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Zuletzt gesehener Film 2022

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Irrwisch
Themenstarter
Beiträge : 3339

Liebe Freunde des Films!

Für mich ist es immer wieder bereichernd, eure hier mitgeteilten Filme, egal ob aus TV, Kino oder wo auch immer gesehen, mitgeteilt zu bekommen.

Manch ein Schatz war für mich schon dabei, den ich ohne diesen Thread womöglich nicht gesehen hätte.

In 2022 sind wir nun schon im März.
Es wird Zeit für einen neuen Thread.

Bitte den Filmtitel in der Überschrift erwähnen.
Schön wäre auch, nicht zu spoilern, aber trotzdem einen kleinen Überblick zum Film zu bekommen.

Ich freue mich drauf!

Inge

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97 Antworten
Queequeg
Beiträge : 3127

Adams Äpfel [Spoilerwarnung]

Ein schräger, aber interessanter Film, der u.a. die scharfe Grenzziehung zwischen gut und böse auflöst.

Ein ziemlich durchgeknallter Pfarrer kümmert sich um Straftäter, die resozialisiert werden sollen und schwafelt von Nächstenliebe, Vergebung und den bekannten religiösen Parolen. Einer seiner "Klienten" macht das nicht mit und konfrontiert ihn mit den dunklen Stellen in seinem Leben, die er bislang erfolgreich verdrängt und verleugnet hat. Es wird klar, dass sein gesamtes Gedanken- und Glaubensgebäude Folge eines Hirntumors ist. Er erkennt darin, dass Gott die Menschen hasst und ihr Unglück will.

Durch eine dramatische Entwicklung wird er seinen Tumor los und ist nun gesund. Wider Erwarten kehrt er aber dann zu seinem Glauben zurück, jetzt aber nicht mehr als romantische Idee, die nur seine Angst vor dem Leben übertünchen sollte.

Als Folge davon lässt er zwei seiner Resozialisanten gehen, weil er begreift, dass sie ihr eigenes Ziel finden und ihren eigenen Weg gehen müssen.

Sehr sehenswert

 

queequeg antworten


tristesse
Beiträge : 17036

Midway - Für die Freiheit

Scheinbar fällt Roland Emmerich nichts mehr ein, also hat er Pearl Habour von Michael Bay einfach noch mal aufgegossen, ein wenig Top Gun reingerührt und jede Menge hochkarätiger Schauspieler für dieses "historische Actiondrama" (Wikipedia) verheizt.

Woody Harrelson, Aaron Eckhart, Patrick Wilson, Mandy Moore, Luke Evans (!!!), Luke Kleintank (The Man in the High Castle)... sie alle bemühen sich sehr, diesem Patriotismusrührstück irgendwie Substanz zu verleihen, aber bei dem Drehbuch und den hanebüchernen Dialogen ist das einfach aussichtslos. Dennis Quaid als Vizeadmiral Halsey hat vergessen zu schauspielern und er ist einfach zu alt dafür, seine Darbietung war lachhaft.

Ich weiß nicht, wer für die Tricktechnik und Musik zuständig war, da passte wirklich nichts und erinnerte doch sehr stark an die schlecht gemachten Actionkracher der 90er Jahre.

Nach 1 Stunde hab ich aufgegeben. 

Kann weg. 

 

tristesse antworten
3 Antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15595

@tristesse Danke für die Warnung... ich habe mir schon so etwas gedacht und seinerzeit erst gar nicht damit angefangen. Kann ich mir dann tatsächlich schenken...

lucan-7 antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17036

@lucan-7 Es gibt Actionkracher, die liebe und schaue sie immer mal wieder an, z.B. The Rock, Armageddon, Deep Impact, etc. Aber das war echt nicht mal Kult, nur Murks 😀

tristesse antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15595

@tristesse 

Ich schaue auch gerne mal Actionfilme... und das können von mir aus auch Filme vor "historischem Hintergrund" sein, wo man aber genau weiss dass es nichts mit der echten Geschichte zu tun hat... die Nazis in Indiana Jones etwa oder die Wikinger in "der 13. Krieger".

Wenn aber "echte Historie" als Actionfilm gestaltet wird... dann kann da echt nur Murks dabei herauskommen. Und wenn es dann noch handwerklich schlecht gemacht ist wie von dir beschrieben, dann kann man da wirklich drauf verzichten...

lucan-7 antworten
Jigal
 Jigal
Beiträge : 2743

Ich bekam, da ich geschichtliche Filme anschaue auf youtube  vorwärts freie deutsche Jugend ein DDR Mehrteiler angeblich von 1983 vorgeschlagen und habe jetzt 3 Teile gesehen. Angenehm ohne Werbung.

Es wird die Zeit nach dem Krieg thematisiert, der Aufbau einer Jugendorganisation und deren Ideale.

Warum das 1983 in schwarz-weiß  gedreht wurde versteh ich nicht,  na und genügend Propaganda ist natürlich auch dabei.

a) Nazis schiessen auf Russen, wollen alle zu den Amerikanern

b) Sowjets helfen, wo sie können den Leuten.

c) die FDJ ist eine Organisation für alle in der man auch sagen kann was einem nicht passt, der Befehlston der HJ ist nicht erwünscht.

d) die Altkommunisten fordern immer die Leute zu überzeugen, keinen Druck oder Zwang auszuüben.

