja zu ihren Erfahrungen befragt werden können.

Dann gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder es zeigen sich bestimmte Muster, die darauf schliessen lassen, dass es hier tatsächlich entsprechende Einflüsse gibt.

Oder es zeigen sich keine Muster, und die vorgeblichen Einflüsse unterscheiden sich nicht wesentlich von Zufällen oder psychologischen Effekten.

 

lucan-7 antworten
Queequeg
Beiträge : 3368
Veröffentlicht von: @jack-black

verstehe ich Deinen Einwand nicht, weil mir Deine Analogie mit dem Rasterelektronenmikroskop nicht einleuchtet.

Na ja, eine Analogie bedeutet ja nicht, "es ist so", sondern "es ist so wie". "So wie" Du quantenphysikalische Effekte nicht mit klassischer Physik beschreiben kannst, kann man "geistige Prozesse" nicht mit physischer Ausrüstung untersuchen.

Veröffentlicht von: @jack-black

Das NOMA-Prinzip behauptet, es gäbe neben der empirisch erfassbaren Welt noch eine empirisch nicht erfassbare Welt.

Und das kann logisch nur dann sein, wenn in der empirisch erfassbaren Welt nichts über die empirisch nicht erfassbare Welt gewußt werden kann.

Ob es eine "Welt" ist, weiß ich nicht, aber ich denke schon, dass die Wirklichkeit von allem mehr ist als die empirisch fassbare Welt. Dass über dieses "Mehr" nichts gewusst werden kann, habe ich ja geschrieben. Sonst gäbe es ja ein taugliches Instrumentarium zur Untersuchung.

Und weil darüber eben nichts wirklich gesagt werden kann, was i.S. rationaler Kategorisierung eingeordnet werden kann, halte ich jede Äußerung darüber, was da ist oder nicht ist, für im Wortsinn "unsinnig". Wenn es etwas aus diesem unbekannten Teil der Wirklichkeit, gibt, was mich berührt, dann sind das eben sehr individuelle Ereignisse, die nicht verallgemeinert und in Dogmen kodifiziert werden können.

queequeg antworten
4 Antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15978

@queequeg 

Wenn es etwas aus diesem unbekannten Teil der Wirklichkeit, gibt, was mich berührt, dann sind das eben sehr individuelle Ereignisse, die nicht verallgemeinert und in Dogmen kodifiziert werden können.

Wenn diese Ereignisse dich "berühren" und du darüber reden kannst kommt das im Prinzip einer Messung gleich.

Bleibt die Frage der Zuverlässigkeit dieser Messung. Wenn darüber nichts gesagt werden kann und das Ergebnis genau so gut Einbildung sein könnte, dann gibt es keinen Grund dafür nicht davon auszugehen dass es auch nicht mehr ist als das.

Eine andere Welt, die sich so verhält als wäre sie irrelevant kann auch als irrelevant betrachtet werden.

 

lucan-7 antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 3368

@lucan-7 

Du verwechselst persönliches Erleben mit der "Sichtung" beschreibbarer Fakten.

Diese "anderer Welt" ist für mich, wenn ich sie denn erlebe, alles andere als irrelevant. Sie ist es nur für jeden anderen. Was übrigens für mich der Grund ist, dass ich darüber nichts verlauten lasse.

queequeg antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15978

@queequeg 

Nein. Wenn diese Menschen, die diese Wahrnehmungen haben, über einen speziellen Sinn verfügen, den nicht alle Menschen haben, dann sind die Wahrnehmungen zwar zunächst einmal subjektiv - sie lassen sich aber prinzipiell objektiv überprüfen. Und zwar dann, wenn sie unabhängig von anderen Menschen bestätigt werden.

Diese Bestätigung müsste dann aber so präzise sein, dass wir klare Beschreibungen haben. Und das trifft auch manche Behauptungen aus christlichen Kreisen durchaus zu. Wenn Gebete eine relevante Komponente sein können, um Heilungen zu beeinflussen, dann muss sich das auch prozentual bemerkbar machen. Denn andernfalls wären sie nicht relevant. Und wenn Leute die Gabe der "Geistunterscheidung" haben, dann muss da auch etwas beschrieben und bestätigt werden können - schließlich treffen diese Leute konkrete Aussagen über das, was sie wahrnehmen.

 

Diese "anderer Welt" ist für mich, wenn ich sie denn erlebe, alles andere als irrelevant. Sie ist es nur für jeden anderen. Was übrigens für mich der Grund ist, dass ich darüber nichts verlauten lasse.

Muss ja auch nicht wenn es für dich Sinn ergibt.

Objektiv wäre es dann allerdings nicht von Einbildung zu unterscheiden.

 

 

lucan-7 antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2177

@queequeg 

Na ja, eine Analogie bedeutet ja nicht, "es ist so", sondern "es ist so wie".

