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Absichtlich "sündigen", um Angst zu verlieren

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Schlüsselkind
Themenstarter
Beiträge : 991

Hallo!

Ich bin durch verschiedene Irrlehren von der Liebe die ich anfangs durch Gott erfahren hatte in eine 3 Jahre anhaltende Panik gekommen, die immer schlimmer wurde. Ich dachte ich muss die ganze Zeit in Gedanken beten, hatte deshalb nicht mal mehr die Bibel gelesen, weil ich dachte geben ist besser als empfangen und konnte nichts mehr reflektieren oder zur Ruhe kommen und mich entspannen, weil ich ja ständig treu sein wollte im Dienen, nur dass ich das Dienen falsch verstanden hatte. Ich hatte Angst, satt zu sein vom Essen, hab phasenweise wochenlang nur in 1 ner Stunde am Tag was gegessen und jedes Mal geheult, wenn ich soviel gegessen hatte, dass ich kein Hunger mehr hatte und Angst gehabt dafür in die Hölle zu kommen. Phasenweise hatte ich kaum noch geschlafen und mich Nachts gezwungen wach zu sein, um zu jeder Zeit zu beten. Irgendwann hab ich es nicht mehr ausgehalten, ich hatte in der Zeit viele mystische Erfahrungen und extreme Gefühlszustände. Im Positiven und im Negativen. Hatte nach einer ganz heftigen Erfahrung, bei der ich die Kontrolle verloren hatte zu Jesus gebetet und ihn angefleht, dass diese Mystik endlich aufhört, weil mir das alles über den Kopf gewachsen war. Hab mir einfach nur noch ein ganz normales Leben gewünscht, bei dem der Mann mir die Schrift erklärt und Kinder und einen ganz normalen Job. 

Dann haben die mystischen Erfahrungen kurze Zeit später aufgehört. Aber nachdem ich den Irrpfad erkannt hatte, hatte ich ständig Zwangsgedanken wie z.B.: "Satan ist dein Herr", "Du kommst in die Hölle" und Panik Attacken und so ziemlich alles was in der Schrift über die steht, die bestraft werden, hab ich durch verschiedene Interpretationen auf mich beziehen können und einen Kampf gehabt das nicht anzunehmen und über den Gedanken, Gefühlen, den Menschen um mich herum und der Welt an meine Rettung zu glauben und Jesus zu vertrauen.

Auf dem Irrpfad hatte ich mich komplett von der Gesellschaft isoliert, weil ich geglaubt hatte, dass Bilder machen Götzendienst ist, konnte ich irgendwann nicht mal mehr technische Geräte benutzen, oder Geld abheben, oder Geld nutzen. Phasenweise habe ich sogar auf Wasser und Strom verzichtet. Meine Seele hat sich dadurch verändert und ich wurde immer schlimmer.

Jetzt versuche ich wieder von der Angst in die Liebe zu kommen und möchte wissen, was ihr davon haltet, wenn ich mir eine bestimmte Zeit festsetze, in der ich absichtlich alles mache was ich will, also mich vollstopfen darf mit Süßigkeiten und essen was ich will, nicht beten muss, überhaupt nichts tun muss und lernen soll mich auch dann geliebt zu fühlen. Weil wenn ich esse frag ich mich ständig ob das jetzt Gier ist, was zuviel ist, wo die Grenze ist zur Sünde und das ganze nachdenken bringt mich zu keinen Antworten, nur zu neuen Fragen und dem Gefühl, dass ich nichts verstehe. 

Meint ihr ein absichtliches nicht anstrengen und sündigen, indem man z.B. mehrere Tafeln Schokolade auf einmal isst, einfach nur rumliegt und sich vom Gefühl leiten lässt, mit dem Glauben, dass das jetzt genau das Richtige ist, also nicht mal bereut, weil man die Absicht hat die Angst loszuwerden, wäre in dem Fall hilfreich und falls ja, wielange darf so ein Zeitraum gehen? 

Oder würde das bedeuten nachzulassen darin Gott zu dienen, mich von IHM zu entfernen und wäre nicht in SEINEM Sinne? 

Was kann ich tun, damit ich wieder aus der Angst raus in die Liebe komme?

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Antwort
84 Antworten
Lucan-7
Beiträge : 22649

@pumuckl97 

Jetzt versuche ich wieder von der Angst in die Liebe zu kommen und möchte wissen, was ihr davon haltet, wenn ich mir eine bestimmte Zeit festsetze, in der ich absichtlich alles mache was ich will, also mich vollstopfen darf mit Süßigkeiten und essen was ich will, nicht beten muss, überhaupt nichts tun muss und lernen soll mich auch dann geliebt zu fühlen.

Ist es denn das, was du willst? Also, dich mit Süßigkeiten vollstopfen und überhaupt nichts tun?

Wenn es heißt: "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst" - ist es das, was du meinst, dich selbst zu lieben?

 

Wenn ja - dann nur zu, denn das ist ja das, wozu Jesus uns auffordert! Wenn du das willst und es dir gut tut, was sollte dich daran hindern? Das ist dann gar keine Frage mehr... liebe dich selbst, und dann kannst du auch andere lieben!

Nur... es klingt nicht unbedingt so, als hättest du das Gefühl, du würdest dir damit etwas Gutes tun? Obwohl du es doch willst?

Das scheint mir doch hier die eigentliche Frage zu sein... du willst etwas tun, von dem du weißt, dass es dir nicht gut tut. Aber wenn es dir nicht gut tut... ist es dann wirklich das, was du willst?

Du schreibst von Angst. Das kommt mir bekannt vor, so ging es mir auch oft mit Gott... aber die Botschaft lautet: "Fürchte dich nicht!"

Und: "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst"... du brauchst keine drastischen Methoden, keine "Schocktherapie", keine Rebellion... du darfst dich nicht nur geliebt fühlen, du darfst dich auch selber lieben!

Und vielleicht denkst du einfach mal darüber nach, wie du selbst dir diese Liebe zeigen kannst...?

 

lucan-7 antworten
21 Antworten
Schlüsselkind
(@pumuckl97)
Beigetreten : Vor 8 Monaten

Beiträge : 991

Lieber Lucan,

Danke für deine Antwort.

Nein, ich will das garnicht. Du hast Recht. Was ich will, ist alles Jesus zu geben, weil das einfach das Richtige ist. Ich werde nur noch lernen, wie. 

Als ich den Beitrag gepostet hatte, war ich emotional nicht ganz klar. Ist jetzt wieder besser geworden. 

Hat irgendwie gut getan, darüber zu schreiben. Danke, dass ihr mir zugehört habt. 

Hatte schon einmal eine kurze Phase, in der ich mir alles erlaubt hatte, weil ich dachte die Angst ist eine größere Sünde als Fressattacken zuzulassen, wenn dahinter nicht die Absicht steht soviel essen zu wollen, sondern die Angst zu verlieren. Hab da richtig das Kind in mir rausgelassen, mich mit Süßigkeiten vollgestopft, das Verlangen hatte allerdings schnell nachgelassen, Lieder gesunden und war so glücklich, hab mich geliebt gefühlt und einfach nur darauf gewartet, dass der heilige Geist mich leitet. Manchmal lag ich dann nur rum, dann kamen Ängste deshalb in die Hölle zu kommen und ich hab dann absichtlich länger gewartet, damit diese schlimmen Gedanken aufhören. Das hatte wirklich geholfen und ich wollte schon nach kurzer Zeit wieder alles vom Herzen geben und Beten. Die Gebete waren dann auch ohne Angst, in Freude und Liebe und im Gesang. 

Aber ich glaub die Herangehensweise war trotzdem falsch, weil das kam ja wieder und ich will das jetzt nicht nochmal versuchen. 

Lieber die Ängste überwinden wenn ich unabsichtlich sündige. Nicht absichtlich. 

Ja, fürchte dich nicht. Das hast du mir jetzt öfter gesagt. Nur wenn man weiß, dass diese Botschaft an Gläubige gerichtet ist und daran zweifelt, ob man gläubig ist, dann hilft mir das nicht.

(Warum die Schrift gerade fett gedruckt war weiß ich nicht)

Aber ich hab jetzt einen neuen Lösungsversuch. Aktuell wohnt ein Freund bei mir und wir heilen uns gegenseitig. Er sagt, ich soll einfach immer wenn irgendwas kommt, dass mir nicht gut tut, aufhören darüber nachzudenken und das Jesus abgeben. Und ich hab ganz viel geweint gestern und mit ihm zusammen gebetet. Er hat mir beigebracht anders mit Jesus zu reden und seit Kurzem frag ich ihn immer was und wieviel ich essen soll, weil ich ihm vertraue, dass er das besser beurteilen kann, was gut für mich ist, weil ich merke, dass was er sagt, wenn ich das tue, mir das gut tut. Und solang ich nicht frei bin, ist ja irgendetwas falsch an der Weise, in der ich versuche Jesus treu zu dienen. 

