Frage an römische Katholikinnen und Katholiken
Guten Morgen,
die Frage richtet sich an Christen, die mit einer römisch-katholischen Gemeinde verbunden sind.
Nutzt Ihr den Katechismus? Ist er für Euch hilfreich oder eher nicht? Wie seht Ihr den Aufbau, könnte er anders strukturiert sein? Was fehlt Euch?
Veröffentlicht von: @kerygmaNutzt Ihr den Katechismus? Ist er für Euch hilfreich oder eher nicht? Wie seht Ihr den Aufbau, könnte er anders strukturiert sein? Was fehlt Euch?
Ich nutze ihn, um gezielt Sachen nachzuschauen oder nachzulesen, aber nicht als gewöhnliche Lektüre von vorne nach hinten.
Da ich wie gesagt gezielt suche, habe ich mit dem Aufbau kein Problem, habe mich damit aber auch nicht vertieft beschäftigt.
Für den Einstieg empfehle ich das Kompendium des Katechismus.
Wie ist es für dich?
Veröffentlicht von: @kerygmadie ausgeprägte Marienfrömmigkeit ist schon charakteristisch für die katholische Kirche
… und erinnert anderskonfessionelle Christen vielleicht daran, dass das, was sie als „zuviel“ empfinden, möglicherweise nur das ist, was sie selbst gegenüber dem Verständnis der Mutter des Herrn „zuwenig“ haben…
Meine eigene Erfahrung ist nämlich die, dass für viele Protestanten - pointiert ausgedrückt - die Gottesmutter nur eine Krippenfigur zu Weihnachten darstellt. Und das wäre dann doch dem Bewusstsein für diejenige Frau, die den Gottessohn vom Heiligen Geist empfangen und jungfräulich geboren hat, eher abträglich.
Oder um es mit den Worten einer meiner Freunde, der nicht an Gott glaubt, aber über die Inhalte des Evangeliums gut informiert ist, sagte:
„Nach Jesus wäre Maria die interessanteste Figur der Evangelien, mit der ich mich gerne einmal unterhalten würde…“
Veröffentlicht von: @holger-f… und erinnert anderskonfessionelle Christen vielleicht daran, dass das, was sie als „zuviel“ empfinden, möglicherweise nur das ist, was sie selbst gegenüber dem Verständnis der Mutter des Herrn „zuwenig“ haben…
Ich kenne, Maria 140x zu wenig anzubeten
🙂
Ich würde dir grundsätzlich abraten - wen oder was auch immer - „anzubeten“, das gebührt nämlich Gott allein. Wie gut, dass Katholiken das wissen und Maria lediglich um Fürbitte anrufen… 😊😊😊
Veröffentlicht von: @holger-fIch würde dir grundsätzlich abraten - wen oder was auch immer - „anzubeten“, das gebührt nämlich Gott allein. Wie gut, dass Katholiken das wissen und Maria lediglich um Fürbitte anrufen… 😊😊😊
Solche Fürbitten?
„O wunderbare Jungfrau, die du den Sündern gegenüber so barmherzig bist, höre auf mein flehendes Gebet. Ich bitte dich um Licht und Führung auf meinem Weg der Bekehrung."
Naja inhaltlich nicht falsch. Wenn man verzweifelt ist zum Beispiel über eine Sünden, darf man auch flehen.
Du versuchst es wieder mit deiner „Hermeneutik des Verdachts“. Diesmal nutzt du dazu einen Gebetsausschnitt, der vermutlich alt und unvollständig ist.
Was lässt sich aus diesem Gebetsauszug schließen?
Der Mensch „M“ aus der Zeit „Z“ schrieb diesen Ausschnitt „A“ (vermutlich aus dem Gebet „G“) mit der Ausdrucksweise „W“, so dass „M“ vermutlich „X“ oder womöglich „Y“ ausdrücken will, woraus du schließt, dass die Katholische Kirche im Jahre 2026 = x + „Z“ sicher „KK“ glaubt.
Um „KK“ aus der Quelle mit Sicherheit für x + „Z“ schließen zu können, sind erstens zu viele Variablen und gleichzeitig zuwenig Quellen im „Spiel“, die reichen nicht einmal um „KK“ für das Entstehungsjahr des Gebetsausschnitts mit Sicherheit zu behaupten… 🙈🙉🙊
Veröffentlicht von: @kerygmaAber hast Du Dich mal gefragt, wozu es dafür notwendig sein sollte, so oft Maria anzurufen?
Nein, auf diese Frage hast du mich jetzt erst gebracht… 😂😇😘
Aber im ernst: Wenn ich das „sollte“ und „notwendig“ deiner Frage betrachte, beschleicht mich der Verdacht, der Sinn des Betens sei vielleicht nicht ganz klar…
Genauso wenig wie du in deiner Konfession beten „sollst“ und dieses „notwendig“ wäre, genauso wenig „sollen“ Katholiken den Rosenkranz beten. Und „notwendig“ ist es natürlich auch nicht, das schrieb ich aber schon mehrfach und wird offensichtlich überlesen…
Die meisten Katholiken in meinem Umfeld beten den Rosenkranz nicht, selbst unter den „Kirchgänger“ ist das unterschiedlich. Jedenfalls haben wir - konfessionsübergreifend - nicht so sehr das „Problem“, dass „falsch“ gebetet würde, sondern dass uns das Beten irgendwie abhanden gekommen zu sein scheint…
Insofern würde ich die Energie, einem Mitchristen darzulegen, warum seine Gebetspraxis „falsch“, nicht gottgewollt, so nicht von Jesus angeordnet oder gar Götzendienst sei, eher dergestalt nutzen, Noch-nicht-Beter für das Gebet zu interessieren…
Mein sich selbst als Atheist verstehender Freund würde zu der ganzen Diskussion sagen:
Mein Gott (😂), habt ihr Probleme…
Veröffentlicht von: @kerygmaDafür ist Christus gestorben, damit man freiwillig zu den Werken zurückkehrt?
