Abtreibung? Ja oder nein?
Wie steht ihr zum Thema Abtreibung? Seid ihr Befürworter oder strikt dagegen? Ich würde gerne mal ein paar Meinungen hören, mal schauen, was andere Christen darüber denken 🙂
Ich persönlich bin gegen Abtreibung, weil ich daran glaube, dass jedes Leben von Gott gewollt und wertvoll ist. Die Bibel zeigt, dass das Leben nicht erst nach der Geburt beginnt, sondern bereits im Mutterleib von Gott geformt und geplant wird. Dazu passt Psalm 139 „Denn du hast meine Nieren bereitet und hast mich gebildet im Mutterleib. [...] Deine Augen sahen mich, als ich noch nicht bereitet war, und alle Tage waren in dein Buch geschrieben.“ Für mich ist das ein Hinweis darauf, dass jedes ungeborene Kind von Gott gesehen und geliebt wird.
Auch Jeremia 1:55 unterstützt meine Ansicht, wo Gott sagt: „Ehe ich dich im Mutterleib formte, habe ich dich erkannt, und ehe du geboren wurdest, habe ich dich geheiligt.“ Diese Worte zeigen mir, dass Gott für jedes Leben einen Plan hat – auch für die, die noch nicht geboren sind. Abtreibung bedeutet für mich, diesen göttlichen Plan zu zerstören und ein Leben zu beenden, das genauso wertvoll ist wie jedes andere.
Außerdem stehe ich zu dem Gebot aus 2. Mose 20 „Du sollst nicht töten.“ Für mich gilt dieses Gebot uneingeschränkt, auch für das ungeborene Leben. Deshalb sehe ich Abtreibung auch als eine Form von Mord, denn es handelt sich um das gezielte Beenden eines menschlichen Lebens. Jedes Kind, ob geboren oder ungeboren, hat das Recht zu leben, zu wachsen und die Zukunft zu erleben, die Gott für es vorbereitet hat.
Ich finde es außerdem total erschreckend, dass Abtreibung weltweit die häufigste Todesursache ist. Deshalb bin ich auch in der Öffentlichkeit dagegen, um für die zu kämpfen, die es selber nicht tun können – für die, die keine Stimme haben (Sprüche 31 „Öffne deinen Mund für die Stummen, für das Recht aller Schwachen! Öffne deinen Mund, richte gerecht und verteidige den Elenden und Armen!“)
Für mich ist das Leben ein Geschenk Gottes, das es zu schätzen und zu schützen gilt. Ein ungeborenes Kind ist kein Problem, das gelöst werden muss, sondern ein Mensch mit Würde, Wert und einer Zukunft. Deshalb lehne ich Abtreibung ab und glaube, dass wir als Gesellschaft Wege finden müssen, Frauen in schwierigen Situationen zu unterstützen, ohne das Leben ihrer Kinder zu gefährden.
So, das war meine Meinung zum Thema Abtreibung, für mich ist das Thema total wichtig, ich hab oft das Gefühl, dass Gott mich erwählt hat, um dafür zu kämpfen. Aber ich stoße so unglaublich oft auf harte Kritik, hab alle Freunde verloren, großteils auch wegen diesem Punkt. Deshalb würde mich interessieren, wie andere Christen dazu stehen. Gibt es positive Aspekte, die ich übersehen habe? Dinge, die ich dann doch zu kritisch sehe?
Danke schonmal für eure Antworten🫶🏼
Veröffentlicht von: @kristinchristinWie steht ihr zum Thema Abtreibung? Seid ihr Befürworter oder strikt dagegen? Ich würde gerne mal ein paar Meinungen hören, mal schauen, was andere Christen darüber denken 🙂
Ganz einfach, wenn eine Frau abtreiben will, dann lasst die um Himmels willen abtreiben.
Jeder Frau gehört ihr Bauch selber und nicht irgendwelchen christlichen Fundamentalisten.
Sonst landen wir ganz schnell in einem christlichen Faschismus.
Jesus Selber hat nie ein Wort für oder gegen Abtreibung verloren.
Es ist sicher eine Super Sache sich für den Schutz des Lebens einzusetzen, keine Frage.
Aber was regelmäßig zu wütenden Gegenprotesten führt ist ja nicht, dass diese Leute der Gegendemonstranten gerne Leben vernichten wollen sondern dass sie sich darüber aufregen, dass andere Leute Gott spielen und bestimmen wollen was mit ihrem Bauch passiert.
Ihr werdet sein wie Gott......sagte schon die Schlange im Paradies....und könnt selber bestimmen, was gut und böse ist...