Also dachte ich mir, werde ich einen neuen Weg gehen. 

Danke für den Rat, mich nicht nur geliebt zu fühlen, sondern mir Liebe zu geben. So hab ich das noch garnicht gesehen. Ich weiß nur nicht wie das geht, weil ich glaube an mir ist alles schlecht, nur Jesus ist gut durch mich. Glaubst du, dass ist ein Fehler im Denken? Weil was soll ich denn an mir lieben, wenn alles Gute nicht von mir, sondern von Gott kommt? Kann ich dann nicht in Wahrheit nur den Herrn lieben, der durch mich wirkt? 

Alles Liebe.

pumuckl97 antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 22649

@pumuckl97 

Danke für deine Rückmeldung, da kann ich manches doch besser einordnen. Aber hier im Forum kann man natürlich nur sehr begrenzt helfen, wenn überhaupt. Daher nur noch ein paar Gedanken von mir.

Ja, fürchte dich nicht. Das hast du mir jetzt öfter gesagt. Nur wenn man weiß, dass diese Botschaft an Gläubige gerichtet ist und daran zweifelt, ob man gläubig ist, dann hilft mir das nicht.

Diese Botschaft war unter anderem an die Hirten gerichtet, denen von der Geburt Jesu berichtet wurde. Da fragte der Engel nicht: "Seid ihr auch wirklich gläubig?", sondern: "Fürchtet euch nicht, es ist etwas Gutes passiert, davon will ich euch erzählen!". Und dann lag es an den Hirten, ob sie sich die Sache anhören wollten oder nicht.

Ich selber bin ja nicht gläubig, trotzdem nehme ich mir vieles an, was Jesus lehrte. Jesus hat sich ja auch nicht vor die Leute gestellt und gesagt: "Wer nicht gläubig ist, der soll jetzt bitte gehen!", nein, er hat sich einfach an alle Menschen gewandt. Und was man dann daraus macht, das liegt dann eben an den Zuhörern.

"Fürchtet euch nicht" gehört sicher zu den Sätzen, die ich gerne für mich angenommen habe und die ich für sehr zentral halte. Denn aus Furcht kommt nichts Gutes. Ich habe zu viele Christen kennengelernt, die Angst vor allem möglichen hatten... vor dem Teufel, der Sünde, nicht gut genug zu sein, mit den falschen Menschen zu verkehren, nicht gläubig genug zu sein und was weiss ich... und nicht selten führt Furcht irgendwann zu Hass. Manchmal auch ohne, dass es die Leute selber merken.

 

Danke für den Rat, mich nicht nur geliebt zu fühlen, sondern mir Liebe zu geben. So hab ich das noch garnicht gesehen. Ich weiß nur nicht wie das geht, weil ich glaube an mir ist alles schlecht, nur Jesus ist gut durch mich. Glaubst du, dass ist ein Fehler im Denken?

Na ja, in jedem Menschen ist Gutes wie Schlechtes... es äussert sich nur unterschiedlich und manchmal nimmt man nur die eine Seite wahr und die andere nicht.

Aber es ist ja bekannt, dass Jesus die Menschen ganz angenommen hat, also mit ihrer Sünde. Wichtig war nur, dass man sich zu seiner Sünde bekannte. Es ging aber nicht darum, sich selbst nur schlecht zu machen - deshalb ist ja der Teil "liebe dich selbst" auch so wichtig. Und es geht auch nicht darum, jede einzelne kleine Sünde zu finden und zu bekennen - vieles ist uns da ja auch selbst gar nicht bewusst. Wir sollten uns nur darüber klar sein, dass wir selber nie perfekt sein werden. Deshalb ist es auch nicht so entscheidend, wer wir sind - sondern, wohin wir streben.

 

Weil was soll ich denn an mir lieben, wenn alles Gute nicht von mir, sondern von Gott kommt? Kann ich dann nicht in Wahrheit nur den Herrn lieben, der durch mich wirkt?

Ich habe es immer so verstanden, dass Gott auch ein Teil von uns ist. Denn in der Schöpfung steht doch, dass der durch Lehm geformte Mensch durch Gottes Atem lebendig wurde.

Jesus sagt ja auch, was ihr dem Geringsten meiner Brüder getan habt, das habt ihr mir getan... auch das kann man so verstehen, dass Gott eben auch im "geringsten meiner Brüder" zu finden ist.

lucan-7 antworten
Schlüsselkind
(@pumuckl97)
Beigetreten : Vor 8 Monaten

Beiträge : 991

Hallo Lucan,

Wie kann das passieren, dass Furcht zu Hass führt?

Weißt du, vor der Irrlehre hatte ich garkeine Angst. Obwohl ich da ganz heftige Erfahrungen gemacht hab. Ich hatte ein kindliches bedingungsloses Urvertrauen. 

Da möchte ich wieder hin. 

pumuckl97 antworten
Schlüsselkind
(@pumuckl97)
Beigetreten : Vor 8 Monaten

Beiträge : 991

Hast du manchmal Angst? Und wenn ja, vor was und warum hast du Angst, wenn du das erzählen magst?

pumuckl97 antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 22649

@pumuckl97 

Wie kann das passieren, dass Furcht zu Hass führt?

Das findet man eigentlich ziemlich oft. Viele Leute fürchten sich ja vor "Fremden". Vor Menschen, die in unser Land kommen, nicht unsere Sprache sprechen, andere Gebräuche und einen anderen Glauben haben. 

Die Furcht vor diesen Menschen schlägt schnell in Ablehnung und dann in Hass um. So etwas habe ich auch bei Christen erlebt, die sich vor "fremden" Dingen fürchteten. Meist waren das Leute, die "Anders" waren, etwa Homosexuelle oder Leute, die unterschiedliche Partner in kurzer Zeit haben. Auch da kann Angst erst zu Ablehnung und dann in Hass umschlagen.

 

Weißt du, vor der Irrlehre hatte ich garkeine Angst. Obwohl ich da ganz heftige Erfahrungen gemacht hab. Ich hatte ein kindliches bedingungsloses Urvertrauen.

Da möchte ich wieder hin.

Na ja, da kann ich jetzt wohl nicht viel zu sagen. Aber was mir beim Lesen deiner Postings noch eingefallen ist: Wir gehen ja immer von uns selbst als einer Person aus, die auch nur einen einzigen Willen und ganz bestimmte Wünsche hat.

Aber tatsächlich haben wir ja viele verschiedene Stimmen in uns, die sich teilweise auch widersprechen. einerseits wollen wir dies... wir wollen aber auch etwas ganz anderes. Wir sind so und so... aber auch wie dies oder das und wieder ganz anders.

Da gibt es viele Widersprüche, und ich denke, es geht darum, hier eine gesunde Balance zu finden. So ist das auch mit dem kindlichen Vertrauen. Das ist ja nicht unbedingt etwas Schlechtes, aber manchmal kann es auch schaden, und wir sollten eher vorsichtig sein... und manchmal auch misstrauisch.

So gibt es auch hier mehrere Stimmen. Manchmal ist es gut und richtig, zu vertrauen. Manchmal ist es besser, etwas in Frage zu stellen. Und manchmal sollten wir auch misstrauisch sein.

Und alles zusammen, das sind dann "wir selbst". Nicht nur das "Kind", sondern auch alle anderen Teile.

Wichtig ist halt nur, dass die dann auch zusammen arbeiten... und nicht gegeneinander. Denn dann wird es kompliziert...

lucan-7 antworten
Schlüsselkind
(@pumuckl97)
Beigetreten : Vor 8 Monaten

Beiträge : 991

Hallo Lucan, 

An das Beispiel mit dem Rassismus hatte ich auch gedacht. Dann dachte ich, das wäre zu einfach gedacht, weil ich mir vorstellen kann, dass da noch mehr dazu gehört, z.B. wenn man sich nach dem Zusammengehörigkeitsgefühl sehnt, dass man vielleicht in einer Familie nicht bekommen hat und sich dass dann in einer Gruppe sucht, in der andere ganz bewusst ausgegrenzt werden, weil man das dort stärker emfindet oder vielleicht sich dann auch als was Besseres fühlt, sich nach Annahme und Bestätigung sehnt. Da also mehr als nur der Faktor Angst aufeinander treffen, bis wirklich Hass entsteht.

Vielleicht ist die Ursache von negativen Emotionen die Sünde sind auch eine Annahme von Lüge, durch die Türen geöffnet werden, weil umso mehr Lüge man annimmt, umso weniger ist die Wahrheit in einem, durch die man geleitet werden kann. 

Demnach wäre das dahinter liegende Prinzip die Unwissenheit. Aber als ich darüber nachgedacht hab war ich mir nicht mehr sicher, ob das richtig ist, weil mich das so an den Buddhismus erinnert hat.

