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Tatort / Polizeiruf Saison 2021/2022

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tristesse
Themenstarter
Beiträge : 17493

Willkommen liebe Krimifreunde!

Am Sonntag beginnt die neue Saison, die Frankfurter Brix und Janneke starten.

Hier ist der Ort, wo sich über die Sonntagskrimis ausgetauscht werden kann.

Bewährt hat sich:
Der Thread sollte die ganze Saison umfassen, aber dabei nicht zu unübersichtlich werden. Darum beschränkt er sich auf die Sendungen "Tatort" und "Polizeiruf 110". Sollte es ein interessantes Spin-Off geben (wie damals "Schmimanski"), klar, kein Problem. Aber jedes andere wertvolle Stück aus der Krimilandschaft würde den Rahmen sprengen. Faustregel: Lief es am Sonntagabend im Ersten?

Für die Erstausstrahlungen versuchen wir, jede anzulegen. Bei interessanten Wiederholungen alter Folgen fühlen wir uns frei, aus sie hinzuweisen oder nicht.

Manche von uns sehen den Film sofort im Fernsehen, andere später in der Mediathek. Manche auch nur, wenn sie hier lesen, ob er sehenswert ist. Für all die ist es wichtig: Wenn wir relevante Filminhalte posten, setzen wir bitte in den Betreff das Wort "Spoiler".
Manchmal sind wir unterschiedlicher Meinung, wie relevant ein Inhalt ist. Wenn wir nicht sicher sind, wie andere das empfinden: Lieber einmal zu oft "Spoiler" schreiben.

(Danke andreas.wendt für die Vorlage, die ich nur einfügen und leicht verändern brauchte)

Seid Ihr wieder mit dabei?

Trissi

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242 Antworten
Seidenlaubenvogel
Beiträge : 937

Tatort Schwarzwald 13.02.
Zwischenrein wurde ich etwas müde, hat mir aber insgesamt getaugt. Sehr holprig eingebaut, fand ich den Zeugen.

Was ich immer mag sind so kleine Details ... Hier zu Beginn wie die Frau aus einem Gang heraus kommt und zum Ende wie sie in einem Gang aus dem Bild geht.

Schimpft mich nicht, wenn ich irgendeine alteingesessene Regel missachtet habe. Ich bin dieses Wochenende schon 2x abgestraft worden (1x real und 1x virtuell) und freue mich, wenn sich das wieder legt. Nicht dass ich doch noch über ein Einsiedel-Leben nachdenken muss. 😉

seidenlaubenvogel antworten
10 Antworten
andreas
(@andreas-wendt)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

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Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Schimpft mich nicht, wenn ich irgendeine alteingesessene Regel missachtet habe.

Mir wäre keine aufgefallen.

Inzwischen weiß man beim Schwarzwald-Tatort ungefähr, was man zu erwarten hat. Tempo jedenfalls nicht. Selbst die Verfolgungsjagd wirkte irgendwie ... lahm. Aber man merkte, dass das Absicht war.

Alles quält sich vor sich hin, es zeigen sich keine Auswege, es bleibt düster, die Stimmung überträgt sich auf mich.

Aber es wird deutlich, dass der Film genau das wollte. Und wenn ein Film hinkriegt, was er will, wer bin ich, ihn zu kritisieren?

Daneben wird sauber ermittelt, das Privatleben der beiden spielt absolut keine Rolle, sie machen einfach nur ihren Job, und sie machen sogar mal zwischendurch explizit Feierabend und ermitteln morgen weiter. Und auf diese Weise haben sie, ohne dass was gezeigt wird, mehr Privatleben als das ganze Dortmunder Team zusammen.
Bei aller Kritik an der Langsamkeit muss ich sagen: Das finde ich sympathisch. Hat fast was von Derrick.

Daher bin ich gespalten, was eine Empfehlung angeht. Er wird vermutlich nicht lang im Gedächtnis bleiben. Aber wer sich auf die Erzählweise einlassen mag, bekommt einen guten Film zu sehen.

andreas-wendt antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

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Veröffentlicht von: @andreas-wendt

Aber es wird deutlich, dass der Film genau das wollte. Und wenn ein Film hinkriegt, was er will, wer bin ich, ihn zu kritisieren?

