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Frauen treten in Kirchenstreik

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KarinHugo
Themenstarter
Beiträge : 390

https://www.zdf.de/nachrichten/heute/-maria-2-0--frauen-treten-in-kirchenstreik-100.html

Wenn ich katholisch wäre, würde ich mich anschließen!
Anmerkung: das soll KEIN Katholikenbashing werden, eher ein Nachdenken über die verkrusteten Strukturen der Kirche!

PtL
Karin

Antwort
406 Antworten
rainer412
Beiträge : 174

Aus der Sicht eines ehemaligen Katholiken ein paar Anmerkungen:

Mir scheint es hier um einen Versuch zu gehen, möglichst medienwirksam auf sich aufmerksam machen zu wollen. Dazu vermischt man das Thema Missbrauch von Amtsträgern mit Forderungen, die, ehrlich gesagt, unrealistisch sind.

Dass der sexuelle Missbrauch in der RKK nicht so aufgearbeitet wird wie gewünscht, scheint der Komplexität und der jahrzehntelangen Vertuschungspraxis geschuldet. Aus meiner Sicht ist hier schon viel passiert. Außerdem hat man jetzt ein ganz anderes Auge darauf.

Die Forderungen von Gleichstellung von Mann und Frau in der RKK halte ich für unrealistisch. Das widerspricht ganz klar der Grundlage der Kirche, nämlich der Bibel. Dazu sollte man bedenken, dass es eine weltweite Kirche ist und in vielen Teilen der Welt der Wunsch nach Gleichstellung aus kulturellem Hintergrund gar nicht da ist.

Daher halte ich es für nicht sinnvoll, wenn die RKK hier etwas ändert. Bestimmte heilige Handlungen werden daher weiterhin nur von Männern ausgeführt werden. Und ist sehe da auch nicht so das Problem. Wozu hat Gott zwei Geschlechter erschaffen? Wohl kaum, damit sie ihre Aufgaben völlig tauschen.

rainer412 antworten
1 Antwort
Ungehorsam
(@ungehorsam)
Beigetreten : Vor 8 Jahren

Beiträge : 3336

Wozu hat Gott zwei Geschlechter erschaffen?

Zur sexuellen Fortpflanzung.

ungehorsam antworten


Deborah71
Beiträge : 29331

Sammlung Medienecho auf der hp Maria 2.0
Hier gibt es einen Überblick über etliche Medienartikel

http://www.mariazweipunktnull.de/archiv/

deborah71 antworten
4 Antworten
KarinHugo
(@karinhugo)
Beigetreten : Vor 2028 Jahren

Beiträge : 390

Danke! owt.
..

karinhugo antworten
Gelöschtes Profil
(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 30188

Gibt es eigentlich auch eine Liste von Links, die das Ganze auch kritisch sehen?

So ein bisschen habe ich den Eindruck, dass durch die mediale Aufmerksamkeit die Sache größer gesehen wird, als sie eigentlich ist.

Skeptisch werde ich schon, wenn solche Alt-DDR-Schmierblätter wie das "Neue Deutschland" von Revolution babbeln.

deleted_profile antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29331
Veröffentlicht von: @banji

Gibt es eigentlich auch eine Liste von Links, die das Ganze auch kritisch sehen?

Soweit bin ich noch nicht vorgedrungen. Auf google ist ja auch einiges vorhanden.

Veröffentlicht von: @banji

So ein bisschen habe ich den Eindruck, dass durch die mediale Aufmerksamkeit die Sache größer gesehen wird, als sie eigentlich ist.

Kann sein.... es ist ein Anfang... es passiert was... es wird nicht mehr einfach so geduldet mit dem Vertuschen.
Wie es sich entwickeln wird, wird sich zeigen.

deborah71 antworten
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 9 Jahren

Beiträge : 3018
Veröffentlicht von: @banji

So ein bisschen habe ich den Eindruck, dass durch die mediale Aufmerksamkeit die Sache größer gesehen wird, als sie eigentlich ist.

Ja, vor allem solche Formulierungen, wie besser, als erwartet, lassen mich stutzig werden. Bislang sind vier Bistümer betroffen. Die Zahl der Bistümer liegt wohl etwas unter dreißig. Sehen sind Bilder, wie zwei Frauen, die ein Plakat hochzeigen mit Maria, die ein Pflaster auf dem Mund hat, usw. Die große Bewegung ist es nun wirklich nicht.

Veröffentlicht von: @banji

Skeptisch werde ich schon, wenn solche Alt-DDR-Schmierblätter wie das "Neue Deutschland" von Revolution babbeln.

Die katholische Kirche ist die weltgrößte Kirche, mit wachsender Mitgliederzahl. Da werden die paar Frauen in Deutschland wohl nicht viel an Revolution ausrichten können. Da wird wohl weltweit unter den Katholiken interessanter sein, dass der Vatikan jetzt nun auch eine eigene Frauenfußballmannschaft hat. 😉
Wir wissen ja praktisch nichts. Was das für Frauen sind, welches Amt sie machen und nun auf der Strecke bleibt, usw. Die letzten vier Jahre hat die Zahl der Ehrenamtlichen in der katholischen Kirche zugenommen. Sie machen ihren freiwilligen Dienst mit den Flüchtlingen. Ich will nicht sagen, dass es so ist, aber die Möglichkeit bei diesen Frauen besteht, dass sie eher aus politischen Gründen, als aus religiösen Gründen ihren freiwilligen Dienst machen.

orangsaya antworten
Pankratius
Beiträge : 1375

Gegeninitiative gegründet: https://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/gegen-initiativen-zu-maria-20-gegrundet

pankratius antworten
34 Antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29331

Jetzetle fehlt nur noch ein Verein: kath Ordensmänner gegen Mißbrauch und Frauendiskriminierung.

Dann zieht noch ein Gegenverein dazu ein und dann ist endlich mal wieder was los 😉

😀 😀 😀

deborah71 antworten
Pankratius
(@pankratius)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 1375

Maria 1.0
weitere 'Gegeninitiative': https://de.catholicnewsagency.com/story/wir-brauchen-die-ruckendeckung-der-hirten-4627

Nachtrag vom 15.05.2019 2135
http://mariaeinspunktnull.de/

pankratius antworten
adelfos3
(@adelfos3)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 177

Auch ich finde die Wortwahl "Maria 2" einfach unpassend. Als wäre die Gottesmutter ein Programm das man den angeblichen Erfordernissen des Umgebung anzupassen hätte.

Frauen sind ein sehr wichtiger, wenn nicht der wichtigste Teil der Kirche aber auch der Gesellschaft und vor allem der Familie. In ihnen liegt ursächlich die Zukunft weil nur sie Mütter sein können. Das Aufnehmen und Bewahren als wesentlichste weibliche Eigenschaft ist auch für die Kirche wichtig.
Die Weihe zum Priestertum ist ausgeschlossen, als einzige. So wie jene Frucht damals im Zentrum des Paradieses. Von allen anderen Bäumen könnt ihr nehmen , von diesem einzigen nicht.

Vor vier Tagen waren es 102 Jahre seit der ersten Mariaerscheinung in Fatima. Wir sollten uns mehr mit diesen sechs monatlichen Erscheinungen am 13. des Monats und den Mitteilungen beschäftigen um zu sehen wie sehr das Herz Jesu auch heute beleidigt wird.

adelfos3 antworten
KarinHugo
(@karinhugo)
Beigetreten : Vor 2028 Jahren

Beiträge : 390
Veröffentlicht von: @adelfos3

Die Weihe zum Priestertum ist ausgeschlossen, als einzige. So wie jene Frucht damals im Zentrum des Paradieses. Von allen anderen Bäumen könnt ihr nehmen , von diesem einzigen nicht.

Die Frucht im Paradies sollte aber auch der Mann nicht nehmen!!!

PtL
Karin

karinhugo antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 8 Jahren

Beiträge : 7706
Veröffentlicht von: @adelfos3

Die Weihe zum Priestertum ist ausgeschlossen, als einzige.

Demnach hättest du aber kein Problem damit, wenn Frauen zu Diakoninnen geweiht würden?
Vielleicht wäre hier ja ein Kompromiss möglich, auf den sich alle einlassen können...

suzanne62 antworten
adelfos3
(@adelfos3)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 177

Es sind da 3 Weihestufen bei kath. Priestern
1. Diakon
2. Priester
3. Bischof

Persönlich hätte ich gegen Frauen als Diakonissinnen nichts einzuwenden. Theologisch und ekklesiologisch spricht jedoch vieles dagegen. Das ist so wie bei Jenga..... 😊 :
Wenn man einen Teil unvorsichtig herausnimmt fällt alles zusammen.