Bei Christen, die Menschen hassen, die z.B. mehrere Partner in kurzer Zeit haben, kann ich mir vorstellen, dass sie ihre Interpretation der Bibel halt so übernommen haben, bis sie tatsächlich so gefühlt haben. Irgendwo steht doch, dass man das Böse hassen soll und manche Christen verstehen das dann vielleicht so, dass es gut ist, homosexuelle Handlungen zu hassen, oder was sie unter Unzucht verstehen zu hassen. Ob das jetzt richtig ist, dazu fühl ich mich nicht in der Lage das zu beurteilen. Das hab ich mich schon oft gefragt.

Ich fühle zum Beispiel keinen Hass, oder irgendeine negative Emotion, wenn ich gleichgeschlechtliche Paare sehe. Da hab ich mich gefragt, wenn in der Bibel steht, dass homosexuelle Handlungen für Gott ein Gräuel sind, und ich das nicht negativ emfinde, vielleicht sogar Mitgefühl hab und Gutes wünsche, ob ich dann entfernt bin von Seinem Wesen. Ob ich dann nicht ganz 1 bin mit Gott. 

Auch sonst emfinde ich oft keinen Hass, selbst für sehr sehr menschenunwürdige Handlungen, eher Mitgefühl und Verständnis. Mit Verständnis meine ich nicht, dass ich die Handlung deshalb gut heiße, sondern dass ich glaube, dass es für alles Gründe gibt und ich nicht weiß, inwieweit ein Mensch seine Entscheidungen beeinflussen kann und deshalb nicht darüber urteile.

Muss man als Christ das Böse hassen? Muss man homosexuelle Handlungen und Unzucht hassen? 

Und noch eine Frage habe ich:

Woher weiß man, ob man jemandem vertrauen kann?

Mein Freund will gerade wissen, was für dich das Gegenteil von Angst ist.

LG

pumuckl97 antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 22649

@pumuckl97 

Muss man als Christ das Böse hassen? Muss man homosexuelle Handlungen und Unzucht hassen?

Nein, sicher nicht. Was diese Dinge betrifft sind sich auch die Christen nicht ganz einig, aber auch wenn man das für sich klar bekommt ist "Ablehnung" nicht dasselbe wie "Hass".

Denn diese Dinge sind ja Teil eines Menschen, und wenn man das hasst, dann ist man schnell dabei, auch den Menschen zu hassen.

Jesus hat die Menschen aber nicht gehasst, auch wenn er viele Dinge ablehnte. Aber ich denke, er hat die Menschen nicht so gesehen, wie sie sind - mit all ihren Fehlern - sondern so, wie sie sein könnten. Und vor allem, wohin sie strebten.

 

Und noch eine Frage habe ich:

Woher weiß man, ob man jemandem vertrauen kann?

Das "weiss" man eigentlich nie so genau. Vertrauen ist eher eine Entscheidung aufgrund der Informationen, die man hat. Insofern "kann" man eigentlich immer vertrauen... ob das Vertrauen dann irgendwann enttäuscht wird ist eine ganz andere Frage. Dafür gibt es keine Garantie.

Mein Freund will gerade wissen, was für dich das Gegenteil von Angst ist.

Das ist in der Tat eine gute Frage. Ich würde sagen: Zuversicht.

 

lucan-7 antworten
Schlüsselkind
(@pumuckl97)
Beigetreten : Vor 8 Monaten

Beiträge : 991

@lucan-7 Wenn ich wieder bei ihm bin, kann ich dir seine Antwort schreiben.

pumuckl97 antworten
Schlüsselkind
(@pumuckl97)
Beigetreten : Vor 8 Monaten

Beiträge : 991

@lucan-7 Mein Freund sagt: "Liebe. Liebe ist das Gegenteil von Angst. Weil Liebe alles weg macht, was Angst macht und umgekehrt macht Angst alles weg, was Liebe macht. Daher ist das Werkzeug von Jesus Liebe und das Werkzeug vom Teufel Angst."

pumuckl97 antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 3971

@pumuckl97 Mein Freund sagt: "Liebe. Liebe ist das Gegenteil von Angst. Weil Liebe alles weg macht, was Angst macht und umgekehrt macht Angst alles weg, was Liebe macht.

Wenn eine Mutter ihr Kind liebt, kann sie also keine Angst haben, dass dieses Kind beim Spielen auf der Straße überfahren wird?

Was Dein Freund da sagt, ergibt m.A.n. keinen Sinn. Es liest sich so, als habe Dein Freund schon die Dichotomie*

(...) das Werkzeug von Jesus (ist) Liebe und das Werkzeug vom Teufel Angst.

 

als Ziel vor Augen gehabt. Blende probehalber mal diesen zweiten Teil seiner Antwort aus, betrachte nur den ersten Teil und wende ihn auf Erfahrungen, die Du so im Leben gemacht hast, an. Kannst Du dann sagen: "Ja, stimmt so!"?

Falls Du das nicht sagen kannst - dann kann eine "Bestärkung" der Aussage, indem man irgendwie den Teufel oder Jesus noch mit in das Argument hineinschleust, nicht wirklich funktionieren.

Dein Freund bemüht also, um eine seiner Behauptungen zu "verteidigen", den Namen Jesu. Irgendwo im Rahmen meines Konfirmationsunterrichts vor vielen Jahrzehnten habe ich mal gelernt

Du sollst den Namen Gottes, deines Herrn, nicht unnützlich führen!

Genau betrachtet tut aber Dein Freund eben dies mit seiner Antwort, denn es hat schlußendlich keinen Nutzen, eine schlecht durchdachte Antwort durch ein Sich-Berufen auf den Namen Gottes klüger erscheinen zu lassen.

Es sei denn, es ging um den persönlichen Nutzen dessen, der den Namen Gottes führt, um anderen gegenüber irgendwie wichtiger, klüger, weiser zu wirken, als er's tatsächlich ist.

 

Lucans Beantwortung der Frage, was das Gegenteil von Angst sei - nämlich Zuversicht - erscheint mir treffender, durchdachter und weniger manipulativ. Er konzentriert sich auf die eigentliche Frage und nicht darauf, diese irgendwie durch die Autorität Gottes oder Jesu oder irgendeiner Bibelpassage richtiger erscheinen zu lassen.

 

 

 

 

*Zweiteiligkeit, Zweipoligkeit, das Einandergegenüberstehen von Zweierlei, das keine Schnittmenge aufweist, das gegenseitige Ausschließen von zwei "Dingen"

jack-black antworten
Schlüsselkind
(@pumuckl97)
Beigetreten : Vor 8 Monaten

Beiträge : 991

@jack-black 

Lieber Jack-Black,

Danke für deinen Beitrag. 

Hab euch gerade alle lieb, auch wenn ihr so unterschiedlich glaubt.

Ich weiß nicht, ob und wenn ja, was das Gegenteil von Angst ist.

Aber es ist interessant soviele Blickwinkel zu sehen.

LG

pumuckl97 antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 6313

@pumuckl97 

So ganz unrichtig ist die Gegenüberstellung von Liebe und Angst ja nicht. Es muss nur klar sein, was damit gemeint ist.

Und dazu ist zuerst zu klären, was man mit "Angst" meint. Sicher nicht die Angst, nachts über den Friedhof zu müssen. Die würde man, wenn man sie dann hat, auch bei aller Liebe nicht verlieren. Wenn in dieser Fragestellung von Angst rede, meine ich damit eine existenzielle Angst, d.h. die Angst sinnlos und überflüssig zu sein.

Von einer solchen Angst könnte einen tatsächlich die Liebe eines anderen Menschen befreien, weil man in einer solchen Atmosphäre des Geliebt-seins den eigenen Sinn unmittelbar erfahren kann.

Nur - unter menschlichen Bedingungen ist das kaum möglich. Der Zweifel am eigenen Sinn und die daraus resultierende Angst ist so gut wie immer Folge von schwerwiegenden seelischen Verletzungen in frühen Kinderjahren. Und diese Erlebnisse können neue Erfahrungen so gut wie nie korrigieren, weil der andere Mensch, der das versuchen würde, in Kürze maßlos überfordert wäre.

queequeg antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 3971

@pumuckl97 Ich weiß nicht, ob und wenn ja, was das Gegenteil von Angst ist.

Vielleicht gibt es gar kein "Gegenteil" von Angst? Abgesehen von Angstlosigkeit vielleicht, aber das erklärt ja nix...