Das ist mir bekannt. Aber Analogien können eben auch schief/irreführend sein, indem sie einen Kategorienfehler enthalten. Und das scheint mir bei Deiner Rasterelektronenmikroskop-Analogie der Fall zu sein. Ich fette ihn einfach mal:

 

So wie" Du quantenphysikalische Effekte nicht mit klassischer Physik beschreiben kannst, kann man "geistige Prozesse" nicht mit physischer Ausrüstung untersuchen.

Ob es eine "Welt" ist, weiß ich nicht, aber ich denke schon, dass die Wirklichkeit von allem mehr ist als die empirisch fassbare Welt. Dass über dieses "Mehr" nichts gewusst werden kann, habe ich ja geschrieben.

 

Wenn etwas nicht empirisch fassbar ist und auch nichts darüber gewusst werden kann - was kann denn daran dann noch als wirklich bezeichnet werden? Mir will es scheinen, dass etwas, über das prinzipiell nichts gewusst werden kann, auch nicht geglaubt werden kann.

Im übrigen zielt das Threadthema ja auf eine Situation, in welcher bestimmte Leute sehr wohl meinen (und von sich oder anderen behaupten), etwas zu wissen. Worin anders sollte die "Gabe der Geistesunterscheidung" denn ansonsten bestehen?

jack-black antworten


Queequeg
Beiträge : 3368
Veröffentlicht von: @lucan-7

lassen sich aber prinzipiell objektiv überprüfen. Und zwar dann, wenn sie unabhängig von anderen Menschen bestätigt werde

Was hat das denn mit objektiver Überprüfung zu tun, wenn eine Reihe von Menschen ähnliche Wahrnehmungen behaupten. Haben die Außerirdischen die Erde besucht, weil Tausende von Amerikanern Stein und Bein davon überzeugt sind, solche erlebt zu haben?

Veröffentlicht von: @lucan-7

treffen diese Leute konkrete Aussagen über das, was sie wahrnehmen.

Ja, das ist das Problem. So etwas behaupte ich ja auch gar nicht. Aber mit Deiner Gegenargumentation steigst Du in genau den gleichen Zug ein, willst nur in die andere Richtung fahren.

Veröffentlicht von: @lucan-7

Objektiv wäre es dann allerdings nicht von Einbildung zu unterscheiden.

Natürlich nicht, aber eine solche Frage stellt sich mir nicht.

 

queequeg antworten
2 Antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15978

@queequeg 

Was hat das denn mit objektiver Überprüfung zu tun, wenn eine Reihe von Menschen ähnliche Wahrnehmungen behaupten. Haben die Außerirdischen die Erde besucht, weil Tausende von Amerikanern Stein und Bein davon überzeugt sind, solche erlebt zu haben?

Wenn tausende Amerikaner glauben, dergleichen erlebt zu haben, dann kann man sie befragen. Und wenn sich ihre Berichte unabhängig voneinander gleichen, dann wäre das durchaus ein Indiz, dass da etwas vorgefallen ist.

Natürlich gibt es da verschiedene Möglichkeiten, die auszuschließen wären. Wenn kürzlich im Kino ein entsprechender Film lief, und die Beschreibungen dem Film ähneln, dann wäre es wohl naheliegend hier die Ursache zu sehen.

Wenn sich die Berichte nicht gleichen, dann wäre wohl eher ein Hirngespinst naheliegend. Möchtest du darauf hinaus, dass es das ist, wovon wir hier reden, wenn du schon solche Beispiele bringst?

So etwas behaupte ich ja auch gar nicht. Aber mit Deiner Gegenargumentation steigst Du in genau den gleichen Zug ein, willst nur in die andere Richtung fahren.

Wenn du es nicht behauptest, dann betrifft es dich ja nicht. Du bestehst auf individuellen Eindrücken, die unabhängig voneinander und individuell ganz verschieden auftreten. So wie die Berichte über außerirdische Entführungen aus deinem Beispiel. Wobei die immerhin unabhängig zu beobachten wären.

Natürlich nicht, aber eine solche Frage stellt sich mir nicht.

Mir schon. Und zwar ganz konkret... ich hätte schon ganz gerne gewusst, was es mit dieser "dämonischen Präsenz" auf sich hat, die ich vor vielen Jahren gespürt habe. Da kann ich nicht einfach mit den Schultern zucken und sagen: "Hach ja, da war halt ein Dämon, das kommt schon mal vor!".

Natürlich habe ich mir Gedanken darüber gemacht, wie ich damit umgehen soll, und selbstverständlich hätte ich das Ganze auch überprüft, hätte es denn dafür eine Möglichkeit gegeben.

So blieb mir nur, verschiedene Alternativen durchzugehen... und zu dem Schluss zu kommen, dass die Möglichkeit einer echten Präsenz nicht als wahrscheinlich zu betrachten ist, auch wenn ich es nicht völlig ausschließen kann.

Aber wichtig war mir das schon.