Jemand aus Brandenburg meinte, sein Vater hätte zur FDJ gesagt, wie unsere HJ unter anderen Farben.

 

jigal antworten
3 Antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17036

@jigal Hat die Filmreihe auch einen Namen?

tristesse antworten
Jigal
 Jigal
(@jigal)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2743

@tristesse Vorwärts Freie Deutsche Jugend.

https://www.youtube.com/watch?v=BqcQ14ambLQ

jigal antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17036

@jigal Merci vielmals 😊

tristesse antworten


tristesse
Beiträge : 17036

Justice League

in der 4 stündigen Version von Zack Snyder.

Ich bin kein Comicfan, kenne aber das DC Universum so weit, dass ich mit den Personen was anfangen und sie einordnen konnte, zumal ich die Filme drumherum auch schon z.T. gesehen hab.

Ich kann nicht beurteilen, ob der Film inhaltlich zu den Comics passt und ob DC Fans das gut finden, mir hat es gefallen, die einzelnen Charaktere besser kennenzulernen und die Zeit wurde mir auch nicht zu lang. Natürlich hat man vieles schon mal gesehen, egal ob bei Marvel oder DC, aber ich fand die Darsteller überzeugend und das Setting bombastisch.

Fand ich gut, ich war aber ziemlich froh, dass ich mir Batman vs Superman und Wonder Woman schon mal angeschaut hatte, das hat mir enorm geholfen beim Verständnis. 

tristesse antworten
2 Antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15595

@tristesse 

Ich kann nicht beurteilen, ob der Film inhaltlich zu den Comics passt und ob DC Fans das gut finden

Diese Version passt sehr viel besser zu den Comics als die ursprünglich gezeigte Fassung, deshalb fand ich sie auch sehr viel überzeugender. Einigen nachgedrehten Szenen sieht man an, dass das Budget nicht mehr ganz ausreichte, aber ich finde es gut und richtig dass sie diese Szenen zugunsten der Geschichte trotzdem übernommen haben.

Und ja, man sollte Batman vs. Superman und Wonder Woman vorher gesehen haben um die Hintergründe zu verstehen...

 

lucan-7 antworten
Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 3406

@tristesse 

Ja, die Version ist definitiv die zu Bevorzugende. Da hat der Bösewicht wirklich auch eine überzeugende Motivation und ist kein dumper zerstörungsgeiler Superbösewicht.

arcangel antworten
Jack-Black
Beiträge : 2102

Wonder Woman 84

Schlechter hätte man das Sequel des ersten Wonder Woman-Films kaum drehen können. Mitten im "Finale" hab ich abgebrochen, weil es so peinlich pathetisch wurde, dass ich um meine geistige Gesundheit hätte fürchten müssen, das weiter anzuschauen. Gal Gadot ist weiterhin eine schöne Frau. Chris Pine ist weiter eine Fehlbesetzung. Soviel verbindet diesen Film mit dem ersten WW-Streifen. Über den Rest gebietet die Pietät zu schweigen. Spart Euch das Geld bzw. die Lebenszeit!

jack-black antworten
29 Antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17036

@jack-black 

Schade, hatte mich auf ihn gefreut.

Da ich aber Chris Pine recht sexy finde, gucke ich mir den wohl trotzdem an 😎 

tristesse antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2102

@tristesse Sag aber nachher nicht, man hätte Dich warnen sollen! 😉

jack-black antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17036

@jack-black würde ich niiiiiiie tun 😋

tristesse antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15595

@jack-black 

Auch auf die Gefahr hin dass du recht haben könntest... ich glaube ich schaue mir den trotzdem noch an... 😛 

lucan-7 antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17036

@lucan-7 Hehe 😀

tristesse antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17036

Hab ihn mir gestern mit meiner Schwester angeschaut.

Die ersten 90 Minuten waren okay, aber gegen Ende hat der Regisseur eindeutig die Kontrolle über seinen Film verloren. Der Pathos kochte alles völlig ein, die Anfangssequenz wurde natürlich gegen Ende einem bis zum Erbrechen um die Ohren gehauen, eine Beleidigung für den Zuschauer, als wäre er nicht in der Lage, die Botschaft am Ende mitzunehmen. Ordentlich besetzt, ich finde Gal Gadot einfach fantastisch als WW, so würdevoll, schön und ehrbar. Sehr sympathisch.

 Bestimmt ist Chris Pine kein guter Schauspieler und schlecht besetzt, aber ich finde ihn sehr sexy. Die männlichen Darsteller waren alle sehr eindimensional und nicht gut. Und Barbara, hach. Die Barbara... keine gute Figur. Das Endkostüm war absolut lachhaft, konnte ich nicht ernst nehmen.

Einige Logiklöcher.

Ich hab bis zum Ende durchgehalten, aber man hätte sich das Finale in der Tat sparen können.

