Vielleicht sollten wir wieder strenger werden....
....und mehr auf Moral achten.
Aber nicht auf Sexualkrampf, nicht auf Jungfräulichkeitskult (Wo war früher die Willkommenskultur für werdendes Leben, wenn die Mutter nicht verheiratet war? Sowas von nicht vorhanden.), nicht auf Unterleibsfixierung.
Sondern auf Anstand, Menschenwürde und Lebensschutz. Also nicht einfach nur gegen Abtreibungen sein, sondern wirklich alles Leben schützen wollen.
Von Laschet ging quer durch die Medien: er ist römisch-katholisch, befördert sogar einen Opus Dei-Mann zum Staatssekretär, usw.
Und was macht er gerade? Feixt und grinst hinter Steinmeier, der gerade den betroffenen der Hochwasserkatastrophe sein Mitgefühl ausdrückt.
Und hat zum Thema Klimaschutz nur zu sagen: "junge Frau, nur weil heute so ein Tag ist, ändert man nicht die Politik!" Aha, die Katastrophe, wo es noch immer viele Vermisste gibt, wo unzählige Menschen jetzt vor dem Nichts stehen, und schwer traumatisiert sind, ist einfach "so ein Tag". Hach, manchmal ist die Kaffeemaschine verstopft und der Bus hat Verspätung, das kennt man ja.
Was für ein Bild gibt so jemand nicht nur von sich als Kanzlerkandidat, sondern auch als Christ ab, was bleibt da zum Thema Christentum in der Öffentlichkeit hängen?
Was gibt es überhaupt für ein Bild ab, wenn diese Partei sich "christlich"-demokratische Union nennt, aber in ihrem Wahlprogramm die besserverdienenden begünstigt, für Arme und für Klimaschutz aber nicht viel übrig hat?
Das Problem mangelnder Moral hat das Christentum schon seit Jahrhunderten.
Während man gleichzeitig extrem sexualfixiert war und einem jungfräulichkeitskult gefrönt hat.
Über Jahrhunderte durften die Fürsten mit ihren Untertanen machen was sie wollten, durften sie in sinnlosen Kriegen abschlachten lassen. Erst die Arbeiter die die Maschinen stillstehen lassen konnten, konnten ihre Rechte durchsetzen. Kein Wunder daß die europäischen Kolonialherren unglaublich brutal zu den Einheimischen in den Kolonien waren: Im Absolutismus waren sie für ihre Fürsten ja selbst nur "Material".
Jesus hat sich für Frauen eingesetzt, hat Frauen den Männern gleichberechtigt behandelt, hat seine Lehren den Frauen genauso zugänglich gemacht wie den Männern (damals unerhört, schließlich galten Frauen als geistig minderbemittelt) und hat eine Frau seine Auferstehung verkünden lassen. Aber im "christlichen Abendland war die Frau bis weit ins 20. Jahrhundert rein nichts. Es mussten 2 Weltkriege und die Pille kommen bis Frauen am Erwerbsleben und an der Macht in der Welt teilhaben konnten, so daß nicht immer nur Männer über Frauen bestimmen, sondern Frauen endlich die Welt mitgestalten konnten. Auch ein Papst Wojtywa hat in "Mulieris Dignitatis" blumiges Wischiwaschizeugs über "Würde der Frau" verzapft, sich aber ansonsten eisern gegen Frauenrechte gestemmt.
Und von Christentum und Umweltschutz rede ich lieber erst garnicht.
Genauso wie von Christentum und Kolonialismus.
Bei gleichzeitiger sexueller Verkrampftheit, Dauerthemen Homosexualität, Selbstbefriedigung, und vor allem vorehelicher Geschlechtsverkehr der Frau, sah es mit Moral im Christentum über lange Jahrhunderte traurig aus. Lasch und fahrlässig.
Und den Eindruck habe ich auch, wenn ein Laschet solche Bolzen raushaut und sich noch "Christ" nennt, wenn ein Merz eiskalt brutalokapitalistisch ohne Mitgefühl ist und sich als "christlich" bezeichnet.
Man kann verschiedener Meinung sein, welche Liturgie man lieber mag. Das ist Geschmacksfrage. Oder ob man das kirchliche Leben lieber so oder so organisiert haben will. Es wird und muss verschiedene christliche Richtungen geben, die friedlich nebeneinander koexistieren, damit Menschen unterschiedlicher Prägung sich wohlfühlen können.
Aber auf einen moralischen Grundkodex sollten wir Christen und überkonfessionell einigen. Und der sollte verbindlich sein.
Nur eben nicht mehr Sexualkrampf und Jungfräulichkeitskult.
Sondern so Fragen wie: Wie hat man sich als Christ zu verhalten, wenn man in öffentliche Ämter kommt? Welches Maß an Konsum ist angemessen, ab wann überzieht man die Ressourcen? Usw.
Hallo,
Veröffentlicht von: @blackholeVon Laschet ging quer durch die Medien: er ist römisch-katholisch, befördert sogar einen Opus Dei-Mann zum Staatssekretär, usw.
Und was macht er gerade? Feixt und grinst hinter Steinmeier, der gerade den betroffenen der Hochwasserkatastrophe sein Mitgefühl ausdrückt.
Du hast aber schon mitbekommen, dass er sich sehr ausführlich entschuldigt hat, dass sein Aussetzer einer Unterhaltung, die er gerade geführt hat, entsprungen war und nichts mit der Rede von Steinmeier zu tun hatte?
Man muss den Mann nun wirklich nicht dafür jetzt an den Ohren durch den Dreck ziehen. Ich finde es nicht in Ordnung, ihn jetzt für einen Fehler als Kanzlerkandidat grundsätzlich in Frage zu stellen und so ein Faß aufzumachen.
Er ist sofort an den Ort der Katastrophe gereist, er hat sich mit Betroffenen lange unterhalten, er hat zügige und unbürokratische Hilfe zugesagt und sich bis auf diesen einen Fehler so verhalten, wie man es von einem Landesvorsitzenden erwarten kann.
Veröffentlicht von: @blackholeDas Problem mangelnder Moral hat das Christentum schon seit Jahrhunderten.
Während man gleichzeitig extrem sexualfixiert war und einem jungfräulichkeitskult gefrönt hat.
Was hat jetzt Armin Laschets Verhalten auf einmal mit Sexualifixierung zu tun? Du kannst doch nicht alle Themen, die mit Moral zu tun haben mit Laschet in einem Topf werfen und drauf rumschlagen?
Ich kann verstehen, dass Du als Betroffene der Katastrophe fertig und überfordert ist, das ist ja auch in anderen Threads rausgekommen, aber das in der Form hier zu verarbeiten finde ich nicht gut.
Grüsse und alles Gute Euch,
Tris
Veröffentlicht von: @tristesseVeröffentlicht von: @blackholeVon Laschet ging quer durch die Medien: er ist römisch-katholisch, befördert sogar einen Opus Dei-Mann zum Staatssekretär, usw.
Und was macht er gerade? Feixt und grinst hinter Steinmeier, der gerade den betroffenen der Hochwasserkatastrophe sein Mitgefühl ausdrückt.Du hast aber schon mitbekommen, dass er sich sehr ausführlich entschuldigt hat, dass sein Aussetzer einer Unterhaltung, die er gerade geführt hat, entsprungen war und nichts mit der Rede von Steinmeier zu tun hatte?
Bei der Szene ist es nicht mit einer knappen Entschuldigung getan. Er hat nicht vor Anspannung in der Nase gebohrt oder sich an den Eiern gekratzt wie Jogi Löw, ihm ist kein kurzes Lachen entkommen, er hat nicht mit seinem Stab weiterdiskutiert, alles Dinge die passieren können wenn einem nicht bewusst ist, daß man im Blickfeld einer Kamera ist. Er hat hemmungslos herumgealbert, als ob er auf einer Geburtstagsfeier und nicht in einem Katastrophengebiet wäre. Und damit unterstrichen was die Katastrophe für ihn ist: So ein Tag halt.
Nein, das war kein kleiner Fehler.
Schnelle unbürokratische Hilfe zusagen gehört mittlerweile auch zum Standardrepertoire der Politiker. Auch Besuche in den Krisengebieten.
Gelernte Floskeln abspulen, wie eben die schnelle unbürokratische Hilfe, wischt noch lange nicht den Eindruck weg den er gezeigt hat, als ihm nicht klar war daß er gefilmt wird.
Veröffentlicht von: @tristesseIch kann verstehen, dass Du als Betroffene der Katastrophe fertig und überfordert ist, das ist ja auch in anderen Threads rausgekommen, aber das in der Form hier zu verarbeiten finde ich nicht gut.
Ich bin keine Betroffene, ich warte nur dringend darauf, daß sich die überregionale Koordination mal einigen kann.
Und vor allem bin ich bei weitem nicht die einzige, die Herrn Laschets Benehmen sprachlos macht.
Man muss auch kein naher Angehöriger eines Verstorbenen sein um entsetzt zu sein, wenn jemand auf einer Beerdigung herumblödelt.
Veröffentlicht von: @blackholeBei der Szene ist es nicht mit einer knappen Entschuldigung getan.
Hast Du sie gehört? Ab wann ist denn für Dich eine Entschuldigung "richtig"?
Seit wann sind wir so unbarmherzig, dass wir eine Entschuldigung abtun?
Veröffentlicht von: @blackholeEr hat hemmungslos herumgealbert, als ob er auf einer Geburtstagsfeier und nicht in einem Katastrophengebiet wäre. Und damit unterstrichen was die Katastrophe für ihn ist: So ein Tag halt.
Nein, das war kein kleiner Fehler.
Gut, meine Argumentation kommt scheinbar nicht an und wenn Du ihm das übelnehmen und dann so ein allgemeines Faß aufmachen musst, dann mach das.
Veröffentlicht von: @blackholeUnd vor allem bin ich bei weitem nicht die einzige, die Herrn Laschets Benehmen sprachlos macht.
Ich hab wenig Verständnis für die Gier der User sozialer Medien wie Twitter und Insta, die mit Genuß jemanden, der sich daneben benommen hat, wie eine Kuh durchs Dorf streibt.
Damit ist für mich an sich das auch schon beendet hier, ich kann zu einer Mässigung gerade nicht beitragen.
Alles Gute Dir.
Tris
In einem Moment wo er sich nicht beobachtet fühlte, hat Laschet mehr über seine innere Haltung verraten als ihm lieb ist.
Einer Haltung, die er eigentlich bereits mit "so ein Tag halt" deutlich gemacht hatte.
Ein Politiker kann meinetwegen auf dem G7-Gipfel versehentlich furzen. Kleiner Fauxpas, nicht weiter schlimm.
Von mir aus hätte der Laschet hinten in der Nase bohren können, oder mit seinem Stab diskutieren können.
Aber er hat herumgeblödelt wie auf einer Geburtstagsparty.