 

lucan-7 antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 3368

@lucan-7 

Na ja, sicher, es hängt nicht nur ggf. eine Antwort, sondern schon die Frage von einem zugrunde liegenden Sachverhalt ab. Und da wird man sicher gut daran tun, sich zunächst auf die Suche nach den rational-logischen Antworten zu begeben, bevor man irgendwelche undefinierten Jenseitigkeiten zu Rate zieht. Da sind dann z.B. längst vergessene Erlebnisse - vorzugsweise der Kindheit - oft erklärende Hintergründe.

Da ich nicht davon ausgehe, dass dieses "Jenseits" eine Kopie des Diesseits ist, also keine physische Welt, keine Gesellschaft, die in Staaten organisiert ist, kein oberster Lenker der Geschicke, der dann gelegentlich auch mal seinen Willen im Diesseits durchsetzt, stellen sich mir viele Fragen - in Richtung jenseitiger Wirklichkeit - gar nicht. Konkret was Dämonen betrifft, glaube ich schlicht, dass es sie als eigenständige Wesenheiten nicht gibt.

Umso mehr kann die Frage sein, was einen Menschen veranlasst, an eine besondere Begabung in der Sicht des Jenseitigen zu glauben. Und da ist meine Erfahrung, dass je öfter und je vehementer jemand eine solche Position vertritt, desto mehr ganz unheilige Machttendenzen da zum Ausdruck kommen.

 

queequeg antworten
Seidenlaubenvogel
Beiträge : 928

@lucan-7 und @alle Mitlesende 🙂 … gespannt habe ich bisher mitgelesen, dachte aber bisher ich hätte nichts zu sagen. Heute ist mir aber etwas sehr Simples und vielleicht Wesentliches aufgefallen. 

Alles was sich „zwischen Himmel und Erde“ abspielt, ist in höchstem Maße individuell. Nichts kann in uns bekannten Maßstäben messbar sein, wenn Parameter nicht klar gegeben sind oder defininiert werden können. Mit der Gabe der Geisterunterscheidung kenne ich mich nicht aus. Ein anderes Stichwort war aber Gebetserhörung und da ist doch offensichtlich, dass Gebet etwas mit jemandem macht/ verändert/ bewirkt, aber doch nicht in einer vorhersehbar erfüll- / nicht erfüllbaren Weise. Das erfährt jeder Christ: Gebet wird erhört, aber Gott ist doch kein Wunschautomat. Wie willst du statistisch etwas nachweisen, das Teil eines lebenslangen, sich (und den Betenden) wandelnden Prozesses ist?

So wie ich mir das mit der Geisterunterscheidung vorstelle, läuft das sicher auch nicht nach Schema. Ich kann mir auch vorstellen, dass zu jeder Gabe auch Berufung und Auftrag gehört. Wie willst du herausfinden, wann dies bei wem gegeben ist? Spannend finde ich für eine Untersuchung auch, dass sie nur offen (wissend) stattfinden kann. Allein damit würde eine Verzerrung entstehen. Wissen wir doch alle, dass wir uns unter Prüfungsbedingungen anders verhalten.

Letztendlich geht es dir indirekt doch auch darum Gott zu messen oder täusche ich mich? Das wird ohne Glaube nicht möglich sein. Gläubigen wäre (ist) das individuell auf gewisse Weise möglich - nur gleichermaßen eine Gratwanderung, sollst und willst du Gott nicht versuchen. Der Gläubige braucht aber genau das nicht. Glaube lebt davon, das er sich erweist und nicht davon, dass er bewiesen wird.

 

seidenlaubenvogel antworten
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tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17265

@seidenlaubenvogel

Grün.

Du bringst es auf den Punkt. 

tristesse antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15978

@seidenlaubenvogel 

Letztendlich geht es dir indirekt doch auch darum Gott zu messen oder täusche ich mich?

Nein, das kann nicht funktionieren. Es geht nur darum, bestimmte Behauptungen zu überprüfen, die in vielen christlichen Kreisen kursieren. Aber auch wenn sich diese Behauptungen als richtig erweisen wäre es immer noch eine Frage der Interpretation, warum das so ist. Gott wäre da nur eine Möglichkeit von vielen, deshalb bleibt es auch dann Glaube.

Ein anderes Stichwort war aber Gebetserhörung und da ist doch offensichtlich, dass Gebet etwas mit jemandem macht/ verändert/ bewirkt, aber doch nicht in einer vorhersehbar erfüll- / nicht erfüllbaren Weise. Das erfährt jeder Christ: Gebet wird erhört, aber Gott ist doch kein Wunschautomat. Wie willst du statistisch etwas nachweisen, das Teil eines lebenslangen, sich (und den Betenden) wandelnden Prozesses ist?

Wenn jemand im stillen Gebet nach Antworten sucht oder auch nur Gott die Ehre geben will, dann gibt es da kaum etwas, was messbar wäre. Man könnte da vielleicht Hirnströme messen, aber die Aussagekraft bezüglich der "Echtheit" von Gebeten wäre sehr gering.

