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Wie Leben aus "Zufall" entstehen kann

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Lucan-7
Themenstarter
Beiträge : 29450

Hier mal ein interessantes Video zum Thema, wie komplexe Strukturen aus einfachen Vorgaben entstehen können. 

Es widerlegt eindrucksvoll den Glauben, dass etwas "Komplexes" seinen Ursprung nur in etwas noch Komplexerem haben kann, dass also für komplexe Strukturen letztlich ein Schöpfer notwendig ist (Der selber nicht mehr erklärt wird).

Hier das Video, es ist angenehm kurz und übersichtlich:

 

https://www.youtube.com/watch?v=TCLvGLA3WPM&list=WL&index=18

Antwort
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Tojak
 Tojak
(@tojak)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 657
Veröffentlicht von: @lucan-7

Bei dem Titel "Wie Leben aus "Zufall" entstehen kann" habe ich gestutzt. Entstehung von Leben in einem Wechselspiel von Zufall und Notwendigkeit - das hatte ich für mich als brauchbare Vorstellung abgespeichert, verbunden mit dem Namen Jacques Monod. Aber nur Zufall? Nein.

Hier mal ein interessantes Video zum Thema, wie komplexe Strukturen aus einfachen Vorgaben entstehen können. 

Ja, Conways Life Game, wie erwartet. Die Überleitung zur Werbung am Ende war etwas störend, ich habe mich gefragt, was die eigentlich verkaufen wollen, aber nicht weiter darauf nachgeschlagen.

Conways Spiel weckt nette nostalgische Erinnerungen an erste Programmierversuche, für die es sich anbot, an Commodore und Atari, an Pong, Star Wars und grobpixelige Computerspiele jeder Art.

Ich persönlich war es schnell leid, weil es bis auf die Ausgangsverteilung letztlich völlig deterministisch ist. Vieles, was man diesem Spiel jetzt beilegen will, z. B. "Spiel DES LEBENS", Turing-Vollständigkeit usw. halte ich für übertrieben.

Es ist eine schöne und anschauliche Demonstration von Emergenz. Als Modell für die Entstehung von Leben sehe ich es nicht an, weil nur die Ausgangsposition zufällig ist und danach alles determistisch abläuft. 

Es widerlegt eindrucksvoll den Glauben, dass etwas "Komplexes" seinen Ursprung nur in etwas noch Komplexerem haben kann, dass also für komplexe Strukturen letztlich ein Schöpfer notwendig ist (Der selber nicht mehr erklärt wird).

Es kann dazu beitragen, ja, indem es Emergenz demonstriert. Aber man kann auch anführen, dass Herr Conway sich dieses Spiel ausgedacht hat, und dass der mit Sicherheit komplexer ist als ein Computerprogramm, das Pixelmuster erzeugt.

tojak antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29450

@tojak 

Bei dem Titel "Wie Leben aus "Zufall" entstehen kann" habe ich gestutzt. Entstehung von Leben in einem Wechselspiel von Zufall und Notwendigkeit - das hatte ich für mich als brauchbare Vorstellung abgespeichert, verbunden mit dem Namen Jacques Monod. Aber nur Zufall? Nein.

Deshalb ja in Anführungszeichen.

Das ganze ist ja auch kein Modell für unser Universum - es ist ein Beispiel, wie aus simplen Vorgaben komplexe Strukturen werden können.

 

Ich persönlich war es schnell leid, weil es bis auf die Ausgangsverteilung letztlich völlig deterministisch ist.

Ja. Aber es ist ja aufgrund der Quantenmechanik möglich, dass im realen Universum der Zufall sehr wohl eine Rolle spielt, weil zwar Naturgesetze die Regeln vorgeben, dabei aber dennoch auch zufällige Prozesse eine Rolle spielen können.

 

Aber man kann auch anführen, dass Herr Conway sich dieses Spiel ausgedacht hat, und dass der mit Sicherheit komplexer ist als ein Computerprogramm, das Pixelmuster erzeugt.

Du meinst, unsere Realität ist komplexer...?