Und jetzt stell dir mal vor, wenn das die Einsatzkräfte machen. Vielleicht auch ich, wenn es für unseren Ortsverband doch noch losgeht. Was würdest du von mir denken, wenn ich im Einsatzgebiet dann erstmal herumalbere und herumblödele, Witze mache und anderen die Zunge herausstrecke, wenn da Anwohner sind, die vielleicht alles verloren haben, evtl. auch Angehörige oder Freunde?
Und ein paar Floskeln retten da auch nichts.
Veröffentlicht von: @blackholeIn einem Moment wo er sich nicht beobachtet fühlte, hat Laschet mehr über seine innere Haltung verraten als ihm lieb ist.
Hast Du ihn denn gefragt, wie es dazu gekommen ist?
Veröffentlicht von: @blackholeEiner Haltung, die er eigentlich bereits mit "so ein Tag halt" deutlich gemacht hatte.
Interpretation. Ich tu mich schwer mit solchen Verurteilungen aus einem Moment heraus, den man nur von außen kurz beobachtet.
Veröffentlicht von: @blackholeAber er hat herumgeblödelt wie auf einer Geburtstagsparty.
Er hat ja erklärt, wie es dazu gekommen ist. Ich finde es auch nicht gut, aber meiner Meinung nach wird sein Verhalten viel zu aufgeblasen.
Veröffentlicht von: @blackholeWas würdest du von mir denken, wenn ich im Einsatzgebiet dann erstmal herumalbere und herumblödele, Witze mache und anderen die Zunge herausstrecke, wenn da Anwohner sind, die vielleicht alles verloren haben, evtl. auch Angehörige oder Freunde?
Ich würde jedenfalls hingehen und fragen, anstatt hinter seinem Rücken einen Shitstorm loszutreten und das Ganze im Internet künstlich aufzubauschen.
Machst du mir bitte einen Termin mit Herrn Laschet aus?
Das Verhalten von denjenigen die unsere Gesetze schreiben, die unsere Steuergelder verwalten, die Straftäter begnadigen dürfen aber selbst vor Strafverfolgung immun sind, die in unser aller Namen verträge abschließen, auch internationale, öffentlich zu beurteilen, steht uns allen zu. Insbesondere, weil nicht jeder einzelne Bürger in den Terminplan eines Ministerpräsidenten passt. Direkte Begegnungen sind selten möglich. Manche haben Twitter-Accounts, aber es ist eine gute Frage, wieviele von den hunderten Kommentaren da sie wirklich lesen können.
Wir müssen uns sicher sein, daß diejenigen die so viel Macht haben, auch entsprechend moralisch gefestigt sind.
Es ist durchaus üblich daß sich nach einer Beerdigung, wenn sich die Trauergesellschaft zum Essen versammelt hat, die Stimmung auflockert. Daß auch Witze gemacht werden und gelacht wird.
Aber nicht gerade mal 48 Stunden nach der Katastrophe, während noch immer weitere Tote gezählt werden, ganz viele Menschen ihre Häuser verloren haben, andere vor Renovierungen stehen die sie ruinieren werden, und noch mehr zu befürchten ist, weil einige Dämme und Talsperren angeschlagen sind.
Über die Ahr steht kaum noch eine funktionierende Brücke.
Wenn man da nicht ergriffen ist, sondern einen auf rheinische Frohnatur macht wie beim Karneval, sagt man damit: Eigentlich interessiert mich das alles nicht!
Veröffentlicht von: @blackholeMachst du mir bitte einen Termin mit Herrn Laschet aus?
Bin ich seine Sekretärin 🤨
Du kannst aber um fünf vor acht heute abend den WDR einschalten und Dir anhören, was er zum Thema zu sagen hat. Bisher wird er ja wie die Sau durchs Dorf getrieben und hat sich dazu nicht wirklich ausführlich äußern können.
Veröffentlicht von: @blackholeDas Verhalten von denjenigen die unsere Gesetze schreiben, die unsere Steuergelder verwalten, die Straftäter begnadigen dürfen aber selbst vor Strafverfolgung immun sind, die in unser aller Namen verträge abschließen, auch internationale, öffentlich zu beurteilen, steht uns allen zu.
Aber nicht nach einem 10 sekündigen Video.
Ich persönlich finde diese Art der "Beurteilung" kontraproduktiv und widerwärtig.
Veröffentlicht von: @blackholeWenn man da nicht ergriffen ist, sondern einen auf rheinische Frohnatur macht wie beim Karneval, sagt man damit: Eigentlich interessiert mich das alles nicht!
Was maßt Du Dich an, für andere zu entscheiden, wie sie mit einer Extremsituation umgehen?! Jeder kanalisiert das anders und geht damit anders um.
Und dann von Laschet auf die Sexualmoral der katholischen Kriche und den Würdeträgern zu kommen geht meiner Meinung nach gar nicht. Das eine kann man mit dem anderen überhaupt nicht gleichsetzen.
Aber was red ich.
Ich lass es jetzt.
Kann man so stehen lassen und ableiten wenn man möchte.
Ich meine umgekehrt leite ich ja auch einiges von diversen SPD Mitgliedern oder manchen Grünen ab. Nur sind diese Dinge natürlich Gott sei Dank nicht von Katastrophen begleitet gewesen wie das hier
hey , du bist ja voller Emotionen?! Sonst so abweisend cool.
Hast ja Recht. Ist von den Medien nicht ganz ok so rüber gekommen.
Aber solch ein selten dämliches lachen zur falschen Zeit?,...als Kanzler??
da ist ´halt nur noch die Baerbock mit dem Kleinkindchenschema besser 😊
Veröffentlicht von: @blackholeon Laschet ging quer durch die Medien: er ist römisch-katholisch, befördert sogar einen Opus Dei-Mann zum Staatssekretär, usw.
Und was macht er gerade? Feixt und grinst hinter Steinmeier, der gerade den betroffenen der Hochwasserkatastrophe sein Mitgefühl ausdrückt.
Nun, das ist doch sehr christlich!
1.Thessalonicher 5,16:
16 Freut euch allezeit,
OK, wir finden auch:
Römer 12,15
15 Freut euch mit den Fröhlichen, weint mit den Weinenden.
Aber hat Laschet das nicht getan? Wenn ich es richtig sehe, dann war er da unter fröhlichen Menschen und hat nur ihren Gemütszustand gepiegelt.
Was ich nicht verstehe ist der Umstand, dass irgendwie wohl moralisch gefordert wird, entmutigt zu sein, wenn der Feind uns Entmutigung aufdrücken will. Sollte ein Christ tatsächlich moralisch gezwungen sein, dem Satan Raum zu geben und sich der Entmutigung hingeben? Für mich kann ich da sagen: Auf gar keinen Fall!
Wobei ich natürlich von Laschet erwartet hätte, dass er mitweint, wenn er in direktem Kontakt mit Menschen wäre, die schlimmes Leid durchstehen. Da gilt dann "weint mit den weinenden. Diesen direkten Konatk kann ich in der Szene aber nicht erkennen.
Veröffentlicht von: @blackholeDas Problem mangelnder Moral hat das Christentum schon seit Jahrhunderten.
Nun, das ist vor allem ein theologisches Problem, das auch mit den Machtansprüchen der Kirche selbst oder der Übernahme der Dienerschaft für die Mächtigen zu tun hat. Hier wurde nach meinem Eindruck viel an biblischen Inhalten verdreht und für diese Aufgabe nützlich gemacht.
Zum einen wurde da oft (grade im sexuellen Bereich) eine Sünderbild aufgebaut - und der Kern des Evangeliums: Die Auslöschung der Schuld durch das Blut Christi für alle, die diesen Bund angenommen haben - wurde verschwiegen, weil es den Sündendruck von den Menschen genommen hätte - und damit die erleichterte willkürliche Unterdrückung der Gläubigen. Das ist geistlicher Missbrauch!
Veröffentlicht von: @blackholeUnd den Eindruck habe ich auch, wenn ein Laschet solche Bolzen raushaut und sich noch "Christ" nennt, wenn ein Merz eiskalt brutalokapitalistisch ohne Mitgefühl ist und sich als "christlich" bezeichnet.
Nun, solchen Bewertungen möchte ich mich nicht anschließen. Zum einen wäre das in der Form für mich schon richtend, was nicht die Aufgabe eines Christen ist. Zum anderen denke ich, dass einer solchen Beurteilung eine umfassende Analyse vorangehen sollte, die aufrichtig und um Wahrheit bemüht mit den verwendeten Textstellen umgeht. Oft werden hier nur Pfele gesucht, die, wenn sie das gewünschte nicht hergeben, noch zurechtgeschliffen werden. Das ist klassischerweise ein Satansjob - nichts, was ich gutheißen würde.
Veröffentlicht von: @blackholeAber auf einen moralischen Grundkodex sollten wir Christen und überkonfessionell einigen.
Nun: werd katholisch und Du hast, was Du Dir wünscht. Denn genau dies ist der Anspruch der kathlischen Kirche.
Sei Dir aber bewußt, dass Du mit allgemeinen und verbindlichen Aussagen den Geist der Bibel tötest und Missbrauch Tür und Tor öffnest. Die Bibel ist das lebendige Wort Gottes. Es ist geschrieben um in das LEben des einzelnen Gläubigen hineinzusprechen und es ist der Heilige Geist, der die Gläubigen da ganz individuell anspricht.
Ein allgemein gültiger Moralkodex schafft auch eins: Eine Grundlage zum Verurteilen. Damit dient so ein Kodex ausschließlich Satan, der ja gerne verurteilt. Der Christ hat alles, was er braucht in der Bibel.
Veröffentlicht von: @blackholeSondern so Fragen wie: Wie hat man sich als Christ zu verhalten, wenn man in öffentliche Ämter kommt
Ein Christ zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass er frei ist und keinen Zwängen gehorchen muss!
Veröffentlicht von: @blackholeWelches Maß an Konsum ist angemessen, ab wann überzieht man die Ressourcen? Usw.
Ich sehe Deine reude an Gesetzen und an Grundlagen, Urteile zu fällen. Mensch Blackhole: Frei sein ist doch viel scöner! Und wenn Du frei bist und den Herrn angenommen hast, dann wird die Liebe und nicht die Gesetzlichkeit Dein Motor und Maßstab. Und aus dem heraus macht man dann immer alles richtig. Und mit der Friede Gottes im HErzen kann man auch fröhlich sein mitten im Leid.
Veröffentlicht von: @goodfruitAber hat Laschet das nicht getan? Wenn ich es richtig sehe, dann war er da unter fröhlichen Menschen und hat nur ihren Gemütszustand gepiegelt.
Nur war es eben keine Geburtstagsparty. Es war ein Termin im Katastrophengebiet. Und es war kein kurzes Lachen, es war ein hemmungsloses Herumblödeln.