Ganz anders sieht es aber aus, wenn konkret gesagt wird, dass Gebete etwas bewirken können. Das ist ja bei Gebeten um Heilung der Fall - eine Heilung ist für jeden sichtbar und medizinisch nachweisbar.

Natürlich ist klar, dass nicht jedes Gebet erhört wird. Aber wenn Gebete tatsächlich Heilung bewirken können, dann müssten Leute, für die gebetet wird, zumindest öfters Heilung erfahren als das bei Leuten der Fall ist, für die nicht gebetet wird.Im Einzelfall liesse sich das nicht nachweisen, statistisch müsste es sich aber bemerkbar machen. Sprich: Betende Christen sind unterm Strich gesünder als Leute, die nicht beten.

Ähnlich ist es mit der "Geistunterscheidung". Bei einer einzelnen Person kann niemand Aussenstehendes entscheiden, ob das, was diese Leute wahrzunehmen glauben, nun tatsächlich zutrifft oder nicht. "Jenseitige Einflüsse" lassen sich nicht messen.

Wenn aber zehn weitere Leute, die ebenfalls diese Gabe haben, völlig unabhängig voneinander zu den gleichen Aussagen kommen - dann wäre damit zumindest gezeigt, dass sie tatsächlich etwas wahrnehmen, was andere offenbar nicht sehen können. Ob das dann ein "jenseitiger Einfluss" ist vermag trotzdem niemand zu sagen - aber immerhin wüssten wir, dass an der Sache irgendwas dran ist.

 

lucan-7 antworten
Neubaugöre
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 12131

@lucan-7 

Es sind nicht "die Gebete", die Heilung bewirken. Es ist immer der HERR - Jesus Christus.

neubaugoere antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15978

@neubaugoere 

Es sind nicht "die Gebete", die Heilung bewirken. Es ist immer der HERR - Jesus Christus.

Die Aussage lautet aber, dass Gott Gebete gelegentlich erhört. Das heisst, er handelt aufgrund der Gebete.

Wenn Gott völlig unabhängig von Gebeten handelt, dann wäre das eine völlig andere Aussage, weil Gebete dann gar keine Rolle spielen würden.

 

lucan-7 antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 16798

@lucan-7  Gott handelt sowohl auf Gebet als auch souverän.

Es gibt kein entweder oder hier. Dein Rückschluß, dass dann Gebete keine Rolle spielen würden, wenn Gott in bestimmten Fällen souverän handelt, ist wohl einem Schwarz-weiß-Denken geschuldet.

deborah71 antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15978

@deborah71 

Dein Rückschluß, dass dann Gebete keine Rolle spielen würden, wenn Gott in bestimmten Fällen souverän handelt, ist wohl einem Schwarz-weiß-Denken geschuldet.

Meine Aussage lautete nicht "in bestimmten Fällen", sondern "völlig unabhängig". Denn nur dann würde sich hier keine statistische Veränderung ergeben.

Wenn Gott aber manchmal tatsächlich auf Gebete reagiert, dann würde das bedeuten, dass die Chance für Leute, geheilt zu werden, mit den Gebeten steigt. Und "steigende Chancen" würden sich statistisch bemerkbar machen. Falls nicht, wären sie schliesslich nicht vorhanden.

Deine Versuche, Gott erst in die Rechnung hineinzubringen und ihn direkt im Anschluss wieder herauszurechnen, wenn das Ergebnis nicht stimmt, ist also wenig überzeugend.

 

lucan-7 antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 16798

@lucan-7 🤣 🤣 🤣  ich will dich nicht überzeugen. Ich glaube eh keiner Statistik, die ich nicht selbst gefälscht habe.

Seidenlaubenvogel hat die Belange sehr gut ausgedrückt. Da kannst dich drehen und wenden, wie du willst...  du überzeugst nicht mit deinen Rechnungsaufstellungen.

deborah71 antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15978

@deborah71 

Seidenlaubenvogel hat die Belange sehr gut ausgedrückt. Da kannst dich drehen und wenden, wie du willst... du überzeugst nicht mit deinen Rechnungsaufstellungen.

Das hängt wohl davon ab, inwiefern man Logik für ein relevantes Argument hält.

 

 

lucan-7 antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 16798

@lucan-7 Ich halte sehr viel von Logik und bin ihr auch einigermaßen mächtig, unterschiedlich stark in ihren 7 Ausprägungen. 🤭 

Deshalb sage ich dir Kraft meiner Wassersuppe, dass du dich in etlichen Gedankenansätzen irrst, weil du versuchst (im übertragenen Sinne gesprochen) Suppe mit einer Gabel abzumessen und dadurch hungrig bleibst = zu keinem befriedigenden Ergebnis kommst.

deborah71 antworten
Neubaugöre
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 12131

@deborah71 Ich liebe deine bildhafte Beschreibung. 🙂 👍

neubaugoere antworten
Amalia
 Amalia
(@amalia)
Beigetreten : Vor 7 Monaten

Beiträge : 435

@lucan-7 

Ganz anders sieht es aber aus, wenn konkret gesagt wird, dass Gebete etwas bewirken können. Das ist ja bei Gebeten um Heilung der Fall - eine Heilung ist für jeden sichtbar und medizinisch nachweisbar.