Lieber kerygma,
aus deinen bisherigen, zum Teil wirklich gewinnbringenden Beiträgen und der daraus zu schließenden Fähigkeit zu abstrakterem Denken, würde ich vermuten, dass du schon weißt, was ich dir zu deinem Gedanken der „freiwilligen Rückkehr zu den Werken“ schreiben würde. Dann aber ist eine Antwort meinerseits überflüssig, du würdest sie ja schon. 😊
Wenn ich aber mit meiner Annahme falsch liegen sollte, nutzt es auch nichts, mich dazu noch einmal dezidiert zu äußern, denn klarer als bisher schon geschehen, geht‘s nimmer… ☺️
Logisch? 🥳
Veröffentlicht von: @kerygmaDa musst Du mit Domradio diskutieren.
Dann hast meinen Hinweis nicht verstanden. Was „mancher“ meint, ist für die richtige Einschätzung einer Sache schlicht irrelevant. „Mancher“ meint auch, die Mathematik sei überflüssig wie ein Pickel am Allerwertesten… Das besagt nur nichts…
Veröffentlicht von: @kerygmaFür mich war ja auch eher der Knackpunkt, dass ich eben nicht glaube, dass man sich das Heil verdienen kann
Wenn die Katholische Kirche das behaupten würde, hättest du recht. Problem nur: Sie behauptet gar nicht, dass du dir das Heil „verdienen“ könntest. Das kann nämlich niemand.
Und halte bitte - verzeihe mir die Klarheit - Katholiken nicht für so blöd, dass sie so etwas glauben würden…
Veröffentlicht von: @holger-fVeröffentlicht von: @kerygmaFür mich war ja auch eher der Knackpunkt, dass ich eben nicht glaube, dass man sich das Heil verdienen kann
Wenn die Katholische Kirche das behaupten würde, hättest du recht. Problem nur: Sie behauptet gar nicht, dass du dir das Heil „verdienen“ könntest. Das kann nämlich niemand.
Und halte bitte - verzeihe mir die Klarheit - Katholiken nicht für so blöd, dass sie so etwas glauben würden…
Es ist katholische Lehre, dass a) niemand sich seines Heiles gewiss sein kann, b) der Mensch durch gute Werke die Gnade vermehre, c) die Rechfertigungsgnade verlierbar sei. Das sind alles de fide Aussagen, d.h. sie wurden durch die Kirche mit dem höchsten Gewissheitsgrad "erkannt".
Die Mitwirkung des Menschen durch seine Taten am Heil ist angesichts einer klar formulierten Heilsungewissheit etwas, was praktisch dazu führt, dass Menschen Werke tun, um Sicherheit im Heil zu bekommen.
Oder glaubst Du wirklich, dass jemand, der weiß, dass er an seinem Heil mitwirkt und keine Heilsgewissheit hat, nicht automatisch Beten und gute Taten tun wird, weil er aus der Hoffnung auf das Heil heraus agiert ?
Immerhin wird doch beim Gericht einjeder nach seinen Werken beurteilt ?
Ich schiebe Dir mal den Ott nach:
Ohne besondere göttliche Offenbarung kann niemand mit Glaubensgewissheit wissenn, ob er sich im Stand der Gnade befindet. De fide.
Entgegen der Lehre der Reformatoren, der Gerechtfertigte besitze eine jeden Zweifel ausschließende Glaubensgewissheit über die erlangte Rechtfertigung, erklärte das Konzil von Trient: "Wenn jemand seine eigene Schwachheit und Disposition bedenkt, kann er bezüglich seines Gnadenstandes Bangen und Furcht haben, da niemand mit der Gewissheit des Glaubens, dem kein Irrtum unterlaufen kann, zu wissen vermag, daß er die Gnade Gottes erlangt habe." D 802.
Die Hl. Schrift bezeugt die Ungewissheit des Rechtfertigungszustandes. 1 Kor 4,4: "Ich bin mir zwar nichts bewußt, aber deswegen noch nicht gerechtfertigt." Phil 2,12: "Wirket euer Heil mit Furcht und Zittern!" Vgl. 1 Kor 9,27.
(S. 303)
A) seines Heils kann man schlecht gewiss sein unter der Prämisse das man völlige Freiheit hat als Person und nicht in die Zukunft sehen kann.
"Wer steht, sehe zu das er nicht Falle"!
Einmal errettet immer errettet ist Nonsens. Kommt nur Heraus wenn man einzelne Bibelstellen über alles andere stellt.
B) Steht ua. Auch drin das zum Glauben auch Werke gehören sonst ist der Glaube tot.