Abtreibung? Ja oder nein?
Wie steht ihr zum Thema Abtreibung? Seid ihr Befürworter oder strikt dagegen? Ich würde gerne mal ein paar Meinungen hören, mal schauen, was andere Christen darüber denken 🙂
Ich persönlich bin gegen Abtreibung, weil ich daran glaube, dass jedes Leben von Gott gewollt und wertvoll ist. Die Bibel zeigt, dass das Leben nicht erst nach der Geburt beginnt, sondern bereits im Mutterleib von Gott geformt und geplant wird. Dazu passt Psalm 139 „Denn du hast meine Nieren bereitet und hast mich gebildet im Mutterleib. [...] Deine Augen sahen mich, als ich noch nicht bereitet war, und alle Tage waren in dein Buch geschrieben.“ Für mich ist das ein Hinweis darauf, dass jedes ungeborene Kind von Gott gesehen und geliebt wird.
Auch Jeremia 1:55 unterstützt meine Ansicht, wo Gott sagt: „Ehe ich dich im Mutterleib formte, habe ich dich erkannt, und ehe du geboren wurdest, habe ich dich geheiligt.“ Diese Worte zeigen mir, dass Gott für jedes Leben einen Plan hat – auch für die, die noch nicht geboren sind. Abtreibung bedeutet für mich, diesen göttlichen Plan zu zerstören und ein Leben zu beenden, das genauso wertvoll ist wie jedes andere.
Außerdem stehe ich zu dem Gebot aus 2. Mose 20 „Du sollst nicht töten.“ Für mich gilt dieses Gebot uneingeschränkt, auch für das ungeborene Leben. Deshalb sehe ich Abtreibung auch als eine Form von Mord, denn es handelt sich um das gezielte Beenden eines menschlichen Lebens. Jedes Kind, ob geboren oder ungeboren, hat das Recht zu leben, zu wachsen und die Zukunft zu erleben, die Gott für es vorbereitet hat.
Ich finde es außerdem total erschreckend, dass Abtreibung weltweit die häufigste Todesursache ist. Deshalb bin ich auch in der Öffentlichkeit dagegen, um für die zu kämpfen, die es selber nicht tun können – für die, die keine Stimme haben (Sprüche 31 „Öffne deinen Mund für die Stummen, für das Recht aller Schwachen! Öffne deinen Mund, richte gerecht und verteidige den Elenden und Armen!“)
Für mich ist das Leben ein Geschenk Gottes, das es zu schätzen und zu schützen gilt. Ein ungeborenes Kind ist kein Problem, das gelöst werden muss, sondern ein Mensch mit Würde, Wert und einer Zukunft. Deshalb lehne ich Abtreibung ab und glaube, dass wir als Gesellschaft Wege finden müssen, Frauen in schwierigen Situationen zu unterstützen, ohne das Leben ihrer Kinder zu gefährden.
So, das war meine Meinung zum Thema Abtreibung, für mich ist das Thema total wichtig, ich hab oft das Gefühl, dass Gott mich erwählt hat, um dafür zu kämpfen. Aber ich stoße so unglaublich oft auf harte Kritik, hab alle Freunde verloren, großteils auch wegen diesem Punkt. Deshalb würde mich interessieren, wie andere Christen dazu stehen. Gibt es positive Aspekte, die ich übersehen habe? Dinge, die ich dann doch zu kritisch sehe?
Danke schonmal für eure Antworten🫶🏼
Veröffentlicht von: @kristinchristinWie steht ihr zum Thema Abtreibung? Seid ihr Befürworter oder strikt dagegen? Ich würde gerne mal ein paar Meinungen hören, mal schauen, was andere Christen darüber denken 🙂
Ganz einfach, wenn eine Frau abtreiben will, dann lasst die um Himmels willen abtreiben.
Jeder Frau gehört ihr Bauch selber und nicht irgendwelchen christlichen Fundamentalisten.
Sonst landen wir ganz schnell in einem christlichen Faschismus.
Jesus Selber hat nie ein Wort für oder gegen Abtreibung verloren.
Es ist sicher eine Super Sache sich für den Schutz des Lebens einzusetzen, keine Frage.
Aber was regelmäßig zu wütenden Gegenprotesten führt ist ja nicht, dass diese Leute der Gegendemonstranten gerne Leben vernichten wollen sondern dass sie sich darüber aufregen, dass andere Leute Gott spielen und bestimmen wollen was mit ihrem Bauch passiert.
Ihr werdet sein wie Gott......sagte schon die Schlange im Paradies....und könnt selber bestimmen, was gut und böse ist...
Das ist zu Recht furchterregend, wenn jemand Gott spielen will, nicht von ungefähr hat der Begriff "Gottesstaat" eine negative Bedeutung, wer möchte schon in einem Gottesstaat leben?
Auch der Gott der Bibel ist keiner, der jedem wohl und keinem weh will, schon in der Sintflut hat Er ohne Gnade die gesamte Weltbevölkerung außer einer Handvoll wieder ausgerottet.
Und warum sind wohl alle großen menschenverachtenden Despoten gegen und nicht für Abtreibung?
