Sex vor der Ehe = Unzucht?
Hallo.. Kann mir jemand helfen, folgende Bibelstelle richtig zu interpretieren?
1 Überhaupt hört man von Unzucht[1] unter euch, und zwar von einer solchen Unzucht, die selbst unter den Heiden unerhört ist, dass nämlich einer die Frau seines Vaters hat!
2 Und ihr seid aufgebläht und hättet doch eher Leid tragen sollen, damit der, welcher diese Tat begangen hat, aus eurer Mitte hinweggetan wird!
3 Denn ich als dem Leib nach abwesend, dem Geist nach aber anwesend, habe schon, als wäre ich anwesend, über den, der dies auf solche Weise begangen hat, beschlossen,
4 den Betreffenden im Namen unseres Herrn Jesus Christus und nachdem euer und mein Geist sich mit der Kraft unseres Herrn Jesus Christus vereinigt hat,
5 dem Satan zu übergeben zum Verderben des Fleisches, damit der Geist gerettet werde am Tag des Herrn Jesus.
6 Euer Rühmen ist nicht gut! Wisst ihr nicht, dass ein wenig Sauerteig den ganzen Teig durchsäuert?
7 Darum fegt den alten Sauerteig aus, damit ihr ein neuer Teig seid, da ihr ja ungesäuert seid! Denn unser Passahlamm ist ja für uns geschlachtet worden: Christus.[2]
8 So wollen wir denn nicht mit altem Sauerteig Fest feiern, auch nicht mit Sauerteig der Bosheit und Schlechtigkeit, sondern mit ungesäuerten Broten der Lauterkeit und Wahrheit.
9 Ich habe euch in dem Brief geschrieben, dass ihr keinen Umgang mit Unzüchtigen haben sollt;
10 und zwar nicht mit den Unzüchtigen dieser Welt überhaupt, oder den Habsüchtigen oder Räubern oder Götzendienern; sonst müsstet ihr ja aus der Welt hinausgehen.
11 Jetzt aber habe ich euch geschrieben, dass ihr keinen Umgang haben sollt mit jemand, der sich Bruder nennen lässt und dabei ein Unzüchtiger oder Habsüchtiger oder Götzendiener oder Lästerer oder Trunkenbold oder Räuber ist; mit einem solchen sollt ihr nicht einmal essen.
12 Denn was gehen mich auch die an, die außerhalb [der Gemeinde] sind, dass ich sie richten sollte? Habt ihr nicht die zu richten, welche drinnen sind?
13 Die aber außerhalb sind, richtet Gott. So tut den Bösen aus eurer Mitte hinweg!
1. Korinther 5:1-13 Sch2000
Ist Sex vor der Ehe = Unzucht?
Und:
Ist es erlaubt, mit einem Christen in eine WG zusammen zu ziehen, der Sex vor der Ehe nicht für Sünde hält, wenn er sich nicht nur allein von Lust, sondern von Liebe leiten lässt und für möglich hält (auch wenn er sich das nicht wünscht), mehrere Frauen im Bett zu erleben, bis er die Richtige findet, die er heiraten will?
Kann das Liebe sein oder ist das Sünde und er verwechselt Liebe mit seinem Bauchgefühl?
Sind diese Gedanken, die ich hab, "pharisäerhaft" und zu gesetzlich?
Danke.
Di Bibelstelle sagt doch, was mit Unzucht gemeint ist und zwar, dass jemand eine Beziehung mit seiner Mutter (wahrscheinlich ist hier Stiefmutter gemeint) eingeht. Daher verstehe ich jetzt den Zusammenhang zu deiner Frage nicht.
Ist es erlaubt, mit einem Christen in eine WG zusammen zu ziehen, der Sex vor der Ehe nicht für Sünde hält, wenn er sich nicht nur allein von Lust, sondern von Liebe leiten lässt und für möglich hält (auch wenn er sich das nicht wünscht), mehrere Frauen im Bett zu erleben, bis er die Richtige findet, die er heiraten will?
Natürlich ist das erlaubt. Keiner hat das Recht seinen WG-Mitbewohner Vorschriften zu machen, wie sie ihr Sexleben gestalten. (höchsten wenn es zu laut wird 🤣 🤣 )
Kann das Liebe sein oder ist das Sünde und er verwechselt Liebe mit seinem Bauchgefühl?
Kann beides sein. Allgemeingültig ist die Frage nicht beantwortbar. Aber warum willst du überhaupt darüber Urteilen? Warum interessierst du dich so sehr für das Sexleben anderer?
Danke für deine Antwort. Darf ich fragen, ob du gläubig bist?
Wenn ein Christ während der Ehe intim war mit seiner Frau, einer anderen Frau und ihrer Mutter (andere Frau und Mutter nicht zur selben Zeit), ist das dann Ehebruch und Unzucht, auch wenn aus seiner Sicht Liebe die treibende Kraft war und alle dadurch gestärkt und glücklich waren?
Wenn ein Christ während der Ehe intim war mit seiner Frau, einer anderen Frau und ihrer Mutter (andere Frau und Mutter nicht zur selben Zeit), ist das dann Ehebruch
Wenn ich oder meine Partnerin fremd geht, ist dies für mich eine Sünde. Vollkommen egal mit wem. Für mich ist das auch vollkommen unabhängig von der Ehe. Auch wenn man nur eine Partnerschaft hat, ist ein Seitensprung für mich Sünde.
In deinem Beispiel ging es aber ja um ein Single, der Sex vor der Ehe für in Ordnung hält. Und da habe ich kein Recht über ihm zu Urteilen. Ich persönlich habe erst in einer festen Partnerschaft Sex.
@lhoovpee Und ich frag mich auch, ob ich nicht diejenige bin, die sündigt, weil ich auf die Sünde schaue, aus Angst, Gott nicht zu gehorchen, anstatt auf seine Absichten, was er mir ermöglichen will und auf die Liebe.
Aber es geht mir auch darum, das Richtige zu tun.
Vielleicht hab ich falsche Interpretationen und muss das "Pharisäertum" bereuen und meine Interpretation an seine anpassen.
Tut mir auch leid, dass ich so die Sünde hervorhebe, will auch kein schlechtes Licht auf ihn werfen, für ihn ist oke, wenn ich das so schreibe, weil mir wichtig ist das zu verstehen.
Soll man überhaupt versuchen, das Wort in der Bibel mit dem Verstand zu verstehen? Oder soll man es einfach glauben und sich vom Gefühl leiten lassen?
Soll man überhaupt versuchen, das Wort in der Bibel mit dem Verstand zu verstehen?
Ja, natürlich.
Oder soll man es einfach glauben und sich vom Gefühl leiten lassen?
Nein.
Ich verstehe überhaupt nicht, warum du denkst, dass du etwas falsch machst, wenn dein Mitbewohner Sex hat. Du hast damit doch nichts zu tun. Was er tut geht dich überhaupt nichts an. Das ist der private Raum deines Mitbewohners.
Veröffentlicht von: @pumuckl97Ist Sex vor der Ehe = Unzucht?
Sex vor der Ehe ist auch Unzucht. Ganz klar. Es kann aber auch Ehebruch bedeuten. Oder sexuell abnorme Praktiken (Sex mit Tieren o.ä.)
Das Problem ist eher eine Unzulänglichkeit deutscher Übersetzungen bzw. der deutschen Sprache. Sowohl im Hebräischen, als auch im Griechischen gibt es für Sex unter nicht verheirateten Personen und Sex zwischen einer verheirateten und einer unverheirateten Person (Ehebruch) unterschiedliche Worte - die es im Deutschen nicht gibt, wenn es um die Beschreibung des sexuellen Aktes an sich geht. Die beiden unterschiedlichen Dinge wurden deshalb in der Regel mit dem einen Wort "Unzucht" übersetzt, wie du es auch in der eher traditionellen Übersetzung "Schlachter 2000" findest. Kommunikativere Übersetzungen sprechen da meist von sexueller Unmoral oder ähnlichem, können aber das Problem nicht beseitigen, dass wir im deutschen darauf angewiesen sind, aus dem Kontext zu schließen, welche Form der "Unzucht" jetzt eigentlich gemeint ist.
Klar ist, dass beides in Gottes Augen eine Sünde ist, wenn wir die Bibel als Gottes Wort anerkennen und als unseren Maßstab definieren. Da ist die Bibel absolut eindeutig, da es in hunderten von Versen quer durch AT und NT immer wieder thematisiert wird. Und das schließt auch unseren Herrn Jesus Christus mit ein, der das Thema auch immer wieder platziert. Das ist also nichts, was man einfach so wegwischen sollte oder theologisch irgendwie mit Hilfe des Kontextes weg diskutieren kann.
Worüber man aber durchaus diskutieren kann ist, was in Gottes Augen schlimmer wiegt, also verwerflicher ist. Einvernehmliche Sex zweier unverheirateter Personen, die sich im Idealfall sogar lieben und im Verlauf der Zeit auch heiraten und dann für immer zusammen bleiben, oder wirklicher echter Ehebruch. Hier tendiere ich persönlich zu letzterem, denn Ehebruch ist ja ganz klar ein Teil der ewigen Gesetzte Gottes, nämlich den 10 Geboten und das gleich 2-fach (Du sollst nicht die Ehe brechen / Du sollst nicht begehren deines nächsten Frau). Letzteres ist wichtig und wird gerne übersehen - ist aber wichtig um zu verstehen, dass für Gott nicht nur der Verheiratete, der mit jemanden anderem Sex hat, als seiner Frau oder ihrem Mann, sondern auch der, der nicht verheiratet ist und als Sexualpartner den Ehebruch erst möglich macht als Ehebrecher bezeichnet wird.