Das ist halt die Frage, wieviele Stufen der Realität es da gibt und wie weit man da ins Kaninchenloch hinuntersteigen muss, um vielleicht festzustellen wie simpel das Ganze an seiner Basis ist...

lucan-7 antworten
Tojak
 Tojak
(@tojak)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 657
Veröffentlicht von: @lucan-7

@tojak

Ja. Aber es ist ja aufgrund der Quantenmechanik möglich, dass im realen Universum der Zufall sehr wohl eine Rolle spielt, weil zwar Naturgesetze die Regeln vorgeben, dabei aber dennoch auch zufällige Prozesse eine Rolle spielen können.

Eben. Das Wechselspiel von Zufall und Notwendigkeit, in dem unter günstigen Umständen Leben entsteht. 

Eine zufällige Ausgangsposition und anschließend purer Determinismus ist eben kein Wechselspiel.

tojak antworten
Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 25 Jahren

Beiträge : 6387

@lucan-7 

Das ganze ist ja auch kein Modell für unser Universum - es ist ein Beispiel, wie aus simplen Vorgaben komplexe Strukturen werden können.

Ja aber das hat nichts mit Zufall zu tun. Emergenz ist so ziemlich das Gegenteil von Zufall. Unter den Gleichen Bedingungen emergiert immer die gleichen Strukturen. Zufall wäre es, wenn die darüber liegende Ebene jedes Mal neue regeln und Strukturen bilden würde. 

Ja. Aber es ist ja aufgrund der Quantenmechanik möglich, dass im realen Universum der Zufall sehr wohl eine Rolle spielt, weil zwar Naturgesetze die Regeln vorgeben, dabei aber dennoch auch zufällige Prozesse eine Rolle spielen können.

Dieser zufälligen Prozesse sind dann aber eine Störung für Systems und nicht Bedingung für die Bildung des Systems. 

arcangel antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29450

@arcangel 

Ja aber das hat nichts mit Zufall zu tun. Emergenz ist so ziemlich das Gegenteil von Zufall.

Ich habe ja auch die Quantenmechanik als Beispiel für den Zufall erwähnt, nicht die Emergenz. Die ist nur ein Beispiel dafür, dass aus einfachen Mechaniken komplexe Strukturen entstehen können.

 

Dieser zufälligen Prozesse sind dann aber eine Störung für Systems und nicht Bedingung für die Bildung des Systems.

In der Realität können sie nicht nur Störung, sondern auch notwendige Voraussetzung sein. Wir kennen die Mechanismen ja (noch) nicht.

 

 

 

lucan-7 antworten
Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 25 Jahren

Beiträge : 6387

@lucan-7 

Ja nur die Quantenmechanik spielt in diesem Beispiel keine Rolle. Das Einzige, was dieses Spiel des Lebens beschreibt, ist das aus einfachen Regeln komplexere Formen auf einer höheren ebene entstehen können, die nichts mit den Regeln darunter zu tun haben. Was dann Emergenz genannt wird. 

Gleiche Ausgangslage, produzieren immer die gleichen Resultate. 

Wenn du nun Zufall in dieses Modell einbringen möchtest, dann könntest du eine 4te Regel erstellen zum Beispiel

Das jeder X Zyklus Y% der Zellen zufällig ihren Zustand wechseln. 

Wenn in jeden zweiten Zyklus 50 % der Zellen zufällig ihren Zustand wechseln werden keine stabilen Formen entstehen. Wenn in dem Millionsten Zyklus 1ppm den Zustand wechseln sieht das schon anderes aus. 

arcangel antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29450

@arcangel 

Ja nur die Quantenmechanik spielt in diesem Beispiel keine Rolle.

Aber in der Realität. Denn das war ja die Kritik daran: Dass hier eine völlig determinierte Welt dargestellt wird.

Die Realität funktioniert aber nach anderen Grundlagen. Das Beispiel diente allein einer Argumentation: Komplexe Objekte basieren nicht notwendigerweise auf komplexen Ursachen.

lucan-7 antworten
Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 25 Jahren

Beiträge : 6387

@lucan-7 

Aber in der Realität. Denn das war ja die Kritik daran: Dass hier eine völlig determinierte Welt dargestellt wird.

Da gebe ich dir recht, ohne Zufall ist alles determiniert. Aber Zufall ist in diesem Modell eine Störung von aussen, welche sich nicht an regeln hält, sondern auf Wahrscheinlichkeiten beruht. 

Komplexe Objekte basieren nicht notwendigerweise auf komplexen Ursachen.

