Was verbindet uns?
Was ist Eurer Meinung nach das verbindende Element der Christen in der Welt?
Ein gemeinsames Weltbild ist es nicht.
Auch der Glaube als solcher wird von unterschiedlichen Christen unterschiedlich gelebt und gesehen. Selbst bei Begriffen wie "Hoffnung", oder "Ewiges Leben" gibt es trennende Elemente.
Das führt mich zu der Frage, ob es überhaubt etwas verbindendes gibt, das auf alle Christen zutrifft.
Veröffentlicht von: @eldarionDas führt mich zu der Frage, ob es überhaubt etwas verbindendes gibt, das auf alle Christen zutrifft.
Es ist die Liebe zum Herrn und die Liebe, die der Herr seinen Nachfolgern zuteil werden lässt.
Jesus Christus
Hallo Eldarion,
es ist eine Person, wie der Name schon sagt - Jesus Christus.
LG OpaStefan
Hallo Stefan,
Dem würde ich zustimmen. Aber mir fällt da gerade eine Bibelstelle ein.
(Matthäus 10)
"Ich bin nicht gekommen, um Frieden zu bringen, sondern das Schwert. 35 Denn ich bin gekommen, um den Sohn mit seinem Vater zu entzweien und die Tochter mit ihrer Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter;"
Der Glaube kann also durchaus auch entzweien. Auch wenn ich mal davon ausgehe, dass hier Streit zwischen Christen und nicht-Christen gemeint ist.
Veröffentlicht von: @eldarion(Matthäus 10)
"Ich bin nicht gekommen, um Frieden zu bringen, sondern das Schwert. 35 Denn ich bin gekommen, um den Sohn mit seinem Vater zu entzweien und die Tochter mit ihrer Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter;"
Der Glaube kann also durchaus auch entzweien. Auch wenn ich mal davon ausgehe, dass hier Streit zwischen Christen und nicht-Christen gemeint ist.
Da unser Erkennen Stückwerk ist wird es auf dieser Erde auch unterschiedliche Überzeugungen geben. Und doch bleibt unter Christen der kleinste gemeinsame Nenner Jesus Christus.
Das Schwert von dem Jesus spricht mMn unterscheidet uns von den Menschen, die nicht an Jesus glauben.
1.Joh.4,2 Ein jeder Geist, der bekennt, dass Jesus Christus im Fleisch gekommen ist, der ist von Gott; 3 und ein jeder Geist, der Jesus nicht bekennt, der ist nicht von Gott.
LG OpaStefan
Veröffentlicht von: @eldarionWas ist Eurer Meinung nach das verbindende Element der Christen in der Welt?
Das gibt es im Grunde keins, außer das man sich auf die selbe Person, Jesus Christus, beruft. Aber selbst diese wird ganz verschiedene verstanden und wahrgenommen.
Veröffentlicht von: @eldarionWas ist Eurer Meinung nach das verbindende Element der Christen in der Welt?
Jesus
Veröffentlicht von: @eldarionDas führt mich zu der Frage, ob es überhaubt etwas verbindendes gibt, das auf alle Christen zutrifft.
Wie schon gesagt: Jesus
Ja, sicher. Aber ist Jesus immer die Antwort auf alles? Auch Jesus wird unterschiedlich wahrgenommen und verstanden. Nicht nur heute, sondern eigentlich schon seit der Kreuzigung. In der Theorie - ich glaube das behandelt die Apostelgeschichte - spendet der Heilige Geist eine gewisse Einigkeit unter der Jüngern. Aber gleich die erste Gemeinde hatte schon mit Uneinigkeit zu kämpfen. Die einen wollten z.B. alles mit allen Gemeindegliedern bedingungslos teilen, andere waren da eher skeptischer ( was ich gut verstehen kann).
Wirkliche Einigkeit gab es in der Geschichte der Christen doch eher selten. Nicht im großen ( damit meine ich jetzt die Geschichte der offiziellen Kirche) und auch nicht wirklich im kleinen - dem miteinander einzelner Christen.