Bei dem von dir vorgebrachtem Text haben wir es gerade deshalb mit einer besonders schweren Sünde zu tun, da hier gleich 3 Gebote auf einmal gebrochen werden. Die beschriebene Person schläft mit einer verheirateten Frau und bricht somit die Ehe (nicht seine eigene, sondern die eines anderen). Die Frau mit der er Sex hat ist auch noch die Frau seines Nächsten (ich glaube wir sind uns einige, dass sich Vater und Sohn in der Regel ziemlich nahe stehen - viel näher geht kaum). Und als Sohn entehrt er auch noch seinen Vater (4. Gebot du sollst Vater und Mutter ehren). Sich an die Frau seines Vater ran zu machen ist so ziemlich das Gegenteil davon. Das von dir genannte Beispiel ist also eine echter Extremfall, in welchem so ziemlich alles zusammen kommt und wird deshalb auch zurecht von Paulus besonders angeprangert und thematisiert, wenn solche Dinge in der Gemeinde in Korinth an der Tagesordnung waren. 🤔
Danke Maik.
Klar ist, dass beides in Gottes Augen eine Sünde ist, wenn wir die Bibel als Gottes Wort anerkennen und als unseren Maßstab definieren.
Bist du dem so sicher, im AT gab es für willentlich begangene Sünde nur eine Option und das war der Tod. Es gibt im AT nirgends die Option für willentlich begangene Sünden ein Opfer darzubringen, um sich von der Sünde zu befreien. Nun wird aber Sex zwischen zwei Unverlobten nicht als Sünde behandelt.
Was in der Bibel klar in Bezug auf Sex als Sünde bezeichnet und behandelt wird, ist Perversion (Sex mit Tieren oder Verwandten 1 und 2 Grades oder Sex zwischen Männern, Sex zwischen Frauen wird nicht erwähnt) und Untreue (Ehebruch). Auf die jeweils die Todesstrafe steht.
Also, wenn du das Wort Gottes anerkennst und als Massstab definierst. Dann kannst du nicht behaupten, dass Sex vor der Ehe Sünde sei.
Ist Sex vor der Ehe etwas Gutes und sollten wir es alle wild drauflos treiben, nein, aber das beruht auf einer anderen Argumentation als Sex vor der Ehe ist Sünde.
Sex vor der Ehe ist auch Unzucht. Ganz klar.
Nicht ganz so klar, wie du es darstellst.
nämlich den 10 Geboten und das gleich 2-fach (Du sollst nicht die Ehe brechen / Du sollst nicht begehren deines nächsten Frau)
Und wenn man selbst nicht verheiratet ist und die Frau, die man(n) begehrt auch nicht. Dann verstösst man gegen keins dieser Gebote.
Ich wünschte mir, du (und viele andere) könnten oder würden verstehen, dass Gott niemand ist, der lauter Verbote aufgestellt hat und alles und jeden bestraft, der sich nicht dran hält. Ich wünschte alle könnten verstehen, dass auch Gottes Wort (Bibel) so nicht zu verstehen ist und dass diese Denkeweise des strafenden, harten, lieblosen Gottes eine Erfindung des Mittelalters ist (also im Grunde Erfindung von Machtmenschen, um ihre eigenen Ziele zu verfolgen). Ich wünschte, du (und viele andere) würdest dich mehr mit Gott selbst beschäftigen, wie seine Gedanken sind über uns von Anbeginn der Zeit an, und dass er sein kostbares Leben gab, damit wir genau dieses kostbare Leben haben können und dürfen
Maik hat die Bibelstelle sehr schön aufgedröselt, denke ich. Und woanders hat dir Dschordsch (bepe) wirklich gute Worte mitgegeben (anderer Thread, der mehr auf deine Entscheidung eingeht, mit diesem einen Mann mitzugehen oder nicht).
Weil es aus meiner Sicht nicht so sehr darum geht, uns akribisch an Verboten zu orientieren, sondern es viel wichtiger und zielführender ist, zu verstehen, wer Gott ist und wer wir in Gott sind. Daraus ergibt sich nach und nach alles andere. Es geht meines Erachtens so an Gott vorbei, solcherlei Fragen zu stellen (darf ich/dürfen Christen ...). Gott sagte, wir dürfen alles, nur ist nicht immer alles gut für uns. DAS ist der Leitfaden Gottes.
1. Korinther 10,23 Ihr lebt nach dem Grundsatz: »Alles ist erlaubt!« Ich antworte darauf: Aber nicht alles, was erlaubt ist, ist auch gut. Alles ist erlaubt, aber nicht alles baut die Gemeinde auf.
(Hoffnung für Alle)
Es ist schon sehr bezeichnend, dass die HfA da eine Kapitelüberschrift hingesetzt hat und erst recht, wie diese Kapitelüberschrift lautet, nämlich "Was die Gemeinde aufbaut". Es geht nicht um Verbote und einen Leistungskatalog. Es geht darum, dass Gott für uns das Beste möchte. In seinem Wort zeigt er uns auf, welches Verhalten welche Folgen nach sich zieht. Er erklärt uns die Welt, damit wir in dieser für uns gute Entscheidungen treffen können.
Es geht auch nicht darum, "es jemandem recht zu machen", sondern zu verstehen, was Gott mir ganz persönlich geschenkt hat: SICH. Ist dir das bewusst? Weißt du um das Geschenk, das Gott dir gemacht hat, ganz unabhängig von deinem - ich nenne ihn mal - Freund? Dabei geht es um dich ganz persönlich, um niemand anderen.
@neubaugoere Also ein klein wenig sollte man den Kontext schon beachten. In 1. Korinther 10,23 ff. geht es um Speisevorschriften. Das ist kein Blankoscheck für Sünden.
Und natürlich straft Gott sehr wohl - er hat daran sicherlich keine Freude, genauso wenig wie Eltern eine Freude daran haben ihre Kinder zu bestrafen. Das heißt aber nicht, dass er es nicht tut. Unser Herr Jesus selbst spricht wesentlich häufiger von der Hölle, als vom Himmel. Und das ist auch keine Erfindung des Mittelalters, sondern im Gegenteil. Der aus Liebe alles verzeihende und nicht zu Gericht sitzende Gott ist eine Erfindung der jüngsten Neuzeit. Biblisch ist diese Ansicht auch nicht.
Ist ja auch eigentlich relativ logisch. Ein Gott der nicht richtet ist nicht Gerecht. Ein Gericht, bei dem der Freispruch feststeht ist weder gerecht, noch irgendwie überhaupt sinnvoll. Dann kann man es gleich ganz lassen.
Und das wichtigste. Gäbe es kein Gericht und bestände keinerlei Gefahr unsere Ewigkeit in Abwesenheit von Gott zu verbringen, wäre das Opfer, dass unser Herr Jesus für uns - für dich und für mich - gebracht hat, all die Erniedrigungen, Schmähungen und Qualen die er erduldet hat umsonst gewesen. Sie wären völlig sinnlos.
Gott liebt (auch) den Sünder, aber er hasst die Sünde die er tut, denn die Sünde ist es die Leid in seine Schöpfung bringt, die sie Schritt für Schritt zerstört und zu einer gefallenen Welt macht. Die Schöpfung die einmal nicht nur gut, sondern sehr gut war (1. Mose 1,31) Die eine mehr, die andere weniger. Dessen sollte man sich immer bewusst sein.
In einer Sache hast du aber sicherlich Recht. Gott schafft keine willkürlichen Gesetze, denen wir einfach nur Blind folgen sollen (als Prüfung so zusagen). Wir haben auch keinen Gott, der die Hölle füllen will, wie es eine andere monotheistische Religion lehrt. Alle seine Gesetze haben einen Sinn - auch wenn wir den manchmal, wenn wir nur auf uns selber schauen und unsere eigene Lust in den Vordergrund stellen nicht verstehen. Siehe hierbei zum Beispiel das Thema "Sex außerhalb der Ehe" um das es hier ja geht.
Der Nutzer @bepe0905 brachte hier ja das Gleichnis vom Sauerteig ins Spiel - wenn man dieses Gleichnis mal auf Sex anwendet erkennt man gerade an unserer Gesellschaft wie der Sauerteig in den letzten 50 Jahren immer mehr seine Wirkung entfaltet hat.
Ich bin 46 Jahre alt, verheiratet und habe einen Sohn (15). Meine Jugend / Sturm und Drangzeit spielte sich also in der Zeit des Jahrtausendwechsels ab. Schon damals war es gesellschaftlich "normal" auch Sex ohne Trauschein zu haben, aber es war trotzdem noch etwas besonderes, mit dem die meisten gewartet haben. One-Night-Stands gab es damals zwar auch schon, aber kaum jemand hatte sie und selbst wenn, hat man sich nicht offen dazu bekannt oder sich gar dafür feiern lassen
Ich selber hatte vor meiner Frau vier weiter Sexualpartner im weitesten Sinne, wobei ich nur mit zwei von ihnen geschlafen habe. Alles echte Beziehungen. Einer der beiden habe ich persönlich richtig weh getan, weil ich bestimme Zeichen nicht erkannt habe und durch leichtfertige Beendigung Leid verursacht habe, was mir erst Jahre später wirklich bewusst wurde. In der anderen wurde ich verletzte - von ihr und einem Menschen, den ich bis zu diesem Zeitpunkt für einen meiner besten Freunde gehalten habe.