Genau, das zeigt dieses Experiment schön auf, es zeigt auch wunderbar auf, das emergente Strukturen, keine Relevanz auf der darunterliegende Ebene haben und eine dritte Erkenntnis ist das emergente Strukturen, völlig neue regeln Folgen die losgelöst sind von der Ebene darunter. 

arcangel antworten
AWHler
 AWHler
Beiträge : 2319
Veröffentlicht von: @lucan-7

Im Grunde enthält schon der Ansatz immer wieder den gleichen Fehler, auf den auch etliche Atheisten immer wieder hereinfallen: Die strikte Trennung von "Gott" und "Universum" als Ausgangsbasis zu akzeptieren.

Wenn aber Gott - was immer er auch sein mag, die Gläubigen verweigern sich da jeder Definition - real ist, dann ist er auch Teil der Realität, also Teil des Universums. Jede Überlegung müsste also die Frage mit einschliessen, wie eigentlich Gott entstanden ist.

Oder, noch deutlicher gefragt: Wie wahrscheinlich kann es sein, dass so etwas wie Gott zufällig existiert?

Denn genau darauf läuft es ja hinaus. 

Vorweg, dies ist meinerseits ein letztes Eingehen auf eines Deiner Postings ... 

Ich wünsche Dir ehrlich, unbekannter Lucan-7 , dass Du irgendwie herausfindest aus den Labyrinth-Gängen, in die Du dich mMn selbst immer und immer wieder verstrickst! 

Zum Inhalt: Du jonglierst hier wieder ins Blaue (- mit einer unnachahmlichen Mischung aus kuriosen Fragestellungen, aber zugleich mit sofort folgenden Behauptungen und Verknüpfungen - ) und wirfst Worte wie "Gott - Universum- Definition - Realität" in die Luft ... auf eine Weise, die zu nix führt. Du reduzierst und benutzt alle diese großen Begriffe auf eine Weise, die dünn und wackelig ist - aber ich gehe nicht mehr drauf ein, vielleicht andere ... 

Mögest Du Deinen Weg irgendwie  finden und - persönlich Glück, Zufriedenheit und innere Ausgeglichenheit finden. Anders als so kann ich - unbekannterweise mit einem lucan-7 kommunizierend und nur Deine Beiträge lesend - meine letzte Rückmeldung nicht schließen.  

L'Chaim

awhler antworten
5 Antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29450

@awhler 

Zum Inhalt: Du jonglierst hier wieder ins Blaue

Nein, ich frage einfach weiter. Das kannst du als sinnlos bezeichnen, weil wir das ja aus der Physik kennen: Jede neue Entdeckung wirft neue Fragen auf... und ob man je zu einem Ende kommt erscheint äusserst fraglich.

Die Fragen, die ich hier stelle, funktionieren aber anders. Wenn ich hier in Glaubensfragen weiterfrage, dann entstehen keine neuen Fragen - es entstehen vielmehr Widersprüche zu den ursprünglichen Aussagen.

Beispiel, der Baum des Lebens und die verbotene Frucht. Gott pflanze den Baum, setzt ein Verbot, das Verbot wird übertreten, Adam und Eva müssen die Konsequenzen tragen... so weit klar und logisch.

Allerdings: Gott ist allmächtig und allwissend. Daraus entstehen keine neuen Fragen - sondern die Unmöglichkeit, dass Gott hier überrascht worden sein kann. Das macht aus seinem Verbot einen Plan - es gibt keine andere Erklärung, schliesslich hat er jederzeit alles gewusst - auch, was in Zukunft passieren würde.

Oder die Schöpfung... wenn das Grundprinzip hier lautet, dass etwas komplexes und Lebendiges nicht durch Zufall entstehen konnte - dann muss auch Gott selbst von einem Über-Gott geschaffen worden sein. Und dieser natürlich auch, und immer so weiter. Passt also auch nicht.

Und immer so weiter. 

Und was jetzt?

Aufhören zu fragen, und einfach glauben?

Das kann nicht die Antwort sein...

 

lucan-7 antworten
Friede
 Friede
(@friede)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 53

@lucan-7 

Wenn du oben @ahwler schreibst (Zitat):

Die Fragen, die ich hier stelle, funktionieren aber anders. Wenn ich hier in Glaubensfragen weiterfrage, dann entstehen keine neuen Fragen - es entstehen vielmehr Widersprüche zu den ursprünglichen Aussagen.