Es gibt dutzende von plausiblen Gründen für eine Abtreibung. Abtreibung ist menschlicher als schon geborenes Leben zu töten. Ich kann mich jedenfalls nicht erinnern an die Zeit als ich in der Fruchtblase im Mutterleib geschwommen bin, hätte da jemand meine Nabelschnur durchgetrennt, dann wäre ich halt heute hier eben nicht am posten. Aber als ich drei Jahre alt war, hatte ich mir (durch eigene kindliche Ungeschicktheit) eine Verbrennung dritten Grades zugezogen, da kann ich mich ganz genau dran erinnern. Die Narbe ist bis heute sichtbar tut aber Gottseidank nicht mehr weh.
Also die Moral von der Geschicht:...Leute, bevor ihr das ungeborene Leben schützen wollt, schützt doch besser erst mal das schon geborene Leben.
Was ist mit den Folteropfern von Assad, die zu Tode gefoltert wurden, wer hat die denn geschützt?
Was ist mit den Leuten aus Nordkorea, die ohne jegliche militärische Ausbildung als "Kanonenfutter" in den Kampf gegen die Ukraine geschickt werden, wer schützt die denn?
Das wäre doch mal eine lohnenswerte christliche und menschliche Aufgabe, oder?
Veröffentlicht von: @fizzibitz...Leute, bevor ihr das ungeborene Leben schützen wollt, schützt doch besser erst mal das schon geborene Leben.
Auch wenn ich hier evtl. als Abtreibungsbefürworter rüberkomme (was ich eigentlich gar nicht bin - ich hab nur Verständnis, falls jemand sich zu diesem Eingriff entscheidet; das ist ein großer Unterschied) - genau das denk ich auch immer.
Veröffentlicht von: @chaiVeröffentlicht von: @fizzibitz...Leute, bevor ihr das ungeborene Leben schützen wollt, schützt doch besser erst mal das schon geborene Leben.
Auch wenn ich hier evtl. als Abtreibungsbefürworter rüberkomme (was ich eigentlich gar nicht bin - ich hab nur Verständnis, falls jemand sich zu diesem Eingriff entscheidet; das ist ein großer Unterschied) - genau das denk ich auch immer.
Dazu habe ich neulich noch was Interessantes zufällig beim googeln entdeckt......
Angeblich sollte Hitler im Bauch seiner Mutter abgetrieben werden, aber der Arzt riet dann doch Hitlers Mutter davon ab......damals sind halt noch viele Mütter durch Abtreibung gestorben......
Wie viel Leid und Elend und wie viele Tote wären dadurch für Deutschland und Russland und noch vielen anderen Ländern uns erspart geblieben....?
So viel zumThema, das Abtreibung was ganz Böses und verabscheuungswürdiges sei und unschuldige Menschenleben kosten würde...
@fizzibitz Angeblich sollte Hitler im Bauch seiner Mutter abgetrieben werden, aber der Arzt riet dann doch Hitlers Mutter davon ab...
Wer gibt das an? Sorry, aber das hört sich für mich nach einer frei erfundenen Anekdote an, die den "Vorteil" hat, dass sie sich nicht überprüfen lässt. Meine Pro-Selbstbestimmungsrecht-Einstellung möchte ich nicht durch solche Argumente "gestärkt" wissen. Immer, wenn in solchen Debatten eine Seite mit irgendwelchen Nazi/Hitler-Argumenten um die Ecke kommt, schwächt sie in meinen Augen ihre eigene argumentatorische Basis eher. Insbesondere, wenn diese Argumente auf reinem Hörensagen beruhen, von dem man noch nicht mal nachweisen kann, wo und von wem man's gehört habe.
Meine Pro-Selbstbestimmungsrecht-Einstellung möchte ich nicht durch solche Argumente "gestärkt" wissen.
Zumal es eh Blödsinn ist... klar, jede Abtreibung bedeutet einen potentiellen Mörder weniger. Aber auch einen potentiellen Lebensretter.
Wer weiss, vielleicht wurde ja ausgerechnet der Mann abgetrieben, der Hitler hätte verhindern können...
Solche Überlegungen sind faszinierend für was-wäre-wenn Szenarien und Kinofilme mit Zeitmaschinen. Als Argument für oder gegen Abtreibung taugen sie hingegen nicht.
Veröffentlicht von: @jack-black@fizzibitz Angeblich sollte Hitler im Bauch seiner Mutter abgetrieben werden, aber der Arzt riet dann doch Hitlers Mutter davon ab...
Wer gibt das an? Sorry, aber das hört sich für mich nach einer frei erfundenen Anekdote an, die den "Vorteil" hat, dass sie sich nicht überprüfen lässt.
Findet man ganz leicht im Google, kann ich natürlich auch nicht auf den Wahrheitsgehalt hin überprüfen.
Aber es ging ja auch darum...............was wäre denn, wenn Hitler tatsächlich schon im Mutterleib abgetrieben worden wäre? Wäre das denn sooooo schlecht für Deutschland gewesen?
@fizzibitz was wäre denn, wenn Hitler tatsächlich schon im Mutterleib abgetrieben worden wäre? Wäre das denn sooooo schlecht für Deutschland gewesen?
Das ist halt bloße Spekulation. Was, wenn an seiner Stelle dann ein schlauerer Massenmörder an die Macht gekommen wäre, der nicht zwei Kriegsfronten gleichzeitig aufgemacht hätte? Schlimmer geht immer.