Lieben Gruss

adelfos3 antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 8 Jahren

Beiträge : 7706
Veröffentlicht von: @adelfos3

Es sind da 3 Weihestufen bei kath. Priestern
1. Diakon
2. Priester
3. Bischof

Richtig - jedoch gibt es neben der Diakonsweihe als Vorstufe zur Priesterweihe auch das Amt des ständigen Diakons.

Veröffentlicht von: @adelfos3

Persönlich hätte ich gegen Frauen als Diakonissinnen nichts einzuwenden.

Da bist du in guter Gesellschaft: das konnte sich der vor etwas mehr als einem Jahr verstorbene frühere Bischof von Mainz Karl Lehmann ebenfalls gut vorstellen. Und nicht nur das: er hielt eine Zulassung von Frauen als ständige Diakoninnen für nicht nur möglich, sondern erstrebenswert. Und ich sehe das genauso.

suzanne62 antworten
jour
 jour
(@jour)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 1904
Veröffentlicht von: @adelfos3

Es sind da 3 Weihestufen bei kath. Priestern
1. Diakon
2. Priester
3. Bischof

Kompromiss
Also gut. So viele Bischöfe gibt es ja nicht, man könnte Frauen zu Bischöfinnen machen.
Fangen wir erst mal mit einer an und schauen dann weiter 🤓

P.S.: Ihr Vertreter könnte ja ein Mann sein.

Lieben Gruß

jour antworten
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 9 Jahren

Beiträge : 3018
Veröffentlicht von: @pankratius

Gegeninitiative gegründet:

Ich glaube nicht, dass die Kirche eine Gegeninitiative braucht. 😊 Die Bischöfe reagieren mit Dialogbereitschaft und Verständnis. Bislang sind keine Zahlen von streikenden Frauen bekannt. Es wird ohne Begründung als Erfolg hingestellt. Der andere Punkt ist, dass in dem Rundumschlag an Forderungen, es Fragmente gibt, die Frauen, die tatsächlich in der Kirche aktiv sind, richtig finden. Vielleicht nicht die typisch evangelischen Themen, die man hier in diesem Thread, der vorgeblich kein Bashingthread sein soll, liest. Die andere Frage ist, ob z.B. die geplante Marienandacht, die in Hamburg im weißen Kleid stattfinden soll, tatsächlich von Frauen wahrgenommen werden, die auch ein Ehrenamt in der Kirche haben, oder ob das einzige Ehrenamt der Protest ist. Wie auch immer, ich denke es ist richtig, dass die Bischöfe ein offenes Ohr haben und der Dialog, sollte in der Kirche stattfinden. Es gibt ja unabhängig von dieser Aktion auch Überlegungen, ob Aufgaben, die Priestern vorbehalten sind, Laien ausüben dürfen. Da könnte ich mir schon vorstellen, dass da auch Frauen einbezogen werden, ohne dass dies Anstoß mit sich führt. Bei mir in der Region ist die Beteiligung der Frauenprotestler gleich null. Es gibt sie hier gar nicht. Mein Verdacht ist, dass da etwas heißer gekocht wird, als tatsächlich an Substanz da ist. Enes halte ich für ziemlich sicher. Die Farbe lila wird in der Kirche auch in Zukunft nicht für Feminismus stehen, sondern für die Buße. 😉

orangsaya antworten
Ungehorsam
(@ungehorsam)
Beigetreten : Vor 8 Jahren

Beiträge : 3336

hier in diesem Thread, der vorgeblich kein Bashingthread sein soll,

Du bist echt gut. Bis auf wenige Ausnahmen seid ihr Katholiken unter euch. Ich könnt euch natürlich gegenseitig bashen, wenn ihr euch so gut gefallt in der Opferrolle.

ungehorsam antworten
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 9 Jahren

Beiträge : 3018

Ohne es zu wollen, hast du die Barriere unserer Diskussion aufgegriffen. 😊 Ich bin nicht das, was du wie selbstverständlich voraussetzt. Ich bin nicht katholisch und die meisten Gottesdienste, wie das meiste Gemeindeleben, habe ich in der evangelischen Spielart gelebt.
Hier zur Verdeutlichung nochmal, was du geschrieben hast.-

Veröffentlicht von: @ungehorsam

Du bist echt gut. Bis auf wenige Ausnahmen seid ihr Katholiken unter euch. Ich könnt euch natürlich gegenseitig bashen, wenn ihr euch so gut gefallt in der Opferrolle.

orangsaya antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 8 Jahren

Beiträge : 7706
Veröffentlicht von: @ungehorsam

Du bist echt gut. Bis auf wenige Ausnahmen seid ihr Katholiken unter euch.

Orangsaya ist nicht katholisch.

suzanne62 antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29331

Was Jeremia und Hesekiel über.....
....schlechte Hirten sagen, da kann manch einer schon das Kniezittern bekommen beim Nachlesen.

Auch Jesus hält nicht hinterm Berg mit seiner Meinung über schlechte Hirten.

Insofern widerspricht die Gegeninitiative keineswegs Maria 2.0, denn es werden gute Hirten benötigt.

deborah71 antworten
Gelöschtes Profil
(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 30188
Veröffentlicht von: @deborah71

Auch Jesus hält nicht hinterm Berg mit seiner Meinung über schlechte Hirten.

Hirten geben durch ihren "Standort" (Positionierung) Orientierung für die Herde. Den "Rest" besorgen die Hunde (, die sich ebenfalls am Hirten orientieren müssen!)
Darum sind "schlechte Hirten" (Egoisten) auch schlechte "Orientierungshilfen"...

Veröffentlicht von: @deborah71

Insofern widerspricht die Gegeninitiative keineswegs Maria 2.0, denn es werden gute Hirten benötigt.

Wir haben EINEN "guten Hirten"... - der sollte allerdings genügen ! Der "Rest" sind eher "Dominikaner" (Herren/Hirtenhunde)

hg poimen

deleted_profile antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29331
Veröffentlicht von: @poimen-a

Der "Rest" sind eher "Dominikaner" (Herren/Hirtenhunde)

Da melden sich die alten Lateinrelikte 😀

oder meintest du das am Ende gar nicht leicht ironisch? 🤓

deborah71 antworten
adelfos3
(@adelfos3)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 177
Veröffentlicht von: @deborah71

Auch Jesus hält nicht hinterm Berg mit seiner Meinung über schlechte Hirten.

Denke dass niemand bestreitet dass es auch schlechte Hirten gibt. In jeder Kirche, auch in jenen die ekklesiologisch keine sind. So wie es gute und schlechte Väter und Mütter gibt.

Es hat den Anschein dass die Reaktionen auf Missbrauchsfälle mancher Bischofskonferenzen und des Vatikans Erfolg haben. Die Kirche ist heilig , die Menschen in ihr sind Sünder. Das sollte man niemals vergessen und vor allem Missbrauch verhindern, im Falle von rechtzeitig reagieren mit Amtsenthebung nicht aber mit Vertuschung.
O.K. Senf genug von mir
Lieben Gruss

adelfos3 antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29331
Veröffentlicht von: @adelfos3

Die Kirche ist heilig , die Menschen in ihr sind Sünder.

????

Die Menschen sind die Kirche...die Herausgerufenen aus der Welt. Im NT werden die Jesus-gläubigen Menschen Heilige genannt, weil sie Gott gehören, mit seinem kostbaren Blut erkauft.

Daher verstehe ich nicht ganz, was du mit "die Kirche" meinst. Weder ein Verwaltungssystem, noch ein Gebäude ist mit Jesu Blut erkauft.

Das Verhalten der Erkauften lässt allerdings oft Wünsche offen 😉

lg
Deborah71

deborah71 antworten
adelfos3
(@adelfos3)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 177
Veröffentlicht von: @deborah71

Daher verstehe ich nicht ganz, was du mit "die Kirche" meinst. Weder ein Verwaltungssystem, noch ein Gebäude ist mit Jesu Blut erkauft.

Liebe Deborah,
lies bitte den Satz von mir davor....