Ein mündiger Zuschauer 🤨
Ich mag an sich die freundschaftliche Behäbigkeit mit dem die Schwarzwälder ermitteln, aber wenn der Fall dann noch behäbig und müde daher kommt, ist es dann doch zu viel - also mir 😊

Ich rutschte immer tiefer ins Sofa 😀

Der Fall war nicht mal das Problem, ich finde es gut, wenn man etwas mitdenken darf und der Täter nicht um halb 10 aus der Torte springt. Aber ein wenig mehr Gas hätte man geben können / müssen.

tristesse antworten
andreas
(@andreas-wendt)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 1671
Veröffentlicht von: @tristesse

Ein mündiger Zuschauer 🤨

Als mündiger Zuschauer versuche ich immer zwischen "wie fand ich es persönlich?" und "wie gut hat der Film das geschafft, was er wollte?" zu differenzieren. Und wenn ich beim letzteren was erkenne, kann ich im ersten Punkt auch gnädig sein.

Dass ich persönlich lieber gut unterhaltsamen Trash gucke als qualitativ hochwertige Langeweile, nützt vermutlich anderen hier im Forum wenig.
Und ja, Leute, das hier war Letzteres! Also um meine Sehempfehlung zu differenzieren: Seid vorausschauend bei der Wahl des Sitzmöbels. Sonst geht es Euch wie Trissi.

Veröffentlicht von: @tristesse

Ich rutschte immer tiefer ins Sofa 😀

Eine wirkliche kognitive Dissonanz war für mich - also für mich 😉 - Holger Stockhaus in einer ernsten Rolle. Die Stimme ist für mich so mit Sketch-History und heuteshow verbunden, dass ich die ganze Zeit auf die Pointe wartete.

andreas-wendt antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17493
Veröffentlicht von: @andreas-wendt

Als mündiger Zuschauer versuche ich immer zwischen "wie fand ich es persönlich?" und "wie gut hat der Film das geschafft, was er wollte?" zu differenzieren. Und wenn ich beim letzteren was erkenne, kann ich im ersten Punkt auch gnädig sein.

Vielleicht "wollte" er das ja gar nicht, sondern krankte an einer lahmen Story? 😊 Und selbst wenn kann es ja sein, dass mir nicht zusagt, was der Film will.

Veröffentlicht von: @andreas-wendt

Dass ich persönlich lieber gut unterhaltsamen Trash gucke als qualitativ hochwertige Langeweile, nützt vermutlich anderen hier im Forum wenig.

Es gibt ja noch was zwischen Trash und Langweile. Z.B. den letzten Münsteraner oder Dortmunder...

Veröffentlicht von: @andreas-wendt

Holger Stockhaus in einer ernsten Rolle.

Den kannte ich gar nicht. Aber ich fand den sehr attraktiv 😎

tristesse antworten
Seidenlaubenvogel
(@seidenlaubenvogel)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 937

Hmm, Langeweile? Das kann ich so nicht bestätigen, auch wenn er sich teils langsam zog. Unaufgeregt, ruhig - das ja.

ich mag Jesus.de ja für die Tatort-Dialoge
- um einen Tatort gerne auszulassen, wenn er mich "belasten" würde.
- um mich auf den Film einzustellen.
- um abzugleichen, wie ihn andre so fanden.
- der Neugier wegen, davor od danach.

Tatort gucke ich zur Unterhaltung, aus Gewohnheit und ein klein wenig als Ritual. Ich mag so wohl die vertrauten Figuren, die Verbindung zu den Städten als auch den Wechsel.

Und zurück zum Schwarzwald-Tatort - stimmig war er schon und ich kann ihn weiterempfehlen. Mich hat er auch etwas zum Nachdenken gebracht - à la aus welchen Beweggründen heraus verhalten wir uns. Für mehr müsst ich jetzt Spoilern.
Ich sag mal so, ich war ja lange Zeit in der Jury für den Kinder-Krimipreis - auszeichnen würd ich ihn jetzt nicht 😉 ... gucken kann man ihn schon - zum Zeitvertreib.

seidenlaubenvogel antworten
andreas
(@andreas-wendt)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 1671
Veröffentlicht von: @tristesse

Und selbst wenn kann es ja sein, dass mir nicht zusagt, was der Film will.

Na klar, aber unsere Mitlesenden haben es verdient, dass wir das unterscheiden.

Veröffentlicht von: @tristesse

Vielleicht "wollte" er das ja gar nicht, sondern krankte an einer lahmen Story? 😊

Das ist natürlich immer möglich. Aber hier war das zähe so konsequent durchgezogen, dass ich es für Absicht halte. Ich meine - eine Verfolgungsjagd so lahmars*hig inszenieren tut man doch nicht aus Versehen. Oder? ODER?

Veröffentlicht von: @tristesse

Es gibt ja noch was zwischen Trash und Langweile. Z.B. den letzten Münsteraner oder Dortmunder...

Klar, hab jetzt einfach mal die Extreme benannt.

Veröffentlicht von: @tristesse
Veröffentlicht von: @andreas-wendt

Holger Stockhaus in einer ernsten Rolle.

