Wieviel Geld will Gott von mir?
Eine sehr schwere Frage für mich aber auch sehr spannend.
Ist es der Zehnte?
Eine Lehre aus dem AT. Unser Herr spricht auch davon im NT.
Ist es alles was du hast?
Wie die Liebe zum Herrn uns eigentlich bewegen möchte.
Ist es nichts?
Was könnten wir ihm für Geld geben, wenn ihm doch alles gehört und Geld vllt. nur tote Materie ist.
Ist es ein ganz individueller Betrag?
Ja, das fände ich schön. Wenn er genau dein Herz sieht und weiß wieviel du geben kannst.
Da muss ich an die arme Witwe denken (Markus 12).
Jesus nimmt die Frau als Vorbild. Ein ganz tolles Bild von etwas Kleinem, was aber eigentlich voller Liebe ist und großartige Auswirkung hat (?)
Was denkt ihr dazu??
Bin sehr gespannt auf eure Antworten!
In ihm.
@fvrgliese667cc Wenn ein Mensch in Beziehung mit Jesus lebt, dann wird Jesus ihm sagen, wenn er etwas oder auch etwas mehr geben soll.
Generell finde ich eine Einrichtung wie den Zehnten gut, weil er einerseits alle gleich belastet und andererseits so ein Ausgleich erfolgen kann. Für mich ist der Zehnte nicht nur für eine Gemeinde, sondern auch mal für soziale Projekte oder ähnliches. Der Zehnte macht, dass das Geld fliest und wir in der Bereitschaft bleiben, weiterzugeben, zu teilen.
Und wenn Du eine Not siehst, die Dir ans Herz geht und Du mit Deinem Geld zur Linderung beitragen kannst - warum dann nicht geben?
Es kann auch sein, dass Gott uns konkrete Aufträge gibt, für bestimmte Zwecke Geld zu spenden.
Ich erinnere mich, dass Dr. Arne Elsen berichtete, dass er in einem Gottesdienst die Stimme Gottes gehört hätte, die ihm einen bestimmten Betrag genannt hat, die für eine konkrete Konferenz zu spenden sei. Dr. Arne Elsen hatte zu dem Zeitpunkt einen lukrativen Job an einer Hamburger Klinik aus Glaubensgründen (er wollte regelmäßig am Gottesdienst teilnehmen können, was bei vielen Sonntagsdiensten nicht geht) aufgegeben und hatte sich selbstständig gemacht, was eine finanzielle Herausforderung war. Also nicht unbedingt so eine Situation, bei der man einen größeren Betrag aus einer Üppigkeit heraus geben kann. Er hat es getan - und Gott hat es ihm Vielfach zurückgegeben.
Ich selber habe so etwas auch schon mal erlebt: Ich war Mitglied einer freien Gemeinde. Ich war noch nicht lange an dem Ort, hatte einen Job zunächst für ein Praktikum angenommen, aus dem aber eine Festanstellung werden sollte. Irgendwann hörte ich als innere Stimme Jesus, wie er zu mir spricht: "Ich möchte, dass Du kommenden Sonntag einen größeren Betrag in die Kollekte einlegst." OK, dachte ich mir und antwortete: "Was soll es denn sein? Wären 50 oder 100 DM OK?" Ich bekam zur Antwort: "Ich hätte da schon an einen größeren Betrag gedacht." Dann folgte eine Art Verhandlung, bei der ich dann irgendwann erkannte, dass Gott möchte, dass ich den Erstling meines Gehaltes - also das erste Gehalt nach dem Praktikum in der Festanstellung gebe. Das Problem war, dass ich noch nicht genau wusste, wie groß dieser Betrag sein würde. Klar wusste ich das in etwa, aber so, mit all den Abzügen konnte ich das nicht genau ermitteln. So habe ich dann geschätzt und das im Nachhinein auch in etwa getroffen.