Lieben Gruß
Bernhard

adelfos3 antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29331

ok... der Satz vor meinem Zitat:

Es hat den Anschein dass die Reaktionen auf Missbrauchsfälle mancher Bischofskonferenzen und des Vatikans Erfolg haben.

bring ich immer noch nicht zusammen. *Kopfkratz*
Soll der Vatikan "die Kirche" sein? oder sollen die Bischöfe "die Kirche" sein?

Ich versteh's nicht. Tut mir leid.

lg
Deborah71

deborah71 antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 8 Jahren

Beiträge : 7706

Ich verstehe das so, dass man sehr wohl gleichzeitig Heilig und ein Sünder sein kann. Heilig, weil wir zu Jesus gehören und Sünder, weil wir, so lange wir hier auf der Erde leben, immer wieder sündigen werden.

Veröffentlicht von: @deborah71

Soll der Vatikan "die Kirche" sein? oder sollen die Bischöfe "die Kirche" sein?

Das sind sie - genauso wie wir Laien. Und auf sie trifft das genauso zu: Heilig, aber auch Sünder.

suzanne62 antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29331

Die Kirche ist für mich ein Gebäude und ein System. Daher fehlt mir da die Verbindung in dem Satz.

Die Menschen sind die Gemeinde, der Leib Christi.

Ich belege die Begriffe also anders.

deborah71 antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 8 Jahren

Beiträge : 7706
Veröffentlicht von: @deborah71

Ich belege die Begriffe also anders.

Ja, so scheint es. Ich benutze den Begriff "Kirche" im Sinne von "kyriake": "dem Herrn gehörend" und bezeichne damit die Gemeinschaft derjenigen, die durch die Taufe und ihren Glauben zu Jesus gehören und deshalb heilig sind.
Damit sind keineswegs nur die Gläubigen gemeint, die der römisch-katholischen Kirche angehören.
So verstehe ich auch den Passus "Gemeinschaft der Heiligen" im Apostolischen Glaubensbekenntnis.

suzanne62 antworten
Pankratius
(@pankratius)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 1375
Veröffentlicht von: @suzanne62

Damit sind keineswegs nur die Gläubigen gemeint, die der römisch-katholischen Kirche angehören.

Gläubige anderer Kirchen haben Anteil an der Kirche Christi.

Voll verwirklicht ist sie (die Kirche Christi) aber nur in der (Römisch-)Katholischen Kirche.

pankratius antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 8 Jahren

Beiträge : 7706
Veröffentlicht von: @pankratius

Voll verwirklicht ist sie (die Kirche Christi) aber nur in der (Römisch-)Katholischen Kirche.

Und in den orthodoxen und protestantischen Kirchen nicht?
Das werden unsere orthodoxen, evangelischen und freikirchlichen Mitchristen (nicht nur) hier im Forum höchstwahrscheinlich anders sehen.

suzanne62 antworten
Veruju
 Veruju
(@veruju)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 80
Veröffentlicht von: @suzanne62

Das werden unsere orthodoxen, evangelischen und freikirchlichen Mitchristen (nicht nur) hier im Forum höchstwahrscheinlich anders sehen.

Freilich.
Aber schon ok... Pankratius muss das ja glauben.

veruju antworten
KarinHugo
(@karinhugo)
Beigetreten : Vor 2028 Jahren

Beiträge : 390

WIE..
...könnte es auch anders sein!?! 🙄

PtL
Karin

karinhugo antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29331
Veröffentlicht von: @pankratius

Voll verwirklicht ist sie (die Kirche Christi) aber nur in der (Römisch-)Katholischen Kirche.

Ganz sicher nicht 'nur'. Das Thema ist ja schonmal durchgekaut worden und ziemlich "adelig" ... von und zu Vorgestern 😉 - und schmeckt immer noch nicht richtig.

deborah71 antworten
adelfos3
(@adelfos3)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 177

Als Katholik rede ich selbstredend von einer Kirche, der katholischen.

adelfos3 antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29331

Das ist mir schon klar. Es ist mir nur immer noch nicht klar, was "die Kirche" in deinem Verständnis ist, da du sie für mich in deinem Satz von den Menschen getrennt erscheinend darstellst. Jedenfalls kommt das bei mir so an.

die Kirche ist...., die Menschen sind.... mit dieser Trennung komm ich nicht klar.

deborah71 antworten
adelfos3
(@adelfos3)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 177

mea culpa,gute Deborah!
Lebe schon ein Drittel Jahrhundert ausserhalb des deutschen Sprachraums, vielleicht macht das manche Sätze schwer verständlich.
Lieben Gruß
Bernhard

adelfos3 antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29331

Alles gut, lieber Bernhard 😊

deborah71 antworten
jour
 jour
(@jour)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 1904

Ich glaube, das sagen wir alle mal auf die Schnelle: "Die Kirche".

Vor Jahren habe auch ich angefangen, nachzufragen, was genau gemeint ist. Das Gebäude oder was 😊

Herzliche Grüße!
Jour

jour antworten
adelfos3
(@adelfos3)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 177

Zweifelsfrei ist diese Frage berechtigt : "was meinst Du mit Kirche".
Bischof Joseph Mokobe Ndjoku aus dem Kongo sagt z.B. "Meine Kathedrale sind die Gläubigen".
Dem schliesse ich mich an mit "meine Kirche sind die Christgläubigen". Prinzipiell also weder Gebäude noch organisatorische Strukturen. Wenn ich jedoch sage dass ich in die Kirche gehe meine ich einen bestimmten Ort und ein bestimmtes Gebäude in meiner Nähe.
Trotzdem besteht zwischen "meiner" und "deiner" Kirche ein Unterschied - nämlich in den Glaubensinhalten welche z.B. bei Protestanten und Katholiken unterschiedlich sind, wohl nicht im Kern : dem Glauben an Christus, dem gekreuzigten und auferstandenen Sohn Gottes und der Dreieinigkeit Gottes.
Liebe Grüße
Bernhard

adelfos3 antworten
jour
 jour
(@jour)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 1904
Veröffentlicht von: @adelfos3

Zweifelsfrei ist diese Frage berechtigt : "was meinst Du mit Kirche".

Ja.
Genauer mit "Die" Kirche.
Weil es da Nuancen gibt.
Auch finde es gut, die Frage zu stellen.

Manche meinen mit "die" Kirche, die Verantwortlichen.

Ebenso verwechseln manche Leute die Botschaft Gottes mit "dem" Christenum und urteilen so über Gott. Bezugnehmend auf die Taten von Christen. Die schlechten Taten.

Veröffentlicht von: @adelfos3

"meine Kirche sind die Christgläubigen"

Ja.

Veröffentlicht von: @adelfos3

Wenn ich jedoch sage dass ich in die Kirche gehe meine ich einen bestimmten Ort und ein bestimmtes Gebäude in meiner Nähe.

Ich fürchte, in diesem Fall müßte man doch präzisieren, oder? 😊

Veröffentlicht von: @adelfos3

Trotzdem besteht zwischen "meiner" und "deiner" Kirche ein Unterschied

Unterschiedliche Konfessionen.

Veröffentlicht von: @adelfos3

dem Glauben an Christus, dem gekreuzigten und auferstandenen Sohn Gottes und der Dreieinigkeit Gottes.

Wenn man es auf den genauen Punkt bringen will, dann so. Ja.

Liebe Grüße!
Jour

jour antworten


jour
 jour
Beiträge : 1904

Ich habe mich durch den Thread durchgelesen,
und möchte eine allgemeine Bemerkung zum Thema machen.
Ich hänge meine Meinung einfach mal hier dran.

Die deutschen Bistümer haben unterschiedlich reagiert.

domradio berichtet neutral

und ich denke, auch wir sollten unsere jeweilige, persönliche Meinung, in Höflichkeit vortragen. Ohne jemandem seine Nähe zu Christus abzusprechen. Da wollen wir uns besser nicht erheben und für Gott entscheiden, wie er mit Klagen umgeht.

Das - ich muß das so nennen - Gekeife mancher Männer hier ist unschön.

Man kann über einzelne Punkte sich unterhalten. Aber nicht so, wie es hier abgeht.
Dies, ganz unabhängig von meiner Meinung.

Freundlichen Abend.

