Homos zerstören die Ehe?
In Deutschland gibt es die "Ehe für alle" seit 2017. In der Schweiz wird wohl im Herbst darüber abgestimmt.
Immer wieder wird mit der Behauptung, gleichgeschlechtliche Partnerschaften und Ehe würden die Ehe zerstören argumentiert. Wieso denn das, wo doch noch mehr Leute heiraten wollen?
Oder hat man Angst, dass weniger Homos eine heterosexuelle Scheinehe eingehen werden?
Oder haben da Leute Angst vor Kontrollverlust? Oder zerrt man irgendwelche Argumente an den Haaren herbei?
Mir geht es nicht um Homosexualität, sondern um Argumente!
Veröffentlicht von: @ich-bin-doch-ichImmer wieder wird mit der Behauptung, gleichgeschlechtliche Partnerschaften und Ehe würden die Ehe zerstören argumentiert.
Ich höre ehrlich gesagt fast nur das Gegenteil, wie toll usw.
Aber ich würde sagen, dass der Begriff „die Ehe“ auf ein bestimmtes Modell von Ehe bezogen wird. Es geht um Definition von Ehe, nicht um eine Quantität. In dem Fall sicher auf das Modell, das Ehe als die möglichst lebenslange Partnerschaft von Frau und Mann definiert - so in etwa. In gewisser Weise zerstört immer eine neue Definition eines Begriffs einen Teil des alten.
Warum stellst du die Frage (hier)? Was steckt für dich dahinter?
@tagesschimmer nein, es zerstört nicht einen Teil des alten, es weitet das Bild von Ehe auf andere aus.
Das ist scheinbar eine "das Glas ist halb voll" oder "- halb leer"- Frage 😉
hallo,
meine Ehe zerstöre ich selbst, durch Eifersucht, fremd gehen, Gewalt usw...........es kommt in erster Linie auf mich an, und nicht was die anderen machen.
Unsere größten Probleme, die Beziehungsprobleme gibt es in allen Beziehungen. Auch in christlichen Ehen.....wenn wir bereit sind, es zuzugeben.
Liebe, Beziehung, lebt von der Liebe und der Versöhnung. Und wenn wir alle vor unserer eigenen Türe kehren, nicht so viel auf die anderen schauen.............
liebe Grüße,
Frederick
Wir?
Sag mal, hast Du überhaupt den Eröffnungspost gelesen?
Veröffentlicht von: @frederick2Unsere größten Probleme, die Beziehungsprobleme gibt es in allen Beziehungen. Auch in christlichen Ehen.....wenn wir bereit sind, es zuzugeben.
Hör bitte auf, Deine Belange auf "uns alle hier" zu übetragen.
Veröffentlicht von: @frederick2meine Ehe zerstöre ich selbst, durch Eifersucht, fremd gehen, Gewalt usw...........es kommt in erster Linie auf mich an, und nicht was die anderen machen.
Sowas machst du? Hätte ich jetzt nicht von dir gedacht 😉
Veröffentlicht von: @frederick2Unsere größten Probleme, die Beziehungsprobleme gibt es in allen Beziehungen. Auch in christlichen Ehen.....wenn wir bereit sind, es zuzugeben.
wir - vier - alle: Ich, meiner, mir, mich? Du als Kohorte?
Kennst du den Sketch von Otto: Theo, wir fahrn nach Lodz? da kommt er auch von "wir" auf "vier" 😀
Veröffentlicht von: @frederick2Liebe, Beziehung, lebt von der Liebe und der Versöhnung. Und wenn wir alle vor unserer eigenen Türe kehren, nicht so viel auf die anderen schauen.............
Wenn du als "wir vier" Mann kehrst, dann dürfte das schnell erledigt sein. 😌😇
Hier las ich vor Jahren auch mal das Argument, dass allein schon de Duldung der Ehe für alle eine Sünde wäre und göttliche Strafe nach sich zöge, wenn nicht vehement dagegen protestiert würde.