Das ist zu Recht furchterregend, wenn jemand Gott spielen will, nicht von ungefähr hat der Begriff "Gottesstaat" eine negative Bedeutung, wer möchte schon in einem Gottesstaat leben?
Auch der Gott der Bibel ist keiner, der jedem wohl und keinem weh will, schon in der Sintflut hat Er ohne Gnade die gesamte Weltbevölkerung außer einer Handvoll wieder ausgerottet.
Und warum sind wohl alle großen menschenverachtenden Despoten gegen und nicht für Abtreibung?
Es gibt dutzende von plausiblen Gründen für eine Abtreibung. Abtreibung ist menschlicher als schon geborenes Leben zu töten. Ich kann mich jedenfalls nicht erinnern an die Zeit als ich in der Fruchtblase im Mutterleib geschwommen bin, hätte da jemand meine Nabelschnur durchgetrennt, dann wäre ich halt heute hier eben nicht am posten. Aber als ich drei Jahre alt war, hatte ich mir (durch eigene kindliche Ungeschicktheit) eine Verbrennung dritten Grades zugezogen, da kann ich mich ganz genau dran erinnern. Die Narbe ist bis heute sichtbar tut aber Gottseidank nicht mehr weh.
Also die Moral von der Geschicht:...Leute, bevor ihr das ungeborene Leben schützen wollt, schützt doch besser erst mal das schon geborene Leben.
Was ist mit den Folteropfern von Assad, die zu Tode gefoltert wurden, wer hat die denn geschützt?
Was ist mit den Leuten aus Nordkorea, die ohne jegliche militärische Ausbildung als "Kanonenfutter" in den Kampf gegen die Ukraine geschickt werden, wer schützt die denn?
Das wäre doch mal eine lohnenswerte christliche und menschliche Aufgabe, oder?
Veröffentlicht von: @fizzibitz...Leute, bevor ihr das ungeborene Leben schützen wollt, schützt doch besser erst mal das schon geborene Leben.
Auch wenn ich hier evtl. als Abtreibungsbefürworter rüberkomme (was ich eigentlich gar nicht bin - ich hab nur Verständnis, falls jemand sich zu diesem Eingriff entscheidet; das ist ein großer Unterschied) - genau das denk ich auch immer.
Veröffentlicht von: @chaiVeröffentlicht von: @fizzibitz...Leute, bevor ihr das ungeborene Leben schützen wollt, schützt doch besser erst mal das schon geborene Leben.
Auch wenn ich hier evtl. als Abtreibungsbefürworter rüberkomme (was ich eigentlich gar nicht bin - ich hab nur Verständnis, falls jemand sich zu diesem Eingriff entscheidet; das ist ein großer Unterschied) - genau das denk ich auch immer.
Dazu habe ich neulich noch was Interessantes zufällig beim googeln entdeckt......
Angeblich sollte Hitler im Bauch seiner Mutter abgetrieben werden, aber der Arzt riet dann doch Hitlers Mutter davon ab......damals sind halt noch viele Mütter durch Abtreibung gestorben......
Wie viel Leid und Elend und wie viele Tote wären dadurch für Deutschland und Russland und noch vielen anderen Ländern uns erspart geblieben....?
So viel zumThema, das Abtreibung was ganz Böses und verabscheuungswürdiges sei und unschuldige Menschenleben kosten würde...
@fizzibitz Angeblich sollte Hitler im Bauch seiner Mutter abgetrieben werden, aber der Arzt riet dann doch Hitlers Mutter davon ab...
Wer gibt das an? Sorry, aber das hört sich für mich nach einer frei erfundenen Anekdote an, die den "Vorteil" hat, dass sie sich nicht überprüfen lässt. Meine Pro-Selbstbestimmungsrecht-Einstellung möchte ich nicht durch solche Argumente "gestärkt" wissen. Immer, wenn in solchen Debatten eine Seite mit irgendwelchen Nazi/Hitler-Argumenten um die Ecke kommt, schwächt sie in meinen Augen ihre eigene argumentatorische Basis eher. Insbesondere, wenn diese Argumente auf reinem Hörensagen beruhen, von dem man noch nicht mal nachweisen kann, wo und von wem man's gehört habe.
Meine Pro-Selbstbestimmungsrecht-Einstellung möchte ich nicht durch solche Argumente "gestärkt" wissen.
Zumal es eh Blödsinn ist... klar, jede Abtreibung bedeutet einen potentiellen Mörder weniger. Aber auch einen potentiellen Lebensretter.
Wer weiss, vielleicht wurde ja ausgerechnet der Mann abgetrieben, der Hitler hätte verhindern können...