Jour

Nachtrag vom 16.05.2019 1915
Und nein, ich denke nicht, daß es die Schuld der Protestanten ist, wenn Katholiken nun an die Öffentlichkeit gehen. Ich denke da an Herrn Klaus Mertes, der damals bespuckt wurde und inzwischen hoch geehrt wird.
Also, den Ball runter halten und diskutieren. Aber nicht in mittelalterlicher Manier, wenn ich den Vergleich bringen darf.

jour antworten
1 Antwort
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 8 Jahren

Beiträge : 7706
Veröffentlicht von: @jour

ich denke, auch wir sollten unsere jeweilige, persönliche Meinung, in Höflichkeit vortragen. Ohne jemandem seine Nähe zu Christus abzusprechen.

Volle Zustimmung! Ich finde das mitunter auch ziemlich daneben, wenn man seinen Mitdiskutanten den Glauben abspricht, nur weil sie anderer Meinung sind. Bei mykath.de ist das ein absolutes No-Go - dafür gibts Verwarnpunkte (entspricht den hiesigen Gelben Karten) und im Wiedrholungsfall kann man rausfliegen.

Veröffentlicht von: @jour

Das - ich muß das so nennen - Gekeife mancher Männer hier ist unschön.

Das empfinde ich auch so. Man muss nicht alle Forderungen richtig finden, ich kann es auch akzeptieren, wenn man sich mit dem Gedanken an eine Diakonen- oder Priesterweihe so gar nicht anfreunden kann. Aber das, was hier z.T. an Dreck über die Initiatorinnen ausgekübelt wurde, das muss echt nicht sein.

Veröffentlicht von: @jour

Freundlichen Abend.

Dir auch! War schön, mal wieder von dir zu lesen!

suzanne62 antworten
adelfos3
Beiträge : 177
Veröffentlicht von: @karinhugo

Wenn ich katholisch wäre, würde ich mich anschließen!
Anmerkung: das soll KEIN Katholikenbashing werden, eher ein Nachdenken über die verkrusteten Strukturen der Kirche!

Ich bin katholisch und werde mich in keinem Fall anschließen denn ich erachte nur einen Teil aber nicht alle Forderungen für berechtigt.
Ein Streik in dieser Form ist nicht weniger wie der Wunsch nach Kirchenspaltung. Denn er richtet sich gegen das Zentrum des Katholizismus, die Eucharistie selbst. Und eben dieses Zentrum ist nicht verkrustet, aber wie sollen Aussenstehende das verstehen vor allem dann wenn sie das ursächlich gar nicht wollen. Sie oder ihr, wie ihr wollt - seht nur die Sünden (der anderen, nie der eigenen) und das ist für euch dann schon ausreichend ......
Versuch einer Trennung. Ganz im Sinne des griechischen Wortstammes von diavolos.
Und es geschieht das wieder einmal in Deutschland. Von dort aus begann die Kirchenspaltung des 16.Jhdts und so viele Kriege.

adelfos3 antworten
12 Antworten
KarinHugo
(@karinhugo)
Beigetreten : Vor 2028 Jahren

Beiträge : 390
Veröffentlicht von: @adelfos3

aber wie sollen Aussenstehende das verstehen vor allem dann wenn sie das ursächlich gar nicht wollen.

Ihr wollt nicht, dass man das versteht??? 🤨

PtL
Karin

karinhugo antworten
adelfos3
(@adelfos3)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 177

PtL ?

adelfos3 antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 8 Jahren

Beiträge : 7706
Veröffentlicht von: @adelfos3

PtL ?

Schreibt sie immer unter ihre Beiträge und heißt " Praise the Lord".

suzanne62 antworten
adelfos3
(@adelfos3)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 177

Aha!
Also: Δοξάστε τόν Κύριο (preist den Herrn)

adelfos3 antworten
adelfos3
(@adelfos3)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 177

umgekehrt.

adelfos3 antworten
KarinHugo
(@karinhugo)
Beigetreten : Vor 2028 Jahren

Beiträge : 390

Ja?....
..Warum sagst du dann das Gegenteil?

PtL
Karin

karinhugo antworten
marieta
(@marieta)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 434

Hat er nicht. Er schrieb "wie sollen Außenstehende das verstehen, vor allem, wenn sie [also die Außenstehenden] das ursächlich nicht [verstehen] wollen". Das ist nicht umgekehrt zu interpretieren, wenn man bedenkt, dass adelfos Katholik ist und daher mit "sie" kaum die Katholiken meinen kann.
Karin, ich bitte dich, fang mit solchen Konfrontation nicht doch noch ein Katholikenbashing an. Du hast ja ganz klar formuliert, dass du das hier NICHT willst, dafür musst du aber auch entsprechend achtsam sein.

marieta antworten
KarinHugo
(@karinhugo)
Beigetreten : Vor 2028 Jahren

Beiträge : 390

DAS...
..hab ich tatsächlich falsch verstanden, tut mir Leid!

PtL
Karin

karinhugo antworten
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 9 Jahren

Beiträge : 3018
Veröffentlicht von: @adelfos3

Ein Streik in dieser Form ist nicht weniger wie der Wunsch nach Kirchenspaltung

Angeblich wollen sie gerade keine Kirchenspaltung. Ich rechne hier auch mit keiner sonderlichen Kirchenspaltung.

Veröffentlicht von: @adelfos3

Und es geschieht das wieder einmal in Deutschland. Von dort aus begann die Kirchenspaltung des 16.Jhdts und so viele Kriege.

Im Grunde besteht das Problem darin, dass angefangen bei Wyclif die Theorien darauf bauen, dass die katholische Kirche eine Art Reinkarnation des Bösen sein soll. Ob sich die 2.0-Frauen auch in diese Richtung bewegen, weiß ich nicht.
Ein weitere Punkt und das zeigt auch das abendländische Schisma. Spielt Politik eine Rolle. Gut, diese Wechselwirkung von Politik und Kirche gibt es heute nicht mehr so. Trotzdem stellt sich die Frage, inwiefern dieser Aktionismus politischer Natur und inwiefern es religiöser Natur ist.
Die Reformationen gingen nicht nur von Deutschland aus. Für mich ist da Tschechien exemplarisch. Zweimal kam es zum Krieg, weil einfach ein Vertreter aus dem Feinster geworfen wurde. Seien es die Ratsherren, dessen Wurf aus dem Fenster die Hussitenkriege auslöste, oder sei es Wallenstein, der auch auf der katholischen Seite stand. Die Rechtfertigung war, man habe das Böse der katholischen herausgeworfen. Übersehen wurde dabei, dass es sich um Menschen handelte. ... Das ist ein bisschen kurz, aber zeigt schon meine Gedankenrichtung an. Bislang ist ja nicht die Kirche das Böse, sondern die Männer in der Kirche. Mal sehen, ob sich das nicht noch wandelt.

orangsaya antworten
Ungehorsam
(@ungehorsam)
Beigetreten : Vor 8 Jahren

Beiträge : 3336

Könnte es sein, daß du da etwas durcheinanderbringst?
Der Fenstersturz zu Prag war Auslöser des Dreißigjährigen Krieges (1618 - 1648).
Der böhmische Reformator Jan Jus wurde während des Konzils zu Konstanz 1415 (also zweihundert Jahre vor dem Dreißigjährigen Krieg) auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Was dann die Hussitenkriege nach sich zog.

Nachtrag vom 19.05.2019 1004
Böhmen gehörte damals zum Heiligen Römischen Reich, war also eine deutsche Randprovinz.

ungehorsam antworten
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 9 Jahren

Beiträge : 3018
Veröffentlicht von: @ungehorsam

Könnte es sein, daß du da etwas durcheinanderbringst?
Der Fenstersturz zu Prag war Auslöser des Dreißigjährigen Krieges (1618 - 1648).
Der böhmische Reformator Jan Jus wurde während des Konzils zu Konstanz 1415 (also zweihundert Jahre vor dem Dreißigjährigen Krieg) auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Was dann die Hussitenkriege nach sich zog.

Nein ich sprach nicht nur vom Prager Fenstersturz 1618, der bekanntlich zum 30 jährigen Krieg führte, sondern auch vom Prager Fenstersturz 1419 der zu den Hussitenkriegen führte und nebenbei vier Jahre nach deinen erwähnten Scheiterhaufen stattfand und gingen ungefähr 20 Jahre.

orangsaya antworten
jour
 jour
(@jour)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 1904
Veröffentlicht von: @adelfos3

Ein Streik in dieser Form ist nicht weniger wie der Wunsch nach Kirchenspaltung.

Kurios das da.