...dann müssten Leute, für die gebetet wird, zumindest öfters Heilung erfahren als das bei Leuten der Fall ist, für die nicht gebetet wird

Da bin ich tatsächlich mehr bei dir Lucan. Ich bin hier wohl als Christin auf weiter Flur allein mit meiner Meinung, dass ich geistige Forschung ebenso für sinnvoll halte. Und es tut mir leid, wenn ich damit andere Christen hier verärgere, aber ich möchte trotzdem offen meine Meinung äussern, warum ich so denke. Ich stimme zwar nicht mit den Schlußfolgerungen von dir Lucan überein ( wenn ... dann..- wie z.b., wenn nicht mit messbaren Geräten nachweisbar, dann irrelevant für die Menschen), aber ich bin definitiv für mehr Transparenz in dem Bereich.

Jemand, der die Wirkung und Kraft Gottes in seinem Leben erlebt weiß natürlich, dass Gott sich nicht auf Knopfdruck benutzen lässt mit der Wirkung des Heiligen Geistes. Gott ist der Boss, das ist absolut klar. Und doch gibt es Unterschiede, wer vom Heiligen Geist erfüllt ist und wer nicht.

Ich weiß nicht, wie es zu Jesu Zeit war, ob auch da "jeder" auf seine Mitmenschen losgelassen wurde oder ob es etwas gottgeführter zuging. Ich habe oft den Eindruck, dass kaum geprüft wird, wer wem die Hände auflegt, wer alles versucht Dämonen auszutreiben, wer was predigt...mein Eindruck ist, es herrscht, was das Geistige angeht eine ziemliche Narrenfreiheit und erst wenn es zu spät ist ( wenn seelische oder körperliche Schäden entstanden sind), wird- wenn überhaupt- reagiert.

Man bedenke, wie sehr auf weltlicher Ebene alles geprüft und regelmässig kontrolliert wird, um z.b. eine Ausbeutung der Mitarbeiter zu verhindern. Um Unrechtes Handeln von Firmen zu entlarven usw. Und die seelischen Schäden sehe ich als noch viel schlimmer an, als die körperlichen Schäden, die durch irgendeine Form von Mißbrauch entstehen.

Ich finde mehr Transparenz, mehr Erforschung, mehr Kontrollen wer, was macht und ob überhaupt die Person dafür geeignet ist für absolut sinnvoll. Und um dies besser machen zu können, ist eine Forschung des Geistes, der geistigen Gaben- Fähigkeiten, der geistigen Kompetenz sinnvoll. Nicht jeder Hans und Franz sollte sowas wie Dämonenaustreibung ausüben dürfen, wenn der mehr Schaden anrichtet als Nutzen. So eine Gabe sollte irgendwie überprüfbar, kontrollierbar sein.

Nicht jeder ( entschuldigt, aber so sehe ich das) sollte anderen die Hand auflegen dürfen, wenn er/ sie selbst nicht auf dem Weg Gottes wirklich wandelt- nicht vom Heiligen Geist erfüllt ist und sein Christ- Sein mehr Fassade als alles andere ist. Vielleicht richtet dieser Mensch auch mit einem Gebet mehr Schaden beim Hilfsbedürftigen an als Nutzen.

Ich bin mir bewusst, dass meine Einstellung wahrscheinlich nicht von anderen Christen begrüßt wird, weil es zu weltlich denkend erscheint, aber auch als jemand, der überzeugt davon ist, dass es Gott gibt und das Geistige, bin ich sehr faktenliebend und finde es grausam, wie in der Praxis mit diesem geistigen Bereich schwammig und nebulös  umgegangen wird und gewaltet und geschaltet wird, wie es jeder einzelne für gut befindet. Aus diesem Hintergrund halte ich Forschung, genauer durch die Lupe gucken, wo passiert was und wo passiert nichts oder entsteht Schaden wirklich sinnvoll und gut.

amalia antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15978

@amalia 

Da bin ich tatsächlich mehr bei dir Lucan. Ich bin hier wohl als Christin auf weiter Flur allein mit meiner Meinung, dass ich geistige Forschung ebenso für sinnvoll halte.

Es scheint wohl so...

Wobei ich den Eindruck habe, dass manche Leute hier befürchten, dass ihnen der Glaube genommen werden soll, wenn meine Ansicht durch so ein Experiment bestätigt werden sollte. Also der Gedanke, dass ich dann anfange im Kreis herumzuspringen und laut rufe "Gott ist widerlegt!" oder sonst ein Quatsch...