Solche Überlegungen sind faszinierend für was-wäre-wenn Szenarien und Kinofilme mit Zeitmaschinen. Als Argument für oder gegen Abtreibung taugen sie hingegen nicht.
Veröffentlicht von: @jack-black@fizzibitz Angeblich sollte Hitler im Bauch seiner Mutter abgetrieben werden, aber der Arzt riet dann doch Hitlers Mutter davon ab...
Wer gibt das an? Sorry, aber das hört sich für mich nach einer frei erfundenen Anekdote an, die den "Vorteil" hat, dass sie sich nicht überprüfen lässt.
Findet man ganz leicht im Google, kann ich natürlich auch nicht auf den Wahrheitsgehalt hin überprüfen.
Aber es ging ja auch darum...............was wäre denn, wenn Hitler tatsächlich schon im Mutterleib abgetrieben worden wäre? Wäre das denn sooooo schlecht für Deutschland gewesen?
@fizzibitz was wäre denn, wenn Hitler tatsächlich schon im Mutterleib abgetrieben worden wäre? Wäre das denn sooooo schlecht für Deutschland gewesen?
Das ist halt bloße Spekulation. Was, wenn an seiner Stelle dann ein schlauerer Massenmörder an die Macht gekommen wäre, der nicht zwei Kriegsfronten gleichzeitig aufgemacht hätte? Schlimmer geht immer.
Solche "was wäre wenn"-Szenarien sind - Lucan wies schon drauf hin - etwas für Kinofilme mit Zeitmaschinen. Beziehungsweise: es gibt in der Literatur einen Roman von Stephen King, der ein ähnliches Thema behandelt: diesmal soll nicht Hitler abgetrieben, sondern das Attentat auf JFK verhindert werden. Sehr unterhaltsam übrigens, mein Lieblings-King. 🙂
Jedenfalls nochmal: Als Beitrag in einer Diskussion über das Pro und Contra von Abtreibungsverboten/Rechten bringen solche Gedanken inhaltlich nicht weiter; man sollte hingegen stets darauf achten, dass allein die Erwähnung von Hitler oder den Nazis tendenziell die Gefahr nährt, dass Diskussionen emotionalisiert aus dem Ruder laufen.
Dazu fällt mir dieser "Werbespot" ein 🙂
@deleted_profil Das halte ich für ein Gerücht, in Österreich-Ungarn war Abtreibung sicher verboten.
genau genomen ist sie es in Bundesrepublik Deutschland immer noch, nur gibt es Wege dafür nicht bestraft zu werden. Ich finde es nicht richtig wenn Frauen gezwungen werden Kinder groß zu ziehen die sie nicht lieben. Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Frau nach einer Vergewaltigung ein Kind austragen muss.
Was hat man in Deutschland gemacht, bevor es diese Regelungen gab. Da sind ganze Busse in die Niederlande gefahren. In der DDR durfte die Frau selbst entscheiden.
Ich denke es gibt Gründe in denen ich eine Abtreibung für falsch halte und Gründe warum es legale Abtreibungen geben sollte.
Wir wollen doch nicht wieder Frauen die sich Treppen runter stürzen, oder durch Kleiderbügel verbluten die eingeführt werden.
Kamala Harris wollte keine Abtreibungen. Sie wollte eine legale Möglichkeit für einen Schwangerschaftsabbruch unter sauberen und sicheren Bedingungen.
@fizzibitz
Sehr leidenschaftliches Plädoyer. Woher kommt das? Dachte früher selbst ähnlich.
Ihr werdet sein wie Gott......sagte schon die Schlange im Paradies....und könnt selber bestimmen, was gut und böse ist...
Woher hast du denn das mit dem bestimmen?
Ich lese in meiner Bibel immer noch „erkennen“.
Ich wüsste ansonsten nicht, wo es hier im Thread darum geht, etwas zu verbieten oder jemanden zu zwingen?
@ga2 Woher hast du denn das mit dem bestimmen?
Ich lese in meiner Bibel immer noch „erkennen“.
Nun wird über das Thema aber nicht im luftleeren theologischen Raum diskutiert, sondern es ist eins der zentralen Punkte einer bestimmten politischen Positionierung. Dafür können zwar die hier Beteiligten DiskutantInnen nichts, aber es zu ignorieren geht in die Richtung: "Da stelle wa uns ma janz dumm..."
In den USA kann man, wenn jemand besonders vehement mit der Bibel gegen das Selbstbestimmungsrecht der Frauen über ihren eigenen Körper argumentiert, mit einer recht guten Wahrscheinlichkeit darauf tippen, dass diese Person auch vehement das Recht auf privaten Waffenbesitz im Sinne des 2. Verfassungszusatzes pocht. Und wenn man Geld darauf verwetten soll, ist es eine recht sichere Wette, diese Person als Trumpwähler einzustufen, bzw. eben als "konservativen" Wähler der Republikaner.