Ich möchte nur darauf hinweisen, dass die Frage schon einen sehr dualistischen Blick auf die Welt voraussetzt: Plus und Minus, Schwarz und Weiß, Ja und Nein, Angst und das Gegenteil von Angst... Was, wenn Angst nicht einen Pol bezeichnet, für den es einen Gegenpol (Gegenteil) gibt, sondern wenn Angst ein graduelles Phänomen ist, also in Abstufungen (von sehr hilfreich bis lebensgefährlich) vorkommt? Sehr berechtigte und lebensrettende Ängste, die einfach nur der emotionale Ausdruck von negativen Risikobewertungen sind (Ich habe Angst, auf einem über die Schlucht gespannten Seil zu tanzen, da das Risiko, zu fallen und zu sterben, für einen ungeschickten Kerl für mich dabei sehr hoch ist.) können in nachvollziebare Ängste (Ich habe Angst, über die schmale Brücke über die Schlucht zu laufen, weil die so fragil wirkt, als könne sie jederzeit unter meinem (Über-) Gewicht zusammenbrechen.) übergehen und diese wiederum in eher schwach begründete Ängste (Ich habe Angst, über die breite, seit zwanzig Jahren solide da stehende Brücke zu gehen, weil die so hoch ist und ja aus irgendwelchen Gründen zusammenbrechen könnte.) oder schließlich in unnötige und gefährliche Ängste (Ich habe Angst, über die solide, breite Brücke zu gehen, obwohl ich von einer Horde hungriger Wölfe  verfolgt werde und mein einziger Ausweg davor, gefressen zu werden, darin besteht, über diese Brücke zu gehen.)...

Wenn also Angst sowohl begründet und lebensrettend sein kann, aber - je nach Kontext - auch eher unbegründet, überflüssig oder sogar gefährlich - was soll es dann bringen, dafür nach einem Gegenteil-Begriff zu suchen?

 

Ich wünsche Dir einen guten Rutsch!

jack-black antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 6313

@jack-black 

Bei Deinen Beispielen würde ich eher von Furcht sprechen und nicht von Angst, auch wenn das in der Alltagssprache nicht so gehandhabt wird.

queequeg antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 6313

@jack-black 

"Wenn eine Mutter ihr Kind liebt, kann sie also keine Angst haben, dass dieses Kind beim Spielen auf der Straße überfahren wird?"

Wenn sie es liebt, wird sie es trotzdem spielen lassen.

Aber sie kann auch derart von Angst besetzt sein, dass sie es nicht zulässt. Und dann hat das Kind kaum eine Möglichkeit, sich selbst zu entwickeln und mehr zu sein als nur der verlängerte Arm der Mutter.

queequeg antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 3971

@queequeg Wenn sie es liebt, wird sie es trotzdem spielen lassen.

Ja, vielleicht. Hängt gegebenenfalls wohl davon ab, wie die Verkehrssituation konkret aussieht. Aber darum ging's nicht.

 

Aber sie kann auch derart von Angst besetzt sein (...)

Auch um dysfunktionale Extreme ging es nicht. Sondern darum, dass Angst und Liebe als einander exkludierend dargestellt wurden - mit der Hintergrundfolie, dass Angst mit dem Bösen (Teufel) assoziiert sei.

 

Einen guten Rutsch wünsche ich Dir! 🙂

jack-black antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 6313

@jack-black 

Wünsch ich Dir auch.

Guck doch mal bei "Was hörst du gerade". Da beziehe ich mich auf Dich.

queequeg antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 22649

@pumuckl97 

Mein Freund sagt: "Liebe. Liebe ist das Gegenteil von Angst. Weil Liebe alles weg macht, was Angst macht und umgekehrt macht Angst alles weg, was Liebe macht. Daher ist das Werkzeug von Jesus Liebe und das Werkzeug vom Teufel Angst."

Jack-Black hat hier ja bereits recht treffend geantwortet. Diese Aussage ist meiner Ansicht nach viel zu simpel. Zum einen ist "Liebe" eine viel zu allgemeine Phrase... auch Liebe in all ihren Formen kann missbraucht werden.

Und Angst ist auch nicht nur negativ... Angst bewahrt uns ja auch davor, Fehler zu begehen. Und wie Jack bereits schrieb, kann ja Angst um einen anderen Menschen auch Ausdruck von Liebe sein.

Problematisch wird es erst in gewissen Fällen, wenn die Angst irrational ist.

Es ist also genauere Unterscheidung erforderlich: Von was für einer "Liebe" genau und von was für einer "Angst" ist hier die Rede?

Für sich genommen ist die Aussage deines Freundes nichtssagend.

lucan-7 antworten
Schlüsselkind
(@pumuckl97)
Beigetreten : Vor 8 Monaten

Beiträge : 991

@lucan-7 Hallo Lucan,

Danke für die Antwort. Habe heute beschlossen, vorsichtiger zu sein darin, wenn ich geistliche Ansichten anderer Menschen wieder gebe. Möchte niemanden verwirren. Deshalb möchte ich mich dieser Diskussion jetzt enthalten. Wenn er öffentlich was schreiben will, kann er sich ja hier anmelden. 

LG

pumuckl97 antworten
Schlüsselkind
(@pumuckl97)
Beigetreten : Vor 8 Monaten

Beiträge : 991

Nachtrag: In mir hat sich wieder was verändert. Ich glaub jetzt nicht mehr, dass an mir alles schlecht ist und auch nicht, dass an mir etwas oder alles gut ist. Ich glaub, alles Gute kommt von Jesus und ich versuche mich in letzter Zeit nicht mehr selbst zu beurteilen. 

pumuckl97 antworten
Jigal
 Jigal
(@jigal)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 3937

@pumuckl97 das klingt gut, ich habe eh das Gefühl du machst dir sehr viele Gedanken.

jigal antworten


Kappa
 Kappa
Beiträge : 448

@pumuckl97 Guten Abend ,

es ist bestimmt gut das Du offen über diese Dinge schreibst, anstatt alles mit dir selbst auszumachen.

Woher kam das denn, diese Einschätzung , das Gott so eine Art Lebensstil von Dir wollte? Ich meine in der Schrift ist es nicht erkennbar, das jeder durchnittliche Jünger das getan hat oder ausüben musste, und auch in der Tradition der Kirche (das wäre für mich ausschlaggebend) ist das keine allgemeingültige Praxis. Es gab zwar einzelne Heilige welche sich stark abgesondert hatten, aber das doch wiederum in einer gewissen Freiheit und Freude, aber auch im Rahmen einer gewissen Klarheit . Das scheint bei Dir eher nicht der Fall gewesen zu sein.

Dann würde ich davon versuchen auszugehen, das dies so in der Breite nicht Gottes Wille für dich ist.

Ich weiß aber auch , das dies leicht gesagt ist. Ich selbst hatte auch schon immer die Tendenz ein gewisses Subjektives Eigenleben im Glauben zu entwickeln. Das war damals für mich nicht gut , führte eher zum Schiffbruch im Glauben. Auch heute ist es nicht ganz Weg diese Tendenz, aber Gott sei Dank - war die letzten Jahre besser.

 

Liebe Grüße , Eddie 

 

kappa antworten
9 Antworten
Schlüsselkind
(@pumuckl97)
Beigetreten : Vor 8 Monaten

Beiträge : 991

Hallo Kappa,

Danke für deine Antwort.

Naja. Ich hatte ja geglaubt, dass ich im Wort ohne Interpretation bleiben muss, um die Wahrheit zu erkennen und frei zu werden. Und weil die ganzen Gemeinden alle unterschiedlich interpretiert hatten und ich mir dachte, dann kann das doch nur eine subjektive und keine objektive Wahrheit sein, weil dann würden doch alle das Selbe sehen, und der aus dieser Sekte meinte, ja stimmt, die sind alle ungläubig und man muss im Wort bleiben ohne Interpretation, deshalb hab ich gedacht, vielleicht ist das ja die Wahrheit, ich muss das probieren, weil wenn das die Wahrheit ist, werde ich sie erkennen und frei werden. Nur hab ich erst später verstanden, dass die auch interpretieren. Und in der Schrift steht doch auch was davon, dass die die hungrig sind satt sein werden und die die satt sind Hunger haben werden. Ich hab erst später verstanden, dass manche darunter auch geistigen, nicht körperlichen Hunger verstehen. Was jetzt stimmt, weiß ich nicht. Oder ob es noch mehr Interpretationen gibt, die ich noch nicht weiß. Und da stand auch was in den Briefen, dass ich so verstanden hab, dass allezeit Beten gut ist. Und ich dachte ich darf nicht nachlassen darin Gott zu dienen und muss treu bleiben im Dienen. 

Deshalb.

Magst du erzählen, wie dein subjektives Eigenleben im Glauben ausgesehen hat, wie es dadurch zum Schiffbruch kam und woran du erkennen konntest, dass es nicht die Wahrheit war? 

LG

pumuckl97 antworten
Schlüsselkind
(@pumuckl97)
Beigetreten : Vor 8 Monaten

Beiträge : 991

Und das Gleichnis vom ungerechten Richter hatte ich so verstanden, dass egal wie ungerecht ich bin, wenn ich ununterbrochen zu Gott bete, Er mich irgendwann erhören wird. 