Das alles ist aber nichts um vergleich, was nur 20 Jahre später in unserer Gesellschaft los ist, in der junge Menschen, die so alt sind wie ich damals öffentlich im Fernsehen mit über 100 Sexualpartnern prahlen (Männer und Frauen), vor laufenden Kameras im TV zur besten Senderzeit Sex haben mit Menschen, die sie erst wenige Tage vorher kennen gelernt haben. Sexualpraktiken werden auf Demonstrationen unter dem Regenbogen auf öffentlicher Straße zelebriert und auf dem evangelischen Kirchentag, gibt es Stände mit Titeln "Bekennende Christen der BDSM Community" während "Pro-Life" nicht aufs Gelände darf. Der Sauerteig hat seine Wirkung getan und das Resultat dieser Wirkung sind 100.000 Abtreibungen jedes Jahr alleine in Deutschland von denen 96% keinerlei medizinische Gründe haben und auch nicht durch sexuellen Missbrauch o.ä.
Jedes Jahr 100.000 unschuldige Babys die im Namen des Götzen "Sexuelle Selbstbestimmung" im Mutterleib zerstückelt werden um dann wie Müll entsorgt zu werden.
Dazu kommt ein gigantisch sprunghafter Anstieg von Geschlechtskrankheiten die Teils als ausgerottet galten.
Und letztendlich Millionen von Jugendlichen, die ein völlig gestörtes Verhältnis zur Sexualität und Beziehung haben. Junge Frauen, die meinen, sie müssten allzeit Bereit sein, wirklich alle sexuellen Praktiken mitzumachen, selbst wenn sie sich davor ekeln um nicht als verklemmt und schlecht im Bett gebrandmarkt zu werden und Jungen die sich als Totalversager fühlen, weil sie keine 60 Minuten durchhalten, wie es ihnen in den hunderten Pornos, die ein durchschnittlicher 16 jähriger im seinem Leben bereits konsumiert hat, propagiert wird.
Wollen wir wirklich glauben, dass Gott das gut findet und er es nicht verurteilt, wenn wir den von ihm bereits ganz am Anfang der Bibel als heilig erklärte Akt des Ehevollzugs, bei der Mann und Frau "ein Fleisch werden" durch den Leben entsteht zum billigen Konsumobjekt erklären - ohne Rücksicht auf Verluste - propagiert durch Social Media Kanäle der "öffentlich rechtlichen Sender" mit Erziehungsauftrag, die dann Vergleiche raus bringen wie "Ein Auto fährt man ja auch Probe, bevor man es kauft". Sicherlich nicht.
Sorry, dass war jetzt sehr viel, aber ich finde das Thema alles andere als unwichtig und ja, ich weiß, dass ist unangenehm darüber zu sprechen und man wird ganz schnell auch emotional und der gesellschaftliche Druck und die Angst vor Ächtung für seine Meinung wächst Tag für Tag. Nicht umsonst meiden auch viele Gemeinden dieses Thema - weil es halt unangenehm ist und schwierig.
Aber Hand auf Herz - hat unser Herr Jesus jemals behauptet, ihm zu folgen wäre leicht?
Das alles ist aber nichts um vergleich, was nur 20 Jahre später in unserer Gesellschaft los ist, in der junge Menschen, die so alt sind wie ich damals öffentlich im Fernsehen mit über 100 Sexualpartnern prahlen (Männer und Frauen), vor laufenden Kameras im TV zur besten Senderzeit Sex haben mit Menschen, die sie erst wenige Tage vorher kennen gelernt haben.
Ich denke, man sollte hier schon eine längere Entwicklung im Auge haben... und auch genau unterscheiden zwischen dem, was ist, und dem, worüber gesprochen werden kann.
Menschen hatten auch früher schon Affären, konnten darüber aber nicht sprechen. Mit den 68ern änderte sich dann vieles, auch sexuelle Freiheit wurde propagiert. So richtig "frei" wurde es dann aber nie, in den 80ern war eher wieder etwas Prüderie angesagt. In den 90ern gab es dann eine neue, sachliche Offenheit... nicht zuletzt aufgrund von AIDs, über das halt geredet werden musste.
In den letzten Jahren konnten auch Homosexuelle offen über ihre Leben sprechen, was zuvor verschämt nur versteckt stattfand... da sehe ich nichts Neues, es wird nur sichtbar, was es eh schon immer gab.
Und ich habe auch den Eindruck, dass die sexuelle Offenheit längst wieder im Rückgang ist... es scheint hier immer wieder ein Auf und Ab zu geben. Dass es "immer schlimmer" wird sehe ich hier ehrlich gesagt nicht. Stattdessen gibt es wieder verstärkt Prüderie, teils auch mit der Begründung "Sexismus" zu bekämpfen... was immer schwierig zu beurteilen ist.
Das Einzige, was sicher ist, ist Sex ausserhalb der Ehe (sprich Mann oder Frau geht fremd) ist Unzucht. Ob Sex vor der Ehe Unzucht ist, da bin ich mir nicht so ganz sicher. Jedenfalls wird vorehelicher Sex zwischen zwei nicht Verlobten nicht als Sünde bestraft.
Gleichzeitig denke ich, und das ist keine biblische Argumentation, dass uneingeschränkte Lustbefriedigung (dazu gehört jetzt nicht nur Sex) einen Menschen zerstört.
Ist vor dem Haus stehen dasselbe wie aus dem Haus herausschauen?
Man kann nur eine Ehe brechen, wenn einer der Beteiligten in einer Ehe ist. Sex ausserhalb der Ehe ist kein biblischer Ausdruck und deshalb als Diskussionsgrundlage irrelevant, weshalb ich ja die Klammer angefügt habe.
24 Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhangen, und sie werden sein ein Fleisch.
In diesem Vers sind zwei Bedingungen angegeben, damit Mann und Frau ein Fleisch werden. Die Elternfamilie verlassen und eine neue Familie gründen.
Du müsstest "seiner Frau anhangen" als Euphemismus für Sex verstehen, um zu so einer Auslegung zu kommen.
Zu so einer Auslegung passt dann aber dieser Vers nicht (wo das hebräische Wort für anhangt verwendet wird)
Jos 8.7 auf dass ihr euch nicht mengt unter diese Völker, die noch übrig sind bei euch, und nicht anruft noch schwört bei dem Namen ihrer Götter noch ihnen dient noch sie anbetet, 8 sondern dem HERRN, eurem Gott, anhangt, wie ihr bis auf diesen Tag getan habt.
Psalm63,9 Meine Seele hängt an dir; deine rechte Hand hält mich.
Jer 13, 11 Denn gleichwie der Gürtel um die Lenden des Mannes gebunden wird, so habe ich das ganze Haus Israel und das ganze Haus Juda um mich gegürtet, spricht der HERR, dass sie mein Volk sein sollten, mir zum Ruhm, zu Lob und Ehren; aber sie haben nicht gehört.
In diesen Versen hat "anhangen" etwas mit Treue und einem Bund zu tun.
Deshalb wird es dann auch schnell klar, warum Hurerei so etwas Verwerfliches ist, da Hurerei eben diesen Bund bricht, das ist ja das grosse Thema im AT. Darum kommt dann Paulus im Korintherbrief dazu, dies zu schreiben.
16 Oder wisst ihr nicht: Wer sich an die Hure hängt, der ist ein Leib mit ihr? Denn die Schrift sagt: »Die zwei werden ein Fleisch sein«
Hurerei war zu dieser Zeit grösstenteils mit Tempel und Götzendienst verbunden. Wer eine Tempelhure besuchte, der nahm dadurch am Götzendienst teil. Man bricht also die Treue mit Gott und dient einem anderen "Gott".
Das ist die gleiche Thematik wie das Essen von Götzenfleisch.
Es passiert doch etwas mit dem Menschen ...
Klar passiert da etwas mit dem Menschen, aber nicht in dem Ausmasse wie es gerne in frommen Kreisen porträtiert wird.
Du müsstest "seiner Frau anhangen" als Euphemismus für Sex verstehen, um zu so einer Auslegung zu kommen.
Nein, muss ich nicht. Denn es geht ja im Text weiter mit "ein Fleisch sein".
Klar passiert da etwas mit dem Menschen, aber nicht in dem Ausmasse wie es gerne in frommen Kreisen porträtiert wird.
Was wird denn in frommen Kreisen portätiert?
wenn es kein Euphemismus für Sex ist, dann hat dieser Vers keinerlei Implikation für das Thema.
Damit bestätigst du meine Argumentation.
Nein Arcangel, das kann ich so nicht stehen lassen. Lies bitte dazu die Bibelstellen aus 2. Mose 22, 15; 5. Mose 22, 20-21; 5. Mose 22, 28-29; Hosea 4, 13. Auch im NT war der vorehelicher Sex nicht anerkannt. Siehe dazu Luk. 1, 26-38; 1. Kor. 7, 8-9 und 1. Thess. 4, 3-5, um ein paar Textstellen zu nennen. Ich kann diese Texte jetzt nicht alle für dich raussuchen und hier einfügen. Unzucht steht für mich auch für vorehelichen Geschlechtsverkehr. Die Sexualität soll ja eine Beziehung einmalig schön machen und vertiefen, dazu braucht es unter anderem totales Vertrauen.
In der Generation meiner Eltern war es so, dass sich Unverheiratete nicht im Elternhaus treffen durften. Es sei denn, die Heiratsabsicht war klar. Auch in meiner Jugendzeit gab es unverheiratete Frauen, die in ihrem zu Hause keine Männerbesuche erlaubten. Sie wollten nicht in Verruf kommen. Sicher, das war ja auch eine ganz andere Zeit.
In meinem Leben hatte und habe ich es mit ganz sehr vielen Leuten zu tun. Bis heute ist es doch das Thema bei Christen wie auch bei Nichtchristen, dass Männer lieber eine Frau ohne vorherige sexuellen Erfahrungen heiraten würden. Manche Männer versuchen Frauen zu verführen nur um zu sehen, ob sie nachgeben, wünschen sich aber, dass sie es nicht zulassen. Mädels reden sich gegenseitig ein, dass es für einen Mann nur gilt, dass die Frau im Bett gut sein muss. Wieviel Eifersucht und Angst vor Untreue gibt es, wenn z.B. die Frau ohne ihn zu einer Freundin verreist - Angst zum Beispiel als Folge davon, weil sie es ihm leicht gemacht hat ....