Gibt es da eine inhaltlich zwingend logische Verbindung zwischen Waffenbesitz-Befürwortung und Frauenrechten-Ablehnung? Sicherlich nicht. Und doch korrelieren diese beiden Ansichten in den Köpfen. Warum? Weil die Abtreibungs-Diskussion von den konservativen Think-Tanks über Jahrzehnte hin zum verläßlichen Streit-Thema sozusagen im Diskurs verankert wurde, nachdem die "Rassenfrage", an der sich früher die politische Identität der religiösen Rechten festmachte, sich als nicht mehr so tragfähig herausstellte: Mit Rassismus (der dann gern eben auch mit Bibelzitaten als religiös fundiert dargestellt wurde) war ab den 70er Jahren kein politischer Blumentopf zu gewinnen und so fand man in der Abtreibungsfrage ein verlässlicheres Themenfeld, um sich selbst als die Guten, die politischen Gegner als die Bösen hinzustellen.
Einmal wieder verweise ich auf Annika Brockschmidt und ihr Buch "Amerikas Gotteskrieger: Wie die Religiöse Rechte die Demokratie gefährdet", worin sie diese Entwicklung in den USA seit Mitte des letzten Jahrhunderts akribisch nachzeichnet.
Es ist also in der Praxis so, dass diejenigen, die einen Präsidenten gewählt haben, der schon vor seiner Inauguration (anders kann man das ja kaum noch nennen... 😉 ) Nachbarstaaten (Panama, Grönland...) mit Krieg droht und verlangt, dass alle Nato-Staaten 5% ihres Bruttoinlandproduks für's Militär ausgeben sollen, dies auch deswegen mit "gutem Gewissen" taten, weil die religiöse Rechte mit der Abtreibungsfrage eine Art emotionalen Trigger-Punkt etabliert hat, auf den sie bloß zu drücken braucht, um die weltanschauliche Selbstgerechtigkeit ihrer Wählerklientel schön hoch zu pushen. Botschaft: "Wir sind diejenigen, welche die wehrlosen kleinen süßen Kinder verteidigen, wer den politischen Gegner wählt, wählt Mörder!"
Nochmals: Ich will niemandem, der/die hier im Thread mitdiskutiert, unterstellen, so zu ticken. Aber viele, viele Millionen Christen haben in den USA gezeigt, dass sie genau so ticken und dass sie sich am religiösen Nasenring willig durch die politische Manege führen lassen. Und in der Politik geht es stets um's Bestimmen, nicht um's Erkennen.
Bist du am Umsatz von Frau Brockschmitts Buch beteiligt?
@ga2 Bist du am Umsatz von Frau Brockschmitts Buch beteiligt?
Was denkst Du denn?
Lebensschutz auf jeden Fall.
Menschen die gefoltert werden müssen unterstützt werden.
ABER, der Vergleich ist sehr schwach.
Hey Leute, wieso Vergewaltigungen verhindern, verhindert doch besser Morde…
Sowohl das Eine als auch das Andere muss verhindert werden!!!!
Was für ein Argument um jemanden zu töten.
Klar wird der ungeborene Mensch nichts sagen, er ist ja tot! Und nur jemand der überlebt hat kann reden.
@watolf Ich sehe einen Schwangerschaftsabbruch nicht als Mord an. Ich finde die Indikationslösung in Deutschland richtig und die kirchlichen Beratungsstellen zeigen auch Wege auf, die Entscheidung trifft aber immer noch die werdende Mutter.
Und warum sind wohl alle großen menschenverachtenden Despoten gegen und nicht für Abtreibung?
Woher hast du den Schmarren, die CCP und ihre Despoten waren wegen ihrer Einkind-Politik grosse Befürworter der Abtreibung.
Das grosse Problem mit der Abtreibung, ist nicht die Abtreibung selber, sondern die Beliebigkeit mit der es geschieht.