Wenn jemand das verinnerlicht hat, kann ich gut nachvollziehen, dass die heterosexuelle Ehe durch die "Ehe für alle" als "entweiht" betrachtet wird.
Veröffentlicht von: @ich-bin-doch-ichOder zerrt man irgendwelche Argumente an den Haaren herbei?
Teils teils.
Kommt auch stark auf den persönlichen Blickwinkel an.
Einige Argumente wurden hier bereits genannt. Tatsächlich bedeutet die Ehe für alle auch eine Veränderung bestehender Ehebegriffe.
Ehe als Keimzelle für Familie? Dazu hat Jack bereits etwas ausgeführt.
Aus wissenschaftlicher Sicht kann man dazu noch eine zunehmende Umdefinierung des Treuebegriffs heranziehen. Während die emotionale Treue noch in den meisten Ehen Konsens ist (knapp zwei Drittel), sieht es mit der sexuellen Treue nicht mehr ganz so streng aus.
Obwohl auch in heterosexuellen Partnerschaften bereits knapp die Hälfte der Partner mindestens einmal fremdgegangen sind (bei Männern etwas mehr als bei Frauen), ist in homosexuellen Partnerschaften die Anzahl wechselnder Partner höher. Allerdings - und da unterscheiden sie sich von den heterosexuellen - sind diese Seitensprünge oft geduldet, d.h. die Partner gestehen einander die sexuelle Freiheit eher zu.
Wie bei jedem anderen Paar sagt natürlich die Statistik rein gar nichts über das individuelle Verhalten aus. Trotzdem bleibt eine gewisse Stigmatisierung von homosexuellen Paaren.
In christlichen Kreisen ist m.E. auch die sexuelle Treue ein wesentlicher Eckpfeiler einer Ehe. Daher wird neben den sonst üblichen Bibelstellen (Gräuel, etc.) auch die sexuelle Freiheit als Argument gegen die Ehe für alle gesehen. Jeglicher sexueller Kontakt außerhalb der Ehe ist Ehebruch und somit nicht im Sinne Gottes.
Eine Öffnung des Ehebegriffs für Paare abseits des heterosexuellen Mainstreams hat aus dieser Sicht mehr oder weniger den Ehebruch schon einprogrammiert. (naja - statistisch gesehen sind lesbische Paare sexuell sogar noch treuer als heterosexuelle, aber meist geht es in der Diskussion ohnehin um Männer.) 😉
Fazit: Worüber reden wir, wenn wir von Treue sprechen? Ist sexuelle Freiheit innerhalb einer Ehe bereits gesellschaftlicher Konsens, oder noch irgendwie moralisch verwerflich?
Und wie sieht die christliche Sichtweise dazu aus? Muss sie sich öffnen und dem Zeitgeist anpassen, oder wie sind die zentralen Begriffe wie Ehebruch zu defnieren? Reicht emotionale Treue aus Gottes Sicht bereits aus?
Gruß,
Groffin
Veröffentlicht von: @groffinFazit: Worüber reden wir, wenn wir von Treue sprechen? Ist sexuelle Freiheit innerhalb einer Ehe bereits gesellschaftlicher Konsens, oder noch irgendwie moralisch verwerflich?
Und wie sieht die christliche Sichtweise dazu aus? Muss sie sich öffnen und dem Zeitgeist anpassen, oder wie sind die zentralen Begriffe wie Ehebruch zu defnieren? Reicht emotionale Treue aus Gottes Sicht bereits aus?
Heisst also, manche Christen befürchten demnach, wenn sich die Schwulen mit ihrer großzügigen Auslegung einer offenen Ehe erst einmal etabliert haben geraten die Christen in Versuchung, ihre eigenen moralischen Maßstäbe über Bord zu werfen... und Jesus hin, Heiliger Geist her, die armen geschundenen christlichen Männer können angesichts der freien und vergnügten Homosexuellen, die ohne schlechtes Gewissen ihren Trieben fröhnen, dann trotz aller guten Vorsätze nicht mehr an sich halten und werden früher oder später ihrem Beispiel folgen... wobei das selbstverständlich niemals für einen selbst gilt (Wer würde sich denn eine solche Schwäche im Glauben eingestehen wollen?), sondern ausschliesslich für die anderen, armen Schäfchen der Herde, von denen man ja nie weiss ob sie so stark im Glauben stehen wie man selbst...