Zur Kollekte wartete dann eine kleine Überraschung auf mich: Die Gemeinde wollte wachsen und man hatte Pläne zu bauen. Daher wurde in der Predigt die Situation angesprochen und dass man sich nicht klar wäre, ob das finanziell zu stemmen sei. Daher wurde gebeten, in der Kollekte ein Zeichen zu setzen, dass dann die Entscheidung in der Sache einfacher machen würde - und da war dann nachher mein Erstling drin, der mehr war als der Betrag, der Sonntags normalerweise von allen kollektiert wird. Der Prediger hatte seine Antwort - und sie kam von Gott und nicht von den Gemeindegliedern.
Wenn Jesus in Dir ist, dann siehst Du mit Jesu Augen und Jesu Herz - und dann bist Du auch bereit, Jesu Wege zu gehen, die nicht immer menschlich rational sein müssen. Das gilt natürlich auch, wenn wir in Situationen hineinkommen, in denen wir uns einbringen können. Klar sind für mich immer noch Machbarkeit und die Überprüfung, ob es wirklich von Gott kommt, wichtige Kriterien. Aber ich hatte damals in meiner Situation keine Zweifel und wenn das so ist, dann kann man auch im Vertrauen auf den Herrn Dinge tun, von denen Dir jeder "normal" denkende Mensch abraten würde.
@goodfruit Und wovon hast du gelebt, wenn du gleich dein ganzes erstes Gehalt weggegeben hast?
Ich denke, der Zehnte kann ein Richtwert sein.
Und auch wenn gesagt wird, er wäre 'gerecht', kommt es nunmal vor, dass der Zehnte des Einen die verbleibenden 90 % des Anderen übersteigt.
Somit sind wir hier an dem von Jesus angesprochenen Punkt, dass der Eine geben kann, ohne zu darben und es für den Anderen ein echtes 'Opfer' ist.
Wichtig ist aus meiner Sicht die Herzenshaltung, mit der man gibt.
@fvrgliese667cc Ich denke, wie bei so vielen anderen Themen auch kommt es hier auf die Herzenshaltung & auf die Umstände des einzelnen Menschen an, bzw. auf den individuellen Rahmen der Möglichkeiten.
Ich persönlich denke auch, wenn jemand wenig oder nichts geben kann, dann sieht Gott ja auch die Umstände & wird das ganz individuell, auf den einzelnen Menschen zugeschnitten, bewerten 🙂
Der Druck, der damit einhergeht, machen wir Menschen uns auch selbst. Klar kennt jeder das "den Zehnten geben", aber es kommt sicher letztendlich auf die innere Herzenshaltung an!
@fvrgliese667cc Ich finde die Frage sowie die meisten Antworten etwas Pharisäerisch um ehrlich zu sein. Meiner Meinung nach geht es hier um die Frage bist du bereit Gottes Reich zu bauen oder nicht. Jeder soll auf das hören was Gott/Jesus/der heilige Geist im ganz persönlich aufgibt. Wir werden als Leib Gottes dargestellt. Das Auge kann nicht riechen und der Fuss nicht sprechen. Gott wird nie etwas von dir verlangen was du nicht geben/leisten kannst mit seiner Hilfe.
Ich denke Vertrauen ist hier die Antwort. Hör auf dein Herz und vertrau darauf dass er das Beste für dich möchte auch wenn das nicht so aussieht auf den ersten Blick
2.Kor 9,7
Der vollständige Vers lautet: "Jeder gebe, wie er es sich im Herzen vorgenommen hat, nicht mit Unlust oder Zwang; denn einen freudigen Geber hat Gott lieb.
mehr muss man nicht wissen, oder?
Was von "deinem Geld" gehört dir denn wirklich? Ist es nicht Gott, der dir dies ermöglicht? Ist es nicht Gott, der dein Leben teuer erkauft hat? Wem gehörst du? Wem gehört dein Geld? Frag am besten den, der in dir wohnt. 🙂