Bekommt von zwei von fünf Bauchtaschen und ein pinkes Stirnband obendrauf.

tristesse antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2102

@tristesse 

aber gegen Ende hat der Regisseur eindeutig die Kontrolle über seinen Film verloren

 

Der Regisseur ist eine sie... Und mit Verlaub: das sah man dem Film auch an, in dem Männer nur als Idioten, Arschlöcher oder wiederbelebte Phantasien von früher mal herhalten durften. Den geplanten dritten Teil wird sie dann auch noch regissieren, sowie Rogue Squadron. Naja, was so als letztes im Starwars-Universum verbrochen wurde, hat mich eh schon nicht mehr sonderlich interessiert, ich warte nur noch, dass Disney auch das Marvel-Universe übernimmt, dann kann man wieder getrost sämtliche "Blockbuster" umkurven, ohne was Bemerkenswertes zu verpassen.

jack-black antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17036

@jack-black

Du denkst also, der Film ist deshalb nicht gelungen, weil eine Frau keine Superhelden Filme drehen kann?

Nun ja.

Das ist chauvinistisch und frauenfeindlch

 

tristesse antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2102

@tristesse 

Du denkst also, der Film ist deshalb nicht gelungen, weil eine Frau keine Superhelden Filme drehen kann?

 

Nö, das interpretierst Du gerade in meinen Beitrag rein. Ich habe nur geschrieben, dass man dem Film anmerkt, dass er von einer Frau konzipiert wurde, weil in ihm nun mal so durchgängig Männer entweder als dumm oder böse (oder beides zugleich*) dargestellt werden, dass, läge die Sache anders herum, der Film als sexistisch abgewatscht und vermutlich durch femen-Aktionen (zu Recht!) attackiert worden wäre.

Die gleiche Regisseurin hat übrigens auch den ersten WW-Film gedreht und auch, wenn ich mir von dem nach all den Vorschusslorbeeren mehr erwartet hätte, hab ich oben durchaus durchblicken lassen, dass ich ihn nicht schlecht fand.

 

Das ist chauvinistisch und frauenfeindlch

 

Nun ja. 😀

 

 

 

*Der einzige "nette" Mann im ganzen Film ist - quelle surprise! - ein schwarzer Obdachloser. Man möchte beinahe argwöhnen, eine Diversitätsbeauftragte sei mit der Endabnahme des Drehbuchs betreut worden. Konsequenterweise sollte man - wo doch schon Thor zukünftig durch eine weibliche Figur ersetzt werden soll - Wonder Woman einer Geschlechtsumwandlung unterziehen oder zumindest eine Dunkelhäutige für ihre Rolle casten. Halle Berry wäre eine gute Wahl, die hat ja schon als Catwoman so überzeugt.

jack-black antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17036

@jack-black

Man will Thor durch eine Frau ersetzen? Wer denkt sich denn so einen Quatsch aus?

dass man dem Film anmerkt, dass er von einer Frau konzipiert wurde, weil in ihm nun mal so durchgängig Männer entweder als dumm oder böse (oder beides zugleich*) dargestellt werden

Und genau das ist ja auch frauenfeindlich. Als ob die weiblichen Regisseure automatisch Männer schlecht dastehen lassen würden. Genauso wie ich den Umkehrschluss, Männer würden Frauen eindimensional besetzen auch nicht nachvollziehbar finde. Dazu gibt es einfach inzwischen zu viele gute Filme von Regisseur*innen, die keine Klischees bedienen. Das war vielleicht vor 30 Jahren noch so. Inzwischen hat sich da sehr viel getan. 

Und soooooo schlecht ist Steve nun auch nicht weg gekommen. Aber klüger als Diane darf er ja auch nicht sein. 

Den ersten Teil fand ich ganz ordentlich, aber ich hatte auch keine Ahnung und war angenehm überrascht. 

 

 

 

 

 

tristesse antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15595

@tristesse 

Man will Thor durch eine Frau ersetzen? Wer denkt sich denn so einen Quatsch aus?

Das waren die Comicautoren... da gibt es die weibliche Version schon länger. Ich kenne aber da den näheren Hintergrund nicht.

Ich merke inzwischen jedenfalls selbst, wie die Begeisterung für weitere Superheldenfilme so langsam nachlässt... ich werde mir das ein oder andere noch anschauen, aber so langsam sind die Geschichten auserzählt. Mehr oder weniger war für mich die Sache nach dem großen Avengers-Finale abgeschlossen, auch wenn man da natürlich noch endlos weiter machen kann...

 

 

lucan-7 antworten
Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 3406

@lucan-7 

Wer jetzt den Amateur Psychologen bemüht, kann darauf verweisen, dass es ein gängiges Verhalten von Menschen mit geringem Minderwert ist, andere Menschen zu erniedrigen, um sich selbst besser darstellen zu können. Menschen mit einem gesunden Selbstwert können starke Persönlichkeiten neben sich nicht nur stehen lassen, sondern sogar fördern.