Oder sie sind halt einfach neidisch.
Kann auch sein.
Veröffentlicht von: @lucan-7Heisst also, manche Christen befürchten demnach, wenn sich die Schwulen mit ihrer großzügigen Auslegung einer offenen Ehe erst einmal etabliert haben geraten die Christen in Versuchung, ihre eigenen moralischen Maßstäbe über Bord zu werfen...
Das gibt es sicher auch. Wobei bei diesen Überlegungen m.E. die grundsätzliche Frage bleibt, warum man dann heute noch überhaupt eine "Ehe" braucht? Wenn beide Partner ohnehin alles "dürfen" (moralischer Begriff, aber das gehört in diesem Kontext ja dazu), dann hat die Ehe an sich kaum noch einen Wert, außer vielleicht gewisse Vorteile im Bezug auf Steuerrecht, Erbe und Zeugnisverweigerung.
Entsprechend finde ich es schon wichtig, dass eine Gesellschaft darüber - auch kontrovers - diskutiert, welche Werte sie mit einer Ehe verknüpft und wie sie den Status gegenüber anderen Lebensgemeinschaften definiert. Ansonsten hat die Kritik durchaus recht, wenn sie von einer Abwertung der Ehe spricht. Ergeben sich aus dem Status nur Rechte oder auch Pflichten? Und wer legt diese Pflichten dann fest? 😉
Veröffentlicht von: @groffinEntsprechend finde ich es schon wichtig, dass eine Gesellschaft darüber - auch kontrovers - diskutiert, welche Werte sie mit einer Ehe verknüpft und wie sie den Status gegenüber anderen Lebensgemeinschaften definiert. Ansonsten hat die Kritik durchaus recht, wenn sie von einer Abwertung der Ehe spricht.
Ich sehe keine "Abwertung", sondern eine "Aufwertung"... auch das ist eine Frage der Perspektive.
Und ich denke nicht, dass man von staatlicher Seite den Leuten vorschreiben muss, wie sie die Ehe zu sehen haben. Da geht es um rein rechtliche und finanzielle Fragen sowie um die Sicherung des Fortbestandes des Volkes... aber nicht um Treue, Arbeitsteilung oder was auch immer den Leuten wichtig ist.
Ich selber habe ja auch eine eher altmodische Auffassung von Ehe, die recht genau mit den christlichen Vorstellungen übereinstimmt... aber andere sehen es halt anders, und dadurch ändert sich für mich gar nichts.
Kirchliche Ehe
Veröffentlicht von: @lucan-7Und ich denke nicht, dass man von staatlicher Seite den Leuten vorschreiben muss, wie sie die Ehe zu sehen haben. Da geht es um rein rechtliche und finanzielle Fragen sowie um die Sicherung des Fortbestandes des Volkes... aber nicht um Treue, Arbeitsteilung oder was auch immer den Leuten wichtig ist.
Ganz genau so sehe ich das auch. Die Leute haben ja nach wie vor die Möglichkeit, kirchlich zu heiraten und somit dem christlichen Eheverständnis zu folgen, wenn sie das wollen.
Man wird sich daran gewöhnen müssen/dürfen, dass das Verständnis von Ehe nicht mehr auf einer rein christlichen Basis beruhen muss. Den Christen wird ja nichts weggenommen, sondern es wird einfach klarer zwischen christlich/kirchlich und säkular unterschieden.
Das könnte unter dem Strich die christliche Ehe auch aufwerten, resp. bei den Leuten ein Bewusstsein für die christlichen Werte fördern. Anstatt sich eher destruktiv gegen das Neue zu wehren, sollten Christen vielleich mehr mit einem postiven Spirit für ihr Ehe-Modell Werbung machen.