@fizzibitz Ein Kommentar dazu: Die Abtreibungs Debatte scheint heute wirklich weitaus populistischer zu sein, als jemals zuvor in der Geschichte. Tatsächlich hat Jesus nie ein Wort über Abtreibung verloren, geschweige den prolife Mord - Proteste veranstaltet. Aber die Gesetzes Kommentatoren der Zeit und auch andere Rechtstexte äußerten sich zur Abtreibung. Dazu folgendes Zitat:
"Ein Kind zu töten im Mutterleib ist nicht Mord, aber eine bußpflichtige (finable) Handlung/Tat."(keine Schwerststrafe)Exodus XXI, 22; Mekhilta Nezikin § 8; B. Kama 49a. Ztiert von infra n. 355
In Attica, war es zivil, aber keine kriminelle Aktion. Unter den Römern, schien dieses Delikt (partus abactico oder abortus procuratio), ursprünglich vom Gesetz unbemerkt gewesen zu sein. Unter den Imperatoren/Kaisern, jedoch, wurde eine Frau die Abtreibung herbeigeführt hat mit Exil bestraft und die, die den Trank gaben wurden zu Minen verdammt oder auf eine Insel verbannt(Smith 47a) (aus "The criminal jurisprudence of the ancient Hebrews; compiled from the Talmud and other Rabbinical writings, and compared with Roman and English penal jurisprudence" - Mendelssohn Samuel 1850-1922)
Auch interessant ist die Vorstellung wann ein Kind ein lebendes Wesen ist von Talmud (1) und Common Law (2)
(1) §38 Homozid ist straftätig wenn alle bedingungen von der Talmud erfordert und aufgezählt (§13 sq.), angemessen ausgehandelt wurden und nichts von dem rechtfertigbaren, entschuldbaren oder verantwortbaren Umstanden das Delikt abmildern. Daher, wenn jemand willentlich und böswillig ein menschliches Wesen tötet, Mann oder Frau, jung oder alt (damit ist sogar ein neu geborenes Kind gemeint, gegeben es wurde am Ende der vollen, natürlichen Zeit geboren. Das vorzeitig Geborene wurde im talmudischen Gesetz nicht als lebendes Wesen angesehen, bis nach dem 13 Tag seines Lebens) [...] es ist Mord (Nidda 44b, sq.: Yer. Yebamoth XI. §9. p. 12b; Maimon. H. Rozeah II, 6)
(2) Darin weicht die Talmud vom gemeinen Gesetz ab nach dem "ein Kind, wenn lebendig geboren, durch Auswirkung des Trankes oder Wunden empfangen im Mutterleib, stirbt, es nach der besseren Meinung ermordert zu sein scheint, insofern es verwaltet oder verabreicht wurde. (Blackstone IV, 198)
@brunofragtjes
Die Katholische Kirche hat kein Sola Scriptura, das ist eine Erfindung Martin Luthers.
Aus Katholischer Sicht ist Recht eindeutig sich gegen Abtreibungen zu Positionieren.
Veröffentlicht von: @fizzibitzJesus Selber hat nie ein Wort für oder gegen Abtreibung verloren.
Ja, das war vielleicht gar kein Thema, oder war enthalten im:" du sollst nicht töten."
Wer kein Kind will, kann ja verhüten und wer zu doof dazu ist, da ist eine Abtreibung vielleicht besser, es gibt bereits so viele unglückliche Kinder.
Aber ich hab keine Meinung mehr dazu, da es mich nicht mehr betrifft, bin ja zu alt um Kinder zu bekommen.
Es wäre schön, wenn Menschen vorher mehr nachdenken würden und es keine Abtreibungen gäbe.
@kristinchristin Ich finde die Regelung mit der Pflichtberatung besser als die alleinige Entscheidung der DDR. So gesehen hatten die Frauen in der DDR einen Vorteil. Ich denke es gibt gute Gründe für eine Abtreibung.
- Teenieschwangerschaft und keine Unterstützung durch die Großeltern infolge der Überforderung der Eltern.
- Schwangerschaft in Folge einer Vergewaltigung
- Gefährdung der Mutter durch die Schwangerschaft - wurde übrigens in der Serie Shtiesl thematisiert und der Rabbi meinte der Schutz der Mutter ist wichtig.
- Krankheit des Kindes
- finanzielle Gründe lasse ich nicht gelten, ich habe schon Famlien gesehen bei denen die Diakonie in der Beratung einen Weg gezeigt hat. Es gibt so viele Töpfe.
Es ist natürlich ein altes Thema. Dr. phil. Salcia Landmann hatte das auch ihrer Sammlung jüdischer Witze.
Rabbi: Schmuel du hast doch schon so viele Kinder und kannst sie kaum ernähren, jetzt ist deine Frau schon wieder schwanger.
Schmuel: Wenn ich meine Golde anschaue fühle ich mich als könnte ich die ganze Welt ernähren.
Ein Mann kommt zum Rabbi.
Ich habe schon so viele Kinder, was kann man da machen. - Verhütung habe ich bei manchen frommen den Eindruck ist auch ein Fremdwort.
Rabbi: Limonade trinken.