Würde der Heilige Geist stärker wirken, müsste das Band zwischen uns Christen doch eigentlich stärker sein, als die Verbundenheit vieler Nichtchristen untereinander.
Aber wenn ich die Einwände lese, wird mir klar, das ich vielleicht auch eine Art der Verbundenheit vermisse, die in der Praxis nicht realistisch ist. Wir sind halt auch nur Menschen.
Veröffentlicht von: @eldariondas ich vielleicht auch eine Art der Verbundenheit vermisse, die in der Praxis nicht realistisch ist. Wir sind halt auch nur Menschen.
Ja, das erklärt die vielen, unter Menschen normalen, Konflikte. Aber findest du nicht, dass es unter Christen auch oft eine besondere Liebe und Verbundenheit gibt über erstaunlich viele Unterschiedlichkeiten hinweg?
Ja, da hast du unzweifelhaft recht.
In einem sind sich alle Christen einig: sie glauben an Jesus Christus.
Egal, wo auf der Welt ich mich aufhalte, sobald ich Christen treffe, besteht bereits eine Verbundenheit. Es braucht dafür keine Worte.
Wir Christen sind der Leib Christi. Die Zusammengehörigkeit ist also bereits da.
Natürlich gibt es in Detailfragen Unterschiede. Schließlich ist die Erkenntnis eines jeden einzelnen nur Stückwerk. Vielleicht sollten wir anfangen, unseren Blick auf Christus zu richten statt darauf, was der andere anders sieht als wir.
Veröffentlicht von: @eldarionAber ist Jesus immer die Antwort auf alles?
Ja, ist er. Im Kleinen wie im Großen, im Anfang und im Ende ... ist ER die Antwort auf alles.
Hallo Eldarion,
Veröffentlicht von: @eldarionAber wenn ich die Einwände lese, wird mir klar, das ich vielleicht auch eine Art der Verbundenheit vermisse, die in der Praxis nicht realistisch ist. Wir sind halt auch nur Menschen.
Ich sehe es auch so, dass es Jesus ist, der uns verbindet. Deinen Satz oben unterstreiche ich voll und ganz. An der Liebe untereinander soll man uns erkennen. Die Liebe, das höchste Gebot. Jahrelang war ich auf der Suche nach der "perfekten" Gemeinde, die eben genau diese Liebe lebt. Ich mache es kurz, ich habe sie nicht gefunden, weil es sie mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht gibt.
Ich möchte dir gerne, wenn ich darf, einen Rat geben. Wenn du diesen Anspruch, diese Sehnsucht nach einem liebevollen Umgang miteinander in dir hast, so folge deinem Herzen, handle selbst so und bleibe dir selbst dadurch treu.
Ich dachte erst, alle Christen müssen diesem Ideal entsprechen. Dann dachte ich, ich muss alles entspannter sehen, doch beides haute nicht hin. Ich bin so, wie es in meinem Herzen geschrieben ist und andere folgen ihrem Sein und ihrem Herzen.
Jeder hat seine Art und seinen Part in unserer großen Gemeinschaft.
Wir müssen nicht dem Ideal anderer entsprechen und andere müssen nicht unserem Glaubensideal gerecht werden.
Wichtig ist, was wir fühlen, was unser Herz uns vorgibt zu leben, was wir an gutes und rechtes Reden und Handeln erkannt haben durch Gott. Denn dass ist das, was richtig ist- für uns selbst. Und ich glaube, nur so erfüllen wir unseren Part im großen Ganzen.
Lieben Gruß
Amalia
Nunja, immerhin glauben alle Christen, dass Jesus eine einzigartige heilsgeschichtliche Bedeutung hatte und sie sind sich über die meisten - nicht über alle - Bücher der Bibel einig.