 

Dieses entleeren und erniedrigen von bestehenden Charakteren, ist einfach nur unterste Schublade, aber wenn man(n) etwas dagegen sagt ist man irgendein -phob oder -ist

arcangel antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15595

@arcangel 

Dieses entleeren und erniedrigen von bestehenden Charakteren, ist einfach nur unterste Schublade, aber wenn man(n) etwas dagegen sagt ist man irgendein -phob oder -ist

Auf was für eine "Erniedrigung" beziehst du dich jetzt...?

lucan-7 antworten
Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 3406

@lucan-7 Erniedrigung im Sinne von, unfähig oder unglaubwürdigen verhalten. Wenn zum Beispiel mehrere gut durchtrainierter Agenten von einer Frau durch die Luft geworfen werden und vermöbelt werden, kann man das bei WW oder Black Widow noch irgendwie glaubhaft verkaufen, aber bei dem neuesten "drei Engel für Charlie" ist das dann einfach nur noch lächerlich. Ausserdem bluten diese neuen Heldinnen nie, sie verlieren nie, kommen nie an ihre Grenzen, müssen nie ihre eigenen Dämonen überwinden. Und um das dann irgendwie zu rechtfertigen haben sie dann pöse und dumpe weise Männer als Widersacher. Was waren das noch für Zeiten als Frauen im Filmen glaubwürdig waren (Sarah Conner, Ripley)

arcangel antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17036

@arcangel 

Ausserdem bluten diese neuen Heldinnen nie, sie verlieren nie, kommen nie an ihre Grenzen, müssen nie ihre eigenen Dämonen überwinden. 

Schon mal Wonder Woman gesehen? 😉 

Nach WW1984 kann man das nun wirklich nicht behaupten.

tristesse antworten
Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 3406

@tristesse eine der ganz seltenen ausnahmen. Hast du die neuen Star Wars gesehen, oder Charlies Engel, oder Marvel, oder die neuen Terminator, oder all die Serien, Star Trek Discovery, uvm.

arcangel antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17036

@arcangel 

Nicht alle, aber bestimmt genug, um zu bestätigen, dass das

Ausserdem bluten diese neuen Heldinnen nie, sie verlieren nie, kommen nie an ihre Grenzen, müssen nie ihre eigenen Dämonen überwinden

so in der Form verallgemeinernd nicht stimmt. 😉 

tristesse antworten
Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 3406

@tristesse 

 

so in der Form kann man alles auf die Silberwaage legen. who cares

arcangel antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17036

@arcangel

Ich. 

Ich mag keine Verallgemeinerungen. Da bin ich pingelig. 

tristesse antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15595

@arcangel 

eine der ganz seltenen ausnahmen. Hast du die neuen Star Wars gesehen, oder Charlies Engel, oder Marvel, oder die neuen Terminator, oder all die Serien, Star Trek Discovery, uvm.

Das ist mir dann doch etwas zu pauschal... zumal die von dir erwähnten Sarah Connor oder Ripley am Ende auch nur Männerphantasien waren.

 

lucan-7 antworten
Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 3406

@lucan-7 

 

Und welcher Fantasie entspringt eine Rey, oder einer Michael Burnham, oder eine Batwoman (mit ihren cringe würdigen Einzeilern), welche Fantasie hat die vier weiblichen Gostbaster*innen hervorgebracht, und was steckt hinter Ms. Marbel. 

 

Dabei gibt einige Beispiele die zeigen das man Frauen stark und glaubwürdig schreiben kann. Orville (obwohl die Serie als solche eher durchschnittlich ist, finde ich vor allem Adrianne Palicki in der Hauptrolle sehr gut)

Eine gute weibliche Hauptrolle ist auch Caitriona Balfe in Outlander (einige der Wenigen die auch Bluten)

Aber ansonsten sind die meisten neuen "starken neuen Heldinnen" generisch eindimensional langweilig (nicht, dass es auch genug davon aus dem männlichen Lager gibt), die damit zu punkten versuchen ihre männlichen costars zu degradieren. Bestes Beispiel ist aktuell "Obi one Kenobi" oder auch Picard. Vergleiche nur mal die Charaktere von "The Man from U.N.C.L.E." mit weiblicher Hauptrolle und "The 355 " mit exklusiv weiblichen Hauptrollen.

arcangel antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15595

@arcangel 

Aber ansonsten sind die meisten neuen "starken neuen Heldinnen" generisch eindimensional langweilig (nicht, dass es auch genug davon aus dem männlichen Lager gibt)

Genau das ist das Problem. Etliche männliche Heldenfiguren sind auch extrem eindimensional, man kann also schwer sagen ob das überhaupt etwas mit dem Geschlecht zu tun hat.

Von Ripley aus dem Alien Film, vor allem dem zweiten Teil, kann man einerseits sagen dass sie "wie ein Mann" agiert, so wie es halt im Action Genre üblich ist.

Oder man kritisiert die Darstellung als "Über-Mutti", die mal eben in ein paar Sekunden lernt, wie man eine Waffe bedient für die man mindestens eine wochenlange Ausbildung benötigt. Wie "realistisch" soll das sein? Nun ja... eben so realistisch, wie es in solchen Filmen üblich ist. Kann man drüber meckern oder die Action genießen, je nachdem.

In manchen Filmen kann man dann bemängeln, dass Frauen ihren Körper in Szene setzen... aber das tut ein Schwarzenegger am Ende auch.