Mich hatte so beruhigt, zu glauben, dass Er mich erhören wird, solange ich nicht aufhöre zu beten, EGAL WIE SCHLIMM ich bin. Weil ich ja nicht wusste, ob ich gerecht oder ungerecht bin. 

Das war so krass. Nachdem ich das gelesen hatte, hab ich aufgehört die Bibel zu lesen, weil ich ja ununterbrochen Beten wollte. Vielleicht war das nicht gut, weil mir dadurch Worte gefehlt hatten, die mich vor weiteren Fehlinterpretationen bewahrt hätten. Aber vielleicht war das auch genau das Richtige, oder es war ein Fehler, der zum Guten war, weil Gott ins Herz schaut und alles zum Guten wenden kann. 

pumuckl97 antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 23550

@pumuckl97 

Zum Beitrag

Und das Gleichnis vom ungerechten Richter hatte ich so verstanden, dass egal wie ungerecht ich bin, wenn ich ununterbrochen zu Gott bete, Er mich irgendwann erhören wird.

In dieser Bibelgeschichte steht ein wundervolles ABER...Gott aber....  ist so anders als der ungerechte Richter. Es ist eines der schönsten Aber, die ich kenne.

Ich drösel dir mal die Story auf:

Lk 18, 1 Er sagte ihnen aber ein Gleichnis davon, dass man allezeit beten und nicht nachlassen sollte,...

allezeit: jedesmal, wenn du etwas mit Gott bereden möchtest.

Die Verse 2 - 6  sind der dunkle Hintergrund vor dem dann das Gott ABER.... das helle Bild von Gottes Liebe und Einsatz für seine zu Ihm Kommenden aufgezeigt wird:

Lk 18, 7 Gott aber, sollte er das Recht seiner Auserwählten nicht ausführen, die Tag und Nacht zu ihm schreien, und sollte er es bei ihnen lange hinziehen?
8 Ich sage euch, dass er ihr Recht ohne Verzug ausführen wird. Doch wird wohl der Sohn des Menschen, wenn er kommt, den Glauben finden auf der Erde?

Gott ist kein ungerechter Richter, sondern ein gerechter und er ist ein liebender Vater, zu dem man allezeit freimütig kommen kann und er fängt an, sich um den Bittenden gleich zu kümmern, auch wenn die Lösung etwas dauern mag.

deborah71 antworten
Schlüsselkind
(@pumuckl97)
Beigetreten : Vor 8 Monaten

Beiträge : 991

Hallo Deborah,

Danke für dein Aufdröseln. Glaub brauche viel, was aufgedröselt wird. Glaub das Evangelium wurde mir verhüllt, als ich mich vom Wesen von Gott entfernt hab. 

Und nein, dass Gott ungerecht ist, habe ich nicht geglaubt. 

LG

pumuckl97 antworten
Kappa
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(@kappa)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 448

@pumuckl97

Guten Abend !

Ja dieses durcheinander an Lehren hatte mir auch Probleme bereiten. Ich habe die Schrift gelesen, und bin immer wieder nicht weiter gekommen.

Heilsrelevante Dinge beuunruigten mich und mystische Lehren verwirrten mich. Irgendwann drehte ich mich nur noch darum praktischen Anweisungen diverser Prediger Folge zu leisten, was mir zumindest nicht Half. Mein Leben war in einer Sackgasse und ich war Unglücklich, verlor irgendwie halb den Glauben nach und nach und kam ab.

 

Viele Jahre später weckte Gott den Glauben wieder. Ich wollte wieder die "richtige" Gemeinschaft finden. Aber ich konnte mich nicht festlegen. Irgendwann sprach ich mit einem Freund der Theologie Studierte und der sein Glauben änderte. Ich beschäftigte mich mit dem Traditionellen kirchlichen Glauben. 

Dieser sieht als Basis nicht "Sola Scriptura"  sondern das, was die früheren Generationen geglaubt haben und letztendlich einfach die von Christus gestiftete Einheit welche trotz allen irdischen Problemen von Jesus so wie von ihm versprochen , bewahrt wurde.

Jesus hinterließ uns nicht zuerst das Buch, die Bibel - sondern eine Gemeinschaft/ Ekklesia / Kirche.  Jesus ist das Wort , die Wahrheit und die heiligen Schriften zeigen von Ihm.

Das alles half mir mehr Frieden im Glauben zu gewinnen, Fester zu werden. Lange ist nicht alles meiner Probleme weg, aber die Perspektive veränderte sich.

 

viele Grüße 

 

 

kappa antworten
Schlüsselkind
(@pumuckl97)
Beigetreten : Vor 8 Monaten

Beiträge : 991

@kappa Kannst du mir erklären, warum Katholiken das Brot von der Eucharistie in einem Behälter aufheben und anbeten? Ich hatte da nämlich eine mystische Erfahrung bei einer Eucharistie, als ich nicht wusste, dass ich nach katholischem Glauben nicht daran teilnehmen durfte und wusste nicht, ob das gut war, was ich da erfahren hatte odee nicht. Und ich hab Angst, dass das Götzendienst ist, wenn die Interpretation nicht stimmt, dass Jesus als Geist im Brot anwesend ist, sondern die Interpretation stimmt, dass Jesus als Geist überall anwesend ist. Aber vielleicht hab ich auch ne Interpretation falsch verstanden. Und um katholisch getauft zu werden, muss man nach katholischem Glauben übereinstimmen in der Lehre der Katholiken. Glaubst du, dass der Papst unfehlbar ist in seiner Lehre?

pumuckl97 antworten
Kappa
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(@kappa)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 448

@pumuckl97 Hallo und frohe Weihnachten 🙂

Also das ist Teil der Tradition , welche man durch Dokumente so in das erste Jahrhundert zurück verfolgen kann. Ich meine auch Luther hat das noch so gesehen.

In der Bibel werden die entsprechenden Stellen einfach auch wörtlich interpretiert. "Das ist mein Leib", "der Tisch des Herrn" oder wo Paulus davor warnt das diese übernatürliche Gnade sich umkehren kann wenn man es unwürdig einnimmt. Das bezog Paulus direkt aber auf Zank und unwürdiges Verhalten bei dem Mahl. 

Das man das Abendmahl als etwas rein symbolisches Betrachtet hatte sich in der alten Kirche nicht durchgesetzt bzw. war nicht auszumachen und kam erst sehr viele Jahrhunderte später durch Absplitterungen auf. 

Die Ostkirchen haben die gleiche Ansicht über das Abendmahl, auch dort hat sich diese Lehre bewahrt.

Daraus ergibt sich das Anbeten und Verehren der Hostien, weil man glaubt das es der Herr ist, den man empfangen darf in Gestalt von Brot und Wein. 

Es gibt ausserdem so meine ich eine Seite von einem gewissen Carlo Acutis, der in seinen jungen Jahren eine Homepage über zahlreiche Wunder, die bei den Eucharistien dokumentiert wurden, erstellt hatte. 

 

Ich wünsche viele Grüße und schöne Feiertage 

 

Eddie 

 

 

 

 

kappa antworten
Kappa
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(@kappa)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 448

@pumuckl97

Ich glaube das betrifft nur endgültig festgelegte Glaubensaussagen. Ex Catedra müsste das sein. Ich hoffe ich irre nicht, aber davon  gibt es nicht so viele.

Der Glaube hat sich auch entwickelt. Wichtig ist dabei die Einheit zu bewahren

 

kappa antworten
Schlüsselkind
(@pumuckl97)
Beigetreten : Vor 8 Monaten

Beiträge : 991

@kappa Was bedeutet das, die Einheit zu bewahren? So zu leben wie die Ur-Christen?

pumuckl97 antworten
Lachmöwe
Beiträge : 1652

Liebe Pumuckl97,

was würdest du denn jemandem schreiben,.wenn er/ sie deine Fragen hätte? Wie sieht ein Leben für dich aus, das du(!) dir wünschst?  Wie schaust du auf Gott und wie denkst du, dass Er auf dich schaut?

Zu deiner konkreten Frage: Sie verwirrt mich. Ich verstehe deinen Gedanken. Er wirkt auf mich nur komplett verdreht. Und ich frage mich, was vielleicht "in dir" verdreht sein kann. Auch andere Äußerungen von dir bringen mich ins Fragen... Ist dir bekannt, dass sich auch psychische Krankheiten so äußern können, wie du mit Panik, Schlaflosigkeit, ... andeutest?