Solche "was wäre wenn"-Szenarien sind - Lucan wies schon drauf hin - etwas für Kinofilme mit Zeitmaschinen. Beziehungsweise: es gibt in der Literatur einen Roman von Stephen King, der ein ähnliches Thema behandelt: diesmal soll nicht Hitler abgetrieben, sondern das Attentat auf JFK verhindert werden. Sehr unterhaltsam übrigens, mein Lieblings-King. 🙂
Jedenfalls nochmal: Als Beitrag in einer Diskussion über das Pro und Contra von Abtreibungsverboten/Rechten bringen solche Gedanken inhaltlich nicht weiter; man sollte hingegen stets darauf achten, dass allein die Erwähnung von Hitler oder den Nazis tendenziell die Gefahr nährt, dass Diskussionen emotionalisiert aus dem Ruder laufen.
Dazu fällt mir dieser "Werbespot" ein 🙂
@deleted_profil Das halte ich für ein Gerücht, in Österreich-Ungarn war Abtreibung sicher verboten.
genau genomen ist sie es in Bundesrepublik Deutschland immer noch, nur gibt es Wege dafür nicht bestraft zu werden. Ich finde es nicht richtig wenn Frauen gezwungen werden Kinder groß zu ziehen die sie nicht lieben. Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Frau nach einer Vergewaltigung ein Kind austragen muss.
Was hat man in Deutschland gemacht, bevor es diese Regelungen gab. Da sind ganze Busse in die Niederlande gefahren. In der DDR durfte die Frau selbst entscheiden.
Ich denke es gibt Gründe in denen ich eine Abtreibung für falsch halte und Gründe warum es legale Abtreibungen geben sollte.
Wir wollen doch nicht wieder Frauen die sich Treppen runter stürzen, oder durch Kleiderbügel verbluten die eingeführt werden.
Kamala Harris wollte keine Abtreibungen. Sie wollte eine legale Möglichkeit für einen Schwangerschaftsabbruch unter sauberen und sicheren Bedingungen.
@fizzibitz
Sehr leidenschaftliches Plädoyer. Woher kommt das? Dachte früher selbst ähnlich.
Ihr werdet sein wie Gott......sagte schon die Schlange im Paradies....und könnt selber bestimmen, was gut und böse ist...
Woher hast du denn das mit dem bestimmen?
Ich lese in meiner Bibel immer noch „erkennen“.
Ich wüsste ansonsten nicht, wo es hier im Thread darum geht, etwas zu verbieten oder jemanden zu zwingen?
@ga2 Woher hast du denn das mit dem bestimmen?
Ich lese in meiner Bibel immer noch „erkennen“.
Nun wird über das Thema aber nicht im luftleeren theologischen Raum diskutiert, sondern es ist eins der zentralen Punkte einer bestimmten politischen Positionierung. Dafür können zwar die hier Beteiligten DiskutantInnen nichts, aber es zu ignorieren geht in die Richtung: "Da stelle wa uns ma janz dumm..."
In den USA kann man, wenn jemand besonders vehement mit der Bibel gegen das Selbstbestimmungsrecht der Frauen über ihren eigenen Körper argumentiert, mit einer recht guten Wahrscheinlichkeit darauf tippen, dass diese Person auch vehement das Recht auf privaten Waffenbesitz im Sinne des 2. Verfassungszusatzes pocht. Und wenn man Geld darauf verwetten soll, ist es eine recht sichere Wette, diese Person als Trumpwähler einzustufen, bzw. eben als "konservativen" Wähler der Republikaner.
Gibt es da eine inhaltlich zwingend logische Verbindung zwischen Waffenbesitz-Befürwortung und Frauenrechten-Ablehnung? Sicherlich nicht. Und doch korrelieren diese beiden Ansichten in den Köpfen. Warum? Weil die Abtreibungs-Diskussion von den konservativen Think-Tanks über Jahrzehnte hin zum verläßlichen Streit-Thema sozusagen im Diskurs verankert wurde, nachdem die "Rassenfrage", an der sich früher die politische Identität der religiösen Rechten festmachte, sich als nicht mehr so tragfähig herausstellte: Mit Rassismus (der dann gern eben auch mit Bibelzitaten als religiös fundiert dargestellt wurde) war ab den 70er Jahren kein politischer Blumentopf zu gewinnen und so fand man in der Abtreibungsfrage ein verlässlicheres Themenfeld, um sich selbst als die Guten, die politischen Gegner als die Bösen hinzustellen.
Einmal wieder verweise ich auf Annika Brockschmidt und ihr Buch "Amerikas Gotteskrieger: Wie die Religiöse Rechte die Demokratie gefährdet", worin sie diese Entwicklung in den USA seit Mitte des letzten Jahrhunderts akribisch nachzeichnet.
Es ist also in der Praxis so, dass diejenigen, die einen Präsidenten gewählt haben, der schon vor seiner Inauguration (anders kann man das ja kaum noch nennen... 😉 ) Nachbarstaaten (Panama, Grönland...) mit Krieg droht und verlangt, dass alle Nato-Staaten 5% ihres Bruttoinlandproduks für's Militär ausgeben sollen, dies auch deswegen mit "gutem Gewissen" taten, weil die religiöse Rechte mit der Abtreibungsfrage eine Art emotionalen Trigger-Punkt etabliert hat, auf den sie bloß zu drücken braucht, um die weltanschauliche Selbstgerechtigkeit ihrer Wählerklientel schön hoch zu pushen. Botschaft: "Wir sind diejenigen, welche die wehrlosen kleinen süßen Kinder verteidigen, wer den politischen Gegner wählt, wählt Mörder!"
