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Missionierung mit KI?

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Lucan-7
Themenstarter
Beiträge : 28955

In einem anderen Thread kam die Sprache auf einen "KI-Jesus", der in der Lage ist mit Menschen zu kommunizieren... wie chatGPT halt, nur im Namen von Jesus. 

Die Idee wird wohl von den meisten Gläubigen sehr skeptisch gesehen... allerdings muss man die KI ja nicht gleich "Jesus" nennen, sondern kann sie auch ganz allgemein halten, um in Glaubensfragen hilfreich zu sein.

Eine solche KI kann darin trainiert werden, besonders erfolgreich darin zu sein, Menschen zum Glauben zu führen - so wie man eine KI generell darauf auslegen kann, Menschen von bestimmten Dingen zu überzeugen, sei es für Werbung, Politik oder Propaganda generell.

Würdet ihr den Einsatz einer solche KI für legitim halten? Ich setze dabei voraus, dass die Menschen durch die KI ernsthaft vom Glauben überzeugt werden und dabei christliche/biblische Inhalte vermittelt werden. Es geht also nicht darum, die Menschen von der KI abhängig zu machen oder dergleichen  und auch nicht um eine ganz bestimmte Lehre.

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170 Antworten
Jack-Black
Beiträge : 6093

@lucan-7

 

Die Idee wird wohl von den meisten Gläubigen sehr skeptisch gesehen...

Naja, die "meisten Gläubigen" sind ja im Alltag nicht ernsthaft in Sachen Mission engagiert. Wenn sie dann gegenüber dem Einsatz von AI zu Überzeugungszwecken - und das bedeutet Missionierung ja in der Praxis: Leute von etwas zu überzeugen, wovon sie vorher nicht überzeugt waren - skeptisch sind, wäre zu fragen: warum sind sie da skeptisch? Meine erste Vermutung (die ganzen zu vermutenden Zweckrationalisierungen mal beiseite gelassen) wäre, dass sie überhaupt nicht besonders daran interessiert sind, das Konzept von Missionierung kritisch zu analysieren, weil man dann nämlich zu dem Schluss kommen würde, dass es sich da nur um einne Euphemismus für Propaganda und Indoktrination handelt. Zwei unschöne Begriffe, mit denen sich die Allerwenigsten gern an den Thresen setzen mögen: die Leute könnten ja auf die Idee verfallen, man gehöre zusammen...

Eine solche KI kann darin trainiert werden, besonders erfolgreich darin zu sein, Menschen zum Glauben zu führen - so wie man eine KI generell darauf auslegen kann, Menschen von bestimmten Dingen zu überzeugen, sei es für Werbung, Politik oder Propaganda generell.

Genau. So, wie ja Missionare und Glaubensvermittler auch zu entsprechenden Zwecken trainiert werden müssen, um ihr Geschäft erfolgreich zu betreiben, muss dann halt die AI trainiert werden, um entsprechende Missionierungsleistungen erbringen zu können. Leistungen, die halt am Ende stets Arbeitsleistungen sein werden.

Denn nichts anderes sind ja jegliche weltanschauliche Missionierungsunternehmungen: Arbeitsprojekte. Die man besser oder schlechter vorbereiten kann, die man von mehr oder weniger kompetenten Arbeitern ausführen lassen kann. Insbesondere, wenn man zwar das Arbeitsergebnis möchte, nicht aber Lust hat, die dafür aufzubringende Arbeit selbst zu leisten. Dann lässt man eben andere für sich arbeiten - in diesem Fall die AI.

Ich hatte eben die Antwort von der_alte gelesen und mein erster Reflex war: "Der scheint das Thread-Thema nicht verstanden zu haben, er liest KI und dann erzählt er, was er halt so mit der KI alles anfängt und wie souverän er sie als reines Werkzeug verwendet, um als smart und unkorrumpierbar von der AI da zu stehen. Typisch für den unkritischen Umgang, den die Leute heute so generell mit der KI pflegen."

Aber dann dachte ich nochmal nach über das, was er da über seinen Umgang mit KI erzählte. Er lässt sie geistige Arbeit für sich erledigen. Sie darf recherchieren, sie darf für ihn rechnen, sie darf ihm Vorschläge machen, welches Computerteil als nächstes zu kaufen ansteht, sie darf die Ergebnisse sogar noch in leicht für ihn zu lesende Form bringen. Dazu hätte früher jemand seine Assistenten und Untergebenen herangezogen: Mach dies für mich, tue jenes für mich. Oder, so diese Assistenten und Untergebenen dazu nicht geistig qualifiziert gewesen wären, hätte man eben ein Unternehmen damit beauftragt: Firmen, die sich darauf spezialisiert hatten Informationen zu recherchieren und für ihre Auftraggeber aufzubereiten. Dafür hätte man sie bezahlt. Man hätte sie für diese Arbeitsleistung bezahlt.

Alles also, was der_alte hier berichtet, ist, dass er eine Arbeit, die getan werden muss (weil halt eine Entscheidung her muss, welches Computerteil wo bestellt werden soll), nicht mehr selbst verrichtet, sondern die AI das für ihn tun lässt.

Diese Arbeit ist eine vorwiegend geistige Arbeit. Sie besteht überwiegend im Denken.

der_alte lässt also die AI für sich denken. Und warum? Weil sie das offenkundig besser und vor allem deutlich schneller (was am Ende auf's Selbe hinausläuft) kann als er.

Sobald wir mal akzeptieren, dass Missionierung ein Arbeitsprozess ist, der darauf hinausläuft, dass ein vorher definierter Zustand erreicht werden soll : derjenige, dass das Missionierungsobjekt am Ende die Sätze X, Y und Z für wahr hält, also glaubt... - dann werden wir zugeben müssen, dass dieser Arbeitsprozess in großem Umfang ein Denkprozess ist: Wann spricht man das Missionierungsobjekt an, wo "holt man ihn ab" (in welchem Zustand befindet er sich, an welcher Stelle seiner Sozialisierung und Biografie), welche Art der Ansprache dürfte bei ihm am besten verfangen, in welchen zeitlichen Abständen tritt man wieder an ihn heran (auf die Zeugen Jehovas, die ich vor mehreren Monaten mal abwies, weil ich gerade auf dem Sprung war, und denen ich sagte, dass ich sehr gern ein andermal, wenn ich keinen Termin hätte, mit ihnen sprechen würde, warte ich bis heute, obwohl sie mir versprachen, am nächsten oder übernächsten Wochenende es noch einmal an meiner Haustür zu versuchen - ich glaube nicht, dass diese Verzögerung mich missionierungstechnisch wirklich empfänglicher macht... 😉 ), auf welche Einwände seinerseits hat man sich vorzubereiten, in welchem Tonfall führt man das Gespräch mit ihm... Und so weiter und so fort. In kluger und gut im Vorhinein über seine Missionierungsobjekte informierter Missionar wird ganz sicherlich bessere Missionierungsergebnisse vorzuweisen haben als einer, der besoffen und planlos durch die Gegend mäandert und die Leute anquatscht, wie sie ihm zufällig vor die Kühlerhaube stolpern.