Mir ist bewusst, dass solch ein "Fern-Annahme" selten gut ankommt. Vielleicht kannst du dich aber dennoch darauf einlassen und deine Themen mit einem Psychiater besprechen? Eine psychische Krankheit gehört wie eine physische Krankheit von einem Fachmann behandelt/ begleitet. Es spricht in beiden Fällen nichts dagegen sich Hilfe zu holen. Ich hoffe, du nimmst mir meinen Vorschlag nicht übel. Ich lese aus deinen Beiträgen nur eine Not heraus. Je früher du dir professionelle Hilfe suchst, falls sich meine Annahme bestätigt, desto schneller wirst du zur Ruhe kommen dürfen und dein Leben gut führen können.

Viele liebe Grüße von Seidenlaubemvogel

seidenlaubenvogel antworten
1 Antwort
Schlüsselkind
(@pumuckl97)
Beigetreten : Vor 8 Monaten

Beiträge : 991

Hallo Seidenlaubenvogel,

Über meinen aktuellen Therapeuten hab ich ja schon etwas geschrieben. Ich war auch lange auf der Suche nach einem anderen. Nur war das Problem, dass ich nicht nochmal eine Verhaltenstherapie machen wollte, weil die mir damals nicht geholfen hatte. Ich wollte was Tiefenpsychologisches. Nur wollten das die Therapeuten nicht, weil wenn ich von den mystischen Erfahrungen erzählt hab, dann haben sie das als Psychose betrachtet die durch Tiefenpsychologische Behandlung verstärkt wird. Mir wurden stattdessen ständig Medikamente angeboten. Die wollte ich nicht nehmen, weil ich glaube, dass Psychotiker eine andere Wahrnehmung von realen Energien haben, was nicht bedeuten muss, dass diese reale Energie einen auch täuschen kann. 

Und ich wollte annehmen, was Gott in meinem Leben zulässt. Vielleicht ist das nicht der Einfache und nicht für jeden der richtige Weg. Hab aber mal gehört (und durch Recherche überprüft) dass in Schweden statistisch die meisten Erfolge erzielt werden bei Menschen, denen Psychose diagnostistiert wurde, indem sie die Menschen haben reden lassen. Indem die einfach zugehört haben. Ganz ohne Medikamente. Warum das in Deutschland anders gehandhabt wird, hat für mich dann keinen Sinn mehr gemacht, deshalb hab ich dieser Aussage von Therapeuten und Ärzten kein Vertrauen mehr geschenkt.

Die mystischen Erfahrungen haben ja auch kurze Zeit später aufgehört, nachdem ich Jesus aus tiefstem Herzen darum gebeten hatte. 

 

pumuckl97 antworten


GoodFruit
Beiträge : 2912

@pumuckl97 Hallo Pumuckl,

das klingt ja irgendwie ziemlich "geistlich entgleist", wenn ich das so lesen. Aber ich finde es gut und wichtig, dass Du Deine Erfahrung hier teilst.

An sich hast Du enorm was geschafft, denn die Disziplin, die Du da aufgebracht hast, ist eine wirklich Leistung. Und ich bin mir sicher, dass das auch geistlich registriert wurde, Jesus darum weiß.

Nur geht es Jesus nicht um Leistung, sondern um Beziehung. Und die soll Dich nicht belasten, sondern Dich auferbauen. Du hast Dir da viele Lasten selber auferlegt und ich habe so eine Ahnung, aus welchen Gedanken heraus, so etwas passieren kann.

Ich erinnere mich da an den Gebetswecker von Dr. Arne Elsen, die die Erfahrung macht, dass er bei hinreichend zeitlich engem Netz an Gebeten, von Zeichen und Wundern gefolgt wurde, er begann, viele Heilungswunder zu erleben. Arne Elsen selber war durch Erfahrungen mit dem Buddhismus geistlich sehr diszipliniert erzogen worden - und er brachte dann diese Erfahrung in sein christliches Leben hinein und das, was für ihn im Buddhismus leer blieb, füllte sich im Christentum mit Frucht. Das sieht attraktiv aus und das ist es wohl auch. Ich habe das auch schon mal versucht, bin damit aber gescheitert, weil mein beruflicher Alltag so etwas nicht zulässt. Und wenn man heute Vorträge von Dr. Arne Elsen hört, dann hat er inzwischen den Gebetswecker längst abgestellt. Er war ihm eine Krücke zu Beginn. Jetzt lebt er in einer stabilen Beziehung mit dem Herrn und bracht den nicht mehr.

Das, was bei Dr. Arne Elsen so gut geklappt hat, kann aber ziemlich nach hinten losgehen, wenn die Ebene auf der die Beziehung stattfindet, nicht stimmt.

Der Galaterbrief versucht ja eine Gemeinde, die durch sehr gesetzliche Brüder auf Abwegen zu geraten droht, wieder auf Kurs zu bringen. Und dort lesen wir:

Gal. 4,6 Weil ihr nun Kinder seid, hat Gott den Geist seines Sohnes gesandt in unsre Herzen, der da ruft: Abba, lieber Vater! 7 So bist du nun nicht mehr Knecht, sondern Kind; wenn aber Kind, dann auch Erbe durch Gott.

So wie ich die Beziehung zum Herrn verstehe, bin ich wirklich Kind Gottes und etwas Größeres als Gottes Kind kann ich auch nicht werden. Ich bin kein Knecht - auch wenn ich sicher frei bin, mich Gott als Knecht hinzugeben. Aber ich frage mich wirklich, ob Gott sich darüber freut. Gott hat uns mit allem ausgestattet, dass wir als Kinder, als freie Christenmenschen, leben können:

Zum Menschsein gehört die Freiheit unabdingbar dazu. Wer Menschen die Freiheit nimmt, nimmt ihnen zugleich das, was sie zu Menschen macht. Das kratzt tief in die Menschenwürde, ins innerste Menschsein.

Durch das Gesetz wurden wir Knechte der Sünde

Römer 8:

14 Denn welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder. 15 Denn ihr habt nicht einen Geist der Knechtschaft empfangen, dass ihr euch abermals fürchten müsstet; sondern ihr habt einen Geist der Kindschaft empfangen, durch den wir rufen: Abba, lieber Vater! 16 Der Geist selbst gibt Zeugnis unserm Geist, dass wir Gottes Kinder sind. 17 Sind wir aber Kinder, so sind wir auch Erben, nämlich Gottes Erben und Miterben Christi, da wir ja mit ihm leiden, damit wir auch mit ihm zur Herrlichkeit erhoben werden.

Das ist etwas, das wir nicht erwerben können - Römer 9:

31 Israel aber, das dem Gesetz der Gerechtigkeit nachjagte, hat das Gesetz nicht erreicht. 32 Warum das? Weil es die Gerechtigkeit nicht aus Glauben suchte, sondern als komme sie aus Werken. Sie haben sich gestoßen an dem Stein des Anstoßes, 33 wie geschrieben steht: »Siehe, ich lege in Zion einen Stein des Anstoßes und einen Fels des Ärgernisses; und wer an ihn glaubt, der soll nicht zuschanden werden.«

und weiter in Römer 10:

1 Brüder und Schwestern, meines Herzens Wunsch ist und ich flehe auch zu Gott für sie, dass sie gerettet werden. 2 Denn ich bezeuge ihnen, dass sie Eifer für Gott haben, aber ohne Einsicht. 3 Denn sie erkennen die Gerechtigkeit nicht, die vor Gott gilt, und suchen, ihre eigene Gerechtigkeit aufzurichten, und sind so der Gerechtigkeit Gottes nicht untertan. 4 Denn Christus ist des Gesetzes Ende[1], zur Gerechtigkeit für jeden, der glaubt.

Durch den Glauben werden wir zu Kindern Gottes - und wenn wir auch schuldig werden, so hat doch Jesus für uns die Strafe, die aus dem Gesetz folgen würde, bezahlt.

Das ist mal das Fundament des Evangelium, auf dem es sich wirklich gut leben lässt. Wovor sollte einem da noch Angst sein? Es kann doch nichts passieren. Wenn Du Mist baust, dann fängt Jesus Dich auf. Jesus misst Dich nicht an frommen Werken, er freut sich aber, wenn Du mit ihm unterwegs bist.

Wie so ein Leben mit Jesus aussehen könnte deutet Paulus auch im Römerbrief an:

9 Die Liebe sei ohne Falsch. Hasst das Böse, hängt dem Guten an. 10 Die brüderliche Liebe untereinander sei herzlich. Einer komme dem andern mit Ehrerbietung zuvor. 11 Seid nicht träge in dem, was ihr tun sollt. Seid brennend im Geist. Dient dem Herrn. 12 Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, beharrlich im Gebet. 13 Nehmt euch der Nöte der Heiligen an. Übt Gastfreundschaft. 14 Segnet, die euch verfolgen; segnet, und verflucht sie nicht. 15 Freut euch mit den Fröhlichen, weint mit den Weinenden. 16 Seid eines Sinnes untereinander. Trachtet nicht nach hohen Dingen, sondern haltet euch zu den niedrigen. Haltet euch nicht selbst für klug. 17 Vergeltet niemandem Böses mit Bösem. Seid auf Gutes bedacht gegenüber jedermann. 18 Ist’s möglich, soviel an euch liegt, so habt mit allen Menschen Frieden. 19 Rächt euch nicht selbst, meine Lieben, sondern gebt Raum dem Zorn Gottes; denn es steht geschrieben: »Die Rache ist mein; ich will vergelten, spricht der Herr.« 20 Vielmehr, »wenn deinen Feind hungert, so gib ihm zu essen; dürstet ihn, so gib ihm zu trinken. Wenn du das tust, so wirst du feurige Kohlen auf sein Haupt sammeln« 21 Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem.