Nochmals: Ich will niemandem, der/die hier im Thread mitdiskutiert, unterstellen, so zu ticken. Aber viele, viele Millionen Christen haben in den USA gezeigt, dass sie genau so ticken und dass sie sich am religiösen Nasenring willig durch die politische Manege führen lassen. Und in der Politik geht es stets um's Bestimmen, nicht um's Erkennen.
Bist du am Umsatz von Frau Brockschmitts Buch beteiligt?
@ga2 Bist du am Umsatz von Frau Brockschmitts Buch beteiligt?
Was denkst Du denn?
Lebensschutz auf jeden Fall.
Menschen die gefoltert werden müssen unterstützt werden.
ABER, der Vergleich ist sehr schwach.
Hey Leute, wieso Vergewaltigungen verhindern, verhindert doch besser Morde…
Sowohl das Eine als auch das Andere muss verhindert werden!!!!
Was für ein Argument um jemanden zu töten.
Klar wird der ungeborene Mensch nichts sagen, er ist ja tot! Und nur jemand der überlebt hat kann reden.
@watolf Ich sehe einen Schwangerschaftsabbruch nicht als Mord an. Ich finde die Indikationslösung in Deutschland richtig und die kirchlichen Beratungsstellen zeigen auch Wege auf, die Entscheidung trifft aber immer noch die werdende Mutter.
Und warum sind wohl alle großen menschenverachtenden Despoten gegen und nicht für Abtreibung?
Woher hast du den Schmarren, die CCP und ihre Despoten waren wegen ihrer Einkind-Politik grosse Befürworter der Abtreibung.
Das grosse Problem mit der Abtreibung, ist nicht die Abtreibung selber, sondern die Beliebigkeit mit der es geschieht.
@fizzibitz Ein Kommentar dazu: Die Abtreibungs Debatte scheint heute wirklich weitaus populistischer zu sein, als jemals zuvor in der Geschichte. Tatsächlich hat Jesus nie ein Wort über Abtreibung verloren, geschweige den prolife Mord - Proteste veranstaltet. Aber die Gesetzes Kommentatoren der Zeit und auch andere Rechtstexte äußerten sich zur Abtreibung. Dazu folgendes Zitat:
"Ein Kind zu töten im Mutterleib ist nicht Mord, aber eine bußpflichtige (finable) Handlung/Tat."(keine Schwerststrafe)Exodus XXI, 22; Mekhilta Nezikin § 8; B. Kama 49a. Ztiert von infra n. 355
In Attica, war es zivil, aber keine kriminelle Aktion. Unter den Römern, schien dieses Delikt (partus abactico oder abortus procuratio), ursprünglich vom Gesetz unbemerkt gewesen zu sein. Unter den Imperatoren/Kaisern, jedoch, wurde eine Frau die Abtreibung herbeigeführt hat mit Exil bestraft und die, die den Trank gaben wurden zu Minen verdammt oder auf eine Insel verbannt(Smith 47a) (aus "The criminal jurisprudence of the ancient Hebrews; compiled from the Talmud and other Rabbinical writings, and compared with Roman and English penal jurisprudence" - Mendelssohn Samuel 1850-1922)
Auch interessant ist die Vorstellung wann ein Kind ein lebendes Wesen ist von Talmud (1) und Common Law (2)
(1) §38 Homozid ist straftätig wenn alle bedingungen von der Talmud erfordert und aufgezählt (§13 sq.), angemessen ausgehandelt wurden und nichts von dem rechtfertigbaren, entschuldbaren oder verantwortbaren Umstanden das Delikt abmildern. Daher, wenn jemand willentlich und böswillig ein menschliches Wesen tötet, Mann oder Frau, jung oder alt (damit ist sogar ein neu geborenes Kind gemeint, gegeben es wurde am Ende der vollen, natürlichen Zeit geboren. Das vorzeitig Geborene wurde im talmudischen Gesetz nicht als lebendes Wesen angesehen, bis nach dem 13 Tag seines Lebens) [...] es ist Mord (Nidda 44b, sq.: Yer. Yebamoth XI. §9. p. 12b; Maimon. H. Rozeah II, 6)
(2) Darin weicht die Talmud vom gemeinen Gesetz ab nach dem "ein Kind, wenn lebendig geboren, durch Auswirkung des Trankes oder Wunden empfangen im Mutterleib, stirbt, es nach der besseren Meinung ermordert zu sein scheint, insofern es verwaltet oder verabreicht wurde. (Blackstone IV, 198)
@brunofragtjes
Die Katholische Kirche hat kein Sola Scriptura, das ist eine Erfindung Martin Luthers.
Aus Katholischer Sicht ist Recht eindeutig sich gegen Abtreibungen zu Positionieren.
Veröffentlicht von: @fizzibitzJesus Selber hat nie ein Wort für oder gegen Abtreibung verloren.
Ja, das war vielleicht gar kein Thema, oder war enthalten im:" du sollst nicht töten."
Wer kein Kind will, kann ja verhüten und wer zu doof dazu ist, da ist eine Abtreibung vielleicht besser, es gibt bereits so viele unglückliche Kinder.
Aber ich hab keine Meinung mehr dazu, da es mich nicht mehr betrifft, bin ja zu alt um Kinder zu bekommen.
Es wäre schön, wenn Menschen vorher mehr nachdenken würden und es keine Abtreibungen gäbe.
hallo KristinChristin,
Danke für deinen Einsatz für das ungeborene Leben, auch wenn du immer wieder mit viel Gegenwind rechnen musst....