Den kannte ich gar nicht. Aber ich fand den sehr attraktiv 😎

Das zu beurteilen bin ich dann definitiv der Falsche 😉

andreas-wendt antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17493
Veröffentlicht von: @andreas-wendt

Na klar, aber unsere Mitlesenden haben es verdient, dass wir das unterscheiden.

Warum 🤨
Einen Film nimmt man doch sowieso subjektiv wahr. Und da wir nicht genau wissen wo der Regisseur genau hinwollte, wenn wir ihn nicht fragen können, müssen wir ja nach anderen Kriterien den Film bewerten.

Veröffentlicht von: @andreas-wendt

Das ist natürlich immer möglich. Aber hier war das zähe so konsequent durchgezogen, dass ich es für Absicht halte. Ich meine - eine Verfolgungsjagd so lahmars*hig inszenieren tut man doch nicht aus Versehen. Oder? ODER?

Wie gesagt, das wissen wir ja nicht. Wenn ich mir manchmal so richtig schlechte Filme ansehe, dann frag ich mich auch, wie sowas überhaupt am Produzenten vorbeigekommen ist ohne im Müll zu landen.

Veröffentlicht von: @andreas-wendt

Das zu beurteilen bin ich dann definitiv der Falsche 😉

Ich bin Expertin 😎

tristesse antworten
andreas
(@andreas-wendt)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 1671

Ach wie schön, endlich mal wieder ein Dissens mit Trissi! 😀

Veröffentlicht von: @tristesse

Einen Film nimmt man doch sowieso subjektiv wahr

Das würde ich auch nicht bestreiten.
Ich halte es aber für möglich, meine Wahrnehmung und mein Urteil zu unterscheiden. Ich lese auch lieber Karl May als Thomas Mann und kann doch erkennen, dass Thomas Mann die größere Literatur ist.

Aber natürlich, da gibt es Grenzen. Gerade beim Schwarzwald-Tatort erinnere ich mich noch an "Ich hab im Traum geweinet" - den letzten, den ich währenddessen ausgeschaltet habe. Später lasen wir Erklärungen, warum der großartig gewesen sei, die mir auch irgendwie einleuchteten. Aber er war trotzdem grottig. Für mein Empfinden, aber auch darüber hinaus: Wer im Freilufttheater Bad Segeberg die Buddenbrooks inszenieren will, versteht sein Handwerk nicht.

Und nein, auch hier wissen wir nicht, was der Regisseur wollte. Es kann auch rein zufällig alles aus einem Guss gewesen sein. Auch das kann man ja als solides Handwerk anerkennen, auch wenn man subjektiv was anderes schöner gefunden hätte.

andreas-wendt antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17493
Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Schimpft mich nicht, wenn ich irgendeine alteingesessene Regel missachtet habe. Ich bin dieses Wochenende schon 2x abgestraft worden (1x real und 1x virtuell) und freue mich, wenn sich das wieder legt. Nicht dass ich doch noch über ein Einsiedel-Leben nachdenken muss. 😉

Hast alles richtig und fein gemacht 😊

tristesse antworten
maggie.x
(@jeddie-x)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 1687

Johanna Wokalek

Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Was ich immer mag sind so kleine Details

Da sind mir auch mehrere aufgefallen.
Z.B. die Hundekacke am Schuh - als Bild für die viral gehende Video-Story der schaulustigen Frau am Tatort.

Vor allem aber fand ich, dass Johanna Wokalek als Sara Manzer grossartig gespielt hat. Es gab ja im Film Rückblenden in ihr Leben, und immer sah sie anders aus. Mal stark und widerständig; mal hoffnungslos. Wahnsinn, so spielen zu können.

jeddie-x antworten


andreas
Beiträge : 1671

20.02. Dortmund "Liebe mich"
Im Vergleich zu dem letzten Dortmunder Tatort war der hier eher routiniert. Leichenfund, Ermittlung, ein paar private Sachen. Das ganze steigerte sich langsam und hatte irgendwann dann doch alle Zutaten zu einem anständigen Psychothriller.

Und darum frage ich mich, warum er mich bis kurz vor Schluss nicht wirklich gepackt hat.

Gesehen werden muss er trotzdem, denn ...
okay, das ist jetzt schwierig, denn normalerweise wird sowas vorher medial angekündigt und wäre deswegen definitiv kein Spoiler, nun wurde es das aber diesmal nicht, und wir müssten es diskutieren.
Aber es kommt im Tatort-Team zu einer erneuten personellen Veränderung, und die letzte Folge in einer bestimmten Konstellation ist natürlich Pflicht.

andreas-wendt antworten
13 Antworten
andreas
(@andreas-wendt)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 1671
Veröffentlicht von: @andreas-wendt

Und darum frage ich mich, warum er mich bis kurz vor Schluss nicht wirklich gepackt hat.