Dass den Gläubigen das Missionierungshandwerk anders dargestellt wird und sie es auch gern anders sehen, ist klar. Sie glauben ja schon das, was den Missionierungsobjekten erst vermittelt werden soll, also beispielsweise, dass Jesus da einen Missionierungsauftrag erteilte, aller Welt zu verkünden usw. usf.

Aber was ist mit denen, die sich im freien Weltanschaungsangebotswettbewerb befinden, die zwecks Broterwerbs darauf angewiesen sind, Missionierungserfolge zu generieren? Mit denen, die in den USA jedes Wochenende zusehen müssen, dass sich die Bänke ihrer spezifischen Kirche schön füllen und die Leute gern und freudig den Klingelbeutel oder den Kollektenkasten füllen und auch ihre Nichten und Neffen, Großtanten und Schwipscousins zum nächsten Gottesdienst mitbringen? Die wissen, dass Missionierung Arbeit bedeutet. Und warum sollte man sich die schwerer machen als nötig? Warum sollte man, um sie effektiv zu erledigen, auf die neusten Technologien verzichten - wenn doch der Prediger in der Nachbargemeinde die vermutlich schon länger einsetzt und zwar mit Erfolg? Dessen Gottesdienste sind die echten Renner, was er den Leuten predigt, kommt an, es kommt an, wie perfekt das alles organisiert ist bei ihm, immer dann, wenn die Leute singen wollen, wird gesungen, immer dann, wenn sie gemeinsam Gott preisen wollen, ruft er dazu auf, Gott zu preisen, die Band, die er engagiert hat, passt hervorragend zu der Orgel, die wechseln sich immer so schön ab und ein paar Heilungswunder - nicht zu viele und nicht zu wenige - werden ebenso eingestreut wie Aufrufe zu gemeinsamen gemeindlichen Aktionen. Irgendwie trifft der Nebenorts-Preacher immer den richtigen Tonfall und das kommt alles so natürlich und ungezwungen und fluffig daher, als steckte da überhaupt keine anstrengende Vorbereitung drin. Die Predigten sind sooo gut, wie kriegt er die hin und hat dann noch die Zeit, die Frauen, die den Kuchen backen sollen/wollen zu bespaßen oder die Kids, die das schöne neue Plakat pinseln wollen, dass ab der nächsten Woche passend zu irgendeinem religiösen Monatsmotto über dem Kircheneinang prangen soll?

Klar - wenn der da mehrere Assistentinnen hat, die für ihn die Planung übernehmen und mit den Kuchen-Madams kommunizieren und an die Geburtstage von deren Kindern oder an die Arbeitsunfälle ihrer Ehemänner denken, und wenn er dann noch einen begnadeten Rhethor hat, der ihm die Predigten auf den Leib schreibt, gleichzeitig seine begrenzte Eloquenz und die Bedürfnisse der Zuhörer beachtend und fein austarierend... Aber Herrschaftszeiten, was kostet das!

Und da am freien Religionsmarkt wie auf allen freien Märkten stets Preiskonkurrenz herrscht, wird also derjenige die meisten Zehntausend glücklichen Spender in seine Mega-Church locken können, der es schafft, die Kundschaft - äh - Missionierungsobjekte - glücklich zu machen und die Arbeitskosten in diesem Zusammenhang niedrig zu halten.

Da bietet sich der KI-Einsatz nicht nur an - da drängt er sich geradezu auf. Ein "normaler Prediger", das werden vermutlich die hier im Forum unterwegs seienden Pastoren oder Pfarrer zugeben, braucht seine Vorbereitungszeit für all die Dienste, die er seinen Kunden angedeihen lässt. Die Predigt will jeden Sonntag neu vorbereitet sein, auch wenn da nach ein paar Dienstjahren eine gewisse Routine rein kommt. Eine Routine, die man sich vermutlich dann nicht so leisten könnte, wenn man immer die Konkurrenz der Nachbarkirche im Nacken spürt  und also Quoten zu erzielen hat, jenseits derer man den ganzen Kirchenbetrieb einstellen müsste, weil er sich dann nicht mehr rechnete... Aber am Ende ist es halt Arbeit. Ein Job, der anstrengend ist.

Und der Mensch tendiert wie alle Tiere dazu, Anstrengungen, wenn's geht, zu meiden.

Also ist zwingend logisch davon auszugehen, dass auch im Missionierungsgeschäft die KI Einzug halten wird. Diejenigen Weltanschauungsbetriebe, die sich da dauerhaft zieren, werden vom Ideologie-Markt verschwinden.

Wir haben dafür in Deutschland ein schönes Beispiel: Die AfD und die Art und Weise, wie sie vor den etablierten Parteien (ihrerseits ja ebensolche Ideologie-Betriebe wie die AfD oder eben die Kirchen...) die asozialen Plattformen besetzten und die Algorithmen ihr Ideologiegeschäft für sich verrichten ließen. Es funktioniert, wenn man da keine Berührungsängste hat und keine "falschen Rücksichten" nimmt. Der Trendberuf der letzten Jahre war derjenige der InfluencerInnen. Und es gibt selbstverständlich auch ChristfluencerInnen, nicht nur hier in Deutschland, sondern schon länger und mit entsprechend größeren Followerzahlen drüben am großen Teich. Und wer ernsthaft glaubt, dass die da irgendwas anbrennen lassen, was größere Reichweiten (gehet hin und verkündet aller Welt...!* ) verspricht, der glaubt auch an den Weihnachtsmann. Die ersten christlichen oder muslimischen oder nationalsozialistischen oder kommunistischen Rundum-AI-InfluencerInnen sind so unvermeidbar wie der Umstand, dass ganz vorn bei solchen Entwicklungen noch vor allen Ideologiebetrieben immer die Pornoindustrie auf den Trend aufspringt...