Beispiel, der Baum des Lebens und die verbotene Frucht. Gott pflanze den Baum, setzt ein Verbot, das Verbot wird übertreten, Adam und Eva müssen die Konsequenzen tragen... so weit klar und logisch.

Allerdings: Gott ist allmächtig und allwissend. Daraus entstehen keine neuen Fragen - sondern die Unmöglichkeit, dass Gott hier überrascht worden sein kann. Das macht aus seinem Verbot einen Plan - es gibt keine andere Erklärung, schliesslich hat er jederzeit alles gewusst - auch, was in Zukunft passieren würde.

- dann ist das eine logisch-nachvollziehbare Passage.

Das, was du aber im weiteren daraus "logisch herleitest" ist (d)ein Irrtum (nachfolgend Zitat aus deinem obigen Text):

Oder die Schöpfung... wenn das Grundprinzip hier lautet, dass etwas komplexes und Lebendiges nicht durch Zufall entstehen konnte - dann muss auch Gott selbst von einem Über-Gott geschaffen worden sein. Und dieser natürlich auch, und immer so weiter. Passt also auch nicht.

Was ich darin fett markiert habe, impliziert, als wäre Schöpfung und Schöpfer dasselbe. Warum setzest du voraus, dass der lebendige Gott entstanden ist, also einen Anfang hatte, wie die Schöpfung? - Laut Bibel IST der lebendige Gott einfach, ist also ohne Anfang und ohne Ende, und das bedeutet: EWIG! Unterscheidest du denn nicht vom Schöpfer, was als Seine Schöpfung entstanden ist? Die Schöpfung nahm in IHM seinen Anfang und zwar als Wort (SAME), sich nach und nach entfaltend. Aber Gott, der Lebendige, ist vor aller Schöpfung, ebenso ist JESUS Christus vor aller Schöpfung, weshalb JESUS von Sich sagt(e): "Ehe Abraham war, bin Ich!" !!! (siehe auch Kol 1,15 und 1 Petr 1,20). 

Auf welche Logik stützest du denn deine Aussage, dass auch der Schöpfer erschaffen worden sei, so wie die Schöpfung? Warum schreibst du - entgegen der Bibel - der lebendige, ewige Gott müsse - deiner Logik folgend - entstanden sein durch einen anderen Schöpfer, nur weil jemand (m.E. richtig) zum Schluss gelangt ist, dass "komplexes und Lebendiges nicht durch Zufall entstehen konnte"? - Der Lebendige Gott IST laut Bibel seit Ewigkeiten und ist nicht irgendwann irgendwie entstanden! Deine eigenen Fragen sind in sich unlogisch, widersprüchlich, verwirrend und irreführend. Ich erinnere an dieser Stelle an den Auftakt deiner obigen Antwort @ahwler:

Die Fragen, die ich hier stelle, funktionieren aber anders. Wenn ich hier in Glaubensfragen weiterfrage, dann entstehen keine neuen Fragen - es entstehen vielmehr Widersprüche zu den ursprünglichen Aussagen.

Widersprüche / Widersprüchlichkeiten liegen - wie ich in diesem Beitrag aufzeige - deinen eigenen "Fragen" und deinen eigenen Aussagen zugrunde und nehmen also ihren Anfang in DIR; sie entstehen nicht erst mit den Antworten, die dir entgegenkommen.

Ich zitiere nachfolgend, wie du deine Antwort @ahwler abschliessest bzw. offenlässt und damit richtig dein eigenes Dilemma (unbewusst?) offenlegst:

 Und immer so weiter. 

Und was jetzt?

Aufhören zu fragen, und einfach glauben?

Das kann nicht die Antwort sein...

friede antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29450

@friede 

Was ich darin fett markiert habe, impliziert, als wäre Schöpfung und Schöpfer dasselbe. Warum setzest du voraus, dass der lebendige Gott entstanden ist, also einen Anfang hatte, wie die Schöpfung? 

Weil auch die Existenz Gottes einer Erklärung bedarf. Jedenfalls dann, wenn er real ist.