Keine Frage, man findet eine Menge platten Sexismus in diversen Filmen und da sollte manches geändert werden... aber es ist eben auch ein Spannungsfeld, aus dem sich erst die Geschichten ergeben.

Und so pauschal und platt wie du es hier ausdrückst kommt man da kaum weiter. Vielleicht möchtest du ja nochmal an einzelnen Beispielen erklären was du meinst, eventuell in einem neuen Thread?

Könnte ja durchaus interessant sein...

 

 

lucan-7 antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2102

@tristesse 

Und genau das ist ja auch frauenfeindlich. Als ob die weiblichen Regisseure automatisch Männer schlecht dastehen lassen würden.

Nö, das ist schlicht ein falscher Umkehrschluß. Ich sage nicht, dass Regisseurinnen automatisch Männer schlecht dastehen lasssen (würden). Sondern in diesem Film werden alle Männer schlecht dargestellt und das läßt für mich nur zwei denkbare Erklärungen zu: Entweder ist da ein männlicher Regisseur (Drehbuchschreiber), der alle anderen Männer verachtet. Oder es handelt sich um eine Frau, die naturgemäß den weiblichen Sexismus, der sich in so einer Männerdarstellung ausdrückt, weniger deutlich erkennt: er ist für sie nicht negativ fühlbar.

Ich hatte erst nachträglich geschaut, wer diesen Film überhaupt verbrochen haben könnte und meine Vermutung war tatsächlich gewesen, dass hier die Regie von einer Frau geführt worden sei, aber auch, dass es sich um eine andere Frau handeln müsse als beim ersten WW-Teil (von dem mir noch in Erinnerung gewesen war, das bei dem auch eine Frau Regie geführt hatte), in welchem Männer eben nicht so durchgängig stereotyp negativ vorgeführt wurden (dass die Nebenfiguren von Comicverfilmungen in aller Regel stereotyp gezeichnet werden, ergibt sich aus der Natur der Sache).

Meine erste Vermutung war korrekt, aber die zweite war inkorrekt. Und ich frage mich echt, warum eine doch immerhin schon ziemlich lange im Filmgeschäft erfolgreiche Regisseurin ein Sequel dermaßen in den Sand zu setzen vermag. Im Ernst: das war der gründlichste Teil2-Reinfall seit Rambo II! 😀

Und soooooo schlecht ist Steve nun auch nicht weg gekommen.

 

In WW 84? Wie kann man eine Nebenfigur, immerhin der love interest, noch überflüssiger und lächerlicher inszenieren*? Der ist doch überhaupt keine Person, der ist ein Kaugummi aus dem Wünsch-dir-was-Automaten und darf nur große staunende Kinderaugen machen über das, was sich seit seinem Ableben so in der Welt erneuert hat. Er darf den Deppen in der Klamotten-Shopping-Szene geben, eine Rolle die in anderen Komödien dieses Kalibers immer von einem Mädchen gespielt wird, die bisher nicht bemerkt hat, dass ihre Zahnspange, die Pisspot-Frisur und schottische Karos auf dem formlosen Kleid aus dem vergangenen Jahrhundert dafür verantwortlich waren, dass die Jungs sie nicht wahrnehmen. Er darf eine Mülltonne mit Kunst verwechseln. Und dann darf er einen modernen Düsenjet starten, ohne auch nur einen Blick in's Betriebshandbuch geworfen zu haben. Und zwar, weil sonst sein Palaver über's Fliegen keinen schönen Feuerwerkshintergrund hat und sich dann auch nicht mit solcher pädagogischen Wucht dahin auswirken könnte, dass Superwoman, die bisher immerhin noch irgendwelche Ankerpunkte für ihr Allzwecklasso brauchte, um sich wie Tarzan durch die Szenerie zu schwingen, mal eben das Fliegen "rausfinden" kann. Steve ist keine Person, Steve ist ein Gadget, das vermutlich - liebe kleine Kinder Kinder, alle mal die Ohren schließen und Finger in die Augen stecken! - gut ficken kann. Oben schrieb ich, die Rolle sei mit Chris Pine schlecht besetzt. Wenn ich jetzt genauer drüber nachdenke, hätte die Rolle überhaupt nicht mit einem menschlichen Schauspieler besetzt werden sollen, sondern mit einem schweizer Allzweckdildo; und die Boutique-Szene hätte abgekürzt werden können, indem sich WW einfach von Q (den man sich mal kurz vom Bond-Set ausborgt) das Ding vorführen läßt, dabei lustig ein paar Sachen kaputt macht, bis sie's (ohne Handbuchkonsultation) schließlich perfekt handhabt und nur noch darauf insistiert, eine Lackierung zu wählen, die besser zu ihrem ach so praktischen Wonderwoman-Kleidchen paßt. Das sind ja so die wesentlichen Entschlüsse, die weibliche Superheldinnen gemeinhin zu treffen haben (wer erinnert sich nicht an die einzig nachvollziehbare Gewissens-Entscheidung im Captain-Marvel Film?! Genau: die für die richtige Heldinnenkostüm-Farbe!).