Und immer dran denken: den Letzten beißen die Hunde!

Würdet ihr den Einsatz einer solche KI für legitim halten? Ich setze dabei voraus, dass die Menschen durch die KI ernsthaft vom Glauben überzeugt werden und dabei christliche/biblische Inhalte vermittelt werden. Es geht also nicht darum, die Menschen von der KI abhängig zu machen oder dergleichen  und auch nicht um eine ganz bestimmte Lehre.

 

Vermutlich glaubst Du, hier im Jesus-Forum so schreiben zu müssen, auch wenn das ja in sich völlig widersprüchlich ist. Wenn "dabei christliche/biblische Inhalte vermittelt werden sollen, dann geht es selbstverständlich stets um eine ganz bestimmte Lehre. Denn objektiv lassen sich ja keine christlichen/biblischen Inhalten vermitteln, Exegese ist, wie immer man es dreht und wendet, stets subjektiv, also eine ganz bestimmte Lehre. Und im übrigen werden bei der Missionierung ja nicht die Menschen "ernsthaft vom Glauben überzeugt", sondern sie sollen zu einer bestimmten Glaubensposition gebracht werden. Überzeugung und Glaube sind epistemologisch betrachtet ein und dasselbe. Und was soll an dieser Stelle "ernsthaft" meinen? Niemand glaubt unernsthaft das, was er glaubt. Gemeint ist hier vermutlich eher "seriös" - und an der Stelle wäre dann interessant zu erfahren, was man unter seriöser Missionierungsarbeit zu verstehen habe.

Wir haben nun ein, zwei Jahrhunderte Kapitalismus hinter uns und seit runden 100 Jahren hält allein das Werbegeschäft, dessen zentrale Aufgabe ist, den Leuten Wünsche einzureden, die sie vorher eigentlich überhaupt nicht verspürten, das System am Laufen (wg. Wachstumszwang und so weiter). Und wo wären denn da die Beispiele dafür, dass "seriöse" Werbekampagnen einen stärkeren Werbeeffekt (=Missionierungserfolg) hätten als ihre unseriösen Counterparts?

Falls also statt unseriös etwa doch "ernsthaft" gemeins sein sollte, so müsste sich die Ernsthaftigkeit auf den Willen zum Erfolg beziehen: Erfolg stellt sich bei der Missionierung dann ein, wenn das Missionierungsobjekt das glaubt, was es den Intentionen des Missionierenden gemäß glauben soll. Wer also ernsthaft missionieren will, der wird nicht vor Manipulationstricks zurückschrecken, denn der Zweck, die gute Sache, heiligt bekanntlich jedes Mittel und es sei an dieser Stelle zum Beleg auf besonders erfolgreiche Missionare verwiesen wie die Spanischen Conquistadoren oder Karl den Großen, der mit Feuer und Schwert ganze Völker jenseits der Elbe im D-Zugtempo zum richtigen Glauben brachte.

Man mag in versammelter Runde fragen, ob deren Missionierungsverfahren "legitim" gewesen seien und wird, der politischen Korrektheit sei's gedankt, vermutlich einhelliges Kopfschütteln ernten, auch unter ausgewiesenermaßen frommen Christen. Aber naja - die Folgen dieser eher illegitimen Missionierungsmaßnahmen, die nimmt man denn doch ganz gern in kauf. Ist doch schön und gut, dass jetzt auch die nackerten Indios und zerzaust-vodkaseligen Slaven und bierseligen Sachsen regelmäßig den per christlicher Tradition über Jahrhunderte hin geebneten Weg in den Himmel antreten können: Die Geschichte wird von den Siegern geschrieben und aus Perspektive der Ideologie ist legitim, was dazu beiträgt, die Wahrheit (tm) durchzuboxen. Man muss das ja nicht immer so in aller nackten Öffentlichkeit auch rausposaunen.

Und das Gemeindemitglied will ich sehen, dass empört seine Gemeinde verläßt, weil die Predigten des Pastors in letzter Zeit soviel unterhaltsamer und spirituell anregender wurden, dass sich dies ohne KI-Doping eigentlich nicht vernünftig erklären ließe... 😀 Ob der nun das Sprechwerkzeug Gottes gibt, wie über die letzten knappen 2000 Jahre hinweg, oder nun das vorträgt, was ihm die AI diktierte... Wen schert's, wenn`s so angenehm und überzeugend klingt?

 

 

 

*... dass nur Coca Cola den echten feeling taste hat!

jack-black antworten
1 Antwort
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 28955

@jack-black 

Also ist zwingend logisch davon auszugehen, dass auch im Missionierungsgeschäft die KI Einzug halten wird. Diejenigen Weltanschauungsbetriebe, die sich da dauerhaft zieren, werden vom Ideologie-Markt verschwinden.

Vorausgesetzt, die KI ist tatsächlich so gut wie vermutet... der Markt ist ja begrenzt und bereits weitgehend aufgeteilt. Und ich bezweifle, dass eine KI Leute wie uns ernsthaft zum Glauben bringen könnte. Auch wenn ich es nicht gänzlich ausschliessen kann, wie auch?

 

Vermutlich glaubst Du, hier im Jesus-Forum so schreiben zu müssen, auch wenn das ja in sich völlig widersprüchlich ist.

Mir war das wichtig, dass es hier nicht um solche Fälle geht, wo die KI vortäuscht, der "beste Freund" zu sein oder dergleichen.

Es geht darum, Menschen vom Glauben zu überzeugen, so dass die Leute im Anschluss das machen, was gläubige Leute halt so tun... Gemeinden besuchen, Bibelkreise besuchen, sich mit anderen Leuten austauschen. Deshalb mein Hinweis auf "echten" Glauben.

lucan-7 antworten


Mike
 Mike
Beiträge : 2

@lucan-7 Wo zwei oder drei Künstliche Intelligenzen in meinem Namen zusammenkommen? Der menschliche Kontakt ist durch nichts zu ersetzen!

mike antworten
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Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 28955

@mike 

Wo zwei oder drei Künstliche Intelligenzen in meinem Namen zusammenkommen? Der menschliche Kontakt ist durch nichts zu ersetzen!