 

Auf welche Logik stützest du denn deine Aussage, dass auch der Schöpfer erschaffen worden sei, so wie die Schöpfung? Warum schreibst du - entgegen der Bibel - der lebendige, ewige Gott müsse - deiner Logik folgend - entstanden sein

Weil es nicht logisch ist. Warum sollte Gott existieren? Noch dazu "einfach so"?

Gott müsste doch, gemäß seiner Beschreibung, noch viel komplexer sein als die Schöpfung. Wie kann es sein, dass ein Gott "einfach so", aus dem Nichts heraus, existiert?

Meiner Ansicht nach dient er lediglich als Vehikel: Weil es für uns keine anderen Erklärungen gibt muss eben Gott als Erklärung herhalten. Und um seine Anwesenheit nicht weiter erklären zu müssen, wird er halt als "ewig" dargestellt... Gott muss nicht erklärt werden, der ist "einfach da", einfach so.

 

Auf welche Logik stützest du denn deine Aussage, dass auch der Schöpfer erschaffen worden sei, so wie die Schöpfung? Warum schreibst du - entgegen der Bibel - der lebendige, ewige Gott müsse - deiner Logik folgend - entstanden sein durch einen anderen Schöpfer, nur weil jemand (m.E. richtig) zum Schluss gelangt ist, dass "komplexes und Lebendiges nicht durch Zufall entstehen konnte"? 

Äh...  genau...?

Und weil er der Bibel steht, dass das halt bei Gott nicht so ist, dann ist das halt so, und deswegen braucht das auch nicht logisch zu sein...?

 

lucan-7 antworten
Friede
 Friede
(@friede)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 53

@lucan-7 

Auf meine Frage an dich

 

Was ich darin fett markiert habe, impliziert, als wäre Schöpfung und Schöpfer dasselbe. Warum setzest du voraus, dass der lebendige Gott entstanden ist, also einen Anfang hatte, wie die Schöpfung? 

gibst du mir oben die Antwort:

@friede Weil auch die Existenz Gottes einer Erklärung bedarf. Jedenfalls dann, wenn er real ist.

Die Existenz des lebendigen Gottes setzest du selbstmächtig gleich mit den Worten "ENTSTEHUNG Gottes".  

Ich stelle fest: Du unterscheidest nicht zwischen verschiedenen Begriffen. Existenz ist nicht dasselbe wie Entstehung. Etwas, das existiert, kann zuvor erschaffen worden sein, oder auch nicht, sofern es einfach IST. Etwas das existiert, kann sich allenfalls selber bewusst(er) werden - das sagt dann aber nichts darüber aus, dass es irgendwann erschaffen worden wäre oder nicht. 

Was du glaubst oder nicht, ist das eine, was du aber an Irrtümer in die Welt setzest, das ist etwas anderes. Meine vier Kinder sind Agnostiker und ich habe keinerlei Vorbehalte gegen Menschen, die kritisch und fair  argumentieren. Du vermischest Inhalte und setzest verschiedene Begriffe einander gleich, obwohl sie Unterschiedliches bezeichnen. 

 

Hast du Freude, andere zu verwirren? - Oder ist dir wirklich daran gelegen, mit anderen einen Konsens zu suchen, so dass beidseitig Verständnis und Erkenntnis wächst? - Für meinen Teil habe ich kein Interesse, auf Konfrontationskurs zu gehen. Ich habe dich auf dein Dilemma aufmerksam gemacht. Was du daraus machst, ist nicht meine Sache.

 

friede antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29450

@friede 

Ich stelle fest: Du unterscheidest nicht zwischen verschiedenen Begriffen. Existenz ist nicht dasselbe wie Entstehung. Etwas, das existiert, kann zuvor erschaffen worden sein, oder auch nicht, sofern es einfach IST. Etwas das existiert, kann sich allenfalls selber bewusst(er) werden - das sagt dann aber nichts darüber aus, dass es irgendwann erschaffen worden wäre oder nicht. 

Letztlich läuft es auf dasselbe hinaus. Ob etwas einfach nur "existiert" oder "entstanden" ist - für eine Existenz jeglicher Art bedarf es einen Grund.

 

Hast du Freude, andere zu verwirren? - Oder ist dir wirklich daran gelegen, mit anderen einen Konsens zu suchen, so dass beidseitig Verständnis und Erkenntnis wächst?