Mann: Rabbi vorher oder nachher.
Rabbi: nicht vorher oder nachher, anstatt.
Veröffentlicht von: @blumenwieseMenschen vorher mehr nachdenken würden
Dass das aber auch nicht immer hilft, brauch man jetzt aber nicht wieder von vorne erklären, oder?
lg Tatokala
Veröffentlicht von: @tatokalaVeröffentlicht von: @blumenwieseMenschen vorher mehr nachdenken würden
Dass das aber auch nicht immer hilft, brauch man jetzt aber nicht wieder von vorne erklären, oder?
lg Tatokala
Naja, da fängts halt an und ja, es hilft gar nichts.
Guten Morgen zusammen,
also, man kann jetzt nicht sagen, dass die Diskussion um die Abtreibung neu ist. Tatsächlich beschäftigt sich schon der Codex Hammurapi - eine babylonische Sammlung von Rechtssprüchen aus dem 18. Jahrhundert vor Christi - mit der Strafbarkeit von Schwangerschaftsabbrüchen. Also ist die Debatte um Schwangerschaftsabbrüche so alt wie die menschliche Zivilisation, will ich einmal behaupten.
Es stimmt natürlich, dass alles Leben - einschließlich das ungeborene - schützenswert ist, da man es als von Gott geschaffen betrachten muss. Aber allein aus diesem Grund ein Verbot für Abtreibungen zu fordern ist ehrlich gesagt sich die Sache etwas zu einfach gemacht.
Betrachten wir mal die Situation bei Schwangerschaftsabbrüchen in den Ländern, in denen Schwangerschaftsabbrüche illegal sind. Wie stellt es sich dort dar? Dort wird auch abgetrieben - nur eben von Laien unter medizinisch und hygienisch unsicheren Bedingungen. Die WHO bezifferte 2008 hier ca. 47.000 Frauen, die in aufgrund von Komplikationen nach einem illegalen und unter solchen unsicheren Bedingungen durchgeführten Schwangerschaftsabbruch verstorben sind.
Betrachten wir unsere eigene Geschichte: Anfang des 19. Jahrhunderts waren Schwangerschaftsabbrüche innerhalb des damaligen Deutschen Reiches illegal. Und was geschah? In Berlin oder in anderen Großstädten des Reiches kamen die Engelsmacher auf, die illegale Abtreibungskliniken betrieben, die unter ähnlichen unsauberen Bedingungen arbeiteten.
Meine lieben Brüder und Schwestern, ich muss feststellen, dass schon immer abgetrieben wurde, ganz gleich ob die Abtreibung als solche rechtlich legitim war oder nicht. Das Ablehnen der Rechtsmäßigkeit von Abtreibung würde also nicht dazu führen, dass nicht mehr abgetrieben wird. Wenn eine Frau verzweifelt genug ist, um das Kind nicht gebären zu können, wird sie die nötigen Mittel und Wege finden, die Schwangerschaft zu beenden - ungeachtet der rechtlichen Situation und der Moral.
Und hier kommt für mich der moralische Knackpunkt: Zwar ist auch das ungeborene Leben von Gott geschenkt und ist als solches schützenswert. Aber was würde ein Verbot des Schwangerschaftsabbruches denn erreichen? Vermutlich gar nichts, Abtreibungen würden vermutlich wie früher nicht mehr von medizinisch ausgebildetem Personal, sondern von irgendwelchen Quacksalbern in irgendwelchen Hinterhofappartments durchgeführt werden, und somit würde ich durch eine Forderung, Abtreibungen zu verbieten, den vermeidbaren Tod der Mutter aufgrund von etwaigen Komplikationen billigend in Kauf nehmen.
Und wie hat die Threaderöffnerin hier passend geschrieben? Du sollst nicht töten. Das gilt nicht nur für das ungeborene, sondern eben auch für die Mutter.
Klar könnte man dagegen argumentieren, dass die Mutter im Vergleich zu dem ungeborenen eben nicht unschuldig, sondern schuldig ist, und sicherlich ist das Argument ein schlagkräftiges. Aber steht es mir zu, dieses Urteil zu fällen? Nein. In den 10 Geboten steht ganz klar, Du sollst nicht töten - und meines Erachtens ist das billigende in Kauf nehmen eines Todes nichts anderes als wenn man den Tod selbst herbeiführt. Da steht nicht: Du sollst nicht töten - es sei denn... Da steht: Du sollst nicht töten - basta.