Ist es nicht so, dass eins von beiden ein schlechtes Gewissen beim vorehelichen Geschlechtsverkehr hat? Klar, Zeiten verändern sich. Aber die Menschen sind doch nicht anders als früher. Und das Wort in der Bibel gilt immer noch.
2. Mose 22, 15 hier wird vorehelicher Sex nicht als Sünde behandelt, denn Sünde hat immer eine Straffe zur Folge.
5. Mose 22, 20-21 dieser Kontext umfasst ein paar mehr Verse, als sie du hier zitierst. Dieser Abschnitt beginnt bei Vers 13. Und es wird klar, dass es hier um das Vorspielen falscher Tatsachen geht. Da meint jemand, er heirate eine Jungfrau, die es aber nicht ist. Dies ist einzige AT Stelle, die du zitierst, in der voreheliche Geschlechtsverkehr mit Hurerei in Verbindung gebracht wird. Aber genauso gut kann es auf, dass vorspielen falscher Tatsachen und damit Untreue gemünzt werden.
5. Mose 22, 28-29 ist die Parallelstelle von 2. Mose 22, 15
Hosea 4,13 da steht nichts von vorehelichem Sex.
Luk. 1, 26-38 hat nichts mit dem Thema zu tun.
1. Kor. 7, 8-9 ja das es besser ist zu heiraten, dem widerspricht hier keiner, auch ist klar, dass ein geheiligter Lebensstil auf ausserehelichen Sex verzichtet. Ich behaupte, dass ausserehelicher Sex keine Sünde ist, und bis anhin hast du keine Bibelstelle dazu vorgebracht.
1. Thess. 4, 3-5 Unzucht umfasst, mehr als Sex und mehr aus ausserehelicher Sex. Ja, wer ein geheiligtes Leben führen will, der lässt sich nicht von der Lust leiten.
Unzucht steht für mich auch für vorehelichen Geschlechtsverkehr. Die Sexualität soll ja eine Beziehung einmalig schön machen und vertiefen, dazu braucht es unter anderem totales Vertrauen.
Ja. Nur bedeutet es im Umkehrschluss eben nicht, dass ausserehelicher Sex zwischen zwei unverheirateten Unzucht ist und damit Sünde.
Du hast mir deiner Analyse durchaus recht, und ich stimme dir vollkommen zu. Sex gehört in die Ehe.
Und das Wort in der Bibel gilt immer noch.
Ich stelle nur fest, dass die Bibel vorehelichen Geschlechtsverkehr zwischen zwei Unverheirateten nicht als Sünde bezeichnet. Denn auf Unzucht steht die Todesstrafe, wie du so schön mit 5 Mose 22 dokumentiert hast. Aber eben dieses Kapitel zeigt, dass der Sex zwischen zwei unverheirateten, zwar Konsequenzen hat, aber eben nicht mit der Todesstrafe bestraft wird.
Das Einzige, was ich hierzu erwähnen könnte, ist 1 John 5 16 Wenn jemand seinen Bruder sündigen sieht, eine Sünde nicht zum Tode, so mag er bitten, und Gott wird ihm das Leben geben – denen, die nicht sündigen zum Tode. Es gibt aber eine Sünde zum Tode; bei der sage ich nicht, dass jemand bitten soll. 17 Jede Ungerechtigkeit ist Sünde; aber es gibt Sünde nicht zum Tode.
@neubaugoere Ich persönlich sehe da auch immer die Achtung dahinter, siehe Maria und Josef ...
*hm* ich frage schon in Richtung gesellschaftlicher Stellung und wie Jesus dem begegnet ist. - Er hat uns so geschaffen ... Was genau hat er in einen Rahmen gesetzt? Ich könnt's nicht wirklich benennen, weiß aber, dass er Frauen und Männer auf die gleiche Ebene gesetzt hat. Frauen hat er geschützt, die waren von der Gesellschaft benachteiligt, soweit ich weiß. Eine Frau ohne Mann - hat durchaus Parallelen zu heute (dritte Welt) - war nichts (mehr) wert. Doch wie ging Jesus mit Sexualität um? Hat er sie in einen Rahmen gesetzt? Hat er Grenzen gezogen? Wie hat er sich das mit seinen Menschen vorgestellt? (und wie wird es einmal sein?)
Fragen über Fragen ...
@neubaugoere Jesus hatte im Blick, dass die Menschen durch ihn ein erfülltes Leben hatten. Einfach anders leben. Anders im Denken, anders im Umgang mit der Sexualität.
Ergänzung: siehe z.B. die Begegnung von Jesus mit der Frau am Jakobsbrunnen ...
? Hatte das mit Sexualität zu tun? Oder etwas mit Wert, Respekt und auch Schutz der Frau?
Wie war denn die Frau ohne Mann damals gestellt? Erst recht nach einigen Männern? Hätte sie denn je allein leben können?
Sorry, aber mit immer nur einem Satz - das ist nicht meine Form des Austausches.
@neubaugoere Schau, wie sie zu den Leuten gegangen ist. Schau nach, wie Lydia gelebt hat. Wer keinen Mann hatte, hat gearbeitet. Als Christin war die Frau in der Gemeinde zu Hause.
Also haben nur die Menschen in einer Ehe Sexualität, Alleinlebende nicht? Ich bin gerade verwirrt.
Klar, die Sexualität ist uns angelegt. Und doch gehört für mich die Sexualität in die Ehe. Das gesellschaftliche Umfeld war zwar in der Bibel anders, weil viele Menschen damals früher geheiratet haben. Bei ihnen gab es nicht so lange Wartezeiten wie bei uns, - z.B. durch lange Ausbildungszeiten etc.. Und so verstehe ich die Bibel mit ihren Texten zeitlos zu diesem Thema, dass eine Verantwortung und auch Mitverantwortung in uns gelegt ist.
Und bis heute erlebe ich, dass viele Leute lieber eine Partnerschaft ohne vorherige sexuelle Beziehung wünschen (auch bei Nichtchristen). Klar, es gibt auch andere Aussagen.
@adjutante "out of thema"
ich hatte grad ein paar Gedanken gelesen - Interpretation Paulus -, dass Paulus sich an Paare (!) richtet, wer es nicht aushält (ich füge hinzu: abstintent zu leben), möge heiraten. Krass wa? Da bleibt mir erstmal der Mund offen stehen ...
Zitat: Paulus sagt jedoch, dass es für ein Paar, dem es schwer fällt, sich selbst zu beherrschen und sich von sexuellen Beziehungen fernzuhalten, besser ist, zu heiraten, damit sie nicht wegen Unzucht gegen den Herrn sündigen. (Quelle: https://www.bibelworte.net/was-sagt-die-bibel-ueber-das-leben-als-single/)
Lieben Dank für deinen besonderen Hinweis, dass Paulus sich "an Paare" wendet. Als solches habe ich seinen Text im Korintherbrief irgendwie noch nicht bewußt so gelesen. Oder ich hab es vergessen.
Ja, nichts desto trotz steckt da was drinne ... wenn sie NICHT an sich halten können ... dann sollen sie lieber heiraten ... also entweder kein Sex (miteinander) oder heiraten - könnte sich daraus ergeben. Dennoch spricht er Paare an. Also sagt jedenfalls dieser Ausleger ... vielleicht suchen wir da mal weiter ...
@neubaugoere Das kommt wohl darauf an, wie Du Sex definiert. Alleinlebende können allein nichts tun, um Nachkommen zu erzeugen - womit sie keinen Sex im biologisch relevanten Sinne haben können.
Und bei Alleinlebenden gehe ich davon aus, dass Du Menschen meinst, die ohne intime Beziehungen leben - also nicht Singles, deren Haupt-Freizeitsbeschäftigung Tinder und das, was man damit machen kann, ist.
Das kommt wohl darauf an, wie Du Sex definiert.
Die Frage der Göre war ja rhetorisch: Haben Alleinstehende keine Sexualität (also keine sexuellen Bedürfnisse)? Indem du aus der Sexualität den Sex (ausgelebte Sexualität) machst,wechselst du (ungewollt?) das Thema.
nichts tun, um Nachkommen zu erzeugen - womit sie keinen Sex im biologisch relevanten Sinne haben können.
Aber Sex im Sinne der Bibel (»ein Fleisch werden«, »in eine Frau hineingehen«, »miteinander liegen« und wie die biblischen Ausdrücke alle heißen) geht auch, ohne dass Nachkommen gezeugt werden (können).
.. haben nur die Menschen in einer Ehe Sexualität, Alleinlebende nicht? ...
Es ist vielleicht eine Frage, ob die Gefühle dafür geweckt sind.
@adjutante | zum Beitrag, auf den ich mich beziehe
Entschuldige, aber es ist mir einfach nicht möglich, der Diskussion längerfristig zu folgen, wenn hier alle Beiträge durcheinandergeraten. Ich meine, dass dein Zitat auch nicht von mir stammt, kann es aber auf die Schnelle nicht finden. Ich weiß also somit auch nicht, was du mir eigentlich sagen willst.
Beiträge zu verlinken, auf die sich jeder bezieht, ist hier äußerst hilfreich. Wer nicht weiß, wie es geht, es ist hier schon oft bei "User für User" oder so von Helmut oder mir erklärt worden.
Ich bin dann wohl mal raus, wie es so schön heißt. 🙂
es ist hier schon oft bei "User für User" oder so von Helmut oder mir erklärt worden.