Wie gesagt, bis kurz vor Schluss. Denn das war ja wohl im wahrsten Sinne ein Knall, mit dem dieser Film endet.

Und von dem ausgehend liest man dann den ganzen Film anders.

"Wir haben ne Leiche" (Keine Ahnung, ob das in der Mordkommission der Rede wert ist, aber okay)
"Wo?"
"Friedhof"

Das wäre in Münster als große Pointe inszeniert worden, und auch in Dortmund hätte es Flapsigkeit auslösen können, aber nicht diesmal. Diesmal ist es ernst. Und auch ein bisschen unatmosphärisch.

Böhnisch kommentiert den Friedhof dann noch "Hier würde es mir gefallen, so friedlich"
Dann gehen sie schnell in eine Festnahme rein, weil sie sagt "Das letzte Mal haben wir zu lange gewartet, dann war ein Mensch tot, und Nora ist ausgestiegen." (wie deutlich muss man noch mit dem Zaunpfahl winken?)
Es wird mehrfach erwähnt, dass sie den Mordopfern ähnelt.
Dann küssen Faber und Böhnisch sich einerseits endlich - und andererseits denke ich noch "Das geht doch nicht gut!". Die gute alte Tatort-Regel: Wenn der Kommissar jemanden küsst, ist die Person am Ende entweder der Täter oder tot.

... und trotzdem komme ich nicht drauf, dass Böhnisch am Ende tot ist.

Der Täter war irgendwie bei seinem ersten Auftritt klar. Aber das war nur die Auflösung des Falls. Die Auflösung des Films war, dass uns hier der gewaltsame Tod von Martina Böhnisch angekündigt wird und wir es nicht merken.
Dem diente dann auch die ganze Inszenierung des Mordfalls mit Friedhof und Bestatter, manche haben noch mehr Symbolik ausgemacht. Die Mordfallerzählung war also Mitttel zum Zweck, etwas anderes zu erzählen. Als Krimiliebhaber empfinde ich das als Schwäche des Films, cineastisch gelesen als dessen Stärke. Im Moment gewinnt aber der Krimiliebhaber in mir.

Da fand ich dann allerdings auch das mediale Verhalten super. Hätte ich gewusst, dass Anna Schudt aussteigt, wäre spätestens in der Szene auf dem Friedhof klar gewesen "Wetten, sie stirbt?"

Und die große Frage ist: Wird der Dortmunder Tatort ohne diese Figur funktionieren?

Geschichten genug gibt es. Herzogs Mutter mit der RAF-Vergangenheit dürfte uns noch einige Filme lang begleiten. Pawlaks Familienprobleme scheinen mir hingegen bald auserzählt.
Aber ich kann mir langfristig vorstellen, dass Herzog in die Rolle von Böhnisch hineinwächst.

Laut ersten Ankündigungen soll es ja zu dritt weitergehen. Bin gespannt.

andreas-wendt antworten
agapia
 agapia
(@agapia)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 1363

Du erzählst das so packend, dass ich mir den dann doch noch ansehen werde (Dortmund rauscht sonst an mir vorbei).

agapia antworten
andreas
(@andreas-wendt)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 1671

Würde mich interessieren, wie er sich anfühlt, wenn man wegen des Spoilers das Ende schon weiß.

andreas-wendt antworten
agapia
 agapia
(@agapia)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 1363

Ich habe den Film mit etwas mehr Anspannung geschaut, gestört hat es mich aber nicht. Ich denke, weil ich mit den Figuren nicht so vertraut bin. Und es kam dann doch sehr überraschend.

Mir hat dieser Tatort gefallen. Dem Täter habe ich sein Kindheitstrauma nicht so richtig abgenommen, der wirkte eher wie der typische Turnbeutelvergesser, aber insgesamt gut gemacht.

agapia antworten
Irrwisch
(@irrwisch)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 3371

Hi Andreas

Heute früh hatte ich die Spiegel Rezenssion zu diesem Tatort gelesen.
Desegen habe ich ihn in der 2anders" angeschaut.

Die Symbolik fand ich gut inszeniert.
Der Taschenspiegel in aller Händen, auch die ganze Thematik liefen auf das krasse Ende geradezu hin.

Ich finde, da sind 2 krasse Dinge erzählt worden.

Das eine Thema aar Todund Ahnungen

Das andere Thema war ein traumatisches Erleben an einem Kindergeburtstag. Das 2 Kinderseelen tief und ungut geprägt hat.Mit verheerenden Folgen.

Sehr schmunzeln musste ich bei der Aussage Fabers gegenüber seinem ausrastenden Kollegen
" Machst du jetzt hier den Faber?"