Veröffentlicht von: @tamaroDas könnte unter dem Strich die christliche Ehe auch aufwerten, resp. bei den Leuten ein Bewusstsein für die christlichen Werte fördern.
Eben. Die Leute können dann ja betonen: "Wir führen nicht irgendeine Ehe - sondern eine christliche Ehe!".
Womit dann halt entsprechende Wertvorstellungen verbunden sind.
Veröffentlicht von: @lucan-7Und ich denke nicht, dass man von staatlicher Seite den Leuten vorschreiben muss, wie sie die Ehe zu sehen haben.
Klar. Aus Gesellschaftlicher Sicht sind mit einer Ehe aber auch moralische Werte verknüpft. Da spielen dann religiöse Hintergründe ebenso rein, wie soziale, kulturelle. Und diese "reiben" sich derzeit aneinander.
Die Konservativen sehen eine Aufhebung von Verpflichtungen und somit eine Entwertung, während die Liberalen eher eine Befreiung sehen, weil eben dieses Korsett abgelegt wird.
Aus der Sicht der Konservativen kann ich den Standpunkt schon nachvollziehen, daß die "Ehe für alle" aus ihrer Sicht eigentlich nicht so ganz passt. Und aus religiöser Sicht hat da plötzlich etwas den gleichen Begriff (nämlich Ehe), der innerhalb der Kirche deutlich enger gefasst ist. Kein Wunder, dass es da zu Spannungen kommt.
Aber hey - Ehe ist nun mal kein exklusiv religiöser Begriff.
Veröffentlicht von: @groffinAber hey - Ehe ist nun mal kein exklusiv religiöser Begriff.
Um das Problem zu lösen fände ich es am besten, wenn der Staat einfach eine Gemeinschaft aus zwei (oder von mir aus auch 2-x) erlaubt sich zusammenzuschließen (mit den Rechten und Pflichten einer Ehe, Steuern Auskunftsrecht, Krankenkassem Pflicht zum gegenseitigen Unterhalt ) und gut ist. Wenn Menschen eine Ehe eingehen wollen können sie das ja bei ihrer Religionsgemeinschaft machen.
Ich glaube schon, dass die Ehe in einer Salamitatik zerstört wird und egalisiert wird. Die schwerste Hürde für dieses Ziel, ist dass die Ehe nach dem GG geschützt ist. Ich mache mal einen Schnitt und fange bei Bismarck an. Zuvor war die Ehe mindestens ein von Gott gewollte und gesegnete Sache. Nur in der Frage, des Wirken Gottes war es verschieden. Die Ehen wurden in der Kirche geschlossen. Durch Bismarck durften die Ehen nur kirchlich geschlossen werden, wenn sie zuvor staatlich geschlossen wurde. Ehen außerhalb, waren schwer. Nur, wenn in Partner im eigenen Haus lebte, wurde es meist toleriert. Sonst war es Verkupplung. Die Verkupplung wurde aufgehoben und es gab einen Hype um die wilde Ehe. Gesellschaftlich wurde es enger, als vom Staat gesehen. Vor ungefähr zwanzig Jahren, durfte die Ehe von der Kirche geschlossen werden. Es gab kein Verbot mehr, wurde aber auch vom Staat nicht anerkannt. Man muss bedenken, die Ehe bedeutet ein besonderen Schutz des Staates. Krankenversicherung, Rente alles ist leichter durch den Schutz des Staates. Ungefähr zur selben Zeit, wurde die eingetragene Partnerschaft, die keine Ehe ist, eingeführt. Dabei gab es ein Problem. Die Ehe ist eine Intuition die zwischen einem Mann und einer Frau besteht. Auch heute noch. Das Verfassungsgericht hat mehrfach betont, dass im Grundgesetz zwei verschiedene Geschlechter gemeint sind. Doch, ich schaue jetzt nicht nach, wie es genau begründet ist, entstehen daraus Ansprüche, bei der die Regierung bei der Einführung der eingetragenen