Ich hab dafür einen Link in meiner Linksammlung, den reich ich gleich mal nach:
Gleich als erstes gehts darum, warum das Verlinken nötig ist, der zweite Tipp zeigt, wie man das macht.
PS: Wer noch irgendwelche »Tricks« kennt, die auf jesus.de helfen,kann da gerne auch noch was reinschreiben! (Nicht nur) ich lerne gerne dazu 😉
Veröffentlicht von: @neubaugoere@adjutante | zum Beitrag, auf den ich mich beziehe
Entschuldige, aber es ist mir einfach nicht möglich, der Diskussion längerfristig zu folgen, wenn hier alle Beiträge durcheinandergeraten. Ich meine, dass dein Zitat auch nicht von mir stammt, kann es aber auf die Schnelle nicht finden. Ich weiß also somit auch nicht, was du mir eigentlich sagen willst.
Beiträge zu verlinken, auf die sich jeder bezieht, ist hier äußerst hilfreich. Wer nicht weiß, wie es geht, es ist hier schon oft bei "User für User" oder so von Helmut oder mir erklärt worden.
Ich bin dann wohl mal raus, wie es so schön heißt. 🙂
Doch doch, die Frage kam von dir (ich such sie für dich) und ich habe wirklich bis heute ernsthaft darüber nachgedacht. Es hat erst jetzt klick gemacht in meinem Kopf. Tut mir leid, manchmal brauche ich ganz sehr lange ....
.... Desgleichen auch um zu lernen, ob und wie man Beiträge verlinkt oder so. Dass darüber geschrieben wurde, hatte ich gar nicht mitbekommen. Mal schauen, ob das bei mir klappt. Das ist mein erster Versuch.
Mal schauen, ob das bei mir klappt
Es hat nicht geklappt … aber du hast ja oben den Link von mir zu den Tipps. 😉
Es hat nicht geklappt … aber du hast ja oben den Link von mir zu den Tipps.
Ach, wie schade. Das mit dem anderen Beitrag für neubaugoere hat auch nicht funktioniert. Danke für deinen Link mit den Tipps, damit komme ich leider gar nicht klar. Ich verstehe es nicht wirklich. Und solche Dinge merken kann ich mir auch nicht mehr viel. Dafür bin ich wohl schon zu alt.
Also dann noch mal ne Kurzanleitung:
- Den Link des Beitrags kopieren (auf das Link-Kopier-Symbol klicken, eine der beiden Optionen wählen - dann erscheint »copied«, Fenster schließen)
- Einen passenden Text schreiben (z.B. »zum Beitrag«)
- diesen Text markieren
- Auf das Link-Erstellen-Symbol klicken, den Link in das URL-Feld einfügen (Strg+V), und am besten »Link im neuen Tab öffnen« abwählen
Ausführlicher wie gesagt im Link Tipps im neuen jesus.de, wenn du oben was nicht verstehst wird das hoffentlich klar, wenn du da nachliest.
So sicher ist das leider nicht, denn Unzucht und Ehebruch sind definitiv nicht das gleiche, sonst würden diese Worte unseres Herrn Jesus keinen Sinn machen:
Denn aus dem Herzen kommen hervor böse Gedanken: Mord, Ehebruch, Unzucht, Diebstahl, falsche Zeugnisse, Lästerungen; 20 diese Dinge sind es, die den Menschen verunreinigen, aber mit ungewaschenen Händen zu essen, verunreinigt den Menschen nicht. (MT 15,19) - ELB 2006
Denn von innen aus dem Herzen der Menschen kommen die bösen Gedanken hervor: Unzucht, Dieberei, Mord, 22 Ehebruch, Habsucht, Bosheit, Arglist, Ausschweifung, Neid, Lästerung, Hochmut, Torheit; 23 alle diese bösen Dinge kommen von innen heraus und verunreinigen den Menschen. (Mk 7,21) - ELB 2006
Wie man erkennen kann wird hier durch Jesus in der Aufzählung klar zwischen Ehebruch und Unzucht unterschieden.
Das ist auch kein Übersetzungsproblem, denn auch im griechischen Urtext sind hier zwei verschiedene Wort zu finden.
Für Ehebruch finden wir das Wort μοιχεία (moicheia gesprochen) welches in der Bibel auch immer mit Ehebruch übersetzt wird.
Für Unzucht finden wir hingegen das Wort πορνεία (porneia gesprochen)
Dieses wird fast immer mit Unzucht, selten mit Hurerei übersetzt wird, wobei hier nicht "Prostitution" gemeint ist, wie wir sie heute verstehen. Beim Thema Prostitution unterscheidet die Bibel ja unter anderem auch zwischen Sex für Geld, wie es heute in der Regel gemeint ist und Prostitution als Götzendienst, also als religiöses Ritual um zum Bespiel Kinder zu gebären, die man dann dem Baal/Moloch opferte.
Irgendeinen Unterschied muss es also geben, sonst hätte es Jesus nicht getrennt aufgeführt.
Was den Rest betrifft, den du geschrieben hast, kann ich dir uneingeschränkt zustimmen. Exakt das, denke ich auch.
Wie man erkennen kann wird hier durch Jesus in der Aufzählung klar zwischen Ehebruch und Unzucht unterschieden.
Das macht ja auch das Gesetz. Nur Sex zwischen zwei, die nicht verlobt sind, wird im Gesetz weder als das eine noch als das Andere bezeichnet.
πορνεία porneia Unzucht; sexuelles Fehlverhalten, wird im AT auf nicht auf vorehelichen Sex angewendet.
Veröffentlicht von: @pumuckl97Hab darüber nachgedacht, worum es mir wirklich geht und mit ihm darüber gesprochen.
Ich dachte, du hättest darüber nachgedacht, worum es DIR geht, nicht ihm. Und ich fragte nicht danach, was ihm wichtig ist, sondern was DIR wichtig ist. Ich bin an DIR und DEINEN Gedanken interessiert, nicht an seinen.
Hallo,
ich finde Deinen Beitrag problematisch - und zwar aus einem konkreten Grund, den ich Dir jetzt nennen werde:
Wenn Du allein mal den ersten Vers Deines Zitates anschaust, dann wird deutlich, warum Paulus da völlig außer sich ist und entsprechend den Rest des Briefes sehr scharf formuliert.
Ich zitiere deshalb die ersten Verse noch einmal:
1 Überhaupt hört man, dass Unzucht unter euch ist, und zwar eine solche Unzucht, wie es sie nicht einmal unter den Heiden gibt: dass einer die Frau seines Vaters hat. 2 Und ihr seid aufgeblasen und seid nicht vielmehr traurig geworden, sodass ihr den aus eurer Mitte verstoßen hättet, der diese Tat begangen hat?
Es geht zumindest in dem Anlass für das Schreiben:
- nicht um "Sex vor der Ehe"
- es geht auch nicht in erster Linie um Polygamie
-> es geht aber um Inzest (wobei die Frau des Vaters nicht seine Mutter gewesen sein wird) - aber immerhin um sexuelle Beziehungen innerhalb einer Familie generationsübergreifend.
Das war starker Tobak und das wäre es auch heute. Und es ist auch heute noch juristisch relevant:
https://ra-odebralski.de/vorladung-wegen-beischlaf-zwischen-verwandten/
Von daher finde ich es problematisch, diesen Text mit dem Thema "Sex vor der Ehe" zu verbinden.
Paulus sagt da sicher auch zu diesem Thema nichts Falsches. Aber in anderem Zusammenhang hätte er es vermutlich nicht derart scharf formuliert.
Wenn Du Dich mit "Sex vor der Ehe" beschäftigst, sollten wir vielleicht erst einmal fragen, was Sex ist, wie er definiert ist.
Ist küssen Sex?
Ist schmusen und kuscheln Sex?
Ist Selbstbefriedigung Sex?
Ist das denken an eine bestimmte Frau bei der Selbstbefriedigung Sex?
Ist der Geschlechtsakt Sex?
Macht ein Kondom in der Frage einen Unterschied?
So, und nun sage ich Dir mal, was ich für Sex halte:
Bei Sex - oder Unzucht gemäß 3. Mose 18 (und das ist schließlich unser Bezug im Rahmen des Gesetzes Gottes), geht es um problematische Beziehungen in Hinblick auf das Erzeugen von Nachkommen.
Kann das, was ich tue, sicher solche Konsequenzen ausschließen, dann ist es für mich kein Sex, weil sowohl Intention als auch Konsequenz nicht zu dem führt, was Sex ausmacht: das erzeugen von Nachkommen.
Ich könnte mir noch vorstellen, dass beim Sex noch ein anderes biblisch relevantes Thema eine Rolle spielt: der Blutsbund. Wenn es beim ersten Geschlechtsverkehr blutig wird - und das wird in orientalischen Gemeinschaften ja immer noch überprüft - dann wird da Blut ausgetauscht. Und wenn es beim Mann nur feinste, nicht sichtbare Risse sind - ein Übergang von Blut vom einen in den anderen Körper ist nicht unwahrscheinlich. Zu bedenken ist noch, dass man in so einem Kontext von der Jungfräulichkeit der Braut ausgeht und das Ehen damals in deutlich jüngeren Jahren geschlossen wurden, als wie das heute der Fall ist. In so einem Fall wäre ein Ehebund gleichbedeutend mit einem Blutsbund. Und so etwas wird nicht leichtfertig eingegangen und wo es eingegangen wurde, hat der Bund eine sehr hohe Bedeutung. Er ist unauflöslich.
Das nur, um eine andere Dimension zu erwähnen, die eine Bedeutung spielen könnte.
Wir haben jetzt also die konkrete Besonderheit der Ausführungen des Paulus betrachtet.