Es gibt da so viele unterschiedliche Antworten, weil jeder Mensch mit seiner eigenen, persönlichen Lebensgeschichte
reagiert. Von daher hat jeder Mensch recht, oder nicht........
Ob ich jetzt als verheiratet antworte, als Single.......
Selbst bin ich verheiratet, habe zwei Kinder, und werde ab Mai zum ersten Mal Opa.
Mir ist wichtig, was Gott und sein Wort, als der beste Beziehungsratgeber dazu sagt.
"Du sollst nicht töten", und von daher ist Abtreibung für mich Mord.
Auch wenn eine Frau es erleben musste, vergewaltigt zu werden, ganz schlimm............
Aber was kann das Kind dafür...Von daher würde ich einer Frau raten, das Kind zu behalten,
oder zur Adoption frei zu geben. Wenn sie das nicht schafft, packt, hat die Frau das Recht, ab zu treiben....
Das ist die freie Entscheidung jeder Frau. Kein Mensch hat das Recht, sie als Mörderin zu richten.....
Vergewaltigung ist brutal, Abtreibung aber auch....
Wichtig finde ich, diese Frauen seelsorgerlich zu begleiten, egal wie sie sich entscheidet.
liebe Grüße, und das du trotz vieler anderer Meinungen, zu deinem persönlichen Glauben an Gott
stehen kannst, auch wenn du viel Gegenwind dafür bekommst.
@kristinchristin ich hab oft das Gefühl, dass Gott mich erwählt hat, um dafür zu kämpfen.
Mehr als ein Gefühl hast Du nicht als Beleg für die Annahme, Gott habe Dich erwählt?
Jetzt mal so aus der anderen Perspektive betrachtet: Warum sollte eine Frau, die nicht das Gefühl hat, Du seiest von Gott erwählt worden, sich von Dir hinsichtlich ihrer Entscheidung über ihren Körper und ihr zukünftiges Leben dreinreden lassen?
Ich lese hier k(aum) eine Position, die nicht durchdacht und möglicherweise auch durchkämpft ist.
Und von daher kann und muss ich jede Einzelfallentscheidung respektieren und akzeptieren.
@kristinchristin Ich persönlich bin gegen Abtreibung, weil ich daran glaube, dass jedes Leben von Gott gewollt und wertvoll ist.
Ich persönlich bin für Abtreibungen, weil ich glaube, dass es schon zuviele Menschen auf diesem Planeten gibt. Da ich allerdings gegen Mord und Totschlag bin, kann dieses Problem unserer viel zu hohen Zahl nicht dadurch gelöst werden, dass wir schon lebende Menschen umbringen. Daher glaube ich, es wäre am besten, wenn erstmal möglichst wenige Menschen nachgeboren werden, und Abtreiung ist dazu ein Mittel.
Ich bin selbstverständlich noch wesentlich stärker für Verhütung und würde sogar dafür plädieren, so etwas wie Sterilisationsprämien einzuführen: bei Männern nur eine eher symbolische Prämie von meinetwegen 1000 Euro. Bei Frauen eine wirklich beträchtliche Prämie: 100.000 für den Fall, dass sie noch überhaupt kein Kind in die Welt gesetzt haben, 50.000 wenn sie schon ein Kind gebaren, 25k, falls sie schon 2 Kinder gebaren und so fort. Verhütungsmittel sollten kostenfrei verteilt werden.
Abtreibungen sollten ebenfalls kostenfrei sein, und Frauen, die abtreiben möchten, sollten dies ohne irgendwelche "Gewissensprüfungen", aka "Pflichtberatung" tun dürfen.
Selbstverständlich sollte eine Frau - ebensowenig, wie zum Austragen einer Schwangerschaft - nicht zum Schwangerschaftsabbruch gezwungen werden dürfen. Zwar bin ich im Interesse des Planeten für Abtreibungen, aber im Sinne einer humanen Gesellschaft bin ich noch deutlich stärker für das Selbstbestimmungsrecht der Frauen.
Zum Verständnis: Für mich ist die Grenze, nach welcher ein Fötus zum Menschen wird, der Moment, wo er aus dem Mutterleib heraus und von der Nabelschnur abgetrennt ist. Bis dahin ist er Teil der Frau, die über ihren Körper, und was mit dem geschehen darf, die alleinige Entscheidungsbefugnis hat.
@chai Das war jetzt schon provokativ.
🙂
Mich provoziert halt umgekehrt, wenn immer wieder versucht wird, im Namen Gottes besonders vulnerablen Menschen (wie es schwangere Frauen in meinen Augen sind) in ihre Lebensentscheidungen reinzuregieren.
Irgendwo im Rahmen meines Konfirmandenunterrichts, als es um die 10 Gebote ging und darum, warum man nicht "auf Gott schwören" solle, blieb bei mir eine Formulierung hängen, die wohl irgendwo im Katechismus stehen mag: "Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes nicht unnützlich führen..." Den hatte ich damals schon so verstanden, dass man nicht, wenn man irgendeine privaten Interessen durchsetzen will, so tun soll, als seien es nicht die eigenen, sondern diejenigen Gottes.
@jack-black Versteh ich .
Und ich hab auch Deinen Beitrag als direkte Reaktion auf das absolute Eingangsposting verstanden.
Aus meiner Sicht gibt es kein absolutes DAFÜR oder DAGEGEN.