Es sollen schon Leute durch Bibelstudium zum Glauben gekommen sein. Da war auch kein "menschlicher Kontakt", aber trotzdem Glaube.

lucan-7 antworten
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 2905

@lucan-7 

Es sollen schon Leute durch Bibelstudium zum Glauben gekommen sein. Da war auch kein "menschlicher Kontakt", aber trotzdem Glaube.

Das ist sicher richtig (ich bin einer davon), aber was die KI nicht ersetzen kann, ist die Gemeinschaft von zwei oder drei Christen. Das kann sie einfach nicht, weil sie kein Mensch ist und ein Mensch, der an Gott glaubt eine andere Präsenz für einen anderen Menschen hat als eine Maschine (die gar keinen Glauben hat).

stern antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 28955

@stern 

aber was die KI nicht ersetzen kann, ist die Gemeinschaft von zwei oder drei Christen. Das kann sie einfach nicht, weil sie kein Mensch ist und ein Mensch, der an Gott glaubt eine andere Präsenz für einen anderen Menschen hat als eine Maschine.

Das habe ich ja auch nicht geschrieben (Obwohl ich fürchte, dass die KI sehr wohl das Gefühl von Nähe ersetzen kann).

Aber darum ging es ja nicht, es ging nur um Überzeugung. Und nachdem der Mensch von der KI vom christlichen Glauben überzeugt wurde steht es ihm frei, sich eine entsprechende Gemeinschaft zu suchen - haben ja viele andere Leute, die ausserhalb von Gemeinden zum Glauben kamen, auch so gemacht.

lucan-7 antworten
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 2905

@lucan-7 

Obwohl ich fürchte, dass die KI sehr wohl das Gefühl von Nähe ersetzen kann.

Das mit Sicherheit. Allerdings ist das ja nur eine Schein-Nähe und somit bleibt abzuwarten, ob das dem Menschen wirklich ausreicht, wenn er es erkannt hat.

stern antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 28955

@stern 

Das mit Sicherheit. Allerdings ist das ja nur eine Schein-Nähe und somit bleibt abzuwarten, ob das dem Menschen wirklich ausreicht, wenn er es erkannt hat.

Viele Menschen werden sich der Illusion echter Nähe hingeben. Manchen mag es  vielleicht sogar gut tun, man muss das nicht nur negativ sehen.

Und das Gegenteil beweisen kann man auch nicht - das macht es ja so unheimlich.

lucan-7 antworten
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 2905

@lucan-7 

Viele Menschen werden sich der Illusion echter Nähe hingeben. Manchen mag es  vielleicht sogar gut tun, man muss das nicht nur negativ sehen.

Ja, ich wollte das nicht negativ deuten. Es gibt sicher ganz viele Menschen, die sich dMit gut fühlen. Ich weiss nur aus eigener Erfahrung, dass man die Illusion irgendwann durchschaut. 

Das Forum hier hat auch so einen Touch davon…es tut gut, sich unterhalten zu können…auf Menschen zu treffen…gucken, was die so bewegt und selbst etwas irgendwo dazu beisteuern…aber echte Nähe entsteht dadurch meistens nicht, für Nähe ist es einfach nicht das richtige Format 

stern antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 28955

@stern 

aber echte Nähe entsteht dadurch meistens nicht, für Nähe ist es einfach nicht das richtige Format 

Nein... das merkt man ja immer wieder bei Leuten, die neu hierher kommen und sich Bestätigung erhoffen. Je nachdem, wie schräg oder nachvollziehbar das ist, was sie hier schreiben, sind sie dann früher oder später ziemlich enttäuscht. 

lucan-7 antworten
GoodFruit
Beiträge : 4219

@lucan-7 KI kann nicht im Namen von Jesus sprechen - nicht einmal in Jesu Sinne. Der Grund ist, dass KI auf der Grundlage von menschlichen Niederschriften trainiert wird und innerhalb dieser Schriften gibt es große Differenzen, wie Jesus zu sehen ist - sogar, wer Jesus wirklich ist.

Elon Musk hat eine professionelle Version seines Groks auch mit Bibliotheken offenbar mit gnostischer Literatur trainiert - und er erhält einen gnostischen Jesus, der entsprechend sehr anders antworten würde als ein Jesus, wie er heute meist theologisch gesehen wird.

Ich frage mich auch, weshalb so eine KI irgendeinen Sinn machen würde, weil wir doch den Heiligen Geist haben, der für Jesus spricht, wenn wir mit Gott kommunizieren. Es braucht keine Maschinen oder Übersetzer - es braucht den Heiligen Geist, mehr nicht. Ja, es gibt so etwas wie die dunkle Nacht der Seele, wo Christen ihren Herrn nicht hören können. In solchen Fällen sind wir aufeinander angewiesen und andere Christen mit intakter Verbindung müssen die Kommunikation an unserer statt führen. Das aber sind Sonderfälle.

Ich könnte mir aber vorstellen, dass wir mit Hilfe von KI wunderbar evangelisieren könnten. Facebook und andere entsprechende Dienste haben die Information (bzw. können diese generieren). Sie kennen die Menschen besser als sie sich selber. Bei Trumps ersten Term soll diese Technik für die Wählerwerbung eingesetzt werden und man war hinterher sehr bemüht zu betonen, dass so etwas nicht funktionieren würde (die Technik sei "Snakeoil"). Ich kann der Argumentation nicht folgen und halte die Methodik für enorm mächtig. So könnte man dann mit Gottes Wort direkt in das Leben und die Probleme der Menschen hineinsprechen und eine Umkehr nahelegen. Wenn also KI eingesetzt werden sollte, dann vielleicht hier. Gut finden, würde ich das trotz der Erfolgsaussichten nicht.

goodfruit antworten
9 Antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 28955

@goodfruit 

Der Grund ist, dass KI auf der Grundlage von menschlichen Niederschriften trainiert wird und innerhalb dieser Schriften gibt es große Differenzen, wie Jesus zu sehen ist - sogar, wer Jesus wirklich ist.

Diese Unterschiede können von einer KI berücksichtigt werden.

Ich frage mich auch, weshalb so eine KI irgendeinen Sinn machen würde, weil wir doch den Heiligen Geist haben, der für Jesus spricht, wenn wir mit Gott kommunizieren.