Wir sollten auch noch die kulturelle und historische Besonderheit beleuchten:
Korinth war eine pulsierende Metropole. Es war ein Handelszentrum, es war ein Ort, wo Menschen aus verschiedensten Kulturen zusammenkamen und zusammenlebten. Es war ein Ort von Kunst, Kultur, Religionen und Leistungssport (Isthmische Spiele zu Ehren von Poseidon). Es war ein Ort der Schönen, der Reichen, der Promis, der Mächtigen, der Künstler, ... Vielleicht würde das kulturell am ehesten zu New York passen.
An solchen Orten sind Grenzen oft weiter als in der Provinz. Von daher lebte die Gemeinde von Korinth in einem Umfeld, das sich deutlich von den von Paulus gepredigten Werten unterschied. Aber diese Menschen waren eben auch Teil der Gemeinde.
Dann gibt es die historische Dimension von Korinth als Teil des römischen Imperiums. Es galt das römische Recht und da hatte der Kaiser Augustus vor einigen Jahren eine ebenso clevere wie verdorbene Idee gehabt mit seinen Ehegesetzen. Ehebruch wurde scharf verfolgt und es gab ein Spitzelsystem, das darauf aus war, Ehebruch zu melden. Die beteiligten Personen wurden gesellschaftlich degradiert und finanziell ruiniert. Und ein Teil des so in die Staatskasse wandernden Geldes gab es für die überführenden Spitzel (ich meine, dass es 1/5 der Summe war). Mit dem Geld konnte Augustus dann große Gebäude bauen und mit der Entmachtung von Emporkömmlingen blieb ihm so die Konkurrenz vom Hals. Das war wie beim Spargelstechen - so wie sich jemand hervortat, konnte er beseitigt werden.
Ich vermute diesen Hintergrund auch bei Jesu Worten bezüglich Ehebruch - und Jesus setzt sich ja mehrfach von dem perversen Rechtssystem des Augustus ab. Er spricht die Ehebrecherin frei und er äußert Ärger und Unverständnis über die Tempelsteuer. Aber er hält sich an die Gesetze des Augustus und predigt auch die Einhaltung derselben. Von daher wäre ich vorsichtig, entsprechende Empfehlungen 1:1 auf eine Gesellschaft zu übertragen, die solche Gesetze nicht mehr hat. Zumindest auf die Gnade Jesu, wie er sie der Ehebrecherin erwiesen hat, dürfen wir hoffen.
Sex vor der Ehe und Ehebruch heute
Es ist sicher so, dass die Ehe eine besondere Gemeinschaft ist, die auch einen göttlichen Schutz hat. Ich will all die Dinge, die die Bibel nennt, um moralisch korrekt zu leben, nicht schlechtreden. Ich will sie sogar als Ziel und Ausrichtung ganz klar empfehlen.
Aber es gibt Situationen, in denen es schwierig wird, wo auch Paulus nichts dazu sagt und wo man abwägen muss, ob Übertritte aus einer konkreten Situation heraus geduldet werden sollten.
Stell Dir nur mal vor, ein junger Mann träumt davon, ein Mädchen für sich zu gewinnen. Und er tut dies mit der Ausrichtung, dass er die richtige, die von Gott für ihn vorgesehene findet. Und dann lebt er seine Jugend, die Zeit als junger erwachsener und er findet niemanden und dann findet er vielleicht jemanden - aber jedes Mal, wenn es passiert, sind böse Menschen zur Stelle, um die Beziehung gleich in den Anfängen zu ruinieren. Irgendwann findet er eine Frau und man wartet mit dem Sex bis zu Ehe. Und dann stellt die Frau fest, dass sie eine asexuelle Prägung hat.
Die Frau kann nichts dafür - sie hat es ja selber nicht einmal geahnt! Der Mann kann, bleibt er im biblischen Rahmen, das, von dem er ein Leben lang geträumt hat, niemals ausleben. Er wird einmal sterben mit dem Wissen, dass er nie er sein durfte, dass er sein Leben göttlichen Geboten geopfert hat.
Und an dieser Stelle ist es dann ganz wichtig, dass wir zwischen göttlichen Geboten, der theologischen Interpretation von göttlichen Geboten, den Möglichkeiten der Gnade Gottes und der Rahmen der Freiheit, die das Evangelium mit sich bringt, unterscheiden.
Ich könnte mir vorstellen, dass der Mann, wenn er sich wirklich für eine Enthaltsamkeit entscheidet und von Gott reich dafür gesegnet wird, am Ende seines Lebens nichts vermissen wird.
Aber wenn es gar nicht Gottes Wille ist, dass er ohne sexuelle Beziehung lebt, wenn z.B. eine polygame Situation ähnlich moslemischen Ehen möglich wäre - und es ist allein moraltheologische menschliche Starrheit, die das verhindert - wäre da nicht Schuld auf den Menschen, die etwas als Gottes Gebot verkaufen, dass es doch in dieser Weise überhaupt nicht ist? Und wenn es schon kein Sex sein soll - sollt man ihm nicht zumindest eine intime Beziehung gewähren, bei der die Partner bewusst auf Sex verzichten?
Das mal nur als Frage. Ich habe darauf keine Antwort.
Angefangen hat seine Problematik mit einer Ehe, die aus einer Partnerschaft erwachsen ist, die bewusst auf Sex vor der Ehe verzichtete.
Weißt Du um die Konsequenzen, die es hat, wenn starre moralische Konzepte gnadenlos durchgepeitscht werden?
Das nicht als Antwort auf Deine Frage, auf die es vermutlich auch keine allgemeingültige Antwort gibt. Es ist nur als kleine Gedankenanregung gedacht.
Bei Sex - oder Unzucht gemäß 3. Mose 18 (und das ist schließlich unser Bezug im Rahmen des Gesetzes Gottes), geht es um problematische Beziehungen in Hinblick auf das Erzeugen von Nachkommen.
Das halte ich für einen sehr problematischen Standpunkt.
Paulus sagt ja im Zusammenhang mit dem Gang zur Hure (also Besuch im Bordell o.ä.), dass auch da der Sex »ein Fleisch werden« bedeutet (1.Ko 6,16). Und auch wenn es nicht so zuverlässig war wie heute:Die Huren in Korinth kannten auch Verhütungsmethoden (z.B. eine nicht ganz hygienische Vorform der »Spirale«).
Unzucht kann also auch vorliegen, wenn keine Nachkommen gezeugt werde3n. Noch deutlicher ist das bei der widernatürlichen Unzucht (Ausdrucksweise von Paulus!) in Rö 1,27 (vgl.1.Ko 6,9).
Ich könnte mir noch vorstellen, dass beim Sex noch ein anderes biblisch relevantes Thema eine Rolle spielt: der Blutsbund.
Das kann ich mir wiederum nicht vorstellen. Bei einem Blutsbund wird ja (ín der Bibel!) kein Blut »ausgetauscht«, vielmehr wird das Blut eines Opfertiers vergossen.
Es galt das römische Recht und da hatte der Kaiser Augustus vor einigen Jahren eine ebenso clevere wie verdorbene Idee gehabt mit seinen Ehegesetzen. Ehebruch wurde scharf verfolgt und es gab ein Spitzelsystem, das darauf aus war, Ehebruch zu melden.
Das ist, gelinde gesagt, übertrieben. Und Jesus hatte damit nichts zu tun, für ihn und die Juden in Judäa war einzig das jüdische Recht relevant. Außer natürlich für römische Bürger …
Stell Dir nur mal vor, ein junger Mann …
Ist das jetzt rein theoretisch oder kennst du so einen Fall?
@hkmwk Paulus sagt ja im Zusammenhang mit dem Gang zur Hure (also Besuch im Bordell o.ä.), dass auch da der Sex »ein Fleisch werden« bedeutet (1.Ko 6,16). Und auch wenn es nicht so zuverlässig war wie heute:Die Huren in Korinth kannten auch Verhütungsmethoden (z.B. eine nicht ganz hygienische Vorform der »Spirale«).
Dann lass uns doch mal überlegen, worauf Paulus seine Aussagen gründet. Es wird doch das jüdische Gesetz sein und da haben wir in Bezug auf Unzucht den Schwerpunkt in 3. Mose 18, wo solche Fragen geregelt sind.
Wir dürfen aber nicht vergessen, dass Paulus Kind seiner Zeit war und ein Stück weit auch Knecht seiner Umstände. Und dazu gehört nun einmal ein römisches Recht, das in perverser Weise in die Sexualität der Bürger eingreift. Und ein Verstoß gegen das Gesetz hatte übelste Konsequenzen. Von daher ist auch aus dieser Blickrichtung der biblische Inhalt zu verstehen und dies ist für mich der einzig nachvollziehbare Grund, warum im christlichen Kontext über jüdische Regeln im Umgang der Geschlechter hinaus gegangen wird.
Dann bitte ich auch den von mir erwähnten Kontext der Worte Paulus zu berücksichtigen. Wir haben es in der Gemeinde von Korinth mit einem Fall zu tun, wo wir die Schnittmenge sämtlicher nur denkbarer sexueller Vergehen vorfinden: Inzest, Polygamie, Ehebruch. Und dann stellt Paulus fest, dass seine Gemeinde diese Verhältnisse auch noch cool findet. Was bleibt ihm anderes übrig, als die Gemeinde mal "einzunorden". Das, was wir in diesem Brief lesen, ist der Einlauf, den eine Gemeinde erhält, weil sie bewiesen hat, dass sie nicht einmal die einfachsten Regeln christlichen Miteinanders verstanden hat und Fälle wirklich extremer Verfehlung (Paulus stellt fest, dass es das nicht einmal bei den Heiden gibt!) den Korinther gut dünken.
Das zum Guide für Sexualität generell machen zu wollen, würde theologisch stark Schlagseite bekommen.