Partnerschaft für nicht gegeben erklärte. Das ist aber nicht neu. Nach dem Krieg, gab es viele Witwen und diese hatten Kinder. Ein kleiner Teil hat sich mit einer anderen Witwe zusammengetan und sie haben ihre Rollen aufgeteilt. Eine sorgte für das Einkommen, die andere Witwe sorgte für die Kinder und den Haushalt. Also nicht auf lesbischer Basis waren sie eine Gemeinschaft und eine Partnerschaft. Daraus ergab sich die Forderung, dass die Partnerin am sozialen System angeschossen werden soll, wie beim Ehepartner es wäre. Daraus wurde aber nichts. Jetzt wurde vor ein paar Jahren, die sogenannte Ehe für alle eingeführt. Das heißt, gleichgeschlechtliche Partner können eine BGB-Ehe führen, dürften aber keine Ehe nach dem Grundgesetz sein. Unabhängig von der moralischen Frage, ist das in meinen Augen ein Schritt in Richtung Egalisierung von dem, was Ehe eigentlich bedeutet. Die Dummen sind wohl die nur in einer Partnerschaft leben. Für die Kinder aus der Beziehung wurde es etwas besser. Aber die Partnerschaft selbst, genießt nicht den Schutz des Staates und gewährt der Partnerschaft keine Privilegien.
Veröffentlicht von: @orangsayaAber die Partnerschaft selbst, genießt nicht den Schutz des Staates und gewährt der Partnerschaft keine Privilegien.
Und das ist jetzt die Schuld der "Ehe für alle"? Ich erkenne da jetzt den Zusammenhang nicht...
Veröffentlicht von: @lucan-7Und das ist jetzt die Schuld der "Ehe für alle
Das habe ich nie gesagt! Ich sagte feststellend dass die einfachen Partnerschaften die Verlierer sind.
Kurz und knapp, von den Privilegien, wie Sozialversicherungen sind sie abgekoppelt. Wenn aber ein Partner bedürftig ist, dann sind sie eine Bedarfsgemeinschaft. Da kann unter Umständen schon reichen, wenn auf demselben Waschtisch die Zahnbürsten gemeinsam stehen. Beide dasselbe Duschgel benutzen, usw. Einiges hat sich zwar zum Vorteil des Kindes geändert. Aber lebt man in einer Partnerschaft und hat ein Kind im Kindergarten, kann es zu Problemen kommen, das Kind vom Kindergarten abzuholen.
Kann sein, dass sich etwas geändert hat, aber grundsätzlich sehe ich es schon so. Bei den Rechten und Pflichten, die sich aus einer Partnerschaft ergeben, sind die, die ohne Trauschein eine Ehe führen die Verlierer.
Veröffentlicht von: @orangsayaBei den Rechten und Pflichten, die sich aus einer Partnerschaft ergeben, sind die, die ohne Trauschein eine Ehe führen die Verlierer.
Nein, ganz im Gegenteil. Es gab nie irgendwelche Rechte für reine "Partnerschaften", insofern können sie im Vergleich auch nichts "verloren" haben.
Es gibt aber eine klare Tendenz, auch solche Gemeinschaften rechtlich anzuerkennen - das heisst, auch unverbindliche Partnerschaften werden rechtlich besser gestellt als vorher.
Und das nennt man nicht "verlieren", sondern "gewinnen".
Dass eine völlige Gleichstellung nicht möglich ist sollte eigentlich einleuchten.
Bei den Rechten und Pflichten, die sich aus einer Partnerschaft ergeben, sind die, die ohne Trauschein eine Ehe führen die Verlierer.
Das war doch immer schon so.
Ich verstehe das Problem auch nicht ganz.
Veröffentlicht von: @ungehorsamBei den Rechten und Pflichten, die sich aus einer Partnerschaft ergeben, sind die, die ohne Trauschein eine Ehe führen die Verlierer.