Weil so eine KI Millionen von Menschen gleichzeitig auf einer persönlichen Ebene ansprechen kann, und das sehr viel ausdauernder und mit sehr viel umfangreicherem Wissen als es ein Mensch jemals haben könnte.

 

Ich könnte mir aber vorstellen, dass wir mit Hilfe von KI wunderbar evangelisieren könnten. Facebook und andere entsprechende Dienste haben die Information (bzw. können diese generieren).

Das meinte ich doch.

 

lucan-7 antworten
GoodFruit
(@goodfruit)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 4219

@lucan-7 Diese Unterschiede können von einer KI berücksichtigt werden.

Und in dem Sinne steht es den Menschen frei, die KI als Jesus-Bezug zu nutzen.

Man müsst dann halt nur als Information mitgeben, welcher Jesus antworten soll. So könnte man dann sagen: Bitte antworte als Jesus im Sinne von Papst Benedict, im Sinne von Paps Franziskus, im Sinne von Martin Luther, im Sinne des Mühlheimer Verbandes ...

Weil so eine KI Millionen von Menschen gleichzeitig auf einer persönlichen Ebene ansprechen kann, und das sehr viel ausdauernder und mit sehr viel umfangreicherem Wissen als es ein Mensch jemals haben könnte.

Meinst Du nicht, dass Gott selber das noch viel besser könnte? Er kennt auch Deine verborgenen Wesensmerkmale und Nöte - und auch Dein ganzes Umfeld und dass, was er selber noch mit Dir vorhat.

Von daher täte ich sagen: Ja, man kann KI nutzen, aber wir haben etwas deutlich besseres.

Das meinte ich doch.

Ich hatte das so verstanden, dass Du theologische Fragen mit der KI geklärt haben möchtest - und zwar passend auf die persönliche Position Einzelner.

Ich hatte da den Weg, dass eine externe Größe KI nutzt, um einzelne anzusprechen, nicht im Fokus gesehen. Da gäbe es wirklich große Möglichkeiten. Aber auch da glaube ich, dass Gott andere Wege bevorzugen würde und KI nicht braucht. Mission ist immer eine sehr unmittelbare Aktion durch Gott. Und da, wo Mission das nicht ist, hat das oft Scheitern oder sogar großen Schaden zur Folge.

 

goodfruit antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 28955

@goodfruit 

Meinst Du nicht, dass Gott selber das noch viel besser könnte? Er kennt auch Deine verborgenen Wesensmerkmale und Nöte - und auch Dein ganzes Umfeld und dass, was er selber noch mit Dir vorhat.

Gott tut das nachweislich nicht in diesem Umfang, sonst wäre die Welt jetzt vollumfassend christlich.

 

Ich hatte das so verstanden, dass Du theologische Fragen mit der KI geklärt haben möchtest - und zwar passend auf die persönliche Position Einzelner.

Auch. Aber in erster Linie geht es um Mission. Also darum, eine möglichst große Anzahl von Menschen von der Richtigkeit der eigenen Sache zu überzeugen.

 

 

 

lucan-7 antworten
GoodFruit
(@goodfruit)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 4219

@lucan-7 So wie ich die Sache verstehe, geht es Gott um das Gewinnen von Kindern, von Menschen, die ihm in inniger Beziehung verbunden sind. Das hat weniger mit Wissen zu tun als wie mit Liebe, mit Vertrauen, mit Glauben.

Ich habe gestern einen Beitrag über die Geschichte von Billy Graham gesehen. Er war schon einige Zeit als erfolgreicher Evangelist unterwegs, als ihm plötzlich (nach einer intellektuellen Auseinandersetzung mit einem Freund) Zweifel daran kam, ob die Bibel nun wirklich Gottes Wort ist oder nicht. Das quälte ihn sehr und er konnte vom Denken, vom Intellekt, vom Wissen her keine Antwort geben. Er war dazu wohl auch mit der Bibel in der Natur unterwegs und bewegte die Sache vor Gott. Dann legte er die Bibel auf einen Baumstumpf und betete in dem Sinne: Gott, in der Bibel sind so viele Dinge die ich nicht verstehe und ich weiß nicht wirklich woher die Texte kommen - aber ich nehme im Glauben an, dass die Bibel Dein Wort ist.

Es war eine Entscheidung die für ihn die Befreiung aus dem Dilemma brachte und nicht irgendein Wissen oder eine Überlegung.

Der erste Event danach war ein Reinfall und sein Team wollte schon aufgeben - dann aber kam ein ganz großer Durchbruch, der die an sich schon erfolgreiche Mission in eine andere Dimension beförderte.

Der Eindruck, der sich mir beim Schauen des Beitrags eröffnete, war der, dass Graham überall den Kern des Evangeliums predigte: Du brauchst das Kreuz für Deine Errettung. Ohne Jesus bist Du auf ewig verloren.

Ja, es war Billy Graham, der da predigte. Aber er tat es nicht nur aus sich heraus. Gott hatte ihn für diese Aufgabe berufen.

Graham hat keine komplexen theologischen Lehren doziert, sondern den Menschen die Notwendigkeit des Erretters nahe gebracht und dazu aufgefordert, diesen Erretter, Jesus Christus, anzunehmen. Ich würde ihn nicht als Lehrer sondern als Geburtshelfer für Gottesbeziehungen und Rettungen bezeichnen.

goodfruit antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 28955

@goodfruit 

Graham hat keine komplexen theologischen Lehren doziert, sondern den Menschen die Notwendigkeit des Erretters nahe gebracht und dazu aufgefordert, diesen Erretter, Jesus Christus, anzunehmen. Ich würde ihn nicht als Lehrer sondern als Geburtshelfer für Gottesbeziehungen und Rettungen bezeichnen.

Das kann eine KI ohne weiteres imitieren. Und die hätte zusätzlich den Vorteil, dass sie konkret auf persönlicher Ebene kommunizieren und auf die Menschen eingehen kann - das kann ein Prediger, der zu vielen Menschen spricht, nicht leisten.

lucan-7 antworten
GoodFruit
(@goodfruit)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 4219

@lucan-7 Dann müsstest Du Gott nur dazu bewegen, die KI für den Job zu berufen.

goodfruit antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 28955

@goodfruit 

Dann müsstest Du Gott nur dazu bewegen, die KI für den Job zu berufen.