Das kann ich mir wiederum nicht vorstellen. Bei einem Blutsbund wird ja (ín der Bibel!) kein Blut »ausgetauscht«, vielmehr wird das Blut eines Opfertiers vergossen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Blutsbr%C3%BCderschaft
Das kann also ganz unterschiedlich erfolgen. Bitte bedenke auch, dass die einzigen für die Heidenchristen nach der Apostelversammlung übrig bleibenden Regeln, auch das Fernhalten vom Blut bedeutete, denn im Blut ist das Leben und ein Austausch von Blut ist somit immer auch ein Lebenstausch.
Das ist, gelinde gesagt, übertrieben. Und Jesus hatte damit nichts zu tun, für ihn und die Juden in Judäa war einzig das jüdische Recht relevant. Außer natürlich für römische Bürger …
Gibt es da Historikermeinungen (Referenzen) dazu? Meine Meinung ist die, dass der römische Prunk nichts weiter ist, als in Stein erstarrtes Kapital von Menschen, die zu Lieben wagten. Das Konzept war außerordentlich erfolgreich und vielleicht war auch deshalb Augustinus bemüht, den Christen eine Theologie mit auf den Weg zu geben, die eine Fortbestand solcher Mechanismen ermöglichte. Aus dem Christentum wurde eine Pharisäergemeinschaft, die ihre Ausläufer heute noch im Calvinismus hat. Im Hinblick auf das Evangelium und das, was Christus für uns am Kreuz getan hat, ist das aber klar am Ziel vorbei. Von daher wundert es nicht, dass das Christentum nicht stärker ist und Himmelreich immer noch Theorie. Denn unter solch einem Regime lässt sich bestenfalls eine billige Kopie von Himmelreich erzielen - nie aber das, was Jesus uns eröffnet hat. Du bekommst da höchstens lieb dreinschauende Masken - aber niemals von brennender Liebe erfüllte Herzen!
Ein wichtiger Grund für Beschränkungen im Bereich der Sexualität sehe ich darin, die Liebe, die für Gott sein sollte, nicht ganz einer (oder mehreren) Frau(en) zu geben. Denn damit würde man das Geschöpf und nicht den Schöpfer ehren. Das kann ich nachvollziehen - aber ich finde in den Gemeinden wenig davon. Und wenn über Sexualität gesprochen wird, dann kommt oft Richtgeist, aber fast nie Gottesliebe zum Ausdruck.
Was den von mir geschilderten Fall bezüglich der Folgen von nicht ausgelebtem vorehelichen Geschlechtsverkehr angeht, so ist mir da etwas namentlich bekannt.
Und dazu gehört nun einmal ein römisches Recht, das in perverser Weise in die Sexualität der Bürger eingreift.
Auch nicht mehr als die Thora-Gebote oder vergleichbare Sittengesetze in anderen Völkern.
Aber wo du diesen Punkt immer wieder betonst, merke ich mal an: Möglicherweise ist mit den Satan in 1.Ko 5,5 nicht der Teufel gemeint, sondern ein Ankläger (das ist die Bedeutung des hebräischen Wortes!). Also: Der Missetäter soll vor Gericht gestellt werden - da Korinth römische »Kolonie« war, war sie direkter Teil Roms und kein Teil einer unterworfenen Provinz, und somit griffen die Dekrete von Augustus direkt. Und dann: »Der [Ankläger] soll an seinem Körper die verdiente Strafe vollziehen, damit er als einer, der von Gott den Heiligen Geist empfangen hat, am Gerichtstag des Herrn doch noch gerettet wird.« Kann als Hinweis gelesen werden, wie mit Sexualstraftätern (Missbrauchsskandal!) umgegangen werden soll.
warum im christlichen Kontext über jüdische Regeln im Umgang der Geschlechter hinaus gegangen wird.
Inwiefern wird darüber hinausgegangen? So weit ich sehe nur in dem Maß, wie das auch im damaligen Judentum war. Ansätze dazu gibts schon im AT (insbesondere Mal 2,13-16).
Das zum Guide für Sexualität generell machen zu wollen
Nur steht Vergleichbares auch woanders. Verdammung von ausgelebter Homosexualität in Rö 1, Unverletzlichkeit der Ehe z.B. in Hbr 13,4, die Einehe als Ideal in den Pastoralbriefen … das kannst du also nicht auf eine Reaktion von Paulus auf den Skandal in Korinth reduzieren. Das ist schon ein »Guide«.
Das ist aber ein Konzept,dass der Bibel fremd ist, sondern insbesondere bei Germanen die stärkste Form, sich aneinander zu binden. Was ein »Blutbund« im Sinne der Bibel ist, habe ich ja erläutert.
Gibt es da Historikermeinungen (Referenzen) dazu?
Die Römer haben, soweit möglich, das lokale Recht geachtet. Natürlich gab es Grenzen: In Ägypten wurden beispielsweise Ehen zwischen leiblichen Geschwistern verboten. Oft wurden lokale Gerichte beibehalten - vermutlich hatte das Synhedrium auch das Recht, die Todesstrafe zu verhängen (die einzige Quelle,die dem widerspricht ist Jh 18,31, aber da geht es wohl darum, dass sie am Vortag des Passahfestes niemand hinrichten können,vgl.Jh 19,31).
Ich kann jetzt nicht mehr sagen, in welchen Büchern ich das im einzelnen gefunden habe, aber das habe ich (mit Ausnahme von dem Satz in Klammern) von Historikern.
@hkmwk Nur steht Vergleichbares auch woanders. Verdammung von ausgelebter Homosexualität in Rö 1, Unverletzlichkeit der Ehe z.B. in Hbr 13,4, die Einehe als Ideal in den Pastoralbriefen … das kannst du also nicht auf eine Reaktion von Paulus auf den Skandal in Korinth reduzieren. Das ist schon ein »Guide«.
Das sind dann aber immer Bezüge auf 3. Mose 18. Was dort nicht erwähnt wird, wird sich mit einer theologisch gesetzlichen Grundlage schwer tun.
Ich will ja gar nicht sagen, dass Ehebruch irgendwie legitim wäre. Das ist auch auf Grundlage der biblischen Gesetze nicht. Wobei hier noch einmal das Verständnis von Ehebruch in Betracht gezogen werden sollte, was in erster Linie problematisch für Frauen war, die mit der Hingabe an einen außerehelichen Geschlechtsverkehr einen Tatbestand erfüllte, der für den Liebhaber in Richtung "Diebstahl von Eigentum" ging.
Ich halte es aber für unabdingbar, die Bemerkungen im Neuen Testament dazu, im Rahmen der Augustuschen Ehegesetze zu sehen. So viel ich weiß, wurden die zunächst gar nicht so streng umgesetzt. Aber man denke nur mal an die Kopfgeldprämie, die auf überführte außerehelich aktive Personen ausgelobt war (1/5 von allem was er/sie) besaß!), der kann sich leicht die Dynamik vorstellen, die sich da entwickelt hat. Das war ein lukrativer Job. Das konnte man mit ehrlicher Arbeit so nicht verdienen. Und da hießt es für jeden, der etwas besaß, aufzupassen, dass da kein Verdacht aufkommt - und es hieß auch aufzupassen, dass man nicht verführt wurde, denn wo es nichts zu finden gab, ließ sich ja vielleicht etwas konstruieren und mit einer entsprechenden Falle könnte man vermutlich jeden zu Fall bringen.
Vor so einem Hintergrund macht es dann auch Sinn, hier rigoros (Auge ausreißen) zu sein, um nicht gefällt zu werden.
Das haben wir ja heute alles nicht mehr. Das bedeutet nicht, dass man da "freie Bahn" hätte. Aber es muss eben jeder alles selber vor Gott verantworten und jeder muss da sehen, was seine Sicht auf die Dinge ist.
Jeglicher Impact von Außen wäre da übergriffig. Und jegliche Anklage wird dem Ankläger mehr schaden als dem Angeklagten - denn sollte er noch Gnade erwarten, wenn er selber nicht gnädig sein kann?
Aufpassen müssen wir aber, dass uns der kalte Käse des Augustus, der mal von Augustinus in die Theologie eingearbeitet wurde, nicht wieder neu serviert wird. Den Calvinismus gibt es ja immer noch. Hier heißt es dann: Sich seinem Stand in Jesus Christus bewusst zu sein und Anklagen jeglicher Art kategorisch abzulehnen. Mit Ratschlägen sehe ich das anders - aber wirkliche Anklage (womöglich mit Konsequenzen) ist nicht mehr und nicht weniger ein Verbrechen und eine Amtsanmaßung. Der Calvinist ist nicht Gott und so hat er nicht über Verlorene oder Ewige zu entscheiden. Jede Entscheidung, die er da wagt, wird ihn aber ein Stück weiter von der Ewigkeit abschneiden. Möge ihm dieser Umstand bewusstwerden.
Das ist aber ein Konzept,dass der Bibel fremd ist, sondern insbesondere bei Germanen die stärkste Form, sich aneinander zu binden. Was ein »Blutbund« im Sinne der Bibel ist, habe ich ja erläutert.
Es gibt ein biblisches Verbot in Bezug auf den Umgang mit Blut, den auch Christen (selbst Heidenchristen) zu befolgen haben. Ein ungewollter Bundesschluss könnte eine Möglichkeit der Erklärung dafür sein. Ansonsten haben wir nur den Verweis, dass im Blut das Leben ist. Welche Auswirkungen eine Berührung oder gar ein Übergang von einem auf den andren Menschen in geistlicher Dimension hat, vermag ich nicht zu sagen. Wenn das aber nichts Gravierendes wäre, würde es entsprechende Gesetze nicht geben.
Wegen der Historiker will ich am WE mal schauen, ob ich was finden kann. Literatur habe ich da so nicht - aber das Netz ist ja umfangreich ...