Ich bezweifle dass wir auf einen Konsens kommen - dafür sind unsere Ansichten dann wohl doch zu verschieden.

Im Idealfall gelangen wir zu einem Austausch, über den wir unsere unterschiedlichen Ansichten zumindest ansatzweise nachvollziehen können und uns gegenseitig respektieren können.

Damit wäre schon viel gewonnen, denke ich...

 

Für meinen Teil habe ich kein Interesse, auf Konfrontationskurs zu gehen. Ich habe dich auf dein Dilemma aufmerksam gemacht. Was du daraus machst, ist nicht meine Sache.

Konfrontation kann einen weiterbringen, wenn man die Karten offen auf den Tisch legt. Mag sein, dass man nicht auf  einen gemeinsamen Nenner kommt... aber auch das kann ja ein Ergebnis sein, und man respektiert zumindest die verschiedenen Perspektiven.

Und "respektieren" bedeutet nicht, dass man dem anderen recht gibt...

lucan-7 antworten


gedankenwelt
Beiträge : 71
Veröffentlicht von: @awhler

Nur, was hat das mit der "Gottesfrage" zu tun, wenn INNERHALB der Schöpfung, der Physik/Biologie/Chemie und evolutionär diese Entfaltungen passieren?

Zumal die Entstehung der Naturkonstanten bis heute noch nicht wissenschaftlich geklärt ist. Wären diese nur leicht anders, wäre Leben überhaupt nicht möglich. 

Es ist natürlich gut, vereinfachte Glaubensbilder zu hinterfragen, schließlich bietet der christliche Glaube die Grundlage schlechthin, um Universum wissenschaftlich denken zu können. Die Antwort ist allerdings nicht, vereinfachte (oder veraltete) wissenschaftliche Theorien anstelle vereinfachter Glaubensbilder zu setzen. Das ist das gleiche in grün.

 

gedankenwelt antworten
12 Antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29450

@gedankenwelt 

schließlich bietet der christliche Glaube die Grundlage schlechthin, um Universum wissenschaftlich denken zu können

Inwiefern?

Die moderne Wissenschaft basiert recht wesentlich auf der griechischen Philosophie, und die konnte mit dem Christentum nicht sonderlich viel anfangen.

Dass die Kirche sich später - entgegen vielen Klischees - um die Wissenschaft verdient gemacht hat ist ja nicht zu bestreiten. Aber dieser Verdienst bestand sehr wesentlich daraus, eben diese griechischen Schriften zu erhalten...

 

lucan-7 antworten
gedankenwelt
(@gedankenwelt)
Beigetreten : Vor 4 Wochen

Beiträge : 71

@lucan-7

 

Prinzipiell erstmal durch die Entgöttlichung der Natur. Heidnische, polytheistische oder heute pantheistische Strömungen sehen Gott in der Natur oder als mit der Natur identisch. Im hinduistischen Srimad Bhagavatam wird beschrieben, dass die Bäume Gottes Arme sind. Wo Natur und Schöpfer nicht getrennt sind, "zerlegst" du die Natur nicht, um sie zu erforschen. Dazu kommt: Gott hat die Schöpfung strukturiert, ihr eine Ordnung gegeben, Gott meint es gut mit den Menschen und hat ihnen Vernunft und Intellekt gegeben. Das alles ermöglicht nicht nur die Erforschung der Natur, sondern auch die Annahme, dass Erkenntnisse über die Natur möglich sind. Dass es Regelmäßigkeiten und Naturgesetze gibt, die erforschbar sind.

 

gedankenwelt antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29450

@gedankenwelt 

Das alles ermöglicht nicht nur die Erforschung der Natur, sondern auch die Annahme, dass Erkenntnisse über die Natur möglich sind. Dass es Regelmäßigkeiten und Naturgesetze gibt, die erforschbar sind.

Nun war die christliche Kirche zwar, wie erwähnt, nicht ganz so wissenschaftsfeindlich, wie man ihr unterstellt... aber wirklich erfolgreich war die Naturwissenschaft erst, als sie sich von christlichen Vorstellungen völlig emanzipierte.