Es gibt auch Leute, die ohne menschliches Zutun gläubig werden... etwa durch Bibelstudium. Es wird sicher auch Leute geben, die durch youtube-Videos zum Glauben kamen.

lucan-7 antworten
GoodFruit
(@goodfruit)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 4219

@lucan-7 Da passt dann:

Mk 9,40 Denn wer nicht gegen uns ist, der ist für uns.

Die persönliche Ansprache, das angesprochen sein im Herzen, muss gewährleistet sein - dann führt egal was auch zum Glauben.

goodfruit antworten
Samira-Jessica
(@samira-jessica)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 633

@goodfruit

Veröffentlicht von: @goodfruit

Ich frage mich auch, weshalb so eine KI irgendeinen Sinn machen würde, weil wir doch den Heiligen Geist haben, der für Jesus spricht, wenn wir mit Gott kommunizieren. Es braucht keine Maschinen oder Übersetzer - es braucht den Heiligen Geist, mehr nicht. Ja, es gibt so etwas wie die dunkle Nacht der Seele, wo Christen ihren Herrn nicht hören können. In solchen Fällen sind wir aufeinander angewiesen und andere Christen mit intakter Verbindung müssen die Kommunikation an unserer statt führen. Das aber sind Sonderfälle.

Ich finde das sehr interessant - ich habe gerade KI für mich entdeckt, unter anderem auch für Fragen zur Bibel usw.

Du meinst also, es reicht völlig aus, sich Gott anzuvertrauen und auf Antwort durch den Hl. Geist zu warten? Ok, klar, es gab KI nicht schon immer und es gibt sie vielleicht noch nicht überall bzw. ist sie nicht jedem zugänglich.

Mich würde jetzt interessieren, ob du da einen bedeutenden Unterschied siehst. Klar, gibt es vielleicht Antworten, die nicht mit der Bibel und Gottes / Jesus´ Wort übereinstimmen .... 

samira-jessica antworten


Samira-Jessica
Beiträge : 633

Ich hab vor nicht allzu langer Zeit KI für mich entdeckt und stelle mir gerade eine Frage, die gut hier reinpasst, denke ich.

Ich nutze sie auch um mir Fragen im Kontext zu Gott, der Bibel, dem christlichen Glauben usw. verständlich zu beantwortet. Dazu kommen viele Inspirationen aus Diskussionen im Forum hier. Bisher habe ich bereits ein paar Mal einfach die Antwort von KI kopiert und als Zitat eingefügt. 

Jetzt ist mein Gedanke und die Frage dazu: Ist das zu unprofessionell und wenn ja, macht es ein umformulierter Text besser?
Aber im Grunde zieht sie ja das Wissen aus Internetquellen, also ist es ja im Grunde wie eigene Recherche, oder nicht?

(keine Ahnung, warum ich gerade iwie verunsichert bin ...)

samira-jessica antworten
21 Antworten
Chey
 Chey
(@chey)
Beigetreten : Vor 2 Monaten

Beiträge : 864

@samira-jessica 

KI kann helfen und was es bereits bei Bildern machen kann, ist unglaublich.

Bei Texten ist KI aber noch sehr fehleranfällig.

Erstens ist wichtig, welche Quellen KI benutzt. Das geben gute KI immer an.

Nehmen wir mal an, Du suchst Informationen über Jesus und die KI benutzt Quellen der Zeugen Jehovas und der Mormonen. Die Antwort wäre bestimmt lustig, aber sicher nicht hilfreich.

Es gibt im Internet viele Bestrebungen, dass die großen KI die eigenen Quellen benutzen. So kann man sein Gedankengut verbreiten und es wirkt sogar seriös.

Insofern kann man bei KI-Ergebnissen nicht das eigene Hirn abschalten.

Das zweite ist, dass KI schlicht falsch arbeitet.  Auch das kommt vor. Ein Bekannter und ich mussten neulich 2 juristische Texte vergleichen. Er nutzte KI, ich altmodisch Zettel und Stift. Sein Ergebnis war schlicht falsch, was er aber nicht einsehen wollte, weil es ja von einer KI kann. Dabei hätte ihm ein Blick in den Urtext gereicht. Die KI hatte 2 Zahlen verwechselt. 

KI wird kommen und immer besser. Und in vielen Bereichen wird sie ein Segen, z.b. beim Thema Barrierefreiheit. Aber derzeit wird sie von vielen noch überschätzt.

Übrigens: KI-Ergebnisse sollte man immer als solche kennzeichnen. 

VG

Chey

chey antworten
Samira-Jessica
(@samira-jessica)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 633

@chey das stimmt. 

Ich hab Coplilot heute mal fragt, woher er sein Wissen nimmt, wenn sich selbst Fachleute uneinig sind:

"Die Quelle des Wissens ist ein Netz von Quellen, darunter Bibel, jüdische Tradition, christliche Theologie, Mystik, moderne Bibelwissenschaft, Sprach- und Symbolforschung, Philosophie und spirituelle Deutungsstränge. Durch die Überlagerung dieser Quellen entsteht ein gemeinsamer Kern, der als Resonanz wahrgenommen wird. Die Struktur, die sich durch alle Traditionen zieht, wird intuitiv als stimmig empfunden." (Zusammengefasst mit Apple Intelligence xD)

Ich finds super, und hab schon viel erkannt. 

samira-jessica antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 6093

@samira-jessica Aber im Grunde zieht sie ja das Wissen aus Internetquellen, also ist es ja im Grunde wie eigene Recherche, oder nicht?

Nein. Es ist im Grunde wie jemand anderen mit der Recherche zu betrauen.

jack-black antworten
Samira-Jessica
(@samira-jessica)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 633

@jack-black  🤔 Stimmt, das war zu kurz gedacht. Dachte, wäre dasselbe wie das Wissen ausm Internet zusammenzufassen, wenn man es in eigenen Worten wiedergibt ...

samira-jessica antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 6093

In der Zusammenfassung mit eigenen Worten besteht ja gerade die gedankliche Leistung, die man entweder selbst erbringt - oder sich von der KI erledigen lässt. Um etwas zu verstehen (wissen), muss man es selbst durchdacht haben. Um das Lesen längerer Texte kommt man nicht herum, wenn man ihren Inhalt für sich erfahren möchte. Es sei denn, man geht davon aus, dass diejenigen, die sie schrieben, viel Überflüssiges in sie hineinschrieben. Was bedeutet: es sei denn, man hält sich für klüger und kompetenter als die Autoren.