Ebenso möchte ich entgegnen, dass es mir nicht gestattet ist, über eine Person überhaupt ein Richtspruch auszusprechen. (Matthäus 7,1). Aber genau dies würde ich doch tun, wenn ich durch eine Ablehnung der Rechtmäßigkeit von Abtreibungen eine Frau dazu zwingen müsste, aufgrund fehlender oder inkorrekt durchgeführter Behandlungen Leib und Leben zu riskieren.
Wenn wir als Christen alles Leben als schützenswert betrachten, dann gilt das auch für das Leben von Tätern - oder Sündern, um ein mehr biblisches Wort hierfür zu verwenden. Und da wir letzten Endes alle Sünder sind dürfen wir keinerlei Doppelmoral an den Tag legen.
Ich muss jedoch sagen, dass ich als Mann in einer sehr komfortablen Situation bin. Ich selber werde nie abtreiben - es ist biologisch auch nicht möglich, noch werde ich - weil meine Situation dementsprechend aufgebaut ist - aller Wahrscheinlichkeit nach nie von einer Abtreibung mittelbar betroffen sein.
Daher an der Stelle mein kurzes Statement zum Ende: In Deutschland sind Abtreibungen legal und können somit ohne unnötige Risiken (ich betone: unnötige Risiken. Komplett Risikolos ist ein Schwangerschaftsabbruch nie) durch medizinisches Fachpersonal durchgeführt werden - und das ist auch gut so.
Darf ich kurz besserwissern:
In Deutschland sind Abtreibungen legal und können somit ohne unnötige Risiken (ich betone: unnötige Risiken. Komplett Risikolos ist ein Schwangerschaftsabbruch nie) durch medizinisches Fachpersonal durchgeführt werden - und das ist auch gut so.
Schwangerschaftsabbrüche sind in Deutschland eben nicht legal - sie werden nur in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft nicht strafrechtlich verfolgt, wenn sie nach Beratung stattfinden.
Ein kleiner aber feiner Unterschied, der aber die derzeitige Debatte um die Legalisierung der Schwangerschaftsabbrüche etwas erklärt. Und woran auch so Sachen wie öffentliche Aufklärung über Methoden, Werbung und so hängt.
Es ist also unter bestimmten Voraussetzungen so, dass es zwar nicht legal ist, aber eben auch keine Straftat, die verfolgt wird. Eben um die Sicherheit von den Frauen zu garantieren.
@channuschka Nunja, dass sind jetzt die feinen rechtlichen Haarspaltereien, würde ich sagen, und wenn man meinen kahlen Schädel betrachtet sollte klar sein, dass ich keine Haare mehr zum spalten habe...
Spaß beiseite. Sofern es so ist, das ganze keinen Straftatsbestand erfüllt - und das lese ich in deinem letzten Abschnitt so - ist für mich die Einzige Voraussetzung der Legalität erfüllt. Ich bin weder Anwalt, noch Rechtsanwaltsfachangestellter, noch Richter oder sonst irgendwie im Gesetzeswesen beschäftigt - Handelsgesetz und Steuergesetz mal ausgenommen, denn damit habe ich im beruflichen Alltag Berührungspunkte. Über solch rechtlichen Feinheiten dürfen sich gerne andere den Kopf beschäftigen.
Ein Argument fehlt mir noch in der Diskussion: Ja, mein Bauch gehört mir. Aber ich werde ja nicht durch Gottes Willen alleine schwanger und auch nicht vom Händchenhalten. Da muss dann schon das Lange ins Runde und so weiter. Man sollte also meinen, dass eine Schwangerschaft sich einigermaßen verhindern lässt, wenn man keine möchte. Das heißt, ganz sicher bleibt man ohne Sex. Auch Verhütung ist keine Geheimwissenschaft mehr. Das eigene Verantwortungsbewusstsein sollte eigentlich dafür sorgen, dass man Verhütung betreibt, wenn man schon Sex ohne Kinderwunsch macht.
Ich weiß, es gibt natürlich auch Tropis (Kinder trotz Pille), gerissene Verhüterli oder Schwangerschaft durch Vergewaltigung. Das ist sehr traurig, aber da kann das Kind ja nichts dafür. Gerade weil es so viele kinderlose Eltern gibt, die gerne ein Baby adoptieren würden, sollte es eigentlich kein Problem sein, für ein ungewolltes Kind doch gute Eltern zu finden. Die 9 Monate Schwangerschaft und die Geburt wären eben das Opfer, das die Mutter für das Missgeschick bringen müsste.
Es gibt ja auch noch andere Unfälle im Leben, die man nicht mehr rückgängig machen kann. Wenn man sich mit einem Silvesterböller ein Auge ausschießt, mit dem Auto ein Kind überfährt, das zwischen geparkten Autos hervor springt, und so weiter. Da kann man auch nicht einfach sagen "Ich lass das mal wegmachen."