Aber trotz der gewählten Überschrift ist das Feld, das sich hier überhaupt untersuchen lässt, ausgesprochen klein und betrifft nur einen ganz bestimmten Bereich. Unabhängig vom Ausgang lässt sich nichts weiter über Gottes Existenz oder gar ein mögliches Eingreifen seinerseits sagen.

Es könnte aber dazu beitragen, nicht vorschnell irgendwelchen Leuten zu glauben, die irgendetwas behaupten und dadurch andere Menschen massiv beeinflussen können... genau so, wie es aber auch deren Behauptungen bestätigen könnte.

Dass ich das nicht glaube bedeutet ja nicht, dass dieses Experiment auch tatsächlich so ausgehen würde wie ich es vermute.

Ich stimme zwar nicht mit den Schlußfolgerungen von dir Lucan überein ( wenn ... dann..- wie z.b., wenn nicht mit messbaren Geräten nachweisbar, dann irrelevant für die Menschen), aber ich bin definitiv für mehr Transparenz in dem Bereich.

Das habe ich so auch nicht geschrieben. Diese "geistigen Belastungen" sind ja nicht messbar, sondern werden nur von anderen Menschen wahrgenommen. Genau das ist ja der Punkt hier - in diesem Fall sind die Menschen die "Messgeräte". Und an der Stelle wird dann auch geprüft.

Sollte es auch da keine Nachweisbarkeit geben... dann wäre es tatsächlich irrelevant, weil das ein starker Hinweis darauf ist, dass sich keine Aussagen über "geistige Belastungen" machen lassen.

Man bedenke, wie sehr auf weltlicher Ebene alles geprüft und regelmässig kontrolliert wird, um z.b. eine Ausbeutung der Mitarbeiter zu verhindern. Um Unrechtes Handeln von Firmen zu entlarven usw. Und die seelischen Schäden sehe ich als noch viel schlimmer an, als die körperlichen Schäden, die durch irgendeine Form von Mißbrauch entstehen.

Ich finde mehr Transparenz, mehr Erforschung, mehr Kontrollen wer, was macht und ob überhaupt die Person dafür geeignet ist für absolut sinnvoll.

Sehe ich genau so. Deshalb bin ich ja auch verwundert, was in manchen Bereichen einfach ungeprüft hingenommen wird. Zumal ja bekannt ist, dass hier auch etliche Scharlatane unterwegs sind, die in erster Linie sehr viel Geld machen - Beispiele finden sich da gerade in den USA ja zur Genüge, wo das offensichtlich ist.

Aus diesem Hintergrund halte ich Forschung, genauer durch die Lupe gucken, wo passiert was und wo passiert nichts oder entsteht Schaden wirklich sinnvoll und gut.

Ja... zumindest dort, wo es möglich ist. Das trifft ja nicht auf alle Bereiche zu.

 

lucan-7 antworten
Amalia
 Amalia
(@amalia)
Beigetreten : Vor 7 Monaten

Beiträge : 435

@lucan-7 

Wobei ich den Eindruck habe, dass manche Leute hier befürchten, dass ihnen der Glaube genommen werden soll, wenn meine Ansicht durch so ein Experiment bestätigt werden sollte.

Das glaube ich weniger. Der Glaube basiert auf ein anderes Fundament, nicht auf die Bestätigung durch irgendetwas von dieser Welt. Und diejenigen (hier), die dieses Fundament haben, werden sich deshalb nicht bedroht fühlen in ihrem Glauben.

Also der Gedanke, dass ich dann anfange im Kreis herumzuspringen und laut rufe "Gott ist widerlegt!" oder sonst ein Quatsch...

Dich würde ich gerne herumspringen sehen. 🤣 🤣 Du und auch andere können Gott gar nicht widerlegen. Tut mir leid, dass ich jetzt nicht weiter auf deinen Text eingehe, ich bin eigentlich schon raus hier 😉 

amalia antworten
Seidenlaubenvogel
(@seidenlaubenvogel)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 928

@lucan-7 Hab ja heute bereits geschrieben, dass ich grundsätzlich stets für Nachvollziehbarkeit und mehr Verständnis bin. Danke noch für deine Korrektur in meinem Posting dort. Das tatsächlich Traurige ist, dass deine Studie wohl keinerlei hilfreiche Auswirkungen hätte. Werden keine Fähigkeiten bewiesen … gerade wer empfänglich für Scharlatanerie/ Manipulation/ … ist, wird mehr an der Studie zweifeln als an zweifelhaften Fähigkeiten und kann sein Erleben weiterhin für sich individuell begründen. Und werden Fähigkeiten bewiesen, erfährt die Thematik vermutlich einen Hype, der Scharlatanerie/ Manipulation/ … begünstigt. 

So spannend ich den Ansatz sehe, er überzeugt mich nicht so recht.

seidenlaubenvogel antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15978

@seidenlaubenvogel 

Das tatsächlich Traurige ist, dass deine Studie wohl keinerlei hilfreiche Auswirkungen hätte.