Also, Männer gehen nicht auf die Wünsche der Mehrheit der Kirchentreuen (=Frauen) ein, und wenn Frauen ihre Stimme erheben, sind sie schuld daran, daß sich die Kirche spaltet 🤨

Frauen (und auch Männer) machen öffentlich aufmerksam auf eine Situation, die seit Jahren brodelt. Einige haben jetzt erst überhaupt von der Situation erfahren. Und dann sind Frauen schuld 🤨
Macht sich manch ein Mann das nicht zu einfach?

Ich muß sagen, ich staune tatsächlich über so einige Vorwürfe, um Frauen mundtod zu machen.

Veröffentlicht von: @adelfos3

Versuch einer Trennung. Ganz im Sinne des griechischen Wortstammes von diavolos.

Zu Deutsch bedeutet Diavolos Kirchenspaltung oder eher Teufel?

P.S.: Wollte nur darauf hinweisen, daß das Wort maskulin ist:

https://www.duden.de/suchen/dudenonline/Diavolos

Gruß

Jour

jour antworten


marieta
Beiträge : 434

Maria 2.0
Der Name stößt mir übel auf. Ich finde, die Gottesmutter wird hier übel missbraucht. Ich habe lange gesucht, eine Erklärung für diesen Namen zu finden - auf der Homepage der Organisation fand ich keine. Auf Wikipedia hab es einen Hinweis

Der Name der Initiative wird damit begründet, dass „Maria 1.0“ für Maria als Idealbild der schweigenden und dienenden Frau stehe. „2.0 heißt Neuanfang: Alles auf null stellen. Wir sind nicht mehr so!“ – wie Barbara Stratmann, eine der Initiatorinnen, formulierte.[2]

Mag ja sein, dass diese Damen nicht so sind. Die biblische Maria ist es aber nunmal, und sie war mit diesen Eigenschaften würdig, die Mutter von Gottes Sohn zu sein. Die Katholikinnen von heute ändern Maria nicht.

marieta antworten
49 Antworten
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 9 Jahren

Beiträge : 3018
Veröffentlicht von: @marieta

Die Katholikinnen von heute ändern Maria nicht.

Ich denke auch, dass es unter den Katholikinnen auch nicht den Trend gibt, Maria ändern zu wollen. Änderungen in der Kirche, würde ich begrüßen. Auch, was den Umgang der Frauen betrifft. Wenn ich auch nicht jeder Analyse, warum es Missverhältnisse gibt, zustimme. Es können Änderungen gemacht werden, die Frauen in der Gemeinde, wenn sie aktiv sein wollen, zugute kommen. Das müssen nur im Vorfeld, die Bischofskonferenzen , ggf. ein Konzil und der Papst auseinanderklamüsern. Was ist geregelt, weil es ein Dogma ist und was ist Tradition? Das Zölibat z.B. ist kein Dogma, sondern ein Regel, die sich in ihrer Tradition entwickelt. Hier wäre es theoretisch einfacher eine andere Regel finden. Auch, was viele Aufgaben betrifft, die der Priester ausübt. Da könnte sich einiges finden, was man Laien als Aufgabe geben könnte, was wieder Frauen zugute kommt. Schwierig und da sehe ich auch zu mindest für die mittlere Zukunft kaum eine Änderung, was die Frag des Priester betrifft. Ein Priester ist etwas anderes als nur ein Pfarrer. Auch bei der Eucharistie gibt es ein Problem und ich denke mindestens in Deutschland nehmen die Bischöfe diese Frage, was gemischte Ehen betrifft, sehr ernst. Aber die Kommunion ist mehr und etwas anderes, als das evangelische Abendmahl. Das sind schon Fragen, die ernst genommen werden, aber aus deren Perspektive verständlich Probleme und Widersprüche mit sich führt.

orangsaya antworten
marieta
(@marieta)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 434
Veröffentlicht von: @orangsaya

Ich denke auch, dass es unter den Katholikinnen auch nicht den Trend gibt, Maria ändern zu wollen.

das denke ich eigentlich auch, daher irritiert mich diese Namensgebung so. Es ist ja nicht Kirche 2.0, Katholikin 2.0 oder sonstwas, sondern Maria wird da als Flaggschiff hergenommen, wo keiner gefragt hat, ob sie das so will... Maria verweist auf Jesus und sagt "was ER euch sagt, das tut". Passt irgendwie nicht in dieses Konzept.

Veröffentlicht von: @orangsaya

Auch, was viele Aufgaben betrifft, die der Priester ausübt. Da könnte sich einiges finden, was man Laien als Aufgabe geben könnte, was wieder Frauen zugute kommt.

das ist ja durchaus in vollem Gange und auch schon weit fortgeschritten - wenn auch einfach aufgrund des Priestermangels ganz überlebensnotwendig.

Veröffentlicht von: @orangsaya

uch bei der Eucharistie gibt es ein Problem und ich denke mindestens in Deutschland nehmen die Bischöfe diese Frage, was gemischte Ehen betrifft, sehr ernst.

da versteh ich nun nicht wirklich, wovon du sprichst.

marieta antworten
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 9 Jahren

Beiträge : 3018

Hier ein interessanter Artikel dazu:
Gastkommentar von Sr. Anna Mirijam Kaschner zu Maria 2.0
Ohne Zweifel, wäre eine Verbesserung und ein weiterreichendes einbeziehen von Frauen, die ja eine tragende Rolle in der Kirche spielen, zu begrüßen. Ob da aber Maria 2.0 die richtige Ebene ist, weiß ich nicht.

Nachtrag vom 19.05.2019 0845
Sehe gerade, dass der Artikel weiter unten gepostet wurde. Das habe ich nicht gewusst.

orangsaya antworten
KarinHugo
(@karinhugo)
Beigetreten : Vor 2028 Jahren

Beiträge : 390

die biblische Maria....
..weist auf Jesus hin "Was er sagt, das tut!"

Und jeder ernsthafte Gläubige (ob Priester oder Laie oder was sonst) sollte das auch tun, da braucht es keine Extraweihe...hatte Maria auch nicht!

PtL
Karin

karinhugo antworten
marieta
(@marieta)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 434

ganz deiner Meinung. Passt in meinem Verständnis aber überhaupt nicht mit dem zusammen, was unter dem Namen "Maria 2.0" veranstaltet und gefordert wird. Mit Demut - einer, wenn nicht DER Schlüsselqualifikation der biblischen Maria - hat das nämlich irgendwie reichlich wenig zu tun.

marieta antworten
KarinHugo
(@karinhugo)
Beigetreten : Vor 2028 Jahren

Beiträge : 390

Keine Weihe,...
..auch nicht für Männer, meinte ich!

PtL
Karin

karinhugo antworten
marieta
(@marieta)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 434

Hui... na wie schön, dass wir zwischen Konfessionen und Kirchen wählen und unseren ganz eigenen Glauben haben dürfen 😊

marieta antworten
KarinHugo
(@karinhugo)
Beigetreten : Vor 2028 Jahren

Beiträge : 390

Ich sehe in der Bibel nicht,....
....dass jemand geweiht wurde....wenn ich mich irre, bitte ich um die entsprechende Bibelstelle!

PtL
Karin

karinhugo antworten
marieta
(@marieta)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 434

Das Thema der Weihe...
... ganz generell bedarf vielleicht mal eines eigenen Threads 😊

marieta antworten
KarinHugo
(@karinhugo)
Beigetreten : Vor 2028 Jahren

Beiträge : 390

Dann...
...wäre es schön, wenn du ihn eröffnen würdest!

Aber...EINE Bibelstelle für den Anfang wäre schön!

PtL
Karin

karinhugo antworten
marieta
(@marieta)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 434

Liebe Karin,
Ich habe keinerlei Interesse daran, dieses Thema zu diskutieren. DU hast es aufgeworfen, nicht ich. In meiner Kirche wird die Weihe praktiziert, auch ich bin geweiht, damit ist mein Standpunkt diesbezüglich klar. Aber ich muss ihn nicht verteidigen, erst recht nicht gegenüber Menschen, die gar nicht derselben Kirche angehören. Ich sehe einen sehr positiven Sinn in der Diversität der christlichen Kirchen: ich lass dir deins, du lässt mir meins.

marieta antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 3 Sekunden

Beiträge : 0

Welche Weihe in der Römisch Katholischen Kirche gibt es denn für Frauen, die Du empfangen hast?

Oder bist Du altkatholisch?