Der christliche Glaube war eben nicht förderlich, sondern ein Hindernis für ergebnisoffene und freie Forschung.

lucan-7 antworten
gedankenwelt
(@gedankenwelt)
Beigetreten : Vor 4 Wochen

Beiträge : 71

@lucan-7 Leider fehlt das inhaltliche Gegenargument zu meinen Ausführungen. Davon abgesehen: es gibt keine "nicht christliche" Kirche. Kirche ist immer christlich.

gedankenwelt antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29450

@gedankenwelt 

Leider fehlt das inhaltliche Gegenargument zu meinen Ausführungen.

Nachdem du selbst kein "Argument" genannt hast, sondern lediglich eine Behauptung, ist auch kein "Gegenargument" erforderlich.

Davon abgesehen: es gibt keine "nicht christliche" Kirche. Kirche ist immer christlich.

Es gibt jede Menge Kirchen.

Dass die "Church of Satan" in den USA irgendwie "christlich" sei wirst du ja wohl kaum behaupten wollen, oder?

lucan-7 antworten
gedankenwelt
(@gedankenwelt)
Beigetreten : Vor 4 Wochen

Beiträge : 71

@lucan-7 ok, Du bist ein Troll. Jetzt hab ich es verstanden.

gedankenwelt antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29450

@gedankenwelt 

ok, Du bist ein Troll. Jetzt hab ich es verstanden.

Nun ja, die Eskalation ging schnell... schade.

Als "Troll" wäre ich wohl kaum seit 20 Jahren in diesem Forum aktiv.

lucan-7 antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4863
Veröffentlicht von: @lucan

Als "Troll" wäre ich wohl kaum seit 20 Jahren in diesem Forum aktiv.

War auch mein Gedanke 

chai antworten
gedankenwelt
(@gedankenwelt)
Beigetreten : Vor 4 Wochen

Beiträge : 71

@lucan-7 Vielleicht noch ein Zitat:

Der Glaube an die Rationalität Gottes führte nicht nur zur induktiven Methode, sondern auch zu dem Schluss, dass das Universum von vernünftigen, der menschlichen Erkenntnis zugänglichen Gesetzen beherrscht wird. Diese Annahme ist ein absoluter Schlüssel für die wissenschaftliche Forschung, denn in der heidnisch-polytheistischen Welt, deren Götter irrationale Akteure in einer irrationalen Welt waren, war an systematische Forschung nicht zu denken. Allein im christlichen Denken, das von der "Existenz eines einzigen Gottes, der das Universum erschaffen hat und lenkt, ausgeht und davon, dass die Welt in ihrem Funktionieren festen, erkennbaren Gesetzen gehorcht, ist wissenschaftliche Forschung möglich.

Alvin J. Schmidt, Wie das Christentum die Welt veränderte, S. 236

Schmidt ist emeritierter Professor für Soziologie am Illinois College in Jacksonville.

gedankenwelt antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 6205

@gedankenwelt Allein im christlichen Denken, das von der "Existenz eines einzigen Gottes, der das Universum erschaffen hat und lenkt, ausgeht und davon, dass die Welt in ihrem Funktionieren festen, erkennbaren Gesetzen gehorcht, ist wissenschaftliche Forschung möglich.

Wenn das die Chinesen wüssten! 🤣 😎 

jack-black antworten
gedankenwelt
(@gedankenwelt)
Beigetreten : Vor 4 Wochen

Beiträge : 71

@jack-black Der Shenismus, der klassische chinesische Volksglaube, hat genau dieses Problem, dass Ereignisse wie Krankheiten oder Katastrophen auf ein (irrationales) Ungleichgewicht von Energien oder auf Attacken von Geistern zurückgeführt werden. Das ist im Gegensatz zu einem von Göttern oder Dämonen getrennten Universum eben nicht mit einer wissenschaftlichen Erforschung zugänglich. Forschen kann man trotzdem, es findet dann aber seine Grundlage nicht in der Anschauung der Welt. 

gedankenwelt antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 6205

@gedankenwelt Forschen kann man trotzdem (...)

 Also doch. Und eben nicht:

Allein im christlichen Denken...

q.e.d.

jack-black antworten
gedankenwelt
Beiträge : 71
Veröffentlicht von: @jack-black

Also doch.

Veröffentlicht von: @gedankenwelt

es findet dann aber seine Grundlage nicht in der Anschauung der Welt. 

 

gedankenwelt antworten


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