Man stelle sich mal vor, die Einsatzkräfte würden sowas bringen...
Vor ein paar Jahren haben beim Moorbrand im Emsland die Anwohner die Einsatzkräfte von THW und Feuerwehr wirklich rührend versorgt. Obwohl es sie auch genervt haben muss, daß sie wochenlang Lärm von Einsatzfahrzeugen und Stromaggregaten um die Ohren hatten, dazu Dieselqualm.
Wäre auch noch jeden Abend Partylärm aus dem Bereitstellungsraum gedrungen, wäre die Stimmungslage eine andere gewesen.
Wer ein mit Macht verbundenes öffentliches Amt hat oder anstrebt und sich Christ nennt, der braucht dazu auch eine stimmige innere Haltung.
Die jedoch kann ich bei Laschet oder bei Merz nicht erkennen.
Jesus war zu kleinen Sündern nie streng, auch den Kollaborateur der sich selbst bereichert hat, hat er nicht verurteilt.
Aber Machthaber die ihre Macht missbraucht haben, zu denen war er streng, denen hat er das Gericht Gottes angedroht.
Jesus/Gott verlangt von uns höhere Maßstäbe, wenn wir eine mit Macht verbundene öffentliche Position haben wollen.
Veröffentlicht von: @goodfruitNun: werd katholisch und Du hast, was Du Dir wünscht. Denn genau dies ist der Anspruch der kathlischen Kirche.
Hättest du genau gelesen was ich geschrieben habe, wüsstest du daß ich sexuellen Rigorismus, ein Festhalten an der alten biologisch unsinnigen "Naturrechts"lehre ablehne.
Moral sind aber nicht nur Regeln, wann man seine Geschlechtsorgane in Betrieb nimmt. Moral ist eine generelle Haltung den Mitmenschen gegenüber, wie man seine Mitmenschen behandelt, heutzutage auch, wie man die Natur behandelt.
Zunehmend setzt sich beispielsweise die Erkenntnis durch, daß man Tiere nicht grausam behandel soll. Vor 100 Jahren war Frösche aufblasen noch ein kleiner Jungenstreich, nicht weiter schlimm.
Wenn einem Christ alles erlaubt ist was das staatliche Gesetz nicht verbietet oder was der Justiz egal ist, also wenn ein Christ auch Foltern und Töten darf, wie Mafiosi, oder wie die Militärdiktaturen Lateinamerikas, wie die Helfer des römisch-katholischen Diktators Diem in Vietnam: Wofür steht dann eigentlich Christentum, was bedeutet Christentum? Was bedeutet dieses komische alte Buch von vor 2000 Jahren, das Evangelium?
In den USA nennen sich viele "Christen", sind aber durch und durch Rassisten und Waffenfanatiker.
Viele Christen in den USA sind gleichzeitig gegen Abtreibung aber für Krieg.
Natürlich sind es bei weitem nicht alle Christen.
Aber diejenigen sind die lautesten.
Während diejenigen die andere moralische Maßstäbe haben, vernünftige, solche die darauf ausgerichtet sind, jeden mit jeder Hautfarbe als Mitmensch anzuerkennen und niemandem bewusst zu schaden, eher still sind. Was für ein Gesamtbild bleibt der Öffentlichkeit von Christentum in den USA übrig?
Leider nicht die lieben fleißigen US-Nonnen, die unbürokratisch helfen wo sie nur können.
Und angesichts der Tatsache wieviele Menschen in den USA erschossen werden, durchschnittlich ein "Mass Shooting" pro Tag, wäre das ein Beispiel, wo man meiner Meinung nach gern ein Urteil fällen darf und sagen darf: Nicht jede Haltung ist christlich und mit dem Evangelium vereinbar.
Veröffentlicht von: @blackholeAber Machthaber die ihre Macht missbraucht haben, zu denen war er streng, denen hat er das Gericht Gottes angedroht.
Du willst also jemanden Gottes Gericht bringen, weil er fröhlich war? Versuch das doch mal! Mal sehen, was Dir da aus dem Gerichtssaal Gottes entgegenkommt. Im günstigesten Fall würde ich da ein lautes aber gütiges Lachen erhöffen.
Veröffentlicht von: @blackholeJesus/Gott verlangt von uns höhere Maßstäbe, wenn wir eine mit Macht verbundene öffentliche Position haben wollen.
Verlang Jesus das von uns? Wo war Jesus je moralinsauer? Jesus war sauer - aus guten Gründen. Da ist er dann förmlich ausgeflippt. Aber nicht, weil Menschen fröhlich waren, sondern weil sie das, was heilige war, mit Schacherei befleckt haben.
Was ist heilig? Für mich gehört zur Heiligkeit immer auch Fröhlichkeit dazu. Diese bierernste Heiligkeit halte ich für ein Bild, das der Teufel gerne malt.
Veröffentlicht von: @blackholeHättest du genau gelesen was ich geschrieben habe, wüsstest du daß ich sexuellen Rigorismus, ein Festhalten an der alten biologisch unsinnigen "Naturrechts"lehre ablehne.
Aber Du forderst eine verbindliche Moral! Die hast Du in der katholischen Kirche und den Anspruch, allgemeingültige Aussagen für das Christentum zu machen hast Du dort auch.
Dir gefällt halt der Inhalt nicht - und den Inhalt scheinst Du Dir fernab von biblischen Inhalten zu wünschen. Was soll das? Du kannst gerne so eine Ethik aufstellen - aber bitte versuch nicht, die zu verallgemeinern. Solche diktatorischen Ansätze hat die Welt schon genug erlebt.
Veröffentlicht von: @blackholeZunehmend setzt sich beispielsweise die Erkenntnis durch, daß man Tiere nicht grausam behandel soll. Vor 100 Jahren war Frösche aufblasen noch ein kleiner Jungenstreich, nicht weiter schlimm.
Ja, die Moralvorstelllungen ändern sich. Das gibt uns kein Recht, Menschen vergangner Tage revisionistisch mit den neune Maßstäben zu beurteilen. Aber wir können uns natürlich überlegen, ob diese neuen Vorstellungen nicht viel besser sind - und das ist in diesem Beispiel sicher einfach - grad auch vor christlichem Hintergrund. Die Liebe zum Geschöpf und unsere Verantwortung diesbezüglich vor dem Schöpfer gibt uns da ein klares "Ja" zum "Nein" gegenüber solchem Verhalten.
Veröffentlicht von: @blackholeWenn einem Christ alles erlaubt ist was das staatliche Gesetz nicht verbietet oder was der Justiz egal ist, also wenn ein Christ auch Foltern und Töten darf, wie Mafiosi, oder wie die Militärdiktaturen Lateinamerikas, wie die Helfer des römisch-katholischen Diktators Diem in Vietnam: Wofür steht dann eigentlich Christentum, was bedeutet Christentum?
Nun, ich denke mal, das mafiösen Foltern und Töten in so ziemlich allen Staaten verboten sein wird. Damit ist es dann selbstverständlich auch für Christen verboten.
Wenn es dagegen erlaubt ist, dann kann sich ein Christ überlegen, ob er so einem Regime dienen will oder nicht.
Die Soldaten haben Jesus gefragt, wie sie sich verhalten sollen:
Lk 3:
12 Es kamen aber auch Zöllner, um sich taufen zu lassen, und sprachen zu ihm: Meister, was sollen denn wir tun? 13 Er sprach zu ihnen: Fordert nicht mehr, als euch vorgeschrieben ist! 14 Da fragten ihn auch Soldaten und sprachen: Was sollen denn wir tun? Und er sprach zu ihnen: Tut niemandem Gewalt noch Unrecht und lasst euch genügen an eurem Sold!
Ich habe da auch mal die Zöllner mit hieniengenommen, weil dies für mich Jesu Haltung noch einmal deutlicher macht. Jesus spricht sich nicht gegen Staatsgewalt (im Sinne von Autorität) aus. Aber er ruft dazu auf, innerhalb der Gesetze des Staates zu bleiben. Für die Soldaten hieß dies, dass sie nicht übergriffig werden sollten gegenüber die Zivilisten besiegter Mächte und das Plündern bleibenlassen sollten.
Veröffentlicht von: @blackholeIn den USA nennen sich viele "Christen", sind aber durch und durch Rassisten und Waffenfanatiker.
Viele Christen in den USA sind gleichzeitig gegen Abtreibung aber für Krieg.
Natürlich sind es bei weitem nicht alle Christen.
Ja, das ist ein interessantes Thema. Ich erinnere mich an eine Situation, wo ein amerikanisches Spezialkommando eine Gruppe Nonnen aus der Macht barbarischer Mächte befreit hat. Ganz ehrlich: in dem Moment war ich froh um die Existenz und das Können solcher Einheiten!
Andererseits sehen sich viele bewaffnete Christen als eine Art Arm Gottes und von dieser Position bringen sei eine Art Gericht. Ich glaube, dass ganz oft Gott so eine Hilfe nicht nötig hat. Wir können alles in die himmlischen Gerichtshöfe bringen und dann wird Gott im Falle eines Schuldspruchs und Umwilligkeit das Opfer Christi als Weg in die Freiheit anzunehmen, ein hartes Urteil vollstrecken können - auch ohne dass da eine Waffe zum Einsatz kommt.
Den Weg bevorzuge ich, weil er immer gerecht ist. Was weiß ich als kleiner Mensch denn, ob das, was ich für Unrecht halte, wirklich Unrecht ist. Oder ob diejenigen, die ich für böse halte, nicht manipulativ von ganz anderen Mächten im Hintergrund gesteuert werden, die eigentlich die Strafe bekommen sollten?
Veröffentlicht von: @blackholeWas für ein Gesamtbild bleibt der Öffentlichkeit von Christentum in den USA übrig?
Die einzige Gemeinde, zu der ich in den USA Kontakt habe, ist schwarz.
Veröffentlicht von: @blackholeUnd angesichts der Tatsache wieviele Menschen in den USA erschossen werden, durchschnittlich ein "Mass Shooting" pro Tag, wäre das ein Beispiel, wo man meiner Meinung nach gern ein Urteil fällen darf und sagen darf: Nicht jede Haltung ist christlich und mit dem Evangelium vereinbar.
Die kulturelle Bedeutung von Waffen in den USA ist speziell. Das hat sicher auch historische Gründe - tief im "wilden Westen" verwurzelt. Ich erinnere mich an eine liebe Kollegin aus den USA, von der mir später erzählt wurde, dass sie ettliche Waffen im Haus habe. Das machte sie sicher nicht zu einem schlimmen Menschen. Aber ich habe mich schon gefragt, warum sie das Zeugs braucht.
Wenn es für mich da als Christ ein Problem gibt, dann vor allem, weil da offenbar Gottvertrauen fehlt.