Das fürchte ich allerdings auch. Egal wie es ausgeht - die wenigsten wären wohl bereit, von einer festgelegten Meinung zu lassen.

Werden keine Fähigkeiten bewiesen … gerade wer empfänglich für Scharlatanerie/ Manipulation/ … ist, wird mehr an der Studie zweifeln als an zweifelhaften Fähigkeiten und kann sein Erleben weiterhin für sich individuell begründen. Und werden Fähigkeiten bewiesen, erfährt die Thematik vermutlich einen Hype, der Scharlatanerie/ Manipulation/ … begünstigt.

Das ist in der Tat eine Gefahr. Sollte sich die Begabung als real erweisen, das heißt die "Begabten" wären sich tatsächlich in ihrem Urteil einig, würde das diversen Scharlatanen Tür und Tor öffnen, die sich dann auf diese Studie berufen... natürlich ohne selbst geprüft worden zu sein.

Wünschenswert wäre wohl tatsächlich eine Widerlegung der Behauptungen... einfach deshalb, um den Leuten zu zeigen, dass sie vorsichtig sein sollten, wem sie ihr Vertrauen schenken.

Dieser Ratschlag dürfte allerdings auch völlig ohne Experiment seine Gültigkeit haben...

 

 

lucan-7 antworten


lhoovpee
Beiträge : 2256

Eine Versuchsanordnung könnte so aussehen, dass sich in einem Raum zehn Personen befinden, von denen eine besonders "belastet" ist. 

Wie willst du denn eine Person finden, die besonders "belastet" ist? Und wie willst du ausschließen, dass die anderen 9 nicht "belastet" sind. Da scheitert dein Versuchsaufbau bereits.

lhoovpee antworten
7 Antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2177

@lhoovpee 

Wie willst du denn eine Person finden, die besonders "belastet" ist?

Unterschiedliche Optionen. Z.B. könnten sich solche Personen freiwillig melden. Oder es könnten Leute, welche denken/meinen/wissen, dass sie die betreffende Begabung haben, solche Personen vorschlagen. Freilich müßte dann sichergestellt werden, dass die am Versuch Teilnehmenden sich mit den Vorschlagenden nicht im Vorfeld austauschen.

Aber eigentlich ist ja in Lucans Versuchsaufbau die von Dir angemerkte Problematik schon "mitgelöst": Man steckt einfach randomisiert zehn Personen in den Begutachtungs-Raum. Und dann wird halt geschaut, wie präzise diejenigen, die sich selbst die entsprechende Gabe attestieren, in ihren Einschätzungen übereinstimmen. Ob da nun eine "belastete" Person unter zehnen sitzt, oder ob es zwei oder gar sieben sind, oder am Ende kein einziger, ist eigentlich irrelevant. Wenn sämtliche Begabte übereinstimmend sieben der zehn Anwesenden für belastet erklären, während die Unbegabten kunterbunt drauflosraten, ist ja auch belegt, dass irgendwas an der Sache mit der Begabung dran sein dürfte. Und wenn keiner der Begabten einen einzigen "Belasteten" identifiziert, haben wir nur dann ein Problem, wenn die Unbegabten ebenfalls niemand Belasteten zu erkennen meinen. Diesem Problem könnte Abhilfe geschaffen werden, indem von den Studienleitern eingangs suggeriert wird, dass sich ein oder mehrere "Belastete" unter den Versuchskaninchen befänden und es in dem Versuch darum gehe, die Empathiefähigkeitsverteilung allgemein zu untersuchen. Der Versuchsleiter könnte z.B. sagen: "Wir haben hier zehn Personen. Eine oder sogar mehrere dieser Personen leidet unter dem Gefühl, von einem Dämon, bösen Geist oder einer ähnlichen Präsenz besessen, oder, wie wir Fachleute es formulieren: belastet zu sein. Wir möchten Sie nun bitten, zu versuchen, allein durch genaue Beobachtung dieser Personen herauszufinden, welche es sein könnte. Notieren sie also bitte für jede der zehn Personen auf einer Skala von 1 (sicher nicht belastet) bis 5 (sicher belastet), wie Sie es einschätzen."

Lucan hat also zwar seinen "Versuchsaufbau" womöglich nicht präzise/ausführlich genug dargelegt. Aber scheitern müßte so ein Versuch aufgrund des Problems, das Du ansprichst, sicherlich nicht.

jack-black antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15978

@jack-black 

Lucan hat also zwar seinen "Versuchsaufbau" womöglich nicht präzise/ausführlich genug dargelegt. Aber scheitern müßte so ein Versuch aufgrund des Problems, das Du ansprichst, sicherlich nicht.

Hast du gut dargelegt. Im Grunde müsste man nur die "Begabten" davon überzeugen, dass es darum geht, welche zwei Personen im Raum eine "Belastung" haben. Wenn sich dann alle "Begabten" darüber einig sind, dass das auf keinen zutrifft, während die "Nicht-Begabten" einfach wild drauflos raten - dann wäre das ein deutlicher Hinweis.

