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Taufe von Kleinkindern und Babys

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kerygma
Themenstarter
Beiträge : 694

Da es häufiger Diskussionen um die Babytaufe gibt, wollte ich dazu mal ein Thema aufmachen. Interessant ist für mich, dass in der Bibel immer wieder steht, dass sich ganze Häuser taufen ließen oder noch konkreter in der Apostelgeschichte in Kapitel 16,32-33:

"Und sie verkündeten ihm und allen in seinem Haus das Wort des Herrn. Er nahm sie in jener Nachtstunde bei sich auf, wusch ihre Striemen und ließ sich sogleich mit allen seinen Angehörigen taufen."

Es gibt Argumente gegen die Babytaufe, die häufig vorgebracht werden, hier einige Gedanken dazu.

Der häufige Einwand ist, dass Säuglinge nicht glauben können. Wer sagt das überhaupt? Wenn in der Schrift die Rede davon ist, dass alle zum Glauben kommen, ganze Häuser, ganze Städte, dann ist es erstmal eine schriftwidrige Behauptung, dass Babys nicht zum Glauben kommen können. Denn die Schrift behauptet das Gegenteil.

Häufig wird davon ausgegangen, dass die Taufe auf den Namen Jesu eigentlich nur eine Johannestaufe zur Umkehr ist. Die Taufe Jesu unterscheidet sich allerdings von der Johannestaufe. Viele bekehren sich, aber wäre die Taufe nur ein Ausdruck der Bekehrung, hätte es keine neue Taufe gebraucht.

Die Idee, dass Säuglinge nicht glauben können, setzt eine Grundannahme voraus: dass Glaube kein Geschenk ist, sondern eine persönliche Leistung. Der Mensch möchte gerne an seiner Gerechtigkeit festhalten, an seinen Leistungen, an seinen Werken: "Schaut her, ICH habe mich bekehrt, ICH bin zum Glauben gekommen." 

Wer den Glauben als Geschenk sieht, hat keinen Grund anzunehmen, dass ein Baby nicht zum Glauben kommen kann. Denn es ist Gottes Angelegenheit, wem er den Glauben schenkt. Natürlich kann ein Baby seinen Glauben nicht artikulieren, nicht reflektieren, es hat kein theologisches System im Kopf, aber wenn Jesus darauf hinweist "Werdet wie die Kinder" (Mt 18,3), zeigt es, dass Kinder in einer natürlichen Nähe zum Herrn leben.

In der Behauptung, Babys könnten den Glauben nicht geschenkt bekommen, wird a) der Schrift widersprochen, b) Gottes Souveränität infrage gestellt und c) die eigene Gerechtigkeit betont, die im Glauben ein Werk der Bekehrung aus eigener Leistung verteidigen will.

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283 Antworten
kerygma
Themenstarter
Beiträge : 694
Veröffentlicht von: @deborah71

Paulus folgte keiner Idee, sondern dem HERRN, der ihm auf der Straße nach Damaskus begegnet ist. 

Woher weißt Du ohne geschichtliche Überlieferung von Paulus?

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1 Antwort
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29582

@kerygma 

Zum Beitrag

Weil ich die Bibel als Beziehungsbuch lese in erster Linie 🙂

Es gab mal eine tolle Predigt über die verschiedenen Arten von Glauben: 

1) Sachglaube (der Stuhl trägt mich)

2) historischer Glaube (dann und dann war das und das und hat sich dieses und jenes entwickelt)

3) zündender Glaube (im Herzen auf Jesus bezogen) 

4) Alltagsglaube (wie lebe ich den Wandel im Geist) 

deborah71 antworten


kerygma
Themenstarter
Beiträge : 694
Veröffentlicht von: @kappa

 Die Ununterbrochenheit der Kirche - Aus Sicht der RKK, der Orthodoxie und auch Luthers ist die Vorstellung, die Christenheit habe Johannes 3,5 über 1700 Jahre lang fundamental missverstanden, theologisch und historisch unhaltbar.

Sogar die Altorientalen, die sich mit dem Konzil von Chalcedon von der katholischen und orthodoxen Kirche um 451 n. Chr. getrennt haben, halten an der Säuglingstaufe fest. Offensichtlich haben wir hier eine die gespaltenen Konfessionen und Traditionen vereinende Praxis. Die sich schon deshalb schwerlich mit menschlicher Tradition begründen lässt, weil sie diese offensichtlich übersteigt.

kerygma antworten
kerygma
Themenstarter
Beiträge : 694
Veröffentlicht von: @deborah71

Ich folge keiner Idee

Ok!

kerygma antworten


kerygma
Themenstarter
Beiträge : 694
Veröffentlicht von: @hesed

Gott ist alles und kann alles. 