Mir ist das neulich mal bewußt geworden, wie wenig ich auf Gott vertraue:
Ich hatte nach einigem Ärger vergessen, die Nebeneingangstür zu schließen - sie stand am kommenden Morgen offen. Da hätte jeder reinkommen können. Und dagegen haben wir uns an sich sicherheitstechnisch schon gut abgesichert.
Und dann würde mir bewußt, dass ich da mehr auf Schließanlagen und auf Sicherheitsbügel etc. vertraut hatte als auf Gott. Da fühlte ich mich als kleingläubiger Dummkopf überführt. Die Rettung kommt nie aus dem Materiellen heraus. Möge jeder Mensch, der unser Haus aus unlauteren Gründen betritt, umgehend seiner Sünde überführt werden und sein sündiger Weg in der Sekunde ein Ende finden - aber nicht damit er stirbt, sondern damit er den Herrn selber kennenlernt! Das ist mal ein Sicherheitssystem, das hält und sehr nachhaltige positive Folgen hat.
Aber so weit, diese gute "Falle" offen zu halten, bin ich trotzdem noch nicht. Die Haustür wird weiter verschlossen ...
Veröffentlicht von: @goodfruitDu willst also jemanden Gottes Gericht bringen, weil er fröhlich war? Versuch das doch mal! Mal sehen, was Dir da aus dem Gerichtssaal Gottes entgegenkommt. Im günstigesten Fall würde ich da ein lautes aber gütiges Lachen erhöffen.
Nur war er eben nicht auf einer Geburtstagsfeier fröhlich. Auch nicht beim Karneval.
Er war fröhlich und ausgelassen in einem Landstrich, wo gerade sehr viele Menschen keine Unterkunft mehr haben, ihren mittelständischen Betrieb verloren haben, Angehörige oder Freunde verloren haben oder vermissen... also direkt da vor Ort sein, wo Menschen gerade vor dem Nichts stehen und ganz akut traumatisiert sind, hat bei ihm höchste Erheiterung ausgelöst.
Ein Arbeitskollege hätte fast einen Verwandten an Covid verloren. Der war garnicht so alt, also sein Tod war nicht abzusehen, er war Sanitäter. Ich glaube daß es im Kollegenkreis nicht gut angekommen wäre, wenn ich da in dem Großraumbüro lustige Späße und Albernheiten gemacht hätte. Und es hätte eher wenig gutes über meine Empathiefähigkeit ausgesagt.
Nebenbei bin ich auch noch bei Ingenieure ohne Grenzen. Wir haben in der Regionalgruppe ein wichtiges Projekt in Uganda. In Uganda tobt Covid jetzt erst richtig, nachdem die mehr als ein Jahr lang glimpflich davongekommen waren.
Wie wäre es, falls wieder eine Videokonferenz mit unserem Projektpartner stattfindet, wenn ich da einfach mal fröhlich und lustig bin, Witze erzähle und munter erzähle daß es uns nicht mehr so betrifft, weil bei uns die Inzidenzen dank Impfungen runter sind (Impfungen die die nicht vor 2023 bekommen werden)?
Hach, man soll nicht alles so bierernst nehmen, auch nicht viele viele zu erwartende Covid-Tote in Uganda, davon vielleicht Angehörige des Stabes unserer Partnerorganisation dort, also unserer direkten Ansprechpartner!
Man kann ja lustig sein und Witze reißen, wenn man zu den Privilegierten gehört, die sich bereits impfen lassen konnten, im Gegensatz zu dem unwichtigen Pöbel in Uganda der eh nichts zählt! (Sorry @Redaktion für die Ausdrucksweise)
Es ist eine Frage von Takt und Mitgefühl, was letzten Endes in moralischen Maßstäben mündet, wie man sich in Gegenwart von schwer traumatisierten Menschen die gerade alles verloren haben, ihr Haus, ihr kleines Geschäft, ihren ganzen Ort, vielleicht Angehörige und Freunde, verhält.
Nicht alle Worte von Jesus sind sanft und lieb und nett und fröhlich.
Matthäus 23 ist voll von wütenden Worten gegen die Schriftgelehrten und Phärisäer, die Jesus als Heuchler bezeichnet, weil sie nur dem Volk aufbürden was sie selbst nicht tragen wollen.
Veröffentlicht von: @goodfruitAndererseits sehen sich viele bewaffnete Christen als eine Art Arm Gottes und von dieser Position bringen sei eine Art Gericht.
Eben das ist das Problem... davon distanzieren wir uns zu wenig und zu leise, daher fühlen die sich religiös gerechtfertigt.
Selbst dann wenn sie Schwarze lynchen.
Veröffentlicht von: @blackholeWie wäre es, falls wieder eine Videokonferenz mit unserem Projektpartner stattfindet, wenn ich da einfach mal fröhlich und lustig bin, Witze erzähle und munter erzähle daß es uns nicht mehr so betrifft, weil bei uns die Inzidenzen dank Impfungen runter sind (Impfungen die die nicht vor 2023 bekommen werden)?
Dagegen hält die christliche PErspektive:
12 Ihr Lieben, lasst euch durch das Feuer nicht befremden, das euch widerfährt zu eurer Versuchung, als widerführe euch etwas Fremdes, 13 sondern freut euch, dass ihr mit Christus leidet, damit ihr auch durch die Offenbarung seiner Herrlichkeit Freude und Wonne haben mögt.
Ist es förderlich, wenn in einer Situation großer Not alle bierernst sind? Ich muss ja keine Späße über die Situation machen und ich glaube auch nicht, dass das im Kreise, in dem sich Armin Laschet da bewegt hat, geschehen ist.
Das, was wir hier erleben, ist auch in ganz großem Maße "Entmutigung" Entmutigung gehört neben der Anklage zu den bevorzugten Waffen Satans. Entutigung soll uns runterziehen, soll uns die Kräfte rauben, das Leben schwer machen, zur Aufgabe, zum Zerbrechen bewegen.
Die christliche Strategie dagegen ist auf Jesus zu schauen - notfalls auch über das Elend des JEtzt in die Herrlichkeit der Ewgigkeit hinein. Und mit dieser PErspektive können wir unabhängig von der Situation, in der wir uns befinden, von Herzen fröhlich sein. Und wenn ein Christ das in so einer Situation ist, dann ist das nicht aufgesetzt, ist das nicht Karneval sondern in hohem Maße authentisch und nach meinem Enmpfinden eher geeignet, die Hilfe und den Aufbau zu stemmen als mit einer hoffnungslosen und trübsinnigen Mine.
Veröffentlicht von: @blackholeEs ist eine Frage von Takt und Mitgefühl, was letzten Endes in moralischen Maßstäben mündet, wie man sich in Gegenwart von schwer traumatisierten Menschen die gerade alles verloren haben, ihr Haus, ihr kleines Geschäft, ihren ganzen Ort, vielleicht Angehörige und Freunde, verhält.
Nun, er war da ja offenbar nicht in der unmittelbaren Gegenwart schwer traumatisierter Menschen. Erst die Videoaufzeichnung und der Kontext stellt diese Verbindung her - aber er tritt da ja nicht öffentlich auf, sondern ist Beiwerk von etwas Anderem. Willst Du also von jedem Verlangen, der irgendow in einem Umfeld von LEid unterwegs ist, eine künstliche Betroffenheitsmiene aufzusetzen - nur damit die Menschen ihre Erwartungen erfüllt sehen?
Für mich ist klar, dass Armin Laschet nicht die "Rampensau" ist, die Gerhard Schröder vor 10 Jahren bei der "Jahrhunderflut" war. Da war Showtime! Und es gab da nicht den betroffenen Miesepeter sondern den Macher schlichthin im Programm. Klar, dass auch so etwas ankommt. Mir ist da aber ehrlich gesagt ein aufrichtiger Mensch mit Freude im Herzen lieber.
Taktlos hätte ich es gefunden, wenn Armin LAschet in der umittelbaren Gegenwart von Betroffenen Späße gemacht hat. Hat er aber nicht!
Veröffentlicht von: @blackholedie Jesus als Heuchler bezeichnet,
Willst Armin Laschets Haltung als "Heuchelei" bezeichnen? Für micht ist das das direkte Gegenteil. Es ist authentisch bis zum Anschlag - authentisch ohne Rücksicht auf pharisäerhaft betroffen tuende Erwartungshaltungen.
Veröffentlicht von: @blackholeEben das ist das Problem... davon distanzieren wir uns zu wenig und zu leise, daher fühlen die sich religiös gerechtfertigt.
Selbst dann wenn sie Schwarze lynchen.
Nicht jeder mit ner Waffe lyncht Schwarze oder zielt überhaupt darauf ab, jemanden umzubringen. Schau Dir mal ein paar Filme an, bei denen Clint Eastwood dabei ist (als Schauspieler oder auch als Regiseur). In vielen Filmen geht es dabei darum, dass die Menschen selber für Gerechtigkeit sorgen müssen, weil der Staat versagt oder selber in der Rolle des Bösen auftritt. Das ist die Libertäre Haltung, die heute in den USA immer schon verbreitet war, ohne parteipoltisch aber eine Machtposition aufgebaut zu haben - aber was will jemand, der dem Staat eh nicht traut, schon in der Regierung?
Ich denke, dass Clint Eastwood aber die libetäre Haltung und das Bemühen, den Bürger in eine starke, zur Gegenwehr bereite Postion zu bringen, oft gut begründet und verständlich macht.
Für mich ist es nicht so schwarz-weiß, wie Du das siehst. Aber ich bin ehrlich gesagt froh, in einem entwaffneten Land zu leben, weil so klar ist, dass Konflikte nicht auf dieser Ebene auszutragen sind. LEtztes Jahr hatte ich mir oft Sorgen um die USA gemacht, dass dort eine Art Bürgerkrieg ausbrechen könnte. Bei der Bewaffnung weiter Teile der Bevölkerung dort, wäre da ganz schnell die Katastrophe da. Und dann würden die Waffen nicht schützen, sondern dazu beitragen, alles kaputt zu machen.
Veröffentlicht von: @goodfruitIst es förderlich, wenn in einer Situation großer Not alle bierernst sind?
😨
Wir fangen also die nächste Videokonferenz mit Uganda erstmal mit Albernheiten und Witzen an, ohne jede Rücksicht drauf, wie sich die Ugander gerade fühlen, angesichts massiv steigender Covid-Erkrankungen, nahezu keinen Impfstoffen, kaum Sauerstoff ect.
Klar, damit zeigen wir uns natürlich als seriöse und vertrauenswürdige Hilfsorganisation. Meine Güte! 🙄
Veröffentlicht von: @goodfruitNun, er war da ja offenbar nicht in der unmittelbaren Gegenwart schwer traumatisierter Menschen. Erst die Videoaufzeichnung und der Kontext stellt diese Verbindung her - aber er tritt da ja nicht öffentlich auf, sondern ist Beiwerk von etwas Anderem. Willst Du also von jedem Verlangen, der irgendow in einem Umfeld von LEid unterwegs ist, eine künstliche Betroffenheitsmiene aufzusetzen - nur damit die Menschen ihre Erwartungen erfüllt sehen?