Hinzu kommt ein Teil der Sakramente - zumindest getauft und das Abendmahl gereicht wird in allen Kirchen.
Begriffe wie "Glaube", "Hoffnung", "ewiges Leben" und "Liebe" sind für alle Christen zentral, aber nicht alle verstehen darunter genau das Gleiche.
Ich bin mir aber auch nicht sicher, ob das wirklich Unterschiede zwischen Kirchen sind. Mir erscheinen die Unterschiede zwischen Christen in pluralistischen Gesellschaften mit Volkskirchen eher noch größer.
Veröffentlicht von: @eldarionWas ist Eurer Meinung nach das verbindende Element der Christen in der Welt?
Auch ich sage: Jesus Christus - der, nach dem wir benannt sind. Das ist die grundlegende Gemeinsamkeit, die alles trägt und verbindet. Darüber hinaus denke ich, daß das apostolische Glaubensbekenntnis eine wunderbare Zusammenfassung dessen ist, was den Glauben wesentlich ausmacht.
Menschlich ist, daß es in alledem Unterschiede gibt: Durch von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedliche Arten, den Glauben zu leben, durch unterschiedliche Reife im Glauben, durch gute oder schlechte Einflüsse theologischer Lehrmeinungen, durch individuell unterschiedliche Familiengeschichten, Erfahrungen, Kulturen oder Weltanschauungen.
Ich halte solch eine Vielfalt ("Diversität") für gut und vermutlich auch gottgewollt, denn sie ist vor allem eine große Bereicherung - in der Gemeinde, und darüber hinaus. Ich staune, was ich manchmal von Christen aus anderen Denominationen lernen kann, also was sie in ihrer Tradition an biblischen Wahrheiten lebendig halten, während es in unserer eigenen Tradition verblaßt ist. Unsere Erkenntnis ist Stückwerk, und wenn wir unsere verschiedenen stückwerkhaften Sichtweisen zusammenbringen, wird etwas Größeres draus.
Das Prinzip der Diversität gibt es auch anderswo, in Arbeitsteams beispielsweise. Sie sind nachweislich am leistungsfähigsten, wenn sie möglichst vielfältig besetzt sind. Die unterschiedlichen Perspektiven und Arbeitsweisen bringen zwar Konfliktpotential, aber wenn es die Teammitglieder schaffen, trotz ihrer Meinungsverschiedenheiten auf ihr Ziel fokussiert zu bleiben, dann werden sie in ihrer Vielfalt zu einer starken Einheit.
Auch in der Politik könnte das so sein: Die unterschiedlichen Weltbilder und Sichtweisen der Parteien sind für sich allein alle Stückwerk, aber zusammengenommen könnten sie ein größeres Bild der Wirklichkeit ergeben, das Grundlage für bessere politische Entscheidungen sein könnte. Leider denkt jede Partei, ihre Sicht sei die einzig richtige, und läßt andere Sichtweisen nicht gelten. So wird nichts Ganzes draus.
Daß andere Christen ein anderes Tauf- oder Abendmahlsverständnis haben, oder ob sie an die Schöpfung oder die Jungfrauengeburt glauben, ist zweitrangig, solange sie bezeugen, daß Jesus ihr Herr ist. Das ist das einigende Zentrum. Man kann sich dann einig sein, daß man sich in manchen Fragen uneinig ist, und trotzdem gemeinsam auf das Zentrum fokussieren. Man muß allerdings die Fähigkeit haben, diese Spannung von ungeklärten Meinungsverschiedenheiten zu ertragen. Die haben viele Menschen - ob Christen, Teammitglieder oder Politiker - leider nicht. Und dann stellt sich einer über den anderen, und statt Gemeinschaft haben wir Entzweiung.
Es geht nicht um Einfalt in Gleichheit, sondern um Einheit in Vielfalt. Die Bibel illustriert das mit dem Bild des "Leibes Christi", des einen Leibes, dessen Haupt Jesus ist, und der verschiedene Glieder hat.