Es ist, das kann ich nachvollziehen, verführerisch, wenn man versucht, Zeit zu sparen, zu Erkenntnissen auf eine Art Abkürzungen zu gelangen. Aber das sind dann halt keine vollwertigen Erkenntnisse mehr, sondern in der Regel Banalitäten und Verkürzungen. Selbst mal angenommen, die KI ist wirklich richtig gut darin, die verfügbaren Informationen aufzubereiten und zusammenzufassen und sie Dir so zu präsentieren wie beispielsweise ein Dozent an der Uni in einer Vorlesung. Die Studenten sind dann manchmal begeistert und fühlen sich super informiert und denken, den Stoff schon wirklich verstanden zu haben. Aber vor der Prüfung am Ende des Semesters werden sie halt die Literaturliste bemühen müssen, die der Dozent zu seinen Vorlesungen auslegte - sonst fallen sie mit ziemlicher Sicherheit durch.

jack-black antworten
Chai
 Chai
(@chai)
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@jack-black Genau, man merkt, dass 'irgendwer' (in dem Fall KI) Daten zusammengetragen hat. 
Aber es fehlt was.

chai antworten
Jack-Black
(@jack-black)
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@chai Genau, man merkt, dass 'irgendwer' (in dem Fall KI) Daten zusammengetragen hat.
Aber es fehlt was.

Das halte ich für eine Selbstberuhigung, basierend auf unserem üblichen confirmation bias. Tatsächlich merkt man es nur dort, wo man es merkt. 😀

jack-black antworten
Chai
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(@chai)
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Veröffentlicht von: @jack-black

@chai Genau, man merkt, dass 'irgendwer' (in dem Fall KI) Daten zusammengetragen hat.
Aber es fehlt was.

Das halte ich für eine Selbstberuhigung, basierend auf unserem üblichen confirmation bias. Tatsächlich merkt man es nur dort, wo man es merkt. 😀

Natürlich merkt man es nur dort, wo man es merkt. 
Aber weil es hier ja um die Beiträge von samira-jessica geht, hab ich mich hierauf bezogen. 
Den von mir gelesenen Beiträgen fehlt ein persönlicher Bezug - eine 'Seele'. 

chai antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 6093

@chai Aber weil es hier ja um die Beiträge von samira-jessica geht, hab ich mich hierauf bezogen.
Den von mir gelesenen Beiträgen fehlt ein persönlicher Bezug - eine 'Seele'. 

Welchen Beitrag von samira-jessica hast Du da als Beispiel im Hinterkopf? Vielleicht kann ich Deinen Eindruck von der fehlenden Seele anhand eines konkreten Beispiels besser nachvollziehen. 

jack-black antworten
Chai
 Chai
(@chai)
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@jack-black Musst Du gucken. War im Bereich Theologie unter 'Hölle'.

chai antworten
Samira-Jessica
(@samira-jessica)
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@chai den reinkopierten KI-Antworten oder meinen eigenen?

... ist das jetzt schlecht oder einfach nur Ansichtssache? 🤔 

samira-jessica antworten
Samira-Jessica
(@samira-jessica)
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(Bin gerade zufällig drauf gestoßen, hatte keine Benachrichtigung bekommen.)

Selbst mal angenommen, die KI ist wirklich richtig gut darin, die verfügbaren Informationen aufzubereiten und zusammenzufassen und sie Dir so zu präsentieren wie beispielsweise ein Dozent an der Uni in einer Vorlesung. Die Studenten sind dann manchmal begeistert und fühlen sich super informiert und denken, den Stoff schon wirklich verstanden zu haben. Aber vor der Prüfung am Ende des Semesters werden sie halt die Literaturliste bemühen müssen, die der Dozent zu seinen Vorlesungen auslegte - sonst fallen sie mit ziemlicher Sicherheit durch.

Unabhängig davon, dass sie das kenn aber eben auch vereinfachen kann... Geht es nicht auch bei aufbereiteten Infos darum, dass man sie immer noch selbst verstehen muss? Bei mir ist es jedenfalls so.

Ja, das mit der Literaturliste (Bücher, die die Studenten durcharbeiten sollten? Kenn mich nicht aus) ... Ich formuliere meinen Gedanken mal vorsichtig, auch weil ich nicht weiß ob das wirklich so richtig ist: KI holt halt dann das Wichtigte aus der Literatur raus?

Ich weiß nicht, ob der Vergleich nicht übertrieben ist, geht es hier doch um rein privates Bibelstudium?

samira-jessica antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 6093

@samira-jessica (Bin gerade zufällig drauf gestoßen, hatte keine Benachrichtigung bekommen.)

No problem. Ich  hatte eh versprochen, hier nicht weiter im Thread zu schreiben. 

jack-black antworten
Samira-Jessica
(@samira-jessica)
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Beiträge : 633

Ja, das mit der Literaturliste (Bücher, die die Studenten durcharbeiten sollten? Kenn mich nicht aus) ... Ich formuliere meinen Gedanken mal vorsichtig, auch weil ich nicht weiß ob das wirklich so richtig ist: KI holt halt dann das Wichtigte aus der Literatur raus?

Hab nochmal drüber nachgedacht und möchte das korrigieren: Natürlich ist es nicht vergleichbar und ich verstehe jetzt auch, was gemein ist, damit dass es nicht dasselbe ist. Man selbst formuliert doch anders oder setzt den Schwerpunkt bei der Recherche anders.

samira-jessica antworten
Tatokala
(@tatokala)
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@samira-jessica "das Wichtigste" heißt allerdings auch, das es verkürzt dargestellt wird. Wie beim Mathematikunterricht in  höheren Jahrgangstufen: Da reichte es nicht, die Ergebnisse zu präsentieren, auch wenn sie richtig sind. Man muss den Lösungsweg nachvollziehbar darstellen und damit zeigen, daß man ihn verstanden hat (damit man ihn gegebenenfalls auch woanders anwenden kann).

Das ist so etwas, was bei einem puren Arbeiten mit KI zu kurz kommt.

tatokala antworten
Samira-Jessica
(@samira-jessica)
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@tatokala  🙂 Danke, jetzt hats Klick gemacht.