Ich verlange von einem Politiker keine künstliche Betroffenheitsmiene, die hat er schließlich auch gezeigt wo er wusste daß er in der Kamera steht, sondern eine innere Haltung des Mitgefühls und der Empathie. Die hat er da gerade nicht gezeigt.
Es geht ja gerade darum, daß ihm nicht klar war daß er im Aufnahmewinkel der Kamera steht und damit seine wahre innere Haltung gezeigt hat.
Er stand in der Fahrzeughalle einer Feuerwehr. im Katastrophengebiet. Nicht auf einer Geburtstagsparty, sondern im Katastrophengebiet.
Wenn jemand direkt nachdem er das alles unmittelbar gesehen hat, Dinge die einen schon schwer schockieren wenn man sie nur als Fernsehbilder sieht, zum Herumalbern und feixen und Witze machen aufgelegt war, dann hat ihn das alles eigentlich nicht sonderlich berührt.
Veröffentlicht von: @blackholeKlar, damit zeigen wir uns natürlich als seriöse und vertrauenswürdige Hilfsorganisation. Meine Güte! 🙄
Ich meine, dass Dein abschließendes Smiley die Sache deutlich macht: Da treffen Haltung des Bösen und des Guten aufeinander:
Der eine will den Triumpf seinen Zerstörungswerkes feiern und dass dalle schon traurig und niedergeschalgen und entmutigt sind - und der wird fuchsteufelswild, wenn da jemand aus der Reihe tanzt und in so einer Situation sein fröhliches Wesen nicht verliert.
Das aber ist der Weg, wie ein Christ mit solchen Situationen umgeht: Nicht aufs Leid schauen, sondern auf Jesus, dem kein Ding unmöglich ist. Und wie sollte bierernst und traurig sein, wenn ich auf Jesus schaue?
Noch einmal: Armin Laschet hat nicht mit Betroffenen geblödelt sondern mit seinem Team. Die Situation war nicht für die Öffentlichkeit bestimmt. Es war sicher unglücklich, dass sie dorthin gelangt ist. Aber mir ist ehrlich gesagt ein Kanzler, der in der Zeit größter Not sein fröhliches Wesen behält lieber als einer, der sich an den Abgrund begibt, um hineinzuspringen.
Und was Uganda angeht: Dort gibt es viele Christen und ich denke, dass man dort auch auf Menschen treffen wird, die nicht erwrten, dass alle ne Trauermine aufsetzen, weil vieles grad nur traurig ist.
Veröffentlicht von: @blackholesondern eine innere Haltung des Mitgefühls und der Empathie.
Die innere Haltung und das Mitgefühl - die Empathie sollte immer dem jeweils Nächsten gelten: Und das waren in diesem Fall nicht unmittelbar von der Katastrophe betroffene Mitarbeiter.
Es wäre nicht empathisch, wenn er da seine Mitarbeiter zurechgewiesen hätte, doch bitte ne Trauermiene aufzusetzen. Warum auch. Bei Beerdigungen wird so etwas ja manchmal gefordert. Ich habe das nie verstanden - wo Christus doch den Tod überwunden hat.
Veröffentlicht von: @blackholeEr stand in der Fahrzeughalle einer Feuerwehr. im Katastrophengebiet. Nicht auf einer Geburtstagsparty, sondern im Katastrophengebiet.
Wenn jemand direkt nachdem er das alles unmittelbar gesehen hat, Dinge die einen schon schwer schockieren wenn man sie nur als Fernsehbilder sieht, zum Herumalbern und feixen und Witze machen aufgelegt war, dann hat ihn das alles eigentlich nicht sonderlich berührt.
Du forderst also von Menschen, dass sie doch bitte schön niedergeschlagen sein sollen, wenn die Situation dazu großen Anlass gibt? Warum? Braucht es da noch Menschen, die einen noch mehr herunterziehen - oder braucht es nicht vielleicht grade in so einer Situation Menschen, die sich da nicht in die Entmutigung hereinziehenlassen sondern ihre Persönlichkeit dort gegründet haben, wo immer die Perspektive auf Rettung und bessere Zeiten da ist?
Ich frage mich, wie Du als Ingenieur in Krisengebieten kontruktiv agieren willst, wenn Du Dich durch dieSituation in ne Depression treiben lässt. Da braucht es doch das genaue Gegenteil, um die Situtaion zu drehen!
Veröffentlicht von: @goodfruitNoch einmal: Armin Laschet hat nicht mit Betroffenen geblödelt sondern mit seinem Team. Die Situation war nicht für die Öffentlichkeit bestimmt. Es war sicher unglücklich, dass sie dorthin gelangt ist. Aber mir ist ehrlich gesagt ein Kanzler, der in der Zeit größter Not sein fröhliches Wesen behält lieber als einer, der sich an den Abgrund begibt, um hineinzuspringen.
Danke.
Goodfruit, zum einen stellst du das Wort Gottes bzw die Schriften (übrigens durch die Katholische Kirche zusammen gestellt) ganz nach oben, zum anderen ist es dann wieder Brauch sich ja nicht dogmatisch festlegen zu lassen und es wäre Missbrauch klare Aussagen zu treffen und Anzuwenden ...
Das passt auch nicht zusammen.
Jesus selbst hat Menschen klar gewarnt und mit Vollmacht gelehrt. Wenn er eine Institution auf der Erde einrichtet sollte das ihr grundsätzlich ebenso möglich sein
Veröffentlicht von: @derneinsagerGoodfruit, zum einen stellst du das Wort Gottes bzw die Schriften (übrigens durch die Katholische Kirche zusammen gestellt) ganz nach oben, zum anderen ist es dann wieder Brauch sich ja nicht dogmatisch festlegen zu lassen und es wäre Missbrauch klare Aussagen zu treffen und Anzuwenden ...
Nun, die katholische Kirche, die zu dem Zeitpunkt ja tatsächlich noch die "allgemeine Kriche" war, die sie ja immer noch sein möchte, hat in einem Konzil die Schriften der Bibel zusammengefasst - aber sie hat die Schriften nicht verfasst. Das ist ein Unterschied.
Und was das Zusammenfassen angeht, das dürfen wir sicher auch kritisch die Sache betrachten. Für mich ist es oft der Brief des Jakobus, der aufgenommen wurde, weil man es für eine Schrift des leiblichen Halbbruders Christi hielt (was historisch kritisch begründet heute eher abgelehnt wird) und der für mich an vielen Stellen nicht im Einklang steht mit dem Geist, den wir sonst im Eveangelium finden, den ich da mal in dicke Klammern setzen würde. Aber generell kann die Zusammenstellung doch als sehr gelungen betrachtet werden.
Die Schrift ist der einzig wirklich fixe Bezug, den wir heute zum Evangelium und dem neuen Bund, den wir haben. Und so kommt ihr auch die Rolle des Fixsterns, des Dreh- und Angelpunktes jeglicher theologischer Überlegungen zu.
Die Schrift ist für mich das lebendige Wort Gottes. Das ist so ziemlich das genaue Gegenteil von jedem Dogmatismus. Es kann nicht dogmatisch werden, solange Du nur dem Heiligen Geist erlaubst, sie für Dich verständlich werden zu lassen - denn dann spricht Gott selbst zu Dir durch die Schrift und das, was Du da erfährst, betrifft in erster Linie Dich. Der Bruder mag da etwas ganz anderes empfangen, weil für hin etwas Anderes dran ist. Da ist nun wirklich kein Dogmatismus und weil das so ist, wehre ich mich hier gegen "allgemein gültige ethisch-moralische Kodexe" - denn die legen ja wieder dogmatisch fest.
Veröffentlicht von: @derneinsagerJesus selbst hat Menschen klar gewarnt und mit Vollmacht gelehrt. Wenn er eine Institution auf der Erde einrichtet sollte das ihr grundsätzlich ebenso möglich sein
Jesus hat aber kein autoritäres System errichtet. Als er Paulus damit beauftragte, die Herde Jesu zu weiden, hatte er das Bild des guten Hirten, des Schäfers, im Blick. De führt die Herde zwar zu guten Plätzen, aber die Schafe sind nicht angeleint sondern können sich frei bewegen. Ich sehe da eher das liebevolle Führen und das leichte Stupsen, wenn es mal etwas vom Weg weggeht und auch die entschlossene Suchaktion, wenn ein Schaf sich verlaufen hat als wir der Perch, in dem alle gezwungen werden.
Der Leib Christi formt sich von innen heraus, getrieben und zusammengehalten durch Liebe, gestaltbringend geordnet durch den Heiligen Geist. Da braucht es keine Gurus und Päpste dafür - da braucht es aber Offenheit für das Reden Gottes und die Bereitschaft, dem zu Folgen.
Veröffentlicht von: @goodfruitUnd was das Zusammenfassen angeht, das dürfen wir sicher auch kritisch die Sache betrachten. Für mich ist es oft der Brief des Jakobus, der aufgenommen wurde, weil man es für eine Schrift des leiblichen Halbbruders Christi hielt (was historisch kritisch begründet heute eher abgelehnt wird) und der für mich an vielen Stellen nicht im Einklang steht mit dem Geist, den wir sonst im Eveangelium finden, den ich da mal in dicke Klammern setzen würde. Aber generell kann die Zusammenstellung doch als sehr gelungen betrachtet werden.
Doch, doch, gerade dieser Brief gehört zu den wertvollsten im NT! Er zeigt deutlich die jüdische Sichtweise in der Urgemeinde. Die Paulus-Briefe sind an Heidenchristen gerichtet und ohne Jakobus verlöre sich die Verbindung zu den Judenchristen.
Veröffentlicht von: @1-ichthysDoch, doch, gerade dieser Brief gehört zu den wertvollsten im NT! Er zeigt deutlich die jüdische Sichtweise in der Urgemeinde. Die Paulus-Briefe sind an Heidenchristen gerichtet und ohne Jakobus verlöre sich die Verbindung zu den Judenchristen.
Danke Dir! Das wusste ich nicht. Ja, es sind ja die Heidenchriten, denen im Apostelkonzil deutlich gemacht wurden, dass sie die Gesetze außer die, bei denen es um Blut und Unzucht geht, nicht befolgen müssten. Wobei klar ist, dass auch den Judenchristen die Gnade des Opfers Christi und die vollständige Vergebund von Schuld gilt.
Was mich an Jakobus oft gestört hat, sind diese langen Phasen, die bei mir wie wüste Beschimpfungen rüberkamen. Dann sind aber auch sehr wertvolle Hinweise drin.
Für mich war dieser Brief daher immer eine ziemliche Mischung aus Nützlichem und von Dingen, die ich nicht mit dem Rest der Schrift in Einklang bekam.