Zum Verständnis: Für mich ist die Grenze, nach welcher ein Fötus zum Menschen wird, der Moment, wo er aus dem Mutterleib heraus und von der Nabelschnur abgetrennt ist. Bis dahin ist er Teil der Frau, die über ihren Körper, und was mit dem geschehen darf, die alleinige Entscheidungsbefugnis hat.
Um... nein. Wenn jemand ein Baby tötet, das noch an der Nabelschnur hängt, dann ist das Mord, schlicht und einfach.
Ein Mensch ist für mich spätestens dann ein eigenständiger Mensch, wenn er selbstständig außerhalb des Mutterleibes überleben kann (Eine entsprechende Versorgung natürlich vorausgesetzt). In diesem Moment sehe ich auch die Verfügbarkeit der Mutter über ihren eigenen Körper eingeschränkt, aus dem simplen Grund weil das Baby dann eben nicht mehr ihr "eigener Körper" ist, sondern unabhängig davon.
Dem Rest stimme ich nicht vollständig zu, aber es ist auf jeden Fall sachlich begründet.
@lucan-7 Um... nein. Wenn jemand ein Baby tötet, das noch an der Nabelschnur hängt, dann ist das Mord, schlicht und einfach.
Tja, da unterscheiden sich halt unsere Ansichten. Nicht, dass ich es für wesentlich halten würde, ob das Kind nach der Geburt noch an der Nabelschnur hängt oder nicht. Ich kann mir praktisch kein statistisch relevantes Szenario vorstellen, in welchem eine Frau ein Kind geboren hat und dann, wenn es noch körperlich mit ihr verbunden ist, es töten wollen würde.
Ein Mensch ist für mich spätestens dann ein eigenständiger Mensch, wenn er selbstständig außerhalb des Mutterleibes überleben kann (Eine entsprechende Versorgung natürlich vorausgesetzt).
Gut, das ist Deine Definition, bei der ich erstens das Gummi-Kriterium "spätestens*", sowie zweitens das "kann" bemängeln würde. Wer würde denn über diese Möglichkeit befinden und müßte eine Frau für den Fall, dass eine solche Institution dann zu dem Schluss kommt, der Fötus könne das schon (sei also weit genug entwickelt), dann dazu gezwungen werden dürfen, von da an unfreiwillig diesem Fötus ihren Körper als weitere Behausung zur Verfügung zu stellen?
Mein Vorschlag hat den Vorteil dass die gewählten Kriterien in der Praxis sehr leicht zu checken wären: ist das Kind ausserhalb des Körpers der Mutter oder ist es das nicht? Draussen --> Mensch mit den entsprechenden Menschen zugeordneten Rechten. Drinnen --> Teil des Körpers der Schwangeren, die über ihren Körper das Menschenrecht hat, frei zu entscheiden, wie sie mit ihm umgehen will.
Dein Vorschlag hat dagegen den Nachteil, dass die Frage, ab wann ein Fötus ausserhalb des Mutterleibs überleben kann, nicht sicher zu beantworten ist. Er läuft im Prinzip freilich auf nichts anderes als die hierzulande geltende "Fristenlösung" hinaus, und somit ist er gewissermaßen common sense.
Aber das Konstrukt Fristenlösung macht es sich definitorisch insofern einfach, als man sich auf einen demokratischen Kompromiß einläßt, der ständig neu angegriffen werden kann, also von Mehrheits- und Machtverhältnissen abhängt. Was bei Gesetzen eine gute Sache ist, bei Definitionen hingegen weniger.
*Spätestens? Also gegebenenfalls schon früher? Nach der ersten Zellteilung? Nach der ersten Woche nach der Befruchtung?...
Gut, das ist Deine Definition, bei der ich erstens das Gummi-Kriterium "spätestens*", sowie zweitens das "kann" bemängeln würde.
Mit "spätestens" bringe ich hier zum Ausdruck, dass es sich zu diesem Zeitpunkt eindeutig um ein eigenständiges Lebewesen handelt, während das zuvor nicht so eindeutig der Fall ist.
Wer würde denn über diese Möglichkeit befinden und müßte eine Frau für den Fall, dass eine solche Institution dann zu dem Schluss kommt, der Fötus könne das schon (sei also weit genug entwickelt), dann dazu gezwungen werden dürfen, von da an unfreiwillig diesem Fötus ihren Körper als weitere Behausung zur Verfügung zu stellen?
Selbstverständlich müsste sie ihren Körper weiter zur Verfügung stellen. So wie auch jede andere Person, die ein Kind beaufsichtigt, dafür zur Verantwortung gezogen werden kann, wenn diesem Kind etwas passiert.
Und was soll jetzt am "Körper" der Frau so besonders sein?
Wenn ich für ein Kind verantwortlich bin, dann ist es auch MEINE ZEIT, die dabei draufgeht, MEIN GELD, das ich dafür ausgeben muss, MEINE KARRIERE, auf die verzichten muss... und über all dies verfügt der Staat ganz selbstverständlich, indem er mich dazu zwingt, diese Dinge zum Wohl eines Kindes aufzugeben.
Warum soll jetzt MEIN KÖRPER die große Ausnahme sein? Es geht Zeit und Mühe drauf... so ist das halt mit Kindern.
Und die Frau hatte ja auch genügend Zeit, über eine Abtreibung nachzudenken. Wenn sie das bis zur Lebensfähigkeit des Kindes nicht auf die Reihe bekommt, sorry - dann kann sie sich dann auch nicht mehr beschweren.