Aber......im Rückblick wird alles erst verständlich, wie so manches im Leben.............

irrwisch antworten
Seidenlaubenvogel
(@seidenlaubenvogel)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 937

Täusch ich mich da - aber so eine krankhaft-mordernde, inszenierte und dann auch noch sich mehrmals wiederholende Verarbeitung einer traumatischen Kindheitserfahrung kommt mir extrem weit hergeholt vor. Wie seht ihr das? Und noch unglaubwürdiger erscheint mir, dass die Schwester, die Tragik realisiert, deckt und sich einbildet, dass sich das "auswächst"? Seht ihr das anders?

Bin heute in Fragestimmung. 😉

seidenlaubenvogel antworten
andreas
(@andreas-wendt)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 1671

Ja, Du könntest mich auf die Spur bringen, was mich die meiste Zeit nicht so richtig gepackt hat.

In der Predigtlehre unterscheidet man zwischen "reden über" und "reden in", und hier wurde halt viel über das Kindheitstrauma geredet, aber es wurde nicht wirklich gezeigt.

Ob es psychologisch plausibel ist, weiß ich nicht. Völlig unmöglich ist es wohl nicht.

andreas-wendt antworten
Irrwisch
(@irrwisch)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 3371
Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Täusch ich mich da - aber so eine krankhaft-mordernde, inszenierte und dann auch noch sich mehrmals wiederholende Verarbeitung einer traumatischen Kindheitserfahrung kommt mir extrem weit hergeholt vor. Wie seht ihr das? Und noch unglaubwürdiger erscheint mir, dass die Schwester, die Tragik realisiert, deckt und sich einbildet, dass sich das "auswächst"? Seht ihr das anders?

Wenn du dich in der Realität umschaust, oder auch genauer hinschaust, wirst du Serientäter sehr oft mit schieriger Kindheitserfahrung finden.
Das rechtfertigt diese Morde nun wirklich nicht.
Erklärt sie aber vielleicht doch.
Die Schwester war quasi ein Mitglied dieses " Systems".
Konnte damit, dass sie den Täter deckt, das " System" mit ihremVerhalten nur weiter aufrecht erhalten.
Sie hat sich etwas vorgemacht. War aber nicht in der Lage,klar zusehen, da sie noch innerhalb dieses traumatisierenden Systems war.

Der Bruder hat seiner Mutter sehr ähnliche Frauen imGrunde " stellvertretend" für seine Mutter ermordet, um die Mutter zu bstrafen.

Das ist psychopatisch, aber imFilmgut gemacht,fnde ich.....bis hin zum gleichen Kleid,was die Opfer trugen, gleich dem der Mutter damals.

irrwisch antworten
Seidenlaubenvogel
(@seidenlaubenvogel)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 937

Nachgefragt...
Martina Böhnisch - wie war denn das in den früheren Tatorts?

Ich habe sie v.a. in Erinnerung als Kollegin, die zu Faber hält. ... als Gegenfigur, die Normalität Dortmunds/ Fabers Düsternis bringt. An ihre leidige Liebes-Nachgeschichte erinnere ich mich aus dem vorangegangen Tatort. Das ja. Nicht aber erinnere ich mich, wie diese begann oder gelebt wurde. Hab ich da etwas verpasst?
Würde mich freuen, wenn ihr/ du mir da auf die Sprünge helft/ hilfst.

seidenlaubenvogel antworten
andreas
(@andreas-wendt)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 1671

Die Affäre mit Haller war ohne große Einführung da. Ich meine, in der Folge "Masken". Gerade begann Faber, für sie Gefühle zu zeigen, da kam sie mit Haller aus dem Haus.
In der Folge drauf war es schon vorbei, auch ohne große Erklärung, aber von ihr ausgehend. (Hallers Diagnose, sie sei nicht bindungsfähig, scheint also nicht völlig abwegig. Sie gerade darum an sich binden zu wollen, hingegen selbst nicht ganz gesund.)

Wenn man den Produktionsvorlauf vom Drehbuchentwurf zur Ausstrahlung bedenkt, ist gut denkbar, dass in der Folge ihr Ausstieg schon feststand und man die Beziehungskonstellation darauf zulaufen ließ. Die müssten also weit über ein Jahr dichtgehalten haben.

andreas-wendt antworten
Seidenlaubenvogel
(@seidenlaubenvogel)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 937

War für dich Martina Böhnisch eine tragende Figur? Sie hat für mich dazugehört - keine Frage. Sie blieb aber meist doch eher unauffällig. Das Charakteristischste für mich war ihre Normalität und Unauffälligkeit - und ihre Treue.

seidenlaubenvogel antworten
andreas
(@andreas-wendt)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 1671
Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Das Charakteristischste für mich war ihre Normalität und Unauffälligkeit - und ihre Treue.