Das sind dann aber immer Bezüge auf 3. Mose 18.
Als ob es keine anderen Bezüge geben würde!
Ich halte es aber für unabdingbar, die Bemerkungen im Neuen Testament dazu, im Rahmen der Augustuschen Ehegesetze zu sehen.
Und ich halte genau das für einen Fehler. Erstens war Augustus damals schon länger tot, zweitens betraf das in erster Linie römische Bürger, und drittens wird nirgendwo im NT direkt auf die Bezug genommen. Zumal ja Augustus sich selbst von diesen Vorschriften ausnahm und seine Autorität von daher geschwächt war. Und wer behauptet das mit dem »Spitzelsystem«?
Auch Paulus verweist ja nicht auf staatliche Autorität, sondern auf den Schöpfungsbericht, wenn er begründet, warum Unzucht so schlimm ist (1.Kor 6,15-18) - und nebenbei bemerkt: Auf 3.Ms 18 bezieht er sich nirgendwo direkt.
Es gibt ein biblisches Verbot in Bezug auf den Umgang mit Blut, den auch Christen (selbst Heidenchristen) zu befolgen haben. Ein ungewollter Bundesschluss könnte eine Möglichkeit der Erklärung dafür sein.
Da sagt mir mein Bauchgefühl, dass so was dem damaligen Denken fremd war. Das ist ja noch mehr an den Haaren herbeigezogen als dem Augustus seine Ehegesetze!
Wegen der Historiker …
Dass das Synhedrium auch Todesurteile verhängen kann habe ich, wenn mich mein Gedächtnis nicht täuscht, aus einem Band von The Book if Acts in its First Century Setting. Vermutlich im Band von Rapske, aber da bin ich mir schon nicht mehr sicher. Der Rest ist sviw Mainstream-Meinung in der Geschichtswissenschaft.
Darf ich als Christ eigentlich auf Wunsch eines Patienten Blutwurst kaufen?
In 1.Ko 6,12 findest du einen Hinweis, nach dem du das selber beurteilen kannst - oder?
@goodfruit Lieber goodfruit,
Danke für das Teilen deiner Gedanken. Und die Hintergrundinformationen. Du hast mir ungemein weiter geholfen.
Aber es gibt Situationen, in denen es schwierig wird, wo auch Paulus nichts dazu sagt und wo man abwägen muss, ob Übertritte aus einer konkreten Situation heraus geduldet werden sollten.
Stell Dir nur mal vor, ein junger Mann träumt davon, ein Mädchen für sich zu gewinnen. Und er tut dies mit der Ausrichtung, dass er die richtige, die von Gott für ihn vorgesehene findet. Und dann lebt er seine Jugend, die Zeit als junger erwachsener und er findet niemanden und dann findet er vielleicht jemanden - aber jedes Mal, wenn es passiert, sind böse Menschen zur Stelle, um die Beziehung gleich in den Anfängen zu ruinieren. Irgendwann findet er eine Frau und man wartet mit dem Sex bis zu Ehe. Und dann stellt die Frau fest, dass sie eine asexuelle Prägung hat.
Die Frau kann nichts dafür - sie hat es ja selber nicht einmal geahnt! Der Mann kann, bleibt er im biblischen Rahmen, das, von dem er ein Leben lang geträumt hat, niemals ausleben. Er wird einmal sterben mit dem Wissen, dass er nie er sein durfte, dass er sein Leben göttlichen Geboten geopfert hat.
Und an dieser Stelle ist es dann ganz wichtig, dass wir zwischen göttlichen Geboten, der theologischen Interpretation von göttlichen Geboten, den Möglichkeiten der Gnade Gottes und der Rahmen der Freiheit, die das Evangelium mit sich bringt, unterscheiden.
Ich könnte mir vorstellen, dass der Mann, wenn er sich wirklich für eine Enthaltsamkeit entscheidet und von Gott reich dafür gesegnet wird, am Ende seines Lebens nichts vermissen wird.
Aber wenn es gar nicht Gottes Wille ist, dass er ohne sexuelle Beziehung lebt, wenn z.B. eine polygame Situation ähnlich moslemischen Ehen möglich wäre - und es ist allein moraltheologische menschliche Starrheit, die das verhindert - wäre da nicht Schuld auf den Menschen, die etwas als Gottes Gebot verkaufen, dass es doch in dieser Weise überhaupt nicht ist? Und wenn es schon kein Sex sein soll - sollt man ihm nicht zumindest eine intime Beziehung gewähren, bei der die Partner bewusst auf Sex verzichten?
Das mal nur als Frage. Ich habe darauf keine Antwort.
Angefangen hat seine Problematik mit einer Ehe, die aus einer Partnerschaft erwachsen ist, die bewusst auf Sex vor der Ehe verzichtete.
Ich persönlich sehe das als keinen Freibrief für den Mann. Kannst du dich in die Situation der Frau versetzen, wie weh ihr sein Verhalten tut, wenn er polygam lebt? In der Bibel gibt es ja Männer mit zwei oder mehr Frauen. Das ging nicht unproblematisch zu. Nicht zu vergessen ist Hosea, der seine Frau so sehr liebt, wirklich alles für sie gibt, sie aber zu anderen geht ... und es ihn so sehr schmerzt ....
@adjutante Ich persönlich sehe das als keinen Freibrief für den Mann. Kannst du dich in die Situation der Frau versetzen, wie weh ihr sein Verhalten tut, wenn er polygam lebt? In der Bibel gibt es ja Männer mit zwei oder mehr Frauen. Das ging nicht unproblematisch zu.
Da stimme ich Dir zu. Ein Freibrief ist es nicht. Aber biblisch sehe ich da auch keinen Ausschluss jeglicher Möglichkeit. Es gibt heute so viele mögliche und auch funktionierende Kombinationen des Zusammenlebens. Ich wollte da nicht Richter sein und ich würde es stützen, wenn für alle Beteiligten ein Leben im friedlichen Miteinander möglich wäre.
Nicht zu vergessen ist Hosea, der seine Frau so sehr liebt, wirklich alles für sie gibt, sie aber zu anderen geht ... und es ihn so sehr schmerzt ....
Es ist das ja auch Sinnbild für das untreue Israel in Bezug auf seinen Gott. Ich frage mich, ob es heute ausreicht, nur nicht die Ehe zu brechen, um den Wunsch, den Gott mit diesem Bild ausdrückt, gerecht zu werden. Lieben wir unseren Herrn so innig, wie wir das könnten? Ist ER wirklich die ganz klare Nummer eins in unserem Leben? Oder gibt es da Dinge - Hobbies, Job, Fernseher, Smartphone ... - die Hurerei in diesem Sinne bedeuten würden?
Da stimme ich Dir zu. Ein Freibrief ist es nicht. Aber biblisch sehe ich da auch keinen Ausschluss jeglicher Möglichkeit. Es gibt heute so viele mögliche und auch funktionierende Kombinationen des Zusammenlebens. Ich wollte da nicht Richter sein und ich würde es stützen, wenn für alle Beteiligten ein Leben im friedlichen Miteinander möglich wäre.
Wie soll das gehen? Gegenseitige Verletzungen und Erwartungen werden nicht ausbleiben. Auch nicht nach dem Tod des Ehepartners, da bleibt viel Not.
Es ist das ja auch Sinnbild für das untreue Israel in Bezug auf seinen Gott. Ich frage mich, ob es heute ausreicht, nur nicht die Ehe zu brechen, um den Wunsch, den Gott mit diesem Bild ausdrückt, gerecht zu werden. Lieben wir unseren Herrn so innig, wie wir das könnten? Ist ER wirklich die ganz klare Nummer eins in unserem Leben? ...
Ja, doch das Sinnbild sehe ich auch umgekehrt. Und aus meiner Sicht kommt es genau darauf an: Hosea als ein Beispiel für Gott. Wie sehr er uns Menschen liebt, wie sehr er um uns ringt. Und ich glaube, es ist gut und heilsam für uns, für mich, zu entdecken, meine Liebe zu Ihm reicht nicht.
Wie soll das gehen? Gegenseitige Verletzungen und Erwartungen werden nicht ausbleiben. Auch nicht nach dem Tod des Ehepartners, da bleibt viel Not.
So etwas gibt es sehr wohl:
Offenbar aber mehr in der Fantasie denn in der Realität, wenn ich mir in dem Wikipedia das Verhältnis von Dreiecksbeziehungen in kulturellen Inhalten (Film, Roman) und die Beispiele aus dem echten Leben ansehe.
Es ist das sicher herausfordernd - kann aber, wenn sich alle gut verstehen, natürlich auch eine sehr lebendige und für alle bereichernde Gemeinschaft sein.
So etwas gibt es sehr wohl ...
Ja, ich weiß. Wie kalt muss man dann wohl sein ...
Also, wir haben das ja hier bei uns ganz nah in der Nachbarschaft. Die Freundin des Mannes lebt schon viele Jahre mit im Haushalt, seine Frau schläft auf der Couch. Mit einer der beiden Frauen hat er eine Tochter. Die Tochter war manchmal auch bei uns zu Hause. Im Dorf gibt es viel Gerede ...
Mit einer der beiden Frauen hat er eine Tochter.
Das klingt ja als wäre nicht bekannt, wer die Mutter ist?
Unklare Vaterschaft kommt ja bei »Dreiecksgeschichten« öfter mal vor, aber unklare Mutterschaft? 🤔 😆
Das klingt ja als wäre nicht bekannt, wer die Mutter ist?
Unklare Vaterschaft kommt ja bei »Dreiecksgeschichten« öfter mal vor, aber unklare Mutterschaft?
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Das liegt jetzt aber nur an mir. Ich hab das im Laufe der Jahre wohl vergessen, dann nicht nochmal nachgefragt.