Stimme ich Dir zu. Ich glaube aber, dass mit diesem Satz oft Missverständnisse entstehen. Bei Gott ist alles möglich. Aber weil Gott seiner Gemeinde zugesichert hat, sie in alle Wahrheit zu führen, würde jeder, der beansprucht, dass Gott uns 2000 Jahre getäuscht hat, Gott einen Lügner schimpfen. Eine private Offenbarung oder Begegnung, die das in der Konsequenz behauptet, sollten wir Christen schon kritisch hinterfragen. Gott ist immer größer als wir denken, aber er macht es nicht grundsätzlich anders als er es verheißen, durch die Schrift und in seiner Gemeinde offenbart hat. Der größte Zweifel sollte uns kommen, wenn wir meinen, dass sich alle Christen vor uns getäuscht haben.

kerygma antworten
9 Antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29582

@kerygma 

Gott täuscht nicht, aber Menschen und Mächte. Dewegen haben wir die Schrift von A - Z um zu prüfen. Ein unfehlbares Ex Cathedra ist eine Fiktion. 

 

deborah71 antworten
Hesed
 Hesed
(@hesed)
Beigetreten : Vor 3 Wochen

Beiträge : 121

@deborah71 

die muss dir aber auch jemand auslegen, so sagt es zumindest Petrus. 

hesed antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29582

@hesed 

In der Jüngerschaftsschule habe ich Auslegen gelernt. 

Aktuell im Hebräischunterricht lernen wir zudem Verknüpfungen korrekt zu erkennen. Nur weil etwas ähnlich klingt, heißt das noch nicht, dass es zu der Stelle gehört, die wir durch westliches Denken verknüpfen würden. 

deborah71 antworten
Ember
 Ember
(@ember)
Beigetreten : Vor 1 Woche

Beiträge : 129

@hesed 

 

Joh 14,26

der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.

 

Joh 16,13

Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, so wird er euch in die ganze Wahrheit leiten; denn er wird nicht aus sich selbst reden, sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen.

ember antworten
kerygma
(@kerygma)
Beigetreten : Vor 2 Monaten

Beiträge : 694

@ember aber den heiligen Geist habt nur Ihr und nicht die Christen der letzten 2000 Jahre? Es ist schon absurd, dass Ihr seitenlang das Wirken des Heiligen Geistes praktisch leugnet und Ihn jetzt für Eure private Meinung in Anspruch nehmen wollt.

kerygma antworten
Ember
 Ember
(@ember)
Beigetreten : Vor 1 Woche

Beiträge : 129

@kerygma 

 

* Puhhhhhh *

* Seufz*

* Kopfschütteln*

ember antworten
Hesed
 Hesed
(@hesed)
Beigetreten : Vor 3 Wochen

Beiträge : 121

@kerygma

bin voll bei dir, das Gott alles ist und alles kann und alles von ihm kommt, damit wollte ich den Pro/Erwachsenen-Täufer sagen das Gott in allem wirken kann. Denn sie beharren darauf das es eben nur so sein kann wie sie es darstellen. Und ich Glaube das die Kirchliche Taufe genauso ihre Rechtmäßigkeit von Gott geführt besitzt. 
Niemand kann doch sagen wann Gott jemanden errettet. Er rettet wann er will und gibt seinen Geist wann er will. Und ich glaube auch nicht das die Kirche seit 2000jahren lügt. Das schlimme ist nur daran das die Kirche ja einlenkt, aber die anderen ja eben nicht. Sie beharren so sehr darauf das es für mich schon wieder schwierig wird was da dahinter steckt. Hoch emotionales Thema, wie schon erwähnt nicht umsonst haben sich Christen im 16.Jahrhundert gegenseitig umgebracht. 

hesed antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29582

@hesed 

Zum Beitrag

Niemand kann doch sagen wann Gott jemanden errettet. Er rettet wann er will und gibt seinen Geist wann er will.

Ist dir bewusst, dass du damit die Taufsicherheit generell als rettende Wiedergeburt ausgehebelt hast, egal in welchem Alter? Tauftermin, aber kein Heiliger Geist kommt dazu? 

 

Ich war 11 Jahre als, als ich ein Jahr nach der Erstkommunion gefirmt wurde (1963). Die Gelegenheit war günstig, weil der Bischof diesen Bereich besuchte. Also wurde ich mit angemeldet, ohne Firmunterricht, falls es sowas gab. 
Alle waren sehr aufgeregt.... oh der Bischof kommt.....  und dann stand ich vor diesem einschüchterndem  Berg an Mann, fast so breit wie hoch mit stattlichem Bauch. Ich hatte keine Ahnung, worum es ging und es wurde mir später auch nicht erklärt, was es mit Firmung und dem Heiligen Geist auf sich hatte. Es verstärkte nur meine Angst vor dem zornigen Gott, den ich aus dem Katechismus und durch Teile der schwarzen Erziehung beigebracht bekommen hatte. 

Die Begegnung mit der überfliessenden Liebe Jesu in 1985 war ein krasser Gegensatz und leitete meine Heilung ein. 

Die echte Begegnung mit der Kraftübertragung der Verheißung Pfingstens und dem Kommen der Person des Heiligen Geistes hatte ich dann 1992. 

 

deborah71 antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 5255
Veröffentlicht von: @kerygma 

Der größte Zweifel sollte uns kommen, wenn wir meinen, dass sich alle Christen vor uns getäuscht haben.

Da stimme ich Dir zu.
Auch wenn sich das jetzt nicht direkt aufs Taufthema bezieht. 

chai antworten
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