Anonymous antworten
marieta
(@marieta)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 434

Die kleine Weihe. Kannste googlen, brauchts nichtmal nen Gottesdienst dafür 😉 hab ich ganz klammheimlich gemacht, da war ich noch nichtmal volljährig. Und ich erneuere sie regelmäßig 😌

marieta antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 3 Sekunden

Beiträge : 0

Ah, Schönstatt, alles klar! Danke für die Info.

Anonymous antworten
marieta
(@marieta)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 434

Die kleine Weihe ist nicht nur Schönstatt, sie ist schon viel älter als die Bewegung.

marieta antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 3 Sekunden

Beiträge : 0

Hat aber ja so nichts zu tun mit den Weihen, die man / Mann in der katholischen Kirche empfängt.
Bzw. mit den kleinen Weihen, die auch männliche Laien empfangen konnten, bis diese abgeschafft wurden.

In Deinem Fall weihst Du Dich selbst.

Anonymous antworten
marieta
(@marieta)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 434

Ich weihe mich und mein Leben, stelle es also in den Dienst und unter die Herrschaft einer bestimmten Person, Sache oder Aufgabe. Ob ich das offiziell von einem hohen Geistlichen absegnen lasse oder alleine mit Gott ausmache, das ist wohl ehr eine Detailfrage - so eine von denen, an denen man sich zerfleischen kann, wenn man zu viele Aggressionen in sich trägt (wie Zölibat, Marienverehrung, Sex vor der Ehe, Luthers Antisemitismus, Gold im Kirchenschmuck oder die Tonart des Schlusslieds im Gottesdienst). All diese Detailfragen kann man aber auch ruhen lassen, wenn man weiß, dass man sich mit dem aktuellen Gegenüber eh nicht einig wird, und stattdessen was Erbauliches tun ( Lobpreis, nen Spaziergang, Mittagessen, wir gucken z.B. mit der ganzen Familie gerade Sonntagsmärchen und gehen dann auf einen Kunsthandwerkermarkt).
In diesem Sinne: schönen Sonntag 😊

marieta antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 3 Sekunden

Beiträge : 0

Außer halt man ist jüdisch oder homosexuell oder so dann kann einen das halt auch bei ein Spaziergang krass verfolgen aber etwas dagegen zu sagen hat echt nix mit zu viel Aggressionen zu tun. Außer so halt bei denen die so krass toxische Gedanken erzählen 🙄🙄🙄🙄

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Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 3 Sekunden

Beiträge : 0

Die Aggression und Verteidigungshaltung nehme ich durch die ganzen Antworten hier nur bei Dir wahr. Warum denn eigentlich?

Mir musst Du die jedenfalls nicht unterschieben, denn ich bin eine derjenigen hier, die dem katholischen Glauben am wohlwollendsten gegenübersteht und auch so auftritt.

Dennoch benenne ich Dinge, die ich kritisch sehe, sowohl in meiner eigenen, als auch der katholischen Kirche oder in anderen christlichen Gemeinschaften.

Und wenn es um verschiedene Weihebegriffe geht, sollte man das doch auch sagen und unterscheiden dürfen.
Das sind nämlich dann keine "Detailfragen", weil sich aus der "Weihe" viele weitere Fragen ergeben, die bis heute u.a. zur Kirchenspaltung und Nichtanerkennung der PfarrerInnen beitragen.

Veröffentlicht von: @marieta

All diese Detailfragen kann man aber auch ruhen lassen, wenn man weiß, dass man sich mit dem aktuellen Gegenüber eh nicht einig wird, und stattdessen was Erbauliches tun

Ich finde es durchaus berechtigt nachzufragen, wo Jesus denn in der Bibel Männer zu Priestern geweiht hat.
Antwort: nirgendwo.

Kann man ja so zugeben. Wie sich die Weihe dann kirchengeschichtlich entwickelt hat, und wie man dazu steht, kann man doch auch darlegen.

Oder man lässt es ganz sein. Dann ist es aber ein bischen schwierig, wenn man sich schon beteiligt hat, dann aber wieder zurückzieht.

Aber alles hat seine Zeit: eine Zeit des Fragens und Suchens, eine Zeit des Diskutierens, eine des Märchenguckens (btw: hoffentlich war es ein schönes Sonntagsmärchen, da gibt es nämlich ganz tolle!) und eine, um auf den Kunstmarkt zu gehen -> viel Spass! 😉

Anonymous antworten
Pankratius
(@pankratius)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 1375
Veröffentlicht von: @janemarple

Ich finde es durchaus berechtigt nachzufragen, wo Jesus denn in der Bibel Männer zu Priestern geweiht hat.

Beim letzten Abendmahl hat Jesus seine zwölf Apostel als erste Bischöfe/Priester eingesetzt.

pankratius antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 3 Sekunden

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Genaugenommen hat er nur galiläische Fischer berufen, sind das die heutigen Priester auch alle?

Anonymous antworten
Pankratius
(@pankratius)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 1375

😧

wird nicht innovativer, je öfter es wiederholt wird

pankratius antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 3 Sekunden

Beiträge : 0

Zeigt aber schön, wie die katholische Kirche in dieser Frage erst etwas bestimmt und es dann zum Dogma erhoben hat, gegen das man argumentativ nichts mehr einwenden kann, weil man es ja glauben muss.

Ein Prinzip übrigens, welches sämtlichen Mariendogmen ebenfalls zugrunde liegt.

Und damit es gar nicht erst zu weiteren Diskussionen kommt, hat man neben der Bibel auch die Tradition als gleichwertige Offenbarungsquelle bestimmt.

Anonymous antworten
Pankratius
(@pankratius)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

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Wenn die Tradition nicht zählt, dann hätten die ersten Generationen der Christen, hätte der hl. Paulus ja gar nicht die ganzen Gemeinden missionieren können, sondern hätte(n) erst abwarten müssen, bis alle Bücher des NT geschrieben und der Kanon zusammengestellt gewesen wäre, und erst dann hätte man außerhalb der Urgemeinde jemandem das Christentum näherbringen können.

pankratius antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 3 Sekunden

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Solange die Tradition mit den Evangelien und dem Zeugnis des Neuen Testaments über Jesus Christus übereinstimmt, ist dagegen nichts zu sagen.

Tut sie es nicht und fügt eigenes Gedanken- und Glaubensgut hinzu, wird sie sich in Frage stellen lassen müssen.

Anonymous antworten
Pankratius
(@pankratius)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

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Die Tradition (apostolische Überlieferung) fügt kein "eigenes Gedanken- und Glaubensgut" hinzu, allenfalls entfaltet sie teilweise bereits keimhaft in der Bibel angelegte Glaubensinhalte.

pankratius antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 4 Sekunden

Beiträge : 0

😀

Ja, als mittlerweile guter Katholik musst Du das so sehen.

Ist ja auch in Ordnung, diese verschiedenen Sichtweisen auf Bibel und Tradition kann man nicht miteinander vereinbaren, es ist wie es ist.

Anonymous antworten
jour
 jour
(@jour)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 1904

Nicht das Evangelium verändert sich,

Veröffentlicht von: @pankratius

Beim letzten Abendmahl hat Jesus seine zwölf Apostel als erste Bischöfe/Priester eingesetzt.

Er hat sie als Bischöfe und oder Priester eingesetzt 🤨

Kann ein Blick in das Neue Testament und besonders in die Evangelien dies bestätigen? Es mag die eine oder andere Vermutung geben, die gewisse Dogmen eingeleitet hat.

Sie sind aber illegitim, wenn sie dem Geist des Evangeliums kraß widersprechen.