Und damit hat sie dieses Team, das sonst nur aus eher kaputten Figuren bestand, zusammengehalten.

Wenn man ganz tief in die Symbolik-Kiste greifen will, war sie die Mutter dieses Teams - und ausgerechnet in einem Film, in dem ein Muttertrauma die Straftaten auslöst, wird die Mutterfigur getötet.

Erzählerisch bin ich gespannt, wie das Team ohne die eine normale Person funktionieren soll. Ich sehe das noch nicht.

andreas-wendt antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17493

Spoiler
Respekt erst mal an alle aus dem Team, die es geschafft haben, diese Sensation 8 Monate für sich zu behalten, das war bestimmt nicht einfach, umso mehr hatte der Tod von Frau Böhnisch dann einen Knalleffekt. Unser Mund stand buchstäblich offen 😊

Leider bin ich mir nicht sicher, ob ich jetzt noch die Dortmunder schauen möchte, denn Böhnisch war so ziemlich die Einzige, die Faber noch davon abhalten konnte, komplett die Kontrolle zu verlieren. Der hatte sich gerade so gefangen, blickte etwas optimistischer in die Zukunft und nun geht die Selbstzerstörung wieder von vorne los 🙁

Veröffentlicht von: @andreas-wendt

Und von dem ausgehend liest man dann den ganzen Film anders.

Ich hab die ganzen Hinweise null gecheckt, aber ich bin in sowas auch ein wenig doof. Bei Agatha Christie ist die zweite Leiche grundsätzlich diejenige, die ich als Täter identifiziert hatte und am Ende stehe ich dann da und sage "Poirot, Sie verblüffen mich!" 😊 Das ist wie "The Sixth Sense" irgendwie, wo man den Film nochmal sehen wollte, um z zu wissen ob der Twist tatsächlich funktioniert.

Veröffentlicht von: @andreas-wendt

Dann küssen Faber und Böhnisch sich einerseits endlich - und andererseits denke ich noch "Das geht doch nicht gut!". Die gute alte Tatort-Regel: Wenn der Kommissar jemanden küsst, ist die Person am Ende entweder der Täter oder tot.

Oder ein/e Kolleg/in, mit der/dem es in Zukunft kompliziert wird.

Veröffentlicht von: @andreas-wendt

Geschichten genug gibt es. Herzogs Mutter mit der RAF-Vergangenheit dürfte uns noch einige Filme lang begleiten. Pawlaks Familienprobleme scheinen mir hingegen bald auserzählt.

Und das ist genau das Problem. Es gibt nicht eine/n Kommissar/in in Dortmund die/der nen normalen Umgang mit sich und seinem/ihrem Umfeld pflegt. Das sind immer so Familien - oder Vergangenheitsdramen, Tod, Leid und Zerstörung dabei als wären wir in einem französischen Rührstück mit albanischen Untertiteln. An sich wäre es mal prima, in Dortmund zu erleben, dass er Fall die zentrale Rolle spielt und nicht das Team.
Sogar die Sidekicks sind Psychopathen 🙄

Veröffentlicht von: @andreas-wendt

Und die große Frage ist: Wird der Dortmunder Tatort ohne diese Figur funktionieren?

Wenn man auf Chaos und Zerstörung steht, mit Sicherheit.

Der Fall an sich war in meinen Augen nicht wirklich aufregend. In der letzten halben Stunde noch ne gestörte Familiengeschichte aus dem Hut zu ziehen finde ich persönlich ziemlich langweilig. Und es war mir ehrlich gesagt nach Böhnischs Abgang auch sowas von egal, wer wen wann warum getötet hat.

Vielleicht wollte das Film aber auch so, dann hat es bei mir funktioniert.

https://www.youtube.com/watch?v=lDfyVNCLmkQ

tristesse antworten
andreas
Beiträge : 1671

27. Februar München "Kehraus"
Die obligatorische Faschingsfolge kam diesmal aus München.

Die Gattung des Karnevalskrimis erfodert eine ganz eigene Abmischung von Humor und Tragik, und die schien mir diesmal recht gut gelungen.
So gut immerhin, dass es trotz humorvollen Szenen vertretbar schien, ihn auch angesichts der weltpolitischen Lage zu senden. Sehe ich auch so. Bei zu viel Frohsinn wäre wohl anders entschieden worden. Aber den gibt es Tatort vor Rosenmontag ja sowieo meist nicht.