Veröffentlicht von: @goodfruitDanke Dir! Das wusste ich nicht. Ja, es sind ja die Heidenchriten, denen im Apostelkonzil deutlich gemacht wurden, dass sie die Gesetze außer die, bei denen es um Blut und Unzucht geht, nicht befolgen müssten. Wobei klar ist, dass auch den Judenchristen die Gnade des Opfers Christi und die vollständige Vergebund von Schuld gilt.
So ist es. Die Judenchristen befolgten ihre jüdische Lebensweise und Gebote weiter. Und hier können wir aus dem Jakobus-Brief einiges herauslesen. Ich empfinde dies als wichtig.
Veröffentlicht von: @1-ichthysSo ist es. Die Judenchristen befolgten ihre jüdische Lebensweise und Gebote weiter. Und hier können wir aus dem Jakobus-Brief einiges herauslesen. Ich empfinde dies als wichtig.
Ich kenne leider zu wenig vom Leben der Judenchristen. ICh habe aber das jüdische Neue Testament und werde den Brief dort noch einmal lesen, vielleicht finde ich da wertvolle Hinweise.
Für Luther war dieser Brief auch eine schwierige Sache (stroherne Epistel). Ich stelle halt viele Dinge fest, die ich irgendwie mit dem Rest vom Evangelium nicht unter den Hut bekomme - aber nur Abschnittsweise. Es stehen da auch viele gute und hilfreiche Gedanken drin.
Hier noch mal der Wikipedia Artikel zu dem Brief, der auch sehr aufschlussreich ist:
https://www.wikiwand.com/de/Brief_des_Jakobus
Veröffentlicht von: @blackhole....und mehr auf Moral achten.
Moral predigen ist leicht, Moral begründen schwer.
Was, ausser einem "vielleicht sollten wir" hast Du als Begründung anzuführen? 😊
Oder, andersrum gefragt: Warum solltet Ihr (Christen) wieder strenger werden?
Man könnte ja glatt, wenn man sowas liest:
Veröffentlicht von: @blackholeWas für ein Bild gibt so jemand nicht nur von sich als Kanzlerkandidat, sondern auch als Christ ab, was bleibt da zum Thema Christentum in der Öffentlichkeit hängen?
auf die Idee kommen, es trieben Dich vor allem PR-Sorgen um.
Veröffentlicht von: @blackholeDas Problem mangelnder Moral hat das Christentum schon seit Jahrhunderten.
Ach wo - Moral haben sämtliche religiösen und religionsähnlichen Weltanschauungen eigentlich übergenug - daher ja dieser wie manisch erscheinende Drang, auch die anderen damit zu beglücken.
Veröffentlicht von: @blackholeSondern so Fragen wie: Wie hat man sich als Christ zu verhalten, wenn man in öffentliche Ämter kommt? Welches Maß an Konsum ist angemessen, ab wann überzieht man die Ressourcen? Usw.
Denkst Du, da sollten unterschiedliche Maßstäbe angelegt werden abhängig davon, ob sich ein Amtsträger Christ nennt oder nicht?
Ich denke ja, dass hier nicht moralische Attitüde (wie sollte es sein?), sondern Macht (was funktioniert?) das relevante Kriterium ist.
Und was z.B. Laschets fauxpas angeht, so befürchte ich aufgrund meiner Erfahrungen hinsichtlich der letzten dreißig Jahre bewußt miterleber deutscher Innenpolitik, dass ihm der nicht auf die Füße fallen wird. Und zwar, weil mehr Wähler schon mal während einer Beerdigungsfeier Witzchen gerissen als ein Buch geschrieben haben. Weswegen sein Gefeixe den Leuten auch verzeihlicher erscheint (sonst dürften sie sich selbst ihre entsprechenden Verhaltensweisen ja nicht verzeihen) als die mangelhafte Quellenzitation einer Baerbock. Für den Rest hat man seine Spindoctors und die Springerpresse (Aliteration muß sein).
Mir sind Laschet und die CDU nicht deswegen unwählbar, weil sie das Christentum als Anstecknadel tragen. Sie könnten alle heiligen Eide des Atheismus schwören und sie würden dafür für mich nicht wählbarer: weil sie belegbar Politik gegen meine (und meiner Lieben) tatsächliche Interessen betreiben.
Veröffentlicht von: @blackholeWelches Maß an Konsum ist angemessen, ab wann überzieht man die Ressourcen?
Im Detail kann man drüber streiten. Pauschal aber sage ich: jeder, der sich politisch dafür stark macht, dass der Verbrauch von Ressourcen nicht angemessen hoch bezahlt werden muß, ist mein Feind. Was noch nicht so schlimm ist, denn ich werde vermutlich sterben, bevor ich diese Feindlichkeit noch so recht zu spüren bekomme. Aber derjenige ist auch der Feind meines kleinen Neffen. Und da hört's für mich so langsam mit der Gelassenheit auf. Eine CDU, die sich gegen eine effektive und das heißt: schneller steigende CO2-Emissionsbesteuerung engagiert, handelt feindlich.
Wie übrigens jeder, der jetzt "endlich" mal wieder in den Urlaub fliegt, um seine Billigfleischinduzierte Wampe am Ballermann zu rösten - und dies für sein Menschenrecht hält.
Hat nix mit Moral zu tun, diese meine Ansicht. Nur mit Interessen.
Veröffentlicht von: @jack-blackAch wo - Moral haben sämtliche religiösen und religionsähnlichen Weltanschauungen eigentlich übergenug - daher ja dieser wie manisch erscheinende Drang, auch die anderen damit zu beglücken.
Neee, eben nicht....
Ich habe es ja gerade davon, daß es außerhalb von sexuellem
Rigorismus, also Jungfräulichkeitskult und den kleinen Leuten eintrichtern daß alles sexuelle ganz furchtbare Sünde wäre, zu oft an Moral gemangelt hat.
Die Machthaber im Absolutismus konnten sich alles erlauben, später die Mafiosi in Italien, die Militärjuntas in Lateinamerika...
Wir lassen Waffenfanatiker und Rassisten in den USA mit einer Bibel rumfuchteln anstatt uns deutlich zu distanzieren und zu sagen: Das ist nicht christlich! Schließlich versteht sich ja auch der Ku-Klux-Klan als zutiefst christlich.
Veröffentlicht von: @blackholeWir lassen Waffenfanatiker und Rassisten in den USA mit einer Bibel rumfuchteln anstatt uns deutlich zu distanzieren und zu sagen: Das ist nicht christlich! Schließlich versteht sich ja auch der Ku-Klux-Klan als zutiefst christlich.
Na - weil er's halt ist. Dein Denkfehler besteht darin zu meinen, besser zu wissen, was christlich sei als jene. Worin besteht denn Deine Definitionshoheit diesbezüglich?
Das meinte ich mit: begründen.
Wenn Christen etwas tun und sagen, sie täten's aus christlichen Gründen dann handeln sie in meinen Augen christlich.
Der kleine Unterschied zwischen Dir und mir ist: für mich bedeutet "christlich" nicht automatisch auch "gut". Das tut's nur für Leute, die strukturgleich wie die Schwulenhasser, der Ku-Klus-Klan etcetera argumentieren.
Warum sollte ich "christlich" mit "moralisch wertvoll" gleichsetzen, wenn die Grundidee des Christentums darin besteht, dass ein allmächtiger Gott seinen eigenen Sohn totfoltern lassen mußte, um den Leuten die Schwächen, die er ihnen per Erschaffung mit auf den Weg gab, vergeben zu können?
Was Du hier also tust: Du predigst. Ohne zu begründen. Ich kann Dich in gewissem Rahmen durchaus verstehen und ein Christentum, dass Deinen Vorstellungen von Moral entspräche, wäre mir als Phänomen lieber als das real existierende Christentum.
Aber ich glaube nicht an die Wirksamkeit Deiner Predigt.
Zunächst einmal ist die Lehre von der Erbsünde, wegen derer Jesus sterben musste, im Christentum nicht unumstritten. Im ganz frühen Christentum gab es sie noch garnicht. Die frühen christen konzentrierten sich eher auf die Auferstehung. Sie wurde von Augustinus von Hippo formuliert.
Du stellst dich also auf die Seite derjenigen, die mit Waffengewalt auf wehrlose Menschen losgehen, zum Teil nur deswegen weil diese schwarz sind?
Damit maßt du dir eine Deutungshoheit über den chrsitlichen Glauben an, die du als Atheist nicht besitzt.
Keine erntzunehmende seriöse Kirche in der fachlich fundiertes theologisches Studium betrieben wird, sieht es heutzutage als gerechtfertigt an, Gewalt gegen Menschen anderer Hautfarbe auszuüben. Jeder seriöse Theologe wird strikt verneinen, daß die Bibel irgendeine Begründung für Rassismus liefern würde.
Während die kirchlichen Autoritäten schliefen, waren es übrigens gerade einzelne entschiedene Christen, die die Sklaverei ablehnten.
Veröffentlicht von: @blackholeDu stellst dich also auf die Seite derjenigen, die mit Waffengewalt auf wehrlose Menschen losgehen, zum Teil nur deswegen weil diese schwarz sind?
Wie kommst Du darauf? 🤨
Veröffentlicht von: @blackholeDamit maßt du dir eine Deutungshoheit über den chrsitlichen Glauben an, die du als Atheist nicht besitzt.
Ach komm schon - wo behaupte ich irgendeine Deutungshoheit? Wenn einer sich Christ nennt und sagt, aus christlichen Gründen so zu handeln, wie er handelt - dann gehe ich von der Nullhypothese insofern aus, als ich keinen Beleg sehe, er handele nicht christlich. Damit maße ich mir gar nichts an, sondern akzeptiere nur Selbstaussagen.
Veröffentlicht von: @blackholeKeine erntzunehmende seriöse Kirche in der fachlich fundiertes theologisches Studium betrieben wird
und so weiter. Ernstzunehmend seriöse Kirche? Was soll denn das sein? Wo unterscheidet sich so eine von einer nicht ernst zu nehmenden seriösen Kirche? 🤨
Ist jetzt christlich das, was ernstzunehmende seriöse Kirchen so bezeichnen und wie kann ich das trennscharf unterscheiden zu dem, was ernstzunehmende unseriöse Kirchen so sagen? Und überhaupt: entscheiden nun Kirchen, was christlich sei? Ist das eine ausgerechnet von Dir vertretene Position, nachdem Du eben noch gerade Deinem Unmut darüber, was die Kirchen in den vergangenen Zeiten so alles als christlich hinstellten, Ausdruck verschafftest?