Nur ist es nunmal so, dass sich ein Embryo "wegmachen" lässt wie eine Warze oder ein Myom. Technisch machbar, moralisch aber etwas anderes. Realität ist aber, dass nicht alle Mensche ethisch handeln oder glauben, es nicht tun zu können. Und wenn eine Frau schon abtreibt, dann finde ich es doch besser, wenn es in einem sterilen OP durch Fachpersonal gemacht wird. Das sollte aber wenn möglich durch Hilfsangebote verhindert werden.
Ich habe die Hoffnung, dass sich die Einstellung ändert mit der Zeit. Früher hat man ja auch skrupellos ungewollte Hunde- und Katzenbabies in einem Sack in der Regentonne ertränkt oder gegen die Wand geworfen. Oder einen Hund, der nervte, einfach erschossen oder einschläfern lassen. Heute erscheint uns das grausam. Als ich Kind war, war ich anscheinend die einzige, die das schrecklich fand. Argumente wie "Das kriegen die gar nicht mit" oder "Wenn sie halt zu viele sind..." fanden die meisten damals noch schlüssig. Ein Mal hat mir ein alter Mann erklärt, wie schrecklich lange es dauert, bis ein Kätzchen ertrinkt und er darum ein großer Tierfreund ist, wenn er ihnen stattdessen das Genick bricht.
Traurig, dass Abtreibung als weniger grausam wahrgenommen wird, nur weil der Embryo in den ersten Wochen noch so unförmig aussieht. Aber das ändert sich hoffensichtlich auch noch! Es muss einfach ein neuer gesellschaftlicher Konsens her. Mehr Mitgefühl mit dem ungeborenen Würmchen!
@magdalena71 Die 9 Monate Schwangerschaft und die Geburt wären eben das Opfer, das die Mutter für das Missgeschick bringen müsste.
Und dass sie dieses Opfer zu bringen habe, entscheidet wer?
Ja, mein Bauch gehört mir. Aber (...)
Entweder, der Bauch gehört der betroffenen Frau, oder man darf ihr da hineinregeln, dass sie da irgendwelche Opfer zu bringen habe. Ein Aphorismus besagt, dass in den meisten Fällen alles, was vor einem "Aber" stünde, gelogen sei. So weit will ich hier nicht gehen - es handelt sich lediglich um eine leere, d.h. im intendierten Zusammenhang nicht weiter beachtete Floskel.
Veröffentlicht von: @magdalena71Ich weiß, es gibt natürlich auch Tropis (Kinder trotz Pille), gerissene Verhüterli oder Schwangerschaft durch Vergewaltigung. Das ist sehr traurig, aber da kann das Kind ja nichts dafür. Gerade weil es so viele kinderlose Eltern gibt, die gerne ein Baby adoptieren würden, sollte es eigentlich kein Problem sein, für ein ungewolltes Kind doch gute Eltern zu finden. Die 9 Monate Schwangerschaft und die Geburt wären eben das Opfer, das die Mutter für das Missgeschick bringen müsste.
Puh. Du hast die 'Wechseljahre-machen-den-Hormonhaushalt-durcheinander-Babys' vergessen.
Natürlich kann das Kind nichts dafür, wenn die Eltern aus irgendwelchen Gründen ungeschützten Sex haben oder sonstwas schiefgeht. Aber manchmal geschehen Dinge, da ist jede Entscheidung eine schlechte und man kann nur zwischen ganz schlecht oder noch schlechter wählen. Und ganz sicher will / kann nicht jede Frau ein Kind austragen und es dann an 'gute Eltern' abgeben. Zumal eine Schwangerschaft (gerade bei den Wechseljahres-Babys) auch eine körperliche Belastung darstellt.
Je älter ich werde, umso weniger wage ich es, über solche Dinge zu urteilen.
Und umso dankbarer bin ich, dass ich manche Entscheidungen nicht habe treffen müssen.
Aber das ändert sich hoffensichtlich auch noch! Es muss einfach ein neuer gesellschaftlicher Konsens her. Mehr Mitgefühl mit dem ungeborenen Würmchen!
Dir geht es also gar nicht um einen "gesellschaftlichen Konsens", sondern darum, dass möglichst alle Leute deine Meinung übernehmen sollen.
Denn die Meinung der Mehrheit (Die Abtreibung befürwortet) willst du selber ja auch nicht übernehmen.
Veröffentlicht von: @deleted_profileJesus Selber hat nie ein Wort für oder gegen Abtreibung verloren.
Gab es denn zu Jesus Zeiten organierte Abtreibungen?