In diesem Film geht es hauptsächlich um eine Frau, die zu Beginn als Zeugin befragt wird, dann lernen wir sie und ihre persönliche Tragik und Lösungsansätze kennen. Die haben durchaus mit Kriminalität zu tun, was sich im Laufe des Films immer mehr zuspitzt und zu einer fein gemachten Auflösung führt.

All das ist lohnend anzuschauen. Auch wenn man zwischendurch dranbleiben muss.

Der aufzuklärende Todesfall ist dafür freilich bloß Auslöser, ja geradezu Aufhänger. Und sowas gibt von mir bei einem Krimi immer einen Punkt Abzug.

Ach, und es kommt schon wieder ein Hund drin vor. Was haben die im Tatort diese Saison bloß mit den Hunden?

andreas-wendt antworten
1 Antwort
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17493
Veröffentlicht von: @andreas-wendt

Die Gattung des Karnevalskrimis erfodert eine ganz eigene Abmischung von Humor und Tragik, und die schien mir diesmal recht gut gelungen.
So gut immerhin, dass es trotz humorvollen Szenen vertretbar schien, ihn auch angesichts der weltpolitischen Lage zu senden. Sehe ich auch so. Bei zu viel Frohsinn wäre wohl anders entschieden worden. Aber den gibt es Tatort vor Rosenmontag ja sowieo meist nicht.

Bin ich absolut Deiner Meinung. Ich hätte übertriebene Tragik bei den Münchnern auch deplaziert gefunden, wie bei Weimar oder Münster ja auch. Die Münchner haben immer "a bisserl Schmäh" dabei, dieses mal waren es zwei Bienen, die sich dann eingenistet hatten 😊

Veröffentlicht von: @andreas-wendt

In diesem Film geht es hauptsächlich um eine Frau, die zu Beginn als Zeugin befragt wird, dann lernen wir sie und ihre persönliche Tragik und Lösungsansätze kennen. Die haben durchaus mit Kriminalität zu tun, was sich im Laufe des Films immer mehr zuspitzt und zu einer fein gemachten Auflösung führt.

Die Frau ist mir fremd geblieben, in meinen Augen war die Figur nicht tief genug, was vermutlich an der Unbekümmertheit liegt, erst so ganz am Ende spürte man etwas Verzweiflung, aber selbst da marschierte sie rotzfrei hinein. Die Auflösung fand ich eher plump, muss ich sagen und ihren Abgang auch. Aber gut, das ist ja Geschmackssache.

Veröffentlicht von: @andreas-wendt

Der aufzuklärende Todesfall ist dafür freilich bloß Auslöser, ja geradezu Aufhänger. Und sowas gibt von mir bei einem Krimi immer einen Punkt Abzug.

Das hat mich auch gestört, dass der Fall in drei Minuten aufgelöst und abgetan wurde, um sich im Showdown dann wieder anderen Dingen zuzuwenden.

Veröffentlicht von: @andreas-wendt

Ach, und es kommt schon wieder ein Hund drin vor. Was haben die im Tatort diese Saison bloß mit den Hunden?

Solang nicht drunter steht "In diesem Film kamen keine Tiere zu Schaden" 😀

tristesse antworten


andreas
Beiträge : 1671

6.3. Münster "Propheteus"
Ein Tatort über verschwörungstheoretische Verschwörungen war irgendwie schon lange überfällig.

Ihn in Münster anzusiedeln, ist plausibel. Da ist sowieso vieles absurd.
Hier also über Reptiloide und Außerirdische und Aluhüte und einen Messenger im Telegram-Stil, der natürlich nicht Telegram heißen durfte, zu erzählen, ergibt völlig Sinn.

Die ganze Handlung war dadurch etwas surreal.
Für den Dialogwitz von Thiel und Boerne hat es sich auf jeden Fall gelohnt, ihn zu gucken. Und Schrader hat endlich mal mehr Text.

Aber irgendwie hatte ich den Eindruck, der Film wollte mehr, als er hingekriegt hat, und bremste sich deswegen immer wieder selbst aus.

Der Tatort zum Thema Verschwörungstheorien ist es jedenfalls nicht geworden.

Nachtrag vom 06.03.2022 2230
Ach so, und es gab auch wieder einen Hund.
Was für eine Verschwörung ist da am Laufen?

andreas-wendt antworten
2 Antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 6146
Veröffentlicht von: @andreas-wendt

Ein Tatort über verschwörungstheoretische Verschwörungen war irgendwie schon lange überfällig.

Naja. Hätte man besser hinbekommen können. Daher

Veröffentlicht von: @andreas-wendt

Der Tatort zum Thema Verschwörungstheorien ist es jedenfalls nicht geworden.

Yupp.

War mir etwas zu platt, und vor allem haben mich die Verfassungsschutz-Klone (oder -Androiden?) ziemlich gestört.