Extreme Ausnahmesituationen mögen hier mal außen vor stehen.
@jack-black gut, dann haben wir wohl verschiedene Auffassungen 🙂
Ich bin nicht der Meinung, dass es eine Prämie geben sollte, meiner Meinung nach gibt es, zumindestens in Deutschland, eh schon niedrige Geburtenraten. Das Familienideal hat weniger Kinder als früher und Verhütungsmittel senken die Rate.
Aus meiner Sicht beginnt das Leben eines Kindes mit der Empfängnis. Ein ungeborenes Kind ist für mich nicht nur ein „Teil der Frau“, sondern ein eigenständiges Leben mit einem eigenen Herzschlag. Die Nabelschnur versorgt das Kind lediglich, aber sie macht es nicht zu einem Teil des Körpers der Mutter – es hat eine eigene DNA, die sich von der der Mutter unterscheidet. Für mich ist das Kind nicht der Körper der Mutter, womit sie alle Entscheidungsmacht hat, sondern ein eigenständiges Leben, was zunächst in einem anderen Körper ist.
Liebe Grüße
@kristinchristin Aus meiner Sicht beginnt das Leben eines Kindes mit der Empfängnis. Ein ungeborenes Kind ist für mich nicht nur ein „Teil der Frau“, sondern ein eigenständiges Leben mit einem eigenen Herzschlag.
Nach der Empfängnis haben wir eine Zelle, die sich dann teilt und dann nochmal... Bis da ein "eigener Herzschlag" beginnt, dauert's ein Weilchen, oder?
Für mich ist das Kind nicht der Körper der Mutter, womit sie alle Entscheidungsmacht hat,
Es ist aber im Körper der Mutter. Und über das, was im Körper einer Frau ist, darüber sollte diese alleinige Entscheidungsmacht haben. Meiner Ansicht nach. 🙂
Es ist aber im Körper der Mutter. Und über das, was im Körper einer Frau ist, darüber sollte diese alleinige Entscheidungsmacht haben. Meiner Ansicht nach.
Warum?
Menschen haben generell nicht unbegrenzt Verfügungsgewalt über ihren eigenen Körper. Der Staat erlaubt sich, in manchen Fällen über unseren Körper zu verfügen - sei es im Militär- oder Zivildienst oder in der Einschränkung von medizinischen Eingriffen oder dem Konsum von Drogen.
Warum soll das an dieser Stelle anders sein? Warum denkst du, dass hier ein grundsätzlich anderer Fall vorliegt?
@lucan-7 Der Staat erlaubt sich, in manchen Fällen über unseren Körper zu verfügen - sei es im Militär- oder Zivildienst oder in der Einschränkung von medizinischen Eingriffen oder dem Konsum von Drogen.
Warum soll das an dieser Stelle anders sein?
1. Darf der Staat denn im Militär- oder Zivildienst (abgesehen davon, dass die Wehrpflicht momentan immer noch abgeschafft ist und ich stark hoffe, dass dies so bleibt) vorsätzlich in den Körper der Soldaten und Zivis (die gibt's dieser Tage nicht mehr, und als ich selbst Zivi war, hab ich davon nichts bemerkt...) hineinbestimmen? Welche Art Eingriff gibt es da? Und bitteschön: Kleidungs- und Frisurvorschriften oder das Verbot von etwaigem Körperschmuck (Ohrringe usw.) gibt's auch in anderen Arbeitsverhältnissen: niemand wird gezwungen, Jobs anzunehmen, bei denen das absehbar ist. Und sich im Ernstfall in (Lebens-) Gefahr zu begeben - das wird qua Jobvoraussetzungen auch von Feuerwehrleuten, Polizisten oder Türstehern erwartet. Niemand ist gezwungen, solche Jobs zu übernehmen.
2. Medizinischen Eingriffen muss zugestimmt werden. Ausnahmen gibt es da, wo jemand nicht fähig ist, selbstbestimmt zu handeln (z.B. wenn er nach einem Unfall ohnmächtig ist oder in's Koma gefallen). Ansonsten darf - um eine Analogie zum Embryo zu bringen - weder gegen den Willen des Patienten ein Tumor, noch ein Spenderorgan aus ihm herausgenommen werden: niemand kann auch nur zur Blutspende gezwungen werden und erst recht nicht dazu, z.B. eine seiner Nieren oder Knochenmark etc. zu spenden, selbst für den Fall, dass ausser ihm/ihr keine anderen Spender zur Hand sind, die mit der Organspende das Leben eines anderen Menschen retten könnten.
Übrigens - die Coronazeit ist ja noch nicht so lang vorbei und wir erinnern uns noch der entsprechenden Diskussionen - darf auch niemand gezwungen werden, sich impfen zu lassen. (Dass Ungeimpfte mit Einschränkungen ihres Bewegungs- und Handlungsraums zu rechnen hatten, ist eine andere Sache: Zwangsimpfungen waren/sind jedenfalls nicht erlaubt.)
3. Drogenkonsum wird zwar strafrechtlich sanktioniert (was ich aus Gründen, die nicht hierher gehören, falsch finde) - aber wenn eine Droge im Körper eines Menschen ist, darf sie meines Wissens nicht per Eingriff aus diesem Körper "herausgeholt" werden. Wie denn auch? Zum (kalten oder per Zwangsmedikation durchgeführten) Drogenentzug darf auch niemand gezwungen werden, oder bin ich da falsch informiert?