Lies sich für mich irgendwie wie die Bergpredigt mit den Worten von Paulus - und das Schöne ist: es funktioniert!

Hier ein Bericht über eine Studie, bei der Menschen einfach nur ihr Denken auf andere ausrichten sollten (mit einer Kontrollgruppe, der keine Vorgabe gemacht wurde). Es gab eine Gruppe, die generell wohlwollend über alle Menschen denken sollte, dann eine Gruppe, die sich auf Menschen fokussieren sollte, denen sie sich verbunden fühlten und dann eine Gruppe, die an Menschen denken sollte, denen es schlecht geht. Nun rate mal, welcher Gruppe von Menschen es hinterher am Besten ging - und dann überleg mal, welche Gruppe am ersten den Vorgaben Jesu entsprechen würde ...

https://www.brigitte.de/liebe/persoenlichkeit/psychologie--wie-dieser-trick-deine-laune-verbessert-und-dabei-anderen-hilft-11563406.html?utm_source=pocket-newtab-de-de

Für mich bedeutet Christsein, unbeschwert durchs Leben zu gehen, wohlwollend über alle Menschen, denen ich begegne, zu denken und mich dabei selber nicht zu vergessen. Gelegentlich "erde" ich mich, indem ich an Jesus denke oder mit ihm Kontakt aufnehme, mit ihm bewußt Gedanken teile oder ihm Menschen bringe, die mir irgendwie am Herzen liegen. Gelegentlich fühle ich auch, wie Jesus mir Impulse gibt, wo er dann möchte, dass ich in seinem Sinne handle. Aber das passiert nicht besonders oft.

Ich sage nicht, dass das der Stein der Weisen ist - aber so lebe ich meine Nachfolge.

Was ich Dir sagen möchte ist, dass Du ganz entspannt drauf losleben kannst. Ich würde nie planvoll sündigen - aber wenn es mir passiert, weiß ich doch, dass ich keine Angst vor meinem Vater zu haben braucht, weil mein Jesus mich schon freigekauft hat. Es ist vollbracht! Daraus lebe ich und das ist der Grund, warum das mit dem "Kind-Gottes-Sein" funktionieren kann.

Ich habe gute Hoffnung für Dich, dass ein Überdenken Deines Gottesbildes und Deiner Beziehung zum Herrn, Dich schnell aus der Misere befreien wird. Das wünsche ich Dir jedenfalls - und dass unser Papa im Himmel Dich dabei ganz tatkräftig unterstützt!

Sei ganz lieb gegrüßt!

GoodFruit

 

goodfruit antworten
1 Antwort
Schlüsselkind
(@pumuckl97)
Beigetreten : Vor 8 Monaten

Beiträge : 991

Lieber GoodFruit,

Dass du mir diese Studie geschickt hast, finde ich richtig süß. Danke. Hab mir auch irgendwann gedacht, dass es keinen Sinn hat, mich mit MkUltra und satanischen Kulten zu beschäftigen, weil ich dadurch nichts ändern konnte und mich das stattdessen nur runter gezogen hat. Hatte deshalb auch aufgehört, Nachrichten zu lesen. 

Danke auch für alle deine Worte. Hat gut getan, von dir zu lesen. 

Und ja, über diese Bibelstellen hab ich schon mal länger nachgedacht. Ob ich vielleicht aus der Gnade und der Lehre von Christus gefallen war, weil ich Gesetze aus der Tora einhalten und aus dem Gesetz gerecht werden wollte, ob mein Herz dadurch verfinstert wurde wie bei den unverständigen Galatern, weil es mir an Erkenntnis mangelte. Und durch bestimmte Erfahrungen hatte ich auch das Gefühl das mit der Gerechtigkeit aus GLAUBEN zu verstehen. Dieser Irrlehrer meinte nur, dass ich die das schlechte Gefühl überwinden muss, wenn ich ihm z.B. nicht geben mag vom Herzen, weil Gefühle trügerisch sein können. Und ich hatte teilweise so entgegen vom Herzen gehandelt, weil ich dachte wenn das die Wahrheit ist, will ich, dass mir das wichtiger ist als mein Gefühl. Nur glaube ich jetzt, dass die meisten meiner Gefühle mich damals nicht getäuscht hatten. Gefühle KÖNNEN trügerisch sein, MÜSSEN ABER NICHT.

Aber ob das was ich glaube die Wahrheit ist, weiß ich nicht. 

 

pumuckl97 antworten
Jack-Black
Beiträge : 3971

@pumuckl97 Was kann ich tun, damit ich wieder aus der Angst raus in die Liebe komme?

Dort Hilfe suchen, wo sie zu finden ist. Hier im Forum wirst Du sie m.A.n. nicht finden, eher bei einem richtigen Psychotherapeuten oder einer richtigen Psychotherapeutin. Dafür sind wir User hier kein Ersatz, vielmehr besteht die Gefahr, dass wir Dir mangels Kompetenz falsche Ratschläge geben. Es wäre nämlich eine gefährliche Anmaßung unsererseits, zu denken, wir könnten wirksam Hilfe leisten, falls diese Zeilen hier wahr sein sollten (was ich momentan nicht bezweifle):

wochenlang nur in 1 ner Stunde am Tag was gegessen und jedes Mal geheult, wenn ich soviel gegessen hatte, dass ich kein Hunger mehr hatte und Angst gehabt dafür in die Hölle zu kommen (...)

Irgendwann hab ich es nicht mehr ausgehalten, ich hatte in der Zeit viele mystische Erfahrungen und extreme Gefühlszustände. Im Positiven und im Negativen. Hatte nach einer ganz heftigen Erfahrung, bei der ich die Kontrolle verloren hatte zu Jesus gebetet und ihn angefleht, dass diese Mystik endlich aufhört, weil mir das alles über den Kopf gewachsen war. (...)

Auf dem Irrpfad hatte ich mich komplett von der Gesellschaft isoliert, weil ich geglaubt hatte, dass Bilder machen Götzendienst ist, konnte ich irgendwann nicht mal mehr technische Geräte benutzen, oder Geld abheben, oder Geld nutzen. Phasenweise habe ich sogar auf Wasser und Strom verzichtet. Meine Seele hat sich dadurch verändert und ich wurde immer schlimmer.

 

 

 

 

 

jack-black antworten
11 Antworten
GoodFruit
(@goodfruit)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 2912

@jack-black Hallo Jack-Black,

Ich würde das mit der Hilfe nicht als entweder-oder, sondern als sowohl als auch sehen. Es mag sein, dass hier professionelle medizinische Hilfe notwendig ist und will ich davon auch nicht abraten, sondern dazu ermutigen.

Aber ich glaube nicht, dass es auf diesem Forum keinerlei sinnvolle Hilfe gibt. Kannst Du das abschätzen? Welche spirituellen Erfahrungen hast Du? Glaubst Du nicht, dass es hier Menschen geben könnte, die diese haben und sich vielleicht sogar in einer ganz ähnlichen Situation schon befunden haben?

Es wäre falsch, hier nicht medizinische Hilfe in Erwägung zu ziehen - vielleicht sogar dringend dazu zu raten. Das hast Du getan und ich halte Deinen Beitrag daher für ausgesprochen wertvoll. Aber zu behaupten, dass aus dem Forum keine Hilfe kommen könnte, halte ich schlicht und ergreifend für falsch. Du machst Dich hier mit Deinen eigenen persönlichen Erfahrungen zum Standard. Dazu hast Du keine Grundlage. Du weißt nicht, was in der Nähe Jesu geht.

