Benachrichtigungen
Alles löschen

Frage an römische Katholikinnen und Katholiken

Seite 10 / 12

kerygma
Themenstarter
Beiträge : 507

Guten Morgen,

die Frage richtet sich an Christen, die mit einer römisch-katholischen Gemeinde verbunden sind.

Nutzt Ihr den Katechismus? Ist er für Euch hilfreich oder eher nicht? Wie seht Ihr den Aufbau, könnte er anders strukturiert sein? Was fehlt Euch?

Antwort
262 Antworten
1 Antwort
Pankratius
(@pankratius)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 1380
Veröffentlicht von: @kerygma

Nutzt Ihr den Katechismus? Ist er für Euch hilfreich oder eher nicht? Wie seht Ihr den Aufbau, könnte er anders strukturiert sein? Was fehlt Euch?

Ich nutze ihn, um gezielt Sachen nachzuschauen oder nachzulesen, aber nicht als gewöhnliche Lektüre von vorne nach hinten. 

Da ich wie gesagt gezielt suche, habe ich mit dem Aufbau kein Problem, habe mich damit aber auch nicht vertieft beschäftigt. 

Für den Einstieg empfehle ich das Kompendium des Katechismus. 

Wie ist es für dich? 

pankratius antworten
kerygma
Themenstarter
Beiträge : 507
Veröffentlicht von: @kappa

A) seines Heils kann man schlecht gewiss sein unter der Prämisse das man völlige Freiheit hat als Person und nicht in die Zukunft sehen kann.

Das ist für mich erstaunlich, wenn getaufte Christen, die ihr Gewissen schulen, die Schrift lesen und in die Gemeinde gehen, nicht ausschließen können, wirklich schwere Sünden zu begehen - Mord, Ehebruch, Diebstahl. Und das in einer Wahrscheinlichkeit, dass nicht nur die theoretische Möglichkeit, dass sich jemand selbst durch solche schweren Sünden aus der Hand Gottes reißt, bedacht werden muss, sondern dass eine regelrechte Heilsungewissheit existiert wie sie oben von der katholischen Kirche formuliert ist. Offensichtlich ist die Kirche nicht nur ein Krankenhaus, sondern ein Hochsicherheitsgefängnis.

Veröffentlicht von: @kappa

Einmal errettet immer errettet ist Nonsens. Kommt nur Heraus wenn man einzelne Bibelstellen über alles andere stellt.

Das ist ein Zerrbild. Aus der Möglichkeit, dass sich jemand bewusst von Gott entfernen kann, als Gegenmodell "einmal gerettert, immer gerettet" abzuleiten, scheint nur noch extremes Denken zuzulassen.

Der biblische Normalfall und damit der Normalfall des Christen ist die Heilsgewissheit, das wird in der Schrift vielfach bezeugt. Bleibt in mir und ich bleibe in Euch. Niemand kann Euch aus meiner Hand reißen. "Wer glaubt und getauft ist, der wird gerettet werden."

Die Gemeinde ist die Arche. Was habt Ihr für eine Vorstellung der Arche, Moderholz, wo es jede Stunde heißt "Mann über Bord" ?

kerygma antworten


Holger F.
Beiträge : 285
Veröffentlicht von: @kappa

Einmal errettet immer errettet ist Nonsens.

Danke! Ich hätte mich nicht getraut, das so klar und schnörkellos zu sagen! 👍

holger-f antworten
Holger F.
Beiträge : 285
Veröffentlicht von: @kerygma

Das ist für mich erstaunlich, wenn getaufte Christen, die ihr Gewissen schulen, die Schrift lesen und in die Gemeinde gehen, nicht ausschließen können, wirklich schwere Sünden zu begehen

Uppps…

Sprich bitte mit einem Gefängnisseelsorger, der wird dir erläutern, dass ein solcher Tatbestand erstens vorkommt und zweitens Gründe auch in der „Natur“ des Menschen hat…

Ich könnte aus meiner Sicht den Fall eines etwas jüngeren „Mitbruders“ beisteuern, der 20 Jahren all deinen oben geschilderten positiven Einflüssen ausgesetzt war und dann einen schweren bewaffneten Raubüberfall „hingelegt“ hat…

Also: Nur weil dich etwas erstaunt, heißt es nicht, dass es das nicht gibt.

Und katholischerseits würde ich hinzufügen: Gut, dass es Seelsorger gibt, die solche seelischen „Abgründe“ mit dem Täter auszuloten, das  Sündenbewusstsein bestärken, die notwendige Reue anregen und auf Wunsch die Beichte anbieten. Nach erfolgter Absolution ist die Sache vor Gott dann in Ordnung gebracht, die Schuld (!) ist durch Christus getilgt. Das ist aber keine „billige“ Gnade, denn die Strafe ist damit nicht aufgehoben…

Leider kenne ich nur die Erleichterung von Menschen, die nach schwerer Sünde die katholische Beichte in Anspruch genommen haben. Ob und wie das z.B. im Falle von Mord oder sonstigen schweren Straftaten in den reformatorischen Kirchen ganz konkret abläuft, weiß ich nicht.