Erinnern wir uns an Iron-Man. Oder an Batman. Wenn es in denen um wichtige Design-Entscheidungen ging, standen ihre Rüstungs- oder Batmobil-Farbe zur Diskussion (diese Entscheidungen sind in solchen Streifen wichtig, denn man muß immer auch an den Abverkauf der Mechandising-Artikel denken!) . Wonder Woman hat an ihrem - offensichlich einer Sechzigerjahre-Teenagerphantasie entsprungenen - Kostüm nichts auszusetzen, das wird bei jeder sich bietenden Gelegenheit enthüllt, um schlecht cgi-ed durch die Gegend zu hüpfen. Nein: was den Kerlen ihre Rüstung oder ihr Fahrspielzeug waren, ist Madame eben ihr Toyboy: der muß, wie einstens Ken in den Barbie-Vorstadt-Traumhaus-Dinnerpartytableaus der avisierten Zielgruppe, passend angezogen sein. (Bin ich übrigens der Einzige, der vermutet, dass die Klamotten, die Gal Gadot über ihrem Superheldinnen-Kostüm so in diesem überlangen Machwerk vorführt, sämtlich unter die Rubrik product placement fielen? Nie hatte man den Eindruck, soviel Zeit neben einem Laufsteg zu verbringen im Kino. Dagegen war ja noch Prêt-à-Porter harmlos! 🙂

Ich merke gerade, dass ich dem Streifen viel zu viel Aufmerksamkeit zukommen lasse. Schluß damit!

 

*Dieser love-interest, darin bestand ja das ganze Schwarze Loch der Grundidee des Films, sollte die Schwäche der Heldin darstellen. Jene Schwäche, die zu jeder Superheldengeschichte gehört wie die Ölhain-Szene in jeden Jesus-Film: jene Schwäche, die es für die Hauptfigur zu überwinden gilt, um Wachstum zu erfahren und somit Identifikationspotential für die Zuschauer zu schaffen. Die einzige Schwäche, die sich WW dieses Mal leistet übrigens: dass sie ihn so sehr liebte und haben wollte, dass sie darüber beinahe ihre üblichen Weltrettungs-Pflichten vergessen hätte. Was für eine grandiose Figurenentwicklung: die Superheldin verzichtet darauf, ihre Liebhaber-Phantasie bis zum bösen Ende durchziehen zu dürfen! Na, das nenne ich mal 'ne epochale Leistung. Ihr Toyboy ist sowas wie das rosa Ponny, das sich ein kleines Mädchen innigst wünscht. Und während kleine Mädchen üblicherweise so im Alter von zehn oder zwölf realisieren, dass unrealistische Wünsche, wenn sie zur fixen Idee zu geraten drohen, besser aufgegeben werden sollten, muß WonderWoman das im stattlichen Alter von vermutlich achtzig oder mehr auf die harte Tour lernen. Da wundert man sich schon ein wenig über die Frau. Und hat plötzlich eine Erleutung: "Aha, daher der Name!"

jack-black antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17036

@jack-black 

Meinst Du nicht, dass Du gerade ein bisserl übertreibst? 🙂

tristesse antworten
AntonioA
(@antonioa)
Beigetreten : Vor 4 Wochen

Beiträge : 29

@jack-black 

Rollins spielt den A.J. Weston (Anführer der "Aryan Brotherhood") in Staffel 2 der "Sons of Anarchy"

antonioa antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2102

@antonioa Danke für den Hinweis! War schon ein Weilchen her, dass ich die Serie gebinged hatte. Muß ich mal wiederholen, allein schon weil Katey Sagal da einen bisher unübertroffenen schauspielerischen Benchmark setzte, was "fiese Frau in mittlerem Alter" angeht.

jack-black antworten
AntonioA
(@antonioa)
Beigetreten : Vor 4 Wochen

Beiträge : 29

@jack-black 

 

Ja Gemma Teller Morrow war schon Cool 🙂

Die ersten Staffeln von SoA hab ich gemocht, würde auch sagen, das bis Staffel 4 für mich auch "Kult" war.

Aber das Ende der letzten Folge von SIV ( das " Missgeschick" von Tig mit der Tochter von dem Gangsterboss) war so für mich der " jumping the shark" Moment.

Nur noch ein neuer Feind, noch ein neuer Krieg, Gewaltdarstellung eigentlich nur noch um der Darstellung willen.

 

antonioa antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15595

@jack-black 

Naja, was so als letztes im Starwars-Universum verbrochen wurde, hat mich eh schon nicht mehr sonderlich interessiert, ich warte nur noch, dass Disney auch das Marvel-Universe übernimmt

Die Marvel Studios gehören doch längst zu Disney...?

lucan-7 antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2102

@lucan-7

Die Marvel Studios gehören doch längst zu Disney...?

Oh weh, Du hast ja recht! Und wieder geht ein schönes Stück Illusion in Scherben...

jack-black antworten


Jack-Black
Beiträge : 2102

He never died

 

Für amazone prime Kunden gerade kostenfrei.

Eine Art groteske Horror-Tragödie mit biblischem Hintergrund, Henry Rollins in der Hauptrolle und Jason Krawczyk als Regisseur.