 

goodfruit antworten
Schlüsselkind
(@pumuckl97)
Beigetreten : Vor 8 Monaten

Beiträge : 991

Ja, ihr habt mir schon geholfen. Ich glaube, man kann von allen Menschen lernen. 

pumuckl97 antworten
Schlüsselkind
(@pumuckl97)
Beigetreten : Vor 8 Monaten

Beiträge : 991

Hallo Jack-Black,

Die mystischen Erfahrungen wurden in einer Psychotherapie ausgelöst. Der Therapeut hatte in seinen Mails Buchstaben verdreht und bestimmte Zeichen gesetzt. Später hab ich von Kabbala gelesen, bei denen sich Menschen durch Buchstaben Verdrehungen in gewisse Zustände versetzen. Ich glaube, der Therapeut hatte das unbewusst getan. Während dieser Zeit wurde mein Handy gehackt und jemand schrieb einen Text an mich gerichtet, in dem ganz private Informationen über mein Leben standen, auch Antworten zu Fragen die ich hatte und etwas über diesen Therapeuten und mich. Da stand auch was über satanische Sekten und die CIA und MK-ULTRA. Ich hab monatelang jeden Tag geheult, weil ich das so schrecklich fand, auch was ich erfahren und gesehen hatte. Die Therapeuten haben mir nicht geglaubt, dass das Handy wirklich gehackt wurde, mir stattdessen die Diagnose Psychose gegeben. Als ich alles weggegeben hatte, auch das Handy, dass ich auf Werkseinstellungen zurück gesetzt hatte, meinte derjenige, dem ich das gab, dass das Handy gehackt ist. Bei dem waren z.B. Apps nach dem runter laden verschwunden. Als ich das dem neuen Therapeut erzählt hatte, der mir die Diagnose religiöser Wahn gegeben hatte, wurde nicht mal hinterfragt, dass das keine Psychose war. Und der neue Therapeut hat mich zu dem Irrlehrer gebracht, der bei der Garbage Eaters Sekte war, die glauben dass die keine Bilder machen dürfen, wegen den 10 Geboten und deshalb ohne Personalausweis leben und mit Fahrrad und Zelten rumreisen. 

Und er glaubt er hätte mir was Gutes getan, indem er mir den Kontakt gab, dass ich ihm meine Fragen zum Christentum stellen kann, weil er glaubt, der Typ weiß viel über das Christentum.

Der neue Therapeut hat nicht mal verstanden, dass diese Person in einem sektenhaften Denken war, obwohl der beurteilen sollte, ob er geistig gesund ist. Ich hatte den Therapeut gebeten auf mich aufzupassen, weil ich Angst hatte in eine Gehirnwäsche zu kommen, ohne das zu merken. Dass er mir das rechtzeitig sagt. Er hat einfach absolut garnichts verstanden. Das war so schlimm. Irgendwann hab ich aufgehört mich darum zu bemühen. Ich will damit garnicht sagen, dass der Therapeut irgendeine Schuld hat. Bin ihm auch garnicht böse, weil er aus Unwissenheit heraus gehandelt hat und ich glaube seine Absichten sind immer gut gewesen. Und irgendwie kann ich garnicht aufhören ihn zu lieben, obwohl er mich garnicht versteht und ich durch sein Verhalten in diese sektenhafte Lehre gekommen war. 

Nur eine gläubige Person kann mich wirklich verstehen und mir helfen. 

Glaubst du, wenn Jesus seine Wunder erzählt hätte, würden Therapeuten ihm die Diagnose Psychose oder religiöser Wahn geben? 

 

 

 

 

pumuckl97 antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 3971

@pumuckl97 Nur eine gläubige Person kann mich wirklich verstehen und mir helfen. 

Na dann bleibt mir nur noch, Dir viel Glück zu wünschen.

jack-black antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 22649

@pumuckl97 

Glaubst du, wenn Jesus seine Wunder erzählt hätte, würden Therapeuten ihm die Diagnose Psychose oder religiöser Wahn geben? 

Ein paar Therapeuten würden das sicher tun. Andere nicht.

Die Frage ist halt: Ist eine Therapie grundsätzlich nicht das Richtige für dich... oder bist du da bisher nur an die falschen Leute geraten? Denn viel Verständnis hat man dir anscheinend nicht entgegen gebracht.

Mir ist auch klar, wie schwer es ist, überhaupt jemanden zu finden... und wie frustrierend es ist, wenn man nach langem Warten dann an die falschen Leute gerät.

Aber das muss nicht bedeuten, dass es grundsätzlich falsch ist.

 

 

Nur eine gläubige Person kann mich wirklich verstehen und mir helfen.

Vielleicht. Aber da gibt es halt auch solche und solche... ich wünsche dir auch viel Glück dabei!

 

lucan-7 antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 6313

@lucan-7 

Natürlich - mit Verständnis steht und fällt jede Therapie. Aber Verständnis bedeutet nicht, die Welt des Klienten zu übernehmen. Wenn ein Therapeut überzeugt ist, dass die Probleme des Klienten auf einer Psychose beruhen, dann kann er ihn - zumindest im tiefenpsychologischen Setting - nicht einfach weiterlaufen lassen, als wäre alles in Ordnung. Dann muss er die Therapie abbrechen und dem Klienten empfehlen, sich an einen Psychiater zu wenden.

queequeg antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 22649

@queequeg 

Natürlich - mit Verständnis steht und fällt jede Therapie. Aber Verständnis bedeutet nicht, die Welt des Klienten zu übernehmen.

Es hat natürlich nichts mit "Verständnis" zu tun, einen Patienten in falschen Annahmen zu bestätigen. Vielmehr geht es darum, zu wissen wie man einem Menschen mögliche Wege und eben auch Irrtümer aufzeigen kann - und ihm dennoch dabei das Gefühl gibt, ernst genommen zu werden.

Nun bin ich kein Therapeut, aber es macht eben einen entscheidenden Unterschied, wenn mir hier jemand im Forum von "übernatürlichen Erlebnissen" erzählt, ob ich dann schreibe: "so etwas gibt es doch nicht, du spinnst doch!" oder ob ich schreibe: "Das ist Interessant, was denkst du, wie sich deine Erlebnisse erklären lassen? Denkst du, es gibt vielleicht noch andere Erklärungen?". Das ist eine Frage des Respekts, wie man anderen Leuten begegnet.

Und auch wenn ein Therapeut sicher nicht die Formulierung "Du spinnst doch!" verwendet, so besteht doch immer die Gefahr, dass genau dieses Gefühl vermittelt wird. Und dann hat man in den meisten Fällen wohl auch keine Basis mehr.

lucan-7 antworten
GoodFruit
(@goodfruit)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 2912

@lucan-7 Es hat natürlich nichts mit "Verständnis" zu tun, einen Patienten in falschen Annahmen zu bestätigen. Vielmehr geht es darum, zu wissen wie man einem Menschen mögliche Wege und eben auch Irrtümer aufzeigen kann - und ihm dennoch dabei das Gefühl gibt, ernst genommen zu werden.

So viel ich weiß, ist das reichlich "old-school". Heute holt man den Patienten da ab, wo er sich grad befindet, und versucht ihn nicht auf einen Weg zu biegen, den man selber für richtig hält.

Beispielhaft überspitzt formuliert wäre das so, dass wenn jemand sich für ein Eichhörnchen hält und auf einem Baum schläft, dafür sorgt, dass da eine Matratze unter dem Baum fällt, falls er mal herunterfällt, anstatt ihn für verrückt zu erklären und ihm weiß machen zu wollen, dass er kein Eichhörnchen ist.

Die Erfolge mit so einem Ansatz sind wohl deutlich höher als bei einem konfrontierend erzieherischen Ansatz von oben herab.

goodfruit antworten
Schlüsselkind
(@pumuckl97)
Beigetreten : Vor 8 Monaten

Beiträge : 991

@goodfruit Weißt du was ich so süß fand? Hab letztens gelesen, dass wenn ein Schaf stolpert und fällt, es sich nicht von alleine wieder umdrehen kann. Der Hirte muss kommen und seine Beine massieren, dass die wieder richtig durchblutet werden und es auf die Beine stellen. Das Fell ist nämlich zu schwer, dass es sich von alleine wieder umdrehen kann. Und die haben eine enge Beziehung zum Hirten. Sind richtig auf den angewiesen. Schafe sind sehr ängstliche Tiere und das Einzige, was sie beruhigen kann, ist ihr Hirte. IST DAS NICHT SÜSS.

pumuckl97 antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 6313

@lucan-7 

"dann hat man in den meisten Fällen wohl auch keine Basis mehr."

Wenn es sich bei dem Menschen um eine Psychose handelt, hat man als Therapeut ohnehin keine Basis, weil sich eine solche Erkrankung psychotherapeutisch nicht beeinflussen lässt. Man kann da nur Hilfestellung im Lebensalltag leisten. Das wäre dann aber Aufgabe eines Sozialarbeiters und nicht eines Therapeuten.

queequeg antworten
Schlüsselkind
(@pumuckl97)
Beigetreten : Vor 8 Monaten

Beiträge : 991

@queequeg 

Die Therapie, von der ich gesprochen habe, die Psychose Patienten ohne Medikamente heilen kann, kam nicht aus Schweden, sondern aus Finnland.

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Offener_Dialog

LG

pumuckl97 antworten


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