Ich bezweifle ja - aus meinem Atheismus hab ich schließlich keinen Hehl gemacht - dass es überhaupt so etwas wie ein "fachlich fundiertes theologisches Studium" geben könne, wie kannst Du da annehmen, mich mit solchen Autoritätsargumenten erreichen zu können? Heutzutage sehen es bestimmte, von Dir ernstzunehmend seriös bezeichnete Kirchen nicht als gerechtfertigt an, Gewalt gegen Menschen anderer Hautfarbe auszuüben. Ja - und nu? Was war gestern, was wird morgen sein?
Veröffentlicht von: @blackholeJeder seriöse Theologe wird strikt verneinen, daß die Bibel irgendeine Begründung für Rassismus liefern würde.
Und wahre Schotten streuen keinen Zucker in ihren Haferbrei. Im Ernst jetzt?
Die Bibel liefert seitenweise Begründungen für Rassismus - es ist alles lediglich eine Frage der Auslegung. Ich verweise, da ich des ständigen Widerkäuens dieser Diskussion müde bin, bequemerweise auf Franz Buggles Buch "Denn sie wissen nicht, was sie glauben".
Veröffentlicht von: @blackholeWährend die kirchlichen Autoritäten schliefen, waren es übrigens gerade einzelne entschiedene Christen, die die Sklaverei ablehnten.
Na, sollten etwa die seriösen ernstzunehmenden kirchlichen Autoritäten geschlafen haben? Und das, wo sie doch sich so gut in der Bibel auskannten, in der nirgendwo Begründungen für Rassismus zu finden sind. Wie konnte das nur passieren?
Zur Wiederholung: Deine Lesart der Bibel ist mir sympathisch in dem Sinne, dass Du das aus ihr herausliest, was mit humanistischen Grundsätzen kompatibel erscheint. Aber Deine Argumentation steht nicht sonderlich breitbeinig und sicher da. Du argumentierst strukturgleich wie diejenigen, die eine Art Christ-Sein vertreten, das Du ablehnst: indem Du Dich auf eine Autorität (die Bibel) berufst und so tust, als müsse diese so verstanden werden, wie Du sie verstehst. Genau dasselbe tun die, welche gegen Schwule hetzen und weiter dem Traditionsrassismus huldigen. Und glaub mal nicht, dass die das mit schlechterem Gewissen als Du tun oder in dem Bewußtsein, deutlich wider das Wort Gottes zu agieren.
Das wäre angesichts der tausendfachen Belege* dafür, dass gute Bibelkenner die angeblich Heilige Schrifft vollkommen anders als Du auslegten, schon recht gewagt.
Ich glaube nicht, dass Deine Art, für ein "moralischeres" Christentum zu predigen, Erfolg haben wird. Dort, wo das Christentum "auf dem Vormarsch" ist, ist es in einer wenig humanistischen, wenig ökologischen, sondern eher reaktionären Version auf dem Vormarsch.
Ich sach ma einfach so: Bolsonaro.
Und immer, immer, immer wird man ganz laut was über Moral von ihnen verlauten hören.
Gruß,
the Jack
*vergl. Karlheinz Deschner: "Kriminalgeschichte des Christentums"
hey ich misch mich da jetzt nicht ein. Zu Dumm, zu müde, zu unbedarft.
Aber du bist schon `ne coole Socke,.....um diese Uhrzeit so `ne Mail.
Danke, später wieder.
Gruß aus Niederbayern
Veröffentlicht von: @jack-blackund so weiter. Ernstzunehmend seriöse Kirche? Was soll denn das sein? Wo unterscheidet sich so eine von einer nicht ernst zu nehmenden seriösen Kirche? 🤨
Standard ist heutzutage die historisch-kritische Methode. D.h. die Bibel wird im Kontext ihrer Zeit gelesen. So arbeiten heutzutage ernstzunehmende Theologen.
Zwar mangelt es konservativen römisch-katholischen Kardinälen an manchen Stellen noch daran....
..... aber ganz ohne historischen Kontext die Bibel lesen, wird eigentlich in keiner ernstzunehmenden Kirche mehr akzeptiert.
Da haben wir zugegebenermaßen ein Kernproblem, und da denke ich so langsam auch, daß Gott evtl. einen Fehler macht, daß er uns kein Dritten Testament, angepasst an unsere Zeit gibt (oder vielleicht kommt es noch):
Die Bibel ist nunmal ein antikes Buch. Das aus verschiedenen Literaturgattungen gleichzeitig besteht. Nicht alles ist historischer Bericht, manches schon. Ernstzunehmende Theologen müssen alte Sprachen, Literaturstile, Geschichte und Archäologie drauf haben.
Es wird immer verschiedene christliche Richtungen geben, und das ist auch gut so, denn Menschen unterschiedlicher Prägung sollen sich wohlfühlen.
Es gibt jedoch einen überwiegenden Grundkonsens, daß der Kern unseres Glaubens das Evangelium ist, und daß das Evangelium Nächstenliebe, Vergebung und Gewaltlosigkeit predigt.
Wenn Prediger ohne Kenntnis alter Sprachen und Geschichte Hächsel aus der Bibel nehmen und sie interpretieren wie es ihnen passt, z.B. Frauen sind minderwertiger als Männer oder man darf andere Menschen "im Namen Gottes" töten, dann ist das unseriös.
Man kann schon unterscheiden: Solche Prediger nehmen einzelne Bibelverse, reiten ohne ihren Kontext ständig darauf herum (Z.B. die eine Stelle im Buch Levitikus gegen gleichgeschlechtlichen Sex unter Männern, während die ersten 10 Kapitel des Buches Levitikus hauptsächlich aus Opfervorschriften, insbesondere Tieropfern, bestehen) und stellen sich auch keinen sachlichen Diskussionen über ihre Interpretationen.
Ich bin christlich getauft, hatte Religions-, Kommunions- und Firmunterricht, habe mich aus freien Stücken für eine andere Konfession entschieden als die in der ich war, weil ich das andere Kirchenbild für richtig hielt, habe in meinem Glaubensleben auch Brüche und Zweifel erlebt, um es kurz zu sagen: Ich bin Glaubenserfahren. Ich bin nicht nur gläubiger sondern auch erfahrener Christ. Und weiß daher, was ich ernst nehmen kann und was nicht.
"Im Detail kann man drüber streiten. Pauschal aber sage ich: jeder, der sich politisch dafür stark macht, dass der Verbrauch von Ressourcen nicht angemessen hoch bezahlt werden muß, ist mein Feind. Was noch nicht so schlimm ist, denn ich werde vermutlich sterben, bevor ich diese Feindlichkeit noch so recht zu spüren bekomme. Aber derjenige ist auch der Feind meines kleinen Neffen. Und da hört's für mich so langsam mit der Gelassenheit auf. Eine CDU, die sich gegen eine effektive und das heißt: schneller steigende CO2-Emissionsbesteuerung engagiert, handelt feindlich."
Dann bist du mein Feind nach diesem Muster. In Deutschland geht es nur darum das der kleine Mann die Zeche zahlen soll, man bestraft zum Beispiel das Heizen im 51ten Breitengrad was in meinen Augen nicht mehr normal ist.
Gleichzeitig geht das Regenwald abholzen weiter. Das Klima kommt nicht nur lokal durch Deutsche Emissionen her.
Es geht nur um Verzicht anstatt das man wie woanders auch technologische Lösungen anpeilen würde wie zum Beispiel den Dreck Co2 wieder aus der Atmosphäre zu ziehen.
Wenn man die Emissionen verringern möchte ist das natürlich in Ordnung. Aber bitte nicht so das ich genötigt werde eine neue Heizung einzubauen und am Ende danach immer noch mehr bezahlen muss als wie bisher.
Wenn es keinen Leistbaren Individualverkehr mehr gibt auch gut! Aber dann bin ich vom Lande dann doppelt bestraft = geringere Lebensqualität wie in meiner Heimatstadt (wo ich mir kein Haus leisten konnte) weil in einem 2000 Einwohner Kaff gibt es nix und daher auch ein Wertverfall der Immobilie, während städtische Immobilien dann im Preis steigen würden.
Ich möchte also eine Politik haben, die mich finanziell für diese Nachteile die ich im Interesse der Allgemeinheit ja auf mich nehmen sollte, Entschädigt. Das kann ich nicht mal ansatzweise sehen.
Wer hier nach den Kosten fragt- als ob das sonst irgendeiner in dem Bereich macht. Das lasse ich nicht gelten.
Kann nicht sein das Städter gut davon kommen und wir die Deppen hier sein werden.
Nachtrag vom 18.07.2021 1517
Mein Feind bist du trotzdem nicht, du hast eben andere Ansichten.
Denkst du eigentlich das es gut für deinen Neffen sein wird in einem herunter bewirtschaften Deutschland ohne Sozialstaat leben zu müssen?
Veröffentlicht von: @derneinsagerDenkst du eigentlich das es gut für deinen Neffen sein wird in einem herunter bewirtschaften Deutschland ohne Sozialstaat leben zu müssen?
Nein.
Und wenn es nicht ohne Verzicht geht...?
Veröffentlicht von: @derneinsagerEs geht nur um Verzicht anstatt das man wie woanders auch technologische Lösungen anpeilen würde wie zum Beispiel den Dreck Co2 wieder aus der Atmosphäre zu ziehen.
Wenn es ohne Verzicht geht... immer, gerne, super!
Aber was, wenn das nicht funktioniert?
Wenn wir merken, dass die Elektroautos allein noch längst nicht genug CO2 sparen, weil ihre Herstellung so viel CO2 verursacht, dass man selbst bei einer völligen Umstellung auf Elektrofahrzeuge lediglich 60 bis 70% CO2 einspart, und das noch immer nicht ausreicht...?
Wenn wir irgendwann einsehen müssen, dass es ohne Verzicht nicht geht, wenn wir die kommenden Umweltkatastrophen zumindest ansatzweise eindämmen wollen...?
Moralelastix...
Ich mag frankobelgische Comics, aber Asterix an sich nicht mehr. Finde ich mittlerweile eher langweilig.
Aber die Übersetzung des korrupten Häuptlings der wünscht, daß ein Kessel voller sesterzen vor dem römischen Steuereintreiber geschützt wird, ist genial.
Früher in gewissen Sexualsachen unmenschlich und unerträglich, hat sich in anderen Bereichen die christliche Moral oft als zu elastisch gezeigt.
Die moralischen Maßstäbe sagen aber, wie man sich selbst gegenüber den Mitmenschen und auch der Natur einordnet. Und prägen dies auch.
Die aktuelle Kernfrage ist:
Was darf man sich erlauben, wenn man öffentliche Macht hat oder anstrebt?
Veröffentlicht von: @blackholeDie aktuelle Kernfrage ist:
Was darf man sich erlauben, wenn man öffentliche Macht hat oder anstrebt?
Meine Frage an Dich wäre:
Wonach beurteilst Du Herrscher, wenn Du in die Analen der Geschichte blickst?
Für mich ist da immer ganz wichtig zu sehen, wie die einfachen Menschen unter den Herrschern lebten und in welchem Umfang in der Zeit kulturelle Entwicklungen möglich waren.