 

holger-f antworten
1 Antwort
kerygma
(@kerygma)
Beigetreten : Vor 2 Monaten

Beiträge : 507

@holger-f Da bin ich ja froh, dass in meinem Freundeskreis keine Mörder und Ehebrecher unterwegs sind und wir uns im Vertrauen auf Gottes Zusage unseres Heiles sicher sein dürfen.

kerygma antworten


Holger F.
Beiträge : 285
Veröffentlicht von: @kerygma

Da bin ich ja froh, dass in meinem Freundeskreis keine Mörder und Ehebrecher unterwegs sind

Und wenn dem einmal so wäre, was wäre dann? Wie würde - bitte diesmal exakt, weil mich das wirklich brennend interessiert - die Gemeinde/ Gemeindeleitung reagieren?

holger-f antworten
3 Antworten
kerygma
(@kerygma)
Beigetreten : Vor 2 Monaten

Beiträge : 507
Veröffentlicht von: @holger-f
Veröffentlicht von: @kerygma

Da bin ich ja froh, dass in meinem Freundeskreis keine Mörder und Ehebrecher unterwegs sind

Und wenn dem einmal so wäre, was wäre dann? Wie würde - bitte diesmal exakt, weil mich das wirklich brennend interessiert - die Gemeinde/ Gemeindeleitung reagieren?

Keine Sorge, passiert nicht. 

kerygma antworten
Holger F.
(@holger-f)
Beigetreten : Vor 3 Wochen

Beiträge : 285

@kerygma 

Dann gibt es in deiner Gemeinde also nur Heilige 😊?

Da kann man ja nur hoffen, dass das so bleibt. 👓

holger-f antworten
kerygma
(@kerygma)
Beigetreten : Vor 2 Monaten

Beiträge : 507

@holger-f Heilige war glaube ich die übliche Anrede von Paulus an Gemeindemitglieder.

kerygma antworten
Holger F.
Beiträge : 285
Veröffentlicht von: @chai

Warum nicht einfach mit Gott reden?

Gute Idee!

Katholiken machen das jedenfalls, z.B. dutzende Male in der Heiligen Messe und (falls man will) mehrfach täglich im Stundengebet (Laudes, Vesper, Komplet etc.). Es ist sehr zu empfehlen… 😀

Und zusätzlich dürfen Orthodoxe und Katholiken - müssen das aber nicht - die Heiligen um Fürsprache bitten, was man nur tun wird, wenn man zu einem solchen einen Bezug hat.

Da viele Katholiken einen solchen Bezug nicht haben, machen sie es genau wie du: Gebete nur zu Gott. Oder Jesus. Seltener auch an den Heiligen Geist 😀

Dass eine solche Möglichkeit ihren biblischen Niederschlag gefunden hat, dürfte ja bekannt sein. 😊

 

„Und ein anderer Engel kam und trat mit einer goldenen Räucherpfanne an den Altar; ihm wurde viel Räucherwerk gegeben, damit er es mit den Gebeten aller Heiligen auf dem goldenen Altar vor dem Thron darbringe. Und der Rauch des Räucherwerks stieg mit den Gebeten der Heiligen aus der Hand des Engels vor Gott empor.“ (Offenbarung 8,3–4)

„Als es das Buch empfangen hatte, fielen die vier Lebewesen und die vierundzwanzig Ältesten vor dem Lamm nieder; alle trugen Harfen und goldene Schalen voll von Räucherwerk; das sind die Gebete der Heiligen.“ (Offenbarung 5,8)

 

 

 

holger-f antworten


Holger F.
Beiträge : 285
Veröffentlicht von: @kerygma

Heilige war glaube ich die übliche Anrede von Paulus an Gemeindemitglieder.

Exakt. Sagte ich doch. Eine Gemeinde voller Heiliger. Und du mitten drin. 😇

holger-f antworten
1 Antwort
kerygma
(@kerygma)
Beigetreten : Vor 2 Monaten

Beiträge : 507

@holger-f Ja. Die einen leben in Gewissheit ihres Heils, andere mit Bangen und Furcht, weil ihnen gesagt wird, dass sie nie wissen können, ob die Gnade reicht. Das letztere Modell halte ich persönlich psychologisch für ungesund.

kerygma antworten
Seite 10 / 12
Teilen:

Hey du!

Dieses Forum ist für dich kostenlos.
Das funktioniert nur, weil uns treue Menschen regelmäßig mit ihrer Spende unterstützen.
Bist du dabei?