Konsequenz aus dieser Aussage wäre doch, das die "Ehe für alle" gut ist. Denn die Notwenidkeit, eine Ehe ohne Trauschein zu führen, ist dann nicht mehr gegeben.
Veröffentlicht von: @ungehorsamDas war doch immer schon so.
Genau das ist ja meine Rede. Bei der Werterelativierung die Scheibchenweise stattgefunden hat, sind die großen Verlierer die Paare, Ein bisschen hat sich was für die Kinder verändert. Aber nicht wegen der Paare, sondern wegen der Kinder.
Veröffentlicht von: @orangsayasind die großen Verlierer die Paare,
Weil sie nichts dazugewonnen haben, sind sie die großen Verlierer? Aha.
Veröffentlicht von: @tatokalaWeil sie nichts dazugewonnen haben, sind sie die großen Verlierer?
Ja, ganz genau, andere die neben der gesetzlichen, oder gesellschaftlichen Norm stehen, von mir aus auch standen, haben Privilegien erhalten. Die Paare ohne Traustand nicht, oder kaum. Stillstand kann auch ein Grund sein, warum man im Vergleich die A-Karte hat.
Veröffentlicht von: @orangsayaJa, ganz genau, andere die neben der gesetzlichen, oder gesellschaftlichen Norm stehen, von mir aus auch standen, haben Privilegien erhalten. Die Paare ohne Traustand nicht, oder kaum.
Wie gesagt, das stimmt nicht. Nichtverheiratete Paare haben durchaus mehr Rechte, die Lebenssituation wird berücksichtigt... nur halt nicht so stark wie solche, die sich durch eine Ehe rechtlich absichern.
Veröffentlicht von: @lucan-7Wie gesagt, das stimmt nicht
So, das kann man nur anders sehen. Ich habe nach deinem Beitrag nur mal kurz gegoogelt und das war die erste Seite.
https://ihr-ratgeber-recht.de/unverheiratete-paare-die-sieben-groessten-probleme/
Unabhängig was ich von einer Ehe ohne Trauschein halte. Hier ist im Vergleich zu anderen Themen ein Progressivitätsstau.
Veröffentlicht von: @orangsayaSo, das kann man nur anders sehen. Ich habe nach deinem Beitrag nur mal kurz gegoogelt und das war die erste Seite.
Und was genau habe ich jetzt geschrieben?
Dass sie der Ehe gleichgestellt sind... oder dass es heutzutage mehr Berücksichtigung findet als früher?
Na?
O Mann. Das ist ja eine Logik wie im Sandkasten.
Nicht zu heiraten, ist deren Entscheidung.
Veröffentlicht von: @tatokalaO Mann. Das ist ja eine Logik wie im Sandkasten.
Das du abwertend wirst, bin ich ja gewohnt.
Veröffentlicht von: @tatokalaNicht zu heiraten, ist deren Entscheidung.
Aus welchen Gründen auch immer ist es deren Entscheidung. Aber meinst du im Ernst, dass es richtig ist, solche Familien zu benachteiligen?
Veröffentlicht von: @orangsayaDas du abwertend wirst,
Bin ich das?
Veröffentlicht von: @orangsayaAus welchen Gründen auch immer ist es deren Entscheidung.
Ich muss zugeben, das das einzige Argument ist, das ich kenne: "Wir haben/hatten bisher kein Geld". Vielleicht gibt es noch andere Argumente, das weiß ich nicht.
Aber das hat mich argumentativ immer nicht so vom Hocker gerissen.
Veröffentlicht von: @orangsayasolche Familien zu benachteiligen?
Ob jemand benachteiligt ist, weil er keinen Vorteil dazugewonnen hat, ist eine Frage der Sichtweise. Finde ich.
Veröffentlicht von: @tatokalaBin ich das?
Ich kann dich ja immer darauf aufmerksam machen, vielleicht merkts du was.