War irgendwie nur mit einem schottischen Single-Malt zu ertragen.

alescha antworten
andreas
(@andreas-wendt)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 1671
Veröffentlicht von: @alescha

War mir etwas zu platt, und vor allem haben mich die Verfassungsschutz-Klone (oder -Androiden?) ziemlich gestört.

Die waren sehr sehr anstrengend. Aber die allein haben es noch nicht zu dem eher schlechten Film gemacht, der es war.

Grundsätzlich: Das ganze als Komödie aufziehen, den Verfassungsschutz dazuholen, dessen Vertreter irgendwie im Stil von Aliens oder Reptiloiden wirken lassen, Boerne selbst unter Verdacht,
das sind alles Zutaten, mit denen es hätte funktionieren können.

Aber es funktionierte nicht.

Lag es daran, dass die Alien-Verschwörungstheoretiker selbst wie von einem anderen Stern wirkten? So dass auch wirklich niemand, der in den letzten Jahren ihnen zuneigte, sich in ihnen wiederfinden könnte? Zum Beispiel Jan Josef Liefers?

Oder was meint Ihr: War es eher misslungen, und wenn ja, was genau ließ es misslingen?

In den letzten Wochen habe ich ja auch bei Filmen, die ich nicht toll fand, für mich die Regel gehabt: Wenn ich zu erkennen meine, was der Film will, und er das auch hinkriegt, kriegt er von mir immer noch eine gute Kritik.

Bei diesem sah ich, was er wollte, und er hat es nicht hingekriegt.

Aber ich kriege noch nicht zu fassen, wieso.

andreas-wendt antworten
andreas
Beiträge : 1671

13.3. Zürich "Schattenkinder"
Der dritte Film mit Greandjean und Ott.

Diesmal wird in einem sektenartiken Künstlerkollektiv ermittelt. Und es geht dabei um die ganz großen Themen von Leben, Tod, Schmerz, Heilung. Das spiegelt sich auch in den Ermittlerinnen wieder, ohne aufgesetzt zu wirken. Die Story hätte echt Potential gehabt.

Blöderweise war es dann so konventionell inszeniert, dass nichts davon mich wirklich berühren konnte.

Ohne in die Diskussion über das Format an sich einsteigen zu wollen: Es erinnerte mich ein wenig an die Gattung des "Anspiels" im Gottesdienst: Es beschäftigte sich mit welterschütternder Thematik auf eine fast schon spießige Darstellungweise.

Ich hätte den Plot gern in Berlin oder Wien umgesetzt gesehen, das wäre sehr groß geworden. So war es statt eines großen Thrillers halt bloß ein Fernsehspiel. Kein völlig schlechtes, aber gemessen an dem, was es hätte sein können, halt doch enttäuschend.

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tristesse
(@tristesse)
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Wir haben nach 15 n Minuten ausgemacht.

Thema, Musik, Team, Kamera, Atmosphäre war unerträglich.

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andreas
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20.3. Norddeutschland "Tyrannenmord"
Falke wird ins alte Lindholm-Gebiet geschickt, aber die Mischung aus beidem verpufft.

Ein weiterer Film aus der Kategorie "Kann man gucken, aber meine Güte, was hätte das mit den Zutaten gut werden können und wurde es nicht!"

Ein Diktator, ein Eliteinternat, weltpolitische Verwicklungen, persönliche Betroffenheiten - ausgestrahlt in einer Zeit, von der man bei Drehschluss noch nichts ahnen konnte, aber in die all das doch sehr gut hätte passen können.
Ich dachte zwischendurch "Was hätte Wien aus dem Stoff gemacht!", bis mir einfiel, dass der NDR mit Falke und Grosz in der Liga auch schon gespielt hat. Umso enttäuschender.

Es gibt eine für die Handlung völlig unwichtige Szene (darum hoffe ich, es liegt unterhalb des Spoiler-Radars), die für mich symptomatisch für den Gesamtfilm ist: Verfolgung auf dem Klapprad.
Kann man machen, aber es ist halt lahm.

Nun ist selbst das eine deutliche Verbesserung gegenüber den letzten beiden. Also "kann man gucken", aber auch nicht mehr als das.

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tristesse
(@tristesse)
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Ich fand den super 😀
Unterhaltsam, kurzweilig, ein paar Irreführungen und am Ende stand man vor einem Täter, der schon von Anfang an irgendwie verdächtig war, aber man wusste halt nicht, wie er sich dann einfügen wurde.

Ja gut, hatte ein paar Logiklöcher, aber ich fand es durchaus gelungen.

Den neuen Sidekick hätte ich gern regelmässig dabei, ich fand den total niedlich 😊

tristesse antworten
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