1. Darf der Staat denn im Militär- oder Zivildienst (abgesehen davon, dass die Wehrpflicht momentan immer noch abgeschafft ist und ich stark hoffe, dass dies so bleibt) vorsätzlich in den Körper der Soldaten und Zivis (die gibt's dieser Tage nicht mehr, und als ich selbst Zivi war, hab ich davon nichts bemerkt...) hineinbestimmen?
Bei Impfungen und dergleichen schon.
Und mein Punkt ist ja einfach: Warum soll eine Frau über ihr Körperinneres frei verfügen, wenn sich darin doch ein anderer Mensch befindet?
Dass ein Mensch generell selbstbestimmt leben soll, darüber sind wir uns ja einig (Und ich würde da auch Drogenkonsum einschliessen).
Aber ich wüsste nicht, weshalb man hier keine Ausnahme machen sollte. Und für mich bietet sich da der Zeitpunkt an, an dem ein Kind auch ausserhalb lebensfähig wäre. Denn dann kann man auch ganz objektiv von einem eigenen Lebewesen sprechen. Und dem sollte man dann auch Rechte zugestehen.
Eine Abtreibung zuvor sollte hingegen möglich sein.
@lucan-7 Warum soll eine Frau über ihr Körperinneres frei verfügen, wenn sich darin doch ein anderer Mensch befindet?
Warum solltest Du über Dein Körperinneres frei verfügen dürfen? Womöglich, weil es sich dabei um Deinen Körper handelt?
Aber ich wüsste nicht, weshalb man hier keine Ausnahme machen sollte.
So geht Argumentation nicht. Nur, weil Dir keine Gründe einfallen, eine Regel nicht ausser Kraft zu setzen, hast Du noch kein Argument für die Ausserkraftsetzung gebracht*.
Und für mich bietet sich da der Zeitpunkt an, an dem ein Kind auch ausserhalb lebensfähig wäre.
Wäre? Konjunktiv? Wer entscheidet da? Also: in den Körper und somit die intimste Spähre eines Menschen hinein?
Ob ein Kind ausserhalb des Mutterleibs konkret und nicht nur potentiell lebensfähig ist, stellt sich dann heraus, wenn es ausserhalb des Mutterleibs sich befindet. Von dem Zeitpunkt an lässt sich das sicher bestimmen und man braucht nicht den Konjunktiv. Entsprechend bin eben ich dafür, dass man erst ab genau diesem Zeitpunkt dem Neugeborenen die Menschenrechte, inklusive dem Recht auf Leben zuspricht, welches ab da dann gegen die Rechte der Mutter abgewogen werden kann.
Was z.B. bedeutet, dass die Mutter nach der Geburt nicht mehr allein darüber bestimmen darf, wie das Kind behandelt wird, eine Kindstötung des Säuglings dann also eine ganz "normale" Straftat ist, also gegebenenfalls auch als Mord sanktioniert werden kann.
*Du verwendest hier ein klassisches argumentum ad ignorantiam, dessen Struktur den üblichen kreationistischen Argumenten ähnelt und Dir also eigentlich bewußt sein sollte... 😉
Warum solltest Du über Dein Körperinneres frei verfügen dürfen? Womöglich, weil es sich dabei um Deinen Körper handelt?
Eben nicht. Denn es geht ja um einen weiteren Körper, der eben nicht unabhängig von der Frau existiert.
Mal ein Gedankenexperiment: Es gibt doch diese Geschichten, wo eine Gruppe von Menschen geschrumpft wird, um dann in einem kleinen U-Boot in den Körper eines Kranken oder so gespritzt werden...
Diese Menschen sind dann winzigklein, aber immer noch Menschen - und sie sind dann im Inneren des Körpers eines anderen.
Verlieren nach deiner Logik dann diese Menschen ihr Recht auf ihr Leben, weil sie sich im Körper eines Anderen befinden?
Kann der Kranke dann entscheiden: "Ach mir doch egal, wenn die jetzt verdaut werden!" - oder sollten die Wissenschaftler, die die Menschen geschrumpft haben, nicht alles tun, um ihre Mannschaft da wieder rauszuholen, egal was der Kranke sagt?
Ich sehe, es wird weiterhin heiß diskutiert und scheint für viele User Thema zu sein!
Das heftigste, was ich einmal erlebt habe, war eine Patientin im 4. oder 5. Schwangerschaftsmonat, die an der Rezeption zu mir meinte: "Ich will das DING nicht mehr; es muss weg!"
Meine Chefin hat sie zu einem Kollegen überwiesen, der Abtreibungen durchführte und auch die Adresse einer Klinik in den NL hatte, die über den erlaubten 3. Monat hin abtreiben. Das ist in der Tat Mord! Meine Chefin und ich waren fassungslos und sie hat die Patientin gebeten, nicht mehr in ihre Praxis zu kommen, sondern sich eine andere Gynäkologin zu suchen.
Veröffentlicht von: @jack-blacken Nachteil, dass die Frage, ab wann ein Fötus ausserhalb des Mutterleibs überleben kann, nicht sicher zu beantworten
Da sehe ich auch das Problem, weil es ja kein unabhängiges Kriterium ist, sondern von den jeweils verfügbaren Möglichkeiten der medizinischen Versorgung abhängt.
Mit modernen Mitteln lässt sich der Überlebenszeitpunkt erheblich nach vorne verlagern.