Mir sagten die beiden Namen vorher nichts und ich nenne sie hier nur, falls jemand von Euch die kennt und deswegen aufmerkt... 😉

 

Ein Low-Budget-Film von 2015 mit relativ unbekannten Darstellern (ich kanne keine/n einzige/n) und beinahe hätte ich ihn wegen der relativ mittelmäßigen Durchschnittswertungen auf amazon nicht angeklickt.

Mir wäre was entgangen. Warum er meiner Ansicht nach so gut ist, kann ich hier schlecht darlegen, ohne zu spoilern, bzw. ohne meine Interpretation des ganzen rauszuposaunen. Damit würde ich aber gegebenenfalls Euch  Gedanken und Überlegungen einflüstern, die völlig konträr zu dem sein könnten, was Ihr an diesem Film interessant, gut, genial oder bedenkenswert finden könntet. Daher nur ein paar Anmerkungen zu der Machart des Films. Wie oben schon erwähnt läßt sich nicht so richtig einordnen, ob wir Zuschauer lachen oder uns gruseln sollen, ob da eine Groteske gezeigt wird oder ein zutiefst trauriger, erschreckender Film. Das Low-Budget, das manche amazone-Rezensenten negativ bewerteten, fiel mir selbst gar nicht auf, teure und ausgefeilte Special-Effekts oder aufwändige Choreografien von Kampf-Szenen hätten den Film in meinen Augen sogar seichter gemacht. Es gibt sehr heftige, brutale Gewalt zu sehen, bzw. werden zumeist deren blutige Auswirkungen gezeigt und von daher ist der Streifen sicher nichts für Kinder oder für Leute, die ungern Gewaltdarstellungen konsumieren. Aber sinnlos ist diese Gewaltdarstellung nicht, sondern ganz im Gegenteil: sie dient hier im Film dazu, die trostlose und bedrückende Sinnlosigkeit von Gewalt zu veranschaulichen.

Im Zentrum steht Jack(?) Caine, wir treffen ihn in seiner eher trist-düsteren, braun-grauen Wohnung im Bett an, wo er zu schlafen versucht, was aber nicht so recht funktioniert. Hat er einen Alptraum? Oder zerrt ihn nur das Klopfen an der Tür aus seinem Schlummer? Im Rest des Films begleiten wir ihn durch die Geschichte, die insbesondere darin besteht, dass er sich irgendwie anders als andere Leute verhält. Warum er sich so verhält, wie er's tut, wird nach und nach deutlicher erkennbar. Und dennoch ist man sich noch in der Schlußszene nicht klar darüber, wer genau er eigentlich ist und was genau überhaupt die Erklärung der gezeigten Geschehnisse ist. Man möchte die unterschiedlichen Figuren des Films in die üblichen Schemata einordnen, möchte für sich selbst feststellen, ob eine Figur zu den Guten oder den Bösen gehört, ob sie sich moralisch richtig verhalten oder dumm oder egoistisch... Aber so richtig gelingt das nicht und ein wenig scheint das Thema des Films zu sein, dass man andere Menschen nicht verstehen kann - und wie traurig und vereinsamend das ist. Aber auch wie komisch-absurd. Diese Mischung zwischen tragisch und komisch, die mit Gewalt zusammengemengt wird, kannte ich bisher eigentlich nur von Tarrantino-Filmen.

Schafft Euch Euren eigenen Eindruck und entscheidet, ob mein Tarrantino-Vergleich womöglich völlig abwegig sei. Meine Empfehlung für alle, die zwischen all der Superhelden-Action mal was sehen wollen, was in kein Genre wirklich paßt und über das die Meinungen - siehe Amazon-Bewertungen - weiiiiit auseinandergehen.

jack-black antworten
6 Antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17036

@jack-black

Falls das eine Film"Empfehlung" sein sollte... also mich hat Dein Beitrag nicht dazu motiviert, mir den Film anzuschauen...

tristesse antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15595

@tristesse 

Dein Beitrag nicht dazu motiviert, mir den Film anzuschauen...

Mich schon. Ich freue mich jedesmal, wenn ein Film mit den gewohnten Schemata bricht und etwas Ungewöhnliches zeigt.

Da kommt dann zwar meistens irgendso ein "Das ist ganz große Kunst, weil es niemand versteht und keinen interessiert" - Mist heraus... aber manchmal findet man auch etwas wirklich orginelles. Also mal sehen...

lucan-7 antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17036

@lucan-7 

Ich mag halt keine explizite  Gewaltdarstellung. Das brauche ich nicht und ich bekomme davon Albträume.

Ausnahme Tarantino, denn da kommt das mit der blutigen Eskalation meist erst am Schluss, davor wird man perfekt unterhalten 🙂

tristesse antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15595

@tristesse 

Ich mag halt keine explizite Gewaltdarstellung. Das brauche ich nicht und ich bekomme davon Albträume.

Ausnahme Tarantino

Tarantino dreht seine Filme ja auch nicht "authentisch", sondern so, dass man jederzeit merkt dass es halt ein Film ist... das mag auch ein Faktor sein. Wobei mir allerdings auch niemand bekannt wäre, der von sich ernsthaft behauptet dass er "explizite Gewaltdarstellung" mag.