>> Nicht das Evangelium ist es, das sich verändert; nein, wir sind es, die gerade anfangen, es besser zu verstehen. <> Nicht das Evangelium ist es, das sich verändert; nein, wir sind es, die gerade anfangen, es besser zu verstehen. <> Wer ein recht langes Leben gehabt hat ..., wer wie ich 20 Jahre im Orient und 8 in Frankreich verbracht hat und auf diese Weise verschiedene Kulturen miteinander vergleichen konnte, der weiß, dass der Augenblick gekommen ist, die Zeichen der Zeit zu erkennen, die von ihnen gebotenen Möglichkeiten zu ergreifen und in die Zukunft zu blicken.“<<

Zitiert nach: L.KAUFMANN/N.KLEIN, Johannes XXIII. Prophetie im Vermächtnis, Fribourg 1990, 24f

https://www.uni-muenster.de/imperia/md/content/fb2/a-biblischetheologie/exegesedesnt/predigten/p15.pdf

Freundlichen Abend allerseits

Jour

jour antworten
marieta
(@marieta)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 434

Weißt du, genau das ärgert mich jetzt. Es wird mir hier als Schwäche ausgelegt, eine Diskussion zu beenden, angeblich auch noch weil mir die Argumente fehlen würden, da ich mich ja beteiligt hätte. Da möchte ich dich bitten, meine Beiträge und die von KarinHugo nochmal auseinander zu klamüsern. Von Anfang an wehre ich mich gegen diese Diskussion, Karin zwingt mich in eine Rechtfertigung, und nun soll ich die Dumme sein. Das ist einfach kein fairer Umgang, egal um welches Thema es da konkret geht. Ich habe mich zu völlig anderen Aspekten des Threads geäußert, aber über Weihe diskutiere ich NICHT.
Es tut mir leid, wenn ich in meinem Ärger da nun auch ein wenig Karin und dich als Adressaten vermischt habe. Das passiert wohl, wenn man sich in die Ecke gedrängt fühlt.
Das Märchen war übrigens sehr nett, und mal wieder eines, das ich noch nicht kannte 😀 Siebenschön 😌

marieta antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 4 Sekunden

Beiträge : 0

Du musst Dich nach meinem Gefühl weder rechtfertigen noch verteidigen.
Ich weiss auch genau, was Dich stört oder aufregt, das geht selbst mir auch oft so, wenn ich das lese.

Zum Thema:

Für mich persönlich ist die Eucharistie auch sehr wichtig, es ist aber nicht so, dass ich Jesus nicht auch sonst begegne.

Und meine Wertschätzung für ihn ist nicht allein an den Empfang von Brot (und Wein) gekoppelt. Von daher finde ich es sehr schwierig, den Frauen zu sagen: Ihr geht nicht zur Eucharistie, also bestreikt Ihr Jesus.

Was sich nun in dieses Thema des Protest gegen Missbrauch noch mithineingemischt hat, ist die Frage der Frauenordination und überhaupt die Rolle der Frau in der katholischen Kirche.

Ich denke tatsächlich, dass diese Fragen alle zusammen gesehen werden müssen, wenn sich da etwas verändern soll. Und das muss es ja.

Einerseits wegen der aktuellen Ereignisse, andererseits auch, weil den Gemeinden die Priester fehlen. Und drittens auch, weil es von Seiten der Evangelien keinen Grund gibt, Frauen nicht Gemeindeleiterinnen oder Priesterinnen werden zu lassen.

O.t.: Ich gucke nachher mal in der Mediathek nach Siebenschön!

Anonymous antworten
Pankratius
(@pankratius)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 1375
Veröffentlicht von: @janemarple

andererseits auch, weil den Gemeinden die Priester fehlen

Inwiefern würde das die Weihe von Frauen etwas ändern (wenn es denn tatsächlich so wäre, dass wir Priestermangel hätten)?

In der EKD gibt es
- Pfarrerinnen,
- verheiratete Pfarrer und Pfarrerinnen,
- schwule Pfarrer und lesbische Pfarrerinnen
usw.

Und trotzdem gibt es auch dort "Pfarrermangel". Kann also nicht die Ursache sein.

pankratius antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 4 Sekunden

Beiträge : 0

So gesehen hast Du natürlich Recht.

Die evangelischen Landeskirchen haben es durch jahrzehntelange wirtschaftliche und personelle Fehlkalkulationen und durch Zulassungsbeschränkungen zu Vikariat und Pfarramt und endlose Wartelisten geschafft, dass sich die Anwärter schliesslich andere Berufe gesucht haben und heute kaum noch jemand Theologie studieren möchte.

Die katholischen Priesteramtsseminare werden auch immer leerer, weil kaum mehr einer bereit ist, sich einerseits dem Pflichtzölibat zu unterwerfen, sich aber andererseits als Priester, der wegen Personalmangels (den es ja nach Deiner Aussage gar nicht gibt, womit Du neben einigen erzkonservativen Katholiken auch so ziemlich der einzige auf Gottes schönem Erdball sein dürftest, der das noch verbreitet) nicht nur eine Gemeinde, sondern gleich 3 oder 4 zu versorgen hat (incl. Messen, Taufen, Beerdigungen, Trauungen) völlig kaputtarbeiten zu müssen.

Und die Gemeinden murren auch schon, wenn sie die indischen oder polnischen oder afrikanischen Priester nicht verstehen (und umgekehrt).

Und was den katholischen Kirchen der Missbrauchsskandal ist den evangelischen grösstenteils ihre Beliebigkeit in Verkündigung und Diakonie, was die Menschen von ihnen wegtreibt (Ausnahmen bestätigen die Regel).

Anonymous antworten
marieta
(@marieta)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 434

Naja also... Ich hab von dem "Pfarrermangel" in der evangelischen Kirche auch schon gehört. Aber keine Ahnung wo der stattfindet, ganz ehrlich. Wie es bei uns auf katholischer Seite aussieht, hab ich ja schon ansatzweise beschrieben. Ein Pfarrer für ca. 10 Gemeinden, der bei dem wöchentlichen Pensum an Messen Hilfe von einem Kaplan oder einem Priester zwischen 75 und 95 Jahren bekommt, oder es springt mal ein Pater aus einem Kloster in der Nähe ein. So funktioniert unser gesamtes Bistum. Und dann geh ich zu den evangelischen Nachbarn: ein Pfarrer hat eine Kirche, die zugegebenermaßen hier in der Diaspora von ca. 10 Dörfern eingespeist wird, aber es geht dabei um einen Sonntagsgottesdienst und vielleicht 5000 Gläubige. Nicht selten ist die Gattin des Pfarrers auch Pfarrerin, hilft aber nur so ein bisschen mit in der Gemeinde und gibt ein bis zwei Tage Religionsunterricht an einer Schule. Und dann gibt es noch einen dritten Pfarrer in der Gemeinde, der einen Teil der Seelsorge übernimmt und an des eigentlichen Pfarrers freiem Sonntag einmal im Monat (!) den Gottesdienst übernimmt.
Drei Pfarrer also für ein Kirchengebäude und eine Gemeinde. Wo da ein Mangel sein soll, erschließt sich mir ehrlich gesagt nicht.
Ob das nun die Ursache dieses Zustands ist oder nicht, keine Ahnung. Aber: diese Pfarrer sind Frauen und/ oder verheiratet.

marieta antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 4 Sekunden

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Der Mangel wird sich dann zeigen, wenn die alten PfarrerInnen pensioniert werden und kein Nachwuchs mehr da ist. Die Gründe dafür habe ich ja schon beschrieben.

Ein Pfarrerehepaar teilt sich übrigens eine Stelle.

Ich kenne übrigens auch evangelische Pfarrer, die immer haarscharf am Burnout vorbeischrammen oder auch hineingeraten, weil sie so viel zu tun haben.
Alle liegen also auch nicht nur auf der faulen Haut...

Anonymous antworten
marieta
(@marieta)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 434

Du, ich hab hier niemanden als faul bezeichnet. Ich hab nur gesagt, dass Pfarrer da sind, und zwar im Verhältnis zu Gläubigen und den zu pflegenden Institutionen um ein vielfaches mehr als katholische Priester. Warum teilen sich denn wohl zwei Pfarrer eine Stelle, wenn es nicht mehr Pastoren gibt als Pastorenstellen? Ich teile mir meinen Job ja auch nicht mit meinem Mann, nur weil wir verheiratet sind und die gleiche Ausbildung haben.

marieta antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 4 Sekunden

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Ein Pastorenehepaar teilt sich in der Regel eine Stelle, weil sie Familie haben und nicht jede/r 100% arbeiten kann.

Nachtrag vom 19.05.2019 1945
Und woran liegt das wohl, dass es (noch) mehr evangelische Pfarrer und Pfarrerinnen gibt als katholische Priester? Preisfrage!

Anonymous antworten
marieta
(@marieta)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 434

Also die Pastorenehepaare, die ich da vor Augen habe, haben allesamt ERWACHSENE Kinder. Und wenn nur ein Partner Pfarrer ist, bekommen sie auch volle Stellen. UND: auch andere Menschen haben Familie und teilen sich trotzdem nicht den Job mit dem Partner.