Veröffentlicht von: @tatokalaIch muss zugeben, das das einzige Argument ist, das ich kenne: "Wir haben/hatten bisher kein Geld". Vielleicht gibt es noch andere Argumente, das weiß ich nicht.
Aber das hat mich argumentativ immer nicht so vom Hocker gerissen.Veröffentlicht von: @orangsayasolche Familien zu benachteiligen?
Ob jemand benachteiligt ist, weil er keinen Vorteil dazugewonnen hat, ist eine Frage der Sichtweise. Finde ich.
Das ist nicht viel, was du kennst. Die Familie könnte ein Grund sein. Es kann religiöse, oder kulturelle Hintergründe haben. Ich kenne eine Deutsch, die lebt seit Jahrzehnten mit einem Japaner zusammen. Anders wäre es nicht möglich. Oder mein Onkel hat mir von jemanden erzählt, der hat ein Paar, dass sich mehrfach scheiden ließ als Anwalt vertreten. Im wieder haben sie geheiratet und sich scheiden lassen. Am Ende lebten sie ohne Tauschein zusammen, weil sie merkten, wenn sie verheiratet sind, geht die Partnerschaft nicht gut, aber ohne Trauschein geht ein konfliktfreie Partnerschaft. Es gibt andere Gründe aus Geld. Eigentlich nehme ich wahr, dass Geld bei vielen auch ein Aspekt war zu heiraten. Die Situationen sind halt verschieden.
Veröffentlicht von: @tatokalaOb jemand benachteiligt ist, weil er keinen Vorteil dazugewonnen hat, ist eine Frage der Sichtweise. Finde ich.
Mir ist schon klar, die Frage der Benachteiligung, des Minderheitenschutz wird meistens nur so bewertet, wie man es für politisch notwendig hält und mit welcher Gruppe man sich identifiziert.
Veröffentlicht von: @frederick2bei Beziehungen kannst du doch gar nicht mit reden.
Bitte, was 😀
Veröffentlicht von: @frederick2Nur wer einmal
in den Schuhen anderer Menschen gelaufen ist, kann etwas beurteilen.
Was hast Du denn für eine Ahnung, in was für Beziehungen ich schon gelaufen bin?
Veröffentlicht von: @ich-bin-doch-ichImmer wieder wird mit der Behauptung, gleichgeschlechtliche Partnerschaften und Ehe würden die Ehe zerstören argumentiert.
Das erlebe ich eigentlich nicht so, dass "immer wieder" so argumentiert wird. Es ist - so sehe ich das - eine kleine, extreme, jedoch sehr lautstarke Minderheit, die das behauptet.
Einige Male ist mir das auch hier und in anderen christlichen Foren untergekommen, dass einige Gegner der "Ehe für alle" meinten, diese würde die "traditionelle/gottgewollte Ehe und Familie zerstören".
Mir ist das inzwischen zu absurd, damit meine Zeit zu verschwenden.
Weder die Hetero-Ehe noch traditionelle Rollenaufteilungen sind dadurch verboten worden.....wer diese Lebensform für sich wünscht, kann sie weiterhin praktizieren.
Einen gewissen Unterhaltungswert hat es, wenn diese Leute sich gerne mal "verfolgt" und als Märtyrer fühlen, wenn sie Gegenwind bekommen.....was mir wiederum klar und deutlich zeigt, dass sie noch keine wirkliche religiöse Verfolgung erlebt haben. Gott sei Dank, denn eine solche Erfahrung wünscht man wirklich niemandem.
Veröffentlicht von: @ich-bin-doch-ichOder hat man Angst, dass weniger Homos eine heterosexuelle Scheinehe eingehen werden?
Diese Zeiten sind zum Glück vorbei, auch in kirchlichen Kreisen.
Veröffentlicht von: @ich-bin-doch-ichIn der Schweiz wird wohl im Herbst darüber abgestimmt.
Dann drücke ich den heiratswilligen Schweizer Schwulen und Lesben die Daumen, dass die Abstimmung in ihrem Sinne ausgeht.