Wenn ich das als Maßstab nehme, dann ist da sicher der Begriff "erlauben" schon mal fehl am Platz. Erlauben schließt ein, dass es Dinge gibt, die eine PErson als "ungeeignet" klassifiziert - möglicherweeise auf Grund eines einzigen Eriegnissses - wohlmöglich noch ohne dass die Möglichkeit der Reue und Umkehr erlaubt wird. Das ist für mich vom Ansatz her unerträglich und dumm -einfach, weil wir alle nur Menschen sind und mal Fehler machen und ein guter Herrscher ist immer auch in erster Linie Mensch. Für mich gibt es keine Kriterien, die zu einem sofortigen Totalausschluss führen würden - außer eine Herzenshärte, die einen ebensolchen Ausslchuss fordern. Überleg nur mal in was für eine verdorbene Fehlerkultur es führen würde, wenn ein einzelner Fehler unverzeihlich wäre? In so einer Welt willst Du nicht leben!
Veröffentlicht von: @goodfruitMeine Frage an Dich wäre:
Wonach beurteilst Du Herrscher, wenn Du in die Analen der Geschichte blickst?
Für mich ist da immer ganz wichtig zu sehen, wie die einfachen Menschen unter den Herrschern lebten und in welchem Umfang in der Zeit kulturelle Entwicklungen möglich waren.
Eben danach beurteile auch ich Herrscher.
Die wenigsten schneiden da im absolutismus gut ab, von Ausnahmen wie Karl Theodor abgesehen.
Veröffentlicht von: @goodfruitWenn ich das als Maßstab nehme, dann ist da sicher der Begriff "erlauben" schon mal fehl am Platz. Erlauben schließt ein, dass es Dinge gibt, die eine PErson als "ungeeignet" klassifiziert - möglicherweeise auf Grund eines einzigen Eriegnissses - wohlmöglich noch ohne dass die Möglichkeit der Reue und Umkehr erlaubt wird.
Ich bin von Natur aus ein Schussel. Muss mich aber für meine Arbeit zusammenreißen und Berechnungsberichte fehlerfrei und vollständig abliefern, damit Kunden den Berechnungen vertrauen können und die Berechnungen nachvollziehen können.
Aktuell habe ich sehr schlampige Arbeit einer anderen Firma auf dem Schreibtisch. Einem Kollegen und mir fiel es schwer, die Berechnungen nachzuvollziehen, ob die so korrekt sind.
Ich habe kein öffentliches Amt, aber wenn ich meinen Beruf weiter ausüben will, wird mit Recht von mir ein hoher Standard an Konzentration, Disziplin und Sorgfalt erwartet. Denn wenn irgendetwas was ich berechnet habe hochgeht... nun, dann können die Folgen sehr schlimm sein.
Je mehr Schaden man verursachen kann, desto höher sind die Anforderungen und desto geringer der Spielraum für Fehler. So ist es nunmal. Und je mehr Macht man hat, desto mehr Schaden kann man verursachen.
Veröffentlicht von: @blackholeIch habe kein öffentliches Amt, aber wenn ich meinen Beruf weiter ausüben will, wird mit Recht von mir ein hoher Standard an Konzentration, Disziplin und Sorgfalt erwartet.
Ja, das ist alles wichtig - und wenn es besonders wichtig ist, dann gehört da auch eine Qualitätssicherung im Workflow.
Ich weiß aber nicht, ob zur Sorgfaltspflicht auch eine Trauermine bei Unglücksfällen dazu gehört. Ich sehe da nämlich keinen Zusammenhang zwischen hervorragender Leistung und einer persönlichen Hingabe in die Entmutigung. Ich würde bei einer ebensolchen Gemütshaltung viel ehr grobe Schnitzer im wesentlichen Handwerk erwarten.
Veröffentlicht von: @blackholeJe mehr Schaden man verursachen kann, desto höher sind die Anforderungen und desto geringer der Spielraum für Fehler. So ist es nunmal. Und je mehr Macht man hat, desto mehr Schaden kann man verursachen.
Noch einmal: Warum ist eine christliche Haltung (warum ich "freut Euch allezeit" für zentrales christliches Gedankengut halte, habe ich hier ja schon ausgeführt) nun denn ein "Fehler" sein soll, das will mir nicht in den Kopf. Für mich ist so eine Haltung ein Schlag ins gesicht des Entmutigers. Wir bringen den Zerstörer und Miesepeter damit geistig um seinen sicher erwarteten Lohn in Form von Entmutigung und Depression. Und etwas besseres kann doch eine um konstruktive Hilfe und Wiederauf bemühte Fürhungskraft nicht aufbringen.
Aufgeregt hätte ich mich, wenn Armin Laschet im direkten Kontakt mit Betroffenen und Traumatisierten rumgeblödelt hätte. Das hat er aber nicht ermacht und würde ich von ihm als Christen (weint mit den Weinenden) auch nicht erwarten.
Hallo,
das Verhalten von Herrn Laschet war bestimmt nicht gut und politisch sehr unklug. Das aber jetzt mit allen Probleme der Christenheit in Verbindung zu bringen und ihm damit:
Veröffentlicht von: @blackholeUnd den Eindruck habe ich auch, wenn ein Laschet solche Bolzen raushaut und sich noch "Christ" nennt, wenn ein Merz eiskalt brutalokapitalistisch ohne Mitgefühl ist und sich als "christlich" bezeichnet.
auch noch sein Christ sein absprechen zu wollen finde ich so auch nicht in Ordnung. Einen Menschen nur anhand von seinem öffentlichen Erscheinungsbild so zu verurteilen finde ich moralisch zweifelhaft. Und wenn die neue Shitstorm Moral die neue strengere Moral sein soll, kann ich gerne darauf verzichten. Ich kenne weder Merz noch Laschet persönlich. Ich weiss nicht, welche Erlebnisse sie geprägt haben. Ich kenne nicht die Umstände warum er da gerade so gelacht hat. Ich denke aber keiner wird ihm da wirklich böse Absicht unterstellen wollen.
Mitgefühl und Empathie kann ich ihm aber auch nicht unterstellen.
In diesem Fall nicht, aber ob er gerade 24 h nicht geschlafen hat, weil er sich um die Probleme der Leute kümmern musste weiß ich auch nicht. Wieviel Stress er gerade hatte und was da genau gesagt wurde weiß ich alles auch nicht. Ihm deswegen aber im Allgemeinen schlechte Moral zu unterstellen oder das Christ sein abzusprechen finde ich nicht gerechtfertigt.
Dann hoffe ich mal, daß du übermüdeten Einsatzkräften gegenüber ähnlich gütig bist wie gegenüber Ministerpräsidenten.
Da ich gestern auch noch zu denen gehörte, bin ich da sehr gütig. 😉
Veröffentlicht von: @blackholeMitgefühl und Empathie kann ich ihm aber auch nicht unterstellen.
Herr Laschet war länger als 10 Sekunden hinter Steinmeier bei einer Pressekonferenz 🙄 Ich geh mal sehr stark davon aus, dass er mit den Betroffenen nicht gelacht oder gescherzt hat.
Aber genaus das unterstellst Du und ziehst dann den ganzen Parteiapparat Deutschlands auch noch obendrauf. Von 10 Sekunden.
Das ist keine sachliche Beurteilung.
Veröffentlicht von: @blackholeUnd hat zum Thema Klimaschutz nur zu sagen: "junge Frau, nur weil heute so ein Tag ist, ändert man nicht die Politik!"
Hat er nicht so gesagt, hat Fr. Wieseler (die Moderatorin) auch so bestätigt! Die gespielte Aufregung der in diesem Fall linksliberalgrünen sozialen Medien, erinnert mich eher an Gedanken- und Sprachpolizei.
Veröffentlicht von: @blackholeUnd was macht er gerade? Feixt und grinst hinter Steinmeier, der gerade den betroffenen der Hochwasserkatastrophe sein Mitgefühl ausdrückt.
Das war wirklich nicht die feine Art und auch unverständlich. Aber jeder hat eine 2. Chance verdient.
Die Betroffenen in NRW haben gerade das Vertrauen verloren, daß sich ihr Ministerpräsident für sie interessieren würde.
Die Aufgabe, dieses Vertrauen wiederherzustellen, liegt bei ihm.
Veröffentlicht von: @blackholeDie Aufgabe, dieses Vertrauen wiederherzustellen, liegt bei ihm.
Das ist richtig. Und daher sollte A. Laschet z. B. beim Aufräumen o. Ä. mit anpacken, um zu zeigen, dass es ihm wirklich leid tut.
Der soll A) Millarden locker machen B) Alle Gewässer diesbezüglich für die Zukunft zumindest überprüfen und Gefahrenstellen lokalisieren lassen C) Klimaschutz effektiv und klar gestalten und zwar - Technologieoffen
Das alles ist für die Zukunft wichtig.
Aber für den Moment uninteressant. Da zählt erst einmal das Anpacken und Aufräumen.
Veröffentlicht von: @blackholeDie Betroffenen in NRW haben gerade das Vertrauen verloren, daß sich ihr Ministerpräsident für sie interessieren würde. ...
Die Betroffenen und auch die nicht Betroffenen in NRW haben vielleicht aber auch gerade das Vertrauen in Katastrophenschutz und -vorsorge hier komplett verloren.
Und ich persönlich finde es sehr erstaunlich, dass diesse Frage jemanden vom THW hier aktuell anscheinend wesentlich weniger beschäftigt als das Minenspiel des NRW-Ministerpäsidenten.
Veröffentlicht von: @staffanaber auch gerade das Vertrauen in Katastrophenschutz und -vorsorge hier komplett verloren.
Ich finde diese Keiferei zum gegenwärtigen Zeitpunkt völlig deplatziert.
Niemand hat das in dem Maße vorher sehen können, was passieren wird (außer natürlich: die Schlaumeier mit ihrer Wahlkampftaktik).
Dass sich der Katastrophenschutz mit diesen Erfahrungen der letzten Tage neu justieren und orientieren muss, ist klar. Aber das ist Aufgabe Nr. 2 . Jetzt ist Aufräumen dran und die Infrastruktur wiederherstellen.
Im Moment möchte ich mich zur überregionalen Koordination hier nicht äußern.
Ich kann da momentan auch nur Vermutungen äußern, und bin im Moment auch überfragt.
Persönlich vermute ich, daß es in den nächsten 2-3 Tagen auch für uns losgehen wird, Einheiten die bereits im Einsatz sind, abzulösen.
Ansonsten: Keine Ahnung!
Was Herr Laschet an innerer Haltung live vor einer Kamera gezeigt hat als ihm nicht klar war daß er aufgenommen wird, ist etwas anderes, das konnte ein Millionenpublikum live sehen. Dazu kann ich mich äußern.