Zu deinem Nachtrag: Mensch Jane, das sag ich doch die ganze Zeit! Für mich hat das mit Zufall jedenfalls nix zu tun - aber wissenschaftlich erschlossen hab ich die Gründe nicht 😉

marieta antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 4 Sekunden

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Ja sicher, dann hat eine oder einer eine volle Stelle und der oder die andere macht was Anderes oder ist Zuhause oder wie auch immer.

Dass man seine Berufstätigkeit aufgibt, wenn die Kinder erwachsen sind, ist ja irgendwie auch nicht üblich, oder?

Ich verstehe irgendwie Dein Problem nicht. Wie andere sich ihr Berufs- und Privatleben einteilen, ist mir irgendwie ziemlich egal.

Anonymous antworten
marieta
(@marieta)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 434

Och Mensch, dann scrolle doch einfach mal hoch, worauf ich geantwortet habe, anstatt von mir nur negatives zu erwarten und reflexartig zu widersprechen. Ich habe einfach nur dargelegt, dass für mich auf evangelischer Seite kein Pfarrermangel ersichtlich ist, was der Behauptung vieler Katholiken entgegen steht, dass man mit Frauenordination und Verzicht aufs Zölibat den katholischen Priestermangel auch nicht beenden könne.

marieta antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 4 Sekunden

Beiträge : 0

Ich hatte doch schon geschrieben, warum der PfarrerInnenmangel auf evangelischer Seite demnächst kommen wird.

Ich muss aber auch sagen, dass ich Deine suggestiven Angriffe gegen mich, die jetzt den ganzen Tag immer wieder kommen, sehr mühsam finde.

Du unterstellst mir Aggressionen, Katholikenbashing, reflexartiges Widersprechen, Dich die ganze Zeit fertig machen zu wollen, während Du über jeden Zweifel erhaben zu sein scheinst.

Das muss ich mir sicher nicht sagen lassen, weil es nicht der Wahrheit entspricht.
Im Gegenteil, ich habe sogar sehr bewusst kritische Anmerkungen über das, was Du zur Weihe an Maria geschrieben hast, nicht niedergeschrieben aus Respekt vor Dir.

Wenn jedoch jede meiner Nachfragen von Dir als persönlicher Angriff gewertet wird, stelle ich das Gespräch jetzt erst einmal ein.

Anonymous antworten
jour
 jour
(@jour)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 1904
Veröffentlicht von: @pankratius

Und trotzdem gibt es auch dort "Pfarrermangel". Kann also nicht die Ursache sein.

Doch.

Es gibt inhaltliche Unterschiede.
Die ganze Feier in der katholischen Kirche ist auf jeden Fall ansprechend. Selbst wenn man eine Predigt für nicht gelungen hält, so bietet die Gesamtheit doch die eine oder andere Möglichkeit der inneren Vertiefung.

jour antworten
jour
 jour
(@jour)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 1904

Gefällit mir. 😎

Danke. 😊

jour antworten
jour
 jour
(@jour)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 1904

öm. Hallo, ihr zwei 😊

Könnt ihr mich da einweihen? Worum genau geht es?

LG
Jour

jour antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 4 Sekunden

Beiträge : 0

Das kann Dir marieta bestimmt besser erklären, weil ich keine Insiderin bin.

Es gibt innerhalb der katholischen Kirche die sog. Schönstatt-Bewegung, welche eine eigene Form der Spiritualität hat.
Ein Aspekt ist zum Beispiel ein persönliches Weihe-Gebet, mit dem man sich Marias Führung anvertraut und mit ihr ein sogenanntes Liebesbündnis eingeht.

Anonymous antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 8 Jahren

Beiträge : 7706
Veröffentlicht von: @janemarple

Ein Aspekt ist zum Beispiel ein persönliches Weihe-Gebet, mit dem man sich Marias Führung anvertraut und mit ihr ein sogenanntes Liebesbündnis eingeht.

Richtig. Aber das gibt es auch noch in einigen anderen Gemeinschaften, z.B. in der "Gemeinschaft der Seligpreisungen" (früher "Löwe von Juda").

suzanne62 antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 4 Sekunden

Beiträge : 0

Danke!
„Gemeinschaft der Seligpreisungen“ sagt mir was, den alten Namen kannte ich nicht.

Anonymous antworten
jour
 jour
(@jour)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 1904
Veröffentlicht von: @suzanne62

.. das gibt es auch noch in einigen anderen Gemeinschaften, z.B. in der "Gemeinschaft der Seligpreisungen" (früher "Löwe von Juda").

Auch gerade danach gesucht. Erster Eindruck: Interessant. Gefällt mir. Muß mehr darüber recherchieren.

https://de.wikipedia.org/wiki/Gemeinschaft_der_Seligpreisungen

Lieben Dank!

jour antworten
jour
 jour
(@jour)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 1904

Das Urchristentum war eine vielgestaltige, sich verändernde Form
Ja, ok, habe in Wiki ein wenig gelesen.

Beim Suchen zufällig gerade das entdeckt; eh es mir durch die Lappen geht: Hier:

>> DIE STELLUNG DER FRAU IN DEN URCHRISTLICHEN GEMEINDEN: SITUATION DAMALS – KONSEQUENZEN HEUTE - Vortrag mit Diskussion P. Manfred Hösl ..<>Es gibt in Christus weder Mann noch Frau, sondern beide sind gleichberechtigte Schwestern und Brüder mit gleichen Rechten und Pflichten (vgl. Gal 3,27f). Diese urchristliche Gleichheit – schon der irdische Jesus hatte Frauen in seiner Gefolgschaft - wurde in den ersten, von Paulus gegründeten Gemeinden auch praktiziert: Frauen waren als Missionarinnen, Gemeindeleiterinnen, Seelsorgerinnen, Lehrerinnen, Predigerinnen und Katechetinnen aktiv.

2. Im Zuge der ausbleibenden, bislang als unmittelbar bevorstehend gedachten Wiederkunft Christi stellte sich immer drängender das Problem, feste Strukturen zu organisieren. Die ursprünglich eher spontan entstandenen Ämter wurden systematisiert und später hierarchisiert. Am Ende der Entwicklung stehen die drei Ämter, die es heute noch gibt: Bischof - Priester – Diakon....<<

Man kann also schon sagen, daß das ganze im Laufe der Zeit von Menschen (Männern zu ihren eigenen Gunsten verändert wurde.

https://www.samiki.de/unsere-gemeinde/aktuelles/artikel/news-title/die-stellung-der-frau-in-den-urchristlichen-gemeinden-situation-damals-konsequenzen-heute-1252/

Veröffentlicht von: @janemarple

Es gibt innerhalb der katholischen Kirche die sog. Schönstatt-Bewegung, welche eine eigene Form der Spiritualität hat.
Ein Aspekt ist zum Beispiel ein persönliches Weihe-Gebet, mit dem man sich Marias Führung anvertraut und mit ihr ein sogenanntes Liebesbündnis eingeht.

Uhum. Gut.
Ich denke, daß man im Laufe der Zeit die eine oder andere Bewegung entdeckt und sich gut beheimatet fühlt. Ich war viele Jahre sehr gerne da. Bis der Leiter schwer erkrankte. Er hatte eine sehr gute Art, die Leute zurück auf dem Boden zu führen, also, schon mit zu reisen, aber auch am Boden zu bleiben.

Es gibt wirklich Persönlichkeiten, die begleiten können:
https://www.erneuerung.de/index.php/angebote/gemeinschaften-werke/629-gemeinschaft-monte-crucis

Lieben Gruß
Jour

Nachtrag vom 20.05.2019 1727
>>.. Aus diesen Gründen schlägt P. Hösl einen evolutionären Weg vor. Das Diakonat der Frau könnte ein Schritt sein, der einerseits einschneidend genug ist die Reformer zu ermutigen, auf der anderen Seite den Konservativen zumutbar ist.<<

jour antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 8 Jahren

Beiträge : 7706
Veröffentlicht von: @marieta

Mag ja sein, dass diese Damen nicht so sind. Die biblische Maria ist es aber nunmal,

Nein, war sie nicht, jedenfalls nicht immer. Sie war auch die Frau, die im Magnificat sagte: "Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter" und von sagte, ....."er stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen".
Sie hat, wenn es nötig und richtig war, auch durchaus mal das Wort ergriffen.
Und ist mir gerade darin auch ein Vorbild.

suzanne62 antworten
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