Wenn auch nicht ganz so deutlich wie es mit "echten" Belasteten wäre, also Leuten, denen das von anderen "Begabten" im Vorfeld bereits attestiert wurde.

Dass die Teilnahme freiwillig sein muss und es nur funktioniert, wenn da keine bestimmten äusseren Merkmale im Spiel sind versteht sich von selbst...

 

lucan-7 antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15978

@lhoovpee 

Wie willst du denn eine Person finden, die besonders "belastet" ist? Und wie willst du ausschließen, dass die anderen 9 nicht "belastet" sind. Da scheitert dein Versuchsaufbau bereits.

Da müsste man sich auf die Aussagen von einem "Begabten" verlassen, der selbst nicht an der Studie teilnimmt. Je mehr "Verdachtsfälle" dabei sind, desto deutlicher wäre das Ergebnis.

Prinzipiell funktioniert es auch, wenn keiner der Anwesenden irgendeine "Belastung" in sich trägt - das Ergebnis wäre dann nur weniger eindeutig, wenn keiner der "Begabten" eine solche Belastung feststellt.

 

lucan-7 antworten
lhoovpee
(@lhoovpee)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 2256

@lucan-7 Das Ergebnis solch einer Studie wäre dennoch kaum belastbar. 

Ich weiß nicht wie häufig du schon mit Menschen gesprochen hast, die an solche Begabungen glauben. Du gehst davon aus, dass jeder Begabte auch jeden Belastenden ermitteln könnte. Das glauben meiner Erfahrung nach nur sehr wenige. Der Willen des Heiligen Geistes, der Glaube von Belasteten und Begabten, sowie der Wille der Dämonen werden hier meist als ausschlaggebend genannt.

Es geht hier also um weit mehr als um Automatismen, die widerholbar sind. Das ist zu Naturwissenschaftlich gedacht. Man steht vor ähnlichen Problemen wie Verhaltensforscher/Psychologen, nur das du wichtige angebliche Akteure gar nicht beobachten kannst.

lhoovpee antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15978

@lhoovpee 

Ich weiß nicht wie häufig du schon mit Menschen gesprochen hast, die an solche Begabungen glauben. Du gehst davon aus, dass jeder Begabte auch jeden Belastenden ermitteln könnte. Das glauben meiner Erfahrung nach nur sehr wenige.

Nein, das wurde an anderer Stelle schon erwähnt. Das Mindeste was die "begabten" Personen hier können sollten ist zu entscheiden, wann die Gabe aktiviert ist und wann nicht. Wenn sie das nicht vermögen wäre die Gabe so oder so wertlos.

Natürlich funktioniert das Experiment nur dann, wenn zumindest einige der "Begabten" zu einer Aussage imstande sind. Falls nicht, müsste man die Sache halt wiederholen bis man ein Ergebnis hat.

 

lucan-7 antworten
lhoovpee
(@lhoovpee)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 2256

@lucan-7 Du denkst Mechanisch. Aber ich verstehe schon was du meinst.

Meiner Ansicht nach wäre viel interessanter, was im Gehirn solcher Menschen abgeht, wenn sie glauben Dämonen zu erkennen. Das wären Studien, die in meinen Augen einen wissenschaftlichen Mehrwert hätten. Dies könnte man dann mit bekannten Hirnmustern vergleichen, wie Empathie, Machtgelüste, etc. Das wären Forschungsfragen, die mich interessieren würden.

Sie würden uns in der Fragestellung dieses Threads allerdings nicht weiterbringen. Die Fragestellung dieses Threads ist ja ähnlich wie die Frage "Wirkt Gebet?". Und da gab es meines Wissens sogar etliche Studien. Da müsste ich jetzt aber nochmal recherchieren.

lhoovpee antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15978

@lhoovpee 

Du denkst Mechanisch.

Da wüsste ich jetzt nicht genau was das in diesem Zusammenhang sein soll... entweder die Leute mit der "Geistunterscheidung" vermögen zuverlässige Aussagen zu treffen - oder sie vermögen das nicht.

Meiner Ansicht nach wäre viel interessanter, was im Gehirn solcher Menschen abgeht, wenn sie glauben Dämonen zu erkennen. Das wären Studien, die in meinen Augen einen wissenschaftlichen Mehrwert hätten. Dies könnte man dann mit bekannten Hirnmustern vergleichen, wie Empathie, Machtgelüste, etc. Das wären Forschungsfragen, die mich interessieren würden.

Da fehlen mir genaue Kenntnisse wie weit die Hirnforschung da jetzt ist und welche Aussagen da überhaupt möglich sind. Ich vermute, dass es da immer noch einen ziemlich großen Interpretationsspielraum gibt, so dass die Ergebnisse am Ende wenig konkret wären.

 

lucan-7 antworten
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