Bei mir hängt es halt immer sehr von der Geschichte ab. Ich mag ja auch Horrorfilme, aber da interessiert mich mehr die Geschichte und der Aufbau als irgendwelche Splattereffekte.

Bei Filmen wie "Hostel" (übrigens auch von Tarantino produziert), wo es tatsächlich ausdrücklich um möglichst grausame Gewaltdarstellung geht und die Geschichte nur Nebensache ist hört es bei mir dann allerdings auch auf...

 

 

lucan-7 antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2102

@tristesse Ehrlich gesagt weiß ich selbst nicht genau, ob das eine Empfehlung sein sollte. Mich persönlich hat der Film angesprochen, viele andere fanden ihn auch gut - häufig aber kann ich mit deren Begründungen nicht komplett mitgehen. Viele andere fanden ihn aber auch schlecht, langweilig, sinnlos... Die Gewaltdarstellungen erwähnte ich nur, da man sie, wenn sie für einen Film wichtig sind, nicht unerwähnt lassen sollte. Ich finde, dass sie für diesen Film, bzw. für die Stimmung, die er übermittelt, unerläßlich sind.

Der Tarantino-Vergleich, den ich anstellte, und der ja jetzt zwischen Dir und Lucan auch Thema ist, war von mir nicht in dem Sinne gemeint, dass hier die Gewaltinszenierung genauso wie bei Tarantino funktioniert, dass aber bestimmte Aspekte dabei mich an Tarantino-Gewalt erinnerten, z.B. dass durch deren Einsatz eine Groteskheit erzielt wird, die eine Distanzierung erlaubt. Man wird daran erinnert, dass das hier ein Film ist und nicht die Realität...

Hmm. Schwer in Worte zu fassen, was ich meine. Ich müßte einzelne Szenen erwähnen, aber damit würde ich spoilern, was ich allein schon deswegen vermeiden möchte, weil ich halt ein paar Mal laut lachen mußte und die entsprechenden Pointen nur zünden, wenn sie unerwartet kommen.

Also: wenn Du für Dich entschieden hast, dass Du Gewaltdarstellungen im allgemeinen nicht magst und nur bei Tarantino eine Ausnahme machst (was ich prinzipiell für gut nachvollziehbar halte), dann ist der Film womöglich nichts für Dich. AAber: Ich hab z.B. Kill Bill erst Jahre nach seinem Release mir angeschaut, weil mich die Erwähnung der exzessiven Gewaltdarstellungen in Rezensionen davon abgehalten hatte. Ich hatte mit zwei, drei anderen Filmen schlechte Erfahrung gemacht, insbesondere mit einem, in welchem Snuff-Videos eine Rolle spielten. Da fühlte ich mich Tage später noch irgendwie schmutzig, weil die perverse Logik des Bösewichts für mich so gut nachvollziehbar gewesen war. Gewalt um ihrer selbst wegen wollte ich nicht sehen und also ging ich nicht in's Kino und sah den Streifen erst, als ich mal "zufällig" im TV drüber stolperte. Heute bin ich ein großer Fan dieser beiden Filme und die Gewaltszenen darin haben mich nie in negativer Weise "verfolgt". Aber hey - jeder Jeck is anners! Vielleicht kann ja erstmal Lucan sich den Streifen anschauen und wenn der dann sagt: "Och nö, das war ja mal wirklich nur verschwendete Lebenszeit!", dann kannst Du Dir sicherer sein, dass der Film nix für Dich ist. 🙂

 

 

p.s.: Und wenn Du vorher WW 84 guckst und gut findest, dann sei versichert, dass "He never died" ganz bestimmt nix für Dich ist. 😛

jack-black antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15595

@jack-black 

Ehrlich gesagt weiß ich selbst nicht genau, ob das eine Empfehlung sein sollte.

Ich habe es jetzt mal so aufgefasst und wurde nicht enttäuscht. Der Film hat was, eine Form groteskem Realismus, welcher mich an den Film "So finster die Nacht" erinnert, obwohl die Filme auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben (und auch auf den zweiten Blick nicht, es geht nur um die Art ein Thema zu behandeln und darzustellen).

Irgendwie war die Story für mich allerdings schon von Beginn an zu erahnen, da gab es doch eindeutige Hinweise... wenn ich auch nicht ganz richtig lag. Neu ist die Geschichte nicht, aber wohl kaum auf diese Weise erzählt.

Die Gewaltdarstellungen sind tatsächlich notwendig... OK, ich hätte da auf das ein oder andere verzichten können, aber es geht nicht um Gewalt um ihrer selbst willen, es ist Teil der Story. Und darauf kommt es an.

Vielleicht kann ja erstmal Lucan sich den Streifen anschauen und wenn der dann sagt: "Och nö, das war ja mal wirklich nur verschwendete Lebenszeit!"

Nö. Wahrscheinlich sehe ich den mit meiner Frau nochmal an. Kommt auf jeden Fall auf die Liste... und ich bin ziemlich sicher, dass sie ihn auch mögen wird... 🤓 

lucan-7 antworten
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