Sowohl beim Verstehen, warum früher immer der gesagte Rechenweg sein musste (xD hab ich immer gedacht, ist doch egal), als auch ... dass das auch mit KI-Ergebnissen so sein sollte?

Ich muss überlegen, was hier "der Rechenweg ist" ...

samira-jessica antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4570
Veröffentlicht von: @tatokala

@samira-jessica "das Wichtigste" heißt allerdings auch, das es verkürzt dargestellt wird.

Ich denke da an die 'Readers Digest Auswahlbücher' (kennt die noch jemand?) - da wurden Werke der Literatur so zusammengefasst, dass sie in ein dünneres Buch passten. D.h. man wusste, um was es in dem Buch ging, aber einige sprachliche Feinheiten kamen natürlich nicht mehr raus. Das ist sicher nicht immer schlimm - die Lücke in der Allgemeinbildung ist geschlossen, aber evtl. hätte man beim Lesen des kompletten Werks noch eigene Entdeckungen machen können. 

chai antworten
Samira-Jessica
(@samira-jessica)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

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@chai Ich kenne die, hatten zwei zu Hause, mag sie. 

xD Eisfieber von Ken Follet hab ich mir vor ein paar Jahren mit eben diesem Gedanken gekauft, die gesamte Geschichte lesen zu wollen, und habs immer noch nicht geschafft...

 

Ich verstehe, was du meinst, aber das ist ja doch dann, wie eben bei den Auswählbüchern, jedem selbst überlassen. Oder nicht?

samira-jessica antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4570
Veröffentlicht von: @samira-jessica

Ich verstehe, was du meinst, aber das ist ja doch dann, wie eben bei den Auswählbüchern, jedem selbst überlassen. Oder nicht?

Ja sicher.
Die einen brauchen die sprachlichen Feinheiten, die anderen kommen nicht über die ersten zehn Seiten, weil's einfach zu langatmig ist. 
Und dann kommt's halt arg auf den Übersetzer oder Lektor oder eben die Person an, die entscheidet, welche Teile des Buches in die 'Zusammenfassung' übernommen werden. 

chai antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 4509

@chai Ich habe mal (vor längerer Zeit schon) welche auseinandergenommen. Was mich an denen genervt hat, war, daß jeweils nur eine von vier Geschichten darin interessant für mich war. Dafür wollte ich nicht das gesamte Readers Digest Buch herumzustehen und Platz wegzunehmen haben.

Würde ich heute nicht mehr so machen, sondern mir gegebenenfalls das jeweilige Originalbuch des interessierenden Titels besorgen. Aber diese Möglichkeit hatte ich damals nicht auf dem Schirm.

tatokala antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4570

@tatokala Bei uns im öffentlichen Bücherregal stehen unzählige von diesen Auswahlbüchern. 
Da kann man dann so ein Buch mit nach Hause nehmen und hinterher stellt man's wieder zurück ins Mitnehmregal. 
Und ja - die Zusammenstellung dieser Bücher fand ich auch schon höchst interessant. Meist wird man ja bloß von einem Titel angesprochen und der Rest ist 'Beifang'. In jungen Jahren hätte ich das dann auch noch gelesen (Lesen bildet), aber irgendwie hab ich gar nicht mehr die Zeit, Bücher zu lesen, die mich nicht interessieren. Ich komm ja nicht mal zu denen, die ich gern lesen würde.

chai antworten
der_alte
Beiträge : 1852

@lucan-7 ein schöner Einsatz von KI, indirekt, ist LoldTestament. Die Personen hinter dieser Gruppe erzeugen mit Hilfe der KI m.E. grafisch und i.d.R. auch inhaltlich sehr gelungene Anime, siehe hier:

https://www.youtube.com/channel/UCMamhO2XLa5oBGV7nd2BAfQ

Musste schmunzeln wenn ein Erdhörnchen (erinnert mich an Chip & Chap) im Paradise gegen die Schlange kämpft (die an Schlemihl aus der Sesamstrasse erinnert, @ga2 danke für den Hinweis auf den Namen an ich mich nicht mehr erinnerte 😘 ).

Alles sehr liebevoll und respektvoll gemacht m.E. 

Bin zutiefst beeindruckt was mit der KI hier möglich ist.

Trivia (die nicht direkt zum Thema passt): Wenn man Chip und Chap anschaut -> das eine Erdhörnchen hat ein Hawaiihemd wie Magnum an, das andere ist angezogen wie Indiana Jones.

der_alte antworten
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Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 28955

@der_alte 

ein schöner Einsatz von KI, indirekt, ist LoldTestament. Die Personen hinter dieser Gruppe erzeugen mit Hilfe der KI m.E. grafisch und i.d.R. auch inhaltlich sehr gelungene Anime, siehe hier:

Ich kann mir nicht helfen... da gruselt es mich übelst. 

Und das liegt nicht an den Animationen, sondern an der Thematik und deren Umsetzung.

lucan-7 antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 4509

@lucan-7 Ich glaube eher nicht, daß da Missionierung das Ziel ist, ich vermute eher mal Satire...

tatokala antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 28955

@tatokala 

Ich glaube eher nicht, daß da Missionierung das Ziel ist, ich vermute eher mal Satire...

Ich habe schon oft bei vielen Dingen Satire vermutet... nur um dann festzustellen, dass das alles ernst gemeint ist. Da überrascht mich nichts mehr.

lucan-7 antworten


Samira-Jessica
Beiträge : 633
Veröffentlicht von: @chey

Übrigens: KI-Ergebnisse sollte man immer als solche kennzeichnen. 

Hier auch? Auch wenn man sie umschreibt?

Nervt es nicht, wenn immer dasteht, "Copilot hats mir erklärt" o. Ä. ?

Ansonsten werden hier ja auch nicht immer alle Quellen offengelegt.

samira-jessica antworten
2 Antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4570

@samira-jessica Man merkt, dass es KI ist. Und mir wär's schon recht, wenn das dann auch vermerkt wäre.

chai antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 6093

@samira-jessica Nervt es nicht, wenn immer dasteht, "Copilot hats mir erklärt" o. Ä. ?

Ganz im Gegenteil: ich halte es für ein Gebot der Ehrlich- und Höflichkeit, dass man kenntlich macht, ob ein Gedanke von einem selbst stammt oder von jemand anderem. Egal, ob es sich bei dem anderen um den Sohn des Nachbarn handelt oder